Ihre Meinung zu: Moskauer Metro setzt auf Bezahlen mit Gesichtserkennung

17. Oktober 2021 - 11:02 Uhr

In der Moskauer U-Bahn können Fahrgäste ab sofort mit einem Blick in eine Kamera bezahlen. Das ist praktisch und schnell. Doch auch Bedenken über eine nahtlose Überwachung werden laut. Von Martha Wilczynski.

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Kommentare

Frage der Zeit

Konsequenterweise war es eine Frage der Zeit, wann solch ein System in Moskau eingeführt wird . Laut dem Bericht wird in Russland schon länger Biometrische Daten gesammelt. Die Begehrlichkeit haben auch andere Staaten , auch demokratische Länder .

Praktisch,...

...daran ist nicht zu zweifeln.
Gefährlich,...
Daran auch nicht.

Wenn man das weiterdenkt überwiegt das Praktische.
Du gehst bei Rot über die Ampel, kommst nach Hause und das Bußgeld ist schon runter vom Konto.
Du schaust in die Kamera, die die Kassiererin im Stirnband eingesteckt trägt - zack: Bezahlt.
Nach dem Restaurantbesuch schaust du dem Ober auf den Knopf am Revers - zack, samt Trinkgeld.

Ja, und da du ansonsten ein unauffälliges, möglicherweise gar gefälliges Leben führst, ist doch alles paletti.

Und: die Chinesen haben's doch auch längst.

Warum bloß will ich sowas nicht und bevorzuge nach wie vor Bares?
Ich passe nicht mehr in diese Welt... Trotz Computer, Handy und E-Bike.

Schnell- praktisch- gut

>>Aber ich denke, dass es allmählich, mit kleinen Schritten in diese Richtung geht. Wie George Orwells Roman '1984' - nur im richtigen Leben."<<

Das gibt es in China, in Russland, aber auch in Deutschland, a eigentlich überall - ausgenommen sind Naturvölker, grins.

Der Normalo gibt seine Daten überall ab/preis. Neben öffentlichen Medien bei Kartenzahlungen im Supermarkt/Bank usw., im Gesundheitswesen, ja praktisch überall - sogar beim Autofahren ist der Mensch gläsern.

Wer an der Datenquelle sitzt, kann erfahren, wer wann, wo und wie viel jemand eingekauft hat oder wo sich derjenige aufhält.

Natürlich nur unter Einhaltung aller Datenschutzrichtlinien.

Wird in Moskau oder China bestimmt nicht anders sein als in Deutschland....

Ein Problem

was es ja bei uns nicht gibt, und dann ist ja auch noch auf freiwilliger Basis, wird sicher viel von der Jugend genutzt, die jetzt auch alles mit dem Smarti bezahlt.
Und überall wo Überwachungskameras hängen, egal in welcher Stadt der Welt, ist auch ganz sicher Software im Einsatz, die bestimmten Dingen dient.
Natürlich dient das überall auch einer Überwachung, jede Kartenzahlung oder mit dem Telefon, oder Punkte sammeln mit Payback und so weiter, sind Daten die man abfassen kann.
Ob das erlaubt ist oder nicht, gemacht wird es doch, wenn auch nicht offiziell, da werden die Moskauer keine Ausnahme machen.

@ um 12:27 von Dr. Cat

„Konsequenterweise war es eine Frage der Zeit, wann solch ein System in Moskau eingeführt wird.“
In London wird sowas auch schon seit langer Zeit eingesetzt und auch immer mehr deutsche Städte setzen es ein.
Vor allem aber zu Bekämpfung von Kriminalität.
Es gibt bei der englischen Polizei sogar Programme, die im Voraus berechnen können, in welchen Stadtteil die Kriminalitätsrate demnächst ansteigen wird, so dass dort die Polizeipräsenz verstärkt werden kann.
Falsch ist allerdings, dass nicht Lobbyisten, Politiker und Wirtschaftsbosse überwacht werden. Nicht nur per Kamera sondern auch deren Konten müssen überwacht werden, wenn man Korruption bekämpfen will und die Steuerhinterziehungen.
Dort müßte schon deshalb mit der Überwachung begonnen werden, um beim Rest der Bürger Vertrauen zu wecken und zu zeigen, dass tatsächlich gegen die schlimmsten und teuersten Verbrechen etwas unternommen wird. Und nicht nur gegen Schwarzfahrer und Eierdiebe.

12:35 von harry_up Zuerst mal

12:35 von harry_up

Zuerst mal volle Zustimmung - ich bin zwar auch "nicht von gestern", aber das geht mir zu weit.
Bei einigem beschleicht mich einfach ein "ungutes Gefühl" und dann nutze ich das auch nicht.

@harry _up um 12:35

Volle Zustimmung.
Und das schlimmste ist, dass die Mehrheit der Menschen all diese kleinen Schritte in die Überwachung mitmacht. Man muss ihnen nur weiß machen, dass alles schneller und unkomplizierter wird.
Wie sagt der junge Moskauer: ich muss nicht nach meinem Ticket suchen und die Hände bleiben frei, na prima!

12:35 von harry_up

"Ja, und da du ansonsten ein unauffälliges, möglicherweise gar gefälliges Leben führst, ist doch alles paletti.

Und: die Chinesen haben's doch auch längst.

Warum bloß will ich sowas nicht und bevorzuge nach wie vor Bares?
Ich passe nicht mehr in diese Welt... Trotz Computer, Handy und E-Bike"

.-.-.

Ich wette, dass viele der nachwachsenden Jugend so denken und denken werden wie Sie.

Viele Jugendliche sind da vielleicht noch sehr viel kritischer als die Älteren.
Sie wollen ebenfalls nicht in eine solche Welt passen.

Nur nicht den Mut verlieren.

Über den Einsatz solcher

Stasi-Technologien im öffentlichen Raum zu diskutieren, erscheint mir überflüssig.

Grauenhaft Entwicklung ....

... und Einladung für jederlei autoritäre und dikator. Bestrebungen, die ja weltweit wieder eine Renaissance erfahren. Ein Schritt weiter, daß das indiv. Leben dem Bankkonto, also der Bank ausgeliefert ist. Und demjenigen, dem die Banken gehören.
Totale Kontrolle und Unterwerfung, die ja gerade in jüngster Zeit vielerlei neue Fans und Befürworter gewonnen hat und von vielen Regierungen, auch der deutschen, als Allheilmittel gesehen wird.
"Schöne neue Welt" oder "1984" sind schöne Vorbilder, wohin sich das ganze entwickeln kann. In China kann man sich das ganze schon live ganz gut ansehen.
Ist das die Welt, die ihr wollt, die ihr eueren Kindern hinterlassen wollt? Die traurige Antwort ist, "Ja".
Parteien wie die AfD oder CDU/CSU wird´s freuen.

Bedenken

Ich verstehe die Bedenken nicht.
Das Praktische verdrängt das Unpraktische.
So einfach ist das.
Und der Putin war schon immer der Zukunft und der Wissenschaft verpflichtet.
Und Überwachung sehe ich hier keine in Russland. Das würde bei mir aber mit der neuen Regierung in D anders aussehen. Da würde ich das nicht mitmachen.

@ nie wieder spd 12:52

Es muss aber auch Grenzen geben . Selbst bei Ihrem Beispiel hätte ich als Bürger kein Vertrauen, die Verlockung es auf die komplette Gesellschaft auszuweiten, ist zu groß. Ich halte meinen digitalen Abdruck so klein wie möglich , nicht weil ich etwas zu verbergen habe , sondern weil es keinen anderen angeht was ich kaufe , esse und noch einiges mehr .

13:01 von Sparpaket Was

13:01 von Sparpaket

Was machen Sie, wenn ab morgen bei Kaufland (oder einem anderen Geschäft in SZ) diese Technologie eingesetzt wird?
Ist die Diskussion dann auch "überflüssig"?
Das kommt doch in der Regel "schneller wie man denken kann" auch zu uns.

12:35 harry-up

"Warum bloß will ich sowas nicht......."

Weil es die lückenlose Überwachung bedeutet und genau genommen keine wirklichen Erleichterungen bedeutet.
Wir werden zu Objekten der Datensammmler degradiert im Namen des (Pseudo) Fortschrittes. Uns wird erzählt wer hipp sein will muss da dabei sein ansonsten ist man Fortschrittsverweigerer und wer will das schon sein. Außer ein paar "Rückständige" wie sie und ich.

Wie unnötig

Und offensichtlich zur Überwachung gemacht. Per nfc ist schneller und sicherer. Entweder mit einer Karte, mit dem Handy oder noch bequemer mit der Smartwatch

@ um 13:15 von Dr. Cat

„Ich halte meinen digitalen Abdruck so klein wie möglich , nicht weil ich etwas zu verbergen habe , sondern weil es keinen anderen angeht was ich kaufe , esse und noch einiges mehr .“
Wenn Sie hier mitmachen, sind ihre gesamten Daten bereits in der digitalen Welt unterwegs.
Sämtlichen asozialen Medien reicht es aus, dass ihre Linkbuttons platziert sind auf den Seiten der Anbieter jeglichen Inhalts. Diese Linkbuttons spionieren und leiten all unsere Daten weiter an ihre Firmen. Da gibt es nichts zu verhindern oder aufzuhalten. Hinzu kommen Programme wie „Pegasus“ oder der Bundestrojaner. Und falls Sie ein Handy bei sich haben, wenn Sie einkaufen gehen oder zur Arbeit, dann wissen die auch das und Ihre Adresse und Ihren Arbeitsort.
Auch ohne Kameras im öffentlichen Raum sind wir alle schon besser überwacht als Orwell oder die Stasi nur hätten träumen können.

12:52 von nie wieder spd

"In London wird sowas auch schon seit langer Zeit eingesetzt und auch immer mehr deutsche Städte setzen es ein."

,.,.,

Halte ich für Fakenews.

Nennen Sie mir bitte nur eine einzige Stadt in Deutschland, wo das im Artikel beschriebene russische System benutzt wird.

Und in London gibt es das sogar "schon seit langer Zeit", wo man nur in eine Kamera gucken muss, und schon ist das Geld abgebucht - behaupten Sie?

Aggression und Anpassung

Es bewahrheiten sich immer mehr die Thesen Herbert Marcuses...die Technologien werden als Anthropotechniken vorteilhaft verkündet, und am Ende besteht das Leben als Anpassung und Unterwerfung, wobei das Verhalten von Psyche, Unbewußtem und Unterbewußtsein für die Mächtigen kontrollierbar wird. Solche Methoden - wie jetzt in Moskau - muß man als technologische Aggression bezeichnen, die letztlich für die Menschen destruktiv ist.

13:19 von Chains //Per nfc

13:19 von Chains

//Per nfc ist schneller und sicherer.//

Können Sie mir "die Sicherheit" mal erklären? Ich habe da ganz andere Infos.

Kann mir jemand ...

.. Verbote hin oder her, verbindlich garantieren, dass solch biometrische Daten in D noch nicht öffentlich erfasst werden? Z. B. in Flughäfen, Bahnhöfen, Kaufhäusern oder schlicht auf Straßen und Plätzen? Werden da eventuell Zusammenhänge zwischen Kreditkarten(daten) oder Barzahlungen hergestellt?
Ich würde da keinen Cent drauf verwetten ... keinen einzelnen.
Die Russen propagieren es (sogar) wenigstens öffentlich ...

12:52 von nie wieder spd

«In London wird sowas auch schon seit langer Zeit eingesetzt und auch immer mehr deutsche Städte setzen es ein.»

Nirgendwo in Deutschland wird Gesichtserkennung inkl. Bezahlen von Fahrtickets eingesetzt. Bei London weiß ich es nicht, aber gehört oder gelesen habe ich davon noch nichts.

Das ist was anderes als Kameras im Öffentlichen Raum auf Straßen oder in Bahnhöfen, um aufzuzeichen, was dort so alles geschieht.

@ nie wieder SPD 13:31

Ich habe kein Smartphone, der Laptop den ich benutze geht über Hotspot ins Internet und es sind keine persönlichen Daten darauf, die ein Rückschluss auf mich geben könnte .

Können vs. Wollen

Uns wird das Bezahlen mit Gesichtserkennung als Ausweis eines besonderes hohen IT-Entwicklungsstands verkauft. Ähnlich ist es mit Handyzahlung oder IT an Schulen.

Die Wahrheit ist jedoch, dass man die IT aus manchen Lebensbereichen ganz bewusst ausklammern und sich nicht zu Sklaven von irgendwelchen "Apps" machen sollte. Ein souveräner und stolzer Bürger meidet solche unnötigen Spielereien.

13:45 von H.

13:45 von H. Hummel

Garantieren wird Ihnen das wohl niemand.
Ich meine mich zu erinnern, das es an irgend einem Flughafen (ist 2 oder 3 Jahre her) ein Experiment mit solcher Software gab.
Habe mal kurz Google bemüht:

"https://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/digitaletransformation/digitale-revolution-gesichtserkennung-wird-immer-haeufiger-eingesetzt-datenschuetzer-warnen/21229556.html?ticket=ST-1674601-hlM5Ge4aYtdyBNVplKR9-cas01.example.org"

@12:35 von morgentau19

>> Das gibt es in China, in Russland, aber
>> auch in Deutschland

Sie haben in Ihrer Aufzählung noch vergessen:
* UK
* USA

13:13, ChrupallaFanGörl

>>ch verstehe die Bedenken nicht.
Das Praktische verdrängt das Unpraktische.
So einfach ist das.
Und der Putin war schon immer der Zukunft und der Wissenschaft verpflichtet.
Und Überwachung sehe ich hier keine in Russland.<<

Na, dann ist ja alles gut.

>>Das würde bei mir aber mit der neuen Regierung in D anders aussehen. Da würde ich das nicht mitmachen.<<

Aber bei Putin schon?

Am 17. Oktober 2021 um 13:34 von landart

Mag ja alles stimmen, auch die Thesen.
Aber um daran Teilzunehmen, muss man sich freiwillig anmelden, sonst geht es ja nicht.
Das Problem ist damit eher, das Menschen sich dem freiwillig unterwerfen.
Bei Kameras auf Plätzen oder sonst was für Orte, die Überwacht werden, kann jeder Zeit Software zur Geschichtserkennung eingesetzt werden, ohne wissen des jeweiligen.
Selbst wenn es verboten ist, ist es aber machbar, ich würde meine Hand nicht ins Feuer legen wollen, das nichts abgegriffen wird.

13:59, saschamaus75

>>@12:35 von morgentau19
>> Das gibt es in China, in Russland, aber
>> auch in Deutschland

Sie haben in Ihrer Aufzählung noch vergessen:
* UK
* USA<<

Das gibt es weltweit.

Man kann jetzt natürlich Länder auswählen und diese Auswahl nach ideologischen Gründen vornehmen...

13:57, ich1961

>>13:45 von H. Hummel

Garantieren wird Ihnen das wohl niemand.
Ich meine mich zu erinnern, das es an irgend einem Flughafen (ist 2 oder 3 Jahre her) ein Experiment mit solcher Software gab.
Habe mal kurz Google bemüht:

"https://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/digitaletransformation/digitale-revolution-gesichtserkennung-wird-immer-haeufiger-eingesetzt-datenschuetzer-warnen/21229556.html?ticket=ST-1674601-hlM5Ge4aYtdyBNVplKR9-cas01.example.org"<<

Es gab auch mal einen Modellversuch am Berliner Bahnhof Südkreuz. Mit Freiwilligen...

Gesichtserkennung

Diese Entwicklung ist eine Katastrophe. Ohne Wenn und Aber. Ist es wirklich auch hier so fern? Wird es nicht auch hier kommen? Mit ziemlicher Sicherheit. Und es wird akzeptiert werden. Man wird sich anhoeren muessen: "Niemand zwingt dich, mir der Metro zu fahren!" (Metro steht fuer eine Variable.) Also: Das kommt auch hier - weil es den meisten egal ist, weil der gesellschaftliche Sprengstoff nicht begriffen wird. Und man glaube ja nicht, das die von der kuenftigen Regierung angestrebte Digitalisierung dem einen Riegel vorschieben wird. Eher im Gegenteil. Immerhin gibt es deutliche Warnungen und Appelle, den Wildwuchs in der Digitalisierung zu beschraenken - man muss nur in die die richtige Richtung lauschen. Vielleicht kommts beim Buerger doch noch an.

@ wenigfahrer, um 14:08

Ausgeschlossen ist das alles nicht.

Aber Sie haben vollkommen Recht:

Ich muss den Behörden oder Unternehmen nicht noch quasi hinterherrennen, um denen mein Konterfei pixelgenau anzubieten, nur damit ich im Falle des Falles die Hände in den Hosentaschen belassen kann.

Ich fürchte, dass man diese …

… Techniken langfristig nicht vermeiden kann - einfach weil es sie gibt und sie ja durchaus auch als praktisch empfunden werden.
Vielleicht sollte man sich lieber darauf konzentrieren, die Demokratie zu bewahren: das bietet m.E. den einzigen Schutz gegen die Datensammelwut und dann den Missbrauch dieser Daten durch Behörden und auch private Institutionen.

@Frage der Zeit 12:27 von Dr.Cat

nicht nur in Moskau.
https://www.t-online.de/digital/id_83719670/china-firmen-ueberwachen-geh...
kurz: https://is.gd/QdAqwO

Der weltweite Überwachungskapitalismus ist kaum noch aufzuhalten.

Das hat inzwischen die Creme der alten und neuen Kryptologen erkannt
und wegen Apples Versuchen, alle unsere Smartphones zu verwanzen, protestiert.
nur für dokuzwecke:
https://arxiv.org/abs/2110.07450

Wenigfahrer „auf freiwilliger Basis“

Nun, beim Beantragen eines Ausweises, eines Führerscheins, …. werden biometrische Bilder verlangt.
Ebenso ein Fingerabdruck (nicht beim Führerschein).
Die Datenbasis ist also da, die Begehrlichkeit auch.
Und die Anwendung, mit Sicherheit nur eine Frage der Zeit.

@ Egleichhmalf 14:17

Ich gebe Ihnen aber zu bedenken, was , wenn die Demokratie solch ein System benutzt, was dann ? Bei so einer Einführung müsste es ein Bürgerentscheid geben .

