Kommentare - Warum Händler wie Zalando Kleidung reparieren lassen

Kommentare

Bei mir besteht

der Wunsch möglich lange meine Kleidung zu tragen.Erst kürzlich habe ich einen Ledermantel zur Reparatur gegeben.

Wenn man etwas flicken lässt,

Wenn man etwas flicken lässt, macht man es selbst, die Nachbarin oder lokal ein Schneiderbetrieb. Dafür wieder alles hin und her zu senden (doppelt und dreifach über mehrere Zentren vor allem), ist einfach nur typisch Mensch: wahnsinnig.
Das wird dann wieder als Nachhaltigkeit verkauft. Man muss erst alles schlecht machen, um dann mit einer Kleinigkeit im Vergleich als Engel dazustehen :D

Wäre der Kunstfaser-Anteil

Wäre der Kunstfaser-Anteil nicht derart hoch - könnte man mit alter Kleidung etwas machen was man seit dem Mittelalter konnte -> aus den Fasers von "Lumpen" Papier herstellen.
denn ohne diese Jahrhunderte alte Recyclings-Technologie hätte zwar Guttenberg seine Druckmaschine erfinden aber niemand sie benutzen können!
(denn Holzfasern konnte man damals noch nicht zu Papier verarbeiten)
--
übrigens - auch heute wird noch das hochwertigste Papier aus Pflanzenfasern hergestellt
das geht sowohl mit Baumwolle als auch mit Hanf oder Flachs

@moas um 14:03

Richtig. Ich habe (neben meinem Museumsstück - voll funktionsfähig) zwei Nähmaschinen, eine für normale Stoffe und eine für dicke (Jeans). Nur am Nähen von Gardinenstores bin ich immer gescheitert.

Ob das Zukunft hat?

"Die so genannte "Fast Fashion", der immer schnellere Wechsel von Modeartikeln, sorgt dafür, dass Klamotten immer kürzer getragen werden: Was nicht gefällt, landet in der Tonne. Mehr als 70 Prozent der Fasern, die von der globalen Modeindustrie jährlich hergestellt werden, wandern nach einer Schätzung der in Großbritannien registrierten Wohltätigkeitsorganisation Ellen MacArthur Foundation in den Müll. "Mit der Mode gehen, ist und war ja immer das Prinzip der Konsummodegestalter. Was heute chic ist, ist morgen out. Habs ja selbst erlebt, in meinen Jahren als Vertriebsmitarbeiter. Krawatte modern, nächstes Jahr ein no go. Ebenso Hemden und Anzüge. Musste fast jedes Jahr Kleidung im Wert von € 200 in den Spendencontainer werfen. Eine Idiotie sondersgleichen. Warum dann "Modeschöpfer" wie Armani, Versace oder Lagerfeld noch verehrt werden, hat sich mir nie erschlossen, sind sie letztlich Mitbegründer der Wegwerfgesellschaft. Nun vielleicht bin ich ja als alter Sack zu konservativ eingeste

Kommt für mich nicht in Frage

Glücklicherweise gibt es an meinem Wohnort sowohl einen Schuster (der sich auch Handtaschen, Gürtel usw kümmert) als auch diverse Änderungsschneidereien. Spare ich mir die "quer-durch-die-Republik" Schickerei. Da ich gänzlich unbegabt und auch ungeduldig bin bei diesen Tätigkeiten, übernehmen kleine Reparaturen an Kleidungsstücken zwei Freundinnen. Was für ein Glück.

Nun - strenggenommen gibt es

Nun - strenggenommen gibt es "fast fashon" - also "schnelle Mode" bereits seit Ende des 2. WK
warum?
Weil Modeschöpfer auf der ganzen Welt und mit ihnen die Gross-Hersteller von Konfektions-Bekleidung und die Versandhäuser JÄHRLICH sich ändernde Kollektionen für alle 4 Jahreszeiten entwerfen, produzieren und anbieten
Woher stammt denn der Spruch:
"nur die Mode macht schon bei ihrer Geburt bereits den letzten Schrei"
--
ja - es gibt Unterschiede z.B. zw. den 1960er Jahren und heute
damals trug man nahezu monolitisch Minirock
heute trägt man heute mal Minirock und morgen mal Knielang
--
insgesamt ist die Mode "demokratischer" geworden - Frau kann tragen was er/ihr passt und es gibt kein "Trage-Diktat" mehr
heute setzen nicht mehr Mode-Häuser (wie z.B. Chanel oder Dior) die Trends sondern -> "Influenzer"
(was immer das auch ist *ggg*)

14:23 von Opa Klaus

Musste fast jedes Jahr Kleidung im Wert von € 200 in den Spendencontainer werfen
-----------

Warum ausgerechnet sie ?
meine Frau sammelt Altkleider und verschickt sie in einem großen Paket zur Verwandschaft
das könnten sie doch auch tun oder mitnehmen

@ Sysiphos 3. 14:35

"Warum ausgerechnet sie ?
meine Frau sammelt Altkleider und verschickt sie in einem großen Paket zur Verwandschaft
das könnten sie doch auch tun oder mitnehmen"

Ich schrieb von einer Zeit vor ca. 20 Jahren. Hätte ich mich auch nie getraut, abgelegte Kleidung an die Verwandschaft in DE zu verschicken. Heute sieht das anders aus. Anzug und Krawatte hängen gott sei dank im Schrank. Und im Übrigen, wären die Söhne meiner Frau in Thailand kaum an Krawatten und Anzügen interessiert :-)

Feigenblatt

45 Euro plus Versandkosten für eine Sportschuhaufbereitung? Das ist aber mal ein stolzer Kurs und wohl eher ein Feigenblatt als eine wirkliche Initiative, was auch die übermäßige Verwendung hipper Anglizismen vermuten lässt:

Head of Circularity, Care & Repair, Sneaker, Start-up Save Your Wardrobe , Sole Fresh, Fast Fashion, Corporate Responsibility Managerin, Circularity.ID, NFC-Tags, Upcycling, A-gain Guide, um einmal aus Ihrem Artikel zu zitieren.

Wie hier schon so richtig ausgeführt wurde, ist Nachhaltigkeit, wenn man gute Qualität lokal kauft und dann selbst oder lokal reparieren lässt; und nicht bei einem Startup, dessen Head of Circularity im Windschatten eines multinationalen Konzerns upcycled.

Gute Idee fürs Image

Ich bin sehr für's Reparieren. Vor allem dann, wenn gut abzuschätzen ist, dass das reparierte Teil, egal ob Kleidung, Elektronik oder Spielzeug, noch lange seinen Dienst tun wird.
Nur müssen die Kosten für eine Wiederaufbereitung natürlich in einem wirtschaftlichen Rahmen bleiben.
Wie im Beispiel die Wiederaufbereitung von Sneakers zwischen 20 und 45 Euro. Da darf der Schuh natürlich nicht neu bloß 30 Euro.
Die Idee von Zalando ist ja nichts Neues und auf den ersten Blick gut, aber es gibt sicherlich zu viel Billigware, deren Neupreis leider unterhalb von Repararurpreisen liegt. Mit einem bahnbrechenden Erfolg des Reparaturservices von Zalando rechne ich eher nicht.
Und wer ernsthaft Kleidung reparieren lassen möchte, sollte meiner Meinung nach den "Schneider um die Ecke" besuchen und damit etwas für den eigenen Standort tun, da braucht es Zalando nicht.
Aus meiner Sicht taugt Zalandos Kleidungsreparaturservice nur zum kurzfristigen Aufpolieren des eigenen Images etwas.

„Theorie“?

Die Zalando-Angestellte: "Jeder zweite Verbraucher glaubt, dass Marken und Einzelhändler, wenn sie Besserungsdienste anbieten würden, nachhaltiger handeln könnten - also testen wir diese Theorie"

Selbst wenn nur jeder zweite Verbraucher das glaubt dürfte als sicher gelten, dass das Reparieren von noch Brauchbarem nachhaltiger ist als seine „Entsorgung“. Möglichkeiten dazu (d.h. geeignete Reparaturwerkstätten) zu schaffen und so Ressourcen zu schonen wäre also ein echter Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaft.
Und bei der Produktion von Gebrauchsgütern Wert auf deren Qualität (und „Reparaturfähigkeit“) zu legen natürlich sowieso.

Dieses ganze Konsumgeschwurbel..

.. ist für mich nicht mehr nachvollziehbar. Kürzlich eine Sendungen gesehen, in welcher eine Studentin gezeigt hat, dass sie sich generell alle Klamotten in 3 verschieden Größen schicken lässt. Also jedesmal Rücksendung garantiert. Kostet ja nichts. Und sie fand das alles noch toll und praktisch. Dass Warentransporte auch umweltbelastend sind, war ihr offensichtlich egal.

Ich bin weiß Gott kein Verfechter des militanten Klimaschutzgedankens, welcher uns zurück in die Höhlen treiben möchte, aber hier sieht man die Realität. Es besteht eine massive Diskrepanz bezüglich Anspruch und Wirklichkeit.. Die Mehrheit der Menschen weltweit sind "internetgesteuert" und konsumorientiert. Und ja, auch in Afrika oder China und sonst wo. Der Glaube, der Mensch könnte sich reduzieren und Ansprüche zurückfahren wird ein Glaube bleiben müssen. Eine Hoffnung, welche wohl niemals erfüllt werden wird.

13:54 von schiebaer45 Bei

13:54 von schiebaer45

Bei hochwertigen Artikeln lohnt sich das ja auch, aber bei den Billigklamotten von KiK o.ä. bin ich mir da nicht so sicher. Zumindest wenn man es nicht selber reparieren kann.
Ich bin heute dankbar für den Handarbeitsunterricht damals in der Schule und meine Großmütter haben mir auch einiges beigebracht.

14:19 von Hirschauer //Nur am

14:19 von Hirschauer

//Nur am Nähen von Gardinenstores bin ich immer gescheitert.//

Mit der Nähmaschine habe ich auch nur das Kräuselband hinbekommen. Und mit der Hand habe ich einen 12 m x 2,50 m Store (gekürzt und Seiten umgenäht) super hinbekommen.

15:06 von ich1961 13:54 von schiebaer45 Bei

Ich bin heute dankbar für den Handarbeitsunterricht damals in der Schule und meine Großmütter haben mir auch einiges beigebracht.
#
Das kenne ich auch noch aus der Schulzeit. Handarbeit für die Mädchen,Werken die Jungen.Das war nicht verkehrt,war leider später als meine Töchter die Schule besucht haben in ihrer Schule nicht mehr Lehrfach.

Ginge ja heute schon!

Gut, die meisten Leute haben nicht mal ne Nähmaschine - aber eine Knopf sollte man schon annähen können: ist eine Haupt-Ursache. Dann schlechte Nähte, weil Nahtzugabe mikrig. Ließe sich aber auch händisch lösen. Problem: niemand nimmt sich die Zeit zur Reparatur. Und professioneller Service kostet halt schnell 10-20€. Hinzu käme bei den Zalandos der Transport. Wenn aber die Klamotte neu nur 15€ gekostet hat?

@ ich1961. 15:06

"Ich bin heute dankbar für den Handarbeitsunterricht damals in der Schule und meine Großmütter haben mir auch einiges beigebracht."

Meine Frau ist gelernte Schneiderin. Das spart ungemein. Egal ob Wäsche Vorhänge. Da wird geflickt und gestopft. Liegt möglicherweise auch an ihrer Herkunft. Kleidung und alle anderen Haushaltsartikel waren dort sehr teuer bzw. der Verdienst gering. Ich will ja nicht die alte Metapher "früher war alles besser" benutzen, jedoch zeigt sich heute ein anderes Verständnis hinsichtlich Werterhaltung.

einfach herrlich hier wieder

aber das billich t-shirt von kick/primark oder resterampe ist nunmal nach 3x waschen kaputt. wie will man da in der plaste/wolle mischung ein loch stopfen? es muss ja nicht gleich das teil des hubschrauberfliegenden milliardärs aus dem süddeutschen sein.

@Dieses ganze Konsumgeschwurbel.. 15:05 von Opa Klaus

".. ist für mich nicht mehr nachvollziehbar."

Für mich schon, da ich weiss, dass es 'ganz von oben' seit Jahren
in unser 'Kommunikationshirn' gehämmert wird.

Facebook musste kürzlich zugeben, dass seine Algorithmen für die Gesellschaft
'ungesunde Verhaltenweisen'
deutlich bevorzugen, vor denen, die 'nachhaltiger sind.
Auch werden 'rechtsaussen' Inhalte deutlich vor 'linksaussen' präferiert.

Daher spricht Ihr Satz Bände.
"Der Glaube, der Mensch könnte sich reduzieren
und Ansprüche zurückfahren wird ein Glaube bleiben müssen."

Jedenfalls solange diese Konzerne nicht gebremst werden.

Trippelschritte

Aber auch nur wenn es funktioniert. Ich kaufe ohnehin nur sehr wenig Klamotten und trage viel Gebrauchtes auf. Der letzte Zuwachs kam aus dem Klamottenschrank eines verstorbenen Verwandten.
Am Ende werfe ich sie meistens doch weg, wenn sie unreparierbar kaputt sind (z.B. Hosen reißen im Schritt).
Ob sich dieser Service lohnt ist fragwürdig. Z.B. geben Männer und Frauen ungefähr genauso viel aus für Schuhe, aber die Anzahl der erworbenen Schuhe unterscheidet sich. Bei Frauen ist auch gerne mal der 5,-€ Bling-Bling-Heel dabei ist mit dem man nicht wirklich laufen kann und so sonst auch Gesundheitsgefährdend ist, aber toll aussieht. Solche Schuhe gibt man nicht in die Reparatur.
Ein anderes Problem ist inzwischen aber auch das Waschmittel, da es die Kleidung mit jeder Wäsche etwas auflöst durch die enthaltenen Chemikalien.
Macht das Unternehmen eigentlich auch was gegen die Umweltzerstörung durch die Kleidungsproduktion? Kompensation? Außer Greenwashing?

Nachhaltigkeit

Ich trage Kleidung schon seit je her so lange, wie es geht. Seit ich Kleidung selber kaufe, habe ich entweder so verrückte Mode gekauft, daß die zu jeder Zeit auffallen würde oder ein zeitloses Design. So habe ich zum Beispiel einen sehr hochwertigen Rollkragenpulli mit zeitlosem Design, den ich schon seit 25 Jahren trage. Jeans reparieren? Löcher an den Jeans repariert man nicht, die läßt man so. Manche Menschen bezahlen viel Geld für Jeans mit Löchern.

Wenn ich mal was zu reparieren habe, mache ich es selbst (Knöpfe annähen) oder bringe es zu einer Änderungsschneiderei, die keine 5 Minuten zu Fuß von mir entfernt ist.

Bevor ich Kleidung neu kaufe, schaue ich auch immer erst im örtlichen Second-Hand-Shop vorbei, ob ich dort nicht fündig werde. Da gibts dann schon mal eine schöne Winterjacke für 5 Euro.

Es wäre schön, wenn es tatsächlich ein allgemeiner Trend ist, Kleidung (wieder) länger zu tragen. Wegen der Nachhaltigkeit.

Kik habe ich übrigens noch nie von innen gesehen.

@ um 14:53 von Parsec

„Aus meiner Sicht taugt Zalandos Kleidungsreparaturservice nur zum kurzfristigen Aufpolieren des eigenen Images etwas.“
Mehr hat ein solches Unternehmen auch nicht im Sinn.
Denn wenn sie wirklich überzeugt wären von dieser Idee, würden sie nur Kleidung verkaufen, die Qualitativ hochwertig ist und reparabel und die man vor allen Dingen nur einmal im Leben kaufen muß.
So wie sich das für gute Kleidung gehört.
Und wenn das alle Bekleidungshersteller so machten, wäre das Geschäft mit der Mode hinfällig und Tausende von asiatischen Arbeitssklaven arbeitslos. Damit können Zalando und ähnliche aber keine Millionen scheffeln.

Reparatur vor Entsorgung

Nachhaltigkeit war schon bei den älteren Jahrgängen ein Name und eine Selbstverständlichkeit, bevor das Wort durch die Gesellschaft blies. Jedes Gerät oder Bekleidungsstück wurde zuerst auf Reparaturfähigkeit geprüft. Was Moderne brachte, war Modulbauweise in Geräten und irreparable Bekleidung. Vom ECCO Schuh mit nicht reparabler Sohle bis hin zum Textilstück, dessen Fasern billig und Wergwerfprodukt sind. Heute fällt vielen vom Hersteller bis Kunden auf, dass gewohnte Bestellung mit prompter Lieferung in Schieflage geraten ist. Ich finde, egal, wer den Anfang mit Reparatur setzt- es ist richtig und überfällig. Müllberge und nicht verwertbare Materialien haben wir zu viel, zu lange und gedankenlos verwendet. Chapeau, dass Zalando mitzieht. Und: die Fahrt zum Schneider kostet auch Geld wie der Versand. Nicht jeder hat einenLaden um die Ecke. Ist aber allemal besser als das Wegwerfen.

Muss ja nicht immer neu sein

Das ist doch toll. Früher haben die Kleider auch 30 Jahre gehalten. Da kann man ja auch sparen.

Verrücktes Konsumverhalten

Ist doch wohl selbstverständlich, dass man seine Kleidung, wenn es geht, ausbessert oder zu einem Schneider bringt. Billigklamotten kauft man eh nicht, da es ja das Bangladeshproblem usw. gibt. Zalando ist für mich der Begriff der Verschwendung von Ressourcen dieser Zeit. Dazu alles unpersönlich (man kann nichts in einem Shop ausprobieren, ob z.B. das Kleid passt ) und somit bestellt man am besten mehrere Kleider auf einmal. Das passende wird dann rausgesucht und somit werden zigtausende Pakete hin und her geschickt und die Transporter verstopfen die Strassen (bei Nichtgefallen eben wieder an besten frei Haus zurück).
Bei meiner Nachbarin z.B. kommen fast alle 2 Tage Zalandopakete o.ä. an und dazu wird der dicke SUV bewegt und z.B. die Kids an die Schule gefahren usw. Passt somit alles komplett in ein gewisses Bild, aber leider eben nicht zu dem, wonach hier alle Deutschen, schreien, nämlich nach Stopp des Klimawandels oder Nachhaltigkeit usw.

rer Truman Welt

Eine brilliante Erkenntnis!
Jetzt muss allerdings weitergedacht werden->
1.
Wozu dient und brauchen wir Mode ?
Möglichst lange Tragen von Kleidung und halbjährlich wechselnde Kollektionen, wie passt das zusammen?

2. Wenn wir das nicht mehr wollen, wie soll die Bekleidungsindustrie wachsen?

3.
Vom Wachstum-Fetisch sind wir noch lange nicht ab, wir brauchen doch Wachstum oder nicht?

4. Und wenn wir weiter wachsen wollen, kostet das Energie und Ressourcen Beides ist die Umwelt und das Klima belastend.

5. Wir brauchen aber viel Kapital, um die Energiewende zum Klimaschutz hinzubekommen. Das muss aber letztlich erwirtschaftet werden. Klappt das wenn wir uns jetzt möglichst bei allem beginnen einzuschränken und den Konsum zu drosseln?

Fazit:
"Houston, we've problem!"

15:23 von Karl Maria Jose...

>>>einfach herrlich hier wieder
aber das billich t-shirt von kick/primark oder resterampe...<<<

Woher wollen Sie denn wissen, wo und was die Leute einkaufen?
In meinem Leben war ich noch nie in einem der von Ihnen angesprochenen Geschäfte. Auch nicht für meine Kinder. Da wurden die Klamotten unter Freunden/in der Familie weiter gegeben. Das beobachte ich nun auch bei meiner Schwiegertochter. Und das betrifft nicht nur Kleidung. Auch über Kleinanzeigen wurde einiges erworben.

15:16 von schiebaer45 Ja, es

15:16 von schiebaer45

Ja, es ändert sich vieles zum Nachteil. Aber ich habe Tochter, Sohn und Enkelin auch Nähen, Stricken, Häkeln usw. beigebracht. Ich finde das unverzichtbar. Zumindest einen Knopf sollte jeder annähen können. ;-)

Meinungsfreiheit

Gäbe es hier Meinungsfreiheit würden hier viele das Pakete hin und her schicken kritisieren (Umwelt-Klima).
Leider werden Kommentare gegen ein Weiter-so-wie-bisher selten veröffentlicht.
Vom Klimawandel möchte niemand etwas hören. Vielleicht wegen Wettbewerbsnachteilen, vielleicht wegen dem neuen Luxus-Auto vor der Tür, vielleicht um eine Panik zu vermeiden.

Sorry, ich weiß - wird ja eh' gelöscht.

@Nachhaltigkeit 15:34 von Anderes1961

"Kik habe ich übrigens noch nie von innen gesehen."

Ich auch nicht, aber ich musste es ja auch nie.
Also legen wir, die wir so schnell in die 'Moralisierungsfalle' tappen können,
unseren vorwurfsvollen Ton etwas ab:

Kik gibt es nur auf dieser 'Erfolgsspur', weil eben viele nur die Wahl haben,
nichts kaufen oder eben billigst.

@Jochen Peter

"Billigklamotten kauft man eh nicht, da es ja das Bangladeshproblem usw. gibt" Am 22. Oktober 2021 um 15:45 von Jochen Peter

*

Das ist bei teuren Klamotten genauso und die Qualität ist leider trotzdem nicht besser.

@ Meinung... 15:51

"Wir brauchen aber viel Kapital, um die Energiewende zum Klimaschutz hinzubekommen. Das muss aber letztlich erwirtschaftet werden. Klappt das wenn wir uns jetzt möglichst bei allem beginnen einzuschränken und den Konsum zu drosseln"

Ihre Absichten in allen Ehren, aber ich denke Sie sind nicht so realitätsfremd zu glauben, dass die Mehrheit der Bürger ihren Ideen folgen wird. Die Automobilindustrie erfindet den SUV, bewirbt ihn als das non plus ultra der künftigen Automobilität und schon greift der Konsument zu. Grillen, ach ja. Ich habe noch nen kleinen Holzkohlegrill. Die Produktionener werben, dass nur mit Smokern ab € 3000 das Fleisch gut schmeckt. Also wird gekauft ohne Ende. Der Nachbar hats ja auch. Die neuen Sneekers für €150? Klar muss sein, mithalten ist wichtig.

Ich denke Sie haben den Herdentrieb der Menschen noch nicht erkannt.

Werk - und Handarbeitsunterricht wieder einführen

Mann könnte in diesem Zusammenhang auch erwägen, den Handarbeitsunterricht in Schulen wieder einzuführen. Modernerweise dann mit dem Schwerpunkt bei männlichen Schülern. Nicht das es sonst als Frauenfeindlich erachtet wird.
Und Unterricht im Werken zum erlernen kleinerer technischer Reparaturen für beide Geschlechter, um gegen den Fachkräftemangel im Handwerk anzukommen.
Vielleicht gibt es dann auch wieder Interessenten für handwerkliche Ausbildungen.

Bestellwahn? Nicht immer.....

Ich muss denen mal beispringen, die bestellen und deshalb angegriffen werden. Wer im platten Land lebt, sieht doch im Umfeld wie in der nahen Stadt, dass Läden reihenweise den Bach runter gehen. Dass manche Geschäfte völlig am Bedarf vorbei arbeiten. Beispiel Klamotten: ab einer gewissen großen Konfektionsgröße laufen sich manche die Füße platt, um was zu finden. Das Angebot endet meist im kleineren Größenbereich. Manche Dinge gibt es auch einfach nicht vor Ort. Also kann Online Handel eine Lösung sein. Verschiedene Größen bestellen manche. Das ist nicht vorbildlich. Aber ich höre auch: die Größenangaben sind vage oder falsch oder man rät sogar, zwei Größen zu bestellen. Einfacher wäre: genaue Maßangaben in Tabellen. Das spart Versand und ist die einfachste Lösung, wenn man nachhaltig leben und kaufen will. Da ist also genaueres Hinsehen besser als irgendwelche Pauschalurteile oder Einzelfälle, die die Medien so in den Äther jagen.

Absoluter Blödsinn!

So ein großer VERKAUFSKONZERN lebt doch von Käufern, die ihre Kleidung nicht mal zwei Jahre tragen: Diese Wegwerfgesellschaft der Jugendlichen trägt das Merkmal der Verschwendung!

15:05 von Opa Klaus

[...] generell alle Klamotten in 3 verschieden Größen schicken lässt. Also jedesmal Rücksendung garantiert. Kostet ja nichts. Und sie fand das alles noch toll und praktisch. Dass Warentransporte auch umweltbelastend sind, war ihr offensichtlich egal.

Grundsätzlich teile ich Ihre Kritik daran, dass gedankenlos bestellt und zurückgesandt wird. Bestellen Sie allerdings Waren nur in einer Größe und stellen fest diese passt nicht und Sie wollen diese umtauschen, hätten Sie zwei Transportwege mehr als wenn Sie direkt mehrere Größen zum Anprobieren bestellen.

Gut wäre Kleidung wieder langlebiger herzustellen, was sie dann sicherlich verteuern würde. Mode ist mir egal, solange mir etwas gefällt und passt, ich bevorzuge "zeitlose" Klamotten, sofern das möglich ist und trage diese bis ich einsehen muss, dass ein xtes Mal flicken keinen Sinn mehr macht.

15:22 von Opa Klaus

Meine Frau ist gelernte Schneiderin. Das spart ungemein. Egal ob Wäsche Vorhänge. Da wird geflickt und gestopft. Liegt möglicherweise auch an ihrer Herkunft. Kleidung und alle anderen Haushaltsartikel waren dort sehr teuer bzw. der Verdienst gering.
#
Das war in den 50zigern bei uns auch so.Vater hat die Schuhe besohlt und Mutter die Kleidung für uns Kinder genäht.

@ Pessimist 001

"Leider werden Kommentare gegen ein Weiter-so-wie-bisher selten veröffentlicht.
Vom Klimawandel möchte niemand etwas hören. Vielleicht wegen Wettbewerbsnachteilen, vielleicht wegen dem neuen Luxus-Auto vor der Tür, vielleicht um eine Panik zu vermeiden.

Sorry, ich weiß - wird ja eh' gelöscht."

Sie machen Ihrem Nick ja alle Ehre (fishing for Compliments?)

Grundsätzlich kann hier jeder Kommentar veröffentlicht werden, wenn er den Spielregeln entspricht. Its easy auch gegen ein" weiter so", welches ich persönlich für eine ausgelutschte Metapher halte, spricht. Dieser Begriff "kein weiter so" suggeriert m. E. dass es uns in Deutschland die letzten Jahre fürchterlich schlimm ging. Und nein, ich musste keine Pfandflaschen sammeln.

@Meinungsfreiheit 15:59 von Pessimist001

"Gäbe es hier Meinungsfreiheit würden hier viele
das Pakete hin und her schicken kritisieren (Umwelt-Klima)."

Ich glaube, Sie sitzen einer vorgefassten Meinung auf, nämlich Ihrer.
Diese von Ihnen vermissten Kommentare gab es hier schon oft.
Und gelöscht wurden Sie auch nicht.

Und zum Überdenken folgendes:
Auch Moderatoren sind Menschen.
Auch von mir werden manche Kommentare nicht freigeschaltet.
Das muss nicht unbedingt ein 'CSU-Moderator' sein ;-)

Er hat nur im konkreten Fall etwas anders gesehen als ich.
Und zwar was die Forenregeln betrifft.

Auch das gehört zur Meinungsfreiheit.

Warum Händler wie Zalando Kleidung reparieren lassen

Na, das ist doch mal was oder nicht? Zalando könnte echt noch so etwas wie ein Vorbild werden. Deutschland im Jahre 2021 kennt so viele Konsumgüter, die als Massenproduktion lange Ladenhüter werden, wie Kleidung von h & m, die in einer Verbrennungsanlage in Dänemark landet, wie es in einer Doku zu sehen war. Warum auch eigenen Müll im eigenen Land behalten? Dasselbe mit dem Elektroschrott aus Deutschland in Afrika. Nicht vergessen: alle Dinge auf einem Schrottplatz, waren einmal der Traum von Menschen. Und mit Kosten waren sie auch alle beim Kauf verbunden. Es müsste viel mehr Beispiele wie Zalando geben, doch es zählt nun einmal in der Marktwirtschaft nur viel verkaufen ob hilfreich für die Umwelt oder auch nicht. Leider muss man sich an der Wegkreuzung immer wieder entscheiden zwischen Klimaschutz und Wirtschaftsboom. Aber Zalando sollte nachgeahmt werden.

15:37 von nie wieder spd

Das trifft sich ja gut - beim letzten Mal konnte ich nicht mehr fragen, wo es die langlebigen Jeans gibt, von der Sie mir berichteten. Falls Sie das hier nennen dürfen. Meine Jeans werden allerdings sehr durchs Radfahren abgenutzt. Auch der Forist @Anderes1961 hatte so ein Modell mal erwähnt, aber geschrieben dieses gäbe es mittlerweile nicht mehr.

15:53 von MargaretaK.

weil ich gukken kann und sehe, daß diese billichläden wahnsinnige umsätze machen. ok, die deutsche frau sagt, sie unterstützt keine kinderarbeit. aber warum sind dann die kickx so beliebt? wegen der medien"geiz ist geil"?

15:34 von Anderes1961

Löcher an den Jeans repariert man nicht, die läßt man so. Manche Menschen bezahlen viel Geld für Jeans mit Löchern.

Mir mittlerweile nicht mehr verständlich. In meiner Jugend haben wir tatsächlich unsere Kleidung noch manuell "bearbeitet". Mittlerweile freue ich mich, wenn ich eine Jeans in meiner Passform mit einer möglichst unauffälligen oder sogar ganz ohne Waschung finde.

Abgesehen vom Ausbessern kleinerer Löcher, bin ich nähtechnisch leider völlig unbegabt.

Gerade die Kragen an zwei

Gerade die Kragen an zwei jahrealten Herrenhemden gewendet. Mein früheres Hobby, Nähmaschinen restaurieren, ist dabei natürlich nicht hinderlich. Eine noch mechanische 1000-Euro-Bernina früherer Zeiten, mit der man einzelne Stiche oder gar halbe (Nadel runterlassen zum Naht drehen) machen kann, die auf halbe Geschwindigkeit gestellt werden kann und anderes mehr, ist nicht unbedingt nötig gewesen, aber förderlich auch für Berufsfremde wie mich (kaufmännische Ausbildung).
Schuhe repariere ich schon immer selber, wie ich meinem Vater schon in der späten Nachkriegszeit abgesehen habe. Für Sohlen usw. sind die Kontaktkleber sehr schwierig dauerhaft anzuwenden, aber mit dem Trick, sie nach dem Trocknen noch einmal vor dem Zusammenpressen zu erwärmen, ist das frustrierende Problem auch behoben.

Frdl. Gruß,
Zuschauer49

@ Anderes1961 15.34

Was Sie (be)schreiben trifft auch für mich bis auf Kleinigkeiten zu. "Verrückte" Mode habe ich eher nicht gekauft (ist ja auch die Frage, was wer für verrückt hält), sondern eben das, was mir unabhängig von irgendwelchem "In" gefällt. Habe Kleidung, die ich vor zig Jahren gekauft oder "geerbt" habe einschl. Second-Hand, darunter teure, geschenkte und eben zum Second-Hand-Preis.
Toll finde ich, dass es Kleidertausch in ausschl. gelabelten Läden gibt. Noch nie hat sich mir erschlossen, warum ich mich dem "Modediktat" unterwerfen sollte bzw. warum ich unter elenden Bedingungen gefertigte Kleidungsstücke kaufen sollte, die nach dem Motto: "Habe ich ein gutes Werk getan und die Armen freuen sich drüber", dann sozusagen an diese Menschen entsorgt werden. Witzig finde ich, was Sie zu Jeans schreiben; kaufe keine unter erbärmlichen Umweltbedingungen hergestellte "Antik-Jeans" , aber die durch denAlterungsprozess abgewetzten, sind ja dann so was von "in" :-)

16:24 von Kaneel

auch meine markenjeans sind spätestens nach 2 jahren durch. sowohl taschenfutter als auch im schrittbereich wird es luftig. unsere lieben kleinen machen die löcher am knie ja aus anderen gründen

@ Kaneel

Das trifft sich ja gut - beim letzten Mal konnte ich nicht mehr fragen, wo es die langlebigen Jeans gibt, von der Sie mir berichteten.

Levi's. Nicht vorgewaschen.
Wenn sie in 10 Jahren langsam Löcher an den Knien hat, schenken sie sie an Ihre Tochter/Enkeltochter weiter, die jetzt idealerweise noch im Kindergartenalter ist.

15:23 von Karl Maria Jose...

"billich t-shirt von kick/primark oder resterampe ist nunmal nach 3x waschen kaputt"
Pardon, wovon reden Sie? Ich habe noch nie ein T-Shirt gekauft, das teuerer war als fünf Euro (früher: fünf Mark) und sie sind teils Jahrzehnte alt. Mein letzter Kleidungskauf war eine Jeans für 9,99 Euro (meine Preisgrenze - Mode oder gar ein teures Label ist mir als Renter sowas von egal) bei einem der von Ihnen genannten. Defekte Nähte rattert man in weniger als einer Minute durch die Nähmaschine (wenn gerade das Garn mit der richtigen Farbe eingespannt ist), und übrigens ist Bügeln angeraten, damit sich keine Falten, deren Farbe sich abscheuert, spiralig verdrehten Kanten usw. unentfernbar einfinden.

Und viele Stücke bekommen bei mir ein zweites Leben, als Poliertuch, zum Flicken noch schlimmer erhaltener Kleidungsstücke usw.

Frdl. Gruß, Zuschauer49

Zalando betreibt in meinen

Zalando betreibt in meinen Augen mehr Green-washing, um sich von der Versandflut-Konkurrenz abzuheben. Vorbildlich ist daran nichts. Der ganze Bereich der "Bestell-mal-viel-macht-ja-nix-schick-eh-das-meiste-zurück"-Welle müsste deutlich zurückgefahren werden. Das geht wohl nur durch aufgeklärt kritisches Verbraucherinnen- und Verbraucherverhalten.

22. Oktober 2021 um 16:24 von Kaneel

wo es die langlebigen Jeans gibt, von der Sie mir berichteten.

Schön, dass sie das Thema aufgreifen, denn Jeans sind für mich ein markanter Bestandteil der Entwicklung der schlechten Stoffe.
Meine ersten Jeans habe ich über Jahrzehnte hinweg heruntergerissen, jetzt halten sie gerade mal 2 Jahre wenn es gut geht.

Es gibt schon Tipps, dass man auf richtige Arbeitsklamotten (Bau etc) umstiegen soll um wenigstens langlebige Kleidung zu erhalten. Echt merkwürdige Zeiten haben wir erreicht.

Die kleine Schneider von

Die kleine Schneider von nebenan, den es schon lange nicht mehr gibt, wird durch solche Dienste von den Großen weiter verdrängt. Das Spiel kennen wir von Amazon.

16:17 von Kaneel

«Gut wäre Kleidung wieder langlebiger herzustellen, was sie dann sicherlich verteuern würde. Mode ist mir egal, solange mir etwas gefällt und passt, ich bevorzuge "zeitlose" Klamotten, sofern das möglich ist und trage diese bis ich einsehen muss, dass ein xtes Mal flicken keinen Sinn mehr macht.»

Hinsichtlich Hosenbekleidung gibt es bei Händlern, die "Arbeitskleidung" verkaufen sehr Langlebiges. "Zeitlos" und robust und langlebig sind auch Schornsteinfegerklamotten, aber im Alltag nur wenig kleidsam. Bei den Arbeitsbekleidungshändlern gibt es aber nicht nur die Klassiker für den Schwarzen Mann oder für Bäcker.

Robust, langlebig, und bequem sind Hosen für Baumpfleger. (Viel) dickerer Stoff als normale Jeans. Anfangs was "tragesteif", muss man erst "eintragen" einige Zeit lang. Weil Baumpfleger immer in Gurten oder auf Astgabeln sitzen müssen, ist der Hosenhintern extra verstärkt. Ebenso die Kniepartie.

Schnitt eher "karottig" wegen Sitzkomfort.
Farbe meist dunkelgrün oder braun.

@ um 16:24 von Kaneel

„Das trifft sich ja gut - beim letzten Mal konnte ich nicht mehr fragen, wo es die langlebigen Jeans gibt, von der Sie mir berichteten.“
Das sind ganz normale Levis.
Nur meine Katzen haben sie langsam aber sicher kaputt bekommen. Und selten habe ich mal ein Loch in einer Tasche, was ich aber noch selbst flicken kann.
Auch ansonsten trage ich normale T- oder Sweatshirts. Nicht von kik oder ähnlichem!
Aber Kaufhausklamotten. Nichts teures. Ganz normal.
Man muss nur wenig beachten und damit leben, dass die Farbe mit der Zeit blasser wird. Aber halten tut sowas mindestens 20 Jahre. Und auch ein T-Shirt mit Loch kann man als Schlafkleidung anziehen. Dann hält es nochmal 10 Jahre.
Socken stopfen kann ich leider nicht, die kaufe ich alle paar Jahre mal neu.

um 15:55 von ich1961

15:16 von schiebaer45

Ja, es ändert sich vieles zum Nachteil. Aber ich habe Tochter, Sohn und Enkelin auch Nähen, Stricken, Häkeln usw. beigebracht. Ich finde das unverzichtbar. Zumindest einen Knopf sollte jeder annähen können. ;-)
----------------
Das annähen von Knöpfen war neben Ordnung und Sauberkeit, ein positives Ergebnis meiner Ausbildung als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr

@ um 16:24 von Kaneel

„Meine Jeans werden allerdings sehr durchs Radfahren abgenutzt.“
Da gäbe es noch japanische Jeans. Müßten Sie mal googeln.
Die haben teilweise bis zu doppelt so dicken Stoff.
Kosten aber ein Vermögen. Ab ca 150€ aufwärts. Die könnte man sogar vererben.
Die halten sicher auch einem Fahrradsattel stand.

@ Robert Wypchlo 16:24

"Es müsste viel mehr Beispiele wie Zalando geben, doch es zählt nun einmal in der Marktwirtschaft nur viel verkaufen ob hilfreich für die Umwelt oder auch nicht. Leider muss man sich an der Wegkreuzung immer wieder entscheiden zwischen Klimaschutz und Wirtschaftsboom. Aber Zalando sollte nachgeahmt werden."

Ich freue mich über Ihre Euphorie, gebe aber zu bedenken, dass kein gewinnorientiertes Unternehmen - und das sind mehr oder weniger alle - etwas zu verschenken haben. Zalando bewirbt hier medienwirksam Schneiderein und Andere, welche im Rahmen einer win win Situation von dieser Aktion profitieren. Interessant wäre es zu wissen, welche Kosten auf die Nutzer zukommen werden. Ob da nicht ein Neukauf günstiger wäre? Die Werbung und Reklame versuchen uns immer zu instrumentalisieren. Bitte nicht über jedes Stöckchen springen.

@ KeinedemokratieBRD

Diese Wegwerfgesellschaft der Jugendlichen trägt das Merkmal der Verschwendung!

Ich glaube, dass die Jugend, aber auch meine Generation umweltbewusster ist als Ihre Generation. Bei der Jugend ist die Wegwerfmentalität weniger stark ausgeprägt. Und die Jugend glaubt an die Demokratie in Deutschland.

Am 22. Oktober 2021 um 15:05 von Opa Klaus

dass sie sich generell alle Klamotten in 3 verschieden Größen schicken lässt. Also jedesmal Rücksendung garantiert. Kostet ja nichts. Und sie fand das alles noch toll und praktisch.
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Diesbezügl. findet aber auch ein Umdenken statt. Auch bei A....n z.B. Da wird auch vermehrt geschaut, wer wieviel bestellt bzw. zurücksendet. Ich kaufe vorwiegend qualitativ sehr gute Sachen, die relativ zeitlos sind, passt vom Alter dann ohnehin eher ;) und lasse durchaus auch Sachen ändern. Mit dem Reparieren ist das ja nun nicht immer möglich (ausser einer offenen Naht oder neuem Reissverschluss ) und lohnt nur bei teuren Artikeln.
Schuhe lassen wir immer reparieren, auch neu besohlen. Wir kaufen unsere Schuhe naturgemäß in ITA, da bekommt mein Mann zu einem akzeptablen Preis handgenähte Schuhe und ich bekomme Schuhe in meiner Grösse 34/35. Da lohnt sich eine Reparatur immer.

@15:16 von schiebaer45

Das kenne ich auch noch als umgekehrte Variante, Handarbeit/Nadelarbeit für Jungen. Zumindest kann ich heute noch einen Knopf annähen, eine Naht flicken und ein Loch stopfen. Häkeln und Stricken habe ich leider wieder verlernt. In der 5. Klasse gab es im Werkunterricht Holzbearbeitung (sägen, bohren, abschleifen, lackieren) und 6.-8. Klasse UTP (Unterrichtstag in der Produktion) Metallbearbeitung (feilen, bohren, schneiden, sägen).

16:43 von Zuschauer49

Schuhe repariere ich schon immer selber, wie ich meinem Vater schon in der späten Nachkriegszeit abgesehen habe. Für Sohlen usw. sind die Kontaktkleber sehr schwierig dauerhaft anzuwenden, aber mit dem Trick, sie nach dem Trocknen noch einmal vor dem Zusammenpressen zu erwärmen, ist das frustrierende Problem auch behoben.

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Danke für den Tipp.Werde ich beim nächsten mal ausprobieren.

17:03 von nie wieder spd @ um 16:24 von Kaneel

Mein Lieblingsmodell kaufe ich u.a. von Levis. Einmal hatte ich Glück und fand ein Paar ohne Waschung. Die war etwas zu weit und ich ließ sie ändern, leider hatte ich das Pech, dass die Schneiderin sich beim Maßnehmen dermaßen verschätzte und die Hose anschließend viel zu eng war. Wenn das "japanische Modell" für 150 Euro tatsächlich gut sitzt und mind. sieben Jahre hält, würde ich das Geld schon ausgeben. Ein Laden vor Ort zum Anprobieren wäre mir allerdings lieber.

Vielen Dank an Sie und die anderen User für Ihre/ihre netten Antworten!

17:00 von kommtdaher

Zitat:"Die kleine Schneider von nebenan, den es schon lange nicht mehr gibt, wird durch solche Dienste von den Großen weiter verdrängt"

Wie kann jemand verdrängt werden, den es nicht mehr gibt? Wenn ich etwas flicken lassen muss, gehe ich zu einer kleinen Änderungsschneiderei, die von einer netten Tütkin geführt wird. Da ich nie Kleidung im Internet kaufe, komme ich gar nicht in Versuchung, etwas an Zalando usw. zurückzusenden. Wer weiß, wie es von da wieder zurück kommt? Mit meiner Schneiderin kann ich reden...

Am 22. Oktober 2021 um 14:51 von Digitaler Fußabdruck

Wie hier schon so richtig ausgeführt wurde, ist Nachhaltigkeit, wenn man gute Qualität lokal kauft und dann selbst oder lokal reparieren lässt;
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Das Problem ist leider vielerorts, dass es die guten Geschäfte, vor allem im Bereich Bekleidung, kaum noch gibt. In köln zumindest findet sich kaum noch ein Qualitätsbekleidungsgeschäft. In DUS o. MUC mag das anders sein. Deshalb bin ich dazu übergegangen, Markenbekleidung im Internet in den betreffenden shops oder z.B. bei Breuninger direkt zu kaufen. Da weiss man, wie die Sachen ausfallen und wie die Qualität ist. Ich muss ganz selten etwas zurückschicken und wenn es nicht zuuu aufwendig ist, lasse ich es auch vorort ändern. Leider gibt es in den früheren Einkaufsstrassen nur noch Billig-Ketten. Das spare ich mir und den Umkleidestress auch.

@Opa Klaus um 15:05 Uhr

"Der Glaube, der Mensch könnte sich reduzieren und Ansprüche zurückfahren wird ein Glaube bleiben müssen."

Das kommt darauf an, ob man aus der Rückschau auf sein Konsumverhalten in den letzten Jahren und Jahrzehnten nicht vielleicht zu dem Schluß kommt, dass man ohne alle diese unnötig konsumierten Dinge hätte glücklicher und zufriedener leben können - und deswegen einen Wandel im Lebensstil durchführt.
Denn wenn Reduktion und Verzicht das Leben sogar angenehmer und lebenswerter machen - warum nicht?

17:02 von schabernack 16:17 von Kaneel

"Zeitlos" und robust und langlebig sind auch Schornsteinfegerklamotten, aber im Alltag nur wenig kleidsam.

Schnitt eher "karottig" wegen Sitzkomfort.
Farbe meist dunkelgrün oder braun.

Für megaeitel halte ich mich nicht - aber völlig uneitel bin ich auch nicht. Und die Kleidung sollte sowohl komfortabel als auch qualitativ einigermaßen hochwertig sein. "Wenig Sitzkomfort" klingt da nicht wirklich verlockend.

2021 um 16:41 von Kaneel

In meiner Jugend haben wir tatsächlich unsere Kleidung noch manuell "bearbeitet".
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Das kenne ich auch noch.Gekauft und ab nach Hause und in die Badewanne um sie zu bearbeiten.Heute ist das schon fertig beim Kauf.

Am 22. Oktober 2021 um 17:00 von kommtdaher

Die kleine Schneider von nebenan, den es schon lange nicht mehr gibt, wird durch solche Dienste von den Großen weiter verdrängt. Das Spiel kennen wir von Amazon.
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Änderungsschneidereien gibt es aber eigentlich schon noch sehr viele und wenn man nachfragt, können sie meistens viel mehr, als Hosen kürzen und Reissverschlüsse erneuern. Man muss halt fragen. Sind hier in Köln häufig Griechen oder Türken, die sehr geschickt sind. Diesen Zalando-Service würde ich eher nicht in Anspruch nehmen. Viel zu umständlich. Ich glaube auch nicht, dass das sehr erfolgreich sein wird.

Eine Reparatur ist oft aufwändiger als ein Neukauf.

Vor einiger Zeit fiel der Reißverschluss meines Rucksacks auseinander. Zwei Schneiderinnen lehnten die Reparatur ab und ein Sattler riet mir zum Neukauf, da der Arbeitsaufwand ca. 80 Euro gekostet hätte.

Die Nachhaltigkeit und Reparaturbereitschaft stehen und fallen mit dem damit verbundenen zeitlichen und finanziellen Aufwand.

@Margarete K., 14.26h

So ist es in unserem beschauli chen Städtchen auch.
Wir haben Änderungsscheider, Schuhmacher usw.
Da bringen wird unsere Reparatursachen hin.
Ist nicht billig aber immer noch preiswerter als wegwerfen.
Übrigens ist die ganze Altkleidersammelei für die Wirtschaft der Empfängerländer mehr als schädlich.
Da kauf niemand mehr heimische Produkte, wenn er sie auch dem Graucvhtkleidermarkt nachgeworfen bekommt.

@ Nachfragerin

Eine Reparatur ist oft aufwändiger als ein Neukauf. Vor einiger Zeit fiel der Reißverschluss meines Rucksacks auseinander.

Wenn der angrenzende Stoff auch schon porös ist, lohnt eine Reparatur nicht. Aber da kann man nur sagen, Qualität kaufen, das ist auf Dauer befriedigender und zahlt sich aus.
Es ist übrigens nicht schwer, in einem guten Rucksack einen Reißverschluss selbst auszutauschen.

@ WM-Kasparov-Fan. 17:57

"Das kommt darauf an, ob man aus der Rückschau auf sein Konsumverhalten in den letzten Jahren und Jahrzehnten nicht vielleicht zu dem Schluß kommt, dass man ohne alle diese unnötig konsumierten Dinge hätte glücklicher und zufriedener leben können - und deswegen einen Wandel im Lebensstil durchführt.
Denn wenn Reduktion und Verzicht das Leben sogar angenehmer und lebenswerter machen - warum nicht?"

Will Ihnen da gar nicht widersprechen. Möglicherweise gibt es ja solche Menschen. Ich gehöre devinitv nicht dazu. Bin nur ein einfacher deutscher Michel, welcher sich von 9to5 auch eine angenehmes Leben gönnt, ohne zu prassen. Möglicherweise bin ich eine Aussnahme, möglicherweise einer von vielen?

@ um 17:40 von Kaneel

Eine Anprobe dieser japanischen Jeans ist, glaube ich, in Frankfurt oder Berlin möglich.
Allerdings sind die genannten 150€ die untere Grenze dieser Jeans. Das kann auch bis zum Dreifachen gehen. Gucken Sie mal nach „Pike“ - Jeans. Die sind zwar aus den USA aber im Stoff mindestens doppelt so dick.
Dem Dank an die Mitforisten schließe ich mich an.

@ Nachfragerin

Auf die Servicewüste Deutschland trifft Ihre müllberge-forcierende Kauf neu-Weisheit sicherlich zu. Aber wenn das weltweit zuträfe, dann würden heute nicht hundert Jahre alte Autos in Cuba herumfahren mit deutlich geringeren Feinstaubwerten als die allerneuesten SUV-Dieseldreckschleudern Made by VW. Und so ist auch zeitlicher und finanzieller Aufwand für Nachhaltigkeit und Reparaturen erst mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen in Deutschland realisierbar.

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