Energiepolitik: Indien setzt noch stärker auf Kohle

01. November 2021 - 16:01 Uhr

Indien kommt von der Kohle nicht los: Um den stetig steigenden Energiebedarf zu decken, genehmigt die Regierung die Erschließung von immer neuen Minen. Die Folgen für die Menschen und die Umwelt sind erheblich. Von S. Matthay.

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Kommentare

Indien setzt noch stärker auf Kohle

Alternativvorschläge ?
die Bevölkerung hat sich die letzten 40 Jahre verdoppelt.
Klar brauchen die Energie, Kleidung, Nahrung Dach überm Kopf
Auch denke ich, deren Ansprüche ans Leben steigen,
vielleicht (noch) kein Auto aber ein Moped ?
Also für mich gibt es nur eine Lösung

Energiepolitik

Es ist wie es ist, die wichtigsten Länder machen nicht mit. Um dieses Problem zu lösen müssen wir die CO2- Steuer gewaltig erhöhen. Ich sehe da keine andere Lösung.

Oje ...

"Indien setzt noch stärker auf Kohle"

Ich würde mal behaupten, dass die Anstrengungen die D betreibt, alleine durch den höheren Kohleverbrauch Indiens verpuffen.

Deshalb, solange sich andere Staaten so kontraproduktiv verhalten, solange sollte man die D Verbraucher zumindest mit finanziellen Belastungen schonen. Man kann ja trotzdem an einer Verbesserung arbeiten. Da gibt es genügend Bereiche die kein Geld kosten, aber der Umwelt was bringen.

Nenne z.B. nur das Tempolimit. Wirklich schade, dass hier die Grünen eingeknickt sind (macht sie wirklich unglaubwürdig).

Damit haben sich dann wohl …

… alle die schönen Diskussionen zum Klimagipfel erledigt.
Und Indien ist ja nicht der einzige Kandidat unter den ganz großen CO2-Erzeugern, der offenbar andere Prioritäten setzt.
Unter diesem Aspekt wird es leider immer unwichtiger, was wir hier tun …

da es nicht am

da es nicht am Bevölkerungswachstum liegen kann, woran könnte es dann liegen, dass Indien immer mehr Energie braucht?
.
Und es ist halt so, wenn nicht alle mitmachen, bringt es nichts. Und unser Aktionismus fürt nur dazu, dass uns das Ende extrem teuer kommt.

sollen die machen

DE könnte ggf Einfuhtzölle aus Indien mit Bezug auf CO2 erheben.

Wenn`s Ironie war,

Wenn`s Ironie war, o.k.
Ansonsten wüsste ich nicht, wie eine erhöhte CO2-Steuer bei uns die Inder beeindrucken sollte.

Energie für Indien

Wenn man den Artikel liest, weiß man danach, dass das Klimaziel nicht erreicht werden kann, wenn solch ein großes Land weiterhin auf Kohle setzt.
Australien profitiert auch sehr stark vom Abbau und Export von Kohle.
China ersetzt zwar alte Kohlekraftwerke durch neue, aber wie gut die neuen tatsächlich sind, weiß ich nicht - aber es sind halt auf Basis „Kohle“.
Die russische Strategie bzgl. Energiegewinnung kenne ich nicht, vermutlich neben Gas und Atomkraft auch Kohle.
Das ist die Realität und bringt mich zu der Überzeugung, dass das von der UNO oder G20 anvisierte CO2 Ziel nicht erreicht wird.
Wenn Indien Sonne und Wind nicht vertraut, was kann man ihnen dann noch empfehlen?

China, Indien und die ProKopfRechnung

"In den vergangenen Monaten hat Chinas staatliche Planungskommission die kohlereichen Landesteile Innere Mongolei, Shanxi und Shaanxi aufgefordert, die Kohleförderung noch zu verstärken...."

Wir waren da in der Vergangenheit auch nicht viel besser! Ein deutscher Stadtwerkeverbund wollte auch schon mal an der Nordsee das größte Steinkohlekraftwerk in Europa bauen. Befeuert mit fragwürdiger Importkohle aus Kolumbien!
OB Boris Palmer (Grüne) war AR-Vorsitzender.

"https://www.planten.de/2011/02/03/klage-gegen-bebauungsplan-fuer-europa…

Verhindert wurde das Steinkohlekraftwerk dann in erster Linie durch Bürgerproteste!

Aber ja, vielleicht sind wir auch noch einmal froh an der Kohle. ;)

Wenn die Bevölkerung in Asien (China, Indien), Afrika, weiter wächst und der Pro-Kopf-CO2-Ausstoß unter dem Deutschlands bleibt, ist dann alles gut!?
Sprüche wie "die Erde schreit" oder "eine Minute vor oder nach" sind wenig hilfreich, eher töricht.

Energiemix nötig?

"Erneuerbare Energien garantieren keine stetige Energiezufuhr, weil die Wetterbedingung sich ständig ändern, deshalb ist ein Energiemix nötig."

Offensichtlich ist das in Deutschland völlig anders?

Indien setzt noch stärker auf Kohle

Dann muss die Ampel-Koalition dafür sorgen, dass Deutschland noch schneller aus der Kohle aussteigt.

@Rodriguez, 16:40 Uhr

Wir dürfen in Sachen Klimawandel nicht nur auf unser, vergleichbar bequemes und sorgloses Leben schauen. Selbstverständlich tragen wir alle, die gesamte Erdbevölkerung Verantwortung für diesen Planeten und damit auch für alle kommenden Generationen. Letztlich kann die CO2 Bepreisung ein Instrument gegen den Klimaanstieg sein. Der Fokus muß ganz klar auf verbindlichen globalen Maßnahmen liegen. Wie schwierug das ist, erleben wir in den aktuellen Debatten.

"Energiepolitik: Indien setzt

"Energiepolitik: Indien setzt noch stärker auf Kohle"

->
wird in Indien eigentlich auch mit dem Finger auf andere gezeigt, dass die doch erstmal was tun sollen, bevor in Indien was passiert?

"
Greenhouse gas emissions per person:

Saudi 21.5m metric tons
Australia 20.6m
Canada 19.9m
US 17.5m
China 10.1m
Germany 9.3m
Japan 9.2m
Brazil 6.9m
UK 6.9m
France 6.3m
Mexico 5.4m
India 2.5m
"
Q.: Ian Bremmer

@16:29 von Giselbert

Der Adressat für Vorwürfe, dass das generelle Tempolimit bei uns nicht kommt, heißt Lindner / Wissing. Die Grünen haben genügend Realismus, dass sie mit 14 Prozent nicht 100 Prozent ihres Wahlprogramms umsetzen können. Das ist im Ergebnis ärgerlich und letztlich auch eine unnötige klimapolitische Bremse, die schmerzt. Wohl wahr.

Das

bisschen CO2, das Deutschland einsparen kann und will, hauen Indien und andere Länder, die weiterhin neue Kohlekraftwerke bauen, dann zig-fach zusätzlich wieder raus. Insofern erscheint es mir völlig unerheblich, ob Deutschland nun 2030, 2040 oder 2050 aus der Kohle aussteigt. Das ist unter diesen Voraussetzungen reine Ideologie, die nicht das Mindeste bringen kann,

Nicht nur Indien ...

... mit einem Anteil 17,5 % Weltanteil bei Kohle als Energieträger, auch die USA mit 9,2 % oder Japan mit 4,5% nehmen vordere Plätze ein.
Jedoch weit vorne liegt China mit 82,3 % Weltanteil bei Kohle als Energieerzeuger.
Deutschland hat einen Weltanteil von 1,8 %.
Quelle: statista unter de. statista.com
Allein daran sieht man, dass der Kohleausstieg in Deutschland, wann auch immer, nichts, aber auch gar nichts für das Weltklima bringt.
China und Indien müssten dazu bewegt werden, aus der Kohle schrittweise aber stetig auszusteigen.
Jedoch nicht mit lauten Sprüchen wie von den Grünen, die ja gegen China und Russland allumfassend und lauthals Front machen, sondern durch Zusammenarbeit und Kooperation im Energiesektor mit diesen Ländern.
Nur da muss man miteinander reden und Angebote machen, um da etwas zu bewegen und nicht hetzen.

Tja, das Klima...

...scheint sich wohl doch innerhalb bestimmter Landesgrenzen zu bewegen.

@Giselbert - Beherrschen Sie die Prozentrechnung?

16:29 von Giselbert:
"Deshalb, solange sich andere Staaten so kontraproduktiv verhalten, solange sollte man die D Verbraucher zumindest mit finanziellen Belastungen schonen."

Die Reaktion musste ja kommen.

In Indien verursachen 17,5 Prozent der Weltbevölkerung 6,9 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes. In Deutschland verursacht 1 Prozent der Weltbevölkerung einen Anteil von 2 Prozent der gesamten CO2-Belastung.

Das Problem liegt nicht in Indien, sondern in der Sturheit der größten CO2-Schleudern.

@Bender Rodriguez - Auch Inder wollen etwas Wohlstand.

16:40 von Bender Rodriguez:
"da es nicht am Bevölkerungswachstum liegen kann, woran könnte es dann liegen, dass Indien immer mehr Energie braucht?"

Das liegt daran, dass die Inder einen Lebensstandard anstreben, den wir Westeuropäer schon vor 60 Jahren erreicht haben.

Wenn alle Menschen den CO2-Ausstoß eines Inders hätten, wäre der weltweite Ausstoß nicht einmal halb so groß.

Absehbar ... und es wird schlimmer

Besonders in den wärmeren Ländern wird es richtig heiß. Dann macht man bei laufender Klimaanlage ja noch das Fenster auf, weil die Luft sonst so unangenehm ist. Wir werden im Sommer sehr viel mehr Strom zur Kühlung benutzen müssen und trotzdem noch gelegentlich im Winter heizen.
Nachdem wir jetzt schon den Großteil des Kuchens des globalen CO2 Ausstoßes selbst konsumiert haben, wollen wir dass die anderen weniger nehmen, weil ja kaum noch Kuchen da ist. Und wir wollen trotzdem noch etwas davon ab haben. Also definieren wir den Status Quo und jetzt darf jeder nur noch gleiche Teile vom Restkuchen abhaben. Wir natürlich etwas mehr, weil wir wirtschaftlich wichtiger sind.
Wir müssen den Diätplan finden während die anderen jetzt den Kuchen probieren. Das können wir natürlich nicht.

@gman - Pro-Kopf-Ausstoß

16:46 von gman:
"Wenn die Bevölkerung in Asien (China, Indien), Afrika, weiter wächst und der Pro-Kopf-CO2-Ausstoß unter dem Deutschlands bleibt, ist dann alles gut!?"

Wenn wir unseren Ausstoß mindestens halbieren, könnte es vielleicht klappen.

Warum das

so ist, wurde im Artikel doch sehr gut erklärt, also wird bis 2050 und vielleicht länger, die Kohle gebraucht.
Auch wir werden ohne Energiemix nicht auskommen, ich hab jetzt mal von mehr guten und sehr effektiven Gaskraftwerken was gehört, Artikel gab es auch.
Da wir ja kein A mehr wollen, muss etwas anderes sein, was schnell ans Netz gehen kann.
Da ich Wärme und Strom auch über Gas, oder von einem Gaskraftwerk bekomme, sind auch Dinge in die Richtung wichtig für mich.
Und da wäre eines ganz sicher sehr hilfreich.

16:45 von Wolf1905

Wenn Indien Sonne und Wind nicht vertraut, was kann man ihnen dann noch empfehlen?
-----

auch in Indien scheint des Nachts die Sonne nicht
und Wind ist auch ein sehr launischer Partner
und das Speichern von Energie ist in Indien nicht möglich
scheinbar aber bei uns, bei unserer Energiepolitik

16:54 von Sparer

eine Binsenweisheit
die aber so einfach ist, dass sie von vielen (hier) nicht verstanden wird

@ 16:59 von Nachfragerin

"In Indien verursachen 17,5 Prozent der Weltbevölkerung 6,9 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes. In Deutschland verursacht 1 Prozent der Weltbevölkerung einen Anteil von 2 Prozent der gesamten CO2-Belastung."

Solche Vergleiche hinken, da in D alleine für's Heizen ein nicht unerheblicher Teil verbraten wird

In Ländern wie Indien oder Afrika (zumindest in großen Teilen) ist es ganzjährig warm und es wird keine Heizung benötigt.

Denke, da gehen Sie mit mir konform, dass in unseren Breiten eine Heizung zu den Grundbedürfnissen gehört.

@Adeo60 - Wer auf andere wartet, tut nichts.

16:51 von Adeo60:
"Wir dürfen in Sachen Klimawandel nicht nur auf unser, vergleichbar bequemes und sorgloses Leben schauen."

Wir müssen sogar aktiv von unserem bequemen und sorglosen Leben wegsehen, damit es bequem und sorglos bleiben kann. Andernfalls würden wir uns selbst als Verursacher dieser Probleme erkennen und Gefahr laufen, irgendetwas an unserem Leben ändern zu müssen. Das wollen wir natürlich nicht.

Wer absolut gar nichts tun will, der fordert globale Lösungen und wartet darauf, dass die anderen anfangen.

Am 01. November 2021 um 16:45 von Wolf1905

Australien profitiert auch sehr stark vom Abbau und Export von Kohle.
__
Was ja eigentlich etwas verwundert, denn AUS ist ja eines der Länder, die vom Klimawandel ganz besonders betroffen wären. Normalerweise müssten doch die Länder, die entweder aufgrund ihrer Lage in Relation zum Meeresspiegel, wie z.B. die Malediven aber eben auch AUS und die Länder, die durch Extremklimaereignisse besonders betroffen wären, wie eben z.B. Indien, Bangladesh ua.
Da scheint man das aber wesentlich entspannter zu sehen, als hier.

Am 01. November 2021 um 16:47 von Tarek94

"Erneuerbare Energien garantieren keine stetige Energiezufuhr, weil die Wetterbedingung sich ständig ändern, deshalb ist ein Energiemix nötig."

Offensichtlich ist das in Deutschland völlig anders?
___
Ja, völlig !

@Egleichhmalf

Ich bin deshalb auch nicht bereit, noch eine höhere CO2-Steuer zu bezahlen, wenn ich dies über Indien u. auch andere Staaten lese.

Ich habe schon früher mit meiner Familie sehr umweltbewußt gelebt und das allermeiste mit dem Fahrrad erledigt und unser Auto stehen lassen und auch mein Mann.
Jeder sollte sich Gedanken machen, wo er CO2 einsparen kann, beim Klamottenkauf, anderem Schnick-Schnack etc..
Nur muß es uns und unseren Politikern auch klar sein, daß wir in Deutschland nicht das Weltklima retten können.

@Nachfragerin

„ In Indien verursachen 17,5 Prozent der Weltbevölkerung 6,9 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes.“

Nein, das ist nur statistisch richtig und sagt bei einem Land mit fast einem Fünftel der Weltbevölkerung nichts aus. Auch in Indien tragen große Teile der Bevölkerung kaum was dazu bei, während die reiche Oberschicht hier sicher schlechter da steht als Deutschland. Warum sollen die wahren Verursacher innerhalb Indiens nichts beitragen?

"China und Indien müssten

"China und Indien müssten dazu bewegt werden, aus der Kohle schrittweise aber stetig auszusteigen.
Jedoch nicht mit lauten Sprüchen wie von den Grünen, die ja gegen China und Russland allumfassend und lauthals Front machen, sondern durch Zusammenarbeit und Kooperation im Energiesektor mit diesen Ländern.
Nur da muss man miteinander reden und Angebote machen, um da etwas zu bewegen und nicht hetzen."

Und was genau möchten Sie den Chinesen und Indern anbieten? Über was genau möchten Sie miteinander reden?

Wohlgemeint und wirkungslos

Deutschlands wohlgemeinten Anstrengungen zum weltweiten Klimaschutz verpuffen vollends, wenn viele andere Staaten nicht mitmachen.

Man sollte hierzulande daraus die Konsequenzen ziehen und unsere ehrgeizigen Ziele reduzieren, wenn man DEU nicht in die Steinzeit zurückversetzen will. Denn so sind wir wirtschaftlich nicht mehr konkurrenzfähig.

Re : Giselbert !

Natürlich ist dies nicht gut. Aber genau deshalb sollten viele andere Länder endlich echt was tun, auch D. Und zwar alles, was etwas bringt, auch wenn es nur ein kleiner Teil ist. Damit meine ich das Tempolimit in D, das immerhin eine Million Tonnen pro Jahr einsparen würde.
Ich finde es zum Kotzen, dass die Autoindustrie da immer noch bremst, die Autos immer schwerer, größer und schneller werden, immer mehr verbrauchen, statt hier an zu setzen, und all diese Mühlen etwas kleiner und Umwelt- schonender zu gestalten.
Leider geht es immer noch um zu viel Geld, das man solange wie möglichst im großen Rahmen verdienen will, bevor die Erde untergeht !
Und keiner fragt, was dann ist ??? !!!

@ Sisyphos3

Indien setzt noch stärker auf Kohle
Alternativvorschläge ?

Energie sparen und Kohle in der Erde lassen. So wie Indien das aktuell tut und zukünftig plant, richten wir uns eines kurzzeitigen Profits willen langfristig zu Grunde. Das gilt natürlich auch für alle anderen Nationen. Wissenschaftlich ist das mittlerweile nicht mehr strittig.

@17:25 von weingasi1 / Springender Punkt

"""Da scheint man das aber wesentlich entspannter zu sehen, als hier."""

Genau das ist der springende Punkt, wenn bereits heiße Länder ob arm (Indien) oder reich (Australien) sich weniger Sorgen um den Klimawandel machen als andere. Dann ist klar, dass Klima-Maßnahmen mehr mit Ideologie und Machtausübung als mit Realität zu tun haben.

16:53 von derkleineBürger: Pro Person in völlig egal

Natürlich haben die "reichen" Länder viel höhere Energieverbräuche pro Kopf und somit Abgasausstöße (nicht nur Co2).
Aber die reichen Länder schrumpfen und stellen alle auf regenerative Energien um, so dass sie schon in 10-15 Jahren fast gar keine Rolle mehr spielen werden.
Die armen Länder, wo 5 Milliarden Menschen die ihre Feuer und Öl, Kohle/Holz brauchen, um überhaupt leben zu können sind das Problem.
Aber Sie können denen gerne mal den Vorschlag machen, für X Tausend Dollar eine tolle Solaranlage auf dier Strohhütte / Lehmhütte und für XX Tausend Dollar doch bitte ein Elektroauto zu kaufen.....
Die müssten erst mal aus dem Leben wir vor 200 Jahren rauskommen!

Du liebe Güte!

Fast ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung lebt allein in den Staaten China und Indien!

Um den wirklich ungeheuren Energiebedarf bei der Stilllegung der unzähligen Kohlekraftwerke in diesen Ländern auch nur ansatzweise auszugleichen müsste man diesen Länder als Ausgleich wirklich unzählige Atomkraftwerke regelrecht schenken!

Dies wäre zwar durchaus machbar, ist aus rein politischen Gründen aber ausdrücklich NICHT gewollt!

@wolf 666 - CO2-Rechner

16:54 von wolf 666:
"Allein daran sieht man, dass der Kohleausstieg in Deutschland, wann auch immer, nichts, aber auch gar nichts für das Weltklima bringt. China und Indien müssten dazu bewegt werden, aus der Kohle schrittweise aber stetig auszusteigen."

An sich ist das richtig. Aber das liegt nicht in unserer Macht.

Es ist auch völlig absurd, den CO2-Ausstoß von 1,4 Milliarden Chinesen oder Indern mit dem Ausstoß von 80 Millionen Deutschen vergleichen zu wollen. Aber genau das wird getan, damit wir CO2-Schleudern und Klimaignoranten auf andere zeigen können.

Berechnen Sie mal Ihren CO2-Ausstoß:
https://uba.co2-rechner.de/de_DE/

(Ich komme auf 6,2 Tonnen pro Jahr.)

@ Gieselbert

Deshalb, solange sich andere Staaten so kontraproduktiv verhalten, solange sollte man die D Verbraucher zumindest mit finanziellen Belastungen schonen.

Das ist die allseits bekannte Kopf-in-den-Sand-Strategie. Die hat jetzt nachweislich noch kein einziges Problem gelöst. Also weg von diesem lähmenden Frust, hin zu neuen Ideen.

Da kann man wohl nichts machen:

„Zehntausende leben vom Rohstoff (…)
Die Umweltzerstörung, die mit Förderung und Verbrauch von Kohle einhergeht und zum Klimawandel beiträgt, beeindruckt die wenigsten. Indiens Kohlekraftwerke generieren zwei Drittel des Stroms. Die Dreckschleudern rentieren sich wegen günstiger Abnahmeverträge mit langen Laufzeiten.
>> Die Vorkommen reichten noch 25 bis 30 Jahre, sagt ein Ingenieur, der die Kohle-Förderung im Tagebau Balram leitet“

Bleibt nur die Frage, ob sich in 25 bis 30 Jahren überhaupt noch irgendwas rentiert. Und was. Ein Hinweis auf die mögliche Antwort könnte sein, dass gerade die Stahl- und Zementproduktion ungeheuere Mengen an Energie verschlingt. Und ungeheure Mengen an CO2 freisetzt. Und zumindest Stahl für die Herstellung von „Sicherheitsausrüstung“ bzw. Waffen und deren Transport unverzichtbar ist. Kein Wunder also, dass die Rüstungs- und Baubranche als absolut krisensicher gelten. Und die Jobs darin auch. Im Zweifel sogar sicherer als die in der Lebensmittelproduktion.

@ Tarek94

Jedoch nicht mit lauten Sprüchen wie von den Grünen, die ja gegen China und Russland allumfassend und lauthals Front machen, sondern durch Zusammenarbeit und Kooperation im Energiesektor mit diesen Ländern.

Kooperation? Warum sollten Russland und China das wollen? Aber gut, es gibt immer welche, die sich diesen Regimen andienen wollen.

@Skywalker - Was können _wir_ tun?

17:29 von Skywalker:
"Nein, das ist nur statistisch richtig und sagt bei einem Land mit fast einem Fünftel der Weltbevölkerung nichts aus."
> Natürlich sagt das etwas aus. Es ist auch eine weitaus sinnvoller, als den persönlichen CO2-Ausstoß aller 1,4 Milliarden Inder auflisten zu wollen.

"Warum sollen die wahren Verursacher innerhalb Indiens nichts beitragen?"
> Gegenfrage: Warum fordern wir von anderen etwas ein, das wir selbst nicht zu leisten bereit sind?

@ Gieselbert

Denke, da gehen Sie mit mir konform, dass in unseren Breiten eine Heizung zu den Grundbedürfnissen gehört.

Wir kommen ohne eine Heizung aus, wohnen aber dafür auch in einem Passivhaus.

@Giselbert

„ Solche Vergleiche hinken, da in D alleine für's Heizen ein nicht unerheblicher Teil verbraten wird

In Ländern wie Indien oder Afrika (zumindest in großen Teilen) ist es ganzjährig warm und es wird keine Heizung benötigt.“

Stimmt, ich kenne viele Länder, wo gar keine Heizung eingebaut wird… dafür aber eine Klimaanlage, die 12 Monate im Jahr im Dauerbetrieb ist- nicht nur von Oktober bis April.

Und das kann man nicht verbieten: Bei 16 Grad in der Bude kann man sich warm anziehen- bei 35Grad gibt es die Option nicht….

Mega Totschlagsargument

@ Hansi2012:

Deutschlands wohlgemeinten Anstrengungen zum weltweiten Klimaschutz verpuffen vollends, wenn viele andere Staaten nicht mitmachen.

Da fällt bei mir die Klappe. Das ist ja wohl die größte Allerweltsentschuldigung ever. Mit diesem Totschlagsargument brauchen wir ja grad nirgendwo noch irgend was sinnvolles zu tun.

@sisyphos3

“ 16:54 von Sparer
eine Binsenweisheit
die aber so einfach ist, dass sie von vielen (hier) nicht verstanden wird”

Die zudem noch nicht einmal stimmt, da D im EU-Verbund zu sehen ist. Und mit anderen vergleichbaren Ländern kommt da Länge in den Hebel!

Und moralisch ist das ohnehin unhaltbar, solange nicht zumindest der durchschnittliche Wert der Welt in D pro Kopf unterschritten wird…

17:23 von weingasi1

Normalerweise müssten doch die Länder, die entweder aufgrund ihrer Lage in Relation zum Meeresspiegel, wie z.B. die Malediven aber eben auch AUS und die Länder, die durch Extremklimaereignisse besonders betroffen wären, wie eben z.B. Indien, Bangladesh ua.
Da scheint man das aber wesentlich entspannter zu sehen, als hier.
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Malediven .... ob die wirklich so ganz unschuldig sind wie sie tun ?
Bevölkerungsanstieg 1960 => 92.000 / 2020 => 540.000
versechsfacht, klar brauchen die Wohnungen, also hat man die Korallen vor den Atollen geplündert
die fehlen jetzt als Küstenschutz
in Bangladesh sieht es genau so aus, da siedelt die Bevölkerung in Küstenregionen (weil sonst kein Platz ist)
wo früher kein Mensch gesiedelt hätte

um 16:09 von Sisyphos3

"Also für mich gibt es nur eine Lösung"

Wäre gut , wenn sie die Lösung nennen könnten.

17:48 von Traumfahrer

"Damit meine ich das Tempolimit in D, das immerhin eine Million Tonnen pro Jahr einsparen würde."

Ganz Ihrer Meinung und vor allem es kostet den Verbraucher nichts, im Gegenteil er spart sogar dabei.

"Ich finde es zum Kotzen, dass die Autoindustrie da immer noch bremst, die Autos immer schwerer, größer und schneller ..."

Da kotze ich mal mit ;-)
Mittlerweile kaufen sich doch manche einen SUV, weil sie bei einem Unfall mit einem Kleinwagen unweigerlich den Kürzeren ziehen würden. Man schaukelt sich hier gegenseitig hoch, überspitzt: irgendwann fährt jeder einen LKW.

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