Herbstprognose: Konjunkturerwartungen deutlich gesunken

14. Oktober 2021 - 13:58 Uhr

Die Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturerwartungen deutlich gesenkt. Sie rechnen für 2021 nun nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,4 Prozent - nach einer Prognose von 3,7 Prozent im Frühjahr.

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Kommentare

Mir egal. Gegen Prognosen

Mir egal. Gegen Prognosen kann man nichts machen. Und zu selten treffen die dann auch noch zu.
Wir werden wieder Exportweltmeister und werden unsere Minilöhne samt Facharbeitermangel behalten.
So ist das eben.

Deutschland muss aufpassen,

Deutschland muss aufpassen, Strukturwandel nicht weiter zu verschlafen. Wirtschaftswachstum findet vor allem im Bereich Software, IoT statt. Hier ist unser Land überhaupt nicht gut aufgestellt.

"Erwartungen" an die Anforderungen der Realität anpassen wäre

ein sinnvoller Ansatz zur Lösung dieses "Problems"

"Zugleich mache den Unternehmen die Rohstoffknappheit zu schaffen. Der Industrieverband BDI hatte erklärt: "Probleme in globalen Lieferketten, hohe Logistikkosten und ungeklärte Handelsstreitigkeiten verdunkeln den Konjunkturhimmel und haben in der Folge massive Auswirkungen auf die Exporte."

Den richtigen Himmel verdunkeln noch ganz andere - und diesmal "wirkliche" - Probleme. Zum Beispiel der Raubbau an gemeinsamen Ressourcen, oft zum Zwecke der Produktion von oft nicht wirklich notwendigen Gütern, allein um die Konjunktur anzukurbeln und "Gewinne" (i.d.R. für einige wenige) zu erwirtschaften.
Und die damit und deren Vertrieb einhergehende Belastung von Klima und Umwelt.
Wäre besser, wenn auf der "Werteskala" der globalen Wirtschaft die Einsparung unnötigen Konsums und unnötiger Emissionen, d.h. die Steigerung der allgemeinen Lebensqualität als konjunkturtreibende Faktoren bzw. eigenständige Werte gewichtet bzw. eingeführt würden.

14:06 von Bender Rodriguez

werden unsere Minilöhne samt Facharbeitermangel behalten
----

eigentlich sollte man ja glauben
große Nachfrage, geringes Angebot die Löhne steigen !
Warum ist das so
Im übrigen, was heißt hier Fachkräftemangel
wie viel Arbeitslose gibt es hierzulande
kann man die nicht auf die gewünschten Berufe hin ausbilden ?
Wobei kurzfristige Lösungsansätze wären :
40 Stunden Woche einführen, gegenüber der 35 Stunden Woche wären das 14 % mehr
das Rentenalter etwas erhöhen könnte auch etwas bringen,
wenn (!!) es wirklich so schlimm ist wie beschrieben

Herbstprognosen

Das Schwierige an den Prognosen ist ja nur ,dass sie die Zukunft betreffen ! Haha.

Geld könnte man sich sparen

"Die Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturerwartungen deutlich gesenkt."

Wenn man sieht wie oft diese Prognosen daneben liegen, dann könnte man sie sich auch sparen. Eine Planung auf Basis falscher Prognosen macht keinen Sinn.

Sysi

Im übrigen, was heißt hier Fachkräftemangel
wie viel Arbeitslose gibt es hierzulande
kann man die nicht auf die gewünschten Berufe hin ausbilden ?"

Wir haben so ca 8mio Arbeitslose. Die kann man nicht umschulen. Wohin auch?
Die kämen aber, wenn man sie wirklich bräuchte, wenn mehr Geld bezahlt würde.

Das Ist eine Erfindung der Lobby, um Billigarbeiter anzuwerben, weil man nichts bezahlen will.

Gäbe es einen echten Mangel, bekämen Facharbeiter mittlerweile 10 Riesen und mehr im Monat.

Zahlen muss man nicht schlecht reden, sondern Löhne anpassen

"Daher dürfte die deutsche Wirtschaft erst im Laufe des Jahres 2022 wieder "die Normalauslastung erreichen", prognostizierten die Forscher. Für 2022 rechnen sie mit einem Wirtschaftswachstum von deutlichen 4,8 Prozent. Im Frühjahr waren sie noch von einem Plus von 3,9 Prozent im kommenden Jahr ausgegangen - die Erholung würde sich also verschieben."

Also kann man eigentlich heute, Mitte Oktober, nicht von deutlich gesunkenen KonjunkturERWARTUNGEN sprechen. Die Ewartungen für nächstes Jahr wurden sogar angehoben.
Der Bericht der Wirtschaftsinstitute trägt im Titel den Ausdruck Diagnostik 2-21 und nicht Erwartung 2-21.
Mir scheint, wie in der Pressekonferenz zur Sprache kam, es soll mit diesen Aussagen auch den Forderungen nach höheren Lohnerhöhungen wegen der Inflation entgegengewirkt werden. Die Konjunktur läuft heiß, Lage u. Erwartungen sind so gut, wie lange nicht mehr. Deshalb liegt der Verbraucherpreisindex aktuell um ca. 5 Prozentpunkte höher als vor Corona 2019 (Qu.: Statista).

Re : Nettie !

Ja, das wäre ein echt guter Ansatz, nur müssten dann auch viele ihre eigenen "Luxus"- Vorstellungen etwas reduzieren, etwas demütiger mit dem Vorhandenen umgehen, und sich nicht immer von der Werbung provozieren lassen, schnell noch was neues teures ein zu kaufen.
Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer, und trotzdem leisten sich noch immer zu viele zu viel. weil es ja der Nachbar auch hat.
Es sollte insgesamt ein Umdenken sich einstellen, gerade bei der Mittel- und Oberschicht, nicht in Saus und Braus zu leben, dreimal im Jahr in Urlaub fliegen, alle zwei Jahre spätestens ein neues Auto, und so weiter !
Ist aber eher Wunschdenken, denn zu viele können sich nicht mehr an wirklich schlechte Zeiten erinnern, wie froh man dort war, einmal am Tag was zu essen zu haben.
Nun ist das Kind in den Dreck gefallen, lernt aber erst, wenn es zu spät ist.

Der Sinn von Wirtschaftsprognosen

Sie sind keine exakten Vorhersagen. Aber Wirtschaftswissenschaftler sind sich mindestens so sehr wie Demoskopen bei Umfragen zur Sonntagsfrage der Tatsache bewusst das Prognosen (oder genauer die „Erwartung“ der Wirtschaftsakteure) das tatsächliche Ergebnis sehr wohl beeinflussen können.

Wenn ein Institut (oder die Regierung) also „minus 3 Prozent“ vorhersagt, kann das eine Wirtschaftsflaute zur Folge haben!

Deshalb sind - so lange ich denken kann und von ganz ganz wenigen Ausnahmen abgesehen - in OECD Ländern Prognosen IMMER besser als die Realität hinterher. Und ähnlich wie beim Placebo Effekt in der Medizin haben die „guten“ Prognosen die Wirtschaft vielleicht auch noch 0.2 oder 0.3 Punkte nach oben gezogen ..

Ausnahme bisher: China. Dort waren Prognosen westlicher Institute meistens pessimistischer als die Realität hinterher. Aber das hat wohl politische Gründe.

Viel interessanter wäre es zu erfahren, wie groß der Anteil Chinas an der Nettowertschöpfung von D aktuell ist.

Gibt es noch genügend Rohstoffe für alle?

Zitat:"Rohstoffknappheit weiteres Problem
Mehrere Ökonomen sowie Wirtschaftsverbände hatten bereits in den vergangenen Wochen ihre Prognosen heruntergeschraubt. Die Lage belastet auch den wichtigen deutschen Export,...."

Diese Frage wird bis jetzt nicht beantwortet. Wenn ich mir die Preisentwicklung für Rohstoffe betrachte, bin ich mir nicht mehr so sicher, auch weil sich die Welt wirtschaftlich immer breiter (rohstoffverbrauchend) entwickelt. Die gelegentlichen konjunkturabhängigen Preisabstürze bei den Rohstoffen vernebeln da ein wenig die Tendenz. Denn auch die Rohstoffgewinnung ist im Vergleich zu früher schwieriger und auch teurer geworden. Ich nehme mal als Beispiel die Erdölgewinnung, früher relativ einfach an der Oberfläche, jetzt zunehmend schwieriger und teurer durch Tiefseebohrungen und beim Fracking.

Am 14. Oktober 2021 um 14:22 von Werner40

" Deutschland muss aufpassen, Strukturwandel nicht weiter zu verschlafen. Wirtschaftswachstum findet vor allem im Bereich Software, IoT statt. Hier ist unser Land überhaupt nicht gut aufgestellt. "

Da muss ich mal nachfragen, Software wird von relativ wenigen Menschen im Vergleich zu anderen Branchen generiert.
Wir brauchen was zum wohnen, was zu essen, was zu fahren, das alles kann sicher durch Software und Roboter unterstützt werden.
Meist spart das Arbeitskräfte ein, eine Entwicklung die nicht immer gut sein muss, zumindest für die Menschen die dort arbeiten, für Firmen mit höherem Gewinn schon.
Und der Strukturwandel wird auch einige Firmen ins Ausland auslagern, wo die Bedingungen besser sind, was auch nicht unbedingt Wirtschaftswachstum ist.
Gerade vorhin gelesen, das einige Ideen haben, den Kontinent zu wechseln.

@ Am 14. Oktober 2021 um 14:24 von Sisyphos3

"Am 14. Oktober 2021 um 14:24 von Sisyphos3
Konjunkturerwartungen deutlich gesunken

dafür steigt die Inflation
im Schnitt stimmt´s ?"

Gute Frage.
Aber leider kann ich sie nicht beantworten. So Wirtschaft/Ökonomie ist nicht so meins. Aber villeicht kann man ihre Frage hier beantworten.

Hoffnung

Energie wird wohl das wichtigste Problem überhaupt bleiben. Der etwas übereilige populistische Atomausstieg wird ja gegenwärtig - angeblich aus Klimaschutzgründen - noch begleitet durch Propaganda auch gegen Gas.
Ich will ja gerne glauben, dass eine gründliche Modernisierung der Kohlekraftwerke zwar das CO2 nicht mehr weiter ansteigen ließe, aber gegen Gas? Wegen der ach so bösen (aber seit Jahrzehnten verlässlich liefernden) Russen eine moderne störungsarme Pipeline nicht zulassen? Wie krank muss man da sein? Wissen die Schreihälse wirklich nicht, dass auch Wasserstoff Gas ist und nahezu problemlos in bestehende Netze eingespeist werden könnte? Oder plädieren sie eigentlich für unheimlich befreundetes Flüssiggas? Aus Frakking? Langfristig denken hilft manchmal, sogar beim ökologischen Wirtschaftswachstum.
Auch unsere Wirtschaft wird sich entwickeln - Sprünge sind eher mit Scherben assoziiert.

Aktuell sind alle wegen China besorgt

Denn der schwankende Immobiliensektor im Reich der Mitte trägt ca. 8.5% zur Wirtschaftsleistung bei. Man befürchtet einen Dominoeffekt, vergleichbar dem der zu Finanzkrise 2008 in USA geführt hat.

Deutschland ist enorm abhängig von China, deshalb sind Vorhersagen über Zeiträume länger als 3 Monate mit großer Vorsicht zu genießen.

Zum einen sind sehr viele deutsche Konzerne in China mit Milliarden investiert. Man ist stark abhängig in vielen Branchen vom chinesischen Absatzmarkt. Natürlich braucht Deutschland auch Rohstoffe aus China, zB seltene Erden aber auch viele Chemie-Grundstoffe.

Aber was viele nicht auf dem Schirm haben: auch wenn letztendlich „Made in Germany“ draufsteht kann ein Produkt auch zu 90% aus chinesischen Komponenten bestehen die als Halbfertigerzeugnisse importiert wurden. Gewissermaßen hängt inzwischen die Stärke der deutschen Exportwirtschaft vom Import aus China ab, nicht nur bei Computerchips.

Herbstprognose: Konjunkturerwartungen deutlich gesunken....

Die Wirtschaftsforschungsinstitute sprechen für das Jahr 2021 von einem möglichen Wachstum von 2,4 Prozent. Für das Jahr 2022 werden immerhin 4,8 Prozent prognostiziert.
Damit ist die Welt der deutschen Wirtschaft ja wieder "in Ordnung".
Ob die lohnabhängig Beschäftigten, die ja die Steigerungen ermöglichen auch mit entsprechenden Steigerungen rechnen können ? Gerade auch im Hinblick auf eine Inflation um 4 Prozent. Wenn es nach Unternehmen & Politik geht, nicht. Wenn es nach der Konfliktbereitschaft der meisten Gewerkschaften geht, eher auch nicht.

