USA veröffentlichen wieder Zahl der Atomsprengköpfe

Kommentare

Die Verhandlungen sind zäh

Die Verhandlungen sind zäh aber alternativlos, und es ist ein wichtiges diplomatisches Vorgehen, die Gespräche auf neutralem Boden hinter geschlossenen Türen zu führen. Nicht auszudenken, wohin die Aufrüstungsreise gehen würde, wenn Trump Präsident der USA geblieben wäre.
Dennoch ist die vorhandene Zahl an Atomwaffen wie auch an konventionellen Waffen ein himmelschreiendes Unrecht an Geld- und Ressourcenverschwemdung mit Blick auf Hunger und Armut in der Welt: Die Waffenarsenale töten, auch in vermeintlichen Friedenszeiten.

3750 Sprengköpfe -Was für welche, welche Sprengkraft

Die reine Zahl der Sprengköpfe sagt wenig aus über das Vernichtungspotential. Gut ist das man die Gespräche wieder aufnehmen möchte. Besser wäre wenn auch China daran teilnehmen würde, denn sie hat Nachholbedarf. Noch besser wäre wenn die Möchtegerne Miniatommächte auch mal mit offenen Karten spielen würden, wie Pakistan, Indien, UK, Frankreich, Israel usw. Auch sie formen eine Bedrohung für Europa, ja sogar innerhalb Europas. Leider wird diese Problematik immer ausgeklammert.

Ein besonderer Punkt sind die in den letzten Jahren neu geschaffene "Hochleistungs Atomaren Sprengköpfe", also Mehrfachsprengköpfe aber insbesondere "Hypersonic Sprengköpfe", die abgefeuert werden können von Satelliten und Unterseeboten. Auch dies scheinen Mehrfachsprengköpfe zu sein. Eine Verteidigung hiergegen scheint für Europa nicht möglich zu sein,.

Wo und wann will man 3500

Wo und wann will man 3500 sprengköpfe hinschießen? Und wozu?
Für die atomare Abschreckung reichen auch 100 Raketen.
Auch wenn man die alle auf einmal wegballert; kaputter, als kaputt machen, geht nicht.
Und man hat die Gewissheit, dass man die gleiche Anzahl auch zurück bekommt.
Es hat sich also überhaupt nicht gelohnt, sich so zu verteidigen oder so anzugreifen.
Für Nordkorea oder Iran wäre die Bombe aber eine Versicherung.
Man hat in Irak, Iran, Afghanistan, Vietnam, Korea, gesehen, was mit Ländern ohne Bombe gemacht wird.

Man kann die Welt nur einmal auslöschen

Und Transparenz statt „Geheimniskrämerei“ ist generell, nicht nur wenn es um Abrüstungsgespräche, sondern auch wenn es um die Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen und auf dieser Basis zusammenzuarbeiten wichtig („Biden will Rüstungskontrollgespräche mit Russland wieder aufnehmen. Transparenz bei den staatlichen Atomwaffenbeständen sei "wichtig für die Nichtweiterverbreitung und Abrüstungsbemühungen", so das US-Außenministerium“).

Mangelndes gegenseitiges Vertrauen scheint allerdings generell eher ein Problem innerhalb der “Machtzirkel“ dieser Welt als eins unter ihrer Bevölkerung zu sein. Die wird von ihren „Anführern“ eigentlich nur „hineingezogen“ bzw. lässt sich von ihnen in die Austragung ihrer „internen Konflikte“ mit reinziehen.

Atomsprengköpfe

Wenn Präsident Biden mit Russland darüber " redet " ist das schon viel was erreicht wurde! Da gibt es aber noch einige die sehr wackelig sind ! Pakistan, Indien , China ? , und noch einige mehr.

Für die EU wäre ein Abzug der

Für die EU wäre ein Abzug der US bomben auch wichtig. Diese Dinger bedrohen uns schließlich.
Wohin wird Russland wohl schießen, wenn die Amis angreifen? Richtig. Zu uns.
Weil von hier die Raketen kämen. Und wo wird Russland hinschiessen, wenn sie angreifen? Richtig. Zu uns, weil von hier der gegenschlag käme.
Man sieht, wir haben nichts von diesem Schwachsinn.

08:38 von Bender Rodriguez

@ Bender Rodriguez

Zitat: "Für Nordkorea oder Iran wäre die Bombe aber eine Versicherung.
Man hat in Irak, Iran, Afghanistan, Vietnam, Korea, gesehen, was mit Ländern ohne Bombe gemacht wird."

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Bundesrepublik Deutschland auch eine Versicherung braucht?

Mal anders gedacht...

Die Atomwaffen haben bisher einen dritten Weltkrieg verhindert und Europa die längste Friedensperiode in seiner langen und blutigen Geschichte ermöglicht.

Abrüstung ja, Abschaffung atomarer Waffen nein

Über 39.000

in 1967. Kaum glaubhaft das soviel spaltbares Material vorhanden war.
Iran zentrifugiert seit 20 Jahren an der ersten rum

@Demokrat

Das sehe ich genauso.
Sonst wird D irgendwann plattgemacht

08:13 von SinnUndVerstand

"Nicht auszudenken, wohin die Aufrüstungsreise gehen würde, wenn Trump Präsident der USA geblieben wäre."

Auch unter Trump wurde abgerüstet. Hier Zitat aus der ZEIT:

"Seit 2017 ist die Zahl nuklearer Sprengköpfe in Besitz des US-Militärs nur leicht zurückgegangen. Unter Donald Trump waren Abrüstungsbemühungen gebremst worden."

Re : Bender Rodriguez !

Ja 100 satte Sprengköpfe würden schon reichen. Nur all den "Kleinen", die schon einen oder zwei solcher Köpfe haben, ist zu raten, erst mal an die Versorgung der Bevölkerung zu denken, und nicht das Volk schikanieren, warum auch immer.
Für den Iran und auch Nordkorea ist dagegen nicht gut, denn wer garantiert schon den Ideologien, die jeweils herrschen, nicht eine Kurzschlusshandlung des jeweils obersten Führers, und wenn es angeblich im Namen Gottes geschieht.
In meinen Augen haben zu viele Länder überhaupt solche tödlichen Geschosse, die dann gleich eine ganze Stadt ausradieren.

@Demokrat 2014

"Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Bundesrepublik Deutschland auch eine Versicherung braucht?" Am 06. Oktober 2021 um 09:21 von Demokrat 2014

*

Die haben wir doch. Nur offiziell gehören sie uns nicht.

hxxps://de.m.wikipedia.org/wiki/Kernwaffen_in_Deutschland

Vermutlich haben die USA deshalb so viele Atomwaffen, weil sie überall in der Welt gelagert werden.

USA veröffentlichen wieder Zahl der Atomsprengköpfe....

Gut das wieder verhandelt wird. Nachdem etliche Jahre auf dem Gebiet Funkstille war. Und etliche Abrüstungsvereinbarungen einseitig gekündigt wurden(ABM-Vertrag, INF-Vertrag). Oder andere einfach auslaufen gelassen wurden. Aber auch die Bundesrepublik könnte eine Rolle spielen: In Büchel/Rheinland-Pfalz lagern 22 Atomsprengköpfe.....

@ Demokrat 2014

>>> Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Bundesrepublik Deutschland auch eine Versicherung braucht? <<<
.
Sehen Sie uns aktuell in der Riege der genannten Länder? Irak, Iran, Afghanistan, Nordkorea?

Die Frage müsste eher heißen, hätte die USA vor 80 Jahren in Europa eingegriffen, wenn Nazi-Deutschland damals schon Atomraketen gehabt hätte, die über den Teich hätten fliegen können?

Atomenergie

"Über 39.000 in 1967. Kaum glaubhaft das soviel spaltbares Material vorhanden war.
Iran zentrifugiert seit 20 Jahren an der ersten rum" @jfkal
.
Warum wurden denn so viele Atomkraftwerke gebaut? Angeblich kostengünstiger und sauberer als andere Energieträger. In Wirklichkeit hat die Allgemeinheit diese Anlagen zwecks Herstellung von waffenfähigem Plutonium finanziert und muss noch jahrhuntertelang die Altlasten/Risiken tragen. Die USA haben im Irak Uranmunition verschosse, Atomabfälle, die sonst teurer Sondermüll geworden wären.
.
"US-amerikanisches und britisches Militär verschossen in den Kriegen von 1991 und 2003 mindestens 400.000 Kilogramm Uranmunition" @wikipedia

Leider haben

ja andere Staaten auch solche Dinge, also müssten eigentlich alle sich beteiligen, hatte die USA nicht etwas aufgekündigt in dem Zusammenhang.
Da hört man aber nicht sehr viel, Fakt ist leider das Problem, das schon früher so war, wenn etwas passiert, dann sind wir zentral das Schlachtfeld.
Denn die USA hat Kriege immer aus dem Land gehalten, und es wäre schön, wenn die A-Waffen mal aus Deutschland weg wären, dafür ist man sogar auf die Straße gegangen.
Die Waffen können generell weg, und mit 700 Milliarden hat die USA auch den größten Militärhaushalt der Welt, das ließ sich sicher sinnvoller einzusetzen.
Verhandlungen sind immer gut, nur geht die Rüstung ja immer weiter, und es gibt neue vielleicht noch gefährlichere Dinge, die wir gar nicht wissen.
Siehe Weltraum, von dem letztens erst die Rede war, ich bin schon immer dafür, diese Spielchen auf allen Seiten zu beenden, Hoffnung dafür sehe ich leider nicht.
Rüstung beenden wäre das richtige Signal, nicht 2 Prozent sinnlos verballern.

9.28 Sigrun_1954 - Abrüstung ja, Abschaffung nein

"Atomwaffen haben einen dritten Weltkrieg verhindert".
Die gleiche Feuerkraft und die gleiche Angriffsgeschwindigkeit haben einen Atomkrieg verhindert. Wäre dies nicht der Fall so hätten wir schon mehrmals einen solchen Krieg gehabt.
Die Problematik zur Zeit, deswegen sind die Amerikaner auch an Gesprächen interessiert ist das die Angriffsgeschwindigkeit der Russischen und Chinesischen Atomwaffen scheinbar deutlich höher ist durch den Einsatz von Hypersonic Waffen und als Abschussbasen U booten und Satelliten.
Damit würde einen deutlichen Zeitvorsprung bis zur einer Amerikanischen Antwort erreicht sein und damit die einseitige Vernichtung des Gegners.
Eine Abrüstung würde wenig erreichen, es muss schon totale Abschaffung sein.

Übrigens die Nicht Bereitschaft darüber zu verhandeln zeigt an das der Gegner hiermit spekuliert.

@ 09:33 von Bobinho

Unter Trump wurde die Zahl der Atomsprengköpfe zum Militärgeheimnis erklärt. Mit Trump hätte es keinen New START-Vertrag gegeben. Die ganze Richtung war unter Trump auf Konfrontation und neues Wettrüsten ausgelegt. Selbst Ihr ZEIT-Zitat bemerkt: "Unter Donald Trump waren Abrüstungsbemühungen gebremst worden."

Good morning Mr. Strangelove

149 Millionen km² Landfläche.
3750 Sprengköpfe.
=
Eine Atombombe auf 40.000 km².
Ich denke das sollte reichen...

@ 08:26 friedrich peter...- welche Sprengkraft etc?

„ Die reine Zahl der Sprengköpfe sagt wenig aus über das Vernichtungspotential.“

Keine Sorge. Ich denke die, die es wissen müssen, wissen es auch. Also z. B. die Russen.

@Demokrat 2014 - Friedensversicherung

09:21 von Demokrat 2014:
"Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Bundesrepublik Deutschland auch eine Versicherung braucht?"

Ja. Die beste Versicherung ist die gegenseitige Abhängigkeit. Dafür braucht es lediglich Handelsbeziehungen, aber keine Atomwaffen.

Am 06. Oktober 2021 um 09:21 von Demokrat 2014

"Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Bundesrepublik Deutschland auch eine Versicherung braucht?"

US-Kernwaffen gegen US-Kernwaffen?, denn die USA sind der einzige Staat, der solche Waffen bedenkenlos einsetzt, wie die Geschichte zeigt.

Am 06. Oktober 2021 um 09:33 von Traumfahrer

"Für den Iran und auch Nordkorea ist dagegen nicht gut, denn wer garantiert schon den Ideologien, die jeweils herrschen, nicht eine Kurzschlusshandlung des jeweils obersten Führers, und wenn es angeblich im Namen Gottes geschieht."

Welcher Staat hat bisher Kernwaffen eingesetzt? Es war keiner der von Ihnen erwähnten Staaten.

@Sigrun_1954 - Frieden in Europa

09:28 von Sigrun_1954:
"Die Atomwaffen haben bisher einen dritten Weltkrieg verhindert [...]"
> Das ist eine ziemlich steile Behauptung, die sich durch nichts belegen lässt. Genauso gut könnte man die menschliche Vernunft oder die Geburt von John McAfee als Ursache benennen.

"Abrüstung ja, Abschaffung atomarer Waffen nein."
> Das klingt nach einem realistischen Kompromiss. Die Atommächte werden sich ihr machtpolitisches Spielzeug eh nicht wegnehmen lassen.

Zweischneidiges Schwert

"Für den Iran und auch Nordkorea ist dagegen nicht gut, denn wer garantiert schon den Ideologien, die jeweils herrschen, nicht eine Kurzschlusshandlung des jeweils obersten Führers, und wenn es angeblich im Namen Gottes geschieht."
Ich bin Pazifist, lehne derartige Waffen ab. Auch aus Umweltgründen ist jegliche Rüstung fatal und sinnlos.
Ich muss allerdings auch erkennen, dass diese Länder, die Atomwaffen besitzen noch nicht von den USA überfallen wurden.
Irak, Libyen wären nicht überfallen worden, hätten sie Atomwaffen gehabt. Somit ist es für die Machthaber in Nordkorea und dem Iran die Garantie, das eigene Land nicht an ausländische Kräfte zu verlieren. Ob das für die Menschen gut ist, was gut ist steht auf einem anderen Blatt.
So wurden In Libyen alle Ölvorkommen an westliche Konzerne verschenkt, somit kosten dort Bildung, Gesundheit nun richtig Geld. Wasser ist nicht mehr billig. Klar, die Herrscher hatten sich auch was abgezweigt - aber das ist bei uns ja auch so.

Zeit fürs Reden und Verhandeln

Atomare Bedrohungspotenziale sind vorhanden, auch wenn wir davon wenig hören oder wahrnehmen. Die Quellen zu diesem Thema sind leider immer mehr von anderen, teils unwichtigen überlagert. Wer noch die Friedensbewegung und die Atomkraft-Gegner erinnert, die demonstrierten und warnten, wird nicht vergessen haben, wie riskant Atomwaffen sind. Die Größe und Schlagkraft lassen nicht die Zahlen der Sprengköpfe, sondern deren Potenzial dokumentieren. In unserer Gesellschaft ist der Klimawandel zum ersten Thema geworden. Ich finde aber, auch Waffen und Spannungen in der Weltpolitik müssen aus dem Schattendasein heraus. Unsere Gesellschaft muss fit gemacht werden, sich damit kritisch auseinander zu setzen. Und die Lösung liegt nicht in reinem Befürworten oder Ablehnen. Waffen existieren, ihr Einsatz droht immer. Frieden schaffen und erhalten, ist und bleibt unser aller Aufgabe. Denn die hochtechnisierten Waffensysteme sind dauerhaft ein Risiko für die Menschheit, wenn auch menschengemacht.

Die Geisel der Menschheit

Wenn man über eine Reduktion von Atomwaffen verhandelt, ist das für Mensch und Natur und unserem Planeten immer eine gute Sache. Das Problem dabei ist nur, dass es bei den Verhandlungen zwischen den USA und Russland lediglich nur über eine Regulierung des A-Waffenarsenals geht! Eine echte Abrüstung auf Null-Besitz, wird hierbei nicht angestrebt. Wie auch, wenn das Atomwaffen-Arsenal von beiden Verhandlungspartnern als politisches Druckmittel eingesetzt wird. Außerdem müssten bei solchen Gesprächen auch Staaten, wie z.B. China, GB, Frankreich, Israel, Indien und Pakistan eingebunden werden. Nur dann macht es wirklich Sinn. Ob man jetzt mit 3500 oder mit 3700 Atomraketen die Welt X-tausend Mal vernichten kann, spielt doch keine Rolle mehr, wenn man weiß, dass man das auch bei einem Gleichstand von A-Waffen vollbringen kann. Nein, diese Geisel der Menschheit muss gleich ganz und gar auf Null reduzieren werden. Und das von jedem Atomwaffen-Staat dieser Welt! Nur dann macht es Sinn!!

@Traumfahrer - Kurzschlusshandlung

09:33 von Traumfahrer:
"Für den Iran und auch Nordkorea ist dagegen nicht gut, denn wer garantiert schon den Ideologien, die jeweils herrschen, nicht eine Kurzschlusshandlung des jeweils obersten Führers, und wenn es angeblich im Namen Gottes geschieht."

Wenn irgendjemand nah am Kurzschluss war, dann die USA unter Trump. Manches Missverständnis im Kalten Krieg dürfte die Welt sogar noch näher an die nukleare Vernichtung gebracht haben.
Vom Iran oder Nordkorea sehe ich dagegen keine Gefahr ausgehen. Deren Führungen handeln rationaler, als es Trump je getan hat.

@ 09:54 von friedrich peter...

Sie formulieren fast lupenrein die ideologische Argumentation der Scharfmacher aus dem kalten Krieg und den Ost-West-Block-Zeiten. Diese Argumentation des Gleichgewichts des Schreckens war schon damals nicht stichhaltig, wie alle Friedensforscher zeigten, und hat die Welt schon damals nicht sicherer gemacht, sondern gefährlicher, und zwar auf dem Rücken der ärmsten der Armen.

Die Anzahl war und ist notwendig

Die Anzahl ist schon realistisch um eine tatsächliche Abschreckung zu gewährleisten.
Hierbei geht es u.a. um die schiere Menge an Stellungen, die man als "Gegner" nicht in der Lage sein kann, realistisch mit einem Präventivschlag zu zerstören.

Das Foto zeigt übrigens eine alte ausgemusterte Abschussanlage. Wäre schändlich wenn die Dinger tatsächlich so übel aussehen.

@ 10:27 von Oppenheim / Beschwichtigungsbewegung

"""Wer noch die Friedensbewegung und die Atomkraft-Gegner erinnert, die demonstrierten und warnten, wird nicht vergessen haben, wie riskant Atomwaffen sind. """

Die "Friedensbewegung" war eine Beschwichtigungsbewegung, hatte aus der Geschichte nicht gelernt, dass totalitäre Regime nur die Sprache der Macht verstehen. Es wird immer wieder Kriege geben, grausame kleine Kriege. Dank nuklearer Abschreckung sind jedoch die Zeiten von großen grausamen Kriegen vorbei.

keine US Raketen in EU

in Europa gibt es schon länger keine US-Raketen mehr. Wenn überhaupt, dann nur Abwurfbomben. Und wenn ich amerikanisches Militär wäre, hätte ich diese aus Europa bzw. Deutschland schon lange abgezogen, so verlässlich wie wir sind.

@wenigfahrer - Abrüstung wäre billiger.

09:53 von wenigfahrer:
"Rüstung beenden wäre das richtige Signal, nicht 2 Prozent sinnlos verballern."

Das wäre der richtige Weg, aber dann kräht ja wieder irgendeiner was von den Arbeitsplätzen.

Wenn man den 25.000 Beschäftigten der Rüstungsindustrie und den 183.000 Soldaten und gleich vielen Zivilangestellten der Bundeswehr die 2% vom BIP direkt auszahlen würde, bekäme jeder etwa 200.000 Euro.

09:55 von SinnUndVerstand

"Die ganze Richtung war unter Trump auf Konfrontation und neues Wettrüsten ausgelegt."

Besteht nicht ein Unterschied zwischen Abrüstung bremsen und Aufrüstung? Es wurde nicht atomar aufgerüstet unter Trump sondern leicht abgerüstet.

Die meisten atomaren Waffen

Die meisten atomaren Waffen befinden sich im Arsenal von aktuelle befreundeten Staaten. Die werden damit bestimmt nicht fahrlässige Hunderttausende Menschenleben vernichten / gefährden wollen. Das weiß keiner besser als das japanische Volk

@ 10:30 von Apollo1995

"""Ob man jetzt mit 3500 oder mit 3700 Atomraketen die Welt X-tausend Mal vernichten kann,"""

Kann man nicht. Sogar nach einem strategischen interkontinentalen Nuklearkrieg Mitte der 1980er, als das Zerstörungspotenzial am größten war, hätte die menschliche Zivilisation, vor allem auf der südlichen Halbkugel, gesund weiter gelebt.

10:31 von Nachfragerin

"Vom Iran oder Nordkorea sehe ich dagegen keine Gefahr ausgehen. Deren Führungen handeln rationaler, als es Trump je getan hat."

Ein streng gläubiges Mullah-Regime und ein "gottgleicher" Führer handeln rationaler als Trump. Danke, keine weiteren Fragen.

Was dummerweise immer übersehen wird...

...solange es Atomwaffen gibt, ist eine kleine Zahl von Sprengköpfen gefährlicher als eine große.
Wenn zwei Seiten das Potential zum Overkill haben, ist die größte Gefahr, dass man sich aus Versehen in die Luft sprengt, denn eigentlich weiß man, dass der Einsatz der Waffen nicht zu kontrollieren ist.
Hat man aber nur ein paar Sprengköpfe, so gibt es genug Idioten, die auf die Idee kommen könnten, dass ein paar Städte wie New York, Paris, Moskau oder Peking jetzt nicht so wichtig wären, als dass der Rest der Welt nicht auch ohne sie auskommt.

@ Nachfragerin

„Wenn irgendjemand nah am Kurzschluss war, dann die USA „

Fast richtig, denn die USA war 1945 nicht nah am Kurzschluss, sondern weit darüber hinaus. Eine beispiellose Vernichtung der zivilen Bevölkerung innerhalb von Sekunden. Einzigartig in der Geschichte der Welt und wen wundert es, dass das die USA war? Niemand, wer die Geschichte der außenpolitischen „Befriedung“ der USA in der Welt kennt

@CharlyZ (10:40)

Wenn ich das richtig sehe, zeigt das Foto vor allem den Silo, der für "Star Trek - First Contact" als Drehort genutzt wurde. Der wurde extra so hergerichtet, damit er so heruntergekommen aussieht, da er ja zum Zeitpunkt der Handlung hundert Jahre alt ist...

USA veröffentlichen wieder Zahl der Atomsprengköpfe

Es wäre mal Interessant zu erfahren, wie es denn mit den chemischen Waffen aussieht? Nuklear ist out, Chemie effektiever. Der Mensch hat sehr viel Phantasie um Lebewesen zu töten, das wird uns ja immer wieder bestätigt.

10:26, Denkerist

Die Quintessenz Ihrer Zeilen lautet:

Jedes Land muss Atomwaffen haben, dann gibt es keine Kriege und die Amis überfallen niemanden mehr.

Damit sind Sie sehr nahe an der Doktrin des Gleichgewichts des Schreckens.

État DE gauche 10.41

Die Friedensbewegung war mehr als Sie ihr mit "Beschwichtigungsbewegung" zubilligen wollen. Es gibt auf allen Seiten Menschen mit einfachen Weltbildern und Schwarz-Weiß-Malerei. Aber die vielen Philosophen, Künstler, Wissenschaftler, Intellektuellen und Bürger, die in der Friedensbewegung mitgingen, haben durchaus die Grenzen ihres Wirkens gesehen. Dennoch. Um Kriegstreiber und Friedensbefürworter auszubalancieren, autoritäre Regime oder vorgebende friedliche Führungen an ihre Verwantwortung zu erinnern oder Sanktionen anzuregen, ist die Wichtigkeit der Bewegung nicht zu unterschätzen. Die UN selbst haben von diesem Denken profitiert und damit mehr Konsens erreicht als viele bilaterale oder multilaterale Absprachen geschafft hätten. Nukleare Abschreckung ist eine Strategie. Abrüstung das Pendant dazu. Verhandlungen und Umdenken eingeschlossen. Sonst wären manche Friedens- und Abrüstungsgespräche nicht zustande gekommen.

We'll meet again...

Rechnet man zu den USA-Atombomben noch mal je die gleiche Zahl von Russland und China hinzu, andere Atommächte nicht mitgezählt, dann wären es 11.000 Atombomben, die es jetzt gibt.
Zieht man von der Landoberfläche die Wüsten ab, ergibt sich eine Fläche von 120 Millionen km².
Dann käme man auf 11.000 km² pro Bombe.
Das machte statistisch 3 Atombomben für NRW mit seinen 34. 000 KM².
Aber nur statistisch.
Die Atombomben würde ja nicht hier runterkommen.
Nicht bei uns.
Nicht in Deutschland.
Anderswo halt.
Weiter wech.

@ von État DE gauche

"Die "Friedensbewegung" war eine Beschwichtigungsbewegung, hatte aus der Geschichte nicht gelernt, dass totalitäre Regime nur die Sprache der Macht verstehen. Es wird immer wieder Kriege geben, grausame kleine Kriege. Dank nuklearer Abschreckung sind jedoch die Zeiten von großen grausamen Kriegen vorbei."

Das ist wohl eine absolute Verzerrung der Geschichte: Wer hat zweimal Atomwaffen gegen Menschen eingesetzt? Wer hat hundertfach Länder überfallen, Putsche inszeniert? Das sind wohl die Kriegstreiber!
Wie hoch sind die Rüstungsetats der Länder der Welt?
Die beste Politik ist die Politik der Nichteinmischung. Alles andere führt zu nichts. Das sehen wir von Vietnam bis Afghanistan.
Natürlich sieht der Westen die Rohstoffe in Russland und würde sie wie z.B. in Libyen gerne kostenlos haben. Das geht aber eben so einfach nicht...

10:17 von ex_Bayerndödel

«… denn die USA sind der einzige Staat, der solche Waffen bedenkenlos einsetzt, wie die Geschichte zeigt.»

Einmal in der Geschichte wurden diese zwei Atombomben eingesetzt. Auf Japan abgeworfen 1945. Zum Ausprobieren in der besonderen Situation zum Ende von WK2.

Nach 1945 hat niemand mehr Atombomben eingesetzt außer in Tests, auch nicht die USA. Komplett sinnfrei, so zu tun, als sei die Verwendung von Atomwaffen durch die USA im Konfliktfall so was wie das Standardrepertoire irgendwo mind. einmal pro Jahr. Sinnfrei und dumm noch dazu.

10:52, Bobinho

>>10:31 von Nachfragerin
"Vom Iran oder Nordkorea sehe ich dagegen keine Gefahr ausgehen. Deren Führungen handeln rationaler, als es Trump je getan hat."

Ein streng gläubiges Mullah-Regime und ein "gottgleicher" Führer handeln rationaler als Trump. Danke, keine weiteren Fragen.<<

Sagen wir mal so: die drei stehen sich, was Rationalität angeht, wenig nach.

Die Foristin, der Sie antworten, hat Trump übrigens erstaunlicherweise seine ganze Amtszeit hindurch hier im Forum die Stange gehalten.

@Bender Rodriguez (8:38)

Wenn z.B. China einen Gegner hätte, der über lediglich 100 Sprengköpfe verfügt, wäre das mit der Abschreckung hinfällig, da deren Einsatz 90% der Bevölkerung weitestgehend unbeschadet lassen würde. Und wenn ich mich an Mao's Einstellung zur Relevanz chinesischen Lebens erinnere, hätte den das bestimmt nicht abgeschreckt.

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