Kommentare - Kommt nach der Pandemie die Stadtflucht?

Kommentare

17:39 von WM-Kasparov-Fan

«Stadtflucht.
Ehrlich gesagt, ein erhofftes verheissungsvolles Wort.»

Mit dem (Ihrem) ruhigen Leben auf dem Land kann es schnell vorbei sein, flüchten gar zu viele aus der Stadt aufs Land, um dann dort zu wohnen. Schlimmstenfalls haben die nicht nur 2 Hunde, sondern auch 2 SUVs.

Die Arbeitsstellen der Ex-Städter wandern ja nicht auch aufs Land aus.

verdienen

Frank von Bröckel @
In zeiten vom Homeoffic spielt das keine Rolle, Sie bruchen nur eine gute Internetanbiedung.

Und man mus jetzt schnell sein bevor RRGs das bauen und kaufen immer mehr verbieten und teuer machen wollen.

Eingenheime, Mietdeckel, Verbot von umwandlung in Eigentumswohnugen, CO2 Abgaben, Ölheizungen usw.

@17:02 von schiebaer45

//Angenehm zu wohnen
ist es m.M.n. im "Speckgürtel" einer Großstadt zu wohnen//

Stimmt. Ich wohne ja auch recht angenehm, obwohl gar nicht sooo weit weg vom Zentrum. Jedenfalls gibt hier im Stadtteil noch viel grün. Ohne Auto kann ich mir ein Leben auf dem Land auch nicht vorstellen. Das kulturelle Angebot einer Großstadt möchte ich nicht missen. Eine "Flucht" aufs Land will auch gut überlegt sein, besonders im Hinblick auf die medizinische Versorgung. Man bleibt ja nicht ewig jung und mobil.

19:17 von rr2015

Ich persönlich könnte nicht in der Stadt leben. Es" wäre mir "zu eng".

Es gibt das eine eng und das andere eng. Ich überlege selbst immer mal wieder, ob ich nicht mehr Ruhe und Weite möchte.

Die Enge des Dorfes habe ich aber auch erlebt - man ist nie unbeobachtet von der Gemeinschaft, was sicher auch Vorteile hat. Wenn man nicht mit vierzehn bereits erhebliche Mengen an Alkohol konsumiert, ist man außen vor. Und als Vegetarierin jemand vom anderen Stern.

Von daher passe ich wohl doch besser in eine kleine Großstadt. Und die kulturellen und sportlichen Möglichkeiten hier sind vielfältig - das möchte ich nicht wissen.

Am 19. Juli 2021 um 17:51 von WM-Kasparov-Fan

Land, Luft und Liebe

Es gibt nichts schöneres, als ohne Wohlstand auf dem Land zu leben, aller 10 Jahre bei Hochwasser als Mitglied der Wasserwehr zu wissen, wie Hochwasserschutz am besten geht, und ansonsten den Ehrenämtern nachzugehen.
Bedingungsloses Grundeinkommen für alle Menschen wäre zwar auch sehr gut, aber es geht auch ohne irgendwie.
Der Vergleich mit den wirklich Hilflosen dieser Welt (Madagaskar) reicht zu einem glücklichen Leben im hier und jetzt.
___
Wie schön für Sie aber selbst so ein "bedingungsloses Grundeinkommen" will ja erwirtschaftet werden. Von Ihnen also schonmal nicht. Was die hiesige Landbevölkerung mit Madagaskar zu tun hat, wer weiss.
War dieses Jahr ein Jahr "ausser der Reihe", wo Sie nix mit dem Hochwasser zu tun hatten ? Vllt wurde es deshalb so schlimm.
Im übrigen kann ich mir vorstellen, dass es mit Wohlstand auch nicht viel schlechter ist.

Ich wohne in einer Kleinstadt

Ich wohne in einer Kleinstadt mit sehr viel Grün, vielen Wanderwegen, wenig Lärm und Luftverschmutzung, einem intakten Vereinsleben, Bürgernähe, relativ geringen Lebenshaltungskosten und vielen anderen Vorteilen. Wenn ich kulturelle Veranstaltungen genießen oder shoppen möchte. bin in in 30 Autominuten in der Großstadt, die ich ansonsten aber nicht vermisse. Klar, die Großstadt bietet Arbeitsplätze und eine gute Vergütung. Damit werden die die vergleichsweise hohen Mieten bestritten. Im Rentenalter dürfte die Versorgungslücke dann aber oft nur schwer zu schließen sein. Die Klein-, aber auch die Mittelstädte dürften in Zukunft an Bedeutung gewinnen, weil sie eine vergleichsweise hohe Lebensqualität auf einem moderaten Kostenniveau bieten.

19:32 von falsa demonstratio

"... Unrecht getan. Man ist Sprachpurist:in. ..."

Och, nicht ganz so streng ;-)
Manchmal bin auch ich etwas nachlässig.

Im wesentlichen stimmt es jedoch,
allerdings auch,
dass @morgentau19 gern
missverstehen will.

@ WM-Kasparov-Fan

"Wenn die Jugend wieder mehr Sinn zu klassischen Simphonien entwickeln würde, wäre schon viel gewonnen.
Ich denke, u.a. kommt dieser Drang zum Stress von der modernen "Musik", kaum Melodie, dafür brutaler Rhythmus."

Oops. Na gut. Hat bestimmt was mit Stadtflucht zu tun. Ich war auch mal Jugend. Schon lange her. In die Natur gefahren und gezeltet. Auch Musik gehört und so komische Zigaretten geraucht. Musik war gut in der Natur. Pink Floyd, Genesis, Yes, Supertramp. Highlight war Genesiskonzert auf der Loreley. Danach wieder in die Stadt. Klassik liebe ich auch, aber. "lasst doch der Jugend ihren Lauf"... Sitzen irgendwann im Polster mit Kopfhöhren und lauschen der Peer Gynt Suite.. Alles braucht seine Zeit.

19:32 @ rr2015 ... Leipzig ...

Volle Zustimmung ...
nur eine Ergänzung, Leipzig war schon zu DDR-Zeiten wegen der Messen international, das dürfte nach der Wende bis heute viel Zuzug gebracht haben.

Wie schön Leipzig ist, ist mir erst mit meinem Umzug 2016 bewusst geworden.

Eben
"... mei Leipzsch lob ich mir ..."

19:30 von Traumfahrer Re : schiebaer45 !

Lieber Forist @Traumfahrer,
ich weiß Ihr soziales Engagement zu schätzen, aber der stetig wiederkehrende Gebrauch der Worte Gier, skrupellos und Egoismus finde ich so pauschal weder angemessen noch sehr hilfreich für Ihr Anliegen.

@Kaneel um 19:37 Uhr

"Stellen Sie sich vor 80 Mio. Menschen würden gemäß Ihres Wunsches aufs Land ziehen mit der Folge von noch mehr Zersiedelung und Versiegelung. Oder wollen Sie in jedem Dorf einen "Wolkenkratzer" stehen haben?"

Ich stelle mir mehr einsame Menschen wie mich vor, die keine Nachkommen haben, auch kein Einkommen vom Staat erhalten, und trotzdem glücklich bis an ihr Lebensende in der Wildnis und neben Feld und Acker leben. Einsiedler, Altruisten und mit sich und der Welt für immer im Reinen.
Gerade gab es wieder hier die Info, die Deutschen wären so extrem vermögend (7 Milliarden oder so...), dabei spielt genau das in meinen Berechnungen null Rolle.

@19:21 von Schweriner1965

//Deshalb ging meine Reise 2005 von Köln nach Berlin, und 2019 von dort nach Schwerin.//

Eine ehemalige Kollegin von mir ist gebürtige Schwerinerin.
Leider hat Sie es bei uns in Hamburg nicht lange ausgehalten. Sie fand es einfach zu "unübersichtlich". Ich hatte das sehr bedauert, weil sie eine ganz hinreißende Person ist. Die schönste Erinnerung an Hamburg wird für sie wohl der Tierpark Hagenbeck bleiben. Wir waren zusammen dort und ich muss immer noch grinsen, wenn ich an diese fast kindliche Begeisterung denke. So viele "Guck mal"s in wenigen Stunden habe ich nie wieder gehört.

19:46 von wenigfahrer

«Das man in der Stadt wohnen will, hab ich auch noch nie verstanden.»

Es gibt ja auch die, die in Städten geboren wurden, und dann in den Städten aufwuchsen. Die entwickeln dann zur Stadt die Beziehung als Heimatort, aus dem sie nicht weg wollen, wenn es nicht sein muss.

Natürlich nicht alle, aber im umgekehrten Fall Land zu Stadt sind es auch nicht alle mit gleichen Wünschen, Erwartungen, Vorlieben.

keine normale Großstadt.

rr2015@
Das haben wir im Sept. 2020 leider auch erfahren müssen.
Die schöne Welt offene Stadt hatte da aber ihre ganz böse Seite und Einwohner gezeigt.
Schade.

20:26 von Anna-Elisabeth

«Die schönste Erinnerung an Hamburg wird für sie wohl der Tierpark Hagenbeck bleiben. Wir waren zusammen dort und ich muss immer noch grinsen, wenn ich an diese fast kindliche Begeisterung denke. So viele "Guck mal"s in wenigen Stunden habe ich nie wieder gehört.»

Der Tierpark Hagenbeck ist ja auch ein innerstädtisches Juwel der Extraklasse.
Das es so auf der ganzen Welt nicht ein zweites Mal gibt.

@Anna-Elisabeth, 20:07

„Das kulturelle Angebot einer Großstadt möchte ich nicht missen. Eine "Flucht" aufs Land will auch gut überlegt sein, besonders im Hinblick auf die medizinische Versorgung. Man bleibt ja nicht ewig jung und mobil.“

Auch ein nicht unwichtiger Aspekt. Der eher dafür spricht, möglichst „mobil“ zu bleiben, statt sich längerfristig an „Im-mobilien“ zu binden. Andererseits spricht auch vieles für eine gewisse „Beständigkeit“, gerade im Hinblick auf das soziale Umfeld, aber nicht zuletzt auch die persönlichen regionalen (landschaftlichen und kulturellen) Präferenzen. Die wichtige, da beruhigende Sicherheit der Möglichkeit zur Befriedigung dieser Bedürfnisse muss aber nicht zwangsläufig und für alle Zeiten an den Erwerb von (bzw. das „Eigentum“ an) Immobilien gebunden sein.

Am 19. Juli 2021 um 20:26 von schabernack

" Es gibt ja auch die, die in Städten geboren wurden, und dann in den Städten aufwuchsen. Die entwickeln dann zur Stadt die Beziehung als Heimatort, aus dem sie nicht weg wollen, wenn es nicht sein muss. "

Das ist so, die Beziehung zum Ort wo man aufgewachsen ist, bleibt eigentlich ein Leben lang.
Ich hab auch 3 mal gewechselt, aber nur das Land, aber die Heimat vergisst man nie.

Arbeit?

Viele, die dann aufs Land oder in die Speckgürtel ziehen, arbeiten aber weiterhin in der nicht mehr geliebten Stadt. Der tägliche Pendlerstau wächst und sorgt für noch schlechtere Luft in den Städten.

@Opa Klaus um 20:16 Uhr

Da haben Sie mir etwas voraus, "Peer Gynt Suite" - auf diesem Niveau bin allerdings noch nicht.
Doch woher - glauben Sie - kommt der fortschreitendere Drang zum immer schnelleren Reisen, vor allem zu schnellen Flugreisen? Immer mehr Zwang, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Den Kindern alles recht zu machen, damit sie nicht mäckeln und sich benachteiligt fühlen? Niemals richtig "abschalten" zu können. Ist ja kein Wunder, wenn Dichter und Denker hierzulande keine Chance mehr haben, diese können sich ja gar nicht erst entwicklen! Auch Schade um das historische Andenken dieses Landes.

@ nikioko um 19:01

>Hoffentlich sorgt das dafür, dass die seit Jahren zum Bersten gefüllte Immobilienblase endlich mal platzt und es endlich wieder bezahlbaren Wohnraum gibt<

Verständlicher Wunsch, Abe so wird das nichts.
Hat man in Berlin in den 90ern gesehen.
Was in Privatbesitz war hat trotz Lehrstand das Legale Maximum an Mietpreissteigerung ausgeschöpft.
Das ist wie Jetzt mit dem Öl. Als am Anfang des Lockdown die Preise am Weltmarkt kollabierten wurde das nicht an den Kunden weitergegeben; aber jetzt wo sie wieder steigen kommt das direkt auf die Rechnung.
So ist das auch bei den Wohnungen.

Ohne entsprechende Gesetzte wird das nichts. Und selbst an die würden sich maximal Staatliche Wohnungsbaugesellschaften halten.
Also Übernahme in Staatsbesitz, und dann Gesetze die sinnvolle Preise festlegen.

19:21 von Schweriner1965

«Genau wie ich, früher war das bei mir auch mal anders. Früher konnte es nicht groß genug sein. nun möchte ich es nicht mehr. Lieber kleiner.

Deshalb ging meine Reise 2005 von Köln nach Berlin, und 2019 von dort nach Schwerin.»

Größer als Köln wollte ich eigentlich nie.
Dann kam 1997 ganz unverhofft das berufliche Angebot Tokyo.
So was kann man nicht ausschlagen, ohne eine Chance im Leben planlos zu verschenken.

Seit ich seit 1998 wieder zurück bin.
Ist Köln mein Dorf mit Rhein und Dom und Viktoria Köln.

In Relation wird auch Großstadt manchmal zu ganz klein.
In jedem Fall eine gute Erfahrung, in der größten Stadt auf dieser Erde mal gewohnt zu haben für länger als nur für eine Reise als Tourist. Für immer hätte und wollte ich dort nicht wohnen.

Aber als Lebenserfahrung unschätzbar an Erfahrungen …

Am 19. Juli 2021 um 20:26 von Anna-Elisabeth

Schwerin war schon länger unser Ziel. Mittelgroße Stadt, alles da, viele Seen, viel grün, viele Möglichkeiten mit dem Fahrrad zu fahren. Keine Großstadthektik. Wir wohnen am Stadtrand, da ist es noch ruhiger. Ideal.

leipzigerin

"Die Zeitformen werden immer mehr verfremdet angewandt, meine Deutschlehrer*innen hätte es und bildlich um die Ohren gehauen. Der Heftrand wäre voller rot gewesen."
Da hätte meine Deutschlehrerin schon nach ...innen das Heft zugeklappt und es mir um die Ohren gehauen. Da hätte das Tempus noch so richtig sein können.

harpdat

dieses Pendlerproblem ließe sich ganz leicht durch streichung der Pendlerpauschale reduzieren. die Fahrtkosten werden eh schon durch die geringeren Mieten ausgeglichen.
Und wenn man dann noch aktiv wegzieht, muß man nicht doppelt belohnt werden.

Stadtflucht

ist doch schön
Entspannt sich die Wohnsituation in den Innenstädten
die Mieten werden günstiger
Wobei für mich kommt das nicht in Frage
in 7 Minuten ist der Notarzt da, und wenn ich so ein Kreiskrankenhaus betrachte
im Vergleich zu den Kliniken bei mir in der Stadt
vergess es ....

@20:35 von schabernack 20:26 von Anna-Elisabeth

//Der Tierpark Hagenbeck ist ja auch ein innerstädtisches Juwel der Extraklasse.
Das es so auf der ganzen Welt nicht ein zweites Mal gibt.//

Corona hat aber große finanzielle Probleme verursacht, von denen die sich vermutlich nicht so schnell wieder erholen werden.

Am 19. Juli 2021 um 20:49 von schabernack

.........Ist Köln mein Dorf mit Rhein und Dom und Viktoria Köln.......

Schade das am Sonntag die Saison mit einem Auswärtsspiel beginnt. Sonst wäre ich mit Trikot in Höhenberg beim Spiel. Ich bin nämlich ab Donnerstag 1 Woche in Köln.

@ Sigrun_1954 um 17:20

>die Corona-Erfahrungen als Triebfeder für die Stadtflucht zu identifizieren ist schon sehr gewagt. <

Kann ich mir durchaus vorstellen.
Für viele ist der Vorteil der Stadt ja auf einmal weg gewesen.

Mann durfte die vielen Menschen mit den man sich verbunden fühlt nicht treffen; und telefonieren kann man mit denen auch auf dem Land.
Homeoffice war für viele ja Einzelhaft; und Einsam können sie auch im Wald sein
Kultur war abgeschaltet; Streamen kann man auch auf dem Land.
Raus gehen Leute treffen, einfach so?
Polizei! Coronaparties! Alle Verhaften!!

Wer vom Land kommt und nicht wirklich den Sprung geschafft hat mit der Kassiererin vom Supermarkt genauso ein Schwätzchen zu halten wie mit dem Nachbarn den man zufällig auf der Straße trifft sondern die "Mittstädter" an sich immer noch als Anonyme graue Masse sieht die einen schlimmstenfalls lärmbelästigt hatte eine echt üble Zeit.

20:50 von Bender Rodriguez

«Da hätte meine Deutschlehrerin schon nach ...innen das Heft zugeklappt und es mir um die Ohren gehauen. Da hätte das Tempus noch so richtig sein können.»

Das hätte sie ganz gewiss … und das mit bestem Recht*innen.

@20:48 von WM-Kasparov-Fan @Opa Klaus um 20:16 Uhr

//Ist ja kein Wunder, wenn Dichter und Denker hierzulande keine Chance mehr haben, diese können sich ja gar nicht erst entwicklen!//

Jetzt sag ich's mal ganz platt: Echte Denker finden immer einen Rückzugsort zum Denken. Und es gibt sie noch, auch hier in Deutschland.

20:48 von Der Lenz

tut mir echt Leid
aber die Situation vor allem das Gejammere in Berlin kann ich nicht verstehen
Wo stehen denn die Mieten im Vergleich zu München Stuttgart oder Frankfurt ?
Aktuell und vor allem in der Vergangenheit
Dann wie hoch ist der Anteil an Wohneigentum und die Preise waren vor 20 .... 30 Jahren
ja wirklich lachhaft welches zu erwerben
ist scheinbar uncool in der Party Stadt was für Spießer

@ WM-Kasparov-Fan. 20:48

"Ist ja kein Wunder, wenn Dichter und Denker hierzulande keine Chance mehr haben, diese können sich ja gar nicht erst entwicklen! Auch Schade um das historische Andenken dieses Landes."

Alles ganz natürlich. Jugend ist laut, hormongesteuert, Erfahrungen sammelnd in jede Richtung.,lustig unbeschwert, die Zukunft planend. Dann kommt - ich nenne es mal so-das Zwischenleben. Ehe, Kinder großziehen. Ist auch laut aber anders laut. Die Ruhe folgt später. Ich habe mir meine heute ca. 400 Bücher umfassende Bibliothek auch erst mit Anfang 40 step by step zugelegt. Ruhe in jungen Jahren würde Stillstand bedeuten.

@20:45 von harpdart

//Der tägliche Pendlerstau wächst und sorgt für noch schlechtere Luft in den Städten.//

Bis es so weit ist, haben die doch alle E-Autos. ;-)
Wenn die Politiker es ernst meinen mit dem Klimaschutz, sollten auch zeitnah die Verkerhrsanbindungen für Bus und Bahn ausgebaut werden. Aber daran glaube ich noch nicht so recht.

20:53 von Anna-Elisabeth

«Corona hat aber große finanzielle Probleme verursacht, von denen die [Hagenbecks Tierpark] sich vermutlich nicht so schnell wieder erholen werden.»

Hagenbeck hat ja nicht nur die vielen Tiere zu versorgen, sondern als Familienunternehmen auch noch dieses faszinierende Parkgelände zu unterhalten. Leider hat Corona auch die Zoos im Land beeinträchtigt.

Hagenbeck sicher mehr als den Kölner Zoo. Als Solidarität habe ich mein Jahreskartenabo nicht abbestellt, obwohl ich seit November 2019 gar nicht mehr im Kölner Zoo war.

@ WM-Kasparov-Fan. 20:48

Nachtrag: Fliegen muss nicht negativ sein. Viele Menschen assoziieren damit Malle, all in Urlaub etc. Fliegen kann auch dazu dienen, andere Länder und Kulturen kennenzulernen. Mit Fliegen kann man auch neben den Fischern in Chile sitzen, sich kulturelle Veranstaltungen in Japan ansehen oder mit dem Rentierschlitten durch Sibirien fahren und die Menschen dort kennenlernen. Auch das ist Kultur und lehrreich. Reisen macht soviel möglich hinsichtlich der persönlichen Entwicklung. Frag Alexander Humboldt.

vergess es ....

Sisyphos3@
Ich lebe einfach gesundheitsbewußt und verhalte mich gut und richichtig, damit fallen diese zwei Punkte für mich schonmal nicht mehr ins Gewicht.

um 21:00 von Sisyphos3

>tut mir echt Leid
aber die Situation vor allem das Gejammere in Berlin kann ich nicht verstehen
Wo stehen denn die Mieten im Vergleich zu München Stuttgart oder Frankfurt ?
Aktuell und vor allem in der Vergangenheit
Dann wie hoch ist der Anteil an Wohneigentum und die Preise waren vor 20 .... 30 Jahren
ja wirklich lachhaft welches zu erwerben
ist scheinbar uncool in der Party Stadt was für Spießer<

Das Durchschnittseinkommen in Berlin liegt immer noch unter dem Ostdeutschlands und das ist bei 2/3 von Gesamtdeutschland.

Mit einem sehr niedrigen einkommen und oft ohne sichere Langzeitarbeitsverträge haben sie keine Chance auf einen Kreditvertrag um eine Wohnung zu Kaufen.
Auch nicht vor 20 -30 Jahren

Im Verhältnis zum Einkommen sind die Mieten Absurd hoch und vor allem Rasend schnell gestiegen.

Die Reiche Oberschicht die München und Frankfurt bevölkert hat in Berlin maximal eine Zweitwohnung...und mittlerweile 6 andere die sie über RBnB illegal als Ferienwohnung vermieten.

21:01 von Opa Klaus @ WM-Kasparov-Fan. 20:48

"Ist ja kein Wunder, wenn Dichter und Denker hierzulande keine Chance mehr haben,
diese können sich ja gar nicht erst entwicklen! Auch Schade um das historische Andenken dieses Landes."

Jugend ist laut, hormongesteuert, Erfahrungen sammelnd in jede Richtung.,lustig unbeschwert, die Zukunft planend
-----

oh Leute die gute Alte Zeit
was hat uns das gebracht mit den "Dichtern und Denkern
und das historische Andenken" ...
fast bis Moskau
da bin ich froh über die heutige "laute und hormongesteuerte " Jugend
die wüssten nicht mal in welche Richtung sie laufen müssten

21:00 von Sisyphos3

«aber die Situation vor allem das Gejammere in Berlin kann ich nicht verstehen
Wo stehen denn die Mieten im Vergleich zu München Stuttgart oder Frankfurt ?»

Die Mietpreisentwicklung in Stadt (x) ist nicht wichtig in Relation zu München als der Stadt mit den höchsten Mieten in Deutschland, sondern in Relation zur Entwicklung der Preise in Stadt (x) selbst.

Eine Wohnung in Köln-Südstadt oder Stuttgart-Stadtviertel ? wird nicht dadurch eher bezahlbar, dass es in München noch teurer ist.

17:59 von Björn H.

" LOST PLACES

Dann müssen die Bauern aus den übervölkerten Dorf-Metropolen wegziehen in die verlassenen Großstädte und finden da in den Wohnsilos ideale Bedingungen für die Massentierhaltung vor."

.-.-.

Sie haben ja eine echt surreale Phantasie, Kompliment.

Das könnte man 1:1 verfilmen :-)

20:07 von Anna-Elisabeth

Das kulturelle Angebot einer Großstadt möchte ich nicht missen. Eine "Flucht" aufs Land will auch gut überlegt sein, besonders im Hinblick auf die medizinische Versorgung. Man bleibt ja nicht ewig jung und mobil.
#
Stimmt,und die ärztliche Versorgung ist dort wo ich wohne ganz gut. Gruß

@ Sisyphos3 um 21:00

PS

Ich würd vor den Großkonzernen, die einem ja nicht weglaufen, erst die Einzelwohnungs-spekulanten enteignen bevor sie über Eigenbedarfsklagen etc noch mehr Wohnung und Obdachlosigkeit produzieren....das macht zwar mehr Arbeit, produziert derzeit aber auch mehr Probleme als es die großen tun, weil jeder kleine "Rentenaufbesserer" mit der "Mein kleiner Profit steht mir zu, ich hab dafür gearbeitet und jetzt bin ich mal dran" Mentalität Jegliche Scham verliert.
Von sozialem Gewissen wollen wir Schweigen, selbst davon haben die Konzerne die keinen Pfennig Steuern Zahlen und die Ausschüttungen ebenfalls über Stiftungen in Luxemburg waschen mehr.

21:13 von Der Lenz

wer hat denn vor 20 ... 30 Jahren nen Zeitvertrag gehabt ?
und dann
warum zieht es denn so viele Junge nach Berlin ?
Wahrscheinlich weil Party angesagt ist ... ich weiß es nicht
für mich ist Berlin eine Heimsuchung müsste ich dort leben
... aber jedem das seine

@Schweriner1965

Kommt in der Größe der Stadt ungefähr hin.

Ich finde es in der Größe perfekt:
die (meisten) Leute sind nicht gestresst, man kennt zwar die Nachbarschaft und redet miteinander, aber keiner spioniert einem hinterher und man will kann man den ganzen Tag "außerhalb" wandern und kaum jemanden zu Gesicht bekommen. Wenn man doch jemanden trifft, dann wird gegrüßt - auch Fremde.

21:19 von schabernack

Eine Wohnung in Köln-Südstadt oder Stuttgart-Stadtviertel ? wird nicht dadurch eher bezahlbar, dass es in München noch teurer ist.
---
wer hat das behauptet
aber vielleicht gibt es nen Einblick wo man steht
wenn man über "hohe" Mieten lamentiert

19. Juli 2021 um 19:46 von wega

Bei uns würde jetzt ein neues Neubaugebiet fertig gestellt.Auf der anderen Strassenseite steht auch so etwas allerdings 25 Jahre alt.Und dastehen mehr als die hälfte
Häuser leer.

In der Ortschaft meiner Großeltern verschwinden die Felder unter Häusern die fast alle gleich aussehen, während die Innenstadt mehr und mehr leer steht.

21:22 von Sisyphos3

«warum zieht es denn so viele Junge nach Berlin ?
Wahrscheinlich weil Party angesagt ist ... ich weiß es nicht
für mich ist Berlin eine Heimsuchung müsste ich dort leben
... aber jedem das seine.»

Berlin ist groß, Berlin ist bunt, Berlin ist vielfältig.
Berlin kann sehr ländlich sein. Berlin hat viel Wasser.
Die Ostsee ist nahe noch dazu.

Berlin ist wegen dieser Vielfalt eine der attraktivsten Städte auf dieser Erde für jungen Menschen aus aller Welt. Um in Berlin zu arbeiten, nicht nur als Party-City.

Und niemand muss in Berlin eine Wohung direkt über dem 24/7 Techno-Schuppen anmieten. Das wäre allerdings eine Heimsuchung.

@Sisyphos3 um 21:22

>wer hat denn vor 20 ... 30 Jahren nen Zeitvertrag gehabt ?<

Bei einer Arbeitslosigkeit >20%?
Viele, sehr viele, noch mehr waren Scheinselbständig.
Das war damals hier schon normal.
Fing irgendwann in den 80ern an; typische Vertragsform der Kohlära; Zeitverträge die Grundsätzlich unter einem Jahr Laufzeit hatten um keine Ansprüche zu generieren.
Heutzutage Arbeiten sogar die Lehrer und Uni-Dozenten in diesem Modus.

Die Stadt hat in der Zeit auch ein Viertel ihrer Einwohner eingebüßt, nachdem die Subventionierten Fabriken geschlossen wurden...und die Facharbeiter folgten nach Westen.

>warum zieht es denn so viele Junge nach Berlin ?<

Weil es immer für viele die letzte Zuflucht war, weil es Tolerant ist, freundlich und jede nimmt wie sie ist.Deshalb kommen alle die im Rest des Landes unter die Räder kommen hierher.
Hier müssen Jungs nicht Fussball spielen Können und Mädchen nicht Rosa tragen
sie können...müssen aber nicht.
Das ist für viele die Vorstellung vom Himmel.
Für sie nicht

Damit die Leute im Grünen wohnen können

müsste immer mehr Grün zerstört werden. Hinzu kommt, dass auf dem Land eigentlich jeder ein Auto braucht - also noch mehr Zerstörung verursacht.

Unökologischer geht es ja kaum noch.

Und dann kommt der Klimawandel noch stärker in den Gang, die Unwetter häufen sich, immer mehr Dörfer werden überflutet und weggeschwemmt und die Leute sind obdachlos.

Das kommt davon, wenn man immer zu kurz denkt.

@ Sysiphos 3. 21:15

"da bin ich froh über die heutige "laute und hormongesteuerte " Jugend
die wüssten nicht mal in welche Richtung sie laufen müssten "

Kann ich der Jugend auch nicht verdenken. Wenn die Jugend erkennt, dass sie bei einem Facharbeiterlohn fast 50% für die Miete abdrücken müssen.. da kann man schon mal orientierungslos werden..,

21:25 von Sisyphos3

«aber vielleicht gibt es nen Einblick wo man steht
wenn man über "hohe" Mieten lamentiert.»

Mieten sind bezahlbar oder zu hoch in Relation zu dem, was man selbst verdient. Die Maßstab ist der Ort, an dem man wohnt.

@Anna-Elisabeth @Opa Klaus @Sisyphos3

>>was hat uns das gebracht mit den "Dichtern und Denkern
und das historische Andenken" ...
fast bis Moskau
da bin ich froh über die heutige "laute und hormongesteuerte " Jugend<<
usw. usf.

Naja, ich darf doch wohl noch etwas darüber trauern, dass es keiner mehr vermag, am nächstgelegenen Waldrand etwas romantisch zu träumen, und in stiller Eintracht vor sich hin zu schlummern, die heimische Natur einfach nur zu genießen, die Vielfalt in der grünen Einfachheit zu finden, und dann darüber ein Gedicht zu schreiben.

"Stimmt,und die ärztliche

"Stimmt,und die ärztliche Versorgung ist dort wo ich wohne ganz gut. Gruß"

ich hab doch vorhin erzählt, was bei mir aussenrum ist. und jede stadt hat krankenhäuser. das kann in münchen oder berlin nicht besser sein. und ärzte hats hier, wie sand am meer. top so ein mittelzentrum.
aber ebenso unbezahlbar, wie frankfurt city, münchen oder stuttgart.

@ WM-Kasparov-Fan

Ob Sie nun tatsächlich einsam oder allein lebend meinten, weiß ich nicht. Da wäre doch ein sehr großer Unterschied. Mein Ansatz ist, dass Menschen an dem Ort leben sollten an dem diese sich wohl und zuhause fühlen – da hat jede andere Präferenzen.

Der Vorteil auf dem Land: vieles (an Reizen) ist reduzierter, der Nachteil: vieles (an Reizen) ist reduzierter. Ideal fände ich beides zu haben – Wohnung in der Stadt – Hütte auf dem Land.

Heutzutage gibt es Arbeitsnomaden, Menschen die mit ihrem Laptop von überall auf der Welt arbeiten und ganz wenig Dinge brauchen. Andere sind eher ortsverbunden.

Wünsche Ihnen, dass Sie noch die richtige Gemeinschaft für sich finden.

Und es gibt und gab sicherlich immer schon Kunst Schaffende auf dem Land und in der Stadt.

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