Kommentare - 40 Jahre MTV: Was vom Musikfernsehen übrig blieb

31. Juli 2021 - 10:56 Uhr

"Ladies and Gentlemen, Rock 'n' Roll": Mit diesen Worten ging MTV am 1. August 1981 auf Sendung. Was als kleiner Lokalsender begann, wurde zum einflussreichsten Musiksender der Welt - bis das Internet kam. Von Carsten Schabosky.

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Kommentare

MTV ist nicht mehr

hipp. Das Internet hat den Sender den Rang abgelaufen.
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Grund für den Niedergang von MTV ist das Internet. Denn dort stehen alle ihre Songs plus das passende Video 24 Stunden am Tag zum Abruf bereit.
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Ich bin fast täglich einmal auf You Tube und schaue mir Musik Videos an.

11:11, schiebaer45

>>Ich bin fast täglich einmal auf You Tube und schaue mir Musik Videos an.<<

YouTube ist mittlerweile so etwas wie meine Musikbibliothek. Ich kann dort inzwischen so gut wie alles finden, was mich interessiert. Was natürlich auch daran liegt, daß die Musik, die mich interessiert, nicht unbedingt die allerneueste ist. Gerade gestern habe ich mir beispielsweise die ersten Aufnahmen von T-Bone Walker angehört. Ich wusste, daß es sie gibt, aber gehört hatte ich sie noch nie. Sie stammen von 1929. Ganz viele Aufnahmen, die mich interessieren, sind ungefähr so alt, weswegen MTV nie wirklich mein Sender war:=)

MTV

... das war unsere Jugend, das haben wir geschaut, denn das musste man einfach sehen. Schade, die Zeiten haben sich geändert und früher war alles besser. Aber nicht vor 81, denn da war alles schlechter.

@ fathaland slim

YouTube ist mittlerweile so etwas wie meine Musikbibliothek.

Wenn man auf Mainstream oder Oldies abfährt.

Thriller.

Wer kennt es nicht … dieses Musikvideo.
Ich habe es mir gerade nochmal angeschaut.
Es gibt ja heute YouTube statt MTV.

Ein Musikvideo mit guter Tanz-Choreographie mit Zombies, aber zerstört vom fürchterlichen Gesang von Michael Jackson. Er war ein sehr guter Tänzer, aber ein grauenhaft schlechter Sänger.

Das wahre Thriller-Video ist sowieso das von Otto. In dem auch auf einem Friedhof mehrere Heinos aus Gräbern steigen, und mit Bewegungs-Choreographie: "Schwarzbraun ist die Haselnuss" singen.

Zusätzlich zu MTV gab es einst ja auch noch den Musiksender: "VIVA". Mit den ganzen jungen Moderatoren / Moderatorinnen wie Enie van de Meiklokjes, Collien Ulmen-Fernandes, Mola Adibisi, Oliver Pocher …

Mit Geburtsjahr 1965 waren beide Sender gut in meinen Twenties, und wir haben das anfangs viel geguckt. War auch was schönes Neues mit den Videos.

Schon mittelfristig war die Musik aber sehr mittelmäßig mit immer das Gleiche. Bei YouTube nun gibt es auch das, was nicht Hitparade-Charts ist.

Man findet wesentlich mehr! @12:16 von alles nur Gedöns

>>> Wenn man auf Mainstream oder Oldies abfährt >>>

Komisch ich finde sogar die national sowie international undergroundigsten Gothic Bands auf YT! InterpretInnen von denen Niemand außerhalb dieses Genres je gehört hat.....

Ist aber bestimmt ein Sonderfall... und andere Musikgenres findet man gar nicht (Ironie)

@alles nur Gedöns, 12:14

Schade, die Zeiten haben sich geändert und früher war alles besser. Aber nicht vor 81, denn da war alles schlechter.

Äh ... wie meinen?

@alles nur Gedöns

"Am 31. Juli 2021 um 12:16 von alles nur Gedöns

@ fathaland slim

YouTube ist mittlerweile so etwas wie meine Musikbibliothek.

Wenn man auf Mainstream oder Oldies abfährt."

Blues ist weder Mainstream noch passt die Bezeichnung Oldies.

Im übrigen findet man auf YouTube praktisch alles.

12:16, alles nur Gedöns

>>@ fathaland slim
YouTube ist mittlerweile so etwas wie meine Musikbibliothek.

Wenn man auf Mainstream oder Oldies abfährt.<<

Ich schrieb ja, worauf ich abfahre.

Mainstream ist das nicht, Oldies kann man fast hundert Jahre alte Aufnahmen schon nennen. Auch wenn der Begriff meist anders benutzt wird.

Sagt Ihnen Walter Davis was? Leroy Carr? Dock Boggs? Mary Lou Williams? Gene Austin? Dave McKenna?

Wahrscheinlich nicht.

Macht aber nichts.

Die Promoter kalkulierter

Die Promoter kalkulierter Kurzlebigkeit von Reizen und Trends im Stakkato der schnellen Schnitte hat die Basis geliefert für das ADS ganzer Generationen. Aus der Ferne betrachtet (je weiter weg von diesem Flimmern desto besser für ein Ganzheitsverständnis) kann ich Mr. Tannenbaum nur Recht geben. Hier geht und ging es immer nur um das Erfolgskonzept eines Werbemagneten für eine Jugend, für die die Familie keine Heimat mehr bietet und schon gar kein Gefühl für Beständiges, würde ich mal frei hinzufügen.

12:16 von alles nur Gedöns

«YouTube ist mittlerweile so etwas wie meine Musikbibliothek.»

«Wenn man auf Mainstream oder Oldies abfährt.»

Nix mit nur Mainstream, oder nur Oldies bei YouTube.

Gerade dort findet man das, was man sonst nirgendwo findet. Konzert-Mittschnitte von Little Axe, Lee Scratch Perry, Nusrat Ali Fateh Khan +++.

Der beiden ersten leben noch, und machen Musik. Sie machen Musik seit Jahrzehnten, und waren niemals Mainstream Music für Radio and TV and Hits and Charts.

Der dritte ist verstorben, mit ihm ist einer der besten Sänger aller Zeiten gegangen. Man muss sie nicht mögen, die Musik "Qawwali" der Mystischen Sufis. All zu häufig kann man sie auch nicht hören. Das Konzert von Nusrat Ali Fateh Khan einst beim Festival in Yokohama ist ein Faszinosum von Stimmgewalt. Gibt es bei YouTube.

So was zu allen erdenklichen Musikstilen und Interpreten findet man bei YouTube. Nicht annähernd so viel war bei MTV. Aber zur damaligen Zeit noch ohne Internet war das auch gar nicht möglich.

Nicht so ganz @ 12:23 von schabernack

>>> Schon mittelfristig war die Musik aber sehr mittelmäßig mit immer das Gleiche >>>

Spät in der Nacht, neigten MTV und das längst untergegangene dt Pendant Viva, durchaus dazu auch "härtere" Musikvideos zu dudeln! ;)
Auch aus diversen Genres oder eben Videos welche aufgrund "nackter Tatsachen" ohnehin nur Nachts gespielt wurden.

Musikvideos via Internet

Musikvideos via Internet zu schauen, ist auch bei 4G Internetgeschwindigkeit ein ruckeldizuckel Graus mit mehr Standbildern statt Musik und für Leute auf dem Land mit Edge-Internetschneckentempo gar nicht nutzbar. Und selbst wenn Musikvideos einigermaßen störungsfrei im Internet anschaubar wären, so wäre mir dafür das Provider-Highspeedvolumen zu schade und zu teuer.

12:23, schabernack

>>Ein Musikvideo mit guter Tanz-Choreographie mit Zombies, aber zerstört vom fürchterlichen Gesang von Michael Jackson. Er war ein sehr guter Tänzer, aber ein grauenhaft schlechter Sänger.<<

Er war gar kein so schlechter Sänger. Allerdings sang er mit maskierter Stimme. Eigentlich war seine Stimme mindestens eine Oktave tiefer. Aber er hat wohl seinen Stimmbruch nie akzeptiert.

Ein ganz furchtbares Schicksal. Der Geiger Jascha Heifetz, der selbst betroffen war, hat mal gesagt, "Wunderkind" sei eine Diagnose, die die wenigsten überleben.

@ Carina F

Komisch ich finde sogar die national sowie international undergroundigsten Gothic Bands auf YT! InterpretInnen von denen Niemand außerhalb dieses Genres je gehört hat.....

Kein Wunder.

Weil der MTV-Schuster nicht bei seinem Leisten blieb

MTV hat den selben ruinösen Fehler wie Galeria Karstadt Kaufhof gemacht und hat sich in allerlei Sackgassen und Pseudotrends in den letzten Jahren verrannt und verzettelt. Und so schaue ich gerade deshalb MTV nicht mehr, weil MTV ähnlich wie VIVA schon lange kein richtiger Musiksender mehr ist, sondern mit allerlei musikfremden Krimskrams und Werbung vollgepackt noch den letzten musikinteressierten Zuschauer vergrault.

Aha @12:51 von alles nur Gedöns

>>> Kein Wunder >>>

Aber trotzdem finden SIE auf YT, "nur" Mainstream u Oldies.
Liegt wahrscheinlich an Ihrem Musikgeschmack!
Macht ja nix, kann ja auch schön sein.

Am 31. Juli 2021 um 12:07 von fathaland slim

" YouTube ist mittlerweile so etwas wie meine Musikbibliothek. Ich kann dort inzwischen so gut wie alles finden, was mich interessiert. "

Da Alte ja meist auf Oldis stehen ;-), ist MTV auch nie mein Sender gewesen, im Netz gibt es zum Glück ganz viel altes, oder auf den Oldi Sendern.
Da sind wir uns mal ähnlich ;-).

12:47, Björn H.

>>Musikvideos via Internet zu schauen, ist auch bei 4G Internetgeschwindigkeit ein ruckeldizuckel Graus mit mehr Standbildern statt Musik und für Leute auf dem Land mit Edge-Internetschneckentempo gar nicht nutzbar.<<

Diese Erfahrung mache ich nicht.

12:51, alles nur Gedöns

>>@ Carina F
"Komisch ich finde sogar die national sowie international undergroundigsten Gothic Bands auf YT! InterpretInnen von denen Niemand außerhalb dieses Genres je gehört hat....."

Kein Wunder.<<

Meinen Sie, bornierte Ignoranz sei etwas, worauf man stolz sein könne?

12:47 von fathaland slim / @schabernack

«Er [Michael Jackson] war gar kein so schlechter Sänger. Allerdings sang er mit maskierter Stimme. Eigentlich war seine Stimme mindestens eine Oktave tiefer. Aber er hat wohl seinen Stimmbruch nie akzeptiert.»

Das wusste ich nicht, aber seine Stimme kam mir immer gekünstelt zu Ohren. Was sich ja durch oben Gesagtes auch mind. zum Teil erklärt.

«Ein ganz furchtbares Schicksal. Der Geiger Jascha Heifetz, der selbst betroffen war, hat mal gesagt, "Wunderkind" sei eine Diagnose, die die wenigsten überleben.»

Allerdings. Und Father Jackson Family soll auch so was wie Despot und Sklaventreiber gewesen sein. Im Herzen war Michael Jackson eine Persönlichkeit, die einem nur leid tun konnte. Mit all dem Drumherum von außen an seiner Person. Fürchterlich, und für den eher schüchternen Mann schrecklich belastend.

Aber tanzen konnte er ganz außergewöhnlich gut.

@alles nur Gedöns - 12:14

"MTV
... das war unsere Jugend, das haben wir geschaut, denn das musste man einfach sehen. Schade, die Zeiten haben sich geändert und früher war alles besser. Aber nicht vor 81, denn da war alles schlechter."

Wenn Sie das auf die Musikszene beziehen, dann würde ich das gründlich anzweifeln.

Dazu sollte man verstehen, dass es Zeiten gab wo Musik auch ohne Videoclips begeistern konnte.
Nur seinen Ohren und seinem Gefühl zu vertrauen war der wesentlich intensivere Zugang das Gehörte als musikalisches Ereignis wahrzunehmen. Wobei für Musiker oder Musikinteressierte da andere Elemente von belang sind als bei den Konsumenten, denen es lediglich auf Unterhaltung oder angesagtes Mainstream-Material ankommt.

Und für historische Aufnahmen, die früher so gut wie gar nicht abgreifbar waren, sind die aktuellen Netzwerke eine wahre Fundgrube - so wie @fathaland es beschreibt.

13:06, schabernack

>>Aber tanzen konnte er [Michael Jackson] ganz außergewöhnlich gut.<<

Das kann man wohl sagen.

Und für die Musik war damals Quincy Jones verantwortlich. Einer der tollsten und vielseitigsten Komponisten, Arrangeure und Produzenten, die die Pop-, Jazz- und R&B-Welt je gekannt hat. Angefangen mit Big Maybelles "Whole Lotta Shakin' Goin' On". Und dann Count Basie, Frank Sinatra, Ray Charles, Henri Salvador, die ganze Palette.

Michael Jacksons Alben waren sozusagen sein Alterswerk, anschließend hat er sich dann mehr oder weniger zur Ruhe gesetzt.

Mir sind Musikvideos ein

Mir sind Musikvideos ein Graus. Ich habe bis heute nie verstanden, warum sich jemand Musik angucken muss oder will.
Mir reicht es vollkommen, Musik zu hören.

Der Niedergang von MTV

Der Niedergang von MTV liegt auch an der zunehmenden Niveaulosigkeit, Unkreativität und geistigen Verflachung all der modernen Musik aus der uniformen Industrie-Retorte, deren frühe Anfänge sich schon bei Dieter Bohlens "Modern Talking"-Musssik-Einerlei zeigten. Und so hat auch all die aggro Sprechgesang-Rapperei heutzutage schon lange nichts mehr mit Musik und Kreativität zu tun, die mit ihren Gewalt-Messages mit der Hollywood-Horrofließbandfilmindustrie wetteifert und darüber noch die letzten MTV-Nutzer vergrault.

12:47 von Björn H.

«Musikvideos via Internet zu schauen, ist auch bei 4G Internetgeschwindigkeit ein ruckeldizuckel Graus mit mehr Standbildern statt Musik und für Leute auf dem Land mit Edge-Internetschneckentempo gar nicht nutzbar.»

Mit Edge-Speed ist auch Kommentare hier bei ts schreiben, und Worte in Fremdsprachen in Internet-Lexika suchen ein grausiges Vergnügen.

Mit 4G-Internet ruckelt und zuckelt nicht mal der TV-Livestream in HDTV-Quality. Nicht mal schnelle Ballsportarten wie bspw. Tischtennis mit hoher Objektgeschwindigkeit + hoher Bildwechselrate.

«Und selbst wenn Musikvideos einigermaßen störungsfrei im Internet anschaubar wären, so wäre mir dafür das Provider-Highspeedvolumen zu schade und zu teuer.»

Wofür soll es denn da sein, das High Speed Datenvolumen?
Meine 20 GB im Surfstick für 19,99 € werden nie ausgenutzt.
Nicht mit Music Streaming, nicht mit Music Videos.
Nicht mit Volume-Kleinkram wie Wörterbuch & Co.

High Speed ist für bewegte Bilder.
Edge ist immer Plage und Pein.

12:51 von alles nur Gedöns

«Komisch ich finde sogar die national sowie international undergroundigsten Gothic Bands auf YT! InterpretInnen von denen Niemand außerhalb dieses Genres je gehört hat.....»

«Kein Wunder.»

Kein Wunder was?

Niemand anderes kann was dafür, dass Sie nicht in der Lage sind, im Internet verständig was zu suchen.

@ schiebaer45

Viele dieser Musikvideos sind von der GEMA in Deutschland im Internet gesperrt. Und wenn mal ein paar Musikvideos freigegeben sind, dann in so einer miserablen Übertragungsqualität trotz 4G im Internet, daß ich darauf gern verzichte. Um so bedauerlicher ist es, daß MTV heute nicht mehr das ist, was es mal in den 80er Jahren war. Die neuen Macher von MTV arbeiten somit am ursprünglichen Sinn und Zweck von MTV komplett vorbei. Und wer bei MTV als Unternehmen jede Menge Werbung rein drückt, sollte sich mal fragen, wer sich sowas überhaupt noch in der Dauerwiederholungsschleife anschaut.

Ich erinnere mich

an einen Samstagvormittag im Jahre 1981. Wir wollten eigentlich ein Haus besetzen, waren aber noch nicht vollzählig. Also saßen wir in meinem Gewölbekeller, betranken uns mit Stock Vermouth und saurem Fritz und hörten "Ton-Steine-Scherben" und "Das Dritte Ohr".
Mit der Hausbestzung wurde es an diesem Tag nichts, wir zogen sattdessen zwei Stockwerke nach oben und schauten: unsere erste MTV-Sendung.
Wir waren wenig beeindruckt und spöttelten über die Konsumopfer, die auf sowas stehen mochten. Und doch konnte jeder von uns in der Zeit danach etwas von einer Sendung erzählen, die er sich "nicht, weils gut wäre, sondern einfach aus Langeweile" angesehen hatte.
Es gab eben Dinge, die gab man nicht so gerne preis. MTV und VIVA gucken gehörten dazu.

Am 31. Juli 2021 um 13:13 von Wanderfalke

,,...Und für historische Aufnahmen, die früher so gut wie gar nicht abgreifbar waren, sind die aktuellen Netzwerke eine wahre Fundgrube - so wie @fathaland es beschreibt."

Unbedingt. Und nicht nur in zeitlichen Dimensionen. Ich müsste sonst Monate durch Südamerika oder Afrika reisen und bekäme nicht annähernd so viel musikalische Inspiration. Da bewahren Sammler und Sendungsbewusste Kultur und teilen sie ohne kommerzielle Interessen.

13:20 von nie wieder spd

«Mir sind Musikvideos ein Graus. Ich habe bis heute nie verstanden, warum sich jemand Musik angucken muss oder will.
Mir reicht es vollkommen, Musik zu hören.»

Hören tun Sie Musik immer, auch wenn Sie auf einem Konzert sind, oder ein Musikvideo ansehen. Prinzipiell ist der Mensch ein Augenwesen als sein wichtigstes Sinnesorgan.

Musik von LaBrassBanda und von QuerBeat ist auch von CD gut.
Nicht im Ansatz ein Vergleich dazu, sieht man mind. einen Konzert-Mitschnitt, oder erlebt gar die Energie der Musik live auf einem Konzert.

13:36, frosthorn

>>Ich erinnere mich
an einen Samstagvormittag im Jahre 1981. Wir wollten eigentlich ein Haus besetzen, waren aber noch nicht vollzählig. Also saßen wir in meinem Gewölbekeller, betranken uns mit Stock Vermouth und saurem Fritz und hörten "Ton-Steine-Scherben" und "Das Dritte Ohr".<<

Mit dem „Ohr“ hab ich damals gespielt. Und getrunken...

Leider bin ich auf keiner der Platten vertreten. Außer auf den Livemitschnitten aus Lahnstein.

13:36 von frosthorn

« Es gab eben Dinge, die gab man nicht so gerne preis.
MTV und VIVA gucken gehörten dazu.»

MTV und VIVA sind heutzutage quasi verstorben. Ersatzweise gibt es im Internet diese bestimmte Art von bewegten Bildern in Videos der Nacht. Die sah auch noch nie wer außer als einmaliges Interesse. Weil man ja wissen muss, was es so alles gibt. Oder ohne Absicht aus Zufall mal versehentlich reingeklickt.

13:21, Björn H.

>>Der Niedergang von MTV liegt auch an der zunehmenden Niveaulosigkeit, Unkreativität und geistigen Verflachung all der modernen Musik aus der uniformen Industrie-Retorte, deren frühe Anfänge sich schon bei Dieter Bohlens "Modern Talking"-Musssik-Einerlei zeigten. Und so hat auch all die aggro Sprechgesang-Rapperei heutzutage schon lange nichts mehr mit Musik und Kreativität zu tun, die mit ihren Gewalt-Messages mit der Hollywood-Horrofließbandfilmindustrie wetteifert und darüber noch die letzten MTV-Nutzer vergrault.<<

Ich würde dies fast einen eines Adorno würdigen kulturkritischen Rundumschlag nennen.

Wenn nur die krachende Floskelhaftigkeit nicht wäre.

Aber daran können Sie ja noch ein wenig arbeiten. Nur zu!

@melancholeriker - 13:40

"Und nicht nur in zeitlichen Dimensionen. Ich müsste sonst Monate durch Südamerika oder Afrika reisen und bekäme nicht annähernd so viel musikalische Inspiration."

Stimmt.
Da eröffnet sich heute ein Zugang an Musik-Kultur die das einstige Schallplattengeschäft, das Radio oder der Veranstaltungskalender nur begrenzt vorhalten konnte.
Wer den Entdeckergeist für dieses Kulturgut inne hat, kann heute im Netz auf musikalische Weltreise gehen.

Was von MTV übrig ist?

Werbung für Klingeltöne im Irgendwas-Sparabo. Und das alle 2 Minuten. ;(

Schade!

13:20 von nie wieder spd

>>Mir sind Musikvideos ein Graus. Ich habe bis heute nie verstanden, warum sich jemand Musik angucken muss oder will.
Mir reicht es vollkommen, Musik zu hören<<

Hören spricht einen Sinn an. Hören und Sehen zwei Sinne.
Ein Mehrwert, welcher nicht zu unterschätzen ist.
Ein tolles Beispiel dafür ist:
SPONGLE - Live in London on 25 October 2013

... auch mit Gruß an fathaland slim und schabernack
:)

13:18 von fathaland slim / @schabernack

«Und für die Musik [bei Michael Jackson] war damals Quincy Jones verantwortlich. Einer der tollsten und vielseitigsten Komponisten, Arrangeure und Produzenten, die die Pop-, Jazz- und R&B-Welt je gekannt hat.»

Musikalisch finde ich auch den Song "Thriller" gar nicht übel. In den längeren Tanzszenen ohne Vocals (in der Video-Langversion) ist auch dieser typische Quincy Jones R&B Sound der damaligen Zeit zu hören. Guter Tanzsound, und vielmals besser als: "Staying Alive … ha-ha-ha". Wenn ich nicht irre, war er auch der Produzent von Chaka Khan.

Im Lauf der Zeit entstanden auch diese Musikvdeos, die sehr video-kreativ waren. Ohne groß nachzudenken, kommen mir Videos von Peter Gabriel in den Sinn. Besonders das zum Song: "Sledgehammer". Musik und Video haben sich gegenseitig voran getrieben.

Auch heute gäbe es gute Musikvideos.
"I'm only human" von Rag‘n'Bone Man.
"Calm after the storm" von The Common Linnets.
Der beste Auftritt in der Geschichte des ESC.

Beide unprätentiös schön.

14:40, Nirwana1962

>>13:20 von nie wieder spd
>>Mir sind Musikvideos ein Graus. Ich habe bis heute nie verstanden, warum sich jemand Musik angucken muss oder will.
Mir reicht es vollkommen, Musik zu hören<<

Hören spricht einen Sinn an. Hören und Sehen zwei Sinne.
Ein Mehrwert, welcher nicht zu unterschätzen ist.
Ein tolles Beispiel dafür ist:
SPONGLE - Live in London on 25 October 2013

... auch mit Gruß an fathaland slim und schabernack
:)<<

Gruß zurück!

Ich habe mich mal, vor etwa vierzig Jahren, bei einem Pfeifchen in der Garderobe mit dem Free Jazz Pionier und Bluessaxophonisten Archie Shepp unterhalten. Er sagte ein paar Sachen die ich nie vergessen werde. Eine davon:

„Der visuelle Aspekt der Musik ist ein ganz wichtiger. Er wird aber gern unterschätzt.“

@fathaland slim

Am 31. Juli 2021 um 12:41 von fathaland slim
12:16, alles nur Gedöns

>>@ fathaland slim
YouTube ist mittlerweile so etwas wie meine Musikbibliothek.

Wenn man auf Mainstream oder Oldies abfährt.<<

Ich schrieb ja, worauf ich abfahre.

Mainstream ist das nicht, Oldies kann man fast hundert Jahre alte Aufnahmen schon nennen. Auch wenn der Begriff meist anders benutzt wird.

Sagt Ihnen Walter Davis was? Leroy Carr? Dock Boggs? Mary Lou Williams? Gene Austin? Dave McKenna?

Wahrscheinlich nicht.

Macht aber nichts.

Bessie Smith bitte nicht vergessen, die Kaiserin des Blues. :-) Oder Champion Jack Dupree. Den durfte ich kennenlernen und hab ihn 1990 in Hannover besucht.

@fathaland slim

Am 31. Juli 2021 um 14:00 von fathaland slim
13:21, Björn H.

>>Der Niedergang von MTV liegt auch an der zunehmenden Niveaulosigkeit, Unkreativität und geistigen Verflachung all der modernen Musik aus der uniformen Industrie-Retorte, deren frühe Anfänge sich schon bei Dieter Bohlens "Modern Talking"-Musssik-Einerlei zeigten. Und so hat auch all die aggro Sprechgesang-Rapperei heutzutage schon lange nichts mehr mit Musik und Kreativität zu tun, die mit ihren Gewalt-Messages mit der Hollywood-Horrofließbandfilmindustrie wetteifert und darüber noch die letzten MTV-Nutzer vergrault.<<

Ich würde dies fast einen eines Adorno würdigen kulturkritischen Rundumschlag nennen.

Wenn nur die krachende Floskelhaftigkeit nicht wäre.

Aber daran können Sie ja noch ein wenig arbeiten. Nur zu!"

Bis er an Adorno ranreicht, muß aber noch sehr viel gearbeitet werden. :-) Obwohl Adorno als Musikkritiker sich durchaus einige Ausrutscher leistete, für die er sich später entschuldigte.

@12:16 von alles nur Gedöns

>> Wenn man auf Mainstream oder Oldies
>> abfährt.

Oder Punk. =)

@Anderes1961, 15:10

Oder Champion Jack Dupree. Den durfte ich kennenlernen und hab ihn 1990 in Hannover besucht.

O Gott, was werden da für Erinnerungen wach. Der gute alte Dupree, meine allererste LP war von ihm, vier Wochen Taschengeld gespart (Kaufpreis 10 DM) und dann auf dem aufklappbaren Mono-Plattenspieler abgenudelt, dessen Lausprecher sich im Deckel befand und der spätestens nach dem zehnten Abspielen jede neue LP zur alten machte.

Nostalgie vom feinsten. Tja, früher wurde die Vergangenheit noch ordentlich verklärt ...

15:08 fathaland slim

„Der visuelle Aspekt der Musik ist ein ganz wichtiger. Er wird aber gern unterschätzt.“

Sooo isses.
Und wenn Sie mit der Musik in der Art meines Beispiels zu Recht kommen, was ich annehme...
... dann nehmen Sie sich Zeit für dieses Konzert. Sie werden überrascht sein was die Truppe an Instrumenten und visuellen Überraschungen aufbietet.
Viel Spaß.

MTV!?

Die äußerst geburtenstarken Boomer Jahrgänge hatten in den 1980er Jahren als neue junge frische Musikergeneration im neu aufkommenden Videozeitalter auf MTV halt ihre allerbeste Zeit!

Heutzutage hingegen dominieren halt diese ultimativen und wirklich knüppelharten Hardrocker von Pinkfong mit "Baby Shark" mit sagenhaften 9 Milliarden(!) Aufrufe auf YouTube bereits große Teile des Musikmarktes!

Daher mein Fazit :
Weshalb MTV, wenn es heutzutage stattdessen auch Pinkfong gibt!

15:10, Anderes1961 @fathaland slim

>>Bessie Smith bitte nicht vergessen, die Kaiserin des Blues. :-)<<

Wie könnte man die vergessen?

>>Oder Champion Jack Dupree. Den durfte ich kennenlernen und hab ihn 1990 in Hannover besucht.<<

Hat er Ihnen auch selbstgedrehte Musikfilme vorgeführt? Mit konstantem Rückkopplungspiepen? Wir nannten das die Jack Dupree - Piepshow:=}

Jack war schon ein sehr farbenreicher Charakter. Ein großer Exzentriker.

@frosthorn

Am 31. Juli 2021 um 15:39 von frosthorn
@Anderes1961, 15:10

Oder Champion Jack Dupree. Den durfte ich kennenlernen und hab ihn 1990 in Hannover besucht.

O Gott, was werden da für Erinnerungen wach. Der gute alte Dupree, meine allererste LP war von ihm, vier Wochen Taschengeld gespart (Kaufpreis 10 DM) und dann auf dem aufklappbaren Mono-Plattenspieler abgenudelt, dessen Lausprecher sich im Deckel befand und der spätestens nach dem zehnten Abspielen jede neue LP zur alten machte.

Nostalgie vom feinsten. Tja, früher wurde die Vergangenheit noch ordentlich verklärt ..."

Welch ein Zufall. :-) Dupree hatte ich zusammen mit einem Freund, der bei der "Mitbewerber-Zeitung" arbeitete, nach einem Konzert bei uns kennenlernen dürfen. Wir wollten nur ein Interview, was sich schwierig gestaltete, wegen seines Dialektes. Und nach ein paar komischen Situationen, die daraus entstanden, war das Eis gebrochen. Wir hatten danach zwar kein Interview aber einen wunderbaren Menschen als Freund gewonnen

15:41, Nirwana1962

>>Und wenn Sie mit der Musik in der Art meines Beispiels zu Recht kommen, was ich annehme...
... dann nehmen Sie sich Zeit für dieses Konzert. Sie werden überrascht sein was die Truppe an Instrumenten und visuellen Überraschungen aufbietet.
Viel Spaß.<<

Ich werde das zeitnah tun. Momentan habe ich leider nicht die Muße, denn ich muss gleich selbst zum Auftritt. Und vertändele hier meine Zeit mit meta-Kommentieren...

15:39, frosthorn

>>Nostalgie vom feinsten. Tja, früher wurde die Vergangenheit noch ordentlich verklärt ...<<

Nostalgie ist nicht mehr das, was Sie mal war. Ich sag es ja immer wieder.

@15:46 von Eduart de Machina

Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu.

BTW.
Für mich waren MTV und Viva nicht so der Favorit. War mir immer gefühlt "Häppchen-Kost".
Ich mag es ganzheitlich. Und da bietet Youtube viel an, dank auch vieler kompenter Uploader.

15:08 von fathaland slim

«„Der visuelle Aspekt der Musik ist ein ganz wichtiger.
Er wird aber gern unterschätzt.“»

Das erste Konzert meines Lebens, das ich live sah, war am 06.06.1980:
Bob Marley in Köln in der "Sporthalle".
Damals die größte Halle in Köln, längst abgerissen.

Irgendwer kannte irgendwen, der in der Sporthalle in der Küche arbeitete. Irgendwie konnte man dann über ein Dach in einen Innenhof klettern, und durch die Hintertür bei der Küche umsonst in die Halle rein. Ich war damals 15.

Die Gerüche in der Halle aus Rauchschwaden sagten mir damals gar nichts. Musik und Action und Tanz auf der Bühne waren auch nüchtern betäubend. Ich meine, 6.000 Menschen waren damals in der Halle. Eine Atmosphäre, die ich so noch nie zuvor gesehen hatte.

Mehr als 2 Stunden Freude für Ohren und Augen. Auch dieses Konzert gibt es als Mitschnitt auf YouTube. Nicht selten sind es Erlebnisse im Jugendalter um ± 15 Jahre Alter, die was begründen, was man dann Zeit seines Lebens sehr gerne mag oder hört oder sieht.

@fathaland slim

"
Am 31. Juli 2021 um 15:57 von fathaland slim
15:10, Anderes1961 @fathaland slim

>>Bessie Smith bitte nicht vergessen, die Kaiserin des Blues. :-)<<

Wie könnte man die vergessen?

>>Oder Champion Jack Dupree. Den durfte ich kennenlernen und hab ihn 1990 in Hannover besucht.<<

Hat er Ihnen auch selbstgedrehte Musikfilme vorgeführt? Mit konstantem Rückkopplungspiepen? Wir nannten das die Jack Dupree - Piepshow:=}

Jack war schon ein sehr farbenreicher Charakter. Ein großer Exzentriker."

Lol. Nein, hat er leider nicht. Lag wohl daran, daß wir nicht viel Zeit hatten und nur kurz bei ihm waren, war ein Überraschungsbesuch, wir hatten uns nicht angekündigt. Er wußte nicht, daß wir in Hannover waren für Auftritte mit unserer Band.

Er spielte uns Songs vor, die er in dem Jahr in New Orleans aufnehmen wollte. Weiß nicht mehr genau, wann das war, aber nicht lange nach dem Besuch flog er nach New Orleans. Ja, Jack war wirklich ein Exzentriker vor dem Herrn und ein unglaublich toller Mensch.

16:00, Anderes1961

>>Welch ein Zufall. :-) Dupree hatte ich zusammen mit einem Freund, der bei der "Mitbewerber-Zeitung" arbeitete, nach einem Konzert bei uns kennenlernen dürfen. Wir wollten nur ein Interview, was sich schwierig gestaltete, wegen seines Dialektes. Und nach ein paar komischen Situationen, die daraus entstanden, war das Eis gebrochen. Wir hatten danach zwar kein Interview aber einen wunderbaren Menschen als Freund gewonnen.<<

Ich habe Champion Jack Dupree zum ersten Mal 1972 im Haus der Jugend in Osnabrück gesehen und gehört. Da war er 63 und ich 16. Ich habe mich nach dem Konzert lange mit ihm unterhalten und ihn erstaunlicherweise gut verstanden. Er hat mich ungeheuer beeindruckt, auch weil er mir das Gefühl gab, mit mir auf Augenhöhe zu reden.

Eine Begegnung, die mich fürs Leben geprägt hat.

MTV und Internet

MTV ist nicht am Internet zu Grunde gegangen, sondern dadurch, dass der Sender plötzlich nicht mehr im Free TV zu sehen war sondern man auf ein Pay TV Modell wechselte.

Werbeeinnahmen waren wohl nicht genug für die Macher von MTV.

Aber ist natürlich einfacher dem bösen Internet die Schuld zu geben. Das Internet trägts mit Fassung, so wie früher die Videospiele, die an allem Schuld waren.

Rnb und gangsta-rap Hat mtv

Rnb und gangsta-rap
Hat mtv kaputt gemacht.
Da kam ja nur Müll. Und das in dauerschleife. Dann wurde alles mit jingles vollgemüllt.
Es war nicht das Internet es waren schlicht und einfach die Programmverantwortlichen , die mtv vorsätzlich zerstört haben.

16:16, Anderes1961

>>Er spielte uns Songs vor, die er in dem Jahr in New Orleans aufnehmen wollte. Weiß nicht mehr genau, wann das war, aber nicht lange nach dem Besuch flog er nach New Orleans. Ja, Jack war wirklich ein Exzentriker vor dem Herrn und ein unglaublich toller Mensch.<<

Er hatte sich eigentlich geschworen, nie wieder einen Fuß auf US-Boden zu setzen. Dies hielt er mehr als dreißig Jahre durch. 1990 war er aber schwer krebskrank, und dann ändert man seine Meinung manchmal...

Er hat dann zwei CDs in New Orleans mit der Crème de la Crème der dortigen Rhythm&Blues-Musiker aufgenommen. Sozusagen sein Versöhnungsgeschenk an die alte Heimat. Ich habe sie beide. Tolle Musik.

@Nirwana1962

"
Am 31. Juli 2021 um 15:41 von Nirwana1962
15:08 fathaland slim

„Der visuelle Aspekt der Musik ist ein ganz wichtiger. Er wird aber gern unterschätzt.“

Sooo isses.
Und wenn Sie mit der Musik in der Art meines Beispiels zu Recht kommen, was ich annehme...
... dann nehmen Sie sich Zeit für dieses Konzert. Sie werden überrascht sein was die Truppe an Instrumenten und visuellen Überraschungen aufbietet.
Viel Spaß."

Was wäre Rammstein ohne visuelle Effekte? :-) Obwohl, die Texte find ich auch ziemlich gut.

@fathaland

"
Am 31. Juli 2021 um 16:41 von fathaland slim
16:16, Anderes1961

>>Er spielte uns Songs vor, die er in dem Jahr in New Orleans aufnehmen wollte. Weiß nicht mehr genau, wann das war, aber nicht lange nach dem Besuch flog er nach New Orleans. Ja, Jack war wirklich ein Exzentriker vor dem Herrn und ein unglaublich toller Mensch.<<

Er hatte sich eigentlich geschworen, nie wieder einen Fuß auf US-Boden zu setzen. Dies hielt er mehr als dreißig Jahre durch. 1990 war er aber schwer krebskrank, und dann ändert man seine Meinung manchmal...

Er hat dann zwei CDs in New Orleans mit der Crème de la Crème der dortigen Rhythm&Blues-Musiker aufgenommen. Sozusagen sein Versöhnungsgeschenk an die alte Heimat. Ich habe sie beide. Tolle Musik."

Ja, trauriger Anlass. Er hat es uns aber nicht erzählt, nur, daß er seine alte Heimat noch mal sehen wollte. Da war schon so ein mulmiges Gefühl, aber habe es erst nach seinem Tod erfahren, daß er Krebs hatte.

@ um 15:08 von fathaland slim

„Der visuelle Aspekt der Musik ist ein ganz wichtiger. Er wird aber gern unterschätzt.“
Möglicherweise ist dieser visuelle Aspekt auch bei den Protagonisten erst dann richtig wichtig geworden, als MTV für höhere Verkäufe sorgte.
Die meisten Musiker, die ich per Video bei ihrer Arbeit sehen durfte, sind mir dadurch nur unsympathischer geworden. Und das hatte noch nicht einmal mit der Musikrichtung zu tun.
Und Livekonzerte würde ich niemals besuchen, weil mich solche Situationen immer an
ein ganz bestimmtes Parteitagsereignis erinnert haben. Das einzige, dass ich wirklich hasse, ist Personenkult.
Und darum geht’s beim Geschäfteverrichten mit Musik. Leider.

Das Internet hat die eindeutige Schuld..

.. für den Niedergang von MTV!

Diese wirklich sündhaft teure Videoproduktionen lohnten sich in finanzieller Hinsicht nur solange, solange die Teenies im nächsten Musikgeschäft auch immer schön fleißig die dazugehörige CDs kauften!

Mit dem Aufkommen des Internets und später mit YouTube brachen die Verkäufe der Musik CDs halt dementsprechend ein, was letztendlich auch zum Niedergang von MTV führte!

@Bender Rodrigues

Rnb und Gangsta Rap sind halt besonders günstig zu produzieren, billig Ramsch von der Reste Rampe halt!

16:53, nie wieder spd

>>@ um 15:08 von fathaland slim
„Der visuelle Aspekt der Musik ist ein ganz wichtiger. Er wird aber gern unterschätzt.“
Möglicherweise ist dieser visuelle Aspekt auch bei den Protagonisten erst dann richtig wichtig geworden, als MTV für höhere Verkäufe sorgte.
Die meisten Musiker, die ich per Video bei ihrer Arbeit sehen durfte, sind mir dadurch nur unsympathischer geworden. Und das hatte noch nicht einmal mit der Musikrichtung zu tun.
Und Livekonzerte würde ich niemals besuchen, weil mich solche Situationen immer an
ein ganz bestimmtes Parteitagsereignis erinnert haben. Das einzige, dass ich wirklich hasse, ist Personenkult.
Und darum geht’s beim Geschäfteverrichten mit Musik. Leider.<<

Das Zitat am Anfang Ihres Posts stammt von Archie Shepp.

Schlagen Sie den mal nach.

Dann relativiert sich Ihr Blick auf Livemusik vielleicht ein klein wenig.

Musik wird und wurde immer für Publikum gemacht. Anwesendes Publikum. Tonträger etc. sind eine sehr neue Entwicklung.

@16:43 von Anderes1961

Ja, stimme ich Ihnen zu.
Hatte das Glück 2016 in der Waldbuehne dabei sein zu dürfen. Selbst meine Frau war begeistert.
Sie konnte es gar nicht glauben, daß alles friedlich abgelaufen ist...
Und die Hitze war noch auf der zweiten Empore zu spüren :-)

Live toppt Musiksender und alles andere.

@fathaland slim

"
Am 31. Juli 2021 um 15:57 von fathaland slim
15:10, Anderes1961 @fathaland slim

>>Bessie Smith bitte nicht vergessen, die Kaiserin des Blues. :-)<<

Wie könnte man die vergessen?"

Hatte gerade noch mal Ihre Antwort zum zweiten Mal gelesen. Wenn ich den Namen Bessie Smith nur lese, kriege ich schon Gänsehaut und mir schießen die Tränen in die Augen. Aber ihr Schicksal ist wohl untrennbar mit ihrer Musik verbunden. Mir stellt sich da immer die "Was wäre wenn"-Frage. Wäre Bessie Smith genauso gut geworden, wenn sie nicht so ein grausames Leben gehabt hätte?

17:03, Anderes1961

>>Am 31. Juli 2021 um 15:57 von fathaland slim
15:10, Anderes1961 @fathaland slim

>>Bessie Smith bitte nicht vergessen, die Kaiserin des Blues. :-)<<

Wie könnte man die vergessen?"

Hatte gerade noch mal Ihre Antwort zum zweiten Mal gelesen. Wenn ich den Namen Bessie Smith nur lese, kriege ich schon Gänsehaut und mir schießen die Tränen in die Augen. Aber ihr Schicksal ist wohl untrennbar mit ihrer Musik verbunden. Mir stellt sich da immer die "Was wäre wenn"-Frage. Wäre Bessie Smith genauso gut geworden, wenn sie nicht so ein grausames Leben gehabt hätte?<<

Solche Fragen sind nicht zu beantworten.

Aber alle, die sie kannten, erzählten immer, was für ein toller Mensch sie war. Mit einem riesig großem Herzen. Und einer ähnlich großen Kapazität für Gin...

16:53 von nie wieder spd

«Und Livekonzerte würde ich niemals besuchen, weil mich solche Situationen immer an ein ganz bestimmtes Parteitagsereignis erinnert haben. Das einzige, dass ich wirklich hasse, ist Personenkult.
Und darum geht’s beim Geschäfteverrichten mit Musik. Leider.»

Um Personenkult kann es gehen. Vor allem bei den Fans.

Ich wohnte mal in Köln ganz nahe am "Mülheimer Hafen" zu der Zeit, als in diesem Hafen auch das Hausboot der Kelly Family lag. The Family Kelly war wunderbar entspannt und normal, wenn man den Kellys mit Kind und Kegel im Supermarkt begegnete. Viele Kellys, freundliche Kellys, gar kein Problem.

Fans waren die Seuche. Bei uns vor der Tür rumgelungert, gelabert und gekreischt zum Ertauben. Doof rumgemüllt mit irgendwas. Fürchterlich, und Family Kelly konnte gar nichts dafür, außer dass sie Musik machten und sangen.

Musik, die ich nie mochte, aber die Kellys waren freundliche Menschen.

Man sollte Parteiveranstaltungen und Konzerte auch mal irgendwann unterscheiden lernen …

Für mich war MTV zu Ende, als...

... es 2011 nur noch über das kostenpflichtige Sky zu empfangen war. Da hat meines Erachtens die Geldgier zum eigenen Untergang geführt.

@ um 17:01 von fathaland slim

Wahrscheinlich hätte ich in früheren Zeiten nur aus der Ferne gelauscht.
Es ist bei vielen Musikern aber auch das Gewese, dass sie auf der Bühne treiben, hin - und herhoppsen, tanzen, überhaupt alles, was nicht mit der Musikerzeugung an sich zu tun hat, was mich abstößt.
Aber ich würde auch nicht applaudieren oder sonstige Bekundungen von mir geben.
Dank Radio, Tonträgern und Stereophonie sitze ich lieber auf dem Sofa und höre zu.
Auch weil die Produktion heute ziemlich perfekt sind und man Töne hören kann, die zur Anfangszeit der Tonträger wg technischer Begrenzung noch gar nicht übertragen werden konnten. Und damit wird es für mich besser als Live.

@ um 17:15 von schabernack

Kann ich mir vorstellen.
Und hoffe, solchen Fans niemals begegnen zu müssen.
Aber bei Sportlern und deren Veranstaltungen ist es auch häufig so.
Fußball zB: Grauenhaft und noch näher an besagtem Parteitag. Oft sogar mit ähnlich Gesinnten.

@fathaland slim

"
Am 31. Juli 2021 um 17:13 von fathaland slim
17:03, Anderes1961

>>Am 31. Juli 2021 um 15:57 von fathaland slim
15:10, Anderes1961 @fathaland slim

>>Bessie Smith bitte nicht vergessen, die Kaiserin des Blues. :-)<<

Wie könnte man die vergessen?"

Hatte gerade noch mal Ihre Antwort zum zweiten Mal gelesen.[...] Aber ihr Schicksal ist wohl untrennbar mit ihrer Musik verbunden. Mir stellt sich da immer die "Was wäre wenn"-Frage. Wäre Bessie Smith genauso gut geworden, wenn sie nicht so ein grausames Leben gehabt hätte?<<

Solche Fragen sind nicht zu beantworten.

Aber alle, die sie kannten, erzählten immer, was für ein toller Mensch sie war. Mit einem riesig großem Herzen. Und einer ähnlich großen Kapazität für Gin..."

Ja Sie haben Recht. So eine Frage läßt sich nie beantworten, aber gerade bei ihr drängt sie sich mir auf. Die große Kapazität für Gin die war wohl dem geschuldet, was sie in ihrem Leben von Klein auf erdulden mußte. Es diente dem Vergessen.

Bessie Smith!!??

Gut, diese junge Dame ist zwar bereits im Jahre 1937(!) anlässlich eines Autounfall verstorben, aber deren Auftritte beim Musiksender MTV sind anscheinend irgendwie legendär!

@nie wieder spd

"
Am 31. Juli 2021 um 17:49 von nie wieder spd
@ um 17:01 von fathaland slim

Wahrscheinlich hätte ich in früheren Zeiten nur aus der Ferne gelauscht.
Es ist bei vielen Musikern aber auch das Gewese, dass sie auf der Bühne treiben, hin - und herhoppsen, tanzen, überhaupt alles, was nicht mit der Musikerzeugung an sich zu tun hat, was mich abstößt.
Aber ich würde auch nicht applaudieren oder sonstige Bekundungen von mir geben.
Dank Radio, Tonträgern und Stereophonie sitze ich lieber auf dem Sofa und höre zu.
Auch weil die Produktion heute ziemlich perfekt sind und man Töne hören kann, die zur Anfangszeit der Tonträger wg technischer Begrenzung noch gar nicht übertragen werden konnten. Und damit wird es für mich besser als Live."

Ihre Einstellung finde ich etwas seltsam. Das ist nicht böse gemeint, ich will Sie nicht diskreditieren und Ihnen die auch nicht nehmen.

Aber ich stelle mir gerade vor, wie AC/DC brav auf Stühlen sitzend 1979 "Highway to hell" performed hätten.

Frank von Bröckel

"Am 31. Juli 2021 um 17:57 von Frank von Bröckel
Bessie Smith!!??

Gut, diese junge Dame ist zwar bereits im Jahre 1937(!) anlässlich eines Autounfall verstorben, aber deren Auftritte beim Musiksender MTV sind anscheinend irgendwie legendär!"

Ja, sind sie:
"http://www.mtv.de/kuenstler/slpvjr/bessie-smith"

omg

Wie fing MTV an? The Buggles - Video Killed The Radio Star.

YouTube killed the MTV-Star!

Warum wird permanent

Warum wird permanent wiederholt, daß www hätte etwas damit zu tun? Wäre die Musik und das Programm besser gewesen, hätte es sich gehalten. Andere Fersehsender haben doch auch überlebt.
Ohne gez würden sich Sender der ÖR auch nicht halten. Vielleicht hr Info. Aber die musiksender? Unterirdisch. Alle 3 Minuten die gleichen Lieder. Da hört keiner zu. Und das gleiche war es bei mtv. Die Leute haben lediglich eine Alternative genutzt.

17:49 von nie wieder spd

>>[...] Dank Radio, Tonträgern und Stereophonie sitze ich lieber auf dem Sofa und höre zu.
Auch weil die Produktion heute ziemlich perfekt sind und man Töne hören kann, die zur Anfangszeit der Tonträger wg technischer Begrenzung noch gar nicht übertragen werden konnten. Und damit wird es für mich besser als Live.<<

Das sei Ihnen unbenommen. Für mich zeigt sich aber erst bei Live Auftritten oder Konzerten, was die Protagonisten wirklich drauf haben.
Studioaufnahmen, zigmal wiederholt eingespielt bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist... ist selten die Wahrheit des Könnens.
Ein positives ganzheitliches Erlebnis eines Abends mit allem Drum und Dran bleibt auf ewig.

Aber jeder wie er mag.
Genießen Sie Musik wie Sie es mögen. Das meine ich auch ehrlich und ohne Groll.
:)

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