Ihre Meinung zu: USA veröffentlichen wieder Zahl der Atomsprengköpfe

6. Oktober 2021 - 7:02 Uhr

Zum ersten Mal seit vier Jahren veröffentlichen die USA wieder die Zahl ihrer Atomsprengköpfe: Es seien noch 3750. US-Präsident Biden möchte die Rüstungskontrollgespräche mit Russland wieder aufnehmen.

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Kommentare

Die Verhandlungen sind zäh

Die Verhandlungen sind zäh aber alternativlos, und es ist ein wichtiges diplomatisches Vorgehen, die Gespräche auf neutralem Boden hinter geschlossenen Türen zu führen. Nicht auszudenken, wohin die Aufrüstungsreise gehen würde, wenn Trump Präsident der USA geblieben wäre.
Dennoch ist die vorhandene Zahl an Atomwaffen wie auch an konventionellen Waffen ein himmelschreiendes Unrecht an Geld- und Ressourcenverschwemdung mit Blick auf Hunger und Armut in der Welt: Die Waffenarsenale töten, auch in vermeintlichen Friedenszeiten.

3750 Sprengköpfe -Was für welche, welche Sprengkraft

Die reine Zahl der Sprengköpfe sagt wenig aus über das Vernichtungspotential. Gut ist das man die Gespräche wieder aufnehmen möchte. Besser wäre wenn auch China daran teilnehmen würde, denn sie hat Nachholbedarf. Noch besser wäre wenn die Möchtegerne Miniatommächte auch mal mit offenen Karten spielen würden, wie Pakistan, Indien, UK, Frankreich, Israel usw. Auch sie formen eine Bedrohung für Europa, ja sogar innerhalb Europas. Leider wird diese Problematik immer ausgeklammert.

Ein besonderer Punkt sind die in den letzten Jahren neu geschaffene "Hochleistungs Atomaren Sprengköpfe", also Mehrfachsprengköpfe aber insbesondere "Hypersonic Sprengköpfe", die abgefeuert werden können von Satelliten und Unterseeboten. Auch dies scheinen Mehrfachsprengköpfe zu sein. Eine Verteidigung hiergegen scheint für Europa nicht möglich zu sein,.

Wo und wann will man 3500

Wo und wann will man 3500 sprengköpfe hinschießen? Und wozu?
Für die atomare Abschreckung reichen auch 100 Raketen.
Auch wenn man die alle auf einmal wegballert; kaputter, als kaputt machen, geht nicht.
Und man hat die Gewissheit, dass man die gleiche Anzahl auch zurück bekommt.
Es hat sich also überhaupt nicht gelohnt, sich so zu verteidigen oder so anzugreifen.
Für Nordkorea oder Iran wäre die Bombe aber eine Versicherung.
Man hat in Irak, Iran, Afghanistan, Vietnam, Korea, gesehen, was mit Ländern ohne Bombe gemacht wird.

Man kann die Welt nur einmal auslöschen

Und Transparenz statt „Geheimniskrämerei“ ist generell, nicht nur wenn es um Abrüstungsgespräche, sondern auch wenn es um die Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen und auf dieser Basis zusammenzuarbeiten wichtig („Biden will Rüstungskontrollgespräche mit Russland wieder aufnehmen. Transparenz bei den staatlichen Atomwaffenbeständen sei "wichtig für die Nichtweiterverbreitung und Abrüstungsbemühungen", so das US-Außenministerium“).

Mangelndes gegenseitiges Vertrauen scheint allerdings generell eher ein Problem innerhalb der “Machtzirkel“ dieser Welt als eins unter ihrer Bevölkerung zu sein. Die wird von ihren „Anführern“ eigentlich nur „hineingezogen“ bzw. lässt sich von ihnen in die Austragung ihrer „internen Konflikte“ mit reinziehen.

Atomsprengköpfe

Wenn Präsident Biden mit Russland darüber " redet " ist das schon viel was erreicht wurde! Da gibt es aber noch einige die sehr wackelig sind ! Pakistan, Indien , China ? , und noch einige mehr.

Für die EU wäre ein Abzug der

Für die EU wäre ein Abzug der US bomben auch wichtig. Diese Dinger bedrohen uns schließlich.
Wohin wird Russland wohl schießen, wenn die Amis angreifen? Richtig. Zu uns.
Weil von hier die Raketen kämen. Und wo wird Russland hinschiessen, wenn sie angreifen? Richtig. Zu uns, weil von hier der gegenschlag käme.
Man sieht, wir haben nichts von diesem Schwachsinn.

08:38 von Bender Rodriguez

@ Bender Rodriguez

Zitat: "Für Nordkorea oder Iran wäre die Bombe aber eine Versicherung.
Man hat in Irak, Iran, Afghanistan, Vietnam, Korea, gesehen, was mit Ländern ohne Bombe gemacht wird."

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Bundesrepublik Deutschland auch eine Versicherung braucht?

Mal anders gedacht...

Die Atomwaffen haben bisher einen dritten Weltkrieg verhindert und Europa die längste Friedensperiode in seiner langen und blutigen Geschichte ermöglicht.

Abrüstung ja, Abschaffung atomarer Waffen nein

Über 39.000

in 1967. Kaum glaubhaft das soviel spaltbares Material vorhanden war.
Iran zentrifugiert seit 20 Jahren an der ersten rum

@Demokrat

Das sehe ich genauso.
Sonst wird D irgendwann plattgemacht

08:13 von SinnUndVerstand

"Nicht auszudenken, wohin die Aufrüstungsreise gehen würde, wenn Trump Präsident der USA geblieben wäre."

Auch unter Trump wurde abgerüstet. Hier Zitat aus der ZEIT:

"Seit 2017 ist die Zahl nuklearer Sprengköpfe in Besitz des US-Militärs nur leicht zurückgegangen. Unter Donald Trump waren Abrüstungsbemühungen gebremst worden."

Re : Bender Rodriguez !

Ja 100 satte Sprengköpfe würden schon reichen. Nur all den "Kleinen", die schon einen oder zwei solcher Köpfe haben, ist zu raten, erst mal an die Versorgung der Bevölkerung zu denken, und nicht das Volk schikanieren, warum auch immer.
Für den Iran und auch Nordkorea ist dagegen nicht gut, denn wer garantiert schon den Ideologien, die jeweils herrschen, nicht eine Kurzschlusshandlung des jeweils obersten Führers, und wenn es angeblich im Namen Gottes geschieht.
In meinen Augen haben zu viele Länder überhaupt solche tödlichen Geschosse, die dann gleich eine ganze Stadt ausradieren.

@Demokrat 2014

"Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Bundesrepublik Deutschland auch eine Versicherung braucht?" Am 06. Oktober 2021 um 09:21 von Demokrat 2014

*

Die haben wir doch. Nur offiziell gehören sie uns nicht.

hxxps://de.m.wikipedia.org/wiki/Kernwaffen_in_Deutschland

Vermutlich haben die USA deshalb so viele Atomwaffen, weil sie überall in der Welt gelagert werden.

USA veröffentlichen wieder Zahl der Atomsprengköpfe....

Gut das wieder verhandelt wird. Nachdem etliche Jahre auf dem Gebiet Funkstille war. Und etliche Abrüstungsvereinbarungen einseitig gekündigt wurden(ABM-Vertrag, INF-Vertrag). Oder andere einfach auslaufen gelassen wurden. Aber auch die Bundesrepublik könnte eine Rolle spielen: In Büchel/Rheinland-Pfalz lagern 22 Atomsprengköpfe.....

@ Demokrat 2014

>>> Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Bundesrepublik Deutschland auch eine Versicherung braucht? <<<
.
Sehen Sie uns aktuell in der Riege der genannten Länder? Irak, Iran, Afghanistan, Nordkorea?

Die Frage müsste eher heißen, hätte die USA vor 80 Jahren in Europa eingegriffen, wenn Nazi-Deutschland damals schon Atomraketen gehabt hätte, die über den Teich hätten fliegen können?

Atomenergie

"Über 39.000 in 1967. Kaum glaubhaft das soviel spaltbares Material vorhanden war.
Iran zentrifugiert seit 20 Jahren an der ersten rum" @jfkal
.
Warum wurden denn so viele Atomkraftwerke gebaut? Angeblich kostengünstiger und sauberer als andere Energieträger. In Wirklichkeit hat die Allgemeinheit diese Anlagen zwecks Herstellung von waffenfähigem Plutonium finanziert und muss noch jahrhuntertelang die Altlasten/Risiken tragen. Die USA haben im Irak Uranmunition verschosse, Atomabfälle, die sonst teurer Sondermüll geworden wären.
.
"US-amerikanisches und britisches Militär verschossen in den Kriegen von 1991 und 2003 mindestens 400.000 Kilogramm Uranmunition" @wikipedia

Leider haben

ja andere Staaten auch solche Dinge, also müssten eigentlich alle sich beteiligen, hatte die USA nicht etwas aufgekündigt in dem Zusammenhang.
Da hört man aber nicht sehr viel, Fakt ist leider das Problem, das schon früher so war, wenn etwas passiert, dann sind wir zentral das Schlachtfeld.
Denn die USA hat Kriege immer aus dem Land gehalten, und es wäre schön, wenn die A-Waffen mal aus Deutschland weg wären, dafür ist man sogar auf die Straße gegangen.
Die Waffen können generell weg, und mit 700 Milliarden hat die USA auch den größten Militärhaushalt der Welt, das ließ sich sicher sinnvoller einzusetzen.
Verhandlungen sind immer gut, nur geht die Rüstung ja immer weiter, und es gibt neue vielleicht noch gefährlichere Dinge, die wir gar nicht wissen.
Siehe Weltraum, von dem letztens erst die Rede war, ich bin schon immer dafür, diese Spielchen auf allen Seiten zu beenden, Hoffnung dafür sehe ich leider nicht.
Rüstung beenden wäre das richtige Signal, nicht 2 Prozent sinnlos verballern.

9.28 Sigrun_1954 - Abrüstung ja, Abschaffung nein

"Atomwaffen haben einen dritten Weltkrieg verhindert".
Die gleiche Feuerkraft und die gleiche Angriffsgeschwindigkeit haben einen Atomkrieg verhindert. Wäre dies nicht der Fall so hätten wir schon mehrmals einen solchen Krieg gehabt.
Die Problematik zur Zeit, deswegen sind die Amerikaner auch an Gesprächen interessiert ist das die Angriffsgeschwindigkeit der Russischen und Chinesischen Atomwaffen scheinbar deutlich höher ist durch den Einsatz von Hypersonic Waffen und als Abschussbasen U booten und Satelliten.
Damit würde einen deutlichen Zeitvorsprung bis zur einer Amerikanischen Antwort erreicht sein und damit die einseitige Vernichtung des Gegners.
Eine Abrüstung würde wenig erreichen, es muss schon totale Abschaffung sein.

Übrigens die Nicht Bereitschaft darüber zu verhandeln zeigt an das der Gegner hiermit spekuliert.

@ 09:33 von Bobinho

Unter Trump wurde die Zahl der Atomsprengköpfe zum Militärgeheimnis erklärt. Mit Trump hätte es keinen New START-Vertrag gegeben. Die ganze Richtung war unter Trump auf Konfrontation und neues Wettrüsten ausgelegt. Selbst Ihr ZEIT-Zitat bemerkt: "Unter Donald Trump waren Abrüstungsbemühungen gebremst worden."

Good morning Mr. Strangelove

149 Millionen km² Landfläche.
3750 Sprengköpfe.
=
Eine Atombombe auf 40.000 km².
Ich denke das sollte reichen...

@ 08:26 friedrich peter...- welche Sprengkraft etc?

„ Die reine Zahl der Sprengköpfe sagt wenig aus über das Vernichtungspotential.“

Keine Sorge. Ich denke die, die es wissen müssen, wissen es auch. Also z. B. die Russen.

@Demokrat 2014 - Friedensversicherung

09:21 von Demokrat 2014:
"Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Bundesrepublik Deutschland auch eine Versicherung braucht?"

Ja. Die beste Versicherung ist die gegenseitige Abhängigkeit. Dafür braucht es lediglich Handelsbeziehungen, aber keine Atomwaffen.

Am 06. Oktober 2021 um 09:21 von Demokrat 2014

"Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Bundesrepublik Deutschland auch eine Versicherung braucht?"

US-Kernwaffen gegen US-Kernwaffen?, denn die USA sind der einzige Staat, der solche Waffen bedenkenlos einsetzt, wie die Geschichte zeigt.

Am 06. Oktober 2021 um 09:33 von Traumfahrer

"Für den Iran und auch Nordkorea ist dagegen nicht gut, denn wer garantiert schon den Ideologien, die jeweils herrschen, nicht eine Kurzschlusshandlung des jeweils obersten Führers, und wenn es angeblich im Namen Gottes geschieht."

Welcher Staat hat bisher Kernwaffen eingesetzt? Es war keiner der von Ihnen erwähnten Staaten.

@Sigrun_1954 - Frieden in Europa

09:28 von Sigrun_1954:
"Die Atomwaffen haben bisher einen dritten Weltkrieg verhindert [...]"
> Das ist eine ziemlich steile Behauptung, die sich durch nichts belegen lässt. Genauso gut könnte man die menschliche Vernunft oder die Geburt von John McAfee als Ursache benennen.

"Abrüstung ja, Abschaffung atomarer Waffen nein."
> Das klingt nach einem realistischen Kompromiss. Die Atommächte werden sich ihr machtpolitisches Spielzeug eh nicht wegnehmen lassen.

Zweischneidiges Schwert

"Für den Iran und auch Nordkorea ist dagegen nicht gut, denn wer garantiert schon den Ideologien, die jeweils herrschen, nicht eine Kurzschlusshandlung des jeweils obersten Führers, und wenn es angeblich im Namen Gottes geschieht."
Ich bin Pazifist, lehne derartige Waffen ab. Auch aus Umweltgründen ist jegliche Rüstung fatal und sinnlos.
Ich muss allerdings auch erkennen, dass diese Länder, die Atomwaffen besitzen noch nicht von den USA überfallen wurden.
Irak, Libyen wären nicht überfallen worden, hätten sie Atomwaffen gehabt. Somit ist es für die Machthaber in Nordkorea und dem Iran die Garantie, das eigene Land nicht an ausländische Kräfte zu verlieren. Ob das für die Menschen gut ist, was gut ist steht auf einem anderen Blatt.
So wurden In Libyen alle Ölvorkommen an westliche Konzerne verschenkt, somit kosten dort Bildung, Gesundheit nun richtig Geld. Wasser ist nicht mehr billig. Klar, die Herrscher hatten sich auch was abgezweigt - aber das ist bei uns ja auch so.

Zeit fürs Reden und Verhandeln

Atomare Bedrohungspotenziale sind vorhanden, auch wenn wir davon wenig hören oder wahrnehmen. Die Quellen zu diesem Thema sind leider immer mehr von anderen, teils unwichtigen überlagert. Wer noch die Friedensbewegung und die Atomkraft-Gegner erinnert, die demonstrierten und warnten, wird nicht vergessen haben, wie riskant Atomwaffen sind. Die Größe und Schlagkraft lassen nicht die Zahlen der Sprengköpfe, sondern deren Potenzial dokumentieren. In unserer Gesellschaft ist der Klimawandel zum ersten Thema geworden. Ich finde aber, auch Waffen und Spannungen in der Weltpolitik müssen aus dem Schattendasein heraus. Unsere Gesellschaft muss fit gemacht werden, sich damit kritisch auseinander zu setzen. Und die Lösung liegt nicht in reinem Befürworten oder Ablehnen. Waffen existieren, ihr Einsatz droht immer. Frieden schaffen und erhalten, ist und bleibt unser aller Aufgabe. Denn die hochtechnisierten Waffensysteme sind dauerhaft ein Risiko für die Menschheit, wenn auch menschengemacht.

Die Geisel der Menschheit

Wenn man über eine Reduktion von Atomwaffen verhandelt, ist das für Mensch und Natur und unserem Planeten immer eine gute Sache. Das Problem dabei ist nur, dass es bei den Verhandlungen zwischen den USA und Russland lediglich nur über eine Regulierung des A-Waffenarsenals geht! Eine echte Abrüstung auf Null-Besitz, wird hierbei nicht angestrebt. Wie auch, wenn das Atomwaffen-Arsenal von beiden Verhandlungspartnern als politisches Druckmittel eingesetzt wird. Außerdem müssten bei solchen Gesprächen auch Staaten, wie z.B. China, GB, Frankreich, Israel, Indien und Pakistan eingebunden werden. Nur dann macht es wirklich Sinn. Ob man jetzt mit 3500 oder mit 3700 Atomraketen die Welt X-tausend Mal vernichten kann, spielt doch keine Rolle mehr, wenn man weiß, dass man das auch bei einem Gleichstand von A-Waffen vollbringen kann. Nein, diese Geisel der Menschheit muss gleich ganz und gar auf Null reduzieren werden. Und das von jedem Atomwaffen-Staat dieser Welt! Nur dann macht es Sinn!!

@Traumfahrer - Kurzschlusshandlung

09:33 von Traumfahrer:
"Für den Iran und auch Nordkorea ist dagegen nicht gut, denn wer garantiert schon den Ideologien, die jeweils herrschen, nicht eine Kurzschlusshandlung des jeweils obersten Führers, und wenn es angeblich im Namen Gottes geschieht."

Wenn irgendjemand nah am Kurzschluss war, dann die USA unter Trump. Manches Missverständnis im Kalten Krieg dürfte die Welt sogar noch näher an die nukleare Vernichtung gebracht haben.
Vom Iran oder Nordkorea sehe ich dagegen keine Gefahr ausgehen. Deren Führungen handeln rationaler, als es Trump je getan hat.

@ 09:54 von friedrich peter...

Sie formulieren fast lupenrein die ideologische Argumentation der Scharfmacher aus dem kalten Krieg und den Ost-West-Block-Zeiten. Diese Argumentation des Gleichgewichts des Schreckens war schon damals nicht stichhaltig, wie alle Friedensforscher zeigten, und hat die Welt schon damals nicht sicherer gemacht, sondern gefährlicher, und zwar auf dem Rücken der ärmsten der Armen.

Die Anzahl war und ist notwendig

Die Anzahl ist schon realistisch um eine tatsächliche Abschreckung zu gewährleisten.
Hierbei geht es u.a. um die schiere Menge an Stellungen, die man als "Gegner" nicht in der Lage sein kann, realistisch mit einem Präventivschlag zu zerstören.

Das Foto zeigt übrigens eine alte ausgemusterte Abschussanlage. Wäre schändlich wenn die Dinger tatsächlich so übel aussehen.

@ 10:27 von Oppenheim / Beschwichtigungsbewegung

"""Wer noch die Friedensbewegung und die Atomkraft-Gegner erinnert, die demonstrierten und warnten, wird nicht vergessen haben, wie riskant Atomwaffen sind. """

Die "Friedensbewegung" war eine Beschwichtigungsbewegung, hatte aus der Geschichte nicht gelernt, dass totalitäre Regime nur die Sprache der Macht verstehen. Es wird immer wieder Kriege geben, grausame kleine Kriege. Dank nuklearer Abschreckung sind jedoch die Zeiten von großen grausamen Kriegen vorbei.

keine US Raketen in EU

in Europa gibt es schon länger keine US-Raketen mehr. Wenn überhaupt, dann nur Abwurfbomben. Und wenn ich amerikanisches Militär wäre, hätte ich diese aus Europa bzw. Deutschland schon lange abgezogen, so verlässlich wie wir sind.

@wenigfahrer - Abrüstung wäre billiger.

09:53 von wenigfahrer:
"Rüstung beenden wäre das richtige Signal, nicht 2 Prozent sinnlos verballern."

Das wäre der richtige Weg, aber dann kräht ja wieder irgendeiner was von den Arbeitsplätzen.

Wenn man den 25.000 Beschäftigten der Rüstungsindustrie und den 183.000 Soldaten und gleich vielen Zivilangestellten der Bundeswehr die 2% vom BIP direkt auszahlen würde, bekäme jeder etwa 200.000 Euro.

09:55 von SinnUndVerstand

"Die ganze Richtung war unter Trump auf Konfrontation und neues Wettrüsten ausgelegt."

Besteht nicht ein Unterschied zwischen Abrüstung bremsen und Aufrüstung? Es wurde nicht atomar aufgerüstet unter Trump sondern leicht abgerüstet.

Die meisten atomaren Waffen

Die meisten atomaren Waffen befinden sich im Arsenal von aktuelle befreundeten Staaten. Die werden damit bestimmt nicht fahrlässige Hunderttausende Menschenleben vernichten / gefährden wollen. Das weiß keiner besser als das japanische Volk

@ 10:30 von Apollo1995

"""Ob man jetzt mit 3500 oder mit 3700 Atomraketen die Welt X-tausend Mal vernichten kann,"""

Kann man nicht. Sogar nach einem strategischen interkontinentalen Nuklearkrieg Mitte der 1980er, als das Zerstörungspotenzial am größten war, hätte die menschliche Zivilisation, vor allem auf der südlichen Halbkugel, gesund weiter gelebt.

10:31 von Nachfragerin

"Vom Iran oder Nordkorea sehe ich dagegen keine Gefahr ausgehen. Deren Führungen handeln rationaler, als es Trump je getan hat."

Ein streng gläubiges Mullah-Regime und ein "gottgleicher" Führer handeln rationaler als Trump. Danke, keine weiteren Fragen.

Was dummerweise immer übersehen wird...

...solange es Atomwaffen gibt, ist eine kleine Zahl von Sprengköpfen gefährlicher als eine große.
Wenn zwei Seiten das Potential zum Overkill haben, ist die größte Gefahr, dass man sich aus Versehen in die Luft sprengt, denn eigentlich weiß man, dass der Einsatz der Waffen nicht zu kontrollieren ist.
Hat man aber nur ein paar Sprengköpfe, so gibt es genug Idioten, die auf die Idee kommen könnten, dass ein paar Städte wie New York, Paris, Moskau oder Peking jetzt nicht so wichtig wären, als dass der Rest der Welt nicht auch ohne sie auskommt.

@ Nachfragerin

„Wenn irgendjemand nah am Kurzschluss war, dann die USA „

Fast richtig, denn die USA war 1945 nicht nah am Kurzschluss, sondern weit darüber hinaus. Eine beispiellose Vernichtung der zivilen Bevölkerung innerhalb von Sekunden. Einzigartig in der Geschichte der Welt und wen wundert es, dass das die USA war? Niemand, wer die Geschichte der außenpolitischen „Befriedung“ der USA in der Welt kennt

@CharlyZ (10:40)

Wenn ich das richtig sehe, zeigt das Foto vor allem den Silo, der für "Star Trek - First Contact" als Drehort genutzt wurde. Der wurde extra so hergerichtet, damit er so heruntergekommen aussieht, da er ja zum Zeitpunkt der Handlung hundert Jahre alt ist...

USA veröffentlichen wieder Zahl der Atomsprengköpfe

Es wäre mal Interessant zu erfahren, wie es denn mit den chemischen Waffen aussieht? Nuklear ist out, Chemie effektiever. Der Mensch hat sehr viel Phantasie um Lebewesen zu töten, das wird uns ja immer wieder bestätigt.

10:26, Denkerist

Die Quintessenz Ihrer Zeilen lautet:

Jedes Land muss Atomwaffen haben, dann gibt es keine Kriege und die Amis überfallen niemanden mehr.

Damit sind Sie sehr nahe an der Doktrin des Gleichgewichts des Schreckens.

Und da war noch die Modernisierung des US nuklearen Arsenals

Komisch, daß nicht davon berichtet wird, wie hierfür hunderte Milliarden ausgegeben werden:

https://www.defenseone.com/threats/2021/05/estimated-cost-us-nuclear-mod...

https://www.csis.org/analysis/nuclear-
modernization-under-competing-pressures

Aber schön, wenn irgendwas von Abrüstung in der Schlagzeile steht. Das wird die Bürger gut einlullen.

État DE gauche 10.41

Die Friedensbewegung war mehr als Sie ihr mit "Beschwichtigungsbewegung" zubilligen wollen. Es gibt auf allen Seiten Menschen mit einfachen Weltbildern und Schwarz-Weiß-Malerei. Aber die vielen Philosophen, Künstler, Wissenschaftler, Intellektuellen und Bürger, die in der Friedensbewegung mitgingen, haben durchaus die Grenzen ihres Wirkens gesehen. Dennoch. Um Kriegstreiber und Friedensbefürworter auszubalancieren, autoritäre Regime oder vorgebende friedliche Führungen an ihre Verwantwortung zu erinnern oder Sanktionen anzuregen, ist die Wichtigkeit der Bewegung nicht zu unterschätzen. Die UN selbst haben von diesem Denken profitiert und damit mehr Konsens erreicht als viele bilaterale oder multilaterale Absprachen geschafft hätten. Nukleare Abschreckung ist eine Strategie. Abrüstung das Pendant dazu. Verhandlungen und Umdenken eingeschlossen. Sonst wären manche Friedens- und Abrüstungsgespräche nicht zustande gekommen.

We'll meet again...

Rechnet man zu den USA-Atombomben noch mal je die gleiche Zahl von Russland und China hinzu, andere Atommächte nicht mitgezählt, dann wären es 11.000 Atombomben, die es jetzt gibt.
Zieht man von der Landoberfläche die Wüsten ab, ergibt sich eine Fläche von 120 Millionen km².
Dann käme man auf 11.000 km² pro Bombe.
Das machte statistisch 3 Atombomben für NRW mit seinen 34. 000 KM².
Aber nur statistisch.
Die Atombomben würde ja nicht hier runterkommen.
Nicht bei uns.
Nicht in Deutschland.
Anderswo halt.
Weiter wech.

@ von État DE gauche

"Die "Friedensbewegung" war eine Beschwichtigungsbewegung, hatte aus der Geschichte nicht gelernt, dass totalitäre Regime nur die Sprache der Macht verstehen. Es wird immer wieder Kriege geben, grausame kleine Kriege. Dank nuklearer Abschreckung sind jedoch die Zeiten von großen grausamen Kriegen vorbei."

Das ist wohl eine absolute Verzerrung der Geschichte: Wer hat zweimal Atomwaffen gegen Menschen eingesetzt? Wer hat hundertfach Länder überfallen, Putsche inszeniert? Das sind wohl die Kriegstreiber!
Wie hoch sind die Rüstungsetats der Länder der Welt?
Die beste Politik ist die Politik der Nichteinmischung. Alles andere führt zu nichts. Das sehen wir von Vietnam bis Afghanistan.
Natürlich sieht der Westen die Rohstoffe in Russland und würde sie wie z.B. in Libyen gerne kostenlos haben. Das geht aber eben so einfach nicht...

10:17 von ex_Bayerndödel

«… denn die USA sind der einzige Staat, der solche Waffen bedenkenlos einsetzt, wie die Geschichte zeigt.»

Einmal in der Geschichte wurden diese zwei Atombomben eingesetzt. Auf Japan abgeworfen 1945. Zum Ausprobieren in der besonderen Situation zum Ende von WK2.

Nach 1945 hat niemand mehr Atombomben eingesetzt außer in Tests, auch nicht die USA. Komplett sinnfrei, so zu tun, als sei die Verwendung von Atomwaffen durch die USA im Konfliktfall so was wie das Standardrepertoire irgendwo mind. einmal pro Jahr. Sinnfrei und dumm noch dazu.

10:52, Bobinho

>>10:31 von Nachfragerin
"Vom Iran oder Nordkorea sehe ich dagegen keine Gefahr ausgehen. Deren Führungen handeln rationaler, als es Trump je getan hat."

Ein streng gläubiges Mullah-Regime und ein "gottgleicher" Führer handeln rationaler als Trump. Danke, keine weiteren Fragen.<<

Sagen wir mal so: die drei stehen sich, was Rationalität angeht, wenig nach.

Die Foristin, der Sie antworten, hat Trump übrigens erstaunlicherweise seine ganze Amtszeit hindurch hier im Forum die Stange gehalten.

@Bender Rodriguez (8:38)

Wenn z.B. China einen Gegner hätte, der über lediglich 100 Sprengköpfe verfügt, wäre das mit der Abschreckung hinfällig, da deren Einsatz 90% der Bevölkerung weitestgehend unbeschadet lassen würde. Und wenn ich mich an Mao's Einstellung zur Relevanz chinesischen Lebens erinnere, hätte den das bestimmt nicht abgeschreckt.

@Bender Rodriguez

"Für die atomare Abschreckung reichen auch 100 Raketen."

Die Abschreckung beruht darauf, dass diese Raketen auch tatsächlich treffen könnten.
Wer die Hoffnung hat, dass er von 100 vielleicht 90 bis 95 abfangen könnte, ist nicht mehr effektiv abgeschreckt und kann leicht übermütig werden.
Reagans SDI-Pläne gingen in diese Richtung und die USA kündigten 2001 schließlich entsprechende Verträge mit Russland auf.
Danach folgte der Raketenschirm für Europa (angeblich gegen iranische und nordkoreanische Raketen), der von Russland scharf kritisiert wurde.
Das Programm wurde zwar verkleinert, ist aber dennoch einsatzbereit.

Insofern kann ich verstehen, dass man sich als Langziel auf 1500 Sprengköpfe geeinigt hat: man weiß nicht sicher, ob überhaupt alle starten, ob sie dann auch treffen und die Masse allein soll wohl eine eventuelle Raketenabwehr überfordern.
Wenn schon Abschreckung, dann richtig ...

@ Nachfragerin

>>> Deren Führungen handeln rationaler, als es Trump je getan hat. <<<
.
Politisch oder auch religiös andersdenkende zu steinigen (Iran) oder lebenslang in Zuchthäuser zu sperren (NK) ist natürlich sehr rational. Die eigene Bevölkerung komplett von der Außenwelt abzuschotten bestimmt ebenso.
Hass auf andere Nationen (Südkorea, Israel) zur Staatsdoktrin zu erheben bestimmt auch.
Solche Führern kann man problemlos Atomwaffen zugestehen.
Also bei manchen trägt der Trump-Hass unfassbare Früchte.

11:06, Dana

>>Aber schön, wenn irgendwas von Abrüstung in der Schlagzeile steht. Das wird die Bürger gut einlullen.<<

Meinen Sie, die Bürger würden nur Schlagzeilen lesen?

Davon abgesehen lautet die Schlagzeile:

„USA veröffentlichen wieder Zahl der Atomsprengköpfe“

Zur "Sicherheit"

gibt´s ja auch noch Chemie- und Biowaffen, wie man an Litwinenko und Nawalny sehen kann. Und das waren ja nur ganz kleine Pröbchen. Aber davon gibt´s ein paar Tonnen auf allen Seiten. Was wohl schlimmer ist?

@ Schabernack

„Einmal in der Geschichte wurden diese zwei Atombomben eingesetzt. Auf Japan abgeworfen 1945. Zum Ausprobieren in der besonderen Situation zum Ende von WK2.“

Zum ausprobieren...? Zynischer geht es dann tatsächlich wohl nicht mehr

@Bobinho

"Ein streng gläubiges Mullah-Regime und ein "gottgleicher" Führer handeln rationaler als Trump. Danke, keine weiteren Fragen."

Sie haben aber mitbekommen, dass der Stabschef des US-Militärs im letzten Jahr die konkrete Gefahr gesehen hat, dass Trump aus wahltaktischen Gründen militärischen Blödsinn macht.
Daraufhin hat er Trumps Möglichkeit zur Anordnung eines Erstschlags eingeschränkt und sich mit seinem Gegenpart in China entsprechend ausgetauscht.

Insofern haben Sie recht: Abschreckung funktioniert nicht, wenn Spinner auf der anderen Seite sitzen. Genau das war aber die Sorge Chinas.

Am 06. Oktober 2021 um 08:13 von SinnUndVerstand

"...Nicht auszudenken, wohin die Aufrüstungsreise gehen würde, wenn Trump Präsident der USA geblieben wäre..."

Biden seinerseits hat erklärt, er strebe eine Rückkehr zur Normalität an. Diese soll darin bestehen, daß die USA wieder bereit seien, die Welt anzuführen. Die Analyse dessen, was in den Vereinigten Staaten vor sich geht, spricht nicht dafür, daß eine Verbesserung der Lage im Sinne von Friedenssicherung und gleichberechtigter Zusammenarbeit der Staaten auf der Grundlage der UNO-Charta eingetreten wäre. Ohne Zweifel ist aber die Biden-Regierung mit neuen nationalen und internationalen Bedingungen konfrontiert, welche die internationale Stellung der USA und die Verwirklichung ihrer außenpolitischen Grundziele beeinflussen.

@11:04 von fathaland slim

"@Denkerist >
Die Quintessenz Ihrer Zeilen lautet:
Jedes Land muss Atomwaffen haben, dann gibt es keine Kriege und die Amis überfallen niemanden mehr.
Damit sind Sie sehr nahe an der Doktrin des Gleichgewichts des Schreckens."

Ein echtes Gleichgewicht ist für die Atommächte tatsächlich unvorstellbar. Erst wenn es dazu käme würden sie sich dann doch lieber von ihrer Doktrin trennen.

3750 solcher Dinger, das

3750 solcher Dinger, das klingt ja dekadent. Als wenn es nicht 375 tun würden oder 10. Immerhin müssen die gewartet werden, aber ist ja nicht unser Geld.
@11:15 von schabernack
Naja, die Uransprengköpfe genannt püanzerbrechende Munition sind zwar keine klassischen Atomsprengköpfe, aber sollten auch in die Betrachtung einfliessen. Da, wo die Nato und USA die Dinger abwerfen, kümmern sie sich später nicht mehr drum und tun so, als sei nichts gewesen.

11:38 von DeHahn

" Aber davon gibt´s ein paar Tonnen auf allen Seiten. "
Chemiewaffen?

Eine kurze Suche ergab folgenden Treffer bei ntv:

"Moskau legt vor, Washington braucht noch ein paar Jahre: In einer russischen Fabrik werden feierlich die letzten Chemiewaffen des Landes vernichtet."

@11:39 von berelsbub

"@ Schabernack
>>Einmal in der Geschichte wurden diese zwei Atombomben eingesetzt. Auf Japan abgeworfen 1945. Zum Ausprobieren in der besonderen Situation zum Ende von WK2.<<

Zum ausprobieren...? Zynischer geht es dann tatsächlich wohl nicht mehr"

Es gibt tatsächlich die Theorie, dass man 2 Bomben unter anderem auch deshalb abgeworfen hatte, um die Unterschiede zwischen dem Uran und dem Plutoniummodell festzustellen.
Ausserdem gab es einen erheblichen Aufwand zur Erforschung der Folgen an den Opfern, vor Ort nach der Kapitulation.

11:39, berelsbub

>>@ Schabernack
„Einmal in der Geschichte wurden diese zwei Atombomben eingesetzt. Auf Japan abgeworfen 1945. Zum Ausprobieren in der besonderen Situation zum Ende von WK2.“

Zum ausprobieren...? Zynischer geht es dann tatsächlich wohl nicht mehr.<<

Ja, da haben Sie Recht. Etwas zynischeres als diese Atombombenabwürfe, unnötig wie Sie waren, denn der Krieg war längst entschieden, ist kaum vorstellbar.

Seitdem wurden diese Waffen nicht wieder eingesetzt. Ich führe das auch auf das Entsetzen, das mit den Städtenamen Hiroshima und Nagasaki für immer verbunden bleiben wird, zurück.

11:45, Olivia59

>>@11:04 von fathaland slim
"@Denkerist >
Die Quintessenz Ihrer Zeilen lautet:
Jedes Land muss Atomwaffen haben, dann gibt es keine Kriege und die Amis überfallen niemanden mehr.
Damit sind Sie sehr nahe an der Doktrin des Gleichgewichts des Schreckens."

Ein echtes Gleichgewicht ist für die Atommächte tatsächlich unvorstellbar. Erst wenn es dazu käme würden sie sich dann doch lieber von ihrer Doktrin trennen.<<

Ich sehe keinen Bezug zu dem, was ich schrieb.

Wahnsinn

Man kann die Welt nur einmal vernichten . Und da brauchen weder die Amis, noch die Russen oder Chinesen soviel Atomraketen.
Das ist alles nur Kraftmeierei.

11:45, OrwellAG

>>Naja, die Uransprengköpfe genannt püanzerbrechende Munition sind zwar keine klassischen Atomsprengköpfe, aber sollten auch in die Betrachtung einfliessen. Da, wo die Nato und USA die Dinger abwerfen, kümmern sie sich später nicht mehr drum und tun so, als sei nichts gewesen.<<

Es handelt sich nicht um Sprengköpfe, und sie werden auch nicht abgeworfen. Bitte informieren Sie sich.

@11:38 von DeHahn

"Zur Sicherheit gibt´s ja auch noch Chemie- und Biowaffen, wie man an Litwinenko und Nawalny sehen kann. Und das waren ja nur ganz kleine Pröbchen. Aber davon gibt´s ein paar Tonnen auf allen Seiten. Was wohl schlimmer ist?"
Und in Syrien? Biowaffen sind sehr heimtückisch, die kann man auch im Trinkwasser oder überhaupt Nahrung verabreichen.

Effektive atomare Abrüstung...

...hat heute kaum eine Chance. Es wäre nach 1990 vielleicht möglich gewesen, da in der positiven Stimmung nach dem Ende des Kalten Krieges ein Verzicht auf diese Form der Abschreckung denkbar gewesen wäre.
Heute wäre es - wenn überhaupt - nur möglich, dass irgendjemand ohne irgendwelche Bedingungen einseitig komplett abrüstet und damit die anderen überzeugt, nachzuziehen.
Abgesehen von ehemaligen Sowjet-Teilrepubliken (bei denen nicht unbedingt die eigene Staatsführung die Entscheidung getroffen hat) ist aber das einzige Land, das Atomwaffen hatte und diese freiwillig abgeschafft hat, bis heute Südafrika.

@12:02 von fathaland slim

">>@Denkerist
Die Quintessenz Ihrer Zeilen lautet:
Jedes Land muss Atomwaffen haben, dann gibt es keine Kriege und die Amis überfallen niemanden mehr.
Damit sind Sie sehr nahe an der Doktrin des Gleichgewichts des Schreckens.<<

Olivia: >>Ein echtes Gleichgewicht ist für die Atommächte tatsächlich unvorstellbar. Erst wenn es dazu käme würden sie sich dann doch lieber von ihrer Doktrin trennen.<<

Ich sehe keinen Bezug zu dem, was ich schrieb."

Der Bezug besteht darin, dass Denkrist möglicherweise Recht hat ein echtes Gleichgewicht einzufordern. Denn solange der Atomclub das Monopol beansprucht zieht er die Beibehaltung und Modernisierung einer völligen Abschaffung vor.

10.33 SinnUndVerstand - Besser lesen.

"Sie formulieren fast lupenrein die ideologische Argumentation der Scharfmacher aus dem kalten Krieg ".

Leider, da sie immer noch verwendet wird in der Auseinandersetzung der Atommächte untereinander. Um die Gefahr eines immer noch möglichen Atomkrieges deutlich zu machen ist sie zu verwenden.

Meine persönliche Einstellung habe ich bereits geschrieben "Alle Atomwaffen sollten verboten sein". Sie sollten besser lesen.

@ jfkal Zitat: "Über 39.000

@ jfkal
Zitat:
"Über 39.000 in 1967. Kaum glaubhaft das soviel spaltbares Material vorhanden war.
Iran zentrifugiert seit 20 Jahren an der ersten rum"

Na ja - wenn man so gar keine Ahnung von Kerntechnik hat einem das schon komisch vorkommen.
Ist aber leicht zu erklären:
Die meisten "normalen" Kernspaltungsbomben sind mit Plutonium hergestellt - da ist die kritische Masse (nötig für die selbsterhaltende kettenreaktion) kleiner als bei einer Uran-Kernstaltungsbombe.
Die wirklich dicken Kaliber sind aber Kern-Fussionsbomben - da braucht es Wasserstoff und Lithium.
--
Plutonium für Kernspaltungsbomben wird "erbrütet" in speziell dafür gebauten Reaktoren - so etwas hat der Iran nachweisslich nicht.
Darum bliebe denen nur der Weg via Uran-Zentrifuge mittels Anreicherung.
--
da jetzt seit fast 30 Jahren erzählt wird (von Isreal) das die schon sehr bald genügend Uran für eine Bombe hätten...
..dann müssten der Iran siet seit mindestens 25 Jahren haben.
*sarkasmus*

Abrüstung

Die Anzahl von Atomwaffen ist nicht nicht das einzige Ziel es kommt wohl auch auf die Größe an?
In jedem Fall sind selbst 1500 zu viele. Ob man die Welt 300 oder 150Mal pulverisert kann ist doch gleichgültig.
Man sollte eher fragen warum diese Länder so viele Waffen haben, kosten doch wohl Geld?

12:00 von fathaland slim

unnötig wie Sie waren, denn der Krieg war längst entschieden, ist kaum vorstellbar.
---------------

entschieden .... gewiss !
unnötig .... ?

Gaben die Japaner auf, als die 2 Bomben fielen ?
oder gab es nicht einen (versuchten) Militärputsch als der Tenno Waffenstillstand in Erwägung zog ?
Es ist bis heute nicht geklärt in wie weit der Atombombenabwurf zur Beendigung des Krieges beitrug.
Immerhin der Luftangriff auf Tokio, im März 1945, kostete 100.000 Menschenleben, in 2 Stunden.
da "wackelte" die Regierung mit keinem Ohr, warum dann bei Hiroshima ?
Zudem wie viele Menschenleben (US Soldaten) hätte es gekostet Japan einzunehmen ?

3750 Sprengköpfe -Was für welche, welche Sprengkraft

@ friedrich peter...
Ich schließe mich der Frage an. Es würde uns ja nicht weiterbringen, wenn die Anzahl zwar reduziert, die Sprengkraft jedoch erhöht werden würde. Schade, dass der Bericht hier keine Auskunft gibt.

11:43 von AlterSimpel

""Sie haben aber mitbekommen, dass der Stabschef des US-Militärs im letzten Jahr die konkrete Gefahr gesehen hat, dass Trump aus wahltaktischen Gründen militärischen Blödsinn macht.
Daraufhin hat er Trumps Möglichkeit zur Anordnung eines Erstschlags eingeschränkt und sich mit seinem Gegenpart in China entsprechend ausgetauscht."

Sie haben aber schon mitbekommen, dass er inzwischen dies geäußert hat, aus dem Spiegel 28.09.21

"Er sei außerdem davon überzeugt gewesen, dass der damalige US-Präsident Trump die Chinesen nicht habe angreifen wollen."

Also anders als Sie es hier darstellen möchten

USA

"...Atomraketen gehabt hätte, die über den Teich hätten fliegen können?"

-----

Genau DAS ist der springende Punkt. Eine Atomwaffe zu haben reicht nicht als Sicherheit (siehe Irak, der wurde angegriffen obwohl man davon ausging es gäbe dort Atomwaffen). Man muss eine Atomwaffe haben, die die Fähigkeit hat im Kerngebiet der USA zu landen. Den USA war schon immer egal ob ihre verbündeten bedroht oder nierdergemezelt wurden. Das Ziel war immer den Amerikanern einzureden, Kriege sein wichtig und notwendig und sie dabei in dem Glauben zu lassen, dass sie auf ihrem Kontinent ausserhalb jeder Gefahr sind.

Warum haben die Amerikaner den 11.9. noch immer nicht verarbeitet? Weil dort das erste Mal seit Ewigkeiten der Krieg vor die Haustür der eigenen Bürger getragen wurde. Sowas kannte seit George Washington keiner mehr auf dem amerikanischen Festland.

@État DE gauche (10:51)

Zitat: "Sogar nach einem strategischen interkontinentalen Nuklearkrieg Mitte der 1980er, als das Zerstörungspotenzial am größten war, hätte die menschliche Zivilisation, vor allem auf der südlichen Halbkugel, gesund weiter gelebt."

Alles, aber auch wirklich alles (außer Science Fiction) was ich dazu bis heute gelesen, gehört oder gesehen habe, kommt zu dem Schluss, dass das nicht stimmt. Selbst wenn keine einzige Bombe auf der Südhalbkugel eingeschlagen wäre, hätten Staub und Strahlung sich ausreichend auch dort ausgewirkt, um höheres Leben weitgehend einzuschränken.

Zum Einstieg ins Thema reicht schon der Wikipedia-Artikel "Nuklearer Winter".

12:14, Olivia59

Ich kann Ihre Zeilen nur so deuten, daß Sie für den Atomwaffenbesitz sämtlicher Staaten dieser Erde plädieren. Mit dem Argument, daß die Atommächte ihre Atomwaffen ja nicht abschaffen werden.

Atomwaffen für alle also.

12:05 von fathaland slim

Es handelt sich nicht um Sprengköpfe, und sie werden auch nicht abgeworfen. Bitte informieren Sie sich.

Legen Sie bitte nicht jedes Wort eines Users auf die Goldwaage. Ich weiß, was OrwellAG mit abgeworfen gemeint hat. Im Eifer des Schreibens eines Kommentars werden immer wieder unpassende Worte verwendet, deren Sinn im Ergebnis aber nicht verfälscht werden, zumindest wenn man mitdenkt.

Wenn ich Auto fahre, muss ich für 3 Personen denken: Für mich, auf die Fahrweise meines Vordermanns und auf die Fahrweise meines Hintermanns. Und jetzt sagen Sie bloß nicht, es könnte auch eine Vorder-/Hinterfrau sein.

Man kann über atomare Gleichgewichte sinnieren...

Je länger man dies tut, umso obsoleter wird es, denkt man an das, was klimatisch auf uns zukommt.
(Gerade auch noch im gerade geschlossenen Thread ausführlich diskutiert.)

Atombomben werfen auf Länder, in denen die Menschen ums schiere Überleben kämpfen, macht dann zwar keinen Sinn mehr; aber wie man “sie“ kennt, würden sie sogar das tun.

Es ist nur noch zum ...

@DeHahn" Zitat: "Warum wurden

@DeHahn"
Zitat:
"Warum wurden denn so viele Atomkraftwerke gebaut? Angeblich kostengünstiger und sauberer als andere Energieträger. In Wirklichkeit hat die Allgemeinheit diese Anlagen zwecks Herstellung von waffenfähigem Plutonium finanziert und muss noch jahrhuntertelang die Altlasten/Risiken tragen."
Das ist falsch!
"normale" Kernreaktoren zur Energieerzeugung eignen sich nur sehr schlecht zum Erbrüten von Plutonium - der Aufwand selbiges aus einem solchen Brennstab (der für die Wärmeableitung optimiert ist) zu exttrahieren ist zig mal höher als bei einem Stab der in einem militärischen Brutreaktor steckte.
Darum gab es auch solche Brutreaktoren schon 1941 - Reaktoren für die Energieerzeugung erst Mitte der 50er Jahre.
--
Ja klar hat man den Politikern seitens der Atom-Industrie erzählt das man über den Weg von AKWs zur "Bombe" kommt - nur ist der ohne Wiederaufbereitungsanlage gar nicht möglich.
Und weder Franzosen noch Briten holen ihr Waffenmaterial aus ihren Anlagen

12:03 von OlliH

Man kann die Welt nur einmal vernichten.

Die Welt kann mehrmals vernichtet werden, zumindest wenn man das Wort "vernichten" leger auslegt. Das geschah bereits vor 65 Mio. Jahren mit dem Einschlag eines Meteoriten auf die Erde, der das Sterben der aller höheren Lebewesen (vor allem Dinos) verursachte.

Sagen wir mal so: Die Welt, hier gemeint die Erde, kann nicht vernichtet werden, sie verändert sich bloß. Vernichtet wird die Erde erst, wenn sich in 5 Mrd. Jahren die Sonne aufblähen sollte.

USA veröffentlichen wieder Zahl der Atomsprengköpfe....

Biden möchte Gespräche über Rüstungskontrolle. Vielleicht ein neuer Akzent.
Manche Staaten modernisieren ihre Atomwaffen oder träumen von nuklearer Teilhabe.
Hätte man doch den ausgehandelten START II-Vertrag am Beginn der 2000er Jahre nicht einfach fallen lassen. Die Welt stände etwas besser da....

Auf Kommentar antworten

Am 06. Oktober 2021 um 12:03 von OlliH

Und da brauchen weder die Amis, noch die Russen oder Chinesen soviel Atomraketen.
Das ist alles nur Kraftmeierei.

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Es ist nun mal so, das derjenige der Nuklearwaffen besitzt millitärisch unantastbar ist. Darum streben heute noch zahlreiche Länder ihren Besitz an.

11:10 von Sparpaket

Die Atombomben würde ja nicht hier runterkommen.
Nicht bei uns.
Nicht in Deutschland.
Anderswo halt.

Wenn ein Atomkrieg überhaupt entsteht, dann zwischen China und den USA im Südchinesischen Meer, da bin ich mir sicher. China betreibt eine territoriale Expansionspolitik, vor allem vor ihrer Haustüre. Hinter der Haustüre kauft es alles auf, vor allem Häfen und strategische wirtschaftliche Punkte in den Industrieländer.

Russland wird den Chinesen zur Seite stehen und dann wird die NATO als Bündnispartner den USA hinzugezogen..

Etwas provokant formuliert vielleicht...

Keine Atommacht dieser Welt wird auf ihre Atomwaffen verzichten, nicht durch Verbote und schon gar nicht freiwillig.

Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen;
ich bin überzeugt:

Würde es irgendeinem Land irgendwann möglich sein, eine Waffe zu entwickeln, mit der die gesamte Erde mit einem Schlage zerstört werden könnte - diese Waffe würde hergestellt, auch wenn es mit dem Ausprobieren dann getan wäre...

Auf Kommentar antworten

Am 06. Oktober 2021 um 11:39 von berelsbub

Zum ausprobieren...?

###

Wohl eher um den Krieg schnell zu beenden. Denn sonst hätte Japan wohl noch ein paar Jahre durchgehalten...

@fathaland slim - irrationale Handlungen

11:16 von fathaland slim:
"Sagen wir mal so: die drei stehen sich, was Rationalität angeht, wenig nach."
> Wenn jemand rational handelt, dann sind dessen Handlungen berechenbar. Man weiß, woran man ist. Das ist meiner Meinung nach bei den Führungen des Irans und Nordkoreas der Fall. Trumps Handlungen würde ich hingegen als impulsiv bezeichnen.

"Die Foristin, der Sie antworten, hat Trump übrigens erstaunlicherweise seine ganze Amtszeit hindurch hier im Forum die Stange gehalten."
> Das habe ich nicht. Ich habe unsachliche und tendenziöse Berichte kritisiert. Aber das haben Sie und viele andere nicht erkannt.

@schabernack Zitat: "Nach

@schabernack
Zitat:
"Nach 1945 hat niemand mehr Atombomben eingesetzt außer in Tests, auch nicht die USA. Komplett sinnfrei, so zu tun, als sei die Verwendung von Atomwaffen durch die USA im Konfliktfall so was wie das Standardrepertoire irgendwo mind. einmal pro Jahr. Sinnfrei und dumm noch dazu."

ich lege Ihnen die TV-Doku zum Koera-Krieg (der vergessene Krieg) drigend an Herz
da wird sehr umfänglich gezeigt wie die USA zweimal im Korea-Krieg den Einsatz von Nuklarwaffen gegen China - mit dem man ja nicht mal offiziell im Krieg war - sowohl militärisch wie politisch erwogen hat.
Beim ersten mal machte Präsident Trumen noch den Rückzieher - sein Oberkommandierender General MacAther trat darauf mit einem riesen Aufschrei zurück
https://de.wikipedia.org/wiki/Douglas_MacArthur
beim zweiten Mal gab Präsident Eisenhower den Einsatzbefehl 30 chinesische Gross-Städte einzuäschern.
Zum Glück für die Welt starb kurz vor dem Einsatz Stalin und die USA zog den Einsazu zurück.
und in Vietnam...

Ja. Die Amis haben in Wk2 so

Ja. Die Amis haben in Wk2 so einiges ausprobiert.
So am 911 . Da wurde am unwichtigen Darmstadt eine Kombination aus Brand und sprengbomben ausprobiert.
Die Atombombe hätte eigentlich etwas weiter südlich in Ludwigshafen runterplumpsen sollen.
Und weil Deutschland 'zu früh' kapituliert, wurde das neue Spielzeug in Japan ausprobiert.
Dazu gab es gar keinen Grund mehr.
Das macht die USA zum unsichersten aller unsicheren Staaten.

@12:31 von fathaland slim

"Ich kann Ihre Zeilen nur so deuten, daß Sie für den Atomwaffenbesitz sämtlicher Staaten dieser Erde plädieren. Mit dem Argument, daß die Atommächte ihre Atomwaffen ja nicht abschaffen werden.

Atomwaffen für alle also."

Nein. Mit dem Argument, dass diese erst dann ernsthaft für die weltweite Abschaffung eintreten, wenn deren Monopol kippt.
Alle Überlegungen in dieser Materie sind mit Risiko verbunden. Das die 3 grossen Mittlerweile über "Superraketen" verfügen, die kaum mehr abgefangen werden können hat das Risiko der gegenwärtigen Situation jedenfalls signifikant erhöht, so dass es neue Überlegungen braucht.

11:39 von berelsbub / @schabernack

«Zum ausprobieren...? Zynischer geht es dann tatsächlich wohl nicht mehr.»

Innerhalb der US-Army haben sich die Kräfte durchgesetzt, die die beiden Bomben abwerfen wollten. Sie hatten es relativ einfach, weil die Japaner bei den Schlachten um die Inseln Iwojima und Okinawa so erbittert Widerstand leisteten bis zur Selbstaufopferung. Auch Präsident Truman wollte vermeiden, US-Truppen auf die Hauptinsel zum Kampf um Tokyo zu entsenden, weil man auch dort mit der gleiche Art von Kämpfen rechnete wie auf den kleineren Inseln.

Nach den Abwürfen hat Japan schnell kapituliert, und Schlachten auf Japan-Mainland gab es nie. Während der ersten Besatzugsjahre bis Mitte der 1950-er durften sich Japanische Strahlungsopfer nur an US-Ärzte wenden. In erster Linie zum Erkenntisgewinn für die US-Army. Später dann haben die Japaner die heute umfangreichte Medizin-Bibliothek über Strahlenschäden angelegt.

General MacArthur wollte auch im Korea-Krieg Atomwaffen einsetzen.
Er wurde danach abberufen.

12:20, Sisyphos3

>>Immerhin der Luftangriff auf Tokio, im März 1945, kostete 100.000 Menschenleben, in 2 Stunden.
da "wackelte" die Regierung mit keinem Ohr, warum dann bei Hiroshima ?
Zudem wie viele Menschenleben (US Soldaten) hätte es gekostet Japan einzunehmen ?<<

Sie möchten die Atombombenabwürfe relativieren?

Was Ihre Lust am Relativieren angeht, da bin ich ja einiges von Ihnen gewöhnt. Aber meinen Sie nicht auch, daß Sie jetzt ein wenig übertreiben?

@Bobinho

"Sie haben aber schon mitbekommen, dass er inzwischen dies geäußert hat, aus dem Spiegel 28.09.21

"Er sei außerdem davon überzeugt gewesen, dass der damalige US-Präsident Trump die Chinesen nicht habe angreifen wollen."

Also anders als Sie es hier darstellen möchten"

Nicht ganz, wenn Sie weiterlesen:
(aus dem Telefonat:)
Pelosi: "Sie wissen, dass er verrückt ist. Er ist seit langer Zeit verrückt"
Milley: "Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu."

Ich glaube nicht, dass der iranische Stabschef das über den Ayatholla sagen würde oder der nordkoreanische über Kim.
Meinem Eindruck nach ist es dort eher umgekehrt.

Außerdem ging es ja auch um die Angst der Chinesen, die womöglich den Sturm aufs Kapitol als Teil eines Trumpschen Putschversuchs sehen könnten.

@derfreundliche

Das ist die amerikanische Version. Es gibt auch eine andere,nämlich das die erste A und H-Bombe gerne mal ausprobiert werden sollte. Sie hat auch funktioniert und Zehntausende unschüldige meist Zivile umgebracht.
Für mich eine gigantisches Verbrechen gegen die Menschheit.

Die bloße Anzahl spielt kaum noch eine Rolle

Es geht um Präzision und um die Vermeidung von Abwehrmassnahmen.

Die USA haben VOR den Russen mit der Modernisierung ihres Arsenals begonnen. Dann hat die RF nachgezogen.

Die heutigen Atomwaffen sind präziser und schwerer abzufangen. Die Trägersysteme spielen eine entscheidende Rolle. Zur Zeit von Filmen wie „Dr Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben“, waren es noch B52 Langstreckenbomber, die die Atomwaffen ins Ziel bringen sollten ... einige Jahre später waren es bei „War Games“ schon ICBM‘s. Damals hatten die Franzosen taktische Waffen, die allerdings bloß (west)deutsches Territorium verwüstet hätten. Solche taktischen Waffen haben die USA weiterhin auf deutschem Boden um die damals schon rein hypothetische „Panzerflut“ der „Roten Armee“ aufzuhalten - auf (ost)deutschem Gebiet, wohlgemerkt.

Da die Russen aber nun prinzipiell nicht-abfangbare nuklear bestückte Hyperschallwaffen entwickelt haben, ist die Geheimniskrämerei auf US-Seite obsolet geworden.

12:34, rareri

>>12:05 von fathaland slim
„Es handelt sich nicht um Sprengköpfe, und sie werden auch nicht abgeworfen. Bitte informieren Sie sich.“

Legen Sie bitte nicht jedes Wort eines Users auf die Goldwaage. Ich weiß, was OrwellAG mit abgeworfen gemeint hat. Im Eifer des Schreibens eines Kommentars werden immer wieder unpassende Worte verwendet, deren Sinn im Ergebnis aber nicht verfälscht werden, zumindest wenn man mitdenkt.

Wenn ich Auto fahre, muss ich für 3 Personen denken: Für mich, auf die Fahrweise meines Vordermanns und auf die Fahrweise meines Hintermanns. Und jetzt sagen Sie bloß nicht, es könnte auch eine Vorder-/Hinterfrau sein.<<

Wer weiß, was Uranmunition ist, der schreibt nichts von Sprengköpfen und Abwurf.

Auch nicht aus Versehen im Eifer des Gefechts.

13:03, Olivia59

>>@12:31 von fathaland slim
"Ich kann Ihre Zeilen nur so deuten, daß Sie für den Atomwaffenbesitz sämtlicher Staaten dieser Erde plädieren. Mit dem Argument, daß die Atommächte ihre Atomwaffen ja nicht abschaffen werden.

Atomwaffen für alle also."

Nein. Mit dem Argument, dass diese erst dann ernsthaft für die weltweite Abschaffung eintreten, wenn deren Monopol kippt.
Alle Überlegungen in dieser Materie sind mit Risiko verbunden. Das die 3 grossen Mittlerweile über "Superraketen" verfügen, die kaum mehr abgefangen werden können hat das Risiko der gegenwärtigen Situation jedenfalls signifikant erhöht, so dass es neue Überlegungen braucht.<<

Sie plädieren also für die massenhafte Verbreitung von Atomwaffen. Anders kann ich Ihre Worte nach wie vor nicht deuten.

@schabernack

"Der sowjetische Kriegseintritt sei "ein regelrechter Schock für Japan" gewesen, sagte der DW der Historiker Takuma Melber vom Heidelberg Centre for Transcultural Studies. Melber teilt die Einschätzung seines US-amerikanischen Kollegen Tsuyoshi Hasegawa, wonach die sowjetische Kriegserklärung "letztlich wohl entscheidender für Japans Kapitulation" gewesen sei als die beiden US-amerikanischen Atombombenabwürfe am 6. und 9. August 1945"
(DW, 2.9.20)

Letztlich wird man feststellen müssen, dass die US-Bombe dazu führte, dass später die Sowjets und schließlich weitere Länder die Waffe entwickelten.

Die Ursünde bleibt, die Waffe weiterentwickelt zu haben nachdem klar war, dass die Nazis gar nicht mehr daran forschen und die Bombe fertiggestellt zu haben, nachdem D schon kapituliert hatte.

Zitat: "Ausserdem gab es

Zitat:
"Ausserdem gab es einen erheblichen Aufwand zur Erforschung der Folgen an den Opfern, vor Ort nach der Kapitulation."

ja - den Opfer hat an erzählt das sie zur Behandlung ihrer Leiden untersucht werden usw.
Die haben aber niemals auch nur den Ansatz eines Medikamentes bekommen - wenn überhaupt dann nur unwirksame Placebos
Man wollte wissen wie sich die Strahlung und die daraus folgende Erbgutveränderung im Körper ausbreiten und den zersetzen.
Zynischer und widerwärtiger geht es nun nicht mehr
--
aber die haben ja auch nicht vor der eigenen Bevölkerung halt gemacht -> "Grüner Pfad" nannte sich das geheime Projekt im Nordosten der USA - gibt eine TV-Doku darüber - ein Gutteil der Akten sind mittlerweile einsehbar
auch hier wurde der durch die Strahlungsvergiftung ausgelöste Krebs nicht behandelt bzw. eine Behandlung nur vorgetäuscht
--
alles zum Wohle...ja von was denn eigentlich - Menschenversuche um festzustellen wie lange man im Falle des Falles noch eine Zivilbevö. hat??

@13:05 von fathaland slim

"Sisyphos3 >>Immerhin der Luftangriff auf Tokio, im März 1945, kostete 100.000 Menschenleben, in 2 Stunden.
da "wackelte" die Regierung mit keinem Ohr, warum dann bei Hiroshima ?
Zudem wie viele Menschenleben (US Soldaten) hätte es gekostet Japan einzunehmen ?<<

Sie möchten die Atombombenabwürfe relativieren?

Was Ihre Lust am Relativieren angeht, da bin ich ja einiges von Ihnen gewöhnt. Aber meinen Sie nicht auch, daß Sie jetzt ein wenig übertreiben?"

Für die Amerikaner war es zunächst nur eine neue Waffe in einem konventionellen Krieg (mangels anderer Kategorien) die nicht mehr zivile Opfer forderte als diverse Bombardements auf Städte. In Nordkorea mehr als 1 Million allein durch Luftstreitkräfte. Es geht also eher um Kritik an Krieg als an der spezifischen Waffe.
Das der Einsatz ein Boomerang sein könnte und eine existentielle Bedrohung für die ganze Welt darstellt wurde erst klar nachdem auch die Sowjets die Bombe entwickelten.

13:08 von AlterSimpel

"Also anders als Sie es hier darstellen möchten"

Nicht ganz, wenn Sie weiterlesen:
(aus dem Telefonat:)
Pelosi: "Sie wissen, dass er verrückt ist. Er ist seit langer Zeit verrückt"
Milley: "Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu."

Ebenfalls aus genannten Artikel:

"In der Anhörung vor dem Senat sagte Milley dazu nun, Pelosi habe in dem Gespräch verschiedene persönliche Andeutungen gemacht, um den Präsidenten zu charakterisieren. Er habe ihr erklärt, dass er nicht qualifiziert sei, die geistige Gesundheit des US-Präsidenten zu bewerten."

Von Ihren Vorwürfen bleibt also nichts übrig!

Auf Kommentar antworten

Am 06. Oktober 2021 um 13:08 von sosprach

Für mich eine gigantisches Verbrechen gegen die Menschheit.

###

Das war doch jede Bombardierung in jeden Krieg nie anders....

Zitat: "entschieden ....

Zitat:
"entschieden .... gewiss !
unnötig .... ?

Gaben die Japaner auf, als die 2 Bomben fielen ?
oder gab es nicht einen (versuchten) Militärputsch als der Tenno Waffenstillstand in Erwägung zog ?
Es ist bis heute nicht geklärt in wie weit der Atombombenabwurf zur Beendigung des Krieges beitrug.
Immerhin der Luftangriff auf Tokio, im März 1945, kostete 100.000 Menschenleben, in 2 Stunden.
da "wackelte" die Regierung mit keinem Ohr, warum dann bei Hiroshima ?
Zudem wie viele Menschenleben (US Soldaten) hätte es gekostet Japan einzunehmen ?"
Nun - schon zu Beginn des Sommer 1945 - also 2 Monate vor dem Fall der Bomben - hatte Japan um Frieden nachgesucht -> über die Sowjetunion mit der man sich zu dem Zeitpunkt nicht im Krieg befanden.
Die USA wollte jedoch nicht - ansonsten hätte sie keine für Japaner unannehmbaren Kapitulationsbedigungen gestellt (Kriegsschuld des Tenno).
Nach dem Abwurf der Bomben war in der erneurten Kapitulation davon keine Rede mehr (komisch oder)

@13:15 von fathaland slim

"Olivia: >>Nein. Mit dem Argument, dass diese erst dann ernsthaft für die weltweite Abschaffung eintreten, wenn deren Monopol kippt.
Alle Überlegungen in dieser Materie sind mit Risiko verbunden. Das die 3 grossen Mittlerweile über "Superraketen" verfügen, die kaum mehr abgefangen werden können hat das Risiko der gegenwärtigen Situation jedenfalls signifikant erhöht, so dass es neue Überlegungen braucht.<<

Sie plädieren also für die massenhafte Verbreitung von Atomwaffen. Anders kann ich Ihre Worte nach wie vor nicht deuten."

Könnten Sie meine Worte bitte einfach mal so stehen lassen und sie nicht permanent umdeuten.
Ich habe klar zum Ausdruck gebracht, dass meine Annahme dabei ist, dass es zu dieser Verbreitung garnicht erst kommt sobald das Monopol in Frage gestellt wird, sondern erst dann Fortschritte in der Abrüstung erzielt werden.

13:17, AlterSimpel

>>Letztlich wird man feststellen müssen, dass die US-Bombe dazu führte, dass später die Sowjets und schließlich weitere Länder die Waffe entwickelten.<<

Sie meinen, die UdSSR, Frankreich, Großbritannien, China, Indien, Israel, Pakistan usw. hätten sonst von der Entwicklung einer Atombombe Abstand genommen?

Damit treiben Sie aber die "Die USA sind die Wurzel allen Übels in der Welt!" - These jetzt wirklich auf die Spitze.

13:22, Olivia59

>>Das der Einsatz ein Boomerang sein könnte und eine existentielle Bedrohung für die ganze Welt darstellt wurde erst klar nachdem auch die Sowjets die Bombe entwickelten.<<

Und noch eine steile These in diesem an steilen Thesen nicht armen Thread.

Sicherheit

Was der atomare Schutz durch USA bedeutet,
sieht man am Beispiel der Ukraine: Sie haben alle 600 Atombomben an Russland abgegeben gegen die Garantie und Anerkennung ihrer Grenzen. Was ist passiert:
Nach der Übergabe der Atombomben hat sich
Russland an keine Vereinbarung gehalten, siehe Besetzung der Krim und der Ostukraine.
Hätten sie die Atombomben samt Raketen behalten, wäre das nicht passiert. Das sollte uns eigentlich eine Lehre sein!

@schabernack: „Barfuß durch die Hölle“

Sie kennen das sicher auf japanisch. Jedenfalls muss der Protagonist quasi mit „bloßen Fäusten“ gegen sowjetische Panzer kämpfen nach der tatsächlich überraschenden Kriegserklärung der UdSSR.

Allerdings war es ausschließlich der Abwurf der beiden Bomben durch die USA, welche den Krieg auf dem asiatischen Kriegsschauplatz beendeten. Sicherlich kennen sie die damaligen internen japanischen Debatten der „Kriegs-“ und der „Friedenspartei“ im japanischen Generalstab.

Außerdem kennen Sie sicherlich auch die berühmte Ansprache des Tenno, der von einer besonders „grausamen“ Waffe des Gegners sprach, weswegen Japan zur Aufgabe gezwungen war.

Der Abwurf selbst war in der Tat durch die für die USA verlustreichen Kämpfe um Okinawa motiviert, allerdings war er auch als Machtdemonstration gegen die erstarkende Sowjetunion gedacht. Es gab dieses zynische politische Kalkül in Washington.

Ich habe im Bahnhof von Kyoto eine Fotoausstellung mit Bildern von den japanischen Ground Zeroes gesehen!

12:59 von Miauzi / @schabernack

«V-Doku zum Koera-Krieg (der vergessene Krieg) drigend an Herz
da wird sehr umfänglich gezeigt wie die USA zweimal im Korea-Krieg den Einsatz von Nuklarwaffen gegen China - mit dem man ja nicht mal offiziell im Krieg war - sowohl militärisch wie politisch erwogen hat.»

Erwägen ist erwägen … und einsetzen ist einsetzen.

Die mehrteilige Doku zum Korea-Krieg kann ich quasi schon auswendig.
So häufig wie ich die bereits gesehe habe.

Auf Kommentar antworten

Am 06. Oktober 2021 um 10:17 von ex_Bayerndödel

denn die USA sind der einzige Staat, der solche Waffen bedenkenlos einsetzt

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Ja, die Amerikaner haben diese Bombe erstmalig eingesetzt. Weil sie darmals die ersten waren, die diese Bombe herstellen konnten. Wäre darmals Deutschland oder die Sowjetunion oder Japan in der Lage gewesen, und die Forschung hierfür war im gange, wären sie auch eingesetzt worden. Gut das es eben nicht so war !

13:32 von berg222

Russland an keine Vereinbarung gehalten,
-------------

wie bei der Wiedervereinigung.
Da sagten die US auch zu, die Nato nicht nach Osten zu verschieben.
Wie stellt sich das heute dar ?

13:25, Olivia59

>>Könnten Sie meine Worte bitte einfach mal so stehen lassen und sie nicht permanent umdeuten.<<

Ich deute sie nicht um.

>>Ich habe klar zum Ausdruck gebracht, dass meine Annahme dabei ist, dass es zu dieser Verbreitung garnicht erst kommt sobald das Monopol in Frage gestellt wird, sondern erst dann Fortschritte in der Abrüstung erzielt werden.<<

Ja. Das Monopol infrage stellen heißt ja, den Atomwaffenvertrag aufzukündigen. Jedem Land das Recht auf Atomwaffen. Was dann Ihrer Meinung nach dazu führen wird, daß nicht etwa eine massenhafte Verbreitung von Atomwaffen stattfinden wird, sondern das genaue Gegenteil.

Und nein, ich deute hier überhaupt nichts um, sondern mache nur etwas klarer, was Sie mit vielen Worten nebulös umschreiben.

@ 12:28 von Tinkotis

"""Selbst wenn keine einzige Bombe auf der Südhalbkugel eingeschlagen wäre, hätten Staub und Strahlung sich ausreichend auch dort ausgewirkt, um höheres Leben weitgehend einzuschränken."""

Das stimmt nicht. Mehrere Studien, auch aus AU (1980) und NZ (1987), kamen zu dem Schluß, dass Strahlung in gefährlichen Mengen es soweit nicht schaffen würde. Am gefährlichsten wäre der Ölmangel, der zum kurz und mittelfristigen Kollaps der Wirtschaft geführt hätte. Dies und das Erliegen des Handels in so vielen Bereichen dauerhaft zu großen Wohlstandsverlusten geführt, aber kein Ende der Zivilisation.

"""Zum Einstieg ins Thema reicht schon der Wikipedia-Artikel "Nuklearer Winter"."""

Wurde als größere Bedrohung als die Strahlung eingeschätzt. Aber längst nicht so verheerend wie der Ölmangel. Die Theorie "Nuklearer Winter" ist übrigens inzwischen weiter entkräftet worden.

@13:32 von fathaland slim

">>Das der Einsatz ein Boomerang sein könnte und eine existentielle Bedrohung für die ganze Welt darstellt wurde erst klar nachdem auch die Sowjets die Bombe entwickelten.<<

Und noch eine steile These in diesem an steilen Thesen nicht armen Thread."

Okey. Genauer muss es heissen, dass es der US-Regierung offensichtlich nicht kalr war. Man hat sich halt als Erstentwickler ziemlich mächtig gefühlt und auch auf kritische Stimmen wie Oppenheimer nicht viel gegeben.
Dem ist dies aber auch erst nach seiner Entwicklung eingefallen.

Man definiere Abrüstung!

Man definiere Abrüstung! Atomwaffen modernisieren, die Alten verschrotten! Und Zack hat man 10 Alte Sprengköpfe verschrottet und durch 5 Neue Leistungsfähigere Ersetzt!!Blendwerk mehr nicht!!

13:40, État DE gauche

>> Die Theorie "Nuklearer Winter" ist übrigens inzwischen weiter entkräftet worden.<<

Wo, von wem und in wessen Auftrag?

@13:38 von fathaland slim

">>Ja. Das Monopol infrage stellen heißt ja, den Atomwaffenvertrag aufzukündigen. Jedem Land das Recht auf Atomwaffen. Was dann Ihrer Meinung nach dazu führen wird, daß nicht etwa eine massenhafte Verbreitung von Atomwaffen stattfinden wird, sondern das genaue Gegenteil.<<

Und nein, ich deute hier überhaupt nichts um, sondern mache nur etwas klarer, was Sie mit vielen Worten nebulös umschreiben."

Nun haben Sie zwar wieder gedeutet anstatt selbst etwas zu sagen, aber wenigstens richtig.
Der Schlüssel dabei ist Diplomatie. Wenn man selbst keinen Vorteil mehr geniesst entsteht Druck harte Verhandlungen im Interesse aller zu führen – analog zum Klimaabkommen.

13:38, Sisyphos3

>>13:32 von berg222
Russland an keine Vereinbarung gehalten,
-------------

wie bei der Wiedervereinigung.
Da sagten die US auch zu, die Nato nicht nach Osten zu verschieben.
Wie stellt sich das heute dar ?<<

Die NATO wurde nicht von den USA nach Osten verschoben, sondern von den ehemaligen Warschauer Pakt - Staaten. Die sämtlichst nicht schnell genug in dieses Bündnis kommen konnten.

13:29 von fathaland slim

Sie meinen, die UdSSR, Frankreich, Großbritannien, China, Indien, Israel, Pakistan usw. hätten sonst von der Entwicklung einer Atombombe Abstand genommen?
---------------

wollen sie eigentlich heute alle Beiträge mißverstehen ?

Die Amerikaner haben mit dem Bau der 1ten Atomwaffe gezeigt,
dass man so ne Waffe grundsätzlich bauen kann.
Wären sie daran gescheitert, hätten andere Staaten womöglich gar nicht angefangen mit dem Entwickeln
wenn es ohnehin nicht funktioniert
um das geht es !

08:26 von friedrich peter…

//Besser wäre wenn auch China daran teilnehmen würde, denn sie hat Nachholbedarf.//

Selbst hier, wo die Zahlen veröffentlicht sind, will man China zwingen. China hat gerade etwas mehr Atomsprengköpfe als GB und ebenfalls etwas mehr als Frankreich. Zwischen dem chin. Arsenal und USA/Russland liegen Welten. Die Chinesen haben richtig reagiert, als die USA China zur Teilnahme an den Abrüstungsgesprächen zwingen wollte, sie haben gesagt: „USA + Russland müssen erstmal auf unser Niveau herunterkommen, dann können wir über unsere Teilnahme reden.“
So geht Abrüstung.

@fathaland slim

"Sie meinen, die UdSSR, Frankreich, Großbritannien, China, Indien, Israel, Pakistan usw. hätten sonst von der Entwicklung einer Atombombe Abstand genommen?
Damit treiben Sie aber die "Die USA sind die Wurzel allen Übels in der Welt!" - These jetzt wirklich auf die Spitze."

Das ist wohl unterbewusst passiert, weil hier gerade Rage against the Machine / No shelter lief ...

Aber ernsthaft: die Entwicklung an sich wäre sicher nicht aufzuhalten gewesen, hätte aber vielleicht erst 10 oder 15 Jahre später stattgefunden. Ob das dann mitten im Kalten Krieg besser gewesen wäre, weiß ich nicht. Vielleicht hätte es den Kalten Krieg aber so auch nicht gegeben, wenn die USA damals nicht die Bombe besessen und das US-Militär sich nicht für unbesiegbar gefühlt hätte.

Aber nein, die "Wurzel allen Übels"-Platte wollte ich nicht auflegen. Aber es wurden Entscheidungen getroffen, die bis heute Konsequenzen haben.
Man hätte sich anders entscheiden können.

13:05 von fathaland slim

Sie möchten die Atombombenabwürfe relativieren?
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ich will überhaupt nichts

ich stellte lediglich die Frage
warum der konventionelle Luftangriff auf Tokio der 100.000 Menschenleben kostete,
kein Umdenken zur Kapitulation ergab
wohl aber ein Atombombenabwurf der ebenso 100.000 Menschenleben kostete,
das hätte tun sollen
das beschäftigt übrigens ne Menge Historiker auch

nicht mehr nicht weniger

@fathaland slim (13:44)

Zitat: "Wo, von wem und in wessen Auftrag?"

Hier, von einem besonders listigem, intensiv tätigem zackigem gescheitem Analysten im Auftrag von Donald Trump.

Auf Kommentar antworten

Am 06. Oktober 2021 um 12:28 von Tinkotis

Selbst wenn keine einzige Bombe auf der Südhalbkugel eingeschlagen wäre, hätten Staub und Strahlung sich ausreichend auch dort ausgewirkt, um höheres Leben weitgehend einzuschränken.

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Leider gab es nach den zwei Abwürfen über Japan bis heute noch über 2000 Atombombentest überall auf der Welt.
Ihren Kommentar zur folge, müßte die Menschheit schon längst ausgestorben sein.

Übrigens halte ich den Abwurf der Bomben für Kriegsverbrechen

Auch schon damals hätte der Abwurf nicht stattfinden dürfen, denn der Einsatz der Waffe war mit den internationalen Abkommen (Haager Landkriegsordnung, Genfer Konvention) nicht vereinbar.

Außerdem war Japan bereits zur Aufgabe bereit!
Meiner Ansicht nach hat man sich dann auf US Seite regelrecht „beeilt“, die Machtdemonstration noch durchzuführen bevor der Krieg zu Ende ist.

Ich möchte nicht die deutschen oder japanischen Kriegsverbrechen relativieren. Aber auch die Allierten haben zahlreiche Kriegsverbrechen (auch auf deutschem Boden) begangen, über die aus naheliegenden Gründen nach der Niederlage der „Achse“ das Mäntelchen des Schweigens ausgebreitet wurde.

Übrigens gab es durchaus eine schließlich unterlegene Fraktion in der US Administration damals die für „Japan First“ war. In diesem Fall wären Atombombenabwürfe auf Deutschland im Bereich des möglichen gewesen.

Deutschland hatte also Glück, den die USA waren zum Zeitpunkt der Einnahme Berlins durch Schukov in Vorbereitung

13:47, Olivia59

>>@13:38 von fathaland slim
">>Ja. Das Monopol infrage stellen heißt ja, den Atomwaffenvertrag aufzukündigen. Jedem Land das Recht auf Atomwaffen. Was dann Ihrer Meinung nach dazu führen wird, daß nicht etwa eine massenhafte Verbreitung von Atomwaffen stattfinden wird, sondern das genaue Gegenteil.<<

Und nein, ich deute hier überhaupt nichts um, sondern mache nur etwas klarer, was Sie mit vielen Worten nebulös umschreiben."

Nun haben Sie zwar wieder gedeutet anstatt selbst etwas zu sagen, aber wenigstens richtig.
Der Schlüssel dabei ist Diplomatie. Wenn man selbst keinen Vorteil mehr geniesst entsteht Druck harte Verhandlungen im Interesse aller zu führen – analog zum Klimaabkommen.<<

Ihre Argumentation erinnert mich sehr an die Wettrüstungslogik. Rüsten, um abzurüsten. NATO-Doppelbeschluss.

Zitat: "Sie möchten die

Zitat:
"Sie möchten die Atombombenabwürfe relativieren?
Was Ihre Lust am Relativieren angeht, da bin ich ja einiges von Ihnen gewöhnt. Aber meinen Sie nicht auch, daß Sie jetzt ein wenig übertreiben?"

Nee - will er nicht - ihm geht es um etwas anderes:
Die beiden Atombomben-Abwürfe sind bei weitem nicht die schlimmsten Angriffe der USA auf Japan aus der Luft - sie stellen also für die japanische Militärführung keine Besonderheit dar weswegen man kapitulieren müsste.
Und er liegt richtig - denn es ist schichtweg ein Märchen seitens der USA über den Zweck und die Folgen dieser irrwitzigen Menschheitsverbrechen.
--
Man schlage mal bei Hernn Oppenheimer in seiner Biografie nach:
Sein militärischer Chef (vom Manhatten-Projekt) erklärte schon Anfang 1944 das die A-Bomben nicht für den aktuellen Krieg entwickelt würden sondern für den krieg danach.
Und er nannte auch den potentiellen Gegner -> den damaligen Verbündeten Sowjetunion.
Das Ganze (der Abwurf in Japan) war eine Demo Richtung Stali

Was nützt uns diese Zahl?

Einsatzfähig oder nicht ist doch schnuppe: wichtig für UNS wäre, wieviele von dem Dreck noch auf dt Boden stationiert sind. Denn auch Unfälle beim Militär verseuchen ganze Regionen - nicht nur havarierte AKWs und Endlager a la Lüsse. Also ihr atlantischen "Freunde", sagt an ...

13:17 von AlterSimpel @schabernack

Der sowjetische Kriegseintritt sei "ein regelrechter Schock für Japan"
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zumindest nehmen das viele Kriegshistoriker als Grund an, für die Kapitulation von Japan

von fathaland slim 13:47

Die NATO wurde ab 1999 bis heute nach Osten verschoben. Feste dabei und dafür die Bundesrepublik und die USA, die dafür warben
und drückten(Medien, NGO´s). Natürlich auch dabei und dafür,die neuen Eliten Osteuropas (die jetzt Sperranlagen bauen).

13:48, Sisyphos3 13:29 von fathaland slim

>>Sie meinen, die UdSSR, Frankreich, Großbritannien, China, Indien, Israel, Pakistan usw. hätten sonst von der Entwicklung einer Atombombe Abstand genommen?
---------------

wollen sie eigentlich heute alle Beiträge mißverstehen ?<<

Nur diejenigen, die mißverständlich formuliert sind. Der Forist, dem ich antwortete, hat dann ja auch zugegeben, daß ihm da wohl Formulierungsfehler unterlaufen sind.

In einer politischen Diskussion und ganz besonders bei einem Thema wie diesem hier sollte man sich schon um eine klare Ausdrucksweise bemühen.

>>Die Amerikaner haben mit dem Bau der 1ten Atomwaffe gezeigt,
dass man so ne Waffe grundsätzlich bauen kann.
Wären sie daran gescheitert, hätten andere Staaten womöglich gar nicht angefangen mit dem Entwickeln
wenn es ohnehin nicht funktioniert
um das geht es !<<

Daran gescheitert heißt Ihrer Ansicht nach, sie nicht einzusetzen?

Denn die Forschung an der Kernspaltung war ja nun wirklich kein amerikanisches Monopol. Testexplosionen inklusive.

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