Kommentare - SPD-Politiker Lauterbach für Legalisierung von Cannabis

13. Oktober 2021 - 06:47 Uhr

Jahrelang sei er gegen eine Legalisierung von Cannabis gewesen, sagt SPD-Politiker Lauterbach. Nun plädiert auch er dafür - auch weil die Substanzen mit Heroin versetzt würden. Ob dies wirklich so ist, wird jedoch bezweifelt.

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Kommentare

In meinem Leben (was länger)

In meinem Leben (was länger) habe ich nicht nur ein, sondern zwei Freundinnen gehabt, die sich mit Hasch um ihren Verstand geraucht haben. Beide mussten in die Psychiatrie, von der einen ("overaged-groupie"-Typ) weiß ich, daß sie lebenslang eine Pille gegen Schizophrenie nehmen muss.
Und alles, weil unsere Gesellschaft sich nicht gegen die Dealer wehren mag. Könnte ja junge Wählerstimmen kosten.

Drogen zu verbieten hat nicht funktioniert

Es geht nicht darum, ob Drogen schädlich sind, oder auch hilfreich, es geht darum, dass man trotz, oder auch wegen aller Bemühung, den Konsum zu unterbinden, keinen Erfolg damit hat.
Die US-Prohibition hat bei Alkohol versagt und die weltweite Drogenpolitik ebenfalls. Für alle Drogen gilt, dass die Kriminalisierung das organisierte Verbrechen immer reicher gemacht hat und die Beimengung von zerstörerischen Substanzen für eine noch schlimmere Wirkung auf die Konsumenten sorgt. Hinzu kommt die Beschaffungskriminalität der Abhängigen.
Ich plädiere daher für eine Freigabe und kontrollierte Abgabe von Drogen durch staatliche Verteiler.
Die Konsumenten haben so die Möglichkeit, trotz ihrer Sucht Teil der Gesellschaft zu sein und belasten diese weit weniger, als durch die von der Streckung der Droge verursachten, gesundheitlichen Schäden. Dem organisierten Verbrechen werden gewaltige Gewinne genommen und man hat eine Kontrolle über den Konsum.
Verbieten hilft nicht, dann lieber organisieren.

Hört, hört

Jetzt auch Teile der SPD. Die Grünen haben das ja schon immer in ihrem Programm.
Da beide bald an der Macht sein werden, stünde hier nichts mehr im Weg.
Aber mein Tipp: Passieren wird trotzdem nichts. Warum auch immer.
Viele Konsumenten werden weiter den Dreck von den Dealern kaufen müssen, die Polizei und die Staatsanwaltschaft wird sich weiterhin mit Nichtigkeiten auseinandersetzen müssen, und das viele Geld was eine Legalisierung in die Staats- und legalen Verkäufer-Kassen spülen wird, wird weiter in zwielichten Kreisen verteilt.
Alles Andere würde mich schwer wundern.

Schaut doch mal nach Holland

Bei den ganzen Befürchtungen und Bedenken in DE muss man also dann davon ausgehen, dass alle Holländer Drogenabhängig sind.
Liebe Politiker und Polizisten, das entspricht doch nachweisbar nicht der Realität.

SPD-Politiker Lauterbach für Legalisierung von Cannabis

Das hätte man schon längst haben können. Wenn man bedenkt das man Schlafmittel, Schmerzmittel usw. frei verkäuflich in den Apotheken erwerben kann, ist es mehr als Gerecht. Alkohol berauscht ja auch und ist nicht unschädlich. Canabis wird in anderen Ländern erfolgreich in der Medezin eingesetzt, beonders in der Schmerztherapie aber auch sh. Niederlande und Israel. Ich finde gut, das Herr Lauterbach ein Umdenken in dieser Sache zugibt. llerdings sollte man auch die Menge im vordergrund sehen, wer ab welchem Alter usw.. Da müßen die Politiker Wege finden. Ich bin auf jeden Fall der Meinung, solange ich in der Apotheke oder Drogerie auch Gift kaufen kann, kann man auch Canabis legalisieren.

Auch wenn es für manche nur

Auch wenn es für manche nur eine Randnotiz zu sein scheint: Die drei Parteien sollten die Cannabis-Freigabe nochmal überdenken, denn das sog. Kiffen kann in signifikant vielen Fällen bei Konsumenten zu paranoiden Gedanken oder anderen psychotischen Symptomen führen. In einer Double-Blind-Studie hat im Schnitt eine von fünf Testpersonen Paranoia als direkte Folge der THC-Gabe entwickelt. Es gibt also nicht nur die Warnungen der Gewerkschaft der Polizei, sondern auch von Fachleuten im Bereich der psychischen Störungen durch Cannabis-Konsum. Die Gefahr ist, dass die Cannabis-Freigabe die Zahl psychotischer Erkrankungen unter jungen Konsumenten erhöhen könnte. Das ist keine Bagatelle. Ich wundere mich, dass Lauterbach das bei seiner Argumentation anscheinend unter den Tisch fallen lässt.

Ich bin

für die Legalisierung sämtlicher Drogen.

Wird auch Zeit...

Die SPD bewegt sich drogenpolitisch in die Moderne, das wurde auch Zeit. Die CDU ist da hoffnungslos von vorgestern, die Polizeigewerkschaften offenbar auch, die machen lieber sinnlose Mehrarbeit, als sich ihnen angemessenen Themen zu widmen. Seit wann stellt die Polizei für Gesundheitsschutz die Expertise?

Zum Thema Verunreinigung von Cannabis: An die These des beigemischten Heroins glaube ich nun nicht, aber dass die Droge vom Schwarzmarkt mit Pestiziden, Pilzen und sonstigen Schadstoffen verunreinigt ist, glaube ich gerne.

Eine kontrollierte Abgabe würde natürlich auch die Kontrolle der Inhaltsstoffe ermöglichen. Wenn ich ein Bier möchte, will ich keinen Schnaps. So auch beim Cannabis. Wenn ich mehr oder weniger THC oder CBD als Gegenspieler zum THC möchte, sollte ich wissen, was drin ist.

Warum wir Modellprojekte brauchen, weiß nur die SPD allein. Aus anderen Ländern liegen inzwischen genug Erfahrungen und Studien ohne Ende vor.

Sucht !

Ich persönlich halte absolut nichts davon, Cannabis zu legalisieren. Überhaupt wird es immer und überall den Menschen zu leicht gemacht, an die Stoffe ihrer Süchte zu gelangen, egal ob Alkohol, Drogen oder Medikamente.
Leider sind viele Menschen nicht in der Lage, für sich selbst so zu sorgen, dass sie keine Gefahr für sich oder andere werden, egal durch welche "Droge". Es gibt doch heute schon zu viele, die mit konsumierten Drogen erwischt werden, und die nicht einen Funken von Verantwortung zeigen, oder überhaupt erkennen, was diese Drogen anrichten können. Leider gibt es auch zu viele, die dem Alkohol frönen, und nicht merken, oder es nicht wollen, wie sie in eine furchtbare Sucht abrutschen, sie ganze Familien damit zerstören, und öfters auch noch Unfälle bauen, mit tödlichem Ausgang.
Dann wird bei den Urteilen von eingeschränkter Schuld gesprochen, was so aber nie richtig ist, denn jeder Person sollte klar sein, was "Drogen" bewirken, da immer wieder darüber geschrieben wird !

Sehe keinen Grund dagegen

Ich finde den Vorwurf der Polizeigewerkschaft etwas übertrieben. Andere Länder (Niederlande mit den Coffeshops, Teile der USA und Portugal) zeigen das man Cannabis mit Regeln (Mindestalter, Höchstabnahmemenge...) funktioniert. Auch hat es gewisse Vorteile:
Viele jetzt Abhängige werden entkriminalisiert, man kann sicher sein, das es rein ist und man kann der Drogenszene ,welche oft von den kriminellen arabischen Clans beherrscht wird, dadurch einen heftigen Dämpfer verpassen. Und nebenbei profitiert der Staat durch zusätzliche Steuereinnahmen (Mehrwertsteuer) auch davon.
Abgesehen davon, was ist an reinem Cannabis soviel schlimmer als wie an Alkohol oder Zigaretten? Kann auch beides süchtig machen und den Körper schädigen. Und beim Alkohol wird auch das Bewusstsein getrübt.

Nun wer sagt denn das dann

Nun wer sagt denn das dann der Stoff nicht dazu benutzt wird um ihn mit Heroin zu strecken? Frischer Stoff aus der Apotheke !"Ey Alter sicherer gehts nicht! "Also wenn verkonsumieren nur unter Ärztlicher Aufsicht! Wer zahlt das ? Genau die GKV! Ist ja nicht so das die Kassen leer sind!Aber aus Ärztlicher sicht schon nen Happen!!

Legalisierung und/oder Kontrolle

Die Bekämpfung des Drogenkonsums zum Objekt im Koalitionspoker zu machen grenzt an Perversität. Es gibt sachliche Argumente FÜR und solche GEGEN Legalisierungsmaßnahmen. Die Bilanzierung hat nichts mit Parteiprogrammen zu tun. Aber 1 Faktor - der von ganz entscheidender Bedeutung ist - betrifft sehr wohl grundsätzliche Fragen. Das ist die rigorose Kontrolle, Überwachung.In einer Gesellschaft, die schon der Jugend vermittelt, daß jeder machen kann was er will und dies das eigentliche Leitbild sein soll, wird man Drogen überhaupt nicht verhindern können. In einer total überwachten Gesellschaft - mit entsprechenden rigorosen Strafmaßnahmen - wird das auch nicht völlig, aber mit Sicherheit drastisch möglich sein. Hier muß die GANZE Gesellschaft sich entscheiden. Übrigens nicht nur hinsichtlich des Drogenproblems.

Das wird aber auch Zeit...

Den Umstieg auf andere Drogen erschweren, den Schwarzmarkt austrocknen, die Polizei und Justiz entlasten, zusätzliche Steuern einnehmen... wie viele Jahrzehnte hat es jetzt gedauert, um diese Vorteile zu erkennen?

Nur die Polizeigewerkschaft lebt noch im Vorgestern. Oder gibt es Studien, die das Kiffen als Ursache von "erheblichen Gesundheitsproblemen und sozialen Konflikten" benennen?

Auch die "fatalen Folgen" für den Straßenverkehr erscheinen mir übertrieben fantasievoll - außer Herr Wendt fürchtet, dass wir dann genauso viel mit dem Rad fahren wie die Holländer.

@ Werdaswissenwill

>>> Nun wer sagt denn das dann der Stoff nicht dazu benutzt wird um ihn mit Heroin zu strecken? <<<
.
Und wer sagt das Bier nicht dazu benutzt wird um es mit Brennspiritus zu strecken?
.
>>> Also wenn verkonsumieren nur unter Ärztlicher Aufsicht! <<<
.
Kiffen unter ärztlicher Aufsicht?
Ich habe das Gefühl Sie haben überhaupt keine Ahnung von der Materie.

Legalisierung, weil es sowieso genommen wird ist kein Argument

Es wird auch vergewaltigt und ermordet, obwohl es verboten ist. Sol man das deshalb auch legalisieren?

Problematisch bei allen Drogen ist, dass dafür Menschen anfällig sind, die sowieso schon Probleme haben - ob es psychische sind, oder den Umständen geschuldet.

ERST Hilfsangebote, DANN Legalisierung, nicht andersherum.
Es ist schon schlimm genug, was Alkohol anrichten kann.

Ich bin übrigens der Meinung, dass auch Tabak und Alkohol in Tabak- und Spirituosenladen für Erwachsene gehören, und nicht in den Supermarkt neben die Kasse.
Zu Pornos hatte in der Videothek auch nicht jeder Zutritt.

Kraut für die Krauts...

Ist Olaf Scholz jetzt der rote Drogenbaron aus Berlin?
Nein, natürlich nicht.
Er ist nur der Kandidat einer Partei, die seit 1998 mit einer vierjährigen Pause erfolglos durchregiert und Klimakatastrophe, Wohnungsnot,
Kinder- und Altersarmut,
Pflegenotstand und Arbeitslosigkeit
jetzt einfach mal unkonventionell bekämpfen möchte.
Frei nach dem Motto :
Ist Dein Leben nicht so schön,
rauch Gras!
Dann wird's Dir besser gehn!
Dass die Lifestylespezialisten von FDP und Grünen das Ganze als ein Plus von individueller Freiheit feiern, ist klar.
Auch klar ist:
ich wähle keine Parteien, die Drogen legalisieren.

Richtiger Ansatz, aber falsch dargestellt

Es handelt sich nicht direkt um neuartiges Heroin, sehr wahrscheinlich ist eigentlich Fentanyl gemeint, wobei auch die neuartigen synthetischen Cannabinoide ein großes Problem sein können. Dazu gibt es ausreichend Informationen im Netz - das Fentanyl wird in Mexico inzwischen wohl im großen Stil produziert, da günstiger herzustellen als Heroin und dann wird es so ziemlich ausnahmslos in jede Droge von gefälschten Medikamenten bis hin zu Heroin oder eben auch Cannabis zum Strecken verwendet, oder direkt als härterer Heroinersatz verkauft (Quelle "PBS News Hour :
A secret look at a Mexican cartel's low-tech, multimillion-dollar fentanyl operation").
Die Legalisierung ist also dringender denn je.
Und es gibt genügend Studien, die belegen, dass dadurch nicht mehr Leute anfangen zu kiffen. Das Verbot macht die Droge nur gefährlicher und für manche evtl. sogar interessanter(wobei ich letzteres nicht belegen kann).

Sehe ich kritisch

weil das am Straßenverkauf nicht viel ändern wird, vermute ich, legal ist teurer als unter Hand, also ändert das auch nichts.
Für Medizinische Zwecke sollte es aber einfacher werden welches zu bekommen.
Und beim Straßenverkehr sehe ich das auch Probleme, rauchen geht schneller als sich 3 Promille an zu saufen.
Gegen den Drogenkonsum hätte man lange vorgehen können, die Stellen sind meist bekannt, welche Klientel das macht auch.
Bahnhof und Parks sind doch selbst mit TV Aufnahmen belegt.
Und das soll die Polizei nicht hinbekommen, seit Jahrzehnten ;-), ist irgendwie komisch.

Autounfälle schwaches Argument

Herr Wendt befürchtet Zunahme der Autounfälle. Das Argument stützt sich auf keinerlei Fakten, im Gegenteil: 2017 gab es eine kleine Anfrage von Die Linke im Bundestag, wie viel Prozent der tödlichen Autounfälle durch Alkohol und Cannabis verursacht wurden. Ergebnis: 4,2% durch Alkohol, 0,6% durch Cannabis (restlichen Prozentpunkte: andere Ursachen). Zumal durch eine Legalisierung ja nicht plötzlich alle anfangen würden, zu kiffen. Außerdem würde mit einer Legalisierung auch der Status Quo der Gesetze definitiv eine Anpassung bekommen, was erlaubte Mitnahmemenge, THC-Konzentration im Blut im Straßenverkehr, usw. angeht

Die Argumente über Austrocknung des Schwarzmarktes und "gesünderes" Cannabis wurden hier bereits gut ausgeführt. Zusätzlich wünsche ich mir deutlich bessere schulische Aufklärung über die Risiken von Cannabis.

@grübelgrübel 7:55 Uhr

"Ich bin

für die Legalisierung sämtlicher Drogen."

--

Ich nicht. Zumindest nicht sämtlicher Drogen. Für die Legalisierung von Cannabis (THC) aber schon. Hoffentlich tut sich da endlich mal was!

Hanf mit Opium strecken? Das

Hanf mit Opium strecken?
Das zig mal teuerer ist?
Wer soll denn solchen Unfug glauben?
Echt jetzt!
---
Hanf ist wohl gegenüber Schmerzmitteln, Alkohol oder sogar Tabak die deutlich leichtere Droge
Warum lese ich dann immer nur Horrorgeschichten von Cannabis/Hanf und nicht z.B. von Alkohol.
Weil Alkohol seit Jahrhunderten DIE Rausch-Droge Nr.1 der Bevölkerung ist.
und
diese entsolidarisierte Ellenbogen-Gesellschaft eine Reihe von Ventilen benötigt um den Druck anlassen zu können
aber
gleichzeitig wird ihr auch ein dicker Knüppel (Cannabis-Verbot) vorgehalten - weil "man" könnte ja auch anders also immer schön brav sein und nicht aufmucken
--
anders ist es für mich nicht mehr erklärbar das man harte Drogen wie "Küstennebel" legalisiert und weiche wie Hanf kriminalisiert
--
Das Alkoholverbot ind en USA hatte eine Vorgeschichte:
in der 2. Hälfte des 19. Jahr. waren in den Industriestaaten ca. 1/3 der Gesamtbevölkerung schwerst Alkoholabhängig -> LEGAL
siehe Emile Zola "Der Todschläger"

@Zuschauer49..

In meinem Alltag als Psychiatriepflegekraft habe ich selbiges schon öfters erlebt.

Leider gibt es immer noch zuviele Leute, die die Gefahren nicht sehen..

07:24 von Mischpoke West

"das viele Geld was eine Legalisierung in die Staats- und legalen Verkäufer-Kassen spülen wird, wird weiter in zwielichten Kreisen verteilt."

Ich kenne mich da nicht aus – könnten Sie kurz skizzieren, wie das viele Geld von den legalen Verkäufern in die zwielichtigen Kreise kommt?

Mythen und Märchen...

Ich glaube dass die Legalisierung von Cannabis an sich eine gute Sache ist, allerdings ist die darum geführte Diskussion panne.
1. in der Apotheke kann man keine süchtig machenden Arzneien KAUFEN.
2. cannabis hat bisher keine wirklich gute (belastbare) medizinische Studienlage.
3. es ist ein Irrglaube dass eine Legalisierung per se, den Cannabismarkt unter den Drogendealern ausdünnt. Die Jugendlichen die unter dem Mindestabgabealter sind werden nach wie vor auf halbseidene Erwerbswege angewiesen sein. Für Dealer ist eine legale Abgabe allerhöchstens ein hochpreisiger Konkurrent. Der Gebrauchtwagenhändler fürchtet auch die Porschefiliale um die Ecke ja auch nicht sonderlich... Ich fürchte damit wird die Sorge von Herrn Lauterbach nicht beseitigt evtl. etwas abgemildert...

@SinnundVerstand

Diese "double blind" Studie würde ich ja gerne sehen. Da wurde einer ganzen Testgruppe placebo cannabis verabreicht, und keiner hat es gemerkt?

Die Verhinderung von Selbstgefährdung sollte wirklich nur staatliche Aufgabe sein, wenn diese Gefährdung relevante gesellschaftliche Auswirkungen hat. Eine bessere Wissenschaft und Aufklärung könnte viele der Gefahren auch eindämmen.

Konsumiert wird sowieso - dann bitte legal

Ängste und Befürchtungen sind schon verständlich, aber es gibt eben auch Fakten.

ZB:
nachweislich ist Cannabis eben keine Einstiegsdroge. Das Umfeld zum Bezug der Substanz ist die Einstiegsdroge.

Cannabis wird quer durch alle Alter, Berufe, Schichten, polusche Einstellungen etc. bereits konsumiert.
Bedingt durch die Illegalität aber ohne entsprechende Qualitäts- oder Verbraucherschutzvorgaben, auch gibt es keinen Beipackzettel oder das beratende Gespräch wie bei jeder legalen Tablette.

Ergo: auch heute sind jede Menge Leute auf den Straßen unterwegs, die Gras geraucht haben.
Da würde sich nichts ändern. Aber darum gehts auch gar nicht, liebe GdP.

Dass eine Legalisierung für Erwachsene (!) die bisher und weiterhin im Illegalen konsumierenden Jugendlichen gefährden würde, halte ich für Humbug. Denn diese sind von einer Legalisierung gar nicht betroffen. Oder kauft dann Mama/Papa für den Nachwuchs ein so wie heute den Alk zur Geburtstagsparty?

Legalize, now!

07:11 von Zuschauer49

Ich bin nicht unbedingt für die Freigabe, aber wie viele Personen haben sich in demselben Zeitraum chronische Krankheiten an- oder sich gar zu Tode gesoffen?

Tolle Vorstellung...

... nach 27 Jahren endlich nicht mehr kriminell zu sein! Und bevor jemand vorschnell über mich urteilt: Ich war nie im "Knast", war immer berufstätig, lange Zeit sogar Arbeitgeber, habe brav meine Steuern bezahlt und bin Ehemann und Vater.

@ Tada

>>> Es wird auch vergewaltigt und ermordet, obwohl es verboten ist. Sol man das deshalb auch legalisieren? <<<
.
Erkennen Sie keinen Unterschied bei Ihrem Vergleich?
Ich suche mir nicht selber raus, ermordet oder vergewaltigt zu werden.
Was ich konsumiere hingegen schon.
Und wenn es nachweislich nicht schädlicher ist als viele legale Substanzen, macht eine Kriminalisierung schlichtweg keinen Sinn. Ist nur aus der Historie gewachsen.

Geht´s noch krasser?

"Es wird auch vergewaltigt und ermordet, obwohl es verboten ist. Sol man das deshalb auch legalisieren?" @Tada
.
Es gibt haufenweise medizinische Berichte darüber, dass Cannabis in leichter (!) Dosierung schmerzlindernd und beruhigend wirkt, wo andere Medikamente versagen. Sie verwechseln hier wohl milde Auszüge mit "Schwarzem Afghanen" (hochdosiert).
.
Paint-Ball ist ja auch nicht verboten, obwohl da "rumgeballert" wird.

@07:34 von SinnUndVerstand

Ich gaube nicht, dass jemand in der Debatte die Risiken von Cannabiskonsum ernsthaft übersieht oder gar leugnet. Es ist nur so, dass die Regulierung per Gesetz nachweislich nicht funktioniert und teilweise sogar ihr Gegenteil bewirkt:

- Kriminelle Dealerstrukturen
- Beschaffungskriminalität
- Geringere Aufklärung weil Konsum im Verdeckten geschieht
- Weniger Auseinandersetzung der Jugendlichen mit Drogen als Problem
- Unkontrollierte Substanzen mit hohem Suchtpotential

Letzteres ist Lauterbach's Hauptargument.

Übrigens gibt es hier eine Parallele zur Abtreibungsdebatte. Die Forderung nach einer Entkriminalisierung von Cannabis bedeutet nicht, dass man Cannabiskonsum befürwortet. Genausowenig wie die Forderung nach Straffreiheit für Abtreibungen bedeutet, dass man für Abtreibungen ist.

Diese differenzierte Betrachtung ist für viele offensichtlich eine Überforderung ihrer Scharz/Weiß Denkschemen. Von der Verhältnismäßigkeit zu Alkoholkonsum als Massenproblem ganz zu schweigen.

 08:14 von Nachfragerin

"Oder gibt es Studien, die das Kiffen als Ursache von "erheblichen Gesundheitsproblemen und sozialen Konflikten" benennen?"

Psychosen durch Konsum beim sich noch entwickelnden, jungen Gehirn sind Fakt.

Und Alkohol fand ich als Jugendlicher bedeutend einfacher zu beschaffen als Cannabis. Alkohol bekam man prinzipiell überall her, bei Cannabis war das anders.
Ich gehe davon aus, dass Cannabis bei der Legalisierung auch für Minderjährige bedeutend einfacher verfügbar sein wird. Klar, wer es unbedingt haben will bekommt es jetzt auch - aber Allgegenwärtigkeit (und das ist Cannabis für mich nicht) steigert den Konsum.

Nichts Neues

Die Gegner der Legalisierung kommen mir immer ein wenig weltfremd vor. Tun wir doch nicht so, als würden wir eine neue Droge einführen. Überall wird konsumiert, ich bin jetzt über 50 und in meinem Bekannten- und Freundeskreis gibt es Sage und Schreibe NIEMANDEN, der noch nie gekifft hat. Abgestürzt ist übrigens keiner. Dann kommt wieder das Argument mit den Gefahren für Jugendliche. Niemand will den Stoff für Jugendliche freigeben. Aber im Moment kommen gerade die Jugendlichen sehr leicht an die Droge, denn am günstigsten kauft es sich in Deutschland auf Schulhöfen ein. Bahnhöfe und Parks sind schon etwas teurer. Wollen wir diesen Zustand wirklich erhalten? Kanada z. B. hat gezeigt, dass man das Problem mit einer Freigabe lösen kann. Vielleicht ist es für die Jungen auch nicht mehr so cool zu rauchen, wenn es legal ist. Da ist dann noch der Straßenverkehr. Das ist auch zu lösen, denn beim Alkohol gibt es ja auch ganz klare Regeln. Ein Blick ins Ausland hilft auch hier beim Orientieren.

10:28 von Sparpaket

"ich wähle keine Parteien, die Drogen legalisieren."

Dann bleibt Ihnen wohl nur, nicht zu wählen. Denn Alkohol und Zigaretten sind schon lange legal.

@ wenigfahrer

>>> weil das am Straßenverkauf nicht viel ändern wird, vermute ich, legal ist teurer als unter Hand, also ändert das auch nichts. <<<
.
Da vermuten Sie falsch. Oder denken Sie die Straßendealer möchten keinen Gewinn erzielen?
Sehen Sie sich die Preise bei unseren lieben Nachbarn in Holland an. Ist nicht teuer im Coffeeshop.

Am 13. Oktober 2021 um 10:29 von wenigfahrer

Zitat: Und beim Straßenverkehr sehe ich das auch Probleme, rauchen geht schneller als sich 3 Promille an zu saufen.

Ist Ihnen ein Komma verrutscht oder wissen Sie nicht, dass es bei Alkohol am Steuer schon ab 0,3 v.T (0,5 - 1,09 OWi, ab 1,1 Straftat) kritisch werden kann?

Substanzmissbrauch

Am besten über den Substanzmissbrauch in unserem Lande, wissen NarkoseärztInnen bescheid!
Warum? Weil in Vorgesprächen zu OPs (Narkosen) den ÄrztInnen oft Substanzmissbrauch gestanden wird. (Ist auch richtig so!)

Top 4 der Drogen in Dt lt eines befreundeten Narkosearztes:
1. Nikotin
2. Schlaf u Beruhigungsmittel, Schmerzmittel
3. Alkohol
4. Cannabis

Tja, und psychische Erkrankungen können alle Drogen hervorrufen! Das ist genügend erforscht!

Daher ja, konrollierter Verkauf von Cannabis an Erwachsene! Wird Zeit, her mit den Steuereinnahmen! Genügend erwachsene KifferInnen, würden Cannabis lieber legal kaufen!

Auch wenn es für sie teurer würde als beim Straßendealer!

08:14 von Nachfragerin

>>Auch die "fatalen Folgen" für den Straßenverkehr erscheinen mir übertrieben fantasievoll - außer Herr Wendt fürchtet, dass wir dann genauso viel mit dem Rad fahren wie die Holländer.<<

Lustig aber auch möglich, schließlich befürchtet der Experte ja auch Folgen der Legalisierung, die gerade dadurch verringert werden sollen:>>Rainer Wendt, sagte der Zeitung, Cannabis sei nicht nur eine gefährliche Einstiegsdroge, sondern wegen der Unkontrollierbarkeit der Zusammensetzung insbesondere für junge Menschen eine Gefahr. <<

10:28 @ Korrekturleser_2021

Fentanyl wird in Deutschland schon durch bestimmte Ärzte verordnet, z.B. Palliativmediziner im Endstadium Krebs.

@10:29 von wenigfahrer

"Bahnhof und Parks sind doch selbst mit TV Aufnahmen belegt.
Und das soll die Polizei nicht hinbekommen, seit Jahrzehnten ;-), ist irgendwie komisch."
Haben sie eine Ahnung, wo alles an Drogen verkauft wird, fast in jedem Dorf, spätestens in jeder Kleinstadt. Zu TV: Wenn ich mir die Webung ansehe und was alles an Pharma angeboten wird, vom Einschlafspray bis Abnehmpillen, da wird nichts unternommen weil dort die Pharmalobby hintersteht. Übrigens, in Klosterfrau ist auch Alkohol drin und wenn ältere Menschen es einnehmen kann man sagen es geht ihnen wohler.

Minderjährige

Ich halte das für ungut.
Besonders bei Minderjährigen kann es zu Psychosen kommen, die langfristig behandelt werden müssen. Mit der Legalisierung kommen Sie noch einfacher dran.
Ich habe im Bekanntenkreis jemanden, der es früher damit übertrieben hat.
Die Auswirkungen sind heute noch zu spüren.
Unschön.

Das ist schmerzlich....@ Zuschauer49

... a b e r stimmt so nicht, denn THC macht im Grunde eines, es verstärkt "nur" schon "Vorhandenes".
Ich vermute Ihre Freundinnen haben Hasch bzw Cannabis benutzt um "besser draufzukommen".
Das geht aber nicht und ist der denkbar schlechteste Umgang mit jeder Droge, egal ob THC, Alkohol oder was auch immer.

SPD-Politiker Lauterbach für Legalisierung von Cannabis

Ich hoffe auf eine breite gesellschaftliche Debatte, die unaufgeregt das Für und Wider ermöglicht.

Jedoch steht zu befürchten, dass es laut wird.

Und unangenehm bis peinlich, wenn die Lauten wenig bis so gar nix wissen über die Beweggründe der Konsumenten im Umgang mit Cannabis.

Für nicht wenige das Teufelszeug in Reinform,
für manch anderen die Alternative zu einer guten Flasche Wein im Freundeskreis.

Zeit für eine umfassende, unvoreingenommene Betrachtung von allen Seiten.

Es gibt nicht nur jungendliche Konsumenten.
Es betriftt die ganze Gesellschaft. Junge, Alte, Gesunde und Kranke.

10:29 von wenigfahrer

"Sehe ich kritisch

weil das am Straßenverkauf nicht viel ändern wird, vermute ich, legal ist teurer als unter Hand, also ändert das auch nichts."

Ich kaufe meine Brötchen nicht illegal beim Dealer um die Ecke, um Steuern zu sparen. Warum sollte ich das dann bei legalen Drogen tun?
Die illegale Infrastruktur und der Risikoaufschlag machen illegale Güter meist enorm teuer. Legalität sorgt meist für Preisverfall.
Und warum sollte sich jemand illegales Zeug reinpfeifen, wenn er sich qualitätsgeprüfte Substanzen genehmigen kann?

Die GKV zahlt ja auch für die

Die GKV zahlt ja auch für die ganzen Alkohol + Tabakabhängigen und die millionenfachen Folgeschäden des Alkohol- und Tabakkonsums, vielleicht sollte man da nochmal ansetzen, aber auch diese Diskussion wurde bereits mehrfach geführt und läuft letztlich darauf hinaus, dass auch in diesen Bereichen ein allgemeines Verbot keinen Sinn hat.
Das Verbot von Drogen im Allgemeinen funktioniert vermutlich nur in einem autoritärem Regime mit Totalüberwachung, ansonsten wird es immer einen Schwarzmarkt geben, welcher die schlechtere Alternative zu einer kontrollierten Abgabe darstellt.

07:34, SinnUndVerstand

>>denn das sog. Kiffen kann in signifikant vielen Fällen bei Konsumenten zu paranoiden Gedanken oder anderen psychotischen Symptomen führen. In einer Double-Blind-Studie hat im Schnitt eine von fünf Testpersonen Paranoia als direkte Folge der THC-Gabe entwickelt.<<

Ich weiß nicht, wie ich solche Studien einordnen soll.

Ich rauche seit fünfzig Jahren Cannabis und kenne sehr viele Menschen, die dies ebenfalls tun. Von cannabisinduzierten Psychosen habe ich gehört, kenne aber keinen einzigen Fall persönlich. Bei einer Inzidenz von 20%, die Ihre Studie nahelegt, wäre das mehr als ungewöhnlich.

Schlimme Trinkerschicksale kenne ich hingegen reichlich.

Ich kann mir allerdings vorstellen, daß sehr junge Menschen mit dieser Droge große Probleme bekommen können. Das ist beim Alkohol nicht anders, weswegen es aus gutem Grund eine Altersgrenze gibt. Niemand möchte die abschaffen. Natürlich trinken und kiffen Jugendliche aber trotzdem. Das lässt sich nicht ganz unterbinden.

Find ich super! Wenn es so

Find ich super!

Wenn es so kommt, baue ich zum Eigengebrauch (!) selber an und weiß genau was drinnen ist. Alternativ kann man dann gutes und sauberes Weed im speziellen Geschäft Ü18 erwerben.

Passt für mich :-) Los regiert endlich ;-)

Das wird anstrengend

Ich finde es eine gute Idee, diese leichte Droge zu erlauben. Es ist auch ein ziemlich merkwürdiges Argument der Polizeigewerkschaft, dass mit der Legalisierung von Alkohol bereits ausreichend gefährliche Drogen verfügbar seien.
Aber eine reine Legalisierung reicht nicht, man muss, wie bei Alkohol, auch Grenzwerte festsetzen, für zum Beispiel Autofahren oder Maschinen bedienen.
Und diese müssen überprüfbar und gesichert messbar sein.
Ohne mir jetzt Prügel einfangen zu wollen, könnte man dann auch gleich die Abgabe von Tabak und Alkohol in kontrollierte Abgabesysteme einbinden. Die Arbeit müsste für Canabis sowieso gemacht werden.

Wichtig wichtig

Wenn dies zum wichtigen Thema stilisiert wird bei Verhandlungen (Koalitionsverhandlungen etc.), dann gute Nacht. Die Menschen haben z.zt. Andere Sorgen…Preise für Energie, Preise insgesamt und der absolut utopische CO2 ausstieg mit Gewalt obwohl erneuerbare Energien weit und breit noch nicht zu sehen sind .
Die Rechnung zahlt der Normalo, der Arbeiter aus dem Mittelstand mit Familie und der Geringverdiener, während der Chef mit dem Tesla ein lächeln auf den Lippen hat. Wann die Allgemeinheit sich z.b ein E-Auto. Leisten kann, wird eine wichtige Frage werden, vielleicht 2035?
Zum Thema Cannabis, Medizinisch ja, so nein-meine Meinung.

Seine Begründung halte ich für

unrichtig: "Immer häufiger wird dem illegal verkauften Straßen-Cannabis neuartiges Heroin beigemischt, das sich rauchen lässt. Damit werden Cannabis-Konsumenten schnell in eine Heroin-Abhängigkeit getrieben." Dieses Phänomen sei neu und verändere die Lage."
Man konnte Heroin schon immer rauchen, das ist doch nichts neues. Das Dealer das deutlich teurere H beimischen kann ich nicht glauben. Es gab eine Zeit, da wurde Blei beigemischt, um das Verkaufsgewicht zu erhöhen. Da hat es Lauterbach nicht interessiert, dass da Menschen dran gestorben sind.

Btw, ich bekomme med. Cannabis (Blüten) und dürfte sogar ganz offiziell Auto fahren. Mache ich nicht, denn bei einem unverschuldeten Unfall, bekäme ich sicher dennoch eine Mitschuld. Mein Führerschein ist mir heilig.

Eine Freigabe halte ich prinzipiell für sinnvoll, aber nur an Erwachsene. Cannabis ist nichts für Jugdl. die noch in ihrer Entwicklung sind.

@SinnUndVerstand

"
Am 13. Oktober 2021 um 07:34 von SinnUndVerstand
Auch wenn es für manche nur

Auch wenn es für manche nur eine Randnotiz zu sein scheint: Die drei Parteien sollten die Cannabis-Freigabe nochmal überdenken, denn das sog. Kiffen kann in signifikant vielen Fällen bei Konsumenten zu paranoiden Gedanken oder anderen psychotischen Symptomen führen. [...]"

Ihr Einwand ist ja durchaus berechtigt, geht aber am Problem vorbei. Niemand behauptet, Cannabis wäre völlig harmlos, die möglichen psychotischen Störungen sind bekannt. Gilt aber auch für Alkohol und Zigaretten.

Stellen Sie sich mal den umgekehrten Fall vor: Alkohol und Zigaretten würden verboten werden. Und schwubs hätten wir ein neues Geschäftsmodell für organisierte Kriminalität.

Darum geht es hauptsächlich. Kontrollierte Abgabe ist allemal besser als der unkontrollierte Handel durch organisierte Kriminalität. Außerdem werden psychotische Störungen auch nicht vermieden, in dem man den Handel der organisierten Kriminalität überläßt.

@Zuschauer49

Ja, es geistert immer wieder durch die Medien, dass Kiffer psychische Probleme bekommen und natürlich bekommen auch Kiffer Psychosen. Doch wäre dies signifikant, müsste es Unterschiede geben zwischen Ländern mit traditionell hohem Haschkonsum und Ländern in denen wenig konsumiert wird. Schaut man sich den prozentuellen Anteil der Psychosen in den einzelnen Ländern an, erkennt man jedoch keine Unterschiede.

Legalisierung JETZT

Ich bin zwar kein Fan von Lauterbach, jedoch hat er recht!
Eine Legalisierung ist längst überfällig.
Es wird gekifft, so oder so.
Und die Argumentation der Polizeigewerkschaft ist nicht haltbar. Momentan ist es so, dass es egal ist, ob man nüchtern fährt oder nicht - wird man angehalten und muss eine Urin- oder Blutprobe abgeben, interessiert der aktuelle Geisteszustand nicht - daher kann man auch bekifft fahren (so zumindest sehen viele Leute die ich kenne). Daher BRAUCHEN wir endlich eine gescheite Regelung!
Weil Alkohol legal ist fahren auch nicht lauter Besoffskis auf der Straße.

Die Aussagen der

Die Aussagen der Gewerkschafts - Polizisten sind natürlich völliger Unsinn und mir ist nicht klar, ob sie sich überhaupt auf diese Aussage von Lauterbach beziehen, da sie schon gestern in allen anderen Medien kundgetan wurden.
Der Aspekt mit der neuen Variante von Heroin im Cannabis ist allerdings gestern noch nicht gemeldet worden.
Grundsätzlich geht es bei der Legalisierung von Cannabis aber eben nicht um jüngere Leute, für die es natürlich verboten bleiben muß. Und das niemand unter Drogeneinfluss ein Auto fahren darf, wird auch weiter gelten.
Offensichtlich sind einige Gewerkschafts - Polizisten einfach nur dumm. Denn sonst hätten sie die Widersprüche in ihrer eigenen Argumentation erkannt.
Es geht nur und ausschließlich um die Freigabe von Cannabis für erwachsene Menschen.
Wenn dann noch besser auf unsere Kinder aufgepasst wird, werden sie auch nicht mehr an Alkohol kommen, was ja schon immer ein Problem war und ist.
Allein schon dafür wäre die Cannabisfreigabe gut!

Schule @ 10:32 von merzisch

>>> Zusätzlich wünsche ich mir deutlich bessere schulische Aufklärung über die Risiken von Cannabis. >>>

Ich stimme Ihnen da zu!
Allerdings hat die Aufklärung über Alkohol, bisher eine erschreckend große Anzahl von Minderjährigen nicht davon abgehalten, sich so extrem zu "besaufen" um hinterher mit Alkoholvergiftung im KH zu landen!

Unter Corona wurde das Problem nur kurzfristig "weniger"..... Wobei der elterliche Alkoholvorrat auch zu Corona, gerne missbraucht wurde....

Am 13. Oktober 2021 um 08:12 von Esche999

" Aber 1 Faktor - der von ganz entscheidender Bedeutung ist - betrifft sehr wohl grundsätzliche Fragen. Das ist die rigorose Kontrolle, Überwachung.In einer Gesellschaft, die schon der Jugend vermittelt, daß jeder machen kann was er will und dies das eigentliche Leitbild sein soll, wird man Drogen überhaupt nicht verhindern können. In einer total überwachten Gesellschaft - mit entsprechenden rigorosen Strafmaßnahmen - wird das auch nicht völlig, aber mit Sicherheit drastisch möglich sein."
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Leider bin ich ausserstande Ihre kryptischen Äusserungen, insbesondere hinsichtlich der Kontrolle/Überwachung. Wer kontrolliert bzw. überwacht denn wen und was hat das ganze mit der Freigabe ja/nein von Cannabis zu tun ?

Kanada macht es schon...

Ich bin gerade aus einem 20 jährigen Auslandsaufenthalt in Kanada in die BRD zurückgekehrt. Diese Diskussion fand dort schon vor Jahren statt. Vor ein paar Jahren wurde Pot - wie man es dort nennt - legalisiert. Überall gibt es sog. Cannabis shops, die Pflanzen kann auch man selbst im Haus wachsen lassen. Zuerst war die Freude gross, wirtschaftlich wurde viel erwartet (Steuern etc.). Dann kam die grosse Ernüchterung. Die Steuereinnahmen und der Geschäftserfolg halten sich in Grenzen, überall riecht man billigstes Pot auf öffentlichen Plätzen. Leute fahren "stoned" Auto, die Polizei hatte grosse Probleme mit der Kontrolle im Verkehr. Jetzt wird Pot auch in Lebensmitteln legalisiert (Brownies, Gummibärchen usw.) Für Eltern ein Alptraum. Fazit: Für die Regierung war es ein grosser Marketing Erfolg, Eltern und Polizei baden es ohnmächtig aus. Jugendliche haben jetzt eine noch geringere Hemmschwelle etwas zu rauchen. Nach dieser Erfahrung in einem anderen Land bin ich dagegen.

Die „kontrollierte Abgabe …“

„… an Erwachsene“ bedeutet nichts anderes als den weiterblühenden illegalen Handel bei Jugendlichen mit all den Problemen, die man eigentlich ja verhindern will. Und gerade bei diesen ist das regelmäßige Kiffen wirklich gefährlich. Es gibt seit Jahren sehr viele Artikel und Studien dazu.

Am 13. Oktober 2021 um 10:33 von Falsch falsch

Zitat: Die Jugendlichen die unter dem Mindestabgabealter sind werden nach wie vor auf halbseidene Erwerbswege angewiesen sein

Wird das dann so sein wie bei Alkohol, der bekanntlich nachts in dunklen Parkanlagen an Jugendliche vertickt wird?

07:34 von SinnUndVerstand

Die Gefahr ist, dass die Cannabis-Freigabe die Zahl psychotischer Erkrankungen unter jungen Konsumenten erhöhen könnte. Das ist keine Bagatelle. Ich wundere mich, dass Lauterbach das bei seiner Argumentation anscheinend unter den Tisch fallen lässt.///

Komisch. Sie als Grüner wundern sich, über Lauterbach. Sie haben sich noch nie, über das Parteiprogram der Grünen gewundert. Da steht, die Freigabe, doch drin.

Am 13. Oktober 2021 um 10:33 von Mauersegler

07:24 von Mischpoke West

"das viele Geld was eine Legalisierung in die Staats- und legalen Verkäufer-Kassen spülen wird, wird weiter in zwielichten Kreisen verteilt."

"Ich kenne mich da nicht aus – könnten Sie kurz skizzieren, wie das viele Geld von den legalen Verkäufern in die zwielichtigen Kreise kommt?"
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Das wollte auch soeben fragen. Ist wahrscheinlich wieder so eine Art "Bauchgefühl".

High @10:33 von Falsch falsch

>>> 3. es ist ein Irrglaube dass eine Legalisierung per se, den Cannabismarkt unter den Drogendealern ausdünnt. Die Jugendlichen die unter dem Mindestabgabealter sind werden nach wie vor auf halbseidene Erwerbswege angewiesen sein >>>

Jugendliche welche Saufen, Kiffen oder Partydrogen einwerfen wollen, werden Sie nie von dem Erwerb abhalten können! Sie werden durch "Kontakte" immer daran kommen!

Clubs sind teilweise Basare verschiedener Partydrogen und Niemand kann diesen Markt effektiv eindämmen!

Sogenannte "Legal Highs" sind übrigens auch gefährlicher als Cannabis!

@Harald Kirchherr

"Schaut doch mal nach Holland" Am 13. Oktober 2021 um 07:30 von Harald Kirchherr
*

Schauen Sie doch selbst "nach Holland"!

In den Niederlanden kennt man sehr wohl Probleme, insbesondere mit Deutschen "Touristen":
tagesschau.de/ausland/eu/cannabis104~amp.html

10:29, wenigfahrer

>>Und beim Straßenverkehr sehe ich das auch Probleme, rauchen geht schneller als sich 3 Promille an zu saufen.<<

Die gesetzliche Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit liegt bei 0,8 Promille. Bei drei Promille sind die meisten Menschen klinisch tot. 0,8 Promille haben Sie nach einer halben Flasche Wein oder zwei großen Bieren.

>>Gegen den Drogenkonsum hätte man lange vorgehen können, die Stellen sind meist bekannt, welche Klientel das macht auch.
Bahnhof und Parks sind doch selbst mit TV Aufnahmen belegt.
Und das soll die Polizei nicht hinbekommen, seit Jahrzehnten ;-), ist irgendwie komisch.<<

Ich habe mein Cannabis nie an Bahnhöfen, in Parks oder an ähnlichen Orten gekauft. Wer sich nicht auskennt, macht sich da oft seltsame Vorstellungen.

Was die polizeiliche Durchsetzung von Prohibition angeht, da ist ein Blick in die USA aufschlussreich. Das Alkoholverbot machte die Mafia groß, und das Land war von einem Netz von Schwarzbrennereien überzogen. Moonshine bzw. White Lightning...

@SinnUndVerstand - THC-Konsum und psychotische Störungen

07:34 von SinnUndVerstand:
"In einer Double-Blind-Studie hat im Schnitt eine von fünf Testpersonen Paranoia als direkte Folge der THC-Gabe entwickelt."

Das ist eine von vielen möglichen Nebenwirkungen eines THC-Rausches. Solche akuten Symptome klingen aber nach kurzer Zeit wieder ab.

In einer aktuellen Studie* wurde nur für den täglichen Konsum von hochdosiertem Cannabis ein um den Faktor 5 erhöhtes Risiko ermittelt, an psychotischen Störungen zu erkranken. Bei der Häufigkeit "mehrmals pro Woche" halbiert sich der Risikofaktor bereits. Der seltene Konsum (≤1x pro Woche) zeigt keine Auffälligkeiten.

Die Ergebnisse lassen vermuten, dass das THC nicht ursächlich für die Psychosen verantwortlich ist.

Anders ausgedrückt: Wer täglich kifft, hat wahrscheinlich auch andere Probleme.

*) The contribution of cannabis use to variation in the incidence of psychotic disorder across Europe (EU-GEI): a multicentre case-control study

Im Vergleich...

...mit Alkohol und Tabak halte ich Cannabis für die weniger gefährliche Droge und habe nie verstanden, warum es kriminalisiert wird.
Aber die Begründung, dass man so den Handel mit gepushtem Hasch unterbinden will, halte ich für völlig fehl am Platz. Bisher war es doch immer so, dass die Bekämpfung der damit zusammenhängenden Kriminalität von fast allen Politischen nie als Argument für die Freigabe irgendwelcher Drogen akzeptiert wurde.
Was hat sich denn plötzlich geändert? Auch bisher war der Hauptgrund die zweifelhafte These vom Cannabis als Einstiegsdroge - und das Argument müsste dann doch jetzt eigentlich eher noch stärker gelten. Zumindest, wenn ich der widersprüchlichen Logik der deutschen Drogenpolitik folge.

10:42, DeHahn

>>Sie verwechseln hier wohl milde Auszüge mit "Schwarzem Afghanen" (hochdosiert).<<

Der legendäre schwarze Afghane. Seit Jahrzehnten habe ich diese Spezialität nicht mehr gesehen. Bei der politischen Lage in Afghanistan kein Wunder.

Eine Erinnerung an andere Zeiten. Als Afghanistan noch beliebtes Reiseziel von „Hippies“ und Aussteigern war...

10:44, WiPoEthik

>>Ich gehe davon aus, dass Cannabis bei der Legalisierung auch für Minderjährige bedeutend einfacher verfügbar sein wird. Klar, wer es unbedingt haben will bekommt es jetzt auch - aber Allgegenwärtigkeit (und das ist Cannabis für mich nicht) steigert den Konsum.<<

Cannabis ist allgegenwärtig. Daß Sie das nicht mitbekommen, ändert nichts an der Tatsache.

Die jahrzehntelangen Legalisierungserfahrungen in den Niederlanden belegen, daß der Konsum sich nicht erhöht.

Du liebe Güte

das ist nun der 2. Tag, an dem dieses Thema diskuttiert wird. Hat die Politik nichts wichtigeres zu tun, als sich über diese Petitesse auszulassen ? Man kann es kaum glauben. Mir persönlich ist es absolut egal, ob Cannabis legalisiert wird. Für den med. Bereich geht das m.M. ohnehin schon. Was die Abgabe in z.B. Apotheken anbelangt, sind die Preise nicht sogar höher, als im Strassenverkauf ?
Was die Argumente derjenigen anbelangt, die glauben durch eine Legitimation auch die Beschaffungskriminalität damit zu bekämpfen, wende ich ein, dass diese im Vergleich zu harten Drogen nur sehr gering ist. Die Konsumenten von harten Drogen erreicht man damit nicht. DIESE sind es aber, die die ganze Problematik rund um illegale Drogen verursachen. An die kommt man aber mit der Freigabe von Cannabis nicht heran. Cannabis sind für diejenigen Kinkerlitzchen, die NEBEN den harten Drogen vllt mal beim Einschlafen helfen.

Jedem seine Droge

In meinem Alltag als Beobachter .. erkenne ich, dass die Sucht nach dem Mobiltelefon Abhängigkeiten in nie dagewesener Dimension schafft. Haltungsschäden (Wirbel) sind prognostizierbar. Aber egal. Ebenso egal, dass Tabak und Alkohol am laufenden Band Leichen produzieren. Cannabis in der Schmerztherapie ist eine feine Sache, ebenso gibt es keine Substanz, mit der sich Musik so eindringend und gelöst erfahren lässt. Was ich sagen möchte: Cannabis hat gute, sehr gute Aspekte .. es ist vor allem eine "friedliche" Substanz. Wohingegen: Alkohol, Tabak? Ich erkenne keine. Wie mit allem: es kommt darauf an, was man draus macht. Daher: legalisieren, ist doch keine Frage!

@ 10:46 backfix

Das freut mich für Sie und Ihre Lieben. Leider habe ich in meiner Familie einen schweren Fall von Psychose durch Canbabis-Konsum. Und wenn Sie mit Menschen aus den Bereichen stationärer Psychiatrie oder auch aus dem Bereich rechtlicher Betreuung sprechen, könnte sich Ihr Bild signifikant verändern.

@DeHahn

"Es gibt haufenweise medizinische Berichte darüber, dass Cannabis in leichter (!) Dosierung schmerzlindernd und beruhigend wirkt"
Am 13. Oktober 2021 um 10:42 von DeHahn

*

Deswegen ist es auch eine Droge und kein Kraut wie Pfefferminze und Salbei.

Und wo es so viele Schmerzmittel und Beruhigungsmittel schon gibt braucht es dann noch Cannabis? Meinetwegen, aber in der Hinsicht kann man das über ein Rezept regeln. Das geht sogar bei Morphin.

Wer dauerhaft Schmerzen oder Unruhezustände hat, der sollte auf jeden Fall zum Arzt gehen und nicht einfach Kiffen!

*

Ps. Missbraucht von Schmerzmittel verursacht chronische Schmerzen UND Unruhezustände.

10:32 von 91541matthias

>>@Zuschauer49..

In meinem Alltag als Psychiatriepflegekraft habe ich selbiges schon öfters erlebt.

Leider gibt es immer noch zuviele Leute, die die Gefahren nicht sehen..<<

Ich will Ihre Erfahrungen als Pflegekraft keineswegs in Abrede stellen. Aber ob eine psychische Krankheit durch Cannabiskonsum erst hervorgerufen wird und ohne den Stoff nicht in Erscheinung getreten wäre oder ob die Krankheit ohnehin aufgetreten wäre, ist kaum stichhaltig zu beantworten.

Hier steht ja auch nicht THC als Medikament zur Debatte und dass es als Lustdroge in der Regel nicht gesundheitsfördernd ist, steht doch außer Frage.

... und übrigens machen Sie Ihre Erfahrungen, obwohl der Stoff illegal ist. Ein geregelter Umgang damit dürfte positive Auswirkungen zeigen, wie andere schon vorexerziert haben.

@Zuschauer49

"Am 13. Oktober 2021 um 07:11 von Zuschauer49
In meinem Leben (was länger)

In meinem Leben (was länger) habe ich nicht nur ein, sondern zwei Freundinnen gehabt, die sich mit Hasch um ihren Verstand geraucht haben. Beide mussten in die Psychiatrie, von der einen ("overaged-groupie"-Typ) weiß ich, daß sie lebenslang eine Pille gegen Schizophrenie nehmen muss.
Und alles, weil unsere Gesellschaft sich nicht gegen die Dealer wehren mag. Könnte ja junge Wählerstimmen kosten."

Ich war fast 10 Jahre in Schmerztherapie, mit Schmerzmitteln mittlerer Stärke, das sind künstliche Opioide, bekannt unter Handelsnamen wie Valoron, Tilidin, Tramal u. a. Die Mittel können Depressionen und andere psychotische Störungen verursachen. Bei mir passiert. Ich bin in Psychotherapie und muß für den Rest meines Lebens Antidepressiva nehmen.

Ich wäre froh gewesen, hätte ich damals Cannabis als Schmerzmittel gehabt. Das ist bzgl. der Nebenwirkungen deutlich weniger schlimm als das künstliche Dreckszeug.

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