Kommentare - Afghanistan: Bundeswehr an Schusswechsel beteiligt

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Reale Gefahr

Es gibt sicherlich Gruppen, wie z. B. den IS und vermutlich auch Teile der Taliban, denen es ein Dorn im Auge ist, dass diese Evakuierungsflüge stattfinden. Denen ist dann jedes Mittel recht (auch Selbsmordattentate), um diese Evakuierung zu stören bzw. zu beenden.
Es ist eine äußerst gefährliche Aktion, an der die Soldaten in Afghanistan beteiligt sind und quasi ihren Kopf dafür herhalten - da muss man ihnen zu Dank verpflichtet sein, auch wenn es deren Job nun mal ist (anderes Beispiel: Pflegekräften gebührt auch viel Dank in diesen Zeiten, auch wenn es ihr Job ist).
Hoffentlich geht das alles gut, also ohne weitere Todesopfer, und die Evakuierungsaktion kann im Laufe des Herbstes abgeschlossen werden - von Ende August will ich gar nicht sprechen.

Traurig....aber eine Frage.

"Bei einem Feuergefecht afghanischer Sicherheitskräfte sowie deutscher und US-amerikanischer Soldaten mit unbekannten Angreifern am Flughafen Kabul ist eine afghanische Sicherheitskraft getötet worden. "

Wer bitteschön ist eine afghanische Sicherheitskraft? Ein Talibian oder ein Polizist der ehemaligen Regierung oder eine Ortskraft?

Ortskräfte

Bist jetzt wurden schon 30000 ausgeflogen... Wie viele Ortskräfte gab und gibt es eigentlich? Nach den Zahlen ,sind es jetzt ja schon mehr als Soldaten im Einsatz waren ? ( Deutschland)

Toter bei Schusswechsel am Flughafen Kabul

Wie wir alle sehen können, ist die Evakuierung vieler Afghanen nur unter Lebensgefahr für unsere (und damit schließe ich die der Aliierten ein) Soldaten möglich. Die Bundesregierung unter Kanzlerin Merkel hat bekanntlich versagt die Ortskräfte rechtzeitig! in Sicherheit zu bringen.
Unter einer "günen Kanzlerschaft" wäre dies in dieser Form nicht geschehen und somit viel Leid für die Menschen, wie auch die Gefahr für unsere Soldatinnen und Soldaten erst gar nicht entstanden. Ich erinnere dabei an die Bundestagsabstimmung vom 23.06.21, in der der Antrag der GRÜNEN von der GroKo abgeschmettert wurde, mit den daraus resultierenden Konsequenzen.

Gruß Hador

Toter bei Schusswechsel....

Es wird Zeit endlich mit diesen Spielchen aufzuhören. Wenn man wie in Syrien eine Enklave der Widerständler einrichten möchte, oder "Sonderverwaltungszonen" nach chinesischem Muster, soll man das gefälligst tun, aber Zehntausende Menschen hin und her zu schleppen oder die Afghanische Souveränität über den Flugplatz einzuschränken, das geht längerfristig gar nicht. Die "Westmächte" sind abgezogen, wenn sie was vergessen haben sollten, sollten sie vor der Tür bleiben und um die Aushändigung dessen bitten.

Das war zu erwarten

"Die militant-islamistischen Taliban und der regional aktive Zweig des IS sind verfeindet und haben in der Vergangenheit gegeneinander gekämpft."
Es scheint so zu sein, dass es unter den Taliban konkurrierende Gruppen gibt, die unter unterschiedlichen Befehlshabern stehen und teils direkt vor Ort, vor den Fluchtzugängen des Flughafens, um die Vormacht kämpfen. Von daher wundert mich diese Auseinandersetzung nicht.
Ich hoffe, dass die Soldaten ihre Aufgabe weiterhin unbeschadet fortführen und beenden können. Was dann kommt, wissen wir nicht. Ich befürchte Schlimmes.

Toter bei Schusswechsel

Diese Situation ist gefährlich. Entweder arrangiert man sich vielleicht mit pragmatisch denkenden Talibanen, oder man erobert Kabul, was hunderte von Toten Soldaten bedeuten kann, oder man löst diese Flughafenrettungsaktion auf. Diese halbherzige Rettungsaktion wird nicht lange ungestört weiter laufen. Es wird sicher bald zu Selbstmordanschlägen mit zahlreichen toten Soldaten und flüchtenden Afghanen kommen. Wenn jemand gezwungener maßen mit einer Bombe in ein Flugzeug gelangen würde was dann? Diese Situation ist ernst und sollte in Deutschland von keiner Seite als Wahlpropaganda missbraucht werden.

Flüchtlinge im Ausland unterbringen

Nur wenn man die Flüchtlinge auf dem wirtschaftlichen Niveau unterbringt auf dem sie leben, kann man Wirtschaftsflüchtlinge verhindern. Die USA haben das verstanden und so kommen deren Flüchtling z. B. in Uganda unter.

Das Leben unserer Soldaten im Blick behalten

Die Situation am Kabuler Flughafen ist explosiv. Nicht nur drohen terroristische Anschläge, es kann auch zu einer Massenpanik kommen, bei der die wartenden ein Tor stürmen und von Waffen gebrauch machen. Waffenbesitz ist ja im kriegerischen Afghanistan ein wichtiges Statussymbol.
Hier muss die Bundesregierung eine schwierige Abwägung treffen. Zwischen dem Schutz der Soldaten und Ausfliegen der Ortskräfte, von denen viele als Servicekräfte (Köche, Pflegepersonal…) und als Aufbauhelfer gearbeitet haben und momentan nicht wirklich gefährdet scheinen.

Toter bei Schusswechsel durch IS,

Es wurde ja schon mehrfach gesagt, ein Chaos wurde hinterlassen, wenn jetzt auch wieder Terrorgruppen dort entstehen oder wieder aufleben, war alles umsonst!
Die Türkei nimmt keine Flüchtlinge mehr auf, das ist Ihr gutes Recht! Wenn hier in der EU Länder keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, weil die Bevölkerung dagegen ist, ist das auch Ihr gutes Recht, es kann ja wohl nicht sein dass unbeteiligte Länder das ausbaden sollen, was die USA und Ihre Verbündeten eingebrockt haben! Dass in Albanien Flüchtlinge abgeschoben werden, ist nur Ihrer Armut zu verdanken, weil die Regierung dringend Geld benötigt, wo das ankommt ist ne andere Frage!

@ 08:47 von Duzfreund

"...oder die Afghanische Souveränität über den Flugplatz einzuschränken,..."

Wer ist der afghanische Souverän? Die Taliban sind eine Sammelbewegung von je nach Blickwinkel Terroristen oder Rebellen. Bisher gibt es keine neue afghanische Regierung. Es gibt einige Sprecher in Dohar, aber ob die Kommandeure vor Ort in Kabul auf diese hören ist eine andere Sache.

@08:39 von onkelbond

>> Bist jetzt wurden schon 30000
>> ausgeflogen... Wie viele Ortskräfte gab
>> und gibt es eigentlich? Nach den Zahlen
>> ,sind es jetzt ja schon mehr als Soldaten
>> im Einsatz waren ? ( Deutschland)

1.) Es wurden doch nicht alle nach Dtl. ausgeflogen
2.) Sie vergessen die Familienangehörigen

P.S.: In Erinnerung an 2015/16:
WIR haben es schon mal geschafft, WIR schaffen das erneut. Es ist nur die Frage, ob Sie auch zu diesem 'WIR' gehören. -.-

Jeder Tote ist eine zu viel !

Nun tritt ein, was seit einer Woche zu befürchten war. Chaos, Angst und Panik gepaart mit Anarchie. Das Trauerspiel des Westens und insbesondere auch das katastrophale Schleifen lassen der Evakuierung von westlichen Staatsbürgern und afghanischen Hilfskräften seitens des BMI und AA zeigt nun anschaulich, welch dramatische Folgen damit verbunden sind. Sich dafür nur mit Ausreden „die Lage sei nicht vorhersehbar gewesen“ zu exkulpieren, reicht nicht mehr. Bitte Verantwortung übernehmen!

Am 23. August 2021 um 08:40 von Hador Goldscheitel

" Ich erinnere dabei an die Bundestagsabstimmung vom 23.06.21, in der der Antrag der GRÜNEN von der GroKo abgeschmettert wurde, mit den daraus resultierenden Konsequenzen."

Dass ein Antrag der Opposition abgeschmettert wird ist so.
Die Regierunsfraktionen hätten aber den Antrag in leichter unbedeutend abgeänderter Form wieder einbringen können und so wäre es ihr Antrag gewesen und sie hätten dann dafür stimmen können.
So läuft das doch normal.
Die Spielchen dahinter wären in der Sache dann egal gewesen.

@ onkelblond, um 08:39

“Wie viele Ortskräfte gab und gibt es eigentlich?“

Da grübeln selbst Eingeweihte; wenn ich das aus ein-zwei Filmberichten recht im Gedächtnis habe war da die Rede von um die 10.000.
Ob da bereits die Familienangehörigen dabei waren weiß ich nicht.

um 08:57 von V.Scho

>>
Flüchtlinge im Ausland unterbringen

Nur wenn man die Flüchtlinge auf dem wirtschaftlichen Niveau unterbringt auf dem sie leben, kann man Wirtschaftsflüchtlinge verhindern. Die USA haben das verstanden und so kommen deren Flüchtling z. B. in Uganda unter.
<<

Zuweilen spielt nicht nur wirtschaftliches, sondern auch geistiges und moralisches Niveau eine Rolle.

@ 08:39 von onkelbond

Natürlich gibt es mehr Ortskräfte als Soldaten. Schauen sie sich mal normale Militärstandorte an, wieviel zivile Personen in der Versorgung und mit Dienstleistungen betraut sind und wenn sie dann ganze Familie nehmen, sind die Zivilisten in der Überzahl.

RE: Wolf1905 um 08:34

***Es ist eine äußerst gefährliche Aktion, an der die Soldaten in Afghanistan beteiligt sind und quasi ihren Kopf dafür herhalten - da muss man ihnen zu Dank verpflichtet sein, auch wenn es deren Job nun mal ist ***

Da stimme ich Ihnene zu.
Nur ist es nicht die Aufgabe unserer Soldatinnen und Soldaten, die giftige Suppe, die ihnen die verantwort(-ungslosen)lichen Bundesminister, incl. der Kanzlerin eingebrockt haben, auch auszulöffeln. Wie viele Ortskräfte mit ihren Familien vom Tode bedroht sind und dabei umkommen, werden wir wohl nie erfahren.
Ebenso wie Sie hoffe ich, dass die Evakuierung ohne weitere Opfer beendet werden kann. Nur steht die Deadline, und ob die Amerikaner die Rettungsoperation verlängern werden, auch hier bleibt uns nur die Hoffnung. Die Optionen der dt. Bundesregierung bleiben damit begrenzt.

Gruß Hador

Die Gefahr

ist dort immer, ich wundere mich ehrlich gesagt, das es bis jetzt so relativ ruhig abgelaufen ist, ohne noch mehr Vorfälle.
Und man sollte sich mal ansehen wie die USA es machen, die lassen extreme Vorsicht walten, die scheinen mal wieder etwas mehr zu wissen als andere.
Manchmal ist gut die Brille aufzusetzen, oder etwas zu hinterfragen, wenn ich die anderen Artikel lese in den Deutschen Medien, haben wir mehr Ortskräfte als das Mandat der Soldaten groß war.
Die Aktion ist sicher gut, aber auch teilweise nicht richtig zu erfassen, zu mindestens für nicht eingeweihte.

@Hador

Na ja, mittlerweile weiß man auch, dass die so genannten Ortskräfte den Soldaten in der Regel nur deswegen geholfen hatten, weil sie Geld verdienen wollten, nicht weil sie wirklich an Demokratie und Frauenrechte glaubten. Zuverlässige Verteidiger der Demokratie und der Frauenrechte oder gar ihrer eigenen Republik waren sie nicht. Gilt für sie wie für die afghanische Armee, die sich kampflos ergeben hat. Dass die Afghanen kein Chaos und keine Unordnung unter einer „grünen“ Kanzlerschaft gemacht hätten, ist schwer zu glauben. Übrigens, es waren der SPD-Kanzler G. Schröder und der grüne Vizekanzler J. Fischer, die für den Einsatz der deutschen Soldaten in Afghanistan verantwortlich zeichneten, oder? Was heißt das eigentlich für die Verantwortung der Grünen für das besagte Chaos? Die Fraktion der Grünen im BT ist Fischer immer „uneingeschränkt solidarisch“ gefolgt, oder?

@ 08:57 von Treualp1

"Halbherzige Rettungsaktion"? Wovon reden Sie da? Botschaftsangehörige, Flugpersonal, Ärzte, Sanitäter, Soldaten unterschiedlichster Länder bis hin zu diplomatischen Gesprächen im Hintergrund arbeiten in dieser Evakuierung bis zur Erschöpfung - und Sie nennen das 'halbherzig'?

um 09:05 von zöpfchen

>>
Hier muss die Bundesregierung eine schwierige Abwägung treffen. Zwischen dem Schutz der Soldaten und Ausfliegen der Ortskräfte, von denen viele als Servicekräfte (Köche, Pflegepersonal…) und als Aufbauhelfer gearbeitet haben und momentan nicht wirklich gefährdet scheinen.
<<

Sie können sich ja mal um einen der Rückflüge nach Kabul bemühen und das dann den Menschen vor Ort erzählen. Die sind sicher ganz heiß auf derartige Vorschläge.

@ Treualp1, um 08:57

Ihr Kommentar liest sich wie ein Wunschzettel, wobei Ihre Vorschläge von der Realität doch ein Stück weit weg sein dürften.

“...oder man erobert Kabul...“ z. B., von dem Sie doch genau wissen, dass es fest in Talibanhand ist, weil die es kürzlich selber eingenommen haben; da gibt's nichts mehr zu erobern.

Ja, die Situation ist mordsgefährlich, das ist wohl jedem an der Rettungsaktion Beteiligten klar, daher auch die Eile.

um 08:35 von sonnenbogen

,,Wer bitteschön ist eine afghanische Sicherheitskraft? Ein Talibian oder ein Polizist der ehemaligen Regierung oder eine Ortskraft?"

Wer bitteschön spaltet so dünne Haare? Wenn Sie befürchten, daß da noch mehr Kosten auf Sie zukommen könnten durch unüberschaubare Evakuierungsflüge und Integration, müssen Sie nur hinsehen.

Der Kabuler Flughafen ist keine Steppenlandebahn. Auf jedem Airport gibt es Sicherheitskräfte.

um 09:13 von Hador Goldscheitel

>>
Nur ist es nicht die Aufgabe unserer Soldatinnen und Soldaten, die giftige Suppe, die ihnen die verantwort(-ungslosen)lichen Bundesminister, incl. der Kanzlerin eingebrockt haben, auch auszulöffeln. Wie viele Ortskräfte mit ihren Familien vom Tode bedroht sind und dabei umkommen, werden wir wohl nie erfahren.
<<

Welche Suppe wurde denn eingebrockt ? Sind nicht alle Botschaftsangehörigen ausgeflogen ? Können Sie mal die Zahl und Namen von gefährdeten Ortskräften nennen, die noch nicht ausgeflogen wurden ? Oder reden Sie einfach ohne Detailkenntnisse mal eine Runde Ausgedachtes ?

Afghanistan: Toter bei Schusswechsel am Flughafen Kabul....

Eine humanitäre Katastrophe. Aber diejenigen, die 20 Jahre dort regiert haben und sich die Taschen gefüllt haben, sind weg. Mit Hubschraubern, Autos und Geld. Offiziere ließen die Mannschaftsdienstgrade verkommen, bedienten sich. Beim Volk konnten sie keinen Rückhalt aufbauen. Die Armee wollte nicht kämpfen. Und die Interventionsländer hat das nicht interessiert. Oder sie nahmen das nicht war. Jedenfalls lassen die Äußerungen der Politiker keine Einsicht erkennen.

Was für eine seltsame Logik

Wer soll das verstehen? Die 300.000-Mann starke Regierungsarmee hat offenbar keinen einzigen Schuss abgegeben. Hat den Taliban ein riesiges Waffenarsenal, bestehend aus Panzern, Geländewagen, Maschinengewehren und Panzerfäusten, kampflos überlassen. Und nun läuft man in Scharen zum Flughafen, um außer Landes zu kommen – weg von den Taliban, denen man so unterwürfig entgegengekommen ist. Ich verstehe diese Logik nicht.

@Carlos12

Die afghanische Souveränität wird ausgeübt von den Taliban und den Moudchahadin. Letztere haben schon der Sowjetunion die Grenzen aufgezeigt.

Wie sehr diese Gruppen mit der Bevölkerung verbunden sind sieht man an deren Erfolg, der niemals stattgefunden hätte, wenn diese Gruppen nicht tief mit der Bevölkerung verwurzelt wären.

08:40 von Hador

08:40 von Hador Goldscheitel

// Die Bundesregierung unter Kanzlerin Merkel hat bekanntlich versagt die Ortskräfte rechtzeitig! in Sicherheit zu bringen.//

Ich weiß, das Ihre Aussagen auch andere bereits getätigt haben. Aber ich habe etwas anderes gelesen und das hört sich nicht nach Versagen an - abgesehen davon, das die Anderen selbstverständlich sofort hier her gebracht werden sollten.

**..... Rund 2.500 sollen es sein. 1.900 befinden sich schon in Deutschland, einige davon auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen..... **

Quelle:
"https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/bundeswehr-helfer-or…"

@ 09:10 von Klärungsbedarf

Sie haben leider völlig recht: Es gibt Menschen, deren geistiges und moralisches Niveau erschreckend niedrig ist in der Beurteilung der Situation unzähliger an Leib und Leben bedrohter Menschen in Afghanistan. Vielleicht ungewollt lässt da mancher Kommentar dabei einen tiefen Blick auf die Prioritäten solcher Foristen zu: Materialisten durch und durch, die ihre eigenen Maßstäbe auf andere projizieren... Zitat: "nur wenn man Flüchtlinge auf dem wirtschaftlichen Niveau unterbringt auf dem sie leben, kann man Wirtschaftsflüchtlinge verhindern." In Afghanistan sind Menschen an Leib und Leben bedroht, aber diese User kennen nur "wirtschaftliches Niveau" als Maßstab... erschreckend und beschämend.

um 09:15 von Arlecchino27

>>
Übrigens, es waren der SPD-Kanzler G. Schröder und der grüne Vizekanzler J. Fischer, die für den Einsatz der deutschen Soldaten in Afghanistan verantwortlich zeichneten, oder?
<<

Der Vollständigkeit halber: Es handelt sich in Afghanistan immer noch um ein UN-Mandat. Und es wurde seinerzeit der Nato-Bündnisfall ausgerufen. Da war es dann zumindest politisch schwierig, sich dem Ganzen z entziehen, zumal die Täter zum Teil ja aus Hamburg kamen.

@Hador Goldscheitel um 08:40

„Die Bundesregierung unter Kanzlerin Merkel hat bekanntlich versagt die Ortskräfte rechtzeitig! in Sicherheit zu bringen.
Unter einer "günen Kanzlerschaft" wäre dies in dieser Form nicht geschehen und somit viel Leid für die Menschen, wie auch die Gefahr für unsere Soldatinnen und Soldaten erst gar nicht entstanden.“

Da stimme ich Ihnen leider nicht zu. Versagt hat die afghanische Führung und deren Militär, die nicht bereit war, den Vormarsch der Taliban zu bekämpfen. Okay, dazu gab es Fehleinschätzungen der Alliierten, auch von der deutschen Regierung.
Aber was unter einer Kanzlerschaft der Grünen passiert wäre oder nicht, ist reine Kaffeesatzleserei - erinnern Sie sich an Außenminister Fischer im Jugoslawienkrieg oder 2001, als die Grünen mit an der Macht waren? Erinnern Sie sich an Äußerungen von Habeck bzgl. Ukrainekonflikt?

Ja, die deutsche Regierung steht zu recht jetzt in der Kritik, aber zu behaupten, unter den Grünen wäre das viel besser gelaufen, ist unredlich.

Gruß. Wolf

@ Arlecchino27, um 09:15

re @Hador

Ob die Ortskräfte an Demokratie oder eher an amerikanische Dollar glaubten ist jetzt ziemlich gleichgültig.

In den Augen der Taliban haben die dem Feind geholfen und sind daher Verräter; und wie ein Taliban darauf reagiert muss Ihnen sicher niemand erklären.

Was wollen Sie eigentlich mit dem Rest Ihres Kommentars schönreden? Glauben Sie, dass das irgendwen in Kabul derzeit interessiert oder ihm gar helfen könnte?

Von hier aus zu theoretisieren halte ich - derzeit zumindest - für vollkommen unangebracht.

08:39 von onkelbond

Sie haben den Artikel nicht aufmerksam gelesen. Es wurden INSGESAMT von allen Nationen 30.000 Menschen ausgeflogen, die Bundeswehr selbst hat 2.900 ausgeflogen. Das waren bei weitem nicht nur Ortskräfte, sondern auch Mitarbeiter der Botschaften, Staatsangehörige der teilnehmenden Nationen. Die meisten zudem noch haben Familienangehörige.

Deutsche Ortskräfte, die ein Anrecht auf Ausreise haben gibt es ca 10.000. Diese haben Anspruch auf ihre Kernfamilie. Es gab nicht nur Ortskräfte für die Soldaten (Security für den Compound, Köche, Reinigungskräfte, Übersetzer, Fixer u.v.m.) sondern auch für den Kontakt mit der Polizei, eine Medieninitiative und nicht zuletzt die Gruppe der GIZ und anderer Ministerien).

Zudem gibt es eine unklare Anzahl JournalistInnen, KünstlerInnen, SportlerInnen, MenschenrechtsaktivistInnen, die als besonders gefährdet angesehen werden.

Ortskräfte und Landsleute

Es scheint, dass alle prowestlich-orientierten Afghanen sich am Flughafen versammeln und fliehen wollen.
Das wäre natürlich ein gefundenes Fressen für einen IS-Anschlag und das Chaos und die Angst dort dürfte insgeheim den Taliban schmeicheln, denn sie werden gefürchtet.

Mir kommt es aber langsam so vor, als wäre Kabul das Berlin Afghanistans (gewesen). Der Rest des Landes, um im Bild zu bleiben, wäre dann eher sowas wie die sächsische oder niederbayrische Provinz.

Und während man in Kabul hippe Jobs und coole Cafes hat und gute Geschäfte mit den Ungläubingen machen kann, ist die Hälfte des Landes auf Hilfslieferungen angewiesen.
Aber mit einem durchschnittlichen Tageslohn von 1,20 € kann natürlich niemals eine demokratisch-freiheitliche Gesellschaft gedeihen, auch nicht in 50 Jahren Besatzung.

Das Drama des Abzugs passt zu unserer jahrzehntelangen Selbsttäuschung.

RE: harry_up um 09:10; @ onkelblond, um 08:39

***“Wie viele Ortskräfte gab und gibt es eigentlich?“

Da grübeln selbst Eingeweihte; wenn ich das aus ein-zwei Filmberichten recht im Gedächtnis habe war da die Rede von um die 10.000.
Ob da bereits die Familienangehörigen dabei waren weiß ich nicht.***
.

Hauptmann M. Grotian vom Partnerschaftznetzwerk Afghanische Ortskräfte e.V. sprach zu Beginn der Einnahme von Kabul, allein von mehr als 7000 deutschen Ortskräften.

Es ist auch völlig gleichgültig, ob Ortskraft oder Familienmitglied. Die halten häufig alle den Kopf dafür hin (Sippenhaftung).

Wie viele Ortskräfte der Aliierten noch zu retten haben, neben den vielen Menschen, die sich für einen afghanischen Staat nach westlichem Vorbild eingesetzt haben und jetzt mit der Rache der Taliban rechnen müssen, kann man wohl nur schätzen.

Gruß Hador

@ 09:15 von Arlecchino27

'Man weiß' bei Ihrem Kommentar lediglich eines: dass Sie mit den Vorurteilen arbeiten, die aus einer ganz bestimmten politischen Richtung kommen und die zudem mehr über Ihre Orientierungsmaßstäbe sagen als über die der Ortskräfte in Afghanistan. Deutlicher formuliert: Es ist eine unglaubliche Unterstellung zu behaupten, "dass die so genannten Ortskräfte den Soldaten in der Regel nur deswegen geholfen hatten, weil sie Geld verdienen wollten, nicht weil sie wirklich an Demokratie und Frauenrechte glaubten." Aber solche Behauptungen muss man wohl als freie Meinungsäußerung ertragen aus der Ecke von rechtslastigsten Parteien und Organisationen, die hier bei uns 'nicht wirklich auf Frauenrechte und Demokratie' setzen; unwidersprochen lassen muss man solche Positionen gottlob nicht.

09:10 von harry_up

«… wenn ich das aus ein-zwei Filmberichten recht im Gedächtnis habe war da die Rede von um die 10.000.
Ob da bereits die Familienangehörigen dabei waren weiß ich nicht.»

Man spricht von 450 bis 500 Hilfskräften direkt bei der Bundeswehr, und daher 2.000 bis 2.500 Menschen inkl. Ehepartnern und Kindern. Auch die 10.000 sind eine Zahl inkl. Familienangehörigen, wo dann auch Afghanen dabei sind, die für andere Deutsche Organisationen tätig waren.

Über das Führen der Listen sagte Oberstleutnant André Wüstner (Vorsitzender des Bundeswehrverbandes), es sei ein schreckliches Chaos zwischen Verteidigungs-, Außen-, und Innenministerium. Jeder hätte irgendwelche Namen auf Listen, und Koordination sei keine.

Sicherlich alles nicht einfach, aber fürchterlich schlecht vorbereitet von Seiten der Regierung. AW beschrieb auch, dass die Fallschirmjäger KSK nun Gefahren ausgesetzt sind, die so mit besserer Koordination in jedem Fall geringer hätten sein können.

@Goldscheitel, 08:40 Uhr

Nicht nur Deutschland, auch die USA und Großbritannien müssen aktuell viele Landsleute und Ortskräfte aus Kabul ausfliegen. Alle hatten der Einschätzung der Geheimdienste vertraut, wonach eine Eroberung von Kabul erst Mitte September zu erwarten sei. Viele Hilfsorganisationen haben zudem angekündigt, auch weiterhin in Afghanistan bleiben und dort arbeiten zu wollen. Nein, ich will nichts schönreden. Aber es ist ein Stück weit nachvollziehbar, dass man den Menschen in Afghanistan möglichst lange helfen wollte und dabei auf die Lagebeurteilung von CIA, BND u.a vertraute. Die Bundeswehr leistet aktuell eine großartige Arbeit, auch das sollte nicht unerwähnt bleiben.

@Süsdstaatlerin um 09:06

Sie schreiben u. a. „ Das Trauerspiel des Westens …“ also hier meinen Sie vermutlich die Alliierten?
„…und insbesondere auch das katastrophale Schleifen lassen der Evakuierung von westlichen Staatsbürgern und afghanischen Hilfskräften seitens des BMI und AA zeigt nun anschaulich, welch dramatische Folgen damit verbunden sind.“
Es wird mit Hochdruck an der Evakuierung gearbeitet, wie Sie wissen. Ja, es gab Fehleinschätzungen.
„Bitte Verantwortung übernehmen!“
Die Verantwortung haben sie doch übernommen - Sie wollen damit sagen, dass Maas und Seehofer (und wer noch?) jetzt zurücktreten sollen? Nach der Wahl sind diese beiden sowieso nicht mehr in einer Regierung, da erübrigt sich jetzt ein vorschneller Rücktritt.

Am 23. August 2021 um 09:20 von melancholeriker

"Der Kabuler Flughafen ist keine Steppenlandebahn. Auf jedem Airport gibt es Sicherheitskräfte."

Ist eine neutrale Frage.... ohne Regierung, wer zahlt die denn dann und macht Ihren Dienstplan; dann funktionieren also Teile der Regierung noch? Selbstlose Freiwillige? Oder sind es Taliban, die hier als "die Bösen" dargestellt werden und dann aber direkt mit der Bundeswehr zusammenarbeiten.... und das macht dann doch schon einen Unterschied in der Beurteilung der gesamten Situation.

Und nein, egal wer diese Sicherheitskräfte sind, die können gerne aus Deutschland bezahlt werden.

RE: Wolf1905 um 09:27; @Hador Goldscheitel um 08:40

***Okay, dazu gab es Fehleinschätzungen der Alliierten, auch von der deutschen Regierung.***

Da verstecken Sie sich wie die Bundesregierung schömn hinter den Aliierten. Mit einem Satz weggewischt !

***Aber was unter einer Kanzlerschaft der Grünen passiert wäre oder nicht, ist reine Kaffeesatzleserei... ***

Garantiert nicht. Wie ich schon schrieb, haben die GRÜNEN ja schon einen Antrag zu Rettung der Ortskräfte in den Bundestag eingebracht, der aber von der GroKo abgelehnt wurde. Danach legte die Bundesregierung weiterhin die Hände in den Schoß.
Und dann zaubern Sie auch noch den alte J. Fischer aus dem Hut oder die Aussagen von R. Habeck. Was haben diese mit den afghanischen Ortskräften und der aktuellen Rettungsoperation noch gleich zu tun ?
Ihre Argumentation ist unredlich und Sie sollten es endlich !!! mal unterlassen, Mitforisten, die nicht Ihrer persönliche Meinung entsprechen regelmäßig mit Unterstellungen zu kommen, wenn Ihnen die Argumente auszugehen drohen.

Gruß Hador

@ Louis2013, um 09:21

Hoffentlich saßen Sie bequem, während Sie Ihren “verständnislosen“ Kommentar abgefasst haben.

Je mehr derartiger von realistischem Empfinden weitestgehend freier Kommentare man hier liest, desto schwindeliger wird es einem vom Kopfschütteln.

Die Meisten hier dürften nicht einmal ein Gewehr in der Hand gehalten haben geschweige damit umgehen können - aber von daheim aus eine Lagebeurteilung abgeben, was in Kabul zu tun und zu lassen ist, dazu reicht es offensichtlich.

Was Sie unter “...den Taliban, denen man so unterwürfig entgegengekommen ist“ verstehen beweist, dass Sie nicht den Schimmer einer Vorstellung davon haben dürften, wie es sich anfühlen muss, wenn um einen herum die Menschen erschossen, durch Explosionen zerrissen werden oder Ihrem Kollegen vor Ihren Augen von Taliban der Hals durchgeschnitten wird.

“Unterwürfig...“, das ist sowas von...

um 09:21 von Louis2013

,,Was für eine seltsame Logik
Wer soll das verstehen? Die 300.000-Mann starke Regierungsarmee hat offenbar keinen einzigen Schuss abgegeben. Hat den Taliban ein riesiges Waffenarsenal, bestehend aus Panzern, Geländewagen, Maschinengewehren und Panzerfäusten, kampflos überlassen. Und nun läuft man in Scharen zum Flughafen, um außer Landes zu kommen – weg von den Taliban, denen man so unterwürfig entgegengekommen ist. Ich verstehe diese Logik nicht."

Bekanntermaßen entzieht sich die Empfindung gerne der Logik. Ich weiß ja nicht wie Sie ,,Unterwürfigkeit" unter Bedingungen roher Gewaltandrohung spüren und auffassen würden und ob Sie überhaupt jemals in einer lebensgefährlichen, unkalulierbaren Situation waren. Wovor glauben Sie, hat jemand Angst, der sich im Radkasten eines 1000t schweren Militärflugzeugs in 10000m Höhe sicherer fühlt als in seiner Heimat? Die Unterwerfung vor dem Terror ist nichts Neues. Die Generation unserer Eltern kennt das vom Schweigen ihrer eigenen Eltern her.

Linkspartei: Antrag vom22.06. auf Rückholung.

@08:40 von Hador Goldscheitel
"Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, ... dafür zu sorgen, dass afghanische Ortskräfte, die im Dienst der Bundeswehr und der deutschen Polizei standen, jetzt schnell und unbürokratisch in Deutschland aufgenommen werden;"

Die Grünen haben dem Einsatz immer zugestimmt, sind in meinen Augen als mit verantwortlich. Ohne diesen Bundeswehreinsatz bräuchte es überhaupt keine Rückführung.

09:06 von saschamaus75 Es

09:06 von saschamaus75

Es gibt ja wohl einige, die nicht zum " WIR " dazugehören wollen/können - kann man hier wunderbar verfolgen.

RE: ich1961 um 09:24

Ich vertraue den Zahlen des Partnerschaftznetzwerk Afghanische Ortskräfte e.V. eher als der dt. Bundesregierung, die natürlich versucht, abzulenken und kleinzureden.
Auch Carlo Masala von der BW-Uni in München sprach von deutlich höheren Zahlen zu Beginn der Evakuierung. Daher sind es wohl mehr als 7000 Ortskräfte.
Die Zahlen der Bundesregierung halte ich für unglaubwürdig !

Gruß Hador

Bereits vor einigen Wochen..

.. waren etliche Ortskräfte bereit ihr Land zu verlassen. Sie sollten aber ihre Flugtickets aus eigener Tasche bezahlen. Ich erinnere mich gut an diese Nachricht in der Tagesschau und fragte mich, ob die Ausreisewilligen überhaupt die benötigten Mittel aufbringen können. Mit der Evakuierung hätte also viel früher begonnen werden können - dann gäbe es jetzt nicht solche Engpässe. Und jetzt sind die Flüge gratis , was natürlich ein zusätzlicher Anreiz zum Verlassen des Landes ist.

Am 23. August 2021 um 08:40 von Hador Goldscheitel

"Unter einer "günen Kanzlerschaft" wäre dies in dieser Form nicht geschehen und somit viel Leid für die Menschen, wie auch die Gefahr für unsere Soldatinnen und Soldaten erst gar nicht entstanden."

Wenn ich mich richtig erinnere, waren auch die Grünen für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Wieso also jemand huldigen, der das Ganze mitverschuldet hat? Der ganze Auslandseinsatz der Bundeswehr hat nur Leid gebracht.

Am 23. August 2021 um 09:40 von Wolf1905

"Die Verantwortung haben sie doch übernommen - Sie wollen damit sagen, dass Maas und Seehofer (und wer noch?) jetzt zurücktreten sollen?"

Und ich dachte immer, Seehofer wäre Innenminister.

Wegen dem

Schusswaffengebrauchgibt es jetzt wahrscheinlich für die Bw noch Probleme mit der Staatsanwaltschaft.

09:15 von Arlecchino27 //Na

09:15 von Arlecchino27

//Na ja, mittlerweile weiß man auch, dass die so genannten Ortskräfte den Soldaten in der Regel nur deswegen geholfen hatten, weil sie Geld verdienen wollten, nicht weil sie wirklich an Demokratie und Frauenrechte glaubten.//

Auch unter der Prämisse haben sich diese Menschen - samt ihrer Familien - in Lebensgefahr begeben !

// Zuverlässige Verteidiger der Demokratie und der Frauenrechte oder gar ihrer eigenen Republik waren sie nicht. Gilt für sie wie für die afghanische Armee, die sich kampflos ergeben hat. //

Haben Sie für diese Aussage seriöse Belege ?Hat sich jemand von den Ortskräften an irgend welchen Anschlägen o.ä. beteiligt?

heiße Kartoffel

Das die Einlösung des Versprechens um Mitnahme nach D für die Ortskräfte und Ihren Familien wahlkampfbelastet ist, zeigt die bisherige Handhabung. Anstatt sie zeitgleich mit der BW nach Deutschland zu bringen, hat man sie behandelt wie eine heiße Kartoffel. Die Bilder vom Flughafen Kabul dokumentieren das Versagen überdeutlich. Das hier im Wahlkampf keine neuen Flüchtlingsströme erwünscht sind, zeigt der Versuch, diese in die Nachbarstaaten zu leiten, welche sich jedoch bedanken werden, schon allein wegen der eigenen Sicherheitslage. Nach der Wahl soll ein Untersuchungsausschuss klären was falsch gelaufen ist und in wessen Verantwortung das fällt. Viel dringender ist allerdings eine grundsätzliche Diskussion über eine Beteilgung Deutschlands an solchen Kriegen, die allesamt, ob in Nahost, Nordafrika oder Afghanistan nichts als Tod, Leid, Zerstörung und Flucht nach Europa für die Bevölkerung gebracht hat, und wo Menschenrechte und Demokratie nichtssagende Aushängeschilder waren.

RE: Adeo60 um 09:38; @Goldscheitel, 08:40 Uhr

Doch, Sie wollen (wieder einmal) schönreden und verstecken sich, wie die Bundesregierung, hinter den Einschätzungen der Aliierten.
Die Ortskräfte hätten schon allesamt vor Wochen ohne Risiko abgeholt werden können, um dann hier in Deutschland sich der Überprüfung zu unterziehen. Ohne Risiko für die Afghanen, ohne Risiko für unsere Soldatinnen und Soldaten.
Und bitte vermischen Sie nicht afghanische Ortskräfte, die für die BW tätig waren mit denen, die für Hilfsorganisationen unterwegs sind.

Gruß Hador

@Arlecchino27

"Übrigens, es waren der SPD-Kanzler G. Schröder und der grüne Vizekanzler J. Fischer, die für den Einsatz der deutschen Soldaten in Afghanistan verantwortlich zeichneten, oder? Was heißt das eigentlich für die Verantwortung der Grünen für das besagte Chaos?"

Afghanistan war ein Bündnisfall der NATO, kein deutscher Kanzler hätte sich dem widersetzen können.
Außerdem strebte D damals nach einem permanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat. Angesichts dessen war das deutsche (und französische Nein) zur Irakinvasion ein bewundernswerter moralischer Kraftakt und forderte, angesichts der Amibitionen eine stärkeres Engagement in Afghanistan.

Seien Sie froh, dass nicht die CDU die Kanzlerin gestellt hat, sonst wären wir auch noch für das Chaos im Irak mitverantwortlich.

09:21 von Louis2013 // Ich

09:21 von Louis2013

// Ich verstehe diese Logik nicht.//

Ich bin froh, das Sie das auch nicht müssen !
Aber Vorsicht, es könnte jemand versuchen, Ihnen das zu erklären ( ich werde es nicht tun :-(( ).

Momentan

scheint es so zu sein, das die Stärkeren es schaffen auch mit Gewalt und ohne Rücksicht auf den Flughafen gelangen wollen und gelangen, was das Beispiel eines abgeschobenen Kriminellen zeigt. Chaos und Mitnahme ohne Überprüfung schafft erneute Gefahren und Unsicherheiten und zerstört das Vertrauen in die tatsächliche Schutzbedürftigkeit der Evakuierten. Zudem sollten diejenigen bezahlen, die den Afghanistaneinsatz befürwortet und immer wieder verlängert haben, mit ihren Abgeordnetenstimmen. Stattdessen zahlt die Allgemeinheit, die den Einsatz mehrheitlich nicht wollte. Ist das gerecht? Ist das demokratisch? Ist das wirklich gut und human?

Wolf1905 09:40

Die Verantwortung haben sie doch übernommen - Sie wollen damit sagen, dass Maas und Seehofer (und wer noch?) jetzt zurücktreten sollen? Nach der Wahl sind diese beiden sowieso nicht mehr in einer Regierung, da erübrigt sich jetzt ein vorschneller Rücktritt.

Was heißt hier vorschneller Rücktritt.
Er würde zu mindest zeigen, das der Ausdruck "politisch Verantwortung" keine Leerformel ist.
Aber natürlich: es ist Wahlkampf. Ich fürchte jedoch, das ein Rücktreitt auch ohne Wahlkampf nicht erfolgen würde.

08:39 von onkelbond

"Wie viele Ortskräfte gab und gibt es eigentlich? Nach den Zahlen ,sind es jetzt ja schon mehr als Soldaten im Einsatz waren ?"
Das kann ich mir gut vorstellen. Soldaten müssen irgendwo wohnen (selber putzen in Einsatzsituationen sollten hochausgebildete Kämpfer nicht müssen) , essen (jede Menge Lebensmittelkäufe und Küchenausrüstung, und irgendwer muss auch dafür fahren und Buchhaltung betreiben), fahren (ihre Fahrzeuge gewartet und gepflegt werden), Kleidung gewaschen kriegen, Einkäufe müssen erledigt werden (sie sollten sich nicht unbedingt exponieren, indem sie im Geschäftsviertel nach einem Telefonladen für eine lokale SIM suchen) usw.
Wie viele zivile Kräfte mögen hier in Deutschland für eine Kaserne oder eine Stabsstelle, gar für das Verteidigungsministerium tätig sein?

@Hador Goldscheitel

Das Elend in Afghanistan mit der Politik der Grünen in Deutschland zu verbinden ist vollkommener Blödsinn!
Auch ist es entwürdigend für die Menschen dort, jetzt nach Schuldigen in Deutschland zu suchen, als schnellstmöglich zu helfen! Glauben Sie wirklich Ihr zitierter Bundestag-Antrag der Grünen interessiert jetzt irgendeinen der armen Menschen am Flughafen in Kabul?!

09:45 von Hador Goldscheitel

Wir haben hier noch Meinungsfreiheit. Auch wenn es ihnen nicht gefällt. Was steht denn noch alles in der GRÜNEN Glaskugel für die nächsten 6Monate. Sie wissen doch bestimmt auch das neuste aus Mali.

RE Klärungsbedarf um 09:20;um 09:13 von Hador Goldscheitel

***Welche Suppe wurde denn eingebrockt ? Sind nicht alle Botschaftsangehörigen ausgeflogen ? Können Sie mal die Zahl und Namen von gefährdeten Ortskräften nennen, die noch nicht ausgeflogen wurden ? Oder reden Sie einfach ohne Detailkenntnisse mal eine Runde Ausgedachtes ?***

Lesen Sie meine Artikel und unterlassen Sie gefälligst Ihre Argumentation"ad hominem".
Sie dürfen aber gerne mit Deatails zu diesem Thema herausrücken, aber bitte nichts, was Ihrer Phantasie entspringt.

Gruß Hador

@SinnUndVerstand, 9:26 re @Klärungsbedarf

Ja, Sie haben ja beide so recht. Da tun sich Abgründe bezüglich Menschenrechten und auch Verantwortung auf, aber keine, die man nicht schon erwartet hätte.
Da passen dann auch Statements dazu wie "die Afghanen können ihre Probleme nur selbst lösen", weiter gesponnen zu (oder entstanden aus?) "den Menschen dort kann man keine Demokratie aufzwingen, da sie in ihrer Steinzeitreligion gefangen sind" etc.
Im Grunde geht es nur darum "die sollen fliehen, wohin sie wollen, aber nicht zu uns".
Nie werde ich vergessen, wie ein dafür bekannte Forist hier tatsächlich eine Rechnung aufmachte über die "Bevölkerungsexplosion" in Afghanistan und fragte, ob das nicht der wahre Grund für die ganzen Konflikte sei.
Es ist tröstlich, dass wenigstens für dieses eine Mal keiner von diesen Unmenschen etwas zu melden hat.

@ Hador Goldscheitel

Zitat: "Unter einer "günen Kanzlerschaft" wäre dies in dieser Form nicht geschehen und somit viel Leid für die Menschen, wie auch die Gefahr für unsere Soldatinnen und Soldaten erst gar nicht entstanden..."
#
Die Grünen haben die Soldaten (m/w) erst in diese gefährliche Lage gebracht ... sie waren bei der Entsendung nämlich in Regierungsverantwortung!
Das sie, einmal in Opposition, dass tun was da alle tun, nämlich (fast) alles Ablehnen, dürfte auch allen klar sein.
Und um vorher zu sagen, dass rd. 360.000 gut ausgebildeter und bewaffneter Afghanischer Sicherheitskräfte im Anblick der auf Mopeds heranrückenden, rd. 60.000 Taliban die Flucht ergreifen, hätten sie Nostradamus' Lehrling sein müssen.
Und da unsere "Dienste" sich ja bekanntlich Dank Datenschutz, Menschenrecht und parlamentarischer Wichtigkeit das Abhören jedes Talibanhandys genehmigen lassen müssen, war da, wie auch von den Anderen, nicht mit entsprechenden Infos zu rechnen.

Zu adeo 60 um 09.38

Ihr Beitrag redet Dinge sprich Sachverhalte schoen. Vor allen Dingen schlimm finde ich, dass Sie mit "so lange wie moeglich helfen" eine Motivationslage in den drei beteiligten Ministerien propagieren, die so gar nicht vorhanden war, jedenfalls nicht bezueglich der Ortskraefte. Was Ihre Aeusserung zur Bundeswehr anbelangt, stimme ich Ihnen zu. Die Soldat*innen muessen das jetzt ausbaden, was Teile der Bundesregierung verbockt haben.

um 09:42 von sonnenbogen

,,... ohne Regierung, wer zahlt die denn dann und macht Ihren Dienstplan; dann funktionieren also Teile der Regierung noch? Selbstlose Freiwillige? Oder sind es Taliban, die hier als "die Bösen" dargestellt werden und dann aber direkt mit der Bundeswehr zusammenarbeiten.... und das macht dann doch schon einen Unterschied in der Beurteilung der gesamten Situation..."

Interessant zu sehen, wie Terror und Drohung relativ werden, wenn man, wie es die Ganoven der früheren US Regierung gegenwärtig versuchen, noch bösere als die bösen Taliban ins Spiel zu bringen. Plötzlich steht die in ganz anderem Licht da, als zuverlässigster und strategisch ausgewählter Verhandlungspartner der Trump - Regierung gegen die Monster von Al Kaida und Gesinnungsgenossen. Eine fabelhafte Legende. Ist das der Hintergrund, vor dem Ihnen die Taliban so sympathisch erscheinen und eine Verschwörung gegen das Deutsche ,,Volk" wahrscheinlich macht? Ich behalte es jedenfalls mal für mich.

@Zweispruch

"Es gab nicht nur Ortskräfte für die Soldaten (Security für den Compound, Köche, Reinigungskräfte, Übersetzer, Fixer u.v.m.) sondern auch für den Kontakt mit der Polizei, eine Medieninitiative und nicht zuletzt die Gruppe der GIZ und anderer Ministerien)."

Da haben wir wohl vielen Afghanen einen Bärendienst erwiesen. Nur weil die Reinigungskraft die Toilette der Ungläubigen geschrubbt hat, muss sie jetzt ihr Land verlassen. Das hat man jetzt vom Outsourcing.

um 09:45 von Hador Goldscheitel

>>
Garantiert nicht. Wie ich schon schrieb, haben die GRÜNEN ja schon einen Antrag zu Rettung der Ortskräfte in den Bundestag eingebracht, der aber von der GroKo abgelehnt wurde.
<<

Nur die Linke hat dem Antrag zugestimmt. Der Beschlussantrag wurde am 23. Juni abgelehnt. Am 30. Juni haben die letzten Bundeswehrsoldaten Afghanistan verlassen. Der Antrag beinhaltete eine Aufforderung an die Bundesregierung. Im Hinblick auf den Zeitablauf dürfte es fraglich sein, ob eine Zustimmung an der Situation etwas geändert hätte. Die Lage ist komplex. Der Beobachter nimmt ja auch an, dass die (für Deutschland arbeitenden) Ortskräfte sich ganz überwiegend im ehemaligen Einsatzgebiet der Bundeswehr befinden müssten. Es wird aber nur aus Kabul ausgeflogen. Und ob die von den Grünen geforderten Gruppenverfahren sinnvoll sind, ist zumindest diskussionswürdig. Das alles ist jedenfalls kein Grund für Ihre Wahlkampfwerbung für die Grünen.

Wieviel Ortskräfte sind denn

Wieviel Ortskräfte sind denn für Deutschland tätig, auszufliegen ? Gestern sah man einen "Geschäftsmann" aus Kabul der nach Italien ausgeflogen wurden, war das auch ein Helfer ??? Ich bin sicher das schon wieder Leute herkommen, die dafür nicht vorgesehen sind. Und das afghanische Problem ist kein deutsches Problem. Das kann man hier im Land ganz einfach lösen und das gilt auch für andere Länder.

@ Louis2013, um 09:21

Zu Ihrem “verständnislosen“ Kommentar:

Mir geht das Verständnis für solche von realistischem Verständnis weitestgehend freien Kommentaren ziemlich ab.

Die meisten von uns dürften nicht einmal ein Gewehr in der Hand gehalten haben geschweige damit umgehen können - aber von daheim aus eine Lagebeurteilung abgeben, was in Kabul zu tun und zu lassen ist, dazu reicht es offensichtlich bei vielen, die hier kommentieren.

Was Sie unter “...den Taliban, denen man so unterwürfig entgegengekommen ist“ verstehen zeigt mir, dass viele kaum eine Vorstellung davon haben dürften, wie es sich anfühlen muss, wenn um einen herum die Menschen erschossen, durch Explosionen zerrissen werden oder der Kollege vor den eigenen Augen von Taliban “bestraft“ wird.

Da passt der Begriff “unterwürfig...“ nicht so ganz.

@08:57 von V.Scho

"Nur wenn man die Flüchtlinge auf dem wirtschaftlichen Niveau unterbringt auf dem sie leben, kann man Wirtschaftsflüchtlinge verhindern. Die USA haben das verstanden und so kommen deren Flüchtling z. B. in Uganda unter." Wenn man bestimmte User auf dem Niveau handeln lassen würde wie sie reden, würde die Menschlichkeit ein Ende haben. Manches mal schreiben sie mit wenigen Worten viel Mist.

“Some just wanted the money,”

@arlecchino27, das hat mit Vorurteilen aus einer bestimmten Ecke nichts zu tun sondern ist belegt. In der letzten Woche haben sich etliche Soldaten dazu geäußert, einfach mal auf einer Videoplattform danach suchen und hören Sie sich an was die Leute dazu sagen. Internationale Medien helfen Ihnen auch, zb die WP: "Afghanistan’s military collapse: Illicit deals and mass desertions". Es sind natürlich nicht alle aber ein großer Teil und ja, es haben auch noch diverse andere Faktoren eine Rolle gespielt. Aber von der Hand zu weisen ist das leider nicht und ich vertraue da eher den Aussage von Menschen die vor Ort waren als jemand der hier im Sessel sitzt und ein Kommentar abgibt. Bevor sie hier also jemand in die rechte Ecke stellen und ein User angehen sollten Sie sich informieren.

V.Scho um 09:36

"Wie sehr diese Gruppen mit der Bevölkerung verbunden sind sieht man an deren Erfolg, der niemals stattgefunden hätte, wenn diese Gruppen nicht tief mit der Bevölkerung verwurzelt wären."

Dieser Schluss ist falsch. Der Zusammenbruch des Systems der Zentralregierung ist vielschichtig und wohl eher auf Fehler der für den Einsatz politich Verantwortlichen und das Versagen der Zentralregierung zurückzuführen.

Hier wär es an der Zeit gewesen, die Schwierigkeiten zu analysieren und das Angefangene zu einen guten Abschluß zu bringen, anstatt dem chaotischen Beschluss des Herrn Trump zu folgen.
Außerdem gibt es Anzeichen eines beginnende Bürgerkrieges.
Auch die Erklärung, man habe ja nur Terrorismus verhindern wollen, scheint fadenscheinig, wenn man schon jetzt Anschläge des IS am Flughafen befürchtet-

Scheinlogisch Schlüsse, die nur auf oberflächlicher Plausibilität beruhen, sind in keinem Fall hilfreich.

Leichtes Ziel Airport KBL

Während sich in Kabul ein neues politisches System formiert, wird der Flughafen eine Art Guantanamo auf fremden Staatsgebiet.
Nun sind Flugzeuge und Hubschrauber ein relativ leichtes Ziel für Raketenangriffe. Es kann also mit der Zeit nur zur finalen Katastrophe am Flughafen kommen.

Wie, unsere Soldaten erlauben

Wie, unsere Soldaten erlauben sich zurück zu schießen? Na hoffentlich werden die, wenn sie dann zurück sind, nicht gleich wieder vor Gericht gestellt. Z. B. wegen übertriebener Selbstverteidigung, oder so etwas…

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