Kommentare - Großbritannien: Lieferkrise setzt Johnson unter Druck

04. Oktober 2021 - 15:03 Uhr

Obwohl die Armee nun Tankstellen beliefert, wird die Kraftstoff-Krise in Großbritannien anhalten - sehr zum Ärger der Industrie. Premier Johnson erklärte, das seien Geburtswehen der neuen Post-Brexit-Wirtschaft. Von Gabi Biesinger.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Johnsons "Erklärungen"

„Premier Johnson erklärte, das seien Geburtswehen der neuen Post-Brexit-Wirtschaft“

Bleibt die Frage, ob irgendjemand diesen Quatsch tatsächlich glaubt. Und (gegebenenenfalls), wie lange.

Und Johnsons Lügen:
„Wenn es um Lieferengpässe und Spritmangel geht, verweist die britische Regierung gerne darauf, dass nicht nur in Großbritannien 100.000 LKW-Fahrer fehlen, sondern dass es in anderen europäischen Ländern ähnliche Probleme und Konsequenzen gäbe.
>> Doch das sei schlicht falsch, informierte BBC-Moderator Andrew Marr Premierminister Boris Johnson in seiner Sendung: "Wir haben mit den Tankstellen-Verbänden in Frankreich, Polen, Deutschland, Italien, Holland und Spanien gesprochen. Kein EU-Land hat solche Probleme wie wir, nicht einmal Nordirland. Warum gibt es die hier?" Das habe mit der besonderen Nachfrage zu tun, versuchte Johnson sich herauszureden“

Gut, dass solche Fragen in Großbritannien immer noch in aller Öffentlichkeit gestellt werden können. Und das wohl so bleiben wird.

Die Löhne sollen steigen?

Der Mindestlohn in GB liegt umgerechnet bei etwa zehn Euro. Plant Boris Johnsons Regierung, ihn zu erhöhen? Oder wie soll ich entsprechende Äußerungen verstehen?

Ich helfe gern

Habe den alten Führerschein, kann 7,5 Tonner fahren, spreche englisch und beherrsche Linksverkehr.

Für 10.000 Pfund pro Monat bei freier Kost und Logis würde ich aushelfen, aber nur wenn Boris mich persönlich bittet.

War übrigens vor ein paar Jahren vom damaligen Lordchancellor nach Downing Street eingeladen und empfangen worden, kenne mich also bestens dort aus.

Hey Boris, gimme a call….

Milchmädchenrechnungen

Die ehemalige Wirtschaftsminsterin Andrea Leadsome am Rande des Parteitags der Konservativen: „Die Löhne würden nun steigen und Unternehmen investieren. "Das ist gut und wird neue Arbeitsplätze schaffen."

Fragt sich nur, in was die Unternehmen unter den gegenwärtigen Bedingungen investieren bzw. wovon sie die „nun steigenden“ Löhne bezahlen sollen.

Großbritannien: Lieferkrise setzt Johnson unter Druck....

Da wird man mit höheren Löhnen kommen müssen. Sonst möchte kaum jemand LKW-Fahrer machen, mit den tollen Arbeitszeiten. Oder in der Fleischindustrie arbeiten. Dann gibt es zu Weihnachten keine Truthähne.

Für die Bundesrepublik stellen sich diese Probleme nicht. Denn hier gibt es die höchste Zahl von Wanderarbeitern in Europa. LKW-Fahrer, Saisonarbeitskräfte, befristet, Bauarbeiter und Fleischzerleger. Meist rechtlos mucken die meist aus verarmten osteuropäischen Mitgliedstaaten stammenden Lohnabhängigen bis jetzt auch noch nicht auf.

15:13 von scio_me_non_sciere

Für 10.000 Pfund pro Monat bei freier Kost und Logis würde ich aushelfen, aber nur wenn Boris mich persönlich bittet.

Dann würde ich mal ein Bewerbungsschreiben aufsetzen; vielleicht bittet er Sie darum.

Natürlich

"„Die Löhne würden nun steigen und Unternehmen investieren. "Das ist gut und wird neue Arbeitsplätze schaffen." "

Ganz klar. Die löhne werden in geradezu astronomische Höhen steigen und einen regelrechten Run auf die begehrten JObs als Fleischerer/LKW-Fahrer/Erntehelfer/Krankenpfleger auslösen. Die Arbeitgeber werden sich gar nicht retten können.
Und aus lauter Dankbarkeit werden sie auch garantiert nicht die Preise erhöhen, um die Lohnkosten auszugleichen.
Das alles und natürlich keine einzige Steuererhöhung (hat Johnson ja ganz feste versprochen).

Ein echtes Paradies, dieses Brexit GB...

Geburtswehen

Ja, die Geburtswehen... Die sind allerdings sehr voraussehbar. Vielleicht nicht in der Intensität, doch sie kommen nun einmal.

Also was hat Johnson getan, um die Geburtswehen abzumildern? Liest sich eher so, als wurde er davon überrascht und muss nun hastig gegensteuern.

Keine gute Leistung.

Nordirland hat keine Probleme , Brexit Art.16

Nordirland ist weiterhin Teil des EU-Binnenmarkts :-)

Ohne die kleine Grüne Grenze,würde es da genauso sein
Nebenbei schmuggeln die Briten ihe Waren an der EU vorbei
als Exportware nach Irland.

In Punkto Gas trifft es die Briten noch schlimmer,
man hatte nie eine EU Norm umgesetzt und Gasspeicher gebaut.
Da hängt man absolut am Tropf.

Britannien ist das beste Beispiel für alle Grenzen dicht machen Schreihälse in Deutschland.

Da hat Johnson recht

"Was wir nicht wollen, ist zurückzukehren zu einer Situation, in der die Logistikbranche sich auf eine Menge Einwanderung günstiger Arbeitskräfte stützt", sagte Johnson beim Besuch eines Krankenhauses in Leeds am Samstag. Das habe nämlich zur Folge, dass die Gehälter nicht steigen und die Qualität der Arbeitsplätze nicht zunimmt. Die britische Wirtschaft müsse ihre Abhängigkeit von schlecht bezahlten ausländischen Arbeitskräften beenden, um eine "gut bezahlte, gut ausgebildete, hochproduktive Volkswirtschaft" zu werden. (BR24)

Am 04. Oktober 2021 um 15:13 von scio_me_non_sciere

Habe den alten Führerschein, kann 7,5 Tonner fahren, spreche englisch und beherrsche Linksverkehr.
__
Ich glaube, die Tanklastzüge haben mehr als 7,5 t. Ausserdem müssen Sie dafür den Gefahrgut-Führerschein haben aber dann, nix wie hin. Ich war zwar noch nie vom Lordchancellor eingeladen, darf aber auch 7,5t fahren und spreche sehr gut english. Vllt könnten Sie direkt ein Wort für mich mit einlegen, obwohl, mögen tu ich sie ja nicht so besonders, die Briten, aber wenn's dem Allgemeinwohl dient.
Villeicht können Sie mal nachhören, ob die eventuell sogar direkt in Downing 10 ein paar Zimmerchen für uns hätten.

Das läuft noch längst nicht "rund ".

Ob das alles so vorhersehbar war kann ich nicht klar beurteilen.

Denkt man jedoch über die primären Konsequenzen des Brexit nach, dass nämlich die hunderttausenden Arbeiter in allen möglichen (Niedriglohn-)Branchen innerhalb absehbarer Zeit wunschgemäß ausreisen und damit binnen sehr kurzer Zeit fehlen würden und nicht einfach so ersetzt werden könnten, hätten Wirtschaftsfachleute, Ökonomen usw. laut Alarm schlagen müssen.
Denn d a s w a r vorhersehbar.

Hamse vielleicht auch getan, wurden nur im Exitrausch bewusst überhört.

Bevor sich jedoch wieder altbekannte Häme breit macht, nicht vergessen:

Fast die Hälfte der Briten wollte den Brexit
n i c h t - und sitzt in derselben Klemme wie die einstigen Brexit-Brüller.

Und B. Johnson labert irgendwelches belanglose Zeug, das ebenso billig wie falsch ist. Das würde mich als brit. Brexitgegner zusätzlich wütend machen.

um 15:13 von scio_me_non_sciere

Im Falle von BJ, würde ich allerdings auf Vorkasse bestehen, Monatslohn ist ein Ernsthaftes Thema und kein Brexit.
Sollte vieleicht meinen Arbeitgeber mal fragen ob er mich freistellt, kündigen lohnt wegen drei Monaten "Montage" nicht.

@ scio_me_non_sciere, um 15:13

Sie schreiben von der Fähre nach England aus, Euer Lordschaft?

Boris schickt ne Abordnung, 6-Spänner, wie sich das für künftige Tank LKW-Fahrer ziemt. :-)

Am 04. Oktober 2021 um 15:21 von Bernd Kevesligeti

Für die Bundesrepublik stellen sich diese Probleme nicht. Denn hier gibt es die höchste Zahl von Wanderarbeitern in Europa. LKW-Fahrer, Saisonarbeitskräfte, befristet, Bauarbeiter und Fleischzerleger. Meist rechtlos mucken die meist aus verarmten osteuropäischen Mitgliedstaaten stammenden Lohnabhängigen bis jetzt auch noch nicht auf.
__
Nun, wenn nicht jetzt, wann dann ? Das wäre doch DIE Gelegenheit in Great Britain einen Fuss in die Tür zu bekommen und auch noch einen Haufen Geld zu verdienen, wenn es so ist, wie Sie schreiben. Ich frage mich nur immer, warum die Leute sich auf den Weg hierhin machen, wenn es so schlimm ist. In Zeiten des Internets werden sich die Bedingungen zumindest in der EU doch rumgesprochen haben. Letztendlich ist das ja für die hiesigen prekär Beschäftigten auch nicht gut, wenn sich so viele für wenig Geld einstellen lassen.

@ Hans-Silberblick, um 15:32

Wäre die britische Wirtschaft nicht besser damit gefahren, von besser bezahlten ausländischen Arbeitskräften unabhängig zu sein?

Woher sollen die Arbeitskräfte jetzt kommen - und wer bezahlt ihnen die “deutlich gestiegenen“ Mindestlöhne?

Aber es wird gut:
Wie man jetzt schon sieht, scharrt man hier bereits mit dem Gasfuß, um sich dort als LKW-Fahrer ne goldene Nase zu verdienen.

Selbst gewählt

Die Briten haben nicht nur für den Brexit gestimmt, sondern auch noch die Regierung Johnson gewählt. Da kann ich nur sagen: Selbst gewählt, selbst Schuld. Mein Mitgefühl hält sich da sehr in Grenzen.

Ich hoffe nur, dass die EU sich von diesen notorischen Rosinenpickern in GB nicht wieder belabern lässt. Alle geltenden Verträge sind einvernehmlich ausgehandelt, unterschrieben und ratifiziert worden. Auch auf der Insel hat man sich jetzt daran zu halten. Wenn das nicht so läuft, ist kein Vertrag mit der Regierung Johnson das Papier wert, auf dem er steht. Dann wäre ich auch nachträglich noch für einen harten Brexit.

Schnell gebären @15:32 von Hans_Silberblick

>>> Die britische Wirtschaft müsse ihre Abhängigkeit von schlecht bezahlten ausländischen Arbeitskräften beenden, um eine "gut bezahlte, gut ausgebildete, hochproduktive Volkswirtschaft" zu werden. (BR24) >>>

Witzig, schaffen die ganz bestimmt....
Boris muss nur so ein kleines "Briten Zuchtprogramm" starten, am besten so vor 30 Jahren. Oder eben jetzt irgendwie eine zukünftige, einheimische Arbeitskräfte Geburtenexplosion! Dann klappt das in 30 Jahren.....vielleicht.

Am 04. Oktober 2021 um 15:38 von harry_up

Denn d a s w a r vorhersehbar.

Hamse vielleicht auch getan, wurden nur im Exitrausch bewusst überhört.

Bevor sich jedoch wieder altbekannte Häme breit macht, nicht vergessen:

Fast die Hälfte der Briten wollte den Brexit
n i c h t - und sitzt in derselben Klemme wie die einstigen Brexit-Brüller.
__
Das ist ganz sicher so. M.W. waren aber die Unternehmer von Anfang an gegen den Brexit und haben auf die Konsequenzen auch aufmerksam gemacht. Dass das niemand hören wollte....
Dass FAST die Hälfte der Briten den Brexit NICHT wollte, ist sehr bedauerlich für selbige, zeigt aber auch die Gefahren solcher Referenden bzw. Volksbegehren/Volksentscheide. Was ich nun garnicht verstand, wieso BJ dann bei den Wahlen nochmal so gut abschnitt. Zu dem Zeitpunkt hätte man eigentlich Bescheid wissen sollen, auch als normaler Bürger.

omg

Aus dem Artikel:
> Premier Johnson erklärte, das seien
> Geburtswehen der neuen Post-Brexit-
> Wirtschaft

Nope, DAS ist jetzt Standard. -.-

Am 04. Oktober 2021 um 15:21 von Bernd Kevesligeti

" Für die Bundesrepublik stellen sich diese Probleme nicht. Denn hier gibt es die höchste Zahl von Wanderarbeitern in Europa. LKW-Fahrer, Saisonarbeitskräfte, befristet, Bauarbeiter und Fleischzerleger. Meist rechtlos mucken die meist aus verarmten osteuropäischen Mitgliedstaaten stammenden Lohnabhängigen bis jetzt auch noch nicht auf. "

Das ist aber nur zum Teil richtig, Artikel :
SWR
4.10.2021, 13:28 Uhr

von Vanja Weingart

" Die EU und Deutschland seien zwar noch weit von solchen Extremen entfernt, sagt Andrea Marongiu, Geschäftsführer des Verbandes Spedition und Logistik (VSL) Baden-Württemberg. Aber die Situation in Großbritannien müsse ein Weckruf sein. In Deutschland fehlten im Moment zwischen 40.000 und 60.000 Lkw-Fahrer. Grund sei zum einen die Bezahlung, auch wenn die Löhne in den vergangenen Jahren schon gestiegen seien. Zum anderen würden die Fahrer immer wieder über mangelnde Wertschätzung klagen. "

Also Vorsicht, mit Aussagen in die Richtung.

Alles klar, Boris!

Das hat nix mit Brexit zu tun, schaut euch meine Frisur an! Und nun fahren 200 Soldaten Tanklaster, und zack, gibt´s wieder reichlich Sprit, seht meine Frisur an! Und die Löhne gehen jetzt hoch, schaut meine Frisur an! Das überzeugt mich voll!

von weingasi1 15:46

Einmal spielt heute das Bild eines Landes in den Medien eine beträchtliche Rolle.
Außerdem werden die Menschen da kaum eine reale Wahl haben. Die Herkunftsländer sind verarmt, trotz oder wegen jahrzehntelanger "Reformpolitik" und Deindustrialisierung. Da kommen Arbeitskräfte für das Hotel-und Reinigungsgewerbe und bekommen 20-Stunden Arbeitsverträge. Die reale Arbeit kann aber in dieser Zeit nicht getan werden. Millionenfach wird auch der Mindestlohn nicht gezahlt. Trotzdem gibt es auch hoffnungsvolle Zeichen: Vor ein paar Monaten streikten Erntehelfer in Bornheim gegen die "tollen" Verhältnisse.

Das ist alles schwer zu verstehen, besonders für Menschen aus eher besseren Verhältnissen.

man staunt nur noch

aber wahrscheinlich hat das ganze wenig mit dem brexit zu tun, auch wenn uns leute wie dittert das weismachen wollen, sondern mehr mit der pandemie. es sind ja nicht nur leute aus der gastro abgewandert, obwohl die wesentlich besser behandelt wurden als zehntausende lkw fahrer in ganz europa. keine einreise, keine wc, keine duschen, essen vom roten kreuz. falls mir denn die anstalt heute diese aussage erlaubt!

um 15:38 von weingasi1

Gefahrgut Tank? Gesundheitsprüfung?
Für solche Erbsenzählerregelungen Brüsseler Urprungs findet sich eine souveräne Lösung, man ist ja jetzt eigenständig.

Geburtswehen? Johnson hätte

Geburtswehen? Johnson hätte jemanden fragen sollen, der sich mit sowas auskennt, bevor er Schwangere und Hebammen durch dieses Bild in Verruf bringt.
Alle Lieferengpässe und Personalprobleme waren vor dem Brexit prognostiziert worden. Nationalistischer Populismus bekommt den Menschen nicht, auch wenn viele anfangs auf deren schlichte Botschaften, gewürzt mit klaren Feindbildern, hereinfallen.
Nun müssen die Briten schauen, wie sie Johnson loswerden, wieder organischer Teil der EU werden und möglichst bald Übergangsregelungen finden, mit denen Personal und Versorgung mit Lebensmitteln und Benzin wieder organisiert werden können.

15:54, M. Höffling

>>Die Briten haben nicht nur für den Brexit gestimmt, sondern auch noch die Regierung Johnson gewählt. Da kann ich nur sagen: Selbst gewählt, selbst Schuld. Mein Mitgefühl hält sich da sehr in Grenzen.<<

Nahezu 50% der abstimmenden Briten haben gegen den Brexit gestimmt, und Boris Johnson/die Tories haben bei der letzten Wahl 43,6% der Stimmen bekommen. Die absolute Mehrheit im Unterhaus ist allein dem britischen Wahlrecht geschuldet. Nach dem Verhältniswahlrecht hätte Labour zusammen mit den Liberaldemokraten die Mehrheit.

@Karl Maria..., 16:05

Natürlich belastet der Brexit ganz massiv die britische Wirtschaft und die Verbraucher. Die strengeren Einfuhrregeln sorgen für Lieferengpässe, so dass viele Regale leer bleiben. Durch die komplizierten Einreiseregeln finden sich nur schwer Fachkräfte und die mit dem Brexit eingeführten Zölle belasten Unternehmen wie auch Verbraucher. Die Engländer erfahren mehr und mehr, dass der Brexit ihre Lebenssituation deutlich verschärft hat und wohl auch weiter verschärfen wird. Sie sind in der Person Johnson einem Hasardeur auf den Leim gegangen.

16:10 von SinnUndVerstand

Nationalistischer Populismus bekommt den Menschen nicht, auch wenn viele anfangs auf deren schlichte Botschaften, gewürzt mit klaren Feindbildern, hereinfallen.

Sprichwort: Dummheit schützt vor Strafe nicht!

@15:30 von Karl Klammer

>> Britannien ist das beste Beispiel für alle
>> Grenzen dicht machen Schreihälse in
>> Deutschland

Und für die ewigen 'Der-Markt-regelt-das'-Schreihälse auch. =)

15:21 von Bernd Kevesligeti

«Da wird man mit höheren Löhnen kommen müssen. Sonst möchte kaum jemand LKW-Fahrer machen, mit den tollen Arbeitszeiten. Oder in der Fleischindustrie arbeiten. Dann gibt es zu Weihnachten keine Truthähne.

Für die Bundesrepublik stellen sich diese Probleme nicht … Meist rechtlos mucken die meist aus verarmten osteuropäischen Mitgliedstaaten stammenden Lohnabhängigen bis jetzt auch noch nicht auf.»

Im UK mangelt es nun an allen Ecken und Enden an Arbeitskräften.
Weil Boris J. The Brexit Hero Zigtausenden von Arbeitnehmern aus Osteuropa die Arbeitserlaubnis im UK entzogen hat. Als es die "Osterweiterung" der EU gab, hat das UK nicht die mögliche 7-Jahres-Frist genutzt, die alle EU-Staaten nutzen konnten, bevor die Neu-EU-Osteuropäer Niederlassungs- und Arbeitserlaubnis erhielten.

Warum wohl das denn …? Genau … um schön billig zu niedrigen Löhnen Arbeitnehmer aus Neu-EU-Land (x) anheuern zu können. Nun hat Boris J. die vertrieben, und sie kommen auch nicht mehr zurück. Stupid.

um 15:46 von weingasi1

"warum die Leute sich auf den Weg hierhin machen, wenn es so schlimm ist"
- mies bezahlt in Germany ist besser als kein Job in der "Heimat"
Ich kenne das so: Vier Mann aus der Slowakei, drei Wochen Norditalien Containerbahnhof im Führerhaus, Fahrgemeinschaft fürs lange Wochenende und ganz wichtig: das Auto ist immer voll, die eine Richtung Konsumgüter, die andere Lebensmittel für die drei Wochen.
Wenn das ein Schritt nach vorn ist, dann steht man schon sehr dicht mit dem Rücken an der Wand.

von schabernack 16:20

Einmal wäre doch die jetzige Situation eine, in der höhere Löhne durchgesetzt werden können.
Für die Bundesrepublik aus bekannten Gründen keine Option, weil genug Leute da sind.

Aber der Kommentar hört sich sich so an: Ohne den Brexit hättet ihr heute genug billige und rechtlose Arbeitskräfte. Klingt nicht gerade humanistisch.

Erinnert sich noch jemand an die Posts

anlässlich Brexit: viel Zustimmung, sehr viel Zustimmung. Was ist daraus geworden, die Bevölkerung leidet, der Bankenplatz verliert täglich Mrd. € + £. Wäre man auf Rache aus, wäre die Situation im glorreichen GB ein grosser Spass. Denn Merke: nicht alles Neue muss besser sein. Denke man an die Massenmedien in GB, dann tragen sie eine Mitschuld. Hoffen wir in D nur, dass die "vergangenen Jahre" mit Merkel doch nicht die schlechten Jahre waren, sonder eher die Guten. Das werden wir nach der Hype heute demnächst sehen.

@15:32 von Hans_Silberblick

>> Da hat Johnson recht
>> "Was wir nicht wollen,
>> [...]
>> gut bezahlte, gut ausgebildete,
>> hochproduktive Volkswirtschaft

Ähh, und was hat ER davon bisher umgesetzt? ^^

Wouh! Wer in GB und anderswo

Wouh! Wer in GB und anderswo soll diese Mär von den steigenden Löhnen, mehr Investitionen, neuen Arbeitsplätzen und steigendem Lebensstandard glauben? Das Tories-Brexit-Perpetuum-Mobile, erfunden durch den großen Boris, der aus reinem Machtkalkül innerhalb einer Nacht vor einigen Jahren vom Brexit-Gegner zum glühenden Fan mutierte?

15:32 von Hans_Silberblick

Zitat:"Was wir nicht wollen, ist zurückzukehren zu einer Situation, in der die Logistikbranche sich auf eine Menge Einwanderung günstiger Arbeitskräfte stützt", sagte Johnson"

Warum erhöht er dann mit seiner komfortablen Mehrheit nicht drastisch den Mindestlohn?

"Das habe nämlich zur Folge, dass die Gehälter nicht steigen und die Qualität der Arbeitsplätze nicht zunimmt."

Dumm nur, dass in den klassischen von EU-Ausländern abhängigen Branchen (Landwirtschaft, Fleischindustrie, Logistik...) kaum noch Briten arbeiten wollen. Ist so wie bei uns...

"um eine "gut bezahlte, gut ausgebildete, hochproduktive Volkswirtschaft" zu werden. "

In Zeiten von Industrie 4.0 und Digitalisierung ein ehrgeiziges Ziel bei wegbrechenden Absatzmärkten. Wenn die Briten doch nur begreifen wollten, dass die Zeiten der Seeherrschaft und wirtschaftlichen Dominanz für das UK schon lange vorbei sind.

Am 04. Oktober 2021 um 16:33 von Träumerhabenverloren

" Hoffen wir in D nur, dass die "vergangenen Jahre" mit Merkel doch nicht die schlechten Jahre waren, sonder eher die Guten. Das werden wir nach der Hype heute demnächst sehen. "

Ich war nie Fan der Dame, aber wenn ich mir so die täglichen Berichte ansehe, und was einige der neuen Politiker so äußern, auch alte wie Herr Röttgen gestern.
Dann sehe ich auch Parallelen, und der ÖLpreis ist jetzt im Moment gerade in der Sekunde bei 81,69. Es könnte sein das Sie richtig liegen.
Der Brexit ist schwierig, weil das Umfeld durch Corona und Wirtschaft eben noch verstärkt wird.

Always look at the bright site of life…

Wie sangen nicht die berühmten Monty Python: „Always look at the bright site of life“ dadada … das könnte jetzt den Briten weiterhelfen …

16:31, Bernd Kevesligeti

>>Einmal wäre doch die jetzige Situation eine, in der höhere Löhne durchgesetzt werden können.<<

Von wem denn?

Die Gewerkschaften wurden in GB entmachtet. Ich habe nichts davon gehört, daß die Johnsonregierung das ändern möchte. Ebensowenig wie ich davon gehört habe, daß sie den Mindestlohn anheben würde.

16:31 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

«Aber der Kommentar hört sich sich so an: Ohne den Brexit hättet ihr heute genug billige und rechtlose Arbeitskräfte. Klingt nicht gerade humanistisch.»

Ich bin ja auch das Antichrist-Monster vom Humanismus. Wie immer.

Vor der Bewertung ist immer die Bestandsaufnahme. Das exakte UK-Lohnniveau kenne ich weder absolut, noch im Vergleich zu Deutschland, oder zu anderen Ländern der EU.

Als Specialist kann man im UK richtig gut verdienen. Außerdem ist das Land weltweit sehr attraktiv schon wegen der Englischen Sprache. Vergleichsweise einfach zu erlernen, und mind. Basic-English können viel Menschen sowieso.

Im UK ist es verglichen zu Deutschland ganz sicher nicht mit mehr Arbeits-Humanität für Non-Specialists. Und der Mindestlohn dort in Relation zu den Lebenshaltungskosten auch ganz sicher niedriger als hierzulande.

Daran ändert auch das Weglassen von Bestandsaufnahme zugunsten von irgendwas gar nichts. Ich der Anti-Humanist habe nie was gegen mehr Lohngerechtigkeit zum Leben.

@Träumerhabenverloren, 16:33 Uhr

Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich die 16 Jahre unter der Ägide von Kanzlerin Merkel in der Rückschau als gute Jahre für Deutschland und seine Bürger einordnen lassen, allen Krisen zum trotz.

Also wenn ich die Diskussionsbeiträge lese

Dann sind billige Arbeitskräfte aus Ost und Südeuropa in Deutschland "humanistisch" und höchstens Sache der Unternehmer weil sie zu wenig Lohn zahlen.
In UK, ist es die Regierung, weil sie nicht dafür sorgt das ausreichend Lohn gezahlt wird und schlimmer noch verhindert, das Unternehmer Arbeitskräfte zum Hungerlohn einstellen können.
Eine recht seltsame Argumentation.
Gerade wenn man betrachtet wie in den letzten Jahren der Billiglohnsektor angewachsen ist

Geburtswehen

Gerade zu lächerlich der Versuche von Johnson das Desaster das er und seine Mitstreiter mit seinen Lügen und damit zum Austritt aus der EU angerichtet haben als Geburtswehen ab zu tun.
Es wundert nicht das er sich jetzt auch noch als Retter der armen Fremdarbeiter feiern möchte. Wieder so ein verlogenes Spielchen das zu ihm passt.
Wenn das die Geburtswehen sind dann wird er und die Briten sich noch wundern wie drastisch erst die Nachwehen ausfallen werden.

Am 04. Oktober 2021 um 15:54 von harry_up

Woher sollen die Arbeitskräfte jetzt kommen - und wer bezahlt ihnen die “deutlich gestiegenen“ Mindestlöhne?
#
#
Vor über 5 Jahren war die Brexit Abstimmung, was haben die betroffenen Branchen in der ganzen Zeit gemacht? Scheinbar nur gehofft, das die billigen Arbeitssklaven aus Osteuropa irgendwie weitermachen können.
Ich kann es nicht glauben, das hier selbsternannte Humanisten das ausbeuten von Fremdarbeiter befürworten.
Nicht die Politik sondern die Arbeitgeber sind an dem jetzigen Zustand schuld.
Fünf Jahre sind eine lange Zeit für die Planung bei dieser Veränderung.

Die Queen hat im Krieg einen Truck gefahren...

... Vielleicht kann Johnson sie für einen solchen Job gewinnen ;-)

Spaß beiseite. Ich kann eine gewisse innere Genugtuung nicht verhehlen. Nationalismus ist immer schädlich. Die Aktion "Buy British" also praktisch "Kauft nur Inlandsprodukte" vor fast 100 Jahren schlug schon fehl und hatte eine innovationshemmende Wirkung für die Insel. Jetzt werden Pint und Yard und Inch wiederbelebt. Rückwärtsgewandt ohne Ende.

Hoffentlich schauen die Menschen in anderen europäischen Ländern genau zu, bei denen Nationalisten ebenfalls "volle Kraft rückwärts" rufen wollen.

von fathaland slim 16:49

Die Johnsonregierung will nichts daran ändern.
Und die Labour Party ? Der rechte Flügel um Keir Stamer ist gerade damit beschäftigt Tausende kritische Mitglieder auszuschließen. Auch der Filmemacher Ken Loach ist dabei. Einige Gewerkschaften wie Unite wollen austreten, weil von der Partei nichts kommt.
Aber wegen dem Mangel an Arbeitskräften könnte es trotzdem zu höheren Löhnen kommen.

Und wie sieht es hier aus ?

Fehlgeburt

„Premier Johnson erklärte, das seien Geburtswehen der neuen Post-Brexit-Wirtschaft“
.
Leider kommt nach erheblicher Wehentätigkeit nicht immer auch ein gesundes Kind zur Welt.

Es sieht ganz so aus, als ließe man seitens der Politik

eher ganze Volkswirtschaften "den Bach runtergehen", als Rahmenbedingungen zu schaffen, die dafür sorgen dass der Wert von Arbeit so "geschätzt" bzw. entlohnt wird, dass die Wirtschaft und bzw. das Gemeinwesen "laufen" kann.

Und als lege man es unter Ausnutzung des Umstands, dass sich Wertschätzung im Arbeitsleben in allererster Linie, wenn nicht ausschließlich in Geld ausdrückt (und leider nicht nur da) ganz bewusst darauf an, Arbeitnehmern das Gefühl zu vermitteln, ihre Arbeit sei minderwertig (und sie selbst auch), um sie so "klein" zu halten, wohl in der Hoffnung, dass sie zu wenig selbstbewusst (oder zu erschöpft) sind, dieses üble Spiel zu durchschauen und es weiter mitmachen.
Das Schlimmste an der ganzen Sache ist, dass diejenigen Wirtschaftsakteure, die auf diese perfide Strategie setzen (was natürlich nicht auf alle zutrifft, aber offensichtlich zu viele) allen schaden, selbst aber von den Folgen ihres Handelns nicht nur nicht tangiert werden, sondern sogar davon profitieren.

re 17:04 tagesschlau2012: Ausbeutung

>>Ich kann es nicht glauben, das hier selbsternannte Humanisten das ausbeuten von Fremdarbeiter befürworten.<<

Das „Ausbeuten von Fremdarbeitern“ wollen Sie - wie die Brexiters - als „wahrer“ Humanist dadurch verhindern, dass Sie diese „Fremdarbeiter“ einfach nicht mehr in „Ihr“ Land lassen? Damit Ihre „Eigenarbeiter“ dann dadurch nicht mehr ausgebeutet werden weil die Fremdarbeiter dann nicht mehr ausgebeutet werden?

17:05, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 16:49
Die Johnsonregierung will nichts daran ändern.
Und die Labour Party ? Der rechte Flügel um Keir Stamer ist gerade damit beschäftigt Tausende kritische Mitglieder auszuschließen. Auch der Filmemacher Ken Loach ist dabei. Einige Gewerkschaften wie Unite wollen austreten, weil von der Partei nichts kommt.<<

Ja, Labour hat sich von Tony Blair bis heute noch nicht erholt.

>>Aber wegen dem Mangel an Arbeitskräften könnte es trotzdem zu höheren Löhnen kommen.<<

Sie vertrauen auf die segensreichen Kräfte des Marktes? Sie überraschen mich.

>>Und wie sieht es hier aus ?<<

Das werden wir in den nächsten Wochen mehr und mehr herausfinden. Ich bin ziemlich gespannt.

von schabernack 16:50

Aber hier ist doch klar, bei den meisten, die Aussage heraus zu hören: Ihr hättet ohne den Austritt genug Wanderarbeiter, billig und willig.
Was soll daran human sein ? So wenig wie die etwa eine Milliarde unbezahlter Überstunden hier. Erreicht durch die Drohung mit einem empfindlichen Übel: Entlassung oder auch Schließung....

Na iss doch alles gut!

Was soll man sich mit solchen Petitessen wie Sprit- und Warenmangel abärgern? Nein, die Pinte, der Fuß, das Zoll, die Gallone sind wieder da. Juhu! - Klar muss primitive Bedürfnisbefriedigung hinter mentaler Beglückung zurückstehen!

@15:30 Karl Klammer - Grenzen dicht machen Schreihälse..?!

"Britannien ist das beste Beispiel für alle Grenzen dicht machen Schreihälse in Deutschland."

Also ich bin immer für Grenzenlose Freiheit in Europa. Da ich selber eine recht internationale Familie habe, halte ich nicht viel von Grenzen und Grenzkontrollen. Auch nicht wegen Corona. Da ganz besonders nicht...

Aber wenn ich diese "Schreihälse" richtig verstehe, dann geht's da nicht um innereuropäische Grenzen, sondern um EU-Außengrenzen...

Und um die Grenzen im Inneren abschaffen zu können, muss man die Außengrenzen besser sichern.

Ich bin aber auch mal gespannt wie das weiter geht mit den Briten und ihrem Brexit... Läuft wohl auf etwas Diät raus bis Weihnachten...

Am 04. Oktober 2021 um 16:10 von SinnUndVerstand

Nun müssen die Briten schauen, wie sie Johnson loswerden, wieder organischer Teil der EU werden und möglichst bald Übergangsregelungen finden, mit denen Personal und Versorgung mit Lebensmitteln und Benzin wieder organisiert werden können.
__
Im Dez. 2019 wurde BJ (für mich ) völlig überraschend mit grosser Mehrheit im Amt bestätigt. Zu diesem Zeitpunkt musste selbst dem unwissendsten Bürger dort klar sein, dass das mit dem Brexit nicht so rosig wird, wie angekündigt. Dennoch wurde er bestätigt.
Aus dem Grunde bin ich mir garnicht so sicher, ob man ihn wieder loswerden möchte und ob man wieder in die EU will. Eines dürfte klar sein, eine neue Mitgliedschaft wird nicht mehr für die von GB immer gemachten Sonderregelungen zu haben sein. D. h. ich wäre mir da nicht so sicher, mit dem erneuten Beitritt und ob die EU das möchte ? Ich würde mich ungern derart verhohnepiepeln lassen.

von fathaland slim 17:14

Nein, die Frage war: Wie sieht es hier aus ? Gemeint war die Lage der Wanderarbeiter. Scheint übrigens die meisten hier nicht zu interessieren.

Aber durchaus kann es zu Lohnerhöhungen kommen, wenn sich sonst niemand findet.

17:05 von Bernd Kevesligeti

« Aber wegen dem Mangel an Arbeitskräften könnte es trotzdem zu höheren Löhnen kommen.»

Sehr wahrscheinlich wird das auch so werden. Je größer Arbeitskräftemangel ist und wird, desto mehr müssen Arbeitgeber (prinzipiell) bezahlen, damit sie überhaupt noch wen finden, wer die Arbeit machen will (gerade für nicht so gut bezahlte Stellen). Das ist kein Britisches Phänomen, und dort irgendwie anders, als es in Land anderswo ist.

Es ist aber sinnlos, den Mindestlohn (oder das Lohnniveau) dadurch zu erhöhen zu versuchen, dass man vorhandene Arbeitskräfte erst mal vertreibt, den Staat in Engpässe und Nöte bei der Grundversorgung treibt. Höheres Lohnniveau war sowieso nie das Ansinnen der Brexit-Kasper.

Auch wenn man mehr zahlt, findet man keine Arbeitskräfte, wenn keine da sind. Nicht im UK, nicht irgendwo sonst.

Das UK ist Inselland, das seit Brexit meint, es könne ganz alleine segeln. Eher wie die Piraten bei Asterix, wo auch Selbstversenkung auf der Piratenfahne zu lesen ist.

Am 04. Oktober 2021 um 16:16 von fathaland slim

Die absolute Mehrheit im Unterhaus ist allein dem britischen Wahlrecht geschuldet. Nach dem Verhältniswahlrecht hätte Labour zusammen mit den Liberaldemokraten die Mehrheit.
__
Es ist aber nunmal deren gültiges Wahlrecht. Da kann man sich drüber ärgern, genau wie man das Wahlrecht in USA immer kritisiert.
Fakt ist aber, es gilt, es ist demokratisch und BJ hat gewonnen.

@17:26 von weingasi1, SinnUndVerstand

"Nun müssen die Briten schauen, wie sie Johnson loswerden, wieder organischer Teil der EU werden und möglichst bald Übergangsregelungen finden, mit denen Personal und Versorgung mit Lebensmitteln und Benzin wieder organisiert werden können.
__
Im Dez. 2019 wurde BJ (für mich ) völlig überraschend mit grosser Mehrheit im Amt bestätigt. Zu diesem Zeitpunkt musste selbst dem unwissendsten Bürger dort klar sein, dass das mit dem Brexit nicht so rosig wird, wie angekündigt. Dennoch wurde er bestätigt.
Aus dem Grunde bin ich mir garnicht so sicher, ob man ihn wieder loswerden möchte und ob man wieder in die EU will."

Es wäre tatsächlich möglich, dass für viele Leute dort nicht ausschliesslich das wirtschaftliche Optimum des Landes eine Rolle spielt. Dieser Gedanke mag vielen in der EU fremd sein – offensichtlich auch so manch passionierten Kapitalismuskritiker hier im Forum.

Am 04. Oktober 2021 um 17:29 von weingasi1

Am 04. Oktober 2021 um 16:16 von fathaland slim

Die absolute Mehrheit im Unterhaus ist allein dem britischen Wahlrecht geschuldet. Nach dem Verhältniswahlrecht hätte Labour zusammen mit den Liberaldemokraten die Mehrheit.
__
Zitat: Es ist aber nunmal deren gültiges Wahlrecht. Da kann man sich drüber ärgern, genau wie man das Wahlrecht in USA immer kritisiert. Fakt ist aber, es gilt, es ist demokratisch und BJ hat gewonnen.

Sie wiederholen mit anderen Worten das, was "farherlandslim" geschrieben hat.

Mal etwas längeren Atem bemühen

"Fakt ist aber, es gilt, es ist demokratisch und BJ hat gewonnen." @weingasi
.
Na, mal 20 Jahre abwarten, dann kann man feststellen, ob BJ gewonnen hat oder nicht. Es geht ja auch nicht um BJ, sondern um England! Mal drüber nachdenken!

Unverbesserlich

Dieser Johnson..
Ausbaden darf es das Inselvolk, das fuer die EU stimmte.....
Die Brexitwaehler haben es nicht anders verdient...

Und los geht's mit besserem lebensstandard

>> "Seit zehn Jahren haben wir stagnierende Löhne. Die Menschen wollen mehr verdienen, um ihren Lebensstandard zu verbessern. Genau das haben sie mit dem Brexit gewählt", sagte die ehemalige Wirtschaftsminsterin Andrea Leadsome..<<

... und dann kamen Notschlachtungen und kaum noch Sprit. Demnach ist genau das der Plan der Tories, obwohl sie ja zuvor behaupteten, dass habe alles überhaupt nie nix mit dem Brexit zu tun.

Dann kam der nachgeschobene Plan. Dringend benötigte Arbeitskräfte würden durch hohe Löhne zur Arbeit überredet und schwups gibt's wieder Sprit und Not..., naja, Fleisch ist dann ja ohnehin ausreichend da.

Ich glaub's zwar nicht, aber wir werden sehen wie sich dieser Brexitplan oder was das ist, weiterentwickelt.

Am 04. Oktober 2021 um 16:31 von Bernd Kevesligeti

Aber der Kommentar hört sich sich so an: Ohne den Brexit hättet ihr heute genug billige und rechtlose Arbeitskräfte. Klingt nicht gerade humanistisch.
__
Genau das hatten die Briten ja viele Jahre quasi seit der Osterweiterung. Diese Leute wollten sie jetzt nicht mehr. Das war mit der Hauptgrund für den Brexit. Insofern hat @schabernack doch völlig recht, ob das nun humanistisch ist oder nicht, es ist jedenfalls Fakt.

17:29, weingasi1

>>Am 04. Oktober 2021 um 16:16 von fathaland slim
Die absolute Mehrheit im Unterhaus ist allein dem britischen Wahlrecht geschuldet. Nach dem Verhältniswahlrecht hätte Labour zusammen mit den Liberaldemokraten die Mehrheit.
__
Es ist aber nunmal deren gültiges Wahlrecht. Da kann man sich drüber ärgern, genau wie man das Wahlrecht in USA immer kritisiert.
Fakt ist aber, es gilt, es ist demokratisch und BJ hat gewonnen.<<

Ja, hat er. Ohne Stimmenmehrheit. So richtig demokratisch finde ich das nicht.

Das ist kein Brexitproblem.

Das ist kein Brexitproblem. Die Schweiz ist nicht in der EU und hat genügen Kraftstoff.
Die haben sich aber drum gekümmert, daß der Kraftstoff auch ohne EU Mitgleidschaft bei ihnen ankommt. Hätte Boris seine Brexithausaufgaben gemacht, hätte er nun keine Probleme.
Am einfachsten wäre es, in Brüssel anzurufen, 50% höhere Beiträge anzubietem und drum zu bitten, alles wieder auf "vor brexit" zu stellen.
oder endlich anzufangen, richtig zu regieren unnd nicht nur reagieren.

16:58 von Adeo60

Nun lassen sie es doch mal langsam gut sein mit ihrer Glorifizierung. Nichts ist gut. Deutschland entwickelt sich negativ. Lesen sie doch einfach mal ihre lokalen Medien, da wird Klartext geredet. Duch die massenhaften Schließungen der Freibäder können zur Zeit 2 Jahrgänge nicht schwimmen. Krankenhäuser, Schulen, alles wird zusammengeschrumpft. Die Altersarmut nimmt mit rasanter Geschwindigkeit zu. Wer das nicht mitbekommt,lebt in einer anderen Welt.

Am 04. Oktober 2021 um 17:35 von DeHahn

Na, mal 20 Jahre abwarten, dann kann man feststellen, ob BJ gewonnen hat oder nicht. Es geht ja auch nicht um BJ, sondern um England! Mal drüber nachdenken!
__
Ich habe nicht behauptet, dass es eine GUTE Wahl war, sondern nur, dass sie die Wahl hatten und dass die Wahl demokratisch war.
Dass sie vermutlich nicht gut für Grossbritannien war, habe ich nicht bezweifelt.
Es geht weder um BJ noch um England. Es geht in erster Linie um die Bürger in Grossbritannien (das ist etwas anderes als England ) und da brauche ich nicht drüber nachdenken; das hätten die "Brexiteers" mal besser gemacht.

von weingasi1 17:43

Da haben Sie recht, nach humanistisch oder nicht, darf nicht gefragt werden. Denn hier geht es ja entsprechend weiter. Da sieht es nicht nach einer sozialen Wende aus.

17:33 von Olivia59

«Es wäre tatsächlich möglich, dass für viele Leute dort nicht ausschliesslich das wirtschaftliche Optimum des Landes eine Rolle spielt. Dieser Gedanke mag vielen in der EU fremd sein – offensichtlich auch so manch passionierten Kapitalismuskritiker hier im Forum.»

Ich las vor einigen Wochen einen eher ironischen Artikel mit aber ernsthaftem Hintergrund über die 10 wichtigsten Gründe der Briten für den Wunsch nach Brexit. In welcher Zeitschrift das war … das habe ich vergessen.

Rang No. 1 war … The Metric System.

Die von der EU den Briten aufgezwungenen Kilogramm und Liter, die das Pound und den Pint ermordet haben. Alle sind nun wieder froh, dass für einen Pint nur alleine als Maßangabe endlich wieder genau so viel schales Bier im Glas drin ist, wie es das auch mit der gemischten Angabe Liter / Pint war.

Ernsthaft verweist der Artikel auf einen Händler an einem Marktstand, der eine Geldstrafe zahlen musste, weil er seine Bananen nur in der Maßeinheit Pound ausgezeichnet hatte …

Am 04. Oktober 2021 um 16:33 von Träumerhabenverloren

Hoffen wir in D nur, dass die "vergangenen Jahre" mit Merkel doch nicht die schlechten Jahre waren, sonder eher die Guten. Das werden wir nach der Hype heute demnächst sehen.
__
Haben Sie es nicht genau umgekehrt gemeint ? Denn so ergibt es nicht wirklich Sinn.

17:15, Bernd Kevesligeti

>>von schabernack 16:50
Aber hier ist doch klar, bei den meisten, die Aussage heraus zu hören: Ihr hättet ohne den Austritt genug Wanderarbeiter, billig und willig.<<

Eine bösartige Unterstellung, sonst nichts.

Ich zumindest höre diese Aussage hier nirgendwo heraus.

Geburtswehen des Brexit - LOL -

Na ist doch klar.
Am Anfang ruckelt es halt etwas.
Kennen wir hier doch auch. Nichts, was einen Sorgen bereiten müsste. War alles eingeplant.
"Premier Johnson erklärte, das seien Geburtswehen der neuen Post-Brexit-Wirtschaft."
Premier Johnsen sollte besser aufpassen, das ihm sein Brexit nicht entgleitet.
Schon jetzt wünschen sich sicherlich die meisten Briten, der Brexit hätte nie stattgefunden.
Da denke ich mal an die Taxi-und Kurierfahrer, Paket- und motorisierte Postboten, an Auslieferservice für Pizza und Co, enttäuschte Schüler ohne Schulbus, an teuren Verzögerungen auf Baustellen. Die Liste ist endlos und querbeet durch alle Branchen.
Der Brexit wird den Briten noch richtig teuer zu stehen kommen.
Solche unbedachten Geburtswehen können auch zur Fehlgeburt werden.
Gut, dass ich in der EU bin.

von fathaland slim 18:01

Da brauchen Sie sich nur die Kommentare anzusehen. Da werden Sie fündig.
Und bösartig, daß ist die reale Praxis und Lage rund um die Wanderarbeiter.

Am 04. Oktober 2021 um 17:13 von Nettie

Das Schlimmste an der ganzen Sache ist, dass diejenigen Wirtschaftsakteure, die auf diese perfide Strategie setzen (was natürlich nicht auf alle zutrifft, aber offensichtlich zu viele) allen schaden, selbst aber von den Folgen ihres Handelns nicht nur nicht tangiert werden, sondern sogar davon profitieren.
__
Das scheint ein Widerspruch in sich.
Wenn ich von etwas nicht tangiert (berührt) werde, kann ich auch nicht davon profitieren, denn dann berührt es mich in Form des Profits eben doch.

Darstellung: