Union vor Sondierungen: Laschets letzte Chance

Kommentare

Union vor Sondierungen: Laschets letzte Chance....

Laschets letzte Chance Kanzler zu werden. Bevor er fertig hat.
Aber auch in seinem Bundesland geht es weiter. Aktionen in Lützerath gegen die beabsichtigte Räumung des Ortes im rheinischen Revier. Und am 30. Oktober Demonstration gegen das geplante neue NRW-Versammlungsrecht.

Laschets letzte Chance

Grundsätzlich halte ich von Umfragen nichts. Aber sie finden nun mal statt und werden zum Teil auch sehr Ernst genommen. Laut Umfragen wollen 75% der Bürger Laschet nicht. Das ist doch eine klare Ansage. Wenn dies nicht berücksichtigt wird, also dann können wir uns den ganzen Wahlrummel sparen.

Warum bitte...

...wurden eigentlich nach letztem Sonntag, 18:01 Uhr, die Worte "Laschet" und "Kanzler" überhaupt noch in einem Satz gebracht? Außer mit einem "nicht" dazwischen natürlich...

Das ist das Schizophrene an

Das ist das Schizophrene an der Politik. Man kommt nur voran, wenn man über die Maßen selbstbewusst ist und sehr machtorientiert ist.
Von diesen Personen jetzt eine selbstlose Tat, zum Wohle der Partei zu verlangen ist naiv.

Die zweite Reihe ist ebenso gestrickt, weshalb sich keiner traut Laschet abzusetzen. Solange nicht klar ist wer regiert, will sich jeder alle Möglichkeiten offenhalten.

Mir ist unklar

wohin die Partei neu starten will.

"Statt die Niederlage einzuräumen und seiner Partei einen Neustart zu ermöglichen, hofft Laschet aber noch immer, als Sieger vom Platz gehen zu können."

Eine ehemals konservative Partei, die sich völlig verändert hat, wo will die hin, alle Plätze sind schon besetzt, was soll der Neustart sein.
Und wenn ich Röttgen lese, stellen sich mir die Haare auf, mit den genannten 3 Namen wird das eher nichts, was sollte das für ein Programm sein.
Wenn die CDU jetzt in die Opposition geht, kommt sie dort nie wieder raus.

Game over

Man muss das Wahlergebnis der Union ehrlich bewerten. Ein wesentlicher Grund für deren Scheitern war der Kandidat, wie alle Umfragen - bereits vor der Wahl - zweifelsfrei erkennen ließen. Führungskräfte in der Union wie Röttgen und Brinkhaus plädieren längst für eine schonungslose Aufarbeitung und damit insbesondere für personelle Konsequenzen. Der Prozess der Erneuerung und Neuausrichtung wird wohl in der Opposition erfolgen müssen. Es wäre auch fatal, einen Anspruch auf die Regierungsbildung herleiten zu wollen. Diese Erkenntnis scheint sich mittlerweile auch in der Parteiführung durchgesetzt zu haben. Neue, unverbrauchte Köpfe könnten der Union die so wichtige Dynamik verleihen, denn CDU/CSU werden auch in Zukunft gebraucht, wenn wohl auch zunächst nur als sachlich fundierte Mahner gegenüber einer Ampel-Koalition. Von LINKE und AFD dürfte in dieser Richtung herzlich wenig zu erwarten sein.

Laschet Tragödie oder Komödie?

Herr Laschet wird #LaschetLacht nie wieder loswerden. Und dies war nicht die einzige Ungeschicklichkeit im Wahlkampf. Der Schlafwagenbeginn, die Schlammschlacht mit Söder, der falsch gefaltete Wahlzettel sind mehr Pannen von Laschet. Das er aktuell mit seinen "Nehmerqualitäten" die CDU/CSU noch weiter runterzieht freut die politischen Gegner. Am besten sagt Rita Süssmuth: "Rocky Laschet, geht heim. Du hast schon zwei blaue Augen und die schwellen schon zu. Bald bekommst du garnichts mehr mit."

Jugend und FDP? Ergebnis von Propaganda.

Vorab: Ich fände es ok, wenn CDU und CSU in die Opposition gehen. Die Jugend dafür verantwortlich machen ist wohl eine Fehlinterpretation.

Dieses merkwürdige "Jugend und FDP" - da habe ich einige Zweifel. Zwar haben die Millionenspenden gewirkt und ein "jugendliches" Image verpasst. Selbst in der freien Wirtschaft gescheiterte Lindner steht auf einmal ganz gut da.
Aber wenn ich höre, dass Jugendliche sagen, wegen des fehlenden Tempolimits für die FDP zu sein, auch ganz bewusst die Freiheit zu Rasen gewählt haben, wachsen meine Zweifel ganz erheblich.
Wahrscheinlich werden sie in ein paar Jahren nicht mit mehr Freiheiten, sondern mit einem bisher ungekannten Zwang aufwachen, wenn jetzt kein Umsteuern erfolgt.
Corona war vielleicht nur ein Vorspiel.

Natürlich ist die CDU derzeit

Natürlich ist die CDU derzeit am Abgrund und hat die Wahl krachend verloren. Man muss jedoch immer noch berücksichtigen, dass eine Ampelkoalition - obwohl sie nahe liegend ist - noch lange nicht in trockenen Tüchern ist. Insofern meine ich schon, dass die Union - wenn auch erst nach der SPD - die Chance hat, eine Koalition zu schmieden; ausgeschlossen ist es noch nicht, auch wenn der Union die Plätze auf der Oppositionsbank gut tun würden.

Der Meinung des Journalisten („…Würde die CDU ihren Parteivorsitzenden noch vor den Gesprächen mit FDP und Grünen absägen und durch Jens Spahn, Norbert Röttgen oder Friedrich Merz ersetzen, würde das in der eigenen Wählerschaft wie eine Selbstzerfleischung wahrgenommen…“) bin ich jedoch nicht; die eigene Wählerschaft wäre eher erleichtert, wenn Herr Laschet schnell „abgesägt“ würde und z. B. ein jüngerer wie Herr Spahn oder Herr Röttgen für eventuelle Gespräche mit den Grünen und der FDP die Leitung übernehmen - Laschet hat fertig!

"Gefahr, dass alte Machtkämpfe neu ausbrechen"

Das ist fatal.
Da wurde Merkel immer vorgeworfen, dass sie ihre Leute kurz hält, aber wenn das keiner bei der CDU/CSU macht, dann geht es zu wie im Hühnerstall. Alle sind mit eigenem Ego und Allüren beschäftigt, statt mit der Politik.

Ich sehe momentan nicht, dass diese Partei irgendeine Koalition anführen kann. Ich habe keine Lust darauf, dass das Gehabe der möchte-gerne-ganz-wuchtig-sein-Mitglieder Deutschland in Chaos stürzt.

Ich wette, dass sich ganz viele ärgern, dass sie den Hühnerhaufen gewählt haben - und das ganz bestimmt nicht wegen Laschet.

@ 02.10.2021 um 18:27 von Adeo60 * Game over

"Neue, unverbrauchte Köpfe könnten der Union die so wichtige Dynamik verleihen, denn CDU/CSU werden auch in Zukunft gebraucht, wenn wohl auch zunächst nur als sachlich fundierte Mahner gegenüber einer Ampel-Koalition".

An wen denken Sie denn?
Sie sind ja ausgesprochener Union Fan.
Die meisten Köpfe der ersten Reihe kommen aus NRW. Das ist doch schon ziemlich undemokratisch innerhalb unserer Bundesländer. Ich meine aber keine Köpfe aus dem Freistaat Bayern und der Freistaat Sachsen leidet sehr an der Tatsache, dass man von denen aus NRW eigentlich nichts erwarten kann.
Also wer soll es richten in der Union?

Unterschiedliche Interessen

Ich würde gerne mal den Aspekt der Perspektiven für FDP und Grünen in einer von Laschet geführten Regierung beleuchten.
Welches Interesse sollten Grüne und Liberale daran haben, dass ein ("möglicher Kanzler") Armin Laschet der konservativen Partei des Bewahrens im Licht liberaler und grüner Ideen strahlen darf?
Ich zweifle stark daran, dass irgendeiner der drei Partner einen langfristigen Erfolg aus einer solchen Koalition für die eigene Partei generieren und das Land insgesamt und für die zukünftige politische Landschaft fit machen kann.
Ich würde mir wünschen, dass die CDU zukünftig ein Angebot für konservative Wähler, jenseits von Fremdenfeindlichkeit und EU-Skepsis, bietet.
Die Opposition kann der CDU/CSU viel bieten auch wenn sie nicht meine persönliche Preferenz sind.

@Adeo60

"Man muss das Wahlergebnis der Union ehrlich bewerten. Ein wesentlicher Grund für deren Scheitern war der Kandidat, wie alle Umfragen - bereits vor der Wahl - zweifelsfrei erkennen ließen" Am 02. Oktober 2021 um 18:27 von Adeo60

*

Das ist billige Opferlammgabe.

Zweifelsfrei war es eher die Arbeit der Minister aus der CDU/CSU.

Merkel war weltweit geachtete Kanzlerin gewesen. Das hat so manchen Skandal übertüncht.
Jetzt ist es damit vorbei.

Die Union hatte nach 16

Die Union hatte nach 16 Jahren in der Regierung kein Thema, bei dem sie der Bevölkerung glaubhaft vermitteln konnte, dass es mit ihr in Zukunft besser wird.

Für die einzelnen Politiker mag es jetzt schlimm sein, aber für Deutschland und die Demokratie an sich ist ein Machtwechsel von Vorteil.

Laschets letzte Chance

Aber wird er sie auch packen?
#
Und von Grünen und FDP heißt es hinter vorgehaltener Hand recht ungeniert: Die Union sei in diesem Zustand doch gar nicht verhandlungsfähig.
#
Schaft Laschet es nicht FDP und Grüne von Jamaica zu überzeugen,dann dürfte er bei der Union zum Auslauf Model werden.

Sündenbock Laschet

Reiner Haseloff irrt, wenn er behauptet, sein unerfüllter Kandidatenwunsch sei der Grund der CDU-Wahlniederlage. Er argumentiert hier mit einer hypothetischen Kausalität, mit der nicht vorhandenen Beweiskraft des Fakultativen. Unklar ist nämlich, wie Markus Söder als Kandidat abgeschnitten hätte. Die historisch schlechten Zahlen in Bayern sprechen eher gegen Haseloffs These.
Aber es ist einfach, alles zu personalisieren.
Woran lag es also?
Fehlende Narrative,
Kandidatendemontage (nicht zuletzt durch die CDU Ostdeutschlands) ,
mangelnde Kommunikation, Selbstüberschätzung.
Sorry Leute, das schlechte Ergebnis ist eine kollektive "Leistung" der gesamten Union.

@Wolf1905

"die eigene Wählerschaft wäre eher erleichtert, wenn Herr Laschet schnell „abgesägt“ würde und z. B. ein jüngerer wie Herr Spahn oder Herr Röttgen für eventuelle Gespräche mit den Grünen und der FDP die Leitung übernehmen - Laschet hat fertig" Am 02. Oktober 2021 um 18:42 von Wolf1905

*

Bei allem Respekt: Sind Sie noch bei Sinnen?

Jede private Firma würde bei solchen Machtkämpfen vor den Kunden die Kunden verlieren.

Selbst wenn Elternvertreter einer Schule beim Schulträger etwas erreichen wollen, dann müssen sie geschlossen auftreten und zumindest den Schein der Einstimmigkeit wahren.
Jede Unstimmigkeit gibt dem Gegenüber den Ansatzpunkt, um einen Keil hinein zu treiben und einen zu schwächen.

Laschet wurde auf seine Position wie auch immer gewählt. Fertig! Nächster Kandidat kann sich in rund 4 Jahren aufstellen lassen.

Ansonsten könnte bei CDU/CSU ein Kandidatenkarussell losgehen. Das ist was für die Kirmes.

Ich denke Deutschland legt zu

Ich denke Deutschland legt zu viel Wert auf Harmonie, Nichtigkeiten und die Kanzlerkandidaten. Und die union muss mit dem arbeiten was Merkel hinterlassen hat, ein gewisses Vakuum. Mir bereitet eher das Personal hinter den SPD und Grünen Wohlfühlkandidaten Sorgen, die werden nicht ewig so diszipliniert und unsichtbar wie vor der Wahl sein. Erste Forderungen nach Klimapässen (stark Migrationsfördernd) gibt es ja schon von grünen Abgeordneten in Spe und da erwarten uns noch mehr aktivistische Ideen.

Die CDU/CSU hat doch Laschet

Die CDU/CSU hat doch Laschet schon vor der Wahl demontiert.
Und gerade ein Herr Söder hat doch keine Gelegenheit ausgelassen, gegen Laschet zu sticheln.
Auch wenn ich Angst habe vor einer SPD geführten Regierung, sollte sich die CDU/CSU eine Auszeit in der Opposition nehmen und sich wieder Ihrer alten Werte besinnen.
Das hat Sie nach der Amtszeit von Merkel auch bitter nötig. Eine gründliche Aufarbeitung der Ära Merkel gehört dazu.

Was mich so ein wenig stört,

zunächst heuchelt die CDU/CSU ihre enge Verbundenheit und Rückhalt für Laschet und nach der Wahl, lät man allen Frust auf Laschet ab. Nein, es war die Politik der letzten Jahre, die die Wähler von diesen Parteien weggetrieben haben.

02. Oktober 2021 um 18:50 von Tada @Adeo60

Und ich schätze, dass Sie beide die Kerngründe des Scheiterns der CDU/CSU bei dieser Wahl benannt haben. Ein weiterer wäre noch, dass traditionell einige CDU-Wähler, die entweder mit Kandidat oder Ausrichtung nicht einverstanden sind, FDP wählen.
Das Thema des Artikels ist allerdings Laschets letzte Chance. Die halte ich allerdings für die zweitschlechteste, wenn nicht drittschlechteste, aller Optionen in der Diskussion um mögliche Koalitionen.

18:27 von Adeo60

«Neue, unverbrauchte Köpfe könnten der Union die so wichtige Dynamik verleihen, denn CDU/CSU werden auch in Zukunft gebraucht, wenn wohl auch zunächst nur als sachlich fundierte Mahner gegenüber einer Ampel-Koalition.»

Der Einfluss der CSU in der Fraktion CDU / CSU ist von 46/246 auf 45/196 Mandate angewachsen. Die Herren Scheuer & Dorindt & Co. haben alle ihre Direktmandate behalten. Von der Seite der CSU kommen keine neuen Köpfe, aber mehr Einfluss in der Fraktion hat die CSU schon jetzt. Die CSU hat 1 Mandat, die CDU 49 Mandate verloren. Aus Sicht der CDU gar nicht schön.

Die beiden jüngeren Ministerpräsidenten der CDU … die Herren Hans & Günther … sind neue Köpfe. Herr Brinkhaus ist ein Mann mit Charakter. Frau Serap Güler konnte das Direktmandat im Wahlkreis Köln IV gegen Karl Lauterbach nicht gewinnen. Über die Landesliste kommt sie aber in den BT. Mehr CDU-Interna weiß ich nicht.

Mies dran wie die CDU ist jede Partei …
die jedes Jahr einen neuen Vorsitz ausgucken muss.

die Zeit danach

Wenn man böse will könnte man sagen das Angela Merkel verbrannte Erde hinterlassen hat, zumindest was die Union betrifft, aber das würde nicht (ganz) stimmen.
Die jetzt propagierte Rückbesinnung auf die 'Werte der Union' und gleichzeitig von Erneuerung und Zukunftspolitik zu sprechen ist ein Spagat den die jetzigen, überalterten, Unionspolitiker nicht hinbekommen werden.
Mit ganz wenigen Ausnahmen kann niemand in der CDU eine Richtung, einen Leitfaden vorgeben wie es weitergehen soll, was nötig ist um sich neu zu erfinden. Ja klar, da müssen Gespräche geführt werden und da müssen Entscheidungen her. Ja von wem denn?
Aber es bleibt natürlich noch die Möglichkeit ein paar Milliönchen für eine Beraterfirma auszugeben. Kontakte sind ja genügend vorhanden.

Künftige Koalition

Trotz der gegenwärtig offensichtlich guten Stimmung zwischen den Grünen und der FDP: weiß man denn, welche Punkte die SPD in die Ampel einbringen wird? Die Grünen und die FDP mögen sich auf einander zubewegen, aber wenn ich mir vorstelle, dass dann die Forderungen der SPD von Esken, Walter-Bojans und Kühnert vorgetragen werden - und die Punkte des linken Flügels der SPD kennt man ja - denke ich, wird die FDP „zusammenzucken“; man weiß ja, dass die FDP als reine Mehrheitsbeschafferin nicht zur Verfügung steht. Und auch die Grünen sind nicht mit allen Punkten der SPD einverstanden.
Genau deshalb meine ich, ist die Union noch nicht ganz aus dem Rennen - egal wie es die Mehrheit bei Meinungsumfragen sieht. Man braucht nun mal künftig eine handlungsfähige Regierung (ob Ampel, Jamaika oder doch die absolut unbeliebte GroKo).

Was sagen denn die Experten?

Die Union ist ausgebrannt, eine erschöpfte Partei.
Prof. Wolfgang Schroeder
Bereits zum dritten Mal hatte die Union sehr lange den Kanzler bzw. die Kanzlerin der Bundesrepublik gestellt. In dieser Phase schrumpfe die Partei zu einer Abteilung des Kanzleramts zurück, die lediglich Wahlkämpfe organisiert.
#
Die Union sollte sich in der Opposition neu ausrichten.

Passt überall - meine Meinung

Nicht nur zum Artikel zu den Grünen vorhin, auch jetzt zur Union, und zu jedem aderen Nachwahl-Artikel hier. Ich wiederhole mich:
"Was bei der Wahl passierte:
die Union wurde abgestraft und hat verloren, und sollte nicht regieren dürfen,
die SPD liegt nur sehr knapp vor der Union, und sollte auf die Kanzlerschaft freiwillig verzichten,
die Grünen sind nur drittstärkste Kraft geworden und nur sehr knapp vor der FDP, und sollten besser demütig aufs regieren verzichten,
alle anderen Parteien sind kleine Parteien,
insgesamt nähert sich das Wahlergebnis an viele gleich starke Parteien immer mehr an.
Das heisst in der Konsequenz: Entweder sollten 5 bis 6 Parteien ohne Opposition regieren, oder aber gar keine! So spiegelt sich der Wählerwille tatsächlich wider."

Hier werden ext. Berater auch für Millionenbeträge nicht helfen

Die Zeit der rückwärtsgerichteter, konservativer Politik ist vorbei.
Auf Biegen und Brechen den Wirtschaftsidealen der Vergangeheit weiter nachzujagen ist nicht mehr zeitgemäß und kostest uns, tja, letztlich das Leben.

Es hat sich gezeigt, dass die Ideale der C*U und somit ihre inneren Werte einfach nicht zukunftsfähig sind - und das läßt sich nicht mal so einfach durch Spindoktoren, Wahlkampfberater und teuere Redenschreiber wegkaschieren.

Aber es ist lange noch nicht sicher, ob es einer neuen Regierung gelingen wird sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen ohne dass unsere Gesellschaft daran zerbricht.

Denn wir sind eine wachstumsgetriebene Gesellschaft in einer Zeit, in der sich Wachstum immer mehr als Raubbau an Umwelt, Natur und nicht zuletzt an anderen Menschen erweist.

Am 02. Oktober 2021 um 18:27 von Adeo60

Es ist zu banal alles auf Laschet zu schieben. Sicher hat erfehler gemacht nur der Absturz war das Ende einer Reihe von Dingen, die speziell auch durch Corona and Licht kamen.
Mehr als Laschet. Spielte da eine Rolle das mehr und mehr Politiker der "christlichen" als korrupt , mit zweifelhaften Geschäften bekannt wurden. Sicher auch das Herr Spahn auch alles als souverän agierte.
Und so weiter.
Letzter Höhepunkt dann das unübliche gebaren v. Söder und Laschet im Wahlkampf.
In Augen vieler einfach gezerre um Macht und das nicht für den Bürger,

19:00 von Tada

>>Laschet wurde auf seine Position wie auch immer gewählt. Fertig! Nächster Kandidat kann sich in rund 4 Jahren aufstellen lassen.<<

Das stimmt nicht ganz. die CDU/CSU Fraktion war dagegen, die meisten Wähler waren unentschlossen oder dagegen. Es wurde im Hinterzimmer von einigen wenigen beschlossen dem Rat das 'alten weisen Mannes' (Herr Schäubele) zu folgen, und dieser Rat war falsch. Sicher glaubten einige Ministerpräsidenten das ein Herr Laschet leichter zu gängeln sei als ein Herr Söder (was vielleicht auch stimmt) aber aus diesen Grund einen Kanzlerkandidaten zu küren ist sehr bedenklich.

Unfair.

Laschet war auch nicht mein Favorit als Kanzlerkandidat. Die Union hat ihn aber bis zum Wahltag die Stütze gehalten und hinter ihm gestanden, obwohl die Umfragewerte bis zuletzt gegen ihn sprachen.

Und nunmehr, da sich herausgestellt hat, dass man mit ihm nicht die beste Wahl gehabt hat, lässt die Union ihn fallen wie eine heiße Kartoffeln und dass ist unfair ihm gegenüber. Hätte die Union gleich Söder (den man ja Kanzler der Herzen nannte) zum Spitzenkandidaten aufgestellt, würde die Union jetzt vielleicht anders dastehen, vielleicht sogar mit über 30 %.

Würde Laschet Kanzler, sähe es schlimm aus

Bei der FDP bin ich nicht sicher, aber bei den Grünen hoffe ich doch, dass es den Mitgliedern/Abgeordneten nicht ausschließlich um den kurzfristigen, maximal erreichbaren, persönlichen Vorteil geht.
Aus Sicht der Parteien ist es ohnehin völlig eindeutig, dass man der jeweiligen Partei schweren Schaden zufügt, würde man gegen den eindeutigen, nicht wegzuredenden Willen der klaren Mehrheit der Wähler eine Regierung mit der CDU/CSU bilden wollen.
Dabei ist egal ob für die Union Laschet, oder wer auch immer in die Verhandlungen gehen würde.
Wenn die SPD nicht völlig versagt – und das kann ich mir in der aktuellen Situation nicht vorstellen – muss es eine Ampel werden.
So sehr ich der FDP und besonders Lindner ein hohes Maß an schädlicher Arroganz zutraue, so halte ich sie nicht für dumm genug, hier ein Scheitern zu verantworten.

Würde also eine Regierung mit der Union und gar Laschet zustande kommen, verfalle ich ob der zur Farce mutierten deutschen Politik in tiefe Depression.

@Tada 18:50

"@Adeo60
>>Man muss das Wahlergebnis der Union ehrlich bewerten. Ein wesentlicher Grund für deren Scheitern war der Kandidat, wie alle Umfragen - bereits vor der Wahl - zweifelsfrei erkennen ließen"<<
*
Das ist billige Opferlammgabe."

Nein, keineswegs.

Wie man anhand von Umfragen ziemlich gut herausfinden konnte, wurde die SPD wegen Scholz Wahlsieger. Es gab eine Menge Wähler, die die SPD nur wegen Scholz gewählt haben.
Andererseits gab es eine große Menge Wähler, die angegeben haben, die CDU wegen ihres Spitzenkandidaten NICHT gewählt zu haben.

Wenn es an den Ministern gelegen hätte, hätte Merkel schon nach vier Jahren abtreten müssen. Viel schlechter sind die Minister ja nicht mehr geworden.

"Auf der Suche nach glaubwürdigem Personal"

Zitat: " Eine neue Person oder ein neues Team an der Spitze müsste in der Lage sein, glaubwürdig für diese Kompetenzen zu stehen."

Tja, dumm gelaufen, wenn alle glaubwürdigen Personen, die in der CDU für deren ehemalige Kernkompetenz Wirtschaft und Sicherheit schon längst zur AfD übergelaufen sind, oder wie Prof. Otte oder Dr. Maaßen in der WerteUnion weggebissen, oder einfach als "Krebsgeschwür" (Zitat Elmar Brok über die Werte Union) vergrault wurden.

Q:

"https://www.welt.de/politik/deutschland/video205842465/CDU-Politker-Bro…"

19:18 von schiebaer45

Die Union ist ausgebrannt, eine erschöpfte Partei.

Eine ausgebrannte und erschöpfte Partei ist die Union nicht; die Wahl ist halt mit Laschet nicht so ausgegangen, wie sich es die Union vorgestellt hat.

Scholz hat Glück gehabt, dass er nicht Söder als Gegenkandidaten gehabt hat.

@Tada um 19:00

>> „…die eigene Wählerschaft wäre eher erleichtert, wenn Herr Laschet schnell „abgesägt“ würde und z. B. ein jüngerer wie Herr Spahn oder Herr Röttgen für eventuelle Gespräche mit den Grünen und der FDP die Leitung übernehmen - Laschet hat fertig" Am 02. Oktober 2021 um 18:42 von Wolf1905 <<

*

„Bei allem Respekt: Sind Sie noch bei Sinnen?

Jede private Firma würde bei solchen Machtkämpfen vor den Kunden die Kunden verlieren.“

Ich weiß schon, dass ich (meistens) bei Sinnen bin … also wenn bei einer Firma die Geschäfte nicht mehr laufen, wird oft genug der Chef ausgetauscht, oder?

@18:58 von Sparpaket U.a.

"Zahlen in Bayern sprechen eher gegen Haseloffs These" Ganz im Gegenteil, die sprechen dafür. Dass die CSU fast wieder alle Direktmandate bekommt war klar und damit der Einfluss der CSU gesichert. Aber Laschet ist auch in Bayern nicht als Kanzler gewollt. Und zwar so wenig, dass ihn keiner wählen wollte. Hätte es am Ende nicht so ausgeschaut, als hätte RGR eine reelle Chance wäre es noch weniger geworden. Es gibt einen einzigen Grund warum die Union so schlecht da steht und das ist die unerhebliche Auswahl der CDU Funktionäre des Kandidaten Laschet. Gegen alle Umfragen und Stimmungen und gegen die Unionsbasis. Dass dann kaum einer hinter den Kandidaten steht, wenn man so übergangen wird ist logisch. Darin eine kollektive Schuld der Union zu sehen ist nicht begründbar. Laschets ist kein Sündenbock und auch kein Opferlamm. Er ist die Ursache der großen Unionsverluste.

@Blitzgescheit

"Klasse! Ein besseren Wahlkämpfer für die AfD kann es nicht geben!"

Sagen Sie mal: haben Sie eigentlich schon realisiert, dass Ihre AfD bei den letzten 6 Wahlen (5×Landtag + Bundestag), darunter in 2 ostdeutschen Ländern, überall deutliche bis sogar herbe Verluste hinnehmen musste? Die hier immer wieder geäußerten Hoffnungen, dass andere Wahlkampf für die AfD machen würden, trifft nicht zu. Der AfD laufen die Wähler nicht zu, nein sie laufen ihr weg.
Sehr zu begrüßen.

@schabernack

"Der Einfluss der CSU in der Fraktion CDU / CSU ist von 46/246 auf 45/196 Mandate angewachsen" Am 02. Oktober 2021 um 19:09 von schabernack

*

Das finde ich auch spannend.

Wie kann eine Partei aus einem Bundesland verhältnismäßig zu den anderen Bundesländern so viele Sitze haben?

@Am 02. Oktober 2021 um 19:55 von harpdart

ZItat; "@Blitzgescheit
"Klasse! Ein besseren Wahlkämpfer für die AfD kann es nicht geben!"

Sagen Sie mal: haben Sie eigentlich schon realisiert, dass Ihre AfD bei den letzten 6 Wahlen (5×Landtag + Bundestag), darunter in 2 ostdeutschen Ländern, überall deutliche bis sogar herbe Verluste hinnehmen musste? "

Ja.

Mitbekommen.

Und nun?
An der Richtigkeit der Positionen, die die AfD vertritt, ändert dies in meinen Augen nicht. Aber Sie werden es mir sicherlich gleich erklären.

Selber schuld

Laschet trägt die Verantwortung für den Verlust der Regierungsmehrheit und des Kanzleramts. Man kann nicht einen Schritt vor gehen, um dann wieder zwei zurück zugehen! Mit einem anderen Kandidaten wäre das Kanzleramt sicher geblieben. Jetzt können sie erst einmal vier Jahre ihre Wunden lecken und werden vielleicht danach etwas schlauer!

19:37 von Wolf1905

Was diese Firma jetzt braucht, das sind offensichtlich "teambildende Maßnahmen".

Wenn Laschet geht werden sich die anderen weiterhin gegenseitig zerfleischen.

@sparpaket 18:58 Kollektive fehlende Leistung

Ich stimme Ihnen bei.
Die kollektive schlechte Leistung, kein Willen etwas zu bewegen, Selbstbezogenheit und Müdigkeit dieser Parteien CDU & CSU gipfelten -wenn dann nur- in der Wahl von ausgerechnet H. Laschet, der diesem „weiter so“ vielleicht im eigenen Machtstreben und sich bequem Einrichten weiterverholfen hätte.
Wer H.Ramsauer und den 10. Stellv. Fraktionsvorsitzenden der CDU bei M. Lanz erleben durfte, hat nochmals sehr sehr deutlich gemerkt, von Einsicht, vom Wille etwas wirklich zu tun, zu ändern ist man hier mehr als weit entfernt, es war geradeso, dass den anwesenden Journalisten der Kragen platzte, wie man mit soviel Behäbigkeit und Ignoranz so wenig für das Volk, die Wähler tuen will, die Herren lächelten nur süffisant und sagten nichts Wesentliches. Peinlich und es wird wirklich Zeit, dass das auffällt und geändert wird. Die Wahl zeigt es, da ist kein Schönreden mehr möglich. Ein Großteil der Wähler hat’s erkannt, die restlichen folgen in 4 Jahren.

Laschets letzte Chance

Herr Laschet wird auch die letzte Chance vergeben. Seine „Parteifreunde „ haben ihn schon aufgegeben. Die CDU wird jetzt das durchmachen was die SPD nach Müntefering hinter sich gelassen hat. Bis die letzte Volkspartei sich wieder erholt hat werden ein paar Jahre vergehen. Wie schrieb ein anderer User, Die CDU hatte Merkel , das hat vieles übertüncht, ein CDU Präsidiumsmitglied sagte gestern: wir hatten Merkel, die SPD das Programm das die CDU übernommen hat. Jetzt ist Frau Merkel so gut wie in wohlverdienter Rente, die SPD hat immer noch ein Programm.

Belege bitte einfügen!

Zitat: "Von der jüngeren Wählerschaft wird sie ohnehin kaum noch verstanden und im Osten des Landes droht immer wieder ein Abgrenzungsproblem von der rechtsradikalen AfD. "

Hier wird die Behauptung aufgestellt, die AfD sei "rechtsradikal".
Hier ist vonnöten, die angeblich "rechtsradikalen" Positionen der AfD einmal konkret und sachlich zu benennen und zu belegen.

@02. Oktober 2021 um 19:33 von Blitzgescheit

Ihre Ansicht über die Gründe der Wahlniederlage der Union:

" Dr. Maaßen in der WerteUnion weggebissen, oder einfach als "Krebsgeschwür" (Zitat Elmar Brok über die Werte Union) vergrault wurden."

Maaßen ist in seinem Wahlkreis wegen seiner mindestens an Fremdenfeindlichkeit grenzenden aber auch Neonazis verharmlosenden Ansichten, krachend gescheitert.
Ihre Lieblingspartei hat bei der BTW ihre schlimmsten Wählerverluste seit Bestehen hinnehmen müssen.
Was stimmt nicht mit Ihnen, diese Tatsachen zu leugnen?

Wertefrage

Die CDU ist im Augenblick nicht regierungsfähig.
Die Frage, wofür die CDU steht, ist offen.
Welche Werte stehen im Mittelpunkt?
Wo ist die Schnittmenge zwischen Diana Kinnert und H. G. Maaßen?
Es gibt sie nicht.

@Adeo60, 18.27h

Da reden Sie sich etwas schön.
Überall wo ich mich umhöre, bestätigt sich meine Ansicht, dass die Verantwortung für das Wahldebakel der CDU bei Frau Merkel liegt, die den aussichtsreichten Kandiadaten für den Parteivorsitz verhindert hat.
Die Folge war eine Kanzlerkandidatur, bei dem ein weiterer Anwärter auf den Kanzlerposten von ihr ausgebootet worden ist, um schließlich den Schwächsten und Aussichtslosesten ins Rennen zu schicken.

Der steht nun im Regen und die Schirmherrin taucht ab.

" Von der jüngeren

"
Von der jüngeren Wählerschaft wird sie ohnehin kaum noch verstanden und im Osten des Landes droht immer wieder ein Abgrenzungsproblem von der rechtsradikalen AfD.
"

Jüngere sind auch nicht Wählerzielgruppe der CDU.
Das sind eher die Gruppe der Letztwähler.

Und ein Abgrenzungsproblem besteht auch nicht.
Siehe Wählerwanderung. Der "Rechts(radikalen)schlag der CDU war ein voller Erfolg.

Zu sämtlichen anderen Parteien sind der CDU die Wähler davongelaufen nur von der AfD kamen Wähler.
Dank passendem CDU-Programm & passenden Kandidaten...

Konservatives Ziel: Bundesstaat Europa

@02. Oktober 2021 um 18:49

Sie schreiben:

"Ich würde mir wünschen, dass die CDU zukünftig ein Angebot für konservative Wähler, jenseits von Fremdenfeindlichkeit und EU-Skepsis, bietet."

Dass die CDU als konservative und christliche Partei gegen Fremdenfeindlichkeit und für die EU eintritt, eintreten muss, versteht sich von selbst.

Fremdenfeindlichkeit mag bei manchen CDU-Wählern und -Funktionären in Ansätzen vorkommen, ist aber mit konservativen und christlichen Werten nicht vereinbar.

Und das Ziel einer Vereinigung Europas, die das System der nationalstaatlichen Zersplitterung überwindet, ist seit Adenauer Markenkern der Union. Wer dagegen steht, kann sich niemals "konservativ" nennen.

Was bleibt an konservativen Werten, die nicht inzwischen reaktionär geworden sind?

Ich weiß es nicht, deshalb meine ich, dass sich die Union vor allem auf das (langfristige) Projekt Bundesstaat EU zurückbesinnen sollte.

Darstellung: