Deutsche Bahn erhöht Fahrpreise im Dezember

01. Oktober 2021 - 13:33 Uhr

Es ist der höchste Preisaufschlag seit 2012: Um durchschnittlich 1,9 Prozent sollen Bahn-Tickets im Fernverkehr ab Mitte Dezember teurer werden. Betroffen sind vor allem Pendler und Kunden, die volle Flexibilität wünschen.

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Kommentare

„Betroffen sind vor allem Pendler und Kunden, die

die volle Flexibilität wünschen"

oder brauchen. Also all jene, die entweder auf die Bahn angewiesen sind oder aber sich schnell bzw. spontan für (oder gegen) eine Transportmöglichkeit entscheiden müssen.

„Dem Staatskonzern geht es finanziell schlecht. Zu Problemen im Auslandsgeschäft und im Güterverkehr kam die Corona-Krise als schwere Belastung hinzu. Allein im ersten Halbjahr 2021 fuhr der hoch verschuldete Konzern einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro ein“

Vornehmste Aufgabe des Staates und seiner Unternehmen sollte eigentlich sein, dafür zu sorgen, dass „der Laden läuft“. Weil das schließlich im allgemeinen Interesse ist. Das - das Wirtschaftsleben innerhalb desselben so zu koordinieren, dass es den Interessen aller bestmöglich gerecht werden kann - ist jedenfalls mein Verständnis eines Staates und sollte somit einzige Aufgabe der Vertreter seiner Institutionen sein.

Die Bahn muss konkurrenzlos günstig werden!

Der öffentliche Nah- und Fernverkehr muss konkurrenzlos günstig sein, wenn man die vielen Autos von den Straßen bekommen möchte. Bei einem Staatsunternehmen wie der Bahn ist es ein völlig falscher Ansatz, finanzielle Gewinne erzielen zu wollen. Der Gewinn ist der Umwelt- und Klimaschutz sowie eine Steigerung der Lebensqulität.

Die externen Kosten des Verkehrs (Luftverschmutzung, Klimaveränderungen, Flächenverbrauch, Lärm, Unfälle, ...) belaufen sich auf 149 Milliarden Euro pro Jahr. Mit (fast) kostenlosen Bahnfahrten wäre es sicherlich deutlich weniger.

Wow! Teurer!

Ist das schon der "Wow-Effekt", den Andi Scheuer seit Januar 2020 beschwört?
Das von ihm damals vollmundig angekündigte "glänzende Zeitalter der Bahn" fängt echt super an.
Danke Andi!

War abzusehen

bei der Inflation, ersten Gasversorgern in Europa ist schon Puste ausgegangen, und Frankreich will Zuschuss zahlen.
Mich betrifft das zwar nicht, keine Bahn möglich ohne mit dem Auto zur Station zu kommen.
Aber besonders schön ist das natürlich nicht, für die Pendler, Fernreisen muss man bei den Preisen ja nicht unbedingt machen.
Vor Corona hab ich schon den F-Bus genutzt um zur Familie zu kommen, hatte nur ein Viertel von Bahnpreis, aber auch das war sehr umständlich.

Es wird uns immer gepredigt

Es wird uns immer gepredigt man soll auf alternative Verkehrsmittel umsteigen, aber anstatt diese attraktiver zu machen, werden die Preise dafür wieder erhöht. So wird das nichts mit einer Verkehrswende.

Wenn man ein Staatsunternehmen …

… ist und nicht pleite gehen kann, kann man getrost die Preise erhöhen - zumal es auch praktisch keine Konkurrenz auf der Schiene gibt.
Das müssen wir halt aushalten.

Deutsche Bahn erhöht Fahrpreise im Dezember....

Und vor allem für Bahnbenutzer, die auf berufliche Pendelei angewiesen sind, die das müssen.
Die Bahn spricht von einer moderaten Preiserhöhung, schließlich sei die Inflation bei 4,1 Prozent. Das könnte auch Beschäftigte aller Branchen als Vorlage für Tarifforderungen benutzen.
Und wahr ist auch, daß die Bahn AG finanziell angeschlagen ist. Ergebnis der hohen und sich nicht lohnenden Auslandsinvestitionen: Das Bax-Global-Geschäft in den USA, das in einem Desaster endete. Georgian Railways, Katar und das Busunternehmen Arriva. Professor Christian Böttger in Zeit-online 2018. Aber trotz der hohen Verschuldung der Bahn, leistet man sich ein Altersversorgungssystem für das Management (3500 Beschäftigte), mit Zahlungen von bis zu 20.000 Euro im Monat.

14:07 von Dany39

Es wird uns immer gepredigt man soll auf alternative Verkehrsmittel umsteigen, aber anstatt diese attraktiver zu machen, werden die Preise dafür wieder erhöht. So wird das nichts mit einer Verkehrswende.
#
Dem kann ich mich nur anschließen. Dann muss ich halt das Auto weiter behalten.

Sehr originell

Das GdL-Streikergebnis zahlen nun die Bahnkunden. Wer hätte das gedacht ?

Dieses Jahr muss ich 5 mal mit der Bahn fahren tatsächlich bin

ich dann auch 50 mal verspätet angekommen. Da ich auch in anderen Ländern die Bahn benutze kann ich nur sagen.
Die Bahn ist außergewöhnlich unpünktlich außergewöhnlich teuer hat einen extrem schlechten Service. Und das alles bei einer besonders hohen Auslastung.
Das ganze Spricht dafür das sie wohl das schlechteste Management einer Bahngesellschaft auf der Welt haben muss!
Normal müsste bei den überfüllten Zügen50% des aktuellen Preises reichen um reichlich Gewinn zu machen.
Denn bei den Lohnkosten muss man sagen bezahlt sie besonders schlecht!

@Sparpaket um 14:04

>> Wow! Teurer! Ist das schon der "Wow-Effekt", den Andi Scheuer seit Januar 2020 beschwört?
Das von ihm damals vollmundig angekündigte "glänzende Zeitalter der Bahn" fängt echt super an. Danke Andi!<<

Bedanken Sie sich lieber bei der EVG und der GDL, und Sie wissen sicherlich auch warum …
Dass die Lohnerhöhungen (die Lohnkosten sind bei der DB sicherlich gravierend) auch auf die Preise durchschlagen, ist ja nichts Neues.
Aber dass man mich nicht missversteht: ich habe nichts gegen diese Lohnerhöhungen, sie sind gerechtfertigt, und ich habe auch kein Problem mit der Preissteigerung.
(Ganz im Gegensatz zu den gestiegenen Energiekosten, wo der Staat ja bestens mitverdient - da wäre eine Regelung wie in Frankreich (staatliche Deckelung der Preise) eine geeignete Maßnahme (könnte die neue Regierung ja gleich mal machen, wenn sie im Amt ist).

2022 und seine Baustellen

Deutsche Bahn - teurer

ÖPNV - teurer

Heizen - teurer

Wohnen - noch teurer

Strom, Diesel, Benzin - teurer

Lebensmittelpreise - steigend

Ein noch höherer Mindestlohn ist dagegen den prosperierenden Wirtschaftszweigen nicht zumutbar und das Renten-Niveau so kaum noch zu halten.

Nachgefragt:

Sind die "fetten Jahre" vorbei?
Und wenn ja - für wen...?

@Nachfragerin Zitat: "Die

@Nachfragerin
Zitat:
"Die Bahn muss konkurrenzlos günstig werden!
Der öffentliche Nah- und Fernverkehr muss konkurrenzlos günstig sein, wenn man die vielen Autos von den Straßen bekommen möchte. Bei einem Staatsunternehmen wie der Bahn ist es ein völlig falscher Ansatz, finanzielle Gewinne erzielen zu wollen. Der Gewinn ist der Umwelt- und Klimaschutz sowie eine Steigerung der Lebensqulität. "

Das aus einer Bahn die in Staatshand ist eine Dividente herausgezogen wird - halte ich auch für höchst bedenklich und den völlig falschen Ansatz.
Damit die Bahn aber atraktiver wird...
..nun niedrigere Preise stehen da auf MEINER Liste nicht weit oben.
Bei mir ist der wichtigste Punkt -> Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit
und
da orientiere ich mich an -> Japan
und ich meine da bei weitem nicht nur den Schinkansen - sondern gerade die Nebenstreckenbahnen sind ein extrem wichtiger Bestandteil des dortigen Verkehrssystem das vorallem mit der Schiene in die Breite geht

Grins...

...da klagen doch ein paar Autofahrer, dass sie nicht auf die Bahn umsteigen können, weil die ja immer teurer wird.

Autos werden also nicht teurer? Oder das Benzin? Oder die Reparaturen? Die Parkplätze?

Man kann bestimmt einiges an der Bahn kritisieren. Dass sich die Preise wie überall anders entwickeln aber wohl nicht.

14:23 von FakeNews-Checker

>>Sehr originell

Das GdL-Streikergebnis zahlen nun die Bahnkunden. Wer hätte das gedacht ?<<

Verstehe ich Sie richtig, Sie plädieren für günstige Ticketpreise die von unseren Steuergeldern subventioniert werden, weil die Bahn für die Umwelt und die Eingrenzung des Individualverkehrs als Verkehrsmittel der Wahl gefördert gehört? Da bin ich dabei, finde ich auch.

Wenn nicht, ist Ihre Einlassung eher eine Albernheit. Wo soll denn das Geld für die Gehälter herkommen, wenn nicht durch die Einnahmen des Geschäftsbetriebes, also vom Kunden. Da wäre es natürlich das Beste, wenn die Bahner für lau arbeiten würden, dann gäb es eine kleine Preissenkung.

... dann könnten sich auch all die, die auch sonstwo für ohne Geld arbeiten, mal ein Ticket leisten.

@schiebaer45 um 14:22

>> 14:07 von Dany39
Es wird uns immer gepredigt man soll auf alternative Verkehrsmittel umsteigen, aber anstatt diese attraktiver zu machen, werden die Preise dafür wieder erhöht. So wird das nichts mit einer Verkehrswende.
#
Dem kann ich mich nur anschließen. Dann muss ich halt das Auto weiter behalten. <<

Je nachdem, wo man wohnt, kann man auf ein Auto sowieso nicht verzichten! In größeren Städten mag es möglich sein, in eher ländlichen auf gar keinen Fall. So einen ÖPNV auszubauen, dass alle 30 Minuten (und das ist schon viel Zeit!) ein Bus von A nach B fährt (womöglich mit umsteigen in C und D), von früh morgens bis spät abends, ist utopisch und würde den ganzen ÖPNV noch deutlicher verteuern (weil absolut unrentable Strecken auch dabei wären).
Da glaube ich ja noch eher dran, dass es mit dem „Beamen“ mal klappt …

@FakeNews-Checker, 14:23

Sehr originell
Das GdL-Streikergebnis zahlen nun die Bahnkunden. Wer hätte das gedacht ?

Sehr origineller Kommentar. Wer sollte die Tariferhöhung sonst bezahlen? Die Lieferanten? Die Beschäftigten selbst?
Haben Sie schon jemals von Gehaltssteigerungen gehört, die nicht vom Kunden bezahlt werden? Wenn ja, würde es mich interessieren, wie das geht. In einem Unternehmen kommt jeder einzelne Cent, der ausgegeben wird: vom Kunden.

Arbeiten Sie irgendwo? Wenn ja, ist es egal, wo oder was. Wenn Sie mehr Geld bekommen, dann bezahlen das: die Kunden.

Wer hätte das gedacht?

Ich habe

ewig lange eine Bahncard gehabt und sie wirklich oft genutzt. Freunde besuchen, die überall in D verteilt wohnen, mit den Kindern Wochenendtripps quer durch D gemacht, zu Veranstaltungen gefahren…bei Coronabeginn habe ich sie gekündigt, erstmal, dachte ich, aber jetzt werde ich mir keine mehr holen. Die Sparpreise sind schon länger keine mehr und nun auch noch die generelle Erhöhung, nein danke! Es reicht, dass mein Mann jedes WE und auch zur Arbeit mit dem Zug fährt, das ist teuer genug. Von der Überfüllung der Züge, der Unpünktlichkeit und dem Abhängen auf Bahnhöfen, weil man ewig auf den Anschluss wartet, mal ganz abgesehen.
Busse werden hier übrigens auch jedes Jahr teurer.

Fahrgastzahl soll weiter steigen

Wohin? Die Inftastruktur ist jetzt schon total marode und überlastet, von Pünktlichkeit mal ganz zu schweigen.
Den Eisenbahnern an sich kann man keinen Vorwurf machen. Die versuchen zu retten, was zu retten ist.
Missmanagment von Menschen, die von Eisenbahn und wie sie funktioniert, überhaupt keine Ahnung haben.
Siehe speziell den Nahverkehr, zerstückelt und zerschlagen. Organisert von Verkehrsverbünden die vielleicht wissen wie ein Bus färt.
Und die ganzen Nahverkerhsunternehmen, nicht viell anders.
Wenn man sich mal die Besitzverhältnisse anschaut, ist gar nichts mehr privat.
Es wird wieder überall ein Wasserkopf an Verwaltung strukturiert, da hätte man auch gleich die Bundesbahn behalten können. Billiger und besser ist gar nichts geworden und der Kunde, bzw. Steuerzahler kann das alles bezahlen.

14:41 von Tinkotis

...da klagen doch ein paar Autofahrer, dass sie nicht auf die Bahn umsteigen können, weil die ja immer teurer wird.

Autos werden also nicht teurer? Oder das Benzin? Oder die Reparaturen? Die Parkplätze?
#
Ich will nicht klagen,aber wenn ich 20 Min. zum nächsten Bahnhof , Eisenbahn, Bus , zu Fuß erst gehen muss,dann nehme ich doch gleich das Auto,auch wenn es teurer ist denn da haben Sie recht.

14:27 von Wanderfalke

<< 2022 und seine Baustellen
Deutsche Bahn - teurer

ÖPNV - teurer

Heizen - teurer

"Wohnen - noch teurer

Strom, Diesel, Benzin - teurer

Lebensmittelpreise - steigend

Ein noch höherer Mindestlohn ist dagegen den prosperierenden Wirtschaftszweigen nicht zumutbar und das Renten-Niveau so kaum noch zu halten.

Nachgefragt:

Sind die "fetten Jahre" vorbei?
Und wenn ja - für wen...? <<

,.,.,

Seit ich Bus und Bahn fahre - und das tue ich seit rund 60 Jahren regelmäßig -, wurden deren Preise in gewissen Abständen angehoben.

War immer schlimm, ist aber jetzt nichts Neues.

Dass das für sehr reiche Leute NICHT so schlimm ist, ist auch schon seit 60 Jahren so.

Hinzu kommt Corona.
Wann also die Jahre davor - die Sie als "fette Jahre" bezeichnen - bezüglich Corona vorbei sein werden, weiß niemand.

@onturnonturnont..., 14:26

"Dieses Jahr muss ich 5 mal mit der Bahn fahren tatsächlich bin
ich dann auch 50 mal verspätet angekommen"

Ich nehme an, est sollte heißen "50 mal".

"Da ich auch in anderen Ländern die Bahn benutze kann ich nur sagen.
Die Bahn ist außergewöhnlich unpünktlich außergewöhnlich teuer hat einen extrem schlechten Service. Und das alles bei einer besonders hohen Auslastung.
Das ganze Spricht dafür das sie wohl das schlechteste Management einer Bahngesellschaft auf der Welt haben muss!
Normal müsste bei den überfüllten Zügen50% des aktuellen Preises reichen um reichlich Gewinn zu machen.
Denn bei den Lohnkosten muss man sagen bezahlt sie besonders schlecht!"

Da ist leider auch meiner Erfahrung nach mehr als nur etwas dran. Umso mehr sollte zu Denken geben, dass immer nur über die Folgen bzw. die "Symptome" dieses offensichtlichen Systemversagens und mögliche Einzelmaßnahmen zur Behebung der daraus resultierenden Folgen diskutiert wird, aber nie über das Geschäftsmodell der Bahn als Ganzes.

14:33 von Miauzi

«Bei mir ist der wichtigste Punkt -> Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit
und
da orientiere ich mich an -> Japan
und ich meine da bei weitem nicht nur den Schinkansen - sondern gerade die Nebenstreckenbahnen sind ein extrem wichtiger Bestandteil des dortigen Verkehrssystem das vorallem mit der Schiene in die Breite geht.»

Es ist immer sinnvoll, sich am besten zu orietieren, was es gibt. Japan betreibt diese konsequete Bahnpolitik aber schon seit Ende der 1950-er Jahre. Der erste Shinkansen fuhr zu Olympia Tokyo 1964.

Mit der erstarkenden Wirtschaft der 1950-er stand Japan vor der Frage, was mit der Main National Road zw. Tokyo und Kyoto geschehen solle (der alten Hauptstadt vor Tokyo). Eine schöne Strecke am Meer entlang + durch Bergland. War schon zu Zeiten von Kutschen Road No. 1 in Japan. Der JAP-Mythos wie Route 66 in den USA.

Völlig überlastet mit kaum Ausbaumöglichkeit. Es gab Ende der 1950-er keine reale Alternative zur Bahn. In Japan Bahnfahren ist ein sehr schönes Hobby.

14:22, schiebaer45

>>14:07 von Dany39
Es wird uns immer gepredigt man soll auf alternative Verkehrsmittel umsteigen, aber anstatt diese attraktiver zu machen, werden die Preise dafür wieder erhöht. So wird das nichts mit einer Verkehrswende.
#
Dem kann ich mich nur anschließen. Dann muss ich halt das Auto weiter behalten.<<

Ärgerlich nur, daß Autofahren auch immer teurer wird...

Ich gehe aber auch nicht in die Kirche, weswegen mir nichts gepredigt wird.

Corona zeigte doch, das

Corona zeigte doch, das gerade Bahnfahren aus dienstlichen Gründen überflüssig sein kann. Geht alles online.

Hab ich doch gesagt, als die GDL wieder streikte.

Die armen, fast mittellosen Rentner, Auszubildenden, Studierenden, Alleinerziehenden usw. dürfen sich bei den Lokführern "bedanken", von denen nun wirklich kein einziger Hunger leidet.
Klar wäre es am besten, es gäbe keine Konzerne, keine reichen Manager, keine feinen Vorstandsmitglieder, keine Hierarchien, keine so großen Firmen, jeder hätte das gleiche Einkommen und ÖPNV wäre kostenlos. Aber zu solchen umwälzenden Maßnahmen hat keiner den Mut. Da schließen sich lieber kleine gleichgesinnte Grüppchen zusammen und fordern einfach mehr Knete, statt die Zerschlagung ihrer Konzerne.

Am 01. Oktober 2021 um 14:41 von Tinkotis

Man ist aber flexibel.

Wenn meine Frau morgens um 6 Uhr in einer Betreuungseinrichtung in einem Dorf abseits der Kreisstadt ihren Dienst beginnen muss, fährt weder Bus noch Bahn. Knapp 20 km.

Wie kommt die da wohl hin?

Bahnkosten

Alle möchten umweltbewusst mit der Bahn fahren. Also muss Ökostrom her. Der ist zwar teurer, aber es beruhigt das eine oder andere Fridays for Future Gewissen doch erheblich.
Dann möchte jeder Bahnangestellte - egal ob mit Kundenkontakt oder ohne - eine Corona - Prämie.
Und natürlich möchte auch jeder Bahnbedienstete mehr Gehalt Für beides geht mein Dank an die GDL. Vor allem für die immer wieder zu Fröhlichkeit anreizenden Zugausfälle und Verspätungen in der Streikzeit, als unschuldige Fahrgäste in "Zwanghaft" genommen wurden.
Ebenso Bahnstrecken müssen modernisiert werden.
Lieber ein lautes Motorrad / Auto auf der Straße, als eine Bahnstrecke mit Schallschutzwand in 3 km Entfernung. Die Bahn ist für einige zu laut.
Wen wundert es jetzt noch, das die Bahn die Preise erhöht. Umweltschutz und gut verdienende Bahnbediensteste kosten nun einmal Geld.

Immer wieder erstaunlich

ÖPNV Stadt Wien 365 €/Jahr.

Was glauben Sie, was man in Schwäbisch Hall pro Jahr zahlt?

Weniger oder mehr?

@schabernack, Zitat: "Völlig

@schabernack,
Zitat:
"Völlig überlastet mit kaum Ausbaumöglichkeit. Es gab Ende der 1950-er keine reale Alternative zur Bahn. In Japan Bahnfahren ist ein sehr schönes Hobby."

mein derzeit wichtigstes Fenster nach japan ist NHK - besonder die Reportagen über die dortige Eisenbahn haben es meiner Frau und mir sehr angetan
Wenn ich da an die Desginer-Züge denke - die nur z.T. als Luxus-train sondern auch als Nebenstreckenzüge (im Regelbetrieb) unterwegs sind...
..da sieht man besonders krass den Abstand in D-Land zw. Anspruch und der vorhandenen Realität
--
Und die Bahn ist ein wichtiger Faktor im inländischen Tourismus - die Vielfalt an Ideen und Konzepten (Züge und Bahnstrecken) bringen einem immer wieder zum Staunen
--
In Stuttgart wird dagegen ein unterirdischer Bahnhof gebaut der selbst nach deutschen Vorschriften weder eine Baugenehmigung noch eine Betriebserlaubnis bekommen dürfte (Neigung/Gefälle von Gleisen bzw. Bahnsteigen) - man ist (als Ing.) nur noch fassungslos

@ Hase920

>>Corona zeigte doch, das gerade Bahnfahren aus dienstlichen Gründen überflüssig sein kann. Geht alles online.<<

Musste vor, während und nach den Coronabeschränkungen dienstlich von Bremen nach Berlin. Leider habe ich keinen Rechner gefunden, der mich von Bremen nach Berlin gebeamt hat

so leicht zu durchschauen...

Hoffentlich kommt jetzt niemand auf sie Idee, dass mit unserer natürlich "temporären" Inflation in Verbindung zu bringen. Damit will man doch nur unserer neuen, tollen und grünen Bundesregierung, die wir demnächst haben werden, den Anfang so schwer wie möglich machen. Und wenn Benzin demnächst 2 Euro kostet kann man auch mit den erhöhten Bahnpreisen noch richtig toll sparen.

so wird das nix!

"Dennoch bleibt das Ziel, die Fahrgastzahl im Fernverkehr bis 2030 verglichen mit 2015 zu verdoppeln."

Wie will man dies erreichen, mit Preiserhöhungen und gleichbleibend schlechter Qualität?

Auch haben die Streiks gezeigt, dass die Bahn im Grunde kein verlässliches Verkehrsmittel ist, man benötigt zusätzlich immer noch eine Auto.

@Marmolada 15:02 Uhr

Frag doch mal die Maus? Oder noch besser die Fridays for Future Generation. Man wird dir sagen, auf Schusters Rappen, oder mit dem Fahrrad. Ein echter Umweltaktivist würde so handeln.

Sie haben beide recht

@ 13:55 von Nachfragerin
"Die Bahn muss konkurrenzlos günstig werden! ..."

@ 14:07 von Dany39
"Es wird uns immer gepredigt man soll auf alternative Verkehrsmittel umsteigen, aber anstatt diese attraktiver zu machen, werden die Preise dafür wieder erhöht. So wird das nichts mit einer Verkehrswende."

Genau, dies sollte die Strategie sein. Aber scheinbar fährt man eher eine verbraucherfeindliche Strategie, das Autofahren dermaßen zu verteuern, dass das Bahnfahren im Vergleich wieder günstig erscheint.

@fathaland slim

„ Ärgerlich nur, daß Autofahren auch immer teurer wird...“

Das stimmt, hängt aber auch davon ab, mit wie vielen Leuten ich im Auto sitze und ob ich ICE oder Bummelbahn mit 3x Umsteigen fahre. Dazu kommt, dass man im ländlichen Raum oft genug weder mit Bus noch Bahn in adäquater Zeit zur Arbeit kommt, von Preisen von einem Landkreis in nächsten ganz zu schweigen. Ich bräuchte z.B. mindestens 2,5 Std zu meiner Arbeitstelle, kosten würde es mich etwas mehr als mein Auto, da fahre ich aber nur 20min.
Mein Sohn bekommt für die 102€ Monatskarte eine Landkreisrundfahrt von 1Std und 20min geboten. Dauert mit dem Auto ebenfalls etwa 20 min, nur er hat noch keine Wahl. Zug wäre übrigens noch teurer.

15:01 von fathaland slim

"Ärgerlich nur, daß Autofahren auch immer teurer wird..."

Das stimmt, aber wenn man erst schon mehrere Kilometer fahren muss, um überhaupt zu einem Bahnhof zu kommen und dieser genauso wie das Auto immer teurer wird (mittlerweile kostet ein Einzelsticket in € fast mehr, als vor 20 Jahren ein Tagesticket Plus in DM) gibt es kaum Argumente die Bahn noch zu benutzen, zumal man mit Auto flexibler und dieses auch zuverlässiger ist.

14:33 von Miauzi

«… sondern gerade die Nebenstreckenbahnen sind ein extrem wichtiger Bestandteil des … Verkehrssystem das vorallem mit der Schiene in die Breite geht.»

"Mehr Breite" gab es auch in Deutschland mal im Schienensystem. So einiges hat man still gelegt, darunter sogar Bahnanschlüsse für die Industrie. Ich erinnere mich an die Jahre ca. 2002 bis 2005, in denen ich beruflich häufiger bei Enercon Windpower in Aurich / Ostfriesland war. Die hatten eine eigene Abteilung einrichten müssen für die Koordination von polizeibegleiteten Sondertransporten nachts für ihre großen Flügel. Zum Hafen für den Export, weil man ihnen den Bahnanschluss weggenommen hatte. Ich habe nur noch gestaunt …

Weggenommen hat man immer die Bahnstrecken (auch für Personen), die als Teilstücke betriebswirtschatlich nicht rentabel waren. Falscher Ansatz. Für so was muss bei der grundlegeden Infrastruktur Bahn eine Mischkalkulation sein.

Wäre das in Japan auch so doof.
Gäbe es dort auch keine Züge auf'm Land in Bergen …

15:16 von Miauzi / @schabernack

«… mein derzeit wichtigstes Fenster nach japan ist NHK - besonder die Reportagen über die dortige Eisenbahn haben es meiner Frau und mir sehr angetan.
Wenn ich da an die Desginer-Züge denke - die nur z.T. als Luxus-train sondern auch als Nebenstreckenzüge (im Regelbetrieb) unterwegs sind … Und die Bahn ist ein wichtiger Faktor im inländischen Tourismus - die Vielfalt an Ideen und Konzepten (Züge und Bahnstrecken) bringen einem immer wieder zum Staunen.»

Das alles ist ein Faszinosium der ganz schönen Art. Als ich in Tokyo lebte, hatte mein Arbeitgeber die Netzkarte Tokyo Subway bezahlt, ich die Netzkarte Japan Rail selbst. Man kommt damit zu 95% von Japan (nicht nach Okinawa). Bis in die zauberhaften Berge am JAP-Meer zu Sibirien im verschneiten Winter.

Als ich + Freundin 2008/09 als Touristen in Japan waren.
Hatten wir auch den JR Pass.

Wenn es dunkel wird, ab Aomori mit dem Shikansen über Tokyo nach Kyoto durch die Nacht fliegen. Outer Space Experience mit viel Suchtgefahr …

@Miauzi & @schabernack

Vielen Dank Euch beiden. Jetzt weiß ich alles über die Bahnpreiserhöhungen in Deutschland, was ich schon immer wissen wollte.
Wenn es demnöchst mal einen Artikel zum Shikansen oder so ähnlich geben sollte, werde ich mit meinen BWL-, Technik- und Arbeitsrechtkenntnissen auch so viel dazu beitragen.

Wie attraktiv für

all jene, die vom Auto auf die Bahn umsteigen wollten ( sollten). Und wie toll die Transformation schon seine teuren Züge zeigt.
Die Transformation wird ihre Kinder auffressen, ehe sie vollzogen ist, weil sie die Bürger in Armut und Unmobilität zwingen wird. Ohne Arbeit keine Leistung, ohne Leistung keine Gelder, ohne Gelder kein Staat.
Wann man das wohl endlich mal begreifen wird? Innovation und Entwicklung stoppt man so auf lange Sicht.
Ob da wieder sozialistische Subventionen helfen sollen, wie einst in der DDR, in der alles subventioniert werden musste, von der Kartoffel bis zur Miete, damit der Bürger zumindest dachte, er lebt im sozialistischem Paradies....der Schuldenkollaps tötete dann später jegliche Ideen.
Wollen wir es hier wieder so kommen lassen?
Die Energiewende war falsch, wie sie gelaufen ist und wie sie noch heute vorangetrieben wird. Das merken nun die Kunden auch beim Bahnfahren.

15:54 von frosthorn

«@Miauzi & @schabernack
Vielen Dank Euch beiden. Jetzt weiß ich alles über die Bahnpreiserhöhungen in Deutschland, was ich schon immer wissen wollte.»

Das mit den Bahnpreiserhöhungen in Deutschland ist prinzipiell immer das gleiche: teurer wird es mit dem Winterfahrplan ab Dezember. Damit geht aber eigentlich nie ein verbessertes Angebot einher, dass man auch dort die Bahn nutzen kann, wo das bisher nicht ging. Gar nicht gemeint die vom Hochwasser im Sommer unterspülten, und erst mal nicht mehr nutzbaren Strecken.

Wahrscheinlich sind die 1,9% mehr für die Bahn weniger mehr, als Autofahren in 2022 teurer wird. Mehr als die Preiserhöhung die Misere der Bahn ist, ist es das Fehlen eines Bahnkonzepts für das ganze Land.

Vielleicht wird das mit der neuen Bundesregierung besser. Wie es besser sein kann, zeigt nich nur far away Japan, zeigen auch nearby FRA und die CH.

Das fehlende Konzept ist das reale Problem, und es dauert Jahrzehnte, bis ein gutes Konzept dann auch umgesetzt ist.

@Giselbert - Was ist zuverlässiger: Auto oder Bahn?

15:17 von Giselbert:
"Auch haben die Streiks gezeigt, dass die Bahn im Grunde kein verlässliches Verkehrsmittel ist, man benötigt zusätzlich immer noch eine Auto."

Während eines Bahnstreiks hilft Ihnen das Auto auch nicht weiter, denn mit dem steht man dann garantiert im Stau. (Was man ohnehin häufiger tut, als wegen eines Bahnstreiks nicht wegzukommen.)

Die Zuverlässigkeit der Bahn wird nicht durch Streiks beeinträchtigt, sondern durch ein unfähiges Management. Ein digitales Streckenleitsystem gibt es meines Wissens nach bis heute nicht. Und die regelmäßigen technischen Störungen sollten mit einigen Investitionen auch seltener werden.

@ 15:01 von fathaland slim

"Ärgerlich nur, daß Autofahren auch immer teurer wird... "

Ärgerlich nur, dass ein großer Anteil davon durch Steuern verteuert wird.

Preiserhöhung bei der Bahn

Wieder einmal werden Vielfahrer und Pendler mit Bahncard bzw. Monatskarte überproportional zur Kasse gebeten. Nicht gerade ein gutes Zeichen für eine ökologische Verkehrswende. War der Zeitpunkt der Meldung bewusst gewählt, wo doch die Politiker (insbesondere die Grünen) gerade mit sich selbst voll beschäftigt sind?

13:55 von Nachfragerin

//Der öffentliche Nah- und Fernverkehr muss konkurrenzlos günstig sein, wenn man die vielen Autos von den Straßen bekommen möchte. Bei einem Staatsunternehmen wie der Bahn ist es ein völlig falscher Ansatz, finanzielle Gewinne erzielen zu wollen. Der Gewinn ist der Umwelt- und Klimaschutz sowie eine Steigerung der Lebensqulität.//

Ich bin da ganz bei Ihnen. In den 90-er Jahren hieß es, wir müssen „von der Straße auf die Schiene!“ Jetzt, wo wir das nachholen müssen, was wir versäumt haben, sind Preiserhöhungen bei der Bahn der völlig falsche Ansatz. Wir müssen weg von der Fehlentwicklung unter drei CSU-Verkehrsministern und jetzt endlich zu Zukunfts-Konzepten kommen. Wir brauchen attraktive, kostengünstige Konzepte, vor allem im Personen-Nahverkehr!
Ich lebe allerdings seit kurzem nicht mehr in Deutschland, sondern 5-6 Monate im Jahr in Athen. Dort fahre ich mit dem Bus, von meinem Wohnort bis zur Stadtmitte, ca 20-25 Min., für Hin-und Rückfahrt, zum Preis von € 1,20 ! (Rentnerpreis)

@ 16:12 von Nachfragerin

"Während eines Bahnstreiks hilft Ihnen das Auto auch nicht weiter, denn mit dem steht man dann garantiert im Stau. ...
nicht durch Streiks beeinträchtigt, sondern durch ein unfähiges Management. "

Wo ist da der Unterschied zum Straßennetz?

Sie können doch nicht die Zuverlässigkeit nur einseitig bei der Bahn verbessern, auch der Straßenverkehr muss staufreier werden.

Übrigens, mir hat mein Auto weitergeholfen, es hat mich über die Streiktage gerettet, also war es für mich zuverlässiger (von der Fahrzeit ganz abgesehen, die bei mir mit dem Auto wesentlich kürzer ist).

Dann sind sich alle einig?

Die einen erhöhen ständig, die GDL EVG streiken andauernd - und allmählich will auch niemand mehr mit den Unpünktlichen fahren! Quinzessenz: Zumachen. Mei, würden dann die Streikenden plärren!

@Schabernack, Zitat: "Wäre

@Schabernack,
Zitat:
"Wäre das in Japan auch so doof.
Gäbe es dort auch keine Züge auf'm Land in Bergen …"

ich erinnere mich an die eine oder andere Reportage aus dem japanischen "Schneeland" - mit wieviel Einsatz und Leidenschaft dort die Eisenbahner im tiefsten Winter auch die kleinste Nebenstrecke einsatzbereit halten
-> weil dort sonst nix anderes geht für die Bevölkerung
und
wie es letztlich auch von den Bewohnern dort gewürdigt wird

@frosthorn Zitat: "@Miauzi &

@frosthorn
Zitat:
"@Miauzi & @schabernack
Vielen Dank Euch beiden. Jetzt weiß ich alles über die Bahnpreiserhöhungen in Deutschland, was ich schon immer wissen wollte.
Wenn es demnöchst mal einen Artikel zum Shikansen oder so ähnlich geben sollte, werde ich mit meinen BWL-, Technik- und Arbeitsrechtkenntnissen auch so viel dazu beitragen."
Warum ich z.B. Japan und sein Eisenbahnsystem erwähnt hatte...
..weil es halt für mich als Gegenbeispiel dient wie man auch unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten in einem Hoch-Industrieland ein Eisenbahnsystem auf höchstem Niveau für den Kunden betreiben kann.
D-land hängt da Jahrzehnte hinterher.
Wenn man denn etwas verbessern will muss man wohl mal schauen wie es die anderen (vergleichbaren) Länder machen.
Es stimmt eben das Preis-Leistungsverhältnis hier nicht und wie krass es ist zeigt einem erst der Blick nach Japan!
--
übrigens - NHK (das japanische Equivalent zur DW) bekommt man hier via europäischen SAT - sehr zu empfehlen

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