Kommentare - Niederlande und Cannabis: Die Schattenseite der Legalisierung

29. Oktober 2021 - 08:26 Uhr

Bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin könnte es auch um die Legalisierung von Cannabis gehen. Die Niederlande haben jahrzehntelange Erfahrung damit. Experten von dort raten Berlin, vor allem einen Fehler nicht zu wiederholen. Von J. Mayr.

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Kommentare

Und das beileibe nicht nur in den Niederlanden.

„Seit Mitte der 1970er-Jahre dürfen niederländische Coffeeshops Cannabis für den Eigenbedarf verkaufen.
>> Nur der Einkauf wurde nie geregelt, und das sei ein großer Fehler gewesen“

Offensichtlich.

Damit ist doch alles gesagt...

...

"Grundsätzlich haben die niederländischen Kriminologen gegen etwaige Legalisierungs-Pläne der deutschen Ampel keine Einwände - solange sie aus den Fehlern der Niederlande lernt."

Banden

"laut Europol vor allem in der Hand von Marokkanern und Albanern."

*

In Deutschland behaupten manche, sowas passiert nur, weil die Einwanderer hier nicht legal arbeiten dürften.
Wie sieht das in Belgien und Niederlanden aus?

@08:43 von Klausewitz

"Schützt unsere Kinder vor den Drogen"
Besonders auch vor Schlafmittel, Schlankmacher, Alkohol, Schmerzmittel usw.. Wer hält in ihrer Ansicht denn dort die schützende Hand drüber? Die Pharmaindustrie? Komisch das dort niemand schreit wenn sich Kinder oder Jugendliche Pillen rein pfeifen oder Alkohol trinken.

@ Klausewitz

Schützt die Kinder vor Alkohol, Alkohol hemmt sämtliche Kontrollmechanismen bei Menschen, da sind mir ein paar „breite“ viel symphatischer und vor allem friedlicher … und wie klargemacht wird bitte nur von zertifizierten Gärtnern den Cannabis in den Handel… läuft in Duitschland aber schon sehr gut… die Gärtner erfassen dabei jedes Pflänzchen mit einem eigenen Kontrollcode, der von Aufzucht bis Verarbeitung nachverfolgt wird… was für den Vertrieb über Apotheken gut funktioniert sollte auch im großen Maßstab mit coffeeshops funktionieren…

um 08:43 von Klausewitz

,,Schützt unsere Kinder vor den
Schützt unsere Kinder vor den Drogen. "

Wenn Sie das mit gleicher Überzeugung vorbringen gegen die Volksdroge N° 1 in allen Altersklassen, den Alkohol, gäbe es eine Basis für eine ernstzunehmende Auseinandersetzung, wer wie vor wem und vor was zu schützen sei. So lange wie sich die Echauffierten über eine Freigabe eines Rauschmittels, das in den letzten Studien als das am wenigsten gefährliche der gängigen für eine zünftige Realitätsflucht benutzten Wirkstoffe bestätigt wird, erhaben zuprosten, kann ich einen solchen Aufruf zum Kinderschutz nur als eine scheinheilige Ablenkung vom Drogenproblem des Alkoholprivilegs nehmen.

Wer sich wie ich gegen die

Wer sich wie ich gegen die Legalisierung von Cannabis ausspricht, verharmlost nicht die Folgen legalisierter anderer Drogen, v.a. Alkohol, ganz im Gegenteil. Ich glaube auch nicht, dass man den Konsum von Cannabis allein über Verbot geregelt bekommt. Die allererste Wahl ist: Aufklärung über Gefahren.
Ich kenne leider im familiären wie in beruflichen Kontext heftige Geschichten mit den Folgen von Alkohol wie von Cannabis. Und der Hinweis auf die Psychose-Gefährdung ist leider zigfach belegt, übrigens völlig entgegen der Aussagen in den vergangenen Wochen hier, dass regelmäßiger Cannabis-Konsum in diese Richtung keine Gefährdung darstelle.

Und um das auch gleich mit zu beantworten, was ein Forist dieser Tage verwundert fragte: Ja, ich stimme an der Stelle nicht mit dem grünen Programm überein. Ich stelle kritisches Denken nicht ein, wenn ich grundsätzlich die Richtung und das Programm einer Partei befürworte.

Legalisierung von Cannabis

Man könnte ja mal den Nachbarn fragen was es denn
alles zu bedenken gibt ! Es muss wohl die Arroganz
sein ,dass die "Entscheider" dieser Dinge das nicht
tun sondern damit alles verzögern und mal wieder
viel Geld in den Sand setzen !

Wer rauchen will soll rauchen

Es wird endlich Zeit den Konsum von Cannabis zu entkriminalisieren. Und es wäre auch nur logisch, da die Vorteile eindeutig größer sind als die Nachteile. Cannabiskonsum gibt es in allen Schichten unserer Gesellschaft und sollte auch akzeptiert werden. Genauso wie der Becher Bier im Stadion, das Glas Wein zum Essen, gehört für Einige der Joint auf dem Sofa zum kulturellen Habitus und dient dem Wohlbefinden und der kulturellen Verständigung. Alles natürlich in Maßen genossen. Der Glaube wir würden durch eine Legalisierung eine Generation von vernebelten Kiffern erschaffen ist absolut antiquiert . Wer rauchen will raucht jetzt auch schon und das wird sich auch nie ändern. Ob verboten oder nicht. Lieber kontrollierte, legale Beschaffung von sauberer Ware aus staatlicher Hand, als Untergrundhandel mit verunreinigtem Stoff der der die Kassen der kriminellen Banden und Clans füllt. Das ist gesunder Menschenverstand.

Ich sehe nur einen Nachteil: die kriminellen Kartelle.

Die Zerstörung von zivilisierten und humanistischen Gesellschaften, aufgrund brachialem Raub, hemmungslosem Mord, grassierender Korruption, ungehemmten Entführungen und Erpressungen in den Anbaugebieten der für diese Drogen notwendigen Pflanzen sehe ich als einzigen Nachteil.
Dagegen ist die Schädlichkeit vom (legalem) Alkohol vier mal so groß wie von Cannabis, die von Tabak ein Viertel größer als die von Cannabis. Die Schädlichkeit von Kokain eineinhalb mal so groß wie von Cannabis, und Heroin drei mal so schädlich wie C.

Psychosen…

… wenn schon andauernd Psychosen als Folge von Drogenkonsum angeprangert werden, sollte niemand vergessen das die meisten Psychosen alkoholinduziert sind… ich denke die Zahl der Cannabis-Konsumenten wird von Alkohol-Konsumenten klar in den Schatten gestellt auch nach einer legalisierung… aber sollte die Zahl der Trinker abnehmen wird der Staat und das Gesundheitssystem klar davon profitieren, Alkohol kostet den Steuerzahler jährlich Milliarden… Unfälle, Gewalt, familiendramen, Einzelschicksale und schwere gesundheitliche Probleme durch und mit Alkohol sollten endlich besser gehandhabt werden … vielleicht hilft Cannabis dabei den Alkoholismus in den Griff zu bekommen…

Vielleicht sollte man sich

Vielleicht sollte man sich auch mal Gedanken darüber machen, warum viele Menschen in einer Gesellschaft regelmäßig Drogen (oder Medikamente) brauchen und was das über diese Gesellschaft aussagt. Meiner Erfahrung nach stecken da oft genug psychische Leiden hinter.

@SinnUndVerstand

"
Am 29. Oktober 2021 um 09:16 von SinnUndVerstand
Wer sich wie ich gegen die

Wer sich wie ich gegen die Legalisierung von Cannabis ausspricht, verharmlost nicht die Folgen legalisierter anderer Drogen, v.a. Alkohol, ganz im Gegenteil. Ich glaube auch nicht, dass man den Konsum von Cannabis allein über Verbot geregelt bekommt. Die allererste Wahl ist: Aufklärung über Gefahren. [...]
Und der Hinweis auf die Psychose-Gefährdung ist leider zigfach belegt, übrigens völlig entgegen der Aussagen in den vergangenen Wochen hier, dass regelmäßiger Cannabis-Konsum in diese Richtung keine Gefährdung darstelle. [...]"

Wer sich für die Legalisierung von Cannabis ausspricht, verharmlost nicht die Risiken des Cannabiskonsums, ganz im Gegenteil. Ich habe die Diskussion über die Freigabe auch verfolgt und teilgenommen. Es gab keinen einzigen User, der behauptet hätte, regelmäßiger Cannabis-Konsum würde kein Gefährdungsrisiko darstellen.

08:53, Tada

>>Banden
"laut Europol vor allem in der Hand von Marokkanern und Albanern."

*

In Deutschland behaupten manche, sowas passiert nur, weil die Einwanderer hier nicht legal arbeiten dürften.<<

Sie mißverstehen da etwas.

Niemand behauptet, es gäbe die italienische oder russische Mafia, weil Italiener oder Russen in Deutschland nicht arbeiten dürften.

@ 09:38 von Stoisch

Den "gesunden Menschenverstand" anzuführen hat meist eher damit zu tun, andere als "ungesund" zu stigmatisieren; das sollte man seriöserweise unterlassen.
Manchen Ihrer Gedanken kann ich zustimmen. Aber es gehört eben auch zu einem vollständigen Bild, dass Cannabiskonsum das Risiko psychotischer Erkrankungen und Episoden signifikant erhöht.

Cannabis macht krank

Ich habe immer die Finger von Cannabis gelassen. Mit Cannabis assoziiere ich einen Bekannten von mir, einen Studenten und Straßenmusiker mittlerweile weit jenseits der 50, der regelmäßig Cannabis raucht und mittlerweile richtig kaputt ist. Schade.

Schattenseite

Das wird niemanden der Ampel niemand an der Freigabe hindern.

09:44, mispel

>>Vielleicht sollte man sich auch mal Gedanken darüber machen, warum viele Menschen in einer Gesellschaft regelmäßig Drogen (oder Medikamente) brauchen und was das über diese Gesellschaft aussagt. Meiner Erfahrung nach stecken da oft genug psychische Leiden hinter.<<

Nicht hinter jedem Bier, jedem Glas Rotwein und jedem Joint steckt Leiden.

09:42, Erny

>>vielleicht hilft Cannabis dabei den Alkoholismus in den Griff zu bekommen…<<

Das würde ich eher nicht annehmen.

@Klausewitz Zitat: "Schützt

@Klausewitz
Zitat:
"Schützt unsere Kinder vor den Drogen"

Und warum ist dann Alkohol nicht verboten?
--
ehrlicher weise erwarte ich keine Antwort

09:16 von SinnUndVerstand

«Wer sich wie ich gegen die Legalisierung von Cannabis ausspricht, verharmlost nicht die Folgen legalisierter anderer Drogen, v.a. Alkohol, ganz im Gegenteil.»

Ca. 80% aller Verfahren wegen illegaler Drogen vor der Justiz in Deutschland handeln von Cannabisbesitz in geringen Mengen von einigen Gramm von Konsumenten zum Eigenverbrauch.

2019 gab es ca. 225.000 Ermittlungsverfahren wegen Cannabis.
83% gegen Konsumenten, 17% gegen Händler und Dealer wegen mehr oder weniger großer Mengen.

Alle Bundesländer legen anders fest, was "eine geringe Menge" ist, und Verfahren eingestellt werden können. Das geschieht häufig, oder auch nicht. Gibt es keine Regeln für, ist mal so und mal so. Hier so, und da anders.

Man könnte das als Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Polizei und Justiz betrachten, wenn die nichts anderes zu tun hätten. Ist aber nicht so, die haben genug besseres zu tun. Im Bereich Drogenkriminalität illegale Strukturen bekämpfen, und nicht einzelnen Kiffern hinterher hecheln.

@SinnundVerstand, 09.16h

Ich bin seit Jahren ehrenamtlich in der Suchthilfe tätig und mache gerade meine Ausbildung zum Suchtkrankenhelfer.
Alles, was Sie schreiben,kann ich in vollem Umfang bestätigen.

Ich denke mir

das ganze ist sehr naiv, wer nicht im richtigen Alter ist für den Kauf in der Apotheke oder wo es das Zeug dann gibt, holt es sich auf der Straße.
Neben vielen anderen Drogen wird sich das nicht verhindern lassen, die Strukturen sind vorhanden, und werden auch genutzt.
So alt wie ich schon bin, ich hab noch nie irgendwelche Mittel geraucht, oder sonst was in der Richtung zu mir genommen.
Also wegen mir braucht es das Zeug alles nicht zu geben, aber ich bin da wohl eine Ausnahme, große Vorteile, außer das wieder jemand gut Geld macht, sehe ich nicht.

@mispel

"
Am 29. Oktober 2021 um 09:44 von mispel
Vielleicht sollte man sich

Vielleicht sollte man sich auch mal Gedanken darüber machen, warum viele Menschen in einer Gesellschaft regelmäßig Drogen (oder Medikamente) brauchen und was das über diese Gesellschaft aussagt. Meiner Erfahrung nach stecken da oft genug psychische Leiden hinter."

Ihren Ansatz in allen Ehren, natürlich muß man sich auch darüber Gedanken machen, das geht aber nicht pauschal, sondern das betrifft immer einzelne Individuum. Warum nimmt jemand Drogen? Der gesellschaftliche Ansatz geht zu weit. Denn über die Gesellschaft sagt Drogenkonsum gar nichts aus. Warum?
Nun, mit ein bisschen Geschichtskenntnis kämen Sie selbst drauf: seit es denn Menschen gibt, nimmt er auch Drogen zu sich. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich: Medizin, Religion (Druiden, Schamanen, Priester, Orakel von Delphi) oder einfach zum Vergnügen. Drogenkonsum sagt also über eine Gesellschaft gar nichts aus.

@ 09:16 von SinnUndVerstand

>>Und der Hinweis auf die Psychose-Gefährdung ist leider zigfach belegt<<
Ganz offensichtlich nützt das Verbot ja überhaupt nicht zum Schutz der Bevölkerung vor Psychosen usw. Niemand, der Probleme damit bekommt wird sich Hilfe suchen, wenn er weiß, dass damit sofort Ärger mit der Justiz verbunden ist und er zuerst bestraft wird bevor ihm geholfen wird. Wenn wir Alkohol verbieten werden wir dieses Problem auch hierbei haben. Die Dealer wenden sich ja gerade verstärkt an Schüler bzw. Minderjährige, weil sie genau wissen, dass sie nicht verraten werden. Das Verbot heilt keine Sucht, sie drängt sie nur ab in dunkle Ecken und verhindert effektive Hilfe. Deshalb ist der kontrollierte Verkauf immer noch die beste Lösung. Und bitte zuerst die Herstellung regeln, denn die Lösung in den NL ist definitiv suboptimal.

Wenn Cannabis legalisiert

Wenn Cannabis legalisiert wird, dann erwarte ich aber auch, dass die ekelbilder von den kippenschachteln verschwinden!

Wir sollten von den Nachbarn

Wir sollten von den Nachbarn lernen? Nein. Das geht nur andersrum.
Deutschland muss das Rad immer neu erfinden. Wir übernehmen nichts ungeprüft und unüberarbeitet von anderen.
Weil Drogenhandel Geld verdienen können , bleibt was verboten. Top Logik. Die verdienen doch jetzt auch schon. Wenn Cannabis legal wäre, würde sich da erstmal nichts ändern.
Einstiegsdroge? Och, da ist Alkohol und Nikotin viel schlimmer.
Es gibt also keinen Grund, das eine zu verbieten, während man schglimmere Drogen sogar an Automaten verkauft.

Carina F

Aufklärung Ja! Schutz vor Drgenmissbrauch durch Minderjährige ist jedoch gänzlich unmöglich!"
.
Nö, 100 % wohl nicht, aber mit Erziehung kann man die 98% schon erreichen.
Das bedeutet aber auch, dass man sich kümmern muss. Die vollkaskimentalität widerspricht dem.

unmöglich

Das Thema mit dieser Schlagzeile "Die Schattenseite der Legalisierung" schlechtzumachen ist falsch.

Man muss einfach aus den Fehlern der Niederländer lernen und auch den Einkauf aus seriösen Quellen sicherstellen. Verstehe auch gar nicht, warum hier die Niederländer nicht nachreguliert haben.

Legal in NL?

Bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin könnte es auch um die Legalisierung von Cannabis gehen. Die Niederlande haben jahrzehntelange Erfahrung damit.
Nö, Cannabis wurde in NL nie legalisiert, der Verkauf lediglich geduldet.

Drogen Produktion und Einkauf verstaatlichen ??

Der grosse Fehler, der Einkauf von Cannabis und einige andere Drogen ist nicht geregelt.
So ist es. Und damit sind die Niederlande eines der grössten weltweiten Drogenumschlagplätzen der Welt geworden. Man beachte, von fast a l l e n Arten von Drogen. Die Kriminalität ist ins unermessliche gestiegen. Die Korruption ist in allen Bereichen des Staates eingetreten. Auch und vor allem die es bekämpfen sollen. Dies im Bereich der Executive, Legislative und Judikative. Es scheint so zu sein das Recht und Unrecht neben ein ander her existiert und man dies als normal akzeptiert.
Ob allein die Verstaatlichung des Einkaufs von Drogen die Probleme lösen würde ? Wahrscheinlich müsste man auch die Produktion verstaatlichen. Aber es würde unglaublich viel Gegenwehr dagegen geben, zuviele sehr einflussreiche Menschen würden sehr viel Geld verlieren.

09:16, SinnUndVerstand

>>Ich kenne leider im familiären wie in beruflichen Kontext heftige Geschichten mit den Folgen von Alkohol wie von Cannabis. Und der Hinweis auf die Psychose-Gefährdung ist leider zigfach belegt, übrigens völlig entgegen der Aussagen in den vergangenen Wochen hier, dass regelmäßiger Cannabis-Konsum in diese Richtung keine Gefährdung darstelle.<<

Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen. Ich rauche Cannabis seit fast fünfzig Jahren und kenne zahlreiche andere Raucher. Erwachsene Raucher. Cannabisinduzierte Psychosen finden sich in meinem Umfeld nicht, wohl aber schwere Fälle von Alkoholismus.

Jugendliche sollten natürlich keinerlei Drogen konsumieren, aber Sie wissen ja, wie das mit der Jugend so ist...

09:59, KowaIski

>>Cannabis macht krank
Ich habe immer die Finger von Cannabis gelassen. Mit Cannabis assoziiere ich einen Bekannten von mir, einen Studenten und Straßenmusiker mittlerweile weit jenseits der 50, der regelmäßig Cannabis raucht und mittlerweile richtig kaputt ist. Schade.<<

Inwiefern kaputt? Was fehlt ihm?

@09:42 von Erny

Das ist so nicht richtig: Die psychotisch gefärbte Alkoholhalluzinose ist ein relativ seltenes Krankheitsbild. Psychotische Episoden gibt es dagegen bei Cannabis-Konsum schon bei geringem oder leider auch seltenem Konsum, weshalb signifikant auch jüngere Konsumenten betroffen sind.
Hier geht's nicht um Spaßbremse oder einen muffigen Moralzeigefinger, sondern die Forschungsergebnisse und Erkenntnisse von Fachleuten. Cannabis-Konsum flutet das Gehirn mit THC mit Folgen für Motorik, Gedächtnis und Informationsverarbeitung. Nachgewiesen ist, dass Cannabis-Konsumenten früher und häufiger am Psychosen erkranken. Das verstärkt sich, je höher der THC-Gehalt ist und auch durch regelmäßigen längeren Konsum. Allerdings gibt es auch nachgewiesene Fälle psychotischer Episoden nach einmaligem Konsum.
All das sollte man seriöserweise einbeziehen.

Anmassung

"Grundsätzlich haben die niederländischen Kriminologen gegen etwaige Legalisierungs-Pläne der deutschen Ampel keine Einwände - solange sie aus den Fehlern der Niederlande lernt."

Welche anmaßend Belehrung seitens der Niederländer: "SIE haben keine Einwände...."

09:44 von mispel

"Vielleicht sollte man sich auch mal Gedanken darüber machen, warum viele Menschen in einer Gesellschaft regelmäßig Drogen (oder Medikamente) brauchen und was das über diese Gesellschaft aussagt. Meiner Erfahrung nach stecken da oft genug psychische Leiden hinter."

Da haben Sie völlig recht, ein Teil des übermäßigen Drogenkonsums resultiert aus

- Unzufriedenheit
- Resignation
- Überforderung

Und bei vielen dieser elementaren Umständen trägt die Regierung Mitverantwortung. Hier sei exemplarisch nur die Wohnungsnot, Arbeitslosigkeit und exorbitanten Heizkosten genannt.

@Klausewitz

"
Am 29. Oktober 2021 um 08:43 von Klausewitz
Schützt unsere Kinder vor den

Schützt unsere Kinder vor den Drogen"

Ja, wer würde das nicht wollen? Ihr Satz ist genauso richtig, wie: "Jeden Tag geht die Sonne auf."

Mit Verboten erreichen Sie wenig, sollte sich inzwischen rumgesprochen haben.

Sie können einem Kind 100mal verbieten: Faß nicht auf die heiße Herdplatte. Das nutzt nichts, sobald es unbeaufsichtigt ist, wird es das ziemlich sicher tun. Warum?

Nun, meine Frage ist gleichzeitig die Antwort: Wenn ich dem Kind das verbiete, kommt automatisch genau diese Frage. Kinder sind neugierig, Jugendliche ebenso. Sie probieren sich aus. Vor Gefahren schützen kann ich Kinder, in dem ich sie aufkläre: zeigen, was passieren kann, wenn es auf die heiße Herdplatte fasst. Kindgerecht. Mit einer Demonstration zum Beispiel, aber Vorsicht, nicht die Bude abfackeln.
Und Jugendlichen soviel Selbstbewußtsein beibringen, daß sie nicht jeden Mist mitmachen müssen um cool zu sein.

@SinnUndVerstand Zitat: "Den

@SinnUndVerstand
Zitat:
"Den "gesunden Menschenverstand" anzuführen hat meist eher damit zu tun, andere als "ungesund" zu stigmatisieren; das sollte man seriöserweise unterlassen.
Manchen Ihrer Gedanken kann ich zustimmen. Aber es gehört eben auch zu einem vollständigen Bild, dass Cannabiskonsum das Risiko psychotischer Erkrankungen und Episoden signifikant erhöht."

Und weil ihren der Schutz der Kinder (und Erwachsenen) vor psychotischen Erkrankungen so wichtig ist - sind sie natürlich auch für das Verbot von Alkohol oder habe ich das bei ihnen nur überlesen??
Weil ansonsten ist es schlicht weg in meinen Augen heuchlerisch - zwar die "harmloseste" aller Drogen weiterhin zu verbieten - aber den wahren bisherigen Zerstörer der Gesellschaft - den Alkohol - zu erlauben.
--
Hier in Berlin gibt es spezielle Heime für geistig behinderte Kinder deren Schäden vom Alkohol-Konsum ihre Mütter während der Schwangerschaft herrühren - da reicht auch 2-3 Gläser Wein die Woche!!

Niederlande hat Cannabis niemals legalisiert

Der Artikel geht auf das tatsächliche Problem in den Niederlanden ja ein - die Überschrift ist aber zumindest irreführend: Cannabis wurde in den Niederlanden nie legalisiert, sondern nur der Verkauf von Cannabis in Coffeeshops dekriminalisiert.

Dass damit die Zuliefer der Coffeeshops zwangsläufig weiterhin die organisierte Kriminalität ist, sollte auch für keinen Politiker eine Überraschung gewesen sein. Der Einzelhandel wurde geduldet, der Großhandel blieb kriminalisiert.

Die wichtigsten Ziele einer Legalisierung wären ja:

- sicherers Cannabis, da die Qualität kontrolliert wird und giftige oder süchtig machende Streckstoffe weitestgehend vermieden werden.
- der organisierten Kriminalität eine wichtige Einnahme-Quelle erziehen.
- aus der gesamten Produktions- und Handelskette Steuereinnahmen generieren. Drogen-Schwarzmarkt ist schließlich immer auch Steuerhinterziehung.

Keines dieser Ziele wurde mit dem fragwürdigen Modell in NL erreicht. Möglich ist es aber allemal!

@DerVaihinger Zitat: "Ich bin

@DerVaihinger
Zitat:
"Ich bin seit Jahren ehrenamtlich in der Suchthilfe tätig und mache gerade meine Ausbildung zum Suchtkrankenhelfer.
Alles, was Sie schreiben,kann ich in vollem Umfang bestätigen."

Wie ist dann Ihre Haltung einem totalen Alkoholverbot gegenüber?
Oder gibt es gar keine Sucht bei Alkohol sondern nur bei Cannabis?

Niederlande und Cannabis: Die Schattenseite der Legalisierung...

Bei den Nachbarn in den Niederlanden hat sich in den letzten Jahren eine Drogenmafia entwickelt, die Milliarden verdient und nicht vorhat, davon abzulassen. Die jüngsten Morde an einem Anwalt und einem Journalisten zeigen das deutlich. Hier geht es um Taten von unglaublicher Brutalität und ein kriminelles Netzwerk, daran ist nichts nett oder rebellisch.
Aber ob reine Repression ausreicht gegen die Narko-Mafien ?

@09:52 von Anderes1961

Wer seinen Joint genießen mag, soll das tun. Ich bin da kein Jonny Controletti.
Ich meine hier und in der Diskussion in anderen Medien allerdings schon die Position gelesen zu haben, regelmäßiger Cannabis-Konsum würde kein Gefährdungsrisiko darstellen. Und das ist schlicht falsch.

Erfahrungen aus NL nutzen!

>> Grundsätzlich haben die niederländischen Kriminologen gegen etwaige Legalisierungs-Pläne der deutschen Ampel keine Einwände - solange sie aus den Fehlern der Niederlande lernt. <<
-> Ja, hoffentlich - und nicht meinen, man weiß es besser (hier die Grünen und die FDP).

Ich bin ich den Siebzigerjahren groß geworden, kenne das Kiffen und kenne Leute, die mit Marihuana richtig gehend ausgeflippt sind - nicht nur für einen Tag, sondern permanent!
Natürlich sind die Folgeschäden beim regelmäßigen Nikotin- oder Alkoholgenuss heftiger, aber Marihuana darf nicht - wie manchmal gemacht - verharmlost werden.

Den einzigen Vorteil, den ich mit der Legalisierung sehe, ist, dass der kriminelle Handel unterbunden werden kann - hoffentlich! Und vielleicht auch im Einsatz bei Medikamenten.
Das ist für mich der Grund, warum ich für eine Legalisierung mit einer entsprechenden gesetzlichen Regelung bin.

Das schöne an der

Das schöne an der Legalisierung von Cannabis ist, daß erwachsene Cannabisbenutzer offiziell zugelassene Verkaufsstellen aufsuchen werden.
Der Verkauf von nicht zertifiziertem Cannabis abseits dieser Verkaufsstellen kann dann also als schweres Verbrechen betrachtet und auch so verfolgt werden, da er sich vermutlich ausschließlich an minderjährige Kunden richtet.
Die durch die Legalisierung von Cannabis freiwerdenden Personalresourcen bei der Polizei und den Staatsanwaltschaften können sich nun also ganz auf diese Schwerkriminellen konzentrieren, um unsere Kinder zu schützen.
Mit regelmäßigen Kontrollen und zB Drogentests an Schulen und anderen Treffpunkten unserer Minderjährigen dürfte der Personenkreis, der Cannabis an sie verkauft, relativ schnell eingegrenzt sein und diese Leute der Gerichtsbarkeit zugeführt werden.
Allerdings müssen wir schon seit Jahrzehnten darauf warten, dass auch mit den Verbrechern, die Jugendlichen Alkohol zugänglich machen, genau so verfahren wird.

Genau

Als ich mit 15 Jahren Alkohol entdeckte, habe ich mich 2 Monate lang ständig weggehauen. Ich bin bis heute (20 Jahre später, und seit langem kein Kiffer mehr) froh, dass ich irgendwann Gras entdeckt hatte. Mit dem Alkohol war es dann vorbei - und auch wenn exzessiver Cannabis-Konsum in dem Alter absolut keine gute Idee ist , will ich nicht wissen wie es mir ergangen wäre wenn ich weiter gesoffen hätte.

Und mit 15 an der Tanke Vodka kaufen war nie ein Problem..

Die Experten haben doch

unlaengdt noch die Legalisierung gefordert und das NL system gepriesen.

Was hat sich seitdem geaendert an Hasch?

Die Schattenseite der Legalisierung

Wenn denn Fehler bei der "Legalisierung" gemacht wurden, warum nicht, wenn man Trendsetter ist.
Viel wichtiger als das ganze "Drogengerede" ist doch, das wir endlich eine unverkrampfte Haltung zum Hanf als Nutzpflanze finden. Die Kiffer finden ihren Stoff, ob sauber oder verunreinigt doch eh, die sollten also kein Argument sein. Kein Weg, den man heuer noch flanieren kann, ohne beizeiten durch würzige Wolken zu tapern, keine Ecke um die man gehen kann, ohne Menschen mit eindeutigen Ausdünstungen zu begegnen, das wird sich so kaum ändern. Wenn der Zustand dieses Klientels ein besserer werden soll, dann nur darüber, das sauberes Grün unter Straßenpreisen angeboten wird, aber das wird den "härteren" Fällen auf längere Sicht auch nicht genügen. Ein Simpel also, wer von der Freigabe der Droge Wunder erwartet.

Drogen frei geben, aber Tempo

Drogen frei geben, aber Tempo auf Autobahnen reglementieren wollen.
Wie kommt dein mögliche künftige Regierung eigentlich dazu, Eltern in den Augen ihrer Kinder Unglaubwürdigkeit zu machen. Jahrelang predigen die meisten doch, die Finger von Drogen jeglicher Couleur zu lassen und nun sagen künftig regierende ist doch nicht so schlimm.. wohl dem, dessen Kinder charakterlich so gefestigt sind, dass sie diesen Unsinn nicht mit machen. Meine sind es Gott bzw. unserer Erziehung sei Dank!

@ 09:52 von Anderes1961

"Wer sich für die Legalisierung von Cannabis ausspricht, verharmlost nicht die Risiken des Cannabiskonsums, ganz im Gegenteil. ..."

Dem kann ich mich nur anschließen. Mit der Legalisierung sehe ich aber eine große Chance gezielter helfen zu können.

Zudem besteht nicht mehr die Gefahr verunreinigter Drogen und über den Dealerkontakt mit härteren Drogen in Kontakt zu kommen.

10:06, DerVaihinger

>>@SinnundVerstand, 09.16h
Ich bin seit Jahren ehrenamtlich in der Suchthilfe tätig und mache gerade meine Ausbildung zum Suchtkrankenhelfer.
Alles, was Sie schreiben,kann ich in vollem Umfang bestätigen.<<

Mit wie vielen erwachsenen Kiffern hatten Sie denn bisher in der Suchthilfe zu tun? Ich rede nicht von politoxikomanen Mischkonsumenten.

@10:08 von Anderes1961

Der Zusammenhang von Drogen und Gesellschaft ist in der Tat vielfältig und vielschichtig. Neben den von Ihnen angeführten Perspektiven Medizin, Religion und Vergnügen gibt es allerdings von Soziologen und Sozialpsychologen sowie Sucht- und Präventionsexperten auch einen spezifischen Blick auf unsere Leistungsgesellschaft: Drogenkonsum ist ein fragwürdiges Element des Optimierungs- und Selbstoptimierungsdrucks.
Das geht allerdings weit über den hier diskutierten Aspekt der Cannabis-Legalisierung hinaus.

Warum nicht?

Die meisten Erwachsenen deutschen trinken fast jeden Abend eine mehr oder weniger große Menge Alkohol. Wenn sich ein Teil dieser Menschen Abends einen Zug Gras gönnt, wäre doch zu erwarten, dass der Alkoholkonsum entsprechend ein bisschen sinkt?

Wenn es nur 3-4 mal statt 7 mal pro Woche Alkohol gibt, könnte ich mir schon vorstellen, dass weniger Menschen am Ende in eine schwere körperliche Abhängigkeit rutschen.

Auch ist es ja so, dass eine der größten Gefahren bei Alkohol ist, dass Menschen in einer schweren Lebenssituation ihren Alkoholkonsum hochfahren und dann in schwere Probleme rutschen.

Gäbe es hier wengistens die Wahl zwischen Alkohol und Gras könnte das einige Leben retten.

@Cillie21 Zitat: "Wenn

@Cillie21
Zitat:
"Wenn Cannabis legalisiert wird, dann erwarte ich aber auch, dass die ekelbilder von den kippenschachteln verschwinden!"

ich erwarte das diese bleiben
und
das auch aus Schnaps-, Bier- und Weinflaschen entsprende Bilder kommen -> z.B. mit einer Säuferleber
usw.

10:10, Cillie21

>>Wenn Cannabis legalisiert wird, dann erwarte ich aber auch, dass die ekelbilder von den kippenschachteln verschwinden!<<

Warum das denn?

Cannabis macht krank

und man kann den Konsum nicht kontrollieren. Es macht suechtig und krank.

Und ja in der Wirkungsweise besteht ein Unterschied zu Essen, Tabak oder Wein/Bier.

Wahrscheinlich muessen noch einige Jahrzehnte vergehen bis Experten das auch verstehen.

Gut so

Gut, dass du die Finger von Cannabis lässt. Die Finger von Drogen lassen ist immer die sicherere Entscheidung.

Hoffentlich auch von Alkohol, denn Menschen die Alkoholiker sind und richtig kaputt sind siehst du an jeder Strassenecke..

@ 10:10 von Cillie21

"Wenn Cannabis legalisiert wird, dann erwarte ich aber auch, dass die ekelbilder von den kippenschachteln verschwinden!"

Ich verstehe jetzt nicht den Zusammenhang. Und außerdem sind die Warnbilder angebracht.

Gibt ja genügend Überzieher (für die Schachteln meine ich), wer möchte kann hiermit die Bilder ausblenden.

Hier in Berlin gibt es

Hier in Berlin gibt es spezielle Heime für Kinder die mit schweren geistigen Schäden geboren wurden weil ihre Mütter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben.
Und nein - die Gefahr solcher Missbildungen in der Schwangerschaft trifft nicht nur alokoholkranke Mütter sondern auch die "Normalos" - z.B. 2-3 Gläser Wein/Bier pro Woche reichen schon völlig aus.
--
es wäre ja mal in Sachen fötalen Kinderschutz interessant zu wissen ob es äquivalente Probleme beim Cannabis-Konsum gibt??

Mir ist es

allemal lieber, Konsumenten können reines Cannabis legal kaufen, als dass sie es von irgendwelchen Gestalten an der nächsten Ecke beziehen, wo man nicht mehr kontrollieren kann, was sich sonst noch darin befindet. Natürlich wird der illegale Markt dann nicht sofort verschwinden, aber auf Dauer sollte sich das auswirken.
Was mich dabei interessieren würde, wie soll dann eigentlich das Steuern von Fahrzeugen gehandhabt werden? THC lässt sich ja nun relativ lange nachweisen, je nach Test. Nach jetzigem Stand dürfte man dann mindestens 3 Tage kein Auto (oder was anderes) fahren.

Die Ordnungsämter und die Polizei

sind jetzt schon chronisch unterbesetzt.
Auch der Zoll.
Auch die Staatsanwaltschaften.
Durch diese personelle Unterbesetzung wären die Fehler, die in den Niederlanden gemacht worden sind, bei uns leider vorprogrammiert.
Deshalb: keine weitere Legalisierung von Drogen!

um 09:58 von Carina F

,,...Menschen nehmen Drogen, weil sie sich berauschen wollen fertig..."

Das erscheint mir bei aller Wertschätzung ein wenig zu kurz begriffen, wenn es um mögliche Motive geht, die hinter dem Missbrauch (?) von Rauschmitteln mit zu berücksichtigen sind. In der Regel findet die Suche nach Motiven nicht statt, weil das den Markt stören wird. In diesem Sinne wäre ,,fertig!" dann auch völlig gerechtfertigt. Rausch und die Gewöhnung an immer Rausch haben sind so weit voneinander entfernt wie das Bild im Spiegel vor und danach am Morgen, wenn die Sonne Streife geht. Ich sehe da schon gravierende Unterschiede im wahrsten Sinne des Wortes. Ich kann nicht von Rausch sprechen in den Fällen, in denen ich von trostlosen Fluchten in Betäubung ausgehen muß und das über Jahre. Soviel Differenzierung muß sein. Gerade beim Alkohol wird in verantwortungslosester Weise an der Exklusivität eines edlen Monopols von kulturell verankerter Sucht gearbeitet, was später die Einordnung erschwert für Gefährdung.

@Miauzi, 10:04

„@Klausewitz
Zitat:
"Schützt unsere Kinder vor den Drogen"

„Und warum ist dann Alkohol nicht verboten?
--
ehrlicher weise erwarte ich keine Antwort“

Ich auch nicht. Schon weil „Entkriminalisierung“ von Drogen der beste Schutz davor wäre. Weil dann die „Geschäftsgrundlage“ der Drogenhändler in sich zusammenbrechen würde.

BTW: Ich habe übrigens kürzlich gelesen, dass der Alkoholkonsum hierzulande zurückginge.

@ um 09:58 von Carina F

„ Drogenkonsum gibt es, seit Menschen wissen "was berauscht"!
Ob die ersten Versionen von Bier oder das Einatmen berauschender Kräuterdämpfe!
Menschen nehmen Drogen, weil sie sich berauschen wollen fertig!
Auch heutige Naturvölker nutzen immer noch pflanzl Drogen, völlig selbstverständlich.“

Zumal nach den letzten Erkenntnissen der zuständigen Forscher schon die wahrscheinlich 1. und älteste bekannte Siedlung seßhafter Menschen vor ca 12.000 - 15.000 Jahren ausschließlich zum Zwecke der Bierherstellung gegründet wurde.
Unsere gesamte Zivilisation ist also ohne vorsätzlichen Rausch gar nicht vorstellbar.

@10:06 von schabernack

Da gebe ich Ihnen recht: Es geht mir nicht im geringsten darum, 'einzelnen Kiffern hinterher zu hecheln' und zu kriminalisieren und erst recht nicht um Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Polizei und Justiz. Da bin ich ganz bei Ihnen.
Mir geht es darum, die Risiken psychotischer Schübe und Erkrankungen nicht zu übergehen bzw. zu verharmlosen. Und da ist meine Einschätzung, dass eine Legalisierung dem Vorschub leisten könnte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

10:13, kommentator_02

>>Legal in NL?
„Bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin könnte es auch um die Legalisierung von Cannabis gehen. Die Niederlande haben jahrzehntelange Erfahrung damit.“

Nö, Cannabis wurde in NL nie legalisiert, der Verkauf lediglich geduldet.<<

Genau dort ist die Wurzel des Problems zu finden. Es handelt sich nämlich um einen geduldeten Schwarzmarkt. Zwar geduldet, aber immer noch Schwarzmarkt. Ein Kennzeichen von Schwarzmärkten ist, daß es sich um rechtsfreie Räume handelt. Sie sind staatlicher Regulierung entzogen.

@Gogolo

"
Am 29. Oktober 2021 um 10:18 von Gogolo
Anmassung

"Grundsätzlich haben die niederländischen Kriminologen gegen etwaige Legalisierungs-Pläne der deutschen Ampel keine Einwände - solange sie aus den Fehlern der Niederlande lernt."

Welche anmaßend Belehrung seitens der Niederländer: "SIE haben keine Einwände....""

Auch Niederländer dürfen eine Meinung haben. Sie dürfen auch eine Meinung haben über deutsche Politiker, so wie wir eine Meinung haben dürfen über niederländische Politiker, oder über Politiker auf West-Samoa.

@wenigfahrer

„Ich denke mir das ganze ist sehr naiv, wer nicht im richtigen Alter ist für den Kauf in der Apotheke oder wo es das Zeug dann gibt, holt es sich auf der Straße.„

Das gilt aber auch für Alkohol und Zigaretten. Wer noch nicht alt genug ist, hat immer einen Kumpel oder sonstwen, der es dann holt. Daran wird sich auch nichts ändern.
Ich kenne sogar Mütter, die ihren 14jährigen Kindern Mixbier mitbringen und gar nichts dabei finden.

Heutzutage

ist Cannabis 5-mal so stark (TCH-Wert) wie in den 80ern. Dh die Personen, die jetzt über eine Legalisierung entscheiden, kennen das Zeug aus ihrer Jugend noch als vergleichsweise „harmlos“. Mein (einziger) Selbstversuch in den 70ern hatte lediglich etwas Müdigkeit zur Folge, ich konnte damals gar nicht verstehen, wie Leute behaupten konnten, davon „high“ geworden zu sein. Dafür musste man vermutlich schon eine große Menge konsumiert haben.
Das Zeug von damals könnte man vielleicht relativ bedenkenlos legalisieren, Alkohol darf man ja auch kaufen und trinken.
Aber das Zeug, das heutzutage vertickt wird, ist mE für eine Legalisierung überhaupt nicht geeignet. Noch dazu, wo man für zB jedes Antibiotikum in D. ein Rezept vom Arzt braucht; und dabei geht es um Substanzen, die keinen rauschartigen Zustand verursachen.

Was sagen denn die leitenden Polizeibehörden?

Gibt es schon Polizeistrategen, die sich dazu äußern, wie sie ihren Kampf gegen das Geschäft mit illegalen Drogen ab der Legalisierung von Cannabis weiterführen wollen?
Immerhin wird eine Menge an Personal frei, dass sich bisher mit den Kiffern beschäftigt hat.
Das kann nun zusätzlich gegen Clans und Banden eingesetzt werden.
Auch vielen Strafverfolgern wird doch das Herz aufgehen, wenn sie diese Möglichkeit nutzen können.

Alkohol ist erlaubt, Nikotin auch ...

.. kommt es da auf eine weitere Droge an?
Zur Erinnerung: Rund 1,80 Millionen Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren sind alkoholabhängig. Schätzungen für Deutschland belaufen sich auf etwa 75.000 Todesfälle hierdurch. Etwa 1,61 Mio. trinken missbräuchlich Alkohl.
Die direkten und indirekten Kosten alkoholbedingter Krankheiten werden pro Jahr auf 40 Milliarden Euro geschätzt.
Die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Kosten des Rauchens in Deutsch- land waren 2017 (!) mit knapp 80 Mrd. Euro pro Jahr beziffert.
Hier können wir so ungefähr abschätzen, was jeder, vom Säugling bis zum Greis jährlich dafür zahlen muss, dass persönliche Elend lässt sich wohl kaum beziffern.
Jetzt also auch noch Canabis ... ist das auch so "unbedenklich" wie Alkohol und Nikotin?

vor ein paar Tagen habe ich

vor ein paar Tagen habe ich im ÖRTV eine 2-teilige Doku über die Fugger und ihre Beteiligung am Silberbergbau in Tirol gesehen
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das passte die Wirtshaus-Szene ganz gut beim dem Bergknappe seinen ganzen Lohn "versoffen" hatte und seine Frau zusehen musste wie sie die Familie ernährt.
Weil aber das "Silber fliessen muss" (erinnert schon an den Spruch "das Spice muss fliessen" aus Dune) - bekam die Familie Lebensmittel-Gutscheine ausgezahlt.
Es wurde also nicht das Problem des Alkoholismus angegangen - sondern das des Ausfall von wichtiger Arbeitskraft...
..man hätte ja auch die Arbeitsbedingungen im Berg leichter machen können (aber das wäre ja "Sozialismus" und gehört somit nicht hierher)
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axo - geraucht haben die Bergknappen auch - aber keinen Tabak (weil es den zu der Zeit noch gar nicht gab) sondern -> Hanf
das war der "Tabak" der kleinen (armen) Leute bis weit in 19. Jahrhundert

10:18, SinnUndVerstand

>>@09:42 von Erny
Das ist so nicht richtig: Die psychotisch gefärbte Alkoholhalluzinose ist ein relativ seltenes Krankheitsbild. Psychotische Episoden gibt es dagegen bei Cannabis-Konsum schon bei geringem oder leider auch seltenem Konsum, weshalb signifikant auch jüngere Konsumenten betroffen sind.<<

Natürlich ist das Vollbild des Delirium tremens, die berühmten weißen Mäuse und rosa Elefanten, relativ selten.

Alkoholkonsum kann aber zu einer Vielzahl von psychischen und sozialen Problemen führen. Die alles andere als selten auftreten.

Sie scheinen keine Trinker zu kennen.

Drogenaffinität

Die Affinität zu Drogen ist bei einigen höher als bei anderen egal ob Alkohol oder andere Drogen.
Wenn wir den Alkohol betrachten:
Der eine trinkt gern Bier und bleibt gemütlich. Gibt man ihm Korn wird er aggressiv.
Die steigende Potenz beim Cannabis stellt das Problem dar. Vergleicht man dies mit den Sorten aus dem vorigen Jahrhundert legen sich einem die Ohren an.
Das Zeug ist viel zu stark.
Um eine Psychose aus zu lösen muss sie ja schon da sein, aber der Trigger ist heute um ein Vielfaches stärker.
Dazu kommt noch dass es in der Wirkung zwei völlig verschiedene Grundausrichtungen gibt. Die Wirkung von "Indica" ist eher für die Couch geeignet. Dort findet man die höchsten THC Konzentrationen. (meist für Haschisch genutzt)
Wobei "Sativa" eher dazu führt das Kreative, Umgängliche zu unterstützen.

Der Bekämpfung der Kriminalität und der Triggereigenschaften indes würde es helfen die zu erhaltenden Mengen auch mit einem Informationsangebot zu unterstützen. Also Bier , kein Korn.

@ um 10:10 von Cillie21

„Wenn Cannabis legalisiert wird, dann erwarte ich aber auch, dass die ekelbilder von den kippenschachteln verschwinden!“
Wozu?
Auf die Verpackung von Cannabis können doch auch Bilder von bekifften Menschen gedruckt werden.
Das ist nicht ekelhaft, denn davon gibt es wohl keine Ekelbilder, sorgt aber sicherlich für viel Heiterkeit auch unter Nichtkiffern.

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