Kommentare

„tagesschau.de: Heißt das, Menschen können an der Ahr wohnen, wenn man das entsprechende Geld und Know-how einsetzt?>> Büchs: Ja, auf jeden Fall. Mit entsprechenden Maßnahmen ist dies möglich“

Wenn die umgesetzt werden.

„Das Ahrtal ist wunderschön“

Ohne jeden Zweifel.

„Die Leute wollen ihre Heimat nicht verlieren“

Verständlicherweise.

Büchs weiter: „Allerdings muss man den gesamten Katalog hochwasserreduzierender Maßnahmen konsequent umsetzen“

Den gesamten. Konsequent. Der Lebensraum von Menschen ist keine politische „Verhandlungsmasse“ (und schon gar keine „finanzielle“).

rer Truman Welt

Ich glaube, sehr viele Flussanrainer in der Welt sollten sich diesbezüglich sehr schnell Gedanken machen und bestimmt nicht nur im Ahrtal.
Ferner Hausbesitzer an und in Hanglagen. Die nächste Katastrophe - befürchte ich - wird ganz sicher nicht lange auf sich warten lassen. Ab jetzt werden solche Eigentümer im Verlaufe der Zeit immer mehr mit in die Verantwortung genommen. Wer in wenigen Jahren dann von solch einer Katastrophe betroffen werden sollte, für den wird das Mitleid und die Hilfsbereitschaft bei weitem nicht mehr so groß ausfallen wie heute. Das sollte klar sein.

Da muss sich sehr viel ändern.

Zeitgeist- Mode - täglich Klima und nochmal Klima, Bio, Öko, Nachhaltigkeit .., Demo auf Demo, oft ohne Sinn und Verstand. Geld spielt keine Rolle. Viel Geld wird nutzlos ausgegeben!
Nürburgring, PV, Windräder, EEG ... statt Hochwasserschutz etc. werden Schadensereignisse u.a. wie die Starkregenkatastrophe im Ahrtal nicht verhindern. Nachhaltig ist da wenig.

Der globale Klimawandel ist Fakt. Die extremen Wetterereignisse auch, sie sind nicht neu. Wer sich nicht darauf vorbereitet wird die Folgen und Schäden immer mehr zu spüren bekommen.

-Deichen oder Weichen-; wie unsere Nachbarn die Niederländer schon lange wissen. Die Erdbevölkerung wächst ungebremst um Milliarden, auch das hat Auswirkungen und muss berücksichtigt werden. Die immer dichtere Besiedelung vieler Regionen Deutschlands spielt hierzulande eine wesentliche Rolle.

Selbst wenn sich Deutschland abschafft, wird das weder Klima noch Wetter ändern! Ohne ausreichende Schutzmaßnahmen werden sich solche Katastrophen häufen.

Grob Fahrlässig versäumt.

Wasserschutz, was man machen konnte hat man falsch oder gar nicht gemacht. Und erstaunlicherweise in den letzten Jahren am meisten. Wirtschaft und Finanzen standen an erster Stelle.Es ist schon erstaunlich seit wie langer Zeit man bestens detailliert informiert war, was zu tun war und was geschehen konnte wenn keine Abhilfe geschaffen würde. Man hat es schlichtweg über Jahrzehnte in Kauf genommen.
Eigentlich nimmt man an das eine solche grobe Fahrlässigkeit nicht passieren kann.
Es ist zu hoffen das jetzt die seit Jahrzehnte festgestellte Massnahmen ergriffen werden und die Menschen sicher in ihrer Heimat leben können.

Bis das alles umgesetzt

ist, wenn es so kommt, und genug Geld vorhanden ist, das wird viele Jahre dauern, bis das alles gebaut ist.

" Beispielsweise erstreckt sich bei Altenahr-Altenburg ein ehemaliger Altarm um einen Felsen. Das Gebiet wurde seit den 1960er-Jahren kontinuierlich besiedelt und zugebaut. "

Ein Fehler der fast überall gemacht wurde, das sind Dinge die korrigiert werden müssen.

Ein sehr interessanter

Ein sehr interessanter Artikel der einiges anspricht.
Wahrscheinlich wird jetzt hemmungsloses Bauen neu überdacht werden müssen. Genau so hemmungsloses Versiegeln der Böden. Vielleicht sollten Steingärten jetzt ja doch verboten werden, meinetwegen mit 5 bis 10 jähriger Frist. Viele bißchen machen doch ein viel.
Natürlich ist man jetzt schlauer und schau nicht mehr so naiv in die Welt.
Eigentlich trifft die Baubehörden die Hauptschuld weil die alles genehmigen müssen und uns normalerweise mit ganz seltsamen Vorschriften quälen. Aber nichts davon scheint umweltbewusst zu sein.
So viele Tote und Verletzte, Vermisste und zerstörte Infrastruktur.
Das Nichtweitergeben von Warnungen sollte auch bestraft werden - wer auch immer es gewesen war.
Natürlich kann nichts davon die Toten zurück holen - vielleicht und hoffentlich wird aber in Zukunft besonnener gehandelt werden.
Noch so ein Unglück sollten wir uns nicht leisten und die Umwelt wird grausamer werden.

Eigentlich

...müsste man solche grundsätzlichen Analysen für fast alle Regionen durchführen und versuchen mit einzubeziehen, welche kommenden extremen Wetterlagen sich wie auswirken könnten. Das scheint mir kaum möglich, zumal alles unter dem worst case unzureichend wäre. Unfinanzierbar.

Wir können uns nicht an den Klimawandel anpassen, das wird zunehmend deutlich.

Bin mal gespannt...

...wie der Wiederaufbau und die Verbesserung des Hochwasserschutzes laufen werden.

Auch wenn wir in den letzten eineinhalb Jahren den Eindruck bekommen konnten, dass Geld unendlich zu Verfügung steht, so halte ich das doch für eine Illusion. Und dass gerade Baumaterial inzwischen reichlich knapp und immens teurer geworden ist, kann man fast täglich lesen.

Plus: Die Katastrophen kommen immer häufiger, richten größere Schäden an, gehen teilweise schon ineinander über. Wenn man angesichts von Corona schon die Furcht vom Zusammenbruch des Gesundheitssystems hatte, was passiert dann, wenn beim nächsten Starkregen oder Wintersturm im Ruhrgebiet die Stromleitungen reihenweise reißen und dutzende Kilometer Strassen und Bahnlinien hinüber sind?

Welch Überraschung

Schau ich mir den Ort von oben an, sehe ich einen Fluß und ein großes Überflutungsgebiet. Und das ist nun komplett bebaut mit Häusern. Wie konnte man da bauen? Wer hat dies zugelassen?
Es sollte doch in der Verantwortung derer liegen, die Bauplätze ausweisen, dass diese Bauplätze auch zum Wohnen geeignet sind.
Nebenan hat man gar im alten Flußbett gebaut. Entschuldigung - da fehlen einem die Worte.
Und heute? Vermutlich wollen die Einwohner an den gleichen Stellen wieder bauen. Klar, es ist ihre Heimat und sie haben das Land sicherlich vor Jahren teuer gekauft. Aber die gleichen Fehler wiederholen darf man nicht.

@ harpdart

Wir können uns nicht an den Klimawandel anpassen ?

Also, der Mensch hat die Welt von der Arktis bis zu den Wüsten besiedelt und sich so ziemlich an alles angepasst, inklusive kleiner und großer Eiszeiten.

Natürlich wird das nicht einfach, viel Geld kosten und auch Menschenleben. Aber es gibt auch keine alternative: Der Klimawandel lässt sich nicht kurzfristig aufhalten, selbst wenn wir Deutschland morgen schon Klimaneutral hätten....

@19:58 von harpdart

//Wir können uns nicht an den Klimawandel anpassen, das wird zunehmend deutlich.//

Sicher nicht komplett, aber wir könnten künftig auf Leichtsinn verzichten. Dazu gehören für mich auch unnötige Eingriffe in die Natur. Ich denke da schon wieder an die Elbvertiefung als ein Beispiel von vielen. Warum z. B. müssen schon wieder 4500 Quadratmeter eines unter Schutz stehenden Walds für Umbaumaßnahmen des Heimatflugplatzes von Friedrich Merz weichen? Der BUND hat erfolglos versucht, dies zu verhindern. Friedrich Merz möchte sich zu dem Streit nicht äußern.

20:00 von Tinkotis

Bin da ganz ihrer Meinung.

Man kann nur hoffen, dass

Man kann nur hoffen, dass über die Zukunft des Ahrtals nicht der selbe Klüngel bestimmen wird, der auch den ganzen Laden in der Katastrophe an die Wand gefahren hat und damit meine ich nicht nur irgendein uns mittlerweile feilgebotenes, zum Bauernopfer bestimmtes, Landrätchen, hinter dem sich die eigentlichen Verantwortlichen nun wohl verstecken wollen.

@ Tinoktis

Wenn man angesichts von Corona schon die Furcht vom Zusammenbruch des Gesundheitssystems hatte, was passiert dann, wenn beim nächsten Starkregen oder Wintersturm im Ruhrgebiet die Stromleitungen reihenweise reißen und dutzende Kilometer Strassen und Bahnlinien hinüber sind?

Was wohl?
Wir bauen's wieder auf. Wie immer.

Gut das auch die ARD jetzt den Heimatforscher interviewt

Der Mann ist Biologe und Heimatkundler. Und der hat wirklich viele richtige Ideen, zB dazu die Weinberge quer zum Hang zu bewirtschaften und nicht in Gefällerichtung.

Das mit den nach 1910 geplanten Regenrückhaltebecken über 11.3 Mio cbm Wasser Fassungsvermögen weiß ich auch von ihm - weil er in einem anderen Medium (Süddeutsche ?) schon vor vier Wochen interviewt wurde.

Als ich dann hier postete das man damals wegen des präferierten Baus des Nürburgrings die Regenrückhaltebecken nicht gebaut habe (was der Biologe damals im Interview bereits behauptete, und nun in diesem neuerlichen Interview erneut bekräftigte ) - da habe ich hier leider „rot“ gesehen ...

Totales Versagen der Politik u. der Behörden

Die Flugkatastrophe mit über 200 Toten hat deutlich gezeigt, wie schlecht Deutschland eigentlich regiert wird (gilt auch für Corona). Das war ein Totalversagen der Politik und der Behörden, auch das Krisenmanagement war mangelhaft.

Man hat vor der Katastrophe versagt und auch danach. Bei den Aufräumarbeiten sehe ich überwiegend nur Betroffene, die selber anpacken. Bekommen die von den Behörden keine Hilfe?

Und warum wird die Bundesregierung eigentlich nicht kritisiert? Wo bleiben die Medien, die das tun könnten?

Rücktritte von Politikern sind mehr als überfällig. Der Landrat von Ahrweiler, gegen den jetzt ermittelt wird, ist doch nur ein Bauernopfer. Nein, hier muss die Bundesregierung zur Verantwortung gezogen werden, angefangen bei Frau Merkel.

@ Kritik unerwünscht

Und heute? Vermutlich wollen die Einwohner an den gleichen Stellen wieder bauen. Klar, es ist ihre Heimat und sie haben das Land sicherlich vor Jahren teuer gekauft. Aber die gleichen Fehler wiederholen darf man nicht.

Das ist Sache der Bauaufsicht. Nicht alle Häuser können wieder aufgebaut werden.

Es gibt in Deutschland viele

Gegenden, in denen es so aussieht, wie im Ahrtal. Da müsste also noch viel mehr Geld investiert werden. Man denke da nur an die Hochwasserschutzanlagen der größeren Städte an Rhein
oder anderen Flüssen. Die haben immense Kosten verursacht. Nur die Leute im Ahrtal zu schützen, reicht nicht.
Da muss ein Generalplan erstellt werden für ganz Deutschland. Und was ist mit den anderen Ortschaften an Nord-und Ostsee? Oder Ortschaften in den Alpen, wo es öfters mal Felsstürze gibt?
Also, packen wir's an. Wegen der Milliardenkosten: ein wenig mehr Schulden machen, fällt doch bei uns gar nicht mehr auf.

Am besten nicht neu bebauen.

Am besten nicht neu bebauen. Es gibt auch wo anders noch Platz. Ohne Hochwassergefahr.
Denn egal was die da bauen wollen, das wird nix.

Milchbubenrechnungen der Vergangenheit

"Das kostet dann nicht zwölf Millionen, sondern vielleicht 200 Millionen" - und was sind diese 200 Millionen gegen die halbe Milliarde nur an Sachschäden, die jetzt entstanden sind (von den toten Menschen und Tieren einmal ganz zu schweigen, sie aber nicht zu vergessen)? - Ich höre noch in meinen Ohren die lauten Vertreter der Flurbereinigung aus den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts des vergangenen Jahrtausends; wer dagegen war, wurde verlacht, verhöhnt und ihnen wurden bei entsprechender Windrichtung die Pestizidschwaden mit hinübergeweht. Wo sind sie nun, Politiker wie Winzer aus dieser Zeit? - Hoffentlich werden die jetzt notwendigen Schritte nicht wieder verwässert und ausgesessen. -

Nicht nur Hochwasser..

..auch Stürme werden ein immer größeres Problem..

Seitdem ich 2000 mein Elternhaus in Rothenburg/Tauber übernommen habe hat sich die Sturmpolice verdoppelt..

Mal sehen, wo das alles endet..

Viele Grundstücke sind jetzt wertlos

Hier sehe ich klar den Staat in Haftung.

Manche Flurstücke sind regelrecht „untergegangen“. Was sollen da die Eigentümer jetzt machen ? Einen Angelschein beantragen ? (Sorry für den Sarkasmus)

Kommunen müssen zukünftig in Haftung genommen werden müssen wenn sie offenbar ungeeignetes Gebiet als Bauland ausweisen. Andernfalls müssen Kommunen für alle entstandenen Sach- und Personenschäden haften!

Man wird ja wohl noch träumen dürfen!

Mir ist völlig klar, dass dies ohne grundsätzliche Änderungen des deutschen Verwaltungsrechts nicht möglich ist. Eine solche Verwaltungsrechtsreform täte dringend Not !

Es kann doch nicht sein, dass der Staat seine Bürger sozusagen „auf dem Vulkan“ siedeln lässt?! Kurioserweise haben manche Neubürger den Kommunen ihre jetzt wertlosen Grundstücke vorher für Hunderttausende Euro abgekauft ! Wo bleibt die Verantwortung des Staates ?

Die Ahr ist als wilde Tochter des Rhein

seit Jahrhunderten bekannt.
Eine Flut stellt daher keine Überraschung war, sondern nur die Einfalt der Art der Besiedlung.

Ein wirklich sehr schönes Interview

Ein wirklich sehr schönes Interview.

Was wir wieder bräuchten wäre ein Meliorationswesen _ähnlich_ dem was es in der DDR gab.

"Jeder Baum hilft..."

Büchs sagt jeder Baum helfe die Fließgeschwindigkeit zu reduzieren. Wenn das Hochwasser da ist, möchte ich doch eine hohe Fließgeschwindigkeit, so dass das Wasser schnell abfließt und der Pegel nicht noch höher steigt. Warum soll ich dann eine niedrige Fließgeschwindigkeit wollen?

.... denn seit Jahrhunderten ist es im Abstand von etwa 100 Jahren immer wieder zu katastrophalen Fluten gekommen.
----------------------

also schon bevor dieser Klimawandel begann
oder wie muß ich diese Aussage werten ?

21:01 @ harpdart ... Hoffnung? ... Nachbar

Bitte die Wünsche veröffentlichtlichen

21:01 @ harpdart ... Hoffnung?

Sie haben mich jetzt sehr erschreckt, und ich ringe nach Worten.

Vielen herzlichen Dank für Ihre vielen wunderbaren Beiträge.

Ich wünschen Ihnen alles erdenklich Gute und hoffe (mit Ihnen ), dass die Verschlechterung nicht mehr so rapide weiter geht, dass Sie noch Zeit genug für Schönes finden, dass Ihre Wünsche in Erfüllung gehen mögen.

Viele liebe Grüße
Leipzigerin59
(Petra Kl.)

mal schauen

ob die Menschen diesmal ihre Häuser gegen Elementarschäden versichern werden

dass Versicherungen das nicht tun, halte ich für ein Gerücht
eher dass es den Eigentümern einfach zu teuer ist/war
Wer weiß vielleicht ringt sich die Regierung durch,
führt eine Zwangsversicherung ein, so wie damals in BW
Hätte den Vorteil, die wäre auch noch billiger,
weil es damals keine Risikobewertung gab

Aus Schaden wird man klug...

...sollte man meinen. Doch im Artikel steht eine lange Liste von Fehlern, die bereits seit etlichen Jahrzehnten und seit etlichen Fluten gemacht wurden. Immer wieder.

Ich kapier's einfach nicht, wie man dort bauen kann - und zu allem Überfluss viele auch noch nicht einmal eine Elementarschäden-Versicherung abschließen.
Wie kann man nur so dumm sein? Aber klar, die Steuerzahler sollen's richten.

Mir fehlen die Worte...

Es gibt auch Flutopfer

Welche niemals mehr in ihre ehemaligen Wohnorte zurückkehren wollen! Egal ob der Ort wieder aufgebaut wird oder nicht!

Ich denke ich wäre genauso eingestellt, keine 10 Pferde brächten mich mehr zurück!

Schuld habe ich nur mal aus dem Autofenster "von oben" gesehen, klar wirkte erstmal malerisch. Mein zweiter Gedanke war, bei starken Hochwasser ist es bestimmt kein "Spaß" dort zu wohnen. So eine Katastrophe konnte ich mir allerdings auch nicht ausmalen.

19:32 von gman

-Deichen oder Weichen-; wie unsere Nachbarn die Niederländer schon lange wissen.
...............

das ist kein Spruch der Niederländer, sondern einer der für die komplette Küste galt

@ hardpart

Ich wünsche Ihnen alles Gute, möge sich Ihr Gesundheitszustand bald wieder bessern. Ich habe Ihre Kommentare stets als ausgewogen und fachlich fundiert geschätzt. Bitte nicht aufgeben...

Opa Klaus

Erkenntnisse erst seit 4 Wochen?

Wer auf einem Berg baut, muss mit Stürmen rechnen. Am Fluss mit Überschwemmung, in der City leben möchte, mit nächtlichem Lärm rechnen. Gefährdungsbeurteilung - dazu muss man kein Ingenieur sein. Jetzt wird nach Schuldigen gesucht. Tolle Gesellschaft !

" In den 1920er-Jahren wurden

"
In den 1920er-Jahren wurden die schon sehr konkreten Pläne zugunsten des Baus des Nürburgrings zurückgestellt.
"
+
"
Sehr wichtig sind auch die forstwirtschaftlichen Eingriffe
"
+
"
Es sollte auch nicht passieren, dass in die Talaue Gewerbebetriebe gebaut werden, die große Flächen versiegeln. Auch beim Weinbau muss man entgegensteuern.
"

->
Stets zum Wohle der Wirtschaft gehandelt.

Jene, die diese Entscheidungen getroffen haben.
& jene, die den Entscheidungsträgern die entsprechende Befugnisse gaben.

Hat sich das gelohnt ?

Sind die Investitionen + Gewinne seit der letzten Katastrophe höher als die jetzt angerichteten Verluste (inkl. Menschenleben) ?

Brücken zerstört, die 400 Jahre alt waren.
Also 3 "Jahrhunderthochwasser" überlebt - & dann:

Zum Wohle der Wirtschaft die gesamte Gegend seit dem letzten regelrecht für Flutwellen optimiert & gleichzeitig
dieses Gebiet ordentlich zugepflastert.

Keine Ahnung wie dann nur solche Katastrophen entstehen können...

@ harpdart

Bitte verzeihen Sie mir, dass ich bei Ihrem Nick die Wechstaben verbuchselt habe. Naja, vielleicht heitert Sie das ja etwas auf. War keine Absicht :-)

Da hilft nur eins

Als Hamburger und Elbe Anrainer sage ich nur:Willst du nicht weichen , dann musst du Deichen. So gesehen auch für Menschen die im Ahrtal wohnen.Das wird wohl eine Mammut Arbeit und sehr teuer,Alternative wäre nur eine Umsiedelung der Bürger dort.

@pxslo

"Bei den Aufräumarbeiten sehe ich überwiegend nur Betroffene, die selber anpacken. Bekommen die von den Behörden keine Hilfe?"
Dann sollten Sie mal richtig hinsehen und keine Unwahrheiten verbreiten!!

19:29 von Nettie

«Fehler über Fehler - wo die lagen, hat die Katastrophe offenbart.»

Die 1. Hauptfehler war / ist, keine geeigneten Maßnahmen zur Reduktion der Fließgeschwindigkeit von Ahr + Nebenflüssen umgesetzt zu haben. War mit Wehren + Staustufen im Konzept aus den 1920-er Jahren mal so vorgesehen. Dann hat man erst mal den Nürburgring für teuer Geld gebaut, das mit der Ahr ist versickert + verwässert.

Die Physikalische Formel für Kinetische Energie ist:

E (kin) = 0,5 x (m) x (v zum Quadrat).

Kinetische Energie = Bewegungsenergie (Fließgeschwindigkeit).

(m) ist die (Wasser) Masse …(v) ist die Geschwindigkeit.
Kinetische Energie ist auch Aufprallenergie.
Die wirkt beim Aufprall mit (v) auf das Prall-Hindernis ein.

Der Einfluss von (v) in Abhängigkeit zum Quadrat hat enorme Effekte in beiden mögl. Richtungen.

Sehr ähnlich der 2. Fehler. Wasserablauf aus Weinbergen in Hanglinie. Bremsend sind Ablaufkanäle entlang der Hänge in Windungen.
So ist das uralte Prinzip der Reisterrassen in Asien.

Am 08. August 2021 um 19:58 von th711

"Wahrscheinlich wird jetzt hemmungsloses Bauen neu überdacht werden müssen."

- Hm, ist das nicht so üblich, dass Neubauten auch ein Dach bekommen? (Tschuldigung, konnt's mir nicht verkneifen.)

Ansonsten teile ich Ihre Meinung: Ein erfreulich guter Artikel, der alles Wichtige anspricht und gute Erklärungen liefert.

Ich erinnere mich, dass ich hier in Bonn aus dem Fenster sah und die Starkregen-Warnung etwas übertrieben fand. Fast zur gleichen Zeit sind die Menschen im Ahrtal ertrunken. Auch wenn ich aus meiner Jugend Hochwasser vom Rhein kenne und weiß, dass man es nicht unterschätzen soll, hätte ich nie gedacht, dass es derart übel kommen könnte. Hinterher sind immer alle schlauer als vorher, manche allerdings mehr als alle anderen.

Steingärten sind wohl kaum entscheidend. Aber vieles ist nicht hw-gerecht. Die Mosel hat dasselbe Weinbau-Wasserabfuhrproblem.

Es hilft nix, wir müssen den Gewässern mehr Raum geben und konform bauen. Unter anderem.

Enteignung

Die Menschen die nach den Ereignissen immer noch wohnen bleiben wollen, müssen enteignet und umgesiedelt werden.

Der Klimawandel verlangt seinen Tribut. Und ohne geeignete Maßnahmen werden sich solche Katastrophen wiederholen.

Das wird den Querdenkern nicht schmecken, daher muss staatlich eingegriffen werden und die Unbelehrbaren in sichere Gebiete gebracht werden.

Ach, man fordert hier man

Ach, man fordert hier man möge die Bundesregierung zur Rechenschaft ziehen. Das ist doch an der Realität vorbei.
Schuld haben ausschließlich Baubehörden, die hier in alten Flußläufen und ähnlich gefährdeten Gebieten das Bauen erlaubt haben. Natürlich auch die entsprechenden Stadträte, die in den Gemeinderäten Neubaugebiete ausgewiesen haben, die besser unausgebaut geblieben wären.
Das wird auch einmal in Mainz Laubenheim passieren wo im Ried neu gebaut werden durfte.
Es sind nicht die Hausbesitzer schuld, die wissen ja meistens gar nicht was die da tun.
Aber diesmal ist Frau Merkel einmal nicht schuld. Tatsächlich nicht.

@ pxslo

Rücktritte von Politikern sind mehr als überfällig. Der Landrat von Ahrweiler, gegen den jetzt ermittelt wird, ist doch nur ein Bauernopfer.

Für Sie scheint er ja schon schon schuldig zu sein. Ist das nicht ein bisschen voreilig?

20:45 von pxslo

übertreiben sie da nicht ?
Kann man wirklich alles so voraussehen
Starkregen hier, die Waldbrände in der Türkei (und anderswo) dort

Sollte man nicht erst mal die Katastrophe versuchen zu meistern
und dann weitersehen was besser zu machen ist
hier wie dort ?

@ Möbius

Als ich dann hier postete das man damals wegen des präferierten Baus des Nürburgrings die Regenrückhaltebecken nicht gebaut habe

Das eine schließt das andere ja nicht aus. Beide Projekte haben nichts miteinander zu tun. Das ist nur eine Vermutung ins Blaue hinein.

19:58 von harpdart

«Wir können uns nicht an den Klimawandel anpassen, das wird zunehmend deutlich.»

Menschen bleibt gar keine andere Wahl, als das an verschiedenen Orten mit unterschiedlichen Bedrohungsszenarien so gut wie möglich und finanzierbar zu tun.

Das Alpha und Omega sind kluges Wassermanagement und geschickter Wasserbau im Angesicht von Dürre und Flut. Fluten an Flüssen durch Starkregen, und Fluten von den Meeren her durch steigende Wasserpegel. Dürren erklären sich von selbst.

Das alles zusammen wird sehr, sehr teuer.
Aber nichts tun kostet noch viel mehr.

20:37 von Nachfolgerin

Was wohl?
Wir bauen's wieder auf. Wie immer.
---

eben wie sie schreiben
was auch sonst

@20:34 von Kambrium2

//...irgendein uns mittlerweile feilgebotenes, zum Bauernopfer bestimmtes, Landrätchen, hinter dem sich die eigentlichen Verantwortlichen nun wohl verstecken wollen.//

Das gehört zu den Dingen, die mich abgrundtief ärgern. Es gibt viele, die sich im Nachhinein schuldig fühlen und dies teilweise sicher auch zu Recht.
Der Oberbürgermeister von Trier berichtete z.B., dass er auch teilweise persönlich von Haus zu Haus gegangen sei, um die Leute zu warnen. Viele hätten aber dankend abgelehnt. Er berichtete auch, wie schwer die Entscheidung gewesen sei, das Krankenhaus und das Altenheim nebenan zu evakuieren, zumal er wusste, dass dann auch laufende Operationen unterbrochen werden müssen. Er hat sich spät, aber gerade noch rechtzeitig für die Evakuierung entschieden. Was dem OB geblüht hätte, wäre die Flut NICHT gekommen, aber aufgrund der Evakuierung ein Patient gestorben wäre, wissen wir alle.

Eine Mammut-Aufgabe steht bevor

Nicht nachvollziehbar, dass man schon vor 100 Jahren über Hochwasserschutzmaßnahmen in der Region nachdachte und dann aber nicht nur einfach Planungen verschoben, sondern ganz aus den Augen verloren hat.
Diese Region zu retten bedarf in der Tat höher Ingineurskunst. Und das kostet nicht nur Geld sondern enorm viel Zeit. Zeit, die die Einwohner dort gar nicht haben. Denn keiner kann vorhersagen, wann erneut derart massive Unwetter über die Region ziehen.
Allerdings ist es sehr fraglich, ob Hochwasserschutzmaßnahmen, wären sie tatsächlich vor Jahrzehnten umgesetzt worden, auch ausreichend gewesen wären. Denn wie zu lesen, sind die Hochwassergefährdungskarten wohl völlig unzureichend und ob dem damals ausreichend Rechnung getragen worden wäre, um die Katastrophe aus der Gegenwart zu verhindern oder erheblich abzumildern weiß auch niemand.

naheliegende Vorschläge

Die Vorschläge von Herrn Büchs decken sich mit dem, wie ich mir einen wirksamen Hochwasserschutz vorstelle: Das Wasser muss so lange wie möglich an den Hängen gehalten werden und im Tal den nötigen Platz bekommen.

@Möbius
Die Hintergrundinfos zur Historie des Ahrtals kennen Sie wahrscheinlich aus dem Interview bei RiffReporter.de vom 19.07.2021. (Ahrtal: „Alles auf den Prüfstand stellen, um weiteren Katastrophen vorzubeugen“).

@ 20:37 von Nachfolgerin @ Tinoktis

//"Wenn man angesichts von Corona schon die Furcht vom Zusammenbruch des Gesundheitssystems hatte, was passiert dann, wenn beim nächsten Starkregen oder Wintersturm im Ruhrgebiet die Stromleitungen reihenweise reißen und dutzende Kilometer Strassen und Bahnlinien hinüber sind?"

---

Was wohl?
Wir bauen's wieder auf. Wie immer.//

Sie ignorieren wesentliche Aussagen in dem Kommentar von Tinkotis. Ich mach's kurz: Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Pinkepinke, wer hat so viel Geld?
Oder anders: Wie viele Naturkatastrophen können wir uns leisten?

@ Old Lästervogel

Es gibt in Deutschland viele Gegenden, in denen es so aussieht, wie im Ahrtal. Da müsste also noch viel mehr Geld investiert werden. Man denke da nur an die Hochwasserschutzanlagen der größeren Städte an Rhein

Die Menschen am Rhein leben schon immer mit dem Hochwasser. Ein so großer Fluss kann durch Starkregen nicht in wenigen Minuten so anwachsen, wie die kleinen Zuflüsse.

21:42 von r.wacker

50 % sollen keine Versicherung haben
so wurde kürzlich gebracht
erstaunlich sein Auto hat jeder versichert
aber sein Haus das doch nen erheblich höheren Wert darstellt nicht ?

21:49 von Opa Klaus @ hardpart

Ich wünsche Ihnen alles Gute, möge sich Ihr Gesundheitszustand bald wieder bessern.
#
Auch ich möchte mich dem anschießen.Gute Besserung.

@ Möbius

Viele Grundstücke sind jetzt wertlos. Hier sehe ich klar den Staat in Haftung.

Was hätte der damit zu tun?


Manche Flurstücke sind regelrecht „untergegangen“. Was sollen da die Eigentümer jetzt machen ?

Nichts.

@ Am 08. August 2021 um 22:24

@ Am 08. August 2021 um 22:24 von Sigrun_1954
„Enteignung
Die Menschen die nach den Ereignissen immer noch wohnen bleiben wollen, müssen enteignet und umgesiedelt werden.“

Ich möchte mal ganz deutlich sagen, daß wir hier in keiner Diktatur leben, Gott sei Dank.
Die Leute muss man nicht enteignen, daß sind sie schon!
Man muss sie entschädigen und für sie in der Nähe adäquate Grundstücke finden.
So muss es laufen - nicht anders.
Und es ist wichtig die Vorgaben aus dem Artikel einzuhalten.
Und das ist nicht nur an der Ahr wichtig!!
Jeder Ort muss überprüfen ob ähnliche Gefährdungen vorliegen und entsprechend handeln.

@pxslo - Konsequenzen

20:45 von pxslo:
"Nein, hier muss die Bundesregierung zur Verantwortung gezogen werden, angefangen bei Frau Merkel."
> Frau Merkel ist eh weg und die Verantwortlichen werden sich wieder einmal auf die völlig neue Situation berufen und gar nicht auf die Idee kommen, persönliche Konsequenzen zu ziehen. Ich hoffe aber, dass den gefährdeten Bewohnern irgendwelche Experimente mit ineffizienten Maßnahmen erspart bleiben.

"Und warum wird die Bundesregierung eigentlich nicht kritisiert? Wo bleiben die Medien, die das tun könnten?"
> Die Sprecherin des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, Frau Herzog, hat für ihren von Unwissen geprägten Auftritt in der Bundespressekonferenz reichlich Kritik geerntet. Konsequenzen erwarte ich aber auch hier nicht.

3th711

„ Es sind nicht die Hausbesitzer schuld, die wissen ja meistens gar nicht was die da tun.“

Das sehe ich komplett anders. Entweder kann ich das Haus gegen Elementarschäden versichern und muss an solchen Lagen eben auch etwas mehr zahlen, oder das Haus ist gar nicht versicherungsfähig. Dann würde ich das Haus aber nicht kaufen oder bauen, wenn ich weiß, dass ich es nicht versichern kann, denn die Versicherungen wissen sehr genau, wo man besser nicht baut oder kauft.

Angeblich sollen fast 2/3 der Betroffenen dort keine Elementarversicherung gehabt haben, obwohl 80% eine hätten haben können. Ich verstehe nicht, warum ich als Steuerzahler dafür zahlen soll, wenn der Hauseigentümer meint, er müsse 100-200 EUR pro Jahr sparen.

Verantwortung

Am 08. August 2021 um 19:30 von Meinung zu unserer Truman Welt:
"Ab jetzt werden solche Eigentümer im Verlaufe der Zeit immer mehr mit in die Verantwortung genommen."
.
Wie soll die Verantwortung aussehen?
Hochwasserschutz in einer Region ist nicht Sache von Haus-und Grundstückseigentümern.
Bestenfalls lässt sich das Wasserhaushaltsgesetz (§5 WHG) heranziehen, dass heißt aber maximal Vorsorgemaßnahmen vor den Folgen von Hochwasser und Schadensminderung. Das endet aber in der Regel an der Haustür.
Wird das Haus gleich fortgespült, sind die Verantwortlichen nicht die Eigentümer.

@22:17 von sedance

-- @pxslo
"Bei den Aufräumarbeiten sehe ich überwiegend nur Betroffene, die selber anpacken. Bekommen die von den Behörden keine Hilfe?" --

"Dann sollten Sie mal richtig hinsehen und keine Unwahrheiten verbreiten!!"

Nein, ich bleibe dabei: es sind überwiegend Geschädigte, die ihre Keller aufräumen u. den Müll wegtragen usw. Natürlich sind auch viele Freiwillige dabei. Das war's dann aber auch.

@Nachfolgerin - Kein Geld für den Hochwasserschutz.

22:30 von Nachfolgerin:
"Das eine schließt das andere ja nicht aus. Beide Projekte haben nichts miteinander zu tun."

Doch, das haben sie. An anderer Stelle* sagte der Interviewte:
"Es war so kurz nach dem Ersten Weltkrieg kein Geld da, um beides zu machen, die Wahl fiel auf den Nürburgring. Eine Rennstrecke wirkte auf die Regierung [...] attraktiver als der Hochwasserschutz. So habe ich das zumindest im Landesarchiv in Koblenz den Unterlagen entnommen."

22:24 von Sigrun_1954

«Die Menschen die nach den Ereignissen immer noch wohnen bleiben wollen, müssen enteignet und umgesiedelt werden.»

Mit guter und stichhaltiger Begründung in jedem Einzelfall wäre das schon möglich. Extrem belämmert von Seiten des Staates wäre es nun, wegen Enteignungs-Maniac in Kurzschlusshandlung eine Klagewelle dagegen mit hohem Flutstand auszulösen.

Kostet dann zwar keine weiteren Toten.
Braucht aber genau wie die reale Flut mit Wasser keine Sau.

22:24 von th711

das fängt schon im Kleinen an

Kollege von mir (ein Nordlicht)
kaufte sich ein Grundstück im Wohngebiet "Rauher Kapf"
irgendwo zwischen Gäu und Schwarzwald
und wunderte sich dann, dass es dort furchtbar kalt war
Sommers und Winters ohnehin
vielleicht hätte er sich den Begriff "Rauher Kapf" übersetzen lassen sollen

klar läßt sich danach schlaue Sprüche klopfen
aber wenn ich an nem Fluß baue
und links und rechts gehen die Berge hoch
also ein wenig nachdenken kann jeder

@ Am 08. August 2021 um 22:23

@ Am 08. August 2021 um 22:23 von frankyboyonline
Am 08. August 2021 um 19:58 von th711
"Wahrscheinlich wird jetzt hemmungsloses Bauen neu überdacht werden müssen."

„- Hm, ist das nicht so üblich, dass Neubauten auch ein Dach bekommen? (Tschuldigung, konnt's mir nicht verkneifen.)“

Sie haben völlig recht, Neubauten ohne Dach wäre mies….

Aber ich möchte eigentlich wegen der Steingärten antworten.
Natürlich macht ein solches Gebilde nicht viel aus. Aber hübsch können sie ja doch sein. Und dann steckt ein Nachbar den anderen an. Und flugs ist in so einer Straße von Haus zu Haus nur noch Stein zu finden. Und das macht die Kanäle voll. So kommt halt eins zum anderen. Natürlich ist ein einzelner Steingarten harmlos. Aber die Menge machts.
Bei mir in der Firma bin ich übrigens der einzige in der Straße, der noch Rasen hat. Alle anderen haben alles fast ganz zugebaut und versiegelte Flächen zum Parken errichtet.
Mir geht’s ums Prinzip, es muss halt viel mehr Flächen zum Versickern geben

@ 22:24 von Sigrun_1954

Da kann ich nur zustimmen. Enteignen halte ich aber für falsch. Aber jeder, der an gleicher Stelle wieder aufbaut, sollte dies nur auf eigenes Risiko machen dürfen und notariell unterschreiben müssen, dass er im Falle eines erneuten Schadens keine Hilfe vom Staat erwarten darf. Die deutschen Versichere arbeiten mit den sogenannten Zürs-Zonen. Man sollte jeglichen Neubau in Zonen höher als 3 nur auf eigenes Risiko zulassen.

@Sigrun_1954 - Unbelehrbare Querdenker?!

22:24 von Sigrun_1954:
"Der Klimawandel verlangt seinen Tribut. Das wird den Querdenkern nicht schmecken, daher muss staatlich eingegriffen werden und die Unbelehrbaren in sichere Gebiete gebracht werden."

Wären Sie denn bereit, diesen Tribut zu zahlen? Wenn es um Ihr Grundstück und Haus ginge, würden Sie trotz einer möglichen Hochwassergefahr sicherlich bleiben wollen, und sich wohl kaum als "unbelehrbarer Querdenker" beschimpfen lassen.

@22:30 von Nachfolgerin @ Möbius

//"Als ich dann hier postete das man damals wegen des präferierten Baus des Nürburgrings die Regenrückhaltebecken nicht gebaut habe"

---

Das eine schließt das andere ja nicht aus. Beide Projekte haben nichts miteinander zu tun. Das ist nur eine Vermutung ins Blaue hinein.//

Möbius hat Recht. Das was er hier schreibt, berichtete auch der SPIEGEL. Wenn zwei Projekte im Raum stehen, aber nur für eins von beiden das verfügbare Geld reicht, dann hat da eine sehr wohl mit dem anderen zu tun.

@ pxslo

Totales Versagen der Politik u. der Behörden ... Das war ein Totalversagen der Politik und der Behörden, auch das Krisenmanagement war mangelhaft.

Einseitige Kritik ohne irgendwelche sachliche Grundlagen? Welchen Sinn soll das haben?

Jeder Baum hilft

Am 08. August 2021 um 21:27 von Vollzugsdefizit:
"Büchs sagt jeder Baum helfe die Fließgeschwindigkeit zu reduzieren. Wenn das Hochwasser da ist, möchte ich doch eine hohe Fließgeschwindigkeit, so dass das Wasser schnell abfließt und der Pegel nicht noch höher steigt. Warum soll ich dann eine niedrige Fließgeschwindigkeit wollen?"
.
Es geht darum, die umliegenden Wälder und Böden zu erhalten, damit das Regenwasser von den gut durchwurzelten Böden aufgenommen werden kann.
Werden Wälder kahl geschlagen, bedeutet das einen erheblichen Verlust, Wasser überhaupt noch aufnehmen zu können. Der baumlose Boden ist insbes. durch die Befahrung der Hulzrückemaschinen derart komprimiert, dass es bei Starkregen zu Sturzbächen kommt, anstatt dass das Wasser vom Boden aufgenommen wird.
So habe ich das verstanden.

@ 91541matthias

Seitdem ich 2000 mein Elternhaus in Rothenburg/Tauber übernommen habe hat sich die Sturmpolice verdoppelt..
Mal sehen, wo das alles endet.

Ich vermute, bei einer Verdreifachung.

@schabernack, 22:31 (re 19:58 von harpdart)

«Wir können uns nicht an den Klimawandel anpassen, das wird zunehmend deutlich.»

„Menschen bleibt gar keine andere Wahl, als das an verschiedenen Orten mit unterschiedlichen Bedrohungsszenarien so gut wie möglich und finanzierbar zu tun“

Mit Ersterem - bis zum „so gut wie möglich“ - haben Sie vollkommen Recht. Aber „finanzierbar“ ist alles. Denn Geld ist keine „Naturgewalt“, sondern eine „Erfindung“ der Menschen. Die ursprünglich - also vor sehr langer Zeit - zu aller Nutzen war.

Nicht versicherbar

Am 08. August 2021 um 21:42 von Sisyphos3:
"mal schauen
ob die Menschen diesmal ihre Häuser gegen Elementarschäden versichern werden.
dass Versicherungen das nicht tun, halte ich für ein Gerücht.
eher dass es den Eigentümern einfach zu teuer ist/war
"
.
Unterstellen Sie den Menschen dort nicht Geiz. Es ist kein Gerücht, dass Versicherungen Elementarschäden in exponierten Lagen nicht versichern. Vorprogrammierte Schadensfälle sind einfach nicht versicherbar.
Und spätestens genau jetzt dürften viele Versicherer eine Elementarschadensversicherung streichen. Regionenanhängig natürlich.
Deshalb wird es auch keine Zwangsversicherung dazu geben.

@20:23 von Jadawin1974 @ harpdart

//Also, der Mensch hat die Welt von der Arktis bis zu den Wüsten besiedelt und sich so ziemlich an alles angepasst, inklusive kleiner und großer Eiszeiten.//

Anpassung kostet Zeit. Wer weiß schon, ob wir genug davon haben? Hoffen wir das mal....

@ Sisyphos3

50 % sollen keine Versicherung haben
so wurde kürzlich gebracht
erstaunlich sein Auto hat jeder versichert
aber sein Haus das doch nen erheblich höheren Wert darstellt nicht ?

Dann bilde ich wohl eine Ausnahme. Mein Auto ist nicht versichert, wenn es in einer Flut versinkt.

@21:49 von Opa Klaus @ hardpart

//Ich wünsche Ihnen alles Gute, möge sich Ihr Gesundheitszustand bald wieder bessern. Ich habe Ihre Kommentare stets als ausgewogen und fachlich fundiert geschätzt. Bitte nicht aufgeben...

Opa Klaus//

Auch wenn ich nicht weiß, auf welchen Kommentar Sie sich beziehen, möchte ich mich Ihren Worten, vor allem den guten Wünschen anschließen.

Grüße an @ hardpart
Anna-Elisabeth

@ Am 08. August 2021 um 23:03

@ Am 08. August 2021 um 23:03 von Dr. Dr. Sheldon...

„Ich verstehe nicht, warum ich als Steuerzahler dafür zahlen soll, wenn der Hauseigentümer meint, er müsse 100-200 EUR pro Jahr sparen.“

Erstens sind 100-200€ viel zu wenig. Mit 300-500€ sind Sie dabei. Und das ist wirklich nicht wenig.

Zweitens zeigen Sie leider nicht die Spur von Solidarität. Echt schade.

„Was sich zur Neubesiedlung des Ahrtals ändern muss“

Es wurden in den letzten Jahrzenten in Deutschland viele Flüsse „Begradigt“ und „Schiffbar“ gemacht. Es wurden Häuser in Hochwassergebiete gebaut.
Die Quittung haben wir hier. Was und wie können wir es ändern?

Enteignung??

Am 08. August 2021 um 22:24 von Sigrun_1954:
"Die Menschen die nach den Ereignissen immer noch wohnen bleiben wollen, müssen enteignet und umgesiedelt werden."
.
Ich glaube Sie verkennen, dass wir hier nicht in China oder sonstwo wohnen, wo einem das aufdiktiert wird.
Sie machen sich die Sache zu einfach und ich wette, dass Sie sich kein bißchen in die Lage der Flutopfer versetzen können.

@23:26 von Parsec

//Es geht darum, die umliegenden Wälder und Böden zu erhalten, damit das Regenwasser von den gut durchwurzelten Böden aufgenommen werden kann.
Werden Wälder kahl geschlagen, bedeutet das einen erheblichen Verlust, Wasser überhaupt noch aufnehmen zu können. Der baumlose Boden ist insbes. durch die Befahrung der Hulzrückemaschinen derart komprimiert, dass es bei Starkregen zu Sturzbächen kommt, anstatt dass das Wasser vom Boden aufgenommen wird.
So habe ich das verstanden.//

So habe ich das auch verstanden. Es lohnt sich, auch die Ausführungen von Peter Wohlleben dazu zu lesen.

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