GDL-Chef Weselsky: Bahn will Mehrheit der GDL verhindern

06. September 2021 - 12:53 Uhr

GDL-Chef Weselsky wirft der Bahn vor, seine Gewerkschaft auf Lokführer und Zugbegleiter beschränken zu wollen. Es solle dauerhaft verhindert werden, dass die GDL die Mehrheit in Bahn-Betrieben erreiche, sagte er im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF.

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Kommentare

Bei der Ahn gibt es do h nur

Bei der Ahn gibt es do h nur eine Gewerkschaft. Das ist die gdl. Evg, Verdi und andere Luschen sind doch von der Bahn gekaufte Ja-Sager. Die muss man doch nicht ernst nehmen, wenn die wortlos Gehalts- und Rentenkürzungen hinnehmen.
Leute wechselt den Verein. Ihr verschwendet eure Mitgliedsbeiträge.

GDL-Chef Weselsky: Bahn will Mehrheit der GDL verhindern...

Und das kann geglaubt werden. Der DB-Vorstand möchte natürlich die GDL möglichst begrenzen, ihre Tarifvertragsfähigkeit auf möglichst wenige Betriebe begrenzt wissen.
Man möchte eine handzahme Gewerkschaft, der man diktieren kann.
Die GDL öffnete sich im November 2020 für andere Berufsgruppen. Auf der GDL-Seite werden neue Mitglieder vorgestellt. Da die EVG zwar 185.000 Mitglieder hat, davon aber die meisten im Ruhestand, könnte es in der Zukunft in Werkstätten, Speditionen, bei Fahrdienstleitern und in Büros zu Mehrheitsveränderungen kommen. Bei den meisten kleinen Bahnunternehmen wie Transdev, Go Ahead oder Dispo-TF und PRS hat die GDL schon erfolgreich Tarifverträge abgeschlossen. Da hat sie also die Mehrheit.

Der Eigentümer der DB, der Bund sollte Druck auf daß Bahnmanagement ausüben, damit von deren Blockadehaltung und Scheinangeboten abgerückt wird....

GDL

Nun, die Gewerkschaft ist klein, was auch heißt, sie kann nicht überall Mitglieder vorweisen und bleibt auf wenige Branchenbereiche beschränkt. Weselsky hat abstimmen lassen, man will streiken. Alles gerichtlich abgeklärt. So weit, so gut. Nur: wenn die Gewerkschaft klein ist, muss sie nicht deshalb von den anderen geduldet und gehätschelt werden. Auch die anderen haben Tarifverhandlungen geführt und sich geeinigt. Das sollte auch ein Leitfaden für GDL sein. Wenn ein Gewerkschaftschef aber nun der Bahn allgemein als Arbeitgeber vorwirft, die GDL auf Lokführer und Zugbegleiter beschränken zu wollen, schießt das über das Selbstverständnis der GDL hinaus. Sie vertritt die Interessen ihrer Mitglieder in der Organisation. Der Griff auf die gesamten Betriebe ist unverhältnismäßig. Die Zielgruppen sind in anderen Gewerkschaften organisiert. Und da patzt der Chef der GDL gewaltig. Nun mutiert das zu einem Schauspiel: Weselsky für sich und gegen den Rest der Welt.

13:05 von Bernd Kevesligeti

haben sie echt den Eindruck dem Weselsky geht es nicht um Profilierung ?
So wie der sich mir darstellt hat er ein starkes Ego Problem,
welches er so zu kompensieren sucht

Bahn keine Alternative

Bei der Bahn sollen Milliarden investiert werden, damit sie künftig Innerdeutsche Flüge und Autofahrten ersetzen kann.
Sollte sich Herr Weselsky durchsetzen, dann sollten diese Pläne ad Acta gelegt werden. Es hat keinen Sinn Geld in einen unzuverlässigen Verkehrsträger zu versenken.

Bundeskanzler gesucht ?

Der GdL-Klaus wäre der richtige Bundeskanzler für Deutschland und läßt auch mal ein paar Diesel-Loks im Stall für mehr Umwelt- und Klimaschutz, wenn für all das Fahrplan-Herumgekreisel sowieso keine anständigen Löhne gezahlt werden. Und all das ÖPNV-Herumgekreisel sollte auch mal selber inhaltlich nach Sinn und Notwendigkeit hinterfragt werden. Müssen z.B. Millionen Bedürftige Woche um Woche zum Amt anreisen für ihr Existenzminimum ? Oder müssen Sozialarbeiter ständig all die Obdachlosen mit Bus und Bahn abklappern ? Oder Handelsvertreter in Mehrfachkonkurrenz in all dem Marktwirtschaftsüberangebot zu Kunden anreisen ? Nö, 85 % Verkehrsaufwand wären locker einsparbar, wenn es ein Bedingungsloses Grundeinkommen gäbe. So geht echter Klimaschutz anstatt profitabler Klimaabverkauf wie bei den Grünen.

Es geht ja hier ..

…um einen Gewerkschaftskrieg die GDL will eigentlich nur einzige Gewerkschaft für Bahn Angestellte werden.

um 13:08 von SirTaki

Ich habe die Argumentation Weselskys noch einmal gelesen und halte sie nach wie vor für stichhaltig.

@13:08 von SirTaki: Kleine Gewerkschaft

Die EVG ist vor allem deswegen so groß weil so viele Rentner, die zwar früher mal bei der Bahn gearbeitet haben - jetzt aber nicht mehr, Mitglied in der EVG sind. Und auch wenn die GDL derzeit kleiner ist als die EVG heisst das nicht, dass dies so bleiben muss. Jede Gewerkschaft hat, wie auch jeder Verein oder jede Partei, das Recht neue Mitglieder anzuwerben. Ansonsten stünde sie ja irgendwann ohne da.
Und es ist durchaus legitim im Bereich der Bahn-Mitarbeiter nach neuen Mitgliedern zu suchen und dafür zu werben. Keine Angst, ich denke nicht dass die Piloten massenhaft bei der GDL eintreten werden.
Was Sie propagieren ist das typische "Schuster bleib bei deinen Leisten" - mit dieser Einstellung wird man aber in keiner Lebenssituation weiterkommen. Das ist Schnee von vorgestern!

Bundeskanzler gesucht ?

Der GdL-Klaus macht seine Sache vorbildlich, woran sich manch andere Gewerkschaft mal ein Beispiel nehmen sollte, die mit den Unternehmen kungelt und nicht wirklich etwas für ihre Gewerkschaftsmitglieder erreichen will. Dennoch wäre das Bedingungslose Grundeinkommen der bessere Gewerkschafter für alle Arbeitnehmer bis hin zu den miserabel bezahlten Pflegekräften. Denn das BGE würde erstmal die Existenzbasis sichern und vom Lohndruck befreien, obgleich ein EZB-finanziertes BGE dann auch anständige Löhne ganz ohne so ein langes GdL-Tauziehen ermöglichen würde. Dann hoffen wir mal, daß der GdL-Klaus nicht so egoistisch und kurzsichtig wie andere Gewerkschaften ist und stattdessen der neue BGE-Bundeskanzler von Deutschland wird.

von Sisyphos 13:13

Bei der Tarifauseinandersetzung geht es um ein Ego-Problem ? Wohl eher um eine soziale Auseinandersetzung. Oder man kann es zu einem Ego-Problem erklären, wenn jemand Rückrat hat. Kommt ja bei den deutschen Gewerkschaften eher selten vor.

@13:15 von zöpfchen

"Bei der Bahn sollen Milliarden investiert werden, damit sie künftig Innerdeutsche Flüge und Autofahrten ersetzen kann"
Die DB Netze erhält jedes Jahr Milliarden von Steuergeldern für den Ausbau der Schieneninfrastruktur, die dann teilweise in Projekte im Ausland investiert werden. Ich glaube nicht dass die Löhne der Bahnmitarbeiter (sei es GDL oder EVG) hier groß von Bedeutung sein werden.

Die Einheit der Gewerkschaften

Arbeitgeber unterstützen und fördern immer den Gedanken vieler Gewerkschaften. Je mehr desto besser! Warum? Nun, gäbe es nur eine Gewerkschaft wäre sie, mit ihren meist berechtigten Forderungen, zu stark und kaum politisch und verhandlungstechnisch zu Händeln! Gibt es viele Gewerkschaften kann man sie besser manipulieren und Uneinigkeit unter Ihnen sähen. Genau so verhält es sich mit den Anschuldigungen der Bahn gegenüber der GDL. Ich frage mich für was braucht die Bahn mehrere Gewerkschaften? Die Interessen der Bahnmitarbeiter könne sehr gut durch eine Gewerkschaft vertreten werden. Nur durch Einigkeit können Gewerkschaften an Stärke und Durchsetzungsvermögen gewinnen. Und das ist die Strategie aller Arbeitgeberverbände Gewerkschaften zu schwächen durch z.B. Spalten. Daher hat GDL-Chef mit seinem Argument recht, wenn er sagt, dass die Bahn Mehrheiten in der Arbeitnehmerschaft verhindern will. Gott sei Dank leben wir in einer Demokratie wo Gewerkschaften existieren dürfen!

um 13:15 von zöpfchen

Das Dumme dabei ist, die Bahn, also der schienengebundene Verkehr, ist nicht ersetzbar. Im Übrigen ist die DB eben nicht das einzige Unternehmen, dass das Schienennetz nutzt. Die Marotte des Bahnmanagments und der Eigentümer, für die ich keinen tragfähigen Grund sehe, schädigt nur ihr eigenes Verkehrskonzept. Merkels wohl auch hier wirkendes Konzept des Aussitzens führt auch in diesem Fall zu immensen wirtschaftlichen Schäden.

Ansonsten zeigt ihr Beitrag mir, dass sie das Problem nicht verstehen wollen oder können.

um 13:13 von Sisyphos3

"haben sie echt den Eindruck dem Weselsky geht es nicht um Profilierung ?
So wie der sich mir darstellt hat er ein starkes Ego Problem,
welches er so zu kompensieren sucht"

Eine haltlose Vermutung. Ich vermute eher, dass sie unter einem derartigen Problem leiden. Sachbeiträge wären mir lieber. Aber das scheint mir nict ihr Spezialgebiet zu sein.

Es ist eigentlich ganz

Es ist eigentlich ganz einfach. Man muss nur die einzelnen Gehälter an völlig überzogene Vorstandsbezüge und Boni anknüpfen. Gewährt sich der Wasserkopf 10%, bekommt der Rest auch 10%. Bekommt einer einen Bonus von 20% des Gehaltes, bekommen den alle. Dann wäre sofort Schluss mit der Selbstbedienung Oben.

Zöpfchen

"Bei der Bahn sollen Milliarden investiert werden, damit sie künftig Innerdeutsche Flüge und Autofahrten ersetzen kann.
Sollte sich Herr Weselsky durchsetzen, dann sollten diese Pläne ad Acta gelegt werden. Es hat keinen Sinn Geld in einen unzuverlässigen Verkehrsträger zu versenken."

Wieder einmal völlig realitätsferner Unsinn.
Die Bahn wäre zuverlässiger, hätte Mehldorn nicht tausende teure Facharbeiter entsorgt.
Es ist also zu wünschen, dass gdl sich durchsetzt, sonst wandert noch mehr benötigtes Personal ab.

13:31 von Bernd Kevesligeti

das war eine Frage !

ich habe eben so meine gewisse Zweifel
wenn sie das anders sehen
warum nicht !

@ 06. September 2021 um 13:36

@ 06. September 2021 um 13:36 von logig
um 13:15 von zöpfchen
„Das Dumme dabei ist, die Bahn, also der schienengebundene Verkehr, ist nicht ersetzbar. …Die Marotte des Bahnmanagments und der Eigentümer, für die ich keinen tragfähigen Grund sehe, schädigt nur ihr eigenes Verkehrskonzept.

Ansonsten zeigt ihr Beitrag mir, dass sie das Problem nicht verstehen wollen oder können.“

Oh doch! Völlig richtig die Bahn hat ein weitgehendes Monopol.
Und Ich sehe einen Egomanen, der dieses Monopol skandalös ausnutzt , die Verkehrswende torpediert und mein Steuergeld verschwendet

Tja, dann ja doch

Die GDL will sich hauptsächlich profilieren. Dabei kann ihr die Öffentlichkeit egal sein, die nicht versteht warum man nicht verhandelt sondern stur auf seinen maximalen Forderungen besteht.

Ich bin mal gespannt, was passiert wenn das mit den autonom fahrenden Zügen Wirklichkeit wird. Züge auf Schienen dürften wesentlich leichter zu automatisieren als Autos im Straßenverkehr, und da ist man schon ziemlich weit...

Von Herrn Weselsky hieß es

Von Herrn Weselsky hieß es vor einigen Tagen, daß es bei den Streiks nicht um Politik geht. Mit dieser Aussage entlarvt er sich jetzt aber selber, das es ihm eher um Macht geht, als um die Eisenbahner. Denn sonst hätte er auch den letzten Streik nach dem neuen Angebot der Bahn aussetzen können und erstmal wieder verhandeln. Zumal es ja sehr nah dran war an seinen Forderungen, einzig der Zeitpunkt und die Dauer hätte noch geklärt werden müssen.

Verhandlungsunfähig

Für Bahnkunden ist es unverständlich, dass ein Gewerkschaftsboss nicht in der Lage ist "Verhandlungen" zu führen. Sein drohender Machtverlust scheint alles zu blockieren. Persönliche Befindlichkeiten gehören nicht in Tarifverhandlungen. Dem Arbeitgeber ein gutes Angebot abzufordern ist gut und billig, Sturheit hat aber noch keinem genutzt.
Wer zahlt die Zeche am Ende: der Bahnkunde.
Eines noch: Die Bahnbeschäftigten haben in der Pandemie und nicht nur dann, sicher Gutes geleistet, der Arbeitsplatz war und ist sicher. Es gibt viele bei denen es düster aussieht. Die kriegen keine 600 Euro!

Früher war alles besser

Georg Herwegh im Jahr 1864 für einen Arbeiterverein:
Und du ackerst und du säst,
Und du nietest und du nähst,
Und du hämmerst und du spinnst!
Sag, o Volk, was du gewinnst!
Mann der Arbeit, aufgewacht!
Und erkenne deine Macht!
Alle Räder stehen still,
Wenn dein starker Arm es will.
Es sind 157 Jahre vergangen und der Kampf um bessere Lebensbedingungen geht weiter.
Glaubt denn irgend jemand, dass ohne die Kämpfe der Gewerkschaften, unser Wohlstand in Deutschland durch die Großzügigkeit der Arbeitgeber erreicht worden wäre?
Streiken die Piloten und Lokomotivführer, beginnt ein Höllengeschrei, streiken die Angestellten in den Rathäusern, fällt es uns erst auf, wenn wir Bürger höhere Gebühren zahlen müssen.
Einen Gewerkschafter an den Pranger zu stellen ist nicht neu und die Bestechung von Gewerkschaften und Betriebsräten eine gängige Praxis. So der Arbeitsrechtsprofessor Volker Rieble von der Universität München. Ein Herr Weselsky ist da ein Fels in der Brandung.

Territorial-Kampf

Tja, der Herr Weselsky gibt also zu, dass er die Mehrheit der Mitglieder aus GDL UND EVG haben will. Es geht also nicht um einen Arbeitskampf, sondern um einen Territorial-Kampf.
.
Die Bahn wiederum möchte Herrn Weselsky kaltstellen, weil die EVG viel zahmer ist. Also auch hier ein Territorial-Kampf.

"Für Bahnkunden ist es

"Für Bahnkunden ist es unverständlich, dass ein Gewerkschaftsboss nicht in der Lage ist "Verhandlungen" zu führen."

Ein "Gewerkschaftsboss" handelt für die Gewerkschaftsmitglieder und nicht für die Kunden des Unternehmens.

"Ich bin mal gespannt, was

"Ich bin mal gespannt, was passiert wenn das mit den autonom fahrenden Zügen Wirklichkeit wird."

Was soll da schon passieren? Dann werden halt die Mitarbeiter in den Leitständen für mehr Lohn bzw. bessere Arbeitsbedingungen streiken und die Züge fahren auch nicht.

Eine Firma - eine Gewerkschaft - sonst Chaos!

Das Tarifeinheitsgesetz sollte eigentlich erreichen, dass eine Firme eine Gewerkschaft gilt. Wenn sich ständig 5 Weselskys aus 5 Gewerkschaften bekriegen, kann jede Firma dicht machen ...
Und dann der Unsinn, für 50 Mio Lohnsumme 2 Mrd. Schaden zu haben ...

Das Tarifgesetz muss dringend verschärft werden:
- eine Firma, eine Gewerkschaft!
- Streik erst nach Schlichtung erlaubt!

um 13:59 von NeNeNe Früher war alles besser

Ich kann Ihrem Kommentar nur zustimmen! Wäre der Kampf der Gewerkschaften um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen nicht gewesen, wäre der Wohlstand in Deutschland und anders wo nicht möglich gewesen. Hierfür sind viele Menschen gestorben, auch bis vor kurzem in West-Europa, genauer in Spanien! Die Unterdrückung der Gewerkschaften mit Gewalt spricht in Spanien der 1949er bis 1975er Bände. Inhaftierungen, Folter und Mord! Seit Spanien friedlich von einer faschistischen Diktatur a la Hitler bzw. Mussolini zu einer konstitutionellen Monarchie und damit sich zur Demokratie konvertierte hat sich für die spanischen Arbeitnehmer einiges zum Guten gewandelt. Nicht zuletzt auch wegen der guten Gewerkschaftsarbeit aller existierenden Gewerkschaften in Spanien. Gewerkschaften sind das Rückgrat einer funktionierenden Demokratie! Daher sollte man ihr mehr Achtung schenken als viele hier es als selbstverständlich erachten, dass sie so gut leben dürfen!

Zöpfchen

"Oh doch! Völlig richtig die Bahn hat ein weitgehendes Monopol.
Und Ich sehe einen Egomanen, der dieses Monopol skandalös ausnutzt , die Verkehrswende torpediert und mein Steuergeld verschwendet"

Da du weiter gegen Weselsky wetterst, ist es
wieder einmal haltloser Unsinn. Wenn du den bBahnchef meintest, wäre der Text richtig.
Die Bahn verschwender munter unser Geld, weil die Vorstände alles für sich beanspruchen.
Die Bahn will nicht verhandeln. Sonst hätten sie ja ein richtiges Angebot gemacht. Nullrunde und Rentenkürzungen sind kein Angebot.
Und da die Lokführer nicht alle bei der Konkurrenz unterkommen können, nutzt die Bahn ihr Monopol schamlos aus.

Dieser Streik ist nicht legal

Wenn es der GDL doch nur darum geht, andere Gewerkschaften zu dominieren, dann ist dieser Streik nicht legal. Ich habe für die Gerichtsentscheidungen kein Verständnis, das ist naiv. Es geht hier nur um die Konkurrenz zu anderen Gewerkschaften und darum andere in die Knie zu zwingen.

Ich hoffe, die Bahn bleibt bei dieser GDL standhaft und lässt sich nicht erpressen.

@Apollo1995

Völliger Blödsinn! Sie wollen doch nicht etwas Herrn Weselsky im Kontext mit Hitler und Mussolini nennen!
In dieser "gewerkschaftlichen" Auseinandersetzung geht es um den 'Machterhalt' einer Mini-Gewerkschaft und deren Chef, die beide nicht akzeptieren wollen, dass Ihre Existenzberechtigung neben einer großen Gewerkschaft erloschen ist!

Streik auf Biegen und Brechen

Die Bahn hat ein vernünftiges Angebot vorgelegt, jetzt muss sie der GDL klarmachen, dass mehr nicht geht, auch wenn man bis zum St. Nimmerleinstag streikt. Der Steik ist völlig überflüssig und eine pure Machtdemonstration, die diesmal hoffentlich schiefgeht. Bahn und Bund sollen hier nur aus Eigennutz erpresst werden.

Wo ist eigentlich Andi Scheuer?

Auf dem Rücken der Bahnkunden wird ein endloster politischer Streit, kein Arbeitskampf, ausgetragen. Die Bahn ist ein Bundesunternehmen und der Verkehrsminister sagt kein Wort, oder ist Andi Scheuer nach seinen diversen Skandalen schon zurückgetreten und hat es nur Niemandem gesagt?

@ Nenene

Glaubt denn irgend jemand, dass ohne die Kämpfe der Gewerkschaften, unser Wohlstand in Deutschland ...

Wohlstand erreicht man nicht durch Kämpfe und Kriege, Wohlstand erreicht man durch Vernunft und Konsens. Es wäre längst die Zeit der Kompromisse. Hoffentlich ist diese GDL dazu willens und in der Lage. Am Ende muss immer eine Einigung stehen, nicht die Vernichtung des Gegners.

@Dany39, 13:53h

"Von Herrn Weselsky hieß es vor einigen Tagen, daß es bei den Streiks nicht um Politik geht."

Genau. Und diese persönlichen Machtspiele von Herrn Weselsky bringen hunderttausende Bahnkunden in Schwierigkeiten, ohne dass die Politik sich mal zu Wort meldet oder geschweige denn dem Einhalt gebietet. Wessen Rechte werden von unseren Politikern hier vertreten?

@ Bender Rodriguez

Die Bahn will nicht verhandeln. Sonst hätten sie ja ein richtiges Angebot gemacht. Nullrunde und Rentenkürzungen sind kein Angebot.

Wie kann man die Fakten so dreist verdrehen? Das Angebot der Bahn liegt auf dem Tisch. Von Rentenkürzungen ist keine Rede und die Lohnerhöhung liegt über der Inflation.
Obwohl wir das alles mit unseren Steuergeldern und unseren Fahrpreisen bezahlen müssen, macht die Bahn ein vernünftiges und moderates Angebot. Die Gewerkschaft sollt mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück kehren.

13:43 Bender Rodriguez

Diese Idee ist gut.

Real gesehen sind auch die Manager einfach nur Angestellte eines Unternehmens. Warum sollen für die Sonderkonditionen gelten?

@NeNeNe, 13:59h

Vor 157 Jahren, zu Beginn des Industriezeitalters, mag es ja richtig gewesen sein, mit harten Streiks Arbeitnehmer-Basisrechte zu erkämpfen. Im aktuellen Streik von Herrn Weselsky geht es leider weniger um den Tarifvertrag eines kleinen Teils der Lokführer, sondern vielmehr um sein eigenes Ego und den Ausbau seines persönlichen Machtanspruchs. Hierfür müssen aktuell hunderttausende andere Arbeitnehmer teils derbe Einschränkungen in ihrem Leben hinnehmen.

Am 06. September 2021 um 13:31 von Advocatus Diabo...

Die DB Netze erhält jedes Jahr Milliarden von Steuergeldern für den Ausbau der Schieneninfrastruktur, die dann teilweise in Projekte im Ausland investiert werden.
__
Normalerweise sind solche Zahlungen zweckgebunden, um so mehr, wenn sie vom alleinigen Aktionaer kommen.
Nun ja, ein Forist hat die Kosten der von der GDL geforderten Zahlungen mal aufgelistet.
Das war dann schon ein ziemlicher Batzen.
Im übrigen heisst die Gewerkschaft nach der von ihr vertretenen Personengruppe. Das sind nunmal die Lokführer. Wenn ich in der Gastro arbeite, kann ich mich auch nicht der IGM anschliessen, weil die bessere Abschlüsse macht, als die NGG. Es liegt doch an den Mitgliedern der EVG ihrer Gewerkschaft mal Druck zu machen !

@Bender Rodriguez

Danke Herr Weselsky-Unterstützer! Dann setzten wir uns im GDL-Streik alle wieder in die Autos, fahren in die überfüllten Städte zur Arbeit, hauen das CO2 im Stau raus und verpessten Land und Leute mit Feinstaub, bremsen die gerade wiedererstarkte Wirtschaft und freuen uns darüber das eine Mini-Gewerkschaft denkt, sie könne Bürger, Staat und andere Bahn-Mitarbeiter erpressen!
Null-Verständnis für Herrn Ego-Weselsky und Co!

@14:57 von born in stasi-land: "Dieser Streik ist nicht legal"

"Es geht hier nur um die Konkurrenz zu anderen Gewerkschaften"
Es wird immer gern vergessen, dass die Bahn mit der Kündigung des Tarifvertrages auch die Altersvorsorge gekündigt hat; die EVG hat eine Verlängerung der Altersvorsorge bis 2023 erhalten - die GDL jedoch nicht!
Lohn und Altersvorsorge-Regelung gehören jedoch zu den ureigensten Belangen einer Gewerkschaft, was die Gerichte auch so gesehen haben - meiner Ansicht nach zu Recht.
Was die Forderung der Bahn auf Einengung der GDL auf ihre bisher engste Klientel betrifft, handelt es sich hier eher seitens der Bahn um eine politische Maßnahme wogegen die GDL ein berechtigtes Interesse hat, diesem Ansinnen entgegen zu wirken.

@Bender Rodriguez

Was würden Sie tun wenn der Marburger Bund als 'kleine' Arzt-Gewerkschaft mal spontan in der Corona-Krise zum Streik der Ärzte aufruft, nur weil er sich nicht von Verdi rechtmäßig vertreten fühlt?

Weselsky bevormundet die Bahnangestellten

Können die Bahnangestellten eigentlich nicht selbst entscheiden, welcher Gewerkschaft sie beitreten wollen?
Muss Herr Weselsky den Bahnbeschäftigten sagen, was und welche Gewerkschaft gut für sie ist?

"Und Ich sehe einen Egomanen,

"Und Ich sehe einen Egomanen, der dieses Monopol skandalös ausnutzt , die Verkehrswende torpediert und mein Steuergeld verschwendet"

Die Lokführer sollen Ihrer Meinung nach durch Lohnsteigerungen unter der Inflationrate und Wegfall der Betriebsrenten die "Verkehrswende" bezahlen?

um 14:57 von born in

um 14:57 von born in stasi-land:
"
Dieser Streik ist nicht legal
[...]
Ich habe für die Gerichtsentscheidungen kein Verständnis, das ist naiv.

"

->
Natürlich ist der legal.
Sogar gerichtlich bestätigt, dass der legal ist.
Sogar in 2. Instanz bestätigt, dass die Streikziele der Gewerkschaft rechtmäßig sind.

...das fehlende Verständnis könnte an eigener Naivität liegen...oder an einer nichtkonformen Rechtsauffassung unserer geltenden Gesetzgebung...

@Advocatus

Ein ziemlicher Batzen?
Eine 3jährige Lohnsenkung, wenn mal Inflation, Steuern und Sozialabgaben einbezieht. Da braucht es keine höhere Mathematik.

Wirtschaftskenntnisse und FalkoBahia

Ihre Vorstellungen sind mit der Tarifautonomie, und die gibt es nun mal in D, nicht vereinbar. Die Tarifauseinandersetzungen werden zwischen den Tarifparteien geführt und nicht von den Politikern. Das hat ja gezeigt, das die Linke keine Ahnung von der Wirtschaft hat, wenn sie fordert Frau Merkel müsse in die Verhandlungen eingreifen. Dass das Resultat zu Lasten des Betriebsfriedens durch den Egoismus der Beton- und Elitengewerkschaft denkbar schlecht ist dürfte aber unstreitig sind. Das schadet leider auch den Gewerkschaften, die seit Jahrzehnten gute Arbeit machen.

@Zöpfchen

Exakt richtig. Die Bahn muss endlich ohne staatliche Hilfe auskommen und sich das Geld selber verdienen, was sie u.a. ihren Mitarbeitern gibt. Es kann nicht sein, dass hier Steuergelder verschwendet werden.
Solange sie staatlich finanziert ist würde ich den Staat auch immer in der Pflicht sehen, die Beförderung zu garantieren - meine Steuern werden ja auch mit Streik gern genommen = Geld ohne Gegenleistung

Nur Milchmädchen

Wenn ein Hr. Weselsky selbst sagt die GDL hätte wahnsinnig viele Mitglieder, in Zahlen 10000! Bei über 250000 Mitarbeitern, käme man auf sage und schreibe 4 % Anteil. In keiner Demokratie hätte man mit solchen Werten ein Mitspracherecht. Wenn eine Gewerkschaft ständig gegen Tarifverträge anderer Gewerkschaften klagen muss, scheinen ja die eigenen Mitglieder diese Verträge vorziehen. Wenn die GDL eine Mehrheit in einem Betrieb hat, soll sie dort verhandeln und es sollen auch ihre Tarifverträge gelten. Aber anderen Mitarbeitern das Recht auf Wahlmodell, Arbeitsplatzsicherung, Pensionsfond usw. per Gericht verbieten lassen zu wollen ist schlichtweg eine Frechheit. Die EVG mag nicht immer das Maximum rausholen, aber sie hat nun mal mehrmals das Zehnfache an Mitgliedern. Und allein schon deshalb müssen auch ihre Tarifverträge angewandt werden. Eine GDL wird mit ihrer Haltung der DB mit Sicherheit schaden, aber am meisten ihren Mitgliedern.

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