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Gericht lehnt Bahn-Berufung gegen Streik ab....

Ein Erfolg für die über 10.000 streikenden Bahner. Eine Niederlage für den Bahn-Vorstand. Nach der Blockadehaltung (seit dem 7. Juni) und Scheinangeboten(1 % pro Jahr mehr, Null für 2021) betätigt sich der Vorstand zum wiederholten Mal als Prozesshansel. Die Betriebsrente soll nach deren Willen natürlich wegfallen.
Übrigens hat die GDL erst kürzlich Tarifverträge mit TRANSDEV, Dispo-TF Rail und PRS und Go-Ahead erfolgreich abgeschlossen.
Bei den Betriebsratswahlen bei Vias Rail GmbH West konnte die GDL alle Betriebsratssitze erringen.

Rechtmäßig, ja, aber hier wie dort!

"Egal wie das jetzt heute ausgeht, wir müssen das versuchen", sagte Bahn-Sprecher Achim Stauß über die Berufung im ARD-Morgenmagazin.
--
GDL-Chef Claus Weselsky sagte nach der ersten Gerichtsentscheidung am Donnerstag, die Kammer habe klar gemacht: "Die Arbeitskampfmaßnahme ist rechtmäßig, sie ist zulässig und sie ist auch verhältnismäßig."

Art.9 Abs. 3 GG ist kein Schutzartikel für Gewerkschaften. Manche Erläuterung, Einschätzung und Berichterstattung erwegt geradezu diesen Eindruck.

Es gibt auch auf der Seite der Bahn rechtmäßige Abwehrmaßnahmen. Die Bahn sollte nach den gemachten Erfahrungen solche jetzt vorbereiten.

So geht das nicht weiter und ja, das ist eine Totalblockade:
Die GDL hatte erneut abgelehnt, in Gespräche einzutreten, bevor nicht ihre sämtlichen Forderungen erfüllt würden.

Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Die Bahn mußte in Berufung gehen, alles andere wäre gegen die Interessen des Eigentümers und der Nutzer.
Abwehren!

Ein Erfolg für niemanden

Die Bahn wird nach diesem Streik nur noch weniger genutzt.
Hauptkriterium für Kunden ist die Verläßlichkeit, und die ist schon ohne Streik katastrophal.
Es fährt eh nur noch Bahn wer muss oder sich kein Auto leisten kann.
So wird es nie was mit der Verkehrswende!

Dieses Ergebnis ist richtig und war abzusehen Vorstand DB ade!

Die DB hat einen Schauprozess geführt, anstatt ernsthaft zu verhandeln.

Die Eitelkeiten dieser überbezahlten Herrschaften von der DB sind schwer zu ertragen.

Der vorläufige Höhepunkt: Die ohnehin überzahlten Vorstände der DB "verzichten" auf Bonuszahlungen, von denen bereits jetzt abzusehen ist, dass sie sie wegen der schlechten Ergebnisse gar nicht mehr verdienen können.

Der Eigner der DB sollte diesen Vorstand schnellst möglich entlassen.

16:52 von Klaus.Guggenberger

ob merkel den pofalla rausschmeisst, wage ich arg zu bezweifeln. eher wird sie in einer fernsehansprache für baerbock als kanzler werben

Ich verstehe die Gewerkschaft

Ich denke da nur an die Bahnbeschäftigten.

Als halb Deutschland im Homeoffice war und der Lockdown Deutschland lahmlegen, waren die bahnangestelle da.
Es lief alles und kaum ein Zug fiel aus.

Der öffentliche Dienst hat eine Gehaltserhöhung bekommen, auch die Privatbanken. Ein Teil in diesem Jahr, der andere nächstes Jahr.

Nur die grosse Eisenbahn ( DB) gönnt den Angestellten dieses Jahr nichts.

Und seitens der Presse wird selten erwähnt, das die EVG auch noch die rentenzuschläge kürzen, bzw. Abschaffen will. Das ist meiner Meinung nach ein Tritt in den Hintern für die DB Angestellten, die ich schweren Zeiten zur stelle waren.

Viele hacken auf den bahnpersonal rum, welches Tag und Nacht, Samstags, Sonntags, feiertags usw arbeitet. Manchmal mehr als 10/12 Std. Mit auswärtsübernachtung....

Und das tarifeinheitsgesetz ...
Die stärkste Partei hat im Bundestag doch auch nicht das alleinige Stimmrecht.

Denkt mal drüber nach.

Ohne Weitblick

Der Gewerkschaft fehlt einfach der Weitblick.

Je mehr Lohnerhöhung die erstreiken, desto mehr Mitarbeiter wird die Bahn später entlassen, bzw. weniger Azubis in den Dienst übernehmen, um Personalkosten zu sparen.

Am Ende leiden unter den "Siegen" der Gewerkschaft nur die Jungen die nach der Ausbildung auf der Strasse sitzen und die ganz Alten, die nach der Entlassung keinen Job mehr finden. Die Staatskasse wird schon richten.

verlässlichkeit

als der lockdown war, konnte man sich auf die bahn verlassen.

Warum?
Alle Angestellten waren da und leisteten ihren Beitrag, als Systemrelevanter Beruf.

Und nun bekommen die Angestellten ihre Rechnung, dass sie da waren.
Dieses Jahr keine Gehaltserhöhung , rentenkürzung usw.

Das bahnmanagment versucht alles auf corona zu schieben, aber die misswirtschaft ist schon ewig.

Und mal ganz ehrlich: Wer will unter solchen Bedingungen als Lokführer oder so anfangen. Somit erklärt sich auch der ständige Personal personalmangel.

In manch anderen Berufen leider genauso!!!

um 16:44 von gman

"Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Die Bahn mußte in Berufung gehen, alles andere wäre gegen die Interessen des Eigentümers und der Nutzer.
Abwehren!"

Sie haben übersehen, dass es keine Berufungsmöglichkeit gibt.
Die Bründung der Klage durch die DB war so dünn, dass man nur staunen kann, wie sehr die Bahn bereit ist, das Gesicht zu verlieren und damit auch der Eigentümer, der sich hinter dem Management versteckt.

um 17:26 von Zille1976

Da irren sie. Die Bahn sucht händeringend Lockführer.

@16:50 von vweh

//Hauptkriterium für Kunden ist die Verläßlichkeit, und die ist schon ohne Streik katastrophal.//

Und schuld sind natürlich wieder die bösen überbezahlten Lokführer. Was ist nur aus diesem Land geworden? Jeder denkt nur noch an sein eigenes Wohl. Koste es wen und was es wolle.

//So wird es nie was mit der Verkehrswende!//

Stimmt. Liegt aber nicht am Streik.

Gericht lehnt Bahn-Berufung gegen Streik ab !

Danke.
Der Rest unseres Rechtsstaat funktioniert ja noch.

Man sollte den DB Vorstand per Klage dazu zwingen die berechtigten und zwingend notwendigen Forderungen der GDL zu erfüllen.

Kein Nullrunden und kein Kürzungen der Betriebsrenten.

Zu 17:09 von Eduart de Machina - "Aufgepasst"

"Aufgepasst, Arbeitnehmer gibt es nicht nur bei der Bahn."

@Eduart de Machina, wem wollen Sie damit drohen? Ein Großteil der Arbeitnehmer sind Bahnnutzer. Sie sind darauf angewiesen und dazu werden ihre Arbeitsplätze gefährdet.

Nicht alle haben für diesen unsäglichen Streik und diese Totalblockade noch Verständnis. Die Inflation hat diverse Ursachen, sie trifft nicht nur Lokführer. Es führt zu weit, diese hier aufzuschlüsseln. Es geht ja auch um Altersvorsorge. Diese wird bereits mit Milliarden € durch die Inflation und Negativzinspolitik geschädigt. Hier gilt es für die Politik anzusetzen und das böse Spiel der Schuldenförderung zu beenden.

Die Bahn hat selbst Schulden im Übermaß und sie nehmen weiter zu. Die Nutzer werden fernbleiben, wenn die Zuverlässigkeit weiter leidet. Es wird u.a. die Bahn und ihre Mitarbeiter zusätzlich treffen, wenn die Spirale jetzt in Gang gesetzt wird und die Folgen dann eintreten. Auch die GDL wird ihre Mitglieder davor nicht schützen!

@16:44 von gman

//Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Die Bahn mußte in Berufung gehen, alles andere wäre gegen die Interessen des Eigentümers und der Nutzer.
Abwehren!//

Sie haben offensichtlich den Sinn von Tarifverhandlungen und den Sinn von Streiks nicht einmal im Ansatz begriffen. Aber das haben Sie immerhin mit dem Bahnvorstand gemein.

Zu 17:37 von Wosolldasenden "Systemrelevant"

Das sollte das Unwort des Jahres werden.
Nichts wird zur Zeit mehr missbraucht.

Keine Arbeit ist sinnlos oder unnütz!

um 16:50 von vweh

"So wird es nie was mit der Verkehrswende!"

Da haben sie recht. Es ist mir völlig unverständlich, wie eine Regierung ihr eigene Verkehrspolitik so dreist untergraben kann.
Das kann man nur als Handlungsunfähigkeit interpretieren. Will man so mit den Gegenwartsproblemen umgehehen?

Ich verstehe jeden, der sich sagt, weshalb soll ich da noch wählen.

Tja, wenn das Bahnpersonal

Tja, wenn das Bahnpersonal noch verbeamtet wäre, gäbe es keinen Streik.

@vweh

"Hauptkriterium für Kunden ist die Verläßlichkeit, und die ist schon ohne Streik katastrophal." Am 03. September 2021 um 16:50 von vweh

*

Eben.
Und auch das lag nicht an den Lockführern.

Die Bahn ist eben kein Unternehmen, das Kunden und Mitarbeiter auspressen sollte, um möglichst viele Gewinne zu erwirtschaften.

Info für die Egoisten hier im Forum:

***Richard Lutz bleibt mindestens bis 2027 Chef der Deutschen Bahn. Der Aufsichtsrat verlängerte an diesem Mittwoch die Verträge von Lutz und zwei weiteren Bahn-Vorständen.

Die drei Bahn-Vorstände wollten auch zehn Prozent mehr Gehalt, doch die Entscheidung darüber wurde auf das nächste Jahr verschoben.

Lutz verdient ohnehin schon mindestens 900.000 Euro im Jahr. Hohe Gehälter erzielen oftmals auch die Chefinnen und Chefs der öffentlichen Verkehrsbetriebe.***

Der Zorn der Egoisten ist falsch adressiert. Und bitte noch einmal über die Bedeutung des Wortes "verhältnismäßig" kundig machen - scheint ja im Oberstübchen mit dem Wörtchen "ICH" überschrieben worden zu sein.

@17:58 von Tetor

//Tja, wenn das Bahnpersonal noch verbeamtet wäre, gäbe es keinen Streik.//

Dann müssten die aber auch nicht um ihre Altersversorgung bangen.

Corona-Prämie und ..

.. hinkende Lohn-Kaufkraftvergleiche sind hier völlig untauglich.

Es war schon ein Fehler, dass der Gesetzgeber die Möglichkeit einer steuerfreien Corona-Prämie geschaffen hat. Sie wird vielfach missbraucht wie man feststellen muß. Sie war gedacht für die zusätzliche coronabedingte Belastung.

Richtig wäre, die Belastung ordentlich zu bezahlen wie jede andere zusätzliche Belastung auch.
Zu was die Corona-Prämie verkommt, kann man auch an der Corona-Prämienforderung für Lokführer sehen.
Es ist zum Fremdschämen.

Am 03. September 2021 um 17:50 von werner1955

Zitat: Gericht lehnt Bahn-Berufung gegen Streik ab !--- Danke.---Der Rest unseres Rechtsstaat funktioniert ja noch.

Für Sie -und einige andere auch- funktioniert der Rechtstaat immer dann, wenn Ihnen das jeweilige Urteil in den Kram passt.

Der Rechtstaat ist unteilbar.

@Zille1976

"Je mehr Lohnerhöhung die erstreiken, desto mehr Mitarbeiter wird die Bahn später entlassen, bzw. weniger Azubis in den Dienst übernehmen, um Personalkosten zu sparen" Am 03. September 2021 um 17:26 von Zille1976

*

Dann dürfen sich die Bahnkunden selbst kontrollieren und (so scherzte ein Satiremagazin) wenn sie die Lock fahren sogar umsonst mitreisen. ;-)

Es ist nun mal so: Ohne einen Lockführer kommt kein Zug vom Platz.

Oder wollen Sie einem Lockführer jetzt 3 Fernsteuerungen in die Hand drücken, die er gleichzeitig bedienen kann.

Die Schaffner sind jetzt auch ausgelastet. Mit weniger Leuten wird eben nicht mehr kontrolliert.

DB mit politisierung Versuch klaglos gescheitert

Mit dem versuch das ganze zu politisieren, weil eine Gewerkschaft der anderen die Mitglieder durch bessere Konditionen
abspenstig macht, hat es nicht geklappt.

Der Bahnvorstand hat sich nun selbst endgültig Schachmatt gesetzt.

Jetzt haben Sie auch noch ihren hauseigenen
Betriebsrat EVG mit den erbosten Mitgliedern
gegen sich selbst aufgebracht.

Die Bahn versucht mit ihren

Die Bahn versucht mit ihren Klagen das Streikrecht auszuhebeln und wird dafür hier von einigen auch noch beklatscht. Pfui!

Zu 17:54 von Anna-Elisabeth "Sinn und Zweck"

@16:44 von gman
//Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Die Bahn mußte in Berufung gehen, alles andere wäre gegen die Interessen des Eigentümers und der Nutzer.
Abwehren!//
Sie haben offensichtlich den Sinn von Tarifverhandlungen und den Sinn von Streiks nicht einmal im Ansatz begriffen.

Welche Tarifverhandlungen?

Die GDL hatte erneut abgelehnt, in Gespräche einzutreten, bevor nicht ihre sämtlichen Forderungen erfüllt würden.

Was für Gespräche will Weselsky dann noch führen?
Denn Sinn habe ich wirklich nicht verstanden!

16:44 von gman Irgendwie habe

16:44 von gman

Irgendwie habe ich den Eindruck, Sie kennen die Gründe ( wie viele andere auch ) nur teilweise.
Haben Sie mitbekommen, das der Vorstand der Bahn sein eigenes Saler um 10 % erhöht hat, aber für die kleinen Angestellten für dieses Jahr 0 % und für nächsten 2 Jahre je 1,5 % Lohnerhöhung angeboten haben ?, Das der Vorstand die Betriebsrente kürzen/ abschaffen will ? Usw. .... !

Also für Sie ist alles, was der Arbeitgeber macht, richtig und alles was die GDL macht einfach nur Sch.... ?
Dann müssten Sie ja mit der EVG super glücklich sein - die hat 0,0% akzeptiert.

Nach den gestrigen Kommentaren, mussten ja einige " ganz kleinlaut werden, da der ach so hoch bezahlte Lokführer" in D nicht existiert.

@Zille1976:

"Je mehr Lohnerhöhung die erstreiken, desto mehr Mitarbeiter wird die Bahn später entlassen, bzw. weniger Azubis in den Dienst übernehmen, um Personalkosten zu sparen" - oder: je mehr Lohnerhöhung und Verzicht auf Betriebsrentenkürzung die GDL erstreikt, desto weniger erhöht sich der Bahnvorstand seine eigenen Bezüge resp. verzichtet auf sie in angemessenem Rahmen? Das jedenfalls würde das Betriebsklima erheblich verbessern, erübrigte Gänge vors Gericht und wäre einmal kundenfreundlich, statt die eigenen Kunden in diesem Kuddelmuddel auf den Bahnhöfen allein zu lassen. -

Am 03. September 2021 um 17:26 von Zille1976

Je mehr Lohnerhöhung die erstreiken, desto mehr Mitarbeiter wird die Bahn später entlassen, bzw. weniger Azubis in den Dienst übernehmen, um Personalkosten zu sparen.
___
Ich kann mich gut erinnern, als vor einigen Jahren bei der Lufthansa massiv gestreikt wurde. Letztlich war der Streik erfolgreich, die Lufthansa ist auf das Gros der Forderung eingegangen. Ein paar Monate später war sie "leider gezwungen" etlichen Piloten betriebsbedingt zu kündigen. Alle Kündigungen gingen durch. Das Lamento war riesig. Ihren Job gesichert haben diejenigen Piloten, die den Notdienst durchgeführt haben. Die anderen konnten sich dann bei den Billigairlines bewerben, die noch wesentlich schlechtere Konditionen hatten, als die Lufthansa sie je angepeilt hatte.

Urteil war zu erwarten

Streik ist ein hohes Gut, da traut sich keiner ran. Viel schlimmer ist, daß der Vorstand der GDL dies schamlos ausnutzt.
Ich bin zum Glück nicht auf die Bahn angewiesen. Für mich steht aber fest, ich werde zukünftig komplett verzichten.
Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Das war zu erwarten,

falls die Richter neutral bleiben. Die von der Bahn verbreiteten Behauptungen um die wahren Gründe des Streikes sind nun einmal ganz einfache Verschwörungstheorien.

Hier merkt man leider, dass die Anhänger dieser Verschwörungstheorien nicht nur beim Bahnvorstand zu finden sind.

Am 03. September 2021 um 17:47 von logig

Die Bründung der Klage durch die DB war so dünn, dass man nur staunen kann, wie sehr die Bahn bereit ist, das Gesicht zu verlieren und damit auch der Eigentümer, der sich hinter dem Management versteckt.
___
Der Eigentümer, das sind wir alle !
Die Bahn ist zu 100% im Besitz des Bundes oder anders ausgedrückt, der Bund hält 100% der Aktien.

Zu 18:06 von Anna-Elisabeth ---Dukatenesel?

@17:58 von Tetor
//Tja, wenn das Bahnpersonal noch verbeamtet wäre, gäbe es keinen Streik.//
Dann müssten die aber auch nicht um ihre Altersversorgung bangen.

@Anna-Elisabeth, Sie glauben wohl, für Beamte gibt es einen Goldesel der ungefüttert die Dukaten hinten liefert.

Auch die Altersversorgung der Beamten muß erwirtschaftet werden.
Wer die Wirtschaft ruiniert trägt dazu nichts bei, im Gegenteil!

18:21 gman

Beamte streiken nicht.

Am 03. September 2021 um 18:01 von Tada

Die Bahn ist eben kein Unternehmen, das Kunden und Mitarbeiter auspressen sollte, um möglichst viele Gewinne zu erwirtschaften.
__
Also, jetzt haben Sie aber einen vom Stapel gelassen !
Es wäre ja schon wunderbar, wenn die Bahn mit nur der Hälfte der Schulden auskäme, die sie jedes Jahr fabriziert. Auch in nicht Corona-Jahren. Die Bahn ist ein Zuschussgeschäft, an dem wir alle beteiligt sind, ob wir wollen oder nicht und es ist kein Ende abzusehen; im Gegenteil !

@gman - Bahn sollte Abwehrmaßnahmen vorbereiten.

Was soll denn die Bahn machen ?

Als alleiniges Infrastrukturunternehmen für die mitwerbsunternehmen Strecken sperren?

Alles was rollt sind hat mit der Infrastruktur
nichts zu tun , EU und die Eisenbahnunternehmen würden horrende Schadenersatz einfordern.

Ein Jahrzente langes aussitzen der Mautminister und nicht vollzogene Trennung
zwischen Infrastruktur und Verkehrsunternehmen in der DB ist das Problem

17:50 von

17:50 von Anna-Elisabeth

Stimme Ihrem Kommentar zu !

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

Sehr geehrte User,

wir möchten Sie bitten zu einer sachlichen und themenorientierten Diskussion zurückzufinden. Persönliche Auseinandersetzungen sind nicht erwünscht. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Verbeamtet

Owehoweh, wenn, wie hier von einigen gefordert, die Bahnangestellten verbeamtet würden, hätten sie dieselben Komentatoren am Hals bzgl Pension Pensionsalter und Besoldung !!!!!

17:50 von gman // Die Bahn

17:50 von gman

// Die Bahn hat selbst Schulden im Übermaß und sie nehmen weiter zu. //

Ich habe da mal ne Frage : Wen interessieren
" die Schulden " der Mitarbeiter ? Da werden die Schulden evtl. auch nicht weniger.

Aber " die arme Bahn ". Kopfschüttel ?

Fehlendes Personal

„ Je mehr Lohnerhöhung die erstreiken, desto mehr Mitarbeiter wird die Bahn später entlassen, bzw. weniger Azubis in den Dienst übernehmen, um Personalkosten zu sparen.“

Ob es wirklich so eine gute Idee ist dringend benötigtes Personal zu entlassen bzw. Nicht zu übernehmen, damit noch mehr Züge nicht gefahren werden können?
Irgendwann besteht die Bahn nur noch aus der Verwaltung, die relativ nutzlos ist, wenn es wie im letzten Winter mal ein bisschen Schnee hat.

Wichtige Güterzüge werden von Dritten gefahren, da gibt es kaum Einschränkungen. Auch wenn noch Züge von der zweiten Streikrunde abgestellt sind, da gibt es kein Personal für.

um 17:47 von logig

>>
Sie haben übersehen, dass es keine Berufungsmöglichkeit gibt.
Die Bründung der Klage durch die DB war so dünn, dass man nur staunen kann, wie sehr die Bahn bereit ist, das Gesicht zu verlieren und damit auch der Eigentümer, der sich hinter dem Management versteckt.
<<

Nicht die Augen vor der Realität schließen. Der Berufungstermin war schon heute und das Landesarbeitsgericht hat die Revision zugelassen. Könnte also noch nach Leipzig gehen.

18:04 von Anna-Elisabeth Auch

18:04 von Anna-Elisabeth

Auch zu diesem Kommentar - sehr gerne - meine Zustimmung !

Zu um 18:16 von ich1961

@ich1961, bleiben Sie doch bei den Fakten.
Es geht hier nicht um den Vorstand der die Betriebsrente abschaffen will.
Wo haben Sie das gelesen?!

Nach den gestrigen Kommentaren, mussten ja einige " ganz kleinlaut werden, da der ach so hoch bezahlte Lokführer" in D nicht existiert.

Wo haben Sie etwas von "hoch bezahlten Lokführern in D" gelesen?
Ihre abenteuerlichen Lohnkaufkraftvergleiche hinken gewaltig im Sechseck. Für wen wollen Sie für Dumm verkaufen?

Spanier bewerben sich gerne bei der Bahn in Deutschland für eine gut entlohnte und kostenlose Ausbildung. In Spanien soll schon die Ausbildung zum Lokführer für sie bis zu 20.000 € kosten. Sie können das ja mal recherchieren.

Streikfahrplan

Was ich nicht verstehe ist warum im FV nur 25% der Züge fahren, und im NV 40%.
Gleichzeitig wird behauptet, nur wenige Lokführer seien in der GDL. Warum fallen dann so viele Züge aus?

Gleichzeitig sitzen in den Lokleitungen die Lokführer im Pausenraum und warten ihre Schicht ab. Also genau die, die sich zum Dienst gemeldet haben und fahren würden; wenn man sie denn ließe.

Es sollte daher hinterfragt werden, welchen Anteil der Streikfahrplan an den ausfallenden Zügen hat. Den schreibt die DB, nicht die GDL.

Kerngeschäft der Bahn

„Es wäre ja schon wunderbar, wenn die Bahn mit nur der Hälfte der Schulden auskäme, die sie jedes Jahr fabriziert. Auch in nicht Corona-Jahren. Die Bahn ist ein Zuschussgeschäft, an dem wir alle beteiligt sind, ob wir wollen oder nicht und es ist kein Ende abzusehen; im Gegenteil !“

Daran haben Beteiligungen im Ausland einen nicht unwesentlichen Anteil.

@weingasi1:

Der Vergleich hinkt doch sehr; die Eisenbahn ist eben kein Flugzeug, und daß eine Lokomotive ohne Lokführer im Schichtdienst fahren sollte, noch eine Utopie. -

18:13 von Anna-Elisabeth Ich

18:13 von Anna-Elisabeth

Ich denke, das viele einfach keine Ahnung mehr haben, was " unsere " Vorfahren auf sich genommen haben, um " uns " das Arbeits - und Streikrecht so zu hinterlassen.
Ich erinnere mich noch an die Streiks ( 70 er Jahre ) in der Stahlindustrie, da wurden noch Abschlüsse erzielt und vorher gestreikt was das Zeug hält.

@Juergen, 18:19

„Das war zu erwarten, falls die Richter neutral bleiben“

Natürlich. Die Unabhängigkeit der Justiz ist schließlich ein zentrales Merkmal eines Rechtsstaats.

@ gman Re: von Anna-Elisabeth "Sinn und Zweck"

Vielleicht interessant für Sie um die GdL zu verstehen
Um weiter Boni zu bekommen?
Deutsche Bahn ruft Milliarden-Hilfe nicht ab
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutsche-Bahn-ruft-Milliarden-Hilfe-nicht...

Im Gegenteil zur EVG die der Wackeldackel der DB ist und ihre bezahlenden Mitglieder erst gar nicht zu ihren "Verhandlungsergebnissen" befragt, tut Herr Weselsky wofür er von seinen Mitgliedern bezahlt wird.
Nicht die GdL nimmt die Fahrgeste in "Geiselhaft" sondern der Vorstand der DB, der sich die eigenen Taschen mit Bonis und 10% füllen will aber die Belegschaft mit 0-Runden und Steigerungen unterhalb der Inflation und Laufzeiten über 3Jahre abspeisen will und sich gegen die Forderungen der GdL sträubt.

Zu 18:24 von Juergen "Beamte streiken nicht."

Ja und?
Haben Sie vom Gegenteil gelesen.
Was soll diese Feststellung?
Was wollen Sie damit sagen?

"Beamte streiken nicht."
... und was ?

Vielen Dank

An die Judicative für den eindeutigen Fingerzeig wer hier rechtskonform agiert und wer nicht.
Und das immer wieder verlogene Argument der angeblich größeren Gewerkschaft die vom ehemaligen DB Vorstand gegründet wurde
igitt.

Geradezu peinlich ist das Verhalten der SPD die das unsägliche TEG entgegen den Arbeitnehmerinteressn damals durchgesetzt hat.

Wenn so jemand Kanzler wird .
Oje.
Gute Nacht liebe Arbeitnehmer der Staatsunternehmen.
Dann wird das TEG sicher noch nachgeschärft...
und am Ende sitzen wir im ICE der von einem Quereinsteiger gefahren wird...
In Berlin klappt das mit den Lehrer bei RRG ja super.

"Der Staat löst keine Probleme -
Er ist das Problem."
R.Reagan

@ vweh Re: Ein Erfolg für niemanden

Schon einmal überlegt an wem die Unzuverlässigkeit liegt? An Kunden mit dem Fuß in der Tür, weil die Oma oder Rest der Familie noch auf der Treppe sind und sonst den Zug verpassen und denen es egal ist wie der Fahrdienstleiter Folgezüge umdisponieren muß, an Leute die wegen steigender Kupferpreise Signalkabel und sogar unter Spannung stehende Oberleitungen durchtrennen und diese klauen, an Leute die abgestellte Zuggarnituren mit Graffiti besprühen und dadurch nicht einsatzbereit sind, an Fahrgäste die Toiletten verstopfen und zerstören, an Fahrgäste die keine Fahrscheine besitzen und Zugbegleiter angreifen, an "Aktivisten" die gegen das demokratische und kapitalistische System sind und Kabelschächte in Brand setzen, an S-Bahnsurfer, vergessene Koffer, an Leute die sich vor den Zugwerfen oder denen der Weg zum Bahnübergang zu weit ist oder meinen sie müßten mal auf einem Wagon klettern, ach ja und ab und zu gibt es auch mal Weichenstörung, Signalstörung und def. Züge.

17:49 von logig

>>um 17:26 von Zille1976

Da irren sie. Die Bahn sucht händeringend Lockführer.<<

Wie der Streik zeigt, scheint das Händeringen allein allerdings kein ausreichendes Angebot zu sein.

Ansonsten haben Sie allerdings recht. Die Bahn stellt ein und bildet aus, weil sie die Fachleute braucht und sie kann sie nicht entlassen, wenn sie deren Lohn zu hoch findet und deshalb die Züge gänzlich stehen lässt. Dieses völlig unsinniges Arbeitgeberargument gab`s schon in meiner lange zurückliegenden Jugend.

Es freut mich zu hören das

Es freut mich zu hören das sich Gerichte nicht als Streikbrecher mibrauchen lassen. Der GDL und ihren Mitgliedern wünsche ich einen langen Atem. An der kämpferischen Art der GDL sollten sich die anderen Gewrkschaften mal ein Beispiel nehmen, dann wäre das Problem mit dem Mitgliederschwund auch ausgestanden. Was mich betrifft habe ich mit Kollegen für die Zeit des Streiks eine Fahrgemeinschaft gegründet. Viel Erfolg beim durchsetzen eurer Forderungen, ich halte sie für gerechtfertigt.

Am 03. September 2021 um 18:30 von ich1961

Sie hatte kürzlich eine Gegenüberstellung der europ. Gehälter für Lokführer hier eingestellt.
Das hatte ich mir angesehen, wollte dazu Stellung nehmen aber die Kommentarfunktion war schon beendet.
Deshalb jetzt hier.
Sie haben nämlich in Ihrer Tabelle, in der Sie die NETTOlöhne auflisten, nachdem die dt. Lokführer im Vergleich, vor allem zur Schweiz schlecht aussehen. Das liegt aber auch daran, dass wir mit 49% Steuern und Sozialabgaben zusammen mit Belgien die Spitzenplätze einnehmen. Die Schweiz hat 19% ! Das muss man schon berücksichtigen, wenn man solche Vergleiche anstellt. Wenn, dann bitte die Bruttolöhne vergleichen. Dann sieht die Tabelle nämlich ganz anders aus.
Ansonsten bleibt zu sagen, dass die Bahn uns allen gehört, ob wir sie nutzen oder nicht und ein RIESENzuschussgeschäft ist und der Streik sich bestimmt nicht positiv auf die von vielen gewünschte Verkehrswende auswirkt. Es hat halt alles mind. 2 Seiten.

Zu 17:47 von logig "übersehen"

"Sie haben übersehen, dass es keine Berufungsmöglichkeit gibt.
Die Bründung der Klage durch die DB war so dünn, dass man nur staunen kann, wie sehr die Bahn bereit ist, das Gesicht zu verlieren und damit auch der Eigentümer, der sich hinter dem Management versteckt."

@logig, ich habe nichts übersehen!
Kennen Sie die Begründung im Detail?
Lesen Sie nochmal um zu verstehen!

Die Berufung war nicht das Thema, es war von rechtmäßigen Abwehrmaßnahmen die Rede. Auch solche gibt es!
Darüber hat keine Gericht bisher eine Begründung geliefert noch gab es ein Verfahren dazu.

18:35 gman

Bitte nicht nur die Hälfte erzählen. Die Meisten kehren nach der Ausbildung dann wohl ganz schnell nach Spanien zurück, da sie als ausgebildete Lokführer dort deutlich mehr als hier verdienen.

Aus der NZZ vom 15.11.2019

>>Wer bei den SBB einsteigt, erhält 10 000 Franken mehr
Der akute Lokführermangel bringt die SBB auf Trab. Um den Beruf attraktiver zu machen, werden die Ausbildungslöhne für Quereinsteiger deutlich erhöht. Zudem rekrutieren die SBB Lokführer aus Deutschland und Frankreich.<<

Also liebe Lokführer, geht in die Schweiz, dort verdient ihr deutlich mehr ,und dann geht das bei uns mit dem Lokführermangel etwas schneller. Und dann guckt man wieder dumm und fragt: "Woran mag es wohl liegen. Ist doch so ein schöner Beruf." Ja, ist die Krankenpflege auch, aber dennoch...

Am 03. September 2021 um 18:39 von Mene mene tekel...

@weingasi1:

Der Vergleich hinkt doch sehr; die Eisenbahn ist eben kein Flugzeug, und daß eine Lokomotive ohne Lokführer im Schichtdienst fahren sollte, noch eine Utopie.
__
Der Vergleich hinkt nicht, weil beides sind Transportmittel, die Tag und Nacht bedient werden und bis auf weiteres leider nicht ohne einen Lokführer/Piloten in persona auskommen.

Coronabonus?

Einen Coronabonus für alle Zugbegleiter: ja klar.
Für Lokführer? verstehe ich nicht. Ich dachte immer im Führerstand ist man allein.
Lokführer haben trotz Pandemie verlässlich gearbeitet, na und? Das haben andere auch. Die Forderung von Coronaprämien für Trittbrettfahrer entwertet irgendwie den Anspruch der Pflegekräfte und der anderen Risikoberufe. Finde ich.

Mit Renate Fölsch im Vorstand gäbe es sicher keinen Streik!

Wer Renate Fölsch ist? Sie war als Frau Präsident der Reichsbahndirektion Schwerin, absolut einmalig bei den Deutschen Bahnen. Und im Gegensatz zu heutigen realitätsfremden Vorstandsmitgliedern der heutigen DB war sie noch Eisenbahner. Wenn dieser Horde von studierten und promovierten Theoretikern in der Führungs- und Leitungsebene nichts weiter einfällt, als die GDL mit juristischen Winkelzügen am Streik zu hindern und sie in der Öffentlichkeit unglaubwürdig zu machen, irgendwie schon traurig. Ohne Armee wirken doch solche Generäle ziemlich hilflos.

18:41

Mit diesem Satz habe ich ausgedrückt, dass verbeamtete Lokführer nicht streiken (dürfen) und somit die Wirtschaft nicht ruinieren (können).

ZU 18:45 von heribix -Abwehrmaßnahmen-

Was mich betrifft habe ich mit Kollegen für die Zeit des Streiks eine Fahrgemeinschaft gegründet. Viel Erfolg beim durchsetzen eurer Forderungen, ich halte sie für gerechtfertigt.

@heribix, gut wenn man handelt.

Langsam aber sicher wächst für eine Abwehraussperrung die Bereitschaft einen Monat lang auf die Bahn zu verzichten, auch wenn das kostet und Mühe macht. Aber so kann das ja mit diesem unsäglichen GDL-Streik keine Schule machen.
Auf Dauer ist der Schaden für die Nutzer und die gesamte Volkswirtschaft weit größer.

um 18:20 von weingasi1

"Der Eigentümer, das sind wir alle !
Die Bahn ist zu 100% im Besitz des Bundes oder anders ausgedrückt, der Bund hält 100% der Aktien."

Das empfinde ich als relativ hohle Phrase.
Ist deshalb meine Krik an der Regierungspolitik unangemessen? Oder kann ich den Vorstand zuückpfeifen oder wenn notwendig entlassen?
Also immer schön realistisch bleiben.

Ich bin selber...

...Gewerkschaftsmitglied und Betriebsratsvorsitzender. Außerdem bin ich auch der Meinung, dass die Deutsche Bahn (also die Führung) wirklich viel Mist baut.
Aber bei dem, was Claus Weselsky und die GDL seit Jahren machen, habe ich nicht den Eindruck, dass es darum geht, die Situation der Beschäftigten zu verbessern, sondern vor allem darum, die eigene Macht zu stärken.
Es mag ja das Ziel sein, erst mal die GDL als wichtigste Bahngewerkschaft zu etablieren, um dann bessere Tarifpolitik zu machen. Ich fürchte nur, dass dabei soviel Schaden angerichtet wird, dass der Klassenkampf die Lage bei der Bahn für lange Zeit bestimmen wird.

Zu 18:47 von Juergen "nicht die Hälfte"

Bitte nicht nur die Hälfte erzählen. Die Meisten kehren nach der Ausbildung dann wohl ganz schnell nach Spanien zurück, da sie als ausgebildete Lokführer dort deutlich mehr als hier verdienen.

@Juergen, dann erzählen Sie doch bitte nicht nur die Hälfte.
Wieviel "deutlich mehr" verdienen sie denn?

18:39 von ich1961 18:13 von Anna-Elisabeth

//Ich erinnere mich noch an die Streiks ( 70 er Jahre ) in der Stahlindustrie, da wurden noch Abschlüsse erzielt und vorher gestreikt was das Zeug hält.//

Ja, auch im öffentlichen Dienst (einschließlich Pflege) gab es noch ordentliche Streiks und entsprechende Abschlüsse.
Ich kann mich an einen Streik in den 70ern erinnern, da hatten sich am Hafen ca. 10.000 Streikende eingefunden. Die Hafenrundfahrten fielen aus und die Boote dienten als Streikbüros.
Aber wer traut sich mit einem befristeten Arbeitsvertrag zu streiken? Davon abgesehen, dass diese sachgrundlosen Befristungen Gift für den Zusammenhalt einer Belegschaft sind.
Es gibt in vielen gesellschaftlichen Bereichen geradezu toxische Entwicklungen.

...Beamtete Lokführer als Streikbrecher...

...Mein Vater, beamteter Lokführer, und seine Kollegen haben früher, wenn die Angestellten streikten, halt "Dienst nach Vorschrift" gemacht. Die Auswirkungen waren nicht zu unterschätzen...
Und das bischen Pension, im Vergleich zu ruinierter Gesundheit, ruinierten Beziehungen, dank Wechselschicht, sei gegönnt. Auch den heute als Angestellten Tätigen, aber selbst davon sind wir meilenweit entfernt.

um 18:47 von gman

Sie habe insofern recht, dass ich den Tempus überlesen habe. Das ändert im Grunde nichts daran, das das Klageergebnis nicht anders zu erwarten war.
Die Rufschädigung für das Bahnmanagement und des Eigentümers ist meiner Meinung nach gegeben.
Das wird bei einer weiter hinhaltenden Taktik sich massiv verstärken.
Hoffentlich wird der Druck aus der Wirtschaft so stark, dass die Verantwortlichen einknicken.

@Klärungsbedarf (18:34)

Zitat: "Könnte also noch nach Leipzig gehen"

Erfurt?

m 19:01 von gman

"dann erzählen Sie doch bitte nicht nur die Hälfte.
Wieviel "deutlich mehr" verdienen sie denn?"

Sind sie nicht in der Lage sich selbst zu informieren? Ich habe das Gefühl, dass sie gern ohne sachliche Grundlage diskutieren.

Ich würde mich freuen, wenn sie mich vom Gegenteil überzeugen könnten. Allein mir fehlt der Glaube...

@18:57 von Tinkotis

//Aber bei dem, was Claus Weselsky und die GDL seit Jahren machen, habe ich nicht den Eindruck, dass es darum geht, die Situation der Beschäftigten zu verbessern, sondern vor allem darum, die eigene Macht zu stärken.//

Sie halten eine anständige(!) Gehaltserhöhung nicht für eine Verbesserung der Situation der Beschäftigten? Also, bei dem "Angebot" würde ich auch die Verhandlungen abbrechen.

um 18:47 von gman

"Kennen Sie die Begründung im Detail?
Lesen Sie nochmal um zu verstehen!"

Ich gebe die Aufforderung gern zurück. Ich hoffe, dass wiederholtes Lesen ihr Verständnis fördert.

Am 03. September 2021 um 18:47 von Juergen

Bitte nicht nur die Hälfte erzählen. Die Meisten kehren nach der Ausbildung dann wohl ganz schnell nach Spanien zurück, da sie als ausgebildete Lokführer dort deutlich mehr als hier verdienen.
__
Was aber zu grossen Teilen daran liegt, dass die Steuern- und Abgaben hier wesentlich höher sind. Die Tabelle, die vor wenigen Tagen hier eingestellt wurde, bezog sich nämlich auf Nettolöhne. Fairer wäre ein Vergleich der Bruttolöhne.

keine Ahnung

scheint die Bahnführung von nahezu Allem zu haben.
Beim Streik während der letzten Tarifverhandlungen sind se schon gescheitert.
Dieses Jahr vor'm Arbeitsgericht gescheitert - und vor'm Landesarbeitsgericht.
Nachdem nun 2 Gerichte - zumindest einstweilig - festgestellt haben, daß der Streik rechtens ist will die Bahnführung Schadenersatz von der Gewerkschaft?!?
Da es leider schon lange keine echten Eisenbahner - gleich welchen Berufszweiges - mehr in den Führungsetagen gibt haben die Leute leider keinerlei Ahnung wie Eisenbahn wirklich funktioniert. Das is nämlich was Anderes als Modellbahn - egal welcher Größe.
Nun muß ich leider davon ausgehen, daß die Juristen in den Führungsetagen auch in der Juristerei ahnungsarm/-los sind und weder lernfähig noch lernwillig.
Traurig! Traurig!

Streikfahrplan

„ Was ich nicht verstehe ist warum im FV nur 25% der Züge fahren, und im NV 40%.
Gleichzeitig wird behauptet, nur wenige Lokführer seien in der GDL. Warum fallen dann so viele Züge aus?“

Ausfallende Züge verkaufen sich in der Statistik besser, wenn dafür die GDL verantwortlich ist. Da lassen sich wahrscheinlich auch defekte Züge finden, die auch ohne Streik ausgefallen wären.

Und wegen der „erhöhten“ Ansteckungsgefahr in vollen Zügen, die müsste es doch dann auch ohne Streik geben, und nicht nur wenn gestreikt wird. Der Virus wird wohl keinen Unterschied machen ob es kuschelig eng im Zug ist, weil gestreikt wird, oder weil der zweite Zugteil wegen einem Defekt fehlt.

um 18:54 von gman

Sie sollten zur Kentnis nehmen, dass es sich um einen rechtmäßigen Streik handelt.
Eine vierwöchige Abwehraussperrung wäre unverantwortlich und würde die Regierung endgültig ins Abseits manöverieren.

Ich hoffe, dass die Wirtschaft stark genug ist, dies zu verhindern. Der entstehende Schaden steht in keinem Verhältnis zur Rechthaberei des Bahnmanagements.

Zu 19:11 von logig "die Hälfte fehlt immer noch"

"dann erzählen Sie doch bitte nicht nur die Hälfte.
Wieviel "deutlich mehr" verdienen sie denn?"
---
Sind sie nicht in der Lage sich selbst zu informieren? Ich habe das Gefühl, dass sie gern ohne sachliche Grundlage diskutieren.
--
Ich würde mich freuen, wenn sie mich vom Gegenteil überzeugen könnten. Allein mir fehlt der Glaube...

@logig, aber hallo, Sie fordern das Ganze und liefern selbst nicht?!
Ist es nicht eher so, dass Ihnen die großspurig angedeutete Hälfte fehlt.
Ordentlich und nachvollziehbar liefern oder zurücknehmen, nur das wäre anständig.

@19:01 von gman Zu 18:47 von Juergen

//Bitte nicht nur die Hälfte erzählen. Die Meisten kehren nach der Ausbildung dann wohl ganz schnell nach Spanien zurück, da sie als ausgebildete Lokführer dort deutlich mehr als hier verdienen.

@Juergen, dann erzählen Sie doch bitte nicht nur die Hälfte.
Wieviel "deutlich mehr" verdienen sie denn?//

Aus dem Focus von 2015:

>>Immer, wenn Deutschlands Lokführer streiken, steht ein Thema im Raum: das Gehalt. Aktuell fordert die GDL - neben anderen Punkten - eine Lohnerhöhung um fünf Prozent. Dabei verdienen Lokführer doch schon überdurchschnittlich. Oder?

Mitnichten, sagt die GDL und verweist auf eine Vergleichsstudie aus dem Jahr 2007. Damals belegten deutsche Lokführer im Vergleich mit ihren europäischen Kollegen mit Abstand den letzten Platz. Die Schweizer Lokführer verdienten damals sogar zwei- bis dreimal so viel wie die deutschen.<<

Viel scheint sich daran bis heute nicht geändert zu haben.

Am 03. September 2021 um 19:05 von jaja...

Und das bischen Pension, im Vergleich zu ruinierter Gesundheit, ruinierten Beziehungen, dank Wechselschicht, sei gegönnt. Auch den heute als Angestellten Tätigen, aber selbst davon sind wir meilenweit entfernt.
__
Über "das bischen Pension" kann man natürlich streiten. Davon abgesehen, gibt es mittlerweile so viel Berufe, bei denen Wechselschichten/Wochenenddienste usw. an der Tagesordnung sind und damit die gleichen Probleme vorhanden sind, wie bei Ihrem Vater, ohne dass diese Leute in den Genuss des bischen Pension kommen. Das lasse ich ausserdem nicht gelten, denn das weiss man, wenn man den Beruf ergreift, im Gegensatz z.B. der Verkäuferin, die von einem Arbeitstag von ca. 8-18 Uhr ausgehen konnte, so wie das früher halt war. Ich habe sehr lange in der Gastro u. Hotelerie gearbeitet d. h. Nachtdienste, Wochenende sowieso, Weihnachten, Sylvester, alle Feiertage. Soll heissen, immer dann, wenn andere feiern. Ich habe die Gastro und Hotelerie trotzdem geliebt.

keine Sorge

wegen arbeitsloser Lokführer, Zugbegleiter, Fahrdienstleiter, Wagenmeister, ...
Die DB sucht händeringend Personal für alle Berufe draußen im Betrieb - und findet Keine.
Warum wohl? Wegen der überproportionalen Bezahlung und hervorragenden Arbeitsbedingungen?
Wer keinen Bleistift beim Chef klaut hat kaum eine Chance von der DB gekündigt zu werden.
Und was Mitarbeiterausbildung und potentielle Mitarbeiterentlassungen angeht: es gibt so viele Mitarbeiter in so vielen Büros, die sich mit irgendwelchen kaum bis gar nicht praktikablen Ideen an ihren Stühlen festhalten. Da könnte mal ordentlich aussortiert werden. Das spart ne Menge Kosten und - ich behaupte - der Laden läuft deutlich besser.
Ein Lokführer seit über 30 Jahren.

Wer Schuld ist,

@ Anna-Elisabeth

"Und schuld sind natürlich wieder die bösen überbezahlten Lokführer."

ist fast egal...

Wenn es bei diesem Streik nur um Geld gehen würde, wäre ich noch bei ihnen. Nur der GDL geht es diesmal nur um Macht, und sonst gar nichts.

Schlussendlich ist es aber dem Kunden wurscht warum die Bahn unzuverlässig ist. Der Kunde ist zum allergrößten Teil nicht dafür verantwortlich und somit auch kein Bestandteil einer möglichen Lösung.

Mit dem Schaden, den die GDL anrichtet, wird sie in Zukunft leben müssen.

Am 03. September 2021 um 19:17 von Bernd66

Nun muß ich leider davon ausgehen, daß die Juristen in den Führungsetagen auch in der Juristerei ahnungsarm/-los sind und weder lernfähig noch lernwillig.
Traurig! Traurig!
__
Sie sind Volljurist, spezialisiert auf Arbeitsrecht ?

@18:45 von heribix

//Es freut mich zu hören das sich Gerichte nicht als Streikbrecher mibrauchen lassen. Der GDL und ihren Mitgliedern wünsche ich einen langen Atem. An der kämpferischen Art der GDL sollten sich die anderen Gewrkschaften mal ein Beispiel nehmen, dann wäre das Problem mit dem Mitgliederschwund auch ausgestanden. Was mich betrifft habe ich mit Kollegen für die Zeit des Streiks eine Fahrgemeinschaft gegründet. Viel Erfolg beim durchsetzen eurer Forderungen, ich halte sie für gerechtfertigt.//

Sie sprechen mir aus der Seele. Danke!

//Was mich betrifft habe ich mit Kollegen für die Zeit des Streiks eine Fahrgemeinschaft gegründet.//

Super.

Zu 19:23 von logig -zulässig-

@logig, was habe ich nicht zur Kenntnis genommen.
Welche Streiks und welche Abwehrmaßnahmen zulässig oder unzulässig sind entscheiden Richter.
Wie im Falle des Falles immer, das wird man gegebenenfalls sehen.

Sie sollten zur Kenntnis nehmen, dass ein Streik ohne die Möglichkeit der Gegenwehr in einem Rechtsstaat allerdings nicht geht.

Am 03. September 2021 um 19:03 von Anna-Elisabeth

Ja, auch im öffentlichen Dienst (einschließlich Pflege) gab es noch ordentliche Streiks und entsprechende Abschlüsse.
__
So gesehen, gibt es wohl kaum jemanden, der den Mitarbeitern im Krankenhaus/Alten- und Pflegeheim nicht einen guten Mehrverdienst gönnen würde. NUR diese Kosten bezahlen wir alle mit unseren Abgaben, die zusammen mit Belgien die höchsten in EU sind. Das heisst, man muss dann auch bereit sein, noch mehr Abgaben hinzunehmen oder Abstriche in der Infrastruktur zu akzeptieren. Weniger Schwimmbäder, noch weniger für soziale Dienste für Jugend/Behinderte/Obdachlose usw. usw. Irgendwie beisst sich die Katze da immer in den Schwanz.

Die Deutsche Bahn könnte auch einfach

die nicht übertriebenen Tarifforderungen der GDL annehmen und gut ists.

Die GDL fordert, sehr gemäßigt, was die DGB-Dienstleistungsgewerkschaft ver.di schon im öffentlichen Dienst durchgesetzt hatte: 1,4 Prozent für das Jahr 2021, danach für das Jahr 2022 zusätzlich noch einmal 1,8 Prozent, zudem eine Corona-Prämie von 600 Euro.

@19:29 von vweh

//Wenn es bei diesem Streik nur um Geld gehen würde, wäre ich noch bei ihnen. Nur der GDL geht es diesmal nur um Macht, und sonst gar nichts.//

Und WER sagt das? Die Streikenden?

//Schlussendlich ist es aber dem Kunden wurscht warum die Bahn unzuverlässig ist.//

Mir persönlich nicht. Für mich spielt das WARUM immer eine große Rolle.

//Mit dem Schaden, den die GDL anrichtet, wird sie in Zukunft leben müssen.//

Es ist eben nicht die GDL, die Schaden anrichtet. Es sind diejenigen, die keine angemessenen Gehälter zahlen wollen.
Dann suchen sich die Lokführer ihre Zukunft eben in der Schweiz (siehe meinen Kommentar weiter oben).
Guter Lohn und schöne Landschaft garantiert.

@Anna-Elisabeth (19:13)

Momentan ist der Unterschied zwischen Forderung und Angebot beim Gehalt nicht so riesig, als dass man das eine als anständig bezeichnen könnte und das andere völlig inakzeptabel nennen müsste. Man streitet sich ja auch eher um Laufzeit, Geltungsbereich und Betriebsrenten. Vieles aus Sicht der GDL mit dem Ziel, sagen zu können, dass man besser als die EVG sei, da letztere lediglich eine Gewerkschaft von Arbeitgebers Gnaden ist (was ich gar nicht abstreiten will).
"Anständige Gehälter" sind in diesem Kampf nur eine Waffe, kein Ziel.

um 19:37 von gman

"Welche Streiks und welche Abwehrmaßnahmen zulässig oder unzulässig sind entscheiden Richter."

Hinsichtlich der Streiks ist ja nun eine Antwort erflogt.

"Sie sollten zur Kenntnis nehmen, dass ein Streik ohne die Möglichkeit der Gegenwehr in einem Rechtsstaat allerdings nicht geht."

Diese Aufforderung hat nur irreführenden Charakter, denn das habe ich keinesfalls behauptet.

Ihre Art zu agumentieren ist milde geagt, irritierend und fördert nicht gerade die Ansicht, dass sie eine förderliche Diskussion anstreben.
Üben sie ruhig noch etwas mehr.

Gericht lehnt Bahn-Berufung ab

Leider muss man wieder einmal feststellen, dass die Gerichte nicht bereit sind, Allmachtsphantasien von Gewerkschaft einzuschränken! Denn hier geht es ausschließlich um die persönlichen Machtgelüste eines Vorsitzenden und um nichts weiter! Im Übrigen hoffe ich, dass alle die für ihn streiken einmal einen Blick auf seine Einkünfte geworfen haben. Da würde so manchem Streikenden anders!!!
Anstelle der Bahn würde ich sämtliche Verhandlungen abbrechen, den mit der EVG ausgehandelten Tarifvertrag flächendeckend ausrollen, die GDL austrocknen und im Anschluss arbeitsrechtlich gegen die Streikenden vorgehen. Das System hat Maggie Thatcher erfolgreich durchgezogen. Seit dem ist Ruhe in den Gewerkschaften in GB. Jeder kennt nun seine Regeln und weiß was passiert, wenn er sich nicht daran hält!

um 19:23 von gman

"aber hallo, Sie fordern das Ganze und liefern selbst nicht?!
Ist es nicht eher so, dass Ihnen die großspurig angedeutete Hälfte fehlt.
Ordentlich und nachvollziehbar liefern oder zurücknehmen, nur das wäre anständig."

Nein, aber ich bin nicht aufgefordert ihre Kenntnislücken zu füllen, während sie ständig ohne Sachgrundlage argumentieren.
Mir Unanständigkeit zu unterstellen, ist meiner Meinung nach sogar unter ihrem Diskussionsniveau.

um 19:52 von Mike063

"Leider muss man wieder einmal feststellen, dass die Gerichte nicht bereit sind, Allmachtsphantasien von Gewerkschaft einzuschränken! Denn hier geht es ausschließlich um die persönlichen Machtgelüste eines Vorsitzenden und um nichts weiter! Im Übrigen hoffe ich, dass alle die für ihn streiken einmal einen Blick auf seine Einkünfte geworfen haben. Da würde so manchem Streikenden anders!!!"

Ihre unangemessene Gerichtschelte möchte ich deutlich zurückweisen. Kritik an Gerichtsentscheidungen: Ja. Aber so ohne sachliche Basis und mit Unterstellungen untermauert, spricht für die Haltlosigkeit ihrer emotionalen Anwandlung

".im Anschluss arbeitsrechtlich gegen die Streikenden vorgehen. "
Wegen eines gerichtlich als rechtmäßig bestätigten Streiks?
Eine nach meiner Meinung eine absurde Vorstellung.

@19:29 von Bernd66

//...es gibt so viele Mitarbeiter in so vielen Büros, die sich mit irgendwelchen kaum bis gar nicht praktikablen Ideen an ihren Stühlen festhalten. Da könnte mal ordentlich aussortiert werden. Das spart ne Menge Kosten und - ich behaupte - der Laden läuft deutlich besser.//

Das erinnert mich jetzt an eine Situation im Krankenhaus. Ich hatte mich in einer mit ein paar Kolleg:innen über ein paar zeitraubende Vorschriften aufgeregt. Eine Kollegin aus dem Qualitätsmanagement hatte sich dazugesellt und schließlich gesagt: "Ihr hat wenigstens eine sinnvolle Tätigkeit. Wir sitzen den ganzen Tag da und müssen überlegen, was ihr denn mal anders machen könntet."

weder Voll- noch Teiljurist

Ich bin Bäcker, Elektriker - und seit über 30 Jahren Lokführer bei der DB (und damit noch Beamter).
Aber wenn juristisch festgestellt wurde, daß ein Arbeitskampf gerechtfertigt ist dürfte eine Schadenersatzklage aussichtslos sein.
Das ist einfach sinnvolle Logik.

@weingasi1

"Es wäre ja schon wunderbar, wenn die Bahn mit nur der Hälfte der Schulden auskäme, die sie jedes Jahr fabriziert" Am 03. September 2021 um 18:25 von weingasi1

*

Bei Dividendenausschüttung der Bahnmann den Bund in Mio. Euro las ich:
2020 650
2019 650
2018 450
2017 600
2016 850
2015 700
2014 200
2013 525
2012 525
2011 500

Ich gebe aber zu, dass ich dem ganzen Geld hin und her schieben nicht folgen kann:
Einerseits Schulden beim Bund, obwohl der Bund der Besitzer ist, andererseits Dividendenausschüttung.

Das ist so, als ob man bei sich selbst verschuldet wäre und an sich selbst Dividende zahlt.

@19:48 von Tinkotis @Anna-Elisabeth (19:13)

//Man streitet sich ja auch eher um Laufzeit, Geltungsbereich und Betriebsrenten.//

Das sind weiß Gott keine Nebensächlichkeiten und nicht einfach so eben vom Gehalt zu trennen. Und die Gehaltserhöhung ist unmittelbar mit der Laufzeit des Vertrags verknüpft.

//"Anständige Gehälter" sind in diesem Kampf nur eine Waffe, kein Ziel.//

Noch einmal: WER sagt das? Journalisten?

@19:39 von weingasi1

//So gesehen, gibt es wohl kaum jemanden, der den Mitarbeitern im Krankenhaus/Alten- und Pflegeheim nicht einen guten Mehrverdienst gönnen würde. NUR diese Kosten bezahlen wir alle mit unseren Abgaben, die zusammen mit Belgien die höchsten in EU sind. Das heisst, man muss dann auch bereit sein, noch mehr Abgaben hinzunehmen oder Abstriche in der Infrastruktur zu akzeptieren. Weniger Schwimmbäder, noch weniger für soziale Dienste für Jugend/Behinderte/Obdachlose usw. usw. Irgendwie beisst sich die Katze da immer in den Schwanz.//

Da hilft ein tieferer Blick ins westeuropäische Ausland, z.B. Dänemark. Gerade im Hinblick auf die Pflege (ist hier aber nicht das Thema).

Leider haben Sie absolut recht - Anna-Elisabeth

Ein kleines Beispiel:
Wir hatten jahrelang einen regionalen Disponenten, der alle (Güter-)Züge in einem bestimmten Bereich mit Personal zu besetzen hatte (also bei Sonderzügen, Verspätungen, ...)
Das hat sehr gut funktioniert. Also mußte man das ändern.
Dann gab es einen Personaldisponenten, der einige/viele Züge über den gesamten Laufweg zu disponieren hatte - also von Basel bis zur holländischen Grenze; von München bis Hamburg; ...
Das ging böse in die Hose. Der Disponent hatte ja nur "seine" Züge im Blick - ein Zug war verspätet und rein vom Arbeitszeitsgesetz nicht mehr fahrbar. Keiner "seiner" anderen Züge passend - der Lokführer fährt Gastfahrt heim. Ein anderer Disponent hatte einen offenen Zug - aber keine Ahnung vom freien Personal.
Da haben die Führungsetagen festgestellt: das is nich gut.
Nach 2 Jahren wurde "ein völlig neues System" eingeführt. Der Bereichsdisponent, der alle Züge und Lokführer in seinem Bereich im Blick hat.
Und der erfahrene Lokführer hat sich totgelacht.

Zu 19:57 von logig -ganz einfach-


Auf Kommentar antworten
Am 03. September 2021 um 19:57 von logig
um 19:23 von gman

"aber hallo, Sie fordern das Ganze und liefern selbst nicht?!
Ist es nicht eher so, dass Ihnen die großspurig angedeutete Hälfte fehlt.
Ordentlich und nachvollziehbar liefern oder zurücknehmen, nur das wäre anständig."
---
Nein, aber ich bin nicht aufgefordert ihre Kenntnislücken zu füllen, während sie ständig ohne Sachgrundlage argumentieren.
Mir Unanständigkeit zu unterstellen, ist meiner Meinung nach sogar unter ihrem Diskussionsniveau.

@logig, ich argumentierte nicht "ständig ohne Sachgrundlage". Da exakte Gegenteil ist der Fall.

Es ist doch ganz einfach, behaupten Sie hier nicht Dinge und angebliche Sachverhalte die Sie offensichtlich nicht belegen können. Genau das hat kein Diskussionsniveau!

um 19:08 von Tinkotis

>>
@Klärungsbedarf (18:34)

Zitat: "Könnte also noch nach Leipzig gehen"

Erfurt?
<<

Genau. Über Leipzig direkt nach Erfurt :-)

Danke für die Richtigstellung. War beim Bundesverwaltungsgericht.

@Anna-Elisabeth (20:11)

Zitat: "Noch einmal: WER sagt das? Journalisten?"

Ich sage das, es ist meine Einschätzung. Die falsch sein kann. Meiner Meinung nach aber zu den Fakten passt. Und sich mit meinen Erfahrungen in ähnlichen Situationen deckt. Unter anderem bei Tarfverhandlungen, aber auch schon mal im Gerichtssaal.

20:10 von Tada @weingasi1

//Bei Dividendenausschüttung der Bahnmann den Bund in Mio. Euro las ich:...//

Danke. Wirklich interessant.

//Ich gebe aber zu, dass ich dem ganzen Geld hin und her schieben nicht folgen kann:
Einerseits Schulden beim Bund, obwohl der Bund der Besitzer ist, andererseits Dividendenausschüttung.

Das ist so, als ob man bei sich selbst verschuldet wäre und an sich selbst Dividende zahlt.//

Ist mir auch zu hoch.

@19:39 von weingasi1

//Das heisst, man muss dann auch bereit sein, noch mehr Abgaben hinzunehmen oder Abstriche in der Infrastruktur zu akzeptieren. Weniger Schwimmbäder, noch weniger für soziale Dienste für Jugend/Behinderte/Obdachlose usw. usw. Irgendwie beisst sich die Katze da immer in den Schwanz.//

Nein, das heißt es nicht. Ich mach's kurz und zitiere Volker Pispers: "Das Geld ist nicht weniger, es wird nur anders verteilt."

Am 03. September 2021 um 19:48 von Tinkotis

@Anna-Elisabeth (19:13)

Zitat: Momentan ist der Unterschied zwischen Forderung und Angebot beim Gehalt nicht so riesig, als dass man das eine als anständig bezeichnen könnte und das andere völlig inakzeptabel nennen müsste. Man streitet sich ja auch eher um Laufzeit, Geltungsbereich und Betriebsrenten. Vieles aus Sicht der GDL mit dem Ziel, sagen zu können, dass man besser als die EVG sei, da letztere lediglich eine Gewerkschaft von Arbeitgebers Gnaden ist (was ich gar nicht abstreiten will). "Anständige Gehälter" sind in diesem Kampf nur eine Waffe, kein Ziel.

Leider kennt man die Gerichtsentscheidung noch nicht im Wortlaut. Gem. Pressemitteilung des LAG Hessen, verfolgt die GDL aber tariflich regelbare Ziele. Welche das sind, wird nicht gesagt. Jedenfalls streike die GDL nicht für eine Klausel die die Anwendung der GDL-Tarifverträge auf andere Betriebe bringe und handele es sich nicht um einen Unterstützungsstreik - hat die GDL gesagt und das LAG geglaubt

@Klärungsbedarf (20:26)

Na ja, wer weiß, vielleicht sind die in Leipzig sogar zuständig. Ich durchschaue das nicht wirklich. So gesehen war mein Kommentar eigentlich ziemlich dämlich...

Am 03. September 2021 um 20:26 von Klärungsbedarf

@Klärungsbedarf (18:34): "Könnte also noch nach Leipzig gehen"

um 19:08 von Tinkotis: Erfurt?

Zitat: Genau. Über Leipzig direkt nach Erfurt :-)--- Danke für die Richtigstellung. War beim Bundesverwaltungsgericht.

Es geht nirgendwo hin. Gegen die Entscheidung ist keine Revision möglich (§72 IV ArbGG).

Klabautermann um 18:40 :

„ Nicht die GdL nimmt die Fahrgeste in "Geiselhaft" sondern der Vorstand der DB, der sich die eigenen Taschen mit Bonis und 10% füllen will aber die Belegschaft mit 0-Runden und Steigerungen unterhalb der Inflation“ -
In welcher Branche werden denn noch (oder wurden jemals) Lohnsteigerungen oberhalb der Inflationsrate erzielt?
Es gibt diesen Spruch (und Film) „Die fetten Jahre sind vorbei.“ Und das seit mindestens Ende 1980er oder Anfang der 1990er Jahre.

um 20:26 von gman

Diese Retourkutsche erscheint mir nicht fundiert.
Im übrigen erscheint mir ihre Behauptung, dass ihre Aussagen inhaltlich belegt sind, ebenso haltlos.
Ich bin auf ihr erstes inhaltlich belegtes Argument gespannt. Gern werde ich dann darauf eingehen. Sie müssen mir nur Gelegenheit dazu geben.
Heute werde ich ihnen das letze Wort lassen und ihre Beiträge dann weiter angemessen kommentieren.

@20:43 von SysLevel Klabautermann um 18:40 :

//Es gibt diesen Spruch (und Film) „Die fetten Jahre sind vorbei.“ Und das seit mindestens Ende 1980er oder Anfang der 1990er Jahre.//

Gilt für viele, bei weitem nicht für alle.

Zu 20:10 von Tada Dividende - Eigenkapital

Ich gebe aber zu, dass ich dem ganzen Geld hin und her schieben nicht folgen kann:
Einerseits Schulden beim Bund, obwohl der Bund der Besitzer ist, andererseits Dividendenausschüttung.
Das ist so, als ob man bei sich selbst verschuldet wäre und an sich selbst Dividende zahlt.

@Tada, ja, offensichtlich können Sie da nicht folgen. Ihnen ist aber schon klar, dass der Bund Eigentümer der DB AG ist.
Glauben Sie dass für zur Verfügung gestelltes Risikokapital in Milliardenhöhe keine Dividende aus dem Ergebnis bezahlt werden darf.

Glauben Sie, wer Schulden hat, verdient nichts?

Die Dividende ist bescheiden, wenn man weiß, dass der Bund der Deutschen Bahn zum bestehenden Eigenkapital in den Jahren 2020 bis 2030 zusätzliches Eigenkapital von einer Milliarde Euro pro Jahr zur Verfügung stellt.

Wenn es um die Unternehmen geht

fordern die Vorstände, dass die Politik und ihre Gesetze möglichst wenig regeln sollen. Freie Marktwirtschaft eben. Wenn es aber um die Rechte ihrer Mitarbeiter geht rufen sie die Gerichte an. Armselig, kann ich nur sagen! Gut dass die Gerichte so entschieden haben.

@20:27 von Tinkotis @Anna-Elisabeth (20:11)

//Zitat: "Noch einmal: WER sagt das? Journalisten?"
---
Ich sage das, es ist meine Einschätzung. Die falsch sein kann. Meiner Meinung nach aber zu den Fakten passt. Und sich mit meinen Erfahrungen in ähnlichen Situationen deckt. Unter anderem bei Tarfverhandlungen, aber auch schon mal im Gerichtssaal.//

Ich weiß Ihre Offenheit sehr zu schätzen.

@falsa demonstratio (20:36)

Die Begründung der Verfolgung tariflich regelbarer Ziele - nämlich Gehaltssteigerung - bestätigt mich in meiner Auffassung, dass diese vornehmlich Waffe sind.
Wie mir einst ein Richter am LAG Hamburg sagte: Man kann auch versuchen, das Betriebsverfassungsgesetz zu nutzen, um ein politisches Ziel durchzusetzen. Manchmal funktioniert es auch.

Zu 20:50 von logig "Retourkutsche"

um 20:26 von gman
Diese Retourkutsche erscheint mir nicht fundiert.
Im übrigen erscheint mir ihre Behauptung, dass ihre Aussagen inhaltlich belegt sind, ebenso haltlos.
Ich bin auf ihr erstes inhaltlich belegtes Argument gespannt. Gern werde ich dann darauf eingehen. Sie müssen mir nur Gelegenheit dazu geben.
Heute werde ich ihnen das letze Wort lassen und ihre Beiträge dann weiter angemessen kommentieren.

@logig, das ist keine Reourkutsche. Ich warte immer noch auf die von Ihnen behaupteten hohen spanischen Löhne der dortigen Lokführer.
Diese lassen sich ja nach Ihrer Behauptung hier bei Lohn kostenlos ausbilden und gehen dann nach Spanien zurück.
Kennen Sie überhaupt einen solchen spanischen Lokführer?
Wenn nicht, lassen Sie es doch einfach!

Illegaler Streik

Die GDL streikt nur, um anderen Gewerkschaften Mitglieder abzujagen, das ist in Deutschland illegal.

@gman

"Glauben Sie, wer Schulden hat, verdient nichts?" Am 03. September 2021 um 20:52 von gman

*

Normalerweise hat man Schulden bei jemanden anderen und verdient auch an anderen.

Hier hat der Bund quasi Schulden beim Bund und der Bund zahlt sich selbst Dividende aus.

Am 03. September 2021 um 21:01 von Agent russkij

Zitat: Illegaler Streik: Die GDL streikt nur, um anderen Gewerkschaften Mitglieder abzujagen, das ist in Deutschland illegal.

Das haben ja nun zwei Gerichte anders beurteilt.

um 20:24 von Bernd66 -Tolle Erzählung mit bösem Ausgang!

[..]Der Bereichsdisponent, der alle Züge und Lokführer in seinem Bereich im Blick hat.
Und der erfahrene Lokführer hat sich totgelacht.

Dieser "erfahrene Lokführer" fehlt jetzt dringend. Bei so viel Berufs- und Lebenserfahrung hätte er ja vielleicht nicht gestreikt.

Gute Bezahlung

Lokführer verdienen überdurchschnittlich, machen sich nicht schmutzig und es geht nicht aufs Kreuz.
Ich finde diesen Streik auf Kosten der einfachen Leute, die auf die Bahn angewiesen sind, völlig unangemessen. Geradezu unverschämt.

@gman

"Glauben Sie, wer Schulden hat, verdient nichts?" Am 03. September 2021 um 20:52 von gman

*

Normalerweise hat man Schulden bei jemanden anderen und verdient auch an anderen.

Hier hat der Bund quasi Schulden beim Bund und der Bund zahlt sich selbst Dividende aus.

Machen Sie das auch so? Leihen sich selbst Geld usw.?

Beim.Bund geht es vermutlich wieder um Geld-Töpfe - aus dem einen raus, in den anderen rein.

Am 03. September 2021 um 20:54 von Tinkotis

Zitat: Die Begründung der Verfolgung tariflich regelbarer Ziele - nämlich Gehaltssteigerung - bestätigt mich in meiner Auffassung, dass diese vornehmlich Waffe sind.

Ich weiß nicht, welche Ziele das Gericht gemeint hat. Jedenfalls beschränkt sich ein Trarifvertrag nicht Lohnfragen.

Wie sich gerade aus den (gegenteiligen) Feststellungen des Gerichts ergeben soll, dass es in Wirklichkeit um etwas anderes geht, erschließt sich mir nicht.

Zitat: Wie mir einst ein Richter am LAG Hamburg sagte: Man kann auch versuchen, das Betriebsverfassungsgesetz zu nutzen, um ein politisches Ziel durchzusetzen. Manchmal funktioniert es auch.

Wir sind nicht im Bereich des BetrVG.

Herr Stauß, ...

... Sie sind mir als gutem Kunden etwas ganz anderes schuldig: nämlich umgehend sämtliche Forderungen der GdL nicht nur zu erfüllen, sondern sogar noch etwas daraufzulegen! Damit Ihre Mitarbeitenden endlich wieder in Würde sowie mit höchster Motivation für mich arbeiten und zugleich davon leben sowie in angemessenem Umfang für den Ruhestand vorsorgen können... Es wäre wahrlich ein Kinkerlitzchen für Sie, statt horrende Streik- und Gerichtskosten zu provozieren vollumfänglich in Ihr wunderbares Personal zu investieren.......

@ Tada

Hier hat der Bund quasi Schulden beim Bund und der Bund zahlt sich selbst Dividende aus.

Da machen Sie einen verbreiteten Fehler von Laien. Denn die Bahn gehört zwar dem Bund, sie ist aber nicht der Bund.

@Anna-Elisabeth ( 20:27)

Beim Bund geht es vermutlich wieder um Geld-Töpfe - aus dem einen raus, in den anderen rein. So kann man legal Geld von A nach B verschieben.

Zu 21:01 von Tada . es wird nicht besser..

@gman
"Glauben Sie, wer Schulden hat, verdient nichts?" Am 03. September 2021 um 20:52 von gman
*
Normalerweise hat man Schulden bei jemanden anderen und verdient auch an anderen.
Hier hat der Bund quasi Schulden beim Bund und der Bund zahlt sich selbst Dividende aus.

@Tada, wenn Sie Mitglied bei einer Genossenschaftsbank sind, sind Sie Miteigentümer. Dto. wenn Sie Aktien einer Bank besitzen und dort Kunde sind.
Jetzt haben Sie dort einen Kredit und erhalten Dividende für das zur Verfügung gestellte Risikokapital.

Wenn Sie so argumentieren zahlen Sie an sich selbst Dividende und zahlen an sich selbst die Sollzinsen.

Geht's noch schräger?

Die Bahn schafft sich selbst ab

Die GDL fordert zuviel, weit über den Abschlüssen in der Automobilbranche. Dort gab es seit 2018 keine tabellenwirksame Lohnerhöhung mehr, dies hat aber zur Stärkung der Branche und dem Erhalt von Arbeitsplätzen beigetragen.
Die Bahn dagegen ist längst nicht mehr wettbewerbsfähig und schafft sich durch zu hohe Kosten selbst ab.

um 20:59 von gman

"Kennen Sie überhaupt einen solchen spanischen Lokführer?
Wenn nicht, lassen Sie es doch einfach!"
Das ist nach meiner Meinung einfach nur dreist.
Ich habe die Sache mit den Lockführergehälter gar nicht in die Diskussion eingebracht. Und noch einmal: Wenn sie nicht bereit sind, sich selbst zu informieren, dann ist das sicher nicht mein Problem.
Es scheint mir aber ein Problem ihrer Glaubwürdigkeit.

Am 03. September 2021 um 21:11 von Tada

Zitat: Beim.Bund geht es vermutlich wieder um Geld-Töpfe - aus dem einen raus, in den anderen rein.

Das nennt man gemeinhin Bundeshaushalt.

um 21:14 von Agent russkij

Sie werden entschuldigen. Aber das halte ich für Haarspalterei.

Beamter

Als Staatsdiener darf ich nicht streiken.
Und habe heute auch 9 1/2 Stunden abgerissen.

Am 03. September 2021 um 21:15 von Tada

@Anna-Elisabeth ( 20:27)

Zitat: Beim Bund geht es vermutlich wieder um Geld-Töpfe - aus dem einen raus, in den anderen rein. So kann man legal Geld von A nach B verschieben.

Wie stellen Sie sich denn vor, dass ein öffentlicher Haushalt funktioniert.?

um 21:17 von morph63

Ihr Vergleich mit der Automobindustrie ist hier nach meiner Meinung nicht relevant.
Das sich die Bahn sebst abschafft, ist eine völlig absurde Erwartung. Weder die Zunahme des Individualverkehrs noch die des Güterverkehrs ist erwünscht und zu verkraften, Nur ein Hinweis in einer scheinbaren Kleingkeit: es gibt eine Reihe von Gefahrstofftransporten, die auf der Straße nicht verantwortbar sind und die nur auf der Schiene erfolgen dürfen.

Zu 21:19 von Bernd66 "Beamter"

Als Staatsdiener darf ich nicht streiken.
Und habe heute auch 9 1/2 Stunden abgerissen.

@Bernd66, Danke dafür.
Ich bin kein Staatsdiener und habe schon bei Bedarf mehrfach rund um die Uhr gearbeitet.
Manchmal besteht die Notwendigkeit.
Dafür war dann ein angemessener Ausgleich fällig.

@21:17 von morph63

//Die GDL fordert zuviel//

Das wird Gewerkschaftern erzählt, seit ich denken kann.

//Dort gab es seit 2018 keine tabellenwirksame Lohnerhöhung mehr, dies hat aber zur Stärkung der Branche und dem Erhalt von Arbeitsplätzen beigetragen.//

Da haben Sie jetzt aber einiges weggelassen. Oder wurde z.B. bei VW die Betriebsrente gekürzt?
>>...Zudem zahle das Unternehmen im Juni 2021 eine einmalige Corona-Beihilfe von 1000 Euro - rückwirkend für die Zeit seit März 2020.<<

@falsa demonstratio

Das Beispiel mit dem BetrVG sollte lediglich demonstrieren, dass man u.U. ein Recht nutzen kann, um eigentlich ein ganz anderes Ziel zu verfolgen.

Unabhängig davon, was das LAG in diesem Fall als tariflich regelbar akzeptiert hat, hat die GDL in der Vergangenheit genug Anlass dazu gegeben, dass man davon ausgehen kann, dass sie sich als Alternative zur EVG sieht.

Um nochmals meinen Vergleich zu nutzen: Ich habe damals versucht, eine unbequeme tarifliche Regelung durch die Mitbestimmung auszuhebeln. Und wie der Richter sagte, nicht schlecht. Aber nicht gut genug.

Die GDL macht's besser als ich.

Selbst fahrende Züge

Die Bahn ist defizitär, für diese zusätzlichen Lohnforderung ist gar kein Geld da. Die Entwicklung geht nur um so mehr in Richtung selbst fahrende Züge.

Zu 21:19 von logig "Haarspalterei"

um 21:14 von Agent russkij
Sie werden entschuldigen. Aber das halte ich für Haarspalterei.

@logig, hier sollten Sie um Entschuldigung bitten. @Agent russkij hat völlig recht!

@ Tada

Beim Bund geht es vermutlich wieder um Geld-Töpfe - aus dem einen raus, in den anderen rein. So kann man legal Geld von A nach B verschieben.

Na und? Was wäre dagegen zu sagen?

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Sie scheinen es zu wissen

Klar. Es gibt ruhige Tage und Schichten wo Alles läuft.
Aber Sie dürfen nicht nur den Nah- und Fernverkehr sehen.
Die haben den Streß des Fahrplans. 20 Leute müssen durch eine Tür ein-/aussteigen (der Zug hat ja auch nur Eine). Das dauert länger als die vorgesehenen 40/50 Sekunden. Oder Reisende, die die Lichtschranke blokieren, oder ...
Im Güterverkehr hängen Lokführer regelmäßig an und ab; machen Bremsprobe allein; untersuchen den Zug in irgendeinem "Pille-Palle-Bahnhof"; machen Störungsbehebung oder zumindest Störungsfeststellung unterwegs; ... Im Schnitt hänge ich bei jeder Schicht einmal an und ab; im Schnitt darf ich einmal pro Monat irgendeinen Fehler an den Güterwagen suchen; ...

@ Agent russkij Re: Illegaler Streik

Die GDL streikt nur, um anderen Gewerkschaften Mitglieder abzujagen, das ist in Deutschland illegal. HÄÄÄÄ? Machen Sie sich einmal kundig.
1. Die GdL streikt, weil deren Mitglieder in einer Urabstimmung so entschieden haben und nicht weil es die GdL oder ein "machtgeiler" Weselsky es aus Jux und Dollerei so will. Dafür gibt es gesetzliche Regelungen PUNKT
2. Kein EVGler wird zur GdL wechseln nur weil die streiken. PUNKT Höchstens weil die Bessere Abschlüsse tätigen und Leistungen liefern für die Beiträge die Mitglieder zahlen. WAS ist daran Illegal?
3. Steht es jedem frei sich die BESSERE Gewerkschaft auszusuchen. Machen Sie sicher bei Versicherungen, Waschmaschinen, Stromanbietern, Parteien, Fitnesscenter auch so.
4. Wenn der Streik der GdL illegal wäre, hätte die DB mit Sicherheit NICHT vor 2 in Worten ZWEI Gerichten den Kürzeren gezogen.

Am 03. September 2021 um 21:15 von Tada

"@Anna-Elisabeth ( 20:27)
Beim Bund geht es vermutlich wieder um Geld-Töpfe - aus dem einen raus, in den anderen rein. So kann man legal Geld von A nach B verschieben."

Ja, so ist es.

Eine Aktiengesellschaft zahlt Dividende.
Eine gute AG zahlt regelmäßig Dividende.

Da der Bund keine Steuern zahlt, sind die Dividenden Netto.

Irgendwann, vielleicht, sollen sich Institutionen oder auch Privat Leute an dieser AG beteiligen.

Dann steht im VK Prospekt:

„Regelmäßige Dividendenzahlung.“

um 21:45 von gman

Sie könne mir nicht meine Bewertung vorschreiben. Ich sehe keinen Grund zu einer Entschuldigung. Vieleicht erklären sie mir, weshalb mein Urteil so unangemessen isr, dass es einer Entschuldigung bedarf.
Zu Entschuldigungen, so scheint mir, hätten sie wohl ehr Grund.

@weingasi1:

Hinkt aber doch, denn der Flugverkehr kann eingeschränkt werden und wurde es auch; bei der Eisenbahn sieht's anders aus, Transportmittel hin oder her. -

@ um 21:39 von Agent russkij

Pustekuchen.
Selbstfahrende, autonome Fahrzeuge, egalnob auf der Straße oder der Schiene werden so lange nicht fahren können, solange es Sicherheitsprobleme in der IT gibt.
Da sich momentan auch die Firmen, die für die Herstellung von Sicherheit im IT - Bereich zuständig sind, noch nicht einmal selbst vor Hackerangriffe schützen können, wird der Weg zum autonomen Fahren noch ein ziemlich langer sein. Und zukünftig, mit 5G, auch ein gefährlicherer, da damit der Datenklau und die Datenmanipulation noch viel schneller realisiert werden können.
Insofern werden Lokführer sicher noch ein bis zwei Jahrzehnte gebraucht werden.
Selbstverständlich mit sehr guten Gehältern, die auch allen anderen Arbeitnehmern zustehen. Wie man dazu kommt, zeigt gerade die GDL.

@ jautealis

. .. nämlich umgehend sämtliche Forderungen der GdL nicht nur zu erfüllen, sondern sogar noch etwas daraufzulegen!

Nein, die Forderungen sind abzulehnen. Die Bahn sollte hart bleiben und alle Streiks durchstehen.

@ Werner Kraus

Eine Aktiengesellschaft zahlt Dividende.
Eine gute AG zahlt regelmäßig Dividende.
Da der Bund keine Steuern zahlt, sind die Dividenden Netto.

Der Bund zahlt selbstverständlich auch Steuern.

Keiner hindert die Bahn zu verhandeln.

Dann klappt es auch mit einer Einigung.

was arbeiten Sie?

Sofern Sie abhängig beschäftigt sind gilt für Sie - wie für Alle Arbeitnehmer - das Arbeitszeitgesetz.
Darin heißt es ganz grob: Maximal 10 Stunden Arbeit; an Sonn- & Feiertagen für sinnvolle Schichtplanung oder mehr freie Tage maximal 12 Stunden; mindestens 11 Stunden zwischen Schichtende und Schichtbeginn der Folgeschicht; ...
Beim Lokführer ist das Alles ganz einfach anhand der realen Schichtfolge nachvollziehbar.
Und wenn de Pech hast und der Staatsanwalt kommt bist alleine wegen Überschreitung der höchstzulässigen Arbeitszeit oder wegen Überschreitung der Gesamtarbeitszeit zwischen freien Tagen oder ... der Schuldige. Frei nach dem Motto: Hättest Dich an die zulässigen Zeiten gehalten wärst nich gefahren; wärst nich gefahren würde der Mensch - der nich die Unterführung, sondern den kurzen Weg über die Gleise genommen hat, noch leben.
Der Staatsanwalt is zufrieden - was ein Richter daraus macht ...???

Gericht lehnt Bahn-Berufung gegen Streik ab....

Was noch mehr sein müsste, daß ist die Solidarität anderer Gewerkschaften mit der GDL und den Bahnern. Da ist noch zu viel alter Geist drin, Komanagement-Denken. Gewerkschaften sind nicht fürs Anbiedern da. Hoffentlich erstreiten sie demnächst auch einen entsprechenden Inflationsausgleich (3,9 % pro Jahr).

@ Klabautermann

Steht es jedem frei sich die BESSERE Gewerkschaft auszusuchen.

Die GDL ist aber nicht die bessere Gewerkschaft. Sie stellt nur erpresserische Forderungen.

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