Ihre Meinung zu: 40 Jahre MTV: Was vom Musikfernsehen übrig blieb

31. Juli 2021 - 10:56 Uhr

"Ladies and Gentlemen, Rock 'n' Roll": Mit diesen Worten ging MTV am 1. August 1981 auf Sendung. Was als kleiner Lokalsender begann, wurde zum einflussreichsten Musiksender der Welt - bis das Internet kam. Von Carsten Schabosky.

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Kommentare

MTV ist nicht mehr

hipp. Das Internet hat den Sender den Rang abgelaufen.
#
Grund für den Niedergang von MTV ist das Internet. Denn dort stehen alle ihre Songs plus das passende Video 24 Stunden am Tag zum Abruf bereit.
#
Ich bin fast täglich einmal auf You Tube und schaue mir Musik Videos an.

11:11, schiebaer45

>>Ich bin fast täglich einmal auf You Tube und schaue mir Musik Videos an.<<

YouTube ist mittlerweile so etwas wie meine Musikbibliothek. Ich kann dort inzwischen so gut wie alles finden, was mich interessiert. Was natürlich auch daran liegt, daß die Musik, die mich interessiert, nicht unbedingt die allerneueste ist. Gerade gestern habe ich mir beispielsweise die ersten Aufnahmen von T-Bone Walker angehört. Ich wusste, daß es sie gibt, aber gehört hatte ich sie noch nie. Sie stammen von 1929. Ganz viele Aufnahmen, die mich interessieren, sind ungefähr so alt, weswegen MTV nie wirklich mein Sender war:=)

MTV

... das war unsere Jugend, das haben wir geschaut, denn das musste man einfach sehen. Schade, die Zeiten haben sich geändert und früher war alles besser. Aber nicht vor 81, denn da war alles schlechter.

@ fathaland slim

YouTube ist mittlerweile so etwas wie meine Musikbibliothek.

Wenn man auf Mainstream oder Oldies abfährt.

Thriller.

Wer kennt es nicht … dieses Musikvideo.
Ich habe es mir gerade nochmal angeschaut.
Es gibt ja heute YouTube statt MTV.

Ein Musikvideo mit guter Tanz-Choreographie mit Zombies, aber zerstört vom fürchterlichen Gesang von Michael Jackson. Er war ein sehr guter Tänzer, aber ein grauenhaft schlechter Sänger.

Das wahre Thriller-Video ist sowieso das von Otto. In dem auch auf einem Friedhof mehrere Heinos aus Gräbern steigen, und mit Bewegungs-Choreographie: "Schwarzbraun ist die Haselnuss" singen.

Zusätzlich zu MTV gab es einst ja auch noch den Musiksender: "VIVA". Mit den ganzen jungen Moderatoren / Moderatorinnen wie Enie van de Meiklokjes, Collien Ulmen-Fernandes, Mola Adibisi, Oliver Pocher …

Mit Geburtsjahr 1965 waren beide Sender gut in meinen Twenties, und wir haben das anfangs viel geguckt. War auch was schönes Neues mit den Videos.

Schon mittelfristig war die Musik aber sehr mittelmäßig mit immer das Gleiche. Bei YouTube nun gibt es auch das, was nicht Hitparade-Charts ist.

Man findet wesentlich mehr! @12:16 von alles nur Gedöns

>>> Wenn man auf Mainstream oder Oldies abfährt >>>

Komisch ich finde sogar die national sowie international undergroundigsten Gothic Bands auf YT! InterpretInnen von denen Niemand außerhalb dieses Genres je gehört hat.....

Ist aber bestimmt ein Sonderfall... und andere Musikgenres findet man gar nicht (Ironie)

@alles nur Gedöns, 12:14

Schade, die Zeiten haben sich geändert und früher war alles besser. Aber nicht vor 81, denn da war alles schlechter.

Äh ... wie meinen?

@alles nur Gedöns

"Am 31. Juli 2021 um 12:16 von alles nur Gedöns

@ fathaland slim

YouTube ist mittlerweile so etwas wie meine Musikbibliothek.

Wenn man auf Mainstream oder Oldies abfährt."

Blues ist weder Mainstream noch passt die Bezeichnung Oldies.

Im übrigen findet man auf YouTube praktisch alles.

12:16, alles nur Gedöns

>>@ fathaland slim
YouTube ist mittlerweile so etwas wie meine Musikbibliothek.

Wenn man auf Mainstream oder Oldies abfährt.<<

Ich schrieb ja, worauf ich abfahre.

Mainstream ist das nicht, Oldies kann man fast hundert Jahre alte Aufnahmen schon nennen. Auch wenn der Begriff meist anders benutzt wird.

Sagt Ihnen Walter Davis was? Leroy Carr? Dock Boggs? Mary Lou Williams? Gene Austin? Dave McKenna?

Wahrscheinlich nicht.

Macht aber nichts.

Die Promoter kalkulierter

Die Promoter kalkulierter Kurzlebigkeit von Reizen und Trends im Stakkato der schnellen Schnitte hat die Basis geliefert für das ADS ganzer Generationen. Aus der Ferne betrachtet (je weiter weg von diesem Flimmern desto besser für ein Ganzheitsverständnis) kann ich Mr. Tannenbaum nur Recht geben. Hier geht und ging es immer nur um das Erfolgskonzept eines Werbemagneten für eine Jugend, für die die Familie keine Heimat mehr bietet und schon gar kein Gefühl für Beständiges, würde ich mal frei hinzufügen.

12:16 von alles nur Gedöns

«YouTube ist mittlerweile so etwas wie meine Musikbibliothek.»

«Wenn man auf Mainstream oder Oldies abfährt.»

Nix mit nur Mainstream, oder nur Oldies bei YouTube.

Gerade dort findet man das, was man sonst nirgendwo findet. Konzert-Mittschnitte von Little Axe, Lee Scratch Perry, Nusrat Ali Fateh Khan +++.

Der beiden ersten leben noch, und machen Musik. Sie machen Musik seit Jahrzehnten, und waren niemals Mainstream Music für Radio and TV and Hits and Charts.

Der dritte ist verstorben, mit ihm ist einer der besten Sänger aller Zeiten gegangen. Man muss sie nicht mögen, die Musik "Qawwali" der Mystischen Sufis. All zu häufig kann man sie auch nicht hören. Das Konzert von Nusrat Ali Fateh Khan einst beim Festival in Yokohama ist ein Faszinosum von Stimmgewalt. Gibt es bei YouTube.

So was zu allen erdenklichen Musikstilen und Interpreten findet man bei YouTube. Nicht annähernd so viel war bei MTV. Aber zur damaligen Zeit noch ohne Internet war das auch gar nicht möglich.

Nicht so ganz @ 12:23 von schabernack

>>> Schon mittelfristig war die Musik aber sehr mittelmäßig mit immer das Gleiche >>>

Spät in der Nacht, neigten MTV und das längst untergegangene dt Pendant Viva, durchaus dazu auch "härtere" Musikvideos zu dudeln! ;)
Auch aus diversen Genres oder eben Videos welche aufgrund "nackter Tatsachen" ohnehin nur Nachts gespielt wurden.

Musikvideos via Internet

Musikvideos via Internet zu schauen, ist auch bei 4G Internetgeschwindigkeit ein ruckeldizuckel Graus mit mehr Standbildern statt Musik und für Leute auf dem Land mit Edge-Internetschneckentempo gar nicht nutzbar. Und selbst wenn Musikvideos einigermaßen störungsfrei im Internet anschaubar wären, so wäre mir dafür das Provider-Highspeedvolumen zu schade und zu teuer.

12:23, schabernack

>>Ein Musikvideo mit guter Tanz-Choreographie mit Zombies, aber zerstört vom fürchterlichen Gesang von Michael Jackson. Er war ein sehr guter Tänzer, aber ein grauenhaft schlechter Sänger.<<

Er war gar kein so schlechter Sänger. Allerdings sang er mit maskierter Stimme. Eigentlich war seine Stimme mindestens eine Oktave tiefer. Aber er hat wohl seinen Stimmbruch nie akzeptiert.

Ein ganz furchtbares Schicksal. Der Geiger Jascha Heifetz, der selbst betroffen war, hat mal gesagt, "Wunderkind" sei eine Diagnose, die die wenigsten überleben.

@ Carina F

Komisch ich finde sogar die national sowie international undergroundigsten Gothic Bands auf YT! InterpretInnen von denen Niemand außerhalb dieses Genres je gehört hat.....

Kein Wunder.

Weil der MTV-Schuster nicht bei seinem Leisten blieb

MTV hat den selben ruinösen Fehler wie Galeria Karstadt Kaufhof gemacht und hat sich in allerlei Sackgassen und Pseudotrends in den letzten Jahren verrannt und verzettelt. Und so schaue ich gerade deshalb MTV nicht mehr, weil MTV ähnlich wie VIVA schon lange kein richtiger Musiksender mehr ist, sondern mit allerlei musikfremden Krimskrams und Werbung vollgepackt noch den letzten musikinteressierten Zuschauer vergrault.

Aha @12:51 von alles nur Gedöns

>>> Kein Wunder >>>

Aber trotzdem finden SIE auf YT, "nur" Mainstream u Oldies.
Liegt wahrscheinlich an Ihrem Musikgeschmack!
Macht ja nix, kann ja auch schön sein.

Am 31. Juli 2021 um 12:07 von fathaland slim

" YouTube ist mittlerweile so etwas wie meine Musikbibliothek. Ich kann dort inzwischen so gut wie alles finden, was mich interessiert. "

Da Alte ja meist auf Oldis stehen ;-), ist MTV auch nie mein Sender gewesen, im Netz gibt es zum Glück ganz viel altes, oder auf den Oldi Sendern.
Da sind wir uns mal ähnlich ;-).

12:47, Björn H.

>>Musikvideos via Internet zu schauen, ist auch bei 4G Internetgeschwindigkeit ein ruckeldizuckel Graus mit mehr Standbildern statt Musik und für Leute auf dem Land mit Edge-Internetschneckentempo gar nicht nutzbar.<<

Diese Erfahrung mache ich nicht.

12:51, alles nur Gedöns

>>@ Carina F
"Komisch ich finde sogar die national sowie international undergroundigsten Gothic Bands auf YT! InterpretInnen von denen Niemand außerhalb dieses Genres je gehört hat....."

Kein Wunder.<<

Meinen Sie, bornierte Ignoranz sei etwas, worauf man stolz sein könne?

12:47 von fathaland slim / @schabernack

«Er [Michael Jackson] war gar kein so schlechter Sänger. Allerdings sang er mit maskierter Stimme. Eigentlich war seine Stimme mindestens eine Oktave tiefer. Aber er hat wohl seinen Stimmbruch nie akzeptiert.»

Das wusste ich nicht, aber seine Stimme kam mir immer gekünstelt zu Ohren. Was sich ja durch oben Gesagtes auch mind. zum Teil erklärt.

«Ein ganz furchtbares Schicksal. Der Geiger Jascha Heifetz, der selbst betroffen war, hat mal gesagt, "Wunderkind" sei eine Diagnose, die die wenigsten überleben.»

Allerdings. Und Father Jackson Family soll auch so was wie Despot und Sklaventreiber gewesen sein. Im Herzen war Michael Jackson eine Persönlichkeit, die einem nur leid tun konnte. Mit all dem Drumherum von außen an seiner Person. Fürchterlich, und für den eher schüchternen Mann schrecklich belastend.

Aber tanzen konnte er ganz außergewöhnlich gut.

@alles nur Gedöns - 12:14

"MTV
... das war unsere Jugend, das haben wir geschaut, denn das musste man einfach sehen. Schade, die Zeiten haben sich geändert und früher war alles besser. Aber nicht vor 81, denn da war alles schlechter."

Wenn Sie das auf die Musikszene beziehen, dann würde ich das gründlich anzweifeln.

Dazu sollte man verstehen, dass es Zeiten gab wo Musik auch ohne Videoclips begeistern konnte.
Nur seinen Ohren und seinem Gefühl zu vertrauen war der wesentlich intensivere Zugang das Gehörte als musikalisches Ereignis wahrzunehmen. Wobei für Musiker oder Musikinteressierte da andere Elemente von belang sind als bei den Konsumenten, denen es lediglich auf Unterhaltung oder angesagtes Mainstream-Material ankommt.

Und für historische Aufnahmen, die früher so gut wie gar nicht abgreifbar waren, sind die aktuellen Netzwerke eine wahre Fundgrube - so wie @fathaland es beschreibt.

13:06, schabernack

>>Aber tanzen konnte er [Michael Jackson] ganz außergewöhnlich gut.<<

Das kann man wohl sagen.

Und für die Musik war damals Quincy Jones verantwortlich. Einer der tollsten und vielseitigsten Komponisten, Arrangeure und Produzenten, die die Pop-, Jazz- und R&B-Welt je gekannt hat. Angefangen mit Big Maybelles "Whole Lotta Shakin' Goin' On". Und dann Count Basie, Frank Sinatra, Ray Charles, Henri Salvador, die ganze Palette.

Michael Jacksons Alben waren sozusagen sein Alterswerk, anschließend hat er sich dann mehr oder weniger zur Ruhe gesetzt.

Mir sind Musikvideos ein

Mir sind Musikvideos ein Graus. Ich habe bis heute nie verstanden, warum sich jemand Musik angucken muss oder will.
Mir reicht es vollkommen, Musik zu hören.

Der Niedergang von MTV

Der Niedergang von MTV liegt auch an der zunehmenden Niveaulosigkeit, Unkreativität und geistigen Verflachung all der modernen Musik aus der uniformen Industrie-Retorte, deren frühe Anfänge sich schon bei Dieter Bohlens "Modern Talking"-Musssik-Einerlei zeigten. Und so hat auch all die aggro Sprechgesang-Rapperei heutzutage schon lange nichts mehr mit Musik und Kreativität zu tun, die mit ihren Gewalt-Messages mit der Hollywood-Horrofließbandfilmindustrie wetteifert und darüber noch die letzten MTV-Nutzer vergrault.

12:47 von Björn H.

«Musikvideos via Internet zu schauen, ist auch bei 4G Internetgeschwindigkeit ein ruckeldizuckel Graus mit mehr Standbildern statt Musik und für Leute auf dem Land mit Edge-Internetschneckentempo gar nicht nutzbar.»

Mit Edge-Speed ist auch Kommentare hier bei ts schreiben, und Worte in Fremdsprachen in Internet-Lexika suchen ein grausiges Vergnügen.

Mit 4G-Internet ruckelt und zuckelt nicht mal der TV-Livestream in HDTV-Quality. Nicht mal schnelle Ballsportarten wie bspw. Tischtennis mit hoher Objektgeschwindigkeit + hoher Bildwechselrate.

«Und selbst wenn Musikvideos einigermaßen störungsfrei im Internet anschaubar wären, so wäre mir dafür das Provider-Highspeedvolumen zu schade und zu teuer.»

Wofür soll es denn da sein, das High Speed Datenvolumen?
Meine 20 GB im Surfstick für 19,99 € werden nie ausgenutzt.
Nicht mit Music Streaming, nicht mit Music Videos.
Nicht mit Volume-Kleinkram wie Wörterbuch & Co.

High Speed ist für bewegte Bilder.
Edge ist immer Plage und Pein.

12:51 von alles nur Gedöns

«Komisch ich finde sogar die national sowie international undergroundigsten Gothic Bands auf YT! InterpretInnen von denen Niemand außerhalb dieses Genres je gehört hat.....»

«Kein Wunder.»

Kein Wunder was?

Niemand anderes kann was dafür, dass Sie nicht in der Lage sind, im Internet verständig was zu suchen.

@ schiebaer45

Viele dieser Musikvideos sind von der GEMA in Deutschland im Internet gesperrt. Und wenn mal ein paar Musikvideos freigegeben sind, dann in so einer miserablen Übertragungsqualität trotz 4G im Internet, daß ich darauf gern verzichte. Um so bedauerlicher ist es, daß MTV heute nicht mehr das ist, was es mal in den 80er Jahren war. Die neuen Macher von MTV arbeiten somit am ursprünglichen Sinn und Zweck von MTV komplett vorbei. Und wer bei MTV als Unternehmen jede Menge Werbung rein drückt, sollte sich mal fragen, wer sich sowas überhaupt noch in der Dauerwiederholungsschleife anschaut.

Ich erinnere mich

an einen Samstagvormittag im Jahre 1981. Wir wollten eigentlich ein Haus besetzen, waren aber noch nicht vollzählig. Also saßen wir in meinem Gewölbekeller, betranken uns mit Stock Vermouth und saurem Fritz und hörten "Ton-Steine-Scherben" und "Das Dritte Ohr".
Mit der Hausbestzung wurde es an diesem Tag nichts, wir zogen sattdessen zwei Stockwerke nach oben und schauten: unsere erste MTV-Sendung.
Wir waren wenig beeindruckt und spöttelten über die Konsumopfer, die auf sowas stehen mochten. Und doch konnte jeder von uns in der Zeit danach etwas von einer Sendung erzählen, die er sich "nicht, weils gut wäre, sondern einfach aus Langeweile" angesehen hatte.
Es gab eben Dinge, die gab man nicht so gerne preis. MTV und VIVA gucken gehörten dazu.

Am 31. Juli 2021 um 13:13 von Wanderfalke

,,...Und für historische Aufnahmen, die früher so gut wie gar nicht abgreifbar waren, sind die aktuellen Netzwerke eine wahre Fundgrube - so wie @fathaland es beschreibt."

Unbedingt. Und nicht nur in zeitlichen Dimensionen. Ich müsste sonst Monate durch Südamerika oder Afrika reisen und bekäme nicht annähernd so viel musikalische Inspiration. Da bewahren Sammler und Sendungsbewusste Kultur und teilen sie ohne kommerzielle Interessen.

13:20 von nie wieder spd

«Mir sind Musikvideos ein Graus. Ich habe bis heute nie verstanden, warum sich jemand Musik angucken muss oder will.
Mir reicht es vollkommen, Musik zu hören.»

Hören tun Sie Musik immer, auch wenn Sie auf einem Konzert sind, oder ein Musikvideo ansehen. Prinzipiell ist der Mensch ein Augenwesen als sein wichtigstes Sinnesorgan.

Musik von LaBrassBanda und von QuerBeat ist auch von CD gut.
Nicht im Ansatz ein Vergleich dazu, sieht man mind. einen Konzert-Mitschnitt, oder erlebt gar die Energie der Musik live auf einem Konzert.

13:36, frosthorn

>>Ich erinnere mich
an einen Samstagvormittag im Jahre 1981. Wir wollten eigentlich ein Haus besetzen, waren aber noch nicht vollzählig. Also saßen wir in meinem Gewölbekeller, betranken uns mit Stock Vermouth und saurem Fritz und hörten "Ton-Steine-Scherben" und "Das Dritte Ohr".<<

Mit dem „Ohr“ hab ich damals gespielt. Und getrunken...

Leider bin ich auf keiner der Platten vertreten. Außer auf den Livemitschnitten aus Lahnstein.

13:36 von frosthorn

« Es gab eben Dinge, die gab man nicht so gerne preis.
MTV und VIVA gucken gehörten dazu.»

MTV und VIVA sind heutzutage quasi verstorben. Ersatzweise gibt es im Internet diese bestimmte Art von bewegten Bildern in Videos der Nacht. Die sah auch noch nie wer außer als einmaliges Interesse. Weil man ja wissen muss, was es so alles gibt. Oder ohne Absicht aus Zufall mal versehentlich reingeklickt.

13:21, Björn H.

>>Der Niedergang von MTV liegt auch an der zunehmenden Niveaulosigkeit, Unkreativität und geistigen Verflachung all der modernen Musik aus der uniformen Industrie-Retorte, deren frühe Anfänge sich schon bei Dieter Bohlens "Modern Talking"-Musssik-Einerlei zeigten. Und so hat auch all die aggro Sprechgesang-Rapperei heutzutage schon lange nichts mehr mit Musik und Kreativität zu tun, die mit ihren Gewalt-Messages mit der Hollywood-Horrofließbandfilmindustrie wetteifert und darüber noch die letzten MTV-Nutzer vergrault.<<

Ich würde dies fast einen eines Adorno würdigen kulturkritischen Rundumschlag nennen.

Wenn nur die krachende Floskelhaftigkeit nicht wäre.

Aber daran können Sie ja noch ein wenig arbeiten. Nur zu!

@melancholeriker - 13:40

"Und nicht nur in zeitlichen Dimensionen. Ich müsste sonst Monate durch Südamerika oder Afrika reisen und bekäme nicht annähernd so viel musikalische Inspiration."

Stimmt.
Da eröffnet sich heute ein Zugang an Musik-Kultur die das einstige Schallplattengeschäft, das Radio oder der Veranstaltungskalender nur begrenzt vorhalten konnte.
Wer den Entdeckergeist für dieses Kulturgut inne hat, kann heute im Netz auf musikalische Weltreise gehen.

Was von MTV übrig ist?

Werbung für Klingeltöne im Irgendwas-Sparabo. Und das alle 2 Minuten. ;(

Schade!

13:20 von nie wieder spd

>>Mir sind Musikvideos ein Graus. Ich habe bis heute nie verstanden, warum sich jemand Musik angucken muss oder will.
Mir reicht es vollkommen, Musik zu hören<<

Hören spricht einen Sinn an. Hören und Sehen zwei Sinne.
Ein Mehrwert, welcher nicht zu unterschätzen ist.
Ein tolles Beispiel dafür ist:
SPONGLE - Live in London on 25 October 2013

... auch mit Gruß an fathaland slim und schabernack
:)

13:18 von fathaland slim / @schabernack

«Und für die Musik [bei Michael Jackson] war damals Quincy Jones verantwortlich. Einer der tollsten und vielseitigsten Komponisten, Arrangeure und Produzenten, die die Pop-, Jazz- und R&B-Welt je gekannt hat.»

Musikalisch finde ich auch den Song "Thriller" gar nicht übel. In den längeren Tanzszenen ohne Vocals (in der Video-Langversion) ist auch dieser typische Quincy Jones R&B Sound der damaligen Zeit zu hören. Guter Tanzsound, und vielmals besser als: "Staying Alive … ha-ha-ha". Wenn ich nicht irre, war er auch der Produzent von Chaka Khan.

Im Lauf der Zeit entstanden auch diese Musikvdeos, die sehr video-kreativ waren. Ohne groß nachzudenken, kommen mir Videos von Peter Gabriel in den Sinn. Besonders das zum Song: "Sledgehammer". Musik und Video haben sich gegenseitig voran getrieben.

Auch heute gäbe es gute Musikvideos.
"I'm only human" von Rag‘n'Bone Man.
"Calm after the storm" von The Common Linnets.
Der beste Auftritt in der Geschichte des ESC.

Beide unprätentiös schön.

14:40, Nirwana1962

>>13:20 von nie wieder spd
>>Mir sind Musikvideos ein Graus. Ich habe bis heute nie verstanden, warum sich jemand Musik angucken muss oder will.
Mir reicht es vollkommen, Musik zu hören<<

Hören spricht einen Sinn an. Hören und Sehen zwei Sinne.
Ein Mehrwert, welcher nicht zu unterschätzen ist.
Ein tolles Beispiel dafür ist:
SPONGLE - Live in London on 25 October 2013

... auch mit Gruß an fathaland slim und schabernack
:)<<

Gruß zurück!

Ich habe mich mal, vor etwa vierzig Jahren, bei einem Pfeifchen in der Garderobe mit dem Free Jazz Pionier und Bluessaxophonisten Archie Shepp unterhalten. Er sagte ein paar Sachen die ich nie vergessen werde. Eine davon:

„Der visuelle Aspekt der Musik ist ein ganz wichtiger. Er wird aber gern unterschätzt.“

@fathaland slim

Am 31. Juli 2021 um 12:41 von fathaland slim
12:16, alles nur Gedöns

>>@ fathaland slim
YouTube ist mittlerweile so etwas wie meine Musikbibliothek.

Wenn man auf Mainstream oder Oldies abfährt.<<

Ich schrieb ja, worauf ich abfahre.

Mainstream ist das nicht, Oldies kann man fast hundert Jahre alte Aufnahmen schon nennen. Auch wenn der Begriff meist anders benutzt wird.

Sagt Ihnen Walter Davis was? Leroy Carr? Dock Boggs? Mary Lou Williams? Gene Austin? Dave McKenna?

Wahrscheinlich nicht.

Macht aber nichts.

Bessie Smith bitte nicht vergessen, die Kaiserin des Blues. :-) Oder Champion Jack Dupree. Den durfte ich kennenlernen und hab ihn 1990 in Hannover besucht.

@fathaland slim

Am 31. Juli 2021 um 14:00 von fathaland slim
13:21, Björn H.

>>Der Niedergang von MTV liegt auch an der zunehmenden Niveaulosigkeit, Unkreativität und geistigen Verflachung all der modernen Musik aus der uniformen Industrie-Retorte, deren frühe Anfänge sich schon bei Dieter Bohlens "Modern Talking"-Musssik-Einerlei zeigten. Und so hat auch all die aggro Sprechgesang-Rapperei heutzutage schon lange nichts mehr mit Musik und Kreativität zu tun, die mit ihren Gewalt-Messages mit der Hollywood-Horrofließbandfilmindustrie wetteifert und darüber noch die letzten MTV-Nutzer vergrault.<<

Ich würde dies fast einen eines Adorno würdigen kulturkritischen Rundumschlag nennen.

Wenn nur die krachende Floskelhaftigkeit nicht wäre.

Aber daran können Sie ja noch ein wenig arbeiten. Nur zu!"

Bis er an Adorno ranreicht, muß aber noch sehr viel gearbeitet werden. :-) Obwohl Adorno als Musikkritiker sich durchaus einige Ausrutscher leistete, für die er sich später entschuldigte.

@12:16 von alles nur Gedöns

>> Wenn man auf Mainstream oder Oldies
>> abfährt.

Oder Punk. =)

@Anderes1961, 15:10

Oder Champion Jack Dupree. Den durfte ich kennenlernen und hab ihn 1990 in Hannover besucht.

O Gott, was werden da für Erinnerungen wach. Der gute alte Dupree, meine allererste LP war von ihm, vier Wochen Taschengeld gespart (Kaufpreis 10 DM) und dann auf dem aufklappbaren Mono-Plattenspieler abgenudelt, dessen Lausprecher sich im Deckel befand und der spätestens nach dem zehnten Abspielen jede neue LP zur alten machte.

Nostalgie vom feinsten. Tja, früher wurde die Vergangenheit noch ordentlich verklärt ...

15:08 fathaland slim

„Der visuelle Aspekt der Musik ist ein ganz wichtiger. Er wird aber gern unterschätzt.“

Sooo isses.
Und wenn Sie mit der Musik in der Art meines Beispiels zu Recht kommen, was ich annehme...
... dann nehmen Sie sich Zeit für dieses Konzert. Sie werden überrascht sein was die Truppe an Instrumenten und visuellen Überraschungen aufbietet.
Viel Spaß.

14:40 von Nirwana1962

"Hören spricht einen Sinn an. Hören und Sehen zwei Sinne.
Ein Mehrwert, welcher nicht zu unterschätzen ist."

Ja, vielleicht multiplizieren diese beiden sich gegenseitig sogar; die Welt der Emotionen ist unendlich und zusätzlich kann sie manchmal reich machen (nicht die meisten Betrachter und Hörer). Ich habe den Begriff "Werbeträger" (für MTV) im Artikel nicht gefunden, viel mehr war MTV aber nicht - wenn man davon absieht, dass es einigen jungen Leuten den Start in eine schöne Karriere ermöglichte. Die jungen Leute haben für sowas den besten Riecher, deshalb sind sie heute bei Youtube und so.
Dass ältere Damen und Herren ebenfalls dort vorbeischauen, hat damit zu tun, dass dort mehr geboten wird als damals z.B. bei Musiksendern. Und was macht z.B. 'VIVA Deutschland' (Videoverwertungsanstalt) eigentlich heute? Antwort: noch weniger als MTV, aber aus den gleichen Gründen: die Zielgruppe ist weg; Silvester 2018 wurde mit der Sendung 'VIVA Forever' "Auf Vivasehen" gesagt. Radio ist noch.

MTV!?

Die äußerst geburtenstarken Boomer Jahrgänge hatten in den 1980er Jahren als neue junge frische Musikergeneration im neu aufkommenden Videozeitalter auf MTV halt ihre allerbeste Zeit!

Heutzutage hingegen dominieren halt diese ultimativen und wirklich knüppelharten Hardrocker von Pinkfong mit "Baby Shark" mit sagenhaften 9 Milliarden(!) Aufrufe auf YouTube bereits große Teile des Musikmarktes!

Daher mein Fazit :
Weshalb MTV, wenn es heutzutage stattdessen auch Pinkfong gibt!

15:10, Anderes1961 @fathaland slim

>>Bessie Smith bitte nicht vergessen, die Kaiserin des Blues. :-)<<

Wie könnte man die vergessen?

>>Oder Champion Jack Dupree. Den durfte ich kennenlernen und hab ihn 1990 in Hannover besucht.<<

Hat er Ihnen auch selbstgedrehte Musikfilme vorgeführt? Mit konstantem Rückkopplungspiepen? Wir nannten das die Jack Dupree - Piepshow:=}

Jack war schon ein sehr farbenreicher Charakter. Ein großer Exzentriker.

@frosthorn

Am 31. Juli 2021 um 15:39 von frosthorn
@Anderes1961, 15:10

Oder Champion Jack Dupree. Den durfte ich kennenlernen und hab ihn 1990 in Hannover besucht.

O Gott, was werden da für Erinnerungen wach. Der gute alte Dupree, meine allererste LP war von ihm, vier Wochen Taschengeld gespart (Kaufpreis 10 DM) und dann auf dem aufklappbaren Mono-Plattenspieler abgenudelt, dessen Lausprecher sich im Deckel befand und der spätestens nach dem zehnten Abspielen jede neue LP zur alten machte.

Nostalgie vom feinsten. Tja, früher wurde die Vergangenheit noch ordentlich verklärt ..."

Welch ein Zufall. :-) Dupree hatte ich zusammen mit einem Freund, der bei der "Mitbewerber-Zeitung" arbeitete, nach einem Konzert bei uns kennenlernen dürfen. Wir wollten nur ein Interview, was sich schwierig gestaltete, wegen seines Dialektes. Und nach ein paar komischen Situationen, die daraus entstanden, war das Eis gebrochen. Wir hatten danach zwar kein Interview aber einen wunderbaren Menschen als Freund gewonnen

15:41, Nirwana1962

>>Und wenn Sie mit der Musik in der Art meines Beispiels zu Recht kommen, was ich annehme...
... dann nehmen Sie sich Zeit für dieses Konzert. Sie werden überrascht sein was die Truppe an Instrumenten und visuellen Überraschungen aufbietet.
Viel Spaß.<<

Ich werde das zeitnah tun. Momentan habe ich leider nicht die Muße, denn ich muss gleich selbst zum Auftritt. Und vertändele hier meine Zeit mit meta-Kommentieren...

15:39, frosthorn

>>Nostalgie vom feinsten. Tja, früher wurde die Vergangenheit noch ordentlich verklärt ...<<

Nostalgie ist nicht mehr das, was Sie mal war. Ich sag es ja immer wieder.

@15:46 von Eduart de Machina

Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu.

BTW.
Für mich waren MTV und Viva nicht so der Favorit. War mir immer gefühlt "Häppchen-Kost".
Ich mag es ganzheitlich. Und da bietet Youtube viel an, dank auch vieler kompenter Uploader.

15:08 von fathaland slim

«„Der visuelle Aspekt der Musik ist ein ganz wichtiger.
Er wird aber gern unterschätzt.“»

Das erste Konzert meines Lebens, das ich live sah, war am 06.06.1980:
Bob Marley in Köln in der "Sporthalle".
Damals die größte Halle in Köln, längst abgerissen.

Irgendwer kannte irgendwen, der in der Sporthalle in der Küche arbeitete. Irgendwie konnte man dann über ein Dach in einen Innenhof klettern, und durch die Hintertür bei der Küche umsonst in die Halle rein. Ich war damals 15.

Die Gerüche in der Halle aus Rauchschwaden sagten mir damals gar nichts. Musik und Action und Tanz auf der Bühne waren auch nüchtern betäubend. Ich meine, 6.000 Menschen waren damals in der Halle. Eine Atmosphäre, die ich so noch nie zuvor gesehen hatte.

Mehr als 2 Stunden Freude für Ohren und Augen. Auch dieses Konzert gibt es als Mitschnitt auf YouTube. Nicht selten sind es Erlebnisse im Jugendalter um ± 15 Jahre Alter, die was begründen, was man dann Zeit seines Lebens sehr gerne mag oder hört oder sieht.

@fathaland slim

"
Am 31. Juli 2021 um 15:57 von fathaland slim
15:10, Anderes1961 @fathaland slim

>>Bessie Smith bitte nicht vergessen, die Kaiserin des Blues. :-)<<

Wie könnte man die vergessen?

>>Oder Champion Jack Dupree. Den durfte ich kennenlernen und hab ihn 1990 in Hannover besucht.<<

Hat er Ihnen auch selbstgedrehte Musikfilme vorgeführt? Mit konstantem Rückkopplungspiepen? Wir nannten das die Jack Dupree - Piepshow:=}

Jack war schon ein sehr farbenreicher Charakter. Ein großer Exzentriker."

Lol. Nein, hat er leider nicht. Lag wohl daran, daß wir nicht viel Zeit hatten und nur kurz bei ihm waren, war ein Überraschungsbesuch, wir hatten uns nicht angekündigt. Er wußte nicht, daß wir in Hannover waren für Auftritte mit unserer Band.

Er spielte uns Songs vor, die er in dem Jahr in New Orleans aufnehmen wollte. Weiß nicht mehr genau, wann das war, aber nicht lange nach dem Besuch flog er nach New Orleans. Ja, Jack war wirklich ein Exzentriker vor dem Herrn und ein unglaublich toller Mensch.

16:00, Anderes1961

>>Welch ein Zufall. :-) Dupree hatte ich zusammen mit einem Freund, der bei der "Mitbewerber-Zeitung" arbeitete, nach einem Konzert bei uns kennenlernen dürfen. Wir wollten nur ein Interview, was sich schwierig gestaltete, wegen seines Dialektes. Und nach ein paar komischen Situationen, die daraus entstanden, war das Eis gebrochen. Wir hatten danach zwar kein Interview aber einen wunderbaren Menschen als Freund gewonnen.<<

Ich habe Champion Jack Dupree zum ersten Mal 1972 im Haus der Jugend in Osnabrück gesehen und gehört. Da war er 63 und ich 16. Ich habe mich nach dem Konzert lange mit ihm unterhalten und ihn erstaunlicherweise gut verstanden. Er hat mich ungeheuer beeindruckt, auch weil er mir das Gefühl gab, mit mir auf Augenhöhe zu reden.

Eine Begegnung, die mich fürs Leben geprägt hat.

MTV und Internet

MTV ist nicht am Internet zu Grunde gegangen, sondern dadurch, dass der Sender plötzlich nicht mehr im Free TV zu sehen war sondern man auf ein Pay TV Modell wechselte.

Werbeeinnahmen waren wohl nicht genug für die Macher von MTV.

Aber ist natürlich einfacher dem bösen Internet die Schuld zu geben. Das Internet trägts mit Fassung, so wie früher die Videospiele, die an allem Schuld waren.

Rnb und gangsta-rap Hat mtv

Rnb und gangsta-rap
Hat mtv kaputt gemacht.
Da kam ja nur Müll. Und das in dauerschleife. Dann wurde alles mit jingles vollgemüllt.
Es war nicht das Internet es waren schlicht und einfach die Programmverantwortlichen , die mtv vorsätzlich zerstört haben.

16:16, Anderes1961

>>Er spielte uns Songs vor, die er in dem Jahr in New Orleans aufnehmen wollte. Weiß nicht mehr genau, wann das war, aber nicht lange nach dem Besuch flog er nach New Orleans. Ja, Jack war wirklich ein Exzentriker vor dem Herrn und ein unglaublich toller Mensch.<<

Er hatte sich eigentlich geschworen, nie wieder einen Fuß auf US-Boden zu setzen. Dies hielt er mehr als dreißig Jahre durch. 1990 war er aber schwer krebskrank, und dann ändert man seine Meinung manchmal...

Er hat dann zwei CDs in New Orleans mit der Crème de la Crème der dortigen Rhythm&Blues-Musiker aufgenommen. Sozusagen sein Versöhnungsgeschenk an die alte Heimat. Ich habe sie beide. Tolle Musik.

@Nirwana1962

"
Am 31. Juli 2021 um 15:41 von Nirwana1962
15:08 fathaland slim

„Der visuelle Aspekt der Musik ist ein ganz wichtiger. Er wird aber gern unterschätzt.“

Sooo isses.
Und wenn Sie mit der Musik in der Art meines Beispiels zu Recht kommen, was ich annehme...
... dann nehmen Sie sich Zeit für dieses Konzert. Sie werden überrascht sein was die Truppe an Instrumenten und visuellen Überraschungen aufbietet.
Viel Spaß."

Was wäre Rammstein ohne visuelle Effekte? :-) Obwohl, die Texte find ich auch ziemlich gut.

@fathaland

"
Am 31. Juli 2021 um 16:41 von fathaland slim
16:16, Anderes1961

>>Er spielte uns Songs vor, die er in dem Jahr in New Orleans aufnehmen wollte. Weiß nicht mehr genau, wann das war, aber nicht lange nach dem Besuch flog er nach New Orleans. Ja, Jack war wirklich ein Exzentriker vor dem Herrn und ein unglaublich toller Mensch.<<

Er hatte sich eigentlich geschworen, nie wieder einen Fuß auf US-Boden zu setzen. Dies hielt er mehr als dreißig Jahre durch. 1990 war er aber schwer krebskrank, und dann ändert man seine Meinung manchmal...

Er hat dann zwei CDs in New Orleans mit der Crème de la Crème der dortigen Rhythm&Blues-Musiker aufgenommen. Sozusagen sein Versöhnungsgeschenk an die alte Heimat. Ich habe sie beide. Tolle Musik."

Ja, trauriger Anlass. Er hat es uns aber nicht erzählt, nur, daß er seine alte Heimat noch mal sehen wollte. Da war schon so ein mulmiges Gefühl, aber habe es erst nach seinem Tod erfahren, daß er Krebs hatte.

@ um 15:08 von fathaland slim

„Der visuelle Aspekt der Musik ist ein ganz wichtiger. Er wird aber gern unterschätzt.“
Möglicherweise ist dieser visuelle Aspekt auch bei den Protagonisten erst dann richtig wichtig geworden, als MTV für höhere Verkäufe sorgte.
Die meisten Musiker, die ich per Video bei ihrer Arbeit sehen durfte, sind mir dadurch nur unsympathischer geworden. Und das hatte noch nicht einmal mit der Musikrichtung zu tun.
Und Livekonzerte würde ich niemals besuchen, weil mich solche Situationen immer an
ein ganz bestimmtes Parteitagsereignis erinnert haben. Das einzige, dass ich wirklich hasse, ist Personenkult.
Und darum geht’s beim Geschäfteverrichten mit Musik. Leider.

Das Internet hat die eindeutige Schuld..

.. für den Niedergang von MTV!

Diese wirklich sündhaft teure Videoproduktionen lohnten sich in finanzieller Hinsicht nur solange, solange die Teenies im nächsten Musikgeschäft auch immer schön fleißig die dazugehörige CDs kauften!

Mit dem Aufkommen des Internets und später mit YouTube brachen die Verkäufe der Musik CDs halt dementsprechend ein, was letztendlich auch zum Niedergang von MTV führte!

@Bender Rodrigues

Rnb und Gangsta Rap sind halt besonders günstig zu produzieren, billig Ramsch von der Reste Rampe halt!

16:53, nie wieder spd

>>@ um 15:08 von fathaland slim
„Der visuelle Aspekt der Musik ist ein ganz wichtiger. Er wird aber gern unterschätzt.“
Möglicherweise ist dieser visuelle Aspekt auch bei den Protagonisten erst dann richtig wichtig geworden, als MTV für höhere Verkäufe sorgte.
Die meisten Musiker, die ich per Video bei ihrer Arbeit sehen durfte, sind mir dadurch nur unsympathischer geworden. Und das hatte noch nicht einmal mit der Musikrichtung zu tun.
Und Livekonzerte würde ich niemals besuchen, weil mich solche Situationen immer an
ein ganz bestimmtes Parteitagsereignis erinnert haben. Das einzige, dass ich wirklich hasse, ist Personenkult.
Und darum geht’s beim Geschäfteverrichten mit Musik. Leider.<<

Das Zitat am Anfang Ihres Posts stammt von Archie Shepp.

Schlagen Sie den mal nach.

Dann relativiert sich Ihr Blick auf Livemusik vielleicht ein klein wenig.

Musik wird und wurde immer für Publikum gemacht. Anwesendes Publikum. Tonträger etc. sind eine sehr neue Entwicklung.

@16:43 von Anderes1961

Ja, stimme ich Ihnen zu.
Hatte das Glück 2016 in der Waldbuehne dabei sein zu dürfen. Selbst meine Frau war begeistert.
Sie konnte es gar nicht glauben, daß alles friedlich abgelaufen ist...
Und die Hitze war noch auf der zweiten Empore zu spüren :-)

Live toppt Musiksender und alles andere.

@fathaland slim

"
Am 31. Juli 2021 um 15:57 von fathaland slim
15:10, Anderes1961 @fathaland slim

>>Bessie Smith bitte nicht vergessen, die Kaiserin des Blues. :-)<<

Wie könnte man die vergessen?"

Hatte gerade noch mal Ihre Antwort zum zweiten Mal gelesen. Wenn ich den Namen Bessie Smith nur lese, kriege ich schon Gänsehaut und mir schießen die Tränen in die Augen. Aber ihr Schicksal ist wohl untrennbar mit ihrer Musik verbunden. Mir stellt sich da immer die "Was wäre wenn"-Frage. Wäre Bessie Smith genauso gut geworden, wenn sie nicht so ein grausames Leben gehabt hätte?

17:03, Anderes1961

>>Am 31. Juli 2021 um 15:57 von fathaland slim
15:10, Anderes1961 @fathaland slim

>>Bessie Smith bitte nicht vergessen, die Kaiserin des Blues. :-)<<

Wie könnte man die vergessen?"

Hatte gerade noch mal Ihre Antwort zum zweiten Mal gelesen. Wenn ich den Namen Bessie Smith nur lese, kriege ich schon Gänsehaut und mir schießen die Tränen in die Augen. Aber ihr Schicksal ist wohl untrennbar mit ihrer Musik verbunden. Mir stellt sich da immer die "Was wäre wenn"-Frage. Wäre Bessie Smith genauso gut geworden, wenn sie nicht so ein grausames Leben gehabt hätte?<<

Solche Fragen sind nicht zu beantworten.

Aber alle, die sie kannten, erzählten immer, was für ein toller Mensch sie war. Mit einem riesig großem Herzen. Und einer ähnlich großen Kapazität für Gin...

16:53 von nie wieder spd

«Und Livekonzerte würde ich niemals besuchen, weil mich solche Situationen immer an ein ganz bestimmtes Parteitagsereignis erinnert haben. Das einzige, dass ich wirklich hasse, ist Personenkult.
Und darum geht’s beim Geschäfteverrichten mit Musik. Leider.»

Um Personenkult kann es gehen. Vor allem bei den Fans.

Ich wohnte mal in Köln ganz nahe am "Mülheimer Hafen" zu der Zeit, als in diesem Hafen auch das Hausboot der Kelly Family lag. The Family Kelly war wunderbar entspannt und normal, wenn man den Kellys mit Kind und Kegel im Supermarkt begegnete. Viele Kellys, freundliche Kellys, gar kein Problem.

Fans waren die Seuche. Bei uns vor der Tür rumgelungert, gelabert und gekreischt zum Ertauben. Doof rumgemüllt mit irgendwas. Fürchterlich, und Family Kelly konnte gar nichts dafür, außer dass sie Musik machten und sangen.

Musik, die ich nie mochte, aber die Kellys waren freundliche Menschen.

Man sollte Parteiveranstaltungen und Konzerte auch mal irgendwann unterscheiden lernen …

Für mich war MTV zu Ende, als...

... es 2011 nur noch über das kostenpflichtige Sky zu empfangen war. Da hat meines Erachtens die Geldgier zum eigenen Untergang geführt.

@ um 17:01 von fathaland slim

Wahrscheinlich hätte ich in früheren Zeiten nur aus der Ferne gelauscht.
Es ist bei vielen Musikern aber auch das Gewese, dass sie auf der Bühne treiben, hin - und herhoppsen, tanzen, überhaupt alles, was nicht mit der Musikerzeugung an sich zu tun hat, was mich abstößt.
Aber ich würde auch nicht applaudieren oder sonstige Bekundungen von mir geben.
Dank Radio, Tonträgern und Stereophonie sitze ich lieber auf dem Sofa und höre zu.
Auch weil die Produktion heute ziemlich perfekt sind und man Töne hören kann, die zur Anfangszeit der Tonträger wg technischer Begrenzung noch gar nicht übertragen werden konnten. Und damit wird es für mich besser als Live.

@ um 17:15 von schabernack

Kann ich mir vorstellen.
Und hoffe, solchen Fans niemals begegnen zu müssen.
Aber bei Sportlern und deren Veranstaltungen ist es auch häufig so.
Fußball zB: Grauenhaft und noch näher an besagtem Parteitag. Oft sogar mit ähnlich Gesinnten.

@fathaland slim

"
Am 31. Juli 2021 um 17:13 von fathaland slim
17:03, Anderes1961

>>Am 31. Juli 2021 um 15:57 von fathaland slim
15:10, Anderes1961 @fathaland slim

>>Bessie Smith bitte nicht vergessen, die Kaiserin des Blues. :-)<<

Wie könnte man die vergessen?"

Hatte gerade noch mal Ihre Antwort zum zweiten Mal gelesen.[...] Aber ihr Schicksal ist wohl untrennbar mit ihrer Musik verbunden. Mir stellt sich da immer die "Was wäre wenn"-Frage. Wäre Bessie Smith genauso gut geworden, wenn sie nicht so ein grausames Leben gehabt hätte?<<

Solche Fragen sind nicht zu beantworten.

Aber alle, die sie kannten, erzählten immer, was für ein toller Mensch sie war. Mit einem riesig großem Herzen. Und einer ähnlich großen Kapazität für Gin..."

Ja Sie haben Recht. So eine Frage läßt sich nie beantworten, aber gerade bei ihr drängt sie sich mir auf. Die große Kapazität für Gin die war wohl dem geschuldet, was sie in ihrem Leben von Klein auf erdulden mußte. Es diente dem Vergessen.

Bessie Smith!!??

Gut, diese junge Dame ist zwar bereits im Jahre 1937(!) anlässlich eines Autounfall verstorben, aber deren Auftritte beim Musiksender MTV sind anscheinend irgendwie legendär!

@nie wieder spd

"
Am 31. Juli 2021 um 17:49 von nie wieder spd
@ um 17:01 von fathaland slim

Wahrscheinlich hätte ich in früheren Zeiten nur aus der Ferne gelauscht.
Es ist bei vielen Musikern aber auch das Gewese, dass sie auf der Bühne treiben, hin - und herhoppsen, tanzen, überhaupt alles, was nicht mit der Musikerzeugung an sich zu tun hat, was mich abstößt.
Aber ich würde auch nicht applaudieren oder sonstige Bekundungen von mir geben.
Dank Radio, Tonträgern und Stereophonie sitze ich lieber auf dem Sofa und höre zu.
Auch weil die Produktion heute ziemlich perfekt sind und man Töne hören kann, die zur Anfangszeit der Tonträger wg technischer Begrenzung noch gar nicht übertragen werden konnten. Und damit wird es für mich besser als Live."

Ihre Einstellung finde ich etwas seltsam. Das ist nicht böse gemeint, ich will Sie nicht diskreditieren und Ihnen die auch nicht nehmen.

Aber ich stelle mir gerade vor, wie AC/DC brav auf Stühlen sitzend 1979 "Highway to hell" performed hätten.

Frank von Bröckel

"Am 31. Juli 2021 um 17:57 von Frank von Bröckel
Bessie Smith!!??

Gut, diese junge Dame ist zwar bereits im Jahre 1937(!) anlässlich eines Autounfall verstorben, aber deren Auftritte beim Musiksender MTV sind anscheinend irgendwie legendär!"

Ja, sind sie:
"http://www.mtv.de/kuenstler/slpvjr/bessie-smith"

omg

Wie fing MTV an? The Buggles - Video Killed The Radio Star.

YouTube killed the MTV-Star!

Warum wird permanent

Warum wird permanent wiederholt, daß www hätte etwas damit zu tun? Wäre die Musik und das Programm besser gewesen, hätte es sich gehalten. Andere Fersehsender haben doch auch überlebt.
Ohne gez würden sich Sender der ÖR auch nicht halten. Vielleicht hr Info. Aber die musiksender? Unterirdisch. Alle 3 Minuten die gleichen Lieder. Da hört keiner zu. Und das gleiche war es bei mtv. Die Leute haben lediglich eine Alternative genutzt.

17:49 von nie wieder spd

>>[...] Dank Radio, Tonträgern und Stereophonie sitze ich lieber auf dem Sofa und höre zu.
Auch weil die Produktion heute ziemlich perfekt sind und man Töne hören kann, die zur Anfangszeit der Tonträger wg technischer Begrenzung noch gar nicht übertragen werden konnten. Und damit wird es für mich besser als Live.<<

Das sei Ihnen unbenommen. Für mich zeigt sich aber erst bei Live Auftritten oder Konzerten, was die Protagonisten wirklich drauf haben.
Studioaufnahmen, zigmal wiederholt eingespielt bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist... ist selten die Wahrheit des Könnens.
Ein positives ganzheitliches Erlebnis eines Abends mit allem Drum und Dran bleibt auf ewig.

Aber jeder wie er mag.
Genießen Sie Musik wie Sie es mögen. Das meine ich auch ehrlich und ohne Groll.
:)

@saschamaus75

"Am 31. Juli 2021 um 18:09 von saschamaus75
omg

Wie fing MTV an? The Buggles - Video Killed The Radio Star.

YouTube killed the MTV-Star!"

Lol. Genauso sieht es aus. :-)

@ um 18:01 von Anderes1961

Von AC/DC gibt es nur ein einziges Lied, dass wirklich gut ist: Boogie Man
Und dabei kann man tatsächlich auch auf dem Sofa ganz ruhig sitzen bleiben.:)
Alles andere von AC/DC ist unverdautes Pubertätsgedöns und überspieltes aber fehlendes Selbstbewusstsein. So wie die Pubertiere eben oft drauf sind. Und fast alle Rockbands.
Wenn man damit Geld verdienen kann, zieht sich das hin bis ins hohe Alter.
Also bei den Musikern.

@ um 18:01 von Anderes1961

PS: Wenn Sie Rockmusik mögen, hören Sie Led Zeppelin. Geht auch auf dem Sofa.
Dann haben Sie alles gehört, was jemals vor, nach und gleichzeitig mit Led Zeppelin an Rockmusik veröffentlicht wurde und können sich jede Menge an Zeitverschwendung durch Musikhören oder - sehen ersparen.

Ich denk noch gerne an..

Kraftwerk mit "Musique Non-Stop"..

vor einigen Jahren zeigte ich das Video meinen Söhnen, die sich über die einfache Ausführung wunderten..

Leute,das war vor ü 30 Jahren!

MTV hat sicher seinen Anteil an den technisch immer besseren Videoclips

@Bender Rodriguez

"
Am 31. Juli 2021 um 18:16 von Bender Rodriguez
Warum wird permanent

Warum wird permanent wiederholt, daß www hätte etwas damit zu tun? Wäre die Musik und das Programm besser gewesen, hätte es sich gehalten. Andere Fersehsender haben doch auch überlebt.
Ohne gez würden sich Sender der ÖR auch nicht halten. Vielleicht hr Info. Aber die musiksender? Unterirdisch. Alle 3 Minuten die gleichen Lieder. Da hört keiner zu. Und das gleiche war es bei mtv. Die Leute haben lediglich eine Alternative genutzt."

Ö-R-Bashing durfte ja nicht fehlen. Aber Ihnen ist wohl offensichtlich nicht aufgefallen, daß das bei den Privat-Musiksendern nicht anders ist. Nur das man noch zusätzlich alle 3 Minuten Werbung oder Geschrei für irgendwelche dubiosen Pseudo-Gewinnspiele ertragen muß.

@nie wieder spd

"
Am 31. Juli 2021 um 18:27 von nie wieder spd
@ um 18:01 von Anderes1961

PS: Wenn Sie Rockmusik mögen, hören Sie Led Zeppelin. Geht auch auf dem Sofa.
Dann haben Sie alles gehört, was jemals vor, nach und gleichzeitig mit Led Zeppelin an Rockmusik veröffentlicht wurde und können sich jede Menge an Zeitverschwendung durch Musikhören oder - sehen ersparen."

Lol, genau die fielen mir auch ein, aber erst nachdem ich auf "speichern" geklickt hatte. :-) Ja, Pink-Floyd und Led Zepp gehen prima auf dem Sofa. Habe ich auch schon so genossen und tue es auch weiter. Mit Pink Floyd funktioniert das auch und noch ein paar mehr. Inzwischen habe ich verstanden, wie Sie das meinten, hatte nur ein bisschen gedauert. :-)

Aber manche Musik die muß man Live genießen, am besten mit "Gezappel". Opern zum Beispiel. War zuletzt in meiner Lieblingsoper "Akhnaten" von Phillip Glass. Auf dem Sofa schon grandios. Aber Live noch mal zwei Klassen besser.

@nie wieder spd

"
Am 31. Juli 2021 um 18:22 von nie wieder spd
@ um 18:01 von Anderes1961

Von AC/DC gibt es nur ein einziges Lied, dass wirklich gut ist: Boogie Man
Und dabei kann man tatsächlich auch auf dem Sofa ganz ruhig sitzen bleiben.:)
Alles andere von AC/DC ist unverdautes Pubertätsgedöns und überspieltes aber fehlendes Selbstbewusstsein. So wie die Pubertiere eben oft drauf sind. Und fast alle Rockbands.
Wenn man damit Geld verdienen kann, zieht sich das hin bis ins hohe Alter.
Also bei den Musikern."

Boogie Man auf dem Sofa ist tatsächlich gut. Ich empfehe Ihnen noch "Can I sit next to you girl". :-)

@91541matthias

"
Am 31. Juli 2021 um 18:31 von 91541matthias
Ich denk noch gerne an..

Kraftwerk mit "Musique Non-Stop"..

vor einigen Jahren zeigte ich das Video meinen Söhnen, die sich über die einfache Ausführung wunderten..

Leute,das war vor ü 30 Jahren!

MTV hat sicher seinen Anteil an den technisch immer besseren Videoclips"

Einen ziemlich großen Anteil sogar, denke ich. Wenn man bedenkt mit welchem imensen Aufwand teilweise Musikvideos gedreht wurden, die auch künstlerisch beeindruckend waren, unabhängig vom Musikstil. Diese Ästhetik findet man teilweise auch heute in dem einen oder anderen Film, hatte also ziemlich großen Einfluß.

@Bender Rodrigues

Die Gewinnmarge der Musikkonzerne ist das Maß aller Dinge in dieser Angelegenheit!

Bis Anfang der 1980er hatte man nur die Wahl von Musikkassesetten und Schallplatten, anschließend kam die CD auf dem Markt!

Solange die Musikkonzerne immer genügend Gewinne mit dem Verkauf dieser Musik machten, solange produzierten sie auch diese teilweise sündhaft teuren Musikvideos auf MTV!

Mit dem Aufkommen des Internets brachen die Gewinne der Musikkonzerne dementsprechend ein, mit ALLEN dazugehörigen Konsequenzen für das Musikfernsehen!

@Bender 18:16 Uhr

"Unterirdisch. Alle 3 Minuten die gleichen Lieder. "

Eher bei lokalen Privatradios..

ÖR-Sender wie Bayern 3 haben eine größere Auswahl..

18:27 von nie wieder spd

«PS: Wenn Sie Rockmusik mögen, hören Sie Led Zeppelin.
Geht auch auf dem Sofa.
Dann haben Sie alles gehört, was jemals vor, nach und gleichzeitig mit Led Zeppelin an Rockmusik veröffentlicht wurde und können sich jede Menge an Zeitverschwendung durch Musikhören oder - sehen ersparen.»

Musik hören ist genau so wenig Zeitverschwendung, wie das Bücher lesen auch nicht ist. Was macht man denn so in der Freizeit zulässig, was dann eben nicht Zeitverschwendung sei? Basteln, Puzzle, Kreuzworträtsel, oder Sudoku …?

Es gab noch nie ein Musikstück, das zu hören alle andere Musik der gleichen Musikrichtung überflüssig gemacht hätte. So was wird es auch nie geben.

Es gibt Favourite Musicians & Tracks. Oft abhängig von Zeitraum + Lebensumständen, als man es erstmals hörte. Verbindet Musik mit Visuellem, auch wenn nicht Konzert oder Video.

"London Calling" von "The Clash".
"Three Imaginary Boys" von "The Cure".
"Evil Brain Rejector" von "LS Perry.
2x ganzes Album + 1x Song … so wie bei mir.

Nicht das Internet schuld

MTV hat mit Musikvideos bereits vor dem Aufkommen von Youtube und co aufgehört. Wie im Artikel genannt erkannte man andere Formate, vor allem Reality-TV-Trash. Youtube wurde erst 2005 gegründet, da waren Musikvideos bereits nur noch Lückenfüller bei MTV. Anbieter wie Spotify kamen sogar noch später.

Dem Internet die Schuld zu geben ist einfach. Aber in dem Fall nicht ganz richtig. Schuld ist mieses Management, das lieber Profit mit billigen Shows machen wollte. Ja, es brachte mehr ein. Aber halt nur kurzfristig. Langfristig verliert man Zuschauer und vor allem Image.
Wie so oft in der Medienindustrie gibt man dann dem Internet die Schuld, dabei hat man es eigentlich selbst verbockt.

Ob MTV heute noch Erfolg hätte mit Musikvideos ist natürlich eine andere Frage. Aber wie gesagt, der Untergang bzw. Trend weg vom Musikvideosender begann bereits früher.

18:27 von nie wieder spd

Led Zeppelin ist erschöpfend, den Rest kann man sich schenken? Und ne Fete mit 17, 18 Jahren von Samstag Abend bis Sonntag früh können Sie sich komplett im Sessel sitzend und geschlossenen Augen vorstellen? Ist doch nicht Ihr Ernst!

@nie wieder...

Sorry, aber Ihr Vergleich von Konzerten mit bestimmten Parteitagen ist vollkommen daneben.

Led Zeppelin mochte ich auch. Aber zu behaupten davor und danach müsste man nichts mehr anderes gehört haben, ist absolut bizarr.

Und was Sie behaupten, dass die moderne Technik Töne hörbar macht, die bisher nicht wahrnehmbar gewesen seien? Wenn Sie viele Tausend Euro in Ihre Musikanlage investiert haben, vielleicht. Sie dürfen dann aber nur Vinyl-Schallplatten hören.
MP3 heißt beschnitten, eben komprimiert.

@schabernack

"[...] Es gibt Favourite Musicians & Tracks. Oft abhängig von Zeitraum + Lebensumständen, als man es erstmals hörte. Verbindet Musik mit Visuellem, auch wenn nicht Konzert oder Video.

"London Calling" von "The Clash".
"Three Imaginary Boys" von "The Cure".
"Evil Brain Rejector" von "LS Perry.
2x ganzes Album + 1x Song … so wie bei mir."

Nicht zu vergessen Eric Prydz mit "call on Me". :-)

Duck und weg :-)

@Eduart de Machina

"
Am 31. Juli 2021 um 19:13 von Eduart de Machina
18:27 von nie wieder spd

Led Zeppelin ist erschöpfend, den Rest kann man sich schenken? Und ne Fete mit 17, 18 Jahren von Samstag Abend bis Sonntag früh können Sie sich komplett im Sessel sitzend und geschlossenen Augen vorstellen? Ist doch nicht Ihr Ernst!"

Doch, das geht. Nennt sich Kopfkino.

harpdart

"
Am 31. Juli 2021 um 19:18 von harpdart
@nie wieder...

Sorry, aber Ihr Vergleich von Konzerten mit bestimmten Parteitagen ist vollkommen daneben.

Led Zeppelin mochte ich auch. Aber zu behaupten davor und danach müsste man nichts mehr anderes gehört haben, ist absolut bizarr.

Und was Sie behaupten, dass die moderne Technik Töne hörbar macht, die bisher nicht wahrnehmbar gewesen seien? Wenn Sie viele Tausend Euro in Ihre Musikanlage investiert haben, vielleicht. Sie dürfen dann aber nur Vinyl-Schallplatten hören.
MP3 heißt beschnitten, eben komprimiert."

Nicht bei mp3 mit 360 khz/s Auflösung oder anderen verlustfreien digitalen Formaten wie zum Beispiel Flac. Komprimiert und trotzdem verlustfrei. WMA Lossless und Apple Lossless wären da auch noch zu nennen.

Komprimiert heißt eben nicht unbedingt beschnitten.

@ um 19:05 von schabernack

So abfällig gegenüber anderen Zeitvertreiben habe ich das auch gar nicht gemeint.
Im Prinzip versuch(t)en sämtliche anderen Rockbands ja auch nur, von Led Zeppelin abzukupfern.
Gerade bei Rockmusik fällt das eben so sehr auf und nach Led Zeppelin kam dann auch nichts mehr. Von niemandem. Da gibt es das eben doch.
Die gesamte House/Technomusik zB ist auch vor ca 25 Jahren stehengeblieben und lebt von der immerwährenden Wiederholung. Wie die Rockmusik.
Mein Eindruck kann aber auch daher kommen, dass ich mal als DJ gearbeitet habe und mich immer wieder ärgern mußte, weil es auf kaum einem musikalischen Gebiet der Popmusik etwas neues gab und leider auch nicht gibt. Und sehr viele Menschen bleiben auf immer und ewig an der Musik hängen, die sie zwischen 14 und 24 gehört haben. Oder, noch unfassbar viel schlimmer, sogar an der Musik, die ihre Eltern schon zu oft gehört haben. Deutsche Popmusik ist da ein böses Beispiel.
Aber egal. Jedem das seine.

18:53 von Anderes1961

«Wenn man bedenkt mit welchem imensen Aufwand teilweise Musikvideos gedreht wurden, die auch künstlerisch beeindruckend waren, unabhängig vom Musikstil. Diese Ästhetik findet man teilweise auch heute in dem einen oder anderen Film, hatte also ziemlich großen Einfluß.»

Kraftwerk war in Musik und Videoästhetik sehr minimalistsch. Dieter Meier von Yello als einer der am meisten phantasievollen Videokünster mit Musik war, und ist das auch.

Wie in der Photographie (mein Beruf) ist Minimalismus mit Ausdruckskraft gleichzeitig das Schwierigste + das Ausdrucksstärkste. Es braucht viel Zeit, Übung, und ein klares Konzept, das zu können und zu verbessern.

Bombastisch mit viel Aufwand + Geld geht immer zum Eindruck-Schinden. Ist auch manchmal gut, sinnvoll, und künstlerisch wertvoll. Mit einem Kracher nach dem anderen ist es langweilig.

Der Kaiser der Photographie ist Schwarz-Weiß.
Video ist bewegte Photographie.
Der König der Videographie ist auch Schwarz-Weiß.
Reizüberflutung zerstört.

@ um 19:18 von harpdart

Einer schreit vorne herum und Tausende stimmen und jubeln ihm zu.
Doch, doch, das ist grundsätzlich genau dasselbe.

19:05 von schabernack

"Es gibt Favourite Musicians & Tracks. Oft abhängig von Zeitraum + Lebensumständen, als man es erstmals hörte. Verbindet Musik mit Visuellem, auch wenn nicht Konzert oder Video."

Richtig, Hauptsache starke Gefühle im Spiel. Wenn ich Ihnen z. B. sage 'April' von Deep Purple, dann können Sie damit weniger anfangen als ich - garantiert (Sie waren nicht dabei, sonst wüsste ich es)

@ um 19:13 von Eduart de Machina

Meine Ausführung bezogen sich auf Konzerte und Musik an sich.
Nicht auf Partys.
Aber für mich muss auch da die Musik so gut sein, dass ich sie mir auch auf dem Sofa sitzend anhören würde.

@spd

"Mein Eindruck kann aber auch daher kommen, dass ich mal als DJ gearbeitet habe und mich immer wieder ärgern mußte, weil es auf kaum einem musikalischen Gebiet der Popmusik etwas neues gab und leider auch nicht gibt. Und sehr viele Menschen bleiben auf immer und ewig an der Musik hängen, die sie zwischen 14 und 24 gehört haben. Oder, noch unfassbar viel schlimmer, sogar an der Musik, die ihre Eltern schon zu oft gehört haben. Deutsche Popmusik ist da ein böses Beispiel.
Aber egal. Jedem das seine."

Bei der Popmusik mögen Sie vielleicht Recht haben, bei der Rockmusik sieht es schon anders aus. Rammstein, Eisbrecher und die gesamte Neue Deutsche Härte waren revolutionär und Einflüsse auf spätere Bands unverkennbar. Die einflußreichste Band der Welt ist übrigens "Kraftwerk". Die haben die moderne Musik quasi revolutioniert mit ihrer elektronischen Musik. Glaubt man nicht, ist aber so. Kraftwerk-Einflüsse finden Sie praktisch bei allen Bands von Pop bis Rock.

@ um 18:47 von Anderes1961

So hatte ich es auch gemeint. Aber nicht nur.
:)

@ um 18:17 von Nirwana1962

Mich interessiert der Musiker weniger als die Musik.
Bei Live haben Sie auch immer die Möglichkeit, dass der Musiker eben nicht wirklich gut ist oder aber einen schlechten Tag hat.
Das kann einem bei Aufnahmen nicht passieren.
Allerdings höre ich auch Liveaufnahmen :)
Wenn die Qualität gut ist.
ZB Prince „Forever in my Life“ in einer seltenen Liveaufnahme in irgendeiner Disco(?) in Holland, glaube ich. Eine After Show Party oder so. Aber Phänomenal. So jemand macht dann auch keine Fehler mehr.

@schabernack

"[...] Der Kaiser der Photographie ist Schwarz-Weiß.
Video ist bewegte Photographie.
Der König der Videographie ist auch Schwarz-Weiß.
Reizüberflutung zerstört.

Mit dem Kaiser der Photographie können Sie eigentlich nur einen meinen: Ansel Adams, stimmts? :-) Bin in meinem zweiten Beruf gelernter Fotolaborant. Großartig der Mann. Man Ray war aber auch nicht von schlechten Eltern.

Ja gerade die Schwarz-Weiß-Ästhetik findet ma ja ziemlich häufig, merkt man nur manchmal gar nicht, weil es Schwarz-Weiß-Ästhetik in Farbe umgesetzt ist. Fällt den meisten nur nicht auf.

19:31 von nie wieder spd

«Im Prinzip versuch(t)en sämtliche anderen Rockbands ja auch nur, von Led Zeppelin abzukupfern.»

Nun ja … so der Rock Music Hero bin ich selbst nicht. Das ist mir aber gar nicht plausibel. Rock Music ist noch vielfältiger als Rock Frau als Kleidungsstück.

"Smoke on the water" entstand, als Led Zeppelin einst am Genfer See im Hotel wohnten, und die Rauchschwaden über den See zogen von einem sehr noblen Restaurant, das vollständig abbrannte. Dort war ich früher mal beruflich jedes zweite Jahr im wieder aufgebauten Restaurant essen. Weil meine Arbeitgeber Japaner immer sehr gerne lecker essen gehen wollten.

Vor weniger Tagen ist einer der Bärte von ZZ Top verstorben. So was wie 50 Jahre haben ZZ Top Rockmusik gemacht. ZZ Rop Rock … und gar nix von Led Zeppelin Abgegucktes.

My Music ist als großer Musikstil eher Blues.
Little Axe aka. Skip Mc Donald ist mein Favourite Musician.
Neben Lee Scratch Perry … aber der ist Lebende Legende.

Gerade als (Ex)-DJ kennt man sich doch gut aus …

@18:16 von Bender Rodriguez

>> Warum wird permanent wiederholt, daß
>> www hätte etwas damit zu tun? Wäre die
>> Musik und das Programm besser gewesen,
>> hätte es sich gehalten
Nope, bei mir hatte die permanente penetrante(!) Werbung schuld. -.-

>> Ohne gez würden sich Sender der ÖR auch
>> nicht halten
Ihnen ist schon klar, daß Sie DAS gerade in einem GEZ-finanzierten Forum geschrieben haben? oO

@ um 19:38 von Anderes1961

Von Rammstein war das 1. Album gut.
Danach haben sie nur noch sich selbst zitiert.
Kraftwerk haben vielleicht sogar Led Zeppelin beeinflusst. Wer weiß. Und natürlich die gesamte moderne Popmusik.
Gut fand ich die auch nicht.
Aber sie haben neue Wege aufgezeigt. Das war gut.
Und die Techno/House - Musik lebt heute noch nur davon.

@nie wieder spd

"
Am 31. Juli 2021 um 19:52 von nie wieder spd
@ um 18:17 von Nirwana1962

Mich interessiert der Musiker weniger als die Musik.
Bei Live haben Sie auch immer die Möglichkeit, dass der Musiker eben nicht wirklich gut ist oder aber einen schlechten Tag hat.
Das kann einem bei Aufnahmen nicht passieren.
Allerdings höre ich auch Liveaufnahmen :)
Wenn die Qualität gut ist.
ZB Prince „Forever in my Life“ in einer seltenen Liveaufnahme in irgendeiner Disco(?) in Holland, glaube ich. Eine After Show Party oder so. Aber Phänomenal. So jemand macht dann auch keine Fehler mehr."

ich hab schon mal den umgekehrten Fall erlebt. Eine Band, möchte jetzt nicht sagen welche, von der ich CD's hatte und die ich unglaublich gerne live sehen wollte. Irgendwann war es soweit. Und was soll ich sagen? Live klang die Band genauso wie auf CD. Es war kein Playback. Aber man hätte genauso gut einen CD-Player auf die Bühne stellen können statt der Band. Es war eine bittere Enttäuschung.

@ um 19:55 von schabernack

Sie lassen mich an sich zweifeln. :)
„Smoke on the water“ hat zwar auch mit Led Zeppelin zu tun, ist aber von Deep Purple.

@saschamaus75

"
Am 31. Juli 2021 um 19:56 von saschamaus75
@18:16 von Bender Rodriguez

>> Warum wird permanent wiederholt, daß
>> www hätte etwas damit zu tun? Wäre die
>> Musik und das Programm besser gewesen,
>> hätte es sich gehalten
Nope, bei mir hatte die permanente penetrante(!) Werbung schuld. -.-

>> Ohne gez würden sich Sender der ÖR auch
>> nicht halten
Ihnen ist schon klar, daß Sie DAS gerade in einem GEZ-finanzierten Forum geschrieben haben? oO"

Seine Gebühren muß man ja auch abarbeiten, wenn man sie schon zahlen muß.:-) Ich für meinen Teil sage aber lieber: zahlen darf. Mir gefällt auch nicht alles, was im Ö-R so läuft, natürlich nicht. Aber alles in allem bekommt man eine Menge geboten für sein Geld.

Musik, Performance und Zeitgeist

Ich zähle mich zu der Generation "Beat-Club".
Eigentlich nur mal als Erinnerung, dass es weit vor MTV auch mal etwas gab.

Gewiss, für die Jugend der 80er Jahre mag das etwas altbacken daherkommen, wie Uschi Nerke im schwarz-weiß-Format 1965 die "Stars der ersten Stunde" zwischen tanzversuchenden Teens anmoderierte.
Eigentlich eine Pendant zu "American Bandstand" im deutschen Fernsehen. Aber die Sendung wurde zunehmend besser, weil bald auch die internationalen Stars der damaligen Musikszene dort auftraten.

Es wurde dann im Playback gesendet, aber für uns war es ein echtes Event, the Who, Procol Harum oder Canned Heat via Bild zu bekommen und nicht nur aus dem kratzigen Radio zu hören. Selbst Clips von Beatles oder Rolling Stones wurden eingespielt, was für viele insofern von Bedeutung war, so gut wie nie in deren Live-Konzert zu gelangen.

Zur Homage an die Blues und Jazz-Größen mag es profan klingen: Ich habe noch die Original-Single von "A touch of velvet - a string of brass".

@nie wieder...

"Im Prinzip versuch(t)en sämtliche anderen Rockbands ja auch nur, von Led Zeppelin abzukupfern.
Gerade bei Rockmusik fällt das eben so sehr auf und nach Led Zeppelin kam dann auch nichts mehr. Von niemandem."

Entschuldigung: aber gerade Led Zepp hat sehr viel abgekupfert. Vom Blues und von anderen Bluesrockbands der 60er. Der Stil war "härter", das war's dann aber schon.
Mitte der 70er war Led Zepp für mich vorbei. Danach gab es unzählige andere Bands und Künstler, die ich als sehr gut empfunden habe.

19:32, nie wieder spd

>>@ um 19:18 von harpdart
Einer schreit vorne herum und Tausende stimmen und jubeln ihm zu.
Doch, doch, das ist grundsätzlich genau dasselbe.<<

Sie waren noch nie in einen Bluesclub, und zwar da, wo die Musik herkommt. Ich empfehle die Platte: „B.B. King Live at the Regal“. Da findet echte Kommunikation zwischen Sänger und Publikum statt.

Zugegebenermaßen in Deutschland eher selten. Das könnte sogar an der Tradition liegen, die Sie beschreiben.

@Anderes1961

"Nicht bei mp3 mit 360 khz/s Auflösung oder anderen verlustfreien digitalen Formaten wie zum Beispiel Flac. Komprimiert und trotzdem verlustfrei. WMA Lossless und Apple Lossless wären da auch noch zu nennen.

Komprimiert heißt eben nicht unbedingt beschnitten."

Danke, habe ich etwas gelernt. Bin was dies angeht wohl nicht auf dem neuesten Stand.

@18:21 von Anderes1961

>> Lol. Genauso sieht es aus. :-)

Ähh, ich höre gerade:
"https://www.youtube.com/watch?v=RyeFKbsojyk"
=)

@ um 19:55 von schabernack

Gerade als (Ex)-DJ kennt man sich doch gut aus …
Neben Lee Scratch Perry … aber der ist Lebende Legende.
Und der Name ist Programm.
So zerstört man Schallplatten. :)

re 19:36 von nie wieder spd

Ihre Beschreibung ist mir nicht fremd; ich glaube, ich habe Sie verstanden. Bei mir ist das Musikerlebnis primär von Gefühlen getragen und situationsabhängig, deshalb Melodie, Rhythmus, Stimmen und Klänge und der Kontext das Wichtigste. Was Sie beschreiben, ist eine unter mehreren Situationen, die ihre eigene Qualität hat, auch für mich wichtig und vielleicht sogar nötig. Die technischen und analytischen Aspekte von Musik sind für mich insgesamt dennoch sekundär. Ich würde nicht eine Musik, eine Komposition lieben, nur weil sie "gut" ist.

19:53 von Anderes1961 / @schabernack

«Mit dem Kaiser der Photographie können Sie eigentlich nur einen meinen: Ansel Adams, stimmts? :-) Bin in meinem zweiten Beruf gelernter Fotolaborant. Großartig der Mann. Man Ray war aber auch nicht von schlechten Eltern.»

Weder den einen, noch den anderen meine ich.

Der Kaiser der Photographie ist der Brasilianer Sebastião Salgado.
Für mich der beste Photograph, der jemals lebte.
Und noch lebt er im Alter von über 70 J.

Vor ganz kurzer Zeit kam sein Lebenswerk als Bildband heraus:

Amazonia.

Ein großformatiges Photobuch in Schwarz Schweiß über den Fluss, die Indigenen Völker, und den Dschungel. Ein Fotobuch über diese Region nur in Schwarz Weiß !

Es macht sprachlos, es überwältigt.
So etwas gab es noch nie.
Niemand anderes konnte jemals so photographieren.
Man findet ihn an (x) Stellen im Internet.
Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels.

Alles seine Bücher werden in DEU im Verlag Taschen, Köln, verlegt.
Auch die Legende "Gold" über Bergbau im Kongo.
Alles in SW …!

19:32, nie wieder spd

Nachtrag:

Bei YouTube gibt es ein Live-Video, „Johnny Taylor, Last Two Dollars“.

Ein guter Eindruck eines Livekonzertes in einem „schwarzen“ Club.

19:55 von schabernack

Smoke on the water ist von Deep Purple!
Am 4. Dezember 1971 war Deep Purple in Montreux, um ein neues Album in einem mobilen Tonstudio, das sie von den Rolling Stones gemietet hatten, aufzunehmen. Sie bezogen Quartier in einem Gebäude, das zum Casino von Montreux gehörte (das „gambling house“, auf das der Text sich bezieht). An diesem Abend gaben Frank Zappa und The Mothers of Invention ein Konzert im Casino, während dessen ein Feuer ausbrach. Angeblich hatte ein Schweizer Fan mit einer Signalpistole an die Decke des Konzertsaals geschossen („some stupid with a flare gun“ heißt es im Text). Der gesamte Gebäudekomplex mitsamt dem Equipment der Mothers wurde zerstört. Der „Funky Claude“, der im Lied erwähnt wird, war Claude Nobs, der Direktor des Montreux Jazz Festivals, der den Besuchern half, sich vor dem Feuer zu retten („Funky Claude was running in and out/Pulling kids out the ground“).
Quelle: Wiki

@nie wieder spd

Natürlich kann (Massen-)Euphorie ausgenutzt werden – da wachsam zu sein, halte grundsätzlich für gut. Aber: die Interaktion von Musiker:innen und Publikum ist für mich eher verbunden mit schönen, besonderen Momenten; einerseits mit vielen geteilt, andererseits doch ganz individuell erlebt und "abgespeichert".

Musikalisch etwas völlig Neues zu schaffen halte ich heutzutage für arg schwierig.

Vor kurzem hatte ich aber so einen Moment, in dem ich ganzheitlich geflasht war. In einem Radiobeitrag wurden Stücke der Klangkünstlerin Ikue Mori vorgestellt. Kannte ich bisher nicht. Leider nicht in der Mediathek nachzuhören. Und sicherlich nicht jedermenschens Geschmack.

12:23 von schabernack

Bevor Viva2 abgeschaltet wurde, habe ich noch ein oder zwei VHS laufen lassen und aufgenommen was drauf passte. ;-) Die Kassetten habe ich noch, aber kein Abspielgerät mehr dafür. Nach 20 Jahren weiß ich leider auch nicht mehr was drauf ist (bestimmt sehr spannend...). Als Viva2-Moderatorin ist mir nur Charlotte Roche präsent. Und Markus Kavka als „der“ MTV-Moderator hätte m.E. schon Erwähnung im Artikel finden können. Zur Musik auf MTV bleibt mir Nirvana unplugged unvergessen.

19:38 von Anderes1961

«Die einflußreichste Band der Welt ist übrigens "Kraftwerk". Die haben die moderne Musik quasi revolutioniert mit ihrer elektronischen Musik. Glaubt man nicht, ist aber so. Kraftwerk-Einflüsse finden Sie praktisch bei allen Bands von Pop bis Rock.»

Kraftwerk ist Legende und Meilenstein bei Integration elektronischer Musik in alle Musikstile. Dazu sind Videos oder Live-Auftritte von Kraftwerk Ikonen von stylisiertem Minimalismus. War so von der ersten Stunde an, und ist so bis zu heutigen Auftritten.

19:31 von nie wieder spd

«Und sehr viele Menschen bleiben auf immer und ewig an der Musik hängen, die sie zwischen 14 und 24 gehört haben. Oder, noch unfassbar viel schlimmer, sogar an der Musik, die ihre Eltern schon zu oft gehört haben. Deutsche Popmusik ist da ein böses Beispiel.»

Kinder ab der Pubertät wollen sich immer von ihren Eltern unterscheiden. Musikgeschmack ist dabei keine Ausnahme.

Meine erste selbst gekaufte LP war "Chronicle" von "Creedence Clearwater Revival". Doppel-LP für damals 14,90 DM. Ich war 14 Jahre alt zu der Zeit.
An Konzerte oder Musikvieos war gar nicht zu denken.

Großartige Musik, die ich heute 42 Jahre später nicht für 1 Promille weniger großartig finde.

«First thing I remember … was asking for the why.
The answer was … someday you'll understand.»

So beginnt der Song: "Someday never comes".

Es gibt nie einen Someday, der alles andere bestimmt,
was dann noch kommen kann. Dieser Someday ist der Todestag.

Musiksender ohne Musik

Irgendwann lief auf MTV kaum noch Musik, sondern irgendwelche Reality-Shows und dergleichen. Da war ich raus.

20:01 von nie wieder spd / @schabernack

«Sie lassen mich an sich zweifeln. :)
„Smoke on the water“ hat zwar auch mit Led Zeppelin zu tun, ist aber von Deep Purple.»

Das kann ich gut verstehen.
Und ich kann mich Ihrem Zweifel nur anschließen.
Zwar zerknirscht … aber ich muss.

re 19:22 von Anderes1961

"Doch, das geht. Nennt sich Kopfkino."

Also, wir haben damals die Abwesenheit der Eltern genutzt, um deren Wohnräume und Küchen (und Schlafräume :-)) oder die der befreundeten WGs, auf den Kopf zu stellen. Dabei hat die Musik prima geholfen, haben wir ganz real umgesetzt, das haben wir uns nie nur vorgestellt. Und als Anregung haben wir Musiksendungen nicht wirklich benötigt. Aber ja, Musik ist so eine große Welt, mit Fenstern nach innen wie nach außen; Klänge wie Farben werden natürlich immer nur im Kopf gehört und gesehen. Deswegen geht ja so vieles.

@nie wieder spd

"
Am 31. Juli 2021 um 19:58 von nie wieder spd
@ um 19:38 von Anderes1961

Von Rammstein war das 1. Album gut.
Danach haben sie nur noch sich selbst zitiert.
Kraftwerk haben vielleicht sogar Led Zeppelin beeinflusst. Wer weiß. Und natürlich die gesamte moderne Popmusik.
Gut fand ich die auch nicht.
Aber sie haben neue Wege aufgezeigt. Das war gut.
Und die Techno/House - Musik lebt heute noch nur davon."

Was die Musik angeht bei Rammstein, stimme ich Ihnen fast zu. Man könnte es aber auch anders benennen: es hat sich ein Stil gebildet. Aber stimmt, vieles wiederholt sich.

Bei der Einschätzung von Rammstein und anderen Bands der neuen Deutsche Härte ist das revolutionäre nicht so sehr die Musik, die auch, sondern die Texte. Ob man die nun mag oder nicht, der fantasievolle Umgang mit der deutschen Sprache und vielen Wortneuschöpfungen ist revolutionär und großartig zugleich. Nicht nur bei Rammstein.

Bei Techno/House ist die Wiederholung das Wesen der Musik. Mag die auch die auch nicht.

20:08 von fathaland slim

«Sie waren noch nie in einen Bluesclub, und zwar da, wo die Musik herkommt. Ich empfehle die Platte: „B.B. King Live at the Regal“. Da findet echte Kommunikation zwischen Sänger und Publikum statt.»

Wirklich tolle Kommunikation zwischen Publikum und Musikern war auch in den Jazz-Clubs in Prag, in denen wir 1986/87 waren. Jazz ist nicht so very our music, und Tschechisch können wir auch nicht. Verstanden an Worten haben wir so gut wie gar nichts. Die Atmosphäre missverstehen war unmöglich.

Ein ganz tolles Erlebnis mit ganz viel Kraft und Wärme.

@Eduart de Machina

"
Am 31. Juli 2021 um 21:16 von Eduart de Machina
re 19:22 von Anderes1961

"Doch, das geht. Nennt sich Kopfkino."

Also, wir haben damals die Abwesenheit der Eltern genutzt, um deren Wohnräume und Küchen (und Schlafräume :-)) oder die der befreundeten WGs, auf den Kopf zu stellen. Dabei hat die Musik prima geholfen, haben wir ganz real umgesetzt, das haben wir uns nie nur vorgestellt. Und als Anregung haben wir Musiksendungen nicht wirklich benötigt. Aber ja, Musik ist so eine große Welt, mit Fenstern nach innen wie nach außen; Klänge wie Farben werden natürlich immer nur im Kopf gehört und gesehen. Deswegen geht ja so vieles."

Ging mir doch auch nicht anders. :-) Aber später im Alter, Hawkwind in den CD-Player geschmissen und "Silver machine" rauf und runter gespielt, die Augen geschlossen und mir vorgestellt, wie wir damals bei dieser Musik den Partykeller meines Nachbarn zerlegt hatten, als die nicht da waren und uns die Tochter zur Party einlud. Das meine ich mit Kopfkino. :-)

darf ich als Elektroingenieur mal kurz klarstellen

dass "komprimiert" und "beschnitten" nun mal nix mit Qualität zu tun hat. Aber jedes digitalisierte Tonsignal bringt zwangsläufig einen Qualitätsverlust gegenüber dem analogen Original mit sich. In einem Originalton schwingen auch Wellenlängen / Frequenzen mit, die im digitalen Abklatsch nicht erfasst werden können, ganz einfach wegen der Endlichkeit der digitalen Auflösung und des Speichers.
@Schabernack müsste bestätigen können, dass es schlicht unmöglich ist, ein analoges Farbfoto zu digitalisieren, zu speichern, es wieder zu reproduzieren und dann die gleiche Qualität zu bekommen, die das Original hatte.
Schallplatten und Tonbänder / Audiokasetten speicherten die Töne analog und damit originalgetreu. Eine CD kann sowas nicht. Physikalisch unmöglich.

@schabernack

"Es macht sprachlos, es überwältigt.
So etwas gab es noch nie.
Niemand anderes konnte jemals so photographieren.
Man findet ihn an (x) Stellen im Internet.
Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels.

Alles seine Bücher werden in DEU im Verlag Taschen, Köln, verlegt.
Auch die Legende "Gold" über Bergbau im Kongo.
Alles in SW …!"

Mich hat vor allem beeindruckt mit wieviel Akribie er seine Abzüge machte, Stundenlanges Arbeiten für nur ein Foto. Natürlich alles auf Baryt. Hab mir viel von ihm abgeguckt, die Berichte in Color-Foto hab ich verschlungen. Er hat mir auch zur Note 1 in der praktischen Zwischenprüfung verholfen. :-) Dank seiner Tricks war ich in 20 Minuten fertig für eine Aufgabe, für die 3 Stunden angesetzt waren. Zeigte den ersten Versuch meinem Lehrer. Sein einziger Kommentar: Besser geht's nicht. Und dann erzählte ich ihm von Ansel Adams. Er bekam leuchtende Augen.

Schwarz-Weiß ist bis heute mein Steckenpferd.

20:38 von Kaneel

«Zur Musik auf MTV bleibt mir Nirvana unplugged unvergessen.»

"Nirvana Unplugged" ist ein Juwel.
Eine der allerbesten Aufnahme ever bei MTV Unplugged.

Für so gut wie alle Musiker war und ist es eine Ehre, erhalten sie die Einladung, bei MTV Unplugged spielen zu dürfen. Auch dieser großartigen Bühne inmitten der Zuhörer im Rund von 360 Grad drumherum.

@schabernack

Am 31. Juli 2021 um 20:17 von schabernack
19:53 von Anderes1961 / @schabernack

«Mit dem Kaiser der Photographie können Sie eigentlich nur einen meinen: Ansel Adams, stimmts? :-) Bin in meinem zweiten Beruf gelernter Fotolaborant. Großartig der Mann. Man Ray war aber auch nicht von schlechten Eltern.»

Weder den einen, noch den anderen meine ich.

Der Kaiser der Photographie ist der Brasilianer Sebastião Salgado.
Für mich der beste Photograph, der jemals lebte.
Und noch lebt er im Alter von über 70 J.

Den hatte ich nicht auf dem Schirm und muß zu meiner Schande gestehen, daß ich ihn auch nicht kenne. Werde mir ihn aber mal morgen in Ruhe ansehen. Mein Held ist jedenfalls Ansel Adams :-).

re 21:27 von Anderes1961

"Das meine ich mit Kopfkino. :-)"

Was die Diskussion darum angeht, sehe ich gar nicht so ein Dissens, auch nicht mit dem User 'nie wieder spd'. Gut, dass Sie "Silver Machine" erwähnen, sonst müsste ich es tun. Einfach toll!

@ um 20:15 von Eduart de Machina

Danke sehr. Ich habe Sie nun auch besser verstanden.
Aber eben jeder so, wie er mag.
Das ist das einzige richtige Verständnis von Gefühlen

21:28 von frosthorn

Schallplatten und Tonbänder / Audiokasetten speicherten die Töne analog und damit originalgetreu. Eine CD kann sowas nicht. Physikalisch unmöglich.

Gibt es diesen Verlust auch beim Digitalradio? Ist wahrscheinlich eine blöde Frage - aber Sie wissen ja um mein technisches unknow-how. Und tun Sie mal nicht noch mal so als wären wir da auf einem ähnlichen Level! ;-))

21:32 von Anderes1961 / @schabernack

«Zeigte den ersten Versuch meinem Lehrer. Sein einziger Kommentar: Besser geht's nicht. Und dann erzählte ich ihm von Ansel Adams. Er bekam leuchtende Augen. Schwarz-Weiß ist bis heute mein Steckenpferd.»

Ansel Adams ist der Großmeister der Lehre von SW-Photographie.
Ein Könner, ein Meister, ein König.

Ist Schwarz-Weiß Photographie Ihr Steckenpferd. Kann man Sie ohne jede Überheblichkeit des Profi-Photographen dazu nur beglückwünschen. Sehen- und Denken-Können in Graustufen ist die Basis jeder Art von Photographischem Vermögen.

Sie・müssen・was über Sebastião Salgado nachschlagen.
Der Kaiser ohne Lehrer zu sein.
Sie・müssen・auf der Internet-Seite vom "Taschen-Verlag" sich zumindest die Ausschnitte aus dem Bildband: "Amazonia" ansehen.

Wenn Sie Ruhe und Muße haben für das Großartigste an Schwarz-Weiß Photographie aller Zeiten.

21:47 von nie wieder spd @ um 20:15 von Eduart de Machina

Aber eben jeder so, wie er mag.
Das ist das einzige richtige Verständnis von Gefühlen

Dem schließe ich mich gerne an. :-)

@frosthorn

"
Am 31. Juli 2021 um 21:28 von frosthorn
darf ich als Elektroingenieur mal kurz klarstellen

dass "komprimiert" und "beschnitten" nun mal nix mit Qualität zu tun hat. Aber jedes digitalisierte Tonsignal bringt zwangsläufig einen Qualitätsverlust gegenüber dem analogen Original mit sich. [...]
@Schabernack müsste bestätigen können, dass es schlicht unmöglich ist, ein analoges Farbfoto zu digitalisieren, zu speichern, es wieder zu reproduzieren und dann die gleiche Qualität zu bekommen, die das Original hatte.
Schallplatten und Tonbänder / Audiokasetten speicherten die Töne analog und damit originalgetreu. Eine CD kann sowas nicht. Physikalisch unmöglich."

Alles richtig, was Sie sagen. Nur die Sache hat einen Haken: bisher ist es niemandem gelungen, eine Analogaufnahme und eine gute Digitalaufnahme tatsächlich voneinander unterscheiden zu können. Gab zahlreiche Blindversuche. Geht schon nicht (außer im Kleinkindalter vielleicht) weil unser Gehör mit der Zeit nachläßt.

"Ist Schwarz-Weiß

"Ist Schwarz-Weiß Photographie Ihr Steckenpferd. Kann man Sie ohne jede Überheblichkeit des Profi-Photographen dazu nur beglückwünschen. Sehen- und Denken-Können in Graustufen ist die Basis jeder Art von Photographischem Vermögen.

Sie・müssen・was über Sebastião Salgado nachschlagen.
Der Kaiser ohne Lehrer zu sein."

Habs grad schon getan, schneller Blick und bin fast vom Stuhl gefallen. Grandios und atemberaubend. Aber: Ich würde fast wetten, daß er sich von meinem Helden Ansel Adams ein bisschen was abgeguckt hat, was die Ausarbeitung der Aufnahmen betrifft, trägt die eindeutig dessen Handschrift. Trotzdem hat Salgado eine ganz eigene Ästhetik und es sind unverkennbar Salgados.

Den Titel Kaiser hat er sich verdient. Genau wie Adams, den erkennt man auch auf den ersten Blick. Können wir uns auf zwei Kaiser einigen? :-) Recht herzlichen Dank jedenfalls für die Infos. Morgen wird ein schöner Tag mit Salgado und trotzdem irgendwie traurig, wegen seiner Themen.

@Kaneel

"
Am 31. Juli 2021 um 21:49 von Kaneel
21:28 von frosthorn

Schallplatten und Tonbänder / Audiokasetten speicherten die Töne analog und damit originalgetreu. Eine CD kann sowas nicht. Physikalisch unmöglich.

Gibt es diesen Verlust auch beim Digitalradio? Ist wahrscheinlich eine blöde Frage - aber Sie wissen ja um mein technisches unknow-how. Und tun Sie mal nicht noch mal so als wären wir da auf einem ähnlichen Level! ;-))"

Die Frage ist gar nicht blöd. Die kann ich Ihnen auch beantworten: Ja gibt es, meistens jedenfalls. Weil die Sender häufig Bandbreite sparen und sagen wir mal vorsichtig in sehr sparsamer Auflösung senden. Bis auf wenige Ausnahmen, die verlustfreie Digitalaufnahmen ausstrahlen.

@ um 21:23 von Anderes1961

„Bei der Einschätzung von Rammstein und anderen Bands der neuen Deutsche Härte ist das revolutionäre nicht so sehr die Musik, die auch, sondern die Texte.“
Von der Tonlage her werden Einige diese Texte auch missverstehen können. Was ja zu Beginn dieser Band durchaus ein Gerücht war.
Aber mir sind da schon die Bühnenshows suspekt.
Wer so viel Brimborium machen muss, hat meißtens nicht viel zu sagen.
Und dass es da um reale, oder besser: existierende Probleme gehen könnte, traue ich mich gar nicht zu unterstellen.
Andererseits ist Musik auch Geschmacksache und darüber lässt sich nicht sinnvoll streiten.

21:28 von frosthorn

«Aber jedes digitalisierte Tonsignal bringt zwangsläufig einen Qualitätsverlust gegenüber dem analogen Original mit sich. In einem Originalton schwingen auch Wellenlängen / Frequenzen mit, die im digitalen Abklatsch nicht erfasst werden können, ganz einfach wegen der Endlichkeit der digitalen Auflösung und des Speichers.
@Schabernack müsste bestätigen können … Farbfoto … digitalisieren … speichern … reproduzieren … gleiche Qualität … bekommen, die das Original hatte.»

Von Akkustik und Elektronik habe ich nicht so sehr detailliert Plan.
Bei Musik geht es immer auch um Obertöne. Mathematisch: Fourrier-Transformation als Großer Bruder von Integralrechnung.

Analoge Speicher Magnetbänder haben ja auch Unter- & Obergrenzen bei Aufzeichnung von Frequenzen.

Jede Art Fotoabbildung reduziert Vermögen des Auges, Kontraste zu erfassen, mega-signifikant. Bei Digitalphotos auf 256 Stufen (0 = dunkelschwarz / 255 = hellweiß). Man müsste erst schauen, welcher Kontrast war beim Silber-Original …

@ um 21:28 von frosthorn

Wenn Sie schon der Fachmann sind: Wie lange „hält“ eine Musik - CD eigentlich, bevor sich die gespeicherten Informationen darauf auflösen?
Schallplatten lassen ja schon allein durch den physischen Akt des Abspielens nach. Deshalb habe ich früher schon mal Platten auf Cassette aufgenommen, um die Platten zu schonen.
Diesen Reibungsverlust gibt es bei CDs nicht.
Trotzdem klingen ältere CDs (> 20 Jahre) irgendwie etwas schlechter. Zumindest bilde ich mir das ein.

@Kaneel & @Anderes1961, re @frosthorn

@Kaneel: ja, diese Einschränkung gilt auch für das Digitalradio. Im Grunde genommen schon für das Farbfernsehen. Das Lichtspektrum ist kontinuierlich und kennt keine Lücken. Digitalisiert jedoch (RGB) sind nicht mehr alle Farben da, sondern nur noch einige, die dem Original eben ziemlich ähnlich sind. Sie können im Farbfernseher keinen wirklichen Regenbogen sehen, und im digitalen Radio immer nur einen Ton hören, der "annähernd" so ist, wie er vom Instrument oder vom Sänger erzeugt wurde.
@Anderes1961: und doch sind die Sensoren unserer Sinnesorgane, also hier die Flimmerhäärchen im Gehör, analoge Instrumente. Sie bilden alle Frequenzen ab, und nicht nur jede zwanzigste. Man kann natürlich sagen, dass die digitalen Signale "gut genug" sind, um uns einen Hörgenuss zu verschaffen. Den Filter müssen wir dennoch hinnehmen.

22:05 von Anderes1961 / @schabernack

«Habs grad schon getan, schneller Blick und bin fast vom Stuhl gefallen. Grandios und atemberaubend. Aber: Ich würde fast wetten, daß er sich von meinem Helden Ansel Adams ein bisschen was abgeguckt hat, was die Ausarbeitung der Aufnahmen betrifft, trägt die eindeutig dessen Handschrift. Trotzdem hat Salgado eine ganz eigene Ästhetik und es sind unverkennbar Salgados.»

Das hat er ohne Zweifel, und gegen zwei Kaiser habe ich gar nichts einzuwenden.

Salgado ist der Maestro von Einfühlugsvermögen in Menschen mit der anspruchsvollsten aller Photographie … das Portrait. Daher stammt seine unerreichte Meisterschaft.

By the way: Markus Lanz ist auch ein ausgezeichnet guter Porträtphotograph in Schwarz-Weiß. Als Journalist (gar als Talker) so gar nicht mein Favorit. Aber als Photograph … so richtig gut.

@nie wieder spd

"
Am 31. Juli 2021 um 22:10 von nie wieder spd
@ um 21:23 von Anderes1961

„Bei der Einschätzung von Rammstein und anderen Bands der neuen Deutsche Härte ist das revolutionäre nicht so sehr die Musik, die auch, sondern die Texte.“
Von der Tonlage her werden Einige diese Texte auch missverstehen können. Was ja zu Beginn dieser Band durchaus ein Gerücht war.
Aber mir sind da schon die Bühnenshows suspekt.
[...]
Und dass es da um reale, oder besser: existierende Probleme gehen könnte, traue ich mich gar nicht zu unterstellen.
Andererseits ist Musik auch Geschmacksache und darüber lässt sich nicht sinnvoll streiten."

Ja, die Bühnenshows sind bombastisch. Die gehören zu Rammstein dazu, beeindrucken mich aber nicht so sehr. Ich finde einfach die Texte genial, ob man die Inhalte nun mag oder nicht. Und ja, die kann man durchaus mißverstehen, was tatsächlich auch geschah. Sehr fantasievoller Umgang mit der Sprache.

Die Geschmäcker sind Gottlob verschieden, sonst wäre die Welt langweilig. :-)

13:20 @ nie wieder spd

Schauen Sie sich doch bitte mal
"Don't give up"
von / mit
Peter Gabriel & Kate Bush an.

Was ist daran ein Graus?

Oder
"Blood of Eden"
P. GaBrief / Sinnead O Connor.

@nie wieder spd, 22:19

Wie lange „hält“ eine Musik - CD eigentlich, bevor sich die gespeicherten Informationen darauf auflösen?

Man schätzt das durchschnittliche "Lebensalter" einer CD auf 30 - 40 Jahre. Das heißt aber nicht, dass die Informationen darauf dann unwiderbringlich verloren sind. Genau das widerum ist ja der unschätzbare Vorteil der digitalen Information: wenn man sie rechtzeitig kopiert / auf ein anders Medium überträgt, ist sie unsterblich. Im Gegensatz zur analogen Speicherung, wo sich Datenverluste, einmal eingetreten, nie wieder rückgängig machen lassen.

@Schabernack

"as hat er ohne Zweifel, und gegen zwei Kaiser habe ich gar nichts einzuwenden.

Salgado ist der Maestro von Einfühlugsvermögen in Menschen mit der anspruchsvollsten aller Photographie … das Portrait. Daher stammt seine unerreichte Meisterschaft.

By the way: Markus Lanz ist auch ein ausgezeichnet guter Porträtphotograph in Schwarz-Weiß. Als Journalist (gar als Talker) so gar nicht mein Favorit. Aber als Photograph … so richtig gut."

Stimmt, ist er. Von Lanz habe ich auch schon Bilder gesehen. Hätte ich ihm gar nicht zugetraut.

Adams Themen waren ja völlig andere, aber ich könnte mir vorstellen, wenn Adams noch leben würde, er würde fotografieren wie Salgado und beide würden gemeinsam im Labor an den Abzügen schuften.:-) Diese Akribie, das letzte aus den Negativen /Raw-Dateien rauszuholen, die fasziniert mich bei beiden. Und bei Salgado kommt noch hinzu, als jemand der unter Hypersensibilität leidet, sind sie für mich schwer zu verdauen. Aber trotzdem faszinierend. Wegen der Empathie

22:08 von Anderes1961 @Kaneel

Sie hatten meine Frage möglicherweise in einem Ihrer vorherigen Post bereits beantwortet. LPs höre ich nur selten – hatte mir aber bisher eingebildet das Klangerlebnis sei vielfältiger und runder. Hhm… liegt vielleicht an „mehr Haptik“?

Heute hatte ich etwas darüber gelesen, dass DAB+ wahrscheinlich 2029 das analoge Radio komplett ablösen soll. Beides ist wesentlich energieschonender als Internetradio. Aber alles zusammen anzubieten auf Dauer zu teuer.

@20:03 von Anderes1961

>> Mir gefällt auch nicht alles, was im Ö-R so
>> läuft

Ähh, es gibt:
ARD, ZDF, NDR, WDR, MDR, SWR, BR, RBB, HR, Arte, KiKa, 3Sat, Neo, Deutschlandradio und viele mehr. -.-

Irgendwo läuft immer etwas Interessantes. Immer noch besser als die Privaten.

@frosthorn

"@Anderes1961: und doch sind die Sensoren unserer Sinnesorgane, also hier die Flimmerhäärchen im Gehör, analoge Instrumente. Sie bilden alle Frequenzen ab, und nicht nur jede zwanzigste. Man kann natürlich sagen, dass die digitalen Signale "gut genug" sind, um uns einen Hörgenuss zu verschaffen. Den Filter müssen wir dennoch hinnehmen."

Die sind genau das Problem im Alter. Die Flimmerhäärchen. In zahlreichen Fachzeitschriften der audiophilen Szene gibt es ja die Streiterei, zwischen Analog- und Digitallager. Deswegen gab's Blindversuche. Niemand, der behauptet hatte, er könne eine verlustfreie Digitalaufnahme von einer Analogaufnahme (von einem guten Tonband natürlich) unterscheiden, ist es gelungen. Vieles ist einfach Hörpsychologie, manches Einbildung. Otto Normalhörer wird es ganz sicher nicht unterscheiden können. Bei Bildern ist es was anderes, aber die Digitaltechnik macht Fortschritte und irgendwann kann man auch Analogbilder von Digitalen nicht mehr unterscheiden.

22:20 von frosthorn @Kaneel & @Anderes1961, re @frosthorn

Dankeschön für die ausführliche Antwort! Nur: wie führe ich den von Anderes1961 beschriebenen Versuch jetzt an mir selbst durch?

22:20 von frosthorn

«Das Lichtspektrum ist kontinuierlich und kennt keine Lücken. Digitalisiert jedoch (RGB) sind nicht mehr alle Farben da, sondern nur noch einige, die dem Original eben ziemlich ähnlich sind. Sie können im Farbfernseher keinen wirklichen Regenbogen sehen, und im digitalen Radio immer nur einen Ton hören, der "annähernd" so ist, wie er vom Instrument oder vom Sänger erzeugt wurde.»

Tonaufzeichnung kann keine Obertöne. Bei akkustischen Instrumenten real gespielt, sind das die Resonanzen im Schwingungsverhalten der Musikkörper. Muss wohl auch der Grund sein, warum eine Stradivari eine Stradivari ist. Und man die (warum auch immer) so in "Klangfarbe" nicht mehr nachbauen kann.

Der Monitor am Laptop, und der Flatscreen am TV können 16,7 Mio. Digitale Farbstufen wiedergeben (physikalisch-sensitometrisch erfasst). Das wiederum übersteigt das Farb-Unterscheidungs-Vermögen des Menschlichen Auges. Bei 256 Kontraststufen unterschreitet das Elektronische Bild das Können des Auges.

@saschamaus75

"
Am 31. Juli 2021 um 22:35 von saschamaus75
@20:03 von Anderes1961

>> Mir gefällt auch nicht alles, was im Ö-R so
>> läuft

Ähh, es gibt:
ARD, ZDF, NDR, WDR, MDR, SWR, BR, RBB, HR, Arte, KiKa, 3Sat, Neo, Deutschlandradio und viele mehr. -.-

Irgendwo läuft immer etwas Interessantes. Immer noch besser als die Privaten."

Hallo? Raten Sie mal welche Programme bei mir auf den Programmplätzen 1 bis 19 sind. :-)

Aber eigentlich brauche ich nur 3 Programme: Arte, Phoenix und ZDF-Doku. Hin und wieder 3Sat. Wegen der Dokus. :-) Die guck ich rauf und runter.

Dokus auf N24, Welt und n-tv guck ich ganz selten mal, die Astronomie-Dokus hin und wieder. Ansonsten sind die Dokus auf diesen Sendern so gut wie alle reine Pseudodokus: nur Werbung (wie baue ich einen Rolls-Royce, Lamborghini, Bugatti, Airbus, Boing oder was auch immer), die von Werbung unterbrochen wird.

@ um 22:24 von Leipzigerin59

Nur mit persönlich ein Graus.
Aber gerade wenn Sie solche Musik hören, ist sie doch noch viel schöner, wenn man die Augen schließt und zuhört.
Abgesehen davon sind die Videos für sich genommen durchaus gut.
Sogar das im Bericht erwähnte Video von Michael Jackson ist als Video mit Sicherheit in allen Belangen genauso gut, wie das Lied.
Aber beides zusammen und gleichzeitig kann ich kaum ertragen.

Entdeckungen auf YT

eine Fundgrube, vom nunmehr 9 jährigen Mikis Theodorakis, die Aufnahmen aus dem Athener Stadion von dem deutschen Kameramann Klaus Salge, ...
Edith Piaf,
Freddie Mercury & Monserrat Caballé,
Maria Callas,
...
Peter Gabriel,
...
Eine Fülle.

Für Besserung Smith-Liebhaber. Wir hatten in Literatur ein trauriges Gedicht über die Umstände ihres Todes, ich finde es gerade nicht.

@ um 22:35 von saschamaus75

Genau. Auch wenn ich gerade in den letzten Jahren die Kritik an meinem Haussender WDR sehr gut verstehen und die Hörerfeindlichen Sparmaßnahmen überhaupt nicht nachvollziehen kann, so muß man es der ARD doch lassen, trotz allem ein sehr umfangreiches Angebot, auch jenseits des Mainstreams anzubieten.
Allerdings nur im Radio.
Das TV - Angebot dagegen ist seit Jahren geradezu Würdelos.

22:20 von frosthorn; ich glaub, wir hören nie völlig analog/echt

Bis zu den Härchen in der Schnecke unseres Ohrs werden die akustischen Signale analog übertragen, doch danach? Die Schwingungen der Härchen werden von den Haarzellen zu den Gehörnerven weitergeleitet. Dabei findet eine (mehrfache) Codierung statt, schließlich werden die Signale in den Nervenzellen durch die Herstellung von Spannungsunterschieden (im niedrigen mV-Bereich) und den entstehenden Frequenzen codiert. Spätestens hier, später durch chemische Umwandlungen der Signale an Synapsen zwischen Nervenzellen, können wir doch nicht mehr über analoge Signalübertragung sprechen - oder? Das was das Gehirn als Ton wahrnimmt und uns bewusst gemacht wird, kann wohl nicht mehr identisch sein, mit dem was aus der Ursprungsquelle analog stammt, z.B. die Schwingungen eines Trommelfelles oder einer Gitarrensaite. Die Schlussfolgerung wäre, wir hören nie den ursprünglichen Ton; dieser dürfte aber wiederum ohne ein bereitstehendes Gehör, wie immer es auch funktioniert, praktisch wie inexistent sein.

@ um 22:51 von Anderes1961

„Raten Sie mal welche Programme bei mir auf den Programmplätzen 1 bis 19 sind. :-) “
Auch meine Sender - und Sendungsauswahl geht in die gleiche Richtung.
Gleichwohl ist das Ö/R - TV - Angebot Erbarmungswürdig und sogar in Teilen ein billiger Abklatsch der Privaten.

um 22:24 von Leipzigerin59 13:20 @ nie wieder spd

,,Schauen Sie sich doch bitte mal
"Don't give up"
von / mit
Peter Gabriel & Kate Bush an.

Was ist daran ein Graus...?

Toll, daß nach der Arbeit in der City noch genau dieser Thread aufhat wie auf 'm Kiez die letzte Kneipe. Und die Gäste sind illuster, wie ich meine. Gerade heute habe ich mir meine erste CD von Kate Bush gekauft, nachdem ich gehört hatte, wie sie zum ersten Mal in Deutschland bei Biolek im Fernsehen auftrat. Der hat in einer Sendung mehr für die Zugängigkeit aus einer gebildeten Neugier für die ungewöhnlichste Musik getan als MTV in 40 Jahren Soundschnipseln.

Digital vs. analog

Das was User Frosthorn sagt ist nur in der Theorie richtig. Denn analoge Medien sind eben nicht linear anaolg, sondern haben Bandbegrenzunegn.
Z.B. ist das Frequenzband von UKW auf 30-15000 hz limitiert. Der Dynamikrahmen liegt IIRC bei ca. 75db. Das ist im Vergleich zu einer Standard CD lausig. Ein guter CD-Player Stand Anfang der 90er Jahre (16 Bit 4-fach Oversampling mit PhilipsTDA1541 gold crown Wandlern) zieht jedem analogen Gerät die Schuhe aus.
Moderne Digiatltechik ist da viel weiter, interne 24 Bit-Auflösung und vielfache Samplingfreuenzen sind so weit über den menschlichen Akustikwahrnehmungsgrenzen - da kommen die besten Bandmaschinen nicht mit, auch keine direkte Matritzenaufnahme.
Dennoch analoges Rauschen wird als warm klingend empfunden (kann man aber auch digital einmischen). Die meisten Anlagen schwächeln bei den Netzteilen und vor allem bei den Lautsprechern, auch wenn da in den letzten Jahren durchaus auch gute Fortschritte gemacht wurden.

Bessie Smith...

Jens Gerlach und seine Jazz-Gedichte - Bessie Smith

"...Sie sang den Blues vom Henkerstrick..."

Findet man auf YT.

@Leipzigerin59

"
Am 31. Juli 2021 um 22:57 von Leipzigerin59
Entdeckungen auf YT

eine Fundgrube, vom nunmehr 9 jährigen Mikis Theodorakis, die Aufnahmen aus dem Athener Stadion von dem deutschen Kameramann Klaus Salge, ...
Edith Piaf,
Freddie Mercury & Monserrat Caballé,
Maria Callas,
...
Peter Gabriel,
...
Eine Fülle.

Für Besserung Smith-Liebhaber. Wir hatten in Literatur ein trauriges Gedicht über die Umstände ihres Todes, ich finde es gerade nicht."

Ja, auf youtube gibt es tatsächlich eine Menge Schätzchen zu bewundern, wenn man weiß, wonach man suchen muß. Dort finden Sie zum Beispiel auch "Un chien andaluz" von Bunuel/Dali. Ein total verrückter, surealistischer Film mit einem Esel auf den Saiten eines Klaviers, wirklich sehenswert. :-)

Bei den Besserung-Smith-Liebhabern hat offensichtlich Ihre Autokorrektur zugeschlagen. :-) Vielleicht klappts mit Bessie Smith, Gedicht, werd's mal probieren.

@Leipzigerin59

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Am 31. Juli 2021 um 22:57 von Leipzigerin59
Entdeckungen auf YT

eine Fundgrube, vom nunmehr 9 jährigen Mikis Theodorakis, die Aufnahmen aus dem Athener Stadion von dem deutschen Kameramann Klaus Salge, ...
Edith Piaf,
Freddie Mercury & Monserrat Caballé,
Maria Callas,
...
Peter Gabriel,
...
Eine Fülle.

Für Besserung Smith-Liebhaber. Wir hatten in Literatur ein trauriges Gedicht über die Umstände ihres Todes, ich finde es gerade nicht."

Schauen Sie mal hier. Jazz und Literatur in der DDR:
"https://books.google.de/books?id=NH14DwAAQBAJ&pg=PA41&lpg=PA41&dq=Gedicht+%C3%BCber+Bessie+Smith&source=bl&ots=POqS7ybYCs&sig=ACfU3U3Sbm-L5v_iOjPuZq6Pr3VBGtslqw&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiD6MXhm47yAhXMiqQKHS8wC2IQ6AEwCHoECA0QAw#v=onepage&q=Gedicht%20%C3%BCber%20Bessie%20Smith&f=false"

Hab auch noch ein Gedicht von Bessie Smith gefunden: "Send me to the electric chair"

Der Link: "http://culturmag.de/crimemag/krimigedicht-von-bessie-smith/135884"

@Leipzigerin59

"
Am 31. Juli 2021 um 23:06 von Leipzigerin59
Bessie Smith...

Jens Gerlach und seine Jazz-Gedichte - Bessie Smith

"...Sie sang den Blues vom Henkerstrick..."

Findet man auf YT."

Sie waren schneller. :-) Habs auch gefunden auf google books. Link hab ich Ihnen gepostet.

@melancholeriker

"Toll, daß nach der Arbeit in der City noch genau dieser Thread aufhat wie auf 'm Kiez die letzte Kneipe. Und die Gäste sind illuster, wie ich meine. Gerade heute habe ich mir meine erste CD von Kate Bush gekauft, nachdem ich gehört hatte, wie sie zum ersten Mal in Deutschland bei Biolek im Fernsehen auftrat. Der hat in einer Sendung mehr für die Zugängigkeit aus einer gebildeten Neugier für die ungewöhnlichste Musik getan als MTV in 40 Jahren Soundschnipseln."

Stimmt. Bei Bio habe ich zum ersten Mal Klaus Nomi gesehen und war baff. Klaus Nomi war mit seiner Musik der Zeit 30 Jahre voraus. Heute noch großartig und außergewöhnlich als Countertenor in der Wave-Musik. Als der bei Bio auftrat, hatte er in New York die Clubszene schon durcheinander gebracht. David Bowie war ein großer Fan von ihm und Mentor. Leider ist Nomi viel zu früh an Aids verstorben.

Zum Thema aktuelle und nicht

Zum Thema aktuelle und nicht aktuelle Mucke: Pflicht ist Sonntags Fiehe (1live) zu hören. Da gibt es wirklich guten Input.

Mit der aktuellen Mainstreammusik kann man sich als irgenwann vor 2000 musikalisch sozialisierte Person (wie wohl so ziemlich alle hier bei TS) wirklich nur schwerlich anfreunden. Im Danceberiech nerven mich die Mitteltonlastigen Sounds und der permanente up/down-Effekt der Dancemusil seit etlichen Jahren extrem. Aber die Kids von heute können mit House der 80/90er wohl auch wenig anfangen...
Ich war immer gern im Wave/EBM/Industrial/Electro-Bereich unterwegs. Manchester-Sound der späten 80er/90er, was so in der Hacienda lief...
Und Prince und Zappa!

MTV war zwar überwiegend Pop, aber ein ganz klares Muss. Viva war eine Zeit lang ebenfalls super. Beide Sender hatten durchaus Platz für Mainstreamabseitiges. Und Mainstream muss man ja auch hören, sonst bekommt man das ja nicht mit, was dann auch eine Bildungslücke wäre...

@Leipzigerin59

"Am 31. Juli 2021 um 22:57 von Leipzigerin59
Entdeckungen auf YT

eine Fundgrube, vom nunmehr 9 jährigen Mikis Theodorakis, die Aufnahmen aus dem Athener Stadion von dem deutschen Kameramann Klaus Salge, .."

Lol, Mikis Theodorakis ist ein wenig älter als 9. :-) Aber freut mich, daß Sie ihn auch mögen. Theodorakis hat großartige Musik geschrieben. Die mag nicht jeder.

22:32 von Kaneel

«LPs höre ich nur selten – hatte mir aber bisher eingebildet das Klangerlebnis sei vielfältiger und runder. Hhm… liegt vielleicht an „mehr Haptik“?»

CDs können schon recht viel an Klangqualität.

Man kann einen simplen, zutreffenden, leicht verständlichen Vergleich zw. CD und Photographie herstellen:

Die CD sei die Basis wie das Licht, das auf die Frontlinse in einem Objektiv an einer Kamera auftrifft. Beim Licht bestimmt die Qualität vom Objektiv, wie viel der Detailinformation im Licht vernichtet wird, tritt das Licht wieder aus der letzten Objektivlinse aus.

Bei der CD ist das 1. Glied in der Wiedergabekette der CD-Player. Wie viel Info macht der kaputt, bevor das Elektrische Signal zum 2. Glied Verstärker weiter geht? In der Kamera ist es der Digitale CCD-Chip als Lichtempfänger.

Bei Akkustik sind Boxen das letzte Glied.
Beim Foto der Bildschirm, auf dem man es anschaut.

Sehr hochwertige Glieder 1 - 3 sind sehr teuer.
Hat man das Geld aber, eine Anschaffung fürs Leben …

Oje, muß gleich Abbitte an

Oje, muß gleich Abbitte an alle leisten, die abgeplugt Sternstunden erlebten bei MTV. Genaugenommen ist ein Konzept, das die Dinge weglässt, die die Künstler austauschbar machen, ein Garant für treue Anhänger und für das Überleben von Authentizität in der Musik ist. Zumindest hat es doch einigen der Granden aus der Zunft geholfen, wieder back zu den eigenen Roots zu gelangen. Frank Zappa wäre sicher nachsichtig mit ihnen gewesen.

@asimo

"Ich war immer gern im Wave/EBM/Industrial/Electro-Bereich unterwegs. Manchester-Sound der späten 80er/90er, was so in der Hacienda lief...
Und Prince und Zappa!"

Da hätte ich zwei Tipps für Sie. Aus dem Wave der von mir schon genannte Klaus Nomi - Coldsong. Eine Wave-Adaption einer Bassarie aus einer Purcell-Oper. Genial.

Und Zappa: Yellow shark. Zappa mal anders. :-) aber nicht erschrecken. :-)

@Schabernack

"Bei Akkustik sind Boxen das letzte Glied.
Beim Foto der Bildschirm, auf dem man es anschaut.

Sehr hochwertige Glieder 1 - 3 sind sehr teuer.
Hat man das Geld aber, eine Anschaffung fürs Leben …"

Man kann es aber auch übertreiben. Das kurioseste, was mir bisher unterkam, waren Lichtleiter mit Goldkontakten. Für ein Schweinegeld. :-) Wirklich wahr. Also ich rede von SPdif/Toslink. Aber im Prinzip stimmts. Beim letzten Glied hab ich mir vor zwei Jahren auch was gutes gegönnt, ein 5.1-System, will keine Werbung machen. Aber es ist das satanische, ich denke, Sie wissen was ich meine. :-) Hat sich echt gelohnt. Und guter Kompromiss für Musik/Filme. Der Subwoofer dient mir gleichzeitig als Beistelltisch. :-) So gesehen Geld gespart. Die werd ich dann auch mit ins Grab nehmen.

@ Schabernak

"sehr hochwertige Glieder 1 - 3 sind sehr teuer.
Hat man das Geld aber, eine Anschaffung fürs Leben …"

1 kaum, 2 ja, 3 begrenzt.

1: CD-Spieler schwächeln gern mal - mechanisch oder optoelektronisch. Es werden auch gern Elkos verbaut, die nicht ewig halten.

2: jepp, Verstärker können sehr alt werden, am besten mit Ringkerntrafo. Wichtig: Nicht überhitzen und manche Verstärker (früher war das z.B. eine Spezialität von en ansonsten guten Denons) können bei niedrigen Lautprecherimpedanzen schon mal durchbrennen... LS und Verstärker müssen passen.

3: Bei Lautsprechern hat man das Problem, dass manche Sicken bröselig werden. Das sind halt kritische Bauteile. Man kann bei TiefMittentieftönern eher von ca. 20 Jahren Lebenszeit ausgehen, danach neue Sicken oder neue Töner.

23:25 von schabernack 22:32 von Kaneel

Die Qualität der Wiedergabemedien macht sicherlich einen wesentlichen Teil des Hör- bzw. Sehgenusses aus. Aber es wird auch einen Grund für die Renaissance von LPs geben. Kann ja nicht nur an so etwas wie Nostalgie liegen.

P.S.: Ein sehr angenehmer Thread. Danke an die Moderation für die lange Öffnung!

Dank an die Mitforisten

Der Thread wird wohl jetzt geschlossen. Möchte mich noch bei allen Mitforisten bedanken, für diesen Wunderbaren Erfahrungsaustausch und wünsche allen eine Gute Nacht.

@ anderes1961

Zappas Musik ist immer gut, die yellow shark-aufnahme ist prima.
Klaus Nomi muss ich mir noch mal in Ruhe zu Gemüte führen. Danke für den Tipp aber schon einmal.

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