14:55 von sikgrueblerxyz

Gibt es noch genügend Rohstoffe für alle?
Zitat:"Rohstoffknappheit weiteres Problem
-----------------

vor 2 Tagen in der Presse
China drosselt die Lieferung von Magnesium
(zuerst die Chips jetzt diesen Rohstoff)
als nächstes Magnetwerkstoffe wie Seltene Erden
Was tut unsere Regierung ?
Mit dem Zwang für Solardächer ein Investitionsprogramm für China schaffen
nachdem man die Sparta hierzulande an die Wand fuhr
unter Weitsicht verstehe ich was anderes

@ 14:29 von Sisyphos3

"Im übrigen, was heißt hier Fachkräftemangel
wie viel Arbeitslose gibt es hierzulande
kann man die nicht auf die gewünschten Berufe hin ausbilden?" Wir haben in Deutschland viel zu wenig Mathematiker und Ingenieure. Irgendeine Idee, wie man die Posten qualifiziert mit Fortbildung erreichen kann (selbst wenn es hochqualifizierte Leute wie Germanisten sind)? Oder auch nur Schulabgänger dazu zu bringen, diese Fächer zu studieren? Oder gar schon in den Schulen anzufangen, Leute für diese Fächer zu begeistern? Da sie anspruchsvoll sind, gehen ihnen die Leute doch gerade aus dem Weg, das ist doch der heutige Zeitgeist. Da wundert es mich als Wirtschaftsmathematiker gar nicht, dass unsere Wirtschaftsaussichten langfristig mies sind.

@ 14:06 von Bender Rodriguez

>>Wir werden wieder Exportweltmeister und werden unsere Minilöhne samt Facharbeitermangel behalten.<<

1.) Kann mir das mal jemand mit den "Minilöhnen" erklären. Nicht, dass ich etwas gegen überfällige Lohnerhöhungen hätte, aber im europäischen Vergleich und erst recht im internationalen Vergleich sind deutsche Löhne recht hoch.

2.) Der Facharbeitermangel in vielen Branchen ist real. Das mag zum einen mit den Gehälter zu tun zu haben aber noch mehr, dass es sich um unbequeme Berufe handelt, wie Pflege oder Handwerk.

3.) Insbesondere die Qualität der Prognosen der Wirtschaftsweisen sieht grottig aus, wenn man die prognostizierten Zahlen mit den später realisierten Zahlen vergleicht. Das sieht dann wie schlecht geraten aus.

14:48 von Bender Rodriguez

Gäbe es einen echten Mangel, bekämen Facharbeiter mittlerweile 10 Riesen und mehr im Monat.
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ähnliches vermute ich auch

14:29 von Peter Kock wie richtig

Zitat:"Das Schwierige an den Prognosen ist ja nur ,dass sie die Zukunft betreffen ! Haha."
Auch Investitionen gründen sich auf Erwartungen für die Zukunft. Angesichts der Tsunami auf Investitionsprognosen, die auf uns zukommen sollen, hoffe ich, dass Ihr "haha" nicht eintrifft.

Reset Knopf

Keine Angst. Nach dem Reset drücken, wird alles viel besser und dann kommt die 4. industrielle Revolution. Es wird uns Allen viel besser gehen.

Am 14. Oktober 2021 um 15:01 von ChrupallaFanGörl

" Konjunkturerwartungen deutlich gesunken

dafür steigt die Inflation
im Schnitt stimmt´s ?"

Gute Frage.
Aber leider kann ich sie nicht beantworten. So Wirtschaft/Ökonomie ist nicht so meins. Aber villeicht kann man ihre Frage hier beantworten. "

Das könnte schon passen, verkaufe ich 100 Artikel zu 10€ , und mache 700 Gewinn, oder ich verkaufe 50 mal den gleichen Artikel für 20€ und hab 700 Gewinn, plus dem was ich für Rohstoffe noch eingespart habe, und Stundenlohn zur Herstellung.
Gewinner ist immer der Hersteller, niemals der Käufer.

15:04 von Autograf

ach wissen sie
ob es an fehlenden "Mathematiker und Ingenieuren" liegt
das würde ich ja gerne glauben
aber selbst Erntehelfer fehlen und da brauchts ja wirklich keine qualifizierte Ausbildung,
sondern nur etwas Motivation.
Im übrigen fehlen ja auch Handwerker, Maurer, Fliesenleger, Elektriker etc.

Lang lebe die Auslagerung!

"Probleme in globalen Lieferketten, hohe Logistikkosten und ungeklärte Handelsstreitigkeiten verdunkeln den Konjunkturhimmel und haben in der Folge massive Auswirkungen auf die Exporte." Nich nur Exporte - gerade auch die Importe! Das Allheilmittel der Auslagerung nach China auf die "verlängerte Werkbank" rächt sich wohl. Gepaart mit einem Just-in-time-Wahn wird halt auch nur das Nötigste bestellt! Und ein kleines Sandkörnchen blockiert das Getriebe. Kennt jemand einen Controler, der das je in seine Voraussage eingerechnet hat, als es die Standorte hier für unrentabel diagnostizierte? Wohl nicht! Tja, und jetzt muss wieder die Gesellschaft mit Kurzarbeitergeld einspringen, wenn die Einkäufer Mist gebaut haben?

Am 14. Oktober 2021 um 15:04 von Autograf

Das liegt doch schon an der Grundeinstellung der Bürger selber, es ist nur ein Beispiel..keine Wertung; nehmen sie nur folgendes Szenarium an, welches nicht selten bei events ist. Einer stellt sich als "Relationsmanager" einer Bank vor, der andere als Ingenieur beim Tiefbau..wer wird wohl von beiden mehr umlagert...sicher krasses Beispielsweise aber eben nicht selten.
Selbiges kann bei vielen Berufen aus der Dienstleistung beobachtet werden.
Bei schulabsolventen spielt dabei noch nicht mal unbedingt das Geld eine Rolle, “weiße , saubere Berufe" damit ist nicht die Medizin gemeint, stehen halt um ein vielfaches mehr auf der Wunschliste

@Rodriguez, 14:48 Uhr

Die Arbeitslosigkeit beträgt nicht 8 Mio., sondern, wenn ich recht weiß, knapp 2,5 Mio.
Und Sie wissen sicherlich auch, dass die Zahl der geringfügig Beschäftigten sowie der Kurzarbeiter in den letzten Monaten deutlich zurückgegangen ist. In Deutschland werden in der Regel ordentliche Löhne gezahlt, auch aufgrund des Arbeitskräftemangels. Wären aktuell nicht Lieferengpässe in der Automobilindustrie u.a. Bereichen zu beklagen, hätte unsere Wirtschaft schon wesentlich stärker Fahrt aufgenommen. Wir brauchen in den kommenden Jahren auf alle Fälle eine (qualifizierte) Zuwanderung

14:22 von Werner40

unser Land / Gesellschaft sollte sich mal generell Gedanken machen
Auch und vor allem wegen seiner Rohstoffe.
Unsere Prioritätensetzung bei Liefervereinbarungen ist sicherlich Human,
hat aber gewisse Schwachstellen

Am 14. Oktober 2021 um 14:27 von Nettie

Wäre besser, wenn auf der "Werteskala" der globalen Wirtschaft die Einsparung unnötigen Konsums und unnötiger Emissionen, d.h. die Steigerung der allgemeinen Lebensqualität als konjunkturtreibende Faktoren bzw. eigenständige Werte gewichtet bzw. eingeführt würden.
__
Geht schon deswegen nicht, weil es "die Werteskala" garnicht gibt. Schon meine ist mit Sicherheit eine andere als Ihre, die wiederum eine ganz andere ist, als die eines Himalaya-Bewohners, eines Elton Musk, oder eines Nordkoreaners.
Was für den Einen eine Steigerung der Lebensqualität sein mag, ist vllt für den Anderen ein Absturz. Woran wollen Sie das festmachen ? Es gibt keine allgemeingültige Lebensqualität. Es gibt dafür ebenso wenig eine Norm wie für Glück z.B.
Vieles ist auch ideologisch begründet.
Auch das, was jeder als "unnötige Emission" betrachtet, dürfte es Riesenunterschiede geben. Wer will sich anmaßen das zu beurteilen ?

Am 14. Oktober 2021 um 14:51 von Traumfahrer

Ist aber eher Wunschdenken, denn zu viele können sich nicht mehr an wirklich schlechte Zeiten erinnern, wie froh man dort war, einmal am Tag was zu essen zu haben.
Nun ist das Kind in den Dreck gefallen, lernt aber erst, wenn es zu spät ist.
__
Darf ich fragen, wie alt Sie sind, dass Sie sich noch an Zeiten erinnern können, wo man froh war, einmal täglich etwas zu essen zu bekommen ?

@Bender Rodriguez

>> Mir egal. Gegen Prognosen kann man nichts machen. Und zu selten treffen die dann auch noch zu. Wir werden wieder Exportweltmeister und werden unsere Minilöhne samt Facharbeitermangel behalten. So ist das eben.<<
-> Exportweltmeister sind inzwischen die Chinesen.
All diejenigen, die meinen, ein (maßvolles) Wirtschaftswachstum sei nicht wichtig, werden ihr blaues Wunder erleben, wenn Firmen aufgrund mangelnder Nachfrage zu ihren Produkten Mitarbeiter ausstellen müssen und dem Staat dadurch Steuereinnahmen wegfallen. Geld, was die neue Regierung sicherlich schon für Umwelt- und Klimainvestitionen eingeplant hat.

>> … Gäbe es einen echten (Fachkräfte)Mangel, bekämen Facharbeiter mittlerweile 10 Riesen und mehr im Monat. <<
-> und die Preise für die Produkte würden weggaloppieren! Auch so kann man eine Inflation befeuern.

Thema (qualifizierte) Zuwanderung

Wir brauchen in den kommenden Jahren auf alle Fälle eine ....
-------

warum brauchen wir das ?
Dasselbe ginge mit einer Erhöhung des Rentenalters ebenso,
löst zudem das Problem der Rentenfinanzierung.
Auch eine Erhöhung der Arbeitszeit schafft mehr Kapazität
und einen höheren Gehalt für den Einzelnen.
Zuwanderung schafft (meine Meinung) lediglich Probleme kulturelle Natur.
Darüber hinaus ist es für mich inakzeptabel, wenn man Fachkräfte aus "Armen" Ländern abwirbt,
nachdem diese von den Gesellschaften dort Hochqualifiziert wurden
also somit denen dann fehlen

15:05 von Sisyphos3

"Gäbe es einen echten Mangel, bekämen Facharbeiter mittlerweile 10 Riesen und mehr im Monat.
--------

ähnliches vermute ich auch"

Den echten Mangel gibt es schon, es mangelt an Kunden, die bereit wären, die 10 Riesen Stundenlohn für die Leistungen zu bezahlen. Die Unternehmer weichen aus, indem sie Aufträge nicht mehr ausführen oder uns in die Warteschlange schicken.

15:01 von ChrupallaFanGörl

«Am 14. Oktober 2021 um 14:24 von Sisyphos3
Konjunkturerwartungen deutlich gesunken
dafür steigt die Inflation
im Schnitt stimmt´s ?»

«Gute Frage.
Aber leider kann ich sie nicht beantworten.
So Wirtschaft / Ökonomie ist nicht so meins.
Aber villeicht kann man ihre Frage hier beantworten.»

Kann niemand beantworten diese Frage.
Die auch real gar keine Frage ist.

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Konjunkturerwartungen und Inflation, aus dem man einen Durchschnitt errechnen kann.
Das kann man bei Bären und Brombeeren auch nicht.

Außerdem müssen Sie sich entscheiden, ob Sie hier mit:
"Wirtschaft / Ökonomie ist nicht so meins" auftreten wollen.
Oder wie vor einigen Stunden als Wirtschaftsweise mit der Aussage:

«Lohnsteigerung muss an Inflationsrate gekoppelt sein.
Sinkt die Rate wieder, bleibt der Lohn gleich ohne zu sinken.
Für diesen Fall gibt es den Verharrungseffekt, der bei fallender Inflation nicht mitgeht. Simpelste Ökonomie.»

13:20 Uhr zu: "ver-di Lohnausgleich".

um 14:27 von Nettie

Dazu müsste sich unsere Wohlstandsgesellschaft aber sehr stark ändern.

15:45 von weingasi1 um 14:51 von Traumfahrer

Darf ich fragen, wie alt Sie sind, dass Sie sich noch an Zeiten erinnern können, wo man froh war, einmal täglich etwas zu essen zu bekommen ?
-------------------

wie alt ist man um sich an was einschneidendes zu erinnern ?
5 ... 6 Jahre
dann rechnen sie mal von 1950 ab => 78

15:50 von sikgrueblerxyz

da gebe ich ihnen recht !
es fehlt an Kunden die bereit sind das zu bezahlen.
Deshalb kauft man ja nicht Produkte aus hiesiger Produktion
(wo ich jetzt mal postuliere umweltfreundliche Herstellung, unter humanitären Bedingungen)
man kauft das Produkt, in vollem Wissen, eben dort wo die Standards nicht erfüllt sind.
Eine gewisse Verlogenheit, aber die kennt man ja

@ 15:36 von Adeo60

"In Deutschland werden in der Regel ordentliche Löhne gezahlt, auch aufgrund des Arbeitskräftemangels."

Jetzt muss ich doch mal lachen. D ist was das Bruttogehalt anbelangt weit abgeschlagen hinter Dänemark, Luxemburg und Schweiz. Berücksichtigt man die hohen Abgaben, dann fallen wir noch weiter ab.

Und wenn D so gute Löhne zahlt, wieso gibt es immer mehr Altersarmut und Multijobber.

Und betrachten wir die D hohen Immobilienpreise/Mieten, dann hat das Gehalt im Vergleich noch weniger Kaufkraft (Rumänien hat 96,4% Wohneigentum ... Norwegen 81% ... D weit abgeschlagen auf dem 27. Platz mit 51,5% (lt. statista). Frankreich , Italien, Spanien, alle vor D)!

um 15:04 von Autograf

Noch nie war die Zahl der Studierenden , in Deutschland so hoch wie heute.
Wird falsch ausgebildet, am Markt vorbei?

@ Am 14. Oktober 2021 um 15:51 von schabernack

Beim ersten thread war die Antwort darauf ja ganz einfach ohne viel Hintergundwissen. Es ging da nur um eine Theorie.
Aber generell sind die Themata Wirtschaft/Ökonomie für mich so was wie römische Dörfer.

Am 14. Oktober 2021 um 15:36 von Adeo60

@Rodriguez, 14:48 Uhr

Die Arbeitslosigkeit beträgt nicht 8 Mio., sondern, wenn ich recht weiß, knapp 2,5 Mio.
__
Ich glaube, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Dass man mit den Zahlen immer irgendwie trickst, ist ja allgemein bekannt. So werden Arbeitslose, die z.Zt. in irgendwelchen Maßnahmen stecken, nicht mitgerechnet. Dennoch stimmt es natürlich, dass wir (noch) im Verhältnis recht gut da stehen. Auch aufgrund der guten Wirtschaftslage in Vorcorona-Zeiten, die es ermöglicht hat, so einige Abmilderungsmechanismen einzusetzen, auch wenn z.Zt. eher Hau-auf-die-letzte-Regierung-feste-drauf-Ansage besteht.
Ich bin gespannt, wer in ca 2 Jahren noch, welche diesbezüglichen Äusserungen tätigt.

16:01 von hesta15

Wird falsch ausgebildet, am Markt vorbei?
--------------

auch dabei kann man an Grenzen stoßen
Jeder will Kunst und Philosophie studieren obwohl Theologen oder Ingenieure benötigt werden
was tun ?

Konjunktur braucht einen Motor

und der wird auch mit Energiequellen gespeist, die gerade mit der CO2 Einpreisung teuer werden. Das war so geplant und tritt jetzt ein. Der Windkraftanlagenplan stagniert, weil man nicht genug im Norden baut und die verringerte Strom-Abnahme die Umlage im Norden ebenso in die Höhe treibt. ÖPNV wird teurer wie andere Transport- und Dienstleistungen, Herstellungskosten usw. Das muss sich schon im reinen Konjunktur- Rechenmodell niedergeschlagen haben. Ob ein Prozentpunkt mehr oder weniger ist da theoretischer Spielraum. Exakte Zahlen hängen von den realen Werten ab. Wie jeder von uns, wie die Politik das hier abfedern will, ist für mich ein Rätsel. Kosten explodieren und Löhne sind immer noch nicht angekommen, wo sie eigentlich stehen sollten. Und: wenn ich den Menschen CO2 Abgaben aufdrücke, dann bleibt nur der Weg, die abzusenken, solange keine Alternativen für Treibstoffe, Energiegewinnung usw. den Bedarf decken und damit die Wirtschaft nicht weiter in Schieflage gerät.

Am 14. Oktober 2021 um 15:56 von Sisyphos3

15:45 von weingasi1 um 14:51 von Traumfahrer

Darf ich fragen, wie alt Sie sind, dass Sie sich noch an Zeiten erinnern können, wo man froh war, einmal täglich etwas zu essen zu bekommen ?
-------------------

wie alt ist man um sich an was einschneidendes zu erinnern ?
5 ... 6 Jahre
dann rechnen sie mal von 1950 ab => 78
__
Ich hatte diese Frage deshalb an den Foristen @Traumtänzer gestellt, weil ich den Eindruck hatte, dass er erheblich jünger ist, als ca. 70 Jahre. Ich mag mich aber täuschen. Vllt gibt er sein Alter noch bekannt.

eine rohstoffarme Exportnation ist immer abhängig

wenn auf dem Weltmarkt die Rohstoffpreise und Transportkosten steigen.
Es wurden z.B. keine neuen Ölfelder erschlossen, da man die Zukunft in den Erneuerbaren sieht. Shell hat gleich mal etliche Ölfelder verkauft ( Preisbildung in die USA) und will in in Erneuerbare investieren. Da aber Gas und Öl eine Brückenenergie bleiben muss bis die Erneuerbaren am Ziel sind, dürfen die nicht verknappt werden. Denn dann steigen die Preise (Angbot zu Nachfrage). Hinzu kommen die deutschen CO2 Kosten. Ich glaube nicht das wir diese Kosten weitergeben können?
Es gibt nur eine Lösung wir müssen in Bildung und Forschung mehr investieren und digitalisisieren und die Infrastruktur anpassen.
Nur so können wir die Zukunftsfelder besetzen. Neben den BIP sollte auch eine Nachhaltigkeitskomponente eingeführt werden- im Kampf gegen die Wegwerfmetalität .
Das BIP kann nicht alles ein.

16:01 von Sisyphos3

Zitat:"es fehlt an Kunden die bereit sind das zu bezahlen. Deshalb kauft man ja nicht Produkte aus hiesiger Produktion"
Ich befürchte, dass wir diese Einstellung vielleicht aufgeben müssen. Ich verspüre eine gewisse Opec-isierung des Warenverkehrs. Heißt auf Deutsch: Auch Lieferanten anderer Güter könnten auf die Idee kommen, dass sie mit Verknappung der Lieferungen mehr Geld verdienen können wie vorher. Das wären sehr schlechte Aussichten.

15:47 von Sisyphos3

"Dasselbe ginge mit einer Erhöhung des Rentenalters ebenso,
löst zudem das Problem der Rentenfinanzierung.
Auch eine Erhöhung der Arbeitszeit schafft mehr Kapazität
und einen höheren Gehalt für den Einzelnen.
Zuwanderung schafft (meine Meinung) lediglich Probleme kulturelle Natur."

Ein 66 jähriger Deutscher kriegt nicht so schnell ein Schwein in zwei Hälften und die genießbaren Teile in Plastik verpackt, wie ein Rumäne oder Bulgare von 34 Jahren. Und wenn sie den 66 Jährigen noch mehr als 8 Stunden am Tag arbeiten lassen, fehlt er wahrscheinlich am nächsten Tag, ist also für den Arbeitgeber nicht so lukrativ. Dann ist er als Deutscher in der Regel auch nicht so leicht unter Druck zu setzen, wie ein Ausländer. Der Druck würde (siehe oben) eh nichts bringen. Der lässt sich nicht so gut ausquetschen, nicht so lang. Der wird schnell unproduktiv.
Die Ausländer (war nur ein Beispiel, aber verallgemeinerbar) bringen viel Profit und "Probleme kultureller Natur" gibt es auf Arbeit weinige.

15:51 von schabernack

Lohnsteigerung muss an Inflationsrate gekoppelt sein
-------------

warum ?
.... nicht an die Produktivitätssteigerung ?

Am 14. Oktober 2021 um 16:01 von Giselbert

Jetzt muss ich doch mal lachen. D ist was das Bruttogehalt anbelangt weit abgeschlagen hinter Dänemark, Luxemburg und Schweiz. Berücksichtigt man die hohen Abgaben, dann fallen wir noch weiter ab.
__
Allerdings liegen die Lebenshaltungskosten sowohl in DK als auch in der Schweiz erheblich höher als bei uns. Andererseites zahlen wir zusammen mit BEL die höchste Steuer- und Abgabenlast, die, wenn es nach einigen Bürgern ginge NOCH weiter erhöht werden soll. Aus welchem Grund eigentlich ?
Warum das Wohneigentum schon seit Generationen hier so einen niedrigen Stellenwert hat, habe ich noch nie verstanden, denn am "Reichtum" bzw. dem Mangel an selbigem kann es ja bei diesen Vergleichen nicht liegen.

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