Hochwasser: Aufräumen im Westen, Entspannung im Süden

Kommentare

Wenigstens ein Lichtblick in diesem ganzen Alptraum:

„Aus ganz Europa werden Geld und Sachspenden in die Eifel geschickt, Hotels in der Region lassen die Hochwasseropfer kostenlos übernachten, freiwillige Helfer in Gummistiefeln kommen mit Schubkarren und Schaufeln in die zerstörten Dörfer, packen dort an, wo Hilfe gebraucht wird. Zum Beispiel im Haus und Garten von Manuela Göken. Die erzählt, dass am Wochenende plötzlich wildfremde junge Menschen neben ihr gestanden und gefragt hätten: "Was können wir tun?" Während sie das erzählt, bricht ihre Stimme. Sie könne nicht fassen, dass Menschen, deren Namen sie noch nicht einmal kenne, ihr so selbstlos unter die Arme greifen“ (aus der Reportage-Meldung „Zwick mich und lass mich wach werden“, tagesschau.de/inland/aufraeumen-ahrtal-insul-101.html)

Den Letzten beißen die Hunde

Heute Morgen lese ich an anderer Stelle: "Wer zahlt für den Wiederaufbau?" Was für eine Frage. Wir alle natürlich. Am Anfang der "zahlenden Kette" stehen zwar die Versicherungen, die betroffenen Bundesländer NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern, die Kommunen und der Bund. Sie alle aber werden sich ihre Ausgaben vom Beitrags- bzw. Steuerzahler früher oder später wieder finanzieren lassen. Nach dem Motto: Den Letzten beißen die Hunde.

Der Katastrophentourismus der

Der Katastrophentourismus der Politiker scheint nicht enden zu wollen.
Hat Herr Seehofer nicht genug damit zu tun, die Meldekette zur Vorwarnung vor solchen Ereignissen instandzusetzen?
Und wenn man dann ich an den lächerlichen … sorry, lachenden Herrn Laschet denkt: Der schien in seiner gestrigen TV - Ansprache mehr verwundert über die kolossale Hilsbereitschaft hunderter Menschen zu sein, als über die Auswirkungen der Katastrophe an sich.
Echte Hilfsbereitschaft erscheint für solche Politiker immer wieder wie ein Wunder.
Das verwundert.

Mal sehen,...

...wie der Enthusiasmus für präventive Maßnahmen sich entwickelt, wenn der erste Schock vorbei ist. Natürlich werden Brücken, Straßen und Häuser wieder aufgebaut. Aber was dann passieren kann, sieht man exemplarisch an der Diskussion um Flutpolder in Bayern. Für so etwas braucht man Flächen, die jetzt natürlich irgendwem gehören und anderweitig genutzt werden. Und natürlich ist jeder, den man fragt für Hochwasserschutz, aber nicht unbedingt bei sich selbst. Ein Flutpolder verbraucht Fläche am Oberlauf eines Flusses und schützt Menschen weiter unten. Da gibt es Widerstand.

Auch wenn die Häufigkeit von solchen Ereignissen zunimmt, so trifft es doch immer andere Regionen. Und das führt dann, wie man bei uns in Bayern sieht, zu lokalen Diskussionen und Widerstand.

Ich hoffe, dass die Menschen doch mal dazu kommen, auch mal über den eigenen Acker hinauszudenken, auch wenn die akute "Betroffenheit" durch die TV-Bilder vorbei ist.

@09:10 von Louis2013

"Nach dem Motto: Den Letzten beißen die Hunde"

Man nennt das Solidarität. So funktionieren übrigens auch Versicherungen. Die, die keinen Schaden haben, vielleicht ihr Leben lang nicht, bezahlen mit ihren Beiträgen die Schäden jener, die es getroffen hat. Es zahlt nicht "die Versicherung", sondern alle Kunden. Und mit Schäden, die aus Steuergeldern bezahlt werden, ist es genauso. Und wenn es Sie oder mich mal trifft, dann funktioniert das hoffentlich auch.

@Louis2013: Den Letzten beißen die Hunde.

So ist das nun mal bei eine Versicherung, ganz viele Menschen zahlen einen gringen Beitrag ein, damit die, denen ein Unglück geschieht, mit größeren Summen geholfen werden kann.

Wer eine Versicherung unter Kosten-Nutzen betrachtet, hat das Prinzip nicht verstanden. Wer meint, dass er endlich mal einen Schaden anzeigen muss, weil er ja schon viele hundert Euro in seine Haftplichtversicherung eingezahlt hat und jetzt auch mal etwas bekommen möchte, treibt nur die Prämien in die Höhe.

Versicherungen sind eine Solidargemeinschaft. Ein Wort, dass in der heutigen Gesellschaft bei einigen wohl nichts mehr zählt.

Wie es die große Hilfsbereitschaft zur Zeit zeigt, gibt es aber immer noch genug Menschen, die bereit sind sich für andere einzusetzen.

Abgehobene Kaste

Die Auftritte der diversen Politiker*innen waren eine Schande. Wohlfeile Worte und Bilder für den Wahlkampf.

Sympathisch wäre es gewesen, wenn mal eine/einer die Ärmel hochgekrempelt und sich eingereiht hätte in die Mitte der Helfer*innen und einen Tag mitgeschafft hätte. Aber das kann man von dieser abgehobenen und volksfernen Kaste nicht erwarten.

Re : nie wieder spd !

Ja Ja, die Politiker, egal ob Kreis-, Landes-, oder Bundespolitiker sind jetzt auf Tour, denn es steht ja die BT Wahl an. Da muss Präsenz gezeigt werden. Statt dessen wäre es sinnvoller, sie würden, zumindest die "kleinen" Politiker auch mal eine Schaufel in die Hand nehmen, und es denn freiwilligen Helfern gleich tun, und helfen.
Große Reden schwingen, viel versprechen, und dann wenig halten. Es wird sehr wahrscheinlich wieder so enden wie bei der Pandemie, wo monatelang die Zahlungen nicht getätigt wurden.
Und ein lachenden Laschet das ist schon Extra- Klasse ! (Ironie aus )

Im Sinne der Betroffenen....

....ist zu hoffen, dass nun die Hilfe ähnlich schnell und umfangreich geleistet wird, wie damals beim Oderhochwasser!

Ein europäisches Warnsystem

Ein europäisches Warnsystem soll frühzeitig die Fluten vorhergesagt haben. Die Bundesregierung soll über die genauen Orte informiert gewesen sein.
Vier Tage vor den Fluten warnte das Europäische Hochwasser-Warnsystem (Efas) die Regierungen der Bundesrepublik und Belgiens vor Hochwasser an Rhein und Meuse.
24 Stunden vorher wurde den deutschen Stellen nahezu präzise vorhergesagt, welche Distrikte von Hochwasser betroffen sein würden, darunter Gebiete an der Ahr, wo später mehr als 93 Menschen starben. Das sagte Hannah Cloke, Professorin für Hydrologie an der britischen Universität Reading
Der Deutsche Wetterdienst gibt Medien die Schuld
Man habe Gemeinde-genau mit genug zeitlichem Vorlauf vor Regenmengen von bis zu 200 Litern pro Quadratmeter gewarnt. Vielerorts habe die höchste Warnstufe gegolten. Der DWD-Sprecher verweist aber auch darauf, dass die Warnmeldungen nicht von allen Medien verbreitet worden seien.
-
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/other/wissenschaftlerin-wirft-...

Re : dr.bashir !

Dies ist nicht nur beim Hochwasserschutz so, sondern auch bei anderen Gründen, natürlich sehen viele bestimmte Maßnahmen ein, aber nicht im eigenen Garten, nicht vor der eigenen Tür, und am Besten Meilenweit weg. Es darf kein Land kosten, es darf keinen Lärm machen, es darf die Sicht nicht versperren, oder die Landschaft verschandeln.
Auch bei der neuen Trasse für die Nord- Süd Güterlinie sind sehr viele dagegen, irgend welche angebliche Fachleute sind mal wieder schlauer als das Huhn, oder bei dem Ausbau der Rheintalbahn soll am Besten alles unter die Erde, kosten darf es auch nichts, und ja keinen Lärm veranstalten.
Das ist der pure und mehr als reine Egoismus von leider zu vielen Menschen.

09:10 von Louis2013 Den

09:10 von Louis2013
Den Letzten beißen die Hunde
Heute Morgen lese ich an anderer Stelle: "Wer zahlt für den Wiederaufbau?" Was für eine Frage. Wir alle natürlich.
Diese Antwort ist in soweit richtig, was die Infrastruktur angeht. Den Schaden an den Häusern aber, müssen die Besitzer selbst tragen, außer Sie haben eine Elementarversicherung in der auch Hochwasser explizit aufgeführt ist. Dies war früher in B-W gesetzlich vorgeschrieben. Da wurden die Hausbesitzer von den Bewohnern anderer Bundesländer ausgelacht. Heute sind wir in B-W auch freiwillig versichert, wir z. B. bei der SV-Versicherung. Dort mussten wir aber auch alles einzeln angeben, was versichert sein soll. Natürlich ist mir auch bekannt, dass in manchen gebieten man sich nicht gegen Hochwasser versichern kann da es den Versicherungen ein zu großes Risiko ist.

Steinbachtalsperre: wie

Steinbachtalsperre: wie bitte, der Damm ist nach wie vor gefährdet, weil das Ablassen bis zur Höhe von einem Drittel bisher nicht geklappt hat? Der Auslaß am Grund der Talsperre ist durch Schlamm und Geröll verstopft gewesen (seit wann?). (Ironie ON) Wer hätte gedacht, dass so etwas passieren kann? (Ironie OFF) Vielleicht lässt sich Herr Seehofer mal informieren, wieso nichts, aber auch garnichts von den konstruktiven Maßnahmen funktioniert hat, die heutzutage die Gefahr eines Dammbruches an Talsperren vermeiden (sollen)?Kein Entnahmeturm? Keine Hochwasserentlastung (Bypass), die Talsperre lief einfach unter Mitnahme der oberen Schicht des Dammes über? Kein Auslass mit Tosbecken? Kein Entnahmeturm, bei dem das Wasser nicht am tiefsten, verstopften Punkt entnommen wird? Wieso wurde die marode Talsperre nicht überwacht, modernisiert oder neu gebaut wie andere - die Konstruktion der Steinbachtalsperre ist genau 100 Jahre alt, ihr Bau wurde 1935 vollendet!

Wo ist der empirische Beweis ?

Das es anekdotisch als „gesichert“ gilt das Starkregenereignisse häufiger sind als früher, ist psychologisch verständlich.

Allein schon verdächtig finde ich, dass immer wieder von „Hochwasser“ die Rede ist. Ich weiß was Hochwasser ist: die Pegel steigen allmählich, man hat Zeit, sich selbst und sein Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Es gibt auch Schlamm und vollgelaufene Keller, ein paar abgesoffene PKW.

Was man aber bei einem Starkregenereignis hat, ist die Kombination aus einer in sehr kurzer Zeit fallenden enormen Niederschlagsmenge und der Gefällelage im Mittelgebirge.

Das Wasser erreicht so eine enorme kinetische Energie. Abgesehen von der Menge wird die Strömung so stark, dass Mauern brechen. Dies ist beim Hochwasser nicht der Fall.

So war das im Ahrtal vor 217 Jahren zuletzt.

Hochwasserereignisse sind viel häufiger, erreichen zum Teil noch höhere Wasserstände, sind aber weit weniger zerstörerisch.

09:10 von Louis2013

«Heute Morgen lese ich an anderer Stelle: "Wer zahlt für den Wiederaufbau?" Was für eine Frage. Wir alle natürlich … Sie alle aber werden sich ihre Ausgaben vom Beitrags- bzw. Steuerzahler früher oder später wieder finanzieren lassen. Nach dem Motto: Den Letzten beißen die Hunde.»

Es ist gar nicht anders möglich, dass die Gesamtgesellschaft Kosten für Schäden nach Naturkatastrophen übernimmt. Jeder ist Teil dieser Gesellschaft, also zahlt auch jeder. Es geht nicht anders, und es ist richtig so.

Als Unbetroffener können Sie sehr zufrieden sein, dass Sie nur der finanzielle Hund beißt, und nicht noch dazu Ihr Haus überflutet oder weggeschwemmt wurde.

Es ist kein angenehmer und wünschenswerter Danpfhammer, mit dem nun offenbar wird, wie teuer Klimaveränderungen sind. Die Schäden sind für Betroffene zu dramatisch für den Spruch: "Wer nicht hören will, muss fühlen".

Sie können jedenfalls schon mal vorsorglich Geld beiseite legen für das, was Sie zukünftig noch alles zahlen müssen.

Wer hat Schuld?

Diese Frage wird gern gestellt, so als ob es irgendeinen Urheber, Verursacher oder Versager geben muss, der nun alle Schuld ud Haftung tragen soll. Das ist einfach und falsch. Die betroffenen Geschädigten, ob durch Hochwasser, Erdrutsch oder gebrochene Dämme, in einem wasserführenden Gebiet wie in Niederungen leben nicht in der Wirklichkeit. Wer am Wasser baut, wohnt riskant. Wer am Steilhang wohnt, riskiert Natureinfluss. Das wäre eine Ursache, hier doppelt zu überlegen, wo das Häuschen und der Betrieb stehen. Wo Wasser gebunkert und gestaut wird, drohen wieder, teils dann wirklich menschengemachte Gefahren. Nun zu hören, dass Politiker große Gelder locker machen, da wieder aufzubauen, wo die Achillesferse der Stadtentwicklung ist- ist doch Utopie. Wer schießt sich zweimal in die Achillesferse? Landschaft und Stadtentwicklung haben die wenigsten begriffen. Man will schick wohnen, Idylle haben. Naja, Natur passiert. Wie man immer wieder sehen kann.

09:10, Louis2013

>>Heute Morgen lese ich an anderer Stelle: "Wer zahlt für den Wiederaufbau?" Was für eine Frage. Wir alle natürlich.<<

Wer denn sonst? Machen Sie mal einen Vorschlag.

>> Am Anfang der "zahlenden Kette" stehen zwar die Versicherungen, die betroffenen Bundesländer NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern, die Kommunen und der Bund. Sie alle aber werden sich ihre Ausgaben vom Beitrags- bzw. Steuerzahler früher oder später wieder finanzieren lassen. Nach dem Motto: Den Letzten beißen die Hunde.<<

Sämtliche Ausgaben von Versicherungen werden vom Beitragszahler und sämtliche Ausgaben der öffentlichen Hand werden vom Steuerzahler bezahlt.

Von wem auch sonst?

@ 09:24 von dr.bashir

Das Problem ist ja, dass die meisten Leute gar nicht gegen Elementarschäden (Starkregen, Überflutung) versichert sind. Früher gab es in einigen Bundesländern eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden, die von öffentlich-rechtlichen Versicherern durchgeführt wurde - der Beitrag wurde vom Fiskus zusammen mit Grundsteuer eingezogen. Das war spottbillig, da jeder sich versichern musste, zum gleichen Beitrag, egal ob er am Moselufer oder auf dem Berg wohnte. Aber einklagbare Hilfe war im Notfall da. Das wurde abgeschafft, weil die Briten im Gegenzug zur Zustimmung zur Wiedervereinigung u.a. eine europaweite Freigabe des Versicherungsmarktes gefordert hatten, da waren Pflichtversicherungen nicht mehr drin. Der Markt sollte es, so die Briten, regeln. Die Briten hofften mit ihren vermeintlich hoch-attraktiven Produkten den EU-Markt aufmischen zu können. Da hatten sie sich aber getäuscht - die Märkte blieben lokal. Nur wir sind die wirklich gute Pflichtversicherung los ...

Gehört sich so! @ 09:27 von Dr.Hans

>>> Die Auftritte der diversen Politiker*innen waren eine Schande. Wohlfeile Worte und Bilder für den Wahlkampf. >>>

Das gehört sich einfach so! Nach jeder wirklich jeder Katastrophe, haben die Regierenden vor Ort zu sein!
Das ist so nicht nur in Deutschland!

Komisch dass Ihnen dieses Wissen entfallen ist?

>>> Sympathisch wäre es gewesen, wenn mal eine/einer die Ärmel hochgekrempelt und sich eingereiht hätte in die Mitte der Helfer*innen und einen Tag mitgeschafft hätte. Aber das kann man von dieser abgehobenen und volksfernen Kaste nicht erwarten. >>>

Schaufelnde PolitikerInnen, wäre ein Schauspiel, welches Niemand braucht!
Das wäre dann das Quentchen zu viel.

Aber Hauptsache man kann allgemeines Politikerbashing aus der Sache rausholen was?
Über Hr Laschetes unnötiges Gekicher kann man durchaus empört sein! Alles andere ist nur Bashing!

@09:27 von Dr.Hans: Ärmel hochgekrempelt

"Sympathisch wäre es gewesen, wenn mal eine/einer die Ärmel hochgekrempelt und sich eingereiht hätte in die Mitte der Helfer*innen und einen Tag mitgeschafft hätte. Aber das kann man von dieser abgehobenen und volksfernen Kaste nicht erwarten."

Was soll das denn bringen, wenn Herr Laschet sich mit der Schaufel hinstellt und Schlamm schaufelt?

Wesentlich sinnvoller ist es, wenn sich die Politiker ein Bild der Lage machen und sich dann darum kümmern, dass

1. professionelle Hilfe (z.B. die Bundeswehr) dahin kommt, wo sie gebraucht wird.
2. Gelder organisert werden, um den Betroffenen schnell zu helfen.

Die nicht so "volksfernen" Politiker nutzen die Situation übrigens, um den Klimawandel zu leugnen und den Windrädern die Schuld an der Katastrophe zu geben.

Aber das ist ein anderes Thema.

Tatsächlich wird künftig mehr Schutz in der Fläche ...

... notwendig sein, denn derartige Ereignisse wird es definitiv künftig sehr viel häufiger geben. Natürlich kann man sich dann nur vor den Wassermengen besser schützen, jedoch kaum vor starkem Sturm (Tornados, u.Ä.).

Die Kritik am Warnsystem verstehe ich ehrlich gesagt nicht, denn wer das Entstehen derartiger Situationen mal eine Weile in der letzten Zeit beobachtet hat, wird feststellen, dass es tatsächlich sehr schwierig ist, festzulegen, wo die Situation wirklich "eskaliert". Derartige Wettersituationen entstehen derzeit oft in wenigen Minuten aus dem Nichts.

Und über das Geschrei, wenn zu viel geschützt und gewarnt werden soll, brauchen wir nicht reden. Wie das läuft, sehen wir derzeit bei Corona ...

09:27 von Dr.Hans

wurde das nicht schon ausdiskutiert ?
Besser der Typ macht seinen Job für den er bezahlt wird
Die ganze Sache organisieren, Geld beschaffen, für Solidarität werben
also Dinge die nicht "jeder" machen kann

In der Pandemie hat man ja erlebt das die Versicherer plötzlich zur Haarspalterei neigen: schließlich steht in den Policen nichts von „Covid 19“!

„Hochwasser“ ist meist ein Problem im Flachland/Tallage.

„Starkregenereignisse“ sind besonders im Mittelgebirge zerstörerisch.

Wir wohnen zB am Hang. Die Versicherer kategorisieren die Hochwassergefahr entsprechend als niedrig = niedriger Tarif.

Jetzt wird das wohl geändert werden.

Für manche der aktuell Betroffenen erstmal Glück, insofern die Gerichte nicht zugunsten der Versicherer entscheiden. Was in Deutschland leider oft so ist.

Re : GeMe !

Die Versicherungen schicken ja eigene Gutachter in die betroffenen Gebiete. Und dann werden die ach so "großzügigen" Versicherungen schon einige Punkte finden, um Zahlungen zu kürzen, streichen, niedriger bewerten, verzögern, und und und. Und es liegt dann an den Menschen, gegen die Versicherungen zu klagen, nur sitzen die am längeren Hebel, immer.
Es ist doch bekannt, dass Versicherungen nie wirklich das bezahlen, was tatsächlich notwendig wäre, weil diese Solidargemeinschaft Versicherung in der Regel eine AG ist, wo nur die Rendite zählt. Je höher umso besser. Immer wieder sieht man dies in Berichten, wie da getrickst wird, nur um nicht die volle Summe bezahlen zu müssen. Das ist die pure Schande !
Dagegen ist die Hilfsbereitschaft der Menschen für all die Betroffenen natürlich ein Segen und zeigt es gibt noch die soziale Verantwortung. Diese sollte noch mehr greifen, und noch viel mehr Menschen einbinden !

@nie wieder spd & Dr. Hans

Heute kann man als Politiker in einer solchen Situation nur verlieren. Wir haben nicht mehr 1962, als die Menschen in eine Naturkatastrophe noch zusammenstanden und ein Bürgermeister sich mit der Organisation von Hilfe Respekt erwerben konnte.
Heute geht es vor allem um schockierende Bilder, Likes und natürlich um Schuldzuweisungen. Dass Politiker, die in einer solchen Atmosphäre Karriere gemacht haben, dann auch nach diesem Prinzip arbeiten, kann man auch als natürliches Ergebnis politischer Evolution betrachten.
Womit schlussendlich die Schuld bei uns als Wahlvolk liegt.

Hochwasser , und das Aufräumen

Da können wir alle , uns ganz besonders die Betroffenen ,hoffen ,dass die die coolen Sprüche der Politik ausbleiben ! Denn immer wenn es hieß : Wir müssen schnell und unbürokratisch finanzielle Hilfen bieten dann ist meist n i c h t s angekommen ! Das war bei allen Überflutungen und selbst bei Corona so.
Solche Dinge sollten ernsthafter abgehandelt werden ! Diäten werden besser gehandhabt und wurden auf Automatik umgestellt ..... also sind Ideen ja da wenn es w i c h t ig ist.....

@SirTaki

"Wer hat Schuld? Diese Frage wird gern gestellt, so als ob es irgendeinen Urheber, Verursacher oder Versager geben muss" Am 19. Juli 2021 um 09:39 von SirTaki

*

Bei so vielen Todesopfer steht es außer Frage, dass irgendetwas falsch gelaufen ist.
Es ist richtig das zu klären. Es wird sicher nicht der letzte Katastrophenfall sein und das nächste Mal sollte man es besser machen.

Angeblich ist Sachsen deshalb weniger betroffen, weil es aus den letzten drei Überflutungen gelernt hatte und passende Baumaßnahmen durchführen ließ.
Ich stecke nicht in der Materie drin, aber das ist sicher einen Blick wert, wenn es helfen kann.

Die zerstörten Gebiete müssen sowieso neu aufgebaut werden, also kann man paar Baumaßnahmen zum Schutz gleich umsetzen, inklusive Warnsysteme.

Am 19. Juli 2021 um 09:10 von Louis2013

Heute Morgen lese ich an anderer Stelle: "Wer zahlt für den Wiederaufbau?" Was für eine Frage. Wir alle natürlich. Am Anfang der "zahlenden Kette" stehen zwar die Versicherungen, die betroffenen Bundesländer NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern, die Kommunen und der Bund. Sie alle aber werden sich ihre Ausgaben vom Beitrags- bzw. Steuerzahler früher oder später wieder finanzieren lassen. Nach dem Motto: Den Letzten beißen die Hunde.
___
Und deshalb hätten Sie, welche Lösung vorgeschlagen ? Soll halt jeder sehen, wie er klarkommt, oder wie ?

09:39 von schabernack

Jeder ist Teil dieser Gesellschaft, also zahlt auch jeder.
Es geht nicht anders, und es ist richtig so.
.
seid wann zahlt jeder ?
spätestens seit das BGE diskutiert wird
steht diese Einstellung zur Disposition

09:38 von Möbius

Um so schlimmer das anschreiende die Warnung vier Tage vor dem Starkregen nicht ernst genommen wurden.

Der Sachschaden wäre grösstenteils nicht zu verhindern gewesen. Die Zahl der Todesopfer und eingeschlossenen Personen hätte durch rechtzeitiges handeln und Warnen verringert werden können.

@ nie wieder spd

Der Katastrophentourismus der Politiker scheint nicht enden zu wollen.

Sind die Politiker vor Ort, kritteln Sie. Sind Sie nicht vor Ort, bemängeln andere die scheinbare Gleichgültigkeit. Politiker können bei so undifferenzierter Sichtweise der Kritiker nichts recht machen.
Vielleicht mal drüber nachdenken.

Am 19. Juli 2021 um 09:20 von dr.bashir

Ich hoffe, dass die Menschen doch mal dazu kommen, auch mal über den eigenen Acker hinauszudenken, auch wenn die akute "Betroffenheit" durch die TV-Bilder vorbei ist.
___
Das wird wohl schwierig. Derjenige, dem der Acker gehört, wird das ganz anders sehen. Es sei denn, er wird in angemessener Form entschädigt. Wie das genau aussehen kann/soll kann ich mir noch nicht vorstellen. Hinzu kommt ja auch, dass die Bürger, die alles verloren haben, ja auch irgendwo hin müssen bzw. auch wieder (neuen) Raum brauchen. Es sind ausnehmslos dicht besiedelte Gebiete. Wie soll man da jetzt aus dem Stegreif neues Bauland erschliessen ?

Wie in der Pandemie bei den Gastronomen,

werden die Versicherungen das Kleingedruckte bemühen und sich treu bleiben, Prämien ja, Leistungen nein, alles legal.
In der Politik wird spätestens nach der Wahl "die Zeit der Einmütigkeit" vorbei sein und die Betroffenen vor Formularen sitzend sich selbst überlassen sein.

Am 19. Juli 2021 um 09:39 von SirTaki

Wer hat Schuld?
Diese Frage wird gern gestellt, so als ob es irgendeinen Urheber, Verursacher oder Versager geben muss, der nun alle Schuld ud Haftung tragen soll. Das ist einfach und falsch.
#
#
Natürlich muss die Frage gestellt werden "wer hat Schuld".
Wer die Weitergabe von wichtigen Informationen nicht macht oder verhindert trägt eine Mitschuld.

nie wieder spd / Dr.Hans / Traumfahrer

Bevor der erste Politiker vor Ort war gab es Kommentare, die bemängelten, dass sie nicht kommen.

Sind die Politiker vor Ort gewesen, dann bemängeln Sie, dass sie "Tourismus" betreiben.

Eine Vorbeikommen ist nun mal Pflicht in solcher Stunde und die Politiker sollen sich auch um politische Maßnahmen wie Geldhilfen kümmern und nicht schaufeln.

Es gibt Leute, die besser schaufeln können (man bedenke, dass Merkel auch ihre gesundheitlichen Probleme hat und man sieht sie nun öfter sitzen als früher - jammern tut sie aber nicht).

@ Der Hans

Abgehobene Kaste. Die Auftritte der diversen Politiker*innen waren eine Schande.

Nein, die Präsenz vor Ort war richtig. Aber ungerechte Kritik und Miesmacherei können eine Schande sein. Politiker sind keine Kaste, das sind ganz gewöhnliche Menschen wie wir und sie sind frei und auf Zeit gewählt.

Bundesinnenminister Horst Seehofer, CSU, besucht

die betroffenen Gebiete - der Bundespräsident, die Bundeskanzlerin, zwei Ministerpräsidenten, eine Ministerpräsidentin, zwei Kanzlerkandidaten taten das auch schon, recht pressewirksam (samt Lacher), die Kanzlerkandidatin hat sich auch informiert, aber ohne Presse (gut so). - Aber: seit Jahren gehen die bundesweiten Katastrophenalarme in die Hose; selbst wenn alarmiert wird, weiß die Bevölkerung nicht, was sie machen soll - kein Training dafür; das ist die eigentliche Bankrotterklärung, die so viele mit Hab und Gut, aber auch mit dem Leben bezahlten. - Darüber nachzudenken, macht mich wütend. -

Am 19. Juli 2021 um 09:28 von Traumfahrer

Da muss Präsenz gezeigt werden. Statt dessen wäre es sinnvoller, sie würden, zumindest die "kleinen" Politiker auch mal eine Schaufel in die Hand nehmen, und es denn freiwilligen Helfern gleich tun, und helfen.
__
Ich dachte, das Thema "Politiker mit Schaufeln und Schubkarren" hätten wir gestern schon ausreiichend erörtert und als Schwachsinn ad absurdum geführt. Aber Ihnen scheint wohl mehr daran zu liegen, Politik zu diskreditieren, ob berechtigt oder nicht. Warum fahren Sie nicht mit Hacke und Schaufel dorthin ? Haben Sie schon eine Spende getätigt ? Oder gehen Sie davon aus, dass Politik-Schelte den Menschen dort weiterhilft. Sie reklamieren doch sonst den "Sozial"-Staat. Hier können Sie sich mal unkompliziert einbringen !
Kopfschüttel...

Klimaveränderungen, 09:39 von schabernack

"Als Unbetroffener können Sie sehr zufrieden sein, dass (...) nicht noch dazu Ihr Haus überflutet oder weggeschwemmt wurde.
(...) offenbar wird, wie teuer Klimaveränderungen sind".
Pardon, das ist anders zu sehen. Auf https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1983/hjb1983.25.htm sind in einem heimatkundlichen Artikel von 1410 bis 1965 einundachtzig katastrophale Flutwellen im Ahrtal aufgelistet. Der Ort Schuld ist ein Beispiel dafür. Stellen Sie sich eine Ameise vor, die gerade in der engsten Stelle eines Trichters herumkrabbelt und oben gießt jemand Wasser in den Trichter. Der Artikel beschreibt die Vorgänge in den engen Flußtälern des Ahrkreises, und mit dem Klimawandel haben die Ereignisse nichts zu tun. Bedauerlicherweise hat Annalena Baerbock keine 12 Stunden gebraucht, um das Unglück der Menschen als Argument für das Wahlkampfthema ihrer Partei heranzuziehen und Laschet konnte nicht schnell genug, noch am gleichen Tag, dieses Thema in seinen Äußerungen mit in Anspruch nehmen.

09:33 von tagesschlau2012

«Ein europäisches Warnsystem soll frühzeitig die Fluten vorhergesagt haben. Die Bundesregierung soll über die genauen Orte informiert gewesen sein … Der DWD-Sprecher verweist aber auch darauf, dass die Warnmeldungen nicht von allen Medien verbreitet worden seien.»

Eigentlich erfreulich, war Deutschland bisher so was wie Abwesenheitsland für schwere Naturkatastrophen. Für das, was sich so gut wie nie ereignet, sind auch Warnsysteme mangelhaft.

Wer hätte bspw. eigene Radioprogramme oder Internet-Portale mit Kosten permant eingerichtet gesehen haben wollen, wenn nur alle "Jubeljahre" was geschieht. Von eigenen staatl. TV-Sendern für so was gar nicht zu reden.

In welchen Ländern in Europa es so was überhaupt gibt … keine Ahnung. In NL & Belgien hat man auf Warnungen hin auch nicht großräumig evakuiert. Dort war weniger Schaden, da es keine Mittelgebirgstäler gibt.

In Japan lernen Kinder ab Klasse 1, welches die Warnsender sind.
Das ÖR-TV unterbricht jede Sendung für Warnhinweise.

@ Möbius

Allein schon verdächtig finde ich, dass immer wieder von „Hochwasser“ die Rede ist. Ich weiß was Hochwasser ist:

Das möchte ich bezweifeln.


... die Pegel steigen allmählich, man hat Zeit, sich selbst und sein Hab und Gut in Sicherheit zu bringen.

... oder es geht ganz schnell und man hat keine Zeit.

@Dr.Hans

"
Am 19. Juli 2021 um 09:27 von Dr.Hans
Abgehobene Kaste

Die Auftritte der diversen Politiker*innen waren eine Schande. Wohlfeile Worte und Bilder für den Wahlkampf.

Sympathisch wäre es gewesen, wenn mal eine/einer die Ärmel hochgekrempelt und sich eingereiht hätte in die Mitte der Helfer*innen und einen Tag mitgeschafft hätte. Aber das kann man von dieser abgehobenen und volksfernen Kaste nicht erwarten."

Wer sollte das denn Ihrer Meinung nach tun? Alice Weidel? Gauland? Oder vielleicht Meuthen? Oder lieber Frau von Storch?

09:39 von schabernack: Finanzierung der Schäden

Es ist in unserem System so, dass die "Solidargemeinschaft" die Schäden zahlt.
Umso ärgerlicher ist es, wenn ich z. B. Laschet reden höre, dass er seine Politik nicht ändern will.
Wenn also die Union das "weiter-so" praktizieren will, es Menschen gibt, die das gut finden u. diese Partei/en wählen, dann werde ich ärgerlich - ärgerlich gegenüber solchen Menschen, die diese "weiter-so-Partei" weiterhin wählen.

Denn ich erwarte, dass man ENDLICH etwas tut.
16 Jahre lang wurde nichts getan - im Gegenteil:
siehe z.B. Großspende in 2013 der BMW-Anteilseigner von 690.000 € an die CDU u. deren Folgen = Verhinderung der Senkung der Abgaswerte in der EU.

Wieso gibt es immer noch keinen länderübergreifenden Katastrophenschutz, der im Falle von angekündigtem Unwetter wie diesem dann die Befugnis hat, Räumungen und Evakuierungen dort anzuordnen, wo es nötig ist?
Immerhin wurde 4 Tage zuvor vom Wetterdienst gewarnt. Es wurde angekündigt, dass die Regenmengen 200 Liter/Qm betragen ...

@SirTaki 09:39 Uhr: das ist doch Wunschdenken!

Man hat ja von Seiten der Behörden ganz bewusst - leider und immer wieder - Hochwassergefährdete Gebiete als Bauland ausgewiesen.

Im dichtbesiedelten Deutschland baut man da, wo es preiswert ist.

In einer oder zwei Generationen ist die Katastrophe vergessen und das Ahrtal zB noch dichter besiedelt als je zuvor.

Wenn die Infrastruktur (Geleise, Straßen, Brücken, Bahnhöfe) jetzt wieder aufgebaut wird, hoffe ich wenigsten das man etwas robuster baut, evtl gegen Erdrutsche und Gerölllawinen sichert oder gezielt Abflüsse für das Wasser schafft.

Das die Menschen unzureichend gewarnt worden sind, ist m.E. ein Skandal. Was nützt die „KatWarn“ SMS um 03:00 Uhr morgens auf dem Handy ?

re 09:38 Möbius: Psychologische Beweise

>>Wo ist der empirische Beweis ?<<

Schlagen Sie einfach mal bei meteorologischen Instituten nach oder gucken Sie einfach mal Nachrichten mit Interview von Klimaforschern oder lesen Sie hierzu seriöse Tages- und Wochenzeitungen oder wissenschaftliche Veröffentlichungen von Umweltverbänden und -instituten. An Quellen wird es Ihnen doch wohl nicht mangeln.

>>Das es anekdotisch als „gesichert“ gilt das Starkregenereignisse häufiger sind als früher, ist psychologisch verständlich.<<

Für mich ist allenfalls „psychologisch“ verständlich, warum man sich aus dem Interview eines Meteorologen die EINE Aussage von dem letzten Starkregen an der Ahr von 1804 rauspickt.

Als wenn er oder jemand den globalen Klimawandel mit der Regenhäufigkeit an der Ahr erklären wollte...

09:39 von SirTaki

"Wer am Wasser baut, wohnt riskant. (...) doppelt zu überlegen, wo das Häuschen und der Betrieb stehen (...) Man will schick wohnen, Idylle haben".
Wie recht Sie haben, aber nicht mit dem letzten Halbsatz. Die Eifel war seit historischen Zeiten die ärmste Landschaft Deutschlands. Hier gab es keine Firma Krupp, die die Menschen beschäftigt und Siedlungen für sie gebaut hat, und keinen Hafen wie Köln oder gar Duisburg, der den Handel antrieb.
Wer in der Eifel nicht verhungern wollte, musste zum großen Teil da siedeln, wo alle durchmussten - zum Beispiel im Ahrtal. Das trifft heute auch für den Fremdenverkehr zu. Wer fährt schon zum Kaffeetrinken auf die nächste Hochebene. Natürlich sind die Restaurants und Cafes am Fluss gebaut. Ebenfalls mussten vor der Einführung der Dampfkraft und Elektrizität die energieintensiven Betriebe am Fluss gebaut werden, sprich Mühlen. Die Greener Mühle wurde zwischen 1410 und 1804 achtmal durch Flutwellen vernichtet. Wo sollte sie sonst hin?

Selbsteinsatz

Es ist dort so, dass zur Zeit circa 50 Bauern dort versuchen, diesen kriegsähnlichen Zustand, den man dort vorfindet, irgendwie in den Griff zu kriegen. Diese Bauern werden dabei unterstützt von niemandem. Es gibt dort keine Feuerwehr, kein THW, kein Militär und nicht einmal einen offiziellen Ansprechpartner. Die Bauern bringen