Batterieforschung in Münster gestartet

Kommentare

mehr Unabhängigkeit

Die Akkus werden wahrscheinlich erst einmal irre teuer. Aber Deutschland ist gut im Recyclen. Ich hoffe, dass wir den Mangel an Rohstoffen wenigstens teilweise durch neue Recyclingverfahren ausgleichen können. Es wäre gut, mehr Unabhängigkeit von unzuverlässigen Lieferanten zu erreichen.

Das Wichtigste nicht aus den Augen verlieren und auf richtige

"Verzahnung" geplanter Projekte achten:
"Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung im Auftrag des VDMA könnte von den 300 bis 400 Gigawattstunden Produktionskapazität in Europa bis 2025 immerhin fast die Hälfte in Deutschland liegen.
>> Unklar bleibt allerdings woher die Energie für die "Gigafabriken" in Deutschland kommen soll. Laut dem Essener Versorger e.on, der die Gigafabrik von Tesla in Grünheide ans Netz bringen soll, hat allein diese Anlage einen Energiebedarf von 100 MW“.
Es sollte auch nirgendwo um Prestige, sondern überall um den maximalen Nutzen für die Allgemeinheit bzw. die bestmöglichen Bedingungen für eine offene fachliche Kooperation gehen: „[Laut] Fraunhofer Gesellschaft soll die neue Anlage zum Zentrum der Entwicklung einer modernen und skalierbaren Batteriezellproduktion für Deutschland und Europa werden. Hier werde die Infrastruktur zur Verfügung gestellt (...)
>> Es gehe um Knowhow und zügige Weiterentwicklung von Prototypen"

Wichtig ist

das sie kleiner und leichter werden, und eine viel höhere Leistung besitzen, das sollte Priorität in der Forschung haben.
Ganz wichtig sind Heimische Materialien, ob das geht, weiß ich nicht.
Das es in Münster ist, ist doch in Ordnung, das Umfeld spielt eine große Rolle, auch die entsprechenden Arbeitskräfte müssen doch vorhanden sein.
Alles vom Wasser bis zur Energie muss passen, nicht wie es in Grünheide abläuft, TV Berichte darüber gibt es ja einige.
Fehler sollte man nicht wiederholen.

Eine gute Investition.

Der Start eines Batterie Forschungszentrum ist eine gute Sache. Nötig ist jetzt die kostengünstige und vor allem sichere Beschaffung Beschaffung der notwendigen Rohstoffen. Nicht nur aus dem Ausland , wo Chinesen , Koreaner und Japaner sich weitestgehend abgesichert haben und damit Preisvorteil und Diktat, sondern wichtig für Deutschland ist die Rohstoffabsicherung auch in Deutschland, hier anscheinend Baden im Rheintal. Die Versorgung genügender Rohstoffe scheint weltweit, zumindest bis jetzt, bis circa 2040-2050 abgesichert zu sein, soweit nicht neue Rohstoffe erschlossen werden können. Der Antrieb und damit die Qualität der Batterien ist wesentlich für die Reichweite und Erfolg der E Fahrzeuge.

bitte werft nicht alles durcheinander ...

"an leistungsfähigen Batterien etwa für Elektromobilität, Handys, Tablets und Herzschrittmacher gearbeitet."

Beim Herzschrittmacher mag es sich noch um eine Batterie handeln, aber für alle anderen genannten Anwendungsfälle handelt es sich um AKKUS.

"die Batterien in der Nähe von Autofabriken herzustellen. " Autos nutzen Akkus!

Im ganzen Artikel werden die Bergriffe Batterien/Akkus durcheinander geworfen. Denke von der TS sollte man es erwarten können, dass dies nicht geschieht.

So ein Zufall

Münster liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Ministerin Karliczeks Wahlkreis. Zufall?
Noch ein Zufall. Die Entscheidung von Minister Scheurer war ähnlich. Mit 100 Millionen Euro wird der bayerische Standort Pfeffenhausen, Bayern, das größte Stück vom Kuchen des geplanten Wasserstoffzentrums abbekommen.
Welche Voraussetzungen hat Pfeffenhausen?

Naja ...

ich fände die Forschungsgelder wären für andere Technologien sinnvoller eingesetzt.

Auch sollte man mehr nach umweltfreundlichen Methoden zum Akku-Recycling forschen. Z Zt. ist das Akkurecycling eher Umweltsauerei anstatt echter Gewinn.

Zu 16:56 von Giselbert "nicht alles durcheinander"

Na, ja, "Batterie" ist ein Oberbegriff und somit wird da wenig durcheinandergeworfen!

In der Praxis werden zwei verschiedene Energiespeichertypen unterschieden: die Primär- und die Sekundärbatterien. Primärbatterien können nur einmal entladen und danach nicht wieder aufgeladen werden. Sekundärbatterien hingegen, landläufig auch als Akkumulatoren bezeichnet, sind wieder aufladbar.

https://de.wikipedia.org/wiki/Akkumulator
#https://www.zvei.org/verband/fachverbaende/fachverband-batterien/wo-lie…

16:56 von Giselbert

Im ganzen Artikel werden die Bergriffe Batterien/Akkus durcheinander geworfen.
Denke von der TS sollte man es erwarten können, dass dies nicht geschieht.
-------------

sind ihre Erwartungen da nicht etwas zu hoch ?
Gelegentlich bringen die ja auch KW und KWh durcheinander.

Überhaupt ist der allgemeine Sprachgebrauch verbesserungswürdig
Jeder spricht von der Autobatterie (Starterbatterie),
dabei ist es schon immer ein Bleiakku gewesen

@ um 16:56 von Giselbert

"bitte werft nicht alles durcheinander ...
"an leistungsfähigen Batterien etwa für Elektromobilität, Handys, Tablets und Herzschrittmacher gearbeitet."

Beim Herzschrittmacher mag es sich noch um eine Batterie handeln, aber für alle anderen genannten Anwendungsfälle handelt es sich um AKKUS.

"die Batterien in der Nähe von Autofabriken herzustellen. " Autos nutzen Akkus!

Im ganzen Artikel werden die Bergriffe Batterien/Akkus durcheinander geworfen. Denke von der TS sollte man es erwarten können, dass dies nicht geschieht."
.
Auch ein Akku ist eine Batterie. Spezifiziert: eine sekundäre Batterie. Wenn es für das Verständnis nicht notwendig ist, spricht man nicht von 'primärer' oder 'sekundärer' Batterie sondern spricht von „Batterie“.

@Giselbert um 16.56 Uhr

So schlecht ist die TS nun nicht.
Batterie ist der Oberbegriff, unter den auch die sog. Akkus laufen.

Ich bin übrigens baff, dass die Anlage bereits fertig ist. Das bereits bestehende Gebäude MEET in Münster, welches immer gerne gezeigt wird, wurde damals auch in Rekordzeit hochgezogen, weil der Leiter, Prof. Martin Winter wohl sonst nach München gegangen wäre.

Kommt einem doch irgendwie bekannt vor.

Das ist ein eher symbolisches Projekt

Ich bezweifle das der Vorsprung der Chinesen aufholbar ist. Zu bedenken ist auch: es handelt sich um eine Forschungseinrichtung, nicht um eine Fabrik.

Es gibt einige Forschungsschwerpunkte:
1. die Lebensdauer der Akkus für E-Autos zu erhöhen. Denn die Batterie (nicht der Motor wie beim Verbrenner !) ist die teuerste Komponente am E-Auto. Wenn Batterie kaputt (Stichworte: Tiefenentladung, Ladezyklen) dann ist das Auto eigentlich ein Totalschaden!

2. Batterien ohne Lithium, Kobalt und seltene Erden:
Dafür nimmt man Natrium statt Lithium. Allerdings hat man dabei mit einem Strauß chemisch-physikalischer Probleme zu kämpfen. Kurz gesagt: die erreichbaren Energiedichten sind idR zu gering um E-Mobilität zu ermöglichen. Für Windkraftanlagen sind Na-Akkus aber geeignet.

3. Superkapazitoren: hier ist gegenwärtig vor allem die viel zu geringe Energiedichte ein Problem. Ich sehe hier aber mehr Potential als bei den Na-Akkus.

Man darf gespannt sein -ich hätte das den Chinesen überlassen!

Batterieforschung in Münster gestartet...

In dem Artikel steht, daß das Forschungszentrum mit 680 Millionen Euro an Steuergeldern an den Start geht. Jetzt könnte man doch die Frage stellen, warum der Staat bei der Forschung einspringen muss ? Wieso können das nicht die privaten Unternehmen ? Wer produziert und verkauft denn Elektrofahrzeuge ?

@16:56 von Giselbert

"Im ganzen Artikel werden die Bergriffe Batterien/Akkus durcheinander geworfen. Denke von der TS sollte man es erwarten können, dass dies nicht geschieht."

Ich hatte mal Lk Chemie (Leistungskurs). Es sind beides elektrochemische Energiespeicher. Batterie meinte früher die Zusammenfassung und Bündlung von Akkus.

Ihre Namensinterpretation des Energiespeichers hat sich bei Konsumenten tatsächlich in vielen Köpfen festgesetzt mit der Unterscheidung in aufladbar vs. nicht-aufladbar.
Elektroautos sind somit Batterieautos!

@giselbert 16:56

Mehr als eine Zelle gibt eine Batterie. Eine Zelle kann auch ein Akkumulator sein. Mehrere Akkuzellen ergeben wiederum eine Batterie.

16:56, Giselbert

>>bitte werft nicht alles durcheinander ...
"an leistungsfähigen Batterien etwa für Elektromobilität, Handys, Tablets und Herzschrittmacher gearbeitet."

Beim Herzschrittmacher mag es sich noch um eine Batterie handeln, aber für alle anderen genannten Anwendungsfälle handelt es sich um AKKUS.

"die Batterien in der Nähe von Autofabriken herzustellen. " Autos nutzen Akkus!<<

Die meist als Autobatterie bezeichnet werden.

>>Im ganzen Artikel werden die Bergriffe Batterien/Akkus durcheinander geworfen. Denke von der TS sollte man es erwarten können, dass dies nicht geschieht.<<

Die Begriffe Akkumulator und Batterie sind weitgehend synonym.

Umgangssprachlich werden wiederaufladbare Batterien als Akkus bezeichnet. Technisch nennt man mehrere hintereinandergeschaltete, "akkumulierte" Batteriezellen Akkumulatoren.

@Giselbert

"
Am 19. November 2021 um 16:56 von Giselbert
bitte werft nicht alles durcheinander ...

"an leistungsfähigen Batterien etwa für Elektromobilität, Handys, Tablets und Herzschrittmacher gearbeitet."

Beim Herzschrittmacher mag es sich noch um eine Batterie handeln, aber für alle anderen genannten Anwendungsfälle handelt es sich um AKKUS.

"die Batterien in der Nähe von Autofabriken herzustellen. " Autos nutzen Akkus!

Im ganzen Artikel werden die Bergriffe Batterien/Akkus durcheinander geworfen. Denke von der TS sollte man es erwarten können, dass dies nicht geschieht."

Das geschieht deshalb nicht, weil die Verwendung wie im Artikel korrekt ist. Beide Begriffe kann man verwenden. Ein Blick in Wikipedia - vor dem posten, nicht danach - hätte Ihnen (und den Mitforisten) das Meckern erspart.

16:05 von draufguckerin

Aber Deutschland ist gut im Recyclen.
--------------

sie kennen sich vermutlich sehr gut aus :-)
Also wenn ich mit die Akkus die letzten Jahrzehnte so betrachte.
Da gab es diese Nickelcadmium Dinger.
Was waren die umstritten, bei den umweltbewußten "Fachleuten"
klar Cadmium ist äußerst giftig entsprechend problematisch
Dabei waren die, man glaubt es nicht, absolut Top beim Recyceln
damit konnte man sogar Geld verdienen - also wer wirft die dann weg ?
Dann kamen die Nickel-Metallhydrid auf den Markt, vergleichsweise ungiftig, aber extrem schwer zum Recyceln
also landeten sie auf dem Müll
Wenn ich mir dann diese Akkuhersteller betrachte, Samsung/Panasonic/LCC keiner in Deutschland

@wenigfahrer

"Am 19. November 2021 um 16:40 von wenigfahrer
Wichtig ist

das sie kleiner und leichter werden, und eine viel höhere Leistung besitzen, das sollte Priorität in der Forschung haben.
Ganz wichtig sind Heimische Materialien, ob das geht, weiß ich nicht.
Das es in Münster ist, ist doch in Ordnung, das Umfeld spielt eine große Rolle, auch die entsprechenden Arbeitskräfte müssen doch vorhanden sein.
Alles vom Wasser bis zur Energie muss passen, nicht wie es in Grünheide abläuft, TV Berichte darüber gibt es ja einige.
Fehler sollte man nicht wiederholen."

Es gibt bereits Akkus, die aus heimischen Rohstoffen hergestellt werden können. Schauen Sie mal nach Natriumakkus. Wird im größeren Maßstab wohl die nächste Akku-Generation sein.

Autos werden zu schwer

Das die Batterien für E-Autos so viel wiegen liegt an der geringen Energiedichte der Akkus.

1 Liter Benzin enthält so viel Energie wie 100 kg Li-Akku ...

Das hat physikalische Gründe.

Deshalb wäre ich für ein Forschungszentrum für „alternative Antriebskonzepte“ (SynFuels, Wasserstoff, u.a.) ohne den Fokus auf Batterien - noch dazu Li-Ionen Akku lastig... was vermutlich nur eine Übergangstechnologie ist.

Das ist alles sehr im Fluss. Wasserstoff ist definitiv überlegen als Antriebsart. Kommt aber auch noch etwas Lachgas aus dem Auspuff, ist also nicht 100% Emissionsfrei.

Plan B nicht ausblenden

Daß die ökologische Gesamtbilanz eines e-Autos besser ist als die eines moderne Verbrenners ist nicht richtig. Daß das e-Auto technisch einfacher sei ist ein oberflächliches Urteil. Ein einfacher Elektromotor ist sicher einfacher aufgebaut als ein moderner Dieselmotor. ABER SO einfach ist dieser Elektromotor auch nicht mehr - und im übrigen : wer hat denn wann den letzten Kolbenfresser gehabt. Kaputt geht doch an den modernen Autos ohnehin meist die Elektronik. Der enorme Zuwachs am Bedarf elektrischer Energie durch e-Autos könnte einen Zwang hin zur Atomenergie auslösen - kurzum : das e-Auto könnte sich als Sackgasse erweisen und damit ein Großteil des Bedarfs an Akkumukatoren wegfallen. Man sollte diese Variante mal vorurteilsfrei durchdenken verbunden mit der Vorstellung, daß in den Straßen nur noch alle 500 Meter 1 Auto steht.

17:38, Bernd Kevesligeti

>>Batterieforschung in Münster gestartet...
In dem Artikel steht, daß das Forschungszentrum mit 680 Millionen Euro an Steuergeldern an den Start geht. Jetzt könnte man doch die Frage stellen, warum der Staat bei der Forschung einspringen muss ? Wieso können das nicht die privaten Unternehmen ? Wer produziert und verkauft denn Elektrofahrzeuge ?<<

Privat vor Staat, und das von Ihnen?

Es handelt sich hier um Grundlagenforschung. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ich finde es schon schlimm genug, daß sich über die Jahre der Zwang zur Drittmitteleinwerbung durch die Universitäten immer mehr erhöht hat. Nichts ist meiner Ansicht nach schlimmer als eine Dominanz privater Mittel in der Forschung.

Im vorliegenden Fall kann das Institut Patente anmelden. Das heißt, immer dann, wenn eine Entdeckung vermarktet wird, gibt es Lizenzgebühren.

17:31 von Vaddern @Giselbert um 16.56 Uhr

So schlecht ist die TS nun nicht.
Batterie ist der Oberbegriff, unter den auch die sog. Akkus laufen.
-------------

gelegentlich ändern sich Bezeichnungen / Begriffe
Ich lernte noch in der Schule Elemente (1 Zelle 1,5 V)
dann die Batterien bestehend aus mehreren Zellen (diese klassischen 9 V Blöcke).
Im Gegensatz dazu wiederaufladbaren Akkus

übrigens wer sagt heute Schraubenzieher wer Schraubendreher
Glühbirne - wo es Birnen nur am Baum gibt
Glühlampe heißt das und wer jetzt schlau fragt ....
das komplette Ding wird unter dem Begriff Leuchte geführt

Prototypen?

von Nettie @
Dabei wird es ja auch bleiben. Egal welche Technologie wir mit riesigen Steuermittelen der Arbeitnehmer entwickelt haben, vermarktet und gewinn haben immer ander Länder erwirtschftet. Vom Farbfernseher, AKWs, Windräder, solar Anlagen, Hamdy bis zum Transrapid war und ist das so. Zu mehr sind wir nicht mehr in der Lage.

an alle Begriffsklärer

Danke für den Hinweis!

Kritik an die TS ziehe ich somit zurück.

@Bernd Kevesligeti

"
Am 19. November 2021 um 17:38 von Bernd Kevesligeti
Batterieforschung in Münster gestartet...

In dem Artikel steht, daß das Forschungszentrum mit 680 Millionen Euro an Steuergeldern an den Start geht. Jetzt könnte man doch die Frage stellen, warum der Staat bei der Forschung einspringen muss ? Wieso können das nicht die privaten Unternehmen ? Wer produziert und verkauft denn Elektrofahrzeuge ?"

Nun, mit ein wenig Überlegung hätten Sie selbst drauf kommen können. Weil in solchen Forschungszentren auch Grundlagenforschung betrieben wird und die bezahlt kein privates Unternehmen. Die forschen - wenn sie überhaupt forschen - nur an Themen, von denen sie erwarten, daß sich das am Ende auch bezahlt macht. Bei Grundlagenforschung ist das naturgemäß häufig nicht der Fall. Die dient dem Erkenntnisgewinn, was letztlich auch den Unternehmen zugute kommt, die dann dafür wiederum Lizenzgebühren bezahlen oder Patente kaufen.

Sie sehen, Ihr Steuergeld ist gut angelegt.

Wird auch Zeit

Nachdem wir nun über Jahrzehnte Entwicklungen in allen möglichen Bereichen verschlafen, bzw. wichtige Entwicklungen anderen Ländern überlassen oder unser Knowhow hier nicht umgesetzt haben, hört sich das gut an. Bin mal gespannt, was dabei rauskommt.

Am 19. November 2021 um 17:38 von Bernd Kevesligeti

" In dem Artikel steht, daß das Forschungszentrum mit 680 Millionen Euro an Steuergeldern an den Start geht. Jetzt könnte man doch die Frage stellen, warum der Staat bei der Forschung einspringen muss ? Wieso können das nicht die privaten Unternehmen ? Wer produziert und verkauft denn Elektrofahrzeuge ? "

Wenn laut TV Bericht, ein fremdländischer Autohersteller ein 1 Milliarde bekommt, der Bahnhof für um die 50 Millionen verlegt wird dafür, und teure Fahrrad Tunnel gebaut werden, neben einer neuen Autobahnabfahrt.
Warum soll dann die Forschung keine Steuergelder bekommen, das andere Geld wurde auch nicht so nebenbei gedruckt.
Verstehe den Einwand jetzt nicht.

Gschmäckle? Sehr übler Beigeschmack!!!

"Für Bund und Länder ein Prestigeprojekt"
Ach ne!
Eher für Frau Ministerin, die statt wie vorgesehen in den neuen Bundesländern doch lieber die Investition in ihren Wahlkreis umlenken konnte! Darüber sollten Journalisten mehr berichten und so genug Öffentlichkeit herstellen, dass derartige Machenschaften den Regierenden in Zukunft nicht mehr gelingen. Oder?!

Fussballstadion Amsterdam

Ein bekanntes Beispiel für den Einsatz großer Batterienalagen ist das Fussballstadion in Amsterdam. Gespeist durch Solarmodule werden Neu- und Altbatterieanlagen zusammen geschalten und zur Speicherung benutzt. Ein genialer Einsatz für gebrauchte Autoakkus.
Zentralbatterieanlagen werden seit vielen Jahrzehnten, in Sicherheitsbeleuchtungsanlagen, Brandmeldeanlagen usw. eingesetzt. Sind diese Batteriesätze älter (gerne auch 15-20 Jahre) werden sie getauscht. Eine verschlossene Bleibatterie dieser Qualität (mittlerweile mind. 30 Jahre alt) benutze ich heute noch für meinem Springbrunnen, durchs Solarmodul gefüttert. Nicht alle Batteriesätze müssen recycelt werden. Oft reicht eine Anwendung in denen die Selbstentladung der Batterien oder geringere Kapazitäten keine so große Rolle spielen.

Rhetorische Fragen?

Forschung kann lange Zeit ergebnislos teuer sein und theoretisch besteht ein Interesse an allgemeiner Zugänglichkeit der Ergebnisse, Beides liegt nicht im primären Interesse privater Unternehmen, diese warten ab, bis es Gewinne gibt, die man privatisieren kann.
Die Pioniere sind tot, ohne "Subventionen" bewegt sich heutzutage kein Haar mehr.

17:45 von anderes 1961

Ein Akku ist wieder aufladbar, eine Batterie nicht, das hat mit Wikipedia nichts zu tun. Ein Blick auf die Gebrauchsanweisung wäre auch anzuraten.

von anderes 1961 18:25

Nun, Ihre Antwort zeigt doch, daß Grundlagenforschung in der sogenannten freien Marktwirtschaft vom Staat gemacht werden muss.
Unternehmen sehen, wie Sie es mit anderen Worten schreiben, den kurzfristigen Profit. Für längerfristiges ist also die Gesellschaft zuständig, sonst läuft nichts.

@Möbius

"
Am 19. November 2021 um 17:49 von Möbius
Autos werden zu schwer

Das die Batterien für E-Autos so viel wiegen liegt an der geringen Energiedichte der Akkus.

1 Liter Benzin enthält so viel Energie wie 100 kg Li-Akku ... "

An Ihrer Rechnung kann was nicht stimmen. Wenn Sie mit einem E-Auto Energie tanken wöllten, die sagen wir mal 45 Litern Benzin entspräche bräuchten Sie nach Ihrer Rechung einen Akku von 4500 Kg.

@sisyphos3 um 17.47 Uhr

Sie haben recht, bisher ist es nicht so gut gelaufen, weil das Recyclen teurer war als das neu kaufen. Aber jetzt, da wir sehen, wohin uns das Auslagern der Produktion notwendiger Güter gebracht hat, nämlich in eine verhängnisvolle Abhängigkeit, wird man sich auf das Recyclen und Wiederverwerten der Rohstoffe besinnen. Wir haben nun mal keine Rohstoffe.

Batterieelektrische Antriebe sind nicht zukunftsfähig

Wasserstoff hat pro Kg eine 300 mal so hohe Energiedichte wie ein Li-Akku.

Außerdem kommt aus dem Auspuff nur Wasser.

Aber dafür gibt es ja jetzt ein 2. Forschungszentrum in Bayern. Zufall oder nicht: BMW hat nie zu 100% auf batterieelektrische Antriebe gesetzt. Wie die Japaner auch, sieht man in München Wasserstoff als Alternative.

Prestige-Projekt?

Davon hatten wir doch schon einige
Elbphilharmonie,
BER, ...

Dann hoffe ich mal auf gutes Gelingen.

@18:18 von Giselbert

"an alle Begriffsklärer
Danke für den Hinweis!
Kritik an die TS ziehe ich somit zurück."

Das ist wahre Größe. Respekt ;-)

@Sisyphos3

Ein Akku kam auch eine einzelne Zelle sein und damit keine Batterie, nur am Rande gesagt.

Man sollte die Verbrenner nicht abschreiben

Denn Wasserstoffautos sind auch Verbrenner. Die Krux im Moment: Wasserstoff ist teuer. Man müsste eine Möglichkeit finden ihn aus Erdgas mithilfe erneuerbarer Energien herzustellen. Dabei ist eines der Hauptprobleme das erneuerbare Energien zwar Strom liefern aber keine Wärme. Die bräuchte man aber für eine Wasserstoffwirtschaft.

Batterien sind selbst in Massenfertigung extrem teuer und das Entsorgungsproblem ist weitgehend ungelöst.

Das wäre vielleicht auch ein Forschungsthema: Batterie-Recycling.

@17:06 von Giselbert

//Naja ...
ich fände die Forschungsgelder wären für andere Technologien sinnvoller eingesetzt.

Auch sollte man mehr nach umweltfreundlichen Methoden zum Akku-Recycling forschen. Z Zt. ist das Akkurecycling eher Umweltsauerei anstatt echter Gewinn.//

Das Eine schließt das Andere nicht aus:

***1. August 2020 | Zahl des Monats August 2020
30 Millionen Euro für die Forschung zum Batterie-Recycling...
Deutschland als Standort für Batterieforschung ausbauen und die Zukunft im Bereich Elektromobilität nachhaltig mitgestalten – um dieses Ziel zu erreichen, investiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) weitere 100 Millionen Euro.***

Nicht brennbare / explodierbare Akkus wären schon mal gut

Wenn man die Videos über explodierende Li-Ion Akkus mal ansieht ist das heftig - die "detonieren" ähnlich wie Feuerwerkskörper also spritzen glühende Teile im ganzen Umkreis herum - je nach Akku Größe.
Und sind kaum löschbar - man kann sie nur kühlen - empfohlen wird ein komplettes Eintauchen in Wasserbad, sofern überhaupt möglich.

Dabei gibt es längst unbrennbare Elektrolyte - die sind nur teuer. Würde niemals ein Auto mit brennbarem Akku-Elektrolyt kaufen. Und wenn das unbrennbare 10.000 teurer wäre - egal. Sicherheit kommt an 1. Stelle.

@ möbius

"Kurz gesagt: die erreichbaren Energiedichten sind idR zu gering um E-Mobilität zu ermöglichen. Für Windkraftanlagen sind Na-Akkus aber geeignet."

CATL liefert bereits Natriumbatterien für PKWs aus. Ich gehe davon aus, dass in 3-5 Jahren Natriumbatterien die vorherrschende Batterieart bei BEVs sind.

@Sisyphos3 um 17.59 Uhr

Danke, Klugscheißen leicht gemacht.
Dann aber bitte ganz korrekt.

Die herkömmlich Glühbirne Genannte ist das Leuchtmittel, die Glühlampe entspricht der Leuchte, quasi dem Designobjekt, aber ohne Leuchtmittel.

Hier werden Sie geholfen,
Ihr Architekt.

@Doktor Alban um 18.47 Uhr

Darüber ist sehr groß und sehr breit in allen Medien berichtet worden. Die Sache ist also ein alter Hut.
Bayern und Baden-Württemberg hatten sich damals tatsächlich auch als sehr schlechte Verlierer gezeigt. Es ging hier schlichtweg ums Geld, und da verstehen insbesondere die Bayern, von jeher ja nie bevorzugt worden mit Steuergeldern des Bundes, keinen Spaß.

Und hier geht es um Grundlagenforschung und Münster hatte zusammen mit Jülich eine sehr gute Standortpolitik, zumal in Münster schon Grundlagenforschung auf diesem Gebiet geleistet wird (vor allem Prof. Winter als Vorreiter).

17:58 von fathaland slim

Ich fände es allerdings gut, wenn im Falle des Erfolgs und eines großen Verdienstes/Gewinnes die Fördergelder wieder zurück gezahlt würden. Könnten anderen zur Verfügung gestellt werden.
Hab ich mir jetzt er bei Biontech gedacht. Aber nein, da besteht man sogar darauf, dass überschüssiger Impfstoff vernichtet und nicht verschenkt werden darf. Entgangener Gewinn, weil das arme Land dann nicht kauft. Solche Vertragsklauseln finde ich zutiefst unmoralisch.

@ Möbius, um 19:06

Da bin ich vollkommen Ihrer Meinung.
Die derzeitige E-Antriebstechnik sehe auch ich als Übergangslösung.
Wenn nichts bahnbrechend Neues entwickelt wird, sehe ich ebenfalls im H2 den "Treibstoff der Zukunft".

Und das Geld für das Forschungszentrum halte ich für gut angelegt; nur nach China zu schielen, wie es schon in anderen Beiträgen Anklang, lässt Deutschland nur immer weiter ins Hintertreffen geraten, das Beispiel Photovoltaik

19:06 von Möbius

Bin absolut ihrer Meinung. Mir kommt es so vor, als werden wir schon ganz langsam darauf vorbereitet., daß die Batterie doch nicht das Gelbe vom Ei ist.

@asimo 19:48: wirklich ?

Das kann dann nur mit Festelektrolyt (Ionenleiter) sein. Damit wären für E-Mobilität mit Na-Zellen vernünftige Energiedichten erreichbar.

Da muss man aber kräftig heizen, die Batterie hat eine Betriebstemperatur von mehreren hundert Grad Celsius. Wollen Sie so etwas in ihrem Auto haben?

Wenn durch einen Defekt oder Unfall da Luft dran kommt, brennt das selbst unter Wasser ...

Tatsächlich hat die Feuerwehr schon begonnen in Deutschland für Fahrzeugbrände zu trainieren bei E-Autos: mit der „Schaumwanne“

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