Kommentare

Tja....

DB, eine moderne Organisation.

„Alle reden vom Wetter. Wir nicht. Wir fahren immer.“

Was mich betrifft stehe ich

Was mich betrifft stehe ich voll hinter den Streikenden, natürlich sind die Einschränkungen für die Reisenden extrem nervig aber das ist halt Streik. Ich finde es gut das es noch Gewerkschaften gibt die das tun wofür sie da sind, die Rechte und die Existenz der Arbeitnehmer zu sichern. Dazu halte ich die Forderung der GDL noch als moderat an. wenn die Bahn AG nicht bereit ist ein vernünftiges Ergebnis zu verhandeln mit dem beide Seiten leben können dann gibt's halt Streik. Wenn ich mir das Ergebnis der Gewerkschaft anschaue das meine Gewerkschaft verhandelt hat, unter 1% Lohnerhöhung mit einer Laufzeit von fast 2 Jahren, dann kann ich nur sagen bei einer Inflation von ca 5% die wir zur Zeit haben schon etwas dürftig. bleibt es bei dieser Inflation dann bedeutet das 8% Reallohnverlust. Schön ist auch zu sehen wie schnell der mediale Angriff auf die GDL begonnen hat, das lässt tief blicken.

Verhandeln

Keiner von uns weiß doch was in den Gesprächen angeboten oder nicht angeboten wurde oder wie sie wirklich verlaufen sind. Ob der Streik daher gerechtfertigt ist oder nicht kann ich von außen nicht beurteilen.

Am Ende muss man doch festhalten das sich beide Seiten brauchen. Daher muss es doch im beiderseitigen Interesse sein, einen für beide Seiten vernünftigen Abschluss herbeizuführen!

Daher würde ich vorschlagen: Zurück an den Verhandlungstisch und verhandeln! Mit Streiks und Kampf-Rhetorik gibt es keinen neuen Abschluss!

rer Truman Welt

Interessant ist der Fokus auf die bösen, bösen Lokführer. Die Bahn hat ja angeboten, aber was bitte?
Die Bahn ist höchst systemrelevant und hat auch während der ganzen Pandemie funktioniert. Minimale Lohnerhöhungen für die nächsten Jahre in die Zukunft, die - nun sehen das auch die bisherigen Leugner einer solch schon lange absehbaren Entwicklung - mit bis in Richtung Zweistelligkeit heranreichenden Inflationsraten daherkommen werden, abzuschließen wäre grob-fahrlässig und töricht. Die Milliarden Verluste der Bahn kommen nicht durch vorstandsähnliche Bezüge der Lokführer, sondern solche an Vorständen der letzten 20 Jahre, die diese Misere wirklich verantworten und von der Politik letztlich bestellt wurden. Man denke nur an Mehdorn, der nicht nur die Bahn tiefer in die roten Zahlen getrieben hat, sondern auch an politisch zu "entsorgende" Politiker wie Profalla dem ein Pöstchen im Vorstand der Bahn besorgt wurde. Und für all das sollen die Lokführer jetzt Verzicht leisten?

08:30 von heribix Ich kann

08:30 von heribix

Ich kann mich Ihrem Kommentar nur voll und ganz anschließen.
Und mein Unverständnis darüber, das manch einer wohl den Sinn von " Gewerkschaft + Streik " aus den Augen verloren hat, äußern.

Schuster, bleib bei deinem Leisten

Wir brauchen nicht über die Managergehälter und die Boni sprechen, dann taucht das Totschlagargument „Neiddebatte“ auf. So wird jedes Aufmucken gegen die überhöhten Gehälter und Zusatzprämien der Manager unterbunden mit dem Hinweis: „Schuster, bleib bei deinem Leisten!"
Das Streikrecht nehmen die Pilotengewerkschaft in Anspruch. Die Lehrer und Erzieher streiken, soweit sie nicht verbeamtet sind. Das wird weniger hochgekocht. Warum? Bei der GDL gibt es keinen weichgespülten Interessenvertreter.
Wer glaubt, dass die Arbeitgeber zu Weihnachtsmännern mutieren, der sollte sich mit den Kämpfen der Gewerkschaften befassen

Öko-Mogelpackung Bahn

Warum kann denn dem Bahnpersonal kein anständiger Lohn gezahlt werden ? Weil die Bahn ein völlig unwirtschaftliches Unternehmen samt Öko-Mogelpackung ist. Wenn Züge ihren Fahrplan Tag und Nacht mit mehr
oder weniger bis gar keinen Fahrgästen hoch und runter abfahren, kann man sowas nicht gerade als umwelt- und klimafreundlich bezeichnen. Die ökonomisch ökologischere Lösung wären Sammel-Ruftaxis und Busse, die bedarfsangepaßt fahren und gleichzeitig viel mehr Service den
Fahrgästen bieten würden, wie z.B. die Oma direkt bis vor den
Supermarkt fahren und später den
ganzen schweren Wocheneinkauf samt Oma nach Hause fahren würden. Mit dem bisherigen ÖPNV geht das alles nicht. Daher bleibt es auch weiterhin beim eigenen Auto. Und wer keins hat, ist in dieser Servicewüste Deutschland arm dran.

Zeitweise durften Kommunisten nicht Lokführer werden.

Man traute ihnen zu, trotz Beamtenstatus zu streiken.
Das Problem hat man ja gelöst.

Und die Einheits-Gewerkschaft hat man erfolgreich entmachtet. Da ist es eigentlich geradezu Hoffnung spendend, dass da eine "Spartengewerkschaft" zeigt, dass die Idee der Interessenvertretung noch nicht ganz gestorben ist.

Pragmatisch

Eigentlich sollte doch eine schnelle Einigung möglich sein: Nach allem was man lesen kann liegt der Anteil see Lohnkosten bei der Bahn nur bei 10 bis 15%, man könnte also einfach die Löhne um 10% bei Laufzeit von 2 Jahren erhöhen, die Bahnpreise um 2% und schon wären die Bahnangestellten zumindest oberhalb der Inflation abgesichert und die Bahnpreise stiegen weniger als die Inflation. Das Ganze liesse sich auch gut den Bahnreisenden vermitteln, weil die Leute vernünftiger bezahlt werden müssen, kostet es halt auch ein bisschen mehr. Benzinpreise schwanken übrigens teilweise mehr als 10 Cent am Tag, oder man könnte die Lohnerhöhung durch wahrscheinlich nur 1 Cent Mineralölsteuererhöhungfinanzieren, das wäre dann noch umweltfreundlich und würde eh kaum auffallen.

durchzusetzen - und das auf Kosten aller „Nichtmitglieder“ seiner Organisation, also der gesamten Gesellschaft bzw. allen, die auf die Leistungen der Bahn angewiesen sind und die Folgen dieses „persönlichen“ Machtkampfs zwischen Einzelnen (er-)tragen bzw. irgendwie damit klarkommen müssen - handelt asozial.

ja OK, aber...

... wir haben immer noch Pandemie und da finde ich es ggü. den Reisenden und vor allem ggü. denjenigen, die als Pendler*innen von der Bahn abhängig sind, eine ungeheure Frechheit und extrem unsolidarisch! Die Züge sind sowieso schon viel zu voll zu den Stoßzeiten und die paar, die jetzt noch fahren, dürften "Super Spreader Events" werden. Nee, meine Sympathie hat die Gewerkschaft nicht!

08:49 von Meinung zu unserer Truman Welt

>>Interessant ist der Fokus auf die bösen, bösen Lokführer.<<

Wer erzählt denn so was ?

Bei Weselsky sehe ich rot!

Der Weselsky ist gelinde gesagt ein unmöglicher Typ - bei solch einer Pandemiesituation, wie wir sie in D haben, streiken zu lassen, ist unverantwortlich!: in den wenigen Zügen (Nah- und Fernverkehr), die die Bahn noch auf die Schiene bekommt, sind die Menschen eingepfercht, AHA-Regeln einzuhalten ist unmöglich. Und dann das Bahnmanagement dafür verantwortlich machen, seine perfide Strategie. Der Typ gehört verklagt (wegen Gefährdung der Bevölkerung in dieser Pandemielage), das ist meine Meinung, und schärferes schreibe ich nicht, sonst habe ich den roten Balken.

Ich hoffe

die GDL fährt jetzt eine härtere Verhandlungstaktik.

Anfangsforderung..... Stichtag heute.
1sten September, 0.1% mehr.... und dann wird das Mindestforderung, ohne Kompromissmöglichkeit.
Dann jede Woche... nochmal 0.1% mehr.... etc.... mal schauen wann die Bahn einlenkt.

Nicht jeder bekommt die Art

des freien Marktes, die er sich gewünscht hat.
Vor dem PrivatisierungsHype / BahnchefZeitalter waren Streiks bei der Bahn quasi unbekannt.
Nun haben wir Zustände wie damals nur in Nachbarländern.

08:51, NeNeNe

>>Wir brauchen nicht über die Managergehälter und die Boni sprechen, dann taucht das Totschlagargument „Neiddebatte“ auf. So wird jedes Aufmucken gegen die überhöhten Gehälter und Zusatzprämien der Manager unterbunden mit dem Hinweis: „Schuster, bleib bei deinem Leisten!"<<

Plädieren Sie denn für ein Absenken der hohen Gehälter? Meinen Sie, das würde den Beziehern niedrigerer Gehälter nutzen?

08:47 von peterpan25 //

08:47 von peterpan25

// Keiner von uns weiß doch was in den Gesprächen angeboten oder nicht angeboten wurde oder wie sie wirklich verlaufen sind.//
Naja, so stehts im Artikel:

**Nach gescheiterten Tarifverhandlungen hatten sich die GDL-Mitglieder in einer Urabstimmung für den Streik ausgesprochen. Die Bahn hatte der GDL zuletzt Lohnerhöhungen in zwei Schritten angeboten: 1,5 Prozent zum 1. Januar 2022 und 1,7 Prozent zum 1. März 2023, bei einer Laufzeit bis Ende Juni 2024. Der GDL reicht dies nicht aus. Sie fordert unter anderem frühere Lohnerhöhungen und einen Corona-Bonus von 600 Euro.**
Ist doch eigentlich eindeutig ?

// Mit Streiks und Kampf-Rhetorik gibt es keinen neuen Abschluss!//

Sind Sie zu jung und kennen Streiks nicht ?
Oder haben Sie den Sinn eines Streiks vergessen ?
Versuchen Sie mal, sich vorzustellen, wo
" wir " heute wären, wenn unsere Vorfahren nicht gestreikt hätten( für Arbeitssicherheit, Arbeitszeiten, mehr Lohn/ Gehalt usw. ) !

Der unzuverlässige Zug kann keine ökologische Alternative sein,

wenn er den Auftrag, die Mobilität zum angestrebten Ziel zu gewährleisten, nicht erfüllen kann. Das muss man auch den Grünen deutlich sagen. Denn eine weitestgehend gesicherte Mobilität ist auch in der sozial ökologischen Marktwirtschaft ein wesentliches Standbein für das Funktionieren unserer deutschen Lebensgrundlage, der Marktwirtschaft. Wenn die Zuverlässigkeit des Zugverkehrs nicht sichergestellt werden kann, wird der auf Mobilität angewiesene Bürger kaum auf eine verstärkte Nutzung dieses ökologisch unbedenktlicheren Verkehrsmittels umschwenken wollen.

Das sind neue Töne

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans kritisierte das Vorgehen der GDL. Wirksame Interessenvertretung setze voraus, "Kräfte zu bündeln und Verständnis bei den Reisenden zu gewinnen", sagte Walter-Borjans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Beides gelingt nicht, wenn die Beschäftigtengruppen der Bahn auseinanderdividiert und die Kunden durch praktisch unangekündigte Streikaktionen düpiert werden."
#
eines SPD Vorstand Sprecher. Bis jetzt war es immer so das die Politik sich aus Verhandlungen zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaften herausgehalten haben. Liegt das nun an den Wahlen im September?

08:54, krittkritt

>>Zeitweise durften Kommunisten nicht Lokführer werden.
Man traute ihnen zu, trotz Beamtenstatus zu streiken.
Das Problem hat man ja gelöst.

Und die Einheits-Gewerkschaft hat man erfolgreich entmachtet. Da ist es eigentlich geradezu Hoffnung spendend, dass da eine "Spartengewerkschaft" zeigt, dass die Idee der Interessenvertretung noch nicht ganz gestorben ist.<<

Den so genannten Radikalenerlass gab es wegen der Streikgefahr? Das ist ja mal eine ganz neue Deutung der bundesrepublikanischen Geschichte.

Und der klassenkämpferische Jubel, der dem CDU-Mitglied Weselsky und seiner Beamtenbund-Gewerkschaft entgegenschallt, lässt mich meine Wahlentscheidung überdenken. Ich werde dann wohl doch CDU wählen, die offensichtlich einzig wahre deutsche Arbeiterpartei.

GDL-Streik

Die Streikenden haben eben auch Recht. Der BDI alleine ist immer am jammern wenn es um höhere Löhne geht, sei es in der Autobranche oder sonst wo und zugleich bekommt der eine einen höheren Boni als der andere. Sicher ist es für die Fargäste nicht angenehm, aber dann sollten sie mal den Bahnbossen und der Politik auf Finger klopfen. Ich wünschte, ich hätte damals eine Gewerkschaft gehabt, die sich für mich und meine Mitarbeiter eingesetzt hatten, aber es war ja VERDI, da war nicht viel zu holen, da wir ja nur einen Betriebsrat gründen wollten. Zahlt endlich mal bessere Löhne, dann braucht man auch nicht zu streiken. Das Gejammere über die Gewerkschaften oder GDL ist einfach unsinnig. Komisch ist nur, die Preise steigen aber die Löhne nicht genug, das es für 2 Personen Einkünften kaum reicht und die Reichen machen sich noch reicher, weil viele zu wenige Löhne haben und sagen dann noch:"Sie sollen froh sein das sie Arbeit haben." Gut so GDL, weiter so.

@08:47 von peterpan25: Forderung und Angebot

"Keiner von uns weiß doch was in den Gesprächen angeboten oder nicht angeboten wurde oder wie sie wirklich verlaufen sind."

Die Zahlen sind bekannt.

Die GDL forder 1,4% Erhöhung (min. 50 Euro) ab dem 01.04.2021 und für das Jahr 2022 1,8%. Laufzeit des neuen Vertrages 28 Monate. Dazu eine Einmalzahlung von 600 Euro wegen Corona. Alle Bediensteten der Bahn, die noch einen Beamtenstatus haben, haben eine Coronasonderzahlung erhalten.

Die Bahn bietet für 2022 eine Erhöhung um 1,5% und für 2023 1,7%. Laufzeit des Vertrages 40 Monate. Keine Einmalzahlung.

"Ob der Streik daher gerechtfertigt ist oder nicht kann ich von außen nicht beurteilen."

Die Tarifverhandlungen laufen seit März. Wenn sich ein Arbeitgeben nicht bewegen will, bleibt den Arbeitnehmern nur der Streik.

Wir sprechen hier nicht von üppigen Forderungen, sondern von Forderungen deutlich unterhalb der Inflationsrate.
Selbst bei einer Inflation von 2% nimmt die Gewerkschaft 1% Kaufkraftverlust über die Laufzeit in kauf

Die Bahn sollte die GDL an den Verhandlungstisch...

.. bitten und sich dann zurücklehnen.
Mal sehen, welche Seite eher an Ihnen Grenzen stößt, wem eher eine öffentliche Zustimmung versagt wird.
Streik heißt ja nicht "wir streiken, ihr zahlt". Die Gegenseite kann ja auch auf ihren Standpunkt bestehen ... und die GDL- Mitglieder aussperren. Dann liegt der Druck nicht nur bei der DB.
Am meisten ärgert mich, dass es sich hier bei weitem nicht nur um eine Tarifauseinandersetzung handelt, sondern gewerkschaftspolitisch darum geht, der 2. Bahn-Gewerkschaft, der EVG, Mitglieder ab zu werben ... und zwar um jeden Preis. Dabei geht es um Verhandlungsrechte gegenüber der DB, also schlicht um Machtansprüche. Das eigentliche Tarifergebnis ist dabei höchstens (!) zweitrangig.
Auszubaden haben das die auf die DB angewiesen Kunden und die letztlich die Steuerzahler allgemein!
Und die Wirtschaft wird darüber nachdenken, ob die DB überhaupt noch als zuverlässiger Partner in Frage kommt. Im Zuge einer Verkehrswende ein Bärendienst.

ich empfehle einen

blick auf die seite der hessenschau. dort berichten drei angestellte der bahn von ihrem arbeitsalltag. alleine die erwähnung von einem 15 stunden tag, danach hotel, ohne frühstück (müssen angestellte der bahn selbst zahlen), nur um knappe 5 stunden später wieder zu arbeiten. familie, freunde, soziale kontakte? können sie abhaken. lokführer, die wegen überstunden schon seit drei jahren keinen familienurlaub mehr machen konnten, die kinder wenig oder gar nicht sehen. man versteht, dass diese menschen ihre arbeit nicht gewürdigt sehen, wenn andererseits app-entwickler boni kassieren für apps, die letztendlich nicht funktionieren...

@ sonnenbogen

Tja....DB, eine moderne Organisation.

Gerade ist die Bahn offensichtlich unschuldig.
Aber okay, Schlechtreden macht natürlich mehr Spaß.

08:59 von Nettie Befassen Sie

08:59 von Nettie

Befassen Sie sich mal mit dem Arbeits - und Streikrecht.

Streikrecht

Man hat manchmal den Eindruck, es sollten nur Menschen streiken, deren Fehlen niemanden stört. Bei den Lokführern bricht regelmäßig das große Gejammer los. Dann hätte man beim Beamtenstatus bleiben sollen. Dann bekämen sie netto auch mehr raus und um die Altersvorsorge gäbe es keine Diskussion.
Mein Opa war Lokführer in der guten alten Zeit. Der wohnte mit seiner Familie in einer sehr günstigen Wohnung der Bahn und konnte von seinem Gehalt 2 Kinder groß ziehen und war zufrieden (Auto, Urlaub).
Wie man das heute als Lockführer so macht, bei 2500€ brutto und den heutigen Mieten, frage ich mich schon. 3% bei einer ewigen Laufzeit sind der Witz. Wer will den Job? Die Arbeitszeiten kommen noch dazu, schließlich wollen wir auch nachts und am Wochenende Zug fahren.
Als die Bahn monatelang keinen Vorstandsvorsitzenden hatte fiel kein Zug aus, wenn 3 Stellwerkmitarbeiter gleichzeitig krank sind ist Chaos.

Verhandeln, aber dabber

Mit Streiks ist noch kein Abschluss erzielt worden, nur mit Verhandeln.

Wieder einmal das selbe, denn

Wieder einmal das selbe, denn wieder einmal müssen Unbeteiligte durch Streiks dafür büßen, dass ein sich selber bestens versorgtentes Management meinte, dem eigenen Fußvolk um seinen ihm zustehenden Anteil wieder einmal besch, betrügen zu können. Nun versucht man schnell den von der genannten Tatsache ausgehenden Gewerkschaftsführer als schwarzen Peter den betroffenen Bahnkunden zu präsentieren. Doch auch dieses fiese Spiel der Bahndirektion ist nicht neu. Wann werden diese wahren Streikauslöser, die meinen, die in ihrer Welt vorkommenden Mitarbeiter mit Brosamen abspeisen zu können, selbst aber an ihren Fleischtöpfen fast ersticken, endlich zur Verantwortung gezogen?

"aber es ist doch Pandemie!"

Ich freue mich, dass die meisten die besondere Situation differenziert betrachten:

Nein, dass der unbeteiligte Bürger betroffen ist, darf keine Rolle spielen, weil sonst ja niemand aus dem II. Sektor streiken dürfte.

Ja, dass eine Pandemie eine absolute Ausnahmesituation ist, in der die oben genannte Regel möglicherweise nicht gilt, ist zu bedenken.

Überspitzt: Genau NULL Leute hätten Verständnis gehabt, wenn die Angestellten der Impfstoffhersteller im letzten Frühjahr gestreikt hätten ...
_

@08:53 von Björn H.: weniger bis gar keinen Fahrgästen

"Wenn Züge ihren Fahrplan Tag und Nacht mit mehr
oder weniger bis gar keinen Fahrgästen hoch und runter abfahren, kann man sowas nicht gerade als umwelt- und klimafreundlich bezeichnen."

Dann verstehe ich die Aufregung über den Streik nicht. Wenn die Züge eh nur von ganz wenigen Menschen genutzt werden, wie Sie behaupten, wird ja fast niemand durch den Streik am Reisen gehindert.

"Die ökonomisch ökologischere Lösung wären Sammel-Ruftaxis und Busse, die bedarfsangepaßt fahren und gleichzeitig viel mehr Service den
Fahrgästen bieten würden, "

Ein ICE hat ja nach Länge zwischen 444 und 918 Sitzplätze.
Selbst wenn so ein Zug nur zu 20% besetzt ist, stellt sich mir die Frage wie viele Sammeltaxis sollen sich denn da auf den Weg machen, um 90 bis 184 Personen ans Ziel zu bringen? Die Reisezeit eines ICEs erreicht man mit einem Taxi nur im Traum.
Oder schaffen Sie die Strecke HH - MÜ in 6 1/2 Stunden mit dem Auto?

@ krittkritt

Zeitweise durften Kommunisten nicht Lokführer werden.

Kann ich verstehen. Bei uns in der DDR war es ähnlich, ein Lokführer musste in der Betriebskampfgruppe sein. Und Streikrecht gab es naturlich auch nicht.

Deshalb ist das "Angebot" der Bahn ja so frech!

@09:00 von Wolf1905
Ohne den von Ihnen geschilderten Coronahintergrund würden sie ein vernünftiges Angebot machen, bzw. das ohnehin schon recht mäßige Angebot der GDL annehmen.
Ich habe gerstern im ÖR Rundfunk gehört, dass italiensche und französische Lokführer ohnehin um ca. 25% mehr verdienen als deutsche.

09:00 von Wolf1905 Warum

09:00 von Wolf1905

Warum werfen Sie das alles nicht den Verhandlungsführern der Bahn vor ? Die sind an der Lage " nicht unschuldig ".
Warum hauen Sie auf die Gewerkschaft ein ? Die tun das, wofür sie gewählt wurden.

Vielleicht lesen Sie den Artikel noch mal, ich kann den nicht komplett hier rein kopieren.

ich bin erstaunt

Ich habe mich in diesen Thread eingeklickt und eigentlich das seit Tagen übliche Eindreschen auf die raffgierigen Gewerkschafter erwartet, aber jetzt lese ich verständnisvolle Beiträge und nur einen einzigen Kommentar, der die unterirdische Hetze von den unverantwortlichen "Pandemietreibern" bedient, die man eigentlich wegen Körperverletzung verklagen müsste. Hat sich hier etwa das Stimmungsbild gewandelt, oder liegen die "freie Bahn für freie Bürger"-Fans noch im Bett?
Ich drücke ein weiteres Mal meine Unterstützung für diesen Streik aus und hoffe, den Medienprofis auf der Arbeitgeberseite gelingt es nicht mehr, mit ihren "Geiselhaft"-Parolen üble Stimmung gegen die GdL zu machen.

@sonnenbogen um 09:01

Wenn Sie meinen, mit solch einer Strategie erfolgreich zu sein, täuschen Sie sich aber gewaltig!
Nur mal hypothetisch (weil die Bahn sowas nicht durchziehen würde, der Druck aus allen Richtungen wäre viel zu groß): die Bahn lenkt nicht ein und lässt so lange streiken, bis der GDL das Geld ausgeht - was dann?
Weselsky spielt sein persönlich ausgerichtetes perfides Spiel, speziell gegen die EVG, um sich als der „bessere Verhandlungsführer“ darstellen zu können.
Nichts gegen Gewerkschaften und Streiks, wie es z. B. auch in der Metall- und Elektroindustrie immer wieder mal der Fall ist: da wird auch mit harten Bandagen gekämpft, aber es erscheint mir vernünftiger dort abzulaufen. Warum? Weil es in den darin organisierten Firmen Betriebsräte gibt, die auch ein Auge auf einen für die Firmen vernünftigen Abschluss geht.
Bei der Bahn ist das viel einfacher: alles, was da kommt, zahlt der Staat, also wir, und die Bahnkunden.

Daseinsvorsorge

Der ÖPNV ist nach wie vor Teil der Daseinsvorsorge. Leider haben unsere Damen und Herren Volksvertreter es massiv versäumt, bei der, nennen wir es mal Schein-Privatisierung der Bahn genau das in Stein sprich in ein entsprechendes Gesetz zu meißeln. Damals hätte bereits festgelegt werden müssen, dass der Bahnbetrieb immer sicher gestellt ist und nicht durch Streiks oder ähnliches behindert wird.
Tja, leider verpennt! Die nächste Regierung wird sich u.A. daran messen lassen müssen, ob sie endlich willens ist, Streiks im ÖPNV im Sinne der Daseinsvorsorge endgültig zu verbieten. Im Gegenzug muss natürlich eine vernünftige Bezahlung der entsprechenden Bereiche gesichert sein und die Gehälter z.B. an die Abschlüsse des öffentlichen Dienstes geknüpft werden. Oder halt eben eine andere pragmatische Lösung gefunden werden.
Diese unverantwortliche Streikerei der GdL ist auf keinen Fall hinnehmbar und es bleibt zu hoffen, dass die Gerichte dem ein baldiges, endgültiges Ende bereiten werden.

@ Meinung zu unserer ...

.. Zitat: "Die Bahn ist höchst systemrelevant und hat auch während der ganzen Pandemie funktioniert..."
Richtig. Die Bahn ist in einem Umfang gefahren, der wirtschaftlich eigentlich nicht zu vertreten war und ist. Nicht weil sie wollte, sondern auf Weisung des Eigners musste.
Das hieß und heißt auch bei der DB: Leere Züge, leere Kassen. Dazu noch die Kosten der Flutkatastrophe.
In der Industrie ist da selbst Gehaltsverzicht (!) ec. nicht unbekannt, auch in Deutschland, auch mit Zustimmung der zuständigen Gewerkschaften und der Betriebsräte.
Nur weil der Bund Eigner ist, heißt das ja nicht, dass die Geldquelle ewig sprudelt. Man muss es sagen wie es ist: Letztendlich zahlt jeder einzelne Steuerzahler die Rechnung mit, denn die DB wird selbst milliardenschwer Subventioniert.
Auch für andere Arbeitnehmer geht es im Angesicht leerer Kassen auch ein paar Prozent in den Keller.
Wer immer nur sich in den Vordergrund stellt, steht irgendwann alleine da.

@ krittkritt

Und die Einheits-Gewerkschaft hat man erfolgreich entmachtet.

In der DDR haben wir mit Einheitsgewerkschaften keine guten Erfahrungen gemacht. Die Gererkschaft war immer einer Meinung mit der SED-Führung und der Planungskommission.

Rechtzeitige Kommunikation…

… wäre schön (gewesen). Gerade bei der Planung der Rückreise alleinreisender Jugendlicher. Da ist die Umplanung aus der Ferne nur schwer möglich. Zusätzliche Übernachtungen, Umbuchung oä. werden in dem Fall zu einer Herausforderung - besonders, wenn es so kurzfristig kommuniziert wird. Eine Benachrichtigung seitens DB (vgl. Verspätungs-Mail) gab es noch keine. Die Konkurrenz zeigte sich nun deutlich besser in dieser Disziplin.

Dieser Streik kam zu schnell - geht es nur im Weselsky ?

Bei allem Verständnis für die Interessen der Bahnbediensteten, kam mir der Streik 'zu schnell'.
Ich habe nicht den Eindruck, dass die GDL gründlich und mit Einigungswillen verhandelt hat.

Hat Weselsky mal wieder eine öffentlichkeitswirksame Rechtfertigung für seinen Posten als GDL-Führer gebraucht und macht Marketing für seine Spartengewerkschaft auf dem Rücken der Fahrgäste und der anderen Bahnbediensteten ?

Ein Kompromiss muss auch ohne Streik möglich sein.
Nur wenn sich die Bahn taub stellt, kann dieses Mittel benutzt werden.

Was soll's,

Gewerkschaften dürfen streiken und ich fahre nicht mit der Bahn.

Seid nett zueinander...

Herr Walter-Borjans meint: "Kräfte bündeln und Verständnis bei den Reisenden... gewinnen."
Und weiter:
"Beides gelingt nicht, wenn die Beschäftigten Gruppen der Bahn auseinanderdividiert und die Kunden...düpiert werden".
So sind sie die Sozis, streiken ja, aber bitte so, dass es keine Unannehmlichkeiten für Dritte gibt. So ein Mix zwischen Streik und Kuscheln halt.
Ganz toll sein Satz:
"Wir brauchen eine leistungsfähige Bahn mit attraktiven Arbeitsbedingungen."

Wenn die SPD mit in der Regierung wäre, sähe es vermutlich anders aus (Ironie off).

die Kritik am Vorgehen der GDL?

Warum nicht an dem Vorstand der bahn der sich selber massenhafte Erhöhungen bewilligt aber die guten leistungsbereiten Arbeitnehmer nicht für ihre verdienste anständig bezahlen will.

Ein

Tarifvertrag fuer die Jahre 2022 und 2023 anzubieten, bei unbekannter Inflation, unbekannter CO2 Abgabe, unbekannten Steuern, Abgaben, Umlagen, Zuschlägen.... ist eine Frechheit und sollte mit ALLEN Mitteln verhindert werden.

Mehr Gerechtigkeit bei der Belohung....

für die gemachte Arbeit ist heute notwendiger als gestern! Wenn ein Aufsichtsratsvorsitzender Millionen im Jahr verdient, ehrlicher gesagt, "erhält", dann muß ein Zugführer mindestens 10.000,-EUR oder mehr verdienen! Es kann nicht sein, daß solche verantwortungsvollen Tätigkeiten, wo auch Menschenleben auf dem Spiel stehen, nicht zeitgemäß belohnt werden, im Gegensatz zu einem Aufsichtsratsvorsitzenden, der eine solche Verantwortung nicht trägt!

- handelt asozial.

von Nettie @
Der Streik ist die Schuld der Arbeitgeber.

@ um 09:03 von fathaland slim

Vielleicht brauchen wir aber dringend eine Gierdebatte.
Auch aus Klima - und Umweltschutzgründen.

@fathaland slim um 09:03

Sie fragen
„Plädieren Sie denn für ein Absenken der hohen Gehälter?“
Würde ich nicht plädieren (bringt nix, nicht mal als ein Zeichen), denn diese sind im Vergleich zu den Gehälter der DAX-Vorstände eher niedrig - oder für was plädieren Sie denn?
„Meinen Sie, das würde den Beziehern niedrigerer Gehälter nutzen?“
Gute Frage zur ersten Frage, und da sage ich nein, es würde nichts bringen! Wenn man bei den Vorständen (7 Personen sind es) im Jahr 2 Mio. Euro einsparen und nicht nur auf die Zugführer, sondern auf alle Bahnangestellten umlegen würde (nur in D sind das ca. 211.000), macht das unter dem Strich ein paar Cents pro Monat aus - das sind wirklich die berühmten Peanuts.

Bei den Preissteigerungen

die wir zur Zeit erleben, finde ich das gerechtfertigt, denn es bleibt ja nicht so, sondern geht weiter.
Billiger ist es meist nie wieder geworden.
Die Fahrpreise der Bahn sind auch nicht unbedingt billig, ich hab auf anderer Deutschen Seite, gestern mal die Löhne und Gehälter gelesen, die ja meist hier in den Artikeln bei TS fehlen.
Auch wenn die nicht gerade klein sind, viele Branchen haben wesentlich weniger, finde ich den Streik richtig.
Ich nehme an das andere Branchen auch streiken werden, weil die jetzigen Löhne die Inflation nicht ausgleichen können.
Es kommen Wahlen, und man könnte mal nachdenken, was man wählt, vorher sollte jeder in seine Geldbörse schauen.

Individualverkehr statt Bahn

Ich bin schon früher fast nie mit Bus und Bahn gefahren. Von Stuttgart nach Frankfurt Flughafen war aber schon mal drin.

Auch in Richtung Köln/ Düseldorf war das eine Alternative, vorausgesetzt man hatte nur in der Innenstadt zu tun.

Ansonsten ist das Auto immer die besser Alternative.

Trotzdem bin ich natürlich froh, wenn möglichst viele Menschen mit Bus und Bahn fahren.

Dann ist auf den Straßen weniger los.

Das darf dann ruhig auch etwas mehr kosten.

Ich kann gut nachvollziehen, dass man bei der Bahn mehr verdienen möchte. Die Menschen dort werden alle viel zu schlecht bezahlt.

Allerdings ist das Personal auch oft viel zu schlecht ausgebildet dort.

Das eine hat sicher mit dem anderen zu tun. Höhere Gehälter= besseres Personal.

@09:08 von schiebaer45

"Bis jetzt war es immer so das die Politik sich aus Verhandlungen zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaften herausgehalten haben. Liegt das nun an den Wahlen im September?" Sie haben Recht. Ich glaube die SPD hat vergessen, wer sie damals gewählt hatte und warum sie im Keller sind. Wie war das noch, was Herr Heil meinte mit anständigen Tariflöhnen? Die anständigen Tariflöhne müßen erst mal geschaffen werden.

@ schiebaer

Nein, das liegt daran, weil SPD und Gewerkschaften immer tiefer in die hausgemachte Sackgasse einer BGE-losen Gesellschaft und Wirtschaft geraten. Industrierevolution 4.0 funktioniert nun mal nicht ohne Bedingungsloses Grundeinkommen, mit dem unzählige Schieflagen bis hin zum Dumping-Lohn für Bahnpersonal ausgeglichen werden könnten, bis dann durch eine entsprechende Geldgesamtvolumenaufstockung aus der EZB-Notenpresse zur BGE-Finanzierung auch genügend Geld für anständige Löhne vorhanden wäre.

GDL-Streik: Erneut bundesweite Ausfälle und Verspätungen...

Wie sollte es auch anders sein ? Ein Streik muss doch Auswirkungen haben, sonst ist er keiner. Bahnsprecher Achim Stauß verlangt von der Gewerkschaft "die Rückkehr an den Verhandlungstisch". Er sagt nicht, daß es seit dem 7. Juni kein neues Angebot des Vorstandes der Bahn gibt. Und "die SPD kritisiert die GDL". "EVG und GDL sollten an einem Strang ziehen". Wie soll das gehen, wenn die eine Gewerkschaft Tarifabschlüsse nahe Null-Prozent macht und den Verzicht auf die Betriebsrente signalisiert. Was aber wäre denn auch wenn andere Gewerkschaften ähnlich kämpferisch wären ? Das wäre schlecht für die Vorstände und gut für die Beschäftigten.

Das Bahn-Management hat Schuld

Hier wird auf die GDL geschimpft, sie würde den Streit auf dem Rücken der Fahrgäste austragen, Corona nicht berücksichtigen usw.
Das kann man ebenso auf das Bahn-Management übertragen: Es nutzt brutal die Situation aus, um dem Personal nicht die fairen Lohnerhöhungen zu geben. 40 Monate? Das ist definitiv unverschämt.
Wie viel Geld bekommen die eigentlich im Management? Klar, ihr Job ist es, für Gewinne zu sorgen. Und klar, jeder Mitarbeiter, der weniger bekommt, bringt weniger Verluste.
Und klar, dann werden jetzt die Lokführer zu Bösewichten erklärt. Das ändert aber nichts daran, dass das Bahn-Management hier die Ursache des Problems ist.

Ein Streik ist schlimm für Deutschland, weil man -im Gegensatz zu Frankreich - lieber nur schimpft, als für seine Rechte auf die Straße zu gehen oder zu streiken, beides sind sogar Grundrechte, hart erkämpft. Wer sie negiert, redet und handelt gegen unser Grundgesetz.
In Frankreich wird übrigens mehr gestreikt.

@09:13 von H. Hummel: Bärendienst

Durch den Streik macht die DB AG große Verluste, weil die Einnahmen der ausgefallenen Züge fehlen.

Es wird nicht lange dauern, dann übersteigen die Verluste, die Forderungen der Gewerkschaft. Dann hat sich der DB Vorstand einen Bärendienst geleistet.

So viel verdienen Bahnangestellte

So viel verdienen Beschäftigte der Deutschen Bahn je nach Berufserfahrung und konkreter Aufgabe pro Jahr – Zulagen und Weihnachtsgeld inklusive:

• Lokführer: 44.000 bis 52.500 Euro
• Fahrdienstleiter: 36.000 bis 54.500 Euro
• Zugbegleitdienst (Kundenbetreuer, Zugbetreuer, Zugchef): 37.000 bis 50.000 Euro

Quelle: T-Online

Da sind doch wohl Lokführer gut bezahlt, oder?

Ich habe das in Bayern sozusagen "live" mitbekommen.

@09:09 von fathaland slim
Gerade die "Sicherheit" wurde nicht nur diskutiert, wenn unzuverlässige "Elemente" an Schlüsselstellen der Wirtschaft geraten.
Und dass ausgerechnet Sie die verschiedenen Wahlprogramme nicht zur Kenntnis nehmen, nimmt Ihnen hier im Forum niemand ab.
Was die Parteimitgliedschaft betrifft, habe ich gelernt, individuell zu urteilen. Einer, der hier in Bayern den CSU-Sumpf der letzten Jahre ausführlich recherchiert und veröffentlicht hat, Wilhelm Schlötterer, ist z.B. nach wie vor CSU-Mitglied.

@fathaland slim

Darf ich fragen, warum Sie sich so für das Bahnmanagement und seine üppigen Bezüge ins Zeug legen? Ich verstehe es wirklich nicht.

@Björn H., 08.53h

Lesen Sie eigentlich, was Sie schreiben?
Sie bemängeln, dass Züge Tag und Nacht ohne Rücksicht auf die Fahrgastzahlen fahren und lösen dann dieses angebliche Problem mit Sammeltaxis für die Oma zum Einkaufen.
Die Bahn hat eine Beförderungspflicht, so wie der Postbote wegen eines einzigen Briefes in die entlegenste Örtlichkeit gehen/fahren muss.

09:16 von aua am popo Wo

09:16 von aua am popo

Wo sehen Sie die " Unschuld " der Bahn ?

In anbetracht der wirtschaftlichen Lage der Bahn....

….sollte dieser Streik eigentlich unterbleiben.

Nun findet er dennoch statt - als Machtprobe der GDL.

Die Politik hat vor einiger Zeit ihr Tarifeinheitsgesetz durchgedrueckt.

Mit dem Ziel, kleinere, schlagkraeftige Gewekschaften auszubooten zugunsten von groesseren, die meist kaum etwas durchsetzen fuer ihre Leute..

Das raecht sich nun.

Die Fahrgaeste sollten daher nicht nur auf die GDL fluchen.

Sondern auch auf die Groko, die in ihrem bestreben, Gewerkschaftlichen Einfluss zu reduzieren, die folgen nicht bedacht hat.

@ um 09:04 von ich1961

„Versuchen Sie mal, sich vorzustellen, wo
" wir " heute wären, wenn unsere Vorfahren nicht gestreikt hätten( für Arbeitssicherheit, Arbeitszeiten, mehr Lohn/ Gehalt usw. )!“
Und zwar immer gegen den Widerstand der Arbeitgeber, der Kirche, der Regierung und der bürgerlichen u/o rechten Parteien a la CDU, CSU, FDP und AfD.
Und viele Gewerkschaftsmitglieder wurden dabei von der Gegenseite bei Streiks ermordet.

@baumgart67 um 08:54

Sie schreiben u. a. „Eigentlich sollte doch eine schnelle Einigung möglich sein: Nach allem was man lesen kann liegt der Anteil see Lohnkosten bei der Bahn nur bei 10 bis 15%, man könnte also einfach die Löhne um 10% bei Laufzeit von 2 Jahren erhöhen, die Bahnpreise um 2% und schon wären die Bahnangestellten zumindest oberhalb der Inflation abgesichert und die Bahnpreise stiegen weniger als die Inflation.“
Was glauben Sie denn, wie andere Gewerkschaften (z. B. IG Metall, IG Bau, IG Chemie) auf solch ein Abschluss reagieren würden (für ihren Geltungsbereich)? Das hätte Konsequenzen, und die Inflation würde in kürzester Zeit rasant ansteigen - dann ist nix mehr mit dem Euro!

„Das Ganze ließe sich auch gut den Bahnreisenden vermitteln, weil die Leute vernünftiger bezahlt werden müssen, kostet es halt auch ein bisschen mehr.“
Es kostet sowieso schon jedes Jahr mehr! Immer im Herbst kommen die Preiserhöhungen!

Der Vorschlag von Ihnen ist eine „Milchmädchenrechnung“.

09:14 von suomalainen

>>dort berichten drei angestellte der bahn von ihrem arbeitsalltag. alleine die erwähnung von einem 15 stunden tag, danach hotel, ohne frühstück (müssen angestellte der bahn selbst zahlen), nur um knappe 5 stunden später wieder zu arbeiten. familie, freunde, soziale kontakte? können sie abhaken. lokführer, die wegen überstunden schon seit drei jahren keinen familienurlaub mehr machen konnten, die kinder wenig oder gar nicht sehen. <<

Die richtige Misere der Bahn begann seinerzeit unter rot/grün, als Herr Mehdorn die Bahn börsenreif machen sollte und eine Schneise der Verwüsung hinlegte und dafür Millionen kassierte.

Streiks sind immer unangenehm, vor allem, weil es nicht die trifft, die es treffen sollte, sondern die Passagiere dürfen leiden.

Wofür bekommt Bahn-Management viel Lohn?

Anstatt bei den Lokführern Einsparungen vorzunehmen, sollten das Bahn-Management endlich etwas für ihren Lohn machen und die Bahn besser aufstellen z.B. pünktlicher machen. Dann würde ich übrigens wieder mehr Bahn fahren, anstatt das Auto zu bemühen, weil ich nunmal pünktlich am Ziel sein muss.
Übrigens: Es gibt keine Neid-Debatte, den Begriff haben gewiss Manager ins Spiel gebracht, um das gerechtfertigte Hinterfragen der hohen Manager-Gehälter in Bezug zur Leistung zu diffamieren.
Manager und sogar deren Boni muss man aber hinterfragen, wenn die Bahn so schlecht ist, wie vor 10 Jahren. Und daran haben die Lokführer wie auch die anderen Mitarbeiter keine Schuld.
Also: Wofür bekommt das Bahn-Management so viel Geld?

@Wolf1905, 09.00h

In meinen Augen schlachten Sie das falsche Schwein.
Nicht Wesselsky ist der eigentlich Verantwortliche, sondern die Bahnvorstände.
Diese betonen immer wieder, dass man nahe beieinander läge.
Was hindert sie also daran, zusammenzukommen?
Auf eine Neiddebatte wegen der Geälter gehe ich nicht ein.
Ein Bürgermeister bekommt auch mehr als eine Angestellte in der Verwaltung.
Das gilt auch für die freie Wirtschaft.

Am 12. August 2021 um 08:54 von baumgart67

Das Ganze liesse sich auch gut den Bahnreisenden vermitteln, weil die Leute vernünftiger bezahlt werden müssen, kostet es halt auch ein bisschen mehr. Benzinpreise schwanken übrigens teilweise mehr als 10 Cent am Tag.
___
Eine Erhöhung der Fahrpreise wird so oder so kommen. Wobei man vonseiten der Bahn gerne mal etwas für Service, Sauberkeit, Zuverlässigkeit, Technik uvm. tun könnte, als immer nur nach mehr Geld zu schreien.
Natürlich gibt es keinen passenden Zeitpunkt für Streiks; in Anbetracht dass wir uns z.Zt. in einer schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation befinden und die Mitglieder der GDL nun wahrlich nicht am unteren Teil der Lohnskala zu finden sind, halte ich die Aktion jedoch für überzogen. Die Kritik an den Vorstandsgehältern halte ich dann für berechtigt, wenn schlechte Arbeit geleistet wird, was ich hier leider nicht wirklich beurteilen kann.

von fathaland slim 09:03

Das ist wirklich ein argumentatives Meisterstück für die Rechtfertigung der Managergehälter. Aber warum benennen Sie da keine Fakten über die Höhe ?
Und wie würden Sie sich verhalten, wären Sie Bahnbeschäftigter ? Würden Sie Nullrunden und den Verlust der Betriebsrente ohne Streik akzeptieren ?

09:22 von Kambrium2 // Wieder

09:22 von Kambrium2

// Wieder einmal das selbe, denn wieder einmal müssen Unbeteiligte durch Streiks dafür büßen, dass ein sich selber bestens versorgtentes Management meinte, dem eigenen Fußvolk um seinen ihm zustehenden Anteil wieder einmal besch, betrügen zu können.//

Das ist doch bei jedem Streik so, egal ob die " Metaller " streiken oder ÖPNV oder Krankenpflegepersonal oder oder oder. Aber wenn es nicht so wäre, bräuchte es das Streikrecht nicht geben, dann würden Streiks 0,00 bringen.

@aua am popo, 09.20h

...und wenn sie nicht gestorben sind, dann verhandeln sie immer noch.

Am 12. August 2021 um 09:01 von FritzF

Nicht jeder bekommt die Art

des freien Marktes, die er sich gewünscht hat.
Vor dem PrivatisierungsHype / BahnchefZeitalter waren Streiks bei der Bahn quasi unbekannt.
Nun haben wir Zustände wie damals nur in Nachbarländern.
___
Eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Wäre nämlich eine Privatisierung wirklich erfolgt, hätte es viel mehr Privatbahnen gegeben. Die wenigen, die es gibt, sind zuverlässiger, pünktlicher, streikunabhängiger, sauberer u. serviceorientierter. Für den Niedergang der Flexbusse, die zuverlässig und kostengünstig waren, hat die Bahn natürlich auch gesorgt.
Sie gehören bestimmt auch zu den Bürgern, die die Art unseres Rentensystems kritisieren. Auf der anderen Seite würden Sie am liebsten alle Bahnangestellten wieder im Beamtenstatus sehen. Komisch.
Im übrigen IST die Bahn quasi nicht privatisiert, sondern ist zu 100% im Besitz des Bundes, also in UNSEREM Besitz und WIR müssen de facto mit UNSEREN Steuern das miese Bahnsystem unterha

DB Streik

Jedesmal das gleiche Theater. Der prozentuale Abschluss steht doch schon fest. Bis man jetzt das DB Angebot hochhandelt und Die Gewerkschaft runter.
Streik gibt es nur noch ab 2% Unterschied.

09:19, dr.bashir

>>Man hat manchmal den Eindruck, es sollten nur Menschen streiken, deren Fehlen niemanden stört. Bei den Lokführern bricht regelmäßig das große Gejammer los. Dann hätte man beim Beamtenstatus bleiben sollen. Dann bekämen sie netto auch mehr raus und um die Altersvorsorge gäbe es keine Diskussion.<<

Ja, die Lokführer und Stellwerker hätten Beamte bleiben müssen. Schließlich ist die Bahn ein Unternehmen der Daseinsvorsorge, was meiner Ansicht nach eine hoheitliche Aufgabe darstellt.

Aber man wollte ja an die Börse.

Die politisch gewollte Prekarisierung der Arbeitswelt in Verbindung mit der ebenfalls politisch gewollten Zersplitterung der Gewerkschaftsbewegung fällt uns jetzt auf die Füße. Das, was wir gerade erleben, ist eine Folge des von neoliberalen Ideologen betriebenen Umbaus der Arbeitswelt. Der bittere Witz dabei ist, daß wesentliche Teile dieses Umbaus unter einem SPD-Kanzler geschahen. Neuerdings kommen jetzt die Arbeiterführer mit CDU-Parteibuch daher...

@ heribix

Was mich betrifft stehe ich voll hinter den Streikenden

Dann stehe ich glaube ich mal hinter der Bahn. Meinetwegen auch voll.

@ sonnenbogen

Zitat: "Dann jede Woche... nochmal 0.1% mehr.... etc.... mal schauen wann die Bahn einlenkt."
#
... oder anders, mal sehen, wann der GDL nach einer Aussperrung ihrer Mitglieder das Geld ausgeht.
Wenn die DB nicht politisch gezwungen (!) wird, sitzt sie diesbezüglichch eindeutig am längeren Hebel.
Warum sollen denn nicht mal die Arbeitgeber die Muskeln spielen lassen?
Man muss dieser Gewerkschaft doch auch einmal entgegentreten. Wozu sonst Tarifverhandlungen? Dann kann man doch gleich dem Diktat beugen und deren Forderungen überweisen.
Ich denke jedem ist seine Arbeit mehr wert. Aber gerade bei der DB wird dieser Wert seit langem nicht mehr produziert.
Und die Vorstände genießen auch in der übrigen Wirtschaft Vorteile von denen Arbeitnehmer nur träumen ... neu ist das nicht. Wenn das als Streikgrund herhalten muss, kann Deutschland zu machen.

Sargnagel

Ein weiterer Sargnagel für die Idee einer Bahn für alle. Wie soll die Bahn in der öffentlichen Wahrnehmung als alltagstaugliches Verkehrsmittel wahrgenommen werden, wenn sie regelmäßig in Geiselhaft einiger weniger genommen werden kann. Es war ein Fehler die Bahn zu privatisieren. Die Politik ist hier gefordert zu handeln oder die Bahn wird keine Zukunft als Verkehrsmittel der Energiewende haben.

Wann passt es denn, bitteschön?

Streik ist kein Vergnügungsplan, sondern Kampf um Rechte und Verbesserungen im Arbeitsleben und in der Altersversorgung. Wer das den jetzt Streikenden absprechen will, ist - mit Verlaub- ein egozentrischer Naivling. Wann passt ein Streik? In der Dienstleistungsbranche haben wir viel Gefälle mit Konditionen und Zuständen. Dass da die Abstimmung in einer Gewerkschaft Zustimmung zum Streik signalisiert, ist demokratisch und rechtlich einwandfrei. Ich kann hingegen die Nörgler und Moralisten nicht verstehen, die aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dagegen Sturm laufen. Gibt es von deren Seite an anderer Stelle griffige Unterstützung, wenn eine ganze Branche im Missverhältnis dümpelt? Die Moralkeule schwingen diese Hallodris besser gegen jene, die nichts bezahlen wollen und doppelten Einsatz verlangen. Ja, auch die Tickets sind viel zu billig verkauft, wenn man betriebswirtschaftlich und ausgewogen Einnahmen und Ausgaben plant. Die Blindfische sollten hier überall ihre Optik schärfen!

Am 12. August 2021 um 09:03 von fathaland slim

Plädieren Sie denn für ein Absenken der hohen Gehälter? Meinen Sie, das würde den Beziehern niedrigerer Gehälter nutzen?
___
Ich finde, man muss die Gehälter von Vorständen, Managern, Konzernchefs usw. vor dem Hintergrund ihrer Erfolge sehen. Wer erfolgreich ein Unternehmt führt, es für die Zukunft fit macht, modern und aufgeschlossen für den "Mehr"-Wert des Betriebes arbeitet, der sollte - auch im internationalen Vergleich - sehr gut bezahlt werden; gegebenenfalls auch mit Sonderzahlungen bedacht werden. Diese guten bzw. Sonderzahlungen sind aber eben vom ERFOLG abhängig. Bei Nichterfolg müsste die Möglichkeit bestehen, Zahlungen zu kürzen und sich schnell ohne Abfindungsleistung zu trennen. Das ist nämlich das, was mich (und ich glaube, nicht nur mich )immer am meisten ärgert.

Streikrecht?

Es sei noch mal betont. Die Fragen sind ernst gemeint und sollen keine Antwort suggerieren.

Wenn man eine Verkehrswende will, dann ist es notwendig einen Weg zu finden, der einen verläßliche ÖPNV sichert.

Aber wie? War Privatisierung wirklich der richtige Weg?
Wie kann man Kolateralschäden bei Wahrung des Streikrechtes in den Griff bekommen?

Und ist es wirklich unmöglich, die geldsüchtigen Mamager der Bahn in den Griff zu bekommen. Wenn zwei sich streiten, sind häufig beide Schuld.

In der Pandemie Situation droht durch überfüllte Züge eine Bescheunigung der Virusausbreitung. Gab es wirklich keine Möglichkeit den Wahnsinn zu stoppen. Wie sieht es rechtlich mit einer Ausetzung des Streiks unter Pandemiebedingungen aus?

Also auch ich bin für gerechte Bezahlung und notfalls

auch Streik. Aber in einer Zeit wie dieser.
Wenn man bedenkt das gerade das Klima der Welt zugrunde geht, die Pandemie wieder Fahrt aufnimmt, habe ich keinerlei Verständnis für ein solches Vorgehen.
Nun einer Machtdemonstration wegen jetzt zu streiken ist für mich ein Angriff auf alle.
Auch auf die, die nicht direkt davon betroffen sind.
Ich würde sogar soweit gehen, das es versuchter Totschlag ist. Wenn ich mir die
Züge anschaue . Voll bis zum Anschlag. Ich kann erkennen ob meinem gegenüber Haare in der Nase wachsen.
Ich bin nicht für Staatsgewalt, aber hier muss ganz ganz dringend eingegriffen werden und die Verantwortlichen für diese Situation bei der Bahn und bei der GDL zur Rechenschaft gezogen werden.
Für mich ist das ein bewusstes Inkaufnehmen von Todesfällen. Das ist schlichtweg strafbar.

um 08:28 von sonnenbogen

Tja....
DB, eine moderne Organisation.

„Alle reden vom Wetter. Wir nicht. Wir fahren immer.“
--------------------------
Thema verfehlt!

Keine SchönWetter Gewerkschaft

Ich finde den Streik der GDL richtig, auch wenn er gerade unpassend kommt. Zum einen ist die EVG eine unternehmensnahe Gewerkschaft, was den Namen eigentlich nicht verdient. Zum anderen vertritt m.E. die GDL die wirklichen Interessen der AN. Wenn wirklich an die Betriebsrenten rangegangen werden soll, dann ist was faul, und die Vorstände bekommen Boni? Allein der Aspekt, wie die Politik durch die Hintertür unangenehme Gewerkschaften ausschalten will, sorgt für etwas Unmut bei mir. Das Gesetz sollte schleunigst zurückgenommen werden. In der EVG sitzen auch die Schön-Wetter- Gewerkschafter. Niemand von denen hatte sich nach der Wende um die FZR der ehemaligen DR Beschäftigten gekümmert. Das war bitter.

extrem unsolidarisch

"... wir haben immer noch Pandemie und da finde ich es ggü. den Reisenden und vor allem ggü. denjenigen, die als Pendler*innen von der Bahn abhängig sind, eine ungeheure Frechheit und extrem unsolidarisch!"

Also wenn ich Sie recht verstehe, dann fordern Sie, daß die Lokführer "in Zeiten der Pandemie" und "aus Solidarität" Reallohn-Verluste hinnehmen sollen? Wie kämen die dazu? Wo ist denn z.B. Ihre "Solidarität" gegenüber den Lokführern?

09:29 von frosthorn Ich

09:29 von frosthorn

Ich schließe mich IIhrem Kommentar und Ihrer Hoffnung an.
Ich komme aus einer Gewerkschafter - Familie und würde nie die Arbeit für die Mitglieder klein oder schlecht reden.

Für jeden Prozentpunkt mehr Lohnerhöhung

in der derzeitigen Situation bedeutet ein Arbeitsplatz weniger und ein Harz Vier Empfänger mehr. Echt tolle Strategie und so vielversprechend.

@Wolf 1905

Ihr Argument greift leider sehr kurz und ist nicht nachvollziehbar. Es ist Ignoranz. Die Bahn sorgt schon selber dafür, dass mehr Leute in weniger Zügen Platz nehmen. Das trifft aber auch für die anderen Anbieter zu. das hat nichts mit Herrn Welselsky zu tun.

09:29, frosthorn

>>Hat sich hier etwa das Stimmungsbild gewandelt, oder liegen die "freie Bahn für freie Bürger"-Fans noch im Bett?<<

Es könnte auch sein, daß die auf Arbeit sind...

"Kräfte bündeln"

"SPD-Chef Norbert Walter-Borjans kritisierte das Vorgehen der GDL. Wirksame Interessenvertretung setze voraus, "Kräfte zu bündeln und Verständnis bei den Reisenden zu gewinnen", sagte Walter-Borjans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland."

Diese "Logik" verstehe ich nicht. Die GDL soll also nach Ansicht von SPD-Chef Norbert Walter-Borjans "Kräfte bündeln", um dann das für sie schlecht möglichste Ergebnis mit Reallohn-Verlust widerspruchslos anzunehmen? Dann wäre ich als Lokführer entschieden dafür die "Kräfte [nicht] zu bündeln".

@ um 09:29 von frosthorn

„Ich drücke ein weiteres Mal meine Unterstützung für diesen Streik aus und hoffe, den Medienprofis auf der Arbeitgeberseite gelingt es nicht mehr, mit ihren "Geiselhaft"-Parolen üble Stimmung gegen die GdL zu machen.“
Da müssen sich die Medienprofis der Arbeitgeberseite gar keine große Mühe geben.
Die Medienprofis der meisten Medien hetzen schon seit Jahren sogar gegen Herrn Weselsky persönlich und offensichtlich sogar aus freien Stücken. Denn wir haben ja freie Medien.

um 08:30 von heribix

Das Problem ist doch nicht der Streik.
Das Problem sind die Spartengewerkschaften.
Bei der Bahn könnte man ja noch weitere Gewerkschaften, für die einzelnen Berufsgruppen gründen. Wenn sich dann diese in ihren Forderungen gegenseitig übertreffen, um zu demonstrieren wer die "Beste Gewerkschaft" ist, fährt das ganze Jahr kein Zug mehr.
Vielleicht fährt dann wie früher in England, auch ein Heizer auf der E Lok mit.

GDL Streik

Wer glaub, es gehe hier um das Wohl der Lokführer liegt völlig falsch. Es iste ien Machtkampf des egomanen Herrn Weselsky um mit seiner kleine Gewerkschaft gegen die EVG zu punkten. Ich wünsche mir, das die Bahn bald auf autonome Züge umsteigen kann um solche Lockführer und ihre Gewerkschaft überflüssig zu machen. Wer braucht so einen unsozialen Verband in einer Corona-Krise wo die meisten mit Einbußen und Nöten belastet sind. Kein Nachgeben gegenüber den Streikenden - lieber auf andere Verkehrsmittel (Auto) umsteigen!

Beschäftigt man...

... sich mal näher mit der Managementstruktur der Deutschen Bahn, (vom mittleren Management aufwärts) im Vergleich zu übrigen Bahn-Facharbeitern u. Angestellten, werden seltsame Einkommensschieflagen offenkundig... in einem angeblich darbenden Monopolkonzern. Hinzu kommt die für einfache Arbeitnehmer strukturelle Problematik "outgessourcter" Bahn-Betriebsgesellschaften und Geschäftsfelder. Deshalb geraten politisch verordnete Branchen-Einheitsgewerkschaften bei Tarifverhandlungen stets ins Hintertreffen.
_
Ich meine, das darf nicht sein... in einem Sozialstaat! Daß in DE Einzelgewerkschaften (nicht nur die GDL) lauter werden (müssen...), ist ein deutliches Zeichen für eine sozialpolitische Schieflage. Früher mal wurde DE gerade wegen einer verantwortungsbewussten = fairen Tarifpolitik ohne ständige Streiks von anderen Staaten beneidet... früher mal... als Polarisierungen = gesellschaftliche Spaltung für Arbeitgeber und Politiker noch out waren...

@aua am popo - 09:20

"Mit Streiks ist noch kein Abschluss erzielt worden, nur mit Verhandeln."

Was denken Sie, was vor einem Streik denn regelmäßig stattgefunden hat?

@ich1969 um 09:28

Sie fragen mich „Warum werfen Sie das alles nicht den Verhandlungsführern der Bahn vor? Die sind an der Lage "nicht unschuldig ".
Wie es bei einem Streit ist, gibt es immer zwei (oder mehr) Parteien. In diesem Fall und in dieser besonderen Zeit mache ich deswegen der GDL den Vorwurf, weil sie ja zum Streik (ja, nach Abstimmung) aufgerufen hat. Die Bahn hat weitere Verhandlungen angeboten, aber die GDL will jetzt „Muskeln spielen lassen“.

„Warum hauen Sie auf die Gewerkschaft ein? Die tun das, wofür sie gewählt wurden.“
Tja, man kann doch auch auf Parteien VERBAL „draufhauen“, selbst wenn sie für was gewählt wurden - ist ja tagtäglich in der Politik so.

„Vielleicht lesen Sie den Artikel noch mal, ich kann den nicht komplett hier rein kopieren.“
Brauchen Sie auch nicht rein kopieren; ich habe bereits mehrere Artikel zu diesem Thema gelesen (wie Sie sicherlich auch), und da geht es v. a. um einen Machtkampf zwischen GDL und EVG - auf dem Rücken der Lokführer / Kunden.

Gewerkschaften

Ich wundere mich, wie unkritisch das Wirken der GDL hier von Linken betrachtet wird.
gdl
Sicherlich, wenn Arbeitnehmer für höhere Löhne streiken, dann hüpft jedem von uns erst einmal freudig das Herz.

Aber auf den zweiten Blick?

Die GDL ist eine Gewerkschaft im Beamtenbund, ein traditionell CDU-naher Dachverband. Weselsky ist Mitglied dieser Partei.

Irgend etwas klingt bei dem klassenkämpferischen Jubel hier ein wenig hohl.

Ich möchte darauf hinweisen, daß im Zuge des marktradikal-neoliberalen Umbaus der Wirtschaftswelt eine Zersplitterung der Gewerkschaftsbewegung gefordert und gefördert wurde. Die Idee war, den DGB zu entmachten und Gewerkschaften zu schaffen, die untereinander in Konkurrenz stehen. Den Arbeitern wurde es so verkauft, daß Konkurrenz eben was tolles ist und dieses kapitalistische Prinzip auch die Rechte der Lohnabhängigen besser zu Geltung brächte. In Wirklichkeit zerfleischen sich die Gewerkschaften aber nun untereinander. Wer sich da die Hände reibt ist klar.

Am 12. August 2021 um 09:11 von GeMe

Die GDL forder 1,4% Erhöhung (min. 50 Euro) ab dem 01.04.2021 und für das Jahr 2022 1,8%. Laufzeit des neuen Vertrages 28 Monate. Dazu eine Einmalzahlung von 600 Euro wegen Corona. Alle Bediensteten der Bahn, die noch einen Beamtenstatus haben, haben eine Coronasonderzahlung erhalten.
___
Mich würde mal interessieren, auf was sich diese "Corona-Sonderzahlung" begründet. Ich frage mich, welche Art "Sonderleistung" ein Lokführer während der Pandemie erbracht hat, die eine Sonderzahlung rechtfertigt, was bei z.B. allen Mitarbeitern im med. Bereich aber z.B. bei Mitarbeitern in Supermärkten durchaus angebracht war. Inwiefern Lokführer durch die Pandemie besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden, erschliesst sich mir nicht.

Lächerliche Forderungen

So wenig, dass nicht mal die Inflation ausgeglichen wird.
Streikt mal lieber für 25% mehr Lohn!

@drBashir, 09.19h

Sehr richtig.
Nicht zu vergessen, die exorbitant steigenden Preise für Treibstoffe und Heizung.

Zugausfälle

Sind auch ohne Streiks Alltag in der Bahn. Lokführermangel lässt auch manche Stadtbahn stehen, die als nachrangig gilt, und der Zugführer wird kurzerhand auf den leeren Platz der wichtigen Linie verfrachtet. Da stehen dann auch Arbeitnehmer und Auszubildende mit dicken Backen und suchen eine Ersatzlinie. Zeigt uns allen auch, wie selbstverständlich alles glatt laufen muss, damit alle zufrieden und glücklich sind. Und ja, da rufen auch Kollegen von außerhalb an und lassen den Sitzungstermin wegen ausfallender Zugverbindung als Besteigung des Matterhorn in Unterhose erscheinen. Umdenken, Umplanen- Fehlanzeige. Ich rate Leuten, mal in die Welt zu gehen, wo unsere Standards Traumlandschaften für die Leute dort sind. Wer nun wieder mault, das geht doch nicht. Flexibilität gehört zur Ausrüstung auch in einem deutschen Alltag. Und Mit-Denken setzt das auch voraus. Eine gute Übung für echte Krisenzeiten. Die Pandemie war nur eine Lektion.

@frosthorn kein Kunde

Liegt vielleicht daran das viele User seit Jahren nicht mehr mit der Bahn fahren und uns daher der GDL Streik sonstwo vorbeigeht......

09:31 von Wolf1905 // Weil

09:31 von Wolf1905

// Weil es in den darin organisierten Firmen Betriebsräte gibt, die auch ein Auge auf einen für die Firmen vernünftigen Abschluss geht.//

Jetzt müssen Sie mir nur noch erklären, was an den Forderungen der GDL zu hoch, zu viel oder was auch immer zu hoch ist! Und " die Bahn " hat auch Betriebsräte, die auf sowas achten - aber eben auch auf die Bedürfnisse Ihrer Mitglieder.
Und wenn der GDL ( und den Mitgliedern ) die Laufzeiten für die Tarifangebote der Bahn nicht ausreichen und die Bahn sich nicht bewegt, dann gibt es eben Streik ! Ebenso verhält es sich mit den Betriebsrenten - Hauptsache die Bahn wird nicht belastet ( die Arbeitnehmer aber ja ) oder wie darf ich das verstehen ? Dafür wurden die Betriebsräte und die Gewerkschafter schließlich a u c h gewählt. Und der Coronabonus sollte auch selbstverständlich sein, über die Höhe könnte man sicher reden. Für mich ist das aber ok.

um 09:14 von suomalainen

blick auf die seite der hessenschau. dort berichten drei angestellte der bahn von ihrem arbeitsalltag. alleine die erwähnung von einem 15 stunden tag, danach hotel, ohne frühstück (müssen angestellte der bahn selbst zahlen), nur um knappe 5 stunden später wieder zu arbeiten. familie, freunde, soziale kontakte? können sie abhaken. lokführer, die wegen überstunden schon seit drei jahren keinen familienurlaub mehr machen konnten, die kinder wenig oder gar nicht sehen. man versteht, dass diese menschen ihre arbeit nicht gewürdigt sehen, wenn andererseits app-entwickler boni kassieren für apps, die letztendlich nicht funktionieren...
--------------------------
Das die Bahn so massiv gegen Arbeitnehmerrechte verstößt, wie in dem Beitag der Hessenschau berichtet wird, kann ich einfach nicht glauben.

um 09:13 von H. Hummel

,,Die Bahn sollte die GDL an den Verhandlungstisch...
.. bitten und sich dann zurücklehnen.
Mal sehen, welche Seite eher an Ihnen Grenzen stößt, wem eher eine öffentliche Zustimmung versagt wird..."

Verhandlungsgeschick von 'Gutsherren' ist landläufig dafür bekannt, wenig bis garkeine Spielräume für etwas zu lassen, was uns seit 1945 als Demokratie bekannt ist und in seiner Unterabteilung Tarifstreit der Tarifparteien bis heute in Graustufen den sozialen Frieden erhalten hat, auf den die eine Partei immer und die andere überhaupt nicht angewiesen ist. Das möchten Sie gern beendet sehen, wie es scheint, also zurück in vordemokratisch verfasste Bedingungen, in denen noch Orientierung geherrscht hat und jeder Mensch wusste, wem er zu dienen hat. Bravo!

09:33 von Mike65 // Die

09:33 von Mike65

// Die nächste Regierung wird sich u.A. daran messen lassen müssen, ob sie endlich willens ist, Streiks im ÖPNV im Sinne der Daseinsvorsorge endgültig zu verbieten.//

Ich glaube und hoffe, das Ihr Wunsch nicht in Erfüllung geht und falls irgend jemand sowas vorhat, alle Gewerkschafter der Republik gemeinsam für ihr Recht ( !!! )auf die Strasse gehen.

um 09:35 von aua am popo

Und die Einheits-Gewerkschaft hat man erfolgreich entmachtet.

In der DDR haben wir mit Einheitsgewerkschaften keine guten Erfahrungen gemacht. Die Gererkschaft war immer einer Meinung mit der SED-Führung und der Planungskommission.
-----------------------------------
Es dürfte auch ihnen bekannt sein, das es in der DDR, keine freien Gewerkschaften gegeben hat,

Streik

@ um 08:30 Uhr von heribix: gebe ihnen voll recht und stimme ihren Kommentar voll zu. der anderen Gewerkschaften sollten sich ein Beispiel an der GDL nehmen. man braucht nur zu schauen was diese Gewerkschaften in den letzten Jahrzehnten zu Wege gebracht habe unter 5% wird es nicht gehen und am Ende kam 0,5%-1% raus. da kann man als Gewerkschaftsmitglied auf den Gedanken kommen das diese Personen gekauft sind, ansonsten würden Sie für Ihre Mitglieder auch kämpfen.

"man könnte also einfach die

"man könnte also einfach die Löhne um 10% bei Laufzeit von 2 Jahren erhöhen, die Bahnpreise um 2% und schon wären die Bahnangestellten zumindest oberhalb der Inflation abgesichert"

Da das Einkommen der deutschen Lokführer in Westeuropa am hintersten Ende liegt (italienische Lokführer haben z.B. das 1,2fache, spanische Lokführer das doppelte, und Schweizer Lokführer das 2,5fache Nettogehalt), wäre das immerhin ein Anfang.

09:35 von H. Hummel Haben Sie

09:35 von H. Hummel

Haben Sie immer noch nicht verstanden, das es n i c h t um ein paar % geht - sondern um die Laufzeit, die Coronazulage und die Betriebsrente ?
Für die " paar Prummel " die ein Loki bekommt, kann er - bzw. die Gewerkschaft - wohl verlangen, das das " gerecht " zu geht.
Ich habe irgendwie das Gefühl, das Sie " auf der anderen Seite " - sprich auf Arbeitgeberseite stehen - kann das sein ?

Weselsky

Der Mann mag kein Sympathieträger sein- ihm nun Allerlei zu unterstellen und anzudichten, ist eine schlechte Antwort. Er sitzt nicht als Fürst oben und lässt den Hofstaat seiner Gewerkschaft antreten. Er hat abstimmen lassen. Was er an Gehalt bekommt, schmeckt nicht allen. Kann man auch hinterfragen. Aber bekommen Vorstände in anderen Unternehmen nur Brosamen und einen feuchten Händedruck? Wenn der Vorsitzende streiken lässt, dann für seine Mitglieder, die als Mitarbeiter hier für ihre Interessen aufstehen. Wir reden da nicht von den erhöhten Gehältern in den Vorstandsetagen. Und daher ist jeder Tritt gegen die Gewerkschaft ein Tritt gegen die Zugführer und Mitarbeiter, die hier im Fokus stehen. Weselsky ist nur eine Randfigur in diesem Streik. Es nimmt schon bizarre Züge an, was manche hier als Beitrag posten.

kam mir der Streik 'zu schnell?

von MRomTRom @
Seit Monaten verhandelt die GDL mit der Bahn.

Was soll daran dann zu schnell sein? Schnell sind nur die Arbeitgeber mit der Ablehnung berechtigter Forderungen der Mitarbeiter und ganz besonders schnell und kräftig bei der Erhöhung der Bezüg der Vorstände.

https://www.gdl.de/Presse/Startseite

@ 08:30 = heribix

Danke für Ihren sachlichen Beitrag, den ich sehr begrüße! Und ich erlaube mir einen Aspekt hinzuzufügen... nämlich SOZIALER FRIEDEN. Das war mal eine deutsche Stärke und u.a. auch eine politische Grundlage unseres Wohlstands... durch eine faire Teilhabe für alle abhängig Beschäftigten an Produktivitäts- = Ertragszuwächsen der Arbeitgeber... statt Gutsherrengehabe gegenüber Frondienstknechten.

Plädieren Sie denn für ein Absenken der hohen Gehälter?

fathaland slim @

Das braucht man nicht. Man muss nur im gleichen Maßstab die Altersbezüge und Löhne erhöhgen und nicht die Altersicherung kürzen.

Dann hätte es keinen durch das verhalten der Arbeitgeber verursachten Streik gegeben.

09:25 @ aua am popo

Ich kannte einen Lokführer, der wsr weder in der SED noch in irgendwelchen Kampfgruppen.

Wir hatten den einen Gewerkschaftsbund, der u.a. für günstige Urlaubsplätze sorgte.
Mir scheint, sie schreiben mit viel Phantasie.

Gegen wen sollte denn gestreikt werden, Kapitalisten, sprich Privatfernsehen gab es nur ganz wenige.

Es gab auch zahlreiche Gewerkschaftsmitglieder, die nicht SED-konform waren, weil eigentlich die Mehrheit der Werktätigen in der Gewerkschaft waren, beinah ein Muss.

Dass Sie den Namen des Gewerkschaftstunde nicht nennen ? Müssen Sie wohl erst googlen, oder ?

alles privatisieren?

Wann war's? Vor rund 30 Jahren?
Da wollten die damals gewählten Volksvertreter (Bundesregierung) keine Staatsbahn mehr.
Die Aussage war 'das geht als Privatbahn viel besser und kostengünstiger'.
Was ist seitdem geschehen?
Gütergleisanschlüsse wurden geschlossen und es wachsen Bäume zwischen den Schienen. Und mehr LKW auf den Autobahnen.
Die Reisezüge fahren immer pünktlicher und verlässlicher - lach.
Spurwechselweichen und Überholgleise wurden ausgebaut - kleine Zug-Störungen führen zu immer mehr und größeren Trassen-Störungen.
Der Steuerzahler muß wesentlich mehr Geld zuschießen als vorher.
Bei der Staatsbahn waren alle Lokführer Beamte - und die dürfen bekanntlich nicht streiken. In einem Privatunternehmen sind mittlerweile die meisten Lokführer Arbeiter - und die dürfen grundgesetzlich garantiert streiken.
Sollte man so staatswichtige Positionen wie Bahn, Post, Verwaltung (Rathaus, ...), Wasser/Abwasser, Gas, Strom, ... nicht besser als Beamten"läden" führen?

@ich1961, 09:19

"Befassen Sie sich mal mit dem Arbeits - und Streikrecht"

Sorry, aber ich bin gerade nicht in der Stimmung, mich lang und breit mit juristischen Spitzfindigkeiten auseinanderzusetzen. Denn genau die halte ich nicht nur hier für das Problem.

Wäre die Bahn an die Börse gegangen ...

... Hätte man sie wohl schon wieder herausgekanntet, oder die Aktien wären nichts wert.

Der Bund schaut dem Herunterwirtschaften zu.

Generell sollte gegen diese Gier nach immer mehr Profit in den verschiedenen Branchen und niedrige Löhne vielmehr gestreikt werden.
Leider betrifft das nicht tarifliche und nicht gewerkschaftlich organisierte Bereiche und Unternehmen, die nicht mal einen Betriebsrat haben.

um 09:00 von Wolf1905 Bei Weselsky sehe ich rot!

Weselsky ist der einzige Gewerkschaftsvorsitzende, der noch E... in der Hose hat und genau das tut, wofür er da ist.

Sie haben Ihre Meinung, ich habe meine.

Mal im Ernst....sind die Forderungen wirklich so überzogen?

Am 12. August 2021 um 09:11 von GeMe

Auszubaden haben das die auf die DB angewiesen Kunden und die letztlich die Steuerzahler allgemein!
Und die Wirtschaft wird darüber nachdenken, ob die DB überhaupt noch als zuverlässiger Partner in Frage kommt. Im Zuge einer Verkehrswende ein Bärendienst.
__
Richtig. Grundsätzlich sollte sich schon um die Belange von AN gekümmert werden. Hier versucht aber, genau wie bei der Cockpit-Gewerkschaft eine kleine, und bei weitem keine schlecht gestellte Gruppe, die aber systemrelevant ist, für ihre Forderungen eine riesige Bürgergruppe zu instrumentalisieren und darunter leiden zu lassen. Hoffentlich nimmt die Bahn das zum Anlass, die Technik des autonomen Fahrens, die auf Schiene durchaus schon funktioniert, weiter voran zu treiben, damit diese Machenschaft ein baldiges Ende findet. Dann wird das Geschrei hinsichtlich der "armen, arbeitslos gewordenen" Lokführer wieder gross sein. Mich wird das dann ganz sicher nicht bekümmern.

Streik

habe gestern bei Phönix oder Tagesschau24 eine Doku über die Bahn geschaut ( marode oder modern) . dabei ist mir aufgefallen das das Manager immer schöne Worte hatten aber am Ende alles Lüge war.
genau wie jetzt bei diesen Streik tut mir leid ich glaube keinen diese Manager ein Wort und was auch auffällt die Presse berichtet einmal mehr nur einseitig . wieso wird der andere Teil nicht gebracht . denn die Bahn ist ein Staatsbetrieb und somit Eigentum des Souverän. wurde sogar in der Doku gebracht . wo werden wir eigentlich noch angelogen.
ich persönlich finde den Streik richtig denn man sollte auch berücksichtigen das wir durch die Kanzlerin neue Steuern bezahlen müssen wie soll das mit einer Nullrunde gehen.

09:40, sonnenbogen

>>Ein
Tarifvertrag fuer die Jahre 2022 und 2023 anzubieten, bei unbekannter Inflation, unbekannter CO2 Abgabe, unbekannten Steuern, Abgaben, Umlagen, Zuschlägen.... ist eine Frechheit und sollte mit ALLEN Mitteln verhindert werden.<<

Es ist aber immer schon üblich gewesen, Tarifverträge für solche Zeiträume abzuschließen.

Angebot/-Forderung steht LohnGerechtigkeit gegenüber

Angebot/-Forderung sind das Eine, Lohn-Gerechtigkeit sind das Andere,
was bei dieser Auseinandersetzung diskussionswürdig ist. Übergeordnet steht, dass ein Unternehmen sich seine Vergütungen leisten kann, weil es sie verdient, oder die Gesellschaft muss entscheiden, dass das Unternehmen subventioniert wird. In beiden Fällen braucht man einen Maßstab, mit dem die Vergütungsveränderungen bemessen werden.Arbeitnehmer drückt die auszugleichende Inflationsrate, sie kann aber erst zum Jahresende angesetzt werden -also nachlaufend -; aus Unternehmenssicht zählt die Ertragslage, sofern das Unternehmen nicht staatlich subventioniert wird. Vergütungen sind, genau betrachtet, nichts Anderes als eine Teilerlösausschüttung an die Arbeitenden; dazu muss ein ausreichender Erlös für alle Kostenpositionen vorhanden sein. Ist der ausreichende Erlös bei einem rein privat operierenden Unternehmen nicht gegeben, wird es – bei überhöhten erlösunabhängigen Ausgaben – längerfristig nicht mehr existieren.

um 09:03 @ fathaland slim

" Plädieren Sie denn für ein Absenken der hohen Gehälter? ..."

Ich plädiere für eine Deckeln.

Kein Manager hat 20 mal oder noch höher höhere Verantwortung oder leistet entsprechend
das 20-Fache im Vergleich zu Arbeitern und Angestellten.
Ja ich würde sogar für ein Absenken der Gehälter oder für entsprechend hohe Sozialabgaben plädieren.
.

"... Meinen Sie, das würde den Beziehern niedrigerer Gehälter nutzen?"

Wahrscheint ich nicht, weil der Wille dazu fehlt.

Dennoch könnte das so eingesparte Geld für anderes genutzt, könnte investiert werden.

Ich denke diesbezüglich wahrscheinlich etwas rigoroser als Sie.
smile.

@ Björn H. Re: Öko-Mogelpackung Bahn

Man merkt, dass Sie noch NIE in einer größeren Stadt auf einem Bahnhof gestanden haben geschweige denn mit einem Zug zur Arbeit gefahren sind. Wenn sie die Leute alle in Sammelruftaxis und Busse stecken wollen, Gute Nacht auf Deutschlands Straßen und Autobahnen. Und das "Die Oma vor die Tür fahren" würde mit einem Gelenkbus wie lange dauern oder Leute für die passende Route eines Sammeltaxis gefunden sind, bzw wie oft soll die Oma umsteigen? Und Taxis sind auch nicht Umweltfreundlich, weil für eine Hin- und Rücktour eines Kunden muß das Taxi unter Umständen 4x (davon 2x leer) oder mehr fahren.

GENAU

Wie oft haben "unsere" Vorstände sooo hervorragende Arbeit geleistet?
Gönnen sich selbst Prämien in 6/7stelliger Höhe - und wenn es dann um die Entlohnung des "einfachen Mitarbeiters" geht, der Tag und Nacht sowie Wochenende und Feiertags auf Arbeit is, dann is plötzlich kein Geld da.
Ich möchte den (Ehe-)Mann sehen, der nachfolgendes seiner Partnerin ohne Streß verkaufen kann: Wir haben Geld, damit ich zu einem Konzert/Fußballspiel/... fahren kann (natürlich mit Hotel, etc.) - aber in der Familienkasse is kein Spielraum, damit Du ein Eis essen gehen kannst.

Gehälter der Bahnvorstände

Mehr Geld sollen so ab 2023 Bahn-Chef Richard Lutz, Fernverkehrsvorstand Berthold Huber und Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla bekommen. Bei Lutz soll das Gehalt von 900 000 auf 990 000 Euro steigen, bei Huber und Pofalla von 650 000 auf 715 000 Euro.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-vorstand-gehaltserh...

Dagegen sind doch die Gewerkschaftsforderungen Peanuts, oder?

@ um 09:46 von Jimi58

Nachdem die SPD mit dem Tarifeinheitsgesetz versucht hat, anständige Tariflöhne auf Dauer zu verhindern, zeigt sich nun, dass die Spartengewerkschaften mit marktwirtschaftlichen Methoden viel besser zu sozial anständigen Tariflöhnen und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen kommen kann. Und das ist auch gut so. Denn wir leben ja schließlich in einer freien und sozialen Marktwirtschaft. Dazu gehören auch die Gewerkschaften.
Einen solchen „Coup“ hätte ich Frau Nahles zwar gar nicht zugetraut und sie hat ihn mit Sicherheit nicht so gemeint. Aber hiermit nehme ich alle meine damaligen Vorwürfe gegen sie und dieses Gesetz zurück.

@09:03 von fathaland slim

"Plädieren Sie denn für ein Absenken der hohen Gehälter? Meinen Sie, das würde den Beziehern niedrigerer Gehälter nutzen?"
Man könnte für eine leistungsgerechte Bezahlung plädieren - aber damit würde so mancher Manager glatt dem Hungertod preisgegeben

@ MartinBlank

"Ja, dass eine Pandemie eine absolute Ausnahmesituation ist, in der die oben genannte Regel möglicherweise nicht gilt, ist zu bedenken."
*****
Das wäre jetzt aber noch schöner! Also, "weil Pandemie ist" dürfen sich die Bahnvorstände mal wieder so richtig die Taschen füllen und gleichzeitig den systemrelevanten Beschäftigten ihre Wertschätzung zeigen, indem sie denen einen Vorschlag unterbreiten, der über lange Zeit Reallohnverzicht bedeutet?!
Ist das Ihr Ernst?
Ich wünsche den Lokführern viel Erfolg und notfalls viel Durchhaltevermögen!
______________________

"Überspitzt: Genau NULL Leute hätten Verständnis gehabt, wenn die Angestellten der Impfstoffhersteller im letzten Frühjahr gestreikt hätten ..."
*****
Wie kommen Sie denn auf diese Idee?? Bei ähnlichem Verhalten wäre ich schon mal die Erste, die absolutes Verständnis für diese Beschäftigten gehabt hätte!

Am 12. August 2021 um 09:35 von H. Hummel

Nur weil der Bund Eigner ist, heißt das ja nicht, dass die Geldquelle ewig sprudelt. Man muss es sagen wie es ist: Letztendlich zahlt jeder einzelne Steuerzahler die Rechnung mit, denn die DB wird selbst milliardenschwer Subventioniert.
Auch für andere Arbeitnehmer geht es im Angesicht leerer Kassen auch ein paar Prozent in den Keller.
Wer immer nur sich in den Vordergrund stellt, steht irgendwann alleine da.
__
Ja, so ist das. Komischerweise hat man zu diesem Thema hier noch kaum etwas der ansonsten immer stark vertretenen Klimaschützern gehört, denen dieser Streik nicht wirklich gelegen kommen kann. Im Gegenteil, wer sich aus Umweltgründen vllt überlegt, das Auto abzuschaffen zuunsten des ÖPNV, der wird sich das nun 3x überlegen. Wer nicht auf den goodwill von ein paar Hanserln angewiesen sein möchte, der gibt dem Auto den Vorzug, vom Preis mal ganz abgesehen.

Welch ein dekadenter Boniselbstbedienender Bahnvorstand

Lieferketten wären gestört und die Wirtschaft würde Schaden nehmen.

Offenbar hat dieser Vorstand keinerlei Ahnung von Eisenbahnverkehr.

Durch den Wegfall des Personenverkehrs wurden, massig Trassen frei auf denen mehr
Güterverkehr schneller durch Deutschland fährt. Die paar Züge welch die DB da noch fährt fallen da gar nicht auf.
Aber man gönnt dieses offenbar seinen Mitbewerbern nicht und bremst massig
den Zugverkehr durch fehlende Fahrpläne noch zusätzlich aus.
Züge stehen dumm rum,obwohl die freien Kapazitäten frei sind.
Wenn die GDL die Mitglieder noch die Gleis/Signal/Fahrdienste zum Streik aufrufen würde, so würde alles stehen.
Aber diesen hatte man ja schon im Mai vorrauseilend , arbeitsrechtliche Schritte angedroht. Quasi Angestellte ohne Streikrecht!

@09:00 von Wolf1905

"AHA-Regeln einzuhalten ist unmöglich"
Die AHA-Regeln sind primär von den Leuten selbst einzuhalten (nicht von der Bahn). Im übervollem Einkaufsmarkt sehe ich auch nicht dass die AHA-Regeln eingehalten werden - und keiner stört sich daran.
Und wenn Arbeitnehmer immer nur dann streiken würden wenn es mal passt, würden wir alle noch für ein Butterbrot arbeiten.

@fathaland slim - 10:17

"Die politisch gewollte Prekarisierung der Arbeitswelt in Verbindung mit der ebenfalls politisch gewollten Zersplitterung der Gewerkschaftsbewegung fällt uns jetzt auf die Füße. Das, was wir gerade erleben, ist eine Folge des von neoliberalen Ideologen betriebenen Umbaus der Arbeitswelt."

Wer mag, kann sich das mal bei Wikipedia unter "Liste der Unternehmen im DB-Konzern" aufrufen. Die Konzern-Strukturen wurden für den geplanten Börsengang regelrecht "zerschossen", womit auch Bereiche durch Outsourcing und Untergesellschaften aus den Tarifbereichen rausflogen.
Die daraus bedingten Konflikte zwischen DBB und DGB (aka GDBA und Transnet) spielen da bis heute eine Rolle, dürfen aber nicht dazu beitragen, das Streikrecht grundsätzlich in Frage zu stellen.

um 10:44 von fathaland slim

Sie haben es auf den Punkt gebracht.

09:54, frosthorn

>>@fathaland slim
Darf ich fragen, warum Sie sich so für das Bahnmanagement und seine üppigen Bezüge ins Zeug legen? Ich verstehe es wirklich nicht.<<

Sie können es auch gar nicht verstehen, denn nichts dergleichen tue ich.

Die üppigen Bezüge des Bahnmanagements spielen in den Forderungen der GDL nicht die allergeringste Rolle, dafür hier im Forum eine umso größere. Ich wollte mit meiner Frage einfach einen Denkanstoß geben, mehr nicht.

Noch ein weiterer Denkanstoß:

Die Forderungen der GDL unterscheiden sich lediglich um Zehntelprozentpunkte vom Tarifabschluss der EVG. Rechtfertigt das den Heldenstatus, der Claus Weselsky hier zugeschrieben wird?

um 10:44 von weingasi1

Mich würde mal interessieren, auf was sich diese "Corona-Sonderzahlung" begründet. Ich frage mich, welche Art "Sonderleistung" ein Lokführer während der Pandemie erbracht hat, die eine Sonderzahlung rechtfertigt, was bei z.B. allen Mitarbeitern im med. Bereich aber z.B. bei Mitarbeitern in Supermärkten durchaus angebracht war. Inwiefern Lokführer durch die Pandemie besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden, erschliesst sich mir nicht.
-----------------------
Das weiß ich auch nicht. Allerdings sollte mir mal jemand erklären, wie so erhält der Beamtete Lokführer die Prämie, der Angestellte aber nicht.

09:43, nie wieder spd

>>@ um 09:03 von fathaland slim
Vielleicht brauchen wir aber dringend eine Gierdebatte.
Auch aus Klima - und Umweltschutzgründen.<<

Ja, die brauchen wir dringend. Der Ansatz der Gemeinwohlökonomie ist mir überaus sympathisch.

10:40 von Wolf1905 Dann habe

10:40 von Wolf1905

Dann habe ich wohl ein anderes Verständnis der Lage und wir werden da nicht einig - wie die beiden Parteien .

Es kann und darf mMn. nicht sein, das die Bahn ungestraft an die Betriebsrente geht, die Laufzeit der Tarifverträge überbordend verlängert usw. ! Da ist " der Zeitpunkt " nie richtig - ob mit oder ohne Corona.
Und mit oder ohne Ihre oder meine Zustimmung.

@09:50 von Hansi2012: Lokführer gut bezahlt

"• Lokführer: 44.000 bis 52.500 Euro"

Ich habe dazu drei Artikel gelesen. In der Wirtschaftswoche, im Merkur und bei der NRW Bahn.

Wirtschaftswoche und Merkur schreiben beide, dass ein Lokführer mit entsprechenden Berufsjahren ein Maximalgehalt von 45.000 Euro erreichen kann (inkl. aller Zulagen).
Auf der Bahn NRW Seite werden Lockführer als Seiteneinsteiger gesucht. Diesen wird als außergewöhnliches Einstiegsgehalt 30.000 Euro geboten.

Auf weiteren Seiten, die ich überflogen habe, steht etwas von einem Maximalgehalt von 3800 Euro Brutto. (Lokführer, Fernverkehr mit vielen Jahren Berufserfahrung)

Bei den von t-online genannten Zahlen sind vielleicht die AG-Anteile zu den Sozialversicherungen mit eingerechnet.
Wer weiß?

@weingasi1 - 11:23

"Ja, so ist das. Komischerweise hat man zu diesem Thema hier noch kaum etwas der ansonsten immer stark vertretenen Klimaschützern gehört, denen dieser Streik nicht wirklich gelegen kommen kann. Im Gegenteil, wer sich aus Umweltgründen vllt überlegt, das Auto abzuschaffen zuunsten des ÖPNV, der wird sich das nun 3x überlegen. Wer nicht auf den goodwill von ein paar Hanserln angewiesen sein möchte, der gibt dem Auto den Vorzug, vom Preis mal ganz abgesehen."

Ganz große Märchenstunde.

ÖPNV wird durch Streiks unattraktiv gemacht - für Nüsse arbeitet aber keiner in den Bereichen der Daseinsvorsorge.
Welche Ressorts sind denn für die Strukturen des ÖPNV verantwortlich - die Gewerkschaften?

10:06, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 09:03
Das ist wirklich ein argumentatives Meisterstück für die Rechtfertigung der Managergehälter. Aber warum benennen Sie da keine Fakten über die Höhe ?<<

Ich habe zwei Fragen gestellt, und zwar:

"Plädieren Sie denn für ein Absenken der hohen Gehälter? Meinen Sie, das würde den Beziehern niedrigerer Gehälter nutzen?"

Das halten Sie für eine Rechtfertigung der Managergehälter?

Und was hat die Höhe der Gehälter mit meinen beiden Fragen zu tun?

>>Und wie würden Sie sich verhalten, wären Sie Bahnbeschäftigter ? Würden Sie Nullrunden und den Verlust der Betriebsrente ohne Streik akzeptieren ?<<

Ich bin der Meinung, daß die Gehaltsstruktur bei der Bahn eine große Unwucht aufweist. Warum das so ist, das habe ich in meinem Kommentar um 10:44 etwas thematisiert. Die Forderungen Weselskys, die sich nur Zehntelprozentpunkte vom Abschluß der EVG unterscheiden, ändern an diesem Problem gar nichts. Da müssen ganz andere Maßnahmen her.

14:22 , Wanderfalke @fathaland slim - 10:17

>>Die Konzern-Strukturen wurden für den geplanten Börsengang regelrecht "zerschossen", womit auch Bereiche durch Outsourcing und Untergesellschaften aus den Tarifbereichen rausflogen.
Die daraus bedingten Konflikte zwischen DBB und DGB (aka GDBA und Transnet) spielen da bis heute eine Rolle, dürfen aber nicht dazu beitragen, das Streikrecht grundsätzlich in Frage zu stellen.<<

Da bin ich zu 100% bei Ihnen.

..darauf gehört ein grober Keil wie das Sprichwort sagt.

Die Bahn beginnt sich gerade nach den Milliardenverlusten -Corona- etwa zu erholen und bemüht sich aus den tiefroten Zahlen. Milliarden an Investitionen sind in der Pipeline.

Jetzt ein kurzfristig angezettelter rücksichtsloser Streik in der Urlaubszeit, da hört die Solidarität auf.

Wir wollten einen Besuch in Dresden machen und die 600 km mit der Bahn fahren. Jetzt wird umdisponiert, es geht mit dem PKW.
In meinem Umfeld haben schon einige Erfahrung mit Bahnstreiks gemacht und die Stimmen mehren sich, künftig so gut es geht die Bahn zu meiden. Das kann ja so nicht weiter gehen.

Das Bahnmanagement und die verantwortlichen Politiker müssen sich etwas einfallen lassen. Grober Keil ... Abwehraussperrung etc.pp....
Die DB ist immer noch ein bundeseigener Konzern. Die Bahn gehört zur Daseinsvorsorge die man nicht einem machhungrigen GDL-Funktionär überlassen darf. Die Zeche zahlen erst die Fahrgäste und am Ende die Allgemeinheit.

@fathaland slim, 14:28

Rechtfertigt das den Heldenstatus, der Claus Weselsky hier zugeschrieben wird?

Sind wir denn im gleichen Forum? Ich kann hier nichts von Heldenstatus feststellen, H. Weselsky wird im Gegenteil als Egomane beschimpft, der aus reinem persönlichen Machtgelüst seine Gewrkschaftsmitglieder instrumentalisiert und in eine nicht zu gewinnnde Schlacht treibt. Und die Gewerkschafter selbst als ohnehin gut verdienende und privilegierte Gierhälse, die jeses Maß verloren haben.
Bei Ihnen widerum wundert es mich sehr, dass Ihr Daumen für den Streik sich allein deshalb senkt, weil Weselsky CDU-Mitglied ist. Nein, ich verstehe es nicht.

@Advocatus Diabo... um 11.26

"Die AHA-Regeln sind primär von den Leuten selbst einzuhalten (nicht von der Bahn)."
Das dürfte wohl klar gewesen sein, dass ich das meine. Dass eine Firma AHA-Regeln nicht einhalten kann (sondern nur betriebsintern vorgeben kann), weil es eine juristische und keine natürliche Person ist, ist doch wohl klar.
"Im übervollem Einkaufsmarkt sehe ich auch nicht dass die AHA-Regeln eingehalten werden - und keiner stört sich daran."
Da habe ich andere Erfahrungen gemacht - dort wo ich einkaufe, hat jeder eine Maske auf, und wer nicht, wird vom Personal angesprochen, dies doch bitte zu tun.
"Und wenn Arbeitnehmer immer nur dann streiken würden, wenn es mal passt, würden wir alle noch für ein Butterbrot arbeiten."
Das glaube ich eher nicht, denn dann würde die Kaufkraft so gering sein, dass hier nichts mehr gekauft werden könnte. Es liegt ja auch im Interesse von Firmen, dass Löhne gemäßigt steigen, damit die Leute im Lande auch Geld zum Ausgeben haben. Ansonsten wäre D schon längst pleite.

um 08:53 von Björn H.

"Die ökonomisch ökologischere Lösung wären Sammel-Ruftaxis und Busse, die bedarfsangepaßt fahren und gleichzeitig viel mehr Service den Fahrgästen bieten würden, wie z.B. die Oma direkt bis vor den Supermarkt fahren und später den ganzen schweren Wocheneinkauf samt Oma nach Hause fahren würden."
.
Super! Rechnen wir einmal 40 Menschen in dem Bus und 10 Minuten, um jeden Fahrgast vor die Haustüre zu fahren. Macht 400 Minuten gleich sechs Stunden vierzig Minuten, bis der Bus mit seiner Tour durch ist. Eine Top-Idee!

um 11:22 von tashina

Ja, das habe ich nicht ausdrücklich geschrieben, aber es ist auch eigentlich selbstverständlich:

Impfverweigerern wäre ein solcher Streik natürlich egal gewesen.
_

14:46, frosthorn @fathaland slim, 14:28

>>Rechtfertigt das den Heldenstatus, der Claus Weselsky hier zugeschrieben wird?

Sind wir denn im gleichen Forum? Ich kann hier nichts von Heldenstatus feststellen, H. Weselsky wird im Gegenteil als Egomane beschimpft, der aus reinem persönlichen Machtgelüst seine Gewrkschaftsmitglieder instrumentalisiert und in eine nicht zu gewinnnde Schlacht treibt. Und die Gewerkschafter selbst als ohnehin gut verdienende und privilegierte Gierhälse, die jeses Maß verloren haben.<<

Es gibt hier auch die Kommentare, die Weselsky zum Helden der Arbeiterklasse erheben. Die können Sie nicht überlesen haben.

>>Bei Ihnen widerum wundert es mich sehr, dass Ihr Daumen für den Streik sich allein deshalb senkt, weil Weselsky CDU-Mitglied ist. Nein, ich verstehe es nicht.<<

Auch da wundert es mich nicht, daß Sie das nicht verstehen. Mein Daumen senkt sich nicht für den Streik, sondern für die GDL, die ich für eine Spaltergewerkschaft halte, ein U-Boot der anderen Seite. Deswegen mein Hinweis auf die CDU.

@ich1961 um 14:31

"Und mit oder ohne Ihre oder meine Zustimmung." Sicherlich, ich habe da sowie "nix zo kamelle", gebe nur meine Meinung ab ... alles Gute!

Zu 10:11 von logig u.A. "Privatisierung"

Aber wie? War Privatisierung wirklich der richtige Weg?

Die Politik ist verantwortlich. Man versteckt sich gerne hinter der "Privatisierung", die in Wahrheit keine ist.
Die Deutsche Bahn AG ist immer noch ein bundeseigener Eisenbahnkonzern. Das Unternehmen ist zwar als Aktiengesellschaft organisiert, befindet sich aber nach wie vor vollständig im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland.

Die mit der Bahn verbundenen Leistungen gehören zur Daseinsvorsorge, hier ist vorrangig der Staat in der Pflicht.
Es wird Zeit, dieser Pflicht endlich nachzukommen.
Die "Privatisierung" darf nicht mehr als Ausrede oder Ablenkung von den bisherigen Fehlleistungen akzeptiert werden. Das muss eine Ende finden!

"Offenbar hat dieser Vorstand

"Offenbar hat dieser Vorstand keinerlei Ahnung von Eisenbahnverkehr."

Herr Pofalla z.B. ist studierter Sozialpädagoge und Jurist...

@14:45 von gman: Erfahrungen mit Bahnstreiks

"In meinem Umfeld haben schon einige Erfahrung mit Bahnstreiks gemacht und die Stimmen mehren sich, künftig so gut es geht die Bahn zu meiden. Das kann ja so nicht weiter gehen."

Schaut man in die Vergangenheit, dann gab es 2014 innerhalb von 3 Monaten 12 Streiktage, 2015 waren es in zwei Monaten 15 Streiktage. Davor gab es 2007 ein paar Streiktage bei der Bahn.

Wenn einige Streiktage alle ca. 7 Jahre der Grund sein sollen, dass man grundsätzlich nicht mit Bahn fährt, dann klingt das für mich nur nach einem Vorwand.

Im öffentlichen Dienst wurde in den letzten Jahren regelmäßig gestreikt. Da waren KITAs geschlossen und Krankenhäuser im Notnbetrieb.

Nutzen Sie und Ihre Bekannten diese Einrichtungen auch nicht mehr, weil dort mal gestreikt wurde und vermutlich auch wieder gestreikt werden wird?

Weselsky.....

...... ein kleiner Chef der mal großer Chef sein möchte. Hier geht es nicht mehr um Inhalte sondern um eine Person die eine Profilneurose hat. Liebe Bahn... gebt nich nach sondern leert die Streikkasse einer Spartengewerkschaft...... Wochen, Monate.... egal.....irgendwann sollte mal Schluß sein!

@PaulinaS um 11:12

"Weselsky ist der einzige Gewerkschaftsvorsitzende, der noch E... in der Hose hat und genau das tut, wofür er da ist."
Ob er das hat, weiß ich nicht ;-) (und will es auch gar nicht wissen).

"Sie haben Ihre Meinung, ich habe meine."
Ja, und das ist gut so. Ich finde es gut, wenn es im Forum konträr zugeht - da sieht man Meinungsfreiheit, wie ich es mir wünsche; muss halt im Rahmen bleiben ohne Beleidigungen.

"Mal im Ernst....sind die Forderungen wirklich so überzogen?"
Anscheinend sind die Forderungen der GDL und das Angebot der Bahn gar nicht soooo weit auseinander. Ich hätte es lieber gesehen, die würden dies verhandeln und abschließen, ohne Streik in dieser Zeit.

Aber im Prinzip könnte es mir egal sein; ich muss nicht mehr pendeln, ich brauche die Bahn derzeit gar nicht. Aber mich ärgert, wenn ein Herr Weselsky aus Eigeninteresse in der Bahn die Angestellten spaltet (GDL - EVG). Aber so ist es halt...

Tja,

ich glaube es ist an der Zeit, einige "Reformen" der 90ziger Jahre zu ueberdenken.
Da es hier um den Streik bei der DB geht, also erst mal die Bahnreform. Die war wohl ein "Schuss in den Ofen". Weder ist die Bahnfahrt billiger geworden, noch der Service besser und ueber Zuverlaessigkeit und Puenktlichheit legt man am besten den Mantel des Schweigens.

Einige hier im Forum betonen ja immer wieder, dass die Bahn nicht privatisiert ist, sondern immer noch im Staatsbesitz ist und der Steuerzahler wie frueher immer noch z.B. die Verluste der Bahn auffangen muss. Daher waere es doch kein Problem zumindest die Bahnreform wieder soweit zurueck zu drehen, dass man wenigstens Lokfuehrer und Zugbegleiter wieder verbeamten kann. Damit waere das Thema Streik erledigt.

Ich wuerde ja die damalige Reform ganz zurueckabwickeln, dann koennte die Bahn auch leichter neue Strecken bauen. Es gelten andere Regeln, wenn der Staat baut, als wenn ein (zumindest offiziel) privates Unternehmen baut.

Interessant den Fokus zu verschieben

Interessant den Focus auf die bösen Bahnvorstände zu verschieben und ihre Einnahmen zu verschieben. Die Milliardenverluste kommen nicht von den überhöhten Managerbezügen, sondern von einer absolut verfehlten Verkehrspolitik der letzten 20 Jahre, die eben auch Bundesminister zu verantworten haben. Das was zu hinterfragen ist, ist die Art und Weise wie die GDL vorgeht. Immer wieder hört man die Forderung nach Respekt und Anerkennung. Nur dies wird normalerweise nicht mit Geld bezahlt. Also sollte man ehrlich sagen um was es wirklich geht. Wenn man aus einem Betrieb kommt der seit über 30 Jahren Erfahrung darin hat Verhandlungen relativ geräuschlos zu führen und trotzdem einiges für die Betriebsangehörigen erreicht hat, kann man nur den Kopf schütteln. Es war die Mischung aus Beharrlichkeit, Flexibilität und intensiver Gespräche mit den anderen Gewerkschaften im Vorfeld daß man der Geschäftsleitung geschlossen gegenüber treten konnte.

@14:50 von Wolf1905

"Es liegt ja auch im Interesse von Firmen, dass Löhne gemäßigt steigen, damit die Leute im Lande auch Geld zum Ausgeben haben."
Allerdings, darum erhalten die Bahn-Vorstände 2023 eine moderate Lohnerhöhung um 10% was bei Herrn Lutz eine Steigerung von 900000 Euro Jahreseinkommen auf 990000 Euro ausmachen wird.

Zum Thema Masken: In der Bahn herrscht ebenfalls Maskenpflicht, und die letzten Male wo ich unterwegs war, haben sich die Leute auch daran gehalten.
Letztendlich liegt es an jedem selbst ob er sich ins Gedränge stürzen will oder nicht

14:46 von frosthorn

«Ich kann hier nichts von Heldenstatus feststellen, H. Weselsky wird im Gegenteil als Egomane beschimpft, der aus reinem persönlichen Machtgelüst seine Gewrkschaftsmitglieder instrumentalisiert und in eine nicht zu gewinnnde Schlacht treibt.»

Herr Weselsky als Persönlichkeit ist mir sehr unsympathisch.
Das ist aber egal, und darum geht es auch nicht.

Lokführer bei der DB haben eine prinzipiell gleiche Stellung wie Piloten bei der Lufthansa. Eine in Relation zur Gesamtbelegschaft kleine Gruppe mit der Auswirkung, dass nix mehr fliegt oder fährt, wenn die streiken. Auch bei der EVG gibt es Lokführer. So sehr sinnvoll ist das nicht, werden bei einem Unternehmen gleiche Arbeitsstellen durch zwei verschiedene Gewerkschaften vertreten.

Das Recht zu streiken müssen selbstverständlich auch Lokführer der GDL haben. Die Mitglieder waren ja auch zu > 90% der abgegebenen Stimmen bei der Urabstimmug ür den Streik.

Ist Unterschied bei Abschluss EVG zu Forderug GDL real so unterschiedlich …?

Darstellung: