Ihre Meinung zu: Erste Sitzung des Bundestags: Neuer Schwung fürs Hohe Haus

26. Oktober 2021 - 7:08 Uhr

Wolfgang Schäuble darf seine vermutlich letzte prominente Rede im Bundestag halten, dann übernehmen andere. Die Jüngeren wollen "Schwung in die Bude bringen" - und für die alte Regierung gilt das "Versteinerungsgebot". Von Georg Schwarte.

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Kommentare

736

Dauert nicht mehr lange, da muss der Bundestag anbauen.

18jährige Abgeordnete mit 30jähriger Berufserfahrung

Daß es mehr jüngere Abgeordnete gibt, ist mal etwas erfreuliches. Ansonsten hat das Parlament durchaus noch viele Baustellen. Da muß man ran: Es ist definitiv zu groß. Leicht lösbar.

Und: es muß diverser werden. Es gibt zu viele Juristen und Beamte. Das zu ändern ist schwieriger. Als Abgeordneter hat man durch die Diät finanzielle Unabhängigkeit. Die zu erlangen ist schwieriger. Der Facharbeiter oder der Handwerker müssen für den Wahlkampf auch besser unabhängig gestellt werden. Da sind Beamte eindeutig im Vorteil, während ein Arbeiter oder ein Handwerker den Jobverlust riskiert. Und Wahlkampf nebenbei? Kann man vergessen, ist ein Fulltime-Job.

Da ich in etwa ahne, was hier der eine oder andere User schreiben wird, hier mal das Anforderungsprofil, daß so mancher vom Abgeordneten erwartet:

Ein 18jähriger Facharbeiter mit 30 Jahren Berufserfahrung, der auch schon ein Studium absolviert hat, dazu ein Zweitstudium in Jura und der ehrenamtlich als Abgeordneter tätig sein wird.

Neuer Schwung?!

Würde mich wunder, überraschen......

Aber schön wenn es so kommen würde!

Von vorgesehenen 500 nun 736

Eine inflationäre Entwicklung.
Eine Währung verliert dadurch an Wert.

Wo soll der Schwung denn

Wo soll der Schwung denn herkommen? In Parteien machen meist nur Leute Karriere die den derzeit Ton angebenden nach dem Munde reden. Es ist also nicht viel neues zu erwarten, außer vielleicht neue Begriffe für alte Hüte. Ich denke leider wird sich mit der jungen Generation eher eine Debattenkultur der unwichtigen Dinge etablieren und das wirklich wichtige für den Großteil der Bevölkerung wird hinten anstehen. Das einzige was mit Sicherheit in Schwung kommt ist die Kostenspirale für den Bundestag.

08:39 von heribix Warum so

08:39 von heribix

Warum so pessimistisch?
Die "Jungen" bringen meistens "frischen Wind" mit. Das ist auch gut so.

@08:28 von Tada

Wenn v.a. die csu ihre Blockade aufgegeben hätte, müssten wir diese Frage nicht diskutieren.
Die neue Regierung aus spd, Grünen und fdp wird das bald und konsequent regeln.

Die Jungen…

…werden von den Alten erstmal auf Linie gebracht und dann geht‘s weiter so…

Es wird alles gehen, wie

Es wird alles gehen, wie bisher.
Die AFD kann nominieren, wen sie will, er wird nicht gewählt.
.
Den Alterspräsidenten kurz mal an Zugehörigkeit und nicht nach Lebensalter zu küren, hätte sich keine Partei bieten lassen.
Man stelle sich vor, die Regierung Kohl oder Schröder hätten sowas mal geändert.
.
Die Afd muss man nicht so kindisch gängeln. Man muss sie überflüssig machen. Mit besserer Politik.
.
Und die zu erwartenden Abgeordneten sollten auch mal alle gleichzeitig anwesend sein. Wer sein Geld als BT Abgeordneter verdient, kann da nicht immer was anderes zu tun haben.
.
Und dann will ich Verbesserungen bei Rente, Löhne, Arbeitszeit, Spitzensteuer, Mindestlohn, Klima, Umwelt sehen.
Es wird beim frommen Wunsch bleiben.
Die SPD hat ja schon gejammert, mittlere und untere Einkommen könne man nicht entlasten, weil die FDP ihr Superreiche -Klientel nicht belasten will.

Die Jungen

Warten wir mal ab und meckern nicht schon vorher wieder. Wer findet, dass in D vieles zu verbessern wäre, dem muss auch klar sein, dass alles, was heute schlecht ist, von den "Alten" erschaffen wurde. Kann sein, dass die "Jungen" es auch nicht besser hinbekommen. Aber wenn wir es nicht versuchen, dann bleibt alles, wie es ist.

Und eigentlich wollen das viele auch. Schließlich geht es den meisten gut. In der Corona-Krise wurden, was man so liest, viele Pools gebaut und Wohnmobile verkauft. Und die, denen es gut geht, sitzen auch überall an den Schalthebeln.

Neuer Schwung fürs Hohe Haus...

Alles was man so hört spricht dagegen - die Selbst- und Fremdblockaden deuten eher auf eine "träge Masse" im Hohen Haus hin - Überraschungen bleiben möglich.

08:32 von Anderes1961 Erst

08:32 von Anderes1961

Erst mal Zustimmung zu Ihrem Kommentar!

//Ein 18jähriger Facharbeiter mit 30 Jahren Berufserfahrung, der auch schon ein Studium absolviert hat, dazu ein Zweitstudium in Jura und der ehrenamtlich als Abgeordneter tätig sein wird.//

Ja, aber Sie haben vergessen, das jeder Minister bitte Fachmann auf dem Gebiet "seines" Ministeriums sein soll!
Also Anwalt ins Justizministerium, Landwirt ins Landwirtschaftsministerium, Arzt ins Gesundheitsministerium, General ins Verteidigungsministerium usw. usf!
(enthält Spuren von Ironie) ;-))

um 08:32 von Anderes1961

"Da muß man ran: Es ist definitiv zu groß. Leicht lösbar."

Im Prinzip: ja. Aber in der durch Fraktionsdisziplin und Parteiegoismen bestimmten Abläufen nachweislich nicht, sonst wäre es ja nicht so weit gekommen.

Bundestag

Also sehe ich das richtig, wenn einem die Alterspräsidentenregel nicht mehr passt, dann ändert man sie einfach? Demokratie at it’s best

Bin gerade auf einen Tweet des Hauptgeschäftsführers des Paritätischen Gesamtverbands Dr. Ulrich Schneider gestoßen:

„Ulrich Schneider
@UlrichSchneider
·
11 Std.

72 % der Abgeordneten im neuen Bundestag sind lt.
@tagesschau
Rechtsanwälte, Steuerberater oder kommen aus dem „Finanzwesen“. Ohne einem Berufsstand zu nahe treten zu wollen: Aber bei 72 % Sozialarbeiter, Erzieherinnen und Pflegende sähe wohl manches in Deutschland anders aus.“

Angesichts dieser „Einseitigkeit“ von einem Extrem ins andere zu wechseln wäre natürlich auch keine zielführende Lösung, aber das ist schon ein auffälliges Ungleichgewicht bzw. Missverhältnis. Und unter dem Aspekt der Durchsetzungschance demokratischer Prinzipien schon deshalb ein Problem, weil wirkliche Chancengleichheit aufgrund der hier offensichtlich nicht gegebenen wirklichen „Repräsentativität“ der Vertreter der Gesamtheit der Bürger innerhalb der Strukturen der parlamentarischen Demokratie logischerweise de facto ebenfalls nicht gegeben ist.

Mehr Schwung? Woher denn,

Mehr Schwung?
Woher denn, nach der Aufblähung des Parlamentes?

Insgesamt halte ich den jetzt zur Diskussion gestellten Kommentar für relativ unbedeutend.
Deshalb finde ich es nicht gut, dass ich aufgrund der schnellen Schießung nicht an der Diskussin zur Debattenstruktur teilnehmen konnte.

Neuer Schwung?

Das allein wird nicht genügen und sagt erstmal gar nichts aus.
Wir brauchen endlich eine anständige, bürgernahe und -freundliche Politik.
Ich fürchte, das wird mit den alteingesessenen Parteien nur schwer möglich sein.
Doch vielleicht gibt es ja diesmal eine positive Überraschung?
Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

@Tada um 08:28

>> 736 - Dauert nicht mehr lange, da muss der Bundestag anbauen. <<

Das hoffe ich nicht! Ich hoffe, dass die neue Ampelregierung, sofern die denn kommt, eine entsprechende Änderung vornehmen kann, das wieder eine Reduzierung erfolgt. Denn wer wie die Linke nicht mal 5% bei einer Wahl erhält, sollte auch max. nur die Direktmandate erhalten - und keines mehr! Das ist auch der Unterschied zur CSU, die die 5% Hürde übersprungen hat und auch mehr Direktmandate (im Vergleich zur Linke) erhalten hat.

Überhang- und Ausgleichsmandate

Hauptsächlich durch die CSU (einer 5% Partei) haben wir dieses Überhang- und Ausgleichsmandate und wenn ich richtig informiert bin, leistet sich die deutsche Bevölkerung das teuerste Parlament der Welt. Ich bin davon überzeugt, dass 500 Abgeordnete sicherlich eine bessere Arbeitsqualität an den Tag legen. Eine Reduzierung verhindern bislang besonders die Nutznießer dieses Systems, die CDU und CSU. Die Linken zähle ich jetzt bewusst nicht dazu, da diese Partei eine Wahlrechtsreform in der Vergangenheit befürwortet hat.

Siehe dazu eine frühere MONITOR Sendung im ARD.

Warum wurden noch Sitze angebaut?

Es sind doch nie alle da.
Meistens fehlen sogar sehr viele.

Junge vs. Alte

Es wird wieder schnell zu diesen altbackenen Gegensätzen gegriffen und prompt ein alter Zopf gestrickt. Junge sind nicht per se besser, weil sie das Alter haben und umgekehrt. Moderne und Demokratieverständnis bauen besser auf eine Verflechtung von Routine, Kenntnissen und neuen Ansätzen beider Seiten. Praxis und Pragmatismus sind genauso wichtig, wie Erfahrung und neuer Blickwinkel. Und nur weil man sich teilweise im Bundestag duzt oder dutzen wird, macht das kein besseres Niveau im Umgangston und klügeren Entscheidungen. Schlimm finde ich, dass die alten Parteien, die ja immer noch in Regierung und Opposition sitzen, nicht geschafft haben, das Wahlrecht so zu verbessern, dass nicht viele Köche um den Brei sitzen, sondern verschlankt wird. Nein, niemand sieht die Demokratie und die Entscheidungsfindung so wichtig an, dass man mit weniger Personal auch weniger Behäbigkeit erreichen kann. Der Koloss Bundestag ist teilweise statisch und nicht manövrierbar.

Das Wahlrecht sollte endlich überarbeitet werden

Das Wahlrecht sollte endlich überarbeitet werden (Direktmandate, Überhangsmandate zum Beispiel). Da darf die Linke die mit 4,9% klar den Einzug verpasst hat durch die Hintertür doch noch 38! Linke ins Parlament entsenden. Entspricht dies dem landesweiten Wählerwille (4,9%)? In Summe täte eine Reduzierung der Gesamtbelegschaft um 1/3 sicherlich dem Steuerzahlerbudget gut und die Konsensfindung ginge dann auch schneller über die Bühne. Zuletzt müsste eine Anwesenheitspflicht eingeführt werden. Es kann meiner Meinung nach nicht angehen das dauernd die Ränge bei Debatten leer sind. Ist das im Sinne unserer demokratischen Meinungsfindung?

@ich1961

" Ja, aber Sie haben vergessen, das jeder Minister bitte Fachmann auf dem Gebiet "seines" Ministeriums sein soll!
Also Anwalt ins Justizministerium, Landwirt ins Landwirtschaftsministerium, Arzt ins Gesundheitsministerium, General ins Verteidigungsministerium usw. usf!
(enthält Spuren von Ironie) ;-)) "

Wenn die 1961 Ihr Geburtsjahr ist dann werden Sie sich sicher erinnern dass dies früher auch so war .
Und das war gut und richtig so .

Wer glaubt das sich

Wer glaubt das sich irgendetwas ändern wird der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Wer gegen die Parteilinie stimmt wird zur Seite genommen und dann damit gedroht das es dann in Zukunft keinen Listenplatz mehr gibt. Dies führt dazu das alle Abgeordneten auf Parteilinie sind. Es gibt im Parlament leider keine über 700 Meinungen sondern nur 3-4, deswegen wird sich gar nichts ändern.

um 08:28 von Tada

736
Dauert nicht mehr lange, da muss der Bundestag anbauen.

Nach einer Untersuchung des Tagesspiegels fehlen die AFD-Abgeordneten bei namentlichen Abstimmungen rund ein Viertel mal häufiger als die der anderen Parteien. Sollte also nicht zu eng werden.

@ich1961 und Heribix

Wie neulich jemand so treffend sagte:
"Neue Besen kehren gut, aber die alte Bürste weiß, wo die Dreckecken sind"

Schön wär's also, wenn wir das Schächtelchendenken sein lassen würden. Die Jungen sollen zeigen, was sie können, und die Älteren und Alten sollen sie an ihrem Wissen teilhaben lassen.

Dass eine Generation auf der anderen aufbaut, gehört ja eigentlich zum Urwissen (nicht nur des Menschen).

um 08:32 von Anderes1961

>>“Ein 18jähriger Facharbeiter mit 30 Jahren Berufserfahrung, der auch schon ein Studium absolviert hat, dazu ein Zweitstudium in Jura und der ehrenamtlich als Abgeordneter tätig sein wird.“<<

Das ist sicherlich die Idealbesetzung. Eine abgeschlossene Ausbildung und kein abgebrochenes Studium sollte es aber schon sein für diese Leute die uns die Welt erklären wollen. Das ist dann auch eine Frage der Kompetenz und Glaubwürdigkeit. Würden Sie einem Politiker großen Glauben schenken der keinerlei Ausbildung hat und bisher alles was er beruflich angefangen, hingeschmissen hat?

@ich1961

"
Am 26. Oktober 2021 um 09:04 von ich1961
08:32 von Anderes1961 Erst

08:32 von Anderes1961

Erst mal Zustimmung zu Ihrem Kommentar!

//[...]//

Ja, aber Sie haben vergessen, das jeder Minister bitte Fachmann auf dem Gebiet "seines" Ministeriums sein soll!
Also Anwalt ins Justizministerium, Landwirt ins Landwirtschaftsministerium, Arzt ins Gesundheitsministerium, General ins Verteidigungsministerium usw. usf!
(enthält Spuren von Ironie) ;-))"

Das habe ich nicht vergessen. Im ersten Entwurf der Beschlußvorlage stand es drin. :-)

War nur leider zu lang. Mußte ich wieder rauskürzen. Aber wie Sie bereits lesen können, geht es schon los damit. :-)

Und da schon wieder auf die Jugend eingedroschen wird, hier mal mein Lieblingszitat, ein 5000 Jahre alter Keilschrifttext:

"„Die Jugend achtet das Alter nicht mehr, zeigt bewusst ein ungepflegtes Aussehen, sinnt auf Umsturz, zeigt keine Lernbereitschaft und ist ablehnend gegen übernommene Werte“ (Keller, 1989, ca. 3000 v. Chr.)"

um 08:59 von Bender Rodriguez

"Abgeordneten sollten auch mal alle gleichzeitig anwesend sein"

das sind sie durchaus. z.B. bei Aufhegung des Fraktionszwanges.

Dies ändert allerdings nichts an der Spannung zwischen Gewissensbindung des Abgeorneten und dem Fraktionszwang.
"Mehr Demokratie" wagen, hieße auch diese Prinzip in Frage zu stellen..

CDU/CSU sind für das Riesenparlament verantwortlich!

Trotz guter Wahlgesetz-Vorschläge blockierten CDU/CSU jede sinnvolle Änderung des Wahlgesetzes. Insbesondere die CSU mit ihren - meist "mit 30% gewonnen, obwohl 70 % dagegen waren" - Wahlkreisen ist für die zahlreichen Überhangmandate verantwortlich: Jeder CSU-Sitz brachte 18 Überhangmandate!

Daher
- Ein Wahlkreis ist erst mit 50 % gewonnen. Sonst Stichwahl wie z.B. in Frankreich!
- Bundestagswahl nur mit Parteien, die in ganz Deutschland antreten!

Schon das Wahlgesetz-Desaster zeigt überdeutlich die Rückständigkeit und den Egoismus der Union.
Sie ist zurecht abgewählt!

Neuer Schwung

Sehe ich auch so: die hohe Zahl von Abgeordneten (bezeichnenderweise Überhangmandate genannt) bringen einen zusätzlichen Schwung von 410 Millionen Diäten pro Jahr verglichen mit der ursprünglichen Zahl von 598 Mandaten.
.
Da können wir aber stolz sein, denn mit 736 Abgeordneten haben wir eines der größten Parlamente der Welt. Muss man sich halt leisten können!

Ich bin mir nicht sicher...

Entweder die "Jungen" ahnen noch nichts von den riesigen Problemen die zeitnah auf uns zukommen, oder sie lassen sich nichts anmerken. Und ich weiß nicht, was schlimmer wäre.

um 09:08 von Hinterdiefichte

@ 08:50 von ich1961
Zitat: „ Warum so pessimistisch?
Die "Jungen" bringen meistens "frischen Wind" mit. Das ist auch gut so.“

>>Nun, diejenigen, die in Firmen jung sind, sind meist die, die noch in der Lehre sind und noch nicht die meiste Ahnung haben. Im Parlament scheint das anders. Während es früher in Bezug auf manche Parlamentarier hieß: Kreissaal - Hörsaal - Plenarsaal, scheint es jetzt abgewandelt zu werden in: Kreissaal - Plenarsaal!<<

Um es mit ihren Worten zu sagen: „Aber was weiß ich schon!“

@aletheiaveritas 09:07: auch bei der Sitzordnung

Ich kann den Wunsch der FDP verstehen, in die Mitte zu rücken, und auch das Kalkül dahinter.

Das die Regeln je nach Bedarf (Machtverhältnisse) angepasst werden (hier: Alterspräsident) kennt man aus zahlreichen anderen Beispielen und auch mit Gesetzen (ZB Infektionsschutzgesetz, Insolvenzrecht,...)

Eine Regel gilt eben so lange bis die Mehrheit entscheidet das sie nicht mehr gilt. So gesehen, gelten Regeln zwar „für alle“ aber nur so lange die Mehrheit es so will.

Wenn Sie so wollen, ist das ja auch „demokratisch“.

Inflation oder Stagflation im Bundestag

Grundsätzlich ist die Verjüngung und "Erneuerung" im Bundestag eine sehr gute Sache und überfällig. Zu hoffen ist das die Verjüngung auch eine Verjüngung in Ansichten, Zielsetzung und Arbeitsweise bedeutet. Auch die Vergrösserung des Bundestages könnte hierzu beitragen. Hoffentlich aber bedeutet hier Inflation nicht eine weitere Stagflation. Prinzipiell ist auch hier über eine Begrenzung der Amtszeit ähnlich bei den Regierenden zu entscheiden wie es in vielen Ländern der Welt üblich ist.
Ich hoffe das mit der Ampel-Koalition und die zum neuen Leben kommende CDU/CSU es viele spannende Debatten gibt. Die Demokratie braucht es.

Neuer Schwung?

Geballt mit Punkten, Themen haben sich auch in der letzten Legislaturperiode Leute zusammengesetzt, traten an, alles umzuwühlen und neu aufzustellen. Die Erwartungen waren hoch und dennoch platzte manche Seifenblase, die Politiker zuvor noch los schickten. Rechtlich nicht umsetzbar, praktisch ein umwälzendes Projekt, Erfolg eher unwahrscheinlich. Und so folgte ein Flop dem nächsten, wenn man denn überhaupt manche Punkte wiederfand. Andere verpufften sang- und klanglos. Der Wähler hat wieder mal mitbekommen, dass nichts so heiß gegessen wie gekocht wird. Nun sind Jungköche dazwischen. Aber die Frage und der Komplex von Durchführbarkeit bleiben. Was ist oder erweist sich als Flop? Gibt es mehr Gehör und Stimmen für ein Projekt? Oder schalten sich wieder die gleichen Mechanismen ein, die alles floppen und blocken lassen? Das Alter ist keine entscheidende Größe. Wie gut verzahnt arbeitet man über Parteigrenzen hinweg. Erwischt man die brennenden Themen, Rente, Soziales etc.? Das zählt!

Es gibt keine "bessere" Politik!

@Am 26. Oktober 2021 um 08:59

Sie schreiben:

"Die Afd muss man nicht so kindisch gängeln. Man muss sie überflüssig machen. Mit besserer Politik."

Das halte ich für einen Fehlschluss.

"Bessere Politik" gibt es nicht, sondern unterschiedliche Meinungen darüber, welche Politik "gut", "besser" oder am "besten" ist.

Sofern nicht eine Partei die absolute Mehrheit im Bundestag und in Bundesrat und im EU-Parlament erringt, wird nie die Politik Wirklichkeit, die man als Wähler "bestellt" hat.

Also ist stets jeder Wähler mit der Politik im Ganzen unzufrieden, vielleicht in Teilen zufrieden, aber in anderen Teilen eben nicht.

D. h. auf die Politiker zu schimpfen, dafür gibt es praktisch für jeden stets einen Grund. Dagegen ist kein Kraut gewachsen.

Kindisch ist, wenn man als Wähler anderes erwartet und absolut falsch und dumm und gefährlich ist es, aus kindischem Trotz aus "Protest", weil die "bösen Politiker" nicht die eigenen Wünsche erfüllen, "AfD" zu wählen.

erste-sitzung-des-bundestags

Bei einer Zahl von 736 Abgeordneten ist es unmöglich, dass "jeder" zu jedem Thema ...zu Wort kommen kann.
Aus meiner Sicht sind jedoch die Abgeordneten genau dafür im Bundestag anwesend, ....dafür sind sie doch gewählt !

In der Praxis:
Der Fraktionsvorsitzende "wählt nun aus", wer in der Debatte zur Sache sprechen darf. Alle anderen dienen nur dazu, die Stimmenzahl bei der Abstimmung zu maximieren. ("Hinterbänkler" sagt man im Bundestag...).
.
Die Partei-Führung sagt dem Fraktionsvorsitzenden "wie" - letztlich - abgestimmt werden ->muss.
.
Der Fraktionsvorsitzende erzwingt per sogenannter Fraktionsdisziplin ( --> Fraktionszwang !!!) wie die Abgeordneten demnach abstimmen -->müssen (!).
.
Ich erkenne in dem Vorgang nichts mehr von Demokratie.
Der einzelne Abgeordnete ist nicht frei.

Ich versuche mich als "Prophet" : Nach einem Jahr etwa wird ein Abgeordneter sagen ...: "Wir sind angetreten alles besser zu machen,...aber letztlich geriet alles wie es vorher war, ...seit 1948.

08:51 von SinnUndVerstand

Wenn v.a. die csu ihre Blockade aufgegeben hätte, müssten wir diese Frage nicht diskutieren.
Die neue Regierung aus spd, Grünen und fdp wird das bald und konsequent regeln.///

Steht die neue Regierung schon?
Sie glauben eine neue Regierung, verkleinert das Parlament? Könnte doch auch der eigene Sitz wegfallen.
Ihr Wort in Gottes Gehörgang.

@09:04 von ich1961

>> Arzt ins Gesundheitsministerium

Hatten wir mit Dr. Daniel Bahr (FDP) doch schon mal, war auch nicht das 'Gelbe vom Ei'. -.-

Naja ...

"Neuer Schwung"

Zunächst ist das nur mal eine Aussage und es bleibt abzuwarten, ob sich dies bewahrheitet.

Insgesamt finde ich die Vergrößerung des Bundestags eine Zumutung für den Steuerzahler und bin der Meinung: zu viele Köche verderben den Brei.

@Möbius @aletheiaveritas: Regeln bedeuten Macht

Wer die Macht hat, macht die Regeln. Das hat schon eine staatsphilosophische Bedeutung:

Die Mehrheit ist nicht bereit sich den von ihr selbst aufgestellten Regeln zu unterwerfen, wenn diese ihr selbst nicht nützen (zB aktuelle US Wahlrechtsreform, Zuschnitt von Wahlkreisen, Wahlrechtsreform in Deutschland) !

Regeln sind also nicht wirklich „verbindlich“, sie müssen nicht einmal nachvollziehbar begründet sein, denn sie sind immer auch ein Machtinstrument, also willkürlich. Wirklich sehr interessant.

Mal sehen

was der Schwung so macht für den Bürger, sieht erst mal nach teuer aus, auch beim Bundestag selber mit dieser Anzahl von 736, sind 138 mehr als es sein sollten.
Ein Frau Bas war mir bislang unbekannt, auch die anderen Neuen sagen mir nichts.
Das sich Schäuble in dem Alter noch 4 Jahre Hinterbank antun muss, ist mir unverständlich, seit 72 in Bundestag, da wären Begrenzungen nicht nur für den Kanzler gut. Ich schaue ja selten mal eine Debatte an, kann mich aber gut erinnern, das der der Saal meist dürftig gefüllt ist, und wenn einer Redet, spielen viele mit ihren Smartis.
Mal sehen ob sich da was ändert., auf einige Namen die genannt wurden, könnte ich auch verzichten ;-).

Re : FritzF !

Ja, diese Entwicklung MUSS die neue Regierung unbedingt und umfassend ändern, denn zu einem verbessern diese vielen Abgeordneten nicht die nötige Politik, zum anderen wird da viel zu viel Geld der Steuerzahler nur diese Posten und all den Begleiterscheinungen aus gegeben.
Auch sollte es doch möglich sein, andere Menschen, die nicht allerlei studiert haben, durch eine Quote, wie bei den Frauen, den Eintritt ins Parlament irgend wie zu ermöglichen.
Außerdem sollte die unsägliche "Postensammlung" von etlichen Abgeordneten unterbunden werden. Wer im Parlament als Abgeordnete/r sitz, soll sich ganz seinen/ ihren Aufgabe da widmen, und nicht auf zig Bühnen, Vorständen und CO tätig sein, denn dann ist keine Neutralität mehr gewährleistet.

Das kostet

Bei aller Euphorie wollen wir nicht vergessen, was der neue Bundestag mit nun 736 (!) Abgeordneten den Steuerzahler kostet: Nämlich 1.000.000.000 Euro – in Worten: 1 Milliarde Euro. Jährlich wohlgemerkt.

Frischer Wind

Jung oder alt, Mann oder Frau - das ist allein noch kein Prädikat.

Wenn ich mir z.B. die junge Generation auf der Staße anschaue, die nicht einmal im starken Stadtverkehr auf dem Zebrastreifen die Augen vom Smartphone lassen kann, wenn möglich noch mit einem Baby im Arm, dann bezweifle ich, das prinzipiell was besseres nachkommt.

Und wenn ich mir die Vita von Herrn Amthor anschaue, wird mir Angst und Bange.

Schwung fürs Hohe Haus

Diejenigen, die sogar fürs "Schwänzen" sehr gut bezahlt werden, vermehren sich immer mehr. :-)

wenn das der neue Schwung sein soll

"Die FDP will ja nicht einmal mehr neben der AfD im Plenarsaal sitzen ..."

Fängt ja schon gut an mit dem neuen Schwung, sieht mir eher nach Kindergerangel aus.

Re : ich1961 !

Ein gewählter Abgeordnete hat grundsätzlich im Parlament seine Aufgabe, und sonst nirgend wo, außer in einem Büro, das von seiner Partei betrieben wird. Dieses Ansammeln von irgend welchen Posten, in irgend welchen Vorständen und CO MUSS aufhören, denn dadurch ergeben sich zwangsläufig Ungereimtheiten und fehlende Neutralität.
Was die Fachkompetenz angeht, bin ich bei ihnen, es wäre schon ein großes Stück hilfreich, wenn ein Anwalt als Chef im Justizministerium sitzt. Was sicher nicht passt, ist ein Jurist als Arzt, oder Bauingenieur, oder Bäcker. Sie können sich denken was ich meine, denn dann würde nicht so ein Mist passieren, wie während großer Teile der Pandemie, dass ein Minister immer zu spät und falsch entscheidet. In jedem Ministerium sollten Fach- Strategen als Minister sitzen, die von weiteren unterstützt werden, dann kann man sich viele der Berater- Verträge sparen, und somit viel Geld !

Nun last die Jüngeren

mal ran.Dabei können die älteren Parlamentarier mit Rat zur Seite stehen.So geht das in jedem Betrieb auch.

weil die FDP ihr Superreiche -Klientel nicht belasten will.

weil die FDP ihr Superreiche -Klientel nicht belasten will. Eine sehr oberflächige Sichtweise. Es sollten sich die Idealisten der Neue regierenden Parteien sich folgendes merken. Es kann nur das Geld ausgegeben werden, das auch erwirtschaftet wird. Einfach ausgedrückt 2+2 = 4 und nicht 10. Es ist wichtig das es Abgeordnet in der neuen Regierung gibt die das verstehen und diese Tatsache auch vertreten wollen.

Dauert nicht mehr lange, da muss der Bundestag anbauen.

Traurig aber wahr.

Bundestag

nach meiner Meinung nach wird sich nichts ändern, den ansonsten wäre es nicht zu diesen erneuten Rechtsbruch gekommen ( Bundestag laut Gesetz 598 Abgeordnete und nicht 736 ) und das das Verfassungsgericht sich erst jetzt mit der Beschwerde befassen will lässt tief blicken und lässt mich an der Unparteilichkeit zweifeln .
ach ja was auch am neuen Wind zweifeln lässt ist der Fraktionszwang wurde ja sogar von der Kanzlerin zu gegeben das es ihn gibt und somit gegen Gesetz verstoßen wird.

Am 26. Oktober 2021 um 08:32 von Anderes1961

Da ich in etwa ahne, was hier der eine oder andere User schreiben wird, hier mal das Anforderungsprofil, daß so mancher vom Abgeordneten erwartet:

Ein 18jähriger Facharbeiter mit 30 Jahren Berufserfahrung, der auch schon ein Studium absolviert hat, dazu ein Zweitstudium in Jura und der ehrenamtlich als Abgeordneter tätig sein wird.
#
#
Das sind wieder einmal Ihre wirren Vorstellungen.
Was spricht gegen einen Berufs oder Studienabschluss?
Welche Energie erwarten Sie denn von einem Abgeordneten der nur Abbrüche vorzuweisen hat?
Von der Außenwirkung für Junge Menschen fange ich jetzt mal gar nicht erst an.

@aletheiaveritas, 9:07

Also sehe ich das richtig, wenn einem die Alterspräsidentenregel nicht mehr passt, dann ändert man sie einfach? Demokratie at it’s best

Das sehen Sie völlig richtig. Dinge, die verbessert werden müssen, werden per Mehrheitsbeschluss verbessert. Demokratie at it's best.

@09:28 von eine_anmerkung.

"Würden Sie einem Politiker großen Glauben schenken der keinerlei Ausbildung hat und bisher alles was er beruflich angefangen, hingeschmissen hat?"

Wenn man sich das Beispiel Österreich und Sebastian Kurz anschaut könnten Sie recht haben. Ich glaube allerdings, dass dessen "Glaubwürdigkeitsproblem" in seiner Persönlichkeitsstruktur begründet liegt und nicht in seinem abgebrochenen Studium. Ich würde sogar "Henne und Ei" in diesem Fall anders herum vermuten.

Und außerdem ist er nur ein Einzelfall. Ich wäre nie so vermessen, von ihm auf alle zu schließen, die keine abgeschlossene Ausbildung haben. Unter denen gibt es bestimmt auch gute, wertvolle Menschen.

@eine_anmerkung

"
Am 26. Oktober 2021 um 09:28 von eine_anmerkung.
um 08:32 von Anderes1961

>>“Ein 18jähriger Facharbeiter mit 30 Jahren Berufserfahrung, der auch schon ein Studium absolviert hat, dazu ein Zweitstudium in Jura und der ehrenamtlich als Abgeordneter tätig sein wird.“<<

Das ist sicherlich die Idealbesetzung. Eine abgeschlossene Ausbildung und kein abgebrochenes Studium sollte es aber schon sein für diese Leute die uns die Welt erklären wollen. [...] Würden Sie einem Politiker großen Glauben schenken der keinerlei Ausbildung hat und bisher alles was er beruflich angefangen, hingeschmissen hat?"

Ein 18jähriger Abgeordneter mit 30jähriger Berufserfahrung wäre die Idealbesetzung?

Antwort auf Ihre Frage: Ja würde ich. Die Glaubwürdigkeit eines Menschen hängt weder von seinem Alter noch von seiner Ausbildung ab. Fachkompetenz kann man sich erarbeiten. Für Fachfragen gibt es den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages. Den kann jeder Abgeordnete in Abgeordnete in Anspruch nehmen.

Es sind doch nie alle da.

Vielleicht sollte man die Abgeordneten nach geleisteten Arbeitsstunden entlohnen und nicht monatlich diese hohen Gehälter automatisch auszahlen egal ob dafür gearbeitet wird oder nicht.

@MichaelKiel

" deswegen wird sich gar nichts ändern. "

Das denke ich auch .

Ich befürchte sogar dass nur noch das debattiert wird was parteipolitisch genehm ist und man sich in der eigenen Blase gegenseitig nicht zu arg wehtuen wird .

Probleme zu debattieren gäbe es genug man muss sie als Parlament nur auch erkennen und akzeptieren auch wenn es oft nicht in die Agenda passt .

09:39 von saschamaus75 Ich

09:39 von saschamaus75

Ich erinnere mich daran.
Das war aber auch mehrmalig ( auch in vorausgegangenen Artikeln) eine Forderung, die hier gestellt wurde.
Ist nicht meine Meinung!

@Tada Re: Warum wurden noch Sitze angebaut?

Und wenn die AfD einmal verlangt, was bei jeder Vereinssitzung und Betriebsratssitzung vorgeschrieben ist, nämlich die Beschlussfähigkeit feststellen zu lassen, wird es am nächsten Tag ganz groß als Eklat angeprangert. Sollte eigentlich Normal vor jeder Sitzung sein.

09:28 von eine_anmerkung.

Eine abgeschlossene Ausbildung und kein abgebrochenes Studium sollte es aber schon sein für diese Leute die uns die Welt erklären wollen. Das ist dann auch eine Frage der Kompetenz und Glaubwürdigkeit. Würden Sie einem Politiker großen Glauben schenken der keinerlei Ausbildung hat und bisher alles was er beruflich angefangen, hingeschmissen hat?

Dann verstehe ich Ihren Einsatz für Herrn Kurz, zurückgetretener österreichischer Kanzler mit abgebrochenem Studium, nicht. ???

@Giselbert

"
Am 26. Oktober 2021 um 09:45 von Giselbert
wenn das der neue Schwung sein soll

"Die FDP will ja nicht einmal mehr neben der AfD im Plenarsaal sitzen ..."

Fängt ja schon gut an mit dem neuen Schwung, sieht mir eher nach Kindergerangel aus."

Wenn man berücksichtigt, welche Kommentare die Abgeordneten - vor allem Frauen - über sich ergehen lassen müssen, die neben der AfD sitzen müssen, wenn Sie zum Beispiel nach einer Rede wieder ihren Platz einnehmen, habe ich für das Kindergerangel vollstes Verständnis. Jede Fraktion, die neben der AfD sitzen muß hat mein aufrichtiges Mitgefühl.

um 08:59 von Bender Rodriguez

"Den Alterspräsidenten kurz mal an Zugehörigkeit und nicht nach Lebensalter zu küren..."

Das Lebensalter als einzige Voraussetzung für ein Amt zu nehmen, halte ich dagegen für ziemlich kurzsichtig. Erstens schützt das Alter alleine vor Torheit nicht und zweitens ist es diskriminierend! Erfahrung und Zugehörigkeit dagegen sind wohl eine Auszeichnung, die ein solches Amt ausmachen sollten! Und darüber verfügt der Herr Gauland noch lange nicht!

Erste Sitzung des Bundestages: Neuer Schwung fürs Hohe Haus...

Neuer Schwung für wen ? Es sind mehr jüngere Abgeordnete im neuen Bundestag. Aber an der sozialen Zusammensetzung hat sich nicht viel geändert: Arbeiter nur im einstelligen Prozentbereich. Höhere und gehobene Beamte sind je nach Fraktion mit 44 Prozent dabei. Danach folgen Feiberufler, Steuerberater, Rechtsanwälte und Unternehmensberater.

Und für neuer Schwung die außerhalb des Bundestages ? Die Rente soll teilweise an die Börse, an prekärer Beschäftigung festgehalten werden.

@Am 26. Oktober 2021 um 09:45 von Giselbert

Zitat: ""Die FDP will ja nicht einmal mehr neben der AfD im Plenarsaal sitzen ..."

Fängt ja schon gut an mit dem neuen Schwung, sieht mir eher nach Kindergerangel aus."

Man muss schon Verständnis für die FDP aufbringen.

Da sie bisher noch keine echten Sachargumente gegen die AfD anzuführen imstande waren, obwohl sie seit Jahren mit all den Anderen vollmundig angekündigt haben, die AfD "inhaltlich stellen" oder gar "argumentativ widerlegen" zu wollen, bleibt der FDP nur dieser kindische Ringeltanz.

Es sei ihnen gegönnt.

Wenn man schon auf breiter Front nichts drauf hat, muss man eben solche "Erfolge" feiern und sich medial ins Szene setzen.

um 09:41 von wenigfahrer

"Ich schaue ja selten mal eine Debatte an, kann mich aber gut erinnern, das der der Saal meist dürftig gefüllt ist, und wenn einer Redet, spielen viele mit ihren Smartis."

Ich gehe davon aus, dass es diese Abgeorneten für sinnlos halten, den Rednern zu lauschen, wo diese im Grunde doch nur für das Puplikum da draußen reden.

Alles andere hat doch die Fraktionsdiziplin shon geregelt.

Je nach Standpunkt, kann man die Debatten als sinnvolle Informationsveranstaltung für die Bürger ansehen oder sinnlose Schau im Rahmen unserer Demokratie.

09:41 von wenigfahrer

Ein Frau Bas war mir bislang unbekannt, auch die anderen Neuen sagen mir nichts.
Das sich Schäuble in dem Alter noch 4 Jahre Hinterbank antun muss, ist mir unverständlich, seit 72 in Bundestag, da wären Begrenzungen nicht nur für den Kanzler gut.
#
Da stimme ich zu,auch bei Herrn Schäuble.Der sollte doch den Ruhestand genießen,aber manche glauben sie sind unersetzlich.

Warum ist der Bundestag so groß ?

Der Grund ist, dass es Parteien gibt die mehr Direktmandate holen als ihnen nach Zweitstimmen zustünden (CSU !). Und natürlich die Vielzahl anderer Parteien im BT (nun ein 8-Parteienparlament !)

Eine Wahlrechtsreform braucht im BT eine 2/3 Mehrheit die die Union blockiert, weil sie keinen Nutzen davon hätte.

Richtig wäre, die Direktmandate (also nicht die Erststimmen) mit den Zweitstimmen zu „verrechnen“.

Das die Regeln nur deshalb nicht geändert werden können, weil sie nicht *allen* Vetoberechtigten *immer* „schmecken“, ist bedenklich.

Stelle man sich vor, man spielt zu dritt „Monopoly“. Man ist dabei zu gewinnen. Da tun sich die beiden anderen „ganz demokratisch“ zusammen und ändern kurzerhand die Regeln so das man um den verdienten Sieg gebracht wird! Ist das „gerecht“ ? Ich meine, nicht.

von Michael Klaus Möller…

ach ja was auch am neuen Wind zweifeln lässt ist der Fraktionszwang wurde ja sogar von der Kanzlerin zu gegeben das es ihn gibt und somit gegen Gesetz verstoßen wird.

Es gibt keinen Fraktionszwang. Was es gibt ist Fraktionsdisziplin oder auch Fraktionssolidarität.

@ Louis2013 Re: Das kostet

Bei aller Euphorie wollen wir nicht vergessen, was der neue Bundestag mit nun 736 (!) Abgeordneten den Steuerzahler kostet: Nämlich 1.000.000.000 Euro – in Worten: 1 Milliarde Euro. Jährlich wohlgemerkt.
Ja und? DAS sollte uns unsere "Demokratie" doch wert sein.

Mehr den je

Mit dem größten Bundestag aller Zeiten haben wir jetzt genug Abgeordnete, die die Welt retten und das noch unter Einhaltung der Schuldenbremse ab 2022. Dazu müssen wir nur die erforderlichen Summen heuer, im Voraus, schon aufnehmen (nicht mein Vorschlag). Alles klar?

10:00 von dr.bashir

So schön wie Sie, konnte ich das nicht ausführen. :-)

um 09:45 von Giselbert

""Die FDP will ja nicht einmal mehr neben der AfD im Plenarsaal sitzen ..."
Fängt ja schon gut an mit dem neuen Schwung, sieht mir eher nach Kindergerangel aus."
.
Gauland möchte Boateng nicht als Nachbarn. Die anderen Parteien möchten die AfD nicht als Nachbarn. Wer hat mit dem Kindergerangel angefangen?

@ 09:21 von Tada

"Warum wurden noch Sitze angebaut?
Es sind doch nie alle da.
Meistens fehlen sogar sehr viele."

Doch, wenn es um die Abstimmung zur Erhöhung der Diäten geht, dann werden die meisten da sein und für diesen einen Fall wird man dann auch die volle Anzahl der Sitze benötigen.

08:37 von Emil67

Neuer Schwung?!
-----------

kaum - zumindest aber fraglich !
Aber immer die gleichen Sprüche
dass es besser wird !

@10:01 von Treualp1

"Vielleicht sollte man die Abgeordneten nach geleisteten Arbeitsstunden entlohnen und nicht monatlich diese hohen Gehälter automatisch auszahlen egal ob dafür gearbeitet wird oder nicht"

Woran erkennen Sie, ob ein(e) Abgeordnete(r) arbeitet oder nicht. Daran ob er oder sie im Plenarsaal herumsitzt und am Handy spielt? Eventuell ist er oder sie ja abwesend, weil es gerade im Wahlkreis ein neues Kreiskrankenhaus zu planen gibt, für das man Bundeszuschüsse organisieren muss. Oder es findet gerade eine Ausschusssitzung statt. Oder...

Bei Abgeordneten, die ein Dutzend Nebentätigkeiten haben, kann natürlich jede Tätigkeit, inklusive des Abgeordnetenmandates nur eine Teilzeitbeschäftigung sein. Geht ja nicht anders, weil auch für den begabtesten Überflieger der Tag nur 24h hat und auch so jemand schlafen, essen und duschen muss.

09:54 von

09:54 von Traumfahrer

Entweder Sie haben auf einen anderen Kommentar geantwortet oder wir sind nicht einer Meinung.
Ich behaupte, das ein Anwalt nicht unbedingt ins Justizministerium, ein Arzt nicht zwingend ins Gesundheitsministerium muss usw.!

Gute Entwicklung

Ich finde es gut, wenn mehr junge Menschen im Parlament sind, denn diese Bevölkerungsgruppe war bislang unterrepräsentiert. Das kann für Zukunftsthemen wie Klimawandel oder Digitalisierung nur gut tun. Auch finde ich das größere Parlament nicht so schlimm; ein Vorteil der bundesdeutschen parlamentarischen Demokratie ist, dass es aus jedem Wahlkreis einen Abgeordneten gibt und gleichzeitig muss es eine prozentual dem Wahlergebnis der Parteien entsprechende Zusammensetzung des Bundestages geben. Da finde ich in anderen Ländern das Mehrheitswahlrecht viel schlechter.

@Klabautermann 08

"
Am 26. Oktober 2021 um 10:07 von Klabautermann 08
@Tada Re: Warum wurden noch Sitze angebaut?

Und wenn die AfD einmal verlangt, was bei jeder Vereinssitzung und Betriebsratssitzung vorgeschrieben ist, nämlich die Beschlussfähigkeit feststellen zu lassen, wird es am nächsten Tag ganz groß als Eklat angeprangert. Sollte eigentlich Normal vor jeder Sitzung sein."

Da müssen Sie was mißverstanden haben. Es wurde nicht als Eklat angeprangert, sondern es wurde darüber berichtet, daß sich die AfD mit dem Antrag selbst ein Bein gestellt hatte.

Und wenn das so selbstverständlich sein sollte, wie Sie behaupten: Niemand hätte die AfD daran gehindert, vor jeder Sitzung die Beschlußfähigkeit feststellen zu lassen. Hat sie aber nach diesem einen Versuch nie wieder getan.

Die Debattenkultur wird sich

Die Debattenkultur wird sich vor allen Dingen auch dadurch verändern, dass die bisher in vielen Fragen konträr aufgestellten Parteien grüne und fdp in einer Regierungskoalition sind und die Union sich neu finden muss. Das tut letztlich auch dem gesellschaftlichen Klima gut.

Re : Tada !

Ja, da haben sie recht, viele sind nur in ihrer so armen Freizeit mal im Parlament und kommen als Nebenjob- Abgeordnete, um sich wenigstens die Diäten ab zu holen.
Alleine dies sollte endlich mal abgeschafft werden. Wer gewählte wurde als Abgeordnete/r hat auch immer da zu sein, außer die Person ist nachweislich krank.
Und ich befürworte ein anderes System, das alle Gruppen von Menschen im Parlament vertreten sind, nicht nur Anwälte, Beamte und Finanzmanager. ES gibt so viele Berufe, die nie eine wirkliche Chance erhalten, weil immer die gleichen Figuren an den Hebeln drehen. Das fehlt jegliche Gerechtigkeit und Ausgewogenheit.
Als Beispiel, ein erfahrener Bauingenieur könnte sehr wohl eine ganze Sparte sehr gut vertreten, eine leitende erfahrene Krankenschwester ebenfalls. Man muss nur wollen.

Neuer Schwung ?

Neuen Schwung in unsere Demokratie und Bundestag bekommen wir nur, wenn endlich mal eine breiterer Durchschnitt unserer Gesellschaft dort sitzt und endlich mal die Probleme von mehreren Unterschiedlichen Seiten betrachtet wird .

10:12 von DB_EMD um 08:59 von Bender Rodriguez

Das Lebensalter als einzige Voraussetzung für ein Amt zu nehmen, halte ich dagegen für ziemlich kurzsichtig
---------------

das ist doch nicht das Thema !
Das wird schon 70 Jahre so gemacht
zumindest bis die AfD diesen Posten gekriegt hätte
und zwar ohne dass über die Sinnhaftigkeit nachgedacht wurde,
bzw. überhaupt in Erwägung gezogen wurde

10:01 von Treualp1 Ach

10:01 von Treualp1

Ach herrje, was glauben Sie denn, was die Abgeordneten tun? Däumchen drehen?

**Abgeordnete sollten während einer Sitzung des Parlaments im Gebäude des Bundestags anwesend sein. Sie sind jedoch dazu nicht verpflichtet, da sie an keine Weisungen gebunden sind. Sie müssten auch nicht im Plenarsaal sitzen, sondern können sich zum Beispiel auch im Büro aufhalten und arbeiten, da die Sitzung im bundestagsinternen Fernsehen übertragen wird. Bei unentschuldigtem Fehlen an Sitzungstagen wird die Kostenpauschale gekürzt (§ 14 Abgeordnetengesetz).**

Quelle: Wikipedia

Am 26. Oktober 2021 um 08:50 von ich1961

08:39 von heribix

Warum so pessimistisch?
Die "Jungen" bringen meistens "frischen Wind" mit. Das ist auch gut so.
__
Frisch mag der Wind ja sein, ob er ausser "frisch"sein noch mehr kann, wird man sehen.
Hoffentlich nimmt dieses fürchterliche Gestammel bei Debatten nicht überhand, so dass selbst der Interessierteste entnervt abschaltet.

10:11 von Anderes1961

Wenn man berücksichtigt, welche Kommentare die Abgeordneten - vor allem Frauen - über sich ergehen lassen müssen, die neben der AfD sitzen müssen, wenn Sie zum Beispiel nach einer Rede wieder ihren Platz einnehmen, habe ich für das Kindergerangel vollstes Verständnis.///

Ich kenne nur eine Abgeordnete die sich öffentlich beschwerte. Bela Bach, SPD.
"Ein Kollege in entscheidender Funktion sicherte mir Unterstützung bei einem Antrag zu, wenn ich für ein privates Treffen zur Verfügung stünde", sagte die 30-Jährige der Zeitschrift "Bunte". U.s.w. Wenn Sie mehr wissen, immer raus damit.

Spiegelbild unserer Gesellschaft im Bundestag

Klagen zur Vertretung und Berufsgruppe hören wir seit Jahren. Was mir persönlich missfällt, ist nicht so sehr die Berufsgruppe als vielmehr die mangelnde Lebenserfahrung und Praxis, was Politik ist, wie man im Berufsalltag und Lebensumfeld steht. Im Reich von Theorie und Wunschdenken tummeln sich zu viele, die dann in der Praxis nichts zustande bringen, weil sie eben diese Fähigkeiten und Eigenschaften nicht sammeln konnten. Der Bundestags ist ein Gremium, das uns allen mit seinen Beschlüssen teils jahrelange Verbindlichkeiten und geldwerte Folgen aufbürdet. Lebenserfahrung und Alter sind da schon ein wichtiger Wissensschatz. Und wenn Handwerker und "Abeiter" fehlen, dann sollen sicn die Leute mal die Arbeitszeiten und den Wiedereinstig nach politischem Amt mal ansehen. Wer will da einen Abstieg riskieren? Soziale Unsicherheiten, das Desinteresse und die fehlende Lust, sich politisch zu engagieren, sind aber wohl die größten Hindernisse, dass der Bundestag besser durchmischt ist.

So lange es einen

So lange es einen Fraktionszwang gibt, haben die Jungen doch eh keine eigene Stimme.
Und warum hat Deutschland nach China das zweitgrößte Parlament?

@ 9:18 von Glasbürger

>> Wir brauchen endlich eine anständige,
>> bürgernahe und -freundliche Politik.

Sie übersehen dabei, daß dieses Land aus 83 Mio. individuellen Bürgern besteht, welcher jeder einzelne verschiedene Interessen und Ziele verfolgt.

D.h.:
Sie werden mit einer kosmopolitischen Politik niemals einen Nationalisten überzeugen und umgekehrt.
Sie werden mit einer laizistischen Politik niemals einen Fundamentalisten überzeugen und umgekehrt.
Sie werden mit einer pazifistischen Politik niemals einen Militaristen überzeugen und umgekehrt.
usw.

Und trotzdem sind alles (steuerzahlende) Bürger, wie wollen Sie DAS 'unter einen Hut' bringen? Irgendwie kommt mir Ihre Forderung vor wie die Forderung nach der berühmten 'Eierlegenden Wollmilchsau'. -.-

@weingasi1

"
Am 26. Oktober 2021 um 10:37 von weingasi1
Am 26. Oktober 2021 um 08:50 von ich1961

08:39 von heribix

Warum so pessimistisch?
Die "Jungen" bringen meistens "frischen Wind" mit. Das ist auch gut so.
__
Frisch mag der Wind ja sein, ob er ausser "frisch"sein noch mehr kann, wird man sehen.
Hoffentlich nimmt dieses fürchterliche Gestammel bei Debatten nicht überhand, so dass selbst der Interessierteste entnervt abschaltet."

So ist das mit dem Denken in Stereotypen. Es passt nie. Denken Sie tatsächlich, die Qualität eines Redners hängt vom Alter ab? Es gibt sehr viele junge Politiker:innen, die glänzend reden können und es gibt sehr viele - sagen wir mal erfahrene - Politiker, deren Gestammel möchte ich mir auch nicht jeden Tag antun.

@rainer4528

"
Am 26. Oktober 2021 um 10:40 von rainer4528
10:11 von Anderes1961

Wenn man berücksichtigt, welche Kommentare die Abgeordneten - vor allem Frauen - über sich ergehen lassen müssen, die neben der AfD sitzen müssen, wenn Sie zum Beispiel nach einer Rede wieder ihren Platz einnehmen, habe ich für das Kindergerangel vollstes Verständnis.///

Ich kenne nur eine Abgeordnete die sich öffentlich beschwerte. Bela Bach, SPD.
"Ein Kollege in entscheidender Funktion sicherte mir Unterstützung bei einem Antrag zu, wenn ich für ein privates Treffen zur Verfügung stünde", sagte die 30-Jährige der Zeitschrift "Bunte". U.s.w. Wenn Sie mehr wissen, immer raus damit."

Wozu? Ein Beispiel haben Sie ja selbst schon genannt. Das ist schon ein Fall zuviel.

Aber Sie wissen schon, daß nicht über jede Beschwerde auch öffentlich berichtet wird? Und wenn Sie schon das Zitat gefunden haben, sollte es Ihnen auch nicht schwer fallen, weitere Fälle mit einer Suchmaschine selbst zu suchen.

Versteinerungsgebot ? Also endet pandemische Lage nicht ?

Was könnte in der jetzigen Zeit von grundsätzlicherer Bedeutung sein als die Beendigung der „pandemischen Lage nationaler Tragweite“, wofür sich der geschäftsführende Gesundheitsminister Spahn einsetzt.

Da die neue Regierung von eben diesem neu konstituierten Bundestag gewählt wird, ist es gut möglich das der Bundestag den Antrag der Regierungsfraktion CDU - auch mit Stimmen der noch-und-bald-wieder Regierungsfraktion SPD ablehnt. Dann braucht der BT auch keinen neuen Rechtsrahmen für die Länder zu beschließen ...

Neuer Schwung im Hohen Haus

Diesen Bericht hätte ich mir akademischer vorgestellt: keine Würdigung von Schäuble, stattdessen, er kam nicht mit der Technik klar. Super! Seit wann sind Menschen nur wegen des Alters eine Bereicherung? Toll, wenn man die Welt so schlicht sieht! Schliesslich ist Scholz 63 Jahre, also ist das jung, ist jung der Garant für irgendwas?

@09:20 von Alexander K.

>> Ich bin davon überzeugt, dass 500
>> Abgeordnete sicherlich eine bessere
>> Arbeitsqualität an den Tag legen.

Was halten Sie von meiner Idee:
Der Bundestag wird begrenzt auf 600 minus(!) die Nichtwähler. D.h., bei einer Wahlbeteiligung von (sagen wie z.B.) 80% hätte der Bundestag dann max. 480 Abgeordnete.

Ist aber nur eine Idee von mir. -.-

Pro forma Demokratie

Wenn man sich die Ereignisse der letzen 19 Monaten anschaut und auch wie es davor schon um Andersdenkende bestellt war in unserem Land, dann macht mir dieser neue Bundestag wenig Hoffnung auf eine bessere und liberalere Zukunft fur unser Land.

Skepsis gegen die Jugend

Viele äußern hier Skepsis gegenüber jungen Abgeordneten. Die hätten zu wenig Lebens- und Berufserfahrung.

Wir dürfen aber nicht vergessen, dass vielen von denen, die als "alt und erfahren" gelten auch ziemlich jung waren, als sie angefangen haben.

Nehmen wir mal die beiden "Methusaleme" Schäuble und Gauland. Beides sind Juristen (natürlich) und beide haben schon während ihres Studiums Parteiarbeit gemacht und hatten danach Posten, die mit der Partei in Bund und/oder Land zu tun haben. Direkt nach dem ins Parlament, die Staatskanzlei usw.

Jetzt kann man die beiden mögen oder nicht, aber zumindest hat ihre damalige mangelnde Erfahrung sie nicht davon abgehalten, politische Karriere zu machen. Und zumindest ihre Wähler sind jetzt schon viele Jahre zufrieden mit ihnen, sonst wären sie nicht so lange dabei.

Also - wahrscheinlich wird aus dem einen oder der anderen jungen Abgeordneten auch mal ein politischer Methusalem mit viel Erfahrung.

Zweitgrößtes Parlament der Welt

Nur der chinesische Volkskongress ist größer. Weil der Sitz dort mit Privilegien verbunden ist und als Auszeichnung für verdiente Parteikader gilt.

Für den neuen Bundestag wünsche ich mir mehr ergebnisoffene Debatten, und weniger Fraktionsdisziplin! „Mehr Demokratie wagen“, war das Motto der letzten SPD-FDP Regierung Brandt/Scheel - heute so aktuell wie ehedem.

Wenn schon nicht immer alle Abgeordneten wirklich nach ihrem „Gewissen“ abstimmen wollen/können/sollen, dann sollten doch wenigstens die Fraktionen im BT die Entscheidungen herbeiführen und nicht die Parteigremien außerhalb des Parlaments ...

Fichte

Kreissaal-Plenarsaal ist ja auch nicht zwingend schlechter ohne Hörsaal.
Es geht ohne Hörsaal.
Da ist man mit einer Lehre evtl besser dran.
.
Wichtiger fände ich, die hätten mal was gearbeitet. Nur um zu sehen, wie das so ist. Mit Miete, Steuern,Rentenbeitrag, Krankenkasse.....wenn das alles bezahlt sein will.
Von Muttis Rockzipfel in die Vollkaskoversorgung bringt keinen guten Blick auf die echten Probleme.

Das Parlament, das unbekannte Wesen.

Erschreckend ! Wenn man die Kommentare liest, weit über 90 % haben eine negative Meinung über den Bundestag und Leistung .
Und dieser Bundestag soll das Deutsche Volk vertreten. Viele haben die ihre Schlussfolgerung daraus gezogen und gehen nicht mehr zur Wahl.
Wie wäre es,die gesamte Presse würde regelmässig offen berichten über das Parlament und namentlich über Abgeordneten und deren Leistung. In einigen anderen Ländern, wie die Schweiz, wird viel offener berichtet über einzelne Abgeordneten.

Am 26. Oktober 2021 um 11:07 von Anderes1961

So ist das mit dem Denken in Stereotypen. Es passt nie. Denken Sie tatsächlich, die Qualität eines Redners hängt vom Alter ab? Es gibt sehr viele junge Politiker:innen, die glänzend reden können und es gibt sehr viele - sagen wir mal erfahrene - Politiker, deren Gestammel möchte ich mir auch nicht jeden Tag antun.
__
Ich hatte damit nicht unbedingt das Alter gemeint. Allerdings will eine gute Rhetorik eben gelernt sein. Natürlich gibt es auch Menschen, aus denen nie ein guter Rhetoriker wird. Da wird dann schon das Zuhören zur Qual.

@11:11 von Möbius

"Versteinerungsgebot ? Also endet pandemische Lage nicht ?"

Die "pandemische Lage nationaler Tragweite" endet gerade, wenn die Politik versteinert, da sie ohne weiteres Zutun am 25. November 2021 ausläuft. Das hat auch Herr Spahn nicht zu bestimmen. Das passiert von ganz alleine. Der neue Bundestag hätte es in der Hand, diese zu verlängern, falls eine Mehrheit das für wichtig erachten würde.

Gesetze beschließt der Bundestag, nicht Herr Spahn und auch nicht die Regierung.

Für die Katz

"
Das halte ich für einen Fehlschluss.

"Bessere Politik" gibt es nicht, sondern unterschiedliche Meinungen darüber, welche Politik "gut", "besser" oder am "besten" ist"
."
Ach gerade bei der Ein-Themen-Partei AFD gibt es viele Ansätze für bessere Politik.
.
Es langt, wenn man die Verteilungsängste nimmt.
Wer selbst genügend Geld zum Leben hat, macht sich doch keine Gedanken darum, ob wir mehr oder weniger Zuwanderer haben. Dann kümmert man sich um ganz andere Dinge. Die bei der AFD nunmal nie Thema waren.
.
Ich sehe aber keine Anzeichen für eine Lohnsteigerung, für dramatisch höhere Renten, für niedrigere Steuern, etc.
.
Es geht nach wie vor nur um OBEN. Wie kann man die Wirtschaft weiter hofieren, wie bleiben wir Exportweltmeister?
.
Als Facharbeiter könnte man locker 9000€ bekommen. Die Qualität und Effizienz geben das her. Real sind 2500.
Und wer nur 1000 bekommt, sieht Migration als Konkurrenz. Ist schade, ist aber so.

@aletheiaveritas, 09:07

Die Änderung der Alterspräsidentenregel machte schon Sinn. Ein Alterspräsident, der möglicherweise die demokratischen und rechtsstaatlichen Grundsätze unseres Landes ablehnt, wäre in der Tat eine Belastung für den Parlamentarismus.

Neuer Schwung fürs Hohe Haus - Machen wir uns nichts vor

Spätestens wenn diejenigen kommen, die das Sagen haben, werden die jungen Neuen, die meinen, sie hätten was zu sagen- in die "richtige" Spur bringen.

@ 9:18 von Glasbürger

>> Wir brauchen endlich eine anständige,
>> bürgernahe und -freundliche Politik.
___
Ich wette, dass von den Bürgern, die ständig eine "bürgernahe" Politik fordern, die meisten nicht einmal wissen, wo das Bürgerbüro "ihres" Abgeordneten sich befindet, geschweige, wer darin sitzt. Von der Möglichkeit zu Bürgersprechstunden zu erscheinen und sein Anliegen vorzutragen, mal ganz zu schweigen. Wenn man die Möglichkeiten, die gegeben sind, nicht nutzt, braucht man sich auch nicht beschweren.

@ 10:20 von Klabautermann 08

@ Louis2013 Re: Das kostet
"Bei aller Euphorie wollen wir nicht vergessen, was der neue Bundestag mit nun 736 (!) Abgeordneten den Steuerzahler kostet: Nämlich 1.000.000.000 Euro ..."

@ 10:20 von Klabautermann 08
"Ja und? DAS sollte uns unsere "Demokratie" doch wert sein."

Demokratie funktioniert auch mit weniger Abgeordneten! Und leider hat sich es auch nicht bestätigt, je mehr Abgeordnete, desto bessere Ergebnisse.
Man müsste halt endlich das mit den Ausgleichsmandaten vernünftig reformieren und zusätzlich die Zahl der Abgeordneten reduzieren.

Meines Wissens haben wir nach China die höchste Anzahl Abgeordneter.

@09:24 von eine_anmerkung.

Sie scheinen sich mit den vielfältigen Aufgaben der Bundestagsabgeordneten nicht wirklich auszukennen: Ihre Forderung nach Anwesenheitspflicht würde die parlamentarische Arbeit eher lähmen als voranbringen.
Dass die Linke weiter vertreten ist, ist konform mit gängigem Recht. Und das System von Überhangs- und Ausgleichmandaten ist vom Prinzip her richtig, um die Gleichheit des Wertes der Stimmen zu gewährleisten. Das ist der große Vorteil vor dem System anderer Länder, wo eine Partei mit deutlich unter 50% dann durchaus die klare Mehrheit der Sitze gewinnen kann.

Es braucht eine deutliche Verringerung der Anzahl der Wahlkreise; dem hat sich aus rein egoistischen Gründen v.a. die 6%-Regionalpartei csu verweigert.

Es kommt nicht darauf an wie „weiblich“ der BT ist

Sondern darauf, dass er die Zusammensetzung der Gesellschaft widerspiegelt.

Und da sieht man das es eher wenige Bauern, Arbeiter, Angestellte, HartzIV Empfänger und Hausfrauen oder Rentner gibt, aber dafür umso mehr Unternehmer, Juristen, Beamten, Studenten, BWLler, Lehrer, also Leute die sich entweder relativ leicht „beurlauben“ lassen können um nach ihrer Mandatszeit wieder in den „Zivilberuf“ zurückzukehren oder die ihre beruflichen Aktivitäten leicht mit ihrem Mandat vereinbaren können.

Eigentlich muss sich deshalb über die Beamten- und Unternehmerfreundliche Gesetzgebung in Deutschland niemand wundern.

Treualp1

"weil die FDP ihr Superreiche -Klientel nicht belasten will. Eine sehr oberflächige Sichtweise. Es sollten sich die Idealisten der Neue regierenden Parteien sich folgendes merken. Es kann nur das Geld ausgegeben werden, das auch erwirtschaftet wird. Einfach ausgedrückt 2+2 = 4 und nicht 10. Es ist wichtig das es Abgeordnet in der neuen Regierung gibt die das verstehen und diese Tatsache auch vertreten wollen."
.
Da sollte halt einer sitzen, der versteht, dass 2+2=4 ist . Und 10-4 =6 ist.
Und diese 6 muss er als Politiker irgendwo herbekommen. Am besten dort, wo das meiste Geld ist. Bei dem FDP Klientel.
Was ist also oberflächlich?

@ 10:34 Dr. Cat - neuer Schwung mit mit

.. konstruktiver Zerstörung des Alten. Aber das will der „Wähler“ ja nie.

„ Neuen Schwung in unsere Demokratie und Bundestag bekommen wir nur, wenn endlich mal eine breiterer Durchschnitt unserer Gesellschaft dort sitzt und endlich mal die Probleme von mehreren Unterschiedlichen Seiten betrachtet wird.“

Ich glaube nicht, dass das irgend etwas ändern würde. Die Strukturen sind ja immer die selben.

Insofern ist es ja auch gut, dass jetzt mal wieder andere diese Strukturen ein wenig wenigstens umbauen.

Aber da wird sich relativ schnell wieder in die selbe Richtung bewegen.

Was wir hier bräuchten wäre eine absolute Mehrheit für liberal konservative Kräfte, wie wir sie ja mit Union, FDP und AfD gehabt gehabt hätten.

Damit hätte man viel verändern und verbessern können. Vor allem im Bereich der Medien.

Aber auch im strukturellen Bereich, unglaublich viele Regulierung, Gesetze, Verbote und Verordnungen hätte man abschaffen können. Einen konstruktiven Neubeginn eben.

@Giselbert, 09:45 Uhr

Es sollte der AFD schon zu denken geben, dass keine Partei neben ihr Platz nehmen will. Der Grund dafür dürfte nicht allein in fehlenden Abstandsregeln und einer fragwürdigen Haltung zu sonstigen Hygienevorschriften liegen. Vor allem Frauen fühlen sich durch verbale Entgleisungen und rüpelhaftes Benehmen belästigt. Sie sollten das "Kindergerangel" nicht immer bei den anderen Parteien vermuten, sondern ein klein wenig selbstkritisch auf "Ihre" AFD blicken.

@ 10:11 von Anderes1961

"Wenn man berücksichtigt, welche Kommentare die Abgeordneten - vor allem Frauen - über sich ergehen lassen müssen, die neben der AfD sitzen müssen, wenn Sie zum Beispiel nach einer Rede wieder ihren Platz einnehmen, habe ich für das Kindergerangel vollstes Verständnis. ..."

Haben Sie da konkrete Beispiele oder ist dies einfach so dahergesagt?

Die AfD hat auch Frauen als Abgeordnete, von daher kann ich mir das nicht vorstellen. Wenn, dann gehen die Bemerkungen bestimmt über die Themen, die gerade vorgetragen wurde.

Die AfD zeigt gleich zu

Die AfD zeigt gleich zu Beginn, worum es ihr geht: mit einem unsäglichen Vergleich zur Nazi-Zeit die sinnvolle Änderung, das Amt des Alterspräsidenten dem am längsten dem Bundestag angehörendem Mitglied zuzusprechen, zu kolportieren und damit vor allem zweierlei zu bewirken: Applaus aus rechten und braunen Ecken zu bekommen und die konstituierende Sitzung mit einem unglaublichen Eklat u beginnen, als habe dieser Bundestag auch nur im entferntesten etwas mit dem Reichstag 1933 zu tun.
Die einzige Parallele ist: Manche Gegner und Feinde der Demokratie sitzen heute wie 1933 auf Abgeordnetenplätzen.

Am 26. Oktober 2021 um 10:34 von Traumfahrer

Ja, da haben sie recht, viele sind nur in ihrer so armen Freizeit mal im Parlament und kommen als Nebenjob- Abgeordnete, um sich wenigstens die Diäten ab zu holen.
Alleine dies sollte endlich mal abgeschafft werden. Wer gewählte wurde als Abgeordnete/r hat auch immer da zu sein, außer die Person ist nachweislich krank.
__
Und da wundert man sich tatsächlich, dass ausser den genannten Berufsgruppen, wobei Beamte an derlei Diskreditierung gewohnt und insofern schmerzfrei sein dürften, niemand grosse Lust hat, sich dieser Miesmacherei auszusetzen ! Sie selbst geben doch gerade eine gute Begründung ab. Was Sie hinsichtlich des Bauingenieurs und der Krankenschwester anmerken, ist natürlich auch Unsinn. In den Ministerien arbeiten genügend Leute, die das geballte Wissen hinsichtlich ihrer Zuständigkeit haben.

Beispiel München: Grüne hatte die meisten Stimmen.

@09:24 von eine_anmerkung.
Die Direktmandate gingen mit einer Ausnahme an die CSU.
Grüne: 26,1%
CSU: 23,8%
1 Direktmandat bekam die CSu mit ca. 130 Stimmen Vorsprung. Das kostet den Steuerzahler dank Überhangmandate Millionen €.

Die 5%-Hürde ist eigentlich undemokratisch. Sie vermindert die Chancen von Parteien ohne große Sponsoren (wie der FDP) in den Bundestag einzuziehen.
Entstanden ist sie ja aus den Erfahrungen von Weimar mit der Zersplitterung und schweren Regierungsbildung.

Hr. Buschmann (FDP) will kein versteinertes Parlament

Zitat: "Außerdem, sagt FDP-Fraktionsgeschäftsführer Marco Buschmann, gelte staatsrechtlich dann das "Versteinerungsgebot". "Ein etwas schrecklicher Begriff, wir wollen ja ein handlungsfähiges Land und kein versteinerte"

Es ist ja löblich zu hören, dass Hr. Buschmann (FDP) kein versteinertes Parlament will. Vielleicht will er sogar eine lebhafte Debatte um Sachthemen, so wie es sich im Übrigen auch der Wähler wünscht.

Warum spielt Hr. Buschmann mit seinen Freunden_r_s_in von der FDP Reise nach Jerusalem, um die Sachdebatte zu führen, in welcher er gerne auch mit Sachargumenten darlegen kann, wie doof die AfD ist, welch rechte Schurken unsere Demokratie bedrohen und dass die AfD sowieso von Tuten und Blasen keine Ahnung hat.

So etwas würde ich von einer erwachsenen und intelligenten Person erwarten, die der Meinung ist die Demokratie sei durch die "rechtsextreme AfD" angegriffen.

Und stattdessen spielt die FDP Reise nach Jerusalem?

Really?!

Nur jung, reicht nicht, es ist mehr

Ich höre immer wieder "man muss auf die jungen Leute setzten". Ja, die junge Menschen bringen einen neuen Schwung, das ist richtig. Was ihnen aber fehlt ist Erfahrung und Reflektion, denn sie können nicht reflektieren, was sie nicht erlebt haben. Wir brauchen einen gesunden mix und ja viele junge Menschen im Parlament, die bereit sind zu lernen.

Aufbruchstimmung

Das klingt ja sehr nach Aufbruch. Hoffen wir, dass es auch einer wird, denn Baustellen gibt es mehr als genug.

Bei nur 299 Wahlkreisen in Deutschland fehlt mir allerdings das Verständis für 736 Abgeordnete. Die Hälfte würde es auch tun.

um 10:13 von Blitzgescheit

"Wenn man schon auf breiter Front nichts drauf hat, muss man (...) sich medial ins Szene setzen."
.
Also so wie Sie das in diesem Forum immer tun...

@ Möbius 11:20

Lassen wir uns Überraschen. Ich wünsche mir auch mehr ergebnisoffene Diskussionen und das endlich mal nur nach Gewissen abgestimmt wird .

um 09:24 von eine_anmerkung.

"Es kann meiner Meinung nach nicht angehen das dauernd die Ränge bei Debatten leer sind."
.
Ich finde diese Faulheit der AfD-Abgeordneten auch ganz entsetzlich und anmaßend.

Saschamaus

"Was halten Sie von meiner Idee:
Der Bundestag wird begrenzt auf 600 minus(!) die Nichtwähler. D.h., bei einer Wahlbeteiligung von (sagen wie z.B.) 80% hätte der Bundestag dann max. 480 Abgeordnete.

Ist aber nur eine Idee von mir. -.-"

Gar nicht mal so schlecht.
.
Wie wäre es, die Größe unangetastet zu lassen und den Finanzrahmen zu Deckeln. Sagen wir auf 33.6 Mio im Jahr. Das macht bei 400 Abgeordneten 7000 im Monat.
Einigen sie sich nicht und es bleibt bei 735 oder mehr, dann bekommt man halt nur 3809 oder weniger im Monat.
.
So ergäbe sich direkt ein Anreiz, mal etwas zu arbeiten.

Am 26. Oktober 2021 um 11:21 von friedrich peter...

Wie wäre es,die gesamte Presse würde regelmässig offen berichten über das Parlament und namentlich über Abgeordneten und deren Leistung. In einigen anderen Ländern, wie die Schweiz, wird viel offener berichtet über einzelne Abgeordneten.
___
Das passiert hier auch. Allerdings nicht in der überregionalen Presse, die berichtet natürlich nicht so detailliert aber in den regionalen Zeitungen oder ganz bürgernah z.B. in den "Wochspiegeln", sie gratis zum Bürger kommen. Da werden auch immer Berichte über die Arbeit der Abgeordneten und Projekte berichtet, die regional von Bedeutung sind.
Interessiert nur kaum jemanden. Gemeckert wird allerdings immer über zuwenig Tranparenz, dass der Bürger nicht "mitgenommen" wird usw.
Es gibt zig versch. Möglichkeiten der Mit- und Einwirkung. Wenn man sie nicht nutzt, kann man kaum der Politik daraus einen Vorwurf machen. Sie werden kaum zum Bürger nach Hause kommen und sich nach seinen Wünschen erkundigen.

gelernter Professor?

"Dass der gelernte Maschinenbauprofessor Michael Kaufmann aus Thüringen aber gewählt wird, ist unwahrscheinlich."

Ich dachte bisher, dass man zum Professor berufen wird und Maschinenbau ein Studium ist.

um 09:28 von eine_anmerkung

"Eine abgeschlossene Ausbildung und kein abgebrochenes Studium sollte es aber schon sein für diese Leute die uns die Welt erklären wollen. Das ist dann auch eine Frage der Kompetenz und Glaubwürdigkeit. Würden Sie einem Politiker großen Glauben schenken der keinerlei Ausbildung hat und bisher alles was er beruflich angefangen, hingeschmissen hat?"

----------

Bestes Beispiel dafür: Saarlands MP ....... und zudem nie eine Wahl gewonnen.
Warum wohl habe ich wenig bis gar kein Vertrauen in dieses Politiksystem?

11:19 von dr.bashir

Skepsis gegen die Jugend
.........

wer jung ist und nicht links ... hat kein Herz
wer alt ist und links ... keinen Verstand.

So ein beliebter und sicherlich nicht unbegründeter Spruch

Jeder wird durch sein Leben (die Erfahrung die er machte) geprägt
Gelegentlich sollte man sich das mal beherzigen,
auch und vor allem hier im Thread, bevor man "zuprügelt"

@weingasi1

"
Am 26. Oktober 2021 um 11:23 von weingasi1
Am 26. Oktober 2021 um 11:07 von Anderes1961

So ist das mit dem Denken in Stereotypen. Es passt nie. Denken Sie tatsächlich, die Qualität eines Red[...]
__
Ich hatte damit nicht unbedingt das Alter gemeint. Allerdings will eine gute Rhetorik eben gelernt sein. Natürlich gibt es auch Menschen, aus denen nie ein guter Rhetoriker wird. Da wird dann schon das Zuhören zur Qual."

Mir war klar, daß Sie damit nicht das Alter meinten. Das war auch nicht gegen Sie gerichtet, sondern allgemein, Sie mußten nur "herhalten", als "Aufhänger" wie man im Journalismus sagt. Einige User offenbaren hier ein erschreckendes Denken in Stereotypen. Damit sind Sie ausdrücklich nicht gemeint.

Was Ihre Aussage betrifft, bin ich ganz bei Ihnen. Rhetorik ist nicht einfach. Es gibt Menschen, die haben Talent und können reden, obwohl sie nicht mal Rhetorik richtig schreiben können, um es mal salopp zu formulieren. Andere lernen es nie, egal wieviele Bücher sie wälzen.

Die Neuen, Unerfahrenen.... werden Beschäftigt und

es geht weiter wie bisher!!!!

Später sind die Lobbyisten am Ball und alle Hoffnung ist dahin.

Solange es nicht strafbar ist wenn sich die Abgeordneten was dazu verdienen...... wird sich nichts ändern.

@Giselbert

"
Am 26. Oktober 2021 um 11:34 von Giselbert
@ 10:11 von Anderes1961

"Wenn man berücksichtigt, welche Kommentare die Abgeordneten - vor allem Frauen - über sich ergehen lassen müssen, die neben der AfD sitzen müssen, wenn Sie zum Beispiel nach einer Rede wieder ihren Platz einnehmen, habe ich für das Kindergerangel vollstes Verständnis. ..."

Haben Sie da konkrete Beispiele oder ist dies einfach so dahergesagt?

Die AfD hat auch Frauen als Abgeordnete, von daher kann ich mir das nicht vorstellen. Wenn, dann gehen die Bemerkungen bestimmt über die Themen, die gerade vorgetragen wurde."

Einfach mal die anderen Posts der werten Mitforisten lesen, lohnt sich.

Adeo

"@aletheiaveritas, 09:07
Die Änderung der Alterspräsidentenregel machte schon Sinn. Ein Alterspräsident, der möglicherweise die demokratischen und rechtsstaatlichen Grundsätze unseres Landes ablehnt, wäre in der Tat eine Belastung für den Parlamentarismus."
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Ganz entschieden NEIN.
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Als die PDS, den Alterspräsidenten stellte, war es kein Thema. Und kaum kommt einer von der ungeliebten Afd, sind sich alle einig.
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DAS wirft ein schlechtes Licht auf den Parlamentarismus.
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Ein starkes Parlament , wie unseres, hätte das ganz leicht aushalten können.
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Warum also diese Trickserei?

@11:16 von covid-strategi: Andersdenkende

"Wenn man sich die Ereignisse der letzen 19 Monaten anschaut und auch wie es davor schon um Andersdenkende bestellt war in unserem Land, dann macht mir dieser neue Bundestag wenig Hoffnung auf eine bessere und liberalere Zukunft fur unser Land."

Für die sogenannten "Andersdenkenden" stand "Die Basis" auf dem Wahlzettel.

Die ist, soweit mir bekannt, auf 1,35% der Stimmen bei der BTW gekommen. Damit kommt man nicht in den Bundestag.

Die "Andersdenkenden" wollen auch keine liberale Politik, sie wollen nämlich keine Rücksicht auf die "Normaldenkenden" nehmen.

@Wolf1905 Zitat: "Das hoffe

@Wolf1905
Zitat:
"Das hoffe ich nicht! Ich hoffe, dass die neue Ampelregierung, sofern die denn kommt, eine entsprechende Änderung vornehmen kann, das wieder eine Reduzierung erfolgt. Denn wer wie die Linke nicht mal 5% bei einer Wahl erhält, sollte auch max. nur die Direktmandate erhalten - und keines mehr! Das ist auch der Unterschied zur CSU, die die 5% Hürde übersprungen hat und auch mehr Direktmandate (im Vergleich zur Linke) erhalten hat."

Nun halten wir doch mal fest wer bisher die Reform blockiert hat -> die CDU/CSU
Also genau die Parteiengruppe die Sie hier ständig "heilig" sprechen.
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Ich muss zugeben Sie sind sehr geschickt darin davon abzulenken - also schnell mal der Linkspartei den "Schwarzen Peter" zuschieben...
..dabei ist es gerade das Wahlergebnis der CSU (faktisch alle Direktmandate) die zu unzähligen Überhang und Ausgleichsmandaten führt.
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Genau diesen Umstand hat das BVerfG bemängelt und nicht die Regelung mit den 3 Diraktmandaten.

Am 26. Oktober 2021 um 11:33 von Möbius

Eigentlich muss sich deshalb über die Beamten- und Unternehmerfreundliche Gesetzgebung in Deutschland niemand wundern.
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Wie noch vor wenigen Tagen hier diskuttiert wurde, sitzen eben kaum Unternehmer im Bundestag. Warum sollte sich das ein Unternehmer auch freiwillig antun ?

11:39 von jochjoch60

Ja, die junge Menschen bringen einen neuen Schwung, das ist richtig. Was ihnen aber fehlt ist Erfahrung und Reflektion, denn sie können nicht reflektieren, was sie nicht erlebt haben. Wir brauchen einen gesunden mix und ja viele junge Menschen im Parlament, die bereit sind zu lernen.
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Ja der richtige Mix macht es.Da stimme ich Ihnen zu.

@AfD-Presseabteilung III

"
Am 26. Oktober 2021 um 11:34 von covid-strategie
@ 10:34 Dr. Cat - neuer Schwung mit mit

.. konstruktiver Zerstörung des Alten. Aber das will der „Wähler“ ja nie.

„ Neuen Schwung in unsere Demokratie und Bundestag bekommen wir nur, wenn endlich mal eine breiterer Durchschnitt unserer Gesellschaft dort sitzt und endlich mal die Probleme von mehreren Unterschiedlichen Seiten betrachtet wird.“

Ich glaube nicht, dass das irgend etwas ändern würde. Die Strukturen sind ja immer die selben. [...] Was wir hier bräuchten wäre eine absolute Mehrheit für liberal konservative Kräfte, wie wir sie ja mit Union, FDP und AfD gehabt gehabt hätten. [...]"

Und schon wieder ein Versuch der Selbstverharmlosung einer Partei, die überwiegend ein völkisch-rassistisches Weltbild hat. Eine Koalition von den konservativ-liberalen Parteien Union und FDP mit einer völkisch-rassistischen AfD wünscht sich niemand in Deutschland, außer den AfDlern natürlich. Dürften Sie eigentlich inzwischen wissen.

@krittkritt 11:39

"Die 5%-Hürde ist eigentlich undemokratisch.
[...]
Entstanden ist sie ja aus den Erfahrungen von Weimar mit der Zersplitterung und schweren Regierungsbildung."

Und wenn Sie sich den letzten Satz mal richtig im Kopf herumgehen lassen, werden Sie feststellen, dass er dafür sorgt, dass Ihr erster Satz Unsinn ist.

Die Demokratie ohne 5%-Hürde hatte nur wenig mehr als ein Jahrzehnt Bestand, die Demokratie mit 5%-Hürde inzwischen schon mehr als sieben Jahrzehnte.

Insofern könnte man nämlich auch sagen, dass die 5%-Hürde eines der demokratieerhaltenden Mittel ist.

(Ja, ich weiß, die Weimarer Republik ist keinesfalls nur wegen einer fehlenden 5%-Hürde untergegangen.)

Der beste Schutz von Demokratie: Dass sie lebendig funktioniert.

"Zoologisch" ist es durchaus interessant, welche Spezies allesamt insinuieren, unsere Demokratie würde unter Schwindsucht leiden. Kampfbegriffe wie "Altparteien" sind da nur die Spitze des Eisberges. Es handelt sich nicht nur um Unkenrufe, es gibt offenbar ein ganzes Spektrum aus sehr diversen "geistigen" Habitaten, die dazu Laut zu geben versuchen.

Im Wahlkampf wurde gebetsmühlenartig wiederholt, dass dieser Bundestag der letzte sei, der noch entscheidende Weichen bzgl. der Klimakrise zu stellen in der Lage sein würde.

Genauso wichtig ist es aber zu verstehen, dass dieser Bundestag eine kurzfristigere existentielle Bedrohung unseres Lebens zu meistern haben wird: Der Aushöhlung, dem Verschleiß und dem Verkommen unserer Demokratie durch lebendiges Funktionieren eine Abfuhr zu erteilen.

Die Jahre der GroKo und des projektlosen Regierens einer Angela-Merkel mit ihrer Strategie des Vermeidens heisser Eisen müssen beendet werden.

Es lebe der leidenschaftliche, demokratische Streit.

@11:34 von covid-strategie: neuer Schwung?

"Was wir hier bräuchten wäre eine absolute Mehrheit für liberal konservative Kräfte, wie wir sie ja mit Union, FDP und AfD gehabt gehabt hätten. "

Die AfD ist nicht konservativ, sondern rechtsextrem. Aus diesem Grund will keine andere Partei mit ihr zusammenarbeiten.

"Damit hätte man viel verändern und verbessern können. Vor allem im Bereich der Medien."

Was stellen Sie sich denn da so vor? Vielleicht ein Verbot aller AfD-kritischen Berichte?

"Aber auch im strukturellen Bereich, unglaublich viele Regulierung, Gesetze, Verbote und Verordnungen hätte man abschaffen können. Einen konstruktiven Neubeginn eben."

Die Begriffe "Konstruktiv" und "Neubeginn" in einem Satz mit Bezug auf die AfD zu benutzen ist schon sehr gewagt.

Die AfD hat bisher noch nie irgendetwas Konstruktives beigetragen und ein "Zurück in die 50er" kann man wohl nicht als Neubeginn bezeichnen.

09:28 von eine_anmerkung

"ein abgebrochenes Studium sollte es aber schon sein für diese Leute die uns die Welt erklären wollen"

,.,.,

Ja.

Schleimer, die immer alles fertig machen, egal, ob es für sie taugt, gehören nicht in den Bundestag.

Der Mut, Mist abzubrechen, ist eine wichtige Voraussetzung, Charakter im Leben zu entwickeln.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert.

Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen.

Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

@09:28 von eine_anmerkung.

Ihre deutliche Kritik am Österreicher Kurz teile ich ausdrücklich, wenngleich das nicht direkt mit dem Thema 'konstituierende Sitzung des deutschen Bundestages' zu tun hat.

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