Wahllose Überwachung

Es ist schon laengst auf dem Vormarsch - Wahllose Überwachung ohne Nutzen. Zum Beispiel:
- der Test von Systemen zur Videoüberwachung mit Gesichtserkennung der Deutschen Bahn und der Bundespolizei am Berliner Bahnhof Südkreuz, den fortwährenden Einsatz "intelligenter" Videoanalysen durch die Bahn und die Suche nach Randalierern durch die Hamburger Polizei mit der biometrischen Technik nach dem G20-Gipfel.

Betonung liegt auch auf "ohne Nutzen". Es ist einschlaegig bekannt, das fuer die polizeiliche Fahnung keine Verbesserung entsteht. (Kann man recherchieren, viele (!) Quellen) Aber: Der Markt haengt mit drin, es ist ein tolles Spielzeug fuer die Polizei und Schlapphuete... und laesst sich von interessierten Kreisen in der Politik (Innenminister) prima in die "Digitalisierung" reinschmuggeln. Und die Wirtschaft argumentiert, das sie den internationalen Anschluss nicht verlieren will, also den Absatzmarkt, ergo Forschung wiurd dadrin gefoerdert. Und der Ethikrat? - wird ueberhoert.

@ das ding, um 14:16

Sie haben nicht zu Ende geschrieben.

Wie oder womit wollen Sie den “Wildwuchs in der Digitalisierung“ beschränken?

Vor allem, weil Deutschland bei der Digitalisierung, wie allseits beklagt wird, “16 Jahre geschlafen hat“.
Konnte man auch hier bei den Kommentaren hundertfach lesen.

Wie wollen Sie dann das ausklammern, was derart “lukrativ“ ist?

@dasding

"Und man glaube ja nicht, das die von der kuenftigen Regierung angestrebte Digitalisierung dem einen Riegel vorschieben wird. Eher im Gegenteil. Immerhin gibt es deutliche Warnungen und Appelle, den Wildwuchs in der Digitalisierung zu beschraenken"

Ich habe mich hier schon häufiger kritisch geäußert zu dem immer wieder geforderten schnellen Ausbau der Digitalisierung.
Ja, man macht sich darüber lustig, wenn noch Faxgeräte genutzt werden statt des angestrebten Allheilmittels.
Die wenigsten denken aber nicht an die zunehmendem Gefahren. Überwachung ist nur ein Aspekt, es gibt noch viel mehr Gefahrenpunkte, die ich gar nicht aufzählen kann, sonst komme ich mit den Zeichen hin.

Zusammenbruch des Systems, sei es durch technisches Versagen, durch Hackerangriffe oder sonstwas. Und große Teile der Wirtschaft begeben sich in totale Abhängigkeit. Wenn ich daran denke, was dort, wo ich arbeite in den letzten 10 Jahren passiert ist...

14:17 von Egleichhmalf

"Ich fürchte, dass man diese …
… Techniken langfristig nicht vermeiden kann - einfach weil es sie gibt und sie ja durchaus auch als praktisch empfunden werden.
Vielleicht sollte man sich lieber darauf konzentrieren, die Demokratie zu bewahren"

Korrekt. Es ist allgemein unter den Kritikern und den kritischen IT fachleuten Konsens, das das Problem nicht technisch zu loesen oder zu verhindern ist, sondern nur politisch. Und warum sollte das unmoeglich sein? Morde sind ja auch gesetzlich, also politisch gewollt, verboten. Dabei sind sie machbar und je nach Einstellung, praktisch. Natuerlich muss man sich dann mit so einigen in den eigenen Reihen ernsthaft anlegen. Was fehlt ist halt die Erkenntnis, wer wirklcih in den eigenen Reihen ist und wo diese ueberhaupt sind. Also im Prinzip einfach, in der Realitat nicht. Also: "Eine bessere Ordnung ist machbar, Herr Nachbar" (abgewandelt)

um 13:49 von schabernack

""Nirgendwo in Deutschland wird Gesichtserkennung inkl. Bezahlen von Fahrtickets eingesetzt. Bei London weiß ich es nicht, aber gehört oder gelesen habe ich davon noch nichts""

Mein Smartphon kann ich mit Gesichtserkennung entsperren, bezahlen kann ich mit dem Teil auch.
Die Daten sind also verfügbar.

@ um 13:32 von Sausevind

Sie haben natürlich recht. In London ist man noch nicht soweit, dass so bezahlt werden könnte.
Die Überwachung von Kriminalität allerdings schon.

@ ChrupallaFänGörl, um 13:13

“Und Überwachung sehe ich hier keine in Russland. Das würde bei mir aber mit der neuen Regierung in D anders aussehen.“

Sie haben aber mitbekommen, dass diese Form der Überwachung in Russland praktiziert wird?

Fahrkarte lösen, indem Ihre Identität überprüft wird - ist das für Sie keine “Überwachung“?

@ artist22 14:49

Dann geht am besten zu den Naturvölkern , dann hat man seine Ruhe :-) Jetzt aber mal im ernst, dann müssen, die Datenschutzgesetzte auf den neusten Stand gebracht werden und vor allem Detaillierter.

@ um 13:49 von schabernack

Ja, völlig Richtig.
In London wird ein solches System nicht zum bezahlen eingesetzt, nur zur Überwachung.

14:38 von harry_up

"Sie haben nicht zu Ende geschrieben."

Ich habe nicht zu Ende geschrieben weil es nur begrenzten Platz gibt, und weil es nicht mein Thema war, und weil ich schon ein bisschen was voraussetze an Eigeninitiative zum Nachforschen. Ihre Frage ist ja schon ganz gut.

"Vor allem, weil Deutschland bei der Digitalisierung, wie allseits beklagt wird, “16 Jahre geschlafen hat“.

Nichts gegen schnelles Internet ueberall. Aber es gibt so manches, was hopplahop gemacht werden soll und dann nur der Wirtschaft nutzt, voller Sicherheutsluecken steckt, plus dem was dem Gesetzgeber im Sinne der Ueberwachung und Kontrolle noch alles einfaellt und was er schlichtweg vermurkst, faule Kompromisse inclusive. Entschuldigen Sie, das recherchieren sie bitte selber. Ich garantiere aber schoene Fundstuecke.

@ um 13:50 von Dr. Cat

Ok. Dann gehören Sie zu einer vernachlässigbaren Minderheit.
Wahrscheinlich aber ist, dass in Zukunft, so unser Nachwuchs noch eine hat, ohne solche Systeme nichts mehr funktioniert.

14:42 von harpdart

"(...)es gibt noch viel mehr Gefahrenpunkte, die ich gar nicht aufzählen kann, sonst komme ich mit den Zeichen hin."

Sie sagen es. Daraus koennte man ein Wochenend-Seminar basteln.

@ Rudolf238, um 14:46

re 13:49 von schabernack

Ja, deshalb hab ich das auf meinem Smartphone nicht so eingerichtet.

Hab Sorge, dass es mich irgendwann nich mehr erkennt...
Morgens z. B.. :-)

@ das ding, um 14:51

re @ harry_up, um 14:38

Sie rennen da offene Türen ein, da brauche ich nicht zu recherchieren.

Aber nochmal die Frage:
Wie wollen Sie oder könnte man dagegensteuern?
Mit verbieten ist es ja nicht getan...

@ nie wieder spd 14:52

Was meinen Sie mit vernachlässigbar ? Ich glaube, hier fängt auch Eigenverantwortung an . Ob der Nachwuchs eine Zukunft und wenn ja , so glücklich mit solchen Systemen ist , das wird die Zeit bringen .

@ um 14:42 von das ding

Da müssen wir alle dann dafür sorgen, dass auch die Überwacher überwacht werden.
Und das ist ja genau das, was ich schon öfter hier angeführt habe.
Wenn ein Überwachungssystem eingeführt werden soll, muß sichergestellt sein, dass unsere politischen und wirtschaftlichen Anführer als allererste Personen überwacht werden. Von mir aus als Pilotprojekt.
Und erst wenn es mit denen einwandfrei funktioniert und auch Regelverstöße, Gesetzesverstöße dieser Leute Gerichtsfest bewiesen sind und zu Verurteilungen geführt haben, darf das auf öffentliche Bereiche ausgeweitet werden.
Dazu muss unsere Demokratie direkter werden. ZB mit Bürgerbeteiligungen.

@ Am 17. Oktober 2021 um 14:48 von harry_up

"Am 17. Oktober 2021 um 14:48 von harry_up
@ ChrupallaFänGörl, um 13:13

“Und Überwachung sehe ich hier keine in Russland. Das würde bei mir aber mit der neuen Regierung in D anders aussehen.“

Sie haben aber mitbekommen, dass diese Form der Überwachung in Russland praktiziert wird?

Fahrkarte lösen, indem Ihre Identität überprüft wird - ist das für Sie keine “Überwachung“?"

Nein, weil es doch darum geht kontaktlos zu zahlen. Das ist doch keine Überwachung. Und sie müssen doch das Ticket dem richtigen Fahrgast zuweisen können.

@ Am 17. Oktober 2021 um 14:05 von fathaland slim

"Am 17. Oktober 2021 um 14:05 von fathaland slim
13:13, ChrupallaFanGörl

>>ch verstehe die Bedenken nicht.
Das Praktische verdrängt das Unpraktische.
So einfach ist das.
Und der Putin war schon immer der Zukunft und der Wissenschaft verpflichtet.
Und Überwachung sehe ich hier keine in Russland.<<

Na, dann ist ja alles gut.

>>Das würde bei mir aber mit der neuen Regierung in D anders aussehen. Da würde ich das nicht mitmachen.<<

Aber bei Putin schon?"

Warum nicht. Putin ist nicht weniger Demokrat wie wir eine Demokratie in D haben.

Ein Alptraum.

Mal abgesehen davon, daß im 3D-Drucker-Zeitalter biometrische Masken ein Kinderspiel sind und somit einem Idenditätsdiebstahl Tür und Tor geöffnet würde.

Wo Daten sind, sind auch Fehler.
Ich meine mich zu erinnern, als die USA nach 9/11 die Einreise mit genauer Namensangabe forderten, daß auch unschuldige Menschen im Gefängnis landeten. Weil ein ähnlich klingender Name auf einer "Terrorliste" stand, wo man für 5'000,-$ Kopfgeld denunzieren konnte.

Ich bin inzwischen so weit, daß ich es schaffe, mein Handy komplett einzurichten, ohne mich im Google-Playstore anzumelden.

Die Apps die ich brauche, liegen auf meinem Home-Server zuhause, der nur über das interne Netzwerk erreichbar ist.

Sollte ich doch mal in den Play-Store müssen, gehe ich als Alfred E. Neumann rein und habe auch noch ein falsches Geburtsdatum.

Da ich auch Amazon und Facebook nicht nutze ist ein weiteres Ausspähen auch nicht möglich.

Das Einzige mögliche Leck ist Whatsapp, das ich wegen ein paar Leuten nutzen muß.

@Wie [..]könnte man dagegensteuern? 15:03 von harry_up

"Mit verbieten ist es ja nicht getan..."

Das ist das Problem.
Solange es das 'Geschäftsmodell' einer kleinen Gruppe Grosskonzerne
sogar noch befördert, wird es eben gemacht.

Dagegen hilft nur mehr Transparenz und in den Restdemokratien
mehr Druck auf den Souverän.

Am besten beides zusammen, damit die diversen 'Strohmänner/frauen'
sich nicht mehr so gut verstecken können.
- bei uns nennt man das 'divers'e Lobbyisten ;-)

@ um 15:04 von Dr. Cat

Vernachlässigbar in dem Sinne, dass der eine oder andere Mensch, der sich diesem System verweigert, keine Rolle spielt. Milliarden anderer Menschen machen mit. Das reicht.
Zumal wir Älteren auch irgendwann nicht mehr da sein werden.

15:03 von harry_up

"Wie wollen Sie oder könnte man dagegensteuern?
Mit verbieten ist es ja nicht getan..."

"Alleine machen sie dich ein." (noch'n Spruch)

Es geht nur mit der Zivilgesellschaft, die wir ja zum Glueck haben. Mein Pessimismus dahingehend steht mal aussen vor. Fuer den optimistischen Geist: Mitarbeit bei NGOs oder z.B. dem deutschen Verein FoeBuD e.V.

Oder man ist ein genialer Hacker und kann sich aus dem Grid verabschieden und dennoch ueberall dabeisein. Fuer den "Normalo": Linux statt Windows, smarte Kaffeemaschinen etc. nicht kaufen. Es gibt auch ein "alternatives" Smartphone, das sicherer ist, ist mir nur entfallen, welches. Leider ist das alles nur Durchhangeln. Der Buerger muss durch die Zivilgesellschaft zur Politik durchdringen.

Naja, nix Neues insgesamt, oder?

14:46 von Rudolf238 / @schabernack

«Mein Smartphon kann ich mit Gesichtserkennung entsperren, bezahlen kann ich mit dem Teil auch.»

Sie können sich aber nirgendwo in Deutschland an einem Bahnsteig vor einen Gesichtsscanner stellen, Ihr Smartphone schläft zuhause, und Ihr Ticket ist bezahlt, nur weil Sie in den Scanner rein gucken.

Das ist erstens nicht alles das Gleiche.
Und ist zweitens auch nicht so schwer zu verstehen.
Bei so einer Ticket-Gesichtserkennung könnte auch ich mich anmelden.
Obwohl ich gar kein Smartphone habe.

@Am 17. Oktober 2021 um 13:17 von ich1961

Was machen Sie, wenn ab morgen bei Kaufland (oder einem anderen Geschäft in SZ) diese Technologie eingesetzt wird?
Ist die Diskussion dann auch "überflüssig"?
Das kommt doch in der Regel "schneller wie man denken kann" auch zu uns.

_______

Nicht Kaufland, sondern Lidl versucht das derzeit, mit einer App, mit der man dann Lidl-Plus-Kunde wird. Ich, als Nichtnutzer gehe daher nur noch in den Lidl, wenn ich etwas ganz Spezielles brauche, derzeit hat Lidl 3 Artikel im Sortiment, die es woanders nicht nach meinem Geschmack gibt.

Ergo macht Lidl deutlich weniger Umsatz mit mir.

15:15 von nie wieder spd

"Da müssen wir alle dann dafür sorgen, dass auch die Überwacher überwacht werden. (...)
Wenn ein Überwachungssystem eingeführt werden soll, muß sichergestellt sein, dass unsere politischen und wirtschaftlichen Anführer als allererste Personen überwacht werden. Von mir aus als Pilotprojekt."

Ich sagte befuerchte zwar, das gemacht wird, was machbar ist. Aber ich hoffe doch, das das nicht so absolut der Fall sein wird. Auch bestimmte Kriegswaffen werden geaechtet - aber man muss politisch da am Ball bleiben. Daher ist am beides am Besten: Ueberwachte Bewacher, sowieso, aber auch klare Richtlinien welche Technik ueberhaupt eingesetzt werden oder gar entwickelt und serienreif hergestellt werden soll. Und damit ist die Biometrie gemeint, und KI muss auf dem Pruefstand.

Da langt mir die

Da langt mir die Überschrift,um zu wissen, daß das mit unseren Datenschützern nicht gehen wird. Es darf ja keiner wissen, wer wo wann ist.

Solange es „Überwacher“ und „Überwachte“ gibt, wird

diese Entwicklung ein Problem bleiben. Aufzuhalten wird sie wohl so oder so nicht sein.

Angst um die Daten?

Jeder der einen Facebook Account hat dürfte auch keine Angst haben, mit Gesichtserkennung zu bezahlen.

Schon wieder ein gutes Argument,

... aus der Großstadt wegzuziehen.

Warum nur tun das so wenige? Und machen sich nicht im ländlichen Raum selbständig. Sind Großstädter wirklich zu bequem geworden?

@ nie wieder spd 15:19

Gut in diesem Sinne haben Sie Recht. Aber gerade in demokratische Gesellschaften müssen die Bürger wachsam bleiben, das solche Technologien nicht missbraucht werden.

@ um 15:27 von das ding

Dann kann man es aber drehen und wenden, wie man will: Dann benötigen wir nämlich noch viel mehr Möglichkeiten an Überwachung und Kontrolle. Mein Vorschlag war schon vor längerer Zeit, dass jeder politische oder wirtschaftliche Entscheider eine Kamera am Reverse hat, die den ganzen Tag läuft und alles aufnimmt. Erinnererungslücken spielen dann keine Rolle mehr.
Und das Material muss dann in bestimmten Abständen überprüft werden.
Zusätzlich müssen die Kontobewegungen dieser Leute kontrolliert werden, um Zahlungen oder Eingänge überprüfen zu können.
Das liefe aber dann auch darauf hinaus, dass jeder jeden überwacht.
Von mir aus gerne.
Die meisten anderen Menschen haben leider eine andere Meinung dazu.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Je höher es in der Hierarchie geht, desto wichtiger ist die Kontrolle.
Das muss ein Prinzip werden.

Moskauer Metro

ich kann mir durchaus vorstellen, daß diese Gesichtserkennung mit einer Fahndungsliste gekoppelt wird.

Einsteigen in die Metro , Fahren bis zur Endhaltestelle und für "die letzte Meile" wird man dann sogar am Bahnsteig abgeholt.

Das mag in einer normalen Gesellschaft ja erstmal ganz nützlich klingen.

Aber in einem Land, in dem man als Terrorist verurteilt wird, weil man gegen Bewährungsauflagen verstößt, kann das fatal werden.
Zumal, wenn man insofern gegen die Bewährungsauflagen verstößt, daß man in Deutschland in einem Krankenhaus liegt, weil man eine mutmaslich staatliche Vergiftung überlebt hat.

15:32 von Nettie

"Solange es „Überwacher“ und „Überwachte“ gibt, wird
diese Entwicklung ein Problem bleiben."

Nicht nur dieses Problem.

Mit dieser (ich meine darin Tiefe zu sehen) Wahrheit sind Sie der Zeit weit voraus. Obwohl es wohl auch eine zeitlose Wahrheit ist.

15:22 von Jan Petersen Mit

15:22 von Jan Petersen

Mit der Lidl-Karte kenne ich mich nicht aus.
Ich wollte mit dem Kommentar auch nur darauf hinweisen, das die Diskussion darüber zu spät erfolgt bzw. überflüssig ist, wenn es Land auf, Land ab Usus ist.

15:16 von ChrupallaFanGörl

«Warum nicht. Putin ist nicht weniger Demokrat wie wir eine Demokratie in D haben.»

Und das Dreirad für die ganz Kurzen ist nicht weniger schnell als der Formel 1 Mercedes von Lewis Hamilton.

15:42 von nie wieder spd

Wenn Ihr Absatz "Das liefe aber dann auch darauf hinaus, dass jeder jeden überwacht. Von mir aus gerne. Die meisten anderen Menschen haben leider eine andere Meinung dazu," nicht waere, haette ich Ihren Beitrag fuer Satire gehalten.

Ihr ganzes "ideale" System wird immer irgendwo der Willkuer ausgeliefert bleiben und, ich hab das aus irgendeinem Sci Fi Roman, "der Himmel haengt tief". Sie zeichnen ein Dystopia. Ach... ham wa schon! CHINA!

Wenn Sie aber Recht haben, moechte in einer solchen Menschheit nicht leben.

Perfektion ist auch Erstarrung.

Am 17. Oktober 2021 um 12:52 von nie wieder spd

Falsch ist allerdings, dass nicht Lobbyisten, Politiker und Wirtschaftsbosse überwacht werden. Nicht nur per Kamera sondern auch deren Konten müssen überwacht werden, wenn man Korruption bekämpfen will und die Steuerhinterziehungen.
Dort müßte schon deshalb mit der Überwachung begonnen werden, um beim Rest der Bürger Vertrauen zu wecken und zu zeigen, dass tatsächlich gegen die schlimmsten und teuersten Verbrechen etwas unternommen wird. Und nicht nur gegen Schwarzfahrer und Eierdiebe.
__
Wenn ein BEGRÜNDETER Verdacht vorliegt und ein Richter unter Auflagen dem zustimmt, wird das gemacht. Ich glaube kaum, dass ein einziger Bürger mehr Vertrauen hätte, wenn "der Staat" jedem in die Kontoauszüge und ins Schliessfach schauen dürfte. Solange man nämlich keinen begründeten Verdacht und einen richterlichen Beschluss nachweisen muss, ginge das bei jedem.
Aber Ihnen gefällt das chinesische System doch ohnehin viel besser. Gehen Sie bitte dorthin und verschonen uns mit Ihren Ungeheuerlichkeiten

15:42 von nie wieder spd

"Das liefe aber dann auch darauf hinaus, dass jeder jeden überwacht."

Es gibt allerdings auch ein Pro... ich las vor Jahren einen Science Fiction Roman, in dem wurde ein Geraet entwickelt, welches wie ein Fernglas alles offenbarte, was andere machten. Aufzeichnung inklusive. Nach einiger Zeit wurde es mit einer Zeitmaschine gekoppelt. Null Privatspaehre, keine Geheimnisse. Der Autor entschloss, wie fuer einen guten Autor ueblich, ueberzeugend eine Erden-Gesellschaft daraus enstehen zu lassen, die kein Lug und Trug mehr kannte.

Am 17. Oktober 2021 um 13:00 von Sausevind

Ich wette, dass viele der nachwachsenden Jugend so denken und denken werden wie Sie.

Viele Jugendliche sind da vielleicht noch sehr viel kritischer als die Älteren.
Sie wollen ebenfalls nicht in eine solche Welt passen.

Nur nicht den Mut verlieren.
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Vllt kennen und sehen wir beide einfach total unterschiedliche junge Leute. Was ich in Geschäften, egal welcher Art, so beobachte, zahlen 9 von 10 Jugendlichen mit Karte/Smartie. Mitunter sogar ein Päckchen Kaugummi. Die Generationen, die mit dieser Technik aufgewachsen ist, wird da vermutlich weniger Berührungsängste haben. Ich persönlich mache z.B. überhaupt nicht bei den "social networks" mit. Dass sind die eigentlichen Datenkraken. Ob jemand meine Einkaufsgewohnheiten kennt, interessiert mich eher weniger und spam lösche ich ohnehin ungelesen.

@Je höher es in der Hierarchie geht, 15:42 von nie wieder spd

"desto wichtiger ist die Kontrolle."
zu @@15:27 das ding

Dummerweise ist das Utopie, da je höher jemand, desto gleicher ;-)
Die werden die ersten sein, die sich so tw. entziehen können.

Und auch ihr Beispiel von vorhin zu dem hier
https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/big-data/predictive-policing/
kurz: https://is.gd/Mxzez6

ist längst widerlegt und dient nur zum Taschenfüllen von IT-Gauklern
und Postensichern von Politikern.

Glaubt man wirklich die Ganoven würden nicht in kürzester Zeit ihr 'Revier' wechseln,
wie in Santa Cruz geschehen?

Merke:
Überwachung dient letztlich nur dem 'grossen Bruder'
Wer schrieb das nochmal?

12:52 von nie wieder spd

wer will denn einen Überwachungsstaat ?

Also ich, der ohnehin etwas "Obrigkeitshörig ist, hat damit eher weniger Probleme,
aber damit gehöre ich zu einer Minderheit im Thread

@Am 17. Oktober 2021 um 15:48 von ich1961

Mit der Lidl-Karte kenne ich mich nicht aus.
Ich wollte mit dem Kommentar auch nur darauf hinweisen, das die Diskussion darüber zu spät erfolgt bzw. überflüssig ist, wenn es Land auf, Land ab Usus ist.

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das sollte kein Widerspruch sein, ich wollte in die gleiche Kerbe schlagen!

Ich finde es widerlich, wenn ein Discounter (kommt von keine =dis Rabattmarken zählen =count ) 5% Rabatt an die Kunden gibt, die ihre Seele, ihre Daten, ihr Einkaufsprofil und das Erstgeborene an einen der reichsten Männer Deutschlands verschenken.

Mein ehemaliger Chef hat früher immer großzügige Rabatte gegeben, indem er vorher still und heimlich die Preise erhöht hatte.

16:05 von artist22

Ich verstehe Ihren Beitrag (vorallem in Bezug zu mir) nicht.

"zu @@15:27 das ding"

"Und auch ihr Beispiel von vorhin zu dem hier
https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/big-data/predictive-policing/
kurz: https://is.gd/Mxzez6"

Wessen Beispiel? Der Link liefert nur einen Witz: "Unglücklicherweise ist die von Ihnen aufgerufene Seite nicht erreichbar. Das könnte daran liegen, dass wir Sie an dieser Stelle zu weit in die Zukunft geschickt haben und es diesen Inhalt noch gar nicht gibt."

Immer diese Angst vor Überwachung...

... denn wer nichts zu verbergen hat, braucht wohl auch keine Angst zu haben.
Und außerdem, warum bleibt in dem Beitrag unerwähnt, dass vor kurzem drei Schlägertypen, die in der Moskauer Metro zuerst eine Frau belästigt und danach einen Mann, der helfen wollte, krankenhausreif geschlagen haben, noch am Ausgang aus der Metro von Polizisten in Empfang genommen wurden, weil sie dank der Gesichtserkennungssoftware sofort als die Täter identifiziert und an Monitoren verfolgt werden konnten, bis die Handschellen klickten? Wie lange dauert es in Berlin, bis ein Bild aus einer Busüberwachungskamera als Fahndungsaufruf in den Medien landet? Drei bis vier Monate nach der Tat? Ich lebe in Moskau und kann nur eines sagen: eine sicherere Stadt habe ich in Europa noch nicht erlebt!

16:04 von weingasi1

"Die Generationen, die mit dieser Technik aufgewachsen ist, wird da vermutlich weniger Berührungsängste haben."

Mit Verlaub: Die Bezeichnung "Beruehrungsaengste" halte ich fuer falsch plaziert. Richtig waere: kritiklos, (ziemlich) gleichgueltig.

Überwachung hat nicht nur Nachteile

Stellen Sie sich vor, jeder Bürger müsste bei Geburt eine DNA-Probe bei einem zentralen DNA-Register hinterlegen. Jetzt mögen viele aufschreien, das würde gegen die Persönlichkeitsrechte verstoßen... aber was wäre die Quintessenz hieraus? Genau: Kein Verbrechen würde mehr ungesühnt bleiben, bei dem ein Täter seine DNA am Tatort hinterlässt. Und das sind nicht wenige Verbrechen. Möchte gar nicht wissen, wie viele Fälle ad acta gelegt werden müssen, weil eine Täter-DNA nicht zugeordnet werden kann...

@ ChrupallaFänGörl, um 15:15

re @ 14:48 von harry_up

Fahrkarte lösen, indem Ihre Identität überprüft wird - ist das für Sie keine “Überwachung“?

“Nein, weil es doch darum geht kontaktlos zu zahlen. Das ist doch keine Überwachung.“

Aha, ja, das leuchtet freilich ein.

“Und sie müssen doch das Ticket dem richtigen Fahrgast zuweisen können.“

Genau! Wehe ich verschenke mein Ticket an jemanden, der noch nicht durch die Gesichtskontrolle erfasst wurde.
Dann pfeift's aber bis in's Kreml!

Macht richtig Spaß, mit Ihnen zu diskutieren.

Corona

Rußland hat in den letzten Tagen einen traurigen Rekord von mehr als 1'000 Corona-Toten am Tag aufgestellt.

Im Artikel war auch die Rede davon, daß der Nutzer sein Portemonnaie "im Gedränge" nicht rausholen muß.

Das bedeutet für mich, daß niemand, der sich an Corona-Auflagen hält (Maske & Abstand) die Gesichtserkennung nutzen wird.

Oder andersherum: Jeder, der die Gesichtserkennung nutzt, hält sich nicht an Corona-Regeln.
(Über Impfdurchbrüche wurde schon genug geschrieben, um auch von Geimpften Abstand und Maske zu verlangen)

Staatlich. Registriert. Identifiziert.

15:15 @ ChrupallaFanGörl

"... das Ticket dem richtigen Fahrgast zuweisen können. ..."

Es gibt doch gar kein Ticket.

Haben Sie den Artikel nicht gelesen?

16:49 von Jan Petersen

«Rußland hat in den letzten Tagen einen traurigen Rekord von mehr als 1'000 Corona-Toten am Tag aufgestellt … Das bedeutet für mich, daß niemand, der sich an Corona-Auflagen hält (Maske & Abstand) die Gesichtserkennung nutzen wird. Oder andersherum: Jeder, der die Gesichtserkennung nutzt, hält sich nicht an Corona-Regeln.»

Nun ja … man kann sich auch an die Regeln halten, Maske tragen plus Abstand bewahren, und das Ding nur vor dem Scanner abnehmen. Direktes Gerummel davor in der Menschenmenge kann es nicht geben, sonst erkennt und entziffert der Scanner kein Einzelgesicht.

"Das Problem ist, dass das

"Das Problem ist, dass das System gegen mich verwendet werden kann. Zum Beispiel, um mich als Teilnehmer einer Demo zu identifizieren."

"Aber ich denke, dass es allmählich, mit kleinen Schritten in diese Richtung geht. Wie George Orwells Roman '1984' - nur im richtigen Leben."

->
Wir wissen doch:
Biometrische Erfassungssysteme sowie Kennzeichenscanner sind längst in demokratischen Ländern im Einsatz.

Wer in demokratischen Ländern vor demokratischen Institutionen nichts zu verbergen hat,hat auch nichts zu befürchten.

& Fehler passieren auch nicht...
https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-651345.html

https://netzpolitik.org/2020/unfreiwillig-in-der-tagesschau/

Gesichtserkennung in Bahnhöfen:

Berlin 2020 ( Pilot-Projekt) :
- Gesichtserkennung für Bürgerüberwachung zwecks Straftätererkennung Bundespolizei getestet

Moskau 2021 ( Pilotprojekt) :
- Gesichtserkennung für den Ticketkauf bei der Moskauer Metro im vorbeigehen

Das mobile internetgerät

Vor dem ich hier sitze war beim kauf so voreingestellt, das es beim klick eines Bezahlbuttons und einem Blick in die Kamera einen Kauf tätigte.

Es gibt dergleichen also auch in Staaten, die sich als Musterdemokratien sehen.

Aber in autoritären/totalitaeren Staaten entwickelt sich dergleichen wohl zügiger.

Weil die jeweiligen Technologien intensiv vom Staat für Überwachung genutzt werden und schnell eine gewisse Reife erreichen dürften.

Darstellung: