Kommentare - Afghanistan: Brenzlige Lage am Flughafen Kabul

23. August 2021 - 18:34 Uhr

Die Situation am Flughafen Kabul wird immer gefährlicher, die Bundeswehr ist nun auch außerhalb des Geländes im Einsatz. Es gab einen Schusswechsel mit einem Toten. Die Taliban wollen den Evakuierungseinsatz nur bis zum 31. August dulden.

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„Der militärische Widerstand gegen die Taliban in Afghanistan formiert sich. Die "Nationale Widerstandsfront von Afghanistan" sammelt sich im Pandschir-Tal (…). Angeführt wird die Truppe von Ahmad Massoud, dessen Vater bereits in den 1990er-Jahren als Kommandeur der Nordallianz gegen die Taliban gekämpft hatte und zwei Tage vor den Anschlägen von 11. September 2001 einem Mordanschlag zum Opfer fiel“

Der von Al-Kaida ausgeübt wurde (siehe aljazeera.com/news/2021/8/23/the-two-men-challenging-the-taliban-in-afghanistan)

Massoud: „Mit einem Bruchteil der Mittel, die sie für die Flüchtlinge in [Deutschland] ausgeben, mit etwas politischem Druck und mit der Unterstützung des Widerstands können sie tatsächlich einen dauerhaften Frieden erreichen.
>> Man habe mit den Taliban gesprochen (...). Die letzte Nachricht, die wir hören ist, dass sie eine Militäroperation gegen uns starten wollen. Tatsächlich meldet (…)“

Also helfen nur noch Druck und Unterstützung des Widerstands gegen die Taliban.

Die einen sagen so, die anderen so …

„Zwei deutsche Hubschrauber, die zur Evakuierung von gefährdeten Menschen aus dem Stadtgebiet nach Afghanistan gebracht worden waren, kamen laut Verteidigungsministerium bisher nicht zum Einsatz. "Die Luftsicherheit muss gegeben sein und es muss stets abgewogen werden, ob der Einsatz der Helikopter wirklich die beste Möglichkeit ist", erklärte dazu ein Sprecher des Ministeriums.“
t-online berichtete dazu:
23.08.2021, 13:17 Uhr | AFP, dpa, rtr, t-online
„Die nach Kabul gebrachten Helikopter der Spezialkräfte (KSK) werden wohl vorerst nicht eingesetzt. Das sagte ein Bundeswehr-Offizier dem "Focus". Der Einsatz sei zu gefährlich, da die Taliban von den Helikoptern wüssten, hieß es. Die Geräte wurden angefordert, da sie klein und wendig sind und damit auch Menschen aus dem Stadtgebiet von Kabul evakuieren könnten. Die Bundeswehr hatte den Transport der Helikopter selbst fotografiert und in den sozialen Netzwerken verbreitet.“
Aber AKK hält ihren Kopf hin.
Na dann …

Einigkeit ist gefordert!

Solange die NATO sich einig ist, können die Taliban fordern was sie wollen, sie werden sich dennoch beugen müssen. Die Streitkräfte der USA sind und bleiben ein Fakt, dem sie nichts entgegen zu setzen haben. Hoffen wir aber, dass es zu keinem weiteren Kräftemessen mehr kommt und die Evakuierungsflüge ungehindert fortgesetzt werden können.
Egal aus welchem Grund die Menschen Afghanistan verlassen wollen, es ist "unsere" moralische Pflicht, sie dort herauszuholen. Und an alle AFD'ler: Menschen, die vor den Taliban fliehen sollten bei uns mehr als Willkommen sein, denn sie haben sich eindeutig gegen den "Steinzeit-Islam" entschieden!

Frist ist vernünftig

Die Taliban müssen jetzt versuchen Ruhe und Ordnung im Land herzustellen.Die Situation am Flughafen ist für alle Seiten ausgesprochen gefährlich, von daher kann man dankbar sein, dass die Taliban nun die Frist gesetzt haben, so ist ein (nahezu) gesichtswahrender Exit für alle Seiten gewährleistet. Migranten, die sich nicht mit den neuen Machthaberin anfreunden mögen, können ja dann Unterschlupf in einen der Nachbarländer finden.

"Solange die NATO sich einig

"Solange die NATO sich einig ist, können die Taliban fordern was sie wollen, sie werden sich dennoch beugen müssen. Die Streitkräfte der USA sind und bleiben ein Fakt, dem sie nichts entgegen zu setzen haben."

Darum sind die Streitkräfte auch abgezogen, weil die Taliban ihnen nichts entgegenzusetzen haben....

Solange nicht die Mehrheit der Bevölkerung gegen die Taliban und ihrer Auslegung des Islams ist, können keine Streitkräfte der Welt dort etwas ändern.

"Punkte-Pläne", Geld und Gespräche mit Terroristen dürften kaum

zur Entschärfung der Lage beitragen. Pragmatismus und die gezielte Suche nach zuverlässigen(!) Helfern wäre da schon hilfreicher.

"Weil der Zugang zum Flughafen immer schwieriger wird, ist die Truppe nun auch außerhalb des massiv gesicherten Geländes im Einsatz, um Menschen in Sicherheit zu bringen. Es sei im Moment fast nicht mehr möglich, zum Flughafen zu gelangen, begründete Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer den Schritt, die Bundeswehr vor den Toren des Flughafens einzusetzen"

Alle Einsätze, mit denen sich soviele Menschen wie möglich in Sicherheit bringen lassen bedürfen keiner "Rechtfertigung".

"Deswegen müssen wir sehr viel stärker dazu übergehen, die Leute sozusagen abzuholen. Das tun wir"

Wie "abholen" ohne Hubschrauber ("Zwei deutsche Hubschrauber, die zur Evakuierung von gefährdeten Menschen aus dem Stadtgebiet nach Afghanistan gebracht worden waren, kamen bisher nicht zum Einsatz. "Die Luftsicherheit muss gegeben sein und es muss stets abgewogen werden, ob ...)"?

@18:39 von Nettie

"Also helfen nur noch Druck und Unterstützung des Widerstands gegen die Taliban."

In welcher Form denn, Unterstützung durch ein bisschen Geld wie von Massoud gefordert?
Und damit soll sich nun das Blatt wenden und die Taliban in die Flucht geschlagen werden?
Mit einer solchen Aktion würde man die Lage in Kabul zusätzlich destabilisieren und auch die Taliban zum Rückfall in alte blutige Vorgehensweisen ermutigen.
Aus meiner Sicht unverantwortlich.

RE: zöpfchen um 18:49

Sie können, oder wollen die ganze Dimension dieser Tragödie, die sich zur Zeit in Afghanistan abspielt, nicht erfassen.

Es geht hier nicht um "irgendwelche" Flüchtlinge, sondern um Menschen, die in höchster Lebensgefahr schweben. Die gilt es in Sicherheit zu bringen und jenen Frauen und Männern, insbesondere denen wir zu Dank verpflichtet sind, eine Perspektive in Deutschland anzubieten.
Schlimm genug, dass sie jetzt in ständiger Angst leben und letztlich auch ihre Heimat schon verloren haben.

Gruß Hador

Afghanistan muss sich selbst verteidigen

Jeder Afghane sollte sich dem Widerstand gegen die Taliban anschliessen, damit der Spuk dort ein Ende hat.
Ahmad Massoud kann jetzt jeden gebrauchen, der sich den Taliban entgegenstellt.

@zöpfchen

Es ist generell besser die Menschen in den Nachbarländern unterzubringen und diese dann zu unterstützen. Mit dem Geld mit dem hier 1 Million Menschen unterstützt werden können, kann in Nachbarländern das Vielfache unterstützt werden. Warum also einige wenige ins gelobte Land führen während andere dafür leiden müssen.

Die

Amerikaner haben schon stark an Glaubwürdigkeit verloren. Sie lassen Ihre Verbündeten in Stich, und das schafft unendliches Leid.
Aber jetzt noch zusätzlich die Absprache mit den Taliban aufzukündigen, macht sie dann auch noch international unglaubwürdig für Ihre Gegner.
Das kann man sich diplomatisch nicht erlauben.
Es geht also nur mit den Taliban.

Sie hatten damals die bedingungslose Kapitulation von Japan erzwungen, und eingewilligt den Kaiser in Ruhe zu lassen..... so ist das halt.

@Nettie um 18:39

„Der militärische Widerstand gegen die Taliban in Afghanistan formiert sich. Die "Nationale Widerstandsfront von Afghanistan" sammelt sich im Pandschir-Tal (…). Angeführt wird die Truppe von Ahmad Massoud, dessen Vater bereits in den 1990er-Jahren als Kommandeur der Nordallianz gegen die Taliban gekämpft hatte und zwei Tage vor den Anschlägen von 11. September 2001 einem Mordanschlag zum Opfer fiel“

Massoud: „
>> Man habe mit den Taliban gesprochen (...). Die letzte Nachricht, die wir hören ist, dass sie eine Militäroperation gegen uns starten wollen. Tatsächlich meldet (…)“

Also helfen nur noch Druck und Unterstützung des Widerstands gegen die Taliban.“

Wie stellen Sie sich denn die Unterstützung vor? Ich bin gegen jegliche weitere militärische Interventionen in Afghanistan, in dem unser Militär beteiligt ist! Geld zu senden macht sichtbar keinen Sinn!
Mein, so schnell wie möglich so viele wie möglich evakuieren, und dann raus aus Afghanistan.

Also wenn ich das jetzt

Also wenn ich das jetzt richtig gelesen habe ,sind da zwei Hubschrauber Eingeflogen worden , ohne das man die nutzen kann? Klärt man sowas nicht vorher? Man wusste ja wo es hin geht und das es keine Stadtrundflüge werden sollten! Jetzt laufen verfeindete Soldaten aneinander vorbei, klar das ist eine Zeitbombe wie überall, wo zwei Konfliktparteien aufeinander treffen! Und dann schreit
der Sohn eines berühmten Islamisten- Gegners nach Westhilfe! Perfektes Gebräu für einen Miesen Bürgerkrieg! Und dann verliert der Westen blutig erneut!

Nie wieder ...

... "Nation Building"!

Nie wieder "Demokratieexport"!

Dank an die Präsidenten Trump und Biden, dass sie diese Farce beendet haben.

Es wäre zu wünschen, dass sich auch unsere Politiker ehrlich machen und die Sinnlosigkeit ihrer politischen Projekte eingestehen.

Ganz egal, was ideologisch vorbelastet Aktivisten dazu sagen.

Ich wünsche Biden, dass er sich den Satz Helmut Kohls zu eigen macht: "Die Hunde bellen - die Karawane zieht weiter. "

Menschen direkt in die Nachbarländer retten

Man spreche zweitens mit den Nachbarstaaten Afghanistans, damit diese Flüchtlinge aufnehmen, die das Land auf dem Landweg verlassen. Dafür habe man 100 Millionen Euro bereitgestellt, so Maas.

Bitte auf 200 Millionen Euro (oder was es halt braucht) aufstocken, dafür direkt und ausschliesslich in die Nachbarstaaten ausfliegen. Nicht nur diejenigen die das Land über den Landweg verlassen, sondern alle, auch diejenigen vom Flughafen Kabul. Usbeken nach Usbekistan, Tadschiken nach Tadschikistan, Paschtunen nach Pakistan, Hazara in den Iran. Das passt bestens, sprachlich, kulturell, religiös. Da können sich die Menschen schnell integrieren und Deutschland mit vergleichsweise wenig Geld für viele viel bewirken. In Europa haben die mit ganz ganz wenigen Ausnahmen nullkommanull Perspektive. Es ist höchste Zeit dass sich die Politik hier endlich ehrlich macht.

19:02 von Olivia59

@18:39 von Nettie
"Also helfen nur noch Druck und Unterstützung des Widerstands gegen die Taliban."

In welcher Form denn, Unterstützung durch ein bisschen Geld wie von Massoud gefordert?
Und damit soll sich nun das Blatt wenden und die Taliban in die Flucht geschlagen werden?
Mit einer solchen Aktion würde man die Lage in Kabul zusätzlich destabilisieren und auch die Taliban zum Rückfall in alte blutige Vorgehensweisen ermutigen.
Aus meiner Sicht unverantwortlich.

Die Taliban fallen bereits jetzt in „alte blutige Vorgehensweisen“ zurück. Sie werden noch eine Weile Kreide fressen, um an internationale Unterstützung zu kommen.

Aber lokale Kommandeure werden regelmäßig die üblichen Grausamkeiten begehen und das wahre, alte Gesicht dieser Mörderbande zeigen.

Ein Taliban-Killer wird vielleicht von einem deutschen Militärhubschrauber provoziert. Noch mehr aber regen ihn die lackierten Fingernägel eines Mädchens auf.

Und das ändert sich nicht.

um 18:48 von Francis Fortune

>>“Egal aus welchem Grund die Menschen Afghanistan verlassen wollen, es ist "unsere" moralische Pflicht, sie dort herauszuholen. Und an alle AFD'ler: Menschen, die vor den Taliban fliehen sollten bei uns mehr als Willkommen sein, denn sie haben sich eindeutig gegen den "Steinzeit-Islam" entschieden!“<<

Sehe ich nicht so und ich sehe da keinerlei moralische Pflicht weitere Afghanen aufzunehmen mit Ausnahme der Afghanen die unseren Soldaten geholfen haben. Ich sehe da eher eine moralische Pflicht bei den zahlenmäßig den Taliban überlegenen afghanischen Soldaten die überdies noch vom Westen besser ausgerüstet und ausgebildet wurden als die Taliban und die feige weggelaufen sind. Sollen die jetzt auch noch zu uns kommen? Warum versuchen mir immer irgendwelche Mitbürger irgendwelche fiktiven Verantwortungen einzureden? Afghanistan, Moria, Mittelmeermigranten. Mir reichte dermaßen. Ich kann es nicht mehr hören. Entschuldigung, aber das musste mal sein.

@Wolf1905, 19:16

„Ich bin gegen jegliche weitere militärische Interventionen in Afghanistan, in dem unser Militär beteiligt ist! Geld zu senden macht sichtbar keinen Sinn!
Mein, so schnell wie möglich so viele wie möglich evakuieren, und dann raus aus Afghanistan“

Ich bin auch gegen „militärische Interventionen“. Aber für zielgerichtete(!) militärische Unterstützung derjenigen, die darum kämpfen, möglichst vielen, am besten natürlich allen Afghanen die Chance auf ein menschenwürdiges Leben in ihrer Heimat zu ermöglichen (womit ich natürlich nicht sagen will, dass die Evakuierung aller sich derzeit in akuter Lebensgefahr befindenden Afghanen solange diese fortbesteht nicht mit Hochdruck weitergehen muss).
Und da ich grundsätzlich der Auffassung bin, daß das (einst von Menschen „erfundene“) Geld für die Menschen (alle!) da ist und nicht umgekehrt, finde ich ohnehin, daß „Kosten“ in Form von Geld generell keine Rolle spielen dürfen (oder vielmehr: dürften). Schon gar nicht, wenn es um Menschenleben geht.

Verhandlungen

Die Situation am Flughafen Kabul ist ohne die Taliban nicht mehr in den griff zu bekommen. Vor irgendwelchen Unterstützungen Massouds muss dringend gewarnt werden. Das würde nur zur Konfrontation mit den Taliban führen, und alle Person in und um den Flughafen gefährden. Eine Niederlage braucht keine Bestätigung durch eine erneute Niederlage! Vielmehr sollte in Verhandlungen die Freigabe des Flughafen für zivile Maschinen erreicht werden, und dann alle Hilfsangebote annehmen, um so viele Menschen auszufliegen wie möglich.

Am 23. August 2021 um 19:02 von Olivia59

@18:39 von Nettie

"Also helfen nur noch Druck und Unterstützung des Widerstands gegen die Taliban."

In welcher Form denn, Unterstützung durch ein bisschen Geld wie von Massoud gefordert?
Und damit soll sich nun das Blatt wenden und die Taliban in die Flucht geschlagen werden?
Mit einer solchen Aktion würde man die Lage in Kabul zusätzlich destabilisieren und auch die Taliban zum Rückfall in alte blutige Vorgehensweisen ermutigen.
Aus meiner Sicht unverantwortlich.
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Absolut Ihrer Meinung. Vor allem, einfach auf Zuruf jemanden zu unterstützen und finanzielle Hilfe in unbekannter Höhe zu leisten, scheint mir doch etwas sehr suspekt, auch wenn der Vater wohl ein loyaler Mensch gewesen ist. Vor allem, wie soll so etwas ablaufen ? Begibt sich da jemand (?) mit einem Koffer voll €/$ irgendwo hin in die Berge, um diesen dann irgend jemandem auszuhändigen, der dann irgendwas (?) damit macht ?

Heute Morgen noch….

Heute morgen noch fragte ich eine Arbeitskollegin wie es denn um Ihre Hochwasserschäden jetzt aussehe und ob und wie die „Soforthilfe“ funktioniere? Ich bekam gesagt das jeder Betroffene 1000 Euro erhalten hätte und die Spenden an Hilfsorganisationen verteilt wurden die sich 13% für die Verwaltung einbehalten dürften… Wie lange ist das Hochwasser jetzt her? Vier, fünf Wochen? Und hier für Afghanistan werden gerade mal schnell 100 Mio. auf den Weg gebracht? Ich verstehe das nicht?

Am 23. August 2021 um 19:09 von àmonavis

"Afghanistan muss sich selbst verteidigen

Jeder Afghane sollte sich dem Widerstand gegen die Taliban anschliessen, damit der Spuk dort ein Ende hat.
Ahmad Massoud kann jetzt jeden gebrauchen, der sich den Taliban entgegenstellt."

Das geht aber nur dann,wenn Ahmad Massoud jemand hat,der logistisch hinter ihm steht.

19:59 von Messi

Es ist höchste Zeit dass sich die Politik hier endlich ehrlich macht.
-------

Ehrlichkeit in der Politik

Ideologien sind gefragt in der Politik und bei den Menschen

Zitat : >> Das passt bestens, sprachlich, kulturell, religiös. Da können sich die Menschen schnell integrieren<<
das ist schon so offensichtlich und logisch,
dass die meisten das nicht akzeptieren mögen

@Nettie - Waffen führen zu Krieg.

18:39 von Nettie:
"Also helfen nur noch Druck und Unterstützung des Widerstands gegen die Taliban."

Womit sollten sich die Taliban denn unter Druck setzen lassen?

Und wohin die Unterstützung irgendeines Widerstands führt, kann man in jedem Land sehen, wo das ausprobiert wurde. Die befinden sich alle im Krieg.

@Einfach Unglaublich, 19:20

Auch ich bin der Meinung, dass man Menschen mit einem völlig anderen geschichtlichen und kulturellen Hintergrund nicht einfach westliche Werte überstülpen kann. Afghanistan hatte und hat aber die Besonderheit, dass dort Terrormilizen ausgebildet und u.a. nach Europa gesandt wurden. Eines der ärmsten Länder der Welt als Terroristen-Ausbildungszentrum - es war richtig, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Trump hat die Taliban als Gesprächspartner anerkannt und sie auf die Weltbühne gehoben, so wie auch den nordkoreanischen Diktator Kim. Ein Truppenabzug aus Afghanistan wurde von Trump zugesichert - eine Kapitulation vor Terror und Gewalt. Kein Wunder das die afghanische Armee demotiviert agiert. Immerhin: Das arme, geschundene Land hat ein Zeitfenster erlebt mit Schulbildung, Freiheitsrechten insbesondere für die Frauen und einem Hauch von Menschenwürde. Ich finde, es war die Anstrengung wert, wie auch der Widerstand gegen die Taliban zeigt.

@Nettie um 20:02

„Aber für zielgerichtete(!) militärische Unterstützung derjenigen, die darum kämpfen, möglichst vielen, am besten natürlich allen Afghanen die Chance auf ein menschenwürdiges Leben in ihrer Heimat zu ermöglichen“
- machen Sie mal einen Vorschlag, was das sein könnte; meinen Sie Materiallieferungen, oder was als Beispiel?

„(womit ich natürlich nicht sagen will, dass die Evakuierung aller sich derzeit in akuter Lebensgefahr befindenden Afghanen solange diese fortbesteht nicht mit Hochdruck weitergehen muss).“
Ja, da sind wir einer Meinung!

20:01 von Thomas D.

Was sie da schreiben, ist ja alles nicht von der Hand zu weisen. Ich bin für Burgfrieden, sie nicht. Was wäre denn ihr Plan?

Brutale Ruhe

@ zöpfchen:
Die Taliban müssen jetzt versuchen Ruhe und Ordnung im Land herzustellen.

Mit der Peitsche oder lediglich mit der Kalaschnikow?

20:09 von eine_anmerkung.. Heute Morgen noch….

es geht natürlich auch anders. letzens gesehen, einkarnevalist mit firma hat gesammelt. und liefert das ,was gebraucht wird. erst waschmaschinen. und letztens 77 kühlschränke, mit abstimmung mit dem ortsvorstehr, natürlich ohne ngo`s

Weniger Sicherheitskräfte

@ zöpfchen:
Die Taliban müssen jetzt versuchen Ruhe und Ordnung im Land herzustellen.

Schade, dass die neuen Herren im Land in den vergangenen 12 Monaten über 2000 Polizisten und Soldaten ermordet haben - teils mit Selbstmordattentaten.

um 20:15 von Nachfolgerin

>>“@ zöpfchen:
Die Taliban müssen jetzt versuchen Ruhe und Ordnung im Land herzustellen.

Mit der Peitsche oder lediglich mit der Kalaschnikow?“<<

Ich würde sagen das ist deren Sache und der Westen sollte sich endlich raushalten.

Wohin?

Barbarossa 2 @ Thomas D. 20:01
Ich bin für Burgfrieden, sie nicht. Was wäre denn ihr Plan?

Die Taliban gehen da hin, wo sie her gekommen sind.

@eine_anmerkung, 20:09 Uhr

Ich finde es schlimm, dass Sie die Opfer der Flutkatastrophe gegen die Not der Menschen in Afghanistan ausspielen wollen.

Unverständlicher Terror

@zöpfchen:
Die Situation am Flughafen ist für alle Seiten ausgesprochen gefährlich, von daher kann man dankbar sein, dass die Taliban nun die Frist gesetzt haben

Ich komme nicht gut damit klar, wenn jemand zu offensichtlich Verständnis für Terroristen fordert.

20:14 von Barbarossa 2

20:01 von Thomas D.

Was sie da schreiben, ist ja alles nicht von der Hand zu weisen. Ich bin für Burgfrieden, sie nicht. Was wäre denn ihr Plan?

Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Ich bin für so etwas nicht ausgebildet und befürchte, niemand hier ist es.

Aber es widerstrebt mir, mit Leuten zu verhandeln, die ihre Zusagen genau so lange einhalten, wie es ihnen nutzt. Und wenn das morgen schon nicht mehr so ist, dann sind die Zusagen nichts mehr wert.

Ich behaupte, dass an den Sprüchen, dass niemand Angst zu haben brauche, dass Frauen zur Schule gehen und in die Regierung kommen sollen, absolut nichts dran ist, es wird keine zwei Wochen dauern, bis es die ersten Steinigungen und Auspeitschungen geben wird.

Mit Trumps idiotischer Idee von „Friedensverhandlungen“ mit diesen Killern hat dieses Debakel erneut begonnen.

Den Widerstand finanziell und militärisch unterstützen? Ja, wenn es eine Chance gibt, dass endlich Ruhe dort herrscht.

@ eine Anmerkung

Ich würde sagen das ist deren Sache und der Westen sollte sich endlich raushalten.

Menschenrechtsverletzungen als Privatsache? Als folkloristische Einlage der Islamisten? Nur nicht einmischen, wenn Menschen Gewalt und Unrecht widerfährt?

um 20:12 von Adeo60

>>“Das arme, geschundene Land hat ein Zeitfenster erlebt mit Schulbildung, Freiheitsrechten insbesondere für die Frauen und einem Hauch von Menschenwürde. Ich finde, es war die Anstrengung wert, wie auch der Widerstand gegen die Taliban zeigt.“<<

Wieviel unserer Soldaten haben dort nochmal Ihr Leben gelassen? Meiner Meinung nach kann man Afghanistan nur nach westlichen Vorstellungen „befrieden“ wenn man dieses Land flächendeckend besetzt was über die Jahre mit großen Verlusten einhergehen würde. Ihr Verständnis für die Verhaltensweise der afghanischen Armee halte ich für einen Witz.

Heute gibt es

wieder sehr viele Artikel in den Deutschen Medien, mit unterschiedlichen Fakten zu lesen.
Maas stellt Fünf-Punkte-Plan vor.
Er hat aber nicht bedacht, das die meisten Länder ihre Grenzen zugemacht haben, und die Türkei verkündet hat, keinem Bock auf weitere Flüchtlinge zu haben, um mal salopp auszudrücken.
Also ist seine Idee, das ausweichen in andere Länder nicht ganz so einfach, zivile Nutzung des Flughafens, lassen die Taliban sich sicher bezahlen, Interesse dürften sie keines haben.
Also mal abwarten, was wirklich passiert.
Zum Flughafen wurde ja hier viel gesagt, ich vermute mal, das wird jeden Tag schlechter.
Festellen kann man, die USA machen das etwas schlauer, dadurch wird es weniger Fehler geben, die bei uns dann später zu Tage treten, die ersten sind ja schon bekannt.

@eine_anmerkung, 20:19 Uhr

Die Taliban haben nicht nur ihr eigenes Land tterrorisiert, sondern den Terror in alle Welt getragen. Es war richtig, dieser Gefahr zu begegnen und zugleich den geschundenen Menschen eine Zukunftschance zu geben. Es war aber auch klar, dass das afghanische Volk sein Schicksal irgendwann selbst in die Hand nehmen musste. Trotz offensichtlich guter Ausbildung ist dies leider nicht gelungen. Das macht betroffen.

Offensichtlich herrscht Desorganisation am Flughafen

Es fehlt an einer geschützten Sammelstelle für Ortskräfte und Staatsbürger. Eine solche Sammelstelle könnte das ehemalige Botschaftsgelände sein, das wahrscheinlich kommunikativ gut erreichbar und gut schützbar ist. Von dort könnte man die eingetroffenen Personen durch geschützte Transporter oder Hubschrauber zum Flughafen verbringen. Die Taliban müssten mit diesem Verfahren natürlich einverstanden sein, was, wenn dieses Verfahren möglich ist, auch vermutlich die Gefahr von unerwünschtem Aufruhr für die Taliban vermindern würde.

Den Buckel runter rutschen

Wenn die Evakuierung am 31. August nicht fertig ist, was dann? Na dann geht sie eben weiter. Wozu brauchen die Taliban den Flugplatz? Können sonstwo genug Unheil anrichten.

@20:01 von Thomas D.

"Die Taliban fallen bereits jetzt in „alte blutige Vorgehensweisen“ zurück. Sie werden noch eine Weile Kreide fressen, um an internationale Unterstützung zu kommen.
Aber lokale Kommandeure werden regelmäßig die üblichen Grausamkeiten begehen und das wahre, alte Gesicht dieser Mörderbande zeigen.Ein Taliban-Killer wird vielleicht von einem deutschen Militärhubschrauber provoziert. Noch mehr aber regen ihn die lackierten Fingernägel eines Mädchens auf. Und das ändert sich nicht."

Die jetzige Situation ist, was die Gewalt angeht, nicht die schlimmste aller vorstellbaren. Wie die Userin es tat, daraus eine Schwäche der Taliban abzulesen und den militärischen Widerstand aktiv befeuern zu wollen könnte dramatische Auswirkungen haben.
Wie sich daraus nun ein Zusammenhang zu roten Fingernägeln ergibt kann ich gerade nicht nachvollziehen. Machen Sie aus deren Gewaltbereitschaft bitte keine self fulfilling prophecy sondern messen Sie sie an deren aktuellen Zusagen und Handlungen.

Wie beschreibt man diese Situation nun...

...passend?
Mit Chaos!

---

Sollten die Taliban wirklich den Kampf um Afghanistan gewinnen,
so ist dieses Land auf lange Zeit verloren.
-
Vor allen Dingen die Frauen und Mädchen werden unter der Herrschaft
der Taliban dann schwer leiden müssen.
Aber auch diejenigen, die das Land
in eine Demokratie umwandeln wollen bzw. wollten.
Von einem Rechtsstaat mal ganz abgesehen.
-
Gewinner würden, außer den Taliban,
Russland, China, Iran, vielleicht auch der Irak und die Türkei.
-
Rosige Aussichten für eine friedliche Zukunft Afghanistans,
sehen wahrlich anders aus!

20:14 von Barbarossa 2

20:01 von Thomas D.

„… Die Taliban wollen den Evakuierungseinsatz nur bis zum 31. August dulden.“

Was soll man dazu sagen? Die Taliban rechtfertigen dieses Ultimatum damit, dass ein längerer Aufenthalt für Evakuierungen (!) nur die Besatzungszeit verlängern würde. Besatzungszeit?!

Hier sieht man sehr deutlich, dass diesen Leuten absolut nicht zu trauen ist. Niemand, der auch nur einen Funken Verstand hat, darf Menschenleben in die Hände dieser Fanatiker legen.

Denken Sie an meine Worte, wir werden noch völlig entsetzt sein, wie schnell die Bösartigkeit der Taliban sich wieder Bahn bricht.

Frage

Welche Streitmacht, welche sich zurück zieht, hinterlässt dem militärischen Gegner (in diesem Fall FEIND) vollgetanktes Fluggerät und volle Waffenlager?
Ich frage nur wegen der Videos die in sozialen Medien herum gehen?

Brückenköpfe

Ich halte es für richtig und zielführend, die Nachbarländer als Brückenköpfe für die Evakuierung zu nutzen. Von dort aus kann das deutsche Konsulat dann in Ruhe die Ausreiseanträge prüfen. Gut, dass fast alle Hilfsorganisationen ihre Bereitschaft erklärt haben, im Land zu bleiben und die Menschen zu unterstützen. Vor diesem humanitären Akt kann man sich nur dankbar verneigen. Auch die Bundeswehr verdient hohen Respekt für die professionelle und gefährliche Arbeit vor Ort.

20 Jahre lang hat sich

20 Jahre lang hat sich Deutschland an der Ermordung etwa einer Viertelmillion Afghanen beteiligt. Inklusive des Grillabends mit dem Tankwagen. Aber jetzt plötzlich, wo die Medien auf einmal wie von Geisterhand freigelassen sind und berichten, überschlägt man sich dabei, Menschen retten zu wollen. Heuchler !
Das war ein weiterer NATO-Krieg mit hunderttausenden Opfern. Noch nie hat es irgendwen in den NATO-Ländern interessiert, was dort passiert. Aber klar, man versucht krampfhaft, sich weiterhin irgendwie als `die Guten´ darzustellen. Glaubt das noch irgendwer ?

@um 20:12 von Adeo60

Afghanistan hatte und hat aber die Besonderheit, dass dort Terrormilizen ausgebildet und u.a. nach Europa gesandt wurden.

Die Attentäter von Nine-Eleven? Allesamt Araber (19 Saudis, 2 VAE, 1 Ägypter, 1 Libanese). Aus wohlhabenden Häusern, mit Studienaufenthalten in westlichen Staaten, ausgebildet und radikalisiert in denselben. Auch in Deutschland.

Ich finde, es war die Anstrengung wert, wie auch der Widerstand gegen die Taliban zeigt.

Welchen Widerstand genau? Den bilden Sie sich leider ein. Wie die deutsche Regierung. Darum war sie auch derart überrascht über die Geschwindigkeit der Taliban. Es gibt keinen Widerstand.

Auch hier muss sich die Politik ehrlich machen: Den Menschen geht es dort in erster Linie mal um Sicherheit. Maslow lässt grüssen. Sicherheit und Stabilität gab es maximal in Kabul. Aber Kabul ist nicht Afghanistan.

20:27 von Thomas D.

Den Widerstand finanziell und militärisch unterstützen? Ja, wenn es eine Chance gibt, dass endlich Ruhe dort herrscht.

Unterstützen ist in Ordnung, finanziell jedenfalls. Aber auf überhaupt keinen Fall militärisch. Ich habe genauso wenig Ahnung wie sie, aber eines ist sicher, keiner weiß wer genau der Feind ist.

@Thomas D., 20:35 Uhr

Ich teile Ihre Lageeinschätzung. Die ideologische Verblendung der Taliban wird im Augenblick notdürftig kaschiert. Sobald die Nato-Streitkräfte abgezogen sind, wird man alte Rechnungen begleichen und der Terror wird zurück sein.

Den Plan, afghanische Flüchtlinge...

... in angrenzende Länder zu verbringen, halte ich für nicht zielführend. Hier muss ich ausnahmsweise Fr. Merkel widersprechen. Usbeskistan schickt jeden Afghanen, welcher in Taschkent um Asyl ersucht und keine entsprechenden Papiere hat gnadenlos zurück. Erdogan hat bereits angekündigt, keine Afghanen aufzunehmen. Pakistan, Iran ebenso, über China müssen wir nicht reden. Folglich müsste die EU Aufenthalte in div. Staaten langjährig mit 8-stelligen Beträgen erkaufen. Was würde man erkaufen? Dass diese Menschen für Jahre dort in Zeltlagern vegetieren. Keine Schulbildung für die Kinder. Mit all diesem Geld könnten wir diese Menschen problemlos in der EU integrieren. Es stellen sich Aufgaben im Sinne der Nächstenliebe. Wir können diese Aufgabe annehmen, oder aber sagen.... Ist doch nicht unser Problem. Ich würde ersteres präferieren.

@ eine_anmerkung 20.02 h

"...feige weggelaufen...irgendwelche Mitbürger irgendwelche fiktiven Verantwortungen....Mir reichte dermaßen...Ich kann es nicht mehr hören...Entschuldigung, aber das musste mal sein."
Wurde Ihr Leben schon einmal von brutalen Menschen bedroht?
Sie und ich HABEN die Verantwortung - und zumindest ich auch den großen Wunsch - das Leben der von Ihnen aufgezählten Menschen zu schützen, indem wir sie aufnehmen. Ja, diese Menschen sollen selbstverständlich zu uns kommen!

Mir reicht es dermaßen Ihre - und die Ihrer Gesinnungsfreunde - menschenfeindlichen und rassistischen Ausbrüche immer wieder lesen zu müssen...ich kann sie einfach nicht mehr hören!
Wie "zu" muss man eigentlich sein, um sich eine derart ekelhafte Gesinnung zuzulegen?

um 20:19 von eine_anmerkung..

"um 20:15 von Nachfolgerin

>>“@ zöpfchen:
Die Taliban müssen jetzt versuchen Ruhe und Ordnung im Land herzustellen.

Mit der Peitsche oder lediglich mit der Kalaschnikow?“<<

Ich würde sagen das ist deren Sache und der Westen sollte sich endlich raushalten"

Wo ist denn ihre Schmerzgrenze?
Bei Köpfen muslimischer Männer auf Zaunlatten ja nicht.
Wo denn dann?
Frauenköpfe - Kinderköpfe - solange muslimisch wohl auch nicht.
Christliche Säuglinge?

Ultimatum düfte willkommen sein

Schätze, der ein oder andere Politiker ist ganz froh darüber, dass das Drama am Flughafen bald ein Ende hat. So oder so.

Die einzigen, die hochmotiviert gegen die Taliban kämpfen könnten, wollen gerade ausgeflogen werden.
Einige Patrioten im Pandschirtal wollen ihre Pfründe verteidigen.
Vielleicht können wir von dort noch Menschen ausfliegen, wenn auch nur mit Hubschraubern.
Ansonsten war's das wohl.

Und viele Deutsche erleben scheinbar das abrupte Ende eines Traums, einer selbstverschuldeten Selbsttäuschung von romantisierter Hilfe und dankbaren Eingeborenen, man fühlt sich um hundert Jahre zurückversetzt in die deutschen Kolonien.
Aber anders als damals gibt es heute für Unwissen und ziviliserte Arroganz keine Entschuldigung mehr.
Warum war Afghanistan trotzdem eines der Top-Herkunftsländer von Flüchtlingen? Warum sind auch heute noch so viele Menschen arm und auf ausländische Hilfe angewiesen?
Jeder schöne Traum endet irgendwann, die bärtigen Männer haben die Deutschen geweckt.

DER MENSCH

schafft sich ab.
Durch
Kriege
Klimaverschandelung
Ideologie
Raffgier
Dummheit

Und vieles mehr.

Immer und immer wieder.
Bis zum Finalen Schluss

um 20:40 von Silverfuxx

>>“20 Jahre lang hat sich Deutschland an der Ermordung etwa einer Viertelmillion Afghanen beteiligt. Inklusive des Grillabends mit dem Tankwagen…“<<

Ich finde Ihre Aussage sowas von daneben. Wo hat sich Deutschland an der Ermordung so vieler Afghanen beteiligt? Und wenn Sie den Fall mit dem bombardierten Tankwagen anziehen, der war aus militärischer Sicht legitimiert.

@eine_Anmerkung, 20:28 Uhr

Sorry, was meinen Sie damit, dass mein Verständnis für die afghanische Verhaltensweise "ein Witz" sei...? Dieser Begriff erscheint mir unter dem furchtbaren Eindruck der Ereignisse völlig deplaziert. Mir ist wirklich nicht nach Witzeleien zumute.

@ Adeo60 20.23 h

Ja, das ist es!
Und natürlich überaus scheinheilig!

um 20:36 von skydiver-sr

>>“Welche Streitmacht, welche sich zurück zieht, hinterlässt dem militärischen Gegner (in diesem Fall FEIND) vollgetanktes Fluggerät und volle Waffenlager?
Ich frage nur wegen der Videos die in sozialen Medien herum gehen?“<<

Eine Streitmacht die Hals über Kopf abzieht und dafür trägt Herr Maas die alleinige Verantwortung und nicht unsere Verteidigungsministerin wie manchmal unterstellt wird.

@skydiver-sr, 20:36

"Welche Streitmacht, welche sich zurück zieht, hinterlässt dem militärischen Gegner (in diesem Fall FEIND) vollgetanktes Fluggerät und volle Waffenlager?
Ich frage nur wegen der Videos die in sozialen Medien herum gehen?"

Der Pentagonsprecher meinte neulich auch recht verlegen, dass er nicht davon ausgehe, dass die Taliban die zurückgelassenen Waffen am Flughafen den US-Streitkräften zum Abschied mitgeben würden.

Ich schätze mal, das hat was mit dem militärisch-industriellen Komplex in den USA zu tun. An jedem Krieg verdienen sich einige eine goldene Nase. Und anschließend kommen normalerweise die, die sich am Wiederaufbau dumm und dämlich verdienen. Und dann kommen irgendwann McDonalds und Starbucks ...

20:40 von Adeo60

Auch die Bundeswehr verdient hohen Respekt für die professionelle und gefährliche Arbeit vor Ort.

Sie müssen das nicht ständig wiederholen. Das weiß jeder Bürger. Aber die Führungskräfte der Bundeswehr sind es, die unseren Politikern die schwersten Vorwürfe machen. Und da ich überzeugt davon bin, daß die Bundeswehr weiß, wovon sie redet, sollten sie, werter User, nun endlich mal den Tatsachen ins Auge sehen.

@Wohlergehen, 20:45 Uhr

Volle Zustimmung. Sie haben Ihre Betroffenheit eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht - und ich teile diese.

20:40 von Silverfuxx

Inklusive des Grillabends mit dem Tankwagen.
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finden sie das nicht gelinde gesagt geschmacklos

Was hätten sie getan, 2 km vor dem deutschen Camp ?
Abwarten ob die mit dem Benzin heizen und kochen oder Molotowcocktails basteln ?

@Wolf1905, 20:12

„ - machen Sie mal einen Vorschlag, was das sein könnte; meinen Sie Materiallieferungen, oder was als Beispiel?“

Zum Beispiel Materiallieferungen. Wenn es sich dabei um Dinge handelt, die jeder für ein menschenwürdiges Leben und/oder für den Aufbau eines solchen braucht.

Sprache

"Es gab einen Schusswechsel mit einem Toten."

Nein. Besser:
"Bei einem Schusswechsel gab es einen Toten."

Bei all dem Schlimmen wenigstens ein bisschen was vom Regenbogen.

20:33 von Olivia59

@20:01 von Thomas D.

Die jetzige Situation ist, was die Gewalt angeht, nicht die schlimmste aller vorstellbaren.

Haben Sie keine Angst, recht bald werden die Grenzen von Gewalt jenseits Ihrer Vorstellung verschoben werden.

Wie sich daraus nun ein Zusammenhang zu roten Fingernägeln ergibt kann ich gerade nicht nachvollziehen.

Nun, dieser Anblick führte regelmäßig dazu, dass diese Mädchen aus dem Bus gezerrt und in aller Öffentlichkeit ausgepeitscht wurden. Aber das ist ja Gewalt, die für Sie nicht das Schlimmste des Vorstellbaren ist.

Machen Sie aus deren Gewaltbereitschaft bitte keine self fulfilling prophecy

Ich? Sind Sie noch bei Trost?!

… sondern messen Sie sie an deren aktuellen Zusagen und Handlungen.

Wenn man weiß, was die aktuellen Zusagen wert sind, ist das Unfug.

um 20:50 von Adeo60

>>“Sorry, was meinen Sie damit, dass mein Verständnis für die afghanische Verhaltensweise "ein Witz" sei...? Dieser Begriff erscheint mir unter dem furchtbaren Eindruck der Ereignisse völlig deplaziert. Mir ist wirklich nicht nach Witzeleien zumute.“<<

Weil das Verhalten der afghanischen Armee unentschuldbar feige war und da gibt es weder was zu beschönigen noch darf und sollte man dafür Verständnis haben. Stellen Sie sich mal vor Deutschland würde angegriffen und alle unsere Soldaten laufen weg? Zugegebenermaßen gottseidank eine rein hypothetische Fragestellung die weit weg von unseren Vorstellungen ist.

@Messi, 20:42 Uhr

Haben Sie nicht die Demonstrationen gegen die Taliban in den Nachrichtensendungen gesehen? Vor allem mutige junge Frauen sind auf die Strasse gegangen, auch außerhalb von Kabul. Der Funke der Freiheit ist in den Köpfen und in den Herzen der Menschen nicht erloschen. Das macht Mut.

@20:44 von Adeo60

"@Thomas D., 20:35 Uhr
Ich teile Ihre Lageeinschätzung. Die ideologische Verblendung der Taliban wird im Augenblick notdürftig kaschiert. Sobald die Nato-Streitkräfte abgezogen sind, wird man alte Rechnungen begleichen und der Terror wird zurück sein."

Das ist durchaus möglich. Wenn wir die Taliban aber jetzt schon so beurteilen und entsprechend agieren, als würden sie diese Gräueltaten begehen, dann gibt es überhaupt keinen rationalen Grund für sie nicht auch entsprechend zu handeln.
Das ist so ziemlich das 1x1 in der Diplomatie, dies zu sehen und stattdessen Anreize zu bieten sich anders zu verhalten.
Dieses "ich hab´s ja gewusst" führt nirgendwo hin.

Zitat: "Angeführt wird die

Zitat:
"Angeführt wird die Truppe von Ahmad Massoud, dessen Vater bereits in den 1990er-Jahren als Kommandeur der Nordallianz gegen die Taliban gekämpft hatte und zwei Tage vor den Anschlägen von 11. September 2001 einem Mordanschlag zum Opfer fiel"

was aber dieser Artikel über Herrn Massoud (den Vater) verschweigt - das kann man im 3. Teil der TV-Doku "Afghanistan - unser verwundetes Land" sich anhören:
Seine Verwandlung vom Freiheitshelden - er war einer der Haupt-Kommandeure der Mudjahedin - zum Warlord
Er und Hekmatjar (dem anderen Mudjahedin-Chef) haben jahrelang in Kabul um die Macht gekämpft - aber nicht friedlich oder politisch - sondern mit brutalster Waffengewalt.
Afghanische Frauen die in der Doku zu Wort kommen werfen Ihnen beiden schwerste Kriegsverbrechen vor - u.a. Frauen und Kinder als Schutzschilde!
Warum wohl hat die Bevölkerung die Taliban zunächst als Befreier willkommen geheissen?
Wegen Leuten wie Massoud!
vom Paulus zum Saulus und nun wieder Paulus??

@ V.Scho und @ zöpfchen Immer die gleiche Machart!

Warum so heuchlerisch?
Es ist unüberlesbar, was Sie mit Ihren Beiträgen ausdrücken. Die in größter Not befindlichen und vom Tod bedrohten Menschen wollen Sie nicht hier haben.
Darum geht es Ihnen und um nichts anders. Wie verräterisch: "Ins gelobte Land führen".

Am 23. August 2021 um 20:40 von Adeo60

Zitat: Ich halte es für richtig und zielführend, die Nachbarländer als Brückenköpfe für die Evakuierung zu nutzen.

Ob die Nachbarländer das wollen?

Von Usbekistan habe ich das Gegenteil gehört.

@20:57 von Thomas D.

"Thomas D.: >>Haben Sie keine Angst, recht bald werden die Grenzen von Gewalt jenseits Ihrer Vorstellung verschoben werden."<<
Olivia: >>Machen Sie aus deren Gewaltbereitschaft bitte keine self fulfilling prophecy<<
Thomas D.: >>Ich? Sind Sie noch bei Trost?!<<"

I rest my case.

20:58 von eine_anmerkung..

Weil das Verhalten der afghanischen Armee unentschuldbar feige war
und da gibt es weder was zu beschönigen noch darf und sollte man dafür Verständnis haben.
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warum feige
wenn die nicht hinter dem korrupten Regime stehen
ist es doch konsequent nicht dafür zu kämpfen

Zitat : "Stellen Sie sich mal vor Deutschland würde angegriffen und alle unsere Soldaten laufen weg?
was tat denn die NVA bei der Wiedervereinigung oder davor bei dem Fall der Mauer .... schießen ?

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