Ihre Meinung zu: Am Wochenende Gewittergefahr in den Hochwassergebieten

22. Juli 2021 - 14:43 Uhr

Gewitter sind schwer vorherzusagen, doch es zeichnet sich ab, dass es am Wochenende in den Hochwasserregionen im Westen neue Unwetter geben könnte. Die Zahl der Toten durch die Flutkatastrophe ist inzwischen auf 175 gestiegen.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
4.2
Durchschnitt: 4.2 (5 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Umwetter mit Ansage.

Die Ansage kommt erneut. Umwetter. Zum Wochenende dürften sich die Informationen weiter konkretisieren.
Die jetzt durch massive Ausspülungen geschwächte Region könnte erneut weitere erhebliche Schäden davontragen.
Zur Informationslage dürfte es dieses Mal keine Probleme bei der Meldekette geben. Hoffentlich.

Wenn das Jahrhundertereignis zum Alltag wird...

"DWD erwartet weitere Extremwetterereignisse"

Ich frage mich, wohin die Reise gehen wird, wenn sich solche "Jahrhundertereignisse" häufen. Werden wir die gefährdeten Flusstäler der Natur überlassen müssen? Werden die Täler mit Rückhaltebecken ausgestattet? Oder werden wir das Wetter lokal beeinflussen, um Starkregen kontrolliert abregnen zu lassen?

Lt. DWD: "Die Unwetterlage

Lt. DWD: "Die Unwetterlage der vergangenen Woche sei in vielen Gegenden "mindestens als Jahrhundertereignis" einzustufen, hieß es in dem Sonderbericht des DWD zu den Ereignissen. Vielfach sei diese Marke sogar noch "sehr deutlich überschritten" worden"
.
Damit konnte zwar keiner rechnen, aufgrund der deutlichen Überschwemmungsgefahr hätten vorzeitige Evakuierungsmaßnahmen aber ergriffen werden müssen.
Zeit, um Türen und Fenster zu sichern (auch wenn es im Nachhinein betrachtet nur sehr vereinzelt geholfen hätte) wurde ja vermutlich von den Einwohnern auch im Voraus genutzt. Insbes. die fehlenden Evakuierungsmaßnahmen bestimmen das menschliche Leid.

"Die Unwetterlage der vergangenen Woche sei in vielen Gegenden "mindestens als Jahrhundertereignis" einzustufen, hieß es in dem Sonderbericht des DWD zu den Ereignissen"

Diese Jahrhundertereignisse gleichen aber zunehmend einem globalen Wettlauf der (Negativ-)Rekorde, die alljährlich und in immer kürzeren Abständen eingestellt und übertroffen werden.

Klimawandel

Der Klimawandel ist nicht zu stoppen-wir sind mittendrin.
Das einzige was man tun kann ,ist sich so gut es geht darauf vorzubereiten.

@nachfragerin 15:06

Sie können sich ja mal mit 'ner Dampfdrucktabelle und Gasgleichung ausrechnen wieviel Wasser über ein paar tausend Quadratkilometern abregnen kann wenn man bis 5 km Höhe geht und 'ne mittlere Temperatur von 15 grad Celsius bei 65% rel. Feuchte ansetzt. Was wollen sie da kontrolliert abregnen?

Wie könnte man Katastrophenwarnungen verbessern …?

Nicht jeder hat ein Smartphone. Ich auch nicht.
Ca. 9 Mio. Menschen in DEU sollen die NINA-Warnapp installiert haben.
Was NINA kann … weiß ich nicht.

Ein Mobiltelefon hat fast jeder. Ich auch.
SIM-Karten + Telefonnummern sind allen Netzbetreibern bekannt.
In meinem Surf-Stick für's Internet am Laptop ist eine 2. SIM-Karte.

Bekomme ich eine SMS, gibt mein Telefon laut, und ein blaues Signal blinkt, bis man die SMS öffnet. Am Laptop bekommt das Programmsymbol einen Briefumschlag, solange ungeöffnet.

Zwangsweise von allen Telefonanbietern auf alle SIM-Karten gleichzeitig gesendete SMS nennt man "Push-SMS". Bekommt die wer in einer nicht gefährdeten Region. Egal … open and don't care about.

So ist das System der Benachrichtigung in Japan. Immer verknüpft mit dem Hinweis, welchen Radiosender man einschalten muss für mehr + kontinuierliche Infos. Diese Verknüpfung muss sein bei 24/7 aktiv.

Man muss nicht, aber für Stromausfall hat man ein Akku-Kurbelradio.
Nachts ist es was schwieriger.

15:06 von Nachfragerin

«Oder werden wir das Wetter lokal beeinflussen, um Starkregen kontrolliert abregnen zu lassen?»

Wohin lässt man Starkregen denn "kontrolliert abregnen", wenn sich das Tiefdruckgebiet mehrere Tage lang kaum bewegt, und quasi ortsfest immer über der gleichen Region verharrt …?

Nun...

...der Mensch sollte sich nichts vormachen.
Er ist mittendrin in dem Ende, das ihn erwartet.
Ein Ende, das massgeblich von ihm zu verantworten ist.
Da hilft auch kein Klimawandelleugnen.
Von Menschen, die nicht verstehen wollen...oder können.
Ich nehme nun meinen Hut.
Lebt wohl, liebe Meta Gemeinde

Zukünftige Baumaßnahmen

Es ist wichtig, dass die jetzt zerstörten Gebiete nicht wieder am gleichen Ort aufgebaut werden. Es wurden seit vielen Jahren die Bäche und kleinen Flüsse begradigt, Wiesen umgenutzt, Überflutungsflächen als Bauland genutzt.
Sobald es stark regnete, gab es in diesen Regionen seit hunderten von Jahren schon Überschwemmungen. Durch die Klimaveränderung wird der Regen immer stärker und die Hochwasser dort werden auch immer öfter und stärker auftreten.
Es wäre unverantwortlich, nun genau dort wieder alles aufzubauen. Wann lernen die Menschen endlich?
Natürlich ist es für die Betroffenen schwierig oder teilweise finanziell unmöglich, woanders neu zu bauen. Doch hier sind der Staat, die Länder und Kommunen in der Pflicht. Sie haben es zugelassen oder selbst initiiert, dass dort gebaut worden ist, wo nicht gebaut werden dürfte oder zumindest nach menschlichem Ermessen nicht gebaut werden sollte. Irgendwie waren unsere Urahnen klüger als wir.

@Parsec, 15:12 Uhr

Wenn Sie heute Morgen das ZDF-Moma gesehen und dort die Wettervorhersage verfolgt haben mussten Sie feststellen, dass es vielleicht am Wochenende unter bestimmten Umstämden in einem nicht eindeutig zu lokalisierenden Gebiet starke Regenfälle, vielleicht auch massive Unwetter geben könnte. Wie wollen Sie denn aufgrund solcher Vorgaben eine großflächige Evakuierung durchführen. Bislang haben wir mit großem räumlichen Abstand die Hurricans an der US-Ostküste verfolgt. Menschen verlieren dort in regelmäßigen Abständen ihr ganzes Hab und Gut. Nun sind die "Ausläufer" des Klimawandels auch bei uns angekommen. Wir müssen mental, aber auch bautechnisch und organisatorisch darauf vorbereitet sein. Wenn eine Versicherung sich weigert, eine Police für ein bestimmtes Gebiet auszustellen, dann macht ein Wiederaufbau u.U. keinen Sinn. Zumal, wie gesagt, klare Wetterprognosen oft (noch) nicht möglich sind.

15:54 von Kritikunerwünscht

«Staat, die Länder und Kommunen … haben es zugelassen oder selbst initiiert, dass dort gebaut worden ist, wo nicht gebaut werden dürfte oder zumindest nach menschlichem Ermessen nicht gebaut werden sollte. Irgendwie waren unsere Urahnen klüger als wir.»

Unsere Urahnen haben alle die Städte an kleinen und großen Flüssen an den Stellen und Orten gegründet, wo sie auch heute noch sind. Von Bad Münstereifel am sehr kleinen Fluss Erft, bis Köln am Rhein am größten Fluss in Deutschland.

Flüsse waren bis zur Erfindung der Eisenbahn die einzigen Transportwege, auf denen Menschen Güter und Waren über längere Distanzen verschiffen konnten.

Das ist der Grund, warum sich unsere Urahnen an Flüssen ansiedelten.
Mit Hafenstädten am Meer war es der gleiche Grund von Ansiedlung.

15:54, Kritikunerwünscht

>>Natürlich ist es für die Betroffenen schwierig oder teilweise finanziell unmöglich, woanders neu zu bauen. Doch hier sind der Staat, die Länder und Kommunen in der Pflicht. Sie haben es zugelassen oder selbst initiiert, dass dort gebaut worden ist, wo nicht gebaut werden dürfte oder zumindest nach menschlichem Ermessen nicht gebaut werden sollte. Irgendwie waren unsere Urahnen klüger als wir.<<

Bad Münstereifel, Ahrweiler und Schuld, um nur drei stark betroffene Orte zu nennen, wurden von unseren Urururur.....urahnen genau dort gebaut, wo sie jetzt weggespült wurden.

Schlagen Sie mal nach, wie alt diese Orte sind.

@schabernack - Wir brauchen langfristige Lösungen.

15:37 von schabernack:
"Wohin lässt man Starkregen denn 'kontrolliert abregnen', wenn sich das Tiefdruckgebiet mehrere Tage lang kaum bewegt, und quasi ortsfest immer über der gleichen Region verharrt …?"

Tiefdruckgebiete sind weitaus größer als die von Starkregen betroffene Region. Wenn sich so etwas über dem Einzugsgebiet eines Flusses abzeichnet, kann man vielleicht schon vorher aktiv werden, um den Regen großflächiger zu verteilen.

Ob sich das in den kommenden Jahren oder Jahrzehnten umsetzen lässt, weiß ich nicht. Aber sie werden mir zustimmen, dass es irgendwelche langfristigen Lösungen geben muss.

Die Zuständigkeit für Wasserbaumaßnahmen ist falsch angelegt

in Deutschland. Die Einen fordern mehr Zentralsteuerung, wobei die Zentrale die Ortsverhältnisse nicht gut kennen kann. Die Anderen fordern die Beibehaltung des föderalen Systems, da vor Ort schneller und kennnisreicher gehandelt werden kann. Problem bei der förderalen Verantwortung sind die Verwaltungsgrenzen, Ort,Kreis,Land, die eine optimale Gesamtlösung der Baumaßnahmen pro Gewässer bei Wasserbautenvorsorge zu oft verhindern. Die Zuständigkeit der Vorsorgegestaltung für Gewässer und Wasserabläufe müsste nach den Wasserscheidegrenzen festgelegt sein, sozusagen von der Quelle bis zur Mündung, vom Ablaufbeginn bis zum Ablaufende. Auch eine Finanzierung für jede Operationseinheit müsste ausreichend gegeben sein. So wäre vermieden,dass aus Geldmangel bei einem Teilstück eine notwendige Maßnahme unterbleibt oder Kompetenz/Interessenkonflikte an den förderalen Grenzen die sinnvolle Gestaltung des Wassserbaus für die gesamte Wasserrisikostrecke torpediert.

16:13 von Nachfragerin

«Tiefdruckgebiete sind weitaus größer als die von Starkregen betroffene Region. Wenn sich so etwas über dem Einzugsgebiet eines Flusses abzeichnet, kann man vielleicht schon vorher aktiv werden, um den Regen großflächiger zu verteilen.»

Menschen können Regenmengen nicht nach Belieben verteilen. Genau so wenig kann man die Sahara verlegen, weil man sie lieber woanders hätte.

Land unter

Bei Katastrophen im Ausland ist Kritik aus Deutschland, die oftmals völlig überzogen ist, sofort zur Stelle.

Da heißt es dann: "schlecht regiert" oder "unfähige Behörden" usw. Und jetzt?

Hinterher haben manche immer alles schon gewusst

So ist das fast bei jedem Ereignis egal ob Pandemie, Flutkatastrophen, Sturm, Hagel ect..
Politische Parteien wie die FDP werfen reflexartig den Regierungen versagen vor. Pseudo wissende hätten sowieso alles schon vorher besser gemacht.
Ja was denn ? Z.B. als klar war das es sehr stark regnen wird sofort all die jetzt so schlimm betroffenen Orte vollständig evakuieren und wenn es dann doch glimpflicher ausgegangen wäre die Vorwürfe der völligen Überreaktion über sich ergehen lassen.
Es ist sicher immer notwendig nach so einer Katastrophe alles auf den Prüfstand zu stellen und schauen was man zukünftig besser machen kann.
Aber diese ständige Jagd nach schuldigen nach einer Katastrophe wie es sie so einfach noch nie gegeben hat ist ein Unding.
Was ich aber für richtig finden würde wäre die Wiedereinführung der Sirenen die jeder hören kann und nicht ständig wegen irgendwelcher Warnapp,s auf sein Smartphon starren muss.

@Kritikunerwünscht - Nähe zum Wasser

15:54 von Kritikunerwünscht:
"Irgendwie waren unsere Urahnen klüger als wir."

Die historischen Hochwassermarken an alten Gebäuden sprechen dafür, dass unsere Urahnen auch nicht schlauer waren. Im Gegensatz zu uns waren sie allerdings auch auf die Nähe zum Wasser angewiesen.

Ein Umdenken bei der Bebauung wird wahrscheinlich erst einsetzen, wenn ein Ort alle paar Jahre weggespült wird. Das wird aber nicht passieren.

Möglicherweise...

trifft es wieder diese Orte und vielleicht auch andere.
Wir müssen lernen, dass wir die Natur nicht steuern können. Sie lehrt uns mit solchen Ereignissen, wie unbedeutend wir für diesen Planeten sind. Und wenn wir weiterhin, schön konsumieren und die Umwelt mehr als notwendig belasten, werden sich solche Ereignisse exponentiell wiederholen.

DWD erwartet weitere ...

Werte Mitforistin Nachfragerin:
Das Thema Rückhaltebecken haben auch schon andere angesprochen. Wo bitte, sollen in engen Mittelgebirgstälern Rückhaltebecken gebaut werden können? Gerade im Ahrtal.
Kann mir das mal jemand erklären? Und Starkregengebiete kontrolliert abregnen lassen, wie soll das gehen. Dieses Wasser muss ja auch irgendwohin. Meinen Sie vielleicht , wir könnten diese Regengebiete umleiten, was stellen Sie sich vor?

@15:54 von Kritikunerwünscht

Zitat: "Doch hier sind der Staat, die Länder und Kommunen in der Pflicht. Sie haben es zugelassen oder selbst initiiert, dass dort gebaut worden ist, wo nicht gebaut werden dürfte oder zumindest nach menschlichem Ermessen nicht gebaut werden sollte."

Am 14.7. sind Flächen überflutet worden, die bisher nie als gefährdet galten. Teils wurden alle bisherigen Maßstäbe an Wassermengen um das mehrfache übertroffen. Das heißt, alte Kriterien werden nicht mehr weiter gelten können und Flächen müssen völlig neu bewertet werden.

Insofern stimme ich Ihnen voll zu. Aber der Fehler liegt darin, dass man den Klimawandel und die damit einhergehenden neuen Wetterextreme nicht hinreichend ernst genommen und mit Sicherheitsmargen bei Planungen berücksichtigt hat. Eigentlich ein Fall von Problemverdrängung.

Das jetzige 'Aufwachen' wird sehr lange dauern und sehr schmerzhaft werden. Denn die praktischen und wirtschaftlichen Konsequenzen für neue Bebauungen werden gigantische Ausmaße haben.

16:24 von pxslo

«Land unter.
Bei Katastrophen im Ausland ist Kritik aus Deutschland, die oftmals völlig überzogen ist, sofort zur Stelle.
Da heißt es dann: "schlecht regiert" oder "unfähige Behörden" usw. Und jetzt?»

Und nun scheint bei Ihnen Land unter.

Niemand aus Deutschland hat je die USA wegen zu viel Tornado und Hurricane kritisiert. Nicht Japan wegen zu viel Erdbeben, nicht Indonesien wegen zu viel Vulkan.

Regen kommt nirgendwo hin, weil Land (x) gut oder schlecht regiert ist.
Könnte man eigentlich aber auch selbst wissen …

sicherlich kann man einiges ändern/verbessern

aber wenn 200 l Regen in 2 Tagen runter kommen
also wie soll da ne Lösung ausschauen ?
wobei vielleicht Ratschläge in Indien holen wo 3 m am Himalaya im Jahr normal sind

@ um 16:13 von fathaland slim

„ … von unseren Urururur.....urahnen genau dort gebaut, wo sie jetzt weggespült wurden.“
Stimmt.
Aber auch kein einziges Dorf unserer Urahnen wurde ohne Genehmigung des jeweiligen Häuptlings dort gebaut, wo es jetzt weggespült wurde und spätestens seit dem Mittelalter wurden „Stadtrechte“ vom jeweiligen Landes - oder Kirchenherrscher verliehen.
Also wurde ebenfalls eine Genehmigung erteilt.
Und wenn Dörfer irgendwo standen, oder auch nicht standen, wo es den Herrschern nicht gepasst hat, zB wegen Rohstoffausbeutung, wurden Dörfer auch umgesiedelt, ohne dass sich jemand wehren konnte.
Unsere heutigen Regierungen sind quasi die Rechtsnachfolger der damaligen Herrscher und in jedem Falle verantwortlich und sollten nicht nur, sondern müssen schlauer sein als ihre Vorgänger.

@15:06 von Nachfragerin

//Ich frage mich, wohin die Reise gehen wird, wenn sich solche "Jahrhundertereignisse" häufen.//

Es gibt tatsächlich Dinge, die ich nicht so genau wissen möchte.

//Werden wir die gefährdeten Flusstäler der Natur überlassen müssen? Werden die Täler mit Rückhaltebecken ausgestattet?//

Beides wäre sicher nicht verkehrt.

//Oder werden wir das Wetter lokal beeinflussen, um Starkregen kontrolliert abregnen zu lassen?//

Das wäre das mit Abstand Dümmste, was der Mensch tun könnte. Finger weg von Maßnahmen, deren Auswirkungen wir nicht einmal ansatzweise abschätzen könnte.

@schabernack - künstlicher Regen

16:22 von schabernack:
"Menschen können Regenmengen nicht nach Belieben verteilen. Genau so wenig kann man die Sahara verlegen, weil man sie lieber woanders hätte."

Es geht nicht darum, Wolken oder ganze Landstriche zu verschieben, sondern um ein frühzeitiges Abregnen, um gefährdete Regionen zu entlasten.

Stichwort: Künstlicher Regen.

Wie beim letzten mal

warnt der Wetterdienst vor Unwettern, bei der aktuellen Katastrophe wurden 200 Liter angesagt, im Internet und TV, wenn ich mich richtig erinnere.
Erreicht wurden dann 150 Liter, wenn ich das richtig weiß.
Die Fläche der Regenwolken auf dem Radar war ziemlich groß, und auch jetzt auf Wetter.com kann man sich die kritischen Stellen ansehen, wo es Rot wird.
Jeder kann sich dann für seinen Ort noch genauer informieren, ist also nicht Politik, wo es sicher Versäumnisse gibt, auf Regionaler Ebene, sonder Wetter.
Und bei kleinen Bächen ist es fast immer so, das sie über die Ufer treten, das ist schlimm, aber früher wurde immer am Bach gebaut, hatte ja Gründe.
Hoffen wir also das es nicht so heftig wird.

16:24 von pxslo

"Bei Katastrophen im Ausland ist Kritik aus Deutschland, die oftmals völlig überzogen ist, sofort zur Stelle.

Da heißt es dann: "schlecht regiert" oder "unfähige Behörden" usw. Und jetzt?"

,.,.,

Hier im Forum wird fast nur über Deutschland und dessen Regierungen samt Behörden hergezogen.

Das wissen Sie doch.

@schabernack 15:30

"Was NINA kann … weiß ich nicht."

NINA kann eine ganze Menge.

Und das, was die SMS kann, kann die auch.

NINA kann grundsätzlich alle möglichen Warnungen ausspucken, wenn man sie so einstellt.
Dann wird man bspw. auch gewarnt, wenn im Chemiewerk rosa Dampf ausgetreten ist und man Fenster und Türen geschlossen halten soll, man wird gewarnt und informiert, wenn in der Nähe eine Weltkriegsbombe gefunden wurde etc.
Außerdem haben wir ja gerade eine Pandemie, wenn ich mich nicht irre. Und so gibt NINA auch tagesaktuell für jeden konfigurierten Kreis die Coronazahlen, -informationen und die aktuellen -regeln heraus.

Das sind alles Dinge, wofür man die SMS nicht nutzen würde, da es zu irrelevant ist, um millionen Menschen damit zu belästigen.
Aber ich finde es gut, es zu haben.

Außerdem praktisch: Da mein Arbeitsplatz in zwei Städten ist, habe ich die Warnungen für die beiden Städte und außerdem den Kreis, in dem mein Elternhaus liegt, aktiviert.

@16:24 von pxslo

//Bei Katastrophen im Ausland ist Kritik aus Deutschland, die oftmals völlig überzogen ist, sofort zur Stelle.

Da heißt es dann: "schlecht regiert" oder "unfähige Behörden" usw. Und jetzt?//

Wie wäre es denn mit Beispielen?

Gewitter am Wochenende im Katastrophengebiet ?

Bisweilen ist ggf etwas Regen angesagt.

Es ist Sommer. Da kann es auch mal zu einem Gewitter kommen, auch in der Nacht.

Aber es wird keine Sintflut werden ...

Am 22. Juli 2021 um 16:08 von schabernack

" Flüsse waren bis zur Erfindung der Eisenbahn die einzigen Transportwege, auf denen Menschen Güter und Waren über längere Distanzen verschiffen konnten."

Das ist der Grund, warum sich unsere Urahnen an Flüssen ansiedelten.
Mit Hafenstädten am Meer war es der gleiche Grund von Ansiedlung. "

Genauso ist es, zusätzlich wurde ja Wasser benötigt, und Abwasser gingen ganz früher ja auch wohin, nicht so wie heute.
Und wenn man sich die Bilder ansieht, stehen da auch Fachwerkhäuser, also schon sehr alt, man kann nicht alles umsiedeln.
Man hätte aber neue Bauten in den letzten 40 Jahren verhindern können, man wusste ja um die Gefahr, die immer mal wieder auftaucht.

Hat man nicht gemacht, Gründe sind auch vielfältig, es geht am Ende immer um Geld.

16:30 von re al ist

"Wir müssen lernen, dass wir die Natur nicht steuern können. Sie lehrt uns mit solchen Ereignissen, wie unbedeutend wir für diesen Planeten sind"

,.,.,

Die Natur ist keine Person, die unterwegs ist, um Menschen klar zu machen, dass sie für den Planeten unbedeutend seien.

Zumal die Natur dann ja auch ein bisschen verblödet wäre, weil sie ja weiß, dass der Mensch ein Teil von ihr ist und sie ihn selber hervorgebracht hat.

Natürlich weiß die Natur, dass der von ihr hervorgebrachte Mensch sie auch steuert.
Schon in der Anzahl der Menschen wird sie gesteuert.

Und durch die Tatsache, dass der Mensch Medizin erfunden hat, um die Natur heile zu halten.

Sie arbeiten Hand in Hand, weil sie dieselbe Hand haben.
Es ist der MENSCH, der Tiere rettet und pflegt - das Wasser lässt sie ersaufen.

Wer da die leblose Natur verherrlichen will, die am Ende alles Lebendige besiegen wird, versteht m.E. nicht das Wesen der Natur.
Sie ist produktiv, entwickelt und entwickelt.

@Nachfragerin 16:29

"Ein Umdenken bei der Bebauung wird wahrscheinlich erst einsetzen, wenn ein Ort alle paar Jahre weggespült wird. Das wird aber nicht passieren."

Ich weiß zwar nicht, ob sich das "wird nicht passieren" auf das Umdenken oder das Alle-paar-Jahre-Wegspülen bezogen hat, möchte aber insofern widersprechen, als dass ein Umdenken bereits begonnen hat.

In Deutschland wurden Flächen bereits neu bewertet und tlw. neu als Retentionsflächen deklariert. Natürlich nicht flächendeckend, aber immerhin.

Ein Umdenken hat in der Tat nach den Oder- und Elbehochwassern langsam angefangen einzusetzen.

Zur Informationslage dürfte es dieses Mal keine Probleme bei der Meldekette geben. Ja das hoffe ich auch!!!

Der Klimawandel ist real !

Schon mal die erste Hürde genommen ...

Es gibt, wie die Daten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen belegen, auch deutliche Hinweise auf einen maßgeblichen anthropogenen Einfluss. Check !

Alles in allem geht dies - gefühlt - einher mit einer zunehmenden Häufigkeit von Extremwetterereignissen. Es gibt viele ernstzunehmende Leute die das behaupten, es ist nicht mein Forschungsgebiet, ich will es mal glauben.

ABER: wir hatten in Deutschland auch bereits einen „Klimawandel“, wenn auch nicht so rasch: nämlich das Ende der „Mittelalterlichen Warmzeit“.

Dieser hat zu weit massiveren Naturkatastrophen als denen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen geführt, u.a. verheerende Sturmfluten über 5 Jahrhunderte lang mit etwa 500.000 Toten - für die damalige Zeit eine gigantische Zahl!

Auch das ist ein wissenschaftlicher Fakt.

Und im Ahrtal sind 1804 (davor war 1601 ein ähnliches Ereignis) „nur“ 63 Menschen ums Leben gekommen, 129 Häuser weggeschwemmt, 469 Häuser beschädigt ...

16:29 von Nachfragerin

«Im Gegensatz zu uns waren sie [unsere Vorfahren] allerdings auch auf die Nähe zum Wasser angewiesen.»

Das sind wir heute Lebenden ganz selbstverständlich immer noch.

"Schifffahrt" müsste auch Ihnen bekannt sein.
So was gibt es immer noch. Trotz Auto, Eisenbahn, Flugzeug.

Nun waren es kleinere Flüsse, die über die Ufer traten. Es können aber auch (mal wieder) die Oder oder der Rhein sein. Brauchen wir auch nicht mehr, die doofen großen Flüsse.

Mannheim / Ludwigshafen, Köln und Düsseldorf geben wir auf als Städte.
Alle zu nah am Fluss. Viel zu nah dran. Und Fluss viel zu groß …

Hilfe

Am 17. Juli auf RND:
"Denn die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigten, dass Sirenen mit ihrem Weckeffekt auch Teile der Bevölkerung zügig und zuverlässig warnen könnten, die andere Warnmittel – etwa per Smartphone – nicht nutzen."
Was wurde getan? Warum wurden die Erfahrungen nicht umgesetzt?
Vorschlag: Zinslose Kredite den geschädigten Bürgern gewähren. Das wäre solidarisch. Die Sparkassen und Banken brauchen das Geld nicht bunkern und Strafzinsen den Bürgern aufbürden.

bis Sa viel vom Sperrmüll wegbringen !

Ich drück ganz fest die Daumen, dass man es schafft, bis Samstag Mittag die ganzen bereits schon säuberlich aufgetürmten Sperrmüllberge beseitig zu haben (dh möglichst viel davon , auch bei Flutlicht ec ) . (Ab dann alle sich in Sicherheit bringen .. )

- Bin kein Experte , aber anscheinend sind die gefährdeten Regionen wohl eher dort, wo man Starkregen vorhersagen kann - wegen Erdrutsch (nicht wie früher: Hochwasser wo die großen Flüsse von den Bergen viel mitgenommen haben.. )

PS: Hab gute Erfahrung mit dieser Seite
Wetter Online

@DrBeyer 16:48 rosa Dampf auf NINA

die meinen damit wohl Stickoxide? Aber die sind nicht rosa. Aber vielleicht heißt die Werksleiterin Rosa Dampf?

@16:15 von sikgrueblerxyz

"... Die Zuständigkeit für Wasserbaumaßnahmen ist falsch angelegt ..."

Nee.
Ist Alles gut.

Es fehlt der Mut der Verantwortlichen bauliche Maßnahmen zum Überflutungsschutz der Städte/Gemeinden/Dörfer direkt vor Ort umzusetzen.

Desgleichen gilt für Überflutungflächen.
Bäche und Flüsse stauen sich nunmal bei Starkregen auf, und da bedarf es Schleusen.
Und solche Schleusen gibt es schon lange nicht mehr.

Wer sich mal die alten Wassermühlen und Wassermühlenteiche anschaut, weis wie es geht. Nur hier wurde der Wasserspiegel der Teiche geregelt ...

Und die Überflutungsflächen können Bauern zur Verfügung stellen.
Nur die Verantwortlichen müssen diesen Bauern im Falle der Überflutung dann auch den Schadensersatz gesichert gewähren.
Auch hier fehlt es an Mut.

@Möbius 16:58

"Alles in allem geht dies - gefühlt - einher mit einer zunehmenden Häufigkeit von Extremwetterereignissen."

Nein, nicht nur gefühlt.

Das ist statistisch untermauert. Die Anzahl und Stärke von Extremwetterereignissen hat deutlich zugenommen.

"ABER: wir hatten in Deutschland auch bereits einen „Klimawandel“, wenn auch nicht so rasch: nämlich das Ende der „Mittelalterlichen Warmzeit“.

Da kommt es ja endlich wieder, das "Argument" der Verharmloser ...
Bringt uns nur leider nicht weiter.

@Anna-Elisabeth, 16:42 (re @15:06 von Nachfragerin)

//Ich frage mich, wohin die Reise gehen wird, wenn sich solche "Jahrhundertereignisse" häufen.//

"Es gibt tatsächlich Dinge, die ich nicht so genau wissen möchte."

Dieses "Lieber-nicht-wissen-wollen" halte ich für einen Fehler. Denn nur wenn man sich selbst an der Ausarbeitung der "Reiseroute" beteiligt und das nicht irgendwelchen auf mehr oder weniger (meist weniger) demokratische Weise ins Amt gekommenen "Häuptlingen" überlässt hat man auch Einfluss darauf, wohin die Reise geht. Und bekommt sein Ziel nicht diktiert oder "zugewiesen" und wird auch nicht dorthin "getragen" bzw. gezerrt.

@spax-plywood 17:03

"@DrBeyer 16:48 rosa Dampf auf NINA

die meinen damit wohl Stickoxide? Aber die sind nicht rosa. Aber vielleicht heißt die Werksleiterin Rosa Dampf?"

Nein, ich meinte keine Stickoxide, sondern ganz allgemein irgendetwas mehr oder weniger Schlechtes. Das mit dem rosa Dampf war meine Art Humor. Sorry ...

Aber die Werksleiterin war auch nicht schlecht ... :)

Behauptete ein Biologe der gleichzeitig Heimatkundler für das Ahrtal ist in einem anderen Medium.

Ich halte das für sehr plausibel !

Diese Rückhaltebecken wurden nach dem verheerenden Hochwasser von 1910 geplant und sollten eine Kapazität von insgesamt 11.5 Mio cbm haben.

Der Kollege meinte, das man diese deshalb nicht gebaut hätte weil man lieber den „Nürburgring“ bauen wollte (1928). So hätte er es selbst im Heimatmuseum gelesen.

Ich halte das für glaubhaft. Man sollte, wie er vorschlug, zB Weinberge auch quer bewirtschaften. Andere Pflanzungen anlegen etc. Man kann viel tun, es waren nicht nur „fehlende Sirenen“ etc.

Gewittergefahr ?

Gab es auch vor der Klimahysterie.
Wie wäre die Flut gewesen wenn De seit 1950 klimaneutral gewesen währe?
Genau so.
Wie wäre Sie wenn wir keine Windräder, Solaranlagen gebaut hätten
Genau so.
Der einzige unterschied ist das wir vieliecht und Bürger nicht so ausgebeutet und unser Infrastruktur und Hilforganisationen kapput gespart hätten

@16:29 von Löwe 48

//Ja was denn ? Z.B. als klar war das es sehr stark regnen wird sofort all die jetzt so schlimm betroffenen Orte vollständig evakuieren und wenn es dann doch glimpflicher ausgegangen wäre die Vorwürfe der völligen Überreaktion über sich ergehen lassen.//

Man soll ja nicht von sich auf andere schließen, aber ich werde lieber hundertmal umsonst gewarnt als einmal zu wenig.

//Was ich aber für richtig finden würde wäre die Wiedereinführung der Sirenen die jeder hören kann und nicht ständig wegen irgendwelcher Warnapp,s auf sein Smartphon starren muss.//

Vor allem im Schlaf dürfte sich wohl niemand für die App interessieren.

Keine Wunder erwarten

Bei aller Technik sollte man bezüglich der Vorhersagbarkeit von lokalen Katastrophen keine Wunder erwarten. Man kann wissen, wo es ungefähr wie viel regnen wird. Aber welcher kleine Bach davon über die Ufer tritt, wo es einen Erdrutsch gibt oder ob, wie in Erftstadt die Kante einer Grube abrutscht, kann wirklich keiner wissen. Wenn man jetzt jedes Mal wenn Starkregen angesagt ist, die halbe Eifel evakuieren würde, würde spätestens beim zweiten Mal, wo dann nichts passiert ist, keiner mehr sein Haus verlassen.

Schließlich gibt es in NRW und Rheinland-Pfalz auch Orte, in denen wenig passiert ist.

Wenn es nachts passiert, schaut auch keiner auf seine SMS. Lokales THW und Feuerwehr sind Freiwillige, die u.U. selbst betroffen sind.

Es ist immer leicht, im Trockenen zu sitzen und wohlfeile Forderungen zu stellen. Aber wenn ein Ort absäuft, weil sich ein Bächlein unter einer blockierten Brücke aufstaut, dann gibt es keine Vorwarnung.

Verbesserungen mögen möglich sein, Wunder gibt es nicht

@16:08 von schabernack

"... Unsere Urahnen haben alle die Städte an kleinen und großen Flüssen an den Stellen und Orten gegründet, wo sie auch heute noch sind ..."

Fragt sich nur, wieso die Burgherren ihre Burgen immer auf Gipfeln oder zumindest möglichst hoch gelegen gebaut haben ...

Einerseits waren sie so Gott näher ...

Andererseits muss es aber aufgefallen sein, dass das Regenwasser von oben nach unten den Berg runterläuft, und dass ein Erdrutsch vom Gipfel eines Berges in Richtung Tal eher seltener ist, und somit die Burgen als militärische Befestigung besser in Takt blieben.
Das müssen gar die Kelten schon gesichtet haben. Denn sie bauten ihre Wallanlagen auch auf erhöhtem Gelände ...

Davon konnte in Down-Town unterhalb der Burgen keine Rede sein ...

@NeNeNe 17:01

"Was wurde getan? Warum wurden die Erfahrungen nicht umgesetzt?"

Was soll denn so pauschale Diffamierung bringen?
Wie wär's denn mal mit ein wenig Sachlichkeit?

In den letzten Jahrzehnten wurde der eine oder andere Fehler gemacht. Bei den Sirenen hat man es doch längst realisiert, dass es ein Fehler war, sie abzuschrauben, und hat längst begonnen, modernere Versionen davon wieder anzuschrauben.

In meiner Stadt betrifft das immerhin ca. 70 Stück, die (wenn ich mich nicht täusche) bis Ende des Jahres installiert sein sollen. Vor ein paar Monaten waren es schon mehr als 40.
Es gibt bei uns auch inzwischen schon seit mehreren Jahren wieder an jedem ersten Sonnabend im Monat um 12 Uhr einen Probealarm.

15:30 von schabernack

Über Cell Broadcast lassen sich Warnmeldungen entweder regional oder deutschlandweit innerhalb von Sekunden verschicken. Dafür gibt es einen extra Kanal. Bei der höchsten Warnstufe ertönt auch bei auf lautlos gestellten Geräten ein Signal. (https://fsfe.org/news/2020/news-20201112-01.de.html)
Wenn Unwetter angesagt ist, sollte man das Empfangsgerät also am Bett liegen haben.

Die Sireneninfrastruktur wird zudem wieder aufgebaut werden. Das BBK ist seit zwei Monaten bei der Bestandsaufnahme, die Ende des Jahres abgeschlossen werden soll. Dann benötigen wir als Bürgerin/Bürger aber auch Informationen, was welches Signal bedeutet.

Über die ÖR-Kanäle könnte es verstärkt Warnmeldungen geben.

Vielleicht sollten die Bürgermeister:innen in gefährdeten Orten, sofern man das einschätzen kann, ein Satellitentelefon besitzen.

@17:08 von Möbius

"Regenrückhaltebecken hätten evtl. Katastrophe verhindern können"

Soweit die Theorie. In Bayern wird jetzt seit 8 Jahren über den Bau solcher Becken gestritten. Dort wo sie gebaut werden sollen gibt es hartnäckigen Widerstand. Unser Wirtschaftsminister Aiwanger ist deren Wortführer in der Regierung. Lokalpolitiker, Bauern, Grundstückseigentümer erklären die Becken für unnötig. Rückhaltebecken an der oberen Donau verhindern Hochwasser weiter unten. Das ist denen oben aber egal.

@17:06 von Nettie

//Dieses "Lieber-nicht-wissen-wollen" halte ich für einen Fehler. Denn nur wenn man sich selbst an der Ausarbeitung der "Reiseroute" beteiligt und das nicht irgendwelchen auf mehr oder weniger (meist weniger) demokratische Weise ins Amt gekommenen "Häuptlingen" überlässt hat man auch Einfluss darauf, wohin die Reise geht. Und bekommt sein Ziel nicht diktiert oder "zugewiesen" und wird auch nicht dorthin "getragen" bzw. gezerrt.//

Im Prinzip haben Sie natürlich recht, aber mein Nicht-wissen-wollen bezieht sich auf die Folgen des Klimawandels. Ich gehöre nun mal zu den Pessimisten, die behaupten: Es ist längst fünf NACH zwölf. Schon vor Jahrzehnten warnten Wissenschaftler, dass es fünf vor zwölf sei. Die Zeit ist seither aber nicht stehengeblieben.

16:43 von Nachfragerin

«Es geht nicht darum, Wolken oder ganze Landstriche zu verschieben, sondern um ein frühzeitiges Abregnen, um gefährdete Regionen zu entlasten.
Stichwort: Künstlicher Regen.»

Da jagen Sie mal einige Tonnen Silberjodid in die Wolken.

In China um Peking macht man das immer jedes Jahr, damit es die Parade zum Jahrestag in Peking nicht veregnet. Damit hat man im Umland dann mal die Region überflutet. Aber das wollte dann auch niemand gewesen sein.

Regnet man das Zeug halt schon im Süden ab, und setzt Bayern unter Wasser. Kommt der Kram von Norden, flutet man Schleswig-Holstein.

Wären einige meiner Paddelreviere vor den Toren von Köln nun nicht verwüstet. Könnte ich mich freuen, und erst mal weiter auf Erft oder Ahr paddeln. Besser für das Land ist es aber auch nicht, wenn man statt der Flüsse in den Mittelgebirgen im Westen dann die in den Mittelgebirgen im Süden die Landschaft verwüsten lässt.

Und billiger für die Volkswirtschaft wird das auch nicht.
Nur dann woanders kaputt …

16:43 von Nachfragerin

>>Es geht nicht darum, Wolken oder ganze Landstriche zu verschieben, sondern um ein frühzeitiges Abregnen, um gefährdete Regionen zu entlasten.<<

Dass da noch niemand drauf kam!
Die Belgier wären sicherlich begeistert gewesen, hätten wir denen "unsere" 100l/qm zusätzlich beschert.

Am 22. Juli 2021 um 17:08 von Möbius

Zitat: Regenrückhaltebecken hätten evtl. Katastrophe verhindern können. Behauptete ein Biologe der gleichzeitig Heimatkundler für das Ahrtal ist in einem anderen Medium.

Unser Wasserverband hat heute in der Zeitung genau das Gegenteil berichtet.

Nach einem schweren Hochwasser in dem 80er Jahren seien Regenrückhaltebecken gebaut worden. Sie seien in der Lage mit einem 100jähriges Hochwasser fertig zu werden. Bei einer Wetterlage wie dieser Tage im Ahrtal wären sie jedoch höllisch überfordert. Die harmlosen Nebenbäche unseres harmlosen Flüsschens würden sich zu reißenden Wassern entwickeln, denen kein Regenrückhaltebecken standhalten könne. Eine Katastrophe sei in solchen Fällen zu erwarten.

Infektion

Die Erde ist massiv mit Homo Sapiens infiziert, so langsam fährt sie ihre Immunsystem hoch.

@0_Panik 17:14

"Fragt sich nur, wieso die Burgherren ihre Burgen immer auf Gipfeln oder zumindest möglichst hoch gelegen gebaut haben ...
[...]
Andererseits muss es aber aufgefallen sein, dass das Regenwasser von oben nach unten den Berg runterläuft, und dass ein Erdrutsch vom Gipfel eines Berges in Richtung Tal eher seltener ist"

Oh, da kommen ja ziemlich gewagte Thesen auf ...

Dass die mittelalterlichen Burgen auf dem Berg liegen, hatte mit Regen oder Erdrutschen aber auch mal gar nix zu tun, sondern einfach nur damit, dass man von einem erhöhten Punkt aus die Gegend besser überblicken und vor allem seine Burg viel besser verteidigen kann.

Habe eben mal beim DWD geschaut

***Weitere Entwicklung der WETTER- und GEFAHRENLAGE
bis Montag, 26.07.2021
Am Sonntag nur im Osten eine geringe Gewitterneigung, sonst zahlreiche kräftige Gewitter. Im Süden und Südosten dabei Gefahr von Starkregen, lokal auch heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen, vereinzelt sind auch schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen. Im Westen und Nordwesten Starkregen oder heftiger Starkregen, lokal kann bei wiederholt auftretenden Gewittern auch extrem heftiger Starkregen nicht ausgeschlossen werden. Dazu Hagel und Sturmböen.
Im Südosten und Teilen des Ostens erhöhte Wärmebelastung möglich.
Am Montag vielerorts weitere kräftige Schauer und Gewitter mit Starkregen, lokal heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen. Vor allem im Südosten und äußersten Osten sind auch mehrstündiger Starkregen oder heftiger Starkregen möglich.***

Es dürfte kaum möglich sein, überall im Land so zu bauen, dass man den möglichen Verwüstungen dauerhaft entkommt.

17:09 von werner1955

>>Der einzige unterschied ist das wir vieliecht und Bürger nicht so ausgebeutet und unser Infrastruktur und Hilforganisationen kapput gespart hätten<<

Puh. Und was soll dieser Satz aussagen?

@Tremiro - Weiterdenken!

17:19 von Tremiro:
"Die Belgier wären sicherlich begeistert gewesen, hätten wir denen 'unsere' 100l/qm zusätzlich beschert."

Sie dürfen auch einen Schritt weiterdenken. Das in Deutschland abgeregnete Wasser ist schließlich nicht kurz zuvor in Belgien verdunstet.

Ich freue mich übrigens auch über konstruktive Gegenvorschläge.

16:29 von Löwe 48........ Sirenen ???

Zitat:"Was ich aber für richtig finden würde wäre die Wiedereinführung der Sirenen die jeder hören kann und nicht ständig wegen irgendwelcher Warnapp,s auf sein Smartphon starren muss."
Man könnte auch überlegen, die quäkenden Sirenen durch besprechbare Lautsprecher zu ersetzen. Warntöne könnte man damit wahrscheinlich ebenfalls aufschalten. Bei besprechbaren Lautsprechern ersparen wir uns die Schulung der Bevölkerung, was die Sirenentöne zu bedeuten haben, weil gleich Klartext gesprochen würde. Außerdem würde man den beanspruchten Hochwasserhilfskräften die Zeit ersparen, die Menschen erst aufwendig mit Megaphonen zur Evakuierung auffordern zu müssen.

17:14 von 0_Panik

>>Fragt sich nur, wieso die Burgherren ihre Burgen immer auf Gipfeln oder zumindest möglichst hoch gelegen gebaut haben ...<<

Der einzige Grund war die bessere Möglichkeit der Verteidigung. Hochwasser wurde weder von den Burgherren noch von den Kelten berücksichtigt.

@DrBeyer 17:05 Uhr: ich verharmlose garnichts

Aber wir haben erst seit etwa 1880 Wetteraufzeichnungen.

Und was ich sage, ist: in Deutschland gab es seit dem Mittelalter bedeutend schlimmere Naturkatastrophen als das was wir jetzt hier leider wieder erleben mussten.

Erst seit dem 18. Jahrhundert ist da wieder etwas Ruhe eingekehrt.
Und daran hat sich auch bis heute - gottlob - nichts wesentliches geändert:

Die einzige Sturmflut mit mehr als 1.000 Toten in den letzten 250 Jahren war 1953 ...

@schabernack - Starkregen im Flachland

17:18 von schabernack:
"Kommt der Kram von Norden, flutet man Schleswig-Holstein."

Das wäre doch besser, oder? Ich war lange nicht dort, habe SH aber als eher flaches Land in Erinnerung. Reißende Ströme in engen Tälern wird es dort nicht geben.

Aber beißen Sie sich nicht an der Wetterbeeinflussung fest. Das war ja nur eine von mehreren Möglichkeiten, solche Katastrophen in Zukunft zu verhindern.

SMS fuktioniert nur bei aktivem Mobilnetz ....

... und das braucht Stromversorgung! Ohne Strom funkt keine Basisstation. Das Problem war meist der Stromausfall, der schon am frühen Abend des Starkregens viele Orte betraf - und da war dann auch das Mobilnetz tot. Viele Orte haben nur einen Funkmast erreichbar, und wenn der stromlos ist, gibt es auch keine Notruf-Möglichkeit oder SMS- Erreichbarkeit. Der Gesetzgeber hat darauf verzichtet, den Netzbetreibern eine Pflicht zur Notstrom-Versorgung aufzuerlegen. Das rächt sich jetzt bitter!

15:47 von Gregory Bodendorfer

Die Flutkatastrophe zeigt aber doch auch die enorme Hilfsbereitschaft und Solidarität der Menschen untereinander. Das ist empfinde ich als sehr hoffnungsvollen Aspekt, der meinen "Glauben" an das positiv Menschliche stärkt. M.E. wird sich der Mensch immer zwischen zwei Polen ausrichten. Wenn wir nur das Negative betrachten, finden sich viele Gründe zum verzweifeln. Es gibt aber auch die motivierende Seite.

Man hat ja tatsächlich Regenrückhaltebecken im Ahrtal auch gebaut. Aber waren sie groß genug, waren sie richtig platziert ?

Ich weiß es natürlich auch nicht. Aber ich finde man sollte diese Frage mal von Hydrologen untersuchen lassen.

Das Problem ist im Ahrtal wohl trotz des relativ kleinen Einzugsgebiets von 900 Quadratkilometern der wasserundurchlässige Gesteinsuntergrund ..,

Und klar, es gibt vor Ort immer Widerstand gegen solche Maßnahmen, von denen evtl. die Menschen erst zwei oder mehr Generationen später profitieren werden.

17:20 von Marta Pfahl 01

«Die Erde ist massiv mit Homo Sapiens infiziert,
so langsam fährt sie ihre Immunsystem hoch.»

Noch massiver ist die Erde mit diesen ganzen erbärmlichen Mosquitos infiziert. Dagegen fährt die Erde ihr Immunsystem aber genau so wenig hoch, wie gegen Homo Sapiens nicht.

An den Polen abgeflachte Bälle, die im Universum reisen, haben kein Immunsystem.

@15:26 von skydiver-sr

>> Der Klimawandel ist nicht zu stoppen

...aber wir Menschen könnten (wenn wir denn wollten) eine weitere Verschärfung abmildern. Das erfordert natürlich eine radikale Änderung unserer Lebensweise.

Das konnten wir ja an Corona sehen:
Auf der einen Seite, wie sauber die Luft auf einmal ist, wenn kaum noch Autos, Kreuzfahrtschiffe und Flugzeuge verkehren. =)
Auf der anderen Seite, wieviele Egoisten unbedingt in den Urlaub fliegen müssen. =(

Gewitter, Sturmböen, Hagel,

Gewitter, Sturmböen, Hagel, Starkregen - da bin ich mal gespannt, wie viel all die Solaranlagen auf unseren Dächern aushalten.

Habe eben mal flüchtig nachgeschaut:
***Ein gewöhnliches Gewitter mit Hagel überstehen moderne Photovoltaikanlagen somit problemlos. Ausgenommen davon sind selbstverständlich Extremwetterereignisse wie jene des 28. Juli 2013. An diesem Tag schlugen in Südwestdeutschland Hagelkörner so groß wie Tennisbälle auf den Dächern ein. In wenigen Minuten kam es zu Schäden von weit über einer Milliarde Euro. An diesem Tag gingen auch einige Solaranlagen zu Bruch – allerdings vor allem solche, mit billigen und falsch montierten Modulen...***

Wenn die Unwetter häufiger werden, kann es auch mit unserer Stromversorgung eng werden. Wenn es zu heftig wird, müssen ja auch die Windräder abgeschaltet werden.
Photovoltaikanlagen muss man übrigens extra versichern.

um 17:03 von 0_Panik ..... alles gut???,nein

zitat:"... Die Zuständigkeit für Wasserbaumaßnahmen ist falsch angelegt ..."

Nee.
Ist Alles gut.

Es fehlt der Mut der Verantwortlichen bauliche Maßnahmen zum Überflutungsschutz der Städte/Gemeinden/Dörfer direkt vor Ort umzusetzen. "
Es fehlt nicht immer an Mut, es ist oft auch Interessenkonflikt. Ich habe eine Dokumentation gesehen (Ich glaube es war Phönix), wo ein Bürgermeister in seinem Ort an der Ortsgrenzen einen Ablaufgraben erweitern wollte und eine zu kleine Brücke entfernen wollte. Dies hat der Kreis nicht zugelassen. Ergebnis: Bei starken Regenfällen staut sich das Wasser an der Engstelle und sucht sich den Weg, der die Bürger der Stadt mit Wasserschäden überzieht.

@17:14 von 0_Panik

>> Fragt sich nur, wieso die Burgherren ihre
>> Burgen immer auf Gipfeln oder zumindest
>> möglichst hoch gelegen gebaut haben ...

Ähh, aus militärtaktischen Gründen? oO

@17:14 von DrBeyer

Ihre Kritik entbehrt jeder Sachlichkeit. An jedem Samstag des Monats Probealarm in Ihrer Stadt. Da hinkt Ihr Landkreis weit zurück. Im Osten sind sie weiter. Da sind jeden Mittwoch die Sirenen zu hören und das in jedem Dorf und jeder Stadt.

@schabernack - Häuser im Überflutungsgebiet

17:00 von schabernack:
"'Schifffahrt' müsste auch Ihnen bekannt sein."
> Es ging um die historische, aber heute nicht mehr gegebene Notwendigkeit, dicht am Wasser siedeln zu müssen. Das hat absolut gar nichts mit der heutigen Schifffahrt zu tun. Seit der Erfindung von Pumpen und Wasserrohren können Häuser in beliebiger Entfernung zu Gewässern stehen.

"Brauchen wir auch nicht mehr, die doofen großen Flüsse. [...] Mannheim / Ludwigshafen, Köln und Düsseldorf geben wir auf als Städte."
> Ihre Vorschläge sind weder konstruktiv, noch lustig.

Klimawandel?

ist der viel beschworene Klimawandel schuld an Flussbegradigungen, betonierten Bachläufen, verschwundene Auen, verdichteten Böden, Bebauung am Flussufer, veralteter Kanalisation, ... ?
Gegen den Klimawandel kann man nichts tun, was man bisher angeblich dagegen tut, ist dem Bürger zusätzliches Geld aus der Tasche zu ziehen, aber man kann einiges tun, um mit den angeblichen Folgen des Klimawandels zu leben.

17:33 von Nachfragerin

«Das wäre doch besser, oder? Ich war lange nicht dort, habe SH aber als eher flaches Land in Erinnerung. Reißende Ströme in engen Tälern wird es dort nicht geben.»

Erftstadt und Stolberg bei Aachen liegen auch im Flachland, wie es noch flacher kaum sein könnte. Kleiner als Erft als Fluss geht kaum, nur die Swist kann das. Beide zusammen haben sie die Städte Swisttal und Erftstaft platt gemacht. Die A1 und die A61 in Teilstücken unterspült, und zig Kilometer Bahngleise komplett verrissen.

Weil es der Erft so lustig war, hat sie dann auch noch Teile des Braunkohletagebaus ganz in der Nähe geflutet.
Wemma schon mal dabei ist … warum auch nicht.

@möbius 17:39

Bei 900 km² Einzugsbereich und 100 Litern pro m² Niederschlag müssen 90 Mio. m³ Wasser irgendwo hin. Die Möhnetalsperre fasst 140 Mio m³ und die ist recht groß (und schon einmal komplett ausgelaufen, beim "Chastise Raid" 1943).

17:29 von Möbius @DrBeyer 17:05 Uhr

//Aber wir haben erst seit etwa 1880 Wetteraufzeichnungen.

Und was ich sage, ist: in Deutschland gab es seit dem Mittelalter bedeutend schlimmere Naturkatastrophen als das was wir jetzt hier leider wieder erleben mussten.

Erst seit dem 18. Jahrhundert ist da wieder etwas Ruhe eingekehrt.
Und daran hat sich auch bis heute - gottlob - nichts wesentliches geändert:

Die einzige Sturmflut mit mehr als 1.000 Toten in den letzten 250 Jahren war 1953 ...//

Könnten Sie bitte künftig Ihre Quellen angeben?
Ich habe gerade bei Wiki gelesen:
***Die enorme Wucht des Orkans führte zu einer zuvor noch nicht beobachteten Tideanomalie. ....
In Hamburg[4] und an vielen weiteren Pegeln stellt das Capella-Ereignis den bis Mitte der 2010er Jahre höchsten je gemessenen Pegel dar und übertraf zumindest alle Fluten seit 1825.***

@schabernack, 15:30

"Zwangsweise von allen Telefonanbietern auf alle SIM-Karten gleichzeitig gesendete SMS nennt man "Push-SMS". Bekommt die wer in einer nicht gefährdeten Region. Egal … open and don't care about.
So ist das System der Benachrichtigung in Japan"

Vernünftig. Besser jeder ist informiert - auch wenn nicht jeder diese Warnmeldung braucht - als einer zuwenig.

17:54 von Nachfragerin / @schabernack, 17:00

«> Es ging um die historische, aber heute nicht mehr gegebene Notwendigkeit, dicht am Wasser siedeln zu müssen. Das hat absolut gar nichts mit der heutigen Schifffahrt zu tun. Seit der Erfindung von Pumpen und Wasserrohren können Häuser in beliebiger Entfernung zu Gewässern stehen.»

Häfen und Anlegestellen können aber nicht beliebig weit vom Fluss weg sein. Soll das Schiff auf Stelzen zum Hafen laufen, um denn 1 km weit weg im Hinterland entladen zu werden …

«Brauchen wir auch nicht mehr, die doofen großen Flüsse. [...] Mannheim / Ludwigshafen, Köln und Düsseldorf geben wir auf als Städte.»

«Ihre Vorschläge sind weder konstruktiv, noch lustig.»

Das war kein Vorschlag, sondern die pure Verzweiflung des Kölners an die Irrgläubigen, man müsste heutzutage nur weit genug weg von allen Flüssen, und oben auf Hügeln wird alles wieder gut.

Lustig ist das sowieso längst nicht mehr.
Es ist alles nur noch zum Heulen mit den Maniacs.
Nur weit weg vom Fluss kann Leben gut sein …

@17:44 von schabernack 17:20 von Marta Pfahl 01

//Noch massiver ist die Erde mit diesen ganzen erbärmlichen Mosquitos infiziert. Dagegen fährt die Erde ihr Immunsystem aber genau so wenig hoch, wie gegen Homo Sapiens nicht.//

Na ja, diese unsympathische Spezies pustet aber auch kein CO2 oder CH4 in die Luft. Oder doch? Ich weiß es nicht.

Ich halte ja auch nicht viel davon, der Natur menschliche Eigenschaften aufs Auge zu drücken, aber das mit dem Immunsystem war doch sicher nur als Metapher gedacht.

Der Boden selbst hat allerdings auch eine gewisse Wasseraufnahmekapazität. Wenn er komplett ausgetrocknet war nach der Hitzewelle war diese vielleicht gar nicht mal so hoch.

Ich glaube übrigens auch nicht, dass man die Rechnung so aufmachen kann wie Sie das getan haben, weil ich mir schwerlich vorstellen kann das auf den ganzen 900 Quadratkilometern solche Niederschlagsmengen herunterkommen.

18:07 von Anna-Elisabeth

Ich habe gerade bei Wiki gelesen:
***Die enorme Wucht des Orkans führte zu einer zuvor noch nicht beobachteten Tideanomalie. ....
In Hamburg[4] und an vielen weiteren Pegeln stellt das Capella-Ereignis den bis Mitte der 2010er Jahre höchsten je gemessenen Pegel dar und übertraf zumindest alle Fluten seit 1825.***
#
Wobei ich anmerken möchte,von Klimawandel war 1962 noch nicht die Rede. Gruß

17:28 von Nachfragerin

> Sie dürfen auch einen Schritt weiterdenken. Das in Deutschland abgeregnete Wasser ist schließlich nicht kurz zuvor in Belgien verdunstet.

Dann wäre es in jedoch Ordnung gewesen?

> Ich freue mich übrigens auch über konstruktive Gegenvorschläge.

Ich freue mich zunächst auf einen konstruktiven Vorschlag Ihrerseits. Dann, und erst dann, können Sie von uns Gegenvorschläge erwarten.

18:03 von spax-plywood

«Bei 900 km² Einzugsbereich und 100 Litern pro m² Niederschlag müssen 90 Mio. m³ Wasser irgendwo hin. Die Möhnetalsperre fasst 140 Mio m³ und die ist recht groß …»

Das ist egal, wo das Wasser hin soll.
Hauptsache raus aus den Wolken.
Und nicht in die Ahr oder in die Erft rein.

@ kinglouis, um 08:11

Sie sind rekordverdächtiger Argumentjongleur.
Schauen Sie sich gelegentlich doch mal eine der inzwischen zahlreichen wissenschaftlich (nicht alles verleugnende!) fundierten Sendungen an, in denen zwar diese Katastrophe nicht direkt(!) ursächlich auf den Klimawandel zurückgeführt, aber in ihrem Ausmaß sehr wohl als damit zusammenhängend erklärt wird.

“Kannste nix machen...“ - ja, der Zeitpunkt rückt allerdings näher. Da könnten Sie dann demnächst Recht haben.

17:33 von Nachfragerin

> "Kommt der Kram von Norden, flutet man Schleswig-Holstein."

> Das wäre doch besser, oder?

Oh ja, eine brilliante Idee. Wählen wir ein Bundesland aus (möglichst ein gebrauchtes) und fluten es. Meine Eltern aus SE werden begeistert sein.

> Ich war lange nicht dort, habe SH aber als eher flaches Land in Erinnerung.

Fahren Sie mal nach Ostholstein. Oder weiter südlich, wenn ich an die Trave in Bad Segeberg oder Bad Oldesloe denke dann wird Ihre Idee nicht aufgehen. Oder sollen beide Städte weg? Was haben wir Ihnen getan?

>Aber beißen Sie sich nicht an der Wetterbeeinflussung fest. Das war ja nur eine von mehreren Möglichkeiten, solche Katastrophen in Zukunft zu verhindern.

Was haben Sie denn sonst noch vor? Zum Glück wird es nicht funktionieren.

Da es für stetige elektrische

Da es für stetige elektrische erneuerbare Energieversorgung gigantische Speicher für Dunkel- und Windflautezeiten braucht, sollte man überlegen, Häuser in engen Flußtälern nicht an gleicher Stelle wieder aufzubauen, sondern stattdessen Wasser-Pumpspeicherkraftwerke zu installieren.

@ saschamaus75, um 17:50

re @ 17:14 von 0_Panik

“Fragt sich nur, wieso die Burgherren ihre Burgen immer auf Gipfeln oder zumindest möglichst hoch gelegen gebaut haben ...“

“...Aus militärtaktischen Gründen?“

Nee, die konnten mit den Rüstungen nicht schwimmen, drum ruff uff'n Berg mit der Burg...

@18:23 von schiebaer45 18:07 von Anna-Elisabeth

//Wobei ich anmerken möchte,von Klimawandel war 1962 noch nicht die Rede. Gruß//

Stimmt. Aber die Deutschen Physikalische Gesellschaft (DPG)
warnte erstmals bereits 1971 und 1986 dann noch einmal sehr deutlich:
>>Falls die Verbrennung von Kohle, Öl oder Gas nicht drastisch eingeschränkt würde, prognostizierten die Physikerinnen und Physiker dem Memorandum von 1986 zufolge einen CO2-Gehalt von mindestens 500 bis 600 ppm (parts per million) in den nächsten 50 bis 100 Jahren. Heute liegt der Wert bereits bei über 400 ppm, damals vor dreißig Jahren noch bei 340 ppm und um 1900 erst bei 270 ppm. Die Konzentration hat damit heute einen Wert erreicht wie seit mindestens 800 000 Jahren nicht mehr.<<

Hochwasser

wo bleiben eigentlich die EU Hilfen. Ist es nicht Tradition Länder die solchen Naturkatastrophen ausgesetzt waren, personell oder finanziell zu unterstützen?
Ich habe es wahrscheinlich nicht mitbekommen, vielleicht denkt man auch die Deutschen kommen schon klar und Gelder würden nur von der linken in die rechte Tasche wandern.

Am 22. Juli 2021 um 16:08 von schabernack

Das ist der Grund, warum sich unsere Urahnen an Flüssen ansiedelten.
Mit Hafenstädten am Meer war es der gleiche Grund von Ansiedlung.
__
Ähnliches hatte ich auch schon geschrieben. Ist ja auch mein Umland ;) Offenbar MUSS hier aber jemand die Schuld tragen ! Muss ! Unbedingt. Man kann es unter keinen Umständen dabei belassen, zu sagen, hier ist schreckliches Unglück passiert, es kamen mehrere Faktoren zusammen, die man so nicht gesehen hat, vllt auch nicht sehen konnte, lasst uns das beste daraus machen.
Aber nein, bis zum Erbrechen muss jetzt irgendjemand gesucht werden, dem man die Schuld oder zumindest ein Versäumnis in die Schuhe schieben kann. Grässlich.

16:32, Michael Will

>>Das Thema Rückhaltebecken haben auch schon andere angesprochen. Wo bitte, sollen in engen Mittelgebirgstälern Rückhaltebecken gebaut werden können? Gerade im Ahrtal.
Kann mir das mal jemand erklären?<<

Ich habe mich auch immer gefragt, wie diese ForistInnen sich das vorstellen.

Solche Forderungen können meines Erachtens nur aus der völligen Unkenntnis der örtlichen Gegebenheiten geboren sein.

Sensationell

Das traurige Thema Wetterkatastrophe zeigt in diesem Forum wieder einmal deutlich:

Es gibt eine Vielzahl von bislang unbekannten und nicht nach ihrer Expertise gefragten Experten: Meteorologen, Katastrophenschutzorganisatoren, professionellen Frühwarnern, Bauingenieuren, Bauplanern usw, die alles schon immer ( unsere Urahnen!) wussten.
Hätte man sie bloß gefragt, nichts wäre passiert, vor allem keine Toten.

Ich frage nun mal all jene: wo genau wird am Wochenende das schlimmste Unwetter stattfinden, welche Menschen müssen evakuiert werden.
Aber bitte mit einer Genauigkeit von höchstens 10 km, sonst hilft es nichts.

Am 22. Juli 2021 um 16:24 von pxslo

Bei Katastrophen im Ausland ist Kritik aus Deutschland, die oftmals völlig überzogen ist, sofort zur Stelle.

Da heißt es dann: "schlecht regiert" oder "unfähige Behörden" usw. Und jetzt?
__
...na, jetzt passiert doch genau das gleiche. Es werden händeringend Schuldige gesucht. Und die, die es immer besser wissen und wussten, ob im Ausland oder hier, die wissen es jetzt auch besser und wer schuld war und wie man es hätte machen müssen usw. usw. usw.
same procedure as everytime...
Wahrscheinlich alles Meteorologen, Brückenpioniere, Statiker, Geologen und was sonst noch so an Spezialisten rumläuft.

16:45, Sausevind

>>16:24 von pxslo
"Bei Katastrophen im Ausland ist Kritik aus Deutschland, die oftmals völlig überzogen ist, sofort zur Stelle.

Da heißt es dann: "schlecht regiert" oder "unfähige Behörden" usw. Und jetzt?"

,.,.,

Hier im Forum wird fast nur über Deutschland und dessen Regierungen samt Behörden hergezogen.

Das wissen Sie doch.<<

Nicht nur das. Der Forist ist sogar immer an vorderster Front dabei.

Am 22. Juli 2021 um 17:39 von Möbius

Zitat: Man hat ja tatsächlich Regenrückhaltebecken im Ahrtal auch gebaut. Aber waren sie groß genug, waren sie richtig platziert ?

Das weiß ich alles nicht.

Das war auch nicht mein Thema und wird es auch nicht werden, zumindest nicht, bis alles später einmal in Ruhe untersucht worden sein wird.

Am 22. Juli 2021 um 16:29 von Löwe 48

Aber diese ständige Jagd nach schuldigen nach einer Katastrophe wie es sie so einfach noch nie gegeben hat ist ein Unding.
Was ich aber für richtig finden würde wäre die Wiedereinführung der Sirenen die jeder hören kann und nicht ständig wegen irgendwelcher Warnapp,s auf sein Smartphon starren muss.
__
Ein sehr guter Beitrag. Sie bringen es auf den Punkt. Mit den Sirenen gebe ich Ihnen auch recht, obwohl es hier (Köln) jetzt innerhalb relativ kurzer Zeit, aber vor der Katastrophe, mehrfach Sirenenalarm gab. Ich vermute eine Übung. Also, hier in Köln scheinen die Dinger zu funktionieren. Man müsste dann nur mal kommunizieren, welcher Ton, oder wie nennt man das ? Was bedeutet. Ich wüsste das jetzt spontan nicht.

@18:56 von sosprach

>> Ich habe es [EU Hilfen] wahrscheinlich
>> nicht mitbekommen

Ähh, ja. Also z.B.:
"EU-Landwirtschaftskommissar Janusz Wojciechowski hat von der Flutkatastrophe betroffenen Landwirten Finanzhilfe in Aussicht gestellt. Im Rahmen der EU-Agrarpolitik stünden Werkzeuge zur Verfügung, um den Wiederaufbau nach Naturkatastrophen zu unterstützen, sagte er am Montag in Brüssel. Man stehe im Austausch mit den nationalen Behörden. Eine konkrete Höhe oder einen Zeitpunkt nannte der Kommissar nicht. Es sei noch zu früh, um Schadenshöhen zu beziffern"
((c) by WallStreet-Journal, 20.07.2021)

Am 22. Juli 2021 um 18:56 von sosprach

Zitat: Hochwasser, wo bleiben eigentlich die EU Hilfen. Ist es nicht Tradition Länder die solchen Naturkatastrophen ausgesetzt waren, personell oder finanziell zu unterstützen? Ich habe es wahrscheinlich nicht mitbekommen,

So wird es wohl sein.

Der BR berichtete vorgestern, wie der EU-Solidaritätsfond funktioniert.

Demnach hat der Solidarfonds 24 Ländern bei insgesamt 80 Naturkatastrophen finanziell geholfen und dabei über fünf Milliarden Euro an Geldern verteilt.

Italien bekam insgesamt 2,8 Milliarden Euro und ist damit Spitzenempfänger gewesen, gefolgt von Deutschland mit mit knapp über einer Milliarde €. Andere Mitgliedsstaaten haben Zuwendungen in Millionenhöhe bekommen.

Das Thema ist für verstecktes EU-Bashing nicht geeignet.

um 17:28 von Nachfragerin ....Erinnerungswissen

Zitat:"Sie dürfen auch einen Schritt weiterdenken. Das in Deutschland abgeregnete Wasser ist schließlich nicht kurz zuvor in Belgien verdunstet.

Ich freue mich übrigens auch über konstruktive Gegenvorschläge."
Ich habe jetzt keine großen Nachforschungen angestellt, aber es gab m.E. bereits mehrere Versuche mit künstlichem Abregnen. Das Ergebnis waren nach meiner Erinnerung größere Fluten als beabsichtigt. Das Problem: Man weiß noch nicht, wie man es dosieren kann. Könnte man ein dosiertes Abregnen erreichen, wäre das in manchen Situationen eine Erleichterung. Aber da ist m.E. noch viel Bedarf für Forschung.

18:44 von Anna-Elisabeth

«//Wobei ich anmerken möchte,von Klimawandel war 1962 noch nicht die Rede. Gruß//»

«Stimmt. Aber die Deutschen Physikalische Gesellschaft (DPG)
warnte erstmals bereits 1971 und 1986 dann noch einmal sehr deutlich: …»

Welche Jahreszahl würden Sie nennen, fragte man Sie danach:

«Wann nahmen Sie den Sommer hierzulande letrtmals so wahr [dort wo Sie wohnen], dass es ein angenehmer Sommer war, der nicht durch Wetterereignisse in Extremen auffällig wurde?"

Meine Antwort für Köln ist das Jahr 2006.
Das Jahr der Fußball-WM in Deutschland.
Ganz großartiges Wetter während der ganzen 4 Wochen der WM.
Ca. 30 Grad, fast nur Sonnenschein.
Nicht schwül, nicht übermäßig heiß.

Davor / danach 2006 Sommer mit immer mal wieder Regen.
Typische West-Wind-Wetterlage für Köln.
Am Tag nach dem Endspiel hat es geregnet.

In 08/2003 hatten wir am Stadtrand von Köln um 22:00 Uhr 38 Grad Celsius.
Kannte ich weder aus den Tropen, noch aus Tokyo.
Sehr warm im Sommer dort immer. Aber nicht so warm.

@0_Ahnung

"Desgleichen gilt für Überflutungflächen.
Bäche und Flüsse stauen sich nunmal bei Starkregen auf, und da bedarf es Schleusen.
Und solche Schleusen gibt es schon lange nicht mehr."

Mann, Sie wissen nicht mal, was eine Schleuse ist!
Und der Rest Ihres Beitrags strotzt nur so von Ahnungslosigkeit.
Ist Ihnen das nicht peinlich?

@Lieschen Müller - Lieber nasse Füße als Haus weg.

18:34 von Lieschen Müller:
"Wählen wir ein Bundesland aus (möglichst ein gebrauchtes) und fluten es."
> Wenn 200 mm Regen im Flachland niedergehen, steht das Flachland höchstens 20 Zentimeter unter Wasser. Vielleicht laufen ein paar Keller voll.
Wenn 200 mm Regen im Gebirge niedergehen, läuft das Wasser im Tal zusammen, gräbt dort Häuser aus und spült sie weg.

Sollten wir also jemals die Möglichkeit haben, den Regen an Orten abregnen zu lassen, wo es keine Flutwellen geben kann, dann sollten wir diese Möglichkeiten nutzen.

"Was haben Sie denn sonst noch vor?"
> Menschen vor Extremwetter schützen.

"Zum Glück wird es nicht funktionieren."
> Zum Glück für wen?

Vielleicht funktioniert ja diesmal die

Katastrophen-Warnung mit modernster Technik für analoge Augen und Ohren.

@0_Panic

"Fragt sich nur, wieso die Burgherren ihre Burgen immer auf Gipfeln oder zumindest möglichst hoch gelegen gebaut haben ...

Andererseits muss es aber aufgefallen sein, dass das Regenwasser von oben nach unten den Berg runterläuft, und dass ein Erdrutsch vom Gipfel eines Berges in Richtung Tal eher seltener ist, und somit die Burgen als militärische Befestigung besser in Takt blieben."

Nun wird es endgültig absurd.
Erdrutsche finden also nur selten von oben in Richtung Tal statt? Sondern?
Warum Burgen auf Anhöhen gebaut wurden, hat überhaupt nichts mit Wasser oder Erdrutsch zu tun. Weiß eigentlich jedes Schulkind.

@Lieschen Müller - Fordern löst keine Probleme.

18:27 von Lieschen Müller:
"Ich freue mich zunächst auf einen konstruktiven Vorschlag Ihrerseits."
> Die stehen bereits in meinem Beitrag von 15:06 Uhr:
1) Keine Häuser in gefährdete Flusstäler bauen.
2) Hochwasserschutz bauen (z.B. Rückhaltebecken).
3) Das Wetter beeinflussen.

"Dann, und erst dann, können Sie von uns Gegenvorschläge erwarten."
> Wenn alle Menschen so denken würden, hätten wir sehr viele Probleme und keine einzige Lösung.

@19:03 von harpdart

//Ich frage nun mal all jene: wo genau wird am Wochenende das schlimmste Unwetter stattfinden, welche Menschen müssen evakuiert werden.
Aber bitte mit einer Genauigkeit von höchstens 10 km, sonst hilft es nichts.//

Ich habe gerade mit meiner Glaskugel gesprochen. Sie war empört, mit welchen Kinkerlitzchen sie sich befassen soll. Sie sei nur für das Große und Ganze zuständig. Also: Es werden weitere Unwetter über uns hereinbrechen.
Von Kilometern spricht die Kugel auch nie, nur von Ferne oder Nähe. Kalendertage kennt sie auch nicht. Aber als Dekoration ist sie unschlagbar.

19:09 von weingasi1

«… obwohl es hier (Köln) jetzt innerhalb relativ kurzer Zeit, aber vor der Katastrophe, mehrfach Sirenenalarm gab. Ich vermute eine Übung. Also, hier in Köln scheinen die Dinger zu funktionieren. Man müsste dann nur mal kommunizieren, welcher Ton, oder wie nennt man das ? Was bedeutet. Ich wüsste das jetzt spontan nicht.»

Ja … in Köln scheint das gut zu funktionieren mit den Sirenen.

Besser wäre, man müsste gar nicht zwischen verschiedenen Sirenentönen unterscheiden. Der Sirenenton ist immer das Signal: "Radio einschalten".
Dort wird genauer informiert, was ist. Ein Radio hat jeder im Haus.

Dann müsste das Radio aber auch eine 24/7 funktionelle landesweite Struktur für Warnungen haben, die immer besetzt ist. Für Stromausfall ist ein Akku-Kurbelradio eine sehr gute Idee.

So was kann man aufbauen in relativ kurzem Zeitraum.
Hat man mal in Japan gelebt, kennt man das.
Hat sich aus Eigeninteresse auch damit beschäftigt.
Wie das funktioniert, und was man machen sollte im Fall dass …

Hochwasser und Stauwerke Teil 1

Oh ha - Hochwasserschutz
Nun - ich bin im Norden des heutigen Bundeslandes Thüringen geboren - in meiner Umgebung sind zwei die Landschaft prägende Flutsperrwerke.
Eine Flut im niederschlagsarmen Thüringer Becken?
Ja - die hat es immer wieder mal gegeben - so etwas wie Jahrhundertfluten!
Das wird aus einem kaum 5 m breiten und nicht mal 1 m tiefen Flüsschen - die Unstrut - ein reissendes Gewässer und setzt Flächen von der Grösse eines Landkreises unter Wasser.
Zulauf aus Gebirgen?
Nee - Flachland - leichte Hügel - aber -> kaum Wälder die Regen rückhalten können - da nahezu alles an Boden Ackerland ist!!
Darum wurde in den 50er Jahren nach einer solchen Flut ein Stauwerk gebaut
https://www.thueringer-fernwasser.de/files/inhalte/aufgaben_leistungen/h...
da direkt davor die Eisenbahnlinie von meiner Heimatstadt nach Erfurt vorbei ging kenne ich es seit meiner Kindheit

@19:18 von harpdart @0_Ahnung

//Mann, Sie wissen nicht mal, was eine Schleuse ist!
Und der Rest Ihres Beitrags strotzt nur so von Ahnungslosigkeit.
Ist Ihnen das nicht peinlich?//

Warum sollte es? Er/sie hat doch mit dem Nick schon vorgewarnt. ;-)

17:24, Anna-Elisabeth

>>Es dürfte kaum möglich sein, überall im Land so zu bauen, dass man den möglichen Verwüstungen dauerhaft entkommt.<<

Ein sehr wichtiger Satz, den Sie da geschrieben haben. Darüber sollten die Machbarkeitspropheten mal nachdenken.

@19:14 von schabernack 18:44 von Anna-Elisabeth

//Welche Jahreszahl würden Sie nennen, fragte man Sie danach:

«Wann nahmen Sie den Sommer hierzulande letrtmals so wahr [dort wo Sie wohnen], dass es ein angenehmer Sommer war, der nicht durch Wetterereignisse in Extremen auffällig wurde?"//

Da muss ich passen. Ich weiß immer nur, welches Wetter bei bestimmten Ereignissen herrschte. An die Fußball-EM erinnere ich auch mit Vergnügen. Aber vorwiegend wegen der guten Laune der Menschen um mich herum.

Versagen.

Zu den großen Versagern gehört vor allem auch der Rundfunk. Anstatt das Programm zu unterbrechen und die Bevölkerung zu warnen, hat man sich damit begnügt, nur ein kleines Ticker-Band am unteren Rand des Bildschirms laufen zu lassen.
Damals, am 11.9.2001 wurden sämtliche Sendungen unterbrochen, obwohl die Katastrophe weit weg passiert ist. Und wenn hier was los ist, hält man es nicht für nötig, seine große Reichweite auszunutzen, um vor allem ältere Menschen zu warnen.

Hochwasser und Stauwerke Teil 2

Das zweite Stauwerk liegt im Nord-Osten meines Geburtskreises -> Kelbra
Im Tal der "Goldenen Aue"
Auch hier -> flaches Land - aber immer wieder schwere Hochwasser die letztlich den Bau eines Sperrwerkes erforderten
Anders als in Straussfurt kommt hier der Zulauf aus den Mittelgebirgen wie z.B. der Harz

Für diese Sperrwerke ist es üblich im Herbst abgelassen zu werden - gefüllt werden sie im Frühjahr mit der Schneeschmelze
Im Sommer werden sie als Naherholungsgebiete genutzt.
Kommt jetzt im Sommer so ein massiver Regensturm und der See ist auf "Betriebshöhe" gibt es keinerlei Hochwasser-Schutz mehr!

Das würde für die Zukunft bedeuten -> keinerlei toristischer Nutzen von vorhandenen Sperrwerken mehr - selbiges gilt dann auch für Talsperren - bei denen ja Hochwasserschutz und z.B. Nutzung als Trinkwasserspeicher kombiniert sind.
--
Mit den normalen bekannten Mittel wie es so einigen vorschwebt bekommt man solche Fluten NICHT in den Griff!

@schabernack - Was wollen Sie mit ihrem Hafen?

18:20 von schabernack:
"Häfen und Anlegestellen können aber nicht beliebig weit vom Fluss weg sein. Soll das Schiff auf Stelzen zum Hafen laufen, um denn 1 km weit weg im Hinterland entladen zu werden …"

Sie scheinen verpasst zu haben, dass im Ahrtal keine Hafenanlagen zerstört wurden, sondern Wohnhäuser. Deren Bewohner können zum Fluss laufen, wenn ihnen das Leitungswasser nicht genug ist.

19:20 von Nachfragerin

«Wenn 200 mm Regen im Flachland niedergehen, steht das Flachland höchstens 20 Zentimeter unter Wasser. Vielleicht laufen ein paar Keller voll.»

Man kann gar nichts anderes tun, als in völliger Verzweiflung am Rande der Ohnmacht mit anschließender Wiederbelebung auf die Erft, die Swist, Erftstadt, und die Verwüstungen im Flachland südlich von Köln hinweisen.

Wenn auch das immer noch nix hilft beim Erkenntnisgewinn.
Dann hilft nur noch die Sintflut und Noah mit der Arche.

@Kritikunerwünscht (15:54)

Es ist wichtig, dass die jetzt zerstörten Gebiete nicht wieder am gleichen Ort aufgebaut werden. Es wurden seit vielen Jahren die Bäche und kleinen Flüsse begradigt, Wiesen umgenutzt, Überflutungsflächen als Bauland genutzt.
Sobald es stark regnete, gab es in diesen Regionen seit hunderten von Jahren schon Überschwemmungen. Durch die Klimaveränderung wird der Regen immer stärker und die Hochwasser dort werden auch immer öfter und stärker auftreten.
[...] Irgendwie waren unsere Urahnen klüger als wir.

____

Schauen Sie sich die Bilder noch mal an. Unter den fortgespülten Gebäuden befanden sich auch welche, die von unseren Urahnen vor Jahrhunderten gebaut wurden und die all die Zeit bisher jeder Überschwemmung standhielten. Scheint also doch kein Szenario gewesen zu sein, mit dem man hätte rechnen müssen. Zumindest an der Ahr war es ein Jahrtausendereignis.

19:03 von harpdart

Ihr Beitrag und auch der von einigen anderen klingt allerdings so, als ob man zukünftig erst gar nicht versuchen sollte Warnsysteme zu verbessern oder Hochwasserschutzmaßnahmen zu ergreifen.

Wenn Sie mögen, schauen Sie die Doku „Starkregen und Sturzfluten – sind wir vorbereitet?" vom br an und anschließend würde mich interessieren, ob Sie immer noch der Meinung sind, man könnte und sollte gar nichts zur Vorbeugung tun.

Wenn Sie das als Besserwisserei verstehen möchten, okay, aber mir liegt einfach sehr daran, bei der nächsten Flut wenn irgend möglich mehr Menschenleben zu retten!

Bzgl. der Pandemie wollen Sie das doch auch.

@pxslo (16:24)

Bei Katastrophen im Ausland ist Kritik aus Deutschland, die oftmals völlig überzogen ist, sofort zur Stelle.
Da heißt es dann: "schlecht regiert" oder "unfähige Behörden" usw. Und jetzt?

____

Bei Katastrophen im Ausland sind auch deutsche Hilfs- und Spendenangebote sofort zur Stelle. Und wie sieht es hier in die umgekehrte Richtung aus?

19:18 von harpdart

@0_Ahnung

Mann, Sie wissen nicht mal, was eine Schleuse ist!
Und der Rest Ihres Beitrags strotzt nur so von Ahnungslosigkeit.
Ist Ihnen das nicht peinlich?

Nee. Ist falsch.

Das Burgen immer öfter auf Bergen u. Gipfeln gebaut werden, wurde von der Gro Ko beschlossen. Die Bundesregierung, die MP‘s und sonst. Verantwortlichen haben versagt! Es gibt immer noch keinen Plan B für den Burgenbau.

Dabei wurden schon längst hochwasserfreie Gebiete erschlossen, z.b. das Burgenland. Das darf nicht verwundern.

Hier muss mehr getan werden.

@schabernack, Zitat: "So was

@schabernack,
Zitat:
"So was kann man aufbauen in relativ kurzem Zeitraum.
Hat man mal in Japan gelebt, kennt man das.
Hat sich aus Eigeninteresse auch damit beschäftigt."

vielleicht funktioniert das in japan aber auch deshalb besser weil es faktisch jedes Jahr schwere Katastrophen /Erdbeben, Tsunami, Taifun) gibt und die Bevölkerung in den Katastrophenschutz "hinein gewachsen" ist und ihn deshalb miträgt.

Als DDR-Kind hatte ich mindestens einmal im Schuljahr eine Brandschutzübung.
Aus Japan weiss ich das da regelmässig mit der Bevölkerung Evakuierungsübungen abgehalten werden.
Dort hat man aber auch nicht nur die (funktionierende) Alarm-Infrastruktur - man hat auch die nötigen Zufluchtsorte in Bereitschaft.
--
Was wäre denn nachts um 3:00 Uhr in den (von der Flut betroffenen) Orten passiert wenn die Sirenen sich angeschaltet hätten?
gefühlt 90% drehen sich im Bett herum und schlafen weiter

@Nachfragerin

Ich empfehle Ihnen Mal das bekannteste Werk von Cervantes zu lesen. Ich sehe da Ähnlichkeiten.

19:48 von Nachfragerin / @schabernack

«Sie scheinen verpasst zu haben, dass im Ahrtal keine Hafenanlagen zerstört wurden, sondern Wohnhäuser. Deren Bewohner können zum Fluss laufen, wenn ihnen das Leitungswasser nicht genug ist.»

Völliger Blödsinn zum Quadrat.

An der Ahr wurden alle Fähranleger, Bootsstege, Bootshallen & Co. in den betroffenen Regionen genau so zrstört wie die Häuser.

Die Ahr war eine touristische Gegend mit Weinbergen und Ausflugsschiffen. Neben den Ruderern und Paddlern auf diesem schönen Fluss im engen Tal.

Wo Sie in Deutschland wohnen, weiß ich nicht.
Von der Ahr jedenfalls haben Sie Null Plan.
Fahren Sie da mal hin, um was über diesen Fluss zu lernen.
Hätte man vor zwei Wochen noch sehr empfehlen können.
Nun ja leider für längere Zeit nicht mehr …

@Kaneel

"Ihr Beitrag und auch der von einigen anderen klingt allerdings so, als ob man zukünftig erst gar nicht versuchen sollte Warnsysteme zu verbessern oder Hochwasserschutzmaßnahmen zu ergreifen.

Wenn Sie mögen, schauen Sie die Doku „Starkregen und Sturzfluten – sind wir vorbereitet?" vom br an und anschließend würde mich interessieren, ob Sie immer noch der Meinung sind, man könnte und sollte gar nichts zur Vorbeugung tun."

Nun, ich weiß nicht, wie Sie zu dieser Beurteilung meines Beitrages kommen. Nichts dergleichen habe ich geschrieben.

Es ging um ganz andere Dinge. Da können Sie allerdings selbst drauf kommen, das traue ich Ihnen auf jeden Fall zu.
Deshalb: kein weiterer Kommentar meinerseits dazu.

Zitat: "1) Keine Häuser in

Zitat:
"1) Keine Häuser in gefährdete Flusstäler bauen.
2) Hochwasserschutz bauen (z.B. Rückhaltebecken).
3) Das Wetter beeinflussen."

Juhu - die Deutschen - das Volk der Dichter und Denken
oder
sollte man besser sagen -> der Spinner und Quassler

zu 1)
da spühlt es Städte im Flachland weg aber man faselt von Flüsstälern
zu2)
man baue bitte JEDES Tal am Ausgang mit einem Damm oder Staumauer zu - dazu ein fettes Fluttor rein - auch wenn es 1-2 mal in 500 Jahren benutzt wird
zu3)
Man gebe den Menschen die Mittel in die Hand den Planten auf Knopfdruck unbewohnbar zu machen
oder
wie stellt man sich eine künstliche globale Wetter-"Maschine" vor die nicht die Begehrlichkeit eines irren durchgeknallten Diktators weckt
Hä?
übrigens - mit ein bissel Silberjod in die Wolken ist da nicht geholfen - denn diese sollen ja den Regen auslösen bis er sich zu Hagelkörnern aufgebaut hat!!
es hätte da also noch viel mehr geregnet
oder wollte man die Wolken im Atlantik abregnen lassen - tolle Idee

20:08 von harpdart @Kaneel

Leider kann ich Ihren Kommentar nicht anders deuten und wenn Sie mir das nicht erläutern mögen, spricht das auch für sich.

19:56 von Miauzi / @schabernack

«vielleicht funktioniert das in japan aber auch deshalb besser weil es faktisch jedes Jahr schwere Katastrophen /Erdbeben, Tsunami, Taifun) gibt und die Bevölkerung in den Katastrophenschutz "hinein gewachsen" ist und ihn deshalb miträgt.»

Nicht der geringste Zweifel von Zweifel.
Vorbeugung gegen Naturkatastrophen ist die Seele Japans.

Der 01.09. ist jedes Jahr "National Emergency Day".
Jahrestag des verheerenden Erdbebens von Kantō von 1923.

Jeder ab Schulklasse 1 muss mitmachen.
So er / sie keinem unabkömmlichen Beruf nachgeht.

Geübt werden Benachrichtigungketten, Evakuierungspläne, Zusammenspiel verschiedener Behörden und Einsatzkräfte. Niemand findet das lächerlich oder übertrieben. Es ist die DNA des Landes.

Auch in Japan gibt es nach jedem Schadensereignis durch Naturkatastrophen (berechtigte) Kritik. Aber es ist der Wille der gesamten Gesellschaft zu kontinuierlicher Verbesserung.

DEU war bisher so was wie Katastrophen-Abwesenheitsland.
Oder mit großen Zeitabständen …

19:20 von Nachfragerin

> Wenn 200 mm Regen im Flachland niedergehen, steht das Flachland höchstens 20 Zentimeter unter Wasser. Vielleicht laufen ein paar Keller voll.

Sie setzen ein ideal ebenes Gelände voraus. Das gibt es nicht, noch nichtmal in S-H an der Westküste. Das Wasser läuft immer in Mulden zusammen. Warum ist wohl Erftstadt so betroffen? Bergig ist es da nicht, sondern flacher als in den meisten Gegenden von S-H.

Falls Sie die Hagelschießer mit Silberjodid meinen, es ist bis jetzt kein Nachweis gelungen dass man damit Niederschlagsereignisse steuern kann.

>> "Was haben Sie denn sonst noch vor?"
> Menschen vor Extremwetter schützen.

Oh je, aber mit völlig untauglichen Mitteln.

>> "Zum Glück wird es nicht funktionieren."
> Zum Glück für wen?

Für die Menschen.
Bitte informieren Sie sich über Geoengineering, lesen Sie den Beipackzettel und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

@schabernack - Hochwasserschutz

20:04 von schabernack:
"Völliger Blödsinn zum Quadrat."
> Das dachte ich bei Ihren Schiffen auf Stelzen auch.

"An der Ahr wurden alle Fähranleger, Bootsstege, Bootshallen & Co. in den betroffenen Regionen genau so zrstört wie die Häuser."
> Unter einem Hafen stelle ich mir etwas anderes vor, aber wie ich schon schrieb, sind die zerstörten Wohnhäuser das Problem. Wenn die Flutwelle nur die Anleger und Stege weggerissen hätte, wären die Schäden sehr viel geringer ausgefallen.

"Wo Sie in Deutschland wohnen, weiß ich nicht."
> An der Havel.

"Von der Ahr jedenfalls haben Sie Null Plan."
> Den braucht man auch nicht, um über Hochwasserschutz nachdenken zu können.

@german-canadian - Viele Versuche.

20:00 von german-canadian:
"Ich empfehle Ihnen Mal das bekannteste Werk von Cervantes zu lesen. Ich sehe da Ähnlichkeiten."

Manchmal braucht es halt sehr viele Anläufe, um andere Menschen zu erreichen - vor allem, wenn sie mich gar nicht verstehen wollen.

20:31 von Nachfragerin

Manchmal braucht es halt sehr viele Anläufe, um andere Menschen zu erreichen - vor allem, wenn sie mich gar nicht verstehen wollen.

Darf ich Sie fragen, ob Sie jemals den Eindruck hatten, hier jemanden erreicht zu haben?

Wenn nicht, haben Sie mal darüber nachgedacht, woran das liegen könnte?

Ich meine, Sie machen sich so viele Gedanken über wirklich jedes Thema, welches hier diskutiert wird. Sie präsentieren Lösungswege und verteidigen diese mit Klauen und Zähnen (mal völlig unabhängig davon, ob sie überhaupt praktikabel sind) und das gegen jeden Widerstand, auch wenn dieser nachvollziehbar formuliert ist.

Irren Sie sich niemals?

Was treibt Sie an?

@kaneel 20:12

"Leider kann ich Ihren Kommentar nicht anders deuten und wenn Sie mir das nicht erläutern mögen, spricht das auch für sich."

Das enttäuscht mich jetzt.

Sollte ich mich unverständlich, verwirrend, undeutlich oder sonstwie geäußert haben, dann nehme ich das selbstverständlich auf meine Kappe.

Ich habe jedenfalls keinen einzigen Buchstaben geschrieben, der vermuten lassen könnte, dass bessere Vorbeugung von mir nicht erwünscht wäre. Wie schon gesagt, nichts dazu. Wie kommen Sie darauf?

Ich weigere mich jedoch, einen mMn von mir eindeutigen Beitrag Ihnen nochmals zu erklären, bloß weil Sie ihn nicht verstanden haben.

...

Inwiefern spricht das für sich?

...

Vielleicht lesen Sie einfach meinen Beitrag von 19:03 nochmal...

Was kann man realistischerweise tun

wenn Jahrtausendfluten drohen. Man sollte Menschen schützen können um Tote und Verletzte zu vermeiden. Die Infrastruktur ist in der Regel nicht auf Jahrtausendfluten vorbereitet insbesondere dann, wenn die Überschwemmungsgefahr in der Vergangenheit nicht so pr#sent war. Um Menschenleben zu retten, halte ich die Handlungsweise eines Bürgermeisters in Trier für sehr vielversprechend. Er hat sich in kurzen Abständen über die Pegelstände seiner Zuflüsse in Vorlaufregionen berichten lassen und konnte so das Eintreffen und die Pegelhöhe der Fluten in seiner Ortschaft gut abschätzen. Das ist m.E. besser als die Beurteilung von Wetterdaten.und es ist eine ganz einfache Methode.Man muss dann nur die Sensibilität und Erfahrungswerte für die Flutgefahr parat haben. Es gab übrigens in diesem Ort keine Toten. Zweifellos kann man auch mit Infrastrukturmaßnahmen viel erreichen unter der Überschift: Viel Wasser im Bedarfsfall mehr Raum geben zu können.

20:28 von Nachfragerin / @schabernack

Ich: «Völliger Blödsinn zum Quadrat.»

Sie: «Das dachte ich bei Ihren Schiffen auf Stelzen auch.»

Meine Schiffe auf Stelzen waren Ironie. Ihr ständiges Gequassel, wie richtiger Hochwasserschutz geht, ist trauriger Ernst.

«Wo Sie in Deutschland wohnen, weiß ich nicht.
> An der Havel.»
«Von der Ahr jedenfalls haben Sie Null Plan.
> Den braucht man auch nicht, um über Hochwasserschutz nachdenken zu können.»

Die besten Hochwasserschützer für Fluss (x) wohnen selbst immer am besten ganz weit weg vom zu schützenden Fluss. Den Sie selbst nie sahen, und nur aus dem Fernseher, und aus Märchenbüchern kennen.

Passt bei Havel und Ahr schon recht gut. Besonders gut, weil die Havel eher ein Flachlandfluss ist, und die Ahr einer im Mittelgebirgstal.

Ich erarbeite als Kölner auch gerade ein Hochwasserschutzkonzept für die Havel, in dem ich "Die Havelaner" dann auch beschulmeistere und voll quassele, wie sie ihren Fluss und sich selbst am besten zu schützen haben.

@16:24 von pxslo

>> Bei Katastrophen im Ausland ist Kritik aus
>> Deutschland, die oftmals völlig überzogen
>> ist, sofort zur Stelle.
>> Da heißt es dann: "schlecht regiert" oder
>> "unfähige Behörden"

Können Sie da auch Beispiele nennen oder ist das reine Unterstellung? -.-

Am Wochenende Gewittergefahr in den Hochwassergebieten....

Der Bundesvorsitzende der Naturfreunde Deutschlands, Michael Müller sagte in einem Interview: Es gab nach 2002 einen Gesetzesentwurf zum Hochwasserschutz. Es ging um Rückbauten in Abflussgebieten von Flüssen, daß Verbot von Tank-und Öllagern in Flussgebieten. Im Bundesrat lehnten die Länder das Gesetz ab, nachdem es im Bundestag gegen die Stimmen von Merkel/Westerwelle angenommen wurde.

@Miauzi - Regenrückhaltebecken

20:12 von Miauzi:
"Juhu - die Deutschen - das Volk der Dichter und Denken oder sollte man besser sagen -> der Spinner und Quassler"
> Das ist eine berechtigte Frage.

"da spühlt es Städte im Flachland weg aber man faselt von Flüsstälern"
> Die besonders stark betroffene Ahr fließt in einem Tal.

"man baue bitte JEDES Tal am Ausgang mit einem Damm oder Staumauer zu - dazu ein fettes Fluttor rein - auch wenn es 1-2 mal in 500 Jahren benutzt wird"
> Oder man fragt Google, was ein Rückhaltebecken ist.

"wie stellt man sich eine künstliche globale Wetter-'Maschine' vor"
> Das ist Ihnen überlassen. Mit lokaler Wetterbeeinflussung hat dieser gedankliche Ausflug es eh nicht viel zu tun.

"es hätte da also noch viel mehr geregnet oder wollte man die Wolken im Atlantik abregnen lassen"
> Ein Denker würde den Atlanktik bevorzugen.

ein Rückhaltebecken bauen

vor einiger Zeit wollte man des Umweltschutzes wegen auch so ein Pumpspeicherwerk bauen
sofort formierten sich Umweltgruppen

bildet sich nur einer ein in unserer Gesellschaft lassen sich noch Großprojekte durchführen
und das beginnt schon bei nem Windrad

@nachfragerin

"Wo Sie in Deutschland wohnen, weiß ich nicht."
> An der Havel.

"Von der Ahr jedenfalls haben Sie Null Plan."
> Den braucht man auch nicht, um über Hochwasserschutz nachdenken zu können."

Aha. Wo genau die Havel liegt, weiß ich höchstens ungefähr. Ich glaube, in und um Berlin, irgendwo dort. Spreewald mit seinen Gurken? So in etwa.
Nichts genaues, und erst recht nichts über die dortigen Bedingungen und Voraussetzungen, wenn es etwa um Hochwasserschutz geht.

Von der Ahr haben Sie also keinen Plan, aber Sie wissen genau ( hinterher), was dort falsch gemacht wurde.
Ein solches Urteil würde ich mir nicht erlauben, falls es um die Havel zu einem Hochwasser kommen würde. Weiß ich doch viel zu wenig darüber.

Davon unabhängig: selbstverständlich dürfen/sollen Sie über Hochwasserschutz nachdenken, aber besser nur dann, wenn Sie auch die geographischen Begebenheiten dort kennen.

21:12 von harpdart @kaneel 20:12

Ich weigere mich jedoch, einen mMn von mir eindeutigen Beitrag Ihnen nochmals zu erklären, bloß weil Sie ihn nicht verstanden haben.

Okay, so funktioniert Kommunikation. Wieder was gelernt.

Vielleicht kommen Sie gar nicht auf die Idee, dass nicht alle Menschen Ihren Beitrag in Ihrem/ in dem gleichen Sinne deuten. M.M.n. klingt Ihr Beitrag so als machten Sie sich lustig über die, die für die Zukunft aus diesem Unglück Erkenntnisse generieren möchten. Das stört mich.

Sie sind auf meinen Beitrag nicht wirklich eingegangen. Dann eine konkrete Frage: befürworten Sie, dass wir in Deutschland versuchen ein besseres (Früh-)Warnsystem zu installieren oder nicht? Befürworten Sie Hochwasserschutzmaßnahmen oder nicht?

19:56 von Miauzi

mit der Einschätzung dürften sie richtig liegen

Darstellung: