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QUAD in Asien und NATO in der

QUAD in Asien und NATO in der Deckung im Hintergrund. Die USA blicken in die Zukunft, wenn der Streit um knappe Resourcen in ca. 100 Jahren militärisch eskaliert. Hierbei geht es hauptsächlich um die Spratley Inseln und Taiwan. Der Kampf um die in 100 Jahren nur noch knapp vorhandenen Resourcen kann die USA nur mittels starker Bündnisse gewinnen. Die Musik spielt in Asien und Afrika. Biden hat das zumindest in Bezug auf Asien erkannt.

Eins ist sicher:

Nur die freie und offene Zusammenarbeit aller Menschen kann ihnen eine. gute Zukunft sichern. Nicht nur, aber gerade auch in der Wirtschaft.

„Das Signal (…) lautet: Im Wettstreit mit autoritären Systemen setzen die USA auf Diplomatie - aber auch Abgrenzung“

Die ist dabei auch das einzige funktionierende Mittel. Nicht Gewalt. Und das Wesen militärischer Einsätze ist immer der Versuch ist, Interessen - ganz gleich, welcher „Natur“ - offensiv oder defensiv - mit Gewalt durchzusetzen Dass das nicht funktioniert, hat sich in der Realität inzwischen oft genug erwiesen.

„Abgrenzung“ muss also bedeuten, dass jeder, der mit illegitimen Mitteln versucht, eigene Interessen durchzusetzen möglichst schnell erkennt, dass er sich dadurch selbst schadet. Und in diesem Zusammenhang muss sich jeder darüber im Klaren sein, dass Geld in einem Wirtschaftssystem, das nicht auf das nicht auf demokratisch, also transparent definierten Bewertungsmaßstäben beruht Macht bedeutet. Und damit Gewalt ermöglicht.

Quad- Gipfel !

Gut so, da geht Herr Biden einen sinnvollen Weg. Denn die Chinesen streben nach zu viel, und werden langsam aber sicher auch viele ausländische Firmen das Fürchten lehren.
Ich frage mich, wann merken all die Firmen dies endlich, wie sehr dort in China zwar Geld verdient werden kann, aber auch der Druck in vielen Belangen immer größer wird.
Wenn ich da lese, dass Daimler noch ein Motorenwerk in China bauen will, für herkömmliche Motoren, dann ist dies in meinen Augen eine totale Idiotie und raus geworfenes Geld. Es sollten sich viele Länder wieder mehr auf ihre eigenen Stärken und Bereiche kümmern, im eigenen Land produzieren, und viele mehr die Regionalität fördern, als nur dem Gewinn- Wahnsinn folgen. Chinas KP geht es doch um die noch größere Herrschaft, noch mehr Einfluss, als wären sie das Wahre ! Es gibt noch ein paar andere Vögel auf dieser Welt, die denken und leben dies auch !

Gemeinsam gegen die Übermacht

Der gemeinsame Kampf gegen Chinas Übermacht wird eine große Herausforderung der Zukunft sein.
Ich finde, die totalitäre Parteidiktatur sollte nicht triumphieren. Die Welt muss demokratisch werden.

@Nettie um 08:55

"Und in diesem Zusammenhang muss sich jeder darüber im Klaren sein, dass Geld in einem Wirtschaftssystem, das nicht auf das nicht auf demokratisch, also transparent definierten Bewertungsmaßstäben beruht Macht bedeutet. Und damit Gewalt ermöglicht."

Da ist es egal ob demokratisch oder nicht. Geld war schon immer verbunden mit Macht.
Ob demokratisch oder nicht ... spielt da keine Rolle.

Quad-Gipfel im Weißen Haus

Erst wurde AUKUS ins Leben gerufen, jetzt folgt der Quad-Gipfel. Das geht natürlich gegen die Hegemonialbestrebungen Chinas. Bemerkenswert ist, dass J. Biden die EU heraushalten will, die zu wenig Fähigkeiten mitbringt, die nützlich wären und viel zu debattierfreudig ist, um entschieden aufzutreten. Dazu hat sich Deutschland in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer "Wirtschaftsgeisel" Chinas entwickelt. Deutschland wird in diesem Spannungsfeld die Schweiz geben. Immer schön neutral bleiben und sich nur nicht die lukrativen Geschäfte gefährden.

Geopolitisch ist die EU ein Zwerg und so wird sie von den "Großen" mittlerweile auch behandelt.

Gruß Hador

Ich kann das Gejammer über

Ich kann das Gejammer über China nicht mehr hören. China wäre heute noch das rückschrittliche Land was es vor 30 Jahren war. Es waren die westlichen Firmen die alles Knowhow nach China schleppte mit der Aussicht auf schnelle Gewinne. Man verlagerte was nur ging ins Billiglohn Land China. In Windeseile haben die Chinesen sich unser Wissen angeeignet und begonnen es zu verbessern und für sich selbst zu nutzen. Die Westliche Arroganz war dabei sehr hilfreich. Eigentlich hätte man es besser wissen müssen, den wir hatten das alles schon mal mit Korea und Japan bei der Unterhaltungselektronik und dem Foto Sektor. Scheinbar machen Gewinne aber blind. Jetzt China die Schuld zu geben und das mit allerlei hanebüchenen Begründungen zu untermauern hilft niemanden weiter. Scheinbar kann auch keiner verstehen das sich andere Länder bedroht fühlen wenn wir sie immer mehr militärisch einkreisen und anfangen sich zur wehr zu setzen. Diplomatie ist gefragt und keine Armeen, wir haben genug Probleme.

Geht es da wirklich nur um ...

.. eine Übermacht Chinas oder den Machterhalt bei den bröckelnden USA?
Zumindest auf mich machen die plötzlichen Aktionen Bidens den Eindruck.
Erst USA-Australien-England, jetzt Australien, Japan, Indien und USA, Frankreich war wohl zu unbequem ... und wurde durch die Hintertür im wahrsten Sinne "ausgebootet".
Die Interessen verschieben sich gerade gewaltig. Und trotz aller Lippenbekenntnisse: Europa wird in diesen "we first" Gruppen zweitklassig ... wirtschaftlich und im Auslaufmodell "NATO".
Ob das in den nationalen Parlameten und der EU jemand erkennt?

@Traumfahrer " Wenn ich da

@Traumfahrer " Wenn ich da lese, dass Daimler noch ein Motorenwerk in China bauen will, für herkömmliche Motoren, dann ist dies in meinen Augen eine totale Idiotie und raus geworfenes Geld." Dazu fällt mir immer ein Spruch von Marx ein "Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens." Das er recht hatte beweist sich heute immer mehr.

@08:55 von Nettie

"Und in diesem Zusammenhang muss sich jeder darüber im Klaren sein, dass Geld in einem Wirtschaftssystem, das nicht auf das nicht auf demokratisch, also transparent definierten Bewertungsmaßstäben beruht Macht bedeutet. Und damit Gewalt ermöglicht."

Um Himmels Willen... von was reden sie hier bitte? Geld=Macht=Gewalt? Soll man die "Bösen" und deren Bevölkerungen mal wieder wie im Kalten Krieg wirtschaftlich in die Knie zwingen, bis die Menschen vor Hunger revoltieren? Zum Glück bedeuten 700 Milliarden Militärbudget in den USA nicht Macht und Gewalt, weil demokratisch verfasst.
Quad ist nichts anderes als das alte Blockdenken und es lädt China dazu ein genauso selektiv zu verfahren.

„ 09:41 heribix- schnelle Gewinne

„ Es waren die westlichen Firmen die alles Knowhow nach China schleppte mit der Aussicht auf schnelle Gewinne. Man verlagerte was nur ging ins Billiglohn Land China. In Windeseile haben die Chinesen sich unser Wissen angeeignet und begonnen es zu verbessern und für sich selbst zu nutzen. Die Westliche Arroganz war dabei sehr hilfreich. Eigentlich hätte man es besser wissen müssen, den wir hatten das alles schon mal mit Korea und Japan bei der Unterhaltungselektronik und dem Foto Sektor.“

Sie haben den Schiffsbau vergessen. Wir haben das Know How als Entwicklungshilfe nach Korea exportiert und in Folge dessen hat bei uns das Werftensterben eingesetzt.

Heinrich von Pierer sagt auch mal: es ist ein Risiko nach China zu gehen. Aber es ist ein größeres Risiko nicht nach China zu gehen.

Siemens baute beim 3-Schluchten Staudamm auf der einen Seite die Turbinen zur Stromerzeugung. Auf der anderen Seite haben es die Chinesen selber gemacht. Abgeschaut von den Deutschen…

Wettkampf der Systeme

Ich denke mit Säbelrasseln wird man den Wettkampf der Systeme nicht gewinnen. Wenn man es ehrlich betrachtet, verfolgt China langfristige Ziele konsequent, man investiert zielgerichtet in moderne Technologien während man sich insbesondere in den USA vergleichsweise nicht vorwärts bewegt, man ist vielmehr nach einem Regierungswechsel damit beschäftigt, was die Vorgängerregierung eingeführt hat, wieder rückgängig zu machen. Das verschwendet Recourcen. Auch ist in China der Wohlstand inzwischen viel breiter als viele im Westen annehmen: Ein Paketfahrer verdient hier gut 1200 Euro netto im Monat und das zählt zu den Einkommen am unteren Ende. Er kann sich aber locker etwas außerhalb von Stadtzentrum eine nagelneue 4 Zimmer Wohnung für 250 bis 300 Euro mieten. Es entsteht hier eine breite Schicht, die mit akzeptablem Einkommen vernünftig leben kann, während im Westen dazu untere Lohngruppen schon oft zwei oder drei Jobs brauchen. Das westliche System hat seine Grenzen.

um 09:41 von heribix

Ich kann das Gejammer über China nicht mehr hören. China wäre heute noch das rückschrittliche Land was es vor 30 Jahren war. Es waren die westlichen Firmen die alles Knowhow nach China schleppte mit der Aussicht auf schnelle Gewinne. Man verlagerte was nur ging ins Billiglohn Land China. In Windeseile haben die Chinesen sich unser Wissen angeeignet und begonnen es zu verbessern und für sich selbst zu nutzen.
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So ist es, und Airbus Flugzeuge werden heute auch schon in China gefertigt.

Schon eigenartig

erst sind alle nach China, weil es ein riesiger Markt ist, wo man alles auslagern kann, billig produzieren, und viel Gewinn machen.
Mit Indien ist es ähnlich, nur noch nicht so stark wie in China, die beiden Länder mit den meisten Menschen, werden mal eine große Rolle spielen.
Alles große Worte, von Liberal und Demokratie, in Wirklichkeit geht aber aber um etwas ganz anders, man denkt auch das alle Menschen dumm sind, und nichts merken, dem ist aber nicht so.
Unter der Oberfläche sieht das ganz anders aus.

Zentrale Rolle der ASEAN-Organisation

"In der Abschlusserklärung heißt es, dass Präsident Biden und seine Gäste die zentrale Rolle der ASEAN-Organisation, dem Bündnis der südost-asiatischen Staaten, anerkennen."

Eine etwas seltsame Erklärung. Die ASEAN -Mitgliedsstaaten sind Brunei Darussalam, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam.
Wollen die USA, Australien, Indien und Japan jetzt ein "Gegengewicht zu Chinas Visionen" auf dem Gebiet der ASEAN-Staaten schaffen oder warum werden diese explizit genannt?

Quad-Gipfel im Weißen-Haus: Zu viert gegen China....

Da muss die Angst vor dem Aufstieg Chinas, die Konkurrenz und die Befürchtung des eigenen Bedeutungsverlust ja erheblich sein.
Die Quad-Gruppe veranstaltet regelmäßig Manöver im indopazifischen Raum. Im letzten Jahr auch mit zwei Flugzeugträgergruppen. Unter anderem werden auch Operationen gegen Landziele geübt. Während sich im Oktober Großbritannien an einem Manöver beteiligten will, hat Vietnam sämtliche Testballons einer Teilnahme an Quad platzen lassen.

Im Prinzip geht es doch nur

Im Prinzip geht es doch nur darum, ein neues Konfliktgebiet zu finden, um der Waffenindustrie weiterhin große Profite und sich selbst womöglich irgendwelche wirtschaftlichen Möglichkeiten zu verschaffen.
Und eines ist ganz sicher: diesen „liberalen Demokratien“ geht es um nichts anderes.

Unlautere Mittel

Wer wie China Produkte unter den Herstellungskosten verkauft, will größtmögliche Marktmacht erreichen, das schafft keine Freunde.

Ich befürworte Bidens Handeln, gerade auch im Hinblick auf unzuverlässige Lieferketten, überdenken viele Unternehmen längst schon, sich nicht mehr auf "China only" zu verlassen.

@09:45 von H. Hummel

"Geht es da wirklich nur um ...
.. eine Übermacht Chinas oder den Machterhalt bei den bröckelnden USA?
Zumindest auf mich machen die plötzlichen Aktionen Bidens den Eindruck.
Erst USA-Australien-England, jetzt Australien, Japan, Indien und USA, Frankreich war wohl zu unbequem ... und wurde durch die Hintertür im wahrsten Sinne "ausgebootet"."

Bemerkenswert ist vor allem, dass diese aussenpolitischen Ambitionen (Militärbündnis AUKUS + QUAD) unmittelbar an Afghanistan anschliessen. Dies legt nahe, dass der gewaltige Militärapparat permanent Beschäftigung bzw. ein nettes Projekt braucht.
Die Containment-Strategie gegenüber China ist an sich nicht neu, doch nimmt das Ganze nun richtig an Fahrt auf und die Partner, die zuvor zögerlich waren, sind offensichtlich nun bereit zur offenen Konfrontation China´s.

Re : Bernd Kevesligeti !

Vietnam hat ja auch eine sehr ähnliche politische Agenda wie China. Da ist es verständlich, dass die nicht sich gegen die Chinesen stellen.

@Charlys Vater

China verkauft nicht unter den Herstellkosten, Chinesische Geschäftsleute würden das niemals tun, da kennen Sie China schlecht wenn überhaupt. Es ist aber so, dass in China Kosten für Löhne oder Grundstücke erheblich niedriger sind, als in Deutschland. Umweltstandards für Fabriken sind in China inzwischen durchaus auf europäischem Niveau. Wer aber geringere Kosten hat, kann seine Produkte günstiger anbieten und hat oft auch noch einen höheren Gewinn. Im Übrigen gibt es ja bestimmte Produktionen in Europe garnicht mehr wie Mobiltelefone.

Am 25. September 2021 um 09:38 von Hador Goldscheitel

Biden will Europa nicht raushalten wegen zu wenig Fähigkeiten oder zu vielen Debatten, sondern weil gerade auch nach Afghanistan Europa mehr mitbestimmen will und das zu recht.
Wir können nicht immer nur die Scherben wegräumen, welche die amerikanische Außenpolitik hinterläßt.
Da nimmt man halt Länder die brav folgen.
Diese letzten beiden Blockbildungen von Biden zeigen deutlich, es waren nur Worte auf der UNO Konferenz.
Mehr und mehr Rückkehr zum kalten Krieg. Da kann man Europa mit sein Demokratieverständnis noch brauchen, erst recht nicht wenn es einig sein sollte

"Hierbei geht es

"Hierbei geht es hauptsächlich um die Spratley Inseln und Taiwan."

Australien, Japan, Indien und den USA geht es um Inseln die von Vietnam, Malaysia, Brunei, Indonesien, den Philippinen und China beansprucht werden?

von Traumfahrer 10:12

Man versuchte in dieser Hinsicht ja schon manches: Auch Vizepräsidentin Harris scheiterte bei einem Besuch in Vietnam mit dem Versuch, daß Land in eine militärische Zusammenarbeit gegen China einzubeziehen...

@09:55 von wenigfahrer

"Schon eigenartig erst sind alle nach China, weil es ein riesiger Markt ist, wo man alles auslagern kann, billig produzieren, und viel Gewinn machen.
Mit Indien ist es ähnlich, nur noch nicht so stark wie in China, die beiden Länder mit den meisten Menschen, werden mal eine große Rolle spielen.
Alles große Worte, von Liberal und Demokratie, in Wirklichkeit geht aber aber um etwas ganz anders, man denkt auch das alle Menschen dumm sind, und nichts merken, dem ist aber nicht so.
Unter der Oberfläche sieht das ganz anders aus."

Sicher sind die Menschen nicht dumm, doch wenn man moralische Motive anführen kann nimmt man dieses Narrativ gern auf. Konkret geht es darum, dass in China 1,4 Milliarden Menschen leben die grossteils Globalisierungsgewinner sind und wir hier Probleme bekommen langfristig zu konkurrieren. Bei den einfachen Leuten hiess das immer... die nehmen uns die Jobs weg. Nun liefern unsere Regierungen ein viel bessere Erzählung. Kampf für Werte und Demokratie.

@ 10:02 von nie wieder spd

"""Im Prinzip geht es doch nur darum, ein neues Konfliktgebiet zu finden, um der Waffenindustrie weiterhin große Profite """

Ein bekanntes, und schwaches, kommunistisches Ablenkungsmanöver. Wenn man die eigenen Machenschaften (hier zB Drangsalierung des demokratischen Taiwan) argumentativ nicht stützen kann, wird stattdessen über "Waffenlobby" und "Profite" der Gegner geschwafelt.

Am 25. September 2021 um 10:05 von Charlys Vater

Abgesehen davon das sie kaum wissen dürften wie hoch die Herstellungskosten sind. Es wäre interessanter und man kommt den Kern der Dinge näher, wenn man sich umfangreich mit der Wirtschaft und Voralpen der Finanzpolitik weltweit beschäftigt., denn dieses Angstschüren vor der chines. Wirtschaft ist doch mehr gekünstelt. Ein Blick in die internationalen Veröffentlichungen verschiedener Börsen zeigt schon viel klarer die Ursache , das ist wie einige richtig erkannten..Geld und Banken, denn nur auf diesen Gebiet hat China der USA den Rang abgelaufen und das mit mehreren Banken. Wirtschaftlich, sowohl Börsenwert, Umsatz, Aktiva, beschäftigte sind nach wie vor mit großen Abstand amerikanische Konzerne in den top 500.
Das nebenbei auch der entscheidende Punkt bei den Streitigkeiten um Hongkong, nicht die relativ kl. Wirtschaft, der Finanzplatz u. Sein 5Platz im Ranking Geldwäsche/Schwarzgeld

Erst AUKUS, jetzt QUAD ...

Interessanterweise scheint die NATO in der US-Außenpolitik immer mehr in den Hintergrund zu treten. Biden setzt die Politik von Trump fort, nur die Tonlage hat sich geändert.

Der Einsatz der NATO in Afghanistan gemäß Artikel 5 war schon grenzwertig: eine Invasion in einem fernen Land weil dort Terroristen Unterschlupf fanden? Warum ist die NATO dann nicht auch in Saudi-Arabien einmarschiert ?

In Osteuropa liegen sich NATO-Truppen und russische Verbände gegenüber. Doch die Weltpolitik spielt sich heutzutage dort ab, wo auch die wirtschaftliche Dynamik am größten ist: im Indopazifik. Nur so ist die plötzliche „Milde“ der US-Regierung zu verstehen, das von Polen und der Ukraine abgelehnte Gas-Pipeline Projekt in der Ostsee zu „erlauben“.

Dabei ist der Antagonismus zwischen USA und China nicht einmal primär politisch, denn über die Taiwan Frage hat man sich schon 1970 prinzipiell verständigt.

Es geht um wirtschaftlichen Einfluss in Asien, Südamerika und Afrika!

re 10:02 nie wieder spd: Das immer und nie Prinzip

>>Im Prinzip geht es doch nur darum, ein neues Konfliktgebiet zu finden, um der Waffenindustrie weiterhin große Profite und sich selbst womöglich irgendwelche wirtschaftlichen Möglichkeiten zu verschaffen.
Und eines ist ganz sicher: diesen „liberalen Demokratien“ geht es um nichts anderes.<<

Genau das wird von allen „illiberalen Autokratien“ immer einfach so behauptet.

Weil Demokratie und Freiheit und Liberalität im Allgemeinen einfach nicht im eigenen Weltbild zugelassen werden.

@baumgart67 (9:51)

Es ist schön, dass Sie das Leben in China genießen und uns regelmäßig mitteilen, wie gut es dort ist, während sie uns gleichzeitig gerne die Fehler des Westens vorhalten.

Würde ich mit Wohnsitz in Deutschland versuchen, das gleiche in einem chinesischen Forum zu tun, würde ich auf erhebliche Hindernisse stoßen. Chinesische Staatsbürger, die mir dabei helfen wollten, bekämen mächtig Probleme.

Das ist ein Unterschied, den sie konsequent ignorieren. Insofern sind mir ihre Kommentare ziemlich suspekt.

wieder mal der "gelbe Elefant"

In Stichworten nach TS:
Es geht um Lieferketten für Computerchips ... Unabhängigkeit von Chinas Marktmacht ... die Produktion von einer Milliarde Corona-Impfdosen zu produzieren.
Und:
"Das sogenannte Quad ist keine militärische Allianz ... Auch wenn die Armeen der vier Staaten zum Beispiel beim maritimen Malabar-Manöver gemeinsam trainieren."

Mir ist nicht ersichtlich, wie dem genannten Zweck (etwa Produktion von Impfdosen) Militärmanöver dienen sollten.

Man kann davon ausgehen, dass es maßgeblich um den ungenannten "Elefanten im Raum" (China) geht.

Andererseit um das was genannt wird, weniger:
"Scott Morrison: "Wir sind liberale Demokratien, die an eine Weltordnung glauben, die der Freiheit den Vorzug gibt."
Jedenfalls solange dabei nicht "die Freiheit die ich meine" herauskommt.

Herr Morison spricht von Glauben. Allen Versuchen, Glauben, welchen auch immer, mit militärischer Unterstützung zu verbreiten, stehe ich sehr skeptisch gegenüber - stark untertrieben gesagt.

ASEAN ist nicht gleich ASEAN !

Das wissen viele nicht. In den 1970er Jahren war die ASEAN eines der NATO nicht unähnlichen militärischen Beistandsbündnissen, die die USA weltumspannend schmiedeten im Sinne von Kissingers „Containment“ Strategie gegen den „Kommunismus“.

Mich erinnerte das immer etwas an die seltsame Einigkeit der historischen europäischen Feudalmächte im Kampf gegen das revolutionäre Frankreich nach 1789.

Was viele nicht wissen: die ASEAN von heute ist eine Neugründung mit anderer Satzung und anderem Teilnehmerkreis.

Deutschland hat inzwischen eine merkwürdige Position: fest an der Seite der Ukraine, aber ohne Biss gegenüber China, da die deutsche Industrie Schluckauf bekommt wenn die Container aus Shanghai ausbleiben .. das hat man auch in Washington missbilligend zur Kenntnis genommen.

„Transatlantische“ Zusammenarbeit hat sich durch Chinas Aufstieg fundamental verändert. Berlin hat das noch nicht so richtig verinnerlicht!

Geopolitische "Interessen"

Das sind eigentlich reine Luxusangelegenheiten,die wir uns in Wirklichkeit gar nicht mehr leisten können.
Wenn wir davon nicht weg kommen und endlich es schaffen gemeinsame Konzepte zu entwickeln wie wir die anstehenden Probleme gemeinsam lösen können,wir es eben in spätestens zwei bis dreihundert Jahren nicht weniger als der Untergang der Menschheit sein.
Mit dieser Politik jedenfalls kommen wir keinen Schritt weiter.
Wenn ich die Worte Geopolitik und Interessen lese,sind das sehr kurzsichtige Begriffe.

10:01 von Bernd Kevesligeti

«Während sich im Oktober Großbritannien an einem Manöver beteiligten will, hat Vietnam sämtliche Testballons einer Teilnahme an Quad platzen lassen.»

Vietnam ist ja auch kein Demokratischer Staat als auch so was wie eine halb-post-kommunistische Einparteien-Diktatur. Außerdem steht Vietnam unter der Fuchtel von China vor allem in wirtschaftlichen Aspekten.

Australien, Indien, Japan sind nicht so abhängig von China, und China kann diese 3 Staaten halt nicht so rumkommandieren wie Vietnam. Obwohl China auch das sehr gerne können würde, aber das geht wegen der Demokratie nun mal nicht.

Am 25. September 2021 um 10:27 von État DE gauche

Weltweit der größte Arbeitgeber , das selbst vor riesigen Konzernen, ist das Pentagon.
Wenn man "Arbeit" vergibt braucht man auch eine Vielzahl an Material. Was natürlich maximal Profit ergibt, da vom Staat bezahlt. Ein Urlaubskonzern Pentagon wird sich auch die USA nicht leisten können.
Dazu kann man dann halt noch alles militärische und halbmilitärische Weltweit verkaufen wenn man ein Gegner findet, den es ja direkt nachdem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus nicht mehr gab
Ergo kein Ablenkungsmanöver

RE: Magic.fire um 10:18

***Biden will Europa nicht raushalten wegen zu wenig Fähigkeiten oder zu vielen Debatten, sondern weil gerade auch nach Afghanistan Europa mehr mitbestimmen will und das zu recht.***

Ja die Nationalstaaten der EU bzw. die EU mögen ja schön mitbestimmen wollen, sie haben nur nicht viel zu melden.
Konnte man ja bei der Rettungsaktion in Afghanistan sehen. Und nicht zuletzt das "kalte Abservieren" Frankreichs im Atom-Uboot-Deal haben die USA doch sehr deutlich gezeigt: "Ihr seid nicht mehr so wichtig im Allgemeinen und hier im Indo-Pazifikraum im Besonderen bedeutungslos für uns!"

Nicht zuletzt ein Zeichen an die EU-Staaten, in Sachen vertiefte Zusammenarbeit, auch im militärischen Bereich, endlich mal zu Potte zu kommen.

Gruß Hador

@10:31 von Möbius

"Interessanterweise scheint die NATO in der US-Außenpolitik immer mehr in den Hintergrund zu treten. Biden setzt die Politik von Trump fort, nur die Tonlage hat sich geändert." ... "Es geht um wirtschaftlichen Einfluss in Asien, Südamerika und Afrika!"

Ex-Aussenminister Gabriel sagte einmal sinngemäss zur Seidenstrasse 2.0, dass das eigentliche Problem damit sei, dass Europa keine eigene Gestaltungsidee hat. Manche mögen das Vorgehen China´s dabei für neo-kolonialistisch halten, doch das ist im Rahmen der westlich geprägten internationalen Ordnung ja durchaus im Rahmen und längst vorgelebt, wie vor allem Staats-Präsidenten afrikanischer Länder bezeugen.
Die Antwort QUAD + AUKUS ist da ganz anderer Natur. Ich sehe darin die Kapitulation in der rein wirtschaftlichen Auseinandersetzung. QUAD bastelt an neuen Blöcken und ist damit gegen den globalisierten Markt gerichtet.

@ Tinkotis

Ich versuche hier nur meinen Eindruck und Vorort Wissen aus den letzten 17 Jahren in China zu teilen. Man sieht doch leider, dass China wirtschaftlich immer erfolgreicher wird, der Wohlstand hier vor Ort steigt und das Land erheblich moderner ist als Deutschland, offensichtlich macht man hier vieles richtig. Und es ist keineswegs so, dass nur eine kleine Elite davon profitiert. In vielen Branchen sind die Gehälter schon vergleichbar mit dem Westen. Man sieht hier, dass der Wohlstand in der Breite wächst, junge Arbeitnehmer in unteren Lohngruppen haben hier z.B. die realistische Perspektive Eigentum zu erwerben was in Deutschland bei vergleichbaren Jobs nahezu unmöglich ist. Und neue Entwicklungen wie 6G kommen aus China oder den USA und nicht aus Europa. Und das ist in immer mehr Technologiefeldern so.

09:38 von Hador Goldscheitel

«Bemerkenswert ist, dass J. Biden die EU heraushalten will, die zu wenig Fähigkeiten mitbringt, die nützlich wären und viel zu debattierfreudig ist, um entschieden aufzutreten.»

Es ist auch besser so, die EU aus diesen Angelegenheiten in Südostasien heraus zu halten. Die EU muss ihren eigenen Weg zum wirtschaftlichen Umgang mit den Ländern der Region finden. Territorial ist die EU von den Streitigkeiten um Inseln & Co. im Südchinesischen Meer sowieso nicht betroffen.

«Deutschland in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer "Wirtschaftsgeisel" Chinas entwickelt.»

Wirtschaftsgeisel ist ein schönes Wort in diesem Zusammenhang, und es erinnert an Krimis im TV, bei denen am Ende rauskommt, dass die Geisel Komplize der Geiselnehmer war, um Lösegeld bspw. vom reichen Vater zu erpressen.

Klug war die Deutsche Wirtschaftspolitik mit China der letzten 20 Jahre nicht. Zu viel großer Absatzmarkt im Sinn, und zu wenig an Nachteile durch Abhängigkeiten gedacht. Too much money thinking.

@10:54 von Magic.fire

"""Dazu kann man dann halt noch alles militärische und halbmilitärische Weltweit verkaufen wenn man ein Gegner findet, den es ja direkt nachdem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus nicht mehr gab"""

Da muss kein Gegner gefunden werden.
Der Gegner (China) schlägt bereits gegen die taiwanische Haustür, und droht.
Egal was für Waffengeschäfte wo gemacht werden, will Taiwan die Demokratie behalten.

"""Ergo kein Ablenkungsmanöver"""

Ergo, doch ein Ablenkungsmanöver.

@ Olivia59

An das Statement von Gabriel kann ich mich auch gut erinnern. Es ist auch so, dass das Engagement der Chinesen offensichtlich von der Bevölkerung in Afrika weitgehend positiv aufgenommen wird. Vor ca. 2 Jahren lief im deutschen Fernsehen eine Reportage über einen der größten chinesischen Schuhhersteller, der in Afrika Fabriken gebaut hat und damit sehr viele Afrikaner aus der Armut geholt hat, die haben plötzlich vernünftige Wohnungen, Geld, Elektrizität. Sicherlich ist nicht alles perfekt und es gibt auch Seidenstraßen Projekte die sinnlos sind aber es holt auch viele Leute aus der Armut im Prinzip genauso wie es in China ja auch gelungen ist.

@Tinkotis

"Es ist schön, dass Sie das Leben in China genießen und uns regelmäßig mitteilen, wie gut es dort ist, während sie uns gleichzeitig gerne die Fehler des Westens vorhalten."

@Baumgart geht es nicht darum, das westliche Narrativ über das böse China zu ersetzen, sondern nur um eine neue Perspektive zu erweitern: dass nämlich das chinesische System für mindestens 1,2 Mrd. Menschen seit 30 Jahren sehr gut funktioniert! Dieser Umstand wird bei uns weitgehend komplett ausgeblendet und die Perspektive nur auf Menschenrechte, Umwelt, Taiwan und Uiguren bzw. Tibeter reduziert. Warum aber ignorieren wir, wie das System für 1,2 Mrd. Menschen funktioniert so sehr? Ist es die Angst vor der gelben Gefahr, wie selbst deutsche Leitmedien zuweilen titulieren (wo ist da eigtl. der Rassismusaufschrei?).

"Das ist ein Unterschied, den sie konsequent ignorieren."

Das tut der User nicht. Er weist in anderen Zusammenhängen auch immer wieder mal darauf hin, was in China nicht gut funktioniert.

von schabernack 10:51

Also, da werden neue Militärpakte geschaffen.
Die meisten Länder der Region wollen da aber nicht mit machen. So auch Vietnam, daß es ablehnt in gegen dritte Staaten gerichtete Bündnisse einzutreten. Eine vernünftige Haltung.
Und demokratisch ist doch wohl gegen den Hegemonismus zu sein, der durch die Militärbündnisse geschaffen oder erhalten werden soll. "Rumkommandieren", eine spiegelbildliche Reflexion ?

09:19 von Shantuma

<< @Nettie um 08:55

"Und in diesem Zusammenhang muss sich jeder darüber im Klaren sein, dass Geld in einem Wirtschaftssystem, das nicht auf das nicht auf demokratisch, also transparent definierten Bewertungsmaßstäben beruht Macht bedeutet. Und damit Gewalt ermöglicht."

Da ist es egal ob demokratisch oder nicht. Geld war schon immer verbunden mit Macht.
Ob demokratisch oder nicht ... spielt da keine Rolle. "

,.,.,

Welchen Zeitraum umfasst denn Ihr "schon immer"?

Überblicken können Sie doch höchstens Ihre eigene Lebenszeit.

Und selbst da ist Geld nicht immer verbunden mit Macht.

Was die Zukunft betrifft, so kann man durchaus in dieser Hinsicht demokratischer werden.

Aber es gibt sicher Menschen, die dem Geld sklavisch unterworfen sind und dann meinen - oder gar herbeizubeschwören suchen -, die Menschheit als ganzes sei das seit jeher.

@10:49 von Naturfreund 064

"Das sind eigentlich reine Luxusangelegenheiten,die wir uns in Wirklichkeit gar nicht mehr leisten können.
Wenn wir davon nicht weg kommen und endlich es schaffen gemeinsame Konzepte zu entwickeln wie wir die anstehenden Probleme gemeinsam lösen können,wir es eben in spätestens zwei bis dreihundert Jahren nicht weniger als der Untergang der Menschheit sein.
Mit dieser Politik jedenfalls kommen wir keinen Schritt weiter.
Wenn ich die Worte Geopolitik und Interessen lese,sind das sehr kurzsichtige Begriffe."

In diesem Sinne hatte mich Bidens UN-Rede zunächst wirklich beeindruckt. Wenn man sich allerdings die Handlungen der USA ansieht halte ich das Gesagte mittlerweile für eine grosse Irreführung. Mit der Gründung einer gegen China gerichteten Militärallianz betreibt man keine Diplomatie. Es sei denn man hat davon eine Auffassung die in einigen US-thinktanks zu vernehmen ist... "sticks & carrots". Aus einer Machtposition heraus verhandelt es sich besser.

RE: schabernack um 11:12; 09:38 von Hador Goldscheitel

***«Deutschland in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer "Wirtschaftsgeisel" Chinas entwickelt.»

Wirtschaftsgeisel ist ein schönes Wort in diesem Zusammenhang, und es erinnert an Krimis im TV, bei denen am Ende rauskommt, dass die Geisel Komplize der Geiselnehmer war, um Lösegeld bspw. vom reichen Vater zu erpressen.

Na, womöglich doch eher das "Stockholm-Syndrom ! Ich denke Deutschland fühlt sich noch sehr wohl, zu wohl ! Das böse Erwachen kommt erst noch.

Als exemplarisches Beispiel dient der Autobahnausbau in Montenegro. Von China, mit teuren Krediten finanziert und gebaut, entwickelt es sich zum reinsten Desaster für Montenegro. Autobahn unfertig, Kredit fällig. Zonck !

Gruß Hador

zu billig?

@ 10:18 von baumgart67

Sie an "Charlys Vater":
"China verkauft nicht unter den Herstellkosten, Chinesische Geschäftsleute würden das niemals tun, da kennen Sie China schlecht wenn überhaupt. Es ist aber so, dass in China Kosten für Löhne oder Grundstücke erheblich niedriger sind, als in Deutschland."

Ich bleibe der Einfachheit halber mal beim schablonenhaften "wir" bzw. "die".
Gewiss scheint mir jedenfalls, das China unter den hiesiegen Herstellungskosten verkauft - aufgrund dessen, was Sie angeführt haben. Das nutzen "wir" zum kostengünstigen Einkauf und kritisieren dann die daraus resultierende wachsende Marktmacht.

"Geopolitisch ist die EU ein

"Geopolitisch ist die EU ein Zwerg und so wird sie von den "Großen" mittlerweile auch behandelt."

Was ich an sich gar nicht sooo schlimm finde, da ich dieses großgeopolitische, militärische Auftreten nur recht beschränkt unterstütze. Aber bemerkenswert finde ich, dass das einzige EU-Land, das dieses wohl wirklich erkannt hat, Frankreich heißt.

Wir sollten diesbezüglich mehr auf Frankreich hören. Da wird zwar auch nicht alles richtig gemacht und Frankreich ist mir etwas zu "kriegslüstern" (Lybien, Mali, etc), aber Frankreich scheint irgendwie das einzige EU-Land zu sein, das etwas von europerspektivischer Geopolitik versteht.

Die EU könnte eine starke autonome Macht sein. Nicht imperialistisch aber entschlossen defensiv. Fände ich gut.

Nachdem die Hoffnung, China

Nachdem die Hoffnung, China würde sich demokratisch entwickeln, nicht eingetreten ist, sondern das extreme Gegenteil, ist es nur folgerichtig, durch Ausgrenzung eine globale Ausbreitung des chinesischen Diktatur Systems zu verhindern.

10:54 von Hador Goldscheitel

«Und nicht zuletzt das "kalte Abservieren" Frankreichs im Atom-Uboot-Deal haben die USA doch sehr deutlich gezeigt: "Ihr seid nicht mehr so wichtig im Allgemeinen und hier im Indo-Pazifikraum im Besonderen bedeutungslos für uns!"»

Mind. zu 50% hat sich Frankreich mit den U-Booten und Australien selbst aus dem Spiel gekegelt.

Teuer - teurer - noch teurer … plus … spät - später - noch später geliefert.
Hätte sich das nicht alles wie Kaugummi in die Länge gezogen, hätte Australien die U-Boote aus Frankreich längst gehabt. Lange bevor Biden überhaupt US-Präsident wurde.

Und dann ging es noch um die Antriebstechnologie der U-Boote. Konventionell und relativ laut im Sonar, oder atomarer Antrieb und relativ leise im Sonar. Frankreich verkauft eigenes Militärisches High Tech nicht so gerne. Mr. Biden scheint nun mit den U-Booten für Australien den anderen Weg gehen zu wollen.

Wenn man schon Abermilliarden für Militärtechnologie ausgeben will.
Dann ist das Moderne die bessere Wahl.

@ baumgart67 um 10:18

"China verkauft nicht unter den Herstellkosten, Chinesische Geschäftsleute würden das niemals tun, "

Warum sollten sie nicht?
Es ist ein beliebtes Instrument um Märkte zu übernehmen.
Das Dumping, also unter Kosten verkaufen, bei uns verboten ist, eben weil es "Unfairer Wettbewerb" ist heisst ja primär das es notwendig war es zu verbieten, wie auch das Beispiel Walmart illustriert die damit versuchten eine Markposition hier zu erobern, bevor sie, nicht nur aber auch wegen dem Gerichtlichen unterbinden derlei Gebarens schließlich aufgaben.

@ baumgart67

"China verkauft nicht unter den Herstellkosten, Chinesische Geschäftsleute würden das niemals tun, da kennen Sie China schlecht wenn überhaupt."

Die einzelnen Kaufleute und Firmen nicht, aber der - ich nenne es mal dramtatisch - "Solarkrieg" vor ca. 10 Jahren war ein Lehrstück, wie China agiert und wie Europa/D..

Deutschland war Technologieführer, China hat sehr clever die Solarindustrie im Land erst aufgebaut und dann den Absatz massiv subventioniert, letztlich indirekt über die generellen deutschen/europäischen Subventionen. Ich mache China da wenig Vorwürfe, das haben sie sehr clever gemacht. Der Vorwurf geht an D und die EU, die dem chinesischen Vorgehen nichts entgegen hielten und eine Zukunftsbranche mit tausenden Arbeitsplätzen einfach vor die Wand fahren ließen.
Wir erleben gerade, dass die Solarindustrie nach Europa zurückkommt. Vielleicht gibt es ja dieses mal politische Unterstützung...
Wir sollten von China lernen! Nicht gegen China, sondern mit China. Das geht auch!

@11:14 von RoyalTramp

"Ist es die Angst vor der gelben Gefahr, wie selbst deutsche Leitmedien zuweilen titulieren (wo ist da eigtl. der Rassismusaufschrei?"

Nach der "Critical Race Theory" ist das liberale Verständnis von Rassismus nicht hinreichend, ja sogar schädlich. Es spielen vielmehr die Machtverhältnisse eine Rolle, weswegen es so etwas wie Rassismus gegen Weisse nicht gibt.
Bzgl. China werden ebenso deren zunehmende Macht und die Methoden der Machterlangung kritisiert, so das Rassismus keine Kategorie sein kann.
Fragen Sie mich bitte nicht nach meiner persönlichen Meinung dazu ;-)

11:20 Olivia59

"in diesem Sinne hat mich Bidens UN Rede wirklich beeindruckt......"

Bin ganz bei ihnen.
Übrigens in allen Kommentaren von Ihnen.

Mich hat die Rede nicht beeindruckt. An den Taten soll man messen und nicht nach Worten.

Zitat: "Wenn man es ehrlich

Zitat:
"Wenn man es ehrlich betrachtet, verfolgt China langfristige Ziele konsequent, man investiert zielgerichtet in moderne Technologien während man sich insbesondere in den USA vergleichsweise nicht vorwärts bewegt, man ist vielmehr nach einem Regierungswechsel damit beschäftigt, was die Vorgängerregierung eingeführt hat, wieder rückgängig zu machen. Das verschwendet Recourcen"

Bestes Beispiel dazu ist die Bahninfrastruktur - die in den USA vor 100 Jahren technisch stehen geblieben ist und nur noch ein Schattendasein fristet
dagegen hat China mittlerweile ein Hochgeschwindigkeitsnetz das grösser ist als das aller anderen Länder zusammen.
--
Jaja - Simens mag ja mal vor Jahren da ICE-Technologie nach China gebracht haben - nur sind diese Züge niemals 300 km/h oder schneller gefahren - inzwischen übertreffen die Eigenbauen der Chinesen dies aber um Längen.
Man ist da längst über die Phase des "Abschauens" bzw. "Kopierens" hinaus - heute schreibt man "Bullit-Train" auch in chinesisch

@ baumgart67 - der Westen ist innovativer

China langfristige Ziele konsequent, man investiert zielgerichtet in moderne Technologien während man sich insbesondere in den USA vergleichsweise nicht vorwärts bewegt

Das sehe ich anders. Die USA und Westeuropa sind deutlich innovativer als China.

11:24 von Hador Goldscheitel

//Als exemplarisches Beispiel dient der Autobahnausbau in Montenegro. Von China, mit teuren Krediten finanziert und gebaut, entwickelt es sich zum reinsten Desaster für Montenegro. Autobahn unfertig, Kredit fällig. Zonck !//

Beschreiben Sie da einen Fehler Chinas oder doch Montenegros? Es ist nicht bekannt, dass China da etwas erpresst. Ich denke, da muss man genauer hinschauen.
Wie werten Sie dann die Annulierung eines fertigen U-Boot-Vertrages zwischen Frankreich und Australien zugunsten der USA oder der Versuch der USA, das Nordstream 2- Projekt zu torpedieren, zugunsten von Flüssiggas-Lieferungen aus Fracking- Produktion? Es gibt noch eine Reihe anderer Beispiele.

"Gewiss scheint mir

"Gewiss scheint mir jedenfalls, das China unter den hiesiegen Herstellungskosten verkauft"

Ja und? Die Herstellungskosten deutscher Produkte liegen auch unter den Herstellungskosten in der Schweiz?

@ Hador Goldseitel

Geopolitisch ist die EU ein Zwerg und so wird sie von den "Großen" mittlerweile auch behandelt.

Europa ist einer der großen Player und wird überall in der Welt respektiert. Mangelndes Selbstbewusstsein, gleich aus welcher Ursache, muss man als Europäer nicht teilen. Ich finde es deplatziert.

11:14 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

«Also, da werden neue Militärpakte geschaffen.»

Also … da wird in erster Linie ein Bündnis von 4 Demokratischen Staaten geschaffen. So viele Demokratien gibt es in Asien nicht. China und Vietnam sind der Antipapst von Demokratie. That's the point.

«Vietnam, daß es ablehnt in gegen dritte Staaten gerichtete Bündnisse einzutreten. Eine vernünftige Haltung.»

Australien ist dabei. Das Land wird seit ca. einem Jahr ganz übel von China erspresst und sanktioniert. Man hat sich zu sehr in wirtschaftliche Abhängigkeit von China begeben, und hält nicht so die Klappe, wie der Xiktator das wünscht. Also kommt die Keule aus China.

Japan ist dabei. Das war noch Yoshihide Suga, der ist ab übermorgen aber nicht mehr Premier in Japan. Für 4 Wochen gibt es einen neuen von der LPD, und dann wird in Japan das Parlament neu gewählt. "Die Junge Welt" schrieb kürzlich was dazu.

Was Japan + Militär betrifft, gilt Artikel 9 der Japanischen Verfassung. Militärische Aggression ist strikt verboten.

@asimo, 11:25

„Die EU könnte eine starke autonome Macht sein. Nicht imperialistisch aber entschlossen defensiv. Fände ich gut“

Wirklich autonom ist in einer Welt bzw. einem ökologischen Umfeld, in der/dem alles voneinander abhängt bzw. sich gegenseitig bedingt far nichts. Aber „nicht imperialistisch aber entschlossen defensiv“ fände auch ich gut. Schon deshalb, weil es anders („imperialistisch“ bzw. dirigistisch statt demokratisch) gar nicht geht. Und ich teile Ihren Eindruck, dass einige Staaten im Südwesten Europas (wie zum Beispiel Frankreich und neuerdings offenbar auch Italien) bzw. ihre derzeitigen Regierungen dies offenbar schneller erkannt haben als andere.

RE: asimo um 11:25

***Was ich an sich gar nicht sooo schlimm finde, da ich dieses großgeopolitische, militärische Auftreten nur recht beschränkt unterstütze. ***

Aus einer gefestigten Machtposition können Sie aber durchaus positiv auf das Weltgeschehen wirken. Dies hatte ich mir um die Jahrtausendwende ausgerechnet von China versprochen...

***Aber bemerkenswert finde ich, dass das einzige EU-Land, das dieses wohl wirklich erkannt hat, Frankreich heißt.***

Na, die haben ja jetzt erst ihre kalte Dusche bekommen. Aber Sie haben recht, die Franzosen sind da weiter als die dt. Politik. Die haben natürlich ihre Kolonien und damit eine ganz andere Perspektive.

Leider haben die Bundesregierungen unter Frau Merkel nicht dazu beigetragen, die Zusammenarbeit innerhalb der EU zu vertiefen. Damit wurden zu viele Chancen liegengelassen.

Gruß Hador

10:37 von Tinkotis

<< @baumgart67 (9:51)
Es ist schön, dass Sie das Leben in China genießen und uns regelmäßig mitteilen, wie gut es dort ist, während sie uns gleichzeitig gerne die Fehler des Westens vorhalten.

Würde ich mit Wohnsitz in Deutschland versuchen, das gleiche in einem chinesischen Forum zu tun, würde ich auf erhebliche Hindernisse stoßen. Chinesische Staatsbürger, die mir dabei helfen wollten, bekämen mächtig Probleme.

Das ist ein Unterschied, den sie konsequent ignorieren. Insofern sind mir ihre Kommentare ziemlich suspekt. <<

.-.-.

Ich nehme es ähnlich wie Sie wahr, Tinkotis.
Baumgart nutzt jede Gelegenheit, um die chinesische Ideologie unter der Hand in dieses Forum zu tragen.

Kritik an China kommt nie vor.

10:18 von magic.fire

//Biden will Europa nicht raushalten wegen zu wenig Fähigkeiten oder zu vielen Debatten, sondern weil gerade auch nach Afghanistan Europa mehr mitbestimmen will und das zu recht.
Wir können nicht immer nur die Scherben wegräumen, welche die amerikanische Außenpolitik hinterläßt.//

Das haben Sie richtig festgestellt. Aber, das Hauptproblem, Europa (die EU) ist inzwischen strategisch sehr schlecht aufgestellt. Und alle schauen berechtigt nach Deutschland. Macron hat versucht, Merkel zu einer gemeinsamen Neuausrichtung der EU zu bewegen - keine Chance! Morgen sind Wahlen in D. Wir werden sehen, ob es eine Chance auf eine generelle Neuausrichtung der polit. Schwerpunkte gibt. Ich bin noch skeptisch.

"und die Partner, die zuvor

"und die Partner, die zuvor zögerlich waren, sind offensichtlich nun bereit zur offenen Konfrontation China´s."

Ob das so eine gute Idee ist? Die australischen Winzer z.B. können ihren Wein schon jetzt selbst trinken (40 Prozent der gesamten Weinausfuhr Australiens gingen bisher nach China), weil China die Importe beschränkt hat. Außerdem kauft China die Kohle jetzt statt in Australien in der Mongolei und Indonesien.

@R.B.

"Gewiss scheint mir jedenfalls, das China unter den hiesiegen Herstellungskosten verkauft - aufgrund dessen, was Sie angeführt haben."

Dafür kann aber China nichts, dass bei uns die Produktionskosten so hoch sind, dass die Unternehmen nunmal mit dem Gedanken spielen, abzuwandern.

Diesen "unfairen" Wettbewerbsvorteil hätten übrigens auch andere Länder, nehmen wir z.B. die in Afrika. Die könnten sogar noch billiger produzieren, als China, aber trotzdem zieht es deutsche Unternehmen nicht nach Afrika sondern nach China. Die Gründe dafür sind offensichtlich und nicht alleine auf den "unfairen" Wettbewerbsvorteil begründet, billiger produzieren zu können, denn wie gesagt: dann müssten alle Firmen nach Afrika abwandern.

Nein! Viel weitere wichtige Gründe sind: politische Stabilität, ein hoher akademischer Ausbildungsgrad, eine lernwillige aber vor allem eine extrem leistungsbereite Bevölkerung und ein gigantischer Absatzmarkt direkt vor Ort, sozusagen Direktvermarktung!

Endlich mal was positives ...

... im Kampf gegen den wirtschlichen Kommunismus!
Europa sollte sich dies als Vorbild nehmen und chinesische Wirtschaftsbeziehungen von Unternehmen verbieten.

um 11:34 von Werner40

>>
Nachdem die Hoffnung, China würde sich demokratisch entwickeln, nicht eingetreten ist, sondern das extreme Gegenteil, ist es nur folgerichtig, durch Ausgrenzung eine globale Ausbreitung des chinesischen Diktatur Systems zu verhindern.
<<

Wer hat denn gehofft, dass die VR China sich demokratisch entwickeln würde ? Gab es dafür jemals auch nur ein klitzekleines Anzeichen ?

@ Der Lenz

Weil Chinesen extrem geschäftstüchtig und gewinnorientiert denken und das auftragsbezogen. Wenn sich eine Chinese vornimmt, 30% Gewinn zu erzielen aber letztendlich nur 20% Gewinn erzielt denkt der Chinese, er hätte 10% verloren…. Der Deutsche würde sich über 20% Gewinn freuen, es ist eine völlig andere Mentalität.

RE: schabernack um 11:37; 10:54 von Hador Goldscheitel

Stimmt schon, unsere linksrheinischen Erbfreunde haben sich das zum Teil selbst zuzuschreiben.
Die Aussies wollten konventionelle Uboote erwerben. Das Atom im Uboot hätten die Franzosen ihnen aber auch liefern können. Stattdessen wird klammheimlich ein Deal ausgearbeitet, ohne Beteiligung der Franzosen. Man hat Frankreich ohne Weiteres mit ins (U-)Boot holen können, die ja auch Interessen (Kolonien) im Indo-Pazifik haben. Ein Fehler, wie ich finde.
Und ich kann auch verstehen, dass sich die Franzosen verraten fühlen.

Gruß Hador

Zitat: "Und dann ging es noch

Zitat:
"Und dann ging es noch um die Antriebstechnologie der U-Boote. Konventionell und relativ laut im Sonar, oder atomarer Antrieb und relativ leise im Sonar. Frankreich verkauft eigenes Militärisches High Tech nicht so gerne. Mr. Biden scheint nun mit den U-Booten für Australien den anderen Weg gehen zu wollen."
da habe ich wohl die letzten 50 Jahre überhaupt nicht aufgepasst was sich da so an technischer U-Boot-Entwicklung gab
und das trotz meiner 3- Jahre Marine bei der U-Bootabwehr
--
Nee - andersherum wird wohl ein Schuh draus -> nachwievor sind konventionelle U-Boote mit ihren rein elektrischen UW-Antrieben gespeist aus Akkus immer noch primär die leisesten U-Boote
die mit Atom-Reaktor-Antrieb - der ja einen Dampfturbinenkreislauf "heizt" immer noch die lautesten
--
das Hauptproblem mit der beschränkten Akku-Leistung hatte man in D-Land ja dank Brennstoff-Zelle sehr elegant umgangen
--

@baumgart67 & RoyalTramp

Der Preis ist die völlige Aufgabe der Freiheit. Eine öffentliche Diskussion wie diese hier ist in China nicht möglich. Und wen das nicht stört, bitte, meinetwegen. Noch aber habe ich das Recht, eine andere Meinung zu haben, und ich halte es immer noch mit Benjamin Franklin. Zumal die Sicherheit in China zwar für ein paar hundert Millionen existiert, aber für ein paar hundert Millionen eben nicht.
Angefangen bei den Wanderarbeitern bis hin zu ethnischen Minderheiten wie den Uiguren...

@Sausevind, 11:18 (re 09:19 von Shantuma)

„Was die Zukunft betrifft, so kann man durchaus in dieser Hinsicht demokratischer werden“

Kann man nicht nur, muss man sogar. Ich glaube nicht nur, sondern bin mir sicher, dass es nur miteinander und nicht gegeneinander (also mit tatsächlich demokratischen statt plutokratischen Mitteln) für alle weitergeht.

von schabernack 12:00

Australien ist dabei. Auch beim zweiten kürzlich geschaffenen Pakt mit den USA und Großbritannien. Neuseeland nicht, verbietet die Durchfahrt von U-Booten durch eigene Gewässer. Und Erpressung und Sanktionierung, daß ist aber eher die Position von wem ?
Und wenn man von der Demokratisierung von zwischenstaatlichen Beziehungen ausgeht, dann ist es doch kontraproduktiv mit Flugzeugträgergruppen vor fremden Küsten zu operieren. Oder ist das normal ?
Und ist es nicht das Bestreben in Japan die Verfassung zu ändern, zugunsten von mehr militärischen Optionen (LPD).

Trotzdem ist es lustig oder auch bezeichnend, wenn wohlsituierte Deutsche von asiatischen Ländern den Beitritt zu Militärpakten erwarten. Sollte mal dort bekannt gemacht werden.

11:48 von Miauzi

«[… in den USA ist] man ist vielmehr nach einem Regierungswechsel damit beschäftigt, was die Vorgängerregierung eingeführt hat, wieder rückgängig zu machen. Das verschwendet Recourcen.»

«Bestes Beispiel dazu ist die Bahninfrastruktur - die in den USA vor 100 Jahren technisch stehen geblieben ist und nur noch ein Schattendasein fristet
dagegen hat China mittlerweile ein Hochgeschwindigkeitsnetz das grösser ist als das aller anderen Länder zusammen.»

China ist längst nicht mehr nur der Meister des Einwegtoasters, der sich selbst plus die Küche nach der zweiten Scheibe Toast zuverlässig zerstört durch Brandschaden. So was können sie aber immer noch gut.

Hersteller von E-Mobilen gibt es in China inzw. sooo viele, dass es den Wirtschaftslenkern zu viele sind, und Konzentration ärztlich verordnet wurde.

Das Bullet-Train-Schienennetz ist in China so lang-streckig, weil das Land so groß ist. Geboren wurde Bullet Train 1964 in Japan, und dort ist auch heute Technologie-Führerschaft.

Spät und unentschlossen

So muss man leider die Massnahmen sowohl Amerikas als auch Europas gegen China bezeichnen. Im militärischen Bereich hat China Fakten geschaffen, sie ist waffentechnisch Amerika im pazifischen Raum ebenbürtig, sie hat mit dem Zugewinn des Südchinesischen Meeres den freien Zutritt zur Pazifik und gesamt Südasien erreicht, mit der Klima-Veränderung kann sie auch über die Nord-Route Amerika und Europa erreichen. Damit hat sie eindeutig ihre strategische Position verbessert.
Amerika hat über Jahre zugeschaut.
In Produktion , Transport und Handel wurden ebenso fakten geschaffen. Dies mit Hilfe der Amerikaner. Hier hat sie eindeutig die Führungsposition erreicht.
Und in Politik und Gesellschaft hat sie sich verabschiedet von der Demokratie und sich den Chinesischen Form des Kommunismus zugewandt, womit sie glaubt den Westen überlegen zu sein.
Ich kann in den bisherigen Massnahmen des Westens keinerlei deutliche Strategie oder Antwort erkennen.

@ Sausevind

Sie können es wahrnehmen wie Sie wollen . Ich erlebe das Land seit vielen Jahren und erlaube mir ein eigenes Urteil. Übrigens werden nahezu alle Ausländer, die ein paar Jahre in China gelebt haben, auch für Sie vielleicht überraschenderweise positiv über das Land berichten. Was die Wirtschaft angeht ist es offensichtlich doch effektiver, wenn der Staat die Entwicklung neuer Technologien unterstützt, als wenn man auf Entfesselung setzt und hofft, irgendeiner entwickelt mal eine neue Technologie. Bei großen Themen wie 6G ist staatliche Unterstützung nötig sonst muss man irgendwann Hightech komplett aus China beziehen. Biontech ist ja auch ein Beispiel, wie mit staatlicher Unterstützung Innovationen entstehen können. Für mich ist das keine Ideologie sondern kluge weitsichtige Industriepolitik.

@ Theodor Storm

Das haben Sie richtig festgestellt. Aber, das Hauptproblem, Europa (die EU) ist inzwischen strategisch sehr schlecht aufgestellt.

Wieso denn? Besser als China und die USA sind wir noch allemal aufgestellt. Wenn mir etwas gegen den Strich geht, dann sind es völlig grundlos gestrichene Segel beim Selbstbewusstsein. Ich fühle mich als stolze Europäerin und das zu recht.

@Olivia59 10:58 Uhr: gegen Globalisierung

Sie denken ganz richtig!

Trump hatte als erster erkannt, dass die Globalisierung in den USA nur einer kleinen Klientel von Reichen nützt, dem Mittelstand und dem Land insgesamt eher schadet.

Vor allem ein Dorn im Auge waren ihm deutsche Autobauer die von Mexiko aus zu niedrigen Lohnkosten den amerikanischen Hochpreismarkt belieferten, unter Ausnutzung des alten NAFTA Abkommens.

Auch für Deutschland übrigens gibt es viele solcher Konstrukte.

Biden führt die Politik Trumps fort. Von der Leyen (damals m.W. noch Familienministerin) hatte „Globalisierungsverlierer“ (Clinton: „Deplorables“) noch bedauert und meinte (bei Jauch, „Talk im Turm“) man müsse „Globalisierung nur besser erklären“.

Jetzt haben die USA verstanden das es die Globalisierung ist, die die größte Bedrohung für die Macht der USA im 21. Jahrhundert ist - eben weil die USA nicht mehr allein der „Platzhirsch“ sind sondern mit den Chinesen eine „bessere“ Konkurrenz bekommen haben!

@12:00 von schabernack

"Australien ist dabei. Das Land wird seit ca. einem Jahr ganz übel von China erspresst und sanktioniert. Man hat sich zu sehr in wirtschaftliche Abhängigkeit von China begeben, und hält nicht so die Klappe, wie der Xiktator das wünscht. Also kommt die Keule aus China."

Na was denn auch sonst? In Australien selbst wird darüber diskutiert, dass man sich die Rüstung für´s neue Militärbündnis vor allem wegen des ehemals profitablen Handels mit China leisten kann. Ausserdem versucht man über QUAD China ökonomisch zu umgehen bzw. zu isolieren.
Soll China dieses gegen sich gerichtete Vorgehen weiter unterstützen? Ihre "Erpressung" und "Sanktionierung" ist lediglich der Entzug chinesischer Nachfrage – vergleichsweise harmlos.

@von Traumfahrer

"Es sollten sich viele Länder wieder mehr auf ihre eigenen Stärken und Bereiche kümmern, im eigenen Land produzieren, und viele mehr die Regionalität fördern, als nur dem Gewinn- Wahnsinn folgen."

Das wäre aus ökologischer Sicht schon sinnvoll, schon alleine um den Energieverbrauch der langen Transportwege zu unterbinden.

Wie wollen Sie das Rad zurück drehen, wenn börsennotierte Aktiengesellschaften rund um den Globus agieren, die einzig nur Gewinnmaximierung zum Ziel haben?

Vielleicht sollte man mal das Patentrecht, das mit einer Übernahme auf den neuen Mehrheitseigner übergeht überdenken.
In vielen Ländern investiert der Steuerzahler, die Ausbildung der Erfinder an den Universitäten. Wie kann es sein, dass hier keine Ablösegebühren an die Finanzierer fällig werden, oder prozentuale Beteiligungen - wie Patentgelder - am Verkaufserlös der patentierten Erfindungen.

@baumgarten67

Ich kann Ihren Standpunkt durchaus nachvollziehen, zumal ich selber recht häufig in China bin und die Veränderungen oft mit ungläubigen Staunen selber miterlebt habe. Dennoch erlaube ich mir einen skeptischeren Blickwinkel! Es sind mitnichten 1,2Mrd Chinesen, die von der (Wirtschafts-)Politik profitieren! Einige hundertmillionen von ihnen hätten entweder gerne ihre kulturelle oder staatliche Unabhängigkeit behalten (siehe Uiguren oder Tibet), andere lieber ihre Heimat behalten, anstatt zwangsumgesiedelt zu werden, wegen irgendwelcher Staudammprojekte, etc.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, aber mich erinnert das Verhalten/Vorgehen der KP in Peking sehr stark an ein Land in Europa, das auch mit verabscheuungswürdigen Methoden vordergründig wirtschaftlichen Wohlstand geschaffen und die vormals arbeitslose in Lohn und Brot gebracht hat! Auch dort wurden unliebsame Teile der eigenen Bevölkerung "entsorgt", oder in Lager gesteckt! Also ICH bin was China angeht extrem skeptisch...

Indiens Rolle ist ambivalent

Man sieht sich traditionell in engem Verhältnis zu Russland, kauft dort viele Rüstungsgüter. Aber andererseits liegt man im Streit mit China im Himalaya.

Indien hat lange von der US-Version der Globalisierung profitiert.

Jetzt kommen die Chinesen und wollen nicht nur „verlängerte Werkbank“ wie die Inder (oder für EU noch: Marokko, Türkei, Ukraine, ...) sein, sondern selbst „globalisieren“.

Dabei ist der Kolonialismus-Vergleich durchaus zutreffend. Jedoch hat sich im Westen jahrzehntelang niemand an dem Wirtschaftskolonialismus a la USA gestört, (auch durch internationale US-kontrollierte Institutionen, wie IWF Weltbank und Rating Agenturen).

09:51 von baumgart67

«Es entsteht hier eine breite Schicht, die mit akzeptablem Einkommen vernünftig leben kann, während im Westen dazu untere Lohngruppen schon oft zwei oder drei Jobs brauchen. Das westliche System hat seine Grenzen.»

Und in China scheint 25 Stunden pro Tag grenzenlos die Sonne von Glückseligkeit im ganzen Land.

Der OCED-Index: "Einkommens-Ungleichheit" ist in CHN = 0,47 … in DEU = 0,3. Wie man das genau bemisst, das weiß ich nicht. Man macht es aber in allen Ländern auf die gleiche Art und Weise.

Index = 0,0 wäre absolute Einkommensgleichheit.
Index = 1,0 wäre unendlich große Einkommensungleichheit.
Beides irreal was real so nie vorkommt.

Wie in quasi allen Ländern wächst auch in China Einkommensungleichheit mit den Jahren immer mehr. Eigentlich müsste man gerade Ihnen als in China Wohnendem nicht verklickern, dass es das städtische wohlhabende China vs. das ländliche China gibt. Sehr ungleich trotz Ihrer China-Dauergrinsen-Toll-Berichte.

Am geringsten ist der Index in Japan.

@ Keinedemokratie

Europa sollte sich dies als Vorbild nehmen und chinesische Wirtschaftsbeziehungen von Unternehmen verbieten.

Mit welchem Recht? Wo steht, dass sowas geht?
Mal abgesehen davon, dass es Quatsch wäre.

Deutschland sollte seine Position finden

„the Germans should find their bearing“ sagt man in den USA.

Man hängt in Berlin einerseits am Rockzipfel Washingtons wegen der Verteidigungspolitik, andererseits macht man sich immer mehr von China abhängig weil man sich davon wirtschaftliche Vorteile erhofft.

Wäre Russland wirtschaftlich so bedeutend wie China, hätte es die „Russland-Sanktionen“ wohl nie gegeben.

Deutschland kritisiert Italien für die Beteiligung an Chinas „Neuer Seidenstraße“ und ist doch froh mit Duisburg vom Fernost Handel zu profitieren. Berlin beklagt die zunehmende wirtschaftliche Abhängigkeit vieler asiatischer und afrikanischer Länder von Peking und erlaubt gleichzeitig deutschen Konzernen China-Investments im großen Stil. Das passt nicht zusammen !

@Sausevind (12:03)

Leider wahr. Aber das ist die Schwäche wie auch die Stärke einer freien Gesellschaft. Jeder darf seine Meinung äußern. Auch die, die explizit gegen diese Gesellschaft sind. Sei es aus Überzeugung, mangelndem Wissen oder ggf. auch professionell.

Die freiheitliche Demokratie ist eben das einzige politische System, das auch seine Feinde fair behandelt

@schabernack, Zitat: "Das

@schabernack,
Zitat:
"Das Bullet-Train-Schienennetz ist in China so lang-streckig, weil das Land so groß ist. Geboren wurde Bullet Train 1964 in Japan, und dort ist auch heute Technologie-Führerschaft."
das Japan die Hochgeschwindigkeitszüge quasi erfunden hat - das bestreite ich gar nicht (ehr im Gegenteil)
und jetzt -> ABER
China und Japan sind technologisch auf dem Gebiet längst gleich auf
(und dank NHK bin ich durchaus über das sehr komplexe und vielfältige japanische eisenbahnetz informiert - zumindest besser als die meisten User hier)
mir persönlich ist es komplett egal wer da führt oder nicht - für mich ist viel schlimmer dass das eigene "Heimatland" so derart hinterher hinkt und sich dabei auch noch fett in die Tasche lügt
--
Die USA sind in Bezug auf China genauso gross und weitflächig - nur warum haben die kein vergleichbaren Netz an Bullit-Trains?
Das war meine Frage!

Am 25. September 2021 um 11:20 von Olivia59

In diesem Sinne hatte mich Bidens UN-Rede zunächst wirklich beeindruckt. Wenn man sich allerdings die Handlungen der USA ansieht halte ich das Gesagte mittlerweile für eine grosse Irreführung. Mit der Gründung einer gegen China gerichteten Militärallianz betreibt man keine Diplomatie. Es sei denn man hat davon eine Auffassung die in einigen US-thinktanks zu vernehmen ist... "sticks & carrots". Aus einer Machtposition heraus verhandelt es sich besser.

Das sehe ich aber nicht nur einseitig auf die USA bezogen.
Leider ist die Realpolitik immer noch auf dieses veraltete Konzept basierend und auch Biden kommt zwangsläufig nicht darum herum,sich dem zu stellen.
Was wir bräuchten wäre ein international übergeordnetes System.Auch wenn das wahrscheinlich Utopisch ist,so ist es trotzdem wichtig es immer wieder zu erwähnen.
Der Abgrund ist näher als es manch einer zu denken wagt.

RE: Theodor Storm; 11:24 von Hador Goldscheitel

Nun, als Vertragspartner kann man im gegenseitigen Einvernehmen Lösungen suchen, die beiden Parteien gerecht werden, oder aber nicht. Wie die Chinesen mit Montenegro umgehen, kann man ja sehen.

Zum Uboot-Deal habe ich mich schon geäußert.

Der Sinn von Nordstream 2 ist mehr als zweifelhaft. Aus meiner Sicht ein reines Lobbyprojekt. Wirtschaftlich nicht nötig, umweltpolitischer Nonsens und dann begibt sich Deutschland in die "Energieversorgungshände" unter Putins Gnaden, Putins Pudel sozusagen. Da ist die Kritik durchaus angebracht, die nicht nur von den USA, sondern von der Hälfte der EU-Staaten geteilt wird. Und die Flüssiggasversorgung ist als strategische Energiesicherung absolut sinnvoll.

Gruß Hador

@09:51 Uhr baumgart67: China ist kein Schwellenland mehr

Ich hatte im Erdkunde Unterricht noch gelernt, „China ist ein Entwicklungsland“.

Heute ist China in vielen Technologiebereichen führend und schickt sich an, Weltwirtschaftsmacht Nr. 1 zu werden.

Speziell in Deutschland neigt man dazu die Welt in „gut und böse“ einteilen zu wollen. China ist demnach per se böse, erst wegen der Tibeter, dann wegen der Falung Gong Sekte, dann wegen der Uiguren ...

In China selbst aber hat man ein ganz anderes Lebensgefühl und Weltbild als das, was den Chinesen unterstellt wird. Zeigte sich auch deutlich am Beginn der Coronakrise. Selbst ganz „normale“ Leute fühlen sich nämlich im Reich der Mitte keineswegs gegängelt und unterdrückt, sind stattdessen stolz auf ihr Land und sehen die Defizite des Westens mit klarem Blick !

13:08 von Corona Obermayer

//Das haben Sie richtig festgestellt. Aber, das Hauptproblem, Europa (die EU) ist inzwischen strategisch sehr schlecht aufgestellt.

Wieso denn? Besser als China und die USA sind wir noch allemal aufgestellt. Wenn mir etwas gegen den Strich geht, dann sind es völlig grundlos gestrichene Segel beim Selbstbewusstsein. Ich fühle mich als stolze Europäerin und das zu recht.//

Sie sollen durchaus stolze Europäerin sein, das ändert aber nichts am Zustand Europas.
Es geht hier mehr um die Machtverhältnisse in der Welt, auf die man Einfluss nehmen kann oder eben nicht. Strategisch nimmt Europa sehr (zu) wenig Einfluss.

12:44 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

«Und Erpressung und Sanktionierung, daß ist aber eher die Position von wem ?»

Das ist die Position von China gegenüber Australien.
In diesem Fall offen, in den meisten Fällen subtil im Untergrund.

«Und ist es nicht das Bestreben in Japan die Verfassung zu ändern, zugunsten von mehr militärischen Optionen (LDP).»

Darüber wird von der LDP seit Abe-Return 2012 viel schwadroniert, dass man das gerne so hätte. Nun schwadroniert Abe weiter im Hintergrund ohne selbst Premier zu sein. Man kann es kurz so zusammenfassen: Theoretisch kann man die Verfassung in Japan ändern. Real kann man das nicht, weil es seit 1947 immer noch kein Ausführungsgesetz gibt, das das genauere Prozedere bestimmt. Deswegen wurde die Verfassung seit 1947 auch nie in nur einem einzigen Zeichen geändert.

«Trotzdem ist es lustig oder auch bezeichnend, wenn wohlsituierte Deutsche von asiatischen Ländern den Beitritt zu Militärpakten erwarten.»

Sinnfreier Kokolores. Die machen das, weil sie das so wollen.

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13:46 von Miauzi / @schabernack

«Die USA sind in Bezug auf China genauso gross und weitflächig - nur warum haben die kein vergleichbaren Netz an Bullit-Trains?
Das war meine Frage!»

Die USA haben das nicht, weil man seit der Erfindung vom Pferd mit Verbrennungsmotor > 1 PS auf den 8-Zylinder setzt, der den Reiter durchs Land von New York nach California trägt.

Als man den Westen erschloss, waren die USA nicht nur im Western im Kino mit dem Dampfross das Bahnland No. 1 in der Welt. Aber dann kam das Pferd mit der Kraft aus dem Erdöl. Das Ross mit dem Dampf verlor an Attraktivität, und politisch wollte man das auch nie lenken mit der Balance zwischen Schiene und Straße. Das wäre ja auch zu dirigistisch-sozialistisch im Sinn der Nachfahren der Cowboys mit den echten Pferden.

Würden sie wollen, könnten auch die US-Amerikaner Bullet Trains bauen. Viel einfacher noch die Trassen im flachen Land im Vergleich zu den Bergländern China und Japan.

Keine Frage von Zweifel, dass Sie über Japan gut informiert sind.

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