Kommentare

Streik !

Herr Weselsky sollte lieber an den Verhandlungstisch zurück, und nicht dauernd irgend wo eine Plauderstunde abhalten, bei der er andere ohne Belege diffamiert und beschimpft.
Wenn die Vorstände sich nicht korrekt verhalten haben, dann soll er sich bei der richtigen Stelle beschweren, und notfalls Anzeige erstatten. Nur diese ewigen Streiks, die grundsätzlich die Falschen trifft, sind einfach maßlos überzogen. Die Pandemie ist noch nicht mal vorbei, schon will er großartig absahnen und mehr Macht, das ist in meinen Augen einfach widerlich. Man sollte einfach ,al Maß halten, dies gilt für alle Seiten !

Wir könnten natürlich auch

Wir könnten natürlich auch nicht streiken und die Kontrahenten so lange bei Wasser und Brot einsperren, bis sie sich einigen. Grube und weselsky ins konklave. Irgendwann muss Grube ja zur Besinnung kommen. Und dann kommt weisser Rauch.
Dann müssten auch Piloten, Flugsicherung und ähnliche Gruppen nicht immer alles komplett lahmlegen, wenn ihre Chefs den Hals nicht voll genug bekommen können.

Wird noch dauern.

Die Absicht Weselskys, der GDL auch Werkstattbeschäftigte und Verwaltungsmitarbeiter zuzuführen, ist aus Sicht der Bahn, die aus ihrer Sicht der Gewerkschaft bereits stark entgegengekommen ist, ein echt dicker Brocken.

Da die Bahn nicht pleite gegen wird, kann sich der Streik wohl noch mehrmals und mit jeweils längerer Dauer wiederholen.

Beide Seiten haben die gleichen Trümpfe in der Hand, das sind letztlich die Bahnreisenden, deren Zustimmung für die Streikmaßnahmen mit der Zeit eher abnehmen dürfte.
Diese und die Polsterung der Streikkasse der GDL werden da ein gewichtiges Wort mitreden.

Ob sich die GDL am Ende umbenennen wird, sollte sie erfolgreich sein, ist eher sekundär...

Weselsky

"GDL-Chef Claus Weselsky sieht sich deshalb gezwungen, seinen Einflussbereich auf weitere Gewerke auszuweiten und Mehrheitsgewerkschaft zu werden."

------

Aha. Herr Weselsky sieht sich also gezwungen, auf dem Rücken der Bahnkunden seinen persönlichen Machtbereich auszudehnen.

Und ich dachte immer, es geht den Gewerkschaften um die Arbeitsumstände ihrer Mitglieder und nicht um die persönliche Macht der Vorsitzenden.

Aber das war schon immer so bei den Gewerkschaften. Immer erst auf sich selber schauen, dann auf den Kollegen neben sich.

Herr Weselsky sollte sich in Grund und Boden schämen.

Schaugefechte

Da sich die Sachlage im Grunde nicht geändert hat, wird die Auseinandersetzung wieder in erster Linie von Quertreibern dominiert werden, die sich in einem munteren Spiel die Bälle zuwerfen.

Zu diesem munteren Spiel gehört es dann, das letzte Wort zu haben.

"Komisch, mir geht das mit IHREN Beiträgen so, die ich häufig sowohl fast unleserlich zumindest aber quasi unverständlich in punkto Satzbau/Satzaussage finde. Die Beiträge von "Super-Brain" waren zumindest verständlich, und "unreflektierte Vorurteile" könnte ich Ihnen genauso unterstellen.
Anderer Meinung zu sein, hat doch nichts mit unreflektierten Vorurteilen zu tun. Das wäre nämlich Dummheit. Zumindest aber Naivität."
Ich habe nicht den Eindruck, dass die Kurzeiträge von "Superbrain" eine inhaltliche Aussage enthielten.
Ich hätte gern eine inhaltliche Stellung des empörten Foristen gelesen. absolut Nichts.
Aus meiner Sicht geht es bei den Störern nicht um Dummheit oder Naiviät, sondern um Bösgläubigkeit.

@Traumfahrer 08.35

"Herr Weselsky sollte lieber an den Verhandlungstisch zurück"
-
Herr Weselsky möchte ja gerne an den Verhandlungstisch. Sobald es etwas zu verhandeln gibt. Der Bahnvorstand muss ein Angebot machen. Vorher braucht man nicht verhandeln. Ist doch nicht so schwer zu verstehen.

"Man sollte einfach ,al Maß halten, dies gilt für alle Seiten !"
-
Ja, sagen Sie das mal dem Bahnvorstand, der sich ja bereits selbst kräftig die Taschen gefüllt hat, was die Arbeitnehmenden jetzt durch Verzicht auf die Alterszulagen uvm auffangen sollen. Und Sie unterstützen sowas noch!?

@Zille1976

"Herr Weselsky sieht sich also gezwungen, auf dem Rücken der Bahnkunden seinen persönlichen Machtbereich auszudehnen." Am 07. September 2021 um 08:40 von Zille1976

*

Es gibt ein Streikrecht in Deutschland und es ist nur billig mit Sprüchen wie "auf dem Rücken der Kunden" zu argumentieren. Als ob der Bahnvorstand alles nur für die Kunden tun würde.
Manche Bahnkunden scherzen, dass sie kaum Unterschied zwischen Normalbetrieb und Streik gemerkt hätten. Das sollte einem zu denken geben.

@ Bender Rodriguz

Zitat: "Irgendwann muss Grube ja zur Besinnung kommen."
#
Wer bitte ist denn dieser zur Besinnung kommende Herr Grube? Oder meinen Sie diesen Namensgleichen Vorstandsvorsitzenden... der im Jan. 2017 bei der DB ausgeschieden ist?
... dann sind Sie zu spät ...

Zille

Aha. Herr Weselsky sieht sich also gezwungen, auf dem Rücken der Bahnkunden seinen persönlichen Machtbereich auszudehnen."

Das Gesetz zwingt ihn doch dazu. Die evg schädigt ihre Mitglieder. Und die gdl soll laut Gesetz zustimmen.
Dann muss nur ein Gewerkschaftler ordentlich bestochen werden, dann kann man jedes Jahr minus 3% durchbringen, bis die Arbeitnehmer Geld mitbringen, weil sie in den 15h 'auf Arbeit' ja ihre Wohnung schonen können.Stark.

um 08:56 von Bender Rodriguez Zille

"Dann muss nur ein Gewerkschaftler ordentlich bestochen werden, dann kann man jedes Jahr minus 3% durchbringen."

Das ist ein nahezu unverhülter Verdacht und gehört so nicht in eine sachliche Diskussion.

Hummel

Richtig. Mein Fehler. Aber für die Sache egal. Die Ausbeuter so lange einsperren, bis die weich werden. Wenn Vorstände Millionen bekommen können, ist genug Geld für alle da.und die Aktionäre müssen auch irgendwann mal begreifen, dass die verschwendeten Millionen für Vorstände nicht als Dividenden ausgeschüttet werden können . Sie bestehlen also direkt die Besitzer und die Angestellten.

Erst informieren, dann kritisieren

Bevor man die GDL kritisiert, sollte man sich die Forderungen genau ansehen und einmal überlegen, ob diese nicht berechtigt sind.
Lohnforderungen weit unterhalb der Inflationsrate bedeuten Reallohnverzicht. 1,7% Lohnsteigerung im ersten Jahr- was ist daran unanständig? Was ist falsch daran, wenn eine Gewerkschaft die Interessen seiner Mitglieder vertritt und im Falle der GDL gehören eben nicht nur Lokführer dazu?...
Ich hätte Solidarität von den anderen Gewerkschaften erwartet.
Ps.: Ich fahre niemals mit der Bahn, außer ich fahre mit dem Auto. (im Sinne von Karl Valentin)

@ Nordbraut

Zitat: "Ja, sagen Sie das mal dem Bahnvorstand, der sich ja bereits selbst kräftig die Taschen gefüllt hat, was die Arbeitnehmenden jetzt durch Verzicht auf die Alterszulagen ..."
#
Zählen Sie bitte ein Paar Großkonzerne auf, die bei Ihren Vorstandsgehältern Rücksicht auf die Gehälter ihrer Arbeitnehmer nehmen ...
Daimler Benz ... VW ... BMW ... BASF ... Zf ... Siemens, Metro oder gar Amazon? Warum sollte das ausgerechnet bei der DB anders sein? Sagen Sie nicht, weils ein Staatsunternehmen ist.
Die sogen. Betriebsrente (ist nicht DIE Rente!), von Ihnen Alterszulage genannt, beträgt derzeit um die 50,- Euro/Mon ... nach 40 Betriebsjahren (!), ist also nicht DAS Ding, es geht da ja auch nicht um eine Streichung ec.., es geht um andere Regelungen, über die ... Herr Weselsky natürlich nicht sprechen möchte ...
Möchte er das überhaupt? Ich denke nicht, er will seine (!) Forderungen durchdrücken, ohne weitere, für ihn unbequeme Verhandlungen.

Logig

"Das ist ein nahezu unverhülter Verdacht und gehört so nicht in eine sachliche Diskussion."
Doch . Ganz genau MUSS das sogar kommen. Denn das Gesetz ist genau so angelegt. Bestimmt nicht absichtlich. Aber wir wissen alle, dass nicht ausdrücklich Verbotenes, auch gemacht wird. Und wenn Manager die Möglichkeit sehen, angestellte auszupressen, machen die das sofort.
Wenn man nur 1€ /h bei der Belegschaft spart, spült das mehrere Millione n auf deren Konten.

Ende des GDL-Streiks: Die Züge rollen vorerst wieder....

Und wenn sich der DB-Vorstand weiter nicht bewegt, wird der Streik sicher seine Fortsetzung finden. Sollen die Bahnbeschäftigten bei einer Inflation um die 3 Prozent für dieses Jahr mit Null-Prozent abgespeist werden ? Und das von einem Management, daß sich selber die Taschen füllt.
Und das dazu noch in der Zeit von 1994 bis 2019 Schulden in Höhe von 29 Milliarden Euro angehäuft hat (Defizitäre Auslandsinvestitionen).
Ob der Streik bei der Bahn weitere gesellschaftliche Ausstrahlungen hat, in dem Sinne, daß Gewerkschaften mal offensiver werden, wird man sehen.

Und wie geht es weiter?

Da der Bahnvorstand nicht zu 100% auf die Forderungen von Herrn Weselsky eingeht und Herr Weselsky sich nicht an einen "zu 100% gedeckten" Tisch setzen möchte sieht es wohl nach weiteren Streiks aus.

Das geht dann solange, bis die Streikkasse der GDL leer ist. Vielleicht ist das dann am wahrscheinlichsten. Dann können die ca. 7500 streikenden Zugführer entscheiden, ob sie Geld brauchen und nun doch arbeiten gehen müssen, z.B. ohne 3,2% in x-Monaten....oder ob sie sich einen besser bezahlten Job suchen.

Aktuell lief es mit dem Notbetrieb ja doch irgendwie. Letzten Endes wird sich die GDL dann vielleicht doch in Rauch auflösen, ich denke die Bahn hat unter diesen Umständen den längeren Atem.

Hummel

An nordbraut:
"Zählen Sie bitte ein Paar Großkonzerne auf, die bei Ihren Vorstandsgehältern Rücksicht auf die Gehälter ihrer Arbeitnehmer nehmen ...
Daimler Benz ... VW ... BMW ... BASF ... Zf ... Siemens, Metro oder gar Amazon? Warum"

Was soll solcher Käse? Weil andere betrogen werden, muss weselsky das für seine Leute auch abnicken?
Ganz im Gegenteil. Wenn weselsky jetzt Erfolg hat, wird das mächtig Druck auf andere Gewerkschaften machen, deren Bosse lieber mit den AG kuscheln, weil man so noch schöne Goodies abgreifen kann.

Re : Nordbraut !

Nein, die maßlose Erhöhung ihrer Bezüge des Bahnvorstandes unterstütze ich in keiner Weise. Ich finde dies ebenfalls nicht in dieser Weise gerechtfertigt. Leider ist dieser Vorstand genauso habgierig, wie viele andere dieser Art auch. Da sollte die Politik endlich mal einen Deckel drauf stellen, an den sich alle halten müssen, oder sanktioniert werden.
Und natürlich muss die betriebliche Altersversorgung bei einem so großen Betrieb wie die DB grundsätzlich erhalten bleiben.
Was mich aber stört ist das unerhörte Gehabe von Herr Weselsky, der nur seinen Einfluss ausbauen will, und erst in zweiter Linie die Lohnerhöhung. Ich plädiere für einen Vermittler, der die nötige Kompetenz aufweisen kann, und die Streithähne zur Raison bringt, und alle erst entlässt, wenn ein Ergebnis vorliegt, als immer weiter Bahnkunden zu vergraulen. Denn in der ganzen Diskussion sollte auch die Zukunft nicht vergessen werden !

@H. Hummel

"Zählen Sie bitte ein Paar Großkonzerne auf, die bei Ihren Vorstandsgehältern Rücksicht auf die Gehälter ihrer Arbeitnehmer nehmen ..." Am 07. September 2021 um 09:11 von H. Hummel

*

Dafür gibt es halt hier das Streikrecht.

Nebenbei: Man sollte sich an den besseren orientieren, nicht an den schlechteren. Sonst vergleichen Sie bald die hiesige Zustände mit Wanderarbeitern in China.

@ Bender Rodriguz

Zitat: "Wenn Vorstände Millionen bekommen können, ist genug Geld für alle da.und die Aktionäre müssen auch irgendwann mal begreifen, dass die verschwendeten Millionen für Vorstände nicht als Dividenden ausgeschüttet werden können . Sie bestehlen also direkt die Besitzer und die Angestellten.
#
Die DB AG führt zwar den Zusatz "AG" in ihrem Namen, ist aber noch nie an der Börse gewesen oder gehandelt worden, keine Aktie ist je in den Handel geraten.
Somit ist, und bleibt, dieses auf Jahrzehnte unrentable Unternehmen im Besitz der Bundesrepublik Deutschland ... also jedes einzelnen Bundesbürgers ... zu 100%!

@H. Hummel 09:11

Ach so, da haben Sie natürlich vollkommen recht. Wenn es in allen Unternehmen normal ist, dass sich Vorstandsgehälter ohne Rücksicht auf die Entwicklung von Arbeitnehmerlöhnen erhöhen, dann ist das selbstverständlich absolut in Ordnung, was die Bahn da abzuziehen versucht. Bitte entschuldigen Sie meinen unbedarften Kommentar, ich hatte einfach nicht ausreichend darüber nachgedacht. Sonst wäre mir natürlich sofort aufgefallen, das soziale Gerechtigkeit eine Utopie ist, aus der keine Ansprüche von Arbeitnehmenden erwachsen dürfen. Es war schon immer so, und muss schon deshalb so bleiben, dass diejenigen, die für wenig Geld arbeiten, von denen, die sich die Gehälter selbst erhöhen können, ausgebeutet werden. Wo kämen wir auch sonst hin, wenn solche Selbstverständlichkeiten hinterfragt würden.

@ logig

" "Dann muss nur ein Gewerkschaftler ordentlich bestochen werden, dann kann man jedes Jahr minus 3% durchbringen." [Bender Rodriguez]

Das ist ein nahezu unverhülter Verdacht und gehört so nicht in eine sachliche Diskussion" Am 07. September 2021 um 09:07 von logig

*

So nicht! Einfach nur abwürgen was einem nicht passt geht in einer sachlichen Diskussion gar nicht.

Oder wollen Sie behaupten, werteR logig, dass Sie noch nie von Reisen nach Brasilien gewisser Gewerkschaftsfunktionäre gehört haben wollen? Was haben die da wohl genossen? Den "schönen Ausblick" und die "Hügellandschaft"?

@Zille1976 - 08:40

""GDL-Chef Claus Weselsky sieht sich deshalb gezwungen, seinen Einflussbereich auf weitere Gewerke auszuweiten und Mehrheitsgewerkschaft zu werden."
------
Aha. Herr Weselsky sieht sich also gezwungen, auf dem Rücken der Bahnkunden seinen persönlichen Machtbereich auszudehnen. "

Kann man missverstehen, muss man aber nicht.
Der von der GdL ausgehandelte Tarifvertrag findet nur in den Betrieben Anwendung, in denen die GdL die Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder stellt. Wenn man also ALLE Bahner in den Genuss der Abschlüsse der GdL kommen lassen will, geht das nur über die Erhöhung der Mitgliederzahl.
Und im Übrigen gilt die grundgesetzlich verankerte Vereinigungsfreiheit, die es eben auch Verwaltungsmitarbeitern, Schaffnern, Fahrdienstleitern und Reinigungspersonal erlaubt, Mitglied der GdL zu werden. Die EVG trennt sich im Gegenzug ja auch nicht von ihren Mitgliedern, die sich im Rentenalter befinden.

@Nordbraut von 8:49

"Herr Weselsky möchte ja gerne an den Verhandlungstisch. Sobald es etwas zu verhandeln gibt. Der Bahnvorstand muss ein Angebot machen. Vorher braucht man nicht verhandeln. Ist doch nicht so schwer zu verstehen."

Der Bahnvorstand hatte schon kurz vor Beginn ein neues Angebot gemacht, wobei die Forderungen großteils erfüllt worden wären (Coronabonus von 600€ und auch die geforderte Lohnerhöhung). Nur beim Beginn und der Dauer des Tarifvertrags gab es Abweichungen.
Aber das Herr Weselsky da gar nicht drauf einging, zeigt doch das es ihm wohl um einiges mehr geht, als nur um einen vernünftigen Tarifabschluss.

Re : Bender Rodriguez !

Grundsätzlich sollte ein Gehalt an dem gemessen sein, was die Person leistet, was sie kann und wofür sie da ist. Nur da ist das erste Missverhältnis, dass die Oberen ihre Gehälter selbst festlegen, und dies bei einem staatlichen Betrieb. Das ist so nicht in Ordnung. Auch sollten alle Gehälter der Vorstände in einem bestimmten Bereich gedeckelt werden, so dass es nicht so riesige Verwerfungen gibt. Auch wenn ein Vorstand sicher deutlich mehr an Kompetenzbereiche hat, so ist doch auch klar, die weit aus größere Verantwortung trägt der Lokführer, oder ein Arzt, ein Rettungsassistent, eine Krankenschwester, eine Altenpflegerin, die oft in wenigen Sekunden über Leben und Tod entscheiden. Nur werden sie danach nie bezahlt, auch nicht wenn sie sich viele Stunden um die Menschen kümmern, Tag und Nacht, während die Vorstände ihren Sekt trinken und Kaviar speisen.
Da ist ein Missverhältnis von 34 zu 1, also 34 Lokführer für ein Gehalt eines Vorstandes ! Bei anderen ist es noch gravierender !!!

RE: logig um 09:07; um 08:56 von Bender Rodriguez

***"Dann muss nur ein Gewerkschaftler ordentlich bestochen werden, dann kann man jedes Jahr minus 3% durchbringen."

Das ist ein nahezu unverhülter Verdacht und gehört so nicht in eine sachliche Diskussion.***

Finden Sie ?

Es kommt nicht selten vor, dass Betriebsräte/Vorsitzende von Spartengewerkschaften direkt in den Vorstand berufen werden. Ob dies mit tatsächlicher Qualifikation, oder mit Belohnungen für genehme Entscheidungen der Betriebsrates/der Gewerkschaft zu tun hat, ist für Außenstehende nicht ersichtlich, aber der Verdacht kann einem schon kommen.

In diesem Zusammenhang möchte ich der Herrn Martin Seiler (jetzt DB-Personalvorstand) nennen, der einst für Verdi tätig war.

Oder der Herr Norbert Hansen bspw., der war für Transnet tätig.

Bzgl. Transnet gab es auch einen Fond für Sozialleistungen, der den Betriebsräten ein Einkommen von mehr als 85 % über Tarif bescherte.

Ich erinnere auch an Lustreisen für Betriebsräte bei VW.

Ist Bestechung nicht denkbar ?

Gruß Hador

Man sollte Herrn Weselsky

Man sollte Herrn Weselsky dankbar sein, dass er den Streik nicht verlängert hat. Der in zwei Instanzen gestoppte Versuch der DBAG, den Streik der GdL zu kriminalisieren, hätte einen wohlfeilen Anlass geboten!

Abschied

Zum Abschied eine neue Idee. Der Streik sollte sich nur gegen den Güterverkehr richten.
Nur die Wirtschaft hat das Gewicht , das die Bahn zum Einlenken bringen kann.
Auf Wiedersehen!

und wieder die scheinbar unvermeidlichen

Beiträge, in denen "analysiert" wird, es gehe bei dem Streik nur um die persönlichen Machtgelüste des Herrn Wselsky. Wer bläst eigentlich in dieses Horn und warum?
Gewerkschafter können es kaum sein. Die wüssten, was eine Urabstimmng ist und was ein Gewerkschaftsvertreter mit deren Ergebnis zu tun hat, will er nicht unverzüglich seines Postens enthoben und aus der Gewerkschaft geworfen werden. Aber so viele Bahn-Vorstände gibt es nun auch wieder nicht, dass sie hier in diesem Forum die Mehrheit stellen könnten. Vielleicht macht sich mal der eine oder andere Gedanken, von wem er hier instrumentalisiert wird.

09:19 von Traumfahrer

"Was mich aber stört ist das unerhörte Gehabe von Herr Weselsky, der nur seinen Einfluss ausbauen will..."
Das ist genau das Ziel eines jeden politisch aktiven Menschen, seinen Einfluß auszubauen. So funktioniert Demokratie und das ist gut so. Alles andere ist eine "verordnete und geregelte" "Demokratie", das heißt Diktatur und die will ich nicht. (z.B. "Diktatur des Proletariats")

GDL-Streik

Wenn die Vorstände sich tüchtige Boni gönnen, warum sollten sich die Beschäftigten der Bahn mit Peanuts begnügen. Womöglich sollten die Vorstände mal Maß halten.
Es zudem auch bekannt, dass nicht selten die Boni steigen, wenn gleichzeitig die Lohnkosten sinken/stagnieren.
Nur weil die EVG sich "handzahm" gibt, kann man der GDL doch nicht den Vorwurf machen, für die Interessen ihrer Mitglieder zu kämpfen.
Die Anfeindungen gegenüber Claus Weselsky über persönliche Motive gehören auch zur Strategie, die GDL in die Devensive zu bekommen.

Gruß Hador

@Dany39 - 09:32

"Der Bahnvorstand hatte schon kurz vor Beginn ein neues Angebot gemacht, wobei die Forderungen großteils erfüllt worden wären (Coronabonus von 600€ und auch die geforderte Lohnerhöhung). Nur beim Beginn und der Dauer des Tarifvertrags gab es Abweichungen."
"Abweichungen", die dazu führen würden, dass die Bahner am Beginn der Laufzeit des neuen Vertrages "nicht mehr" und am Ende der Laufzeit "weniger" in der Lohntüte hätten.
"Aber das Herr Weselsky da gar nicht drauf einging, zeigt doch das es ihm wohl um einiges mehr geht, als nur um einen vernünftigen Tarifabschluss."
Nein. Aber Ihre Missinterpretation zeigt, dass Sie gar nicht wissen, worum es geht, sondern einfach draufloshetzen.

@Traumfahrer - Herr Weselsky sollte an Verhandlungstisch zurück

Wozu ???

Zum dumm angucken und Kaffee trinken nach Berlin fahren.

Die GDL Gewerkschaft mit dem Verhandlungsführer Weselsky, macht nur das was gesetzlich erlaubt ist.

Der Boni Bahnvorstand sich selbst die Taschen auf Kosten seiner Angestellten mit gestrichenen Betriebsrenten
voll macht, muß sich endlich bewegen !

Im Schnitt hat jeder Bahnangestellte zwischen 1-3 Jahre
Überstunden auf seinen Freizeit/Rentenkonto.
Die Stimmung bei der Bahn kocht schon lange über
und könnte in einem Totalstreik enden.

Weselsky geht es doch schon

Weselsky geht es doch schon von Anfang an nicht hauptsächlich um Gehaltserhöhungren für die Mitglieder, sondern um gewerkschaftsinternen Machtkampf mit der EVG.

...zwischen den Stühlen

Als Streikverantwortlicher sitzt man immer zwischen den Stühlen. Sprich - man erntet i.d.R. den Unmut vom Bestreikten als auch von den Leidtragenden. Es hat etwas davon sich ein wenig selbst zu verletzen, indem man auch den Kunden schädigt. Es ist kein Selbstzweck oder dient wenn überhaupt nur mittelbar dem Machterhalt. Man geht große Risiken ein und nimmt enorme Belastungen in Kauf für eine langfristig bessere Situation. Auch der Kunde profitiert mittelbar davon, wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer verständigen und verstehen. Es ist ein ungeschriebenes Gesetzt, dass sich Wirtschaftsunternehmen nur dem Profit verpflichtet fühlen, alles andere ist ein notwendiges Übel zum Zweck. Daher erkenne ich in der Auseinandersetzung mal wieder ein Machtgerangel darüber wer mehr Macht hat - das Geld...., sprich die Arbeitgeberlobby oder der Mensch, der anständig entlohnt werden möchte. Jeder Versuch der Arbeitgeberlobby, das Prinzip Streik aufzuweichen, sollte im Keim erstickt werden.

@Zille1976 - Weselsky sollte sich in Grund und Boden schämen

Sie sollten sich mal kundig machen !

Es steht so im Tarifeinheitsgesetz drinne,
das komplette Eisenbahnverkehr ein Gewerk ist !

Der Knackpunkt ist, das der beamten Bahnbetriebsrat EVG
dem rollenden Bahnverkehr seine Betriebsinternen Verträge
auferlegen will.
Die Autobahnmeisterei bestimmt ja auch nicht die Tarifverträge für die Speditionen
mit den darauf fahrenden Busse & LKW´s

08:49 von Nordbraut

Herr Weselsky möchte ja gerne an den Verhandlungstisch. Sobald es etwas zu verhandeln gibt. Der Bahnvorstand muss ein Angebot machen. Vorher braucht man nicht verhandeln.

Nein, das möchte Weselsky eben nicht. Er will exakt seine Forderungen durchdrücken und nicht verhandeln und erhofft sich damit einen Mitgliedergewinn zu Lasten einer anderen Gewerkschaft und natürlich der (Noch-)kunden.

um 09:30 von Tada

Eine vorerst letzte Antwort.

Natürlich kann man einen solche Verdacht äußern. Es gibt sogar Gründe, die für einen solchen Verdacht sprechen. Trotzdem glaube ich nicht, dass es in der Sachdiskussion irgendwie hilft, sich gegenseitig Vermutungen über Motivationen auszutauschen.
Es geht mir nicht um Abwürgen. Das kann ich gar nicht, sondern um eine Versachlichung der Diskussion.

auf Diskussionen wie sie sie führen, kann ich verzichten.

Streik !

Da die DB AG ein staatlicher Konzern ist, hat im Grunde die Regierung die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Gehälter der Vorstände nicht aus dem Ruder laufen. Und ich finde es auch nicht richtig, dass es eine AG ist, wo die Gewinne ausgeschüttet werden, statt investiert. Auch im Hinblick auf den Klimaschutz und den ganzen Herausforderungen einer besseren Infrastruktur sollte der Konzern endlich seinen Aufgaben gerecht werden.
Anscheinend ist der Aufsichtsrat nur ein Schatten in der Dunkelheit, und sollte durch ein echtes Kontrollgremium ersetzt werden, das auch seiner Funktion gerecht wird.
Was die Gehälter der anderen Angestellten betrifft, plädiere ich für eine jährliche Anpassung an die Inflationsrate, dann haben diese Menschen zumindest keinen Verlust. So sollten auch die Gehälter der Vorstände berechnet werden, allerdings in einem Verhältnis, das sie nicht noch mehr bevorzugt. Dann wären die Streiks nicht mehr notwendig, und das Gehalt von Herr Weselsky könnte man sich sparen !

ist sonst nicht meine Art

aber ich copy&paste hier mal einen meiner Beiträge von gestern, in der Hoffnung, heute eine Antwort zu bekommen:

Dass Streiks mit Einschränkungen für die Kunden verbunden sind, ist keine Erfindung von Lokführern, sondern die zwangsläufige Folge einer arbeitsteiligen Wirtschaft. Wer diese nicht will, möge doch bitte ein besseres Konzept vorschlagen, also z.B. eine Bahn, die ausschließlich Lokführer befördert oder einen Automobilkonzern, der nur Autos für seine Mitarbeiter baut. Dann, und nur dann, wären von einem Streik keine anderen Kunden betroffen außer den Streikenden selbst.
Die einfache Tatsache, dass bei jedem, der hier kommentiert, Kunden Nachteile in Kauf nehmen müssten, wenn er selbst seine Arbeit niederlegt, scheint überraschend vielen hier nicht klar zu sein. Ergo: die meisten können das Hamsterrad, das sie unermüdlich anschieben, schon gar nicht mehr als solches erkennen. Weil nun mal aus jedem Hamster ein König wird, da, wo er selber Kunde ist.

um 09:55 von Werner40

"Weselsky geht es doch schon von Anfang an nicht hauptsächlich um Gehaltserhöhungren für die Mitglieder, sondern um gewerkschaftsinternen Machtkampf mit der EVG."
Als Sachverhalt formuliert, grenzt dies an üble Nachrede. So sehe ich das jedenfalls.

RE: Werner40 um 09:55

***Weselsky geht es doch schon von Anfang an nicht hauptsächlich um Gehaltserhöhungren für die Mitglieder, sondern um gewerkschaftsinternen Machtkampf mit der EVG.***

Das ist nicht auszuschließen.
Womöglich aber geht es dem DB-Vortsand in erster Linie darum, einer ihr genehmen Gewerkschaft, in diesem Fall die EVG, als Verhandlungspartner gegenüberzustehen. Die GDL unter Herrn Weselsky ist da doch weit unangenehmer.

Gruß Hador

um 09:11 von H. Hummel @ Nordbraut

[Zitat: "Ja, sagen Sie das mal dem Bahnvorstand, der sich ja bereits selbst kräftig die Taschen gefüllt hat, was die Arbeitnehmenden jetzt durch Verzicht auf die Alterszulagen ..."]

#
,,Zählen Sie bitte ein Paar Großkonzerne auf, die bei Ihren Vorstandsgehältern Rücksicht auf die Gehälter ihrer Arbeitnehmer nehmen ...
Daimler Benz ... VW ... BMW ... BASF ... Zf ... Siemens, Metro oder gar Amazon...?"

Ach so, weil die Oberhaie die Lizenz zum Leerfressen haben, dürfen die Barsche der DB nicht angegangen werden. Und die kleinen Fische applaudieren, weil sie nicht selbst verfüttert werden, sondern andere. Daß die GdL so nebenbei einen Akzent setzt gegen diesen Untertanengeist in der lähmenden Akzeptanz solcher wie Naturgesetze hingenommenen Klüfte in der Bewertung von Arbeit und der Entlohnung dafür, begrüße ich ausdrücklich.

Daß Vorstände, die durch juristische Absicherungen öfters so gut wie gar keine Verantwortung tragen für schlechte Arbeit, zigfach mehr ,,verdienen", ist p......

Sachverhaltsbehaptungen

Einen begründeten Verdacht äußern oder eine Sachverhaltsbehauptung aufstellen, das ist ein Unterschied. Die Foristen bewegen sich da bei auf eínem schmalen Grat.

Gewerkschaftsführern

Hier ist ein Gesellschafts Führer, der sich nicht vom Arbeitgeber durch Reisen, in Aussicht gestellten Vorstandsposten, käufliche Damen oder anderes bestechen lässt und sich stattdessen für die organisierten Arbeitnehmer einsetzt. Dabei fordert er für die Arbeitnehmer noch nicht einmal unverschämte Lohnerhöhungen, nein, er bleibt mit seinen Forderungen sogar unterhalb der Inflationsrate.
Unglaublich, wie so ein aufrechtes Verhalten polarisiert. Er wird beschimpft, er wird als Egomane bezeichnet, sehr viele hier im Thread scheinen ihn für sein aufrechtes Verhalten zu hassen. Vielleicht sollte der eine oder andere hier, der so auf Herrn Weselsky wettert, in sich gehen und überlegen, ob Menschen, die hart arbeiten und dabei noch dazu weit überwiegend unterdurchschnittlich entlohnt werden, zumindest annähernd einen Inflationsausgleich erhalten sollten. Oder ist bei manchen auch der Neid im Spiel, weil man selbst keinen solchen für einen engagierten Menschen hat?

Dem ist nichts hinzuzufügen

„… dass hier Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorbildlich zeigen, wie man im Arbeitskampf einen Arbeitgeber in die Knie zwingt, der mit Steuergeldern Verschwendung und Eigennutz betreibt."
Allerdings könnten dazu mal Recherchen veranstaltet werden, die zeigen, wie hoch die Gagen der Vorstände sind und wie sie sich in den letzten Jahren entwickelt haben. Und was genau sie dafür tun müssen, damit der Unterschied zu normalen Gehältern gerechtfertigt ist.
Auch auf Kosten der Mitglieder der Gewerkschaft, die die Bahnvorstände pampert, anstatt ihre Mitglieder zu anständigen Gehältern zu führen.

Re : Karl Klammer !

Grundsätzlich sollte es einen Konzern geben, der aus einer Firma besteht, und nicht aus wer weiß wie vielen.
Und grundsätzlich sollte der Eigner, also die deutsche Regierung festlegen, wer wie viel Geld erhält, mit einer immer währenden Erhöhung der Gehälter auf Grundlage der Inflationsrate, und dies in einem angemessenen Verhältnis. Dies könnte eine Kommission sein, ähnlich wie beim Mindestlohn, nur deutlich neutraler und kompetenter. Die Gehälter sollten sich an der Leistung, den Fähigkeiten und Kompetenzen richten, so dass eine einigermaßen gerechte Bezahlung gewährleistet ist. Was ich auch kritisiere, ist die AG, die Geld "verschleudert", statt zu investieren, so dass der Staat immer wieder nachlegen muss ! Es wurden in der Vergangenheit leider zu viele Fehler gemacht, vom Konzern und der Politik, denn vor lauter AG wurde die DB kaputt gespart, um Gewinne zu generieren. Ein echter Wahnsinn !

Am 07. September 2021 um 08:49 von Nordbraut

Ja, sagen Sie das mal dem Bahnvorstand, der sich ja bereits selbst kräftig die Taschen gefüllt hat, was die Arbeitnehmenden jetzt durch Verzicht auf die Alterszulagen uvm auffangen sollen. Und Sie unterstützen sowas noch!?
__
Nein, nochmal : die Erhöhung der Vorstandsgehälter ist für 2023 (!) geplant.
Hier wird sich über ungelegte Eier aufgeregt.
In der Relation wird diese Erhöhung, wenn sie erfolgt, einen Mickimaus-Anteil an den Personalkosten haben. Da sind die Mehrkosten, die Herr Weselsky fordert, schon eine andere Hausnummer, wobei ich diese 600,00 € Corona-Zulage im Vergleich zu anderen Arbeitnehmern geradezu als Frechheit sehe. Da haben andere sich viel mehr in Gefahr begeben UND mussten sich täglich Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen. Von einer Forderung nach mehr Lohn sind diese Leute meilenweit entfernt und können froh sein, wenn ihr Arbeitgeber nicht insolvent geht. Z.B. in der Gastro, die ohnehin schlecht bezahlt wird. Schichtzulagen ? Never !

Re : Ritchi !

Es ist Herr Weselsky selbst, der polarisiert. Sicher die Bosse der DB sind nicht gerade die Ehrlichsten, scheinen sich selbst bedient zu haben, und wollen nun anscheinend den Rotstift bei der Betriebsrente ansetzen. Das darf so natürlich nicht sein, das muss verhindert werden. Nur sollte Herr Weselsky sich nur um seine "Schäfchen" kümmern, und dies sind die Lokführer, und nicht versuchen, noch andere Bereiche sich zu sichern, um mehr Macht im Kampf mit der EVG zu haben.
Ich denke, es wäre sinnvoller, wenn von Außen, von neutraler Position aus, die jeweiligen Stellen bewertet werden, und danach die Gehälter bestimmt. Natürlich sollte die Inflationsrate schon drin sein, dann aber in Verhandlungen und nicht dauernd im Kampfhandlungen, die viele andere benachteiligt und in Nöte bringt !

@ 10:09 von frosthorn

Jetzt weiß ich nicht, welche Antwort Sie gerne hätten: Ich gebe Ihnen gern mal mein Statement.
Streiks sind ein wesentliches Instrument in der Tarifauseinandersetzung. Und wir brauchen starke Gewerkschaften.
Auch Ihr Hinweis auf die Urabstimmung ist korrekt. Allerdings gibt es da keinen "Streikzwang", Weselsky könnte auf Grundlage des Bahnangebotes an den Verhandlungstisch zurückkehren und dort seine weitergehenden Forderungen einbringen, denn es wird kein Angebot geben, dass nicht am Verhandlungstisch modifiziert wird.
Der Punkt ist, dass die GDL mit dem Streik eben auch politische Ziele im Kampf mit der Eisenbahnergewerkschaft EVG verfolgt, und genau dafür sind Streiks bei uns nicht vorgesehen und auch nicht erlaubt.

RE: weingasi1 um 10:34

Weil andere Arbeitnehmer weniger verdienen und schlechtere Arbeitsbedingungen haben, sollen die Lokführer & co. verzichten ???

Sie werden immer jemand finden, der schlechter gestellt ist. Das kann also kein vernünftiger Ansatz für die GDL sein.

Ich denke es wäre besser für jene, sich selbst gewerkschaftlich zu organisieren, um höhere Lohnabschlüsse und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen.

Gruß Hador

Am 07. September 2021 um 09:07 von Bender Rodriguez

und die Aktionäre müssen auch irgendwann mal begreifen, dass die verschwendeten Millionen für Vorstände nicht als Dividenden ausgeschüttet werden können . Sie bestehlen also direkt die Besitzer und die Angestellten.
__
Haben Sie immer noch nicht begriffen, dass es nur EINEN Aktionär gibt ? Und das sind wir alle ! Der Staat hält 100% der Aktien und der Staat, das sind weder Frau Merkel, noch Herr Scholz und auch nicht "die Politiker", sondern das sind WIR, Sie und ich u.a.
Die Bahn hat 30 Milliarden Schulden. Für jeden €, den der Staat zubuttern muss, fehlt dieser an anderer Stelle. Die Erhöhungen der Vorstände sind für 2023 geplant und machen im Geschäftsergebnis ein µ aus.

Am 07. September 2021 um

Am 07. September 2021 um 10:19 von logig
Sachverhaltsbehaptungen
Einen begründeten Verdacht äußern oder eine Sachverhaltsbehauptung aufstellen, das ist ein Unterschied. Die Foristen bewegen sich da bei auf eínem schmalen Grat."

Tut er nicht. Der Forist sagt nur, was sein kann.
Das ist absolut korrekt und auch von der Meinungsfreiheit gedeckt.
Foristen mittels pseudojuristischem Blabla den Mund verbieten zu wollen, hingegen nicht.

Streik?

Wie vermittelt man das den Betroffenen, die in der C-Zeit ihre Existenz verloren haben?

Und noch eine Sache. Alle mussten auf das Auto umsteigen. Entsprechend voll waren die Straßen und entsprechend hoch der zusätzliche CO2 Ausstoß? In welchem Zusammenhang steht das zur klimafreundlichen Gesellschaft. Hat denn jemand ausgerechnet, wieviel Mehrbelastung an CO2 das in den letzten Tagen waren?

Herr W. sollte aufhören wie ein kleines Kind zu bocken und wie ein erwachsener an der Verhandlungstisch zurückkehren.

Ein so wichtiges Verkehrsmittel wie die Bahn darf einfach nicht als Druckmittel verwendet werde für eine moderne Volkswirtschaft. Es gibt immer einen alternativen Weg.

Also herr W., warum denn nicht auch bei der Bahn.

10:09 von frosthorn

Ergo: die meisten können das Hamsterrad, das sie unermüdlich anschieben, schon gar nicht mehr als solches erkennen.

Das hilft aber den Menschen, die zwingend auf den ÖPNV angewiesen sind, erst mal nicht. Für diese bedeutet der Streik mitunter ein erhebliches Maß an Stress. Es betrifft ja nicht nur Reisende, sondern auch Arbeitnehmer. Nicht jede Strecke ist mit dem Rad machbar; es gibt Menschen die können nicht aufs Auto ausweichen, da sie keines zur Verfügung haben oder aber keinen Führerschein.

Nicht jede/r ist in der beruflichen Position mehrfach zu spät oder gar nicht zu erscheinen ohne dass Konsequenzen drohen. Und manche arbeiten in Berufen, die systemrelevant sind. Eine Pflegekraft, die nicht zum Arbeitsplatz gelangt...

Bei diesem Thema finde ich es schwierig mich zu positionieren. Dass sich die Bedingungen für AN erheblich verbessern sollten - da bin ich ganz bei Ihnen. Und da sehe ich die künftige BR in der Pflicht dafür eine Basis zu schaffen.

@ Bender Rodriguz und andere

Zitat: "Was soll solcher Käse? Weil andere betrogen werden, muss weselsky das für seine Leute auch abnicken?"
#
Sich Kommentare passend zurechtlegen bringt garnichts. Fakt ist, dass Vorstände sich Gehälter völlig losgelöst vom Verdienst der Arbeitnehmer genehmigen können, und das machen sie weltweit. Wenn sie Betrug unterstellen, müssen sie es zur Anzeige bringen.
*
Zitat: "Daß Vorstände, die durch juristische Absicherungen öfters so gut wie gar keine Verantwortung tragen für schlechte Arbeit, zigfach mehr ,,verdienen", ist p......"
#
Ich schließe mich zwar an, aber es ist nach Recht und Gesetz, keine Regierung wirds ändern.
*
Zitat" "Sonst wäre mir natürlich sofort aufgefallen, das soziale Gerechtigkeit eine Utopie ist..."
#
Natürlich ist sie das. Kommunismus, Sozialismus ... hat alles nicht funktioniert.
Selbst in Russland ist das Kapital in den Händen einiger weniger.
Vom Offizier zum Staatschef zum Milliardär... das nenne ich Karriere.

Weingasi1

In der Relation wird diese Erhöhung, wenn sie erfolgt, einen Mickimaus-Anteil an den Personalkosten haben. Da sind die Mehrkosten, die Herr Weselsky fordert, schon eine andere Hausnummer, "
Da kan die gdl jetzt aber gar nicht für.
Oder willst du etwa sagen, dass 20 Vorstände nehr bekommen dürfen, weil das in Summe deutlich unter der Summe von 250000 Angestellten ist?
So ein Vorschlag hat keine Verantwortung und arbeitet 50h/Woche.

Da halte ich schon 5000€ für sehr gut bezahlt.

@weingasi1 10:34

"In der Relation wird diese Erhöhung, wenn sie erfolgt, einen Mickimaus-Anteil an den Personalkosten haben. "
-
Ich kann oder will einfach nicht glauben, dass Sie das ernst meinen. Natürlich gibt es (zum Glück) viel mehr Lokführende als Vorstandsmitglieder. Nur weil letztere eine vergleichsweise kleine Gruppe ist, darf die sich unverhältnismäßig (selbst!) die Taschen füllen? So betrachtet lässt sich vieles rechtfertigen. Steuerhinterziehende sind z.B. auch eine verhältnismäßig kleine Gruppe im Vergleich zu regulär Steuerzahlenden. Eigentlich muss uns das doch nicht stören, dass die wenigen Leute ihre Steuern nicht korrekt zahlen. Das sind doch auch vergleichsweise Mickimaus-Beträge. Um nur ein Beispiel zu nennen. Gerade die, die sowieso schon viel bekommen, erhöhen sich ihre Bezüge (meinetwegen (erst!) ab 2023) selbst und kürzen dafür bei denen, die erstens viel weniger haben und zweitens den gesamten Betrieb überhaupt am Laufen halten. Der Vorstand wäre nichts ohne die Mitarbeitenden.

Unerträliches Gejammere! @Ritchi @Bender Rodriguez

Das kommunistisch angehauchte Gejammere von manchen Kommentatoren ist unangebracht!
Diese "bösen raffgierigen" DB-Manager!
Ein "Arbeitskampf" von einer Minderheit (!) eines Unternehmens, der das ganze Land lahmlegt, ist unanständig, inadäquat und nicht hinnehmbar! Legalität hin oder her!
Stellen Sie sich vor was passieren würden, wenn der kleine Marburger Bund der Ärzte mitten während der Corona-Pandemie entscheinde würde, zum Arztstreik aufzurufen!

Am 07. September 2021 um 09:19 von Traumfahrer

Was mich aber stört ist das unerhörte Gehabe von Herr Weselsky, der nur seinen Einfluss ausbauen will, und erst in zweiter Linie die Lohnerhöhung. Ich plädiere für einen Vermittler, der die nötige Kompetenz aufweisen kann, und die Streithähne zur Raison bringt, und alle erst entlässt, wenn ein Ergebnis vorliegt, als immer weiter Bahnkunden zu vergraulen. Denn in der ganzen Diskussion sollte auch die Zukunft nicht vergessen werden !
__
Da bin ich diesmal ganz Ihrer Meinung.
__
Was die Vorstandsgehälter anbelangt, so gehen diese NORMALERWEISE niemanden, ausser den Aktionären etwas an. Hier liegt der Fall allerdings anders, weil alleiniger Aktionär der Staat ist. Diese Gehälter sind aber im intern. Vergleich für die Grösse dieser "Firma" nicht unüblich. Die Erhöhung soll aber erst in 2023 kommen. Vllt nimmt auch davon Abstand, wo das alles derart publik geworden ist.

@H. Hummel

Danke für die deutlichen Worte!
Bei so manchen scheint das stereotypische Denken nicht veränderbar:
Arbeiter/ Angestellte: ungerecht behandelt und unterbezahlt, Arbeitgeber: Ausbeuter!

Geld regiert die Welt.

Ein uraltes Sprichwort. Daran wird sich auch nichts ändern. Wer's hat behält es , wer's braucht rennt ihm hinterher.
Wer am Kuchen, an den Krümeln teilhaben will, muss sich überall auf der Welt tief bücken, totalitäre Staaten ausgenommen.
Tief bücken heißt in diesem Fall sich mühsam hocharbeiten, auch mal eine Kröte schlucken oder das berühmte Schwein sein.
Das geht über Schule, Studium dem ersten Job über einen steinigen Weg. Einen Weg den die meisten nicht gehen wollen. Aber ohne beide Seiten funktioniert es eben nicht. Einer ist immer höher.
Ich klick mich an dieser Stelle aus, die Diskussion rennt im Kreis.
Es gibt dafür's und dagegen ... und es wird woanders entschieden.
Allen einen sonnigen Tag ...

Am 07. September 2021 um 10:47 von Hador Goldscheitel

RE: weingasi1 um 10:34

Weil andere Arbeitnehmer weniger verdienen und schlechtere Arbeitsbedingungen haben, sollen die Lokführer & co. verzichten ???

Sie werden immer jemand finden, der schlechter gestellt ist. Das kann also kein vernünftiger Ansatz für die GDL sein.
__
Da haben Sie natürlich recht. Es ging mir da um die Verhältnismäßigkeit; vor allem aber um mein Unverständnis hinsichtlich der "Corona-Sonderzahlung", die ich in keiner Weise nachvollziehen kann. JEDER, der nicht in einer Firma beschäftigt war, die einen LD hatte, musste weiter "seinen Mann" stehen unter häufig viel grösseren Infektionsgefahren. Da waren die Lokführer ja eher in einer beneidenswerten Situation. Eine Sonderzahlung, weil man seiner Arbeit nachgehen konnte, was viele, viele andere gerne getan hätten, die stattdessen aber ihren Job verloren ? M.M. für die jetzige (nach Corona-Situation ) ein Jammern auf relativ hohem Niveau, wie ich finde.

Super brain

Legalität hin oder her!
Stellen Sie sich vor was passieren würden, wenn der kleine Marburger Bund der Ärzte mitten während der Corona-Pandemie entscheinde würde, zum Arztstreik aufzurufen!"

Das ist blabla vom feinsten.
Was wäre denn dann? Unpassender Moment?
Es gibt keinen Moment, der unpassend ist, um mehr Geld zu bekommen und Gehälter zu erhöhen.
Das können Arbeitgeber jederzeit machen.
Und was soll da komunistisch sein? Vorständen ihr Geld vorhalten? Für das sie kaum was machen müssen? Geschweige denn Qualifikation vorweisen?

Nix super brain. Das war dünn.

@H.Hummel 11.05

"Geld regiert die Welt. Ein uraltes Sprichwort. Daran wird sich auch nichts ändern."
-
Na dann können wir uns alles Kämpfen in Zukunft ja auch sparen. Lassen wir einfach diejenigen, die das Geld haben, alles so entscheiden, wie es ihnen gefällt. Und der normale Bürger/Arbeitnehmer lässt sich eben regieren und arbeitet (manche müssen sogar schuften) ohne aufzumucken.
-
"Allen einen sonnigen Tag ..."
-
Danke ebenso! Ich kann den Tag sogar genießen, denn es geht hier überhaupt nicht um mein Geld. Scheint bei Ihnen auch so zu sein. Obwohl, wenn wir nochmal kurz drüber nachdenken, sitzen wir Arbeitnehmenden ja doch irgendwie alle in einem Boot.

08:48 von logig

dann gehörst du also wie ohnesinnundverstand und treviro zu den guten? und nur nebenbei. hast du noch niewas von den bestechlichen gewerkschaftlern des staatsunternehmens VW gehört. dort hat ihnen der hartserfinder schöne frauen in brasilien bereitgestellt. selbst das käffchen am strand habe diese ältere herren per quittung eingereicht

10:09 von frosthorn

«ist sonst nicht meine Art … aber ich copy&paste hier mal einen meiner Beiträge von gestern, in der Hoffnung, heute eine Antwort zu bekommen: …»

Eine Anmerkung zu Ihtem Beitrag bekamen Sie von mir gestern um 20:01 Uhr.

Streiks in Deutschland sind selten.
Streiks bei der Bahn beeinträchtigen Mobilität.
Das nervt, wenn man drauf angewiesen ist.
Ich bin nicht angewiesen, aber ich verstehe Genervtsein.
Wäre ich zw. 1993 und 2001 wohl auch gewesen.
Als die Bahn mein tägliches Fahrrad für Köln - Düsseldorf war.

Die recht kleine Gruppe der Lokführer hat große Streikmacht.
Haben Piloten auch, kann man auch nicht ändern. Muss man auch nicht.

Das Unternehmen DB AG gefällt mir in Organisationsstruktur inkl. untereinander konkurrierendem Gewerkschaftswesen gar nicht. Dieses seltsame Tarifeinheitsgesetz hat das auch nicht gebessert. Eher verschlimmbessert.

Ändert alles nichts am Streikrecht. Die GDL-Lokführer haben das ja urabgestimmt. Aber Konkurrenzkampf unter Gewerkschaften ist doof.

@H. Hummel

"Geld regiert die Welt." Und wieder muss ich Ihnen uneingeschränkt zustimmen! Leider fehlt diese Einsicht einigen Foristen, die anscheinend keine moralischen Einwände haben, dass eine kleine Gruppe von Zugführern ihre Interessen auf dem Rücken von anderen, z.T. sozial schwächeren Arbeitnehmern des gleichen Konzerns und zu Lasten des Staates und seiner Bevölkerung durchdrücken möchte! Es muss bei Tarifverhandlungen auch um die Verhältnismäßigkeit der Streikmaßnahmen gehen und diese ist hier nicht gegeben! Herr Weselsky und seine Mini-Gewerkschaft sollten sich schämen!
Ich mache es Ihnen nun gleich und klinke mich aus: die Kritik von Seiten gewissen unverbesserlichen Foristen auf diesen Post ist vorprogrammiert! Schönen Tag noch!

Die Diskussion geht am Thema vorbei

und dreht sich im Kreis. Deswegen beteilige ich mich schon seit längerem nicht mehr an ihr.

Nur so viel noch:

Lokführer sind in Deutschland im europäischen Vergleich stark unterbezahlt. Sie wurden immer durch die GDL vertreten. Weswegen hat diese Gewerkschaft das seit der Privatisierung zugelassen und geriert sich jetzt plötzlich so kämpferisch?

Sollte man mal drüber nachdenken.

Die Forderungen stehen jedenfalls in keinem Verhältnis zur klassenkämpferischen Rhetorik des Christdemokraten Weselsky.

@Traumfahrer - 10:33

"Und grundsätzlich sollte der Eigner, also die deutsche Regierung festlegen, wer wie viel Geld erhält, mit einer immer währenden Erhöhung der Gehälter auf Grundlage der Inflationsrate, und dies in einem angemessenen Verhältnis."
Gab's schon. Nannte sich "Deutsche Bundesbahn". Wurde gerne als "Beamtenbahn" belächelt. Musste weg. Wurde vom "Mann für's Grobe", Universalversager Hartmut Mehdorn auftragsgemäß vernichtet.

10:07 von logig

Trotzdem glaube ich nicht, dass es in der Sachdiskussion irgendwie hilft, sich gegenseitig Vermutungen über Motivationen auszutauschen.
Es geht mir nicht um Abwürgen. Das kann ich gar nicht, sondern um eine Versachlichung der Diskussion.

Sie haben m.E. sehr dezidierte Vorstellungen davon wie Sie sich Kommunikation hier wünschen. Wahrscheinlich haben wir alle Ideen dazu wie Kommunikation im Idealfall ablaufen sollte. Man kann bei anderen ja auch hin und wieder daran appellieren, aber andere komplett in die eigene Schablone pressen zu wollen – sorry – das finde ich fragwürdig.

Einerseits halte ich es für gut sich immer wieder eine gewisse Sachlichkeit vorzunehmen und anzuwenden. Würde man die Kriterien sehr/zu streng auslegen, würde dies m.E. die Kommunikation aber sehr unlebendig gestalten.

@Bender Rodriguez

"Vorständen ihr Geld vorhalten? Für das sie kaum was machen müssen? Geschweige denn Qualifikation vorweisen?"
...offensichtlich fehlen Ihnen grundlegende Kenntnisse über die freie Marktwirtschaft, in der wir übringens leben!
Es ist einfach nur peinlich zu behaupten, dass Manager nichts machen und keine Qualifikation besitzen!
Mit dieser Behauptung haben Sie sich in das Diskussions-Off befördert!

@Kaneel - 10:53

"Das hilft aber den Menschen, die zwingend auf den ÖPNV angewiesen sind, erst mal nicht. Für diese bedeutet der Streik mitunter ein erhebliches Maß an Stress. Es betrifft ja nicht nur Reisende, sondern auch Arbeitnehmer. Nicht jede Strecke ist mit dem Rad machbar; es gibt Menschen die können nicht aufs Auto ausweichen, da sie keines zur Verfügung haben oder aber keinen Führerschein. "

Dieser Verantwortung sollte die DB AG sich einfach 'mal stellen!

Ende des GDL-Streiks: Züge rollen vorerst wieder...

Und hier kann man Interessantes sehen: In einem Land, in dem es im europäischen Vergleich wenig Streiks gibt, regt man sich über einen Streik überbordend auf. Das hat auch mit der weit verbreitenden nach oben guckerei zu tun(Vorstände, Millionäre, Stars). Aber auch darum, daß manche Wut empfinden, wenn dann doch eine Belegschaft Rückrat zeigt.

Der DB-Vorstand hat sich mit seinen Auslandsinvestitionen verhoben. DB-Engagements im arabischen Raum,Bax-Global in den USA endete in einem Desaster. Rahmenvertrag mit der Georgian Railways, Kauf des britischen Unternehmens Arriva.
Professor Christian Böttger sagt, daß die Auslandsengagements der Deutschen Bahn nicht einmal die ihre Kapitalkosten einbrächten, also ein Minusgeschäft seien (Zeit-online,12.9.2018).

Geht es denn noch ums Geld???

Inzwischen tauchen an vorderster Front andere Forderungen auf von der GDL Vorgebracht. Jetzt steht das Tarifeinheitsgesetz am Pranger und weit vorne. Dann ist doch aber der Bahnvorstand die völlig falsche Adresse, dann sollte die GDL in Berlin vor der Bundesregierung demonstrieren. Das Gesetz ist das eine, aber anscheinend gibt es keine Vorschrift wie festzulegen/zu erfahren ist welche Gewerkschaft nun in einzelnen Betrieben die Mehrheit hat und damit nach dem Gesetz den Tarifvertrag aushandelt. Beim Geld sind sich Bahn und GDL doch schon nahe, bei den Laufzeiten nicht ganz.
Wenn nun unklar ist in welchen Betrieben die EVG und in welchen die GDL die Mehrheit hat, dann ist das doch kein Streikgrund sondern ein Fall für Gesetzgeber oder Gerichte.
Wenn es die GDL seit dem letzten Streik vor etlichen Jahren zu wenig Mitglieder gewonnen hat um eindeutige Mehrheiten aufzuzeigen ist das doch auch kein Streikgrund, sondern schlechte Mitgliederwerbung, ungenügende Überzeugungsarbeit.

11:10 von weingasi1

«… vor allem aber um mein Unverständnis hinsichtlich der "Corona-Sonderzahlung", die ich in keiner Weise nachvollziehen kann. JEDER, der nicht in einer Firma beschäftigt war, die einen LD hatte, musste weiter "seinen Mann" stehen unter häufig viel grösseren Infektionsgefahren. Da waren die Lokführer ja eher in einer beneidenswerten Situation.»

Es gibt nicht nur Lokführer in der GDL, aber auch Zugbegleiter.
Die begegnen im Maskenmuffelgroßtransporter Zug schon täglich einer großen Zahl an verschiedenen Menschen auf engem Raum im Innenraum.

Muffel 1 bis 10 steigen aus.
Mufel 11 bis 100 steigen ein.

Solche Einmalzahlungen sind immer die kleineren Posten in Tarifabschlüssen. Erhöhungen in Prozentzahlen bleiben als regelmäßige Zahlungen, und machen ganz andere Summen als einmal 600 € pro Lokführer, und je Muffelbändiger.

So eine "Corona Sonderzahlung" könnten andere Gewerkschaften auch fordern. Gab es evtl. auch schon, ohne dass es so richtig bekannt wurde. Ich weiß es nicht …

Der Ersatzfahrplan

Der Ersatzfahrplan funktionierte besser als der reguläre Bahnbetrieb voller Pleiten, Pech und Pannen.

@H. Hummel - 10:54

"Zitat: "Was soll solcher Käse? Weil andere betrogen werden, muss weselsky das für seine Leute auch abnicken?"
#
Sich Kommentare passend zurechtlegen bringt garnichts. Fakt ist, dass Vorstände sich Gehälter völlig losgelöst vom Verdienst der Arbeitnehmer genehmigen können, und das machen sie weltweit."
Dem Foristen ging es um verhandlerische "Meisterstücke", wie sie die EVG oder ver.di abliefern, die regelmäßig ihre Mitglieder verraten.
" Zitat: "Daß Vorstände, die durch juristische Absicherungen öfters so gut wie gar keine Verantwortung tragen für schlechte Arbeit, zigfach mehr ,,verdienen", ist p......"
#
Ich schließe mich zwar an, aber es ist nach Recht und Gesetz, keine Regierung wirds ändern."
Die Verantwortung, die sie vermeintlich tragen würden, ist aber das Hauptargument der "Selbstbediener". Dabei haften sie in keinster Weise, schon gar nicht finanziell, für unternehmerische Fehlentscheidungen. Eher gibt es einen millionenschweren "Goldenen Handschlag" beim Rausschmiss.

@08:40 von Zille1976

>> Herr Weselsky sollte sich in Grund und
>> Boden schämen.

Der Einzige, der sich in dieser Angelegenheit "in Grund und Boden schämen" sollte, ist Dr. Richard Lutz für seine unverschämt schlechten Angebote. -.-

RE: weingasi1 um 11:10

Sie hängen sich an dem Begriff "Corona-Sonderzahlung" auf. Man könnte sie auch "einmahlige Sonderzahlung für gute und treue Dienste" nennen, als Bonus im Rahmen des Arbeitsverhältnisses der DB.

Aber selbst wenn es um eine "Corona-Sonderzahlung" geht, dann übersehen Sie womöglich, dass rund ein Drittel der Zugbegleiter Mitglied der GDL sind. Und die waren/sind auch gefährdet.

Und nochmal: Wenn sich andere Berufsgruppen mit Applaus zufriedengeben, kann das kein Maßstab für die GDL sein.

Gruß Hador

Am 07. September 2021 um 10:52 von aus_NRW

Streik?

Wie vermittelt man das den Betroffenen, die in der C-Zeit ihre Existenz verloren haben?
__
Genau das habe ich mich auch gefragt und mehrfach entsprechende Beiträge verfasst.
Leider gibt es hier nur Beiträge gemäß "Arbeiter und Klassenkampf", den ich für überholt halt, zumindest in seiner ursprünglichen Form, oder aber sehr rechtslastige Beiträge. Von beidem distanziere ich mich, deshalb halte ich Ihren Beitrag für sehr gut und sinnvoll.
__
Herr W. sollte aufhören wie ein kleines Kind zu bocken und wie ein erwachsener an der Verhandlungstisch zurückkehren.

Ein so wichtiges Verkehrsmittel wie die Bahn darf einfach nicht als Druckmittel verwendet werde für eine moderne Volkswirtschaft. Es gibt immer einen alternativen Weg.

Also herr W., warum denn nicht auch bei der Bahn.
__
Der Meinung bin ich auch. Das geht jetzt in Richtung Profilneurose und ist eine Frechheit den Fahrgästen gegenüber.

Komisch

Das seltsame Problem, dass sich andere Menschen darüber beschweren, dass sie wegen des Bahnstreiks nicht pünktlich zur Arbeit kommen, könnte ganz leicht dadurch gelöst werden, dass unsere MdB ein Gesetz beschließen, dass nichtstreikende Arbeitnehmer von jeglicher Haftung für Streikfolgen befreit.
Insofern kann sich jede Aufregung bezüglich des Bahnstreiks nur an unsere MdB richten und an unsere Regierung, die als Eigentümer der Bahn offensichtlich nicht dazu bereit ist, den Bahnvorstand zu vernünftigen Angeboten zu befähigen.
Reden Sie mit Ihrem Bundestagsabgeordneten. Man sollte diese MdB einfach mal dazu befragen, was sie für jeden einzelnen Menschen ihres Wahlkreises konkret geleistet haben? Nicht nur bei den Problemen mit dem Streik.
Bald ist Wahl. Die sollten Antworten haben. Oder nicht gewählt werden.

@Traumfahrer - Eigner sollte festlegen, wer wie viel Geld erhält

Und grundsätzlich sollte der Eigner, also die deutsche Regierung festlegen, wer wie viel Geld erhält

Na dann wäre doch gemäß dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) doch der Käs gegessen

Die Bahn Angestellten bekommen so wie die Beamten auch ihre Lohnerhöhung als auch die 600€ Corona Prämie

Merken Sie was ?

@Super-Brain (selten so gelacht!) - 11:00

"Ein "Arbeitskampf" von einer Minderheit (!) eines Unternehmens, der das ganze Land lahmlegt, ist unanständig, inadäquat und nicht hinnehmbar!"
Sie haben die klatschenden Bauchlandungen der DBAG vor den zwei Instanzen des Arbeitsgerichtes aber schon mitbekommen?

RE: Super-Brain um 11:04

***Bei so manchen scheint das stereotypische Denken nicht veränderbar:
Arbeiter/ Angestellte: ungerecht behandelt und unterbezahlt, Arbeitgeber: Ausbeuter!***

Höchst interessant !
Sie halten die DB-Vorstände für ungerecht behandelt ?... die sind nämlich auch Angestellte bei der DB.

Und ja, ich kenne eine ganze Reihe von Unternehmern, die ihre Beschäftigten als "Kostenfaktor" sehen, und ihren Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen/Entlohnung wenig Gegenliebe entgegenbringen.
Andere wiederum haben schon lange erkannt, dass gute Leistung nur von zufriedenen Arbeitnehmern erbracht wird.

Gruß Hador

10:14 von melancholeriker

Daß Vorstände, die durch juristische Absicherungen öfters so gut wie gar keine Verantwortung tragen für schlechte Arbeit, zigfach mehr ,,verdienen", ist p......

Wenn man die hohen Gehälter und Boni anprangert wird einem leider häufig Neid unterstellt. Ich habe überhaupt nichts dagegen, dass Menschen in verantwortlichen Positionen entsprechend mehr verdienen. Nur das "entsprechend" definiere ich anders als es derzeit stattfindet.

Es klafft hier ein riesiger Spalt zwischen den Menschen in Leitungspositionen der großen Unternehmen und denen die deren Gehälter mit erwirtschaften. Mir fehlt für letztere die Wertschätzung seitens der Vorstände. Allerdings bekommen auch die Manager wenig Wertschätzung.

Wieso ist diese Kluft in unserer Gesellschaft immer noch so vorhanden?

Da komme ich wieder bei der von @frosthorn erwähnten arbeitsteiligen Gesellschaft an. Wir sind doch alle voneinander abhängig und miteinander verbunden. Nur fühlt sich das häufig nicht so an.

um 09:11 von H. Hummel

Hier geht es um die Bahn, und die Beschäftigten der Bahn, haben mit den Vorstandsbezügen, der von ihnen angeführten Großkonzerne, absolut nichts gemeinsam. Genauso wenig die GDL.
Vielleicht haben sie auch schon einmal gelesen,
das 95% der GDL Mitglieder bei der Urabstimmung, mit "JA" zum Streik gestimmt haben.
Und es bedarf einer weiteren Urabstimmung den Streik zu beenden.

@SinnUndVerstand - 10:47

"Der Punkt ist, dass die GDL mit dem Streik eben auch politische Ziele im Kampf mit der Eisenbahnergewerkschaft EVG verfolgt, und genau dafür sind Streiks bei uns nicht vorgesehen und auch nicht erlaubt."

Das wird von Weselsky zwar stets vollmundig abgestritten (weil er genau weiß, dass so etwas als Streikgrund nicht durchgeht), doch wer sich mal die Argumente der anderen beteiligten Gewerkschaften dazu anhört, dürfte diese Absichten nicht grundsätzlich ausschließen. Dies wird auch nochmal darin sichtbar, dass man in den Forderungen mit der Bahn nicht so weit auseinander liegt, als dass man dies nicht auch mit Verhandlungen hätte erzielen können.

Wie dem auch sei, wenn sich Gewerkschaften gegenseitig bekämpfen gibt es natürlich einen lachenden Dritten, und das ist die Konzernleitung.
Mit Spartengewerkschaften die Premium Beschäftigten bei Laune halten während der Rest im tarifpolitischen Outback dümpelt, weil die anderen Vertretungen erfolgreich aus dem Unternehmen gedrängt wurden.

10:47 von SinnUndVerstand

>>Der Punkt ist, dass die GDL mit dem Streik eben auch politische Ziele im Kampf mit der Eisenbahnergewerkschaft EVG verfolgt, und genau dafür sind Streiks bei uns nicht vorgesehen und auch nicht erlaubt.<<

Das vermaledeite Tarifeinheitsgesetz wurde von der GDL abgelehnt und vom DGB als "Machtbewahrungsgesetz" befürwortet. Die GDL muss sich gegen die Auswirkungen dieses Gesetzes wehren, will sie nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

In sofern ist das nach meiner Auffassung kein politischer Streik der allgemeine politische Ziele verfolgt, sondern ein Streik zur Durchsetzung betrieblicher Angelegenheiten der zwangsläufig zusätzlich - durch die Gesetzeslage bedingt - auch Ziele des eigenen Gewerkschaftsüberlebens verfolgen muss.

11:52, Kaneel

>>Wenn man die hohen Gehälter und Boni anprangert wird einem leider häufig Neid unterstellt. Ich habe überhaupt nichts dagegen, dass Menschen in verantwortlichen Positionen entsprechend mehr verdienen. Nur das "entsprechend" definiere ich anders als es derzeit stattfindet.

Es klafft hier ein riesiger Spalt zwischen den Menschen in Leitungspositionen der großen Unternehmen und denen die deren Gehälter mit erwirtschaften. Mir fehlt für letztere die Wertschätzung seitens der Vorstände. Allerdings bekommen auch die Manager wenig Wertschätzung.

Wieso ist diese Kluft in unserer Gesellschaft immer noch so vorhanden?<<

Es ist ein systemimmanentes Problem, keineswegs auf Deutschland beschränkt.

Die Vergütung für die Bahnvorstände in Deutschland liegt im internationalen Vergleich im unteren Normalbereich.

Daß die Lokführer unterbezahlt sind, ist dem neoliberalen Umbau der Wirtschaft vor ein paar Jahrzehnten geschuldet. Als Beschäftigungsgesellschaften gegründet wurden, um Löhne zu drücken.

11:52 von Hador Goldscheitel

Und ja, ich kenne eine ganze Reihe von Unternehmern, die ihre Beschäftigten als "Kostenfaktor" sehen, und ihren Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen/Entlohnung wenig Gegenliebe entgegenbringen.

Das ist leider viel zu häufig so. Dass eine Verdichtung des Arbeitspensums mit vermehrten Krankentagen einhergehen kann oder dazu führt, dass Menschen komplett aus einem Beruf aussteigen, wird "übersehen". Dann wird argumentiert, dass Vorgesetzte auch sehr viel arbeiten. Nur, macht es m.E. einen großen Unterschied wie selbstbestimmt das Arbeiten geschieht. Die zu große Kluft zwischen AG und AN habe ich in einem anderen Post bereits erwähnt.

Andere wiederum haben schon lange erkannt, dass gute Leistung nur von zufriedenen Arbeitnehmern erbracht wird.

Die positiven Beispiele gibt es glücklicherweise auch. Ich hoffe, dass wir uns gesellschaftlich vermehrt in diese Richtung bewegen.

Beste Grüße,
Kaneel

12:48, Wanderfalke

>>Wie dem auch sei, wenn sich Gewerkschaften gegenseitig bekämpfen gibt es natürlich einen lachenden Dritten, und das ist die Konzernleitung.
Mit Spartengewerkschaften die Premium Beschäftigten bei Laune halten während der Rest im tarifpolitischen Outback dümpelt, weil die anderen Vertretungen erfolgreich aus dem Unternehmen gedrängt wurden.<<

Genauso ist es.

Ich wundere mich immer wieder, daß viele wackere Linke hier im Forum und anderswo dies nicht erkennen und fehlgeleiteter klassenkämpferischer Romantik anheimfallen.

Die GDL ist seit der Wiedervereinigung fest in CDU-Hand. Auch Weselskys Vorgänger Manfred Schell war Funktionär dieser Partei.

Allein das sollte zu denken geben.

12:58 von fathaland slim 11:52, Kaneel

Es ist ein systemimmanentes Problem, keineswegs auf Deutschland beschränkt.

Mir gefallen die Ansätze aus der Gemeinwohlökonomie. Ob das gesamtgesellschaftlich und auch für größere Unternehmen umsetzbar wäre, weiß ich nicht. Und auch nicht inwiefern Menschen bereit wären sich dahingehend zu verändern.

Das Management der Bahn habe es in der Hand!

Danke GDL.

Ihr hat dem DB vorstand gezeigt das es keine Nullrunden, massive Kürzungen der Betriebsrenten und reallohnverzicht geben darf.

Gut so, mehr davon.

13:04 von fathaland slim

>>Ich wundere mich immer wieder, daß viele wackere Linke hier im Forum und anderswo dies nicht erkennen und fehlgeleiteter klassenkämpferischer Romantik anheimfallen.

Die GDL ist seit der Wiedervereinigung fest in CDU-Hand. Auch Weselskys Vorgänger Manfred Schell war Funktionär dieser Partei.

Allein das sollte zu denken geben.<<

Die CDU-Parteimitgliedschaft sollte völlig unromantisch kein Beurteilungskriterium für die Streikberechtigung sein.

Wenn die EVG die Interessen aller Bahnbeschäftigten inkl. der Sonderbedingungen einzelner Berufsspaten nachvollziehbar engagiert vertreten würde (was ich begrüßen würde), dürfte die GDL kaum so viel Mitglieder gewinnen können, um solch einen Streik zu initiieren.

Bei einer ordentlichen Interessenvertretung der DGB-Gewerkschaften, wären Spatengewerkschaften überflüssig.

... und haben Sie nicht selber geschrieben, dass die DB-Lokführer vergleichsweise schlecht bezahlt werden?

RE: Kaneel um 13:02; 11:52 von Hador Goldscheitel

***Andere wiederum haben schon lange erkannt, dass gute Leistung nur von zufriedenen Arbeitnehmern erbracht wird.

Die positiven Beispiele gibt es glücklicherweise auch. Ich hoffe, dass wir uns gesellschaftlich vermehrt in diese Richtung bewegen.***

Da bin ich leider pessimitisch.
Wenn Sie als Arbeitskraft einer Tätigkeit nachgehen, die stark nachgefragt wird und die auch schlecht zu ersetzen ist, dann haben Sie gute Chancen auf eine erfreulich Beschäftigung. Wenn die Tätigkeit aber von vielen Mitbewerbern ausgeübt werden kann, wird sich der Arbeitgeber eher weniger anstrengen, um sich Ihrer Dienste zu bemächtigen.
Sprich: Dem gut ausgebildeten und fähigen Programmierer wird der "Rote Teppich" ausgerollt, die Krankenschwester kann froh sein, dass Sie unter der Last von Verantwortung und Arbeitspensum nicht zusammenbricht, gerade auch unter Pandemiebedingungen.

Zudem werden die Unternehmen sich weiter konzentrieren, der Arbeitnehmer ist nur noch eine Nummer.

Herzlichen Gruß Hador

13:20, Kaneel @12:58 von fathaland slim

>>12:58 von fathaland slim 11:52, Kaneel
Es ist ein systemimmanentes Problem, keineswegs auf Deutschland beschränkt.

Mir gefallen die Ansätze aus der Gemeinwohlökonomie. Ob das gesamtgesellschaftlich und auch für größere Unternehmen umsetzbar wäre, weiß ich nicht. Und auch nicht inwiefern Menschen bereit wären sich dahingehend zu verändern.<<

Im Rahmen der Arbeitsgruppe „Freemasons for Future“ haben wir letzten April einen öffentlichen Online-Frühschoppen mit Norbert Stemmer als Referenten abgehalten. Während der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie groß die Widerstände unter „herkömmlichen“ marktliberal orientierten Wirtschaftstheoretikern gegen diesen gar nicht einmal als sonderlich revolutionär, denn das kapitalistische System an sich wird ja nicht infrage gestellt, anzusehenden Ansatz sind.

Eigentlich müsste die SPD sich den Gedanken der Gemeinwohlökonomie offensiv zueigen machen, denn einen genuin sozialdemokratischeren Ansatz kann ich mir kaum vorstellen.

@Dem ist nichts hinzuzufügen 10:32 von nie wieder spd

Ausser das gerade eine aktuelle Meldung hier
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/usa-corona-arbeitslo...
kurz: https://is.gd/erzhPM

genau zeigt, wohin es führt, wenn es quasi keine Gewerkschaften mehr gibt,
wie dort nämlich.

Und das sind eben keine 'Meinungen' sondern grausame soziale Fakten.
Genau in diese Richtung läuft es auch hier,
wenn die 'Geld-Hinterzieher' weiter schalten und walten können,
mit ihrer längst faktisch widerlegten 'Krümeltheorie'
- die Krümel der Reichen reichen für alle

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