Kommentare - Niger: Wenn man sich Reis nicht leisten kann

27. Juli 2021 - 10:32 Uhr

In Rom grübeln unter UN-Führung gerade Experten und Laien darüber, wie das Ernährungssystem reformiert werden kann. Denn weltweit hungern Millionen Menschen, etwa weil Lebensmittel immer teurer werden - so wie in Niger. Von S. Ehlert.

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Kommentare

Wenn man sich Reis nicht leisten kann, kann man sich auch das

Überleben nicht leisten

Und die hungernde Bevölkerung (nicht nur in Niger) kann das nicht etwa deshalb nicht, weil sie zuwenig "leistet", sondern weil diejenigen, die sich das "leisten können" ihnen die Möglichkeit dazu verwehren.

Sollten da wirklich

Sollten da wirklich Preistreiber in der Warenkette sitzen, wird es die demnächst nicht mehr geben. Das wird auch die Regierung wissen.
Aber höchstwahrscheinlich wird der Hunger nur wiedermal von skrupellosen Individuen zum Abkasdieren benutzt.
Ein reicher Kontinent, wie Afrika kann sich nicht selbst ernähren?
Das ist ganz klar menschgemacht.

Ich habe nach dem Thema Niger gegoogelt

und weitere Berichte dazu gefunden.

Manche von den Berichten sind 15 Jahre alt - der Inhalt ist derselbe.

Sogar die Hilfsorganisationen wurden schon damals als resigniert bezeichnet, weil sich nichts ändert.

Das Problem mit den teuren Nahrungsmittel tritt jedes Jahr auf, es gibt immer um dieselbe Zeit eine Lücke von ca. 6 Wochen bis zu nächsten Ernte, in der das Essen nicht reicht.

Was mich bewegt hatte ist das Problem der Unterernährung bei Kleinkindern: erfährt die Frau dass sie schwanger ist, hört sie sofort mit dem Stillen auf. Das Kind muss sich von heute auf morgen auf feste Nahrung umstellen und das geht mir mit Unterernährung, den damit verbundenen Krankheiten und enormer Kindersterblichkeit einher.

Es reichte damals schon nicht aus nur Essen zu verteilen. Schulpflicht für Mädchen wäre angebracht.

Globales Problem

Um Irritationen zu vermeiden. Es handelt sich nicht um eine spezifische Krise im Niger sondern um das globale Problem steigender Grundnahrungsmittelpreise.
Deshalb verstehe ich auch nicht was es da viel zu grübeln gibt. Den "Missbrauch" von Anbauflächen für Biosprit und Öko-Heizmasse könnte man sofort rückgängig machen. Damit rettet man sowieso nicht das Klima, es sei denn man benötigt überhaupt keine Lebensmittel mehr.

Am Ende der Kette

Ganz oben: die "westlichen" Demokratien mit Agrarsubventionen und riesigen Lebensmittelkonzernen. Damit sind Lebensmittel billiger, als die in Afrika hergestellten: viele Kleinbauern geben auf. Von unseren Konzernen werden große Flächen "erworben", wobei wiederum Kleinbauern vertrieben werden. Auf den großen Flächen werden Ölpalmen etc. angebaut, die billige Rohstoffe für unsere Lebensmittel sind. Bei uns werden geschätzt 40% der erzeugten Lebensmittel weggeworfen, weil es zu "teuer" ist, die nach Afrika zu schicken. Dann kommen noch die Lebensmittelspekulanten dazu, welche zur Selbstbereicherung die Preise hochtreiben. Zudem hat Netslé viele Quellen aufgekauft und die Menschen müssen teures Wasser kaufen. Was soll da am Ende der Kette schon bei rauskommen?

Zuviel Einwohner!

Die Ursachen ähneln denen von Madagaskar!
Die Bevölkerungszahl hat sich von 1980 bis 2020 verdreifacht, von 73 auf 203 Millionen.
Laut Bevölkerungsprognosen der UN wird Niger 400 Millionen Einwohner bis 2050 haben, das ist mit Ochsenkarren nicht zu stemmen.
Es wäre moderne Technik bei der Lebensmittelproduktion vonnöten.

Bevölkerungswachstum

Siehe https://countrymeters.info/de/Niger
In Niger lebten 1951: 2 599 240 Menschen.
Heute leben dort: 25 267 948 Menschen, also 10X so viele, die Wachstumsrate ist 4%- pro Jahr, seit 1989 stets über 3%, Tendenz steigend.
Vermutlich werden es 2040 ca 50 000 000 sein, (also eine weitere Verdopplung)
2065 vermutlich 102 792 445 (4x so viel wie heute, 40x so viel wie 1951)
KANN das gut gehen?

Globale Lösung notwendig

Natürlich steht zunächst die Regierung des Niger in der Verantwortung. So könnte sie eventuell eine entsprechende Bevorratung organisieren, die saisonal bedingte Verknappungen ausgleicht.
Man muss aber auch fragen, woher importierte Nahrungsmittel stammen. Dazu hätte ich mir mehr Information im Artikel gewünscht. Wenn es hier ähnliche Effekte gibt, wie mit EU-Zwiebeln in Westafrika, die billiger angeboten werden als heimischer Anbau, müssen wir Europäer uns an die eigene Nase fassen und auch an dieser Stelle unsere enormen Agrarsubventionen hinterfragen.

Der wichtigste Punkt ist für mich aber, dass Anbauflächen keine Spekulationsobjekte sein dürfen. Hierfür gibt es auch in D reichlich Beispiele. TS berichtete dazu bereit in Bezug auf Sachsen-Anhalt und M-V.

Warum lässt man große Konzerne / den Geldadel zu den größten Landeigentümern werden?
Weil sie so nachhaltig und Gemeinwohl orientiert wirtschaften? Weil sie die gleiche Bindung zur Scholle wie einheimische Bauern haben?

Grille

wir drehen uns im Kreis ...

Jegliche Diskussion wird sinnlos, wenn die Hauptursache ignoriert wird.

Seit 1960 wuchs die Bevölkerung von 3,2 auf 23,3 Millionen. Sie hat sich innerhalb kürzester zeit versiebenfacht!

@DeHahn

Ich finde es eine Schande, daß bei uns in Deutschland 70 - 80 Kilogramm jährlich an Lebensmitteln pro Person weggeworfen werden. Aber vor einiger Zeit las ich, daß in den superreichen Golfstaaten 480 Kilogramm Lebensmittel jährlich pro Person weggeworfen werden.
Da darf doch auch mal die Frage gestellt werden, warum tun diese Golfstaaten nicht mehr und die eigene einheimische Bevölkerung lebt in Saus und Braus?

11:11, Olivia59

>>Den "Missbrauch" von Anbauflächen für Biosprit und Öko-Heizmasse könnte man sofort rückgängig machen.<<

Wird das auf dem afrikanischen Kontinent denn im großen Stil gemacht? Werden dort landwirtschaftliche Flächen zur Energieerzeugung benutzt?

@Grillenspinnerei

"Natürlich steht zunächst die Regierung des Niger in der Verantwortung. So könnte sie eventuell eine entsprechende Bevorratung organisieren, die saisonal bedingte Verknappungen ausgleicht" Am 27. Juli 2021 um 11:29 von Grillenspinnerei

*

Das geht nicht, weil Niger so gut wie keine Steuereinnahmen hat, um das zu organisieren.
60% der der Regierung zur Verfügung stehende Mittel sind Hilfsgelder. (Stand von vor 15 Jahren).

Niger: Wenn man sich Reis nicht leisten kann...

Dann ist das ein Armutszeugnis, nicht für die Bevölkerung, sondern für die Verhältnisse und die Entwicklung. Bis 1960 französische Kolonie, danach Unabhängigkeit, allerdings mit eingeschränkter Souveränität durch die CFA-Franc-Währung, deren Kurs Paris zum eigenen Vorteil bestimmt. Bodenschätze sind vorhanden, daß Uran wird von der französischen Staatsfirma Orano (früher Areva) abgebaut. Seit 2011 an der Grenze zu Algerien Erdöl entdeckt wurde, wird auch exportiert.
Aber die Menschen können sich keinen Reis leisten.

Das Problem der Überbevölkerung

Selbst wenn es, wie vor allem von rechter Seite behauptet, die Hauptursache allen Übels ist, dann würde mich interessieren, wie es zeitnah zu lösen sein soll. Denn die Menschen hungern jetzt. Das ist ein Problem, das sofort gelöst werden muss. Plädieren die Vertreter der Überbevölkerungsthese also für eine sofortige Bevölkerungsreduktion?

Ich möchte es, offen gestanden, gar nicht wirklich wissen. Obwohl ich es eigentlich weiß.

l11:43 von fathaland slim

">>Olivia: Den "Missbrauch" von Anbauflächen für Biosprit und Öko-Heizmasse könnte man sofort rückgängig machen.<<

Wird das auf dem afrikanischen Kontinent denn im großen Stil gemacht? Werden dort landwirtschaftliche Flächen zur Energieerzeugung benutzt?"

Darüber bin ich nicht informiert weil ich es in einer globalen Wirtschaft für irrelevant halte wo genau etwas produziert wird. Es geht um Angebot und Nachfrage im globalen Massstab. Die Studien zu den entsprechenden Preiseffekten existieren seit 10 Jahren.

11:48, Bernd Kevesligeti

>>Niger: Wenn man sich Reis nicht leisten kann...
Dann ist das ein Armutszeugnis, nicht für die Bevölkerung, sondern für die Verhältnisse und die Entwicklung. Bis 1960 französische Kolonie, danach Unabhängigkeit, allerdings mit eingeschränkter Souveränität durch die CFA-Franc-Währung, deren Kurs Paris zum eigenen Vorteil bestimmt. Bodenschätze sind vorhanden, daß Uran wird von der französischen Staatsfirma Orano (früher Areva) abgebaut. Seit 2011 an der Grenze zu Algerien Erdöl entdeckt wurde, wird auch exportiert.
Aber die Menschen können sich keinen Reis leisten.<<

Währungs-Esothetik.

Das Währungsthema ist ein Nebenschauplatz. Wenn die Menschen in Niger genügend CFA-Francs in der Tasche hätten, dann könnten sie auch Reis kaufen. Sowie alles andere. Das Problem ist nicht die Währung, sondern die Tatsache, daß das Geld für den Export der Bodenschätze offensichtlich nicht bei den Menschen ankommt. Eine andere Währung würde daran nichts ändern, solange Orano keine fairen Preise bezahlt

Warum werden Lebensmittel

Warum werden Lebensmittel immer teurer? Weil damit spekuliert wird, auch bei uns.
Es verdienen/vermehren Menschen also damit ihr Geld, wodurch andere Menschen leiden müssen? Schock! Aber auch die Staatsführung in manchen dieser betroffenen Ländern sind oft das eigentliche Problem. Verantwortungslose Despoten die nur an ihrer Macht und Luxus ihre Despotenämter betreiben, ja offen mit Gewalt und Terror zu solchen Hungerstaaten führen, werden, so lange sie nicht gestoppt werden, weiterhin ihr blutiges menschenverachtendes Tun auf immer neue Spitzen treiben. Solange die "reichen" Staaten dort nur mit immer neuen Geldbomben "helfen" wollen und meinen mit Vernunftvorbetungen vor den pathologischen "Volksführern" Eindruck machen zu können, während die oft unsere Hilfen auf Schweizer u.ä. Konten bunkern, wird das ganze Elend immer weiterlaufen. Das Hungerproblem sitzt meist in den Regierungssitzen dort, weniger, wie uns so gerne gesagt, in unseren 'rücksichtslosen westlichen Gesellschaften'.

@ Bernd Kevesligeti

"Aber die Menschen können sich keinen Reis leisten" Am 27. Juli 2021 um 11:48 von Bernd Kevesligeti

*

Statistisch hat jede Frau in Deutschland 1,4 Kinder (ich habe 3).
In Niger sind es 6,92 Kinder pro Frau.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auch hier mit 7 Kindern gewisse Probleme bei der Ernährung der Familie bekommen würde.

Wenn hier jede Frau 6-7 Kinder bekommen würde, dann wäre auch das Sozialsystem irgendwann überlastet.

11:58, Olivia59

>>l11:43 von fathaland slim
">>Olivia: Den "Missbrauch" von Anbauflächen für Biosprit und Öko-Heizmasse könnte man sofort rückgängig machen.<<

Wird das auf dem afrikanischen Kontinent denn im großen Stil gemacht? Werden dort landwirtschaftliche Flächen zur Energieerzeugung benutzt?"

Darüber bin ich nicht informiert weil ich es in einer globalen Wirtschaft für irrelevant halte wo genau etwas produziert wird. Es geht um Angebot und Nachfrage im globalen Massstab. Die Studien zu den entsprechenden Preiseffekten existieren seit 10 Jahren.<<

Für die Versorgung von Menschen in Niger mit Grundnahrungsmitteln ist es komplett irrelevant, ob in Europa landwirtschaftliche Flächen zur Energieerzeugung benutzt werden. Lebensmittel für Afrika müssen nicht aus Europa importiert werden. Der Kontinent ist groß und fruchtbar. Es ist eine Verteilungsfrage. Verteilung läuft im Kapitalismus über Geld. Und da liegt der Hase im Pfeffer.

12:07, Tada

>>Statistisch hat jede Frau in Deutschland 1,4 Kinder (ich habe 3).
In Niger sind es 6,92 Kinder pro Frau.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auch hier mit 7 Kindern gewisse Probleme bei der Ernährung der Familie bekommen würde.

Wenn hier jede Frau 6-7 Kinder bekommen würde, dann wäre auch das Sozialsystem irgendwann überlastet.<<

Meine Großmutter, geboren in Köln, war eins von dreizehn Kindern. Ein Sozialsystem, so wie wir es heute kennen, gab es damals nicht.

In Niger gibt es das auch nicht.

Etwas, das es nicht gibt, kann auch nicht überlastet werden.

@fathaland slim

"Für die Versorgung von Menschen in Niger mit Grundnahrungsmitteln ist es komplett irrelevant, ob in Europa landwirtschaftliche Flächen zur Energieerzeugung benutzt werden. Lebensmittel für Afrika müssen nicht aus Europa importiert werden. Der Kontinent ist groß und fruchtbar. Es ist eine Verteilungsfrage. Verteilung läuft im Kapitalismus über Geld. Und da liegt der Hase im Pfeffer."

Es sind natürlich komplexe lokale aber ebenso auch globale Mechanismen am Werk, die im Zusamenhang mit verfügbarer Menge und Preis von Lebensmitteln stehen.
Wenn Sie die Überschrift lesen, dass man sich "Reis" nicht mehr leisten kann müssen sie von ihrem Lokalfokus ein Stück weit Abstand nehmen. Studien berücksichtigen die komplexen Zusammenhänge und haben Preiseffekte durch Bio-Sprit ausgemacht.

11:55 von fathaland slim

Also, wenn ich sie richtig verstehe sehen sie keinen Zusammenhang zwischen der Bevölkerungsvermehrung und dem Nahrungsproblem. Sie haben also kein Problem damit wenn sich die Bevölkerungszahl alle 10 Jahre verdoppelt. Wie sie das mit der Nahrungsproduktion dann hinkriegen würde mich dann doch interresieren.

12:06, Kambrium2

>>Solange die "reichen" Staaten dort nur mit immer neuen Geldbomben "helfen" wollen und meinen mit Vernunftvorbetungen vor den pathologischen "Volksführern" Eindruck machen zu können, während die oft unsere Hilfen auf Schweizer u.ä. Konten bunkern, wird das ganze Elend immer weiterlaufen. Das Hungerproblem sitzt meist in den Regierungssitzen dort, weniger, wie uns so gerne gesagt, in unseren 'rücksichtslosen westlichen Gesellschaften'.<<

Sie meinen wirklich, Entwicklungshilfe bestünde darin, den Regierungen korrupter Staaten Geld zu überweisen?

Sie sind schlecht informiert.

Bis vor gar nicht langer Zeit investierte man in Firmen, die Rendite erwirtschafteten, die dann wieder nach Europa zurückfloss. Schlimmstenfalls ein Nullsummenspiel, meist aber eher ein gewinnbringendes Spiel. Die lokalen Eliten bekamen natürlich auch was von dem Geldsegen ab und sorgten dafür, daß alles so ablief wie von den „großzügigen Spendern“ gewünscht. Erst in neuerer Zeit ändert sich da langsam etwas.

von fathaland slim 12:03

Warum hat Paris denn nach 1945 den CFA-Franc ausgegeben und hält auch heute daran fest ? Einmal weil diese Länder einen Teil ihrer Devisenreserven in Paris hinterlegen müssen. Zum anderen ist der CFA-Franc fest an den Euro gebunden, nach Meinung von Ökonomen überbewertet. Deshalb fallen den Ländern Exporte schwer, während Importe von meist subventionierten landwirtschaftlichen Produkten aus dem Norden günstig sind. Eine neokoloniale Währung.
Aber, natürlich haben Sie recht, ohne eine grundsätzliche Umorientierung des Landes wird es nichts mit Entwicklung.

von Tada 12:07

Das sind Bevölkerungstheorien. Ein bisschen klingt das nach "es sollten weniger arme geboren werden". Wie wär´s denn, wenn die Ressourcen des Landes mehr den Menschen zur Verfügung stehen würden ?

@11:40 von Heidemarie Bayer

>> daß bei uns in Deutschland 70 - 80
>> Kilogramm jährlich an Lebensmitteln
>> pro Person weggeworfen werden

...und in Frankreich nur 27kg pro Person.

Dabei aber bitte immer bedenken, daß der Handel in Frankreich nichts wegwerfen darf, in Dtl. sind es 2/3.

D.h., auch die Deutschen werfen persönlich nur ca. 27kg pro Jahr weg. Die restlichen 53kg bekommen Sie nie zu Gesicht. -.-

Ich finde es eine Schande, daß bei uns in Dtl. 'containern' immer noch eine Straftat ist! oO

12:18, Pax Domino

>>Jeder redet hier um den Heißen -Brei herum
Geburtenkontrolle , mehr gibt es da nichts zum Schreiben.<<

Die sich dann in einigen Jahrzehnten auswirken würde. Selbst wenn ab heute niemand in Niger mehr Kinder bekommen würde.

Die beste Geburtenkontrolle ist Entwicklung und Wohlstand. Dann sinkt die Geburtenrate ganz von alleine.

Wie stellen Sie sich denn eine Geburtenkontrolle in Niger vor?

@fathaland slim

"Meine Großmutter, geboren in Köln, war eins von dreizehn Kindern. Ein Sozialsystem, so wie wir es heute kennen, gab es damals nicht" Am 27. Juli 2021 um 12:15 von fathaland slim

*

Und weiter? Es ging um Hunger.

Mein Großvater hatte 10 Geschwister wovon 4 kurz nach der Geburt starben (immer Zwillinge).
Mein Großvater hat schon mit 6 beim Schäfer arbeiten müssen, um dafür Milch als Lohn zu bekommen.
Und er kannte Hunger.

Allerdings war mein Großvater mit seinen vielen Geschwister schon damals eine Ausnahme gewesen.
Seine Frau, meine Großmutter hatte nur einen Bruder und konnte die Dorfschule bis in die 4. Klasse besuchen, während mein Großvater Analphabet gewesen ist.

Bei den anderen Großeltern:
Großvater hatte eine Schwester und hat die Schule besucht
Großmutter (3 Geschwister) sollte erstmal nur nach der Schule beim Bauern aushelfen, aber das war ihm zu wenig und sie hat die 1. Klasse nach 6 Monaten abgebrochen. Sie kannte auch den Hunger.

Das alles noch vor dem 2. WK.

12:21, Mass Effect

>>11:55 von fathaland slim
Also, wenn ich sie richtig verstehe sehen sie keinen Zusammenhang zwischen der Bevölkerungsvermehrung und dem Nahrungsproblem. Sie haben also kein Problem damit wenn sich die Bevölkerungszahl alle 10 Jahre verdoppelt. Wie sie das mit der Nahrungsproduktion dann hinkriegen würde mich dann doch interresieren.<<

Natürlich, wenn es weniger Menschen gibt, dann hungern auch weniger.

Wie Sie das mit der Bevölkerungsreduzierung hinkriegen wollen, das wiederum würde mich allerdings jetzt sehr interessieren. Es müsste ja zeitnah geschehen.

@12:39 von fathaland slim

">>Pax Domino: Jeder redet hier um den Heißen -Brei herum
Geburtenkontrolle , mehr gibt es da nichts zum Schreiben.<<

Die sich dann in einigen Jahrzehnten auswirken würde. Selbst wenn ab heute niemand in Niger mehr Kinder bekommen würde.

Die beste Geburtenkontrolle ist Entwicklung und Wohlstand. Dann sinkt die Geburtenrate ganz von alleine.

Wie stellen Sie sich denn eine Geburtenkontrolle in Niger vor?"

Sie scheinen beide von der falschen Prämisse auszugehen, dass man von der lokalen Argrawirtschaft abhängig ist. Dürre und Ähnliches betrifft nur Bauern, die ihre Nahrungsmittel selbst erzeugen, deren Geschäftsmodell es ist. Dort können 10 mal so viele Menschen leben, dann ist das ein attraktiver Markt wohin 10 mal so viel exportiert wird. Der Knackpunkt ist, ob die Wirtschaft mit dem Bevölkerungswachstum mithält, die Leute genug Einkommen haben um die Lebensmittel zu kaufen.

Bevölkerungsentwicklung u. Folgen

Jeder, der jetzt denkt, daß uns das alles wenig angeht, verkennt den Ernst der Lage.
In Afrika sehen wir ein rasantes Bevölkerungswachstum. (s.o.)
Hunger ist eine erste Folge. Das Wachstum geht aber ungebremst weiter. Die Wohlhabenden haben übrigens mehr Kinder als die Armen. In Niger zeigt sich das deutlich: Der Wunsch, mehr als 10 Kinder zu haben, ist dort laut Umfragen die übliche Sicht.
Eine wichtige Folge aber ist, und das wird sich weiter verstärken, daß ein Großteil der jungen Menschen keinerlei Perspektive hat. Junge Männer aber, und auch das war überall auf der Welt schon immer so, kämpfen um einen Platz in der Gesellschaft. ("Youth bulge")
Unruhen, Bürgerkriege, Kriege scheinen unausweichlich zu kommen. Hunger und entsetzliches Elend treibt die Menschen in die Migration und was das bedeuten wird können wir uns noch nicht einmal vorstellen. Die Herausforderung ist gigantisch.
Boris Palmer hat das Thema einmal SEHR VORSICHTIG angedeutet.

Exponentielles Bevölkerungswachstum größter Armutstreiber

Zitat: "Für die Not der Verbraucherinnen und Verbraucher gibt es seiner Meinung nach mehrere Gründe: "Nigers Bevölkerung ist jung und kinderreich, die Familien sind arm. Aber die Preise sind hoch, und Niger importiert fast alles, was es braucht, von außen." Hinzu komme nun Corona."

Die Armutsprobleme Nigers auf Corona zu schieben, anscheint mir äußerst kurzsichtig.

Der eigentliche Treiber und Herausforderung bei der Armut und Versorgungsschwierigkeiten mit Lebensmitteln in Niger ist das exponentielle Bevölkerungswachstum, das der Niger wie die meisten anderen afrikanischen Staaten verzeichnen.

Im Vergleich zu 1980 hat sich die Bevölkerung Nigers fast verfünffacht.

Q:

"https://de.statista.com/statistik/daten/studie/413569/umfrage/gesamtbev…"

Die Armutsprobleme Afrikas werden nicht in Europa gelöst.

Die Armutsprobleme Afrikas werden nicht in Europa gelöst. Sie können in Europa nicht gelöst werden.

Alles andere ist eine Illusion und führt ins Verderben, sowohl für Europa als auch Afrika.

Afrika hat eine Landmasse von 30 Mio. qkm. Deutschland gerade einmal eine von 0,35 Mio. qkm.

Es ist für mich unerklärlich, wieso man in Afrika nicht auch funktionierende Staaten aufbauen kann, die ausreichend Perspektiven für die Menschen vor Ort bieten!

Am 27. Juli 2021 um 11:48 von Bernd Kevesligeti

Zitat: allerdings mit eingeschränkter Souveränität durch die CFA-Franc-Währung, deren Kurs Paris zum eigenen Vorteil bestimmt.

Gibt es nicht einen festen Wechselkurs zum Euro ( 1 € = 655,957 CFA-Franc)?

Kann Frankreich den Wechsekurs einseitig bestimmen?

An wem ist bisher die Abschaffung des CFA-Franc gescheitert?

Preisregulierung wird nach hinten losgehen

Den Ruf nach staatlicher Preisregulierung hält er für gerechtfertigt

Preiskontrollen bedeutet noch weniger Lebensmittel, nicht mehr.

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Wenn die Regierung durch Preiskontrollen die Preise senkt, werden gleichzeitig die Anreize für die Händler Lebensmittel zu beschaffen vermindert. Also wird es noch weniger für die Menschen zu Essen geben. Wenn die Regierung helfen möchte, dann sollte sie Lebensmittelimport aus dem Ausland erleichtern.

"Geburtenkontrolle" ist keine lösung

Wie sind die europ. und südam. (damals...) dem hunger und der kindersterblichkeit entkommen? Richtig, indem die reichen, jeffs und elons dieser welt gezwungen wurden ihren fairen anteil zur finanzierung des Gemeinwesens beizutragen (was leider seit 40 jahren wieder abgewickelt wird...) und NICHT durch "geburtenkontrolle". Der kinderreichtum ist die reaktion und nicht die ursache des problems. Viele familien haben in großen teilen der welt leider nichts als ihre arbeitskraft bzw. Die ihrer kinder und da der sinn des kapitalismus die konzentration ALLEN des markts zur verfügung stehendens eigentums in der hand weniger ist (ja, es ist kein nebeneffekt), haben diese menschen auch keine Macht dem zu entkommen. Wie also mehr verdienen, wenn die preise steigen? Mehr kinder. Meinen die geburtenkontrolleure hier allen ernstes die verarmten massen sehen ihren kindern gern beim verhungern zu? Glaubt ihr wirklich es wird zu wenig produziert? Niemand hierzulande kann sich das leid und elend...

@Blitzgescheit, 13:55

"Exponentielles Bevölkerungswachstum größter Armutstreiber"

Schon mal was vom Demografisch-ökonomischen Paradoxon gehört?
(Genaueres dazu u.a. hier: de.wikipedia.org/wiki/Demografisch-%C3%B6konomisches_Paradoxon). Für die meisten einigermaßen gebildeten Menschen ist das ein schon lange bekannter Begriff.

In Niger fast 7 Geburten pro Frau

Es liegt auf der Hand, dass wenn sich mehr Familien für 2 oder 3 Kinder entscheiden würden, es diese Lebensmittelknappheit so nicht geben würde.

In in afrikanischen Land Botswana: 2,84 Geburten pro Frau.

Niger könnte von Botswana lernen.

Dreh- und Angelpunkt

Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen: Neue Märkte, Verteilung, Alternativen zum Kapitalismus...
Vieles davon, zumindest das letzte, hat auch seine Berechtigung.
ABER:
Solange wir die Erde nicht vergrößern können, haben wir eine natürliche Grenze des Bevölkerungswachstums.
Je näher wir dieser Grenze kommen, um so unmenschlicher wird es: Verteilungskämpfe nehmen zu.

Also ist der Dreh- und Angelpunkt früher oder später, die Vermehrung der Menschen zu begrenzen.

Wohlstand ist ein Parameter dabei. Aber nicht der einzige.

Egal wie: Ändert sich nichts, wird es ein Massensterben geben. Durch Krieg oder durch Hunger oder beides.

Sicher: Wir haben auch ein Friedensproblem, sonst könnten wir viel mehr Flächen nutzen.
Aber damit gewinnen wir nur 1-2 Generationen Zeit. Wenn überhaupt.

Zu finden ist also eine menschenfreundliche Methode globaler Geburtenkontrolle.
Eine Idee dazu habe ich nicht und die Alternative lässt mich verzweifeln.

@13:59 von Einfalt

>> Angebot und Nachfrage bestimmen den
>> Preis

Das ewig wiederholte, aber komplett falsche Mantra des Kapitalismus. Richtig wäre:
1.) Die Preiskalkulation bestimmt den Preis!
2.) Die Nachfrage bestimmt das Angebot!

Aber die Lüge von "Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis" muß einfach nur oft genug wiederholt werden. -.-

Auch nur ansatzweise

Auch nur ansatzweise vorstellen, also sollte man vllt angesichts dessen einfach mal ein bisschen demut zeigen als von seinen 3 kindern und davon wie schwer man es doch habe zu schwadronieren. Es gibt in ganz europa nicht ansatzweise so ein leid wie im niger (ausnahme das meer der getöteten und geflüchtetenlager in osteuropa). Das problem ist der kapitalismus, das problem ist die verteilung und nicht die fehlenden produktionskapazitäten. Momentan zeigt sich an allen ecken dieser welt, wieso der größte deutsche philosoph recht hatte mit der beschreibung der unzulänglichkeit des marktdiktats, es wäre jetzt an der zeit sich etwas besseres zu überlegen, als darüber zu fachsimpeln, wie man diesen mist noch 10-15 Jahre erhalten kann (geburtenkontrolle zb...), oder etwa nicht?

@Blitzgescheit, 13:57

"Die Armutsprobleme Afrikas werden nicht in Europa gelöst"

Aber verursacht. Nicht nur, aber nicht zuletzt.

11:22 von DeHahn

Damit sind Lebensmittel billiger, als die in Afrika hergestellten:
------

gibt es nicht dieselben Probleme auch hier ?
man beschwert sich über Kinderarbeit, Ausnutzung der Frau, fehlende Arbeitsschutz/Umweltstandards
und über Arbeitsplätze die hierzulande wegfallen, kauft aber Waren aus Indien ein
Auch ein Afrikaner wird nicht gezwungen Hähnchen aus Deutschland oder den Niederlanden zu kaufen,
nur weil sie ein paar Cent billiger sind

um 13:55 von Blitzgescheit

//Die Armutsprobleme Nigers auf Corona zu schieben, anscheint mir äußerst kurzsichtig.//
Man könnte es auch als "albern" bezeichnen, angesichts der Zeit, in der es noch kein Corona aber schon das Elend gab.
Aber Corona macht viele Probleme sehr viel bewusster, sichtbarer.

//Im Vergleich zu 1980 hat sich die Bevölkerung Nigers fast verfünffacht.//
Ich habe keine Idee, wie man das auf menschenfreundliche Art lösen will!
Nur: Wenn wir es nicht lösen, wird es sehr, sehr, schlimm.

Mit "wir" ist die gesamte Menschheit gemeint.

13:49 von bolligru

Der Wunsch, mehr als 10 Kinder zu haben, ist dort laut Umfragen die übliche Sicht.
------

aktuell auch nicht mehr !
und wenn es "nur" 5 sind .... eigentlich schon 1 Kind läßt die Bevölkerung weiter wachsen

(sollte es einer nicht verstehen, 80 % der dortigen Bevölkerung sind im gebärfähigen Alter)

von falso demonstratio 13:58

Frankreich hält an dieser Währung fest.
Natürlich gibt es einen festen Wechselkurs. Zugunsten Frankreichs, Exporte der CFA-Länder werden verteuert, Exporte Frankreichs in diese Länder ökonomisch günstig.

Aber vielleicht glauben Sie dem Deutschlandfunk mehr: "Frankreich und der unsichtbare Kolonialismus" vom 20.12 2018

@fathaland slim

>>> Wie Sie das mit der Bevölkerungsreduzierung hinkriegen wollen, das wiederum würde mich allerdings jetzt sehr interessieren. Es müsste ja zeitnah geschehen. <<<
.
Ja, es muss was zeitnah geschehen. Trotzdem muss dringend etwas auf lange Sicht gegen das Bevölkerungswachstum getan werden. Das Eine schließt das Andere nicht aus.
Mit Ihrer Argumentation müsste man auch nichts gegen den Klimawandel tun. Weil über Nacht funktioniert das ja auch nicht.

60 % der bebaubaren Ackerfläche der Welt in Afrika

Zitat: "In Rom grübeln unter UN-Führung gerade Experten und Laien darüber, wie das Ernährungssystem reformiert werden kann. Denn weltweit hungern Millionen Menschen, etwa weil die Lebensmittel immer teurer werden - so wie in Niger"

Sahelländer wie der Niger mal davon ausgenommen, die aufgrund des ariden Klimas in der Tat ein Versorgungsproblem mit Lebensmitteln haben, lt. dem Economist/Weltbank liegen 60 % der bebaubaren Ackerfläche dieses Planeten in Afrika.

Grundsätzlich sollte es in Afrika eigentlich keine Versorgungsprobleme mit Lebensmitteln geben, mal die besonderen Probleme.

Woran liegt's?

Q:

"http://www.growafrica.com/news/60-arable-land-africa-and-it-has-billion…"

"https://www.economist.com/baobab/2013/09/04/cold-comfort-farms"

@Am 27. Juli 2021 um 14:21 von Nettie

Zitat: "@Blitzgescheit, 13:57
"Die Armutsprobleme Afrikas werden nicht in Europa gelöst"

Aber verursacht. Nicht nur, aber nicht zuletzt."

Wie das?

Inwiefern sollen die Armutsprobleme Afrikas durch Europa verursacht sein?

Dafür gibt es keinen nachhaltigen Hinweis.

@14:20 von saschamaus75

Das ewig wiederholte, aber komplett falsche Mantra des Kapitalismus. Richtig wäre:
1.) Die Preiskalkulation bestimmt den Preis!
2.) Die Nachfrage bestimmt das Angebot!

Was zum Wohlstand führt, ist also Ihres Erachtens "komplett falsch" und was zur Armut führt ist "richtig".
Interessante Ansicht.
Man kann nur hoffen, dass die Mehrheit der Menschen in Niger Ihre (null Ahnung) Ansicht nicht teilen.
Ansonsten wird noch mehr gehungert.

Aber die Lüge von "Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis" muß einfach nur oft genug wiederholt werden.

Die Wahrheit ist keine Lüge. Die Realität zeigt was funktioniert und was nicht. Fakt ist: sozialistische "Lösungen" bedeuten mehr Armut und Hunger.

@Am 27. Juli 2021 um 11:43 von fathaland slim

Zitat: ">>Den "Missbrauch" von Anbauflächen für Biosprit und Öko-Heizmasse könnte man sofort rückgängig machen.<<

Wird das auf dem afrikanischen Kontinent denn im großen Stil gemacht? Werden dort landwirtschaftliche Flächen zur Energieerzeugung benutzt?"

Haben Sie konkrete Zahlen, welchen Anteil der Anbauflächen für Biosprit und Öko-Heizmasse an der Gesamtfläche bebaubarer Ackerfläche in Afrika ausmachen?

Wieso werden die Ackerflächen - 60 % der globalen Ackerflächen liegen in Afrika - dann nicht als landwirtschaftliche Flächen zur Lebensmittelproduktion ausgewiesen.

In SAfrika oder British-Rhodesien klappt/hat das doch auch geklappt.

15:13 von Blitzgescheit

Grundsätzlich sollte es in Afrika eigentlich keine Versorgungsprobleme mit Lebensmitteln geben, mal die besonderen Probleme.
---

man wundert sich
als Zimbabwe von weißen Siedlern beherrscht wurde
wurden Weizen Mais etc ausgeführt
danach wurde es eingeführt

@ Sisyphos3 um 14:22

>Auch ein Afrikaner wird nicht gezwungen Hähnchen aus Deutschland oder den Niederlanden zu kaufen,
nur weil sie ein paar Cent billiger sind<

genau da liegt der Hund begraben: denn das wird er.

Während EU, USA und alle unabhängigen Länder ihre Bauern Subventionieren und die Marktzugänge über Zölle regulieren (für "Special Interest Produkte"), ja sogar Produkt-Preis-Rahmen vorgeben, ist dies für "Schuldnerstaaten" die von IWF und Weltbank abhängen verboten.

Was dazu führt das ihre Bauern sich im Prinzip ihre eigene Ernte nicht leisten Können; sie Produzieren zu Teuer, bekommen aber zu wenig Geld für ihren Ertrag, während auf den Märkten waren angeboten werden die sie für dieses Geld nicht produzieren könnten, aber sich nicht leisten können von dem zu wenig das sie von den Einkäufern kriegen.

Währe hier ohne Zölle und Subventionen genauso.
Das macht Freihandelsabkommen so kniffelig.

14:21 von Nettie @Blitzgescheit, 13:57

"Die Armutsprobleme Afrikas werden nicht in Europa gelöst"

Aber verursacht. Nicht nur, aber nicht zuletzt.
----------

und in welcher Weise ?

>um 15:13 von Blitzgescheit<

> lt. dem Economist/Weltbank liegen 60 % der bebaubaren Ackerfläche dieses Planeten in Afrika.

Grundsätzlich sollte es in Afrika eigentlich keine Versorgungsprobleme mit Lebensmitteln geben, mal die besonderen Probleme.

Woran liegt's?<

Handel.

Billig Kaufen.
Teuer verkaufen.

Mangelnde Staatliche Regulation. (u.a. wegen Kreditauflagen von IWF und WB...aka Chain and Ball - da kommt die europäische Mitverantwortung ins Spiel)

@Am 27. Juli 2021 um 12:11 von fathaland slim

Zitat: " Der Kontinent ist groß und fruchtbar. Es ist eine Verteilungsfrage. Verteilung läuft im Kapitalismus über Geld. Und da liegt der Hase im Pfeffer."

Da haben Sie teilweise recht.

Da kommunistische Raubtiersozialisten auch viele Länder in Afrika nicht verschont hatten, waren Korruption, Misswirtschaft, bis zu Hunger und Hungersnöte die Folge.

Das ist an den Beispielen SAfrika oder Simbabwe festzustellen. Während diese Länder, als marktwirtschaftliche Prinzipen die Regel waren, waren Brotkörbe Afrikas. Nachdem Sozialisten/Kommunisten - sei es der ANC oder seien es die Schergen von Mugabe - das Ruder übernehmen, geht es bergab.

@Blitzgescheit: Was ein

@Blitzgescheit:
Was ein nachhaltiger hibweis sein soll - keine ahnung! Vielleicht erklären sies mir?

Mit ihrer aussage es gäbe keinen [...] hinweis liegen sie aber absolut falsch! Die eu und auch private unternehmen haben einen großen anteil daran, dass in den länder südlich des mittelmeers die verhältnisse so sind, wie sie sind. Zum einen wären da die ungerechtfertigten subventionen u.a. von milchpulver, was die landwirtschaft zerstört, dann ist da die tatsache, dass riesige fischfabriken die küsten plündern, was die fischerei zerstört und dazu kommt rohstoffexport statt aufbau von industrie vor ort, protektionismus wird verteufelt und bestraft. Und letztendlich ssssorgt das paktieren mit warlords u.ä. dafür, dass diese menschenschinder an der macht bleiben (stichwort: migrationsbekämpfung)
An Lächerlichkeit und scheinheiligkeit nicht zu überbieten das läppische theater. Aber sie können ja glauben was sie wollen. Nur verbreiten sie diesen unsinn bitte nicht.

11:43 von fathaland slim

Wird das auf dem afrikanischen Kontinent denn im großen Stil gemacht? Werden dort landwirtschaftliche Flächen zur Energieerzeugung benutzt?
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so nicht !

aber Europa kauft zur Biospriterzeugung ziemlich viel Mais auf
der fehlt natürlich auf dem Weltmarkt bzw. läßt die Preise steigen,
andererseits warum wird nicht mehr Mais angebaut, Flächen müsste es ja genug geben und Dürre ist auch nicht überall

und mal zum Grundsätzlichen
Lebensmittel für Sprit verwenden,
wenn es Menschen dadurch am Essen fehlt
das halte ich für recht unappetitlich

Es ist schon richtig, dass

Es ist schon richtig, dass eine Politik der Bildung von Frauen und Maedchen und der Geburtenkontrolle erst langfristig Fruechte tragen kann, zumal in dem patriarchalischen System auch die Maenner davon ueberzeugt werden muessen, dass Kinder"reichtum" in Wahrheit bittere Armut bedeutet. Das heisst aber nicht, dass man es gar nicht erst damit versucht. Und es gab anscheinend auch schon vor Corona immer wieder solche Situationen der Lebensmittelverteuerung und daher -verknappung, mann haette also schon frueher eine solche Politik beginnen koennen. Ich denke, die Ursachen sind so zahlreich, z.B. schlechte Regierung, Folgen aus der Kolonialgeschichte, Kultur der Bevoelkerung, Klima, das sind soviele gordische Knoten, die man auf einmal durchschlagen muesste. Jetzt in der Akutphase helfen eigentlich nur schnelle int. Lebensmittellieferungen bei der Linderung der Not.

@15:21 von Sisyphos3

man wundert sich
als Zimbabwe von weißen Siedlern beherrscht wurde
wurden Weizen Mais etc ausgeführt
danach wurde es eingeführt

Leider richtig.

Statt auf Enteignungen und Terror, setzte das Nachbarland Botswana auf Marktwirtschaft, Demokratie und Freiheit. Heute ist der Unterschied wie Tag und Nacht. Gute Bildung und gute Politik ist die Lösung. In Botswana, mit 2,84 Geburten pro Frau, hungert keiner.

Wie man sieht, es gibt in Afrika vorbildliche Staaten. Niger sollte auf Botswana schauen.

Aufklärung und sexuelle

Aufklärung und sexuelle Selbstbestimmung würden das Problem ein für alle mal lösen. Wartenauf Wohlstand und Bildung wird deutlich länger dauern.

@Sisyphos3 um 15:21

>als Zimbabwe von weißen Siedlern beherrscht wurde
wurden Weizen Mais etc ausgeführt
danach wurde es eingeführt<

Weil ein Paar Großgrundbesitzer für den Export Produzieren heisst das nicht das die nicht bei ihnen Beschäftigten Einwohner des Landes in dem sie ansässig sind etwas zu Essen haben.

@sisyphos: Jetzt wird wieder

@sisyphos:
Jetzt wird wieder der kolonialismus glorifiziert - herrlich! Ja, es wurde so ziemlich alles ausgeführt, geplündert. Die bevölkerung hungerte und krepierte. Da sollte man unbedingt hin zurück!
Wäre nur schade, wenn sie diesmal an der reihe wären, gell?
Sowas nimmt doch kein mensch ernst, der nicht rassistisch ist. Danke für ihre entlarvende Aussage, das rückt ihre vorherigen kommentare ins 'rechte' licht.

14:27, Mischpoke West

>>@fathaland slim
>>> Wie Sie das mit der Bevölkerungsreduzierung hinkriegen wollen, das wiederum würde mich allerdings jetzt sehr interessieren. Es müsste ja zeitnah geschehen. <<<
.
Ja, es muss was zeitnah geschehen. Trotzdem muss dringend etwas auf lange Sicht gegen das Bevölkerungswachstum getan werden. Das Eine schließt das Andere nicht aus.
Mit Ihrer Argumentation müsste man auch nichts gegen den Klimawandel tun. Weil über Nacht funktioniert das ja auch nicht.<<

Je mehr ein Land sich entwickelt, desto stärker sinkt die Geburtenrate.

Das war bisher immer und überall so.

@Sisyphos 15:21

...auch subtiler Rassismus bleibt Rassismus...widerlich!!

@Am 27. Juli 2021 um 15:30 von zebernutanem

Zitat: "Die eu und auch private unternehmen haben einen großen anteil daran, dass in den länder südlich des mittelmeers die verhältnisse so sind, wie sie sind. Zum einen wären da die ungerechtfertigten subventionen u.a. von milchpulver, was die landwirtschaft zerstört"

Sie scheinen mir einer der schlimmen EU-Kritiker zu sein. Schlimm.

Richtig. Die EU-Subventionen, wie alle Subventionen, haben negative Nebenwirkungen, eben in diesem Fall, dass afrikanische Bauern teilweise durch Dumpingpreise verdrängt werden

Damit wollen Sie doch nicht ernsthaft die Armutsprobleme in Afrika in Gänze erklären?

--> Bis wann hat die Afrikanische Union hier schon ein Positions-/Gesetzespaket verabschiedet?

--> Wieso sind Farmer in SAfrika in der Lage trotzdem eine prosperierende Landwirtschaft zu betreiben? Was machen die da anders?

@Am 27. Juli 2021 um 15:30 von zebernutanem

Zitat: " dann ist da die tatsache, dass riesige fischfabriken die küsten plündern, was die fischerei zerstört"

Auch, wenn ich jetzt nicht verstehe, wie dies in Gänze die Armutsprobleme erklären soll:

Bis wann hat die Afrikanische Union hierzu ein Gesetzespaket verabschiedet, dass die Fischerei vor afrikanischen Küste protektioniert wird?

Wieso werden die Küsten vor Japan, China, Korea, England etc. nicht von ausländischen Firmen leergefischt?

@Blitzgescheit um 15:29

>Das ist an den Beispielen SAfrika oder Simbabwe festzustellen. Während diese Länder, als marktwirtschaftliche Prinzipen die Regel waren, waren Brotkörbe Afrikas. Nachdem Sozialisten/Kommunisten - sei es der ANC oder seien es die Schergen von Mugabe - das Ruder übernehmen, geht es bergab.<

Der ANC ist strikt Kapitalistisch.
Es hat auch keine Landreform gegeben in SA; nur die Menschen- und Bürger-rechte wurden gerecht auf alle Einwohner aufgeteilt (zumindest auf dem Papier).
Eines der Probleme dort übrigens das die Schwarzen jetzt zwar rechte haben aber größtenteils immer noch Arm sind und die Herren der Appartheit immer noch die Wirtschaftliche Macht haben.
Da fühlen sich viele um "die Früchte der Revolution" betrogen, was das Land nicht zur Ruhe kommen lässt.

Rassismus schädigt nachhaltig.

@15:16 von Einfalt

>> Was zum Wohlstand führt, ist also Ihres
>> Erachtens "komplett falsch"
Inwiefern führt das ewige Wiederholen des (von fast ALLEN VWLern bewiesenen) falschen Mantras "Der Preis wird bestimmt durch Angebot und Nachfrage" zu Wohlstand bzw. Armut? Es ist eine Lüge der BWLer. oO

>> Die Wahrheit ist keine Lüge
ABER eine Lüge war, ist und bleibt eine Lüge. Daran ändert auch die tausendste Wiederholung nichts. -.-

@Am 27. Juli 2021 um 15:30 von zebernutanem

Zitat: "Und letztendlich ssssorgt das paktieren mit warlords u.ä. dafür, dass diese menschenschinder an der macht bleiben (stichwort: migrationsbekämpfung)"

Was sollen denn Unternehmen vor Ort sonst machen?

Mit einer privaten Miliz diese Warlords zuerst bekämpfen, bevor sie in Afrika wirtschaftlich tätig werden?

Wieso gibt es denn diese Warlords in gewissen afrikanischen Ländern und in anderen Ländern wie die Schweiz, Island, Japan, USA, Schweden etc. nicht?

Was hat denn Europa damit zu tun, dass es diese Warlords gibt?

Ich kann Ihren Punkt nicht nachvollziehen.

@15:19 von Blitzbote

>> In SAfrika oder British-Rhodesien
>> klappt/hat das doch auch geklappt.

Aber nur(!) für die weiße Minderheit. -.-

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