Bundeswehr in Afghanistan: Sorge vor Radikalisierung von Veteranen

25. August 2021 - 08:56 Uhr

Für viele Afghanistan-Veteranen sind aktuelle Bilder aus Kabul schwer zu verarbeiten. Ein Veteranenvertreter warnt vor einem Abdriften in rechtsorientierte Gruppen. Und die Wehrbeauftragte des Bundestags fordert mehr Therapieangebote.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Nicht nur die befürchtete

Nicht nur die befürchtete Radikalisierung der Veteranen ist auf eine verfehlte Politik sondern der gesammte Rechtsruck der leider Quer durch die Gesellschaft geht hat die Regierung zu verantworten. Jeh mehr Menschen an den Rand der Gesellschaft gedrückt und ausgegrenzt werden um so mehr werden sich radikalisieren. Wenn wir da nicht anfangen gegen zu steuern wird das ein böses Ende nehmen.

Im Grunde kommt jetzt raus,

Im Grunde kommt jetzt raus, wie sinnlos der Einsatz war und wie gering die Regierung ihre Truppe schätzt.
Is schon klar, dass man da gefrustet ist.
Dazu minderwertiges Arbeitsgerät, Mangelverwaltung, komische Auftragslage, wenig Befugnisse.
Die schauen zur USArmy und haben Tränen in den Augen.

Mehr Therapiengebote wäre super

Durch meine Arbeit in der Beruflichen Umschulung habe ich viel mit Veteranen zu tun.
Und ich möchte hier eine Lanze für sie Brechen, in das rechte Milieu abzurutschen ist bei weiten nicht die schlimmste Sorge.

Die Bundeswehr hat erst 2012 Posttraumatische-Belastungsstörung als Berufskrankheit anerkannt, vorher wurden die Soldaten einfach völlig allein gelassen.

Auch jetzt ist es noch irrsinnig schwer einen entsprechend spezialisierten Therapieplatz zu bekommen.

Denn Therapie ist nicht gleich Therapie, es benötigt speziell ausgebildete Fachleute für diese Thematik und davon gibt es aktuell viel zu wenige.

Nur mit Geld ist dieses Problem nicht zu lösen.

Die Radikalisierung ist erst de letzte Schritt.

Versuchen sie es einmal aus der Sicht des traumatisierten Soldaten zu sehen:

Er opferte körperliche und mentale Gesundheit und der empfundene Dank der Republik dafür ist:
Jetzt wo du nicht mehr nützlich bist, kannst du zusehen wo du bleibst.

Das erzeugt nicht gerade Zuneigung

Hmm....

"Ein Veteranenvertreter warnt vor einem Abdriften in rechtsorientierte Gruppen. "

Aktuelle Bilder schwer zu verarbeiten.... und dann wird man rechts wenn man für Frauenrechte und Flüchtlingskinder eintritt?
Oder sind Bundeswehrsoldaten per Definition immer rechts?

Herr Drescher, bitte treten Sie zurück und schliessen Sie nicht von sich auf andere.

Verteranenvertreter

Jürgen Todenhöfer schrieb 2014:
"Ähnlich wie beim Abzug der Sowjets beherrschen die Taliban die
ländlichen Regionen des Landes. Die afghanischen Truppen aber
sitzen verunsichert in den großen Städten. Jedes Jahr desertieren
nach offiziellen Angaben 18 Prozent der Soldaten. Angesehene
afghanische Analysten gehen von bis zu 47 Prozent aus. Die
Taliban können fast überall nach Belieben zuschlagen. Anders als
konventionelle Armeen müssen Guerillas und Partisanen einen
Krieg nur ungeschlagen überleben, dann haben sie ihn gewonnen."
Das müssen die Veteranen doch auch gewusst haben und hätten der Politik, notfalls der medialen Öffentlichkeit die Aussichtslosigkeit des Afghanistaneinatzes eindringlich klar machen müssen.

Die Sorge ist aktuell unberechtigt

Wer als Soldat in Afghanistan stationiert gewesen ist, der hat sich auch vorher keine Illusionen gemacht.

Was mir ein Veteran erzählt hatte, was er da für Aufgaben bei welchen örtlichen "Veranstaltungen" hatte, wurde hier immer gerötet.

Keiner wollte es hören, keiner wollte es sehen, keiner wollte sowas lesen.

Wenn sich da jemand radikalisiert hatte, dann liegt das definitiv NICHT am Abzug der Truppen, sondern an der unterschiedlichen Mentalität.

Bundeswehr !

Dass die Veteranen nun gefrustet sind, ist mehr als verständlich. Wenn da eine Regierung ist, die bei den Großen mitspielen will, aber nicht mal die eigene Armee mit dem Nötigsten versorgt, diese wie verblaste Stiefmütterchen behandelt, die Ortskräfte bewusst vergisst, und somit die eigenen Soldatinnen und Soldaten gefährdet, braucht sich über Kritik nicht zu wundern.
Heute will ja Oma Merkel wieder ein paar leere Worte von sich geben, die Evakuierung loben, aber all die Verantwortlichen für das ganze Desaster weiter schützen. Die ganze Regierung müsste gehen, und endlich einsehen, dass D nur ein kleines Licht ist, im Konzert der Großen, und von denen immer abhängig sein wird.

09:09 von Deeskalator

Er opferte körperliche und mentale Gesundheit und der empfundene Dank der Republik dafür ist:
---

ist das nicht ein allgemeines Problem ?

also für mich und meine Freiheit hätte kein Bundeswehrsoldat am Hindukusch kämpfen müssen
Ganz im Gegenteil ....
Also fällt es mir schon schwer mich für was zu bedanken was ich als verwerflich betrachte
(um nicht noch deutlicher zu werden)

der Afghanistaneinsatz war unsinng und zwar ...

von Anfang an. Jeder mit Geschichtsbewußtsein und klarem Denkvermögen wußte, dass dieser Einsatz scheitern würde. Um so erschreckender die jahrelange Selbst- und Fremdtäuschung deutscher Regierungs- und Parteipolitiker. Die Soldaten der Bundeswehr sind buchstäblich getäuscht worden. Sie glaubten, ihr Einsatz hätte irgendeinen Sinn jenseits bloßer blinder deutscher Bündnistreue zur Hegemonialmacht USA. Immer schon absolut lächerlich waren die Cover-Stories zu Frauenrechten. In befreundeten isalmischen Ländern stören mangelnde Frauenrechte keinen deutschen Politiker oder Journalisten. Das Abdriften von Soldaten ins rechte Spektrum ist das Abdriften von einer Illussion in die nächste. Was Deutschland dringend braucht ist Aufklärung, Sachlichkeit, Verantwortlichkeit, Moral. Von alldem gibt es nicht mehr viel im Land.

Eine mögliche einfache Lösung

Man kann auch die Bundeswehr abschaffen, dann hat man von diesen Menschen kein Abdriften nach rechts und von dieser Seite droht keine Gefahr mehr.
Das wäre eine mögliche Folgerung ?

Nachvollziehbar

Es ist sicherlich nachvollziehbar, dass für viele Afghanistan-Veteranen diese aktuellen Bilder aus Kabul nur schwer zu verarbeiten sind; diejenigen, die in der Zeit der Präsenz dort Kameraden verloren haben, hat diese Niedergeschlagenheit bestimmt schon viel früher erfasst (beim Verlust jener Kameraden).
Ich meine, dass man den Einsatz in Afghanistan aufmerksam verfolgt hat, aber klar, in 20 Jahren Präsenz ging manches unter - schließlich gab und gibt es noch andere Themen, die die Menschen hier bewegen. Inwiefern ihre Belange nie beachtet wurden, vermag ich nicht zu beurteilen.

Ich hoffe, dass die nun geforderten Therapiemöglichkeiten auch kommen, um diesen Menschen zu helfen, diese seelischen Belastungen zu verarbeiten (was sicherlich eine schwierige und langwierige Therapie wird) - ein Abdriften in ein rechtsradikales Gedankengut und Bildung von rechtsorientierten Gruppen muss verhindert werden - das wäre der gänzlich falsche Weg, den diese Veteranen einschlagen würden.

wen wundert dies?

Auch an dieser Entwicklung ist unsere Regierung nicht unschuldig, hat man doch die Soldaten jahrzehntelang in einen Kampf für ein fremdes Land für quasi nicht vorhandene Werte geschickt.

Wen wundert dies, wenn jemand ständig die Auswirkungen des radikalen Islamismus vor Augen hat, dass sich so jemand gegen diese Entwicklung radikalisiert, anstatt sich politisch damit auseinanderzusetzen.

Bundeswehr in Afghanistan

Das Bundeswehr­mandat für Afgha­nistan war zwei Jahrzehnte lang der entscheidende Fehler !!!

Tote Soldat*innen, wohl noch viele tote afghanische Helfer*innen und psychisch angegriffene Veteran*innen sind das Ergebnis eines von vorneherein zum Scheitern verurteilten Einsatzes, der sich letztendlich doch nur um amerikanische Interessen drehte.

Also jammert jetzt nicht, sondern helft all denjenigen, die es (mehr als dringend) NÖTIG HABEN.

Was machen die anderen Nationen ?

Wie ist die Reaktion der Soldaten der anderen Länder ? Driften die auch nach rechts ab ?
Das wäre nochmal interessant zu erfahren.
Auch ob es ausreichend Therapieangebote für deren Soldaten gibt.
Und ob die Soldaten auch so sensibel sind wie unsere Bundeswehr.

volles Verständnis

habe ich für die Menschen, die ihr Leben in Afghanistan eingesetzt haben weil sie von der Politik dort hingeschickt wurden und nun sehen, wie stümperhaft unsere Politiker sich verhalten. Insbesondere H. Maas und Frau KK stammeln sich nun etwas zurecht was von Peinlichkeiten nicht mehr zu überbieten ist.
Hier wäre ein unverzüglicher Rücktritt inkl. Verzicht auf weitere staatliche Leistungen der beiden zumindest ein Signal gewesen, dass sie ihre schweren Fehler einsehen, wenngleich es auch keine Leben rettet, die beide nun zu verantworten haben

@Demokritisch um 09:26

Sie schreiben „Man kann auch die Bundeswehr abschaffen, dann hat man von diesen Menschen kein Abdriften nach rechts und von dieser Seite droht keine Gefahr mehr.
Das wäre eine mögliche Folgerung ?“
Nein! Auch in der Polizei gibt es rechtsorientierte Tendenzen - wollen Sie die auch gleich abschaffen?
Rechtsorientierte Tendenzen gibt es quer durch unsere Gesellschaft; das sieht man ja an Wahlergebnissen.

09:09 von Deeskalator

Mit ihrer Aussage haben sie so was von recht.

@Demokritisch

es ist schon erstaunlich, dass wir Menschen, die von der offensichtlichen Unfähigkeit der Regierenden zunehmend frustriert sind, nun ein Therapieangebot machen wollen.
Damit lindert man Symptome, heilt aber nicht die Ursache des Problems

Frau Högl als ...

... Wehrbeauftragte fordert angesichts des aktuell von NATO-Staaten in Afghanistan verursachten tiefen Chaos und unendlich menschlichen Leides der Zurückgebliebenen fordert mehr Therapie für ehemalige Kriegführende der Bundeswehr in Afghanistan (Veteranen !).
Und die ARD-TS macht das zur 1. sprich wichtigsten Schlagzeile des Mittwochmorgen.
Wie schön man doch von der wissentlich und gewollten Blockade der Evakuierung afghanischen Ortskräfte mit den Hauptschuldigen dafür (Braun vom Bundeskanzleramt und Merkel selbst) - fast wörtlich von marcus grotian übernommen - ablenken kann.
Anstatt unwichtige Nebelkerzen in die Afghanistan-Diskussion zu werfen, gibt es doch dringende Fragen an herrschende Regierende, die auf den Nägeln brennen und von Journalisten gestellt werden müssen und sollten?
Nichts davon gestern und heute morgen bei ARD davon.

Zweierlei Maß?

All diejenigen, die den Bw-Einsatz in A. jetzt verteufeln und die Evakuierung der Ortskräfte fordern, sollten sich fragen, wie das Land und die Rolle der Frauen und Mädchen vor rund 20 Jahren ausgesehen hat.
Wie wären die jetzten 2 Jahrzehnte verlaufen, wenn man nur zugeschaut hätte?

um 09:20 von Sisyphos3

Er opferte körperliche und mentale Gesundheit und der empfundene Dank der Republik dafür ist:
------------------------------------
Das sollte man aber schon bei der Berufswahl wissen. Krieg ist kein Abenteuer Spiel.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden 100tausende mit mentalen und körperlichen Schäden, sich selbst überlassen.

@AufgeklärteWelt

"Die Soldaten der Bundeswehr sind buchstäblich getäuscht worden. Sie glaubten, ihr Einsatz hätte irgendeinen Sinn jenseits bloßer blinder deutscher Bündnistreue zur Hegemonialmacht USA." Am 25. August 2021 um 09:24 von AufgeklärteWelt

*

Welcher deutscher Soldat soll das geglaubt haben???

Jemand mit solchem Realitätsverlust kommt bei der Aufnahme durch die psychologische Untersuchung gar nicht durch.

"Die Bundeswehr ist nicht dafür da, um Kinder in der Welt zu retten" hat mir damals die Psychologin gesagt, als ich mich beworben und an Eignungstests teilgenommen hatte. Ich wurde abgelehnt. Das ist schon ein Viertel Jahrhundert her.

Re : AufgeklärteWelt !

Tja, die deutschen Politiker täuschen und lügen den lieben langen Tag, nur um ihre Agenda durch zu bringen. Für mich ein schreckliches Bild, dass nicht einer der Verantwortlichen selbst nach Kabul oder wenigstens nach Taschkent flog, um dort mit zu organisieren.
Auch nach der Flut in D erscheinen diese Protagonisten nur, um sich "ein Bild von der Lage" zu machen, und dann wochenlang nichts zu tun. Ach, noch eine Anmerkung, die Herren erscheinen mit einem Heer von Sicherheitsleuten und viel Presse, um ja ins rechte Licht gerückt zu werden.
Was die befreundeten islamischen Länder angeht, da geht es um viel Geld, was sind da schon Frauenrechte bei den Politikern ?????..............................NICHTS, wie auch alle Soldaten und Soldatinnen der BW, die den Dreck wegschaufeln und ihr Leben riskieren, für idiotische Entscheidungen der Politik !
Der größte Teil der Politik ist moralisch und ethisch nur noch ein Schatten des Notwendigen für die Gesellschaft !

Radikalisierung

sehr verstaendlich, auf der anderen Seite muessen Soldaten gehorchen und den Einsatz akzepieren. Alternative ist raus aus der Truppe.
Die Frage sollte eigentlich lauten, warum machen wir alles mit was der grosse Verbuendete fordert? Bei den Verhandlungen haben die Amerikaner die "Partner" nicht gefragt oder eingebunden.
Es geht auch um Verlaesslichkeit, wie sicher koenne wir uns sein das wir Schutz erhalten oder am Verhandlungstisch verkauft werden (Verhandlungen mit Terroristen)
Das Buendnis sollte dringend aufgeloest werden, wir muessen Kontrolle fuer unsere Einsaetze, Verteidigung haben (oder die EU).
Es gibt viel zu besprechen, nicht nur Afghanistan einig Minister sollten den Hut nehmen, nicht nur von Verantwortung reden, handeln.
Wieder setzt die Politik auf das schlechte Kurzzeitgedaechtning. Bald ist eine neue Thema gefunden.
An Ausschuesse glaube ich nicht, sie haben niemals zu irgend etwas gefuehrt.

@ um 09:30 von Demokritisch

"Und ob die Soldaten auch so sensibel sind wie unsere Bundeswehr."

Jemandem, der noch nie an einem Kampfeinsatz beteiligt war, steht so ein Urteil ganz sicher NICHT zu.
Ihre Äußerung finde ich anmaßend und beleidigend.

@Hansi2012

"Wie wären die jetzten 2 Jahrzehnte verlaufen, wenn man nur zugeschaut hätte?"

Mit dieser Logik hätten Sie Anlaß, die halbe Welt militärisch zu unterjochen. Zudem ist ein Kriegseinsatz der denkbar ineffizienteste Weg, Frauenrechte zu fördern.

Interssant zu beobachten ist übrigens, dass nur die Deutschen mit der Cover-Story Frauenrechte gearbeitet haben. Die Cover-Story der USA für die Besatzung war die Unterdrückung des Terrorismus. Mit Frauenrechten hatte ihr Einsatz nichts zu tun. Das ist eine Deutsche Erfindung, um die deutsche Öffentlichkeit mit einem allgemein gefälligen Kriegsziel kritikunfähig zu machen. Also beste und zugleich widerlichste Propaganda.

"Radikalisierung"

Offensichtlich geht es Frau Högl bei der "Therapierung" gar nicht um die Gesundheit der Soldaten, sondern um deren befürchtete "Radikalisierung" in eine ungewünschte Richtung?

Unterschied

Das macht halt den Unterschied.
Zitat von Robert Habeck: „Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen, und den Frauen und Männer, die niemanden zurücklassen wollen, mit denen sie gedieht und gearbeitet haben.

Nicht nur Habeck hat damit ein Problem, sondern auch die jetzigen Politiker der Parteien, welche sein mehr als 70 Jahren dieses Land regieren.

Es mag altmodisch sein, aber Substantive wie Verlässlichkeit, Ehre und Treue zu einer Aufgabe, sind die Grundvoraussetzung, dass man selbst einmal Hilfe bekommen wird.

@ Wolf1905

Zitat: "Ich hoffe, dass die nun geforderten Therapiemöglichkeiten auch kommen, um diesen Menschen zu helfen,..."
#
Also meines Wissens kann sich jeder mit einem behandlungsbedürftigen Symptom an entsprechende Ärzte und Therapeuten wenden ... auch wenn er Bäcker oder Mechatroniker ist.
Meines Erachtens geht es da mehr um Rentenzahlung in entsprechender Höhe.
Ich kenne einige Veteranen. 75% haben in ihr vorheriges Leben zurück gefunden, 10 % nach therapeutischer Hilfe und einer Wiedereingliederung, der Rest ist nach ihren Aussagen absolut arbeitsunfähig.
Einige haben berichtet, dass sie erst während der Therapie erzählt bekamen, wie krank sie doch seien.
Woher ich das weiß? Ich war nach meinem Studium rd. 30 Jahre im HR- Management tätig ... bis zur Pensionierung, habe also viele Schicksale erlebt und begleitet.

09:16 von Traumfahrer

Dank für ihren Beitrag, wieder mit wenig Worten alles gesagt.

Veternanenvertreter ?

Was legitimiert einen Bw-Soldaten bzw. Ex-Soldaten zu solchen unsinnigen Warnungen?
Vielleicht sollte der entsprechende Herr mal das Soldatengesetz zur Hand nehmen.

Kein Soldat, der auf dem Boden unserer Verfassung steht, wird sich aufgrund der neuen Lage in A. politisch nach rechts radikalisieren.

Wer es doch tut, war auch schon vorher falsch bei der Bw!

Was hier gefehlt hat,

war der Plan B.
Nur ist dieser Plan B bei militärischen Operationen nicht so einfach zu erstellen.
Das ist bei allen militärischen Operationen so,
ein gesichtswahrender Rückzug wird dann schwierig bis eigentlich unmöglich.
Die wahren Verlierer,das sind aber weder die Amerikaner noch die Bundeswehr und andere die im Rahmen der NATO noch dabei waren.
Die wahren Verlierer sind die Einwohner und einfachen Menschen in Afghanistan.
Was hier fehlt ist eine robuste handlungsfähige UNO.
Nicht die USA,oder die NATO oder wer auch sonst ist für solche Probleme zuständig,sondern hier bedarf es einer übergeordneten Weltorganisation.
Wobei die Bedürfnisse des einzelnen Bürgers im Vordergrund stehen müssen.
So dass nicht irgendwelche radikale Gruppierungen wie die Taliban sich auf Kosten der Bevölkerung mittels Unterdrückung an der Macht halten und aich bereichern können.
Interesse nur zu ihren Gunsten.

Ja Frau Kramp Karrenbauer

Ja Frau Kramp Karrenbauer hält den Kopf hin.
Dann soll sie bitte nach Afghanistan.
Die welche ein Bein verloren haben oder seelisch kaputt sind haben halt wie immer bei Kriegen auf das Geschwätz der Politiker gehört.
Das nicht einmal ein einziger Politiker die letzten Soldaten mit der deutschen Flagge in Empfang genommen haben ist beschämend.
Jetzt rufen die Damen und Herren aber wieder nach den Soldaten.
Man kann sich für diese Regierung, für diesen Bundestag nur schämen.
Die Soldaten und auch andere Berufsgruppen, verdienen das Gehalt oder die Pension der Bundestagsabgeordneten und umgekehrt.
Die Deutschen sollten sich schämen für so eine Regierung.

In der Folge entstünden

In der Folge entstünden neuerdings rechtsorientierte Gruppen wie "Veteranen 5 n 12" oder der "Veteranen Pool".
#
#
Diese Vereinigungen haben eine andere Meinung als Sie Herr Drescher, und das reicht für Sie schon diese in die rechte Ecke zu stellen?
Das jetzt die KSK in Afghanistan die wichtigsten Aufgaben übernimmt um dort Leben zu retten ist ein Schlag ins Gesicht für alle Politiker die vor wenigen Monaten diese Elitetruppe auflösen wollten.

@ Tarek94

"Radikalisierung"
Offensichtlich geht es Frau Högl bei der "Therapierung" gar nicht um die Gesundheit der Soldaten, ...

Doch auch.


... sondern um deren befürchtete "Radikalisierung" in eine ungewünschte Richtung?

Letzteres wäre zumindest für uns alle sehr wichtig.

Am 25. August 2021 um 09:09 von Deeskalator

Vollste Zustimmung! Dieses Rechtsrücken ist Mittlerweile Mode! "Kann ich nicht erklären ist es halt Rechts!" Schon ist das eigentliche Problem im Hintergrund! Wo war den der Veteranenvertreter 20 Jahre lang? Oder war das den Medien keine Schlagzeile wert? Muss man auch Fairerweise behaupten!

"In der Folge entstünden

"In der Folge entstünden neuerdings rechtsorientierte Gruppen"

Hier hätte ich mehr mir Hintergrund Informationen gewünscht was diese Gruppen genau machen und warum sie anscheinend gefährlicher sind als linksorientierte Gruppen.

"Sie hätten das Gefühl, dass ihre Belange "noch nie interessiert" hätten."

Ja den Eindruck habe ich auch, besonders bei bestimmten Parteien. Von AKK halte ich eigentlich nicht viel aber das sich endlich mal wieder jemand hinter die BW stellt rechne ich ihr hoch an - auch wenn sie den "Empfang" der rückkehrenden Soldaten ziemlich verzapft hat.

Am 25. August 2021 um 09:07 von Bender Rodriguez

Im Grunde kommt jetzt raus,

Im Grunde kommt jetzt raus, wie sinnlos der Einsatz war und wie gering die Regierung ihre Truppe schätzt.
Is schon klar, dass man da gefrustet ist.
Dazu minderwertiges Arbeitsgerät, Mangelverwaltung, komische Auftragslage, wenig Befugnisse.
Die schauen zur USArmy und haben Tränen in den Augen.
__
Ich würde noch "geringe Wertschätzung" zufügen. Dieser Beruf, es sind ja nunmehr nur Berufssoldaten, ist genauso undankbar, wie der Polizisten. Sie sollen alles richten, teilweise wirklich unter Einsatz ihres Lebens, haben mit schlimmsten Gestalten zu tun, die sie aber nur mit Samthandschuhen anfassen dürfen und haben weilweise schlimmste Repressalien zu befürchten, sollten sie ihr eigenes Wohl und Wehe schützen müssen.

Einfach mal selbst Verantwortung übernehmen

@ heribix:
Nicht nur die befürchtete Radikalisierung der Veteranen ist auf eine verfehlte Politik sondern der gesammte Rechtsruck der leider Quer durch die Gesellschaft geht hat die Regierung zu verantworten.

Das ist mir zu billig. Jeder, der nach rechts ruckt, muss sich erst mal selbst fragen, warum der Quatsch. Jeder ist erst mal für sich selbst verantwortlich. Wir sind erwachsen.

Am 25. August 2021 um 09:26 von Demokritisch

Eine mögliche einfache Lösung

Man kann auch die Bundeswehr abschaffen, dann hat man von diesen Menschen kein Abdriften nach rechts und von dieser Seite droht keine Gefahr mehr.
Das wäre eine mögliche Folgerung ?
__
Kurz und knapp, NEIN !

Bundeswehr

Soldaten kämpfen seit Jahren für grundlegendste Menschenrechte, Frauenrechte, Bürgerrechte, Sicherheit und Freiheit unter Einsatz von Leib und Leben. Haben mit unzureichender Ausrüstung zu kämpen. Nach dem Abzug Zuhause angekommen von niemandem aus Politik und Gesellschaft empfangen - und auf später vertröstet. Bei öffentlichen Gelöbnissen werden sie ausgebuht. Ihre wichtige Bedeutung wird zwar immer gerne betont - was sich bei Kathastrophenhilfen wieder zeigte, aber wirklich mit ihnen zu tun haben will niemand aus der Politik.
Denn leider lassen sich nicht alle Probleme der Welt mit politischen Verhandlungen lösen.

Soldaten sind keine seelenlosen Kampfmaschinen; es sind Bürger aus der Mitte der Gesellschaft und genau so sollten sie behandelt, wahrgenommen und respektiert werden. Ebenso ihre Sorgen, Nöte und menschlichen Enttäuschungen.

Wir brauchen die Bundeswehr und sie braucht uns!

@H. Hummel

"Einige haben berichtet, dass sie erst während der Therapie erzählt bekamen, wie krank sie doch seien." Am 25. August 2021 um 09:44 von H. Hummel

*

Das kann man so oder so sehen.
Die meisten Kranken bekommen ihre konkrete Diagnose erst vom Arzt.

Der Erkrankte kann nicht wissen, wie weit er von der Norm entfernt ist.

Oft sind es "Kleinigkeiten" die dem Erkrankten von seinem Umfeld abgenommen werden, wodurch kein Druck entsteht etwas daran zu ändern. (Zum Beispiel Einkaufen gehen, weil derjenige keine Menschenmengen um sich erträgt ohne aggressiv zu werden. Das läuft so lange gut, bis der Betroffene oder sein Helfer nicht ins Krankenhaus muss. Dann aber kommt das umso heftiger.)

Schuld ist unsere Gesellschaft

Schuld ist nicht die Regierung, schuld ist unsere Gesellschaft, die nicht konsequent hinter dem Einsatz und hinter der Bundeswehr stand und steht.
Wenn sich weite Teile der Gesellschaft über die BW und ihre Bewaffnung lustig machen, dann ist die Radikalisierung vorprogrammiert. Nur durch unser Kneifen und unsere Trägheit können rechte Parteien und Gruppen überhaupt erst existieren.

@pemiku

"Ihre Äußerung finde ich anmaßend und beleidigend." und "Jemandem, der noch nie an einem Kampfeinsatz beteiligt war, steht so ein Urteil ganz sicher NICHT zu."

Woher wollen sie das wissen ?
Sie fabulieren sich da was zurecht, nur um einen Kommentar loszulassen.
Es war ein Frage meinerseits ohne jegliche Wertung oder Beleidigung.
Sie müssen halt richtig lesen, ohne vorgefasste Meinung.

Zu links lastig??

Lehren daraus ziehen sollten wir in Deutschland und Europa.

- ohne die USA sind wir in Deutschland und Europa nur Statisten mit großem Maul
- Deutschlands Außenminister sind schon lange Lachnummern und Hampelmänner
- wann wird die Bundeswehr endlich richtig ausgestattet
- denke das es sich so verhält wie mit den Türken und Erdogan, viele wollen die Taliban
- ziehen die Grünen und SPD jetzt auch ihre Lehren was die Bundeswehr angeht und unterstützen sie jetzt besser Herr Mütznich

Am 25. August 2021 um 09:34 von Wolf1905

Nein! Auch in der Polizei gibt es rechtsorientierte Tendenzen - wollen Sie die auch gleich abschaffen?
Rechtsorientierte Tendenzen gibt es quer durch unsere Gesellschaft; das sieht man ja an Wahlergebnissen.
__
Vielleicht sollte man sich eher mal fragen, WARUM das wohl in dieser Ausprägung so ist, wenn es denn tatsächlich so zutrifft, was ich nicht wirklich beurteilen kann.
Das kann ja nicht nur mit dem "Corps-Charakter" zusammenhängen.

@Non-Partisan

Danke für den Kommentar, ja das sehe ich auch ähnlich.

Fehler der Politik und ihre Folgen ...

Ich fürchte, dass Menschen, die bereits rechtsradikal sind, therapieresistent sind.
Würde es sonst so viele Rechtsradikale geben, wenn das reversibel wäre?

Dass nun die Bundeswehr-Soldaten angesichts der Tatsache, dass Grotian u. andere (Botschaft, Antrag v. Grünen im Juni, etc) vergeblich die Bundesregierung warnten u. die frühzeitige Evakuierung der Helfer vergeblich erreichen wollten, traumatisiert sind, ist verständlich.
Es wäre vermeidbar gewesen, wenn die Bundesregierung die zahlreichen Warnungen ernst genommen hätte.

Wir habe diese eine Regierung noch, die schon öfters durch Fehleinschätzungen, z. B. in der Pandemie, zu etlichen anderen Traumatisierungen auch beigetragen hat. Ich denke auch an die Menschen, die infolge von Fehlentscheidungen Angehörige in der Pandemie verloren haben oder selbst chronische Folgen einer vermeidbaren C-Infektion noch haben (durch zu spätem Einsatz d. Schnelltests).

Fehler durch die Politik sind oft folgenreich, was selten erkannt wird ...

9.34 Wolf 1905

Für Abschaffung bin ich auch nicht . So wie früher fände ich es aber ok . Zur Erinnerung , 500000 Soldaten im Land die nur die Aufgabe hatten die Nation und die Landesgrenzen vor äußeren Einflüssen zu schützen .

Am 25. August 2021 um 09:53 von lass dich impfen

Das ist DIE Erklärung der Weltgeschichte! "Einfach mal selbst Verantwortung übernehmen" Also Geschichte und Politik wohl in der Schule abgewählt ?Das war ja mal so Richtig Billig!!

Darstellung: