Kommentare - Herbstprognose: Konjunkturerwartungen deutlich gesunken

14. Oktober 2021 - 13:58 Uhr

Die Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturerwartungen deutlich gesenkt. Sie rechnen für 2021 nun nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,4 Prozent - nach einer Prognose von 3,7 Prozent im Frühjahr.

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Kommentare

@14:48 von Bender Rodriguez @Sysiphos

//Gäbe es einen echten Mangel, bekämen Facharbeiter mittlerweile 10 Riesen und mehr im Monat.//

Nun ja, in der Pflege gibt es diesen Mangel. Aber statt angemessene Löhne zu zahlen, wirbt man lieber Kräfte aus dem Ausland an. Was manchmal noch zusätzliche Probleme schafft. (Verständigungsschwierigkeiten bei uns, Pflegekräfte- und Ärztemangel in den Billiglohnländern.)

rer Truman Welt

Sie erzählen und erzählen und erzählen.
Komisch, dass das sich hinterher als immer totaler Bullshit herausstellt.
Nein, es besteht keine Inflationsgefahr - ist keine 6 Monate her.
Schulden- ist überhaupt kein Problem.
Scholz- maximal von 60% wird die Verschuldung auf 80% des Staatshaushaltes steigen. Sicher, 650 Milliarden zuätzliche Neuverschuldung Ende nächsten Jahres sind auch nur 20% vom deutschen Staatshaushalt. Aber wer weiß auf wieviel Scholz den nächsten Staatshaushalt im kommenden Jahr aufblasen wird. Er ist ja mit einer Bazooka bewaffnet.
Das grosse Wachstum werden wir 2021 sehen, so Ende letzten Jahres.
Genau, auch das sehen wir ja.
Auf all das habe ich schon lange hingewiesen, dass das alles Quatsch ist, was da vorausgesagt wird, aber ich bin ja nur so destruktiv! Ja, sicher!
Ich glaube, die meisten lassen sich einfach auch als Erwachsene gerne Märchen erzählen.

18:44 von Kaneel 15:47 von Sisyphos3

//Das schreibt jemand, der nach eigenem Bekunden vorzeitig in Rente gegangen ist und vermutlich noch nie länger als für einen Ferienjob körperlich gearbeitet hat. Und bevor Sie jetzt antworten, dass jede/r die Möglichkeit hätte Ingenieur oder Ärztin zu werden, überlegen sie noch mal, wer dann Ihre Mülltonnen leert und Sie pflegt.//

Danke. Sie haben geschrieben, was ich diesmal nur gedacht habe.

Am 14. Oktober 2021 um 17:17 von wenigfahrer

Weil der Reichtum doch etwas ungleich verteilt ist, was nicht bedeutet, das es von den normalen Arbeitern keiner geschafft hat.
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Das ist aber in ITA oder ESP, das sind halt die beiden Länder, die ich auch diesbezüglich am besten kenne, auch nicht anders, im Gegenteil. Es scheint mir wirklich vielfach am Stellenwert zu liegen. Wenn Schulzeit respektive Studium zu Ende, konzentriert man sich dort, wenn es irgend geht, darauf Eigentum zu erwerben. Sei es ETW in der Stadt oder Häuschen auf dem Land, je nach dem, wo man beheimatet ist.
Andererseits kenne ich dort niemanden, der als junger Mensch, einfach mal 1 Jahr "gechillt" hat, sich ausprobiert, oder sonst irgendwie untätig war. Wobei das kein Urteil über das eine oder das andere Verhalten aussagen soll. Vllt ist es dort auch einfacher von der Finanzierung und vielfach unterstützen die Familienmitglieder auch mehr. Und zwar mit Rat und TAT und Geld, wenn irgend möglich.

Am 14. Oktober 2021 um 19:01 von Anna-Elisabeth

Viele Hersteller beklagen schon jetzt, dass sie wegen der extremen Strompreise nicht mehr lange konkurrenzfähig sein werden. Das dürfte sich auch auf die Exporte negativ auswirken
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War es nicht bislang so, dass besonders Hersteller, die einen besonders hohen Energiebedarf haben, von der EEG-Umlage befreit waren, damit sie keine Konkurrenz-Nachteile hatten ? Das hatte natürlich irrwitzigerweise zur Folge, dass die Firmen natürlich nicht daran interessiert waren, ihrerseits Energie durch modernere Anlagen, für die 1. investieren müssten und 2. den Nachteil der minderen Subvention hätten.

16:23 von sikgrueblerxyz

Auch Lieferanten anderer Güter könnten auf die Idee kommen, dass sie mit Verknappung der Lieferungen mehr Geld verdienen können wie vorher.
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das stimmt schon
aber bedenken sie eines
und um was zu verknappen muß man sich absprechen
Menschen sind aber gierig, ob sich dann jeder Lieferant dran hält
nicht stattdessen ausschert ....
:-)

Am 14. Oktober 2021 um 16:34 von Nettie

In einem funktionierenden, an gewissen allgemeinverbindlichen Rahmenbedingungen (z.B. universellen Menschenrechten) ausgerichteten Markt entscheidet jeder selbst.

Dafür dürften sich Kriterienkataloge zuhauf definieren und entwickeln lassen. Unter der Voraussetzung, dass demokratische Bedingungen - insbesondere Informationsfreiheit und Markttransparenz für jedermann gegeben sind, methodisch so sauber, dass sie sich ob der (messbaren!) Auswirkungen ihrer Anwendung in der Praxis (auf dem "Markt") als allgemeinverbindlicher Maßstab bewähren und somit als als solcher anerkannt werden können.
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Ich glaube, was Ihnen so vorschwebt, nennt man Utopie. So etwas hat es national kaum gegeben und global wird es das nie geben, schon weil sich meist jeder selbst der Nächste ist. Es gibt und wird nie ein globales "Friede, Freude, Eierkuchen" geben, so sehr Sie sich das wünschen mögen, wird der Wunsch illusorisch bleiben. Es wird eher ein Hauen und Stechen ums letzte Butterbrot geben.

19:38 von weingasi1

//War es nicht bislang so, dass besonders Hersteller, die einen besonders hohen Energiebedarf haben, von der EEG-Umlage befreit waren, damit sie keine Konkurrenz-Nachteile hatten ? Das hatte natürlich irrwitzigerweise zur Folge, dass die Firmen natürlich nicht daran interessiert waren, ihrerseits Energie durch modernere Anlagen, für die 1. investieren müssten und 2. den Nachteil der minderen Subvention hätten.//

Zu den Problemen mit dem Strom weise ich noch einmal auf die Sendung "plusminus" vom 6. Oktober hin. Interessant auch, dass da eine Firma sich glücklich schätzt, im Notfall noch auf Dieselaggregate zurückgreifen zu können. Bei uns scheint die Energiewende mehr als holprig zu laufen.

@Anna-Elisabeth, 18:28

„Das Problem ist aber, dass viele, zu viele Menschen eine Steigerung der Lebensqualität nur im Besitz, d.h. im Konsum sehen“

Auf wieviele dies tatsächlich zutrifft, kann natürlich keiner genau wissen, aber es sieht ganz danach aus. Es sind aber offenbar auf jeden Fall zu viele. Dabei sollte man meinen, dass die meisten von ihnen schon einmal selbst die Erfahrung gemacht hätten, dass zuviel „Zeug“ belastet. Nicht nur die Umwelt.

16:23 von Edelfräulein Marylin

Und wenn sie den 66 Jährigen noch mehr als 8 Stunden am Tag arbeiten lassen,
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wir haben aktuell die 35 Stunden Woche
wie wäre es mit einer 37 Stunden Woche oder 40 Stunden Woche wie früher ?

Und das Thema war, wir brauchen "Zuwanderung"
wir brauchen sie eben nicht, wenn wir einige Dinge ändern
Leute aus dem Ausland her karren, während die Menschen hierzulande arbeitslos sind
und bezahlt werden müssen, ist ja wohl auch nicht der Hit.
Zugegeben im einen Fall verdient der Unternehmer, im anderen Fall zahlt unsere Gesellschaft
Da liegt das Problem

@weingasi1, 19:48

„Ich glaube, was Ihnen so vorschwebt, nennt man Utopie“

Keine Ahnung, ob Sie mit Ihrer Auffassung richtig liegen oder nicht. Fest steht jedenfalls: Vieles (wenn nicht das meiste) von dem, was man früher als Utopie bezeichnet hat ist heute längst - nicht selten sogar „vertraute“ - Realität. Wie auch immer: Hätten Sie auch einmal selbst einen Vorschlag? Oder können (oder wollen) Sie nur die anderer kritisieren?

15:36 von Adeo60

Wären aktuell nicht Lieferengpässe in der Automobilindustrie u.a. Bereichen zu beklagen, hätte unsere Wirtschaft schon wesentlich stärker Fahrt aufgenommen. Wir brauchen in den kommenden Jahren auf alle Fälle eine (qualifizierte) Zuwanderung
#
Hier stimme ich Ihnen zu.Fachkräfte fehlen in fast allen Sparten auch im Pflege Bedarf.Komme gerade aus dem Krankenhaus und habe erlebt das das Personal völlig unterbesetzt ist.Das für dann zu einer Überforderung des anwesenden Personals.

Viele Probleme sind einfach

Viele Probleme sind einfach Hausgemacht.
Unnötige Bürokratische Hürden.
Ämter wo man erst nach einem Monat einen Termin bekommt um einen Reisepass beantragen zu dürfen.

Ämter die sich hinter ihrer Webseite verschanzen, man bekommt keine Mitarbeiter mehr ans Telefon, zudem wird immer noch mit Faxgeräten gearbeitet etc. etc.

Es gibt Osteuropäische Staaten da kann man alles mit dem Smartphone erledigen, die wollen sich auch keine Ämter leisten weil sie ihnen schlicht zu teuer sind.

Wieso bekommen die das hin ?

Da hat ein Unternehmen endlich einen passenden Mitarbeiter gefunden, bekommt ihn aber nicht auf die Stra?e, weils beim Passamt klemmt.

DAS sind interne Handelshemmnisse, die man hier beseitigen kann.
Es findet sich aber keine Bereitschaft diesen Schritt zu unternehmen.

wir haben aktuell die 35

wir haben aktuell die 35 Stunden Woche wie wäre es mit einer 37 Stunden Woche oder 40 Stunden Woche wie früher ? (Rechtschreibfehler und fehlende Interpunktion im Original)

Wir? Pluralis Majestix? Meine Frau und ich haben eine 40-Stunden-Woche. Mitten im Ländle.

@20:04 von Sisyphos3 16:23 von Edelfräulein Marylin

//wir haben aktuell die 35 Stunden Woche//

Wer ist denn für Sie "Wir"?

An meinem früheren Arbeitsplatz im Krankenhaus gilt nach wie vor die 38,5-Stunden-Woche.

//Und das Thema war, wir brauchen "Zuwanderung"
wir brauchen sie eben nicht, wenn wir einige Dinge ändern
Leute aus dem Ausland her karren, während die Menschen hierzulande arbeitslos sind
und bezahlt werden müssen, ist ja wohl auch nicht der Hit.//

Wollen Sie einen 55-jährigen, der wegen längerer Krankheit seinen Arbeitsplatz verloren hat, zur Spargelernte oder in die Fleischfabrik schicken?

 um 18:44 @ Kaneel

Das schreibt auch jemand, der zugegeben hat, sich (IT-) Neuerungen im Unternehmen nicht mehr antun zu wollen.

Reine Bequemlichkeit, aber von anderen fordern ...

Am 14. Oktober 2021 um 15:36 von Adeo60

Wir brauchen in den kommenden Jahren auf alle Fälle eine (qualifizierte) Zuwanderung
#
#
Wir brauchen eine Zielgerichtete Berufsausbildung und Umschulung von den Arbeitslosen und arbeitsfähigen H4 Empfänger.
Sie schreiben selbst das es 2,5 Mio Arbeitslose in DE gibt und einen Satz später es gibt einen Arbeitskräftemangel.
Wie ist das zu verstehen?

19:48 von weingasi1

"Es gibt und wird nie ein globales "Friede, Freude, Eierkuchen" geben, so sehr Sie sich das wünschen mögen, wird der Wunsch illusorisch bleiben. Es wird eher ein Hauen und Stechen ums letzte Butterbrot geben."

Woher wollen Sie das jetzt schon wissen? Sie begeben sich auf gleiche Dimension, nur mit anderem Vorzeichen, wie die Userin auf die Sie antworteten. Sie machen auf Dystopie. Wir wissen nicht mal, wenn es so kommt, ob Brot oder Butter das Letzte sein wird, worum gestritten würde, beides zusammen wird es am Schluss sicher nicht geben.
Also, wenn ich dann dabei wäre, ich wüsste, wie man es nicht so weit kommen lässt (ist eigentlich ganz einfach).

@20:23 von Charlys Vater

//Da hat ein Unternehmen endlich einen passenden Mitarbeiter gefunden, bekommt ihn aber nicht auf die Stra?e, weils beim Passamt klemmt.

DAS sind interne Handelshemmnisse, die man hier beseitigen kann.
Es findet sich aber keine Bereitschaft diesen Schritt zu unternehmen.//

Ich bin wahrlich keine Freundin der FDP, aber in diesem Bereich hoffe ich auf diese Partei. (Aber nur in einer Ampelkoalition.)

Ich werde ab Montag ...

... in einer 40h-Woche arbeiten.
Das dürfte jedoch nicht nur in Sachsen oder in bestimmten Branchen der Fall sein.

Dieses "Wir" von
@Sisyphos3
verdeutlicht einmal mehr,
dass Unkenntnis weit verbreitet ist -
trotzdem wird verallgemeinernd kommentiert.

Am 14. Oktober 2021 um 19:48 von weingasi1

"Ich glaube, was Ihnen so vorschwebt, nennt man Utopie. So etwas hat es national kaum gegeben und global wird es das nie geben, schon weil sich meist jeder selbst der Nächste ist. Es gibt und wird nie ein globales "Friede, Freude, Eierkuchen" geben, so sehr Sie sich das wünschen mögen, wird der Wunsch illusorisch bleiben. Es wird eher ein Hauen und Stechen ums letzte Butterbrot geben."
Wohlstand und Glück bedeutet für mich schon alleine,dass ich so eine Ansicht wie die lhre nicht habe.

«wir haben aktuell die 35

«wir haben aktuell die 35 Stunden Woche
wie wäre es mit einer 37 Stunden Woche oder 40 Stunden Woche wie früher ?
Und das Thema war, wir brauchen "Zuwanderung"
wir brauchen sie eben nicht, wenn wir einige Dinge ändern
Leute aus dem Ausland her karren, während die Menschen hierzulande arbeitslos sind.»

Bei weitem nicht in allen Berufen ist der Tarifvertrag mit der 35-Stunden-Woche. Bei der IG Metall sind es 35 Stunden. Viele arbeiten schon 38 bis 40 Std. / Wo. regulär ohne Überstunden. Mit Tarifvertrag, und viele auch ohne.

Nun als Rentner ist bei Ihnen Fordern, andere sollen in der Woche mehr + im Leben länger arbeiten. Was soll man dazu noch sagen …?

Im ersten Versuch war es wohl zu deutlich, was ich zu so was sage.
In real ist es noch viel zu zurückhaltend.

Gar nichts hilft es längerfristig, Ältere schuften zu lassen, wenn Jüngere fehlen. Jüngere fehlen immer in Ländern, die wie DEU Geburtenraten von ± 1,5 über längere Zeiträume haben. Daher stammt der Arbeitskräftemangel.

20:46 von Leipzigerin59 Ich werde ab Montag ...

... in einer 40h-Woche arbeiten.
Das dürfte jedoch nicht nur in Sachsen oder in bestimmten Branchen der Fall sein.
#
Ich habe Seinerzeit mit meiner Fa. freiwillig einen 40 Stunden Vertrag unterschrieben und bin damit nicht schlecht gefahren.

@20:46 von Leipzigerin59

//Ich werde ab Montag ...
... in einer 40h-Woche arbeiten.//

Herzlichen Glückwunsch! Ich freue mich für Sie. Hoffentlich entspricht es dem, was Sie sich vorgestellt haben.

Bei uns im UKE können die Ärzte ihre Wochenstundenzahl wählen. Ich weiß nicht genau welche Stundenzahlen zur Verfügung stehen, ich weiß nur, dass sich relativ viele Singles für die 48-Stunden-Woche entschieden.

@ Naturfreund 064 20.48

"Wohlstand und Glück bedeutet für mich schon alleine,dass ich so eine Ansicht wie die Ihre nicht habe."

Vielen Dank! So geht es mir auch.
Offensichtlich schließt die Foristin von sich auf andere...

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