Autoren des Weltrisikoberichts fordern bessere Sozialsysteme

Kommentare

„Forscher fordern weltweit bessere Absicherung“

Solange diejenigen, die die Möglichkeit bzw. die Macht haben, diese Forderung zu „erhören“ bzw. in die Praxis umzusetzen daran kein Interesse haben, können die Forscher fordern, was sie wollen: Sie - die internationalen Wissenschaftler, die im Auftrag und im Interesse der Allgemeinheit handeln bzw. ihre Arbeit in den Dienst der globalen Gesellschaft (Menschheit) stellen rennen gegen Mauern an.
Das müsste eigentlich jedem völlig klar werden, der sich diese beiden Meldungen von dieser Woche zum Thema "Zukunftssicherung" unvoreingenommen und aufmerksam durchliest:
tagesschau.de/investigativ/swr/landwirtschaft-un-bericht-101.html
tagesschau.de/ausland/afrika/afrika-tropenwaelder-weltklima-101.html

Es kann und darf ganz einfach nicht mehr sein, dass eine lebenswerte bzw. menschenwürdige Zukunft für alle eine Frage des Geldes (der "Finanzierbarkeit") ist. Schon gar nicht, solange Geld als "Wertaufbewahrungsinstrument" dient (fragt sich nur, von was für "Werten") und somit Machtfunktion hat.

Eine gute Idee

doch wer soll in diesen Fond einzahlen? Wieder zum größten Teil Deutschland?
Italien und Spanien mit einem viel höheren Pro-Kopf-Vermögen als Deutschland erhalten letztendlich vom deutschen Steuerzahler Gelder, um die Fehler der letzten 20 Jahre dort auszugleichen. Die Reichen dort werden nicht zur Kasse gebeten, aber der Ärmere in Deutschland.
Deutschland zahlt als größter Einzelzahler in den großen Topf für Afghanistan.
Soll das Prinzip nun auf die ganze Erde ausgeweitet werden? Die Milliardenschweren Herrscher in Afrika, Amerika oder Asien kümmern sich nicht um ihr Volk bei Katastrophen. Sollen wir das nun auch noch komplett mit übernehmen?
Irgendetwas läuft hier gewaltig schief, vor allem wenn dem Bürger eingeredet werden soll, er müsse für alles und alle zahlen.
Solidarität ja, helfen ja - aber immer Hilfe zur Selbsthilfe, keine Übernahme der Verantwortung, die eigentlich andere haben.

Eine hervorragende Idee -

es ist nur traurig zu bemerken, daß es erst der Erfahrungen im eigenen Land bedarf, um sich darauf zu besinnen, daß wir alle auf einem einzigen Planeten (um nicht zu sagen, in einem Boot, einer Arche sitzen) leben, der unverdrossen und unbeirrt durch das Sonnensystem trudelt. - Und für alle "D-kann-doch-nicht-allein-Zauderer" steht sogar geschrieben: "Deutschland setzt 30 Milliarden Euro für die Fluthilfe ein. Mit etwa der Hälfte, so Mucke, könnte man in zehn besonders betroffenen Ländern die soziale Sicherung deutlich stärken." - Also, D kann, wenn es Moral und Ethik wieder entdecken sollte. - Greta Thunberg gilt mein Dank -

Autoren des Weltrisikoberichts fordern bessere Sozialsysteme...

Da haben die Autoren vom "Bündnis Entwicklung Hilft" und dem Friedensinstitut der Ruhr-Universität Bochum recht.
Aber leider gibt es dafür Hindernisse. Das können eigentlich nur Länder machen, die keine Kredite von Weltbank oder IWF am laufen haben. Denn jene Institutionen fordern verbindlich im Zuge der Kreditgewährung die Begrenzung der Staatsausgaben, also der Sozialausgaben (neben anderen Auflagen).

Bessere Welt Sozialsysteme

Natürlich sind manche Länder wesentlich verwundbarer und andere Länder sind kaum betroffen von der Naturgewalt. Aber die Ursache ist nicht nur der ungünstige Standort der schwerer betroffene Länder oder der fehlende Reichtum sowohl vom Staat als auch von der Bevölkerung. Vielfach beruht die Verwundbarkeit darauf das die Planung und der Willen Vorsorge zu treffen und an zu packen nicht vorhanden sind. Beispiel die grosse Überschwemmung 1953 im durch den Krieg verarmte Holland, wie schnell dies gemeistert wurde. Und das Gegenbeispiel, die immer wiederkehrende Überschwemmungen in New Orleans im reichen Amerika und die Hilflosigkeit der Bevölkerung. Und solche Unterschiede gibt es auch innerhalb einzelner Länder , auch in Europa.
Unterstützen ja, aber es müssen auch die Voraussetzungen und der Willen da sein.

@15:32 von Nettie

"Es kann und darf ganz einfach nicht mehr sein, dass eine lebenswerte bzw. menschenwürdige Zukunft für alle eine Frage des Geldes ist"

Es ist aber nicht nur eine Frage des Geldes. Wenn es nicht richtig eingesetzt wird, hat es nämlich keine Wirkung. Es ist viel Geld nach Afghanistan oder Haiti geflossen, aber was hat es gebracht?

autoren-des-weltrisikoberichts-fordern-bessere-sozialsysteme

Lieber Bernd Kevesligeti, Sie schreiben um 15:46 Uhr,@ Autoren des Weltrisikoberichts u.a. :"Das können eigentlich nur Länder machen, die keine Kredite von Weltbank oder IWF am laufen haben. Denn jene Institutionen fordern verbindlich im Zuge der Kreditgewährung die Begrenzung der Staatsausgaben, also der Sozialausgaben (neben anderen Auflagen)."
.
...verbindliche Begrenzung der Sozialausgaben,...also "wo" fängt "man" damit an ?-> Bei unseren Renten, ...fürchte ich

von ONYEALI 15:58

In diesem Fall, zu diesem Thema, hat es nicht viel mit hiesigen bundesdeutschen Renten zu tun. Aber natürlich ist das auch ein Problem. Rentenreformen, 67-Regelung, hilfreich beispringende Versicherungsunternehmen, die dann mit Produkte kommen.

Bessere Sozialsysteme..

setzen politische Stabilität voraus, sowie das Zurückdrängen von politischen Eliten, die sich die Konten auf Kosten der Bevölkerung füllen..

Außerhalb Europas und Nordamerikas fast unmöglich..

@kritikunerwünscht

Ist das das erste (und einzige) was Ihnen zu dieser Meldung einfällt? Dass "schon wieder" Deutschland ganz allein (wo steht denn das?) zahlen soll, und das, obwohl die Italiener und Spanier viel reicher sind? Dazu fällt mir nur das Wort "erbärmlich" ein.
Hier forscht jemand darüber, wie gute Ausgangspositionen für den ganzen Planeten und alle Völker hergestellt werden können. Und sie kneifen die Hinterbacken zusammen, damit Ihnen niemand Ihre drei Euto fuffzig wegnimmt.
Es sind Menschen wie Sie, deretwegen das ganze Projekt schon von vornherein ein Rohrkrepierer ist. Schweißen Sie meinetwegen ihr Portemonnaie zu, es ist mir egal. Aber blockieren Sie wenigstens nicht, dass andere daran arbeiten, einen weltweiten Solidaritätsgedanken zu entwerfen.

Man sollte sich...

...von der Tatsache, dass man ein funktionierendes System hat und auch schon ein paar Krisen bewältigen konnte nicht zu falscher Sicherheit verführen lassen.
Schon die alten Ägypter mussten mehrfach schmerzhaft lernen, dass man auch an Katastrophen geraten kann, die zum weitgehenden Zusammenbruch führen können. Die Geschichtsbücher sind voll von weiteren Beispielen.

Es ist gut, dass es

Es ist gut, dass es mittlerweile einen Weltrisiko-Bericht gibt. Allerdings sind wir noch meilenweit davon entfernt, die soziale Sicherung als globale und nicht nur nationale Aufgabe zu begreifen. Etliche Kommentare hier zeigen das schon. Es ist fatal und auch empörend, dass Geld weltweit in Sekundenschnelle hin und her wandert, bei Menschen mehr und mehr Mauern und Grenzen hochgezogen werden und soziale Teilhabe und Absicherung gleich ganz in pure nationale Zuständigkeit verbannt wird.

Interessante Textstelle

"Deutschland setzt 30 Milliarden Euro für die Fluthilfe ein. Mit etwa der Hälfte, so Mucke, könnte man in zehn besonders betroffenen Ländern die soziale Sicherung deutlich stärken."

Da fallen mir ein paar Leute ein, die diese 15 Milliarden übrig haben sollten.

Jeff Bezos. Bernard Arnault. Elon Musk. Bill Gates. Mark Zuckerberg. Larry Ellison. Larry Page. Sergey Brin.

Alle lt. Forbes aktuell über 100 Millionen Dollar schwer.

@ mispel 15.54

Offensichtlich haben Sie nicht annähernd verstanden, was Foristin Nettie geschrieben hat und was zweifellos richtig ist: "Es kann und darf ganz einfach nicht mehr sein, dass eine lebenswerte bzw. menschenwürdige Zukunft für alle eine Frage des Geldes ist"

Oder wollen Sie nicht verstehen? Damit sie weiterhin sagen können: Bringt ja nichts....und so Ihr Gewissen beruhigen können? Oder weil es Ihnen zu "lästig" ist über den Tellerrand zu schauen? Oder weil Ihr Egoismus zu groß ist?

Warum versuchen Sie zu verdrehen, was Userin Nettie geschrieben hat?

@15:54 von mispel

Wenn Sie die Frage ernst meinen, was das "Geld nach Afghanistan" gebracht hat, ist die Antwort leicht zu geben: Es hat einer ganzen Generation über 20 Jahre Bildung, Menschenrechte insbesondere Frauenrechte, Kultur und weniger Hunger und bessere Gesundheitsversorgung gebracht.

In dem Zusammenhang

wäre es doch gut wenn TS mal eine Liste macht, wo mit welchen Summen oder Leistungen Deutschland Länder in der Welt unterstützt.
Den wenn es heißt, in einen Topf einzahlen, sind wir immer ganz vorn mit dabei.
Und Ja, wir können die Flut noch mit 30 Milliarden bezahlen, müssen sie aber auch ab stottern, wenn ich das richtig gelesen habe.
Und dann haben wir durch Corona einen ziemlichen Berg Schulden aufgehäuft, irgendwie muss der ja auch mal abgearbeitet werden, und Geld kommt immer vom Bürger, durch Steuern in vielen Formen.
Fordern ist immer gut, etwas Realismus aber auch, wir haben mehr Baustellen als uns lieb ist, auch wenn es sicher auf der Welt Orte gibt, wo es schlechter ist.

Nicht an den Symptpmen, sondern an den Ursachen arbeiten

Die Probleme werden bald so gross sein, dass man sie nicht mehr abfedern wird können.

Ich schlage vor, global gegen die begonnene Klimakatastophe vorzugehen, denn es nutzt wenig bis garnichts, wenn Deutschland klimaneutral wird, während in Afrika und Asien hunderte Kohlekraftwerke gebaut und in Betrieb genonnen werden werden.

Leider fürchte ich, dass aufgrund der sich selbst verstärkenden Klimaeffekte, es schon viel zu spät ist. Alles, was wir noch ereichen können, ist ein weig Zeit zu gewinnen.

Das ist nichts Neues. Es ist längst bekannt. Bis auf wenige Ausnahmen (z.B. unser Entwicklunsminister Herr Dr. Gerd Müller) wagt es nur niemand, es auszusprechen.

Übrigens...

...es ist schon interessant, dass es mit dem IWF so etwas wie eine weltweite Solidargemeinschaft für die Wirtschaft durchaus gibt, aber für die Menschen Solidarität immer noch überwiegend auf das Engagement einzelner Personen und einiger ständig unterfinanzierter Organisationen angewiesen ist. Von (sehr) vereinzelten internationalen Aktionen mancher Regierungen mal abgesehen

@16:24 von Wohlergehen

"Warum versuchen Sie zu verdrehen, was Userin Nettie geschrieben hat?"

Ich verdrehe doch gar nichts. Der User hat geschrieben, dass es eine Frage des Geldes ist, und ich bin eben der Meinung, dass das nicht stimmt, da Geld allein eben nichts bewirkt, sondern es muss auch sinnvoll eingesetzt werden. Oder sind Sie da anderer Meinung?

@16:24 von SinnUndVerstand

"Es hat einer ganzen Generation über 20 Jahre Bildung, Menschenrechte insbesondere Frauenrechte, Kultur und weniger Hunger und bessere Gesundheitsversorgung gebracht."

Und warum hungern die Menschen dann dort? Warum hat man es in 20 Jahren nicht geschafft, eine funktionierende Nahrungsmittelversorgung aufzubauen? Es ist nun mal so, dass Geld allein keine Probleme löst, wenn es nicht sinnvoll eingesetzt wird.

16:12 von frosthorn

Ich würde mir wünschen, daß sie sich etwas mehr der Realität annähern. Deutsche Politiker äußern mittlerweile die Absicht, wir müssen Vorreiter sein. Der einfache Bürger bekommt schon mit, daß sich andere Länder sehr zurück halten. Und wenn wir dann keinen Strom mehr haben, können wir immer noch auf den Atom- oder Kohlestrom unserer Nachbarländer zurückgreifen, weil diese Länder eben nicht so voranpreschen.

Jeder Euro, Dollar, Yuan etc,

Jeder Euro, Dollar, Yuan etc, der in Klimaschutz und dafür notwendige politische Umsteuerung investiert wird, ist auch eine Investition in soziale Sicherung der Menschen, egal in welchem Land sie leben. Das zeigt der Welt-Risikobericht überdeutlich. Deshalb hat eine engagierte Klimaschutzpolitik oberste Priorität. Kaum zu glauben, dass es bei uns immer noch Parteien gibt, die das leugnen oder durch vorgeschobene Technikgläubigkeit verharmlosen.

@ 16:42 von mispel

Die Menschen in Afghanistan stehen einer neuen Hungerkatastrophe, schlechterer Gesundheitsversorgung und dem Abbau der Menschenrechte v.a. der Frauenrechte gegenüber, weil die Taliban die Macht übernommen haben.
Und genau deshalb gibt es auf UN-Ebene wie auch in vielen Ländern weiter ein klares Engagement und auch finanziell unterstützte Initiativen für die Menschen in Afghanistan.

16:35 von Emil67

Man sollte sich an Naturkatastrophen gewöhnen.
#
Das kann ich aber nicht,denn gewöhnen macht auch unaufmerksam zu werden.Man muss ständig damit rechnen und versuchen Vorsorge zu betreiben. das Wetter genauesten beobachten ist schon einmal gut.

@16:44 von SinnUndVerstand

"Jeder Euro, Dollar, Yuan etc, der in Klimaschutz und dafür notwendige politische Umsteuerung investiert wird, ist auch eine Investition in soziale Sicherung der Menschen, egal in welchem Land sie leben."

Ja ja!
Die Büchse der Pandora wird schon lange offen gehalten und es ist soviel Co², Methan usw. ausgeströmt.....
Es reicht nicht weniger raus zu lassen.
Das Zeug muss zurück in die Büchse.
Aber ja mehr Menschen auf diesem Planeten leben um so mehr wird noch rausgelassen.
Was und wem nützt es wenn der Sprit in D 5€ kostet?

Wetten dass die Autoren

Wetten dass die Autoren wirtschaftliche Interessen damit verbinden, dass alles so bleibt? Ich könnte mir vieles vorstellen, was zu ändern ist - natürlich geht es da auch um das Sozialsystem, aber man darf erwarten, dass in der bisherigen Weise Druck und Abhängigkeiten ausgebaut werden, zum Erhalt der Sozialsysteme. Und es wäre wohl an der Zeit, sich grundlegende neue Dinge hinsichtlich Arbeit, Soziales und Gesundheit zu überlegen.

@16:43 von Barbarossa 2

Der einfache Bürger wie ich unterstützt internationale Solidarität seit vielen Jahren und hat viel Sympathie dafür, dass Deutschland gerade aufgrund seiner Geschichte sich da in einer Vorreiterrolle für die Unterstützung und Sicherung der ungeteilten Menschenrechte sieht.

Der Tanz um´s goldene Klab

Die US-Milliardäre besitzen 86 Billionen Dollar. Damit könnte man schon ne Menge wegfedern. Aber da deren Bestreben ist, "ihr" Geld zu vermehren, steht es für solche Aufgaben nicht zur Verfügung.
.
Redet man von einer höheren Besteuerung, um damit die Mittel des Staates für solche Aufgaben zu erhöhen, dann kommen die Sprüche:
- Das ist Kommunismus
- Der Staat verplempert das schöne Geld nur
.
Und warum verplempert der Staat Geld? Weil er es in Projekte steckt, die absolut überteuert sind oder gar Fehlschläge werden. Einzelne verdienen dicke, die Allgemeinheit muss dazuzahlen.

die Hälfte der Kosten

1. "Im Bereich der Versicherungen muss zum Teil nachgebessert werden"

Das dürfte bisher wohl an den jeweiligen Regierungen und Militäreinsetzen gescheitert sein.

2. „Ein Vorschlag der Forscher ist es deshalb, einen globalen Fonds für soziale Sicherung aufzubauen. In den sollten die reicheren Länder einzahlen, schlägt Mucke vor. Sie sollten dann

die Hälfte

der Kosten in den am stärksten betroffenen Ländern übernehmen.“

Ist ja alles schön und gut, aber wer zahlt die 2. Hälfte.

Als Beispiel wurden nur die
„bedrohten südpazifischen Inselstaaten Vanuatu, Salomonen und Tonga an der Spitze“ genannt.

Dafür braucht es keinen Fonds, sondern lediglich eine Geberkonferenz.

@15:32 von Nettie

Schon gar nicht, solange Geld als "Wertaufbewahrungsinstrument" dient (fragt sich nur, von was für "Werten") und somit Machtfunktion hat.

"Geldkritik" ist das eine. Ein alternatives und funktionierendes System aufzubauen ist bisher keinem gelungen.

Ich hätte nichts dagegen, wenn jeder selbst entscheiden könnte auf welcher Art und Weise er bezahlt bzw. bezahlt wird: ob Geld, Freundschaftspunkte, was auch immer.
Verschiedene Zahlungsmittel in einem Land kann gut funktionieren. Aber den Steuerbehörden würde das gar nicht gefallen.

@ Kritikunerwünscht, um 15:34

Das mit dem Pro-Kopf-Vermögen der Spanier ist doch unsinnig.
Was soll der alte Spanier mit seinem uralten Haus für ein Vermögen haben?
Das sind Zahlen, die im Grunde nichts wert sind.

Dieses Gejammere, noch bevor überhaupt auch nur ansatzweise deutlich wird, ob und was und wie und wann da etwas aufgebaut wird, tun Sie das, was man bei uns am besten kann:

Zetern und klagen.

@ Barbarossa 2 16.43 h

"Ich würde mir wünschen, daß sie sich etwas mehr der Realität annähern."
Das wünsche ich mir auch - und zwar von Ihnen!
Bekommt der "einfache Bürger" auch mit, wie gut es ihm geht? Oder geht ihn das Elend und die Verzweiflung eines großen Teils der Menschheit nichts an? Will er gar nicht wissen, warum das so ist? Warum schaut er nicht hin? Wenn er bereit wäre, es zu tun, wüsste er, dass seine Ignoranz und sein Egoismus, ja seine nicht zu rechtfertigende von allen Skrupeln losgelöste Lebensweise zu einer existenzbedrohenden Situation vieler Menschen beitragen.

noch gut abfedern.

Immer noch sind viel Menschen in den Hochwasser Gebieten von normaler Versorgung mit Strom, Lebensmittel und Wasser abgeschnitten.

Tausende werden wohl ohne Heizung den Winter durchstehen müssen.

Und wir können "gut abfedern"?

Wir haben vielleicht etwas mehr Geld, dafür aber noch viel mehr Bürokraten, Gesetze, kaum Handwerker und Baumaterial ist auch nicht immer vorhanden.

Auch wurde in vielen Bereichen die Sicherheit und Rettungskräfte stark reduziert und das THW ist nur bedingt Einsatzfähig. Der Größe Teil wird immer von Ehrenämtern erledigt. Politik und Verwaltung glänzen da oft nicht.

Auch wurde Eigenverantwortung und Selbstbestimmung durch den immer "stärkeren Staat" verhindert.

@Tinkotis 16:35 Uhr: IWF als Solidargemeinschaft ?

Hm. .. so kann man das sehen. Allerdings gilt wie bei Hartz IV Jobcentern das „Fördern und Fordern“ als Maxime.

Die Auflagen für die Erteilung von Zuschüssen sind zT drakonisch.

Die ganze Idee um die es hier geht krankt daran das der Schutz gegen Extremunwetter zuerst mal die Sache jedes Staates allein ist.

Anders sieht es da aus bei wirklich „unvermeidbaren“ Katastrophen wie Erdbeben oder Vulkanausbrüchen.

Hier bin ich eindeutig für ein neues verpflichtendes System internationaler Solidarität das dann im Fall des Falles greift.

Wenn zB Teile von Los Angeles, Neapel oder Tokio durch solche Ereignisse zerstört werden, kann sich der Rest der internationalen Gemeinschaft nicht nur auf gute Wünsche und die Freiwillige Entsendung von Ärzten, Decken und Hundestaffeln beschränken.

@ Tinkotis, um 16:23

Sie kommentieren am Thema vorbei, um die geht's hier nicht.

Wenn Sie von dieser Seite anfangen, freilich könnte man noch etliche mehr aufzählen.

Sie glauben aber nicht, dass die überall dort, wo's an irgendwas mangelt, zur Stelle sein müssten, um Abhilfe zu schaffen?

17:09 von Wohlergehen

Ich habe 45 Jahre gearbeitet, bin jetzt Rentner und sehe absolut nicht ein, daß ich mich jetzt für irgend etwas schämen soll.

Am 15. September 2021 um 15:46 von Bernd Kevesligeti

Zitat: Das können eigentlich nur Länder machen, die keine Kredite von Weltbank oder IWF am laufen haben. Denn jene Institutionen fordern verbindlich im Zuge der Kreditgewährung die Begrenzung der Staatsausgaben, also der Sozialausgaben (neben anderen Auflagen).

Würde es der Weltbank u.a. nicht genügen, wenn die Rüstungsausgaben begrenzt würden oder verlangen diese Institutionen explizit die Begrenzung der Sozialausgaben?

Vorbeugen ist besser

Am 15. September 2021 um 16:44 von SinnUndVerstand
Jeder Euro, Dollar, Yuan etc,
Jeder Euro, Dollar, Yuan etc, der in Klimaschutz und dafür notwendige politische Umsteuerung investiert wird, ist auch eine Investition in soziale Sicherung der Menschen,....

Besser könnte ich es nicht sagen. Das Geld wird uns sowieso bald ausgehen, bzw. nichts mehr wert sein.
Neue Autobahnen ... könnte man sich sparen und in den Klimaschutz investieren. Die wichtigste Investition!

@15:34 von Kritikunerwünscht

Zitat: ".... doch wer soll in diesen Fond einzahlen? Wieder zum größten Teil Deutschland?"

In der Umweltpolitik und im Umweltrecht gilt zum größten Teils das Verursacherprinzip. Würde man diesem Prinzip global folgen - was nur Sinn macht, denn Klima ist global - dann müssten die Industrienationen weit mehr als die Hälfte der Schäden in anderen Ländern mittragen.

Unser Vermögen ist sozusagen geborgt von den Ressourcen anderer. Und damit sind deren Risiken auch unsere.

Menschen, die gerne wieder 'national' denken wollen, können bzw. wollen mit so einer Argumentation wohl eher nichts anfangen. 'Fahrt die Schotten hoch und lasst die anderen in ihren 'Schrottländern' (D. Trump) untergehen. Hauptsache mein Portemonnaie bleibt unangetastet.'

Schon mitbekommen, dass es genau um die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit geht, solche Haltungen zu überwinden?

Dabei würde nationale Abschottung ja weder technisch oder wirtschaftlich tatsächlich funktionieren. Nur 'populistisch' sieht es gut aus.

Nix verstanden

Sozialtransfers über nationale Grenzen hinweg funktonieren in demokratischen Staaten nicht. Als Europa den Griechen mit 50 Milliarden half (von denen ein Großteil an deutsche Banken zurück floss) führte dies in Deutschland zur Gründung der AfD. Man wollten den "faulen" Griechen nicht helfen.
Die vielen Billionen, die nach Ostdeutschland flossen, wurden ohne großes Murren akzeptiert. Warum? weil die Ostdeutschen - trotz großer Entfremdung - unsere Brüder und Schwestern waren.
Deshalb ist der vorgeschlagene Fond eine Illusion.

von falso demonstratio 17:15

Im Zusammenhang mit Rüstungsausgaben sind von der Weltbank/IWF noch keine Auflagen bekannt geworden.
Aber verlangt wird die Liberalisierung des Handels/Zölle senken. Die Deregulierung des Finanzsektors, Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und die Privatisierung der öffentlichen Versorgungsbetriebe. Von Ländern wie Gambia, Ghana, Guinea, Malawi, Mali, Mosambik, Nicaragua, Sierra Leone un im Jemen eine Ausweitung der Privatisierung der Wasserversorgung (aus aus dem Buch von Ernst Wolf IWF, erschienen im Tectum-Verlag).

Die Frage einer Erhöhung von Sozialausgaben stellt sich da eigentlich nicht mehr......

Leider vermischt der Artikel die Dinge etwas

Man sollte klar unterscheiden zwischen solchen Ereignissen die durch geeignete Maßnahmen vermeidbar oder zumindest in ihren Auswirkungen eingrenzbar sind, wozu Starkregenereignisse, Überflutungen, Dürren und Sturmfluten gehören - und den nicht verhinderbaren Ereignissen wie Meoriteneinschlag, Erdbeben oder Vulkanausbrüche.

Wobei es viele bauliche Maßnahmen gibt, welche im Vorfeld bereits Erdbeben in ihrer Schadwirkung begrenzen können.

Dies gegen Maßnahmen zum Klimaschutz Gegenrechnen zu wollen ist nicht zielführend.

Frei nach dem Motto: „ich baue keine Hochwasserschutzwände weil ich so wenig CO2 produziere“.

Die heute getroffenen Maßnahmen zum „Klimaschutz“ entfalten ihre Wirkung erst nach Jahrzehnten und auch nur in einer global gemittelten Weise.

Den CO2 Austausch in Deutschland zu kappen, könnte in 30 Jahren helfen Überschwemmungen in Bangladesh weniger schlimm werden zu lassen, hat aber so gut wie keine Auswirkungen auf die Schadensereignisse im Deutschland selbst.

16:50 von schiebaer45

«Man sollte sich an Naturkatastrophen gewöhnen.»
#
«Das kann ich aber nicht,denn gewöhnen macht auch unaufmerksam zu werden.Man muss ständig damit rechnen und versuchen Vorsorge zu betreiben. das Wetter genauesten beobachten ist schon einmal gut.»

Kann und sollte man als Privatperson immer tun. Eher gemeint sind aber Aufmerksamkeit und Möglichkeiten von Staaten, sich durch Vorsorge klug zu verhalten, und evtl. auch mit Baumaßnahmen anzupassen.

Das ist bei Ländern, die an Bedrohung durch Naturkatastrophen schon lange (immer) gewöhnt sind, anders besser ausgeprägt und gestaltet als bei Staaten, in die erst jetzt Klimaveränderungen "reinhageln". Sehr viele (besonders) bedrohte Länder haben gar nicht das Geld dazu. Nicht für Bauen, und nicht für Sozialsysteme.

Als besonders bedroht nennt der Artikel NL + JAP. JAP ist der am meisten bedrohte Industriestaat mit hoher Anpassungskapazität durch viel Erfahrung.

Aus JAP + NL sind keine Flüchtenden in nennenswerter Zahl zu erwarten.

16:42 von mispel @16:24 von SinnUndVerstand

Und warum hungern die Menschen dann dort?
.........

interessante Frage

1960 lebten dort 9 Mill Menschen
2019 waren es 39 Mill
vielleicht könnte das mit ein Grund sein ?

@16:49 von SinnUndVerstand

Aber nur weil ein Land plötzlich von jemand anders regiert wird, heißt das doch nicht, dass die Bevölkerung plötzlich aufhört Nahrungsmittel zu produzieren. Das ist doch unlogisch. Dazu ein Artikel aus der FAZ:

"https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auf-einfuhren-angewiesen-warum-i…"

"In Afghanistan steht eine kräftig wachsende Einwohnerzahl einer völlig unzureichenden Nahrungsmittelproduktion gegenüber. Bisher wurde die Lücke durch Einfuhren geschlossen, direkt oder indirekt finanziert von der westlichen Allianz."

Es wurden also keine selbsttragenden Strukturen aufgebaut, sondern die Menschen waren vom Geld abhängig. Daher kann ich mich nur wiederholen: nur Geld löst keine Probleme. Es erzeugt eher Abhängigkeit. Und bezogen auf das Klima muss man dafür sorgen, dass sich die Menschen vor Ort selbst helfen können. Darin muss investiert werden.

@ werner1955, um 17:09

Sie sollten vielleicht in Ihrem Kommentar mehr auf das Thema: “GLOBALER“ Fonds für soziale Sicherung eingehen.

Da Sie üblicherweise selten das Positive, und wenn ja, sofort das Aber... dahinter sehen, verlieren Sie auch hier wieder einmal den Faden und verfallen ins übliche Selbstmitleid.

“WIR“ werden diese Schäden durch das Hochwasser hier wieder einigermaßen ausgleichen. Niemand hungert, und jeder fand irgendwie ein Dach überm Kopf des nachts, niemand hier muss Tage- oder wochenlang unter Zeltplanen hausen oder im Winter frieren.

In den vielen Ländern der Erde, wo die Menschen ebenfalls alles verloren und verlieren was Sie haben, kommt weder der Staat noch die Versichertengemeinde auf, die kennen kein THW, und eine Bürokratie hat man dort diesbezüglich ganz sicher auch nicht.

Dort ist nahezu jeder allein auf sich selbst angewiesen und wartet lange auf Hilfe von außen.

Vielleicht können Sie sich das vorstellen, aber ich glaube, eher nicht.

Am 15. September 2021 um 17:19 von Pessimist001

Am 15. September 2021 um 17:19 von Pessimist001
„Vorbeugen ist besser
Besser könnte ich es nicht sagen.
Das Geld wird uns sowieso bald ausgehen, bzw.
nichts mehr wert sein.
Neue Autobahnen ... könnte man sich sparen
und in den Klimaschutz investieren.
Die wichtigste Investition!“

Besser als Greta Thunberg könnte ich es auch nicht sagen.

Heute ein Schild mit ihr gesehen.

„Rettet die Erde, sie ist der einzige Planet, auf dem es Bier gibt.“

17:19 von Pessimist001

könnte man sich sparen und in den Klimaschutz investieren
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und sie glauben wir retten dadurch die Welt ?

@ Sisyphos3 17.30 Aha!

Das habe ich ja noch nie von Ihnen gehört!
(Ironie erkannt?)

Ich wiederhole mich dann auch mit meiner Frage an Sie: Wie sieht Ihre Lösung für das "Problem" aus?

Also ich bin dafür, keinem Menschen das Recht auf Leben abzusprechen.

Darstellung: