Kommentare - Gericht lehnt Bahn-Berufung gegen Streik ab

03. September 2021 - 16:18 Uhr

Die Lokführer-Gewerkschaft GDL kann ihren Streik wie geplant fortsetzen. Ein Gericht hat in zweiter Instanz eine einstweilige Verfügung gegen den Ausstand abgelehnt. Die Deutsche Bahn bedauerte die Entscheidung.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Gericht lehnt Bahn-Berufung gegen Streik ab....

Ein Erfolg für die über 10.000 streikenden Bahner. Eine Niederlage für den Bahn-Vorstand. Nach der Blockadehaltung (seit dem 7. Juni) und Scheinangeboten(1 % pro Jahr mehr, Null für 2021) betätigt sich der Vorstand zum wiederholten Mal als Prozesshansel. Die Betriebsrente soll nach deren Willen natürlich wegfallen.
Übrigens hat die GDL erst kürzlich Tarifverträge mit TRANSDEV, Dispo-TF Rail und PRS und Go-Ahead erfolgreich abgeschlossen.
Bei den Betriebsratswahlen bei Vias Rail GmbH West konnte die GDL alle Betriebsratssitze erringen.

Rechtmäßig, ja, aber hier wie dort!

"Egal wie das jetzt heute ausgeht, wir müssen das versuchen", sagte Bahn-Sprecher Achim Stauß über die Berufung im ARD-Morgenmagazin.
--
GDL-Chef Claus Weselsky sagte nach der ersten Gerichtsentscheidung am Donnerstag, die Kammer habe klar gemacht: "Die Arbeitskampfmaßnahme ist rechtmäßig, sie ist zulässig und sie ist auch verhältnismäßig."

Art.9 Abs. 3 GG ist kein Schutzartikel für Gewerkschaften. Manche Erläuterung, Einschätzung und Berichterstattung erwegt geradezu diesen Eindruck.

Es gibt auch auf der Seite der Bahn rechtmäßige Abwehrmaßnahmen. Die Bahn sollte nach den gemachten Erfahrungen solche jetzt vorbereiten.

So geht das nicht weiter und ja, das ist eine Totalblockade:
Die GDL hatte erneut abgelehnt, in Gespräche einzutreten, bevor nicht ihre sämtlichen Forderungen erfüllt würden.

Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Die Bahn mußte in Berufung gehen, alles andere wäre gegen die Interessen des Eigentümers und der Nutzer.
Abwehren!

Ein Erfolg für niemanden

Die Bahn wird nach diesem Streik nur noch weniger genutzt.
Hauptkriterium für Kunden ist die Verläßlichkeit, und die ist schon ohne Streik katastrophal.
Es fährt eh nur noch Bahn wer muss oder sich kein Auto leisten kann.
So wird es nie was mit der Verkehrswende!

Dieses Ergebnis ist richtig und war abzusehen Vorstand DB ade!

Die DB hat einen Schauprozess geführt, anstatt ernsthaft zu verhandeln.

Die Eitelkeiten dieser überbezahlten Herrschaften von der DB sind schwer zu ertragen.

Der vorläufige Höhepunkt: Die ohnehin überzahlten Vorstände der DB "verzichten" auf Bonuszahlungen, von denen bereits jetzt abzusehen ist, dass sie sie wegen der schlechten Ergebnisse gar nicht mehr verdienen können.

Der Eigner der DB sollte diesen Vorstand schnellst möglich entlassen.

16:52 von Klaus.Guggenberger

ob merkel den pofalla rausschmeisst, wage ich arg zu bezweifeln. eher wird sie in einer fernsehansprache für baerbock als kanzler werben

Ich verstehe die Gewerkschaft

Ich denke da nur an die Bahnbeschäftigten.

Als halb Deutschland im Homeoffice war und der Lockdown Deutschland lahmlegen, waren die bahnangestelle da.
Es lief alles und kaum ein Zug fiel aus.

Der öffentliche Dienst hat eine Gehaltserhöhung bekommen, auch die Privatbanken. Ein Teil in diesem Jahr, der andere nächstes Jahr.

Nur die grosse Eisenbahn ( DB) gönnt den Angestellten dieses Jahr nichts.

Und seitens der Presse wird selten erwähnt, das die EVG auch noch die rentenzuschläge kürzen, bzw. Abschaffen will. Das ist meiner Meinung nach ein Tritt in den Hintern für die DB Angestellten, die ich schweren Zeiten zur stelle waren.

Viele hacken auf den bahnpersonal rum, welches Tag und Nacht, Samstags, Sonntags, feiertags usw arbeitet. Manchmal mehr als 10/12 Std. Mit auswärtsübernachtung....

Und das tarifeinheitsgesetz ...
Die stärkste Partei hat im Bundestag doch auch nicht das alleinige Stimmrecht.

Denkt mal drüber nach.

Ohne Weitblick

Der Gewerkschaft fehlt einfach der Weitblick.

Je mehr Lohnerhöhung die erstreiken, desto mehr Mitarbeiter wird die Bahn später entlassen, bzw. weniger Azubis in den Dienst übernehmen, um Personalkosten zu sparen.

Am Ende leiden unter den "Siegen" der Gewerkschaft nur die Jungen die nach der Ausbildung auf der Strasse sitzen und die ganz Alten, die nach der Entlassung keinen Job mehr finden. Die Staatskasse wird schon richten.

verlässlichkeit

als der lockdown war, konnte man sich auf die bahn verlassen.

Warum?
Alle Angestellten waren da und leisteten ihren Beitrag, als Systemrelevanter Beruf.

Und nun bekommen die Angestellten ihre Rechnung, dass sie da waren.
Dieses Jahr keine Gehaltserhöhung , rentenkürzung usw.

Das bahnmanagment versucht alles auf corona zu schieben, aber die misswirtschaft ist schon ewig.

Und mal ganz ehrlich: Wer will unter solchen Bedingungen als Lokführer oder so anfangen. Somit erklärt sich auch der ständige Personal personalmangel.

In manch anderen Berufen leider genauso!!!

um 16:44 von gman

"Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Die Bahn mußte in Berufung gehen, alles andere wäre gegen die Interessen des Eigentümers und der Nutzer.
Abwehren!"

Sie haben übersehen, dass es keine Berufungsmöglichkeit gibt.
Die Bründung der Klage durch die DB war so dünn, dass man nur staunen kann, wie sehr die Bahn bereit ist, das Gesicht zu verlieren und damit auch der Eigentümer, der sich hinter dem Management versteckt.

um 17:26 von Zille1976

Da irren sie. Die Bahn sucht händeringend Lockführer.

@16:50 von vweh

//Hauptkriterium für Kunden ist die Verläßlichkeit, und die ist schon ohne Streik katastrophal.//

Und schuld sind natürlich wieder die bösen überbezahlten Lokführer. Was ist nur aus diesem Land geworden? Jeder denkt nur noch an sein eigenes Wohl. Koste es wen und was es wolle.

//So wird es nie was mit der Verkehrswende!//

Stimmt. Liegt aber nicht am Streik.

Gericht lehnt Bahn-Berufung gegen Streik ab !

Danke.
Der Rest unseres Rechtsstaat funktioniert ja noch.

Man sollte den DB Vorstand per Klage dazu zwingen die berechtigten und zwingend notwendigen Forderungen der GDL zu erfüllen.

Kein Nullrunden und kein Kürzungen der Betriebsrenten.

Zu 17:09 von Eduart de Machina - "Aufgepasst"

"Aufgepasst, Arbeitnehmer gibt es nicht nur bei der Bahn."

@Eduart de Machina, wem wollen Sie damit drohen? Ein Großteil der Arbeitnehmer sind Bahnnutzer. Sie sind darauf angewiesen und dazu werden ihre Arbeitsplätze gefährdet.

Nicht alle haben für diesen unsäglichen Streik und diese Totalblockade noch Verständnis. Die Inflation hat diverse Ursachen, sie trifft nicht nur Lokführer. Es führt zu weit, diese hier aufzuschlüsseln. Es geht ja auch um Altersvorsorge. Diese wird bereits mit Milliarden € durch die Inflation und Negativzinspolitik geschädigt. Hier gilt es für die Politik anzusetzen und das böse Spiel der Schuldenförderung zu beenden.

Die Bahn hat selbst Schulden im Übermaß und sie nehmen weiter zu. Die Nutzer werden fernbleiben, wenn die Zuverlässigkeit weiter leidet. Es wird u.a. die Bahn und ihre Mitarbeiter zusätzlich treffen, wenn die Spirale jetzt in Gang gesetzt wird und die Folgen dann eintreten. Auch die GDL wird ihre Mitglieder davor nicht schützen!

@16:44 von gman

//Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Die Bahn mußte in Berufung gehen, alles andere wäre gegen die Interessen des Eigentümers und der Nutzer.
Abwehren!//

Sie haben offensichtlich den Sinn von Tarifverhandlungen und den Sinn von Streiks nicht einmal im Ansatz begriffen. Aber das haben Sie immerhin mit dem Bahnvorstand gemein.

um 16:50 von vweh

"So wird es nie was mit der Verkehrswende!"

Da haben sie recht. Es ist mir völlig unverständlich, wie eine Regierung ihr eigene Verkehrspolitik so dreist untergraben kann.
Das kann man nur als Handlungsunfähigkeit interpretieren. Will man so mit den Gegenwartsproblemen umgehehen?

Ich verstehe jeden, der sich sagt, weshalb soll ich da noch wählen.

Tja, wenn das Bahnpersonal

Tja, wenn das Bahnpersonal noch verbeamtet wäre, gäbe es keinen Streik.

@vweh

"Hauptkriterium für Kunden ist die Verläßlichkeit, und die ist schon ohne Streik katastrophal." Am 03. September 2021 um 16:50 von vweh

*

Eben.
Und auch das lag nicht an den Lockführern.

Die Bahn ist eben kein Unternehmen, das Kunden und Mitarbeiter auspressen sollte, um möglichst viele Gewinne zu erwirtschaften.

Info für die Egoisten hier im Forum:

***Richard Lutz bleibt mindestens bis 2027 Chef der Deutschen Bahn. Der Aufsichtsrat verlängerte an diesem Mittwoch die Verträge von Lutz und zwei weiteren Bahn-Vorständen.

Die drei Bahn-Vorstände wollten auch zehn Prozent mehr Gehalt, doch die Entscheidung darüber wurde auf das nächste Jahr verschoben.

Lutz verdient ohnehin schon mindestens 900.000 Euro im Jahr. Hohe Gehälter erzielen oftmals auch die Chefinnen und Chefs der öffentlichen Verkehrsbetriebe.***

Der Zorn der Egoisten ist falsch adressiert. Und bitte noch einmal über die Bedeutung des Wortes "verhältnismäßig" kundig machen - scheint ja im Oberstübchen mit dem Wörtchen "ICH" überschrieben worden zu sein.

@17:58 von Tetor

//Tja, wenn das Bahnpersonal noch verbeamtet wäre, gäbe es keinen Streik.//

Dann müssten die aber auch nicht um ihre Altersversorgung bangen.

Corona-Prämie und ..

.. hinkende Lohn-Kaufkraftvergleiche sind hier völlig untauglich.

Es war schon ein Fehler, dass der Gesetzgeber die Möglichkeit einer steuerfreien Corona-Prämie geschaffen hat. Sie wird vielfach missbraucht wie man feststellen muß. Sie war gedacht für die zusätzliche coronabedingte Belastung.

Richtig wäre, die Belastung ordentlich zu bezahlen wie jede andere zusätzliche Belastung auch.
Zu was die Corona-Prämie verkommt, kann man auch an der Corona-Prämienforderung für Lokführer sehen.
Es ist zum Fremdschämen.

Am 03. September 2021 um 17:50 von werner1955

Zitat: Gericht lehnt Bahn-Berufung gegen Streik ab !--- Danke.---Der Rest unseres Rechtsstaat funktioniert ja noch.

Für Sie -und einige andere auch- funktioniert der Rechtstaat immer dann, wenn Ihnen das jeweilige Urteil in den Kram passt.

Der Rechtstaat ist unteilbar.

@Zille1976

"Je mehr Lohnerhöhung die erstreiken, desto mehr Mitarbeiter wird die Bahn später entlassen, bzw. weniger Azubis in den Dienst übernehmen, um Personalkosten zu sparen" Am 03. September 2021 um 17:26 von Zille1976

*

Dann dürfen sich die Bahnkunden selbst kontrollieren und (so scherzte ein Satiremagazin) wenn sie die Lock fahren sogar umsonst mitreisen. ;-)

Es ist nun mal so: Ohne einen Lockführer kommt kein Zug vom Platz.

Oder wollen Sie einem Lockführer jetzt 3 Fernsteuerungen in die Hand drücken, die er gleichzeitig bedienen kann.

Die Schaffner sind jetzt auch ausgelastet. Mit weniger Leuten wird eben nicht mehr kontrolliert.

DB mit politisierung Versuch klaglos gescheitert

Mit dem versuch das ganze zu politisieren, weil eine Gewerkschaft der anderen die Mitglieder durch bessere Konditionen
abspenstig macht, hat es nicht geklappt.

Der Bahnvorstand hat sich nun selbst endgültig Schachmatt gesetzt.

Jetzt haben Sie auch noch ihren hauseigenen
Betriebsrat EVG mit den erbosten Mitgliedern
gegen sich selbst aufgebracht.

Die Bahn versucht mit ihren

Die Bahn versucht mit ihren Klagen das Streikrecht auszuhebeln und wird dafür hier von einigen auch noch beklatscht. Pfui!

Zu 17:54 von Anna-Elisabeth "Sinn und Zweck"

@16:44 von gman
//Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Die Bahn mußte in Berufung gehen, alles andere wäre gegen die Interessen des Eigentümers und der Nutzer.
Abwehren!//
Sie haben offensichtlich den Sinn von Tarifverhandlungen und den Sinn von Streiks nicht einmal im Ansatz begriffen.

Welche Tarifverhandlungen?

Die GDL hatte erneut abgelehnt, in Gespräche einzutreten, bevor nicht ihre sämtlichen Forderungen erfüllt würden.

Was für Gespräche will Weselsky dann noch führen?
Denn Sinn habe ich wirklich nicht verstanden!

16:44 von gman Irgendwie habe

16:44 von gman

Irgendwie habe ich den Eindruck, Sie kennen die Gründe ( wie viele andere auch ) nur teilweise.
Haben Sie mitbekommen, das der Vorstand der Bahn sein eigenes Saler um 10 % erhöht hat, aber für die kleinen Angestellten für dieses Jahr 0 % und für nächsten 2 Jahre je 1,5 % Lohnerhöhung angeboten haben ?, Das der Vorstand die Betriebsrente kürzen/ abschaffen will ? Usw. .... !

Also für Sie ist alles, was der Arbeitgeber macht, richtig und alles was die GDL macht einfach nur Sch.... ?
Dann müssten Sie ja mit der EVG super glücklich sein - die hat 0,0% akzeptiert.

Nach den gestrigen Kommentaren, mussten ja einige " ganz kleinlaut werden, da der ach so hoch bezahlte Lokführer" in D nicht existiert.

@Zille1976:

"Je mehr Lohnerhöhung die erstreiken, desto mehr Mitarbeiter wird die Bahn später entlassen, bzw. weniger Azubis in den Dienst übernehmen, um Personalkosten zu sparen" - oder: je mehr Lohnerhöhung und Verzicht auf Betriebsrentenkürzung die GDL erstreikt, desto weniger erhöht sich der Bahnvorstand seine eigenen Bezüge resp. verzichtet auf sie in angemessenem Rahmen? Das jedenfalls würde das Betriebsklima erheblich verbessern, erübrigte Gänge vors Gericht und wäre einmal kundenfreundlich, statt die eigenen Kunden in diesem Kuddelmuddel auf den Bahnhöfen allein zu lassen. -

Am 03. September 2021 um 17:26 von Zille1976

Je mehr Lohnerhöhung die erstreiken, desto mehr Mitarbeiter wird die Bahn später entlassen, bzw. weniger Azubis in den Dienst übernehmen, um Personalkosten zu sparen.
___
Ich kann mich gut erinnern, als vor einigen Jahren bei der Lufthansa massiv gestreikt wurde. Letztlich war der Streik erfolgreich, die Lufthansa ist auf das Gros der Forderung eingegangen. Ein paar Monate später war sie "leider gezwungen" etlichen Piloten betriebsbedingt zu kündigen. Alle Kündigungen gingen durch. Das Lamento war riesig. Ihren Job gesichert haben diejenigen Piloten, die den Notdienst durchgeführt haben. Die anderen konnten sich dann bei den Billigairlines bewerben, die noch wesentlich schlechtere Konditionen hatten, als die Lufthansa sie je angepeilt hatte.

Urteil war zu erwarten

Streik ist ein hohes Gut, da traut sich keiner ran. Viel schlimmer ist, daß der Vorstand der GDL dies schamlos ausnutzt.
Ich bin zum Glück nicht auf die Bahn angewiesen. Für mich steht aber fest, ich werde zukünftig komplett verzichten.
Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Das war zu erwarten,

falls die Richter neutral bleiben. Die von der Bahn verbreiteten Behauptungen um die wahren Gründe des Streikes sind nun einmal ganz einfache Verschwörungstheorien.

Hier merkt man leider, dass die Anhänger dieser Verschwörungstheorien nicht nur beim Bahnvorstand zu finden sind.

Am 03. September 2021 um 17:47 von logig

Die Bründung der Klage durch die DB war so dünn, dass man nur staunen kann, wie sehr die Bahn bereit ist, das Gesicht zu verlieren und damit auch der Eigentümer, der sich hinter dem Management versteckt.
___
Der Eigentümer, das sind wir alle !
Die Bahn ist zu 100% im Besitz des Bundes oder anders ausgedrückt, der Bund hält 100% der Aktien.

Zu 18:06 von Anna-Elisabeth ---Dukatenesel?

@17:58 von Tetor
//Tja, wenn das Bahnpersonal noch verbeamtet wäre, gäbe es keinen Streik.//
Dann müssten die aber auch nicht um ihre Altersversorgung bangen.

@Anna-Elisabeth, Sie glauben wohl, für Beamte gibt es einen Goldesel der ungefüttert die Dukaten hinten liefert.

Auch die Altersversorgung der Beamten muß erwirtschaftet werden.
Wer die Wirtschaft ruiniert trägt dazu nichts bei, im Gegenteil!

18:21 gman

Beamte streiken nicht.

Am 03. September 2021 um 18:01 von Tada

Die Bahn ist eben kein Unternehmen, das Kunden und Mitarbeiter auspressen sollte, um möglichst viele Gewinne zu erwirtschaften.
__
Also, jetzt haben Sie aber einen vom Stapel gelassen !
Es wäre ja schon wunderbar, wenn die Bahn mit nur der Hälfte der Schulden auskäme, die sie jedes Jahr fabriziert. Auch in nicht Corona-Jahren. Die Bahn ist ein Zuschussgeschäft, an dem wir alle beteiligt sind, ob wir wollen oder nicht und es ist kein Ende abzusehen; im Gegenteil !

@gman - Bahn sollte Abwehrmaßnahmen vorbereiten.

Was soll denn die Bahn machen ?

Als alleiniges Infrastrukturunternehmen für die mitwerbsunternehmen Strecken sperren?

Alles was rollt sind hat mit der Infrastruktur
nichts zu tun , EU und die Eisenbahnunternehmen würden horrende Schadenersatz einfordern.

Ein Jahrzente langes aussitzen der Mautminister und nicht vollzogene Trennung
zwischen Infrastruktur und Verkehrsunternehmen in der DB ist das Problem

17:50 von

17:50 von Anna-Elisabeth

Stimme Ihrem Kommentar zu !

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

Sehr geehrte User,

wir möchten Sie bitten zu einer sachlichen und themenorientierten Diskussion zurückzufinden. Persönliche Auseinandersetzungen sind nicht erwünscht. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Verbeamtet

Owehoweh, wenn, wie hier von einigen gefordert, die Bahnangestellten verbeamtet würden, hätten sie dieselben Komentatoren am Hals bzgl Pension Pensionsalter und Besoldung !!!!!

17:50 von gman // Die Bahn

17:50 von gman

// Die Bahn hat selbst Schulden im Übermaß und sie nehmen weiter zu. //

Ich habe da mal ne Frage : Wen interessieren
" die Schulden " der Mitarbeiter ? Da werden die Schulden evtl. auch nicht weniger.

Aber " die arme Bahn ". Kopfschüttel ?

Fehlendes Personal

„ Je mehr Lohnerhöhung die erstreiken, desto mehr Mitarbeiter wird die Bahn später entlassen, bzw. weniger Azubis in den Dienst übernehmen, um Personalkosten zu sparen.“

Ob es wirklich so eine gute Idee ist dringend benötigtes Personal zu entlassen bzw. Nicht zu übernehmen, damit noch mehr Züge nicht gefahren werden können?
Irgendwann besteht die Bahn nur noch aus der Verwaltung, die relativ nutzlos ist, wenn es wie im letzten Winter mal ein bisschen Schnee hat.

Wichtige Güterzüge werden von Dritten gefahren, da gibt es kaum Einschränkungen. Auch wenn noch Züge von der zweiten Streikrunde abgestellt sind, da gibt es kein Personal für.

um 17:47 von logig

>>
Sie haben übersehen, dass es keine Berufungsmöglichkeit gibt.
Die Bründung der Klage durch die DB war so dünn, dass man nur staunen kann, wie sehr die Bahn bereit ist, das Gesicht zu verlieren und damit auch der Eigentümer, der sich hinter dem Management versteckt.
<<

Nicht die Augen vor der Realität schließen. Der Berufungstermin war schon heute und das Landesarbeitsgericht hat die Revision zugelassen. Könnte also noch nach Leipzig gehen.

18:04 von Anna-Elisabeth Auch

18:04 von Anna-Elisabeth

Auch zu diesem Kommentar - sehr gerne - meine Zustimmung !

Zu um 18:16 von ich1961

@ich1961, bleiben Sie doch bei den Fakten.
Es geht hier nicht um den Vorstand der die Betriebsrente abschaffen will.
Wo haben Sie das gelesen?!

Nach den gestrigen Kommentaren, mussten ja einige " ganz kleinlaut werden, da der ach so hoch bezahlte Lokführer" in D nicht existiert.

Wo haben Sie etwas von "hoch bezahlten Lokführern in D" gelesen?
Ihre abenteuerlichen Lohnkaufkraftvergleiche hinken gewaltig im Sechseck. Für wen wollen Sie für Dumm verkaufen?

Spanier bewerben sich gerne bei der Bahn in Deutschland für eine gut entlohnte und kostenlose Ausbildung. In Spanien soll schon die Ausbildung zum Lokführer für sie bis zu 20.000 € kosten. Sie können das ja mal recherchieren.

Streikfahrplan

Was ich nicht verstehe ist warum im FV nur 25% der Züge fahren, und im NV 40%.
Gleichzeitig wird behauptet, nur wenige Lokführer seien in der GDL. Warum fallen dann so viele Züge aus?

Gleichzeitig sitzen in den Lokleitungen die Lokführer im Pausenraum und warten ihre Schicht ab. Also genau die, die sich zum Dienst gemeldet haben und fahren würden; wenn man sie denn ließe.

Es sollte daher hinterfragt werden, welchen Anteil der Streikfahrplan an den ausfallenden Zügen hat. Den schreibt die DB, nicht die GDL.

Kerngeschäft der Bahn

„Es wäre ja schon wunderbar, wenn die Bahn mit nur der Hälfte der Schulden auskäme, die sie jedes Jahr fabriziert. Auch in nicht Corona-Jahren. Die Bahn ist ein Zuschussgeschäft, an dem wir alle beteiligt sind, ob wir wollen oder nicht und es ist kein Ende abzusehen; im Gegenteil !“

Daran haben Beteiligungen im Ausland einen nicht unwesentlichen Anteil.

@weingasi1:

Der Vergleich hinkt doch sehr; die Eisenbahn ist eben kein Flugzeug, und daß eine Lokomotive ohne Lokführer im Schichtdienst fahren sollte, noch eine Utopie. -

18:13 von Anna-Elisabeth Ich

18:13 von Anna-Elisabeth

Ich denke, das viele einfach keine Ahnung mehr haben, was " unsere " Vorfahren auf sich genommen haben, um " uns " das Arbeits - und Streikrecht so zu hinterlassen.
Ich erinnere mich noch an die Streiks ( 70 er Jahre ) in der Stahlindustrie, da wurden noch Abschlüsse erzielt und vorher gestreikt was das Zeug hält.

@Juergen, 18:19

„Das war zu erwarten, falls die Richter neutral bleiben“

Natürlich. Die Unabhängigkeit der Justiz ist schließlich ein zentrales Merkmal eines Rechtsstaats.

@ gman Re: von Anna-Elisabeth "Sinn und Zweck"

Vielleicht interessant für Sie um die GdL zu verstehen
Um weiter Boni zu bekommen?
Deutsche Bahn ruft Milliarden-Hilfe nicht ab
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutsche-Bahn-ruft-Milliarden-Hilfe-nich…

Im Gegenteil zur EVG die der Wackeldackel der DB ist und ihre bezahlenden Mitglieder erst gar nicht zu ihren "Verhandlungsergebnissen" befragt, tut Herr Weselsky wofür er von seinen Mitgliedern bezahlt wird.
Nicht die GdL nimmt die Fahrgeste in "Geiselhaft" sondern der Vorstand der DB, der sich die eigenen Taschen mit Bonis und 10% füllen will aber die Belegschaft mit 0-Runden und Steigerungen unterhalb der Inflation und Laufzeiten über 3Jahre abspeisen will und sich gegen die Forderungen der GdL sträubt.

Zu 18:24 von Juergen "Beamte streiken nicht."

Ja und?
Haben Sie vom Gegenteil gelesen.
Was soll diese Feststellung?
Was wollen Sie damit sagen?

"Beamte streiken nicht."
... und was ?

Vielen Dank

An die Judicative für den eindeutigen Fingerzeig wer hier rechtskonform agiert und wer nicht.
Und das immer wieder verlogene Argument der angeblich größeren Gewerkschaft die vom ehemaligen DB Vorstand gegründet wurde
igitt.

Geradezu peinlich ist das Verhalten der SPD die das unsägliche TEG entgegen den Arbeitnehmerinteressn damals durchgesetzt hat.

Wenn so jemand Kanzler wird .
Oje.
Gute Nacht liebe Arbeitnehmer der Staatsunternehmen.
Dann wird das TEG sicher noch nachgeschärft...
und am Ende sitzen wir im ICE der von einem Quereinsteiger gefahren wird...
In Berlin klappt das mit den Lehrer bei RRG ja super.

"Der Staat löst keine Probleme -
Er ist das Problem."
R.Reagan

@ vweh Re: Ein Erfolg für niemanden

Schon einmal überlegt an wem die Unzuverlässigkeit liegt? An Kunden mit dem Fuß in der Tür, weil die Oma oder Rest der Familie noch auf der Treppe sind und sonst den Zug verpassen und denen es egal ist wie der Fahrdienstleiter Folgezüge umdisponieren muß, an Leute die wegen steigender Kupferpreise Signalkabel und sogar unter Spannung stehende Oberleitungen durchtrennen und diese klauen, an Leute die abgestellte Zuggarnituren mit Graffiti besprühen und dadurch nicht einsatzbereit sind, an Fahrgäste die Toiletten verstopfen und zerstören, an Fahrgäste die keine Fahrscheine besitzen und Zugbegleiter angreifen, an "Aktivisten" die gegen das demokratische und kapitalistische System sind und Kabelschächte in Brand setzen, an S-Bahnsurfer, vergessene Koffer, an Leute die sich vor den Zugwerfen oder denen der Weg zum Bahnübergang zu weit ist oder meinen sie müßten mal auf einem Wagon klettern, ach ja und ab und zu gibt es auch mal Weichenstörung, Signalstörung und def. Züge.

17:49 von logig

>>um 17:26 von Zille1976

Da irren sie. Die Bahn sucht händeringend Lockführer.<<

Wie der Streik zeigt, scheint das Händeringen allein allerdings kein ausreichendes Angebot zu sein.

Ansonsten haben Sie allerdings recht. Die Bahn stellt ein und bildet aus, weil sie die Fachleute braucht und sie kann sie nicht entlassen, wenn sie deren Lohn zu hoch findet und deshalb die Züge gänzlich stehen lässt. Dieses völlig unsinniges Arbeitgeberargument gab`s schon in meiner lange zurückliegenden Jugend.

Es freut mich zu hören das

Es freut mich zu hören das sich Gerichte nicht als Streikbrecher mibrauchen lassen. Der GDL und ihren Mitgliedern wünsche ich einen langen Atem. An der kämpferischen Art der GDL sollten sich die anderen Gewrkschaften mal ein Beispiel nehmen, dann wäre das Problem mit dem Mitgliederschwund auch ausgestanden. Was mich betrifft habe ich mit Kollegen für die Zeit des Streiks eine Fahrgemeinschaft gegründet. Viel Erfolg beim durchsetzen eurer Forderungen, ich halte sie für gerechtfertigt.

Am 03. September 2021 um 18:30 von ich1961

Sie hatte kürzlich eine Gegenüberstellung der europ. Gehälter für Lokführer hier eingestellt.
Das hatte ich mir angesehen, wollte dazu Stellung nehmen aber die Kommentarfunktion war schon beendet.
Deshalb jetzt hier.
Sie haben nämlich in Ihrer Tabelle, in der Sie die NETTOlöhne auflisten, nachdem die dt. Lokführer im Vergleich, vor allem zur Schweiz schlecht aussehen. Das liegt aber auch daran, dass wir mit 49% Steuern und Sozialabgaben zusammen mit Belgien die Spitzenplätze einnehmen. Die Schweiz hat 19% ! Das muss man schon berücksichtigen, wenn man solche Vergleiche anstellt. Wenn, dann bitte die Bruttolöhne vergleichen. Dann sieht die Tabelle nämlich ganz anders aus.
Ansonsten bleibt zu sagen, dass die Bahn uns allen gehört, ob wir sie nutzen oder nicht und ein RIESENzuschussgeschäft ist und der Streik sich bestimmt nicht positiv auf die von vielen gewünschte Verkehrswende auswirkt. Es hat halt alles mind. 2 Seiten.

Zu 17:47 von logig "übersehen"

"Sie haben übersehen, dass es keine Berufungsmöglichkeit gibt.
Die Bründung der Klage durch die DB war so dünn, dass man nur staunen kann, wie sehr die Bahn bereit ist, das Gesicht zu verlieren und damit auch der Eigentümer, der sich hinter dem Management versteckt."

@logig, ich habe nichts übersehen!
Kennen Sie die Begründung im Detail?
Lesen Sie nochmal um zu verstehen!

Die Berufung war nicht das Thema, es war von rechtmäßigen Abwehrmaßnahmen die Rede. Auch solche gibt es!
Darüber hat keine Gericht bisher eine Begründung geliefert noch gab es ein Verfahren dazu.

18:35 gman

Bitte nicht nur die Hälfte erzählen. Die Meisten kehren nach der Ausbildung dann wohl ganz schnell nach Spanien zurück, da sie als ausgebildete Lokführer dort deutlich mehr als hier verdienen.

Aus der NZZ vom 15.11.2019

>>Wer bei den SBB einsteigt, erhält 10 000 Franken mehr
Der akute Lokführermangel bringt die SBB auf Trab. Um den Beruf attraktiver zu machen, werden die Ausbildungslöhne für Quereinsteiger deutlich erhöht. Zudem rekrutieren die SBB Lokführer aus Deutschland und Frankreich.<<

Also liebe Lokführer, geht in die Schweiz, dort verdient ihr deutlich mehr ,und dann geht das bei uns mit dem Lokführermangel etwas schneller. Und dann guckt man wieder dumm und fragt: "Woran mag es wohl liegen. Ist doch so ein schöner Beruf." Ja, ist die Krankenpflege auch, aber dennoch...

Am 03. September 2021 um 18:39 von Mene mene tekel...

@weingasi1:

Der Vergleich hinkt doch sehr; die Eisenbahn ist eben kein Flugzeug, und daß eine Lokomotive ohne Lokführer im Schichtdienst fahren sollte, noch eine Utopie.
__
Der Vergleich hinkt nicht, weil beides sind Transportmittel, die Tag und Nacht bedient werden und bis auf weiteres leider nicht ohne einen Lokführer/Piloten in persona auskommen.

Coronabonus?

Einen Coronabonus für alle Zugbegleiter: ja klar.
Für Lokführer? verstehe ich nicht. Ich dachte immer im Führerstand ist man allein.
Lokführer haben trotz Pandemie verlässlich gearbeitet, na und? Das haben andere auch. Die Forderung von Coronaprämien für Trittbrettfahrer entwertet irgendwie den Anspruch der Pflegekräfte und der anderen Risikoberufe. Finde ich.

Mit Renate Fölsch im Vorstand gäbe es sicher keinen Streik!

Wer Renate Fölsch ist? Sie war als Frau Präsident der Reichsbahndirektion Schwerin, absolut einmalig bei den Deutschen Bahnen. Und im Gegensatz zu heutigen realitätsfremden Vorstandsmitgliedern der heutigen DB war sie noch Eisenbahner. Wenn dieser Horde von studierten und promovierten Theoretikern in der Führungs- und Leitungsebene nichts weiter einfällt, als die GDL mit juristischen Winkelzügen am Streik zu hindern und sie in der Öffentlichkeit unglaubwürdig zu machen, irgendwie schon traurig. Ohne Armee wirken doch solche Generäle ziemlich hilflos.

18:41

Mit diesem Satz habe ich ausgedrückt, dass verbeamtete Lokführer nicht streiken (dürfen) und somit die Wirtschaft nicht ruinieren (können).

ZU 18:45 von heribix -Abwehrmaßnahmen-

Was mich betrifft habe ich mit Kollegen für die Zeit des Streiks eine Fahrgemeinschaft gegründet. Viel Erfolg beim durchsetzen eurer Forderungen, ich halte sie für gerechtfertigt.

@heribix, gut wenn man handelt.

Langsam aber sicher wächst für eine Abwehraussperrung die Bereitschaft einen Monat lang auf die Bahn zu verzichten, auch wenn das kostet und Mühe macht. Aber so kann das ja mit diesem unsäglichen GDL-Streik keine Schule machen.
Auf Dauer ist der Schaden für die Nutzer und die gesamte Volkswirtschaft weit größer.

um 18:20 von weingasi1

"Der Eigentümer, das sind wir alle !
Die Bahn ist zu 100% im Besitz des Bundes oder anders ausgedrückt, der Bund hält 100% der Aktien."

Das empfinde ich als relativ hohle Phrase.
Ist deshalb meine Krik an der Regierungspolitik unangemessen? Oder kann ich den Vorstand zuückpfeifen oder wenn notwendig entlassen?
Also immer schön realistisch bleiben.

Ich bin selber...

...Gewerkschaftsmitglied und Betriebsratsvorsitzender. Außerdem bin ich auch der Meinung, dass die Deutsche Bahn (also die Führung) wirklich viel Mist baut.
Aber bei dem, was Claus Weselsky und die GDL seit Jahren machen, habe ich nicht den Eindruck, dass es darum geht, die Situation der Beschäftigten zu verbessern, sondern vor allem darum, die eigene Macht zu stärken.
Es mag ja das Ziel sein, erst mal die GDL als wichtigste Bahngewerkschaft zu etablieren, um dann bessere Tarifpolitik zu machen. Ich fürchte nur, dass dabei soviel Schaden angerichtet wird, dass der Klassenkampf die Lage bei der Bahn für lange Zeit bestimmen wird.

Zu 18:47 von Juergen "nicht die Hälfte"

Bitte nicht nur die Hälfte erzählen. Die Meisten kehren nach der Ausbildung dann wohl ganz schnell nach Spanien zurück, da sie als ausgebildete Lokführer dort deutlich mehr als hier verdienen.

@Juergen, dann erzählen Sie doch bitte nicht nur die Hälfte.
Wieviel "deutlich mehr" verdienen sie denn?

18:39 von ich1961 18:13 von Anna-Elisabeth

//Ich erinnere mich noch an die Streiks ( 70 er Jahre ) in der Stahlindustrie, da wurden noch Abschlüsse erzielt und vorher gestreikt was das Zeug hält.//

Ja, auch im öffentlichen Dienst (einschließlich Pflege) gab es noch ordentliche Streiks und entsprechende Abschlüsse.
Ich kann mich an einen Streik in den 70ern erinnern, da hatten sich am Hafen ca. 10.000 Streikende eingefunden. Die Hafenrundfahrten fielen aus und die Boote dienten als Streikbüros.
Aber wer traut sich mit einem befristeten Arbeitsvertrag zu streiken? Davon abgesehen, dass diese sachgrundlosen Befristungen Gift für den Zusammenhalt einer Belegschaft sind.
Es gibt in vielen gesellschaftlichen Bereichen geradezu toxische Entwicklungen.

...Beamtete Lokführer als Streikbrecher...

...Mein Vater, beamteter Lokführer, und seine Kollegen haben früher, wenn die Angestellten streikten, halt "Dienst nach Vorschrift" gemacht. Die Auswirkungen waren nicht zu unterschätzen...
Und das bischen Pension, im Vergleich zu ruinierter Gesundheit, ruinierten Beziehungen, dank Wechselschicht, sei gegönnt. Auch den heute als Angestellten Tätigen, aber selbst davon sind wir meilenweit entfernt.

um 18:47 von gman

Sie habe insofern recht, dass ich den Tempus überlesen habe. Das ändert im Grunde nichts daran, das das Klageergebnis nicht anders zu erwarten war.
Die Rufschädigung für das Bahnmanagement und des Eigentümers ist meiner Meinung nach gegeben.
Das wird bei einer weiter hinhaltenden Taktik sich massiv verstärken.
Hoffentlich wird der Druck aus der Wirtschaft so stark, dass die Verantwortlichen einknicken.

@Klärungsbedarf (18:34)

Zitat: "Könnte also noch nach Leipzig gehen"

Erfurt?

m 19:01 von gman

"dann erzählen Sie doch bitte nicht nur die Hälfte.
Wieviel "deutlich mehr" verdienen sie denn?"

Sind sie nicht in der Lage sich selbst zu informieren? Ich habe das Gefühl, dass sie gern ohne sachliche Grundlage diskutieren.

Ich würde mich freuen, wenn sie mich vom Gegenteil überzeugen könnten. Allein mir fehlt der Glaube...

@18:57 von Tinkotis

//Aber bei dem, was Claus Weselsky und die GDL seit Jahren machen, habe ich nicht den Eindruck, dass es darum geht, die Situation der Beschäftigten zu verbessern, sondern vor allem darum, die eigene Macht zu stärken.//

Sie halten eine anständige(!) Gehaltserhöhung nicht für eine Verbesserung der Situation der Beschäftigten? Also, bei dem "Angebot" würde ich auch die Verhandlungen abbrechen.

um 18:47 von gman

"Kennen Sie die Begründung im Detail?
Lesen Sie nochmal um zu verstehen!"

Ich gebe die Aufforderung gern zurück. Ich hoffe, dass wiederholtes Lesen ihr Verständnis fördert.

Am 03. September 2021 um 18:47 von Juergen

Bitte nicht nur die Hälfte erzählen. Die Meisten kehren nach der Ausbildung dann wohl ganz schnell nach Spanien zurück, da sie als ausgebildete Lokführer dort deutlich mehr als hier verdienen.
__
Was aber zu grossen Teilen daran liegt, dass die Steuern- und Abgaben hier wesentlich höher sind. Die Tabelle, die vor wenigen Tagen hier eingestellt wurde, bezog sich nämlich auf Nettolöhne. Fairer wäre ein Vergleich der Bruttolöhne.

Darstellung: