Kommentare

Ein prinzipiell richtiger Vorschlag

„Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber fordert, den Aufbau gemeinsamer militärischer Kapazitäten in der EU schnell voranzubringen.“

Ist ja nichts Neues, was Herr Weber hier sagt. Aber ja, das finde ich prinzipiell richtig, sich nicht immer nur auf die Amerikaner zu verlassen (oder verlassen zu müssen); die EU ist ja auch personell dazu im Stande, mehr Einwohner als in den USA. Eine größere Unabhängigkeit diesbezüglich von den USA finde ich gut.
Natürlich kommt es darauf an, wie der Konstrukt einer EU-Armee aussieht, welche Prämissen gesetzt werden, wie die Entscheidungen gefällt werden, wer welche Mitspracherechte hat, und und und. Also noch eine Menge Detailarbeit, aber ich finde, der richtige Weg.

Fragt sich nur, wie eine neue deutsche Bundesregierung, wenn dies RGR sein sollte, dies sieht. Die Linke müsste da über ihre rote Linie springen (was sie zähneknirschend auch tun würde); andere Konstellationen hätten damit deutlich weniger Probleme, glaube ich.

Und was sagen die USA dazu?

"Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber fordert, den Aufbau gemeinsamer militärischer Kapazitäten in der EU schnell voranzubringen."
> Man könnte auch die Armeen abbauen und die freiwerdenden finanziellen Mittel in Bildung, Sozialpolitik, Katastrophenschutz und Hilfsprojekte für die dritte Welt stecken.

"Die Amerikaner seien 'nicht mehr bereit, der Weltpolizist zu sein'."
> Das waren sie nie. Ein Polizist hält sich an Regeln, die ihm andere vorgeben. Die USA machen schon immer ihre eigenen.

"Wir schaffen es nicht, in Kabul den Flughafen zu sichern. Das ist eine Frage von Willen, von Kommando und von Durchsetzung', sagte Weber weiter."
> Einen chaotischen Rückzug vermeidet man, indem man sich auf solche militärischen Abenteuer gar nicht erst einlässt.

"Zudem werde die NATO gestärkt, 'wenn Europa einen größeren Beitrag liefert.'"
> Die NATO ist ein politisches Machtinstrument der USA. Dieses wird geschwächt, wenn Europa eigene Wege geht.

Ohne Analyse eine Scheinlösung

Webers Forderung darf wohl als Schützenhilfe für den deutschen CDU-Wahlkampf verstanden werden.

All das wird schon seit Jahren gefordert, und zum Teil auch schon umgesetzt, zB an den Nato-Grenzen zu Russland im Baltikum.

Mit Afghanistan hat das wenig zu tun, eine Analyse dazu ist zwar überfällig, aber wir werden sie nicht zu Gesicht bekommen. Jede Partei wird aus Afghanistan eine andere Lehre ziehen.

Wir hätten ohne die USA noch ein paar Wochen oder Monate in Afghanistan bleiben können, aber nicht ohne die Logistik und v.a. nicht ohne Luftüberlegenheit und Aufklärung.

Diese Fähigkeiten erwähnt Weber mit keinem Wort. Es scheint mir notwendig zu klären, warum die BW in all der Zeit nicht zB 10 oder 20 Eurofighter in Afgh. stationiert hat. Ein besseres Training werden die Piloten wohl nicht so schnell wieder bekommen.
War das vielleicht gar nicht gewünscht? Und wie haben das andere Nato-Staaten gehandhabt?
Wer sich freiwillig unterordnet, braucht sich nicht beklagen.

“Wir haben kein Problem...

...mit der Masse, aber mit den Fähigkeiten und Strukturen.“

Diese Feststellung Webers trifft den Kern.

Um jedoch “Klasse statt Masse“ in die EUropäischen Verteidigungsstrukturen zu bekommen müsste zuvor das “U“ gestärkt werden; danach sieht es bei den zunehmenden Alleingängen einzelner Staaten wie z. B. Polen oder Ungarn nicht unbedingt aus.

Doch im Grunde hat Weber ganz sicher Recht. Die USA machen absolut nicht den Eindruck, als wollten sie weiterhin die Weltpolizei spielen.

Und das ist auch gut so.

EVP-Chef Weber will schnelle EU-Eingreiftruppe

Für was braucht es eine Europäische Armee, wenn die bereits bestehende Frontex-Armee, (Frontex, die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache), die für die Sicherung der EU- Außengrenze zuständig ist, weitgehend versagt hat?

PS. Und schnell geht in der EU gar nichts.....

EU-Eingreiftruppe

" Wir schaffen es nicht, in Kabul den Flughafen zu sichern. Das ist eine Frage von Willen, von Kommando und von Durchsetzung", sagte Weber weiter."

Was im Gegensatz zu vielen Statements bedeutet, dass selbst einzelne europäische Länder die Kapazitäten haben, einen einzelnen Flughafen zu sichern, wenn der Wille dazu da wäre auch mal ohne die Amerikaner zu handeln. Das wäre allerdings in Afghanistan, mit Blick auf die US-Absprachen mit den Taliban äusserst fragwürdig gewesen, nun quasi als europäische "Besatzungsmacht" einzuspringen und eine Reaktion der Taliban herauszufordern.
Inwiefern hier eine europäische Eingreiftruppe hätte weiterhelfen können ist nicht nachvollziehbar. Ich finde es eher verstörend solche unplausiblen Schlussfolgerungen in die Medien zu blasen und als Lehre aus den Fehlern in Afghanistan darzustellen.
Wer soll eigentlich in welchem Verfahren Einsätze dieser Truppe beschliessen und wer wird für Völkerrechtsverletzungen am Ende noch verantwortlich sein?

Also wie wäre es erstmal die

Also wie wäre es erstmal die eigenen Truppen auf Vordermann zu bringen ,Jedes EU Land sollte in der Lage sein 5000 Soldaten zu entsenden zu Versorgen und auch wieder zurückzuholen! Ohne das man erst andere Fragen müsse. Dazu gehört halt eine 100% Ausrüstungsverfügung auf Modernsten Stand! Ich möchte keine Deutschen Soldaten im Ausland wissen ohne das Deutschland sie zur Not selber rausholen kann!!Und Das sollte das Verteidigungsministerium als Grundvoraussetzung für solche Einsätze als Bedingung haben. Dazu brauch man halt Marine Luft und Heer zu 100% Einsatzbereit.

militarisierung der politik

nach dem desaster des krieges in afghanistan, der in zwanzig jahren nur tod, unsägliches leid, verwüstung des landes und flüchtlingsströme richtung europa gebracht hat, wird keine minute darüber nachgedacht ob solche kriege überhaupt eine berechtigung haben. die eu denkt offensichtlich nur militärisch und deutet die niederlage als eine folge fehlender kriegswerkzeuge und will der öffentlichkeit vorgaukeln, dass nur durch mehr militär sicherheit (für wen?) möglich sei. wir brauchen keine eingreiftruppe, sondern politiker die eine politik betreiben, die probleme lösen kann ohne immer nach militärischen einsätzen zu rufen. denn nach jedem kriegerischen gemetzel folgt immer eine verhandlung, folgen gespräche. Warum nicht zuvor?

EVP-Chef Weber will schnelle EU-Eingreiftruppe....

Da prescht aber einer vor: Eine Eingreiftruppe muss her, um wo einzugreifen ? In aller Welt ?
Da reichen ihm nicht die 2 Prozent vom BIP für
Rüstung. Nicht die Ausgaben aus dem Europäischen Verteidigungs Fond (EVF) in Höhe von 1,69 Milliarden Euro für Militärische Mobilität, Infrastruktur und das schnelle Verlegen von Truppen und Ausrüstung. Aus dem EVF wird auch die Eurodrohne MALERPAS mit 100 Millionen Euro querfinanziert.
Aus einem anderen Fond, der Europäischen Friedenfazilität werden für den Zeitraum 2021 bis 2027 5,7 Milliarden Euro für militärische Zwecke bereitgestellt.

@Nachfragerin um 09:07

„Man könnte auch die Armeen abbauen und die freiwerdenden finanziellen Mittel in Bildung, Sozialpolitik, Katastrophenschutz und Hilfsprojekte für die dritte Welt stecken.“

Ja, träumen ist erlaubt! Aber was Sie beim Verteilen der Mittel vergessen haben, ist der Mitteleinsatz bei der inneren Sicherheit, der Terrorismusbekämpfung, etc. Aber wie gesagt, träumen ist erlaubt!

Leider wahr, ohne Militär geht es nicht

„Frieden schaffen ohne Waffen“ ist bis heute mein Favorit.
Dazu müssen wir die skrupellose Einflussnahme des Großkaptals in die Politik kontrollieren. Die Etablierten Parteien sind zu sehr in dem von Lobbyisten geflochtenen Netz verfangen. Ich hoffe, dass bei Rot/Grün, ein unbequemes Rot hinzukommt, dazu müssen alle über den eigenen Schatten springen, aber so funktionieren gute Kompromisse eben.
Die hysterischen Warnschreie der konservativen Parteien zeigen nur, wie groß die Chancen sind, dass ein solches Linksbündnis die richtigen Weichenstellungen vornimmt.
So sehr ich mir den Verzicht auf Waffengewalt wünsche, so wird es wohl ohne ein leistungsfähiges, europäisches Militär nicht gehen. Es sollte so gut ausgebildet und ausgestattet sein, dass es schon alleine darum so wenig wie irgend möglich zum Einsatz kommen muss. Ich denke, diese europäische Truppe würde auch einen weiteren Faktor zum Zusammenwachsen der europäischen Staaten bilden.

Antrag der Linken 22.6. Rückholung aus Afghanistan.

@09:13 von AlterSimpel
>Wir hätten ohne die USA noch ein paar Wochen oder Monate in Afghanistan bleiben können, aber nicht ohne die Logistik und v.a. nicht ohne Luftüberlegenheit und Aufklärung.<

Der Antrag der Linken wurde auch von CDU u. CSU abgelehnt Sie wollten ja noch Flüchtlinge zurückschicken.
Die Botschaft in Afghanistan hat ebenfalls dringend die Rückführung ihrer Leute angemahnt.

Es ist also nicht in erster Linie ein militärisches Problem. sondern die Unfähigkeit der Regierung wurde - wieder einmal, wenn man an die Verteidigungsausgaben denkt - vorgeführt.

@ Nachfragerin, um 09:07

So ganz stimme ich Ihren Einzelkommentaren nicht zu.

Ist es nicht zu opportunistisch gedacht, Armeen abzubauen zugunsten sinnvollerer Projekte?
Das setzte eine grundlegend andere Denkweise über das Sicherheitsbedürfnis der Staaten und ihrer Lenker voraus - daran vermag ich nicht zu glauben.

Das mit der “Weltpolizei“ und ihren Regeln interpretieren Sie wohl bewusst in die andere Richtung.

Schließlich könnte man, wenn man den Rückzug aus Afghanistan betrachtet, generell auf kriegerische Handlungen in der Welt verzichten, womit wir wieder beim ersten Punkt gelandet wären.

Und die Stärkung der NATO fordern die USA ja bereits seit längerem; das muss nicht zwangsläufig auf Konfrontation hinauslaufen, würde es auch nicht können, denn es wäre damit ja kein Austritt verbunden oder eine konkurrierende “Zweit-NATO“ geschaffen.

Weltpolizei ???

"Die Amerikaner seien "nicht mehr bereit, der Weltpolizist zu sein". "

Ein echter Polizist hat nicht den Luxus, sich seinen Einsatz auszusuchen, wie es die USA immer getan haben. Und echte Polizisten können schon gar nicht mit ein paar "willigen" Kollegen ihr privates Ding drehen.

Die schmeichlerische Analogie stammt aus dem Kalten Krieg und sollte endlich aus dem Sprachgebrauch verbannt werden, sie war immer ein Etikettenschwindel.

Und weshalb kommt Herr Weber auf die abstruse Idee, irgendwelche EU-Rambos sollten die Kriege jetzt selbst führen? Am Ende noch mit einfacher Mehrheit beschlossen.
Woher kommt die Hybris, dass wir nicht dieselben Fehler machen wie andere im Irak, Libyen oder Syrien.

Und ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass die USA untätig zuschauen werden, wie sich die EU-Staaten militärisch emanzipieren. Und solange einige EU-Staaten wie zB Polen sich den USA mehr verpflichtet fühlen als der EU, ist die Forderung nur ein weiteres Aufrüstungsprogramm, mehr nicht.

Webers Vorschlag, dass die EU

Webers Vorschlag, dass die EU in diesen Punkten gestärkt werden muss, ist
prinzipiell richtig. Aber es geht u.a. um einen hohen Kostenfaktor. Einige EU-Länder wie Ungarn, Polen, etc. werden Webers Vorschläge eher blockieren. Die Einheit der EU ist nun mal leider nicht so stark, wie sie sein sollte. Nicht nur Regierungsformen und der Umgang mit Menschenrechten zeigen z.T. große Differenzen. Auch die Einstellung zu finanziellen Ausgaben im Rahmen der EU sind sehr unterschiedlich.

@09:24 von der.andere

"militarisierung der politik
nach dem desaster des krieges in afghanistan, der in zwanzig jahren nur tod, unsägliches leid, verwüstung des landes und flüchtlingsströme richtung europa gebracht hat, wird keine minute darüber nachgedacht ob solche kriege überhaupt eine berechtigung haben. die eu denkt offensichtlich nur militärisch und deutet die niederlage als eine folge fehlender kriegswerkzeuge und will der öffentlichkeit vorgaukeln, dass nur durch mehr militär sicherheit (für wen?) möglich sei. wir brauchen keine eingreiftruppe, sondern politiker die eine politik betreiben, die probleme lösen kann ohne immer nach militärischen einsätzen zu rufen. denn nach jedem kriegerischen gemetzel folgt immer eine verhandlung, folgen gespräche. Warum nicht zuvor?"

Dieses Gerede vom Weltpolizisten bedeutet doch die Welt zumindest potentiell militärisch dominieren zu können um seine angeblich rein friedensorientierten Vorstellungen durchsetzen zu können.
Das hiess einmal Kanonenbootpolitik.

EU Eingreiftruppe

Was wären ihre Aufgaben ?
Wer finanziert diese Truppen ?
Atombomben unter welcher Gewalt ?
Einsatz auch innenpolitisch ?
Welche Sprache wird gesprochen!
Unabhängig oder als USA/NATO
Untertruppe ?
u.s.w.

Grundsätzlich von der Idee her, richtig.
Leider ist es aber so, dass viele vor allem Ost Länder sich nicht zur EU bekennen, hier gibt es schon viele Richtung Querelen!
Würde es mal als Utopie abtun in dem jetzigen Gefüge EU!

Ein richtiger Ansatz, dem Tagen folgen müssen

Die Europäer haben viel zu verteidigen. Ihre Freiheit, ihren Wohlstand und einen seit Jahrzehnten andauernden Frieden.

Dazu gehört auch die Bereitschaft, das durch adäquate militärische Ressourcen zu sichern. In einem Bündnis mit den Amerikanern und in enger Kooperation mit ihren Streitkräften. Aber zuerst müssen die Europäer zeigen, dass sie in der Lage sind, ihre Sicherheit gegen alte und neue Bedrohungen mit eigenen Kräften zu organisieren.

Eine schnelle EU-Eingreiftruppe ist überfällig.

Wer entscheidet über Einsatz?

Wie wollen die Europäer über den Einsatz der Truppe denn entscheiden?
Einstimmig? Mit Mehrheit? Auch dann wenn Deutschland überstimmt werden kann?
Auch dann, wenn Menschen sterben?
Auch dann wenn die Aufgabe vor Ort nicht darin besteht Brunnen zu bohren sondern Fluchtrouten zu verhindern?
Halte den Vorschlag für völlig unrealistisch. Leider.

Ach, der Herr Weber mal wieder!

Sollen die Europäer jetzt Weltpolizist werden, wo sie doch nicht einmal in der Lage sind die außereuropäischen Grenzen zu schützen?
Erst vor der eigenen Haustür kehren, lieber Herr Weber.

Expeditionskorps

waren schon im Kaiserreich keine Lösung, um Konflikte in Afrika und anderswo zu lösen.
Der ganze Vorschlag scheint mir eher der Versuch zu sein, auch mal wieder in die Schlagzeilen zu kommen.

Die Realität sieht anders aus

Wo ist denn der europäische Gedanke, wenn D nun Drohnen kaufen will, gerne auch mit Bewaffnung?

Warum sollte die EU nicht all die Ausrüstung beschaffen? Einen EU-Flugzeugträger, EU-Tankflugzeuge, EU-Drohnen, EU-Satelliten, etc.
Die EU-Staaten könnten einen Teil ihres Rüstungsetats direkt an die EU überweisen, und alle dürfen dann mal damit spielen.
Beim Car-Sharing geht das doch auch.

Das ist natürlich illusorisch, weil Krieg immer eine sehr nationale, strategische Komponente hat, obwohl gerne anderes behauptet wird.
In Mali sind wir bspw. wegen der deutsch-französischen Freundschaft. Eine Kriegsbeteiligung als Nachbarschaftshilfe sozusagen.
Und was die Informationen und die Strategie angeht genauso ein schwarzes Loch wie Afghanistan.

All das ist keine gute Werbung für noch mehr militärische Abenteuer. Aber bitte, die einzelnen Länder können ja mal bei ihren Völkern dafür werben, dann folgt ein EU-Volksentscheid. Oder ist eine breite Diskussion womöglich gar nicht vorgesehen?

09:24 von der.andere

"militarisierung der politik

nach dem desaster des krieges in afghanistan, der in zwanzig jahren nur tod, unsägliches leid, verwüstung des landes und flüchtlingsströme richtung europa gebracht hat, wird keine minute darüber nachgedacht ob solche kriege überhaupt eine berechtigung haben.

die eu denkt offensichtlich nur militärisch und deutet die niederlage als eine folge fehlender kriegswerkzeuge und will der öffentlichkeit vorgaukeln, dass nur durch mehr militär sicherheit (für wen?) möglich sei.

wir brauchen keine eingreiftruppe, sondern politiker die eine politik betreiben, die probleme lösen kann ohne immer nach militärischen einsätzen zu rufen. denn nach jedem kriegerischen gemetzel folgt immer eine verhandlung, folgen gespräche. Warum nicht zuvor?"

.-.

Ich sympathisiere sehr mit Ihrer Ansicht.

Nur:

Manfred Weber aus der CSU ist absolut nicht identisch mit der EU und vertritt sie auch nicht.

@ 09:42 von Olivia59 --- ein historisch verfehlter Vergleich

"Dieses Gerede vom Weltpolizisten bedeutet doch die Welt zumindest potentiell militärisch dominieren zu können um seine angeblich rein friedensorientierten Vorstellungen durchsetzen zu können.
Das hiess einmal Kanonenbootpolitik. "

Der Vergleich geht danaben. Kanonenbootpolitik wurde z.B. in den 1830ern in Algier praktiziert, um die muslimischen Korsaren an der tausendfachen Verschleppung und Versklavung von europäischen Seefahrern oder Küstenbewohnern zu hindern. Mit der Bombardierung Algiers hörte das auf.

"wir brauchen keine eingreiftruppe, sondern politiker die eine politik betreiben, die probleme lösen kann ohne immer nach militärischen einsätzen zu rufen. denn nach jedem kriegerischen gemetzel folgt immer eine verhandlung, folgen gespräche. Warum nicht zuvor?"

"Zuvor" funktioniert nur dann, wenn der Verhandlungspartner weiß, dass der andere mehr als nur eine Option hat. Etwa, sich zu verteidigen.

Gegen Hitler haben Verhandlungen und Appeasment auch nicht funktioniert.

@Werdaswissenwill - Wer braucht Auslandseinsätze?

09:22 von Werdaswissenwill:
"Ich möchte keine Deutschen Soldaten im Ausland wissen ohne das Deutschland sie zur Not selber rausholen kann!!"

Aus welchem Grund sollte man überhaupt deutsche Soldaten im Ausland haben wollen? Mir fällt keiner ein. (Damit erübrigt sich dann auch die Frage nach der Ausrüstung und der Logistik.)

Eingreiftruppen haben einen Verteidigungsfokus

Mit einer schnellen Eingreiftruppe kann man keine Offensivkriege führen. Sie sind ein Instument um die Aggression eines Gegners, der mit militärischer Gewalt Grenzverletzungen begeht, abzuwehren.

@09:37 von AlterSimpel

"Und ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass die USA untätig zuschauen werden, wie sich die EU-Staaten militärisch emanzipieren."

Interessanter Punkt. Der politisch einflussreiche Brzeziński hatte diese militärische Abhängigkeit Europas in seinem Buch "Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft" ja bereits vorweggenommen. Grösste Bedrohung der in seinem Zusammenhang "Vorherrschaft" war für ihn eine zu grosse Nähe zwischen Europa und Russland, weshalb Europa eben möglichst nicht zu viel Souveränität erlangen darf.
Andererseits ist interessierten Kreisen sicher auch an einem Wettrüsten mit Europa gelegen. Ist ja schliesslich ein Business und die US Militärausgaben steigen stetig.
Andersrum kann man es ja auch als Wettrüsten bezeichnen... die USA machen so viel für die NATO, wir brauchen auch mehr Waffen. (2%)

Besser töten oder schöner töten?

Und dann noch in der ganzen Welt?
Vor allem aber sollten sich die Menschen, die ein mehr an Fähigkeiten und Möglichkeiten für deutsches oder auch europäisches Militär fordern, unbedingt selbst zu den nächsten Einsätzen freiwillig melden. Und zwar an die vorderste Front.
Ebenso sollten es auch Vorstände und Aufsichtsräte des waffenproduzierenden Gewerbes halten.
Das halte ich für so wichtig, dass es dazu ein Gesetz geben sollte.

Längst überfällig...

Die Idee ist ja leider nicht neu, aber dennoch ist es gut, das Thema wieder auf den Tisch zu legen. Wie bereits andere Kommentatoren erwähnt haben, bedingt eine EU-Armee aber einige Vorraussetzungen: Wie soll sie finanziert werden, wer entscheidet über die Einsätze, und vor allem aber: sie benötigt absolute Einigkeit innerhalb der EU, und daran wird es mal wieder scheitern. Mein Fazit: bevor die EU sich nicht reformiert, bleiben dass alles nur gut gemeinte Wünsche...

@Wolf1905 - Innere Sicherheit

09:27 von Wolf1905:
"Aber was Sie beim Verteilen der Mittel vergessen haben, ist der Mitteleinsatz bei der inneren Sicherheit, der Terrorismusbekämpfung, etc."

Die bisherigen Defizite bei der inneren Sicherheit sehe ich in den ineffizienten Arbeitsweisen unserer Behörden und nicht aus deren personeller und materieller Ausrüstung. Radikalisierung verhindert man mit Bildung und beruflichen sowie sozialen Perspektiven.

Militäreinsätze lehne ich - abgesehen vom Katastrophenschutz - grundsätzlich ab.

die Amis wollen keine Weltpolizei mehr sein

aber warum sollten wir das denn sein ?
Jüngstes Beispiel Afghanistan
20 Jahre hat man denen "geholfen"
Armee aufgebaut, dass sie sich verteidigen können.
kaum war man weg war auch die Armee weg
und dass soll sich ändern wenn die EU statt die Nato oder die USA einmarschieren ?

Eine Welt mit neuen Bedrohungen braucht neue Wege

Wir leben in einer Welt, die sich in dramatischer Geschwindigkeit verändert. Das Denken in den alten Kategorien, in denen ein Nationalstaat sich gegen seinen geographischen Nachbarn positioniert, erfasst nicht mehr die Bedrohungslage.

In einer globalisierten Welt ist es unabdingbar, dass auch die Lebensadern für die Versorgung, für Export und Import vor Bedrohungen geschützt werden. Seien es Piraten am Horn von Afrika, Terroristen im Maghreb oder totalitäre Ideologien mit Zugriff auf gefährliche Waffen. Wir bekommen gerade vor Augen geführt, wie schon "normale" Störungen z.B. bei Rohstoffen oder Chips wirken. Eine gezielte Störung könnte zu schweren Krisen führen.

Es ist unbequem, aber Sicherheit kommt nicht zum Nulltarif

@10:01 von MehrheitsBürger

">>Olivia: Dieses Gerede vom Weltpolizisten bedeutet doch die Welt zumindest potentiell militärisch dominieren zu können um seine angeblich rein friedensorientierten Vorstellungen durchsetzen zu können.
Das hiess einmal Kanonenbootpolitik.<<

Der Vergleich geht danaben. Kanonenbootpolitik wurde z.B. in den 1830ern in Algier praktiziert, um die muslimischen Korsaren an der tausendfachen Verschleppung und Versklavung von europäischen Seefahrern oder Küstenbewohnern zu hindern. Mit der Bombardierung Algiers hörte das auf."

Cherry picking kann man natürlich immer betreiben. Es gibt viele historische Beispiele, vor allem China, wo das Vorführen der militärischen Übermacht zur knallharten Durchsetzung politischer Interessen genutzt wurde, die mit Friedenssicherung nichts zu tun hatten.
"Weltpolizist" ist noch nichtmal ein Euphemismus, denn die Polizei hat bekanntlich das Gewaltmonopol – bezogen auf die Welt beansprucht also der Westen das Gewaltmonopol.

09:27 von Wolf1905

<< @Nachfragerin um 09:07

„Man könnte auch die Armeen abbauen und die freiwerdenden finanziellen Mittel in Bildung, Sozialpolitik, Katastrophenschutz und Hilfsprojekte für die dritte Welt stecken.“

Ja, träumen ist erlaubt! Aber was Sie beim Verteilen der Mittel vergessen haben, ist der Mitteleinsatz bei der inneren Sicherheit, der Terrorismusbekämpfung, etc. Aber wie gesagt, träumen ist erlaubt! <<

,.,.,.,

Ist mir persönlich zu billig, Krieg NICHT zu hinterfragen und nach Lösungsansätzen NICHT zu suchen.

Da wird auf Nachdenken verzichtet und Krieg für alle Zeiten gerechtfertigt.

Wozu soll das gut sein?

Sicher, dass die CSU gerne möglichst viel Geld in die Rüstung und die BW stecken will ist seit Strauss bekannt.
Aber das Thema Afghanistan sollte jetzt kein Grund sein, diesen Irrsinn auch umzusetzen.
Wichtiger wäre es alle Auslandseinsätze im Vorfeld zu durchdenken und eine Exitstrategie zu haben, bevor man dort agiert.

Diese Eingreiftruppe darf nur der Bekämpfung von Verbrechern

dienen

Nicht der Abwehr von Menschen, die aus rein „staatsrechtlichen“ Gründen zu „Illegalen“ erklärt werden. Denn gegen Menschen - ganz gleich welcher Nationalität - muss man sich nicht verteidigen, sondern sie schützen („Die militärische Abhängigkeit von den USA beim Evakuierungseinsatz in Afghanistan hatte in der EU die Diskussion über den Aufbau einer schnell einsatzfähigen Eingreiftruppe mit mindestens 5000 Soldaten befeuert. "Die nationalen Armeen bleiben natürlich weiter die Hauptpfeiler der Verteidigung. Aber wir brauchen schrittweise europäische Kapazitäten: eine europäische Eingreiftruppe mit einigen Tausend Mann. Und außerdem eine Cyberabwehr-Brigade")

„Angriffe auf digitale europäische Infrastruktur seien mittlerweile ein "täglich stattfindender Krieg im Netz"
>> "Bei dieser Dimension ist ein nationaler Ansatz allein nicht ausreichend"

Ein nationaler Ansatz ist ganz besonders im „World Wide Web“ völlig weltfremd. Und Naivität war schon immer eine Einladung an Kriminelle.

prinzipiell richtig?

prinzipiell richtig“?

Immer das Gleiche. Seit Jahrtausenden. Die Guten bestrafen die Bösen.
Aber wer ist „gut“ und wer „böse“ ? Das gilt auch für Gesellschaften, Staaten.
Die einfache Formel von sog. „Schurkenstaaten“ ist nicht nur Mittelalter, sondern Steinzeit.
Wenn wir es wirklich ernst meinen mit dem Weltfrieden, braucht es eine totale Kehrtwende!
Keine Angriffe, Drohungen, Sanktionen oder andere Knebel!
Bereitschaft zum gegenseitigen Zuhören und Verständnis- auf allen Ebenen. Und nicht so halbherzig wie damals mit den Machthabern des Dritten Reiches!
Das braucht jede Menge Zeit!
Fangen wir an. Jetzt!

@Forfuture

"Die hysterischen Warnschreie der konservativen Parteien zeigen nur, wie groß die Chancen sind, dass ein solches Linksbündnis die richtigen Weichenstellungen vornimmt."

Keine Sorge, die Geschichte zeigt uns, dass "richtige Weichenstellungen", die den allg. Wohlstand oder Frieden auf der Welt hätten fördern können stets durch neue "Bedrohungen" beendet wurden.
Roosevelts New Deal und Wallaces Century of the Common Man sind im Eintritt der USA in WK2 und spätestens im neuen Kalten Krieg gestorben. Johnsons Great Society hat Vietnam kaum überlebt und Al Gores Öko-Agenda war spätestens mit 9/11 gestorben.

Es dürfte also nicht lange dauern, bis rechte Kriegstreiber nach Afgh. einen neuen Konflikt gefunden haben, der unsere Wertevorstellungen, unseren Wohlstand und unsere Sicherheit bedroht und angeblich einen neuen Waffengang nötig macht.
Und zur Not ist da immer noch Russland und China, die man weiter provozieren kann.

@ 09:07 von Nachfragerin --- die NATO sichert uns die Freiheit

"> Die NATO ist ein politisches Machtinstrument der USA. Dieses wird geschwächt, wenn Europa eigene Wege geht."

Die Uralt-Kamellen der Anti-Amerikaner und Altlinken.
Die Sicherheit und Freiheit der Europäer wären geschwächt, wenn es die NATO nicht gäbe.

Egal ob DDR 1953, CSSR 1968, Georgien, Transnistrien, Abchasien, Südossetioen --- alles Beispiele wie Staaten und Regionen drangsaliert wurden, die der NATO nicht angehören.

Wir behalten unsere Freiheit und den Frieden, weil jeder potenzielle Aggressor weiß, dass wir uns wehren können.
Seit mehr als 70 Jahren. Das spricht für sich.

Eingreiftruppe

Warum hat man nicht den Mut und sagt diese Politik der NATO und USA ist gescheitert und muss sich grundlegend ändern man hat schon mehrmals ungeliebte Staatschefs mit Hilfe der en Gegner gestürzt und nur Chaos hinterlassen

@ 10:16 von MehrheitsBürger

„Wir leben in einer Welt, die sich in dramatischer Geschwindigkeit verändert. Das Denken in den alten Kategorien, in denen ein Nationalstaat sich gegen seinen geographischen Nachbarn positioniert, erfasst nicht mehr die Bedrohungslage.“

Im Prinzip können sie das vergleichen mit einem Aquarium, so lange jeder Fisch sein Revier hat und seine Rückzugsmöglichkeiten, ist die Welt I.O.
Wenn das aber gestört wird z.B. durch Überpopulation, schlechte Wasser Qualität, Über oder Unter Fütterung u.s.w geht das Gleichgewicht verloren!
So ist es mittlerweile auf der Erde vergleichbar, in einem einfachen Bsp. erklärt.

@Olivia59

"Was im Gegensatz zu vielen Statements bedeutet, dass selbst einzelne europäische Länder die Kapazitäten haben, einen einzelnen Flughafen zu sichern, wenn der Wille dazu da wäre auch mal ohne die Amerikaner zu handeln." Am 12. September 2021 um 09:20 von Olivia59

*

Und Sie glauben, dass die USA erlauben würden irgendetwas ohne deren Segen zu unternehmen?
Ich nicht.

Wer bestimmen will, der muss nun mal das meiste bezahlen und das meiste machen.

Nur bestimmen und andere machen und zahlen lassen ist nicht!

Wer eine Weltmacht sein will, der muss sich das leisten können.

*

Ps. Die USA könnten, wenn sie wollten, sofort weltweit alle ihre Militärbasen schließen. Tun sie aber nicht. Dann sollen sie auch nicht jammern, dass sie keine Weltpolizei sein wollen.

Für die Cyberabwehr ...

scheint es akut an Fachkräften zu mangeln. Es wird höchste Zeit, dass die IT-Ausbildung in der EU sich diesbezüblich massiv modernisiert.
Zu meiner Zeit in der IT-Lehre bis 2015 waren solche Themen jedenfalls nicht dabei, vielleicht ist das inzwischen anders geworden, jedoch hat man sich damals gesträubt, aktuellere Themen einzubinden
"... wir machen das schon immer so ..."

Die Welt

braucht sicher ganz vieles, aber noch mehr Militär ganz sicher nicht, die Unsummen können für nützliche Dinge besser eingesetzt werden.
Niemand will mit uns Krieg anfangen, oder bedroht uns, für Terroristen reicht eine kleine schlagfertige Truppe, und guter Geheimdienst und Polizei.
Und vor allem, wenn jemand erwischt wird, muss er/sie auch festgehalten werden, und nicht gleich wieder zur Hintertür herausgehen.
Das ganze Säbelrasseln, hilft nur Firmen die damit viel Geld verdienen, mehr nicht, Sicherheit kann man auch anders herstellen.
Aber was kann man von Herrn Weber auch anderes erwarten, wir haben Wahlen, und da gibt es Parteien, die haben weniger Waffen im Programm.

Ich sehe keinen Sinn darin...

...wenn sich die EU eine Truppe leistet, die deutlich jenseits der Grenzen der Union eingesetzt werden soll. So zumindest verstehe ich die Funktion einer "Weltpolizei".
Seit dem Zweiten Weltkrieg konnten wir doch nun oft und deutlich genug feststellen, dass das Konzept nicht aufgeht.

@harry_up - EU-Armee macht NATO-Mitgliedschaft überflüssig.

09:32 von harry_up:
"Ist es nicht zu opportunistisch gedacht, Armeen abzubauen zugunsten sinnvollerer Projekte?"
> Nein. Das ist utopisch gedacht. Möglich wäre es aber. Die ganzen Rüstungsfirmen könnten sich ja im Katastrophenschutz engagieren. (Wobei ein Panzer im Einsatz wahrscheinlich schneller kaputtgeht als ein Bagger.)

"Das mit der 'Weltpolizei' und ihren Regeln interpretieren Sie wohl bewusst in die andere Richtung."
> Die USA ignorieren internationale Regeln und setzen ihre eigene durch. Das ist nicht Weltpolizei, sondern Weltmafia.

"Und die Stärkung der NATO fordern die USA ja bereits seit längerem [...]"
> "Wir beschützen euch und ihr zahlt dafür." - Damit wären wir schon wieder bei der Mafia.

"[...] denn es wäre damit ja kein Austritt verbunden oder eine konkurrierende 'Zweit-NATO' geschaffen."
> Unsere NATO-Mitgliedschaft wird mit dem angeblich benötigten Schutz begründet. Warum sollten wir für eine EU-Armee und die US-Truppen zahlen?

@ 09:07 von Nachfragerin --- Aber beidseitig

"Man könnte auch die Armeen abbauen und die freiwerdenden finanziellen Mittel in Bildung, Sozialpolitik, Katastrophenschutz und Hilfsprojekte für die dritte Welt stecken."

Nach der Logik könnte man auch im Inland die Polizei abschaffen und das Geld in KITAs stecken.

Eines so sinnfrei wie das andere. Vor allem, wenn sich solche "Vorschläge" nur an die Europäer und die NATO richten, die Putins und Lukaschenkos dieser Welt aber bei dieser Betrachtung bei Ihnen stets außen vor bleiben.

Schnellschuss

Ein typischer Weber: die „schnelle“ Eingreiftruppe als Lösung für alles. Die Lehren, die wir (einschl. USA) aus dem Afghanistan-Desaster ziehen müssen, sind viel umfassender und komplexer.
Militärische Überlegungen sind angebracht, aber einschl. neues Verhältnis zur NATO (möglich, dass wir von der 2%-Finanzierung abrücken und in eine EU-Armee finanzieren), wobei Polen und Ungarn nicht mitmachen. Darüber hinaus muss eine stärkere EU-gelenkte Außenpolitik stattfinden. Dazu gehört Wille und Mut. (Milit. Strategien müssen immer mit diplomatischen kombiniert sein).
EU ist militär. ohne USA nicht vorstellbar, sagte die Bu-Regierung? Die Wehretats der EU-Staaten sind in der Summe so hoch, wie der Chinas. Wer behauptet, dass China nicht verteidigungsfähig ist?

@ Sausevind, um 10:19

Krieg wird selbstverständlich vorher hinterfragt.
Und wenn dann der Entschluss gefasst wird, dass er geführt wird, war das sozusagen unumgänglich (will nicht sagen “alternativlos“).

Schaut man die Historie der menschlichen Evolution an, scheint Krieg führen eine genetische Veranlagung zu sein.

Dem steht der beachtliche menschliche Verstand gegenüber, der allerdings zu häufig den Kürzeren zieht...

Was für ein absurder

Was für ein absurder Vorschlag!
Für so eine Fähigkeit - wir sprechen von weltweitem Einsatz - sind ja nicht nur Truppen vor Ort nötig - sondern auch ein weltweites Stützpunktsystem von dem aus logitische und waffentechnische Unterstützung (die nötige Lufthoheit!) gewährleistet wird.
Da redet man von einer von allen aufzubringenden Summe von 200 Mrd Euro pro Jahr und über mindestens 20 Jahre hinweg - denn Flugzeugträger z.B. bauen sich nicht in 1-2 Jahren bzw. sind einsatzfähig!
--
Hier geht es nicht um irgendwelche Kommando-Aktionen die man bei "Nacht-und-Nebel" durchführt - sondern um Invasionsfähigkeit über einen Zeitraum von Wochen, Monate oder gar Jahre.
--
In meinen Augen ist das alles nur Ablenkung von einer nötigen Ursachen-Aufarbeitung warum man in Afghanistan gescheitert ist.
So lange man die Verbündeten der Taliban (z.B. SaudiArabien und Pakistan) als EIGENE strategische Partner betrachtet...
..kann man auch nicht erkennen das die Mündung der Pistole aufs eigene Knie zeigt

@MehrheitsBürger - globale Abhängigkeiten

10:01 von MehrheitsBürger:
"'Zuvor' funktioniert nur dann, wenn der Verhandlungspartner weiß, dass der andere mehr als nur eine Option hat. Etwa, sich zu verteidigen."

Die großen Nationen sind wirtschaftlich voneinander abhängig. Das schließt konventionelle Kriege untereinander aus.

Das Wettrüsten kann man im Internet fortsetzen.

@Olivia59 10:18

"... viele historische Beispiele, vor allem China, wo das Vorführen der militärischen Übermacht zur knallharten Durchsetzung politischer Interessen genutzt wurde, die mit Friedenssicherung nichts zu tun hatten."
Ach ja wieder China. Ist ja auch das eigentliche Problem der USA. Und die ach so bösen Chinesen marschieren eben nicht überall dort ein, wo ihnen etwas nicht passt, wie unsere lieben Werteverteidiger. Die machen Wirtschaft - und auch ein wenig Abschreckung vor Gelüsten aller Art.
Aber "viele historische Beispiele" stimmt natürlich durchaus, da sind Freund und Feind nicht ausgenommen.
Wenn man allerdings meint, nach einem Anschlag auf das eigenen Land gleich über Jahrzehnte einen Teil der Welt mit Krieg, Millionen Toten, Vertriebenen und Flüchtlingen zu überziehen, dann sollte es schon möglich sein, das auch auszusprechen und nicht nach mehr Waffen zu krähen, wie dieser Herr Weber.

Kommandostruktur

Grundsätzlich sehe auch ich die Notwendigkeit sich auf EU-Ebene besser zu koordinieren, wenn man die Existenz von Militär als solches in einer nicht friedlichen Welt bejaht.

Die, die das tun, schreien ja nicht gleich nach militär. Abenteuern wie sofort von politikunfähigen AfD-Schreibern in ihrer unterkomplexen Weltsicht unterstellt wird(s.o.)

Es geht z. Beisp. darum, wie Afghanistan gezeigt hat, eine EU-eigene Special Forces-Einheit parat zu haben, die Evakuierungen, Absicherungen wie vom Kabul Airport logistisch, materiell auch ohne bzw. eng koordiniert mit US-Einh. auszuführen kann.

Interessant ist jedoch (und hier wird's spannend), wie denn dann die Kommandostruktur solch einer Einheit aussehen soll. In der Militärlogik geht das nur top-down. Hieße im konkreten Fall, dass vllt. ein franz. o. poln General über deutsche Soldaten entscheiden kann.

Hätte ich, wenn Einsatzkonzept eindeutig ist, keinen Problem mit.

Rechtsnationalistische Eiferer haben genau damit jedoch ein Problem

Weltpolizist

"Die Amerikaner seien "nicht mehr bereit, der Weltpolizist zu sein"."

Folglich sollen laut Herr Weber jetzt die Europäer den "Weltpolizisten" spielen?

EVP wie Endverbraucherpreis ?

Der hat wohl von Afghanistan noch nicht die Nase voll ?

Europa muss zur Verteidigung seiner Werte ...

.. wehrhafter werden. Trump hat uns gezeigt, was je nach Laune oder Wetterlage passieren kann: American first. Verträge sind dann nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben stehen.
Sich beistehen ist gut uns schön, aber man muss sich auch allein verteidigen können.
Statt vieler kleiner Armeen sollte Europa sich zu einer plus Eingreiftruppe entschließen ... gesammt gesehen könnte das auch billiger sein. Und: Die meisten Waffensysteme können in der EU selbst hergestellt werden ... so bliebe wenigstens das (!) Geld in der Gemeinschaft.
In die Zukunft gerichtet wird das ohnehin einmal kommen, im Moment scheitert das nicht an einer Finanzierung o.ä., sondern an Befindlichkeiten.
Und wer heute sagt das brauchen wir nicht, ist Anhänger einer Ukraine Vol 2 - X ... oder sitzt heute schon in St. Petersburg ...

Zitat: "Der Vergleich geht

Zitat:
"Der Vergleich geht danaben. Kanonenbootpolitik wurde z.B. in den 1830ern in Algier praktiziert, um die muslimischen Korsaren an der tausendfachen Verschleppung und Versklavung von europäischen Seefahrern oder Küstenbewohnern zu hindern. Mit der Bombardierung Algiers hörte das auf. "
Klar man brennt einfach mal eine Stadt nieder - Zivilisten waren dem US-Militär ja damals offensichtlich egal

kann man fortsetzen - siehe Japan - das seine Häfen für Ausländer öffnen musste als die Ami-Marine (Unter Admiral Perry) ebenmal via Bombardierung die Hauptstadt niederbrannte

Souveränität anderer Staaten?
Völlig egal wenn es "unseren" Interessen dient!
Und genau dafür wird das Militär gebraucht und nicht für irgendwelche angeblichen humanitären Einsätze.

10:19 von Sausevind

Ihre Antwort ist mir auch zu billig. Was tun sie wenn es keine Lösungsansätze gibt. Hätten sie das treiben der IS tatenlos zugesehen?
In Ruanda beim Völkermord ist man ja nach ihrer Strategie verfahren. Man hat zu lange Nachgedacht und Hinterfragt und bei Massakern zugesehen.

EVP wie Endverbraucherpreis ?

Warum will wohl die USA nicht mehr länger Weltpolizist sein ? Das hat der EVP-Weber bis heute nicht kapiert.

@MehrheitsBürger, 10:01

""Zuvor" funktioniert nur dann, wenn der Verhandlungspartner weiß, dass der andere mehr als nur eine Option hat. Etwa, sich zu verteidigen.
Gegen Hitler haben Verhandlungen und Appeasment auch nicht funktioniert."

Ein "gesamteuropäisches kollektives Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands" hätte Hitler wohl erfolgreich in die Schranken weisen können ...

10:16 von MehrheitsBürger Ich

10:16 von MehrheitsBürger

Ich stimmen Ihrem Kommentar zu.
Und ich möchte noch anfügen, das eine EU Armee aufzustellen, in keiner Weise jemanden daran hindert, zu verhandeln - das wird auch jetzt getan.
Auf der anderen Seite sollte auch daran gedacht werden, was für einige
" abgeschlossene Verträge " überhaupt noch wert sind - wie z.B. D.T. oder B.J. !
Mir wäre auch eine Welt in Frieden lieber, aber es stellt sich immer wieder als unrealistisch
heraus.

10:39 von MehrheitsBürger

Nach der Logik könnte man auch im Inland die Polizei abschaffen und das Geld in KITAs stecken.
---------

versteh ich jetzt nicht

die Polizei im Inland bürgt für meine Sicherheit
eine Eingreiftruppe am Hindukusch oder in Mali eher nicht

Am 12. September 2021 um 10:24 von AlterSimpel

Keine Frage, die Kapitaleliten werden alles daran setzten, ihren Einfluss auf die Politik so groß wie möglich zu halten und sicher Ideen entwickeln, den Bürgern diese Machterhaltungsmaßnahmen von ein paar Wenigen, als unbedingt nötige Handlungsweise zu verkaufen. Wie das Wort Demokratie schon sagt, liegt es an jedem einzelnen von uns, sich gegen diese EInflussnahme zu stellen und aktiv an dem sozial- und umweltverträglichen Umbau unserer Gesellschaft zu arbeiten. Mit alle paar Jahre - schlimmstenfalls selbst das noch ohne ausreichende Information - Kreuzchen setzten, werden wir nichts ändern können.

@ 10:30 von Leisetreter --- gute Beispiele

"Wenn das aber gestört wird z.B. durch Überpopulation, schlechte Wasser Qualität, Über oder Unter Fütterung u.s.w geht das Gleichgewicht verloren!
So ist es mittlerweile auf der Erde vergleichbar, in einem einfachen Bsp. erklärt."

Das sind gute Beispiele. Aber es gibt Bedrohungen, die auch aus einer andere Quelle kommen. Totalitäre Ideologien, egal ob politisch oder religiös verbrämt, die Eroberungsphantasien und Herrschaftsgelüste haben und für die freiheitliche Gesellschaften Feind Nr. 1 sind.

Unnötige Doppelstruktur hinsichtlich der NATO!

Braucht niemand wirklich!

@10:30 von Tada

"Und Sie glauben, dass die USA erlauben würden irgendetwas ohne deren Segen zu unternehmen?
Ich nicht.
Wer bestimmen will, der muss nun mal das meiste bezahlen und das meiste machen."

Ich glaube das wäre der USA in diesem Fall wirklich egal gewesen solange sich Europa dort nicht wesentlich erfolgreicher anstellt als die USA, was in diesem Szenario nicht abzusehen war.

"Ps. Die USA könnten, wenn sie wollten, sofort weltweit alle ihre Militärbasen schließen. Tun sie aber nicht. Dann sollen sie auch nicht jammern, dass sie keine Weltpolizei sein wollen."
Biden hatte doch klargestellt, dass es in Afghanistan letztlich auch nur um Antiterror-Interessen der USA ging. Von daher halte ich "Weltpolizist", der nach internationaler Ordnung selbstlos für die Interessen aller/anderer arbeitet seit jeher für eine Fehletikettierung zur moralischen Rechtfertigung von Militäraktionen.
Die USA behalten ihr Militär und ihre Basen aber werden es wohl nicht mehr völlig strategielos einsetzen.

@MehrheitsBürger - Wann kommen Sie in der Gegenwart an?

10:30 von MehrheitsBürger:
"Die Uralt-Kamellen der Anti-Amerikaner und Altlinken. Die Sicherheit und Freiheit der Europäer wären geschwächt, wenn es die NATO nicht gäbe."
> Das ist dann wohl die Uralt-Kamelle der Antirussen und Alt-Transtransatlantiker. Nur ist Ihre Kamelle auch noch falsch.

"Egal ob DDR 1953, CSSR 1968, Georgien, Transnistrien, Abchasien, Südossetioen --- alles Beispiele wie Staaten und Regionen drangsaliert wurden, die der NATO nicht angehören."
> Sie haben die Staaten vergessen, in denen die USA heute(!) nach Lust und Laune herumbomben.

"Wir behalten unsere Freiheit und den Frieden, weil jeder potenzielle Aggressor weiß, dass wir uns wehren können."
> Nö. Das liegt daran, dass wir uns dem einen potenziellen Aggressor unterwerfen, dem anderen sein Gas abkaufen und der dritte zu weit weg ist.

"Seit mehr als 70 Jahren. Das spricht für sich."
> Das tut es nicht. Eine zeitliche Koexistenz ist weder Ursache, noch Wirkung.

Wollte die SPD schon vor 6 Jahren ...

Lächerlicher Vorschlag ... das wollte die SPD (Nahles) schon vor 6 Jahren. Warum blockierte die Union mal wieder?
Europas Zwergenarmeen allein sind teuer und faktisch wirkungsfrei ...
Und wie die Bundeswehr nach 16 Jahren CDU-Verteidigungsminister aussieht, wissen wir alle ...
Nein, eine zusammenarbeitende EU muss mehr sein als Wahlkampf-Show der CSU!

10:41 von harry_up

"Schaut man die Historie der menschlichen Evolution an, scheint Krieg führen eine genetische Veranlagung zu sein."

,.,.,

Da rutschen Sie aber in eine hochgefährliche Ideologie.

Hätte ich Ihnen jetzt eigentlich nicht zugetraut.

Mit "genetischer Veranlagung" operieren normalerweise nur Rassisten.

Herr Weber hat vollkommen Recht.

Irgendwann muss sich Europa von den USA soweit emanzipieren, dass es sein Terretorium sebst verteidigen kann. Das heißt nicht, dass man sich von der NATO verabschieden muss, aber man muß nicht mehr über jedes Stöckchen springen, welches die USA hinhällt. Auch solche Desaster wie in Afghanistan haben dann ein Ende.

@MehrheitsBürger, 10:16

"In einer globalisierten Welt ist es unabdingbar, dass auch die Lebensadern für die Versorgung, für Export und Import vor Bedrohungen geschützt werden. Seien es Piraten am Horn von Afrika,"

Check, haben wir auch ohne Aufrüstung hinbekommen.

"Terroristen im Maghreb"

Wie bedrohen die unsere Versorgung? Ach so, das Uran in Mali. Ok.
Aber dass Muslimbrüder den Suezkanal beherrschen, das konnte man auch ohne Militär verhindern. Geht also auch ohne schnelle Eingreiftruppe und der neue Diktator ist auch schon wieder salonfähig gemacht.
Und in Afgh. haben wir dann was beschützt? Unsere "Versorgung" mit Opium etwa?

Übrigens will auch China seine Handelswege schützen und schüttet u.a dazu Inseln auf und rüstet auf. Das ist aber angeblich böse. Dabei sind im Halbrund um China ca. 35 US-Militärstützpunkte in Betrieb (minus die in Afgh.).
Wieso wollen wir nicht, dass China einen Teil der Sicherungskosten selbst übernimmt?
Wäre doch auch in unserem Interesse.

10:47 von Nachfragerin

"Die großen Nationen sind wirtschaftlich voneinander abhängig. Das schließt konventionelle Kriege untereinander aus."

.-.-.

So einfach obiges auch klingt:

Es ist letztlich der Schlüssel.

Am 12. September 2021 um 10:39 von MehrheitsBürger

" "Man könnte auch die Armeen abbauen und die freiwerdenden finanziellen Mittel in Bildung, Sozialpolitik, Katastrophenschutz und Hilfsprojekte für die dritte Welt stecken."

Nach der Logik könnte man auch im Inland die Polizei abschaffen und das Geld in KITAs stecken.

Eines so sinnfrei wie das andere. Vor allem, wenn sich solche "Vorschläge" nur an die Europäer und die NATO richten, die Putins und Lukaschenkos dieser Welt aber bei dieser Betrachtung bei Ihnen stets außen vor bleiben. "

Sie sollten mal nachdenken, seit wann uns angeblich der die RF ( Sie nennen es Putin ) bedroht, so lange ich denken kann, wird das schon erzählt.
Fakt ist aber, er hat Deutschland verlassen, und sich auch nicht auf den Rückweg gemacht. Und von Weißrussland ist bislang noch nie die Rede gewesen, das ist neu, und wenn ich mir den Maßstab dann ansehe, hinkt der Vergleich auch.

Also Geld für wichtige Dinge ausgeben, finde ich nicht Sinn frei, Kitas und normale Polizei sind aber wichtig.

@Miauzi

"Souveränität anderer Staaten?
Völlig egal wenn es "unseren" Interessen dient!" Am 12. September 2021 um 10:56 von Miauzi

*

Oder anders ausgedrückt.
"Souveränität ist, wenn alle das gleiche wollen, wie ich!"

@MehrheitsBürger - Unterschied zwischen Polizei und Militär

10:39 von MehrheitsBürger:
"Nach der Logik könnte man auch im Inland die Polizei abschaffen und das Geld in KITAs stecken."
> Sie irren.
Die Polizei wird gebraucht. Sie wird jeden Tag unzählige Male zu Einsätzen gerufen, die sie auch erfolgreich abschließt. Die Bundeswehr hingegen wird zu Einsätzen ins Ausland geschickt, um überhaupt irgendetwas zu tun. Diese Einsätze laufen beliebig lange, bleiben erfolglos und werden dann irgendwann wieder beendet.

Vor allem, wenn sich solche 'Vorschläge' nur an die Europäer und die NATO richten, die Putins und Lukaschenkos dieser Welt aber bei dieser Betrachtung bei Ihnen stets außen vor bleiben."
> Der Artikel behandelt den Aufbau einer EU-Armee und die Auswirkungen auf die NATO. Sollte Herr Weber (oder irgendjemand anderes) mal eine weißrussisch-russische Eingreiftruppe fordern, werde ich mich auch dazu äußern. Versprochen!

Gelebte Realität statt" theoretischer Einwände"

Die NATO muss selbstverständlich ihre militärische Strategie an die künftigen Bedrohungsszenarien anpassen.

Die Polemik gegen die NATO hält gegen die gelebte Realität der Menschen nicht stand. Wie gut wir im Schutz unseres Bündnisses leben lässt sich am besten an der Lebensrealität der Menschen ablesen.
Wir
- leben in Freiheit und Demokratie
- können lesen, meinen, sagen was wir wollen
- wählen, wen wir wollen
- haben einen Rechtsstaat, der uns vor Willkür schützt
- können uns im Rahmen der Verfassungsrechte versammeln
- leben im Wohlstand
- können reisen und umziehen, wohin wir wollen
- plus 1000 Argumente mehr

Die Gegner unseres "Systems" dürfen dagegen protestieren, es mit unwahren Behauptungen verleumden, sich argumentativ mit den Gegnern der Freiheit gemein machen und werden doch durch Gerichte geschützt.

Das macht seine Überlegenheit gegen alle die Systeme aus, die von seinen Gegnern so gerne propagiert werden.
Die aber lieber hier als andswo leben.

um 10:30 von MehrheitsBürger

„Die Uralt-Kamellen der Anti-Amerikaner und Altlinken.
Die Sicherheit und Freiheit der Europäer wären geschwächt, wenn es die NATO nicht gäbe.

Egal ob DDR 1953, CSSR 1968, Georgien, Transnistrien, Abchasien, Südossetioen --- alles Beispiele wie Staaten und Regionen drangsaliert wurden, die der NATO nicht angehören.“

Die Liste kann man erweitern: Syrien, Irak, Libyen. Hier sind bei weitem mehr Menschen ums Leben gekommen und in Folge des Krieges vertrieben worden. Wessen Alte Kamelen sind das? Das juckt uns doch nicht. Hauptsache uns geht es gut, nach uns die Sintflut.

@Mass Effect

"Hätten sie das treiben der IS tatenlos zugesehen?" Am 12. September 2021 um 10:57 von Mass Effect

*

Der IS konnte sich erst dank dem durch Interventionen verursachen Machtvakuum so richtig "austoben".

10:59 von AlterSimpel

Sie schrieben: Ein "gesamteuropäisches kollektives Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands" hätte Hitler wohl erfolgreich in die Schranken weisen können ...

In Geschichte wohl nicht aufgepasst. Das 3.Reich hatte mit der UdSSR einen Pakt. Die ersten Wehrmachtspanzer wurden auch in Russland gebaut.

Ich finde es....

.... immer wieder verwunderlich, dass bei Themen wie NATO, Auslandseinsätze, Aufrüstung etc., bei vielen die sonst glühende Verfechter von Klima-, Umweltschutz sind ebendieses keine Rolle zu spielen scheint.

UK-Brexit als Beisp für destruktiven Nationalismus beim Militär

In Sachen fehlgeschlagener Zusammenarbeit auf militärischem Gebiet in der EU sei an die unsäglichen Debatten erinnert, die lange.vor dem Brexit vor allem im EU-feindlichen Lager im Vereinigten Königreich geführt wurden.

Und die reichten bis in die Zeit zurück als UK 1973 der EU beigetreten war.

Auf absolut grobschlächtigste Weise wurde von rechtsnationalen Tory-Hinterbänklerkreisen im Zusammenspiel mit Englands notorisch Deutschland-feindlicher Rechts-Boulevardpresse das für alte Brit. Empire-Nostalgiker offenbar unzumutbare Bild an die Wand gemalt, ein deutscher (!) Kommandeur könnte wohl möglich "unsere" Jungs in einer militär. Auseinandersetzung "befehligen"

Sowas löst bei rechten Brit:innen noch heute Schnappatmung aus vergleichbar der von AfD-Mitläufern, wenn sich 16-/17-jährige schlaue Klimakids als politisch weitsichtiger und verantwortungsbewusster erweisen als 60plus-jährige Großstadt-SUV-Fahrer.

Am 12. September 2021 um 09:29 von Forfuture

„Frieden schaffen ohne Waffen“ ist bis heute mein Favorit.
Dazu müssen wir die skrupellose Einflussnahme des Großkaptals in die Politik kontrollieren. Die Etablierten Parteien sind zu sehr in dem von Lobbyisten geflochtenen Netz verfangen. Ich hoffe, dass bei Rot/Grün, ein unbequemes Rot hinzukommt, dazu müssen alle über den eigenen Schatten springen, aber so funktionieren gute Kompromisse eben.
_
Sie glauben also, dass "Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, wenn es keine Lobbyisten gäbe ? Lobbyisten gibt es z.B. in grosser Zahl auch bei den Grünen und was haben die überhaupt mit der Problematik zu tun ? Natürlich gibt es die Waffenindustrie; dass diese aber bei uns politikentscheidend wäre, wäre mir neu.
Bei Ihrer Idee können Sie die Linke per se ausklammern (gottseidank). Schon deshalb können Sie den 2. Teil Ihres Beitrages schon ad acta legen. Davon abgesehen, sind es in aller Regel "faule" Kompromisse, die gemacht werden, selten "gute". Ich wäre für eine europäische Truppe.

Ich denke, die USA ...

fühlen sich in der Rolle des "Weltpolizisten" sehr wohl. Sie wollen halt nur mehr Geld aus NATO und EU.

@09:27 von Wolf1905

>> Aber was Sie beim Verteilen der Mittel
>> vergessen haben, ist der Mitteleinsatz
>> bei der inneren Sicherheit

Was hat die innere Sicherheit mit dem Militär zu tun? oO

@MehrheitsBürger, 10:30

""> Die NATO ist ein politisches Machtinstrument der USA. Dieses wird geschwächt, wenn Europa eigene Wege geht."

Die Uralt-Kamellen der Anti-Amerikaner und Altlinken."

Ich bitte Sie! Seit Jahren betonen europäische Sicherheitspolitiker, Kommissionspräsidentinnen oder Nato-Generalsekretäre stets, dass eigene europäische Verteidigungsinitiativen keine Konkurrenz zur Nato darstellen sollen.
Das wird hündisch versichert, ohne dass überhaupt jemand in der Diskussions diesen Vorwurf gemacht hätte. Es ist ein vorauseilender Gehorsam zu erkennen, der ein starkes Indiz dafür ist, dass die USA natürlich argwöhnisch beäugen, was die Europäer da machen.
Und auch der neueste Vorschlag, dass für einen Einsatz solcher EU-Kräfte keine Einstimmigkeit vonnöten sein soll und die Teilnahme freiwillig ist, trägt natürlich dem US-Einfluss auf einzelne EU-Staaten Rechnung.

10:18 von Olivia59

//Cherry picking kann man natürlich immer betreiben. Es gibt viele historische Beispiele, vor allem China, wo das Vorführen der militärischen Übermacht zur knallharten Durchsetzung politischer Interessen genutzt wurde, die mit Friedenssicherung nichts zu tun hatten.//
//10:51 von hbacc
"... viele historische Beispiele, vor allem China, wo das Vorführen der militärischen Übermacht zur knallharten Durchsetzung politischer Interessen genutzt wurde, die mit Friedenssicherung nichts zu tun hatten."
Ach ja wieder China. Ist ja auch das eigentliche Problem der USA. Und die ach so bösen Chinesen marschieren eben nicht überall dort ein, wo ihnen etwas nicht passt, //

Dann zählen Sie doch die historischen Beispiele mal auf !

Weltpolizist?

>>Die USA seien "nicht mehr bereit, der Weltpolizist zu sein". "Belarus, Ukraine, Nordafrika, Naher Osten - diese Probleme werden die Amerikaner nicht für uns lösen", sagte Weber.<<

Nun, Herr Weber, so richtig ein gemeinsames und schnelles Vorgehen der EU in Konflikten auch ist; es muss nicht immer alles militärisch gelöst werden (und auch nicht auf die "deutsche Art" mit €€).
Aber ... viele der Probleme in den oben genannten Räumen hätte wir ohne den 'Weltpolizisten' gar nicht.

10:57 von Mass Effect

<< 10:19 von Sausevind

Ihre Antwort ist mir auch zu billig. Was tun sie wenn es keine Lösungsansätze gibt. Hätten sie das treiben der IS tatenlos zugesehen?

In Ruanda beim Völkermord ist man ja nach ihrer Strategie verfahren. Man hat zu lange Nachgedacht und Hinterfragt und bei Massakern zugesehen. <<

,.,.,

In Ihren letzten beiden Sätzen unterstellen Sie mir auf groteske Weise etwas.

Solche Unterstellungen haben Sie offenbar nötig und wollen nicht redlich argumentieren.

Insofern scheint Ihre Position ja redlich nicht zu halten zu sein.

Ich weiß nur eines:
Krieg erzeugt Krieg.

Einen besseren Lösungsansatz als ich jetzt geben kann, liegt vielleicht in dem Beitrag von 10:59 AlterSimpel.

Es gibt keine Alternative zu dem Verzicht auf Krieg.

Am 12. September 2021 um 10:02 von Nachfragerin

Aus welchem Grund sollte man überhaupt deutsche Soldaten im Ausland haben wollen? Mir fällt keiner ein. (Damit erübrigt sich dann auch die Frage nach der Ausrüstung und der Logistik.)
__
Vermutlich WILL niemand unbedingt dt. Soldaten im Ausland. Wenn man das aber ausschliessen will, dann muss man aus den intern. Bündnissen austreten. Solange man zu diesen steht, muss man damit rechnen, was ja auch vertretbar und im übrigen durch hohe Hürden reglementiert wird. Die Mehrheit der Bürger will sicherlich in der NATO bleiben. Ich auch. Dass es ein solches Bündnis nicht "für lau" gibt, liegt auf der Hand und dass bei der Verhältnismäßigkeit der eingebrachten Mittel die USA den Ton angeben, auch. Will man mehr Mitsprache, muss man sich mehr engagieren und mehr Geld und u.U. mehr manpower zur Verfügung stellen. Dennoch finde ich Idee von EVP-Chef Weber nicht schlecht. Man sollte sich teilweise von USA emanzipieren; das kostet aber.

10:56 von Miauzi

«kann man fortsetzen - siehe Japan - das seine Häfen für Ausländer öffnen musste als die Ami-Marine (Unter Admiral Perry) ebenmal via Bombardierung die Hauptstadt niederbrannte.»

Admiral Perry hat nicht einen einzigen Schuss abfeuern lassen von der Flotte. Musste er nur im Hafen von Yokohama aufkreuzen und mit Geschossen drohen. Niedergebrannt wurde bei der Zwangsöffnung von Japan als US-Handelsmarkt gar nichts. Es wurde nur gedroht den Japanern, die 1853 nicht mal Gewehre hatten.

#MehrheitsBürger

"Eine Welt mit neuen Bedrohungen braucht neue Wege. Ein schöner Satz!"
Wissen Sie den besten Weg, wenn man sich um seinen eigenen Kram kümmert, niemanden seine Werte aufzudrücken versucht und niemanden vor den Kopf stößt. Wer sich wie Deutschland und die EU/NATO ständig einmischt und wichtig macht, der wird über kurz oder lang Probleme kriegen. nennt man dann hausgemacht, umgangssprachlich!

@ 11:02 von Sisyphos3 --- Über die Hutkrempe hinaus

"versteh ich jetzt nicht
die Polizei im Inland bürgt für meine Sicherheit
eine Eingreiftruppe am Hindukusch oder in Mali eher nicht"

Das ist zu kurzkrempig gedacht.

Wenn Mali an den IS fällt und weitere Domino-Steine bis Libyen oder Ägypten mit dem Suezkanal, dann bedrohen die Terrornetzwerke unsere Versorgungswege. Sie treiben zur Destabilisierung der europäischen Staaten Hunderttausende von Flüchtlingen über das Mittelmeer.

Wenn Sie daran glauben, Sie könnten die Sicherheit nur am Zaun ihres Grundstücks oder Städtchens verteidigen, erleben Sie ein böses Erwachen.

Zitat: "Das sind gute

Zitat:
"Das sind gute Beispiele. Aber es gibt Bedrohungen, die auch aus einer andere Quelle kommen. Totalitäre Ideologien, egal ob politisch oder religiös verbrämt, die Eroberungsphantasien und Herrschaftsgelüste haben und für die freiheitliche Gesellschaften Feind Nr. 1 sind."

und genau deshalb ist der wahabitische Gottes-Staat -> SaudiArabien unser wirtschaftlicher, finanzieller und militär-strategischer Verbündeter
Hä??
Kommt nur mir soetwas extrem widersprüchlich - faktisch unvereinbar vor?

Am 12. September 2021 um 11:19 von AlterSimpel

Übrigens will auch China seine Handelswege schützen und schüttet u.a dazu Inseln auf und rüstet auf. Das ist aber angeblich böse. Dabei sind im Halbrund um China ca. 35 US-Militärstützpunkte in Betrieb (minus die in Afgh.).
Wieso wollen wir nicht, dass China einen Teil der Sicherungskosten selbst übernimmt?
Wäre doch auch in unserem Interesse.
__
Dass China überhaupt IRGEND etwas ausser seiner ureigensten Interessen wahrnimmt, glauben Sie doch nicht im ernst.
UNSERE Interessen werden wir schon selbst schützen müssen/wollen, sonst sind es im Zweifelsfall nämlich nicht unsere, sondern die desjenigen, der den Schutz stellt und bezahlt. Logisch, oder ?

Weltpolizei bestehend aus allen Ländern der Erde?

Sollten in einer Weltpolizei nicht auch alle Länder vertreten sein? Was wäre mit einer Art UNO 2.0, mit einer eigenen modernen Armee, die auch als äußerstes Mittel militärische Einsätze beschließen kann um bsw. humanitäre Katastrophen zu beenden? Alle Länder der Erde hätten einen Sitz (oder mehrere /unterschiedlich viele, Gewichtung=?), ohne Vetorecht einzelner, mit demokratischem Mehrheitsentscheid (50%, 75%, ?). Die Basis für Entscheidungen würden die Menschenrechte darstellen, welche wohl von nahezu allen Bürgern weltweit als erstrebenswert angesehen werden, egal welcher Ethnie und Glaubensrichtung sie angehören. Für Despoten oder Diktatoren welche die Menschenrechte missachten hat das auch ein ganz anderes Gewicht zu wissen daß eine Mehrheit der ganzen Welt sein Handeln missbilligt oder hinter der Entscheiung steht militärisch einzugreifen. Dass so eine Organisation manchen Ländern nicht passen würde ist klar, aber wer seinen Sitz nicht wahrnimmt hat eher Nachteile dadurch.

Da hätte man schon früher drauf kommen können

Eine europäische Eingreiftruppe hätte spätestens nach der Ukrainekrise kommen müssen. Und die Digitalisierung in Deutschland wurde durch die Parteigenossin in der CSU, Frau Bär an die Wand gefahren. Dadurch stehen bei Cyberangriffe nicht nur die Politiker nackt da!

@11:13 von Sausevind

">>harry_up: Schaut man die Historie der menschlichen Evolution an, scheint Krieg führen eine genetische Veranlagung zu sein.<<
,.,.,
Da rutschen Sie aber in eine hochgefährliche Ideologie.
Hätte ich Ihnen jetzt eigentlich nicht zugetraut.
Mit "genetischer Veranlagung" operieren normalerweise nur Rassisten."

Mit genetischer Veranlagung bzw. Sozialverhalten des Menschen, das zum Teil durch genetische Bedingungen vorgeprägt ist beschäftigt sich natürlich vor allem auch die Wissenschaft. Menschen können nun mal nur im Rahmen ihrer biologischen Möglichkeiten handeln.
Bei dem statement des Users handelt es sich um die schlichte empirische Beobachtung von Gruppen-Organisation und -identifikation, die durch die gesamte Geschichte hinweg zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte.

Am 12. September 2021 um 11:13 von Sausevind

10:41 von harry_up

"Schaut man die Historie der menschlichen Evolution an, scheint Krieg führen eine genetische Veranlagung zu sein."

,.,.,

Da rutschen Sie aber in eine hochgefährliche Ideologie.

Hätte ich Ihnen jetzt eigentlich nicht zugetraut.

Mit "genetischer Veranlagung" operieren normalerweise nur Rassisten.
__
Oh, Mann ! Über das Stöckchen "Genetik" springen Sie aber jedes Mal.
Ich habe es hier in keiner Weise als "rassistisch" aufgefasst, zumal es in diesem Falle um die gesamte Menschheit ging, oder ist es dann auch in Bezug auf andere Kreaturen "rassistisch "? Oder einfach nur "woke" ?

um 11:29 von heathersfan I

„Ich finde es....
.... immer wieder verwunderlich, dass bei Themen wie NATO, Auslandseinsätze, Aufrüstung etc., bei vielen die sonst glühende Verfechter von Klima-, Umweltschutz sind ebendieses keine Rolle zu spielen scheint.“

Vollkommen richtig! Es brennt doch nicht bei uns.

2021 um 11:26 von Tada @Mass Effect

Der IS konnte sich erst dank dem durch Interventionen verursachen Machtvakuum so richtig "austoben".

Stimmt. Aber diesem "austoben" hätten sie also tatenlos zugesehen. Respekt vor so viel Menschenverachtung.

Mir schwant ...

TS: >> ... Weber fordert, den Aufbau gemeinsamer militärischer Kapazitäten in der EU schnell voranzubringen.<<

>>Europa stehe an einem Wendepunkt. Die USA seien "nicht mehr bereit, der Weltpolizist zu sein". "Belarus, Ukraine, Nordafrika, Naher Osten - diese Probleme werden die Amerikaner nicht für uns lösen", sagte Weber.<<

Ein ausgesprochen weites Feld für die anvisierte, wie argumentiert lückenfüllende EU-"Polizei-Truppe". Mandadiert duch die UNO, die NATO, sich selbst oder je nachdem? - Mir schwant nichts Gutes.

Am 12. September 2021 um 11:29 von heathersfan

Was ist daran verwunderlich.... die Friedensgruppe ist nach dem Jugoslawien Feldzug ausgetreten....

@ FakeNews-Checker, um 10:58

“Das hat der EVP-Weber bis heute nicht kapiert.“

Es ist tragisch, dass “EVP-Weber“ nicht annähernd Ihre Weitsicht, geschweige Ihre Kenntnisse besitzt.
Woraus ziehen Sie Ihre “Schlussfolgerung“?

Gehen Sie getrost davon aus, dass er sehr genau weiß, weshalb die USA nicht länger mehr Weltpolizist sein wollen.

@ Mass Effect Zitat: "10:59

@ Mass Effect
Zitat:
"10:59 von AlterSimpel
Sie schrieben: Ein "gesamteuropäisches kollektives Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands" hätte Hitler wohl erfolgreich in die Schranken weisen können ..."
In Geschichte wohl nicht aufgepasst. Das 3.Reich hatte mit der UdSSR einen Pakt. Die ersten Wehrmachtspanzer wurden auch in Russland gebaut."
---
Nun - da haben sie selbst nicht aufgepasst oder eben mal so die Hälfte unterschlagen:
Die UdSSR hatte sich seit Mitte der 30er Jahre VERGEBLICH um einen Nicht-Angriffs- bzw. Beistandspakt mit England und Frankreich bemüht!
Noch wenige Tage vor dem Abkommen mit Hitler verweigerte die britische Regierung Stalin so ein Abkommen.
Kann man inzwischen in jeder Doku des ÖRTV sich selbst ansehen.
--
Warum das die Briten machten?
Weil sie es gerne gesehen hätten das sich D-Land und die Sowjetunion gegenseitig in einem Krieg auslöschen.

Am 12. September 2021 um 11:29 von heathersfan

Ich finde es....

.... immer wieder verwunderlich, dass bei Themen wie NATO, Auslandseinsätze, Aufrüstung etc., bei vielen die sonst glühende Verfechter von Klima-, Umweltschutz sind ebendieses keine Rolle zu spielen scheint.
__
Vllt weil sie auch der Meinung sind, dass eine gutgemachte Verteidigungspolitik genauso so wichtig ist, zumal es in der intern. Zusammenarbeit diesbezüglich genauso wenig Konsens gibt, wie im Umweltschutz.
Solange sich nicht ALLE Völker der gleichen
(Friedens-)Politik verschreiben, wird das genausowenig gelingen, wie beim Umweltschutz.

@09:54 von zöpfchen

>> Auch dann, wenn Menschen sterben?

Ähh, DAS ist vom Grundgedanken her der Sinn jedes(!) Krieges. -.-

@ 11:19 von AlterSimpel --- Alt-Simplifizierung

Ihr Faktencheck versagt vor der Realität:

Die Piraterie am Horn von Afrika wurde militärisch bekämpft.

"Wie bedrohen die unsere Versorgung? Ach so, das Uran in Mali. Ok. "

Eine simplifizierende Polemik, die das Bedrohungspotenzial von instabilen Staaten im nördlichen Afrika naiv ausblendet. Wenn Nordafrika von Fundamentalisten beherrscht wird, ist es eine Frage der Zeit, bis sie als neue Korsaren das Mittelmeer destabilisieren.

"Übrigens will auch China seine Handelswege schützen und schüttet u.a dazu Inseln auf und rüstet auf. "

Das ist eine Beschönigung des neo-geopolitischen Imperialismus der Chinesischen Diktatur, deren Argumente Sie sich aneignen.

Die Spratly-Inseln und die Paracel-Inseln liegen geographisch näher an den Anrainern Vietnam, Philippinen u.a. als an China. Die Aufschüttungen sind aggressive Kanonenbootpolitk gegen Nachbarn, die der chinesischen Militärmaschine keine glaubwürdige Wehrhaftigkeit entgegensetzen können.

@09:58 von AlterSimpel

>> In Mali sind wir bspw. wegen der deutsch-
>> französischen Freundschaft.

Nope. In Mali sind wir wegen dem Uran. -.-

Europäische Eingreiftruppe dringen nötig

Schöner und finanziell günstiger wäre eine europäische Eingreiftruppe gegen Steuerhinterzieher.
In der BRD wären ca 150 Milliarden Euro pro Jahr einzutreiben, die sich die Finanzminister stehlen lassen, EU - weit ca 1 Billionen Euro pro Jahr.
Damit könnte sich eine solche Eingreiftruppe nicht nur selbst finanzieren, sondern auch noch einen großen € - Beitrag zu den Steuerkassen eines jeglichen EU - Landes leisten.
So könnten die ärmeren Länder der EU auf Zahlungen aus Brüssel vielleicht sogar verzichten.
Und zukünftige EU - Mitglieder schließen sich dann zukünftig zuerst dieser Eingreiftruppe an und können so ebenfalls die Angleichung an die EU ganz ohne entsprechende Gelder aus Brüssel schaffen.
Doch soweit denkt der verhinderte Kommisionspräsident dann doch nicht.

@Mass Effect - Mit Waffengewalt gegen den Krieg?

10:57 von Mass Effect:
"Ihre Antwort ist mir auch zu billig. Was tun sie wenn es keine Lösungsansätze gibt."
> Wenn es keine Lösungsansätze gibt, muss man sich welche suchen.

"Hätten sie das treiben der IS tatenlos zugesehen?"
> Wer eine ganze Region in Brand steckt, darf sich nicht wundern, wenn der Brand unkontrollierbar wird. Es ist eine Lüge, dass man mit einem Krieg Menschenleben schützen könnte.

"In Ruanda beim Völkermord ist man ja nach ihrer Strategie verfahren. Man hat zu lange Nachgedacht und Hinterfragt und bei Massakern zugesehen."
> In Ruanda gab es wohl keine interessanten Bodenschätze, für die es sich zu kämpfen lohnte. Aber welche Strategie hätten Sie denn vorgeschlagen? Luftschläge gegen die einen Terroristen und Waffenlieferungen an die anderen haben bisher keinen Konflikt beendet.

Bin sofort dafür!!

Eine schnelle Eingreiftruppe gegen das Totverwalten ( Hauptgrund für das Hilfskräftenichtevakuierungsdesaster u.a. des Aussenministeriums) in der EU.

Fangen wir doch alle gleich in 2 Wochen beim.wählen an und wählen den personifizierten Aktendeckel des Mittelmaasses eben nicht. Egal wie hoch er z Zt im Kurs steht.

@ 11:08 von Nachfragerin --- "alter" bekannter Tonfall

"Sie haben die Staaten vergessen, in denen die USA heute(!) nach Lust und Laune herumbomben."

Ich kenne keinen einzigen Staat, in dem die USA heute (12.09.2021) nach Lust und Laune herumbomben.
Sie ?

"Wir behalten unsere Freiheit und den Frieden, weil jeder potenzielle Aggressor weiß, dass wir uns wehren können."

"Nö. Das liegt daran, dass wir uns dem einen potenziellen Aggressor unterwerfen, dem anderen sein Gas abkaufen und der dritte zu weit weg ist."

Die "Unterwerfung" ist das Produkt Ihrer ungelöschten "Von-der-Sowjetunion-lernen-heißt-siegen-lernen" Sozialisierung.

Die Lebenswirklichkeit der "Unterworfenen" habe ich weiter oben geschildert. Lebt sich bestens damit.

"Seit mehr als 70 Jahren. Das spricht für sich."
> Das tut es nicht. Eine zeitliche Koexistenz ist weder Ursache, noch Wirkung."

Sie bemühen den Zufall ? Auch hier sprechen meine Gegenüberstellungen die nachvollziebare Realität. Ihre nicht. Die NATO hat uns Frieden und Freiheit bewahrt.
Soll auch so bleiben.

@Sausevind - Genetik

11:13 von Sausevind:
"Mit 'genetischer Veranlagung' operieren normalerweise nur Rassisten."

In Ihrer Vorstellung von normal scheinen keine Biologen, Ärzte oder Züchter vorzukommen.

@Ich finde es....

Von Verheerungen durch die NATO lassen sich allerdings Politiker hierzulande in ihrem Aufrüstungswahn nicht beirren. Ein paar Beispiele aus den vergangenen Tagen: Markus Söder fordert als Ergebnis der Afghanistan-Niederlage: Für die Bundeswehr sollen 2 Prozent der Wirtschaftsleistung aufgewendet werden und bewaffnete Drohnen sollen her. Er wolle nur einer neuen Regierung zustimmen, die dies auch wolle. Armin Laschet will, dass die EU die militärische Fähigkeit entwickelt, einen Flughafen wie Kabul militärisch zu sichern. Wolfgang Ischinger, der Leiter der sogenannten Münchner Sicherheitskonferenz, will all das auch, dazu aber auch noch die „nukleare Teilhabe“ für Deutschland beibehalten. Der Außenbeauftragte der EU, Josip Borell, will eine 50.000-Mann-Einsatztruppe der EU, die schnell militärinterventionistisch eingreifen kann. Sie haben nichts dazugelernt. Selbst die Linkspartei knickte in der Friedensfrage bei der Abstimmung am 25 August im Bundestag für die militärischen Einsatz ein

@10:14 von Sisyphos3

>> kaum war man weg war auch die Armee
>> weg

Sicher. Als die afghanischen Sicherheitskräfte erfahren haben, daß die westlichen Geheimdienste die Eroberung Kabuls auf ca. Mitte September einstufen, haben die sich gedacht: "Shice, das ist ja schon in einem knappen Monat" und danach 'flinke Hufe' gemacht. -.-

11:25 von MehrheitsBürger

Chapeau!

Selten lesen wir hier eine so kompakte & zutreffende Darstellung unserer freiheitl., rechtsstaatl. Gesellschaft, die (trotz aller im Detail vorhandenen Schwächen u. verbesserungsbedürftigen Strukturen) noch das Beste ist, was wir unter. polit. Systemen finden.

Und diese Grundeinschätzung teilen im Großen & Ganzen unabhängige, demokratische Linke bis hin zu aufgeklärten Konservativen in der Union. Innerhalb dieses Spektrum aufrechter Demokraten darf gern auch kontrovers diskutiert und nach besseren Detaillösungen gesucht werden.

Betrifft übrigens auch die Wahl des potentiellen Koalitionspartners innerhalb dieses Spektrum;)

Darüberhinaus gilt Art. 4 GG,Meinungsfreiheit. Das Missverständnis auf Ganzrechts besteht immer, dass randständige "Meinungen" genauso in der Diskussion einen gleichwertigen Platz haben müssen.

Wrong! Dts. Demokraten (inkl. CDU minus Hr. Maaßen) haben aus dem Versagen der Konservativen der Weimarer Rep. gelernt, als mit Ganzrechts konspiriert würde.

@ Sausevind, um 11:13

re 10:41 von harry_up

Da war, und das wissen Sie wahrscheinlich auch sehr genau, keineswegs eine rassistisch gefärbte Vermutung von mir.

Aggression ist nichts, wovon allein nur der Mensch genetisch verschont wurde.
Sagt Ihnen ein Biologe.

Warum Sie das so in den falschen Hals kriegen wundert mich.

10:41 von harry_up

>>Schaut man die Historie der menschlichen Evolution an, scheint Krieg führen eine genetische Veranlagung zu sein.<<

Ja!

>>Dem steht der beachtliche menschliche Verstand gegenüber, der allerdings zu häufig den Kürzeren zieht..<<

Sehr gut, harry_up

Basst genau....

Danke sehr....

@11:37 von Theodor Storm

".Olivia: >>... viele historische Beispiele, vor allem China, wo das Vorführen der militärischen Übermacht zur knallharten Durchsetzung politischer Interessen genutzt wurde, die mit Friedenssicherung nichts zu tun hatten.<<

Dann zählen Sie doch die historischen Beispiele mal auf!"

Letztendlich folgt jeder Krieg, der garnicht erst im vollem Masse ausgefochten werden musste weil die Machtverhältnisse klar waren dem Muster "Kanonenbootpolitik". Das Paradebeispiel dafür ist wie gesagt die Erzwingung der Öffnung Chinas aber letztlich stützten sich alle kolonialen Bestrebungen auf diese Übermacht, die wenig Blutzoll auf Seiten der Aggressoren forderte und das Unterfangen "billig" machte. Auch bei heutigen Interventionen nehmen die Verteidigungsarmeen doch meist sofort die Beine in die Hand wenn ein Ultimatum mal nicht ausreichen sollte.

11:57 von MehrheitsBürger

//Wenn Mali an den IS fällt und weitere Domino-Steine bis Libyen oder Ägypten mit dem Suezkanal, dann bedrohen die Terrornetzwerke unsere Versorgungswege. Sie treiben zur Destabilisierung der europäischen Staaten Hunderttausende von Flüchtlingen über das Mittelmeer.//

Dies ist ein Aspekt unter einer Reihe anderer, warum der NATO-Einsatz in Afghanistan nicht hätte beendet werden dürfen. Die Terrornetzwerke müssen aufgelöst werden. Jetzt haben wir die Situation, dass die alten wieder aufleben und neue entstehen können. Und weil, wie Sie das richtig beschreiben, die Gefahr auch vor der Haustür Europas entsteht, ist eine europ. Antwort darauf notwendig, auch militärisch.

In schlecht oder nicht schlecht kann ich nicht sagen,

Aber sie ist realistisch gesehen nicht umsetzbar.
1 es stehen zu viele nationale Interessen dem gegenüber. Auch Äußenpolitisch gesehen.
Ein Einsatz müßte immer mit hundert Prozent Zustimmung erfolgten.. Utopisch
2. sie würde dann zwar der EU unterstehen aber eben sicher nicht außerhalb der NATO. Das wiederum würde nichts anderes sein als Jetzt, man "wäre Juniorpartner" amerikanischer Interessen.
Sinn macht so eine Eingreiftruppe nur wenn sie einzig und allein einer neutralen Organisation mit 100% gleichberechtigte Mitglieder mit gleichen Anteilen , Pflichten und Rechten unterstehen und kontrolliert wird.
Aber das ist leider eine Utopie

vielleicht erst mal an die

vielleicht erst mal an die eigene Nase fassen, bevor man wieder irgendwo "eingreift".

schnelle EU-Eingreiftruppe ?

Wozu? Seit 70 Jahren hat Europa die Nato und die USA alles falsch gemacht. nahe Osten, Afghanistan und Mali sind die letzten Leuchtfeuer der gravierenden Fehler.

Wir sollten uns jetzt konsequent auch allen Länder zurückziehen und den neuen Weltmächten China, Indien, Iran oder Russland die Aufgaben als Welt und Moralapostel überlassen.

Die riesigen Steuergelder die wir dann einsparen sollten wir zur eigen Sicherung und unserer persönlichen Umweltschutz zuführen.

@MehrheitsBürger - Sie konstruieren schon wieder Zusammenhänge.

11:25 von MehrheitsBürger:
"Die NATO muss selbstverständlich ihre militärische Strategie an die künftigen Bedrohungsszenarien anpassen."
> Richtig. Nur sind die Bedrohungen der Zukunft sind keine militärischen.

"Die Polemik gegen die NATO hält gegen die gelebte Realität der Menschen nicht stand."
> In meiner Realität und der meines persönlichen Umfeldes gibt es keine Bedrohungen, vor der mich die NATO schützen könnte. Ich sehe die militärische Aufrüstung sogar als eine Bedrohung an, da sie ein typisches Merkmal der Kriegsvorbereitung ist.

Wie sieht Ihre Realität aus?

"Wie gut wir im Schutz unseres Bündnisses leben lässt sich am besten an der Lebensrealität der Menschen ablesen."
> Die NATO ist wie ein Aluhut: Sie schützt den Träger vor einer eingebildeten Gefahr, hat aber sonst keinen Einfluss auf sein Leben.

12:33 von saschamaus75

«Nope. In Mali sind wir wegen dem Uran. -.-»

Unsinn. Das UN-Mandat für Mali ist wegen der Saharischen Dschihadisten und Terrorbanden, damit die den Staat Mali nicht konplett dahin richten, und aus Mali nicht so was ohne Taliban entsteht, wie es in Afghanistan mit Taliban nun ist.

12:46 von saschamaus75

wahrscheinlich !
und wenn die mitbekommen haben was ihre Regierung und Militärführung für Schmiergelder auf die Seite schafften
war die Motivation sicher auch gering

12:44 von Nachfragerin

<< 11:13 von Sausevind:
"Mit 'genetischer Veranlagung' operieren normalerweise nur Rassisten."

In Ihrer Vorstellung von normal scheinen keine Biologen, Ärzte oder Züchter vorzukommen. <<

,.,.,

Bitte meine Aussage nicht aus dem Kontext reißen.

Ist Ihrer nicht würdig.

11:57 von MehrheitsBürger

"... sie treiben zur Destabilisierung der europäischen Staaten Hunderttausende von Flüchtlingen über das Mittelmeer."

Treffend beschrieben.

Die Grundüberlegung "Fluchtursachen bekämpfen" findet in das politische Urteilsvermögen der Anhänger einer in weiten Teilen demokratie-inkompatiblen Partei keinen rechten Eingang.

Lässt sich doch mit Fluchtthemen so schön Hysterie verbreiten & Mitläufer rekrutieren.

Als es in Afghanistan vor ein paar Tagen erst um die Rettung und unsere Verantwortung gegenüber afgh. Ortskräften ging, die vielfach ihr Leben für westl. Soldaten/Journalisten/NGOler riskiert hatten, ... was gab's dazu von Rechtsaußen fast ausschließl. hier zu lesen?

Wahnträume über Fluchtmassen, automatische Gleichsetzung dieser Afghanen mit Terror & Kriminalität.

Ich könnte mehrere Foristen aufzählen, die im Verlauf der letzten Vorwahl-Monate mehr o. weniger offen mit islamist. Terror in D. spekuliert, wenn nicht "erhofft" hatten, um der AfD ein paar mehr Stimmen zu verschaffen.

2021 um 11:40 von Sausevind 10:57 von Mass Effect

Ich unterstelle im Gegensatz zu ihnen mal gar nichts. Da sie ja keine Antwort geben können oder wollen ist ihre Position ja redlich nicht zu halten.
Allein mit ihrer Aussage: Ich weiß nur eines:
Krieg erzeugt Krieg und es gibt keine Alternative zu dem Verzicht auf Krieg, hätten sie also tatenlos dem Morden zugesehen. So wie Pontius Pilatus waschen sie ihre Hände in Unschuld und schauen dem treiben lächelnd zu.

Krieg und Frieden…

Liebe und Hass…
Freude und Leid…

Adam hat sowohl Kain als auch Abel erzogen, Kain hat Abel erschlagen…
Ich weiß, ist (vermutlich) sinnbildlich (ich lebte damals noch nicht).

Die Menschheit wird weiterhin auch mit Mord und Totschlag leben müssen; übertragen auch mit Krieg und hoffentlich viel mehr Frieden.

Wenn wir hier in Frieden leben wollen, müssen wir diesen auch sichern können!

12:33 von saschamaus75

Nope. In Mali sind wir wegen dem Uran. -.-
-----------

und das obgleich wir wegen des Atomausstiegs gar keines brauchen

12:56 von harry_up

<< @ Sausevind, um 11:13

re 10:41 von harry_up

Da war, und das wissen Sie wahrscheinlich auch sehr genau, keineswegs eine rassistisch gefärbte Vermutung von mir.

Aggression ist nichts, wovon allein nur der Mensch genetisch verschont wurde.
Sagt Ihnen ein Biologe.

Warum Sie das so in den falschen Hals kriegen wundert mich. <<

,.,.,

Biologe hin oder her.

Krieg ist nie und nimmer genetisch in uns Menschen verankert.

Genauso könnte ich sagen, dass die Ablehnung von Krieg ein vererbtes Gen sei.

Sage ich aber nicht, weil die Gene hier überhaupt keine Rolle spielen.

Schade, harry_up.

@ 09:07 von Nachfragerin

@ 09:07 von Nachfragerin

betr. Weltpolizist: "Das waren sie nie. Ein Polizist hält sich an Regeln, die ihm andere vorgeben. Die USA machen schon immer ihre eigenen."

Wie recht Sie haben.
Beispielhaft: Eine der frühen "welt-polizeilichen Interventionen" nach dem 2. Weltkrieg war der begonnene Vietnamkrieg, um das "demokratische" Diem-Regime zu stützen und somit das politische Ziel, die Ausbreitung des Kommunismus, zu verhindern (Domino-Theorie); und zwar koste es, was es wolle, verhehrende Napalm-Bomben eingeschlossen.

Korrektur zur GG

Mea culpa.
Art. 5 Absatz 1 GG gewährleistet die Meinungsfreiheit.

Bei soviel Hinweisen aufs GG, welches allerdings auch beim fälschlich von mir herangezogenen Art. 4 (Religionsfreiheit) von Rechtsaußen sturmreif geschossen wird, da kommt man schon mal mit den Zahlen durcheinander.

Schönen Sonntag an alle, die Sonne scheint. Es gibt ein Leben außerhalb des ts-Forums. Gruß auch ans Mod-Team :-)

(ist ehrlich gemeint! :-)

Sollte sich die EU nicht besser um die internen Probleme kümmern

Bei allen Beispielen des Herrn Weber meine Frage: Sind das EU-Mitglieder denen wir helfen müssen?

Wenn ich mal die Beispiele des Herrn Weber einzeln betrachte.

Ukraine: Begannen die Probleme nicht dadurch, dass EU und USA Oppositionsparteien gegen eine demokratische Regierung u.a. finanziell unterstützt haben? Vielleicht wäre die Ukraine "unversehrt", wenn sich die EU und die USA nicht eingemischt hätten?

Belarus: Die würde ich machen lassen, was sie wollen. Die EU soll sich mit der Aufnahme politischer Flüchtlinge begnügen.

Nordafrika: Könnte es sein, dass die Einmischung der NATO-Staaten in innere Angelegenheiten dieser Länder die Probleme verschärft hat?

Die gleiche Frage gilt für den "nahen Osten". Wären die Russen in Syrien genauso leichtgläubig wie in Libyen gewesen, wäre auch Syrien ein "failed state".

EU-Eingreiftruppe

Globale militärische Einsätze ließen sich dann auch viel besser den EU-Bürgern verkaufen. Es ist ja ein Unterschied ob "eigene" Soldaten oder "EU-Soldaten" verheizt werden (jedenfalls im Rest der EU).

Diese Eu-Truppe hätte am Evakuierungs-Debakel gar nix geändert

„Wir schafften es nicht, den Flughafen zu sichern.“

Was hätte eine EU Einsatztruppe daran geändert, wenn das nicht einmal die US-Army „geschafft“ hat.
.....
Ausserdem: Hat man uns nicht auch erzählt, dass das an einer Fehleinschätzung lag ?

@11:25 von AA --- Was war denn da genau ?

"Die Liste kann man erweitern: Syrien, Irak, Libyen. Hier sind bei weitem mehr Menschen ums Leben gekommen und in Folge des Krieges vertrieben worden."

Die einäugige Realitätsbeschreibung, wie immer. Was war denn in den genannten Staaten und wer hat die kriegerischen Auseinandersetzungen dort begonnen?

In Syrien hat der brutale Diktator Assad seine eigene Bevölkerung beschossen, bombardiert und ausgehungert, weil die sich die Frecheit herausgenommen hat, gegen ihn zu opponieren. Als er Chemiewaffen eingesetzt hat, war der Bogen längst überspannt.

In Libyen das gleiche Bild. Der Despot Ghadaffi hat seine eigene Bevölkerung mit Hilfe ausländischer Sölnder bomardiert, massakriert und vertrieben.

In beiden Ländern kam der Rettungseinsatz durch Eingreiftruppen von außen zu spät. Er war aber richtig.

Nicht gewinnen heißt nicht im Unrecht zu sein. Siehe Afghanistan.

@ Schabernack

"Unsinn. Das UN-Mandat für Mali ist wegen der Saharischen Dschihadisten und Terrorbanden, damit die den Staat Mali nicht konplett dahin richten, und aus Mali nicht so was ohne Taliban entsteht, wie es in Afghanistan mit Taliban nun ist."

Und die UN-Flugverbotszone in Libyen diente dem Schutz der libyschen Bevölkerung.....

Weil Rohstoffkriege mit UN-Mandat nicht in Ihr Weltbild passen?

@10:41 von harry_up

>> Schaut man die Historie der menschlichen
>> Evolution an, scheint Krieg führen eine
>> genetische Veranlagung zu sein.

Schaut man die Historie der menschlichen Evolution an, dann erkennt man, daß es zwar seit 100.000 Jahren Messer, Speere, Bögen und Axte gibt.

ABER die (sehr einfach zu konstruierende) Waffe, die nur(!) im Kampf Mensch gegen Mensch einen Sinn ergibt, ist erst ca. 6.000 Jahre alt. Richtig, gemeint ist der Schild.

Also nichts mit "genetische Veranlagung", bis vor 6.000 Jahren gab es keine(!) Kriege. -.-

Wenn wir hier in Frieden leben wollen,

von Wolf1905 @
Dann sollten wir aber nicht glauben das im 6000 km entfernten Länder unser Sicherheit mit 20 Mrd. Euro verteidigt werden muss.

Wo Sicherheit und das nötige Personal nicht vorhanden war können wir an den vielen Opfern in unserem eigen Land erkenne.

Von Köln, über Berlin, Chemnitz, Dresden und auch Hanau ist zu erkenn wo unser Mängel liegen.

@ 13:10 von Nachfragerin --- Verdrängung verändert nichts

"In meiner Realität und der meines persönlichen Umfeldes gibt es keine Bedrohungen, vor der mich die NATO schützen könnte."

Das Ergebnis perfekter Realitätsverdrängung.

Wenn man sich, wie Sie in vielen Beiträgen unisono zum Ausdruck gebracht haben, näher am Putin-System fühlt, dann fühlt man sich auch von der potenziellen Aggression nicht bedroht.

"Die NATO ist wie ein Aluhut: Sie schützt den Träger vor einer eingebildeten Gefahr, hat aber sonst keinen Einfluss auf sein Leben."

Mit dem Schild haben sie es fast getroffen, nur dass der nicht aus Alu sondern aus demokratischer Wehrhaftigkeit besteht. Die NATO ist ein Schutzschild, der die Freiheit auch derjenigen schützt, welche die von ihr gewährleistete Freiheit gerne nutzen, um gegen sie zu polemisieren. Aber niemals dort leben möchten, wo ihre politische Sympathie liegt.

Das macht aber die Werte so überlegen, welche die NATO und eine mögliche Eingreiftruppe zu schützen haben.

13:14 von Mass Effect

"Allein mit ihrer Aussage: Ich weiß nur eines:
Krieg erzeugt Krieg und es gibt keine Alternative zu dem Verzicht auf Krieg, hätten sie also tatenlos dem Morden zugesehen"

,.,.,

Im Unterstellen sind Sie großartig - womit ich meine: gefährlich.

Ich breche mit Ihnen die Diskussion ab.

@13:10 von schabernack

>> Das UN-Mandat für Mali ist wegen der
>> Saharischen Dschihadisten und
>> Terrorbanden

"Unsinn". Wenn es tatsächlich darum ginge, müßten wir auch im Senegal, Mauretanien und Niger einmarschieren. Da sieht es nämlich derzeit nicht anders aus, nur das die halt keine für uns wichtigen Ressourcen haben.

Ich bleibe dabei:
In Mali geht es um Schürfrechte und nicht(!) um Menschenrechte. -.-

13:41 von Shuusui / @schabernack

«Und die UN-Flugverbotszone in Libyen diente dem Schutz der libyschen Bevölkerung.....
Weil Rohstoffkriege mit UN-Mandat nicht in Ihr Weltbild passen?»

Erstens ging es um Mali, und nicht um Libyen.
Anderes Land, andere Sachlage.
Zweitens ist in Mali kein "Rohstoffkrieg".

Drittens entstehen die bestmöglichen Weltbilder immer dann, wenn man ständig gleichsetzender Verplumpung entsagt.

@13:16 von Sisyphos3

>> und das obgleich wir wegen des
>> Atomausstiegs gar keines brauchen

Das dauert in Dtl. aber noch ein paar Jahre. Und Frankreich plant überhaupt keinen Atomausstieg. -.-

P.S.: Können wir uns auf die "deutsch-französischen Freundschaft" der Energiekonzerne einigen? oO

In was will denn Herr Weber

In was will denn Herr Weber mit der schnellen Eingreiftruppe schnell eingreifen?

Und an all diejenigen, die hier schon wieder jammern, Europa könne angeblich die Außengrenzen nicht schützen: Informieren Sie sich doch mal, wie dicht die Grenzen sind, wieviele Menschen an Grenzen im Niemandsland festsitzen unter unwürdigsten Bedingungen, und wie viele Grenzzäune, Mauern und Anlagen weltweit in den vergangenen Jahren gebaut wurden und noch werden. Und dann wechseln Sie einfach die Schallplatte, die seit 2015 an der Stelle festhängt und einen Sprung hat.

Am 12. September 2021 um 13:16 von Sisyphos3

"Nope. In Mali sind wir wegen dem Uran. -.-
-----------
und das obgleich wir wegen des Atomausstiegs gar keines brauchen"

Aber wir brauchen den Strom aus den französischen Kernkraftwerken.

@ um 13:10 von schabernack

Und weil Franzosen und Deutsche das malische Militär so gut ausgebildet haben, war immerhin der Militärputsch in Mali ein Erfolg.
Dem übrigens sowohl Frankreich als auch die BRD tatenlos zugesehen haben.
Sicherlich aber nicht grundlos.

@werner1955 um 13:51

Ich hatte nicht geschrieben, dass wir unseren Frieden in 6000 km entfernten Ländern verteidigen müssten - ich hatte geschrieben, dass wir den Frieden auch sichern können müssen. Ich sehe das als die Möglichkeit einer Verteidigung an.
Trotzdem bin ich persönlich dafür, in der NATO zu verbleiben, und mir ist auch klar, was das letztendlich für Konsequenzen haben kann.
Diejenigen, die meinen, Frieden auf Erden sei eine Selbstverständlichkeit, sind auf dem Holzweg - die Vergangenheit zeigt es ja auf, und warum soll es zukünftig anders sein?
Mal ein Gedanke: ein neuer Mann mit dem Gedankengut eines A. Hitlers kommt in irgendeinem Land an die Macht - was dann?

13:57 von Sausevind 13:14 von Mass Effect

Beim Unterstellen sind sie ja wohl absolute Nummer 1. Einer Diskussion weichen sie wegen fehlender Argumente immer aus.

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