Physik-Nobelpreis für deutschen Klimaforscher

05. Oktober 2021 - 12:42 Uhr

Zum zweiten Mal in Folge wird ein Deutscher mit dem Physik-Nobelpreis geehrt. Klaus Hasselmann teilt sich den Preis mit dem US-Amerikaner Manabe sowie dem Italiener Parisi für Forschung zum Erdklima und zu komplexen Systemen.

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Kommentare

Ich beglückwünsche auch die heutigen Preisträger und hoffe, dass diese besonderen Ehrungen auch als politisches Zeichen wahrgenommen werden.

Für 89 sieht der Top aus.
Da kann sich manch 30er nicht mit messen.
Ach ja, so einen Nobelpreis zu bekommen ist natürlich auch nicht schlecht .

Wenn ein Deutscher wegen seiner Forschung über den menschengemachten Klimawandel mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wird, sollte dies ein Ansporn für die deutsche Politik sein, endlich etwas gegen den Klimawandel zu tun.
Deutschland wäre in der Lage eine Vorreiterrolle einzunehmen.
Was dazu nötig ist, ist der Wille der Politik.

Wir haben genug Ingenieure, Forscher, Unternehmen etc., die das vorantreiben könnten.

Aber ohne einen absoluten Willen der Politik, der bisher nicht erkennbar ist, wird alles bleiben wie es ist.
Leider ist das Wahlergebnis so ausgefallen, dass bei den möglichen Koalitionen immer mind. eine Partei dabei ist, die als "Bremser" des Klimaschutzes fungieren wird.
Denn der Klimaschutz ist den Parteien rechts der Mitte (Union, FDP u. AfD) nachrangig gegenüber den Interessen der Großunternehmer und Spitzenverdiener.
Denn nur ein "bißchen Klimaschutz" wie dies bisher betrieben wurde, reicht keineswegs.

Die Preisverleihung ist auch eine Auszeichnung für den Wissenschaftsstandort Deutschland. Nach dem Erfolg der Biontech-Gründer ein weiteres Highlight. Glückwunsch an alle Beteiligten! Der 89-jährige Preisträger sieht aus, als habe er auch mit Anti-Aging Pillen erfolgreich experimentiert.

Meinen Glückwunsch!

Für mich ist Herr Hasselmann auch Stückweit Synonym dafür, dass die Aussage "alte weiße Männer" völlig daneben und diskriminierend ist und als solches disqualifiziert werden muss.

< Für 89 sieht der Top aus.
Da kann sich manch 30er nicht mit messen. >
Das Foto ist wohl ein paar Jahre schon alt. Aber er sieht auf anderen Fotos immer noch gut aus.
Letztlich ist das Aussehen aber sekundär gegenüber den Leistungen dieses Forschers. Dass er für seine Forschung zum menschengemachten Klimawandel ausgezeichnet wird, ist das Besondere.
Denn etlichen unserer Politiker passt das natürlich nicht in deren "Kram".

Die Physik als die Grundlage aller Wissenschaften zeigt hier ihre Vielfalt. Auch die Erstellung theoretischer Modelle, die das Verhalten komplexer Systeme beschreiben, gehört zum Forschungsbereich der Physik.
Mein Glückwunsch an die Preisträger.

Schade das niemand auf Ihn gehört hat.

Wir haben lieber unsere CO2 armen sichern AKWs abgeschaltet und dafür in NRW durch SPD,Karft und Grüne, Löhrmann den Tagebau mit Braunkohle genemigt.

Auch baut Bayern und Kretschmann in BW seit 10 Jahren kaum Windräder aber fordern von den Nordländer grünen Strom mit riesigen Stromtrassen durch Wohngebiete in NRW
für Ihre Autoindustrie.

Ich kannte den Namen Hasselmann sofort, beim Lesen des Berichtes erkannte ich auch wieso. Genau die hier zitierten Worte waren es, die neben der Rede von Gustav Heinemann 1971 meine Augen fuer die Probleme in der Natur und Umgebung oeffneten.
Leider wurden solche fruehe Warnungen weltweit von den Herrschenden und grossen Teilen der Wirtschaft nicht ernst genug genommen.

... dass die Aussage "alte weiße Männer" völlig daneben und diskriminierend ist und als solches disqualifiziert werden muss.

Nein. Der Begriff "alte weiße Männer" ist ja eine neutrale Beschreibung und nicht diskriminierend. Die Forderung, dass diese Personengruppe nicht alles allein bestimmen möge ist für sich genommen auch nicht diskriminierend, sondern im Grunde eher sinnvoll.

Zitat: Für mich ist Herr Hasselmann auch Stückweit Synonym dafür, dass die Aussage "alte weiße Männer" völlig daneben und diskriminierend ist und als solches disqualifiziert werden muss.

Die politische Bedeutung des Begriffs "alte weiße Männer" und der Zusammenhang, in dem er benutzt wird, ist Ihnen wohl völlig entgangen.

"
Am 05. Oktober 2021 um 12:56 von Margitt.
Na also: Er entdeckte den menschengemachten Klimawandel

Wenn ein Deutscher wegen seiner Forschung über den menschengemachten Klimawandel mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wird, sollte dies ein Ansporn für die deutsche Politik sein, endlich etwas gegen den Klimawandel zu tun.
[...]"

Es könnte auch dazu beitragen, daß die Leugner des anthropogenen Klimawandels - um es mal salopp zu formulieren - endlich die Klappe halten.

Ich fürchte, wir werden auch weiterhin lesen: "Klimawandel? - Gibbet nich, und wenn es den gibt, müssen wir uns anpassen." Ja klar, Kiemen wachsen lassen, ein Höcker als Wasserspeicher und ein paar Eiweiße austauschen gegen stabilere, damit uns die Sonne nicht grillt (hab's schon oft geschrieben, und werd's immer wieder schreiben, solange solche Posts zu lesen sind).

Aber der Gipfel der Geschmacklosigkeit: Klimawandel als Chance. Das sollte man den Menschen erzählen, die wegen Dürre verhungern oder in Fluten ertrinken.

12:56 von Margitt.:
"Wenn ein Deutscher wegen seiner Forschung über den menschengemachten Klimawandel mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wird, sollte dies ein Ansporn für die deutsche Politik sein, endlich etwas gegen den Klimawandel zu tun."

Traurige Tatsache: Herr Hasselmann veröffentlichte bereits 1979 eine Arbeit, die einen menschlichen Einfluss auf das Klima vermuten ließ. Das ist über 40 Jahre her.

Es wurde und wird einfach zu viel Zeit verschwendet...

Denn der Klimaschutz ist den Parteien rechts der Mitte (Union, FDP u. AfD) nachrangig gegenüber den Interessen der Großunternehmer und Spitzenverdiener.

Das ist etwas ungerecht. In allen Parteien gibt es genügend Menschen, die den menschengemachten Klimawandel verstanden haben und die daran ernsthaft etwas ändern wollen. Nur die AFD hat sich entschlossen, wissenschaftliche Ergebnisse nicht zur Kenntnis zu nehmen.

Wenn man "Klimaforscher" ist hat man heutzutage den ersten Schritt zum Nobelpreis schon bei der Berufswahl getan.

13:03 von Giselbert:
"Für mich ist Herr Hasselmann auch Stückweit Synonym dafür, dass die Aussage 'alte weiße Männer' völlig daneben und diskriminierend ist und als solches disqualifiziert werden muss."

Wenn alle Länder von weißen, alten Männern aus der Wissenschaft geführt würden, müsste ich mir keine Sorge um die Zukunft dieses Planeten machen. Nur leider wird diesen intelligenten, weitsichtigen und selbstkritischen Menschen in der Politik bestenfalls ein Gastauftritt gewährt.

Denn etlichen unserer Politiker passt das natürlich nicht in deren "Kram".
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denke sie tun das Ganze überbewerten,
das kümmert letztlich auch den Bürger nicht

Wenn man "Klimaforscher" ist hat man heutzutage den ersten Schritt zum Nobelpreis schon bei der Berufswahl getan.

Diesen ersten Schritt hat jede*r Physikstudent*in schon getan.

Herzlichen Glückwunsch an die 3 Preisträger!
Es ist die Anerkennung ihrer äußerst wichtigen Forschungen.

"@Giselbert
... dass die Aussage "alte weiße Männer" völlig daneben und diskriminierend ist und als solches disqualifiziert werden muss.

Nein. Der Begriff "alte weiße Männer" ist ja eine neutrale Beschreibung und nicht diskriminierend. Die Forderung, dass diese Personengruppe nicht alles allein bestimmen möge ist für sich genommen auch nicht diskriminierend, sondern im Grunde eher sinnvoll."

Unsinn. Jeder weiss in welchem ausschliesslichen Kontext diese Bezeichnung verwendet wird. Eine gruppenbezogene pauschale Diffamierung. Fragen Sie mal einen alten weissen Obdachlosen nach seinen Privilegien.

Dieses bißchen Klimaschutz wird es wohl kaum noch geben. Klimaschutz als Alibiveranstaltung ist gescheitert.

Dieses Signal kann keine Partei, die nicht scheitern will, überhören. Der Wahlkampf war wohl eher ein Schaukampf, der mit den zu treffenden Entscheidungen wenig zu tun haben wird.
Allerdings bleibt das Wahlergebmis ein Problem, denn mit diesem Wahlergebis stehen wir am Rande einer Staatskrise. Denn weder der wahrscheinliche Kanzler hat die Mehrheit seine Partei hinter sich. Noch ist das für sie Grünen wirlich sicher. Warum müsste die Führung der Grünen sich dann hinter einem Mitgliederwotum verstecken. Diese Nötigung der Mitglieder wäre dann überflüasig.
Hinzu kommt, dass nicht Sachargumente für die Entscheidung dee Wähler im Mittelpunkt standen.
Im grunde jedoch wird jede Regierung eine der drohende Klimakatastrophe angemessene Politik anstreben müssen.
Das wird auch eine konservative Regierung leisten können und wollen.
Resignation ist jedenfalls kein Weg.

13:12 von gosħ:
"Das ist etwas ungerecht. In allen Parteien gibt es genügend Menschen, die den menschengemachten Klimawandel verstanden haben und die daran ernsthaft etwas ändern wollen. Nur die AFD hat sich entschlossen, wissenschaftliche Ergebnisse nicht zur Kenntnis zu nehmen."

Die AfD leugnet den Klimawandel, die CDU ordnet den dringend gebotenen Handlungsbedarf ihren wirtschaftlichen und persönlichen Interessen unter. Unter dem Strich tun beide dasselbe: Nichts.

(Die verlogenen Absichtserklärungen der einen widern mich übrigens weitaus mehr an als die offen zur Schau getragene Dummheit der anderen.)

>>
Das ist etwas ungerecht. In allen Parteien gibt es genügend Menschen, die den menschengemachten Klimawandel verstanden haben und die daran ernsthaft etwas ändern wollen. Nur die AFD hat sich entschlossen, wissenschaftliche Ergebnisse nicht zur Kenntnis zu nehmen.
<<

Das mag ja sein, dass viele verstanden haben, dass es einen menschenbeeinflussten Klimawandel gibt und subjektiv auch etwas ändern wollen. Objektiv tut sich aber angesichts der Gesamtlage so gut wie nichts. Einigkeit besteht wohl am ehesten darin, dass andere etwas ändern sollten.

< Aber der Gipfel der Geschmacklosigkeit: Klimawandel als Chance. Das sollte man den Menschen erzählen, die wegen Dürre verhungern oder in Fluten ertrinken. >

Dass der Klimawandel schon überall zuschlägt u. es deshalb leider Menschen gibt, die wegen der Dürre verhungern oder in Fluten ertrinken, ist ein Argument dafür, dass man endlich etwas tun muss u. nicht nur "etwas" sondern sehr, sehr viel.
Gegner der Klimapolitik sehen in einer solchen Politik nur Nachteile. Die Wirtschaft würde ruiniert, wenn man auf andere Produkte u. andere Verfahren umstellen müsste, es würde viel mehr Arbeitslosigkeit geben, etc.
Doch diesen Gegnern der Klimapolitik kann man m. E. entgegenhalten, dass die Bekämpfung des Klimawandels eine Chance für die Wirtschaft u. für die Erhaltung der Arbeitsplätze ist.

Was nun daran geschmacklos ist, kann ich nicht erkennen.

>>Für mich ist Herr Hasselmann auch Stückweit Synonym dafür, dass die Aussage "alte weiße Männer" völlig daneben und diskriminierend ist und als solches disqualifiziert werden muss.<<

Der Begriff hat schon seine Berechtigung.
"Alte weiße Männer" ist vor allem ein Synonym für rückwärts gewandte, wissenschaftsfeindliche Männer. In diese Kategorie gehört Herr Hasselmann, als erfolgreicher Physiker, sicherlich nicht.

Neben der Anerkennung der wissenschaftlichen Forschungsarbeit von Manabe, Parisi und Hasselmann ist das natürlich auch ein wichtiges Signal in die Politik hinein. Eine engagierte Klimapolitik ist nicht alles, aber ohne eine engagierte Klimapolitik ist alles nichts.

"Es könnte auch dazu beitragen, daß die Leugner des anthropogenen Klimawandels - um es mal salopp zu formulieren - endlich die Klappe halten"

Diese Hoffnung habe ich nicht.
Die werden bestimmt wieder ihre eigenen "skeptischen Experten" bemühen wie z.B. ehemalige Wettervorhersager.

Ihr wiederholt genanntes Beispiel mit den Kiemen usw. finde ich nicht so glücklich, ist mir zu polemisch.
Ich weise lieber darauf hin, dass Anpassung "Veränderung" bedeutet, d.h. wir Menschen müssen etwas an unserem Verhalten ändern.
In diesem Zusammenhang zitiere ich gerne den Bremerhavener Forscher am Alfred-Wegener-Institut, Peter Lemke:
"Wir sind auf die Tatsache gestoßen, dass wir unser Leben so nicht weiterführen können. Das gefällt den Leuten nicht. "

"
Am 05. Oktober 2021 um 13:11 von Nachfragerin
@Margitt. - Über 40 Jahre Klima-Ignoranz

12:56 von Margitt.:
"Wenn ein Deutscher wegen seiner Forschung über den menschengemachten Klimawandel mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wird, sollte dies ein Ansporn für die deutsche Politik sein, endlich etwas gegen den Klimawandel zu tun."

Traurige Tatsache: Herr Hasselmann veröffentlichte bereits 1979 eine Arbeit, die einen menschlichen Einfluss auf das Klima vermuten ließ. Das ist über 40 Jahre her.

Es wurde und wird einfach zu viel Zeit verschwendet..."

Ja, da haben Sie Recht, das wurde es. Hatten wir ja auch schon mal bei der gestrigen Diskussion über den Medizin-Nobelpreis. Manchmal erkennt man die Bedeutung einer Forschungsarbeit erst sehr spät. Hoffentlich nicht zu spät.

< Im grunde jedoch wird jede Regierung eine der drohende Klimakatastrophe angemessene Politik anstreben müssen.
Das wird auch eine konservative Regierung leisten können und wollen. >

Ich denke an das sog. "Klimapaket" in 2019 der Bundesregierung.
Es war ein kleines Klimapäckchen, mehr auch nicht. Es erntete damals auch viel Kritik, weil es so groß angekündigt wurde und dann so spärlich ausgefallen ist.
Daher glaube ich nicht, dass eine uniongeführte Regierung begreift, dass viel mehr nötig ist, als ein paar wenige Beschlüsse.
In allen Lebensbereichen gibt es Möglichkeiten, klimaschonende Änderungen einzuführen.
Manche kosten dabei kaum Geld:
z. B. Tempolimits.
Andere wie Gaststätten/Restaurants/Kantinen etc. zu verpflichten, auch ca. 30 % fleischlose Gerichte anzubieten, sind auch relativ preiswert einzuführen.
Und so wird es in vielen Bereichen noch relativ einfache Möglichkeiten geben.

Es zeigt sich, dass das Investieren in die Wissenschaft von enormen Nutzen sein kann. Daran sollte festgehalten werden. Zum einen sollte die Wissenschaft stärker finanziell, zum anderen personell stärker unterstützt werden. Dazu gehört, eine frühe Wissensaufnahme angehender Wissenschaftler! Anders ausgedrückt: Ein freiwilliges Besuchen ehrenamtlicher Vorlesungen über Klimaschutz an einem Sonnabend von Schülern zeigt mehr konstruktives Engagement als ein lautstarkes Fordern von teilweise unrealistischen Maßnahmen unter Vernachlässigung der Schulbildung.

Es gibt momentan keine wirkliche Lösung der Klimaänderung entgegenzuwirken. Alle scheinbaren Lösungen reduzieren zwar den CO2-Ausstoß, aber erhöhen den Umweltschaden auf einer anderen Seite. (berühmtes Beispiel: Abschaffung der "Glühbirne")

Die Diskussion über den Klimawandel ist sowieso sinnlos. Wir beeinflussen das Klima sekündlich und sollten unseren Fußabdruck so klein wie möglich halten, ob Klimawandel menschengemacht oder nicht.

dass wir unser Leben so nicht weiterführen können
------------------
.
wer ist wir ?
Es ist wie in einem Kohlebergwerk
wenn da nicht jeder aufs Rauchen verzichtet
kann man das mit der Sicherheit vergessen

Auch wenn Sie nicht müde werden, gegen Union, FDP und AfD zu schießen, so sollten Sie wissen, dass die anderen auch nichts auf die Reihe bekommen.
Den Bürgern nur das Geld aus der Tasche zu ziehen ist keine Lösung.
Der Klimaschutz beginnt mit der Forschung.-
Erst wenn die praktikable Lösungen auf den Tisch gebracht hat, kann man sie umsetzen.
Alles einseitig nur teurer zu machen und dadurch eindimensional fragwürdige Projekte fördern oder verbieten zu wollen, ist kein Ansatz.

"
Am 05. Oktober 2021 um 13:39 von Margitt.
13:10 von Anderes1961: Auszeichnung dt. Klimaforscher

< Aber der Gipfel der Geschmacklosigkeit: Klimawandel als Chance. Das sollte man den Menschen erzählen, die wegen Dürre verhungern oder in Fluten ertrinken. >" [...] Doch diesen Gegnern der Klimapolitik kann man m. E. entgegenhalten, dass die Bekämpfung des Klimawandels eine Chance für die Wirtschaft u. für die Erhaltung der Arbeitsplätze ist.

Was nun daran geschmacklos ist, kann ich nicht erkennen."

Da haben Sie mich gründlich mißverstanden. Der Satz Klimawandel als Chance kommt immer und ausschließlich von denen, die einen anthropogenen Klimawandel leugnen, und am liebsten weitermachen würden wie bisher. Einfach nichts tun und wenn es sowas wie Klimawandel gäbe wäre das doch prima für uns, vergessen aber, daß 100te Millionen Menschen unter den Folgen leiden müssen. Erzählen Sie denen mal, daß sei eine Chance. Ihr letzter Satz ist ja völlig richtig, aber es ging um was völlig anderes.

"
Am 05. Oktober 2021 um 13:42 von harpdart
@Anderes1961

"Es könnte auch dazu beitragen, daß die Leugner des anthropogenen Klimawandels - um es mal salopp zu formulieren - endlich die Klappe halten"

Diese Hoffnung habe ich nicht.
Die werden bestimmt wieder ihre eigenen "skeptischen Experten" bemühen wie z.B. ehemalige Wettervorhersager.

Ihr wiederholt genanntes Beispiel mit den Kiemen usw. finde ich nicht so glücklich, ist mir zu polemisch.
Ich weise lieber darauf hin, dass Anpassung "Veränderung" bedeutet, d.h. wir Menschen müssen etwas an unserem Verhalten ändern.
In diesem Zusammenhang zitiere ich gerne den Bremerhavener Forscher am Alfred-Wegener-Institut, Peter Lemke:
"Wir sind auf die Tatsache gestoßen, dass wir unser Leben so nicht weiterführen können. Das gefällt den Leuten nicht. ""

Ja. Mein Beispiel ist polemisch. Aber ich habe wirklich keine Lust mehr, um den heißen Brei herumzureden und sage eben klipp und klar, was ich von so Sätzen wie "wir müssen uns anpassen" halte.

< Aber der Gipfel der Geschmacklosigkeit: Klimawandel als Chance. Das sollte man den Menschen erzählen, die wegen Dürre verhungern oder in Fluten ertrinken. >

"Was nun daran geschmacklos ist, kann ich nicht erkennen."

----

Ich vermute, dass es Anderes1961 um solche Statements ging wie:

"Wir müssen uns an die Erderwärmung lediglich anpassen. In der Vergangenheit waren Warmphasen immer Phasen der wirtschaftlichen Blüte".

Bei so etwas fehlen mir dann auch immer die Worte.

13:39 von Margitt.:
"Doch diesen Gegnern der Klimapolitik kann man m. E. entgegenhalten, dass die Bekämpfung des Klimawandels eine Chance für die Wirtschaft u. für die Erhaltung der Arbeitsplätze ist. Was nun daran geschmacklos ist, kann ich nicht erkennen."

User Anderes1961 kritisierte jene Aussagen als geschmacklos, die den Klimawandel selbst als Chance bezeichnen. Eine eisfreie Handelsroute durch die Arktis oder die mögliche Landwirtschaft in Grönland wären durchaus positive Aspekte. Allerdings werden diese die negativen Folgen nicht ansatzweise aufwiegen können.

"
Am 05. Oktober 2021 um 13:52 von DerVaihinger
@Margitt, 12.56h

Auch wenn Sie nicht müde werden, gegen Union, FDP und AfD zu schießen, so sollten Sie wissen, dass die anderen auch nichts auf die Reihe bekommen.
Den Bürgern nur das Geld aus der Tasche zu ziehen ist keine Lösung.
Der Klimaschutz beginnt mit der Forschung.-
Erst wenn die praktikable Lösungen auf den Tisch gebracht hat, kann man sie umsetzen.
Alles einseitig nur teurer zu machen und dadurch eindimensional fragwürdige Projekte fördern oder verbieten zu wollen, ist kein Ansatz."

Fast nichts tun wollen (wie die CDU) oder nichts tun wollen, sondern so weitermachen wie bisher (wie die Leugner des anthropogenen Klimawandels von der AfD) ist auch kein Ansatz.

< Auch wenn Sie nicht müde werden, gegen Union, FDP und AfD zu schießen, so sollten Sie wissen, dass die anderen auch nichts auf die Reihe bekommen.
Den Bürgern nur das Geld aus der Tasche zu ziehen ist keine Lösung.
Der Klimaschutz beginnt mit der Forschung.-
Erst wenn die praktikable Lösungen auf den Tisch gebracht hat, kann man sie umsetzen. >

Es gibt in einigen Lebensbereichen Erkenntnisse, die man schon umsetzen kann. Oben habe ich um 13:49 Uhr 2 davon genannt (Tempolimits, Angebote auch von fleischlosen Gerichten in Lokalen aller Art).
Es gibt sicher auch in anderen Bereichen noch einige leicht umzusetzende Möglichkeiten, die dem Klimaschutz dienen.

Beim Klimaschutz gibt es m. E. nicht die EINE Maßnahme, sondern es bedarf einer Vielzahl von kleineren u. größeren Maßnahmen u. mit etlichen hätte man schon längst beginnen können.

"Der Klimaschutz beginnt mit der Forschung." -

Nein, der Klimaschutz beginnt mit jedem persönlich! Jeder kann, ohne Forschung, ganz viele Dinge tun, die sich positiv auf's Klima auswirken. Nur wollen das die meisten Menschen nicht. Selbst was tun? Echt nicht, dann müsste man ja was an seinem Lebensstil ändern. Dann sich lieber ein gutes Gewissen einreden mit 'Der Klimaschutz beginnt mit der Forschung', dann muss ich zumindest nichts machen.

>>Wir haben lieber unsere CO2 armen sichern AKWs abgeschaltet und dafür in NRW durch SPD,Karft und Grüne, Löhrmann den Tagebau mit Braunkohle genemigt.<<

Machen Sie sich doch bitte einmal kundig, wie lange in NRW schon Braunkohle im Tagebau abgebaut wird.

Ich weiß davon jedenfalls seit dem Heimatkundeunterricht in der Grundschule. In Solingen. Vor fast sechzig Jahren.

>>Auch baut Bayern und Kretschmann in BW seit 10 Jahren kaum Windräder aber fordern von den Nordländer grünen Strom mit riesigen Stromtrassen durch Wohngebiete in NRW
für Ihre Autoindustrie.<<

Wohngebiete, in denen überall besternte Karossen herumstehen, die von genau dieser Autoindustrie hergestellt wurden.

"dass wir unser Leben so nicht weiterführen können
------------------
.
wer ist wir ?"

Sie zum Beispiel. Wir alle. Die Menschheit.

>>Für mich ist Herr Hasselmann auch Stückweit Synonym dafür, dass die Aussage "alte weiße Männer" völlig daneben und diskriminierend ist und als solches disqualifiziert werden muss.<<

Ich glaube, Sie haben den Zusammenhang nicht ganz verstanden, in dem dieser Begriff negativ behaftet benutzt wird.

Liebe Grüße von einem alten weißen Mann (65).

"
Am 05. Oktober 2021 um 13:56 von Wombat Warlock
13:39 von Margitt/Anderes1961

< Aber der Gipfel der Geschmacklosigkeit: Klimawandel als Chance. Das sollte man den Menschen erzählen, die wegen Dürre verhungern oder in Fluten ertrinken. >

"Was nun daran geschmacklos ist, kann ich nicht erkennen."

----

Ich vermute, dass es Anderes1961 um solche Statements ging wie:

"Wir müssen uns an die Erderwärmung lediglich anpassen. In der Vergangenheit waren Warmphasen immer Phasen der wirtschaftlichen Blüte".

Bei so etwas fehlen mir dann auch immer die Worte."

Punktlandung. Genau darum geht es. Danke für Ihren "Beistand" :-)

Nach ihrer Meinung gibt es im Augenblick keine wirkliche Lösung der Klimakatastrophe entgegen zu wirkrn.
Dabei schlagen sie den wesentlichen Schritt selbst vor: Reduzierung des ökologischen Fußabdruckes. Dazu muß auch der Maßstab der Kohlenstoffdioxidneutralität realiviert werden. Als alleiniger Maßstab ist er ungeeignet.
Das heißt natürlich nicht, dass nicht alle erfolgversprechenden Möglichkeiten, die die moderne Wissenschaft anbietet, genutzt werden sollten. Dabei setzt allerdings der Zeitfaktor zunächst Grenzen.
Hoffen wir das unter dem Faktischen schließlich die Vernunft siegt. Spät, aber hoffentlich nicht zu spät.

>>
Der Klimaschutz beginnt mit der Forschung.-
Erst wenn die praktikable Lösungen auf den Tisch gebracht hat, kann man sie umsetzen.
Alles einseitig nur teurer zu machen und dadurch eindimensional fragwürdige Projekte fördern oder verbieten zu wollen, ist kein Ansatz.
<<

Wo fehlen Ihnen der praktikable Lösungen ?
Was sollen nachfolgende Generationen denn machen, wenn Kohle, Öl und Gas endgültig erschöpft sind ?

>>@Margitt. - Über 40 Jahre Klima-Ignoranz
12:56 von Margitt.:
"Wenn ein Deutscher wegen seiner Forschung über den menschengemachten Klimawandel mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wird, sollte dies ein Ansporn für die deutsche Politik sein, endlich etwas gegen den Klimawandel zu tun."

Traurige Tatsache: Herr Hasselmann veröffentlichte bereits 1979 eine Arbeit, die einen menschlichen Einfluss auf das Klima vermuten ließ. Das ist über 40 Jahre her.

Es wurde und wird einfach zu viel Zeit verschwendet...<<

Es ist noch viel bitterer.

Bereits 1896 sagte Svante Arrhenius eine globale Erwärmung aufgrund der anthropogenen Kohlendioxid-Emission voraus.

Allerdings war Arrhenius Kind einer sehr fortschrittsgläubigen Zeit und sah in der weltweiten Erwärmung eher eine Chance als eine Gefahr.

Heute wissen wir es besser.

< Da haben Sie mich gründlich mißverstanden. Der Satz Klimawandel als Chance kommt immer und ausschließlich von denen, die einen anthropogenen Klimawandel leugnen, und am liebsten weitermachen würden wie bisher. Einfach nichts tun und wenn es sowas wie Klimawandel gäbe wäre das doch prima für uns, vergessen aber, daß 100te Millionen Menschen unter den Folgen leiden müssen. Erzählen Sie denen mal, daß sei eine Chance. Ihr letzter Satz ist ja völlig richtig, aber es ging um was völlig anderes. >

Ja, da habe ich Sie falsch verstanden. Ich hätte es mir denken müssen, dass Sie das nicht so meinten, wie ich es zuerst verstanden hatte, weil es zu dem von Ihnen vorher Geschriebenen nicht ganz passen würde.

„Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr zur einen Hälfte an den Deutschen Hasselmann und den US-Amerikaner Manabe sowie zur anderen Hälfte an den Italiener Parisi“

„Sie werden für ihre "bahnbrechenden Beiträge zu unserem Verständnis komplexer physikalischer Systeme" ausgezeichnet“

Jede Art von Forschung, die unser aller Verständnis - und damit die Menschheit - weiterbringt ist ein Wert an sich und darf niemals durch „finanzielle Engpässe“ und darauf beruhenden angeblichen fehlenden Möglichkeiten ausgebremst werden.

„Der 89-Jährige [Hasselmann, der zu den führenden deutschen Klimaforschern zählt] beschäftigte sich schon früh mit dem menschengemachten Klimawandel und dem Treibhauseffekt.
>> 1988(!) sagte er: "In 30 bis 100 Jahren, je nachdem, wieviel fossiles Brennmaterial wir verbrauchen, wird auf uns eine ganz erhebliche Klimaänderung zukommen. Klimazonen werden sich verschieben, Niederschläge anders verteilen.
>> Dann wird man nicht mehr von Zufallsergebnissen reden können"

13:52 von DerVaihinger:
"Der Klimaschutz beginnt mit der Forschung."
> Dasselbe behauptet die FDP. Es ist die Ausrede für die eigene Untätigkeit und die Weigerung, irgendetwas zu ändern.

"Erst wenn die praktikable Lösungen auf den Tisch gebracht hat, kann man sie umsetzen."
> Auch das ist falsch, denn diese Lösungen lagen schon auf dem Tisch, als es noch keine Tische gab. Der Schlüssel lautet: Weniger Konsum, mehr Nachhaltigkeit.

"Alles einseitig nur teurer zu machen und dadurch eindimensional fragwürdige Projekte fördern oder verbieten zu wollen, ist kein Ansatz."
> Wie wäre es mit diesen Ansätzen?
- Lassen Sie öfter mal das Auto stehen,
- essen Sie weniger Fleisch,
- reduzieren Sie ihren Warmwasserverbrauch und
- tragen Sie einen Pullover in der Wohnung, wenn es draußen kalt ist.

Das alles lässt sich sofort umsetzen, hilft dem Klima, kostet nichts (spart sogar Geld!) und muss auch nicht erst erforscht werden.

>>Auch wenn Sie nicht müde werden, gegen Union, FDP und AfD zu schießen, so sollten Sie wissen, dass die anderen auch nichts auf die Reihe bekommen.
Den Bürgern nur das Geld aus der Tasche zu ziehen ist keine Lösung.
Der Klimaschutz beginnt mit der Forschung.-
Erst wenn die praktikable Lösungen auf den Tisch gebracht hat, kann man sie umsetzen.
Alles einseitig nur teurer zu machen und dadurch eindimensional fragwürdige Projekte fördern oder verbieten zu wollen, ist kein Ansatz.<<

Die Forschung ist weit fortgeschritten. Technologische Lösungsmöglichkeiten für das erkannte Problem sind längst vorhanden. Ihre Umsetzung kostet allerdings erst einmal Geld, daran geht kein Weg vorbei. Geld, das, wie AfD, CDU und FDP nicht müde werden zu betonen, vorwiegend der sogenannte kleine Mann berappen muss. Was die genannten Parteien verschweigen ist der wichtige Zusatz „wenn wir an der Regierung sind“.

Denn wenn Parteien rechts der Mitte regieren, werden die Reichen nun mal entlastet.

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