Kommentare - Elf Jahre Haft für Oppositionelle Kolesnikowa in Belarus

06. September 2021 - 12:13 Uhr

In Belarus ist die Oppositionelle Kolesnikowa zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Die 39-Jährige war vor gut einem Jahr im Zuge der Proteste gegen Machthaber Lukaschenko festgenommen worden. Das Urteil löste auch international Entsetzen aus.

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Kommentare

Soll bloß niemand sagen,...

...sie sei das selber schuld.

Jemand, der sich in einem Gummiboot einen Gebirgsbach hinuntertreiben lässt, ist selber schuld, wenn er sich dabei verletzt oder gar zu Tode kommt...

Lukaschenko eifert seinem Großen Bruder erfolgreich nach, der sich ebenfalls nicht anders zu helfen weiß als missliebige Gegner einfach mit Hilfe eines sogenannten "Verfahrens" wegzusperren.

Und selbst das hätte er sich schenken können.

Soll bloß niemand sagen,...

...sie sei das selber schuld.

Jemand, der sich in einem Gummiboot einen Gebirgsbach hinuntertreiben lässt, ist selber schuld, wenn er sich dabei verletzt oder gar zu Tode kommt...

Lukaschenko eifert seinem Großen Bruder erfolgreich nach, der sich ebenfalls nicht anders zu helfen weiß als missliebige Gegner einfach mit Hilfe eines sogenannten "Verfahrens" wegzusperren.

Und selbst das hätte er sich schenken können.

Es ist unerträglich, …

… dass es eine solche Regierung und eine solche willfährige Justiz in Europa immer noch gibt.

Ausländischer Protest

Im Internet jargon gibt es einen tollen Begriff: "Keyboard Warrior". Das sind Menschen, die sich die Finger wund tippen und dabei der Meinung sind, etwas erreichen zu können. Darunter fällt auch das ein oder andere euroäpische Nachrichten-Medium.
Was das wirklich bringt, sehen wir ja hier.

Da können wir twittern soviel wir wollen, es wäre ja gruselig, wenn sich ein ausländischer Staatsapperat davon beeinflussen lassen würde.

Was für eine Schande ! Aber

Was für eine Schande !

Aber der Opposition in Belarus alles Gute und viel Geduld, um Ihr Anliegen durch zu bekommen.
Irgendwann wird der " gelegte Samen aufgehen", daran habe ich keinen Zweifel - egal was andere hier noch schreiben werden.

Eine Farce

Welch eine mutige Frau, die sich - zusammen mit ihrem Anwalt - einem Unrechtsstaat konsequent entgegenstellt. Dem Westen sind die Hände gebunden, auch weil Russland Lukaschenko gewähren lässt. Das Urteil gegen Kolesnikowa ist eine Farce, die Justiz fungiert als verlängerter Arm einer Regierung, die ohne Legitimation und nur mit brutaler Gewalt im Amt geblieben ist.

"Elf Jahre Haft für Oppositionelle Kolesnikowa in Belarus"

War ja klar. Alles nach "Recht und Gesetz".

Je schneller Ersteres sich gegen Letzteres durchsetzen kann, desto größer auch (nicht nur) Kolesnikowas Chance auf Freiheit. Und die wird dann auch nicht erst in elf Jahren kommen.

Unterdrückung von Oppositionellen

Das Urteil erinnert mich an die politischen Prozesse in der Sowjetunion, als reihenweise Unliebsame mundtot gemacht wurden und in Lagern verschwanden. Kommunismus und Diktatur sind in Belarus nicht verschwunden, nur weil ein Staat sich demokratisch nennt. Wenn vorgegeben wird, was man sagen und denken darf, ist das selbsterklärend. Nun noch Justiz und Urteile dem Diktator vorgespannt, erweisen sie sich als Erfüllungsgehilfen von einer Einmann-Führung und dem bekannten Unterbau einen politischen Monolithen. Freiheit und Rechte sind ausgehebelt, solange Lukaschenko an der Macht ist. Auf das Ausland wird er kaum hören. Bis die innenpolitische und gesellschaftliche Bewegung das ganze Gerüst ins Wanken bringt und von innen der Befreiungsschlag erfolgt. Wir können von außen nur wenig machen und Öffentlichkeit und Blick in das Land und auf seine Oppositionellen schaffen. Der Machtapparat aber bleibt unangetastet, solange der Mann an der Spitze steht und seine Akteure hat.

Auszug aus dem Artikel

"Kolesnikowa wurde Anfang September 2020 vom Geheimdienst KGB in Minsk entführt. Als sie in die Ukraine abgeschoben werden sollte, zerriss sie kurz vor dem Grenzübergang ihren Pass und vereitelte so Pläne, sie aus dem Land zu vertreiben. Kolesnikowa hatte immer wieder deutlich gemacht, den Kampf gegen Lukaschenko im Land führen zu wollen. Sie wurde festgenommen."

Das zeigt den Mut dieser Frau,da Sie genau wusste,was mit Ihr geschieht,wenn Sie fest genommen wird.
Es zeigt auch,was wir in Deutschland zu verlieren haben,wenn wir nicht aufpassen.

EU muss Farbe bekennen!

Dieser Despot hat sich resistent gegen die bisherigen Sanktionen gezeigt.

EU - und jeder Mitgliedstaat - muss jetzt Farbe bekennen und Schluss machen mit den Halbherzigkeiten und Widersprüchlichkeiten.

@10:48 Bernd Kevesligeti -Regime Change

"Es kommt hier zum Ausdruck, daß für manche hier erst alles in Ordnung ist, wenn sich die Verhältnisse so entwickeln, daß die NATO bis Witebsk ausgedehnt wird. Das Land durch einen geopolitischen Change eine Deindustrialisierung erlebt und viel mehr als 200.000 Menschen in Westeuropa als Arbeitsemigranten anheuern müssen."

Was in Afghanistan, Lybien, Syrien, im Iran, in der Ukraine und in vielen anderen Staaten immer gescheitert ist, das hat man natürlich auch in Belarus versucht. Die EU ist sicher nicht der Treiber dahinter, aber eben auch mit beteiligt.

Was man sich davon verspricht ist mir immer noch nicht klar. In Mittel- und Südamerika hat es wohl einige Male halbwegs geklappt, aber seiter....

Wir Europäer sollten uns auf ein friedliches Zusammenleben mit unseren Nachbarn einstellen. Ein Freund hat eine belarussische Frau, die ist gerade in Minsk mit den Kindern. Alles ruhig, man kann freier leben als in Deutschland, sagt sie. Längst nicht alle wollen "Batka" los werden dort...

Es ist eine Schande

dass mitten in Europa Oppositionspolitik so behandelt wird.

Ich kann nicht viel tun, leider. Was tun die, die koennten?

Ich lebe in Serbien, da gibt es auch schon keine Opposition mehr. Da tun die, welche koennten auch nicht viel.

Ja liebe EU lamentieten und Sanktionen hinterher ist populistisch.

In der Gegenwart nicht schlafen, das waere progressiv.

Belarus ist kein Rechtsstaat!

Belarus ist eine Diktatur! Dies hat Belarus durch den willkürlichen und ungerechten angesetzten Prozess gegen die Oppositionelle Kolesnikowa, mit diesen wahnsinnigen Urteil bewiesen. Frei nach dem Motto eines despotischen Machthabers: "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich!" Dem Machthaber in Belarus sei gesagt, das seine Aktion nichts mit Demokratie zu tun hat, sondern das es sich um Faschismus in seiner reinsten Form handelt! Wie kann es sein, dass ein ehem. Vertreter des real existierenden Sozialismus sich plötzlich dem Faschismus zuwendet? Kann es denn sein, dass es zwischen den falsch verstandenen "Sozialismus" und dem Faschismus nur ein Farbunterschied gibt? Meiner Meinung nach JA! Denn es gibt einen roten Faschismus und einem brauen Faschismus. Und beide geben sich nichts! Sie handeln gleich und urteilen gleich! Daher fällt es einem ehemaligen Ost-Block-Sozialisten sehr leicht das farbige Hemd zu wechseln. Sie sollten sich was schämen! Sie sind die wahren Verräter!

>>Die Behörden des

>>Die Behörden des autoritären Landes warfen ihr eine Verschwörung mit dem Ziel einer illegalen Machtergreifung sowie die Gründung und Führung einer extremistischen Vereinigung vor.<<

Was für eine harte Strafe, die Frau Kolesnikowa erhalten hat.

Nicht zu glauben!

Wahnsinn!

In Deutschland müsste bspw. ein Intensivtäter sehr viel mehr anstellen, bevor er so ein Urteil erhält.

Am 06. September 2021 um 12:32 von Thomas D.

"Es ist unerträglich, …

… dass es eine solche Regierung und eine solche willfährige Justiz in Europa immer noch gibt."

Hier haben Sie natürlich vollkommen recht mit diesem Satz.
Was ich anfügen will:
Leider ist zu beobachten,dass die Tendenz auch anders wo in Europa immer mehr in diese Richtung geht.

Gegen Lukaschenko

ist leider von EU-Seite aus nichts zu machen, weil diplomatische Mittel bei ihm nicht greifen. Hoffentlich kommt Maas nicht auf die Idee, ihm auch eine halbe Milliarde Euro zu schicken, wie den Taliban, in der Hoffnung, dass er dadurch geläutert wird.

@Toni B., 12:38

"Da können wir twittern soviel wir wollen, es wäre ja gruselig, wenn sich ein ausländischer Staatsapperat davon beeinflussen lassen würde"

Es geht hier aber nicht um einen "Staatsapparat", sondern um die Bürger, ohne die der nicht existieren könnte.

Schlichtweg eine Schande,

nein: ein schäbiges Verbrechen! Und man tobt innerlich, dass wir so hilflos dabei zusehen müssen!

12:53, covid-strategie

>>Wir Europäer sollten uns auf ein friedliches Zusammenleben mit unseren Nachbarn einstellen.<<

Unsere Nachbarn? Meinen Sie damit die Menschen oder die Regierungen?

>>Ein Freund hat eine belarussische Frau, die ist gerade in Minsk mit den Kindern. Alles ruhig, man kann freier leben als in Deutschland, sagt sie. Längst nicht alle wollen "Batka" los werden dort...<<

Dann wundert es mich, daß die Dame in Deutschland lebt. Freiheit scheint ihr offensichtlich nicht so viel zu bedeuten, denn sonst wäre sie ja in ihrem Heimatland, oder?

@ 12:53 von covid-strategie Geliebte Diktatoren!

Ein Freund hat… - mal wieder ;-)
„ Längst nicht alle wollen "Batka" los werden dort...“
Das stimmt sicher, die Profiteure einer menschenverachtenden Diktatur lieben Ihren Diktator…

12:54 von IBELIN

Es ist eine Schande
dass mitten in Europa Oppositionspolitik so behandelt wird.
-----------------
.
das Gedächtnis ist kurz

wie lange ist es denn her,
dass Menschen in einem Staat in unserer unmittelbarer Nähe erschossen wurden,
wenn sie ihre Republik verlassen wollten ?
Hat man sich da auch so entschlossen gezeigt ?
Gab es Boykottaufrufe oder hat man derlei "Verfehlungen" entspannter gesehen ?

gelegentlich verwundert es mich schon

13:02, derdickewisser

>>Gegen Lukaschenko
ist leider von EU-Seite aus nichts zu machen, weil diplomatische Mittel bei ihm nicht greifen. Hoffentlich kommt Maas nicht auf die Idee, ihm auch eine halbe Milliarde Euro zu schicken, wie den Taliban, in der Hoffnung, dass er dadurch geläutert wird.<<

Weder schickt Herr Maas den Taliban eine halbe Milliarde Euro, noch hofft irgendwer, man könne Fanatiker mit Geld läutern.

12:53 von covid-strategie

… Ein Freund hat eine belarussische Frau, die ist gerade in Minsk mit den Kindern. Alles ruhig, man kann freier leben als in Deutschland, sagt sie. …

Der übliche @covid-strategie-Käse in Form von „ein Freund ist an der Impfung gestorben“, es ist ebenso durchsichtig wie unglaubwürdig.

Empfehlen Sie doch mal der imaginären Frau Ihres Freundes, sie solle doch mal eine Anti-Lukaschenko-Demo organisieren …

Ja, natürlich, in Wahrheit ist Deutschland die Diktatur, wer kennt es nicht?! Dieses Urteil spricht auch so sehr für das urdemokratische Belarus, nicht wahr?

Oppositionelle Kolesnikowa ?

In diesem Land können nur die eignen Bürger Veränderungen schaffen.

So wie die guten demokratischen Bürger der DDR es auch Geschäft haben.

Einmischung von westlichen Länder hilft da nichts. Wir haben ja die vielen negativ Beispiele der vom Westen begonnen Veränderungen in Nahen Osten , Afghanistan oder Mali aktuell klar vor Augen.

Elf Jahre Haft für Oppositionelle Kolesnikowa

Eine starke Persönlichkeit,
Frau Kolesnikowa darf nicht in der Versenkung verschwinden. Sie wird noch sehr wichtig sein im Ringen um das Ende der Autokratie in Ihrem Land.
Ich hoffe auf einen langen Atem, und ich erwartete von der deutschen Politik zuvorderst eine unmissverständliche
Verbalnote zu diesem Prozess bezgl. Rechtsstaatlichkeit.

12:59, morgentau19

>>>>Die Behörden des autoritären Landes warfen ihr eine Verschwörung mit dem Ziel einer illegalen Machtergreifung sowie die Gründung und Führung einer extremistischen Vereinigung vor.<<

Was für eine harte Strafe, die Frau Kolesnikowa erhalten hat.

Nicht zu glauben!

Wahnsinn!

In Deutschland müsste bspw. ein Intensivtäter sehr viel mehr anstellen, bevor er so ein Urteil erhält.<<

So ganz verstehe ich nicht, was Sie sagen wollen.

Ist Frau Kolesnikowa in Ihren Augen eine Intensivtäterin?

Hätten Sie in Deutschland gern ein Justizsystem nach belarusischem Vorbild? Härteste Strafen für alles mögliche, so wie das in Diktaturen üblich ist?

@covid-strategie - 12:53

"Wir Europäer sollten uns auf ein friedliches Zusammenleben mit unseren Nachbarn einstellen."

Und dass bestimmte Nachbarn da weniger friedlich sind und nicht mitmachen geht mal wieder so durch.

"Ein Freund hat eine belarussische Frau, die ist gerade in Minsk mit den Kindern. Alles ruhig, man kann freier leben als in Deutschland, sagt sie. Längst nicht alle wollen "Batka" los werden dort..."

Es geht hier aber um europäische Außenpolitik und nicht so um Ihren Freundeskreis. Wenn die meinen da "freier" als hier zu leben, dürfen die gerne ihr Dasein weiter im Lukaschenko-Paradies genießen.

Es gibt auch ungerechte Inhaftierungen im Wertewesten

Wir sollten das Urteil gegen die Oppositionelle Kolesnikowa einmal mit der Strafe von 175 Jahren Haft, die Assange, dessen Vergehen die Veröffentlichung von US-Kriegsverbrechen war, zu erwarten hat, wenn er von Groß-Britanien an die USA ausgeliefert wird, drohen.

Oder viele Unschuldige, die von Amerika in Guantanamo ohne Prozess seit Jahren inhaftiert unbd gefoltert wurden.

Im Vergleich dazu kann sich Frau Kolesnikowa nicht beschweren, obwohl dieses Urteil für die Diktatur in Belarus
charakteristisch ist und zu verurteilen ist.

13:07 von Sisyphos3

12:54 von IBELIN
>>Es ist eine Schande
dass mitten in Europa Oppositionspolitik so behandelt wird.<<

wie lange ist es denn her, dass Menschen in einem Staat in unserer unmittelbarer Nähe erschossen wurden, wenn sie ihre Republik verlassen wollten ?
Hat man sich da auch so entschlossen gezeigt ?
Gab es Boykottaufrufe oder hat man derlei "Verfehlungen" entspannter gesehen ?
gelegentlich verwundert es mich schon

Dass Sie das Töten von „Republikflüchtigen“ am DDR-Todesstreifen als „Verfehlung“ betrachten und eher entspannt gesehen haben, glaube ich Ihnen aufs Wort. Es passt perfekt zu allem, was Sie hier so schreiben.

solche willfährige Justiz

von Thomas D. @
Und was sollte Deutschland machen?

So wie wir es in Juguslavien oder Afganistan versucht haben?

Oder dann doch so wie unser jetziger Bundespräsident der einen unwilligem demokratischen Staat schon mal mit der «Kavallerie» gedroht hat?

13:02 von derdickewisser

Sommer 1983: Die Nachricht über den Milliardenkredit der Bundesrepublik für die DDR schlug wie eine Bombe ein.
-

ich will ja die Taliban nicht mit der DDR vergleichen
aber mit totschießen war man hier wie dort recht schnell

@12:32 von Thomas D. - bin voll bei Ihnen!...

...Aber leider gibt es immer noch zu viele Politiker, auch hier in Deutschland,
die meinen mit einem Diktator Geschäfte
machen zu müssen und darüber hinaus auch noch gute Kontakte zu ihm pflegen.

---

Das ist der eigentliche Skandal!
Auf der einen Seite für Menschenrechte und Freiheit scheinheilig zu propagieren,
aber auf der anderen Seite die Menschen,
die friedlich eine Änderung haben wollen, fallen zu lassen und in den Knast wandern zu lassen.
-
Mehr kann ich hier leider nicht äußern.

11 Jahre Gefängnis für den

11 Jahre Gefängnis für den Protest an den Betrügereien des Oberpiraten Lukaschenko? Mit welchen “Subventionen“ und besonderen “Geschäftsbeziehungen“ unterstützt Deutschland diesen Piratenstaat nochmal?
Ich kann es nicht fassen, zu welcher Trauerabteilung unsere vor solchen Tyrannen auf ihren Knie rutschenden Spendenverteilern aus Berlin unser Land mit diesen Aktionen gemacht haben.
Für mich kriminell!

13:07, Sisyphos3

>>12:54 von IBELIN
Es ist eine Schande
dass mitten in Europa Oppositionspolitik so behandelt wird.
-----------------
.
das Gedächtnis ist kurz

wie lange ist es denn her,
dass Menschen in einem Staat in unserer unmittelbarer Nähe erschossen wurden,
wenn sie ihre Republik verlassen wollten ?
Hat man sich da auch so entschlossen gezeigt ?
Gab es Boykottaufrufe oder hat man derlei "Verfehlungen" entspannter gesehen ?

gelegentlich verwundert es mich schon<<

Ihr Kommentar macht mich fassungslos.

Sie sind nun wirklich alt genug, um die Jahrzehnte andauernde deutsche Teilung und den Umgang der westdeutschen Politik damit mitbekommen zu haben. Alle Diskussionen, alle Kontroversen.

Manchmal frage ich mich, was Sie eigentlich treibt.

von fathaland slim 13:07

Wenn man sich doch als "links" definiert, dann sollte man doch ein bisschen kritisch sein. Und auch Tatsachen sehen und analysieren. Polen stellte der belarussischen Opposition eine Zentrale im Warschauer Villenviertel Saska Kepa zu Verfügung. Ebenso Technik und den Sender Belsat. Da scheint es ja wenig inhaltliche Differenzen zwischen der PiS und dieser Opposition zu geben.

13:15 von Nirwana1962

und ich erwartete von der deutschen Politik zuvorderst eine unmissverständliche
Verbalnote zu diesem Prozess bezgl. Rechtsstaatlichkeit.
--------------------
.
wäre es nicht zielführender sich mal um unsere eigenen Probleme zu kümmern
es gibt ja aktuell genügend, (von Corona bis Hochwasser)
bevor wir uns in Mißstände anderer Länder reinhängen

13:18, Sisyphos3

>>ich will ja die Taliban nicht mit der DDR vergleichen
aber mit totschießen war man hier wie dort recht schnell<<

Warum tun Sie es denn dann?

Vielleicht sollte man doch

Vielleicht sollte man doch die neue Gasleitung dafür benutzen, um Putin zu zwingen seine eigene und die entsprechenden Willfährigkeit Lukascchenkos zurück zu fahren?

12:32 von Thomas D.

beruhige dich. deutschland hat doch schon protest gegen das urteil eingelegt. und heute abend wird unser präses sicherlich in der ts eine forderung an belarus stellen.

12:53 von covid-strategie

Alles ruhig, man kann freier leben als in Deutschland, sagt sie.
( Längst nicht alle wollen "Batka" los werden dort...)
---------------------
.
ja gelegentlich wundert man sich
aber es sollen ja auch Menschen gegeben haben,
die freiwillig ins "Arbeiter und Bauernparadies" übergesiedelt sind
und da waren die Eltern unserer Kanzlerin nicht die einzigen

11 Jahre Gefängnis für den

11 Jahre Gefängnis für den Protest an den Betrügereien des Oberpiraten Lukaschenko? Mit welchen “Subventionen“ und besonderen “Geschäftsbeziehungen“ unterstützt Deutschland diesen Piratenstaat nochmal?
Unglaublich!

@Sisyphos3 - 13:07

"das Gedächtnis ist kurz

wie lange ist es denn her,
dass Menschen in einem Staat in unserer unmittelbarer Nähe erschossen wurden,
wenn sie ihre Republik verlassen wollten ?
Hat man sich da auch so entschlossen gezeigt?

Gab es Boykottaufrufe oder hat man derlei "Verfehlungen" entspannter gesehen ?

gelegentlich verwundert es mich schon"

Verwunderlich ist mal wieder Ihr Kommentar.

Niemand hat damals getötete Republikflüchtlinge der DDR als "entspannt" angesehen.
Und die das politisch als abgehakt betrachteten, waren die Gegner der Ostpolitik von Willy Brandt, weil er mit der Annäherungspolitik mehr erreicht hat als die konservativen Hetzer dagegen.

13:07 fathaland slim

"Dann wundert es mich, dass die Dame in Deutschland lebt........"

Nur so als Hinweis, auch Liebe kann ein Umzugsgrund sein.

13:23, Kambrium2

>>11 Jahre Gefängnis für den Protest an den Betrügereien des Oberpiraten Lukaschenko? Mit welchen “Subventionen“ und besonderen “Geschäftsbeziehungen“ unterstützt Deutschland diesen Piratenstaat nochmal?<<

Weiß ich nicht. Helfen Sie mir. Und warum „Piratenstaat“?

>>Ich kann es nicht fassen, zu welcher Trauerabteilung unsere vor solchen Tyrannen auf ihren Knie rutschenden Spendenverteilern aus Berlin unser Land mit diesen Aktionen gemacht haben.
Für mich kriminell!<<

Wovon reden Sie? Ich kann nicht ansatzweise erkennen, wen und was Sie meinen.

13:02 von derdickewisser

Hoffentlich kommt Maas nicht auf die Idee, ihm auch eine halbe Milliarde Euro zu schicken, wie den Taliban, in der Hoffnung, dass er dadurch geläutert wird.
..........................................
.
>>Sommer 1983:
Die Nachricht über den Milliardenkredit der Bundesrepublik für die DDR schlug wie eine Bombe ein<<

wurde von denen deshalb der Schießbefehl zurückgenommen ?

13:29 von fathaland slim

weil es gewisse Parallelen gibt ?
und wer will sich denn von ihnen gern das Relativieren vorwerfen lassen ?

Und was war 1956 bei uns

als Kommunisten reihenweise im Knast verschwanden? Wer im Glashaus sitzt….!

13:18 von werner1955

>>solche willfährige Justiz<<
von Thomas D. @

Und was sollte Deutschland machen?
So wie wir es in Juguslavien oder Afganistan versucht haben?
Oder dann doch so wie unser jetziger Bundespräsident der einen unwilligem demokratischen Staat schon mal mit der «Kavallerie» gedroht hat?

Ich verstehe Ihren Beitrag nicht.

Sind Ihre in Frageform gefassten Vorschläge ernst gemeint?

Ich hoffe nicht.

Mit meinem Beitrag haben sie jedenfalls nichts zu tun.

Eine Frage habe ich aber noch:

Was, bitte, ist ein „unwilliger demokratischer Staat“?

@13:07 fathaland slim -in Afghanistan sind wir uns einig

... das wir den Menschen nicht mehr unseren westlichen Lebensstil aufzwingen sollten usw...

In Belarus sehen wir das aber anders..?!

Komisch.

Weil das näher bei uns ist? Weil wir uns in Europa keine Diktatur mehr vorstellen wollen..? Träumen wir vielleicht zu viel? Messen wir mit zweierlei Maß?

"Unsere Nachbarn? Meinen Sie damit die Menschen oder die Regierungen?"

Beides. Das gibt es ja nicht getrennt. Wir sollten uns nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischen. Bei Russland versucht man das ja auch ständig..

"Dann wundert es mich, daß die Dame in Deutschland lebt. Freiheit scheint ihr offensichtlich nicht so viel zu bedeuten, denn sonst wäre sie ja in ihrem Heimatland, oder?"

Deutscher Mann, Kinder haben beide Staatsbürgerschaften. Sie ist so oft es geht in Belarus. Sie war früher übrigens Radio-Reporterin dort und kann sich "trotzdem" dort frei bewegen.

Meine Frau ist auch keine Deutsche. Wir leben - wegen meinem Beruf - in Deutschland.

13:26, Bernd Kevesligeti @fathaland slim 13:07

>>Wenn man sich doch als "links" definiert, dann sollte man doch ein bisschen kritisch sein. Und auch Tatsachen sehen und analysieren. Polen stellte der belarussischen Opposition eine Zentrale im Warschauer Villenviertel Saska Kepa zu Verfügung. Ebenso Technik und den Sender Belsat. Da scheint es ja wenig inhaltliche Differenzen zwischen der PiS und dieser Opposition zu geben<<

Das also schließen Sie aus dem, was Sie behaupten? Daß es sich um ein Villenviertel handelt, scheint für Sie ja extrem wichtig zu sein.

Ich möchte Sie zitieren:

„Wenn man sich doch als "links" definiert, dann sollte man doch ein bisschen kritisch sein.“

Argumentativ in den Armen eines Diktators zu landen zeigt, daß man leider nicht wirklich kritisch ist, sondern an lieb gewordenen Allianzen aus den Zeiten des kalten Krieges, die schon damals anrüchig waren, weswegen ich mit der DKP nie etwas anfangen konnte, mit aller Macht festhält.

Lukaschenko ist ein Faschist wie Franco oder Mussolini.

@12:29 von harry_up

>Soll bloß niemand sagen,...
...sie sei das selber schuld.<

Auf keinen Fall.
Aber eventuell ist der Westen / Nato / EU mit schuld?
Eventuell lässt Russland Lukaschenko so viel durchgehen weil die Vermutung besteht das sonst noch ein Land zum Westen / EU / Nato überläuft?

Vielleicht hätte man sich an das Abkommen "Zwei-plus-Vier-Vertrag" halten sollen?!

Wer weis das schon ganz genau!

13:32 von Wanderfalke

Niemand hat damals getötete Republikflüchtlinge der DDR als "entspannt" angesehen.
....................
.
hat man da auch mit Boykott gedroht oder ähnlichem ?

Ich erinnere mich nur an einen Milliardenkredit von FJ Strauß eingefädelt
und ob der Willy Brandt was erreichte, oder die wirtschaftliche Situation in der DDR das Fass zum Überlaufen brachte
darüber kann diskutiert werden

Annäherungspolitik mehr erreicht

von Wanderfalke @

Dann sollte wir es wie Brand mit seiner seiner Politik machen?

Kredite, Botschaften, Häftling freikaufen usw. und diplomatische Beziehung verstärken und kein Sanktionen fordern?

Also ich glaube nicht daran.

Die konsequente Nachrüstung und harte Politik von unserem guten Bundeskanzler Heömut Schmidt hat letzten Endes zur deutschen Einheit geführt.

@Sisyphos3 - 13:27

"wäre es nicht zielführender sich mal um unsere eigenen Probleme zu kümmern
es gibt ja aktuell genügend, (von Corona bis Hochwasser) bevor wir uns in Mißstände anderer Länder reinhängen"

Wäre es nicht zielführender, die Außen-, Innen-, Gesundheits- und Landespolitik nicht immer als Eintopf zusammen zu rühren sondern mal nach Aufgaben der politischen Ressorts zu betrachten...?

Das ist nichts anderes...

als ein Willkür-Urteil eines Gerichts, das auf Anweisung eines gewissenlosen Diktators solche Schandurteile fällt. Bei uns in Deutschland hatten wir sowas in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts. A. H. und sein Scherge Roland F. vom Volksgerichtshof lassen grüßen...

13:32 von Sisyphos3

…aber es sollen ja auch Menschen gegeben haben, die freiwillig ins "Arbeiter und Bauernparadies" übergesiedelt sind

Ja. Und?

Wer sind Sie, darüber zu urteilen?

13:02 von derdickewisser

… Hoffentlich kommt Maas nicht auf die Idee, ihm auch eine halbe Milliarde Euro zu schicken, wie den Taliban, in der Hoffnung, dass er dadurch geläutert wird.

Also, ein “Wisser“ sind Sie nicht, das ist deutlich erkennbar.

Wo bleiben die Proteste???

Wo bleiben die Proteste in unseren Medien gegen den ägyptischen Diktator Al-Sisi, der mehre zehntausend Zivilisten, die gegen seine Diktatur protestiert haben, in Gefängnisse geworfen hat?

Kann es sein, daß diese Menschenrechtsverletzungen ignoriert werden, weil der ägyptische Diktator ein folgsamer Verbündeter der Amerikaner ist?

13:33, jukep

>>13:07 fathaland slim
"Dann wundert es mich, dass die Dame in Deutschland lebt........"

Nur so als Hinweis, auch Liebe kann ein Umzugsgrund sein.<<

Wenn man aus dem belarusischen Freiheitsparadies in die unfreie Bundesrepublik umzieht, dann muss die Liebe aber schon sehr, sehr groß sein.

13:40 von Bigbirl

.... und es den Radikalenerlass gab

und sie sagten es ja
"Wer im Glashaus sitzt….!"

Das Urteil soll abschrecken...

nicht nur die eigene Bevölkerung, sondern vor allem auch die US-Amerikaner.

Russland und Belarus scheinen sich dem Versuch des Regmine Chance der USA erfolgreich entgegen gestellt zu haben.

Man hat zwar dort Teile der Bevölkerung aufgestachelt, aber es kam zu einer gewaltsamen Eskalation.

Ich frage mich ja was man sich versprochen hatten bei den USA? Dachte man im Ernst Lukaschenko würde abtreten?

Eher marschieren die Russen mit Putin dort ein und "retten" das Brudervolk. Die meisten Belarussen sprechen ohnehin russisch aus Hauptsprache.

Auch die Naivität vieler hier finde ich bemerkenswert. Schade, dass Scholl-Latour nicht mehr lebt. Der könnte vielen hier was erzählen...

13:27 von Sisyphos3

>>wäre es nicht zielführender sich mal um unsere eigenen Probleme zu kümmern
es gibt ja aktuell genügend, (von Corona bis Hochwasser)
bevor wir uns in Mißstände anderer Länder reinhängen<<

Treten Sie bitte einfach mal vor Ihren Gartenzaun und bemerken vielleicht das Sie nicht allein auf der Welt sind.

Und mit Nachdruck auf den Busch klopfen, geht auch ohne die von Ihnen beschriebenen Aufgaben zu beschneiden.

@fataland, 13.09

"Weder schickt Herr Maas den Taliban eine halbe Milliarde Euro, noch hofft irgendwer, man könne Fanatiker mit Geld läutern."

Na, wenn Sie das sagen...
Die 500 Millionen sind freilich nicht an die Taliban adressiert. Aber Sie dürfen drei Mal raten, bei wem sie de facto dann ankommen werden.
Und wenn man nicht glaubt, Fanatiker mit Geld läutern zu können, ist das Geschenk umso unverständlicher.

11 Jahre? Das ist ja richtig

11 Jahre? Das ist ja richtig demokratisch und rechtsstaatlich nach US-Vorbild - naja, nicht ganz, Assange drohen 175 Jahre Haft für Journalismus.

Wer den USA das Recht auf Abschreckung durch extrem überzogene Strafen zubilligt, muss auch Belarus dieses Recht zubilligen - das gilt besonders für die Bundesregierung, deren Kritik an diesem Urteil nicht zu rechtfertigen ist, nachdem sie den Prozess gegen Assange als rechtsstaatlich bezeichnete.

@fathaland slim

was würde ich es begrüssen, von ihnen einen kommentar zu lesen, in dem sie uns einzig und allein ihre meinung zu dem bericht der tagesschau darstellen.

stattdessen "schulmeistern" sie wieder, indem sie absätze aus den meinungsäusserungen anderer nutzer rauskopieren, die in dem meisten fällen nicht auf ihrer "linie" liegen und behandeln diese von oben herab.

unbestritten, ihr wissen ist enorm. gerade deshalb: haben sie es nötig, so vorzugehen, wie sie es immer wieder tun? ich finde nicht. lassen sie doch einfach den menschen ihre meinung (an der ich mich übrigens auch öfters störe, allerdings schenke ich es mir, meine energie darauf zu verschwenden).

13:43, covid-strategie

>>@13:07 fathaland slim -in Afghanistan sind wir uns einig
... das wir den Menschen nicht mehr unseren westlichen Lebensstil aufzwingen sollten usw...

In Belarus sehen wir das aber anders..?!

Komisch.<<

Es geht weder in Afghanistan noch in Belarus darum, irgendwem unseren Lebensstil, was immer das auch sein soll, aufzuzwingen.

Es geht darum, daß Menschen, die den Machthabern nicht passen, in Gefängnissen landen und schlimmeres.

>>Wir sollten uns nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischen.<<

Doch, das sollten wir. Ich tue es jedenfalls ständig und betrachte es als eine meiner vornehmsten Aufgaben als Weltbürger. Wenn es um Menschenrechte geht, gibt es keine inneren Angelegenheiten. Die in diesem Zusammenhang ausschließlich von Diktatoren und Autokraten behauptet werden. Sicherlich, die mögen Einmischung nicht so. Von ihrem Standpunkt aus betrachtet verständlich.

13:43 von covid-strategie

bleiben sie doch entspannt

wenn ihre Frau die Sache in ihrer Heimat anders sieht als die Fachleute hierzulande ...
meine Frau findet den Duterte auch hervorragend

es kann eben nicht sein was nicht sein darf

13:38 von Sisyphos3

«>>Sommer 1983:
Die Nachricht über den Milliardenkredit der Bundesrepublik für die DDR schlug wie eine Bombe ein<<

wurde von denen deshalb der Schießbefehl zurückgenommen ?»

Ist Ihnen eigentlich schon mal aufgefallen, dass die Situation BRD - DDR von 1945 nach WK2 bis 1989 zu Zeiten von Berlin Wall eine ganz besondere zwischen zwei Staaten war? Nur zwischen Südkorea und Norkorea gibt es das seit Ende des Koreakriegs in etwas anders noch ein zweites Mal.

Wäre Ihnen das schon mal aufgefallen, hätte Ihre Vergleichskanone wenigstens hier zu Belarus auch mal einen Tag im Jahr frei, und müsste nicht von Neujahr bis Silvester ohne Pause schuften und ballern.

Ach ja!

Immer wenn ich sowas lese, fällt mir sofort ein Name ein "Gustel Mollath" !!!!

Den hat man hier vor nicht allzu langer Zeit in die Psychiatrie eingesperrt weil er Steuerhinterziehung in Bayern veröffentlicht hat.
Und die Bayrische Justizministerin hat das als gut und Rechtens verteidigt!!!!

Ach und bei einigen Steuerprüfern hat man ähnlich verfahren.

13:47 von artist22

Eigentor ?
steht doch in meinem Beitrag 13:44 wer es anleierte

13:44 von Sisyphos3

13:32 von Wanderfalke
>>Niemand hat damals getötete Republikflüchtlinge der DDR als "entspannt" angesehen.<<

hat man da auch mit Boykott gedroht oder ähnlichem ?
Ich erinnere mich nur an einen Milliardenkredit von FJ Strauß eingefädelt

Schrieben Sie weiter oben nicht, dass das Gedächtnis kurz sei?

Es gab auf Seiten der BRD immer das Ziel der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten.

Und mit diesem Ziel vor Augen sind Kredite möglicherweise hilfreicher als Boykotte.

@ harry_up

"Lukaschenko eifert seinem Großen Bruder erfolgreich nach, der sich ebenfalls nicht anders zu helfen weiß als missliebige Gegner einfach mit Hilfe eines sogenannten "Verfahrens" wegzusperren."

In der Tat, Lukaschenko hat beim großen Bruder USA fleißig gelernt, er hat nur vergessen, dass nicht gleiches Recht für alle gilt, was der große Bruder darf, darf der kleine noch lange nicht.

Darstellung: