Kommentare - Amnesty-Bericht: "Taliban demontieren Menschenrechte"

Kommentare

16:19, peter04

>>die Taliban bestehen aus etwa 60.000 Mann mit bis vor ein paar Wochen unzureichenden und veralteten Waffen.
In Afghanistan leben etwa 38 Mio Menschen.
Die vom Westen ausgebildete afghanische Armee bestand aus mehreren hundertausend Soldaten, die den 60t Taliban brav alle Waffen ausgehändigt haben.<<

Die Taliban haben seit vielen Jahren etwa 80% des Landes unter Kontrolle. Sie wurden massiv aus Pakistan und den Emiraten unterstützt. Veraltet war ihre Bewaffnung nicht. Mehr als 60.000 afghanische Soldaten sind im Kampf gegen die Taliban gefallen. Keine Armee kämpft weiter, nachdem die Regierung, der sie unterstellt ist, kapituliert hat.

Taliban demontieren Menschenrechte

Das war der westlich orientierten Welt von Anfang an klar. Man kann kein muslimisches Land befrieden, denn solange der Koran das Mass aller Dinge ist, gibt es weder Menschenrechte, Frauen- und Mädchenrechte, keine Meinungs- und Pressefreiheit. Wie naiv muss der Westen doch sein, wenn er einem muslimischen Staat seine westlichen Werte überstülpen möchte! Wäre genau so lächerlich, wenn plötzlich die Muslime der Welt meinen würde, in der westlichen Welt würden unsere Frauen und Mädchen verschleiert herumlaufen, nur weil sie ihre Ideologie als die einzige anerkennen. Muslimische Länder benötigen noch 1000 oder mehr Jahre, um die Gleichberechtigung aller Menschen umzusetzen. Bis dahin meucheln sie im Namen ihrer Ideologie munter weiter!

16:07 von Einfach Unglaublich

Die Afghanen haben sich ja entschieden, nicht gegen die Taliban zu kämpfen.
(300.000 Angehörige der afghanischen Streitkräfte vs. 60.000 Taliban)
.
Das hat nun mal Konsequenzen.

Die Sowjets, die 1979 in Afghanistan einmarschierten und auch die USA verfüg(t)en über ein weitaus höheres Heer und konnten die Taliban nicht bezwingen; hier hört die Mathematik auf.

Vergleiche: Für die Errichtung eines Hauses brauchen 10 Arbeiter 30 Tage. Wie viele Arbeiter werden benötigt, damit das Haus an 1 Tag errichtet wird?

um 16:30 von frosthorn

>>"@Anderes1961 hat sich in diesem Thread noch gar nicht zu Wort gemeldet. Ihre Antwort an seine Adresse mit dem Zitat, das von mir stammt, bringt mich zum Grübeln, ob hier entweder ein Bot nicht funktioniert oder ob vielleicht vorgefertigte Antwortbeiträge an bestimmte Foristen in Ihrer copy&paste-Fundgrube liegen, die Sie dann hin und wieder mal versehentlich versenden."<<

Sie haben recht; ich habe fälschlicherweise den falschen Autor in die Überschrift eingesetzt. Sorry @Anderes1961.

bitte auch die Parlamentarier

von Sinderella68 @
Zweglos.

Ich mache was anderes, ich wähle eine Partei die noch keinen Schaden für mich persönlich angerichtet hat.

Menschenrechte

Versuch 2: den es wird einmal mehr wieder zensiert.
mit den Taliban kann und sollte man nicht verhandeln den es sind Terroristen und Mörder wird in diesen Artikel und in vielen anderen auch sogar in Dokus aufgezeigt. unsere Politiker sowie Brüssel wollen denen auch noch unsere Steuergelder zu schieben wie verrückt ist das bitte sehr.
man sollte endlich diese Taliban sanktionieren und nicht noch mit den Geldern der Steuerzahler beglücken.

@Sind wir jetzt im Kindergarten? 16:18 Anna-Elisabeth

Ja, manche Doubles hier sicher.
Lohnt nicht sich aufzuregen.
zu 15:27 fathaland_slim

Jeder Ansatz von Ernsthaftigkeit landet bei der Querfront.
So auch der Hinweis auf Koopmanns
https://de.wikipedia.org/wiki/Ruud_Koopmans#Gegenpositionen
natürlich auch hier 'hoch' gehandelt:
https://sputniknews.com/person_Ruud_Koopmans/

Ein Sputnik ist ein Aufsperrwerkzeug zum zerstörungsfreien Aufschließen.
Leider nicht ganz so zerstörungsfrei, wenn man zuviel davon 'inhaliert'

@14:43 von eine_anmerkung.

Nichts dergleichen habe ich hier gestern gelesen. Allerdings weigern Sie sich nicht erst seit gestern, humanitäre Hilfe, Bekämpfung von Hunger und die Unterstützung gesundheitlicher Grundversorgung via UN und NGO's von einer finanziellen Unterstützung der Taliban zu unterscheiden. Warum eigentlich?

um 16:38 von rareri

>>"Normalerweise verlässt der Kapitän als Letzter das Schiff. Aber was hat Präsident Ghani gemacht?! Als er merkte, dass die Taliban das Ruder übernehmen, war er einer der ersten, der eine Flugente gemacht hat."<<

Aber das scheint heute eher die Regel zu sein denn der Costa-Kapitän hat ja auch als einer der Ersten die Flucht ergriffen haben als er das Schiff flach gelegt hat.

@14:46 von eine_anmerkung.

Möglicherweise gehöre ich zu den Foristen, die Sie gern als "grünlinke Schreiberlinge" abqualifizieren möchten. Auf alle Fälle sage ich Ihnen zum wiederholten Mal, dass die EU den Taliban rein gar nichts "in den Rachen werfen" wollen. Sie könnten beim Schreiben mal verbal etwas abrüsten; meinen Sie nicht?

Am 21. September 2021 um 14:40 von klug und weise

Im zivilen geholfen haben wir zwar auch, aber nur in den ersten Jahren , danach immer weniger (**),
__
Sie glauben also tatsächlich, wenn man 5 Krankenhäuser, 10 Schulen und weitere Einrichtungen errichtet hätte, wäre die Situation jetzt dort eine andere ? Wieso ?
Im übrigen war der Ansatz u.a. Hilfe zur Selbsthilfe. Man hat versucht Verteidigungskräfte aufzubauen und auszubilden, man hat viel getan um die Landwirtschaft besser voran zu treiben, den Drogenanbau zu verringern uvm. Wenn ich jetzt sehe, dass hier vom Sofa aus auch noch Kritik an dem Kräfte zehrenden Einsatz dort geübt wird, dann mal her mit den Ratschlägen. Sie scheinen ja Experte hinsichtlich der Strategie im mittleren Osten zu sein. Das was zu missbilligen ist, ist dass man zwar Wahlen hat stattfinden lassen, dann aber jemanden als Staatschef eingesetzt hat, der nicht gewählt wurde.
Das geschah aber durch die USA. Das hätten die dt. Soldaten dort vermutlich nicht verhindern können.

16:25 von weingasi1

Dem Land ist m.M. nach nicht zu helfen.

Das ist die traurige Konsequenz. Die Menschen, vor allem Frauen, die in den vergangenen 20 Jahren geboren sind und unter anderen (freiheitlichen) Bedingungen erwachsen worden sind, müssen einen Rückschlag erleiden, mit dem sie erst zurecht kommen müssen. Keine Musik mehr, kein Sport mehr, die ganze gesellschaftliche Ordnung über Bord geschmissen. Stattdessen müssen diese jungen Leute den Pippifax der Taliban nachäffen, ob sie wollen oder nicht.

Ich glaube eher, den Taliban geht es mehr um die Macht und Geld; der Koran ist nur der Vorwand ihres Handelns. Den Koran kann man auch ohne den Taliban ausleben, wer dies möchte.

Warum aber bei uns nach 1945 mit den USA ..

USA half uns nicht nur mit militärischer Präsens als BesatzerMacht, sondern mir fällt spontan dazu ein:

Kapitulation, Nürnberger Prozesse, GG, sehr viel finanzielle Hilfe für zivilen Aufbau, Teilnahme an der westlichen Weltwirtschaft und mMn die US-Filme :-)

Das alles _zusammen_ hat eine gewisse Überzeugungskraft , jedenfalls bei den jüngeren.
Ist es nicht so , dass sich die Kultur und Religion der Lebensweise anpasst, und diese wiederum den Lebensbedingungen ?

16:30 von frosthorn

@eine_anmerkung, 15:52

«@Anderes1961 hat sich in diesem Thread noch gar nicht zu Wort gemeldet. Ihre Antwort an seine Adresse mit dem Zitat, das von mir stammt, bringt mich zum Grübeln, ob …»

Das war eine Erwiderung auf einen Beitrag an einem anderen Tag, und mit der Uhrzeit 17:25 Uhr gekennzeichnet. So spät am Tag isses heut ja noch gar nicht. Wahrscheinlich war dort im anderen Kommentar eine (sehr) ähnliche Wortwahl wie in Ihrem auch.

Bot hin … Bot her. Das vermute ich bei @eine_anmerkung viel eher nicht.
Aber was Durcheinander und Verwirrung stiften ist bei den Blau-Kleinkarrierten immer ein beliebtes Mittel der Wahl, um andere erst mal am Scrollen & Blättern zu halten, und mit Rumgesuche zu beschäftigen.

Ersatzweise zu ernsthafter Kenntnislage, oder dem Versuch dazu.
Das Phil The Murmeltier-Syndrom.
Nur sehr schwer behandelbar …

16:25 von weingasi1

>>... Dem Land ist m.M. nach nicht zu helfen.<<

Gewagte Aussage.

Die NATO wollte nicht dem Land und Leuten helfen, sondern sie wollte (musste) nach 9/11 unterbinden, dass aus Afghanistan die USA erneut angegriffen werden können. Hätte man den Menschen helfen wollen, hätte man Waffen und Soldaten zu Hause lassen müssen und wäre den verbündeten Taliban-Unterstützern entschiedener entgegengetreten. Stattdessen hat man eine eingesetzte korrupte Regierung gestützt, die das Land zum Teil schon verlassen hatte, bevor man selber dort die Segel strich.

Die Anliegen von ai kann man nur unterstützen. Die selben Forderungen nach Einhaltung der Menschenrechte haben die übrigens schon mehrfach auch während des NATO-Einsatzes an beide Seiten gestellt. Die USA nahmen es bekanntlich mit der Einhaltung der Menschenrechte auch nicht so genau. Von wegen dem Land helfen.

Vorerst kann man den Menschen helfen, indem man ihre Flucht unterstützt und ihnen hier bei uns ein sicheres Bleiben gewährt.

16:35, eine_anmerkung.

>>Für viele Muslime ist die Scharia nicht wichtig, so auch für meine Lebenspartnerin die Muslime ist. Es kommt darauf an wie strenggläubig der oder die Muslime ist.<<

Ihre Lebenspartnerin hat Ihnen nicht gesagt, daß die weibliche Form von Muslim Muslima lautet?

Für einen gläubigen Moslem, ob streng oder nicht, ist die Scharia wichtig.

@Icke 1 16:41

Genau im zweiten Teil Ihres Kommentares sprechen sie an, was von islamistischer Seite angepeilt wird. Direkt, wo es geht, oder über Umwege: "wenn plötzlich die Muslime der Welt meinen würde, in der westlichen Welt würden unsere Frauen und Mädchen verschleiert herumlaufen, nur weil sie ihre Ideologie als die einzige anerkennen." Das ist weder lächerlich noch absurd. Es steht hinter vielen Muslimen gerade diese Vorstellung, ihr Weltbild aufzupressen, wo sie ihre starren Werte, Allah und Scharia nicht vertreten sehen. Auch wenn wir im Westen Schönwetterreden zu Integration von der Stange halten, passiert Integration nicht als Selbstläufer. Ein Glaubensmonolith blockt solche Versuche. Genauso wie in Afghanistan, wo offensichtlich Regierung und Taliban Islamismus und alte Weltbilder erstarken lassen und unsere westlichen Werte nie wirklich akzeptiert oder kapiert haben. Über die radikale Religion versuchen Muslime weltweit ihre Weltbilder zu etablieren. Das macht Vieles unmöglich.

Am 21. September 2021 um 16:41 von Icke 1

Das war der westlich orientierten Welt von Anfang an klar. Man kann kein muslimisches Land befrieden, denn solange der Koran das Mass aller Dinge ist, gibt es weder Menschenrechte, Frauen- und Mädchenrechte, keine Meinungs- und Pressefreiheit.
__
Gleichwohl gibt es da erhebliche Unterschiede. Die Taliban sind nun mal Verfechter einer sehr rigiden Auslegung des Koran. Auch damit stehen sie nicht alleine da. Das ist in Saudi Arabien nicht anders, obwohl dort hinsichtlich Bildung auch Mädchen und Frauen gefördert werden. Dazu kommt, dass SA ein sehr reiches Land ist und AFG leider bettelarm und daran wird sich nichts ändern, so lange diese Gaga-Truppe dort das Sagen hat. Möglichkeit wäre, wenn sich vllt China dort einmischt. Selbst wenn sie eigene Interessen verfolgen, wird mittelbar dadurch vllt das Leben für die Afghanen erträglicher und ob sie auf Ihrem Bodenschatz sitzen und nichts zu essen haben, könnten Sie es ja mit China vllt versuchen. Denen tanzen die T. nicht auf der Nase rum.

Am 21. September 2021 um 16:55 von eine_anmerkung.

Aber das scheint heute eher die Regel zu sein denn der Costa-Kapitän hat ja auch als einer der Ersten die Flucht ergriffen haben als er das Schiff flach gelegt hat.
__
Sind jetzt 2 Beispiele schon die neue Normalität ?

@16:19 von peter04

>> Taliban brav alle Waffen ausgehändigt
>> haben.
Was glauben Sie, was die bekommen haben? Modernste Technik oder haben die einfach nur die alten Schrott-M16 'aufgetragen'? -.-

>> ..., dass die afghanische Armee nicht
>> gekämpft hat,
Naja, Mitte August haben die westlichen Geheimdienste verlautbaren lassen: 'Mitte September fällt Kabul'. Hätten Sie da nicht auch 'Fersengeld' gegeben?

16:55 von eine_anmerkung.

Aber das scheint heute eher die Regel zu sein denn der Costa-Kapitän hat ja auch als einer der Ersten die Flucht ergriffen haben als er das Schiff flach gelegt hat.

Den Nagel auf den Kopf getroffen: Die Letzten werden die Esten sein!

Am 21. September 2021 um 15:29 von Blitzgescheit

Irgendwann muss man einmal zur Kenntnis nehmen, dass Afghanistan ein islamisches Land ist, wo mehr als 90 % der Menschen die Sharia wollen.

Dann hat sich auch das Thema Menschenrechte westlicher Prägung erledigt.

Q:

"https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/studie-mehrheit-der-mu…"
__
Irgendwann ist aber mal gut mit dem Einstellen des immer gleichen links zusammen mit dem immer gleichen Zitat, welches längst überaltet ist, auch wenn es zutreffen mag. Das nervt, ist langweilig und lächerlich.

15:56 von fathaland slim

Wie ich schon öfters schrieb ist die Scharia Auslegungssache. Auch wenn es ihre Lieblingsreligion ist muss man anmerken das sie in immer mehr Staaten sehr radikal augelegt wird. Lesen sie dazu Artikel der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte. Die Scharia, das islamische Rechtssystem, verurteilt Homosexualität als todeswürdiges „Verbrechen“. Das iranische Strafrecht bedroht Homosexuelle mit Peitschenhieben und der Todesstrafe. Männern droht immer die Todesstrafe, wenn Sie der „passive“ Partner einer homosexuellen Handlung waren. Nach der dahinterstehenden Logik macht sich ein solcher Mann selbst zur Frau und verhält sich damit besonders widernatürlich. Dem „aktiven“ Partner droht unter bestimmten Bedingungen die ...

Amnesty International...........

.... ist leider eine lahme Ente! Würde sich hinter dieser Organisation eine nur 50.000 Mann-Armee - UNO - befinden, ähnlich der französischen Fremdenlegionäre oder der russischen Oman, und würde man davon 20% in Afghanistan stationär stationieren wäre dort alles ruhig! Die internationale Gemeinschaft - Westen -hat versagt!

Am 21. September 2021 um 17:04 von proehi

Die Anliegen von ai kann man nur unterstützen. Die selben Forderungen nach Einhaltung der Menschenrechte haben die übrigens schon mehrfach auch während des NATO-Einsatzes an beide Seiten gestellt. Die USA nahmen es bekanntlich mit der Einhaltung der Menschenrechte auch nicht so genau. Von wegen dem Land helfen.

Vorerst kann man den Menschen helfen, indem man ihre Flucht unterstützt und ihnen hier bei uns ein sicheres Bleiben gewährt.
__
Nein. Den Menschen muss IM LAND von solchen Institutionen geholfen werden. Sie können nicht 50 Mio bzw. allen, denen es dort schlecht geht, zur Flucht verhelfen, geschweige sie in DE aufnehmen. Eine Flucht kann nur für einzelne, ganz besonders Gefährdete initiiert werden und die Geflüchteten müssen nach bestimmten Kriterien aufgeteilt werden. Nicht immer nur nach DE ! Es gab diverse Kontingente an alliierten Truppen dort. Die hatten doch bestimmt auch Hilfe von Ortskräften. Sollen die alle nach DE ? Wieso ?

@16:30 von Einfach Unglaublich

>> Wichtig ist doch ...
>> ... dass Flüchtlinge heimatnah
>> versorgt werden

Sie befürworten also eine 'VomRegenInDieTraufe'-Politik? oO

Am 21. September 2021 um 17:06 von fathaland slim

Nein ist es nicht, es ist sehr abhängig wie stark religiös der einzelne ist.
Aber auch wie das direkte und weitere soziale Umfeld.
Leider reichen 1000Zeichen nicht aus um die Millionen Beispiele dazu aufzeigen zu können.
Ein entscheidenden Einfluß haben dabei die Imane. Sie bestimmen viel mehr als die meisten sich vorstellen können und ihr Einfluß ist viel größer als die meisten glauben

16:55 von eine_anmerkung.

«Aber das scheint heute eher die Regel zu sein denn der Costa-Kapitän hat ja auch als einer der Ersten die Flucht ergriffen haben als er das Schiff flach gelegt hat.»

Capitano Schettino der Gegelte war die große Ausnahme unter den Kapitänen, und das Weichei kann sich in Käptänskreisen weltweit nicht mal mehr bei Käpt'n Blaubär und Hein Blöd blicken lassen, ohne eine Trachtprügel zu riskieren.

16:57 von klug und weise

>>Warum aber bei uns nach 1945 mit den USA ..

USA half uns nicht nur mit militärischer Präsens als BesatzerMacht, sondern mir fällt spontan dazu ein:

Kapitulation, Nürnberger Prozesse, GG, sehr viel finanzielle Hilfe für zivilen Aufbau, Teilnahme an der westlichen Weltwirtschaft und mMn die US-Filme :-)...<<

Sicherlich, auch die USA haben uns von der Naziherrschaft befreit. Dafür bin ich auch den USA dankbar und erhebliche Teile meiner Sozialisation gehen aus US-amerikanischen Einfluß zurück.

Allerdings ist der Afgh.-Einsatz mit der damaligen Situation nicht vergleichbar. Der Krieg gegen Nazi-D. war unstrittig. Spätestens nach Vietnam haben die USA ihre "Unschuld" verloren. Afgh. war mMn eine hirnlose Kurzschlußhandlung der einzig verbliebenen selbstherrlichen Weltmacht auf ein überwältigendes Ereignis.

... und ihr Verhalten ist angesichts der Gefahr, nicht mehr für alle Zeiten die einzige Weltmacht zu bleiben, nicht berechenbarer und vernünftiger geworden.

@weingasi1, 16:25

„Dem Land ist m.M. nach nicht zu helfen“

Wenn das stimmen würde, gäbe es jetzt nichts zu demontieren. Und es geht hier nicht um das Land und auch nicht um eine Regierung, sondern um seine Menschen.

Diese Grundsatzdiskurse

über den Islam, die Scharia und andere Bereiche werden hier auf einem Niveau geführt, das nicht überzeugt.
Insbesondere von einigen eher rechts verorteten Foristen.
Beispiel :
"den Islam" gibt es ebensowenig wie "das Christentum".
Ich empfehle zur Information in religiösen Fragen den Deutschlandfunk, Mo bis Fr jeweils um 9.35, "Tag für Tag. Aus Religion und Gesellschaft".
Tolle Themen, sprachlich präzise. Kein Trallafitti, keine Sensationen.

17:09, SirTaki

>>Genauso wie in Afghanistan, wo offensichtlich Regierung und Taliban Islamismus und alte Weltbilder erstarken lassen und unsere westlichen Werte nie wirklich akzeptiert oder kapiert haben. Über die radikale Religion versuchen Muslime weltweit ihre Weltbilder zu etablieren. Das macht Vieles unmöglich.<<

Religiöser Fundamentalismus ist immer reaktionär. Siehe Trumps Fan Base.

Womit wir bei „unseren westlichen Werten“ sind. Ein Begriff, der derart schwammig ist, daß er eigentlich gar nichts aussagt. Viele europäische Rechte sind, was Ihr Weltbild betrifft, den Taliban entschieden näher als sie es selbst wahrhaben wollen.

Es geht um den Kampf zwischen Moderne und Reaktion. Die Reaktion hat in jüngerer Zeit weltweit einige Siege eingefahren. Aber dauerhaft sind solche Siege nicht. Der Fortschritt lässt sich bremsen, aber nicht aufhalten. Auch wenn die Putins, Erdogans, Xis und Trumps dieser Erde da anderer Meinung sind.

Taliban demontieren Menschenrechte

Wer hat denn was besseres vermutet ? Letztendlich sind das Heroninhändler , Mörder,
Auspeitscher , Kindesentführer und auch Vergewaltiger und wahrscheinlich noch viel mehr ! Mit solchen Menschen kann man nicht verhandeln da kann man nur Druck machen!

@15:29 von Blitzdings

>> Irgendwann muss man einmal zur
>> Kenntnis nehmen...

..., daß dieser Artikel vom 30.04.2013(!!!) - 17:19 Uhr ist. -.-

Für eine Regierung, die die Menschenrechte tatsächlich achtet

ist hier - abgesehen davon, dass das ohne Weiteres möglich ist - dringend Eile geboten:

Die Generalsekretärin von Amnesty International in D forderte die Bundesregierung auf, "alles in ihrer Macht Stehende" zu tun, um "durch die Taliban gefährdeten Menschen" Schutz in Deutschland zu ermöglichen. "Sie muss die Betroffenen jetzt schnell über die vergangene Woche beschlossenen 2600 Aufnahmezusagen informieren, sie bei der Ausreise aus Afghanistan unterstützen und sicherstellen, dass die Botschaften der Nachbarländer mit Hochdruck Visaverfahren durchführen und die Menschen von dort evakuiert werden können".

Das Klima der Angst, in dem die Menschen derzeit unter den Taliban leben müssen wird quasi „greifbar“, wenn man sich diese aktuellen Reportagen von dort anschaut: daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/afghanistan-lage-deutsche-afghanistan-100.html
daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/afghanistan-lage-frauen-taliban-video-100.html

17:29, Mass Effect @15:56, fathaland slim

>>Auch wenn es ihre Lieblingsreligion ist muss man anmerken das sie in immer mehr Staaten sehr radikal augelegt wird.<<

Ich habe keine Lieblingsreligion. Sie sollten meine Kommentare wirklich sorgsamer und unvoreingenommener lesen. Das erspart mir und Ihnen derartige Unterstellungen.

>>Die Scharia, das islamische Rechtssystem, verurteilt Homosexualität als todeswürdiges „Verbrechen“. Das iranische Strafrecht bedroht Homosexuelle mit Peitschenhieben und der Todesstrafe. Männern droht immer die Todesstrafe, wenn Sie der „passive“ Partner einer homosexuellen Handlung waren. (...)<<

Ja, Reaktionäre hauen gern auf Schwule ein. Das ist keine islamische Spezialität.

Wenn Sie sich mit arabischer Liebeslyrik des Mittelalters befassen, dann erkennen Sie, daß ein großer Teil davon von der Liebe zu jungen Männern handelt, und zwar nicht von der weiblichen Warte aus geschrieben. Die Dichter waren oft dieselben, die auch religiöse Werke geschrieben haben,

a.i. hat wider besseren Wissens den militärischen Einsatz geford

ert.
Als langjähriges - ehemaliges - a.i.-Mitglied war das - neben der Brutkastenlüge vor dem Irakkrieg - einer der Gründe, die zum schließlichen Austritt führte.

Es war früh klar, dass die Zusammenarbeit der USA mit Islamisten zwar zum Eingreifen der Sowjets führte, aber die vorhandenen Rechte gerade auch der Frauen entscheidend beschneiden würde.
Die Amnesty-Führung warb dann für den Einsatz der Nato mit recht plakativen Sprüchen.

17:41, Magic.fire

>>Am 21. September 2021 um 17:06 von fathaland slim
Nein ist es nicht, es ist sehr abhängig wie stark religiös der einzelne ist.<<

Selbstverständlich. Eigentlich eine Binsenweisheit, oder?

>>Aber auch wie das direkte und weitere soziale Umfeld.
Leider reichen 1000Zeichen nicht aus um die Millionen Beispiele dazu aufzeigen zu können.
Ein entscheidenden Einfluß haben dabei die Imane. Sie bestimmen viel mehr als die meisten sich vorstellen können und ihr Einfluß ist viel größer als die meisten glauben.<<

Ja, die Imame legen die Scharia aus. Die nichts weiter ist als die Anleitung zu einem gottgefälligen Leben.

Der Islam wird auch deswegen hier so wenig verstanden, weil es dort keine zentrale religiöse Autorität gibt.

18:22 von fathaland slim

Das mit der Liebeslyrik des Mittelalters stimmt schon. Mit den Zuständen im hier und jetzt hat es aber nunmal leider nichts mehr viel gemeinsam.

Am 21. September 2021 um 17:06 von fathaland slim

Ihre Lebenspartnerin hat Ihnen nicht gesagt, daß die weibliche Form von Muslim Muslima lautet?
__
Ohweia ! Wenn ich jeden Fehler aufzeigen würde, den ich hier lese,
hätte ich verdammt viel zu tun. Ich hielt das immer für entbehrlich, obwohl da teilweise Stilblüten entstehen. Es scheint daran zu liegen, welche Auffassung man vertritt, ob über Orthographiefehler tolerant hinweg geschaut wird, oder eben nicht.

@ 18:22 von fathaland slim

"Wenn Sie sich mit arabischer Liebeslyrik des Mittelalters befassen, dann erkennen Sie, daß ein großer Teil davon von der Liebe zu jungen Männern handelt, und zwar nicht von der weiblichen Warte aus geschrieben. "

Mittelalterliche arabische Liebeslyrik ist das eine, die Verurteilung von Homosexualität in der heutigen Scharia das andere. Das braucht man gar nicht schönreden.

18:34, Mass Effect

>>18:22 von fathaland slim
Das mit der Liebeslyrik des Mittelalters stimmt schon. Mit den Zuständen im hier und jetzt hat es aber nunmal leider nichts mehr viel gemeinsam.<<

Was ich nie bestritten habe. Die Reaktion hat momentan Oberwasser.

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