Kommentare - Bahn und GDL erzielen Einigung im Tarifkonflikt

16. September 2021 - 10:40 Uhr

Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL haben ihren Tarifkonflikt beigelegt. Beide Seiten einigten sich auf eine Lohnerhöhung in zwei Stufen und auf Corona-Prämien. Weitere Streiks sind damit erst einmal vom Tisch.

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Kommentare

Bahn und GDL haben sich geeinigt;

gilt nun dieser Tarif auch für die Mitglieder der EVG? Wenn nicht, sollten alle einmal darüber nachdenken, was es bedeutet, wenn zwei Gewerkschaften wie feindliche Brüder handeln. - Die Bahn im übrigen hat ihre eigenen Kunden als Geiseln genommen, um auf ihrem Rücken auszuprügeln, was sie auch in Verhandlungen hätte erreichen können; das war abgrundtief mies und sollte ihr ins Stammbuch geschrieben werden. -

Bleibt zu hoffen,

dass unsere Volksvertreter aus dem durch die GdL verursachten Schaden endlich gelernt haben und endlich dafür sorgen, dass Streiks in kritischen Bereichen, die auch der Daseinsvor und -Fürsorge dienen, endgültig untersagt werden.

Mit ihren täglichen, meist hausgemachten Problemen, wie Weichen- und Signalstörungen, defekten Fahrzeugen, Stellwerkstörungen, defekten Bahnübergängen, Personalmangel. usw. braucht die Bahn die GdL als weiteren Störfaktor, nun wirklich nicht, um uns Pendlern, Bahnreisenden und Güter-Kunden den Tag / die Woche zu versauen.

"Tarifkonflikt: Bahn und GDL erzielen Einigung"

Wurde auch Zeit. Dieses ständige Sich-beschäftigen-müssen mit "selbstgemachten" Problemen (für die man nicht mal selbst bzw. persönlich gesorgt hat) nervte gewaltig. Und das ist noch deren "geringste" Auswirkung.

Tarifkonflikt: Bahn und GDL erzielen Einigung....

Es gibt dieses Jahr 600 Euro Corona-Beihilfe, für höhere Lohngruppen 400 Euro. Die Erschwerniszuschläge werden von Januar 2022 um 12 Prozent erhöht. Im März 2022 gibt es 400 Euro Corona-Beihilfe. Im Dezember 2021 eine Tariferhöhung um 1.5 Prozent, im März 2023 noch mal um 1,8 Prozent. Der Griff nach der Betriebsrente konnte abgewehrt werden, sie ist sicher. Der Geltungsbereich umfasst das Eisenbahnpersonal in allen Eisenbahnverkehrsunternehmen der DB.
Diese Ergebnis konnte erreicht werden, weil Personal und Gewerkschaft Rückrat gezeigt haben, trotz Medien und Politik. Der DB-Vorstand musste von einer Null-Runde für 2021 abrücken.....

Bahn und GDL erzielen Einigung im Tarifkonflikt

Als Pendler bin ich sehr froh das beide Parteien sich geeinigt haben. Hoffentlich wird die Einigung für alle anderen Bahnmitarbeiter übernommen. Gleiches Recht für alle. Ob die EVG allerdings genauso kämpft wie die GDL Bezweifeln die EVG Mitglieder doch sehr.

Gewerkschaftskonkurrenz

Daß die EVG jetzt nachverhandeln wird, das war natürlich zu erwarten.

So hat die Marktradikalisierung der Gewerkschaftswelt auch ihre guten Seiten. Die Ideologen des wirtschaftsliberalen Umbaus unseres Landes hatten das wohl nicht so geplant...

Ich könnte mir vorstellen das

Ich könnte mir vorstellen das die Einigung auch ohne Streik möglich gewesen wäre. Sofern nicht beide Seiten ihr übliches Streikritual absolvieren müssten um Mitglieder zu halten/werben bzw. ihre Existenzberechtigung noch mal zu verdeutlichen. :-(

Die Kehrseite des Kapitalismus

Es stellt sich die Frage, ob die konsequente Privatisierung aller Bereiche wirklich eine kluge Entscheidung war.
Eine Bundesbahn als Behörde war nicht perfekt. Aber lag das an dem Nicht-Privat-Sein?
Der Staat als Sozialstaat, sollte, meines Erachtens, Funktionen der Daseinsvorsorge und der Rechtsdurchsetzung allesamt in der Hand behalten, also nicht outsourcen, privatisieren, verkaufen und zurückmieten oder ähnliches.

Man stelle sich vor, Bürger, die kein Auto besitzen kommen nicht zur Arbeit und eine Klinik steht still, Operationen fallen aus, Menschen sterben.

Was ich sehr befürworten würde, das ist eine "dritte Wirtschaftsform", die einige Bereiche staatswirtschaftlich betreibt, in anderen Bereichen aber marktwirtschaftlich bleibt und sogar dereguliert.
Früher nannte man das "Schwedens dritter Weg" zwischen Kapitalismus und Kommunismus. Durchaus ein Konzept, das wieder aufgegriffen gehört. Dann gibt es auch keine Bahnstreiks.

"Daß die EVG jetzt

"Daß die EVG jetzt nachverhandeln wird, das war natürlich zu erwarten."

Das die EVG nicht streiken wird ist ebenfalls zu erwarten. So gesehen kann der Bahnvorstand sehr gelassen in die Verhandlungen mit der EVG gehen.

@Mike65 - ( Sachlich falsch ! ) durch GdL verursachten Schaden

Dieser Schaden hat sich der Bahnvorstand selber zuzuschreiben.
Denn der geltende GDL Traifvertrag war Ende 2020 bereits schon ausgelaufen.

Außerdem vermischen Sie hier Bahninfrastruktur ähnlich der Bundesautobahnmeistereien
mit dem darauf rollenden Verkehrsunternehmen.

Der Krux in Deutschland ist:
Dass die Bundesverkehrsminister die trennung der DB
von Verkehrsinfrastruktur und rollenden Verkehrsunternehmen seit über ein Jahrzehnt aussitzen.

"Früher nannte man das

"Früher nannte man das "Schwedens dritter Weg" zwischen Kapitalismus und Kommunismus."

2 January 2021: "Train staff threaten wildcat strike in Skåne on Monday"

Das war wohl nichts mit Ihrem "dritten Weg"... ;)

Erpressung?

Wenn solche Aktionen von Privatleuten gestartet werden wird das Erpressung oder Nötigung genannt.
Weil es eine Gewerkschaft ist nennt man es Arbeitskampf!
Der Tatbestand ist derselbe und wird nicht bestraft.
Die Leidtragenden sind die Bahnfahrer!!!
Die sind aber Geduldig wie man sehen konnte!!

Re : Bernd Kevesligeti !

Für die Beschäftigten sicher eine gute Nachricht. Nur sollte nun die DB all ihre Probleme, die vorherrschen, endlich mal in Griff kriegen, alles Geld was eingenommen wird, auch so einsetzen, dass etliche Baustellen besser bewältigt werden, als dies bisher geschah.
Denn zum Klimaschutz gehört eine funktionierende DB, die pünktlich und zuverlässig ist, die deutlich mehr Güter transportiert, und so die Straßen entlastet, und damit CO2 einspart. Vor allem sollten keine Dividenden mehr ausgeschüttet werden und damit die DB wieder geschwächt wird.

um 12:05 von Tarek94

//Das war wohl nichts mit Ihrem "dritten Weg"... ;)//

Sie gehen einen sehr üblichen Weg: Wenn etwas, was vorgeschlagen wird, nicht "absolut perfekt" ist, wird mit einer gewissen Schadenfreude "das war wohl nichts..." gerufen.
Historisch gesehen ist der Dritte Weg (Nicht verwechseln mit diesen Nazis, die sich anmaßen, sich so zu nennen!!) nicht weiterentwickelt worden. Vieles ist zurückgebaut worden.
Aber: Unsere Republik entwickelt sich auch weiter.
Es geht nie darum, eine "alleinseligmachende, perfekte Lehre" zu verkündigen, wie das Populisten tun.
Es geht darum, abzuwägen, Ideen wieder aufzunehmen, und auch die "alleinseligmachende Lehre" der "freien Marktwirtschaft" zu hinterfragen. Die Soziale Marktwirtschaft war ein Erfolgsmodell. Nur hat man deren Schwächen ausgenutzt um zu rufen "war wohl nix!".
Heute, nach dem Sozialabbau des "Genossen der Bosse" sehnen sich viele danach zurück. Wieso also nicht darüber diskutieren, nachdenken? Neu erfinden?

Irgendwas ist doch falsch...

"Die GDL willigte in die geplante Umstrukturierung der betrieblichen Altersvorsorge ein; das bisherige System der Zusatzrente werde ab 2022 nur für Bestands-Mitarbeiter fortgesetzt, hieß es."

Hat Weselsky doch klein bei gegeben? Immerhin war das eines der Hauptargumente, warum gestreikt wurde. Nun bin ich mal auf die Einzelheiten gespannt und wie es zu dieser Entscheidung kam. Bitte weiter dran bleiben, Tagesschau.

Am 16. September 2021 um 10:51 von Mike65

"... sorgen, dass Streiks in kritischen Bereichen, die auch der Daseinsvor und -Fürsorge dienen, endgültig untersagt werden."

Genau... Die Plebs soll gefälligst nehmen was man ihr hinwirft, nicht wahr? Wenn die Gesellschaft Streiks untersagt, hat Sie auch entsprechende entgegenkommende Daseinsvor- und Fürsorge gegenübern den betroffenen Arbeitnehmern zu leisten. Das ist bei der DB mit Sicherheit nicht der Fall.

Der richtige Schluss aus diesen Streiks wäre nicht "die bösen Bahnfahrer haben gestreikt" sondern dass die Arbeitnehmer sich endlich wieder großflächig organisieren und für ihre Interessen eintreten. Leider ist dies ohnehin ein besonderes Merkmal ihrer Generation, dass man nach unten Tritt und nach Oben buckelt, solange einem die Herren der Medienkonzerne dies nahelegen.

Die Arbeitgeber haben das System in ihrem eigenen Interesse bis zur Unkenntlichkeit zersetzt. Ein anderes Problem ist natürlich die überwiegend präkäre Beschäftigung im Dienstleistungssektor.

10:51 von Mike65

"dafür sorgen, dass Streiks in kritischen Bereichen, die auch der Daseinsvor und -Fürsorge dienen, endgültig untersagt werden"
Sie sollten nicht vergessen dass es der Staat war der den staatsbetrieb Deutsche Bahn privatisiert hat und das beamtentum abgeschafft hat. Das streikrecht kam erst durch die Privatisierung. Wenn man etwas überlegen soll dann eher ob man infrastrukturkritische Branchen privatisiert oder sie nicht besser als Staatsaufgabe erhält
Das streikrecht für private wirtschaftsbetriebe aufzuheben geht gar nicht, oder wollen Sie persönlich für einen appel und ein Ei arbeiten?
Sie sollten nicht von anderen Menschen Dinge verlangen wozu sie selbst nicht bereit sind

Und das interessiert noch jemanden?

Ich habe meine Reisen mit dem Auto und dem Flugzeug gebucht. Diese Pillipalle-Krämer brauch ich nicht!

Geht doch, die Einigung

Ob man es Beißen und Hauen um Nichtigkeiten nennt. Die Streiks als Zumutung für Fahrgäste verurteilt. Weselsky Dompteurgehabe und Unverschämtheiten andichtet. Die Gewerkschaft hat alle Register gezogen, um ihre Vorstellungen wenigstens zum Bruchteil durchzusetzen. Und die Arbeitgeber haben sich auch die Hörner abgestoßen. Und es gibt neben den Dauernörglern der Nicht-Gewerkschaftler und Otto Normalverbraucher, die jede Unwucht im Fahrbetrieb nervt, auch die Mitdenkenden, die verstehen, warum die GDL kämpft. Weil die begriffen haben, dass man nicht nur wegen schnelleren Internets auf die Straße geht, sondern auch den klassischen Arbeitsstreik hat. Nur kaum erlebt und daher wohl eher als Mythos versteht. Nee, liebe Leute. Man sieht: streiken, verhandeln, einigen gehört mit zum demokratischen Betrieb. Und das ist auch gut so. Unsere Duckmäuser und Hintertür-Nörgler müssen begreifen, dass Mitmachen und Teilhabe auch heißt, sich auf die Hinterbeine zu stellen. Wie es die GDL tat.

@ MotoFan, um 12:19

Sicher ist es vergebens, Ihnen jetzt immer noch den Unterschied zwischen Arbeitskampf, sprich: Streik, und Erpressung erklären zu wollen.

Aber vielleicht freuen Sie sich doch darüber, dass die Gesichtsfarbe des Herrn Weselsky alsbald wieder ein normales Aussehen annehmen wird; ich hatte da zwischendurch des öfteren Sorge...

Tarifabschluß

Und am Ende darf wieder Brave Bürger der mit der Bahn unterwegs ist die Zeche zahlen. Also wie immer.

12:19 von MotoFan

Wenn man ihnen die Bezüge und die altersvorsorge kündigen würde, würden sie dann mehr arbeiten oder nicht auch streiken?

"Die Leidtragenden sind die

"Die Leidtragenden sind die Bahnfahrer!!!"

Ja, und wenn die Milchbauern streiken, dann sind unschuldige Kinder die Leidtragenden, weil es keine Milch mehr gibt.
So gesehen müssten Streiks überhaupt verboten werden, weil es immer einen Leidtragenden gibt.

12:26 von E.P.

Soviel ich weiß wollte die Bahn das bisherige System der altersvorsorge auch für die bisherigen Mitarbeiter kündigen. Zumindest das wurde anscheinend abgewendet. Die EVG hat meines Wissens nur einen Aufschub bekommen.

"Heute, nach dem Sozialabbau

"Heute, nach dem Sozialabbau des "Genossen der Bosse""

In Schweden hat es keine "Genossen der Bosse" gegeben und dort wird ebenfalls bei der Bahn gestreikt. Auch wenn linke Populisten davon nicht wissen wollen und immer noch von "Bullerbü" träumen (wie z.B. Berlins Grünen-Frontfrau Bettina Jarasch).

@ Demokratiker, um 12:35

“Und am Ende darf wieder Brave Bürger der mit der Bahn unterwegs ist die Zeche zahlen. Also wie immer.“

Was stellen Sie sich denn vor?

Aber so schlimm wird nicht werden für den Einzelnen.

(Das soll aber keine Ermunterung zum Schwarzfahren sein!) :-)

um 12:31 von tayling

//"... sorgen, dass Streiks in kritischen Bereichen, die auch der Daseinsvor und -Fürsorge dienen, endgültig untersagt werden."

Genau... Die Plebs soll gefälligst nehmen was man ihr hinwirft, nicht wahr? Wenn die Gesellschaft Streiks untersagt, hat Sie auch entsprechende entgegenkommende Daseinsvor- und Fürsorge gegenübern den betroffenen Arbeitnehmern zu leisten. Das ist bei der DB mit Sicherheit nicht der Fall.//

Sehen Sie, und das ist das Alimentationsprinzip im Berufsbeamtentum.
Sie haben es sehr gut ausgedrückt: "Wenn die Gesellschaft Streiks untersagt, hat Sie auch entsprechende entgegenkommende Daseinsvor- und Fürsorge gegenübern den betroffenen Arbeitnehmern zu leisten."

Und DESWEGEN war es gut, die Bahn und die Post als Behörde aufzubauen. Das war mal die Idee gewesen, nach dem Krieg und all dem Leid.
Die Infrastruktur sollte laufen, egal, was "der Markt" so alles an Spielchen treibt.
Heute soll sogar an Krebsbehandlung noch Gewinn optimiert werden.

Hat lange gedauert, bis die

Hat lange gedauert, bis die Bahn zur Vernunft kommt.
Das hätten sie gleich anbieten und der Kundschaft viel Ärger ersparen können.
Warum müssen Manager immer gegen die Belegschaft arbeiten?
Selber erwirtschaften sie ja keine Gewinne. Da sollte man es sich nicht verscherzen.

um 12:44 von Tarek94

//Auch wenn linke Populisten davon nicht wissen wollen und immer noch von "Bullerbü" träumen //

Sorry, aber ich bin eher konservativ-liberal eingestellt... Mit linken Populisten habe ich nichts zu tun. Ich wähle Union.

//In Schweden hat es keine "Genossen der Bosse" gegeben//
Wieder die Methode "war wohl nix".
Seien Sie mir doch nicht so feindlich gesonnen.

Was wir sehen ist doch: Die Infrastruktur wird zu Spielball der Marktmechanismen. So, Das stelle ich in Frage. Mehr nicht.

um 10:51 von Mike65

Bleibt zu hoffen,
dass unsere Volksvertreter aus dem durch die GdL verursachten Schaden endlich gelernt haben und endlich dafür sorgen, dass Streiks in kritischen Bereichen, die auch der Daseinsvor und -Fürsorge dienen, endgültig untersagt werden.

Mit ihren täglichen, meist hausgemachten Problemen, wie Weichen- und Signalstörungen, defekten Fahrzeugen, Stellwerkstörungen, defekten Bahnübergängen, Personalmangel. usw. braucht die Bahn die GdL als weiteren Störfaktor, nun wirklich nicht, um uns Pendlern, Bahnreisenden und Güter-Kunden den Tag / die Woche zu versauen.
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Für die Missstände bei der Bahn sind die Vorstände zuständig. Das Streikrecht ist ein hohes Gut, in unserer demokratischen Verfassung und sollte unangetastet bleiben.

Re : Tarek94 !

Leider sind aber Streiks manchmal notwendig, auch wenn ich nicht davon begeistert bin. Ohne Streiks gäbe es noch mehr Leidtragende, nämlich alle Angestellten, die nur als Arbeitsbiene missbraucht werden, während die Bosse, die Investoren und Anleger sich die Taschen füllen, und natürlich ihre Macht ausbauen, um weiter missbrauchen zu können !!!

um 11:46 von archersdream

Ich könnte mir vorstellen das
Ich könnte mir vorstellen das die Einigung auch ohne Streik möglich gewesen wäre. Sofern nicht beide Seiten ihr übliches Streikritual absolvieren müssten um Mitglieder zu halten/werben bzw. ihre Existenzberechtigung noch mal zu verdeutlichen. :-(
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Wenn die Bahnvorstände von der Nullrunde für 2021 frühzeitig abgerückt wären, hätte man die Streiks verhindern können. Wie schädlich die Verweigerungshaltung des Bahnvorstand war, wird die Zukunft, ganz besonders im Güterverkehr zeigen.

Am 16. September 2021 um 10:48 von Mene mene tekel...

Bahn und GDL haben sich geeinigt;

gilt nun dieser Tarif auch für die Mitglieder der EVG? Wenn nicht, sollten alle einmal darüber nachdenken, was es bedeutet, wenn zwei Gewerkschaften wie feindliche Brüder handeln. - Die Bahn im übrigen hat ihre eigenen Kunden als Geiseln genommen, um auf ihrem Rücken auszuprügeln, was sie auch in Verhandlungen hätte erreichen können; das war abgrundtief mies und sollte ihr ins Stammbuch geschrieben werden. -
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Die Bahn hat doch nicht gestreikt, sondern die Mitglieder der Gewerkschaft GDL, die dafür, wie Sie es ausdrücken die Bahnkunden als Geisel genommen hat. Wenn jemand KEIN Interesse an dem Streik hatte, dann die Bahn.
Wie kommen Sie nur auf eine solche Darstellung ?

um 12:23 von Traumfahrer

Denn zum Klimaschutz gehört eine funktionierende DB, die pünktlich und zuverlässig ist, die deutlich mehr Güter transportiert, und so die Straßen entlastet, und damit CO2 einspart. Vor allem sollten keine Dividenden mehr ausgeschüttet werden und damit die DB wieder geschwächt wird.
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Dividenden gehen an den Alleineigentümer der Bahn, die dann wieder die verschiedenen Unternehmen der Bahn subventionieren.
Der Amtsschimmel lässt grüßen.

Bahn und GDL

Also ist jetzt die GDL unter dem massiven Druck der Politik und Medien doch zur massiven Kürzung der Betriebsrenten gezwungen worden.

Und damit geht der massive Abbau von Leistungen für motivierte Arbeitnehmer weiter. Wann kommt die vergleichbaren Regeln für Beamte und Vorstände?

Schade.

Re : hesta15 !

Im Vorstand der DB sitzen leider nicht wirklich Fachleute, die die vielen Probleme meistern könnten. Wie soll ein Jurist sich mit Stellwerken auskennen, oder defekten Weichen und Bahnübergängen ????
Da sollte man ansetzen, und nur noch echt qualifiziertes Personal in den Vorstand bestellen, die auch eine Ahnung haben, sonst wird das nichts.
Ja das Streikrecht ist ein hohes Gut, aber es sollte immer verhältnismäßig sein, und nicht in einem Machtkampf um mehr Einfluss enden !

Einigungsprozedur

Rechnet man die Kosten des Streiks für die Allgemeinheit und besonders für die Reisenden mit ein, dann zeigt sich, wie wenig die Beharrlichkeit beider Seiten wert war.

Solange die Verhandlungsführer in warmen Stuben bei hochwertigem Essen und Unterkunft sitzen, selbst nicht betroffen sind, so lange ändert sich nichts.

Ab in einen kalten zugigen Turm bei Wasser und Brot. raus erst wieder wenn man sich geeinigt hat.

Zu GDL und den Gewerkschaften allgemein: Solange wie die Lohnerhöhungen prozentual fordern und dann festlegen. solange wird sich an der Misere, das die Kleinen wenig dazu kriegen und die besser verdienenden bevorzugt vom Kuchen abkriegen nichts ändern.
Einfaches Beispiel für Einkommen vor 70 Jahren einmal 1000 Einheiten, einmal 2000 Einheiten. Bei 3 % alle 2 Jahre ergibt sich danach für den einen ca. 3000 Einheiten, für den anderen 6000 !
Das setzt sich dann bei der Rente fort.
Dabei trifft die Preissteigerung und auch z. B. die CO Steuer besonders die, die wenig haben.

Streikkasse leer?

Dieser stillschweigend getroffene Abschluss, der weitestgehend den AG-seitigen Vorstellungen entspricht, kommt nach der zuvor lauthals geäußerten kriegerischen Rhetorik von Donald Weselsky doch recht überraschend. Zumindest aus meiner Sicht.

Selbstverständlich ist die Einigung zu begrüßen. Und nochmals zu meiner persönlichen Sicht: den Eisenbahnern gönne ich gern auch mehr. So ganz umsonst wird ja nicht händeringend Personal gesucht.

Offen bleibt die anfangs geäußerte Frage: warum? Plötzliche Läuterung des Bosses, ein urplötzlich vom Himmel gefallenes Verhandlungsgeschick? Eher unwahrscheinlich.

12:33 von SirTaki Ich sehe

12:33 von SirTaki

Ich sehe das wie Sie.
Manchmal komme ich mir vor wie "Methusalem", ich habe Streiks in der Stahl- und Autoindustrie u.a. in den 1970igern erlebt, auch mein Mann war Anfang der 1990iger streiken.
Da hat sich - zumindest habe ich nicht das Gefühl gehabt - niemand so sehr darüber aufgeregt, das gestreikt wurde. Unzufriedene gab und gibt es immer.
Und der Sinn eines "Arbeitskampfes" sollte doch allgemein bekannt sein. Natürlich geht ein Streik "auch an die Substanz", aber wenn nicht, bräuchte man nicht streiken.

12:35 von Demokratiker Und

12:35 von Demokratiker

Und wer regt sich auf, wenn Sie eine Lohnerhöhung bekommen? Wer bezahlt die denn?

@fathaland slim um 11:42

„Gewerkschaftskonkurrenz: Daß die EVG jetzt nachverhandeln wird, das war natürlich zu erwarten.

So hat die Marktradikalisierung der Gewerkschaftswelt auch ihre guten Seiten. Die Ideologen des wirtschaftsliberalen Umbaus unseres Landes hatten das wohl nicht so geplant...“

Ihre jetzige Meinung wundert mich schon ein bisschen, weil Sie ja immer gegen die GdL geschrieben haben (was ich nachvollziehen kann!).

Übrigens war von den - wie Sie es bezeichnen - „Ideologen des wirtschaftsliberalen Umbaus unseres Landes“ nie die Rede von der Abschaffung von Gewerkschaften - es sollte eine Verlässlichkeit der verhandelten Ergebnisse erzielt werden - aber wie es aussieht, wird’s das bei der Bahn, mit EVG und GdL, halt auch künftig nicht geben - ich finde „leider“; aber mein Gott, was soll’s - auch so was übersteht das Land!

@ werner "Betriebsrenten"

Das ist einmal ein Teil, den die Verantwortlichen bei der GdL aus irgendeinem Grund nicht ansatzweise verstanden haben.

Bei den Betriebsrenten geht es um eine deutliche Verbesserung für die Mitarbeiter. Das muss getreu der impliziten Vermutung "alles, was der Bahnvorstand vorschlägt, kann einfach nur schlecht sein" in die falsche Kehle gekommen sein.

Nun gut, so groß ist der Vorstand der GdL ja nun auch nicht, durchaus möglich, dass die drei (natürlich kenne ich die genaue Zahl nicht) Finanzexperten alle in die gleiche falsche Richtung denken.

der Bahn unterwegs ist ?

von Demokratiker @
Das ist doch gut, logisch und gerecht das der Nutzer alleine die durch Ihn verursachten Kosten trägt.

Naja !!!

>>>Der Griff nach der Betriebsrente konnte abgewehrt werden, sie ist sicher.<<<

Aber nur für die MA die bei der Bundesbahn angefangen, die Rechsbahner fallen wie immer durchs Raster

>>> Der Geltungsbereich umfasst das Eisenbahnpersonal in allen Eisenbahnverkehrsunternehmen der DB.<<<

Und auch hier fallen die meisten Mitglieder durch Raster.
Eigentlich ist der erreichte Abschluss, für die aufgewendete Mühe sehr schlecht.

endgültig untersagt werden?

von Mike65 @

Das geht doch ganz Einfach.

Alle Mitarbeiter in diesen Bereichen zu "Beamten" machen und so dann auch bezahlen.

Aber wer hatten nochmal Zeitarbiet, H4 und Minijobs eingeführt. Richtig. SPD Schröder mit dem grünen Fischer.

Und die öffenlichen Arbeitgeber sind die größten Nutzer und Auftragsgeber der Zeitarbeit und Minijobs.

Und die anderslautenden Verträge?

Ist sicher nicht so wichtig, fiel mir gerade ein.

Die EVG hat meines Wissens in ihrem früheren Abschluss eine Ausstiegsklausel eingebaut.

Aber was ist meinethalben mit Transdev und weiteren privaten Betreibern, die ja bereits auf eine frühere GdL-Forderung eingegangen sind?

um eine deutliche Verbesserung?

von Kreuzfahrten @
Wer Altersicherung auf Aktien umstellen, handelt es sich nicht um deutliche Verbesserung sondern erhöht nur massiv und alleine das Risko der Arbeitnehmer?

Bis hin zum totalasufall der Aktien und Fondsbedingten Rentenanteile. Die Pensionfond haben deutlich gezeigt welche Risiken jetzt nur von den Arbeitnehmer zu tragen sind.

Die Verantwortung der Arbeitgeber ist genau so nicht veorhanden wir Garantien des Staates.

Am 16. September 2021 um 11:03 von Bernd Kevesligeti

Diese Ergebnis konnte erreicht werden, weil Personal und Gewerkschaft Rückrat gezeigt haben, trotz Medien und Politik. Der DB-Vorstand musste von einer Null-Runde für 2021 abrücken.....
__
Was Sie als "Rückgrat" loben, bezeichnen andere als Erpressung. Vllt sollte die Bahn über ihre Personalstruktur nachdenken. Man scheint sich da stellenweise seiner Bedeutung allzu sicher zu sein.
Bei der Lufthansa gab es vor einigen Jahren ein ähnliches Procedere. Wenige Wochen nach der Einigung erhielten einige der wackeren Cockpitt-Streiter dann betriebsbedingte Kündigungen. Das Gehalt bei den Billigairlines, bei denen sie dann anheuerten, lag erheblich unter dem Salär, den sie bei der Lufthansa ausgeschlagen hatten.

"Leider sind aber Streiks

"Leider sind aber Streiks manchmal notwendig, auch wenn ich nicht davon begeistert bin."

Da bin ich ganz Ihrer Meinung.

"während die Bosse, die Investoren und Anleger sich die Taschen füllen"

Das sehe ich gelassener wie Sie. Natürlich wollen Investoren eine Rendite, sonst wären Investitionen ja völlig sinnlos. Auch wenn ein Manager durch geniale Entscheidungen die Firma nach vorne bringt, dann habe ich überhaupt nichts gegen einen kräftigen Bonus für diesen Manager. Nur wenn die Firma Milliardenverluste macht, dann kann es (meiner bescheidenen Meinung nach) nicht sein, dass ein Manager dafür (auf Kosten der Arbeitnehmer) auch noch belohnt wird.

@ ich1961 Re: 12:33 von SirTaki Ich sehe

Mir gehts auch so, keiner hat sich darüber aufgeregt wenn sein VW später geliefert wurde, weil die IGM zum Streik aufgerufen hatte oder Bus nicht fuhr weil die ÖTV streikte. Und keiner hat sich über die dann steigenden Preise aufgeregt, denn auch schon zu der Zeit waren die Arbeitgeber auf Gewinnmaximierung getrimmt und haben Lohnerhöhungen nicht durch niedrigere Gewinne ausgeglichen. Unverständlich ist mir auch der Ruf nach einem Streikverbot, aber der Abbau von Grundrechten, die Spaltung der Gesellschaft hat wohl Methode.

GDL Altersvorsorge

Wie kann man sich nur darauf einlassen, dass die Altersvorsorge in diesen Zeiten für neue Mitarbeiter nicht mehr gilt? Das ist ein absolutes NOGO Herr Weselsky. Ein Armutszeugnis ihrer Gewerkschaft und auch der DB AG so etwas überhaupt vorzuschlagen. Macht man so die Bahn für neue Mitarbeiter interessant? Sicher nicht.

Respect!

an die Vermittler und den Auftraggeber Herrn Scheur, Andi.
Ohne den Druck der Wahl wäre es zu dieser Wegweisung nicht gekommen.

Das wunderbare verfassungswidrige Tarifeinheitgesetzkonstrukt der SPD fällt somit endlich in sich zusammen.

Am 16. September 2021 um 13:07 von hesta15

Dividenden gehen an den Alleineigentümer der Bahn, die dann wieder die verschiedenen Unternehmen der Bahn subventionieren.
Der Amtsschimmel lässt grüßen.
__
Bei schlaffen 30 Milliarden Schulden, dürften sich die Dividenden in überschaubarem Rahmen halten. Alleiniger Aktionär ist der Staat, also wir alle.

13:53 von Klabautermann

13:53 von Klabautermann 08

Ich habe gerade überlegt, woran es liegen kann, das das StreikRECHT so in Abrede gestellt wird.
Wir haben in der Schule darüber gesprochen, wenn es mal wieder einen Streik gab. Die Lehrer ( damals noch Beamte) haben uns darüber aufgeklärt und unsere Eltern ebenso.
Wir leben nun mal nicht im Schlaraffenland wo Milch und Honig fließen und gebratene Tauben direkt in den Mund fliegen. Irgendwoher muss das Geld für "das Leben" doch kommen.
Aber auf der anderen Seite über zu hohe Mieten, Lebenshaltungskosten usw. meckern.
Klar wäre es schön, wenn so eine Verhandlung ohne Streik ginge (hat sich eigentlich jemand über die Verdi Streiks in Berlin aufgeregt?), aber das ist nicht immer möglich.

Am 16. September 2021 um 13:53 von Klabautermann 08

@ ich1961 Re: 12:33 von SirTaki Ich sehe

Mir gehts auch so, keiner hat sich darüber aufgeregt wenn sein VW später geliefert wurde, weil die IGM zum Streik aufgerufen hatte oder Bus nicht fuhr weil die ÖTV streikte.
___
Wie unterschiedlich doch die Wahrnehmungen bzw. die Erinnerungen sind.
Ich kann mich noch gut erinnern, dass damals die Hassfigur an der Spitze des ÖTV Herr Kluncker war, später dann Frau Wulf-Matthiesund dass man sich nicht über steigende Preise aufregte, halte ich eher für ein Gerücht. Damals mussten auch die Kinder, die zu weiterführenden Schulen gingen und täglich auf den ÖPNV angewiesen waren, ihre Schülerfahrkarten noch bezahlen. Ausser bei kinderreichen Familien genau wie ALLE Bücher und alle, was für die Schule gebraucht wurde und beim Discounter gabs da nix. Nur in Schreibwarengeschäften.

Keine gute Lösung. Eine

Keine gute Lösung. Eine Nullrunde wäre angesichts der Milliardenverluste angemessen gewesen.

von weingasi1 13:48

Das Streikrecht gehört zu den Grundrechten. Gäbe es das nicht, dann könnten Beschäftigte nur gemeinsam betteln. Wenn von oben nach unten dekretiert wird, dann soll daß in Ordnung sein. Wenn sich Lohnabhängige wehren, gegen Zumutungen, dann ist daß "Erpressung". Sie fremdeln mit den Rechten der Lohnabhängigen.

Und Ihr Beispiel mit den Billigairlines beweist doch nur, daß es auch dort konsequenter Gewerkschaften bedarf (keine Hoffmänner).

13:28, Wolf1905 @fathaland slim um 11:42

>>
Ihre jetzige Meinung wundert mich schon ein bisschen, weil Sie ja immer gegen die GdL geschrieben haben (was ich nachvollziehen kann!).<<

Ich habe gegen die Stilisierung der GDL zur Speerspitze des Klassenkampfes geschrieben. Ich wurde hier durch die Bank nicht verstanden, weshalb ich meine Bemühungen irgendwann eingestellt habe.

>>Übrigens war von den - wie Sie es bezeichnen - „Ideologen des wirtschaftsliberalen Umbaus unseres Landes“ nie die Rede von der Abschaffung von Gewerkschaften - es sollte eine Verlässlichkeit der verhandelten Ergebnisse erzielt werden - aber wie es aussieht, wird’s das bei der Bahn, mit EVG und GdL, halt auch künftig nicht geben - ich finde „leider“; aber mein Gott, was soll’s - auch so was übersteht das Land!<<

Nein. Es sollten Gewerkschaften gegeneinander in Konkurrenz gebracht werden. Divide et impera. Was im vorliegenden Fall dann letztendlich wohl ein wenig schief ging. Meiner Freude darüber gab ich Ausdruck.

@Stadtrat - GDL-Altersvorsorge

Da liegt ein Missverständnis vor.

Die neuen Mitarbeiter erhalten eine deutlich bessere Altersvorsorge. Für die bisherigen Mitarbeiter ändert sich nichts.

Ein Aspekt ist mir allerdings nicht ganz klar, egal, ob alt oder neu: ist die Altersvorsorge rechtlich firmenunabhängig? Ansonsten könnte der Altersvorsorge natürlich das Schicksal einiger Pensionsfonds amerikanischer Fluggesellschaften drohen. Wie die Rücklagen gebildet werden, spielt hierbei keine Rolle.

@ Mike65 10.51 ?

Sie zählen die "hausgemachten Probleme" der Bahn auf. Die Gewerkschaft ist ein Störfaktor?

Welchen Zusammenhang versuchen Sie herzustellen? Was haben die Mängel der Bahn mit den Streikenden zu tun?
Das ist schon Unsinn.
Dass Sie aber fordern, Bahnstreiks sollen verboten werden, ist abenteuerlich. Daran können Sie nicht ernsthaft glauben.

"Uns Pendlern..."
Also mir wurde als ausschließlich ÖPNV Nutzende mein Tag / meine Woche noch nie durch Streiks in diesen Bereichen versaut.
Ein erfreulicher Tag, weil heute wieder einmal gezeigt wurde, was Viele gegen Wenige schaffen können - wie sich Recht durchsetzen kann!

Altersvorsorge GDL

Habe ich etwas überlesen? Wo steht denn, dass neue Mitarbeiter besser gestellt werden? Oder war das ironisch gemeint?

@ ich1961 13.24 h

Ich kann Ihnen nur zustimmen! Es gab viele, viele Streikende und viel Zustimmung - auch durch sich solidarisierende Mitstreikende.
Inzwischen wird von gefühlt mehr Menschen "die Nase gerümpft" über Streikende. Aber was soll's - die Trittbrettfaher*innen freuen sich um so mehr nach den Erfolgen der für sie auf die Straße gegangenen Streikenden.
Ja, und ein Streik geht an die Substanz - wie Demos auch - und wir wissen, dass das unumgänglich ist. Gut, dass wir in einer Demokratie leben und uns für bessere Lebensbedingungen im In- wie Ausland einsetzen können! In dem Sinne!

Es ist die nackte Erpressung

Es ist die nackte Erpressung was die GDL da macht. Sie erpresst die Bahn mit den vielen Bahnkunden als Pfand, denn leiden müssen eben die. Noch nie war die Bahn pünktlich, wenigstens wenn ich fuhr, und die Kunden müssen das immer als gegeben hinnehmen.
Ich finde daher die Bahnstreiks absolut am Ziel vorbei!
Das Vorgehen dürfte das Grundgesetz mit seinem Streikrecht nicht decken.
Eben weil dritte involviert sind.

Am 16. September 2021 um 14:55 von Wohlergehen

"Uns Pendlern..."
Also mir wurde als ausschließlich ÖPNV Nutzende mein Tag / meine Woche noch nie durch Streiks in diesen Bereichen versaut.
__
Das könnte folg. Gründe (gehabt)haben
1. Sie hatten Urlaub
2. dort, wo Sie fahren, wurde nicht gestreikt
3. Sie waren krank
4. Sie haben Gleitzeit, mussten nicht
pünktlich sein
5. Sie haben sich anders organisiert, kann
aber nicht jeder
6. Sie gehören einer absoluten Minderheit
an, die gerne auf irgendwelchen zugigen
Bahnsteigen rumsteht und auf Züge
wartet, die nicht kommen.
7. Sie gehören der ideologischen Gruppe an
die denkt, Hauptsachen den AG mal
gezeigt, wo der Hammer hängt.

Anders kann ich mir Ihre Gelassenheit nicht erklären.

Am 16. September 2021 um 15:40 von th711

Das Vorgehen dürfte das Grundgesetz mit seinem Streikrecht nicht decken.
Eben weil dritte involviert sind.
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1. Glaube ich, dass das Streikrecht vom GG gedeckt ist, auch wenn mich das persönlich ärgern würde, wäre ich von dem Streik betroffen. War und bin aber in ITA.
2. Naja, mit dem GG hatten ja in den vergangenen Monaten so einige Bürger Probleme hinsichlich der Corona-Maßnahmen, die aber letztlich, gottseidank, alle durchgegangen sind.

Am 16. September 2021 um 15:24 von Wohlergehen

Vor kurzem antworteten Sie mir, dass Sie niemanden brauchen, der sich für Ihre Belange einsetzt, das könnten Sie schon selbst...und betonten Ihre Erfolge dabei. Jetzt "drohen" Sie, was den Gewerkschaftlern passieren könnte...
Ist Ermunterung zum "Duckmäusertum".
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Nein, mein lieber (?) Wohlergehen, ich habe keinesfalls "gedroht". Wie denn, da habe ich doch überhaupt keinen Einfluss. Zu dem, was ich kürzlich gesagt habe, stehe ich nach, wie vor, weil ich der Meinung bin, das sich Fleiss und Zuverlässigkeit lohnen soll und muss. Deshalb finde ich dieses Tariflohnkonstrukt kontraproduktiv und zwar im Sinne des fleissigen Angestellten, weil kein Unterschied gemacht werden kann, ob sich jemand nach Kräften bemüht, oder nur das absolut Notwendige knapp erledigt. Ersterem sollte mehr zustehen, als letzterem. Das ist aber in dem Konstrukt nicht möglich; meistens nicht einmal durch Beförderungen, da Planstellen. Auch so ein Unding.

@th711, 15:40

Das Vorgehen dürfte das Grundgesetz mit seinem Streikrecht nicht decken.
Eben weil dritte involviert sind.

Im Gegensatz zu Ihnen war den Vätern des Grundgesetzes wohl klar, dass in jeden Streik dritte involviert sind, anders geht das in einer arbeitsteiligen Wirtschaft gar nicht. Und trotzdem haben sie das Streikrecht in die Verfassung geschrieben.

Sie sollten sich sowohl mit dem Streikrecht als auch - und besonders - mit dem Grundgesetz nochmal eingehender beschäftigen.

Bei allem Verständnis für die Bahnkunden

Was hat die GDL denn erreicht? Ausser der Sonderzahlungen sind das 1,5% für 16 Monate und dann 1,8% für 16 Monate - das entspricht nicht einmal der Hälfte der Inflation in Deutschland.
Ein gutes Signal ist das nur für die Arbeitgeber. Die Bahner sind wieder mit einem Butterbrot abgespeist worden. Wie hoch fallen die Steigerungen der Gehälter der Führungskräfte bei der Bahn oder auch deutschlandweit und der Beamten aus?
Hier wird Polemik gegen die Bahnmitarbeiter betrieben, die an der Unpünktlichkeit der Bahn schuld sein sollen.
Es ist wie immer, wenn etwas nicht läuft, wird auf die Kleinen eingeprügelt und die Großen, die Vorstände, Aufsichtsräte mit oftmals mehr als unfähigen Personen bekommen ihre Millionen zugeschanzt.
Es ist höchste Zeit für Veränderungen - die es aber nicht geben wird.

@ weingasi 15.47 h Eigentlich müßig...

auf Ihre Auflistung zu antworten, aber habe noch ein bisschen Zeit:

1. ja, nehme immer Urlaub bei Bahnstreik!
2. nein, habe ich den Streikenden verboten!
3. ja, bin immer krank bei Bahnstreik!
4. beides: habe Gleitzeit und darüber hinaus arbeite ich immer so wie's mir gefällt!
5. ich schon: Fahre dann immer mit den Streikverweigern!
6. ja, wenn's zugig wird, sind genug Menschen da, mit denen ich ein flottes Tänzchen zum Aufwärmen mache!
7. absolut! Ich denke!

Ich kann mir Ihre Verbohrtheit nicht erklären!

@frosthorn, 16:00. ich bin

@frosthorn, 16:00.
ich bin prinzipiell gegen das Streikrecht. Da muss das GG revidiert werden. Bei einem „normalen“ Streik sind eben dritte nicht involviert.
Z. B. der Opelabeiter will mehr Geld - streikt. Bekommt mehr. -> kein dritter beteiligt.
Sie selber sollten sich mal mehr beschäftigen, nicht ich.

Am 16. September 2021 um 14:18 von Bernd Kevesligeti

Und Ihr Beispiel mit den Billigairlines beweist doch nur, daß es auch dort konsequenter Gewerkschaften bedarf (keine Hoffmänner).
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Es zeigt vor allen Dingen, dass man jemanden, der am Boden liegt, (das war seinerzeit bei der Lufthansa der Fall, auch wenn mein Bild da vllt etwas überzogen wird) nicht ausgerechnet dann mit, wie ich zu dem damaligen Zeitpunkt finde, überhöhten Forderungen kommt. Die Liberalisierung im Flugverkehr hat die Lufthansa damals schwerst gebeutelt und wollte dies bei neuen Abschlüssen auch einbeziehen hinsichtl. der Altersbezüge, die bei Piloten wirklich extrem überdimensioniert waren. Weiterhin bin ich keinesfalls gegen gute Bezahlung, im Gegenteil. Derjenige, der sich verdient macht und seine Arbeit besonders gut und zuverlässig verrichtet, der soll (viel)mehr verdienen können, als jemand, der seine Zeit absitzt. Diese Differenzierung gibt es aber in diesen Segmenten, so gut, wie garnicht, und das ist schade.

Werner40

Warum soll eine Nulrunde akzeptabel sein?
Die Vorstände könnten auch 50% Reduktion anbieten. Machen die das? Nö. Die wollen ihre gesamte knete und Boni. Und alles, auf was jetzt möglicherweise verzichtet wird, wird bri der erstellten Gelegenheit samt Zinsen, nachgeholt.
Nullrund ist inakzeptabel. Schüttet keine Rendite aus. Das wäre gerecht.

Bahn und GDL erzielen Einigung im Tarifkonflikt....

Die Bahn hat, nach dem sie am 1.1.1994 mit Null angefangen hat inzwischen 29 Milliarden Euro Schulden angehäuft. Hauptsächlich geschuldet den Auslandsinvestments, die nach Professor Christian Böttger nicht einmal die Kapitalkosten einbrächten: Bax-Global in den USA, Beteiligung/Rahmenvertrag mit der Georgian Railways, Kauf des britischen Bahnunternehmen Arriva und Engagements in Katar oder den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Das Bahnpersonal ist aber nicht daran schuld, eher eine andere Etage....

@ weingasi1 16.00 h

Ja, Sie bestätigen immer und immer wieder, dass Sie Solidarität und Gemeinwohl feindlich gegenüberstehen....

Mir wurde - erfreulicherweise nur 1 x - von einem Arbeitgeber die Frage gestellt: Was würden Sie sagen, warum Sie die Beste für die Stelle sind? Ich stand auf und sagte: Vielen Dank für Ihre Einladung, ich möchte nicht in einem Unternehmen arbeiten, wo Konkurrenzverhalten unter den Kollegen vom Chef angestachelt wird.

Sie verstehen?

Konsens statt Streik

Ein konstruktives Ergebnis erzielt man nur durch Reden, nicht durch Streik. Keine Seite hat sich durchgesetzt, jeder musste Kompromisse eingehen und das ist gut so.

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