Kommentare - Energiepolitik: Indien setzt noch stärker auf Kohle

01. November 2021 - 16:01 Uhr

Indien kommt von der Kohle nicht los: Um den stetig steigenden Energiebedarf zu decken, genehmigt die Regierung die Erschließung von immer neuen Minen. Die Folgen für die Menschen und die Umwelt sind erheblich. Von S. Matthay.

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Kommentare

Indien setzt noch stärker auf Kohle

Alternativvorschläge ?
die Bevölkerung hat sich die letzten 40 Jahre verdoppelt.
Klar brauchen die Energie, Kleidung, Nahrung Dach überm Kopf
Auch denke ich, deren Ansprüche ans Leben steigen,
vielleicht (noch) kein Auto aber ein Moped ?
Also für mich gibt es nur eine Lösung

Energiepolitik

Es ist wie es ist, die wichtigsten Länder machen nicht mit. Um dieses Problem zu lösen müssen wir die CO2- Steuer gewaltig erhöhen. Ich sehe da keine andere Lösung.

Oje ...

"Indien setzt noch stärker auf Kohle"

Ich würde mal behaupten, dass die Anstrengungen die D betreibt, alleine durch den höheren Kohleverbrauch Indiens verpuffen.

Deshalb, solange sich andere Staaten so kontraproduktiv verhalten, solange sollte man die D Verbraucher zumindest mit finanziellen Belastungen schonen. Man kann ja trotzdem an einer Verbesserung arbeiten. Da gibt es genügend Bereiche die kein Geld kosten, aber der Umwelt was bringen.

Nenne z.B. nur das Tempolimit. Wirklich schade, dass hier die Grünen eingeknickt sind (macht sie wirklich unglaubwürdig).

Damit haben sich dann wohl …

… alle die schönen Diskussionen zum Klimagipfel erledigt.
Und Indien ist ja nicht der einzige Kandidat unter den ganz großen CO2-Erzeugern, der offenbar andere Prioritäten setzt.
Unter diesem Aspekt wird es leider immer unwichtiger, was wir hier tun …

da es nicht am

da es nicht am Bevölkerungswachstum liegen kann, woran könnte es dann liegen, dass Indien immer mehr Energie braucht?
.
Und es ist halt so, wenn nicht alle mitmachen, bringt es nichts. Und unser Aktionismus fürt nur dazu, dass uns das Ende extrem teuer kommt.

sollen die machen

DE könnte ggf Einfuhtzölle aus Indien mit Bezug auf CO2 erheben.

Wenn`s Ironie war,

Wenn`s Ironie war, o.k.
Ansonsten wüsste ich nicht, wie eine erhöhte CO2-Steuer bei uns die Inder beeindrucken sollte.

Energie für Indien

Wenn man den Artikel liest, weiß man danach, dass das Klimaziel nicht erreicht werden kann, wenn solch ein großes Land weiterhin auf Kohle setzt.
Australien profitiert auch sehr stark vom Abbau und Export von Kohle.
China ersetzt zwar alte Kohlekraftwerke durch neue, aber wie gut die neuen tatsächlich sind, weiß ich nicht - aber es sind halt auf Basis „Kohle“.
Die russische Strategie bzgl. Energiegewinnung kenne ich nicht, vermutlich neben Gas und Atomkraft auch Kohle.
Das ist die Realität und bringt mich zu der Überzeugung, dass das von der UNO oder G20 anvisierte CO2 Ziel nicht erreicht wird.
Wenn Indien Sonne und Wind nicht vertraut, was kann man ihnen dann noch empfehlen?

China, Indien und die ProKopfRechnung

"In den vergangenen Monaten hat Chinas staatliche Planungskommission die kohlereichen Landesteile Innere Mongolei, Shanxi und Shaanxi aufgefordert, die Kohleförderung noch zu verstärken...."

Wir waren da in der Vergangenheit auch nicht viel besser! Ein deutscher Stadtwerkeverbund wollte auch schon mal an der Nordsee das größte Steinkohlekraftwerk in Europa bauen. Befeuert mit fragwürdiger Importkohle aus Kolumbien!
OB Boris Palmer (Grüne) war AR-Vorsitzender.

"https://www.planten.de/2011/02/03/klage-gegen-bebauungsplan-fuer-europa…

Verhindert wurde das Steinkohlekraftwerk dann in erster Linie durch Bürgerproteste!

Aber ja, vielleicht sind wir auch noch einmal froh an der Kohle. ;)

Wenn die Bevölkerung in Asien (China, Indien), Afrika, weiter wächst und der Pro-Kopf-CO2-Ausstoß unter dem Deutschlands bleibt, ist dann alles gut!?
Sprüche wie "die Erde schreit" oder "eine Minute vor oder nach" sind wenig hilfreich, eher töricht.

Energiemix nötig?

"Erneuerbare Energien garantieren keine stetige Energiezufuhr, weil die Wetterbedingung sich ständig ändern, deshalb ist ein Energiemix nötig."

Offensichtlich ist das in Deutschland völlig anders?

Indien setzt noch stärker auf Kohle

Dann muss die Ampel-Koalition dafür sorgen, dass Deutschland noch schneller aus der Kohle aussteigt.

@Rodriguez, 16:40 Uhr

Wir dürfen in Sachen Klimawandel nicht nur auf unser, vergleichbar bequemes und sorgloses Leben schauen. Selbstverständlich tragen wir alle, die gesamte Erdbevölkerung Verantwortung für diesen Planeten und damit auch für alle kommenden Generationen. Letztlich kann die CO2 Bepreisung ein Instrument gegen den Klimaanstieg sein. Der Fokus muß ganz klar auf verbindlichen globalen Maßnahmen liegen. Wie schwierug das ist, erleben wir in den aktuellen Debatten.

"Energiepolitik: Indien setzt

"Energiepolitik: Indien setzt noch stärker auf Kohle"

->
wird in Indien eigentlich auch mit dem Finger auf andere gezeigt, dass die doch erstmal was tun sollen, bevor in Indien was passiert?

"
Greenhouse gas emissions per person:

Saudi 21.5m metric tons
Australia 20.6m
Canada 19.9m
US 17.5m
China 10.1m
Germany 9.3m
Japan 9.2m
Brazil 6.9m
UK 6.9m
France 6.3m
Mexico 5.4m
India 2.5m
"
Q.: Ian Bremmer

@16:29 von Giselbert

Der Adressat für Vorwürfe, dass das generelle Tempolimit bei uns nicht kommt, heißt Lindner / Wissing. Die Grünen haben genügend Realismus, dass sie mit 14 Prozent nicht 100 Prozent ihres Wahlprogramms umsetzen können. Das ist im Ergebnis ärgerlich und letztlich auch eine unnötige klimapolitische Bremse, die schmerzt. Wohl wahr.

Das

bisschen CO2, das Deutschland einsparen kann und will, hauen Indien und andere Länder, die weiterhin neue Kohlekraftwerke bauen, dann zig-fach zusätzlich wieder raus. Insofern erscheint es mir völlig unerheblich, ob Deutschland nun 2030, 2040 oder 2050 aus der Kohle aussteigt. Das ist unter diesen Voraussetzungen reine Ideologie, die nicht das Mindeste bringen kann,

Nicht nur Indien ...

... mit einem Anteil 17,5 % Weltanteil bei Kohle als Energieträger, auch die USA mit 9,2 % oder Japan mit 4,5% nehmen vordere Plätze ein.
Jedoch weit vorne liegt China mit 82,3 % Weltanteil bei Kohle als Energieerzeuger.
Deutschland hat einen Weltanteil von 1,8 %.
Quelle: statista unter de. statista.com
Allein daran sieht man, dass der Kohleausstieg in Deutschland, wann auch immer, nichts, aber auch gar nichts für das Weltklima bringt.
China und Indien müssten dazu bewegt werden, aus der Kohle schrittweise aber stetig auszusteigen.
Jedoch nicht mit lauten Sprüchen wie von den Grünen, die ja gegen China und Russland allumfassend und lauthals Front machen, sondern durch Zusammenarbeit und Kooperation im Energiesektor mit diesen Ländern.
Nur da muss man miteinander reden und Angebote machen, um da etwas zu bewegen und nicht hetzen.

Tja, das Klima...

...scheint sich wohl doch innerhalb bestimmter Landesgrenzen zu bewegen.

@Giselbert - Beherrschen Sie die Prozentrechnung?

16:29 von Giselbert:
"Deshalb, solange sich andere Staaten so kontraproduktiv verhalten, solange sollte man die D Verbraucher zumindest mit finanziellen Belastungen schonen."

Die Reaktion musste ja kommen.

In Indien verursachen 17,5 Prozent der Weltbevölkerung 6,9 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes. In Deutschland verursacht 1 Prozent der Weltbevölkerung einen Anteil von 2 Prozent der gesamten CO2-Belastung.

Das Problem liegt nicht in Indien, sondern in der Sturheit der größten CO2-Schleudern.

@Bender Rodriguez - Auch Inder wollen etwas Wohlstand.

16:40 von Bender Rodriguez:
"da es nicht am Bevölkerungswachstum liegen kann, woran könnte es dann liegen, dass Indien immer mehr Energie braucht?"

Das liegt daran, dass die Inder einen Lebensstandard anstreben, den wir Westeuropäer schon vor 60 Jahren erreicht haben.

Wenn alle Menschen den CO2-Ausstoß eines Inders hätten, wäre der weltweite Ausstoß nicht einmal halb so groß.

Absehbar ... und es wird schlimmer

Besonders in den wärmeren Ländern wird es richtig heiß. Dann macht man bei laufender Klimaanlage ja noch das Fenster auf, weil die Luft sonst so unangenehm ist. Wir werden im Sommer sehr viel mehr Strom zur Kühlung benutzen müssen und trotzdem noch gelegentlich im Winter heizen.
Nachdem wir jetzt schon den Großteil des Kuchens des globalen CO2 Ausstoßes selbst konsumiert haben, wollen wir dass die anderen weniger nehmen, weil ja kaum noch Kuchen da ist. Und wir wollen trotzdem noch etwas davon ab haben. Also definieren wir den Status Quo und jetzt darf jeder nur noch gleiche Teile vom Restkuchen abhaben. Wir natürlich etwas mehr, weil wir wirtschaftlich wichtiger sind.
Wir müssen den Diätplan finden während die anderen jetzt den Kuchen probieren. Das können wir natürlich nicht.

@gman - Pro-Kopf-Ausstoß

16:46 von gman:
"Wenn die Bevölkerung in Asien (China, Indien), Afrika, weiter wächst und der Pro-Kopf-CO2-Ausstoß unter dem Deutschlands bleibt, ist dann alles gut!?"

Wenn wir unseren Ausstoß mindestens halbieren, könnte es vielleicht klappen.

Warum das

so ist, wurde im Artikel doch sehr gut erklärt, also wird bis 2050 und vielleicht länger, die Kohle gebraucht.
Auch wir werden ohne Energiemix nicht auskommen, ich hab jetzt mal von mehr guten und sehr effektiven Gaskraftwerken was gehört, Artikel gab es auch.
Da wir ja kein A mehr wollen, muss etwas anderes sein, was schnell ans Netz gehen kann.
Da ich Wärme und Strom auch über Gas, oder von einem Gaskraftwerk bekomme, sind auch Dinge in die Richtung wichtig für mich.
Und da wäre eines ganz sicher sehr hilfreich.

16:45 von Wolf1905

Wenn Indien Sonne und Wind nicht vertraut, was kann man ihnen dann noch empfehlen?
-----

auch in Indien scheint des Nachts die Sonne nicht
und Wind ist auch ein sehr launischer Partner
und das Speichern von Energie ist in Indien nicht möglich
scheinbar aber bei uns, bei unserer Energiepolitik

16:54 von Sparer

eine Binsenweisheit
die aber so einfach ist, dass sie von vielen (hier) nicht verstanden wird

@ 16:59 von Nachfragerin

"In Indien verursachen 17,5 Prozent der Weltbevölkerung 6,9 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes. In Deutschland verursacht 1 Prozent der Weltbevölkerung einen Anteil von 2 Prozent der gesamten CO2-Belastung."

Solche Vergleiche hinken, da in D alleine für's Heizen ein nicht unerheblicher Teil verbraten wird

In Ländern wie Indien oder Afrika (zumindest in großen Teilen) ist es ganzjährig warm und es wird keine Heizung benötigt.

Denke, da gehen Sie mit mir konform, dass in unseren Breiten eine Heizung zu den Grundbedürfnissen gehört.

@Adeo60 - Wer auf andere wartet, tut nichts.

16:51 von Adeo60:
"Wir dürfen in Sachen Klimawandel nicht nur auf unser, vergleichbar bequemes und sorgloses Leben schauen."

Wir müssen sogar aktiv von unserem bequemen und sorglosen Leben wegsehen, damit es bequem und sorglos bleiben kann. Andernfalls würden wir uns selbst als Verursacher dieser Probleme erkennen und Gefahr laufen, irgendetwas an unserem Leben ändern zu müssen. Das wollen wir natürlich nicht.

Wer absolut gar nichts tun will, der fordert globale Lösungen und wartet darauf, dass die anderen anfangen.

Am 01. November 2021 um 16:45 von Wolf1905

Australien profitiert auch sehr stark vom Abbau und Export von Kohle.
__
Was ja eigentlich etwas verwundert, denn AUS ist ja eines der Länder, die vom Klimawandel ganz besonders betroffen wären. Normalerweise müssten doch die Länder, die entweder aufgrund ihrer Lage in Relation zum Meeresspiegel, wie z.B. die Malediven aber eben auch AUS und die Länder, die durch Extremklimaereignisse besonders betroffen wären, wie eben z.B. Indien, Bangladesh ua.
Da scheint man das aber wesentlich entspannter zu sehen, als hier.

Am 01. November 2021 um 16:47 von Tarek94

"Erneuerbare Energien garantieren keine stetige Energiezufuhr, weil die Wetterbedingung sich ständig ändern, deshalb ist ein Energiemix nötig."

Offensichtlich ist das in Deutschland völlig anders?
___
Ja, völlig !

@Egleichhmalf

Ich bin deshalb auch nicht bereit, noch eine höhere CO2-Steuer zu bezahlen, wenn ich dies über Indien u. auch andere Staaten lese.

Ich habe schon früher mit meiner Familie sehr umweltbewußt gelebt und das allermeiste mit dem Fahrrad erledigt und unser Auto stehen lassen und auch mein Mann.
Jeder sollte sich Gedanken machen, wo er CO2 einsparen kann, beim Klamottenkauf, anderem Schnick-Schnack etc..
Nur muß es uns und unseren Politikern auch klar sein, daß wir in Deutschland nicht das Weltklima retten können.

@Nachfragerin

„ In Indien verursachen 17,5 Prozent der Weltbevölkerung 6,9 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes.“

Nein, das ist nur statistisch richtig und sagt bei einem Land mit fast einem Fünftel der Weltbevölkerung nichts aus. Auch in Indien tragen große Teile der Bevölkerung kaum was dazu bei, während die reiche Oberschicht hier sicher schlechter da steht als Deutschland. Warum sollen die wahren Verursacher innerhalb Indiens nichts beitragen?

"China und Indien müssten

"China und Indien müssten dazu bewegt werden, aus der Kohle schrittweise aber stetig auszusteigen.
Jedoch nicht mit lauten Sprüchen wie von den Grünen, die ja gegen China und Russland allumfassend und lauthals Front machen, sondern durch Zusammenarbeit und Kooperation im Energiesektor mit diesen Ländern.
Nur da muss man miteinander reden und Angebote machen, um da etwas zu bewegen und nicht hetzen."

Und was genau möchten Sie den Chinesen und Indern anbieten? Über was genau möchten Sie miteinander reden?

Wohlgemeint und wirkungslos

Deutschlands wohlgemeinten Anstrengungen zum weltweiten Klimaschutz verpuffen vollends, wenn viele andere Staaten nicht mitmachen.

Man sollte hierzulande daraus die Konsequenzen ziehen und unsere ehrgeizigen Ziele reduzieren, wenn man DEU nicht in die Steinzeit zurückversetzen will. Denn so sind wir wirtschaftlich nicht mehr konkurrenzfähig.

Re : Giselbert !

Natürlich ist dies nicht gut. Aber genau deshalb sollten viele andere Länder endlich echt was tun, auch D. Und zwar alles, was etwas bringt, auch wenn es nur ein kleiner Teil ist. Damit meine ich das Tempolimit in D, das immerhin eine Million Tonnen pro Jahr einsparen würde.
Ich finde es zum Kotzen, dass die Autoindustrie da immer noch bremst, die Autos immer schwerer, größer und schneller werden, immer mehr verbrauchen, statt hier an zu setzen, und all diese Mühlen etwas kleiner und Umwelt- schonender zu gestalten.
Leider geht es immer noch um zu viel Geld, das man solange wie möglichst im großen Rahmen verdienen will, bevor die Erde untergeht !
Und keiner fragt, was dann ist ??? !!!

@ Sisyphos3

Indien setzt noch stärker auf Kohle
Alternativvorschläge ?

Energie sparen und Kohle in der Erde lassen. So wie Indien das aktuell tut und zukünftig plant, richten wir uns eines kurzzeitigen Profits willen langfristig zu Grunde. Das gilt natürlich auch für alle anderen Nationen. Wissenschaftlich ist das mittlerweile nicht mehr strittig.

@17:25 von weingasi1 / Springender Punkt

"""Da scheint man das aber wesentlich entspannter zu sehen, als hier."""

Genau das ist der springende Punkt, wenn bereits heiße Länder ob arm (Indien) oder reich (Australien) sich weniger Sorgen um den Klimawandel machen als andere. Dann ist klar, dass Klima-Maßnahmen mehr mit Ideologie und Machtausübung als mit Realität zu tun haben.

16:53 von derkleineBürger: Pro Person in völlig egal

Natürlich haben die "reichen" Länder viel höhere Energieverbräuche pro Kopf und somit Abgasausstöße (nicht nur Co2).
Aber die reichen Länder schrumpfen und stellen alle auf regenerative Energien um, so dass sie schon in 10-15 Jahren fast gar keine Rolle mehr spielen werden.
Die armen Länder, wo 5 Milliarden Menschen die ihre Feuer und Öl, Kohle/Holz brauchen, um überhaupt leben zu können sind das Problem.
Aber Sie können denen gerne mal den Vorschlag machen, für X Tausend Dollar eine tolle Solaranlage auf dier Strohhütte / Lehmhütte und für XX Tausend Dollar doch bitte ein Elektroauto zu kaufen.....
Die müssten erst mal aus dem Leben wir vor 200 Jahren rauskommen!

Du liebe Güte!

Fast ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung lebt allein in den Staaten China und Indien!

Um den wirklich ungeheuren Energiebedarf bei der Stilllegung der unzähligen Kohlekraftwerke in diesen Ländern auch nur ansatzweise auszugleichen müsste man diesen Länder als Ausgleich wirklich unzählige Atomkraftwerke regelrecht schenken!

Dies wäre zwar durchaus machbar, ist aus rein politischen Gründen aber ausdrücklich NICHT gewollt!

@wolf 666 - CO2-Rechner

16:54 von wolf 666:
"Allein daran sieht man, dass der Kohleausstieg in Deutschland, wann auch immer, nichts, aber auch gar nichts für das Weltklima bringt. China und Indien müssten dazu bewegt werden, aus der Kohle schrittweise aber stetig auszusteigen."

An sich ist das richtig. Aber das liegt nicht in unserer Macht.

Es ist auch völlig absurd, den CO2-Ausstoß von 1,4 Milliarden Chinesen oder Indern mit dem Ausstoß von 80 Millionen Deutschen vergleichen zu wollen. Aber genau das wird getan, damit wir CO2-Schleudern und Klimaignoranten auf andere zeigen können.

Berechnen Sie mal Ihren CO2-Ausstoß:
https://uba.co2-rechner.de/de_DE/

(Ich komme auf 6,2 Tonnen pro Jahr.)

@ Gieselbert

Deshalb, solange sich andere Staaten so kontraproduktiv verhalten, solange sollte man die D Verbraucher zumindest mit finanziellen Belastungen schonen.

Das ist die allseits bekannte Kopf-in-den-Sand-Strategie. Die hat jetzt nachweislich noch kein einziges Problem gelöst. Also weg von diesem lähmenden Frust, hin zu neuen Ideen.

Da kann man wohl nichts machen:

„Zehntausende leben vom Rohstoff (…)
Die Umweltzerstörung, die mit Förderung und Verbrauch von Kohle einhergeht und zum Klimawandel beiträgt, beeindruckt die wenigsten. Indiens Kohlekraftwerke generieren zwei Drittel des Stroms. Die Dreckschleudern rentieren sich wegen günstiger Abnahmeverträge mit langen Laufzeiten.
>> Die Vorkommen reichten noch 25 bis 30 Jahre, sagt ein Ingenieur, der die Kohle-Förderung im Tagebau Balram leitet“

Bleibt nur die Frage, ob sich in 25 bis 30 Jahren überhaupt noch irgendwas rentiert. Und was. Ein Hinweis auf die mögliche Antwort könnte sein, dass gerade die Stahl- und Zementproduktion ungeheuere Mengen an Energie verschlingt. Und ungeheure Mengen an CO2 freisetzt. Und zumindest Stahl für die Herstellung von „Sicherheitsausrüstung“ bzw. Waffen und deren Transport unverzichtbar ist. Kein Wunder also, dass die Rüstungs- und Baubranche als absolut krisensicher gelten. Und die Jobs darin auch. Im Zweifel sogar sicherer als die in der Lebensmittelproduktion.

@ Tarek94

Jedoch nicht mit lauten Sprüchen wie von den Grünen, die ja gegen China und Russland allumfassend und lauthals Front machen, sondern durch Zusammenarbeit und Kooperation im Energiesektor mit diesen Ländern.

Kooperation? Warum sollten Russland und China das wollen? Aber gut, es gibt immer welche, die sich diesen Regimen andienen wollen.

@Skywalker - Was können _wir_ tun?

17:29 von Skywalker:
"Nein, das ist nur statistisch richtig und sagt bei einem Land mit fast einem Fünftel der Weltbevölkerung nichts aus."
> Natürlich sagt das etwas aus. Es ist auch eine weitaus sinnvoller, als den persönlichen CO2-Ausstoß aller 1,4 Milliarden Inder auflisten zu wollen.

"Warum sollen die wahren Verursacher innerhalb Indiens nichts beitragen?"
> Gegenfrage: Warum fordern wir von anderen etwas ein, das wir selbst nicht zu leisten bereit sind?

@ Gieselbert

Denke, da gehen Sie mit mir konform, dass in unseren Breiten eine Heizung zu den Grundbedürfnissen gehört.

Wir kommen ohne eine Heizung aus, wohnen aber dafür auch in einem Passivhaus.

@Giselbert

„ Solche Vergleiche hinken, da in D alleine für's Heizen ein nicht unerheblicher Teil verbraten wird

In Ländern wie Indien oder Afrika (zumindest in großen Teilen) ist es ganzjährig warm und es wird keine Heizung benötigt.“

Stimmt, ich kenne viele Länder, wo gar keine Heizung eingebaut wird… dafür aber eine Klimaanlage, die 12 Monate im Jahr im Dauerbetrieb ist- nicht nur von Oktober bis April.

Und das kann man nicht verbieten: Bei 16 Grad in der Bude kann man sich warm anziehen- bei 35Grad gibt es die Option nicht….

Mega Totschlagsargument

@ Hansi2012:

Deutschlands wohlgemeinten Anstrengungen zum weltweiten Klimaschutz verpuffen vollends, wenn viele andere Staaten nicht mitmachen.

Da fällt bei mir die Klappe. Das ist ja wohl die größte Allerweltsentschuldigung ever. Mit diesem Totschlagsargument brauchen wir ja grad nirgendwo noch irgend was sinnvolles zu tun.

@sisyphos3

“ 16:54 von Sparer
eine Binsenweisheit
die aber so einfach ist, dass sie von vielen (hier) nicht verstanden wird”

Die zudem noch nicht einmal stimmt, da D im EU-Verbund zu sehen ist. Und mit anderen vergleichbaren Ländern kommt da Länge in den Hebel!

Und moralisch ist das ohnehin unhaltbar, solange nicht zumindest der durchschnittliche Wert der Welt in D pro Kopf unterschritten wird…

17:23 von weingasi1

Normalerweise müssten doch die Länder, die entweder aufgrund ihrer Lage in Relation zum Meeresspiegel, wie z.B. die Malediven aber eben auch AUS und die Länder, die durch Extremklimaereignisse besonders betroffen wären, wie eben z.B. Indien, Bangladesh ua.
Da scheint man das aber wesentlich entspannter zu sehen, als hier.
--------------

Malediven .... ob die wirklich so ganz unschuldig sind wie sie tun ?
Bevölkerungsanstieg 1960 => 92.000 / 2020 => 540.000
versechsfacht, klar brauchen die Wohnungen, also hat man die Korallen vor den Atollen geplündert
die fehlen jetzt als Küstenschutz
in Bangladesh sieht es genau so aus, da siedelt die Bevölkerung in Küstenregionen (weil sonst kein Platz ist)
wo früher kein Mensch gesiedelt hätte

um 16:09 von Sisyphos3

"Also für mich gibt es nur eine Lösung"

Wäre gut , wenn sie die Lösung nennen könnten.

17:48 von Traumfahrer

"Damit meine ich das Tempolimit in D, das immerhin eine Million Tonnen pro Jahr einsparen würde."

Ganz Ihrer Meinung und vor allem es kostet den Verbraucher nichts, im Gegenteil er spart sogar dabei.

"Ich finde es zum Kotzen, dass die Autoindustrie da immer noch bremst, die Autos immer schwerer, größer und schneller ..."

Da kotze ich mal mit ;-)
Mittlerweile kaufen sich doch manche einen SUV, weil sie bei einem Unfall mit einem Kleinwagen unweigerlich den Kürzeren ziehen würden. Man schaukelt sich hier gegenseitig hoch, überspitzt: irgendwann fährt jeder einen LKW.

Am 01. November 2021 um 17:59 von EnIightenment

"""Da scheint man das aber wesentlich entspannter zu sehen, als hier."""
Gemeint ist Australien
So ganz unumstritten ist dieser Herr Scot Morris in Australien auch nicht.
Seine Regierung hat auch nur eine knappe Mehrheit.
Stärkste Fraktion ist übrigens die oppositionelle Labour Party.
Es ist total traurig wenn ein Land wie Australien,das beste Voraussetzungen für Erneuerbare hat so einen Kurs fährt.
Auch Australien leidet sehr unter dem Klimawandel.
Ein Land in dem man gut und gerne lebt,ist Australien nicht mehr.
Ein wirkliches Trauerspiel was dort stattfindet.
Um mal etwas positives zu erwähnen.
Ein Land das dort in der Region einen positiven Weg geht ist das nördliche Nachbarland von Indien,das Land Bhutan.
Leider liegt es genau zwischen Indien und China.

um 18:01 von

um 18:01 von WirSindLegion
"
16:53 von derkleineBürger: Pro Person in völlig egal
Aber die reichen Länder schrumpfen und stellen alle auf regenerative Energien um, so dass sie schon in 10-15 Jahren fast gar keine Rolle mehr spielen werden.
[...] 5 Milliarden Menschen die ihre Feuer und Öl, Kohle/Holz brauchen, um überhaupt leben zu können sind das Problem.
"

->
Diese Menschen haben den gleichen Energieanspruch wie Menschen in "reichen" Ländern, gar den gleichen CO2-Ausstoßanspruch.
Wenn es "reichen" Ländern nicht passt, haben die deren Infrastruktur für CO2-neutrale Energie zu finanzieren.

Einfach abwarten und Popcorn für' Drama rausholen.

Der Markt regelt das schon mit dem Klima & der Wirtschaft - dank Trickle-Down-Effekt schwimmen auch die armen Länder schon in 15-20 Jahren in CO2-neutraler Energie zum Spottpreis

*zwinkersmiley*

@Tarek94 16:47

">>Erneuerbare Energien garantieren keine stetige Energiezufuhr, weil die Wetterbedingung sich ständig ändern, deshalb ist ein Energiemix nötig.<<

Offensichtlich ist das in Deutschland völlig anders?"

Das ist in Deutschland nicht anders als in Indien, aber hier wie dort einfach falsch.

Mich wundert, dass dieser im Artikel genannte Inder, der ja ein Ingenieur sein soll, solchen offensichtlichen Unsinn erzählt.

Bevölkerungswachstum braucht Energie

um 16:53 von derkleineBürger:
"wird in Indien eigentlich auch mit dem Finger auf andere gezeigt, dass die doch erstmal was tun sollen, bevor in Indien was passiert?"
Nein, warum sollten sie?
Indien dürfte genug damit beschäftigt sein, überhaupt hinreichend Energie für die stetig wachsende Bevölkerung zu erzeugen und einen befriedigenden Wohlstand zu erreichen. Da dürfte das "Wie" für die nächsten 1 bis 2 Jahrzehnze sekundären Charakters sein, zumal alternative Energieerzeugung vor allem jetzt eines ist: Investitionsintensiv.
Ein so riesiges Volk dürfte es wenig interessieren, was so kleine Länder wie die europäischen tun. Da werden wir bestenfalls zu hören bekommen, warum "unsere" Politik beim Thema Klima 50 Jahre gepennt hat. Irgendwann kommt in Indien dann mal ein Alibi-Projekt für die Umwelt; vielleicht gibt es ja schon eins.
Wenn das Klima schon gerettet werden soll müssen die reichsten CO2-Emitenten auch Investitionen im Ausland massiv unterstützen.
Sonst Adieu 1,5 (+"x")°-Ziel.

18:26 von Skywalker

Und moralisch ist das ohnehin unhaltbar, solange nicht zumindest der durchschnittliche Wert der Welt in D pro Kopf unterschritten wird…
...............

das ist wahr !!

wobei China bei 8 Tonnen Schweiz und Frankreich bei 5 Tonnen
wie ist das zu sehen ?

16:53 von derkleineBürger "pro-Kopf"

"Greenhouse gas emissions per person:
Saudi 21.5m metric tons
(...)
Germany 9.3m
(...)
India 2.5m"
erstmal danke für die wertvolle Information.
Dennoch, einen Haken finde ich an der Verwendung dieser Zahlen für die Argumentation: sie sind pro-Kopf-Zahlen.
Länder sind die Zusammenfassung von Menschen unter einem einheitlichen Wirtschafts- und Gesetzesregime.
Wenn den 106 000 Einwohnern von Tonga-Tonga von ihrer Regierung erlaubt würde, mit Holz zu heizen und zu kochen, kratzt das die Atmosphäre ziemlich wenig. Bei 1 380 000 000 Indern ist der Effekt schon größer!
Frdl. Gruß, Zuschauer49

An alle Einwohner und Freunde von Tonga-Tonga oder Indien: Sorry für den Gebrauch des Landesnamens in diesem Beitrag, die Nationen sind von mir und zweifellos allen anderen Diskutanten nur als Beispiel gemeint!

18:31 von logig

Wäre gut , wenn sie die Lösung nennen könnten.
--------------

wollen wir es mal sehr vorsichtig formulieren
ich nannte in einem anderen Beitrag Zahlen von Bangla Desh und den Malediven
wenn sich seit 1960 die Bevölkerung versechsfacht hat
hat das die Situation der Menschen dort sicherlich nicht verbessert

An aktiver Bevölkerungskontrolle...

...führt schlicht kein Weg vorbei. Um den ökologischen Fußabdruch der Menschen zu reduzieren, muss die Zahl der Bevölkerung rapide abnehmen. Anders ist uns und diesem Planeten schlicht nicht mehr zu helfen. Sorry. Aber das ist die traurige Realität. Zu viele Menschen brauchen nunmal auch ein Dach über den Kopf, täglich eine warme Mahlzeit und unter anderem auch fleischliche Nahrung.

Und wie man behaupten kann, man könne noch das 1,5C°-Ziel erreichen, ist mir völlig schleierhaft. Eingedenk der Latenz (Reaktionsverzögerung) von emittierten Treibhausgasen, ist das schlicht unmöglich zu schaffen. Wir reden hier über einen Zeitraum von 30 Jahren, in denen sich damals erzeugtes Methangas, Wasserstoff und etliche Treibhausgase mehr erst noch auswirken werden.

Kurz: Selbst würden wir von heute auf morgen in die Steinzeit zurückfallen, würde der Gehalt an Treibhausgasen in der Atmosphäre mind. noch die nächsten 30 Jahre ansteigen und entsprechend auch die globale Durchschnittstemperatur.

@Ken Jepson um 18:17 / Hansi2012

>> @ Hansi2012:
„Deutschlands wohlgemeinten Anstrengungen zum weltweiten Klimaschutz verpuffen vollends, wenn viele andere Staaten nicht mitmachen.“

Antwort Ken Jepson:
„Da fällt bei mir die Klappe. Das ist ja wohl die größte Allerweltsentschuldigung ever. Mit diesem Totschlagsargument brauchen wir ja grad nirgendwo noch irgend was sinnvolles zu tun.“

Hansi2012 bringt hier keine „größte Allerweltsentschuldigung ever“, und er hat auch nicht geschrieben, dass wir unsere Anstrengungen bleiben lassen sollten. Er hat zum Ausdruck gebracht, dass Länder wie Indien (und auch China) mit ihren Plänen für Kohlekraftwerke den Klimazielen der UNO und G20 entgegenwirken und unsere Anstrengungen global gesehen verpuffen lassen - leider eine realistische Einschätzung.

@Sisyphos3: Naja, die Kohlekraftwerke sind ja nicht umsonst

Die kosten auch Geld, der Abbau kostet und es ist, wie man sieht, ein Raubbau, der die Gesundheit der Bevölkerung massiv gefährdet.

Man könnte auch noch mehr Geld in regenerative Energien stecken, wobei man sagen muss, dass Indien eine enorme Steigerungsrate bei Wind und Sonne hingelegt hat.

Ob Kohle allerdings eine gute Idee als Brückentechnologie darstellt, ist mehr als fraglich. Denn wenn solche Großkraftwerke erst mal stehen, werden sie betrieben, bis sie auseinander fallen.

Seltsame Mathematik

um 16:59 von Nachfragerin"
@Giselbert - Beherrschen Sie die Prozentrechnung?
In Indien verursachen 17,5 Prozent der Weltbevölkerung 6,9 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes."
.
Ja und? Vermutlich sind bestenfalls (!) gerade mal 10% der indischen Bevölkerung für 90% der CO2-Emissionen Indiens verantwortlich.
Und wie sieht jetzt Ihre tolle Prozentrechnung aus?
.
"In Deutschland verursacht 1 Prozent der Weltbevölkerung einen Anteil von 2 Prozent der gesamten CO2-Belastung."
.
Da sind wir ja ggü Indien richtig grün, oder?

Problemfall

Mir scheint Indien durchaus ein Problemfall, da die Volkswirtschaft gerade dabei ist, sich zu einer modernen Industruiegesellschaft zu wandeln, mit gleichzeitig entsprechend kritischen Spannungen und Umbrüchen.Klar muß den Politikern Indiens gemacht werden, dass ihr Weg nicht mehr möglich ist.

Für sie ist es schwer, umzusteuern und diesen Traum aufzugeben.

Dies kann aber nur erreicht werden, wenn die reichen Industrienationen deutlich machen, dass sie selbst zu "Opfern" bereit sind und ihren ökologischen Fußabdruck schnell zusenken.
Die Ohnemichelhaltung hilft da nicht.

Am 01. November 2021 um 18:11 von Ken Jepson

Wir kommen ohne eine Heizung aus, wohnen aber dafür auch in einem Passivhaus.
__
Das ist für SIE persönlich ja sehr schön und günstig aber für die meisten Bürger eben keine Blaupause, weil sie die Möglichkeit nicht haben. Insbesondere die, die in der Stadt zur Miete wohnen und es nehmen müssen, wie es ist.

Können wir uns unsere Ziele leisten?

um 17:43 von Hansi2012:
"Man sollte hierzulande daraus die Konsequenzen ziehen und unsere ehrgeizigen Ziele reduzieren, wenn man DEU nicht in die Steinzeit zurückversetzen will. Denn so sind wir wirtschaftlich nicht mehr konkurrenzfähig."
.
Letzteres glaube ich eher nicht. Denn zukünftig dürften CO2-emissionsarme Technologien die Zukunft sein.
Dumm nur, dass diese Technologien jetzt quasi mit der Brechstange umgesetzt werden müssen, möchte man irgendein Klimaziel überhaupt erreichen.
Deshalb sollten wir unsere ehrgeizigen Ziele nicht reduzieren, vor allem, wenn man es sich leisten kann.

Am 01. November 2021 um 18:06 von Ken Jepson

Kooperation? Warum sollten Russland und China das wollen? Aber gut, es gibt immer welche, die sich diesen Regimen andienen wollen.
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Was hat denn ein Dialog mit "andienen" zu tun ? Und wenn sich aus diesem Dialog eine mögliche Kooperation in klimatechnischen Dingen ergibt, why not ?
Mit irgendwelchen Ideologien kommt niemand weiter. Solange man in "gute Kinder" und "Schmuddelkinder" (hier immer wieder RUS)sortiert, gibt das ohnehin garnix !

17:29, Heidemarie Bayer

>>Nur muß es uns und unseren Politikern auch klar sein, daß wir in Deutschland nicht das Weltklima retten können.<<

Als ob das irgendwer behaupten würde.

Aber der Spruch durfte ja nicht fehlen.

Schlimm, schlimmer, am schlimmsten

Kohle ist ja auch billig.
Wollte man jetzt mit Windrädern und Solarzellen den riesigen Energiebedarf decken, ginge das übehaupt?
In meiner Kindheit in Westfalen heizten wir auch mit Kohle.
Dann Heizöl.
"Ich bin zwei Öltanks" war ein Werbespruch der Zeit.
In der DDR war 1989 auch noch Kohle verbreitet.
Roch im Winter eigen.
Das ist alles noch nicht so lange her.
Worum es mir geht:
es ist zu spät um den Klimawandel zu stoppen.
Man hätte in den späten 70er Jahren mit einer Klimaschutzpolitik anfangen müssen.
Ging nicht. Man war damals in Deutschland mit dem Kampf gegen den Smog beschäftigt.
Trotzdem muss man die Treibhausgase senken.
Sonst wird es schlimmer als schlimmer: am schlimmsten also.

18:28, Sisyphos3

>>in Bangladesh sieht es genau so aus, da siedelt die Bevölkerung in Küstenregionen (weil sonst kein Platz ist)
wo früher kein Mensch gesiedelt hätte<<

Bangladesch gehört nahezu in Gänze zur Küstenregion. Beziehungsweise liegt auf Meeresniveau.

Da haben Menschen schon immer gesiedelt. Von wegen fruchtbar und so.

Sie verstehen?

Aber das müssten Sie eigentlich wissen.

Am 01. November 2021 um 17:48 von Traumfahrer

Ich finde es zum Kotzen, dass die Autoindustrie da immer noch bremst, die Autos immer schwerer, größer und schneller werden, immer mehr verbrauchen, statt hier an zu setzen, und all diese Mühlen etwas kleiner und Umwelt- schonender zu gestalten.
Leider geht es immer noch um zu viel Geld, das man solange wie möglichst im großen Rahmen verdienen will, bevor die Erde untergeht !
Und keiner fragt, was dann ist ??? !!!
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Nun habe ich noch nie, noch nie im Leben von einem Autohersteller gehört, der mit quasi vorgehaltener Waffe einen Kaufinteressenten, der einen kleinen spritsparenden Wagen kaufen möchte, dazu zwingt, sich einen PS-starken SUV zu kaufen. Die Hersteller produzieren das, was nachgefragt wird. Und nichts, von dem sie wissen, dass es ein Ladenhüter wird. Halten Sie den Bürger für unfähig zu entscheiden, welches Auto er/seine Familie fahren will ?
Ansonsten, entspannen Sie sich. Die Erde wird nicht untergehen. Weder mit, noch ohne SUV's.

Auch ohne Kohle

Selbst wenn wir wieder als Steinzeitmenschen "agieren" würden, könnten wir weder Inder noch Chinesen oder Saudis und Australier daran hindern, ihre Völker am lebenswerten Leben zu halten oder an anderen Völkern zu verdienen. Es wird einen deutlichen Temperaturanstieg geben, es wird der Thermafrost auftauen, es wird der Meeresspiegel ansteigen, man kann nur hoffen, dass es wenigstens bei uns genügend Baumaterial für genügend hohe Deiche gibt. Der Zug ist längst abgefahren.
Es gab in der Erdgeschichte durchaus schon höhere CO2-Konzentrationen und sicher auch höhere Meeresspiegel.
Wir können vielleicht mit fortschrittlichsten Technologien und der Abkehr von populistischer AKW-Phobie etwas erreichen. Dem Unfug von Mio-jahren lagerndem Atommüll sollte schon ein Physik-Anfänger widersprechen können. Glaubt hier jemand tatsächlich, dass es in meinetwegen 100 Jahren nicht (jetzt noch teure aber längst angedachte) Verfahren zur unschädlich machenden Aufarbeitung geben wird?

@16:59 von Nachfragerin

>>In Indien verursachen 17,5 Prozent der Weltbevölkerung 6,9 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes. In Deutschland In Indien verursachen 17,5 Prozent der Weltbevölkerung 6,9 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes. In Deutschland verursacht 1 Prozent der Weltbevölkerung einen Anteil von 2 Prozent der

Das Problem liegt nicht in Indien, sondern in der Sturheit der größten CO2-Schleudern.<<

Indien gehört definitiv mit zu den größten „CO2 Schleudern“, schon allein des explosiven Wachstums seiner Bevölkerung wegen. Und ein Hinterherhinken anderer Staaten hinter ihren -selbstgesteckten- CO2-Reduktionszielen entbindet Indien keinesfalls davon, selbst geeignete Maßnahmen zur Eindämmung seines CO2-Ausstoßes zu treffen.

Auch in Indien tut sich was.

Auch in Indien tut sich was. Der Megakonzern Reliance investiert sein Ölvermögen nun un neue Energien. Jüngst wurde REC übernommen, in Silizium investiert Reliance auch. Der Konzern baut sich um, in wenigen Jahren wird Indien ein großer Player im PV-Markt sein. Die Kosten von PV-Strom sind deutlich geringer als die von Kohlestrom.
Die Politik in Indien hängt den großen indischen Konzernen meilenweit hinterher, diese sind es die letztlich bestimmen, was in Indien passiert.

@Sparer - Vergessen Sie Indien!

19:34 von Sparer:
"Indien gehört definitiv mit zu den größten ,CO2 Schleudern', schon allein des explosiven Wachstums seiner Bevölkerung wegen."

Um den CO2-Ausstoß von 1,4 Milliarden Menschen unter dem Sammelbegriff "Indien" sinnvoll bewerten zu können, muss man ihn mit dem Ausstoß von 1,4 Milliarden Europäern und Nordamerikanern vergleichen - oder eben auf den Pro-Kopf-Ausstoß herunterrechnen. Alles andere würde die Bewohner von sehr großen Staaten dafür bestrafen, dass sie in sehr großen Staaten leben.

Es ist kein Klimaschutz, winzige Problemchen zu einem großen Problem aufsummieren, um selbst nichts tun zu müssen.

Rückständige Länder und veraltete Technologien

um 18:01 von WirSindLegion:
"Die müssten erst mal aus dem Leben wir vor 200 Jahren rauskommen!"
Das ist sicherlich das größte Hindernis, nur haben wir keine 200 Jahre Zeit darauf zu warten.
Es wäre nämlich unabdingbar, dass diese ärmeren Länder einen Technologiesprung machen und nicht die industriellen Phasen der reichsten Länder kopieren. Nur werden die technologisch rückständigen Länder gar nicht in der Lage sein, das zu finanzieren.
Da gibt es nur eine Lösung und die würde den reichsten Ländern astronomische Summen abverlangen , die sie entweder nicht bereit sind zu geben (nicht finanzieren!) oder auch gar nicht erst können, solange insbes. Rüstungsausgaben die dominierende Rolle spielen (müssen).

01. November 2021 um 18:49 von Zuschauer49

Wenn den 106 000 Einwohnern von Tonga-Tonga von ihrer Regierung erlaubt würde, mit Holz zu heizen und zu kochen, kratzt das die Atmosphäre ziemlich wenig. Bei 1 380 000 000 Indern ist der Effekt schon größer!

Und da ist schon ein Wahrnehmungsproblem. Von der Sache her ist Holzfeuer Klimaneutral. Hier ist eher das Problem, dass das Holz auch irgendwo wachsen muss und schnell genug wachsen muss.
Der fossile CO2 Ausstoß muss auf 0.
Natürlich kann man jetzt natürlich Vorwürfe machen, weil wir auch die Bindung von CO2 in Betracht gezogen wird und Holz ein guter Speicher ist, aber auf dem Level ist die Forumsdiskussion eher selten. Wir reden immer noch darüber ob wir überhaupt was machen wollen.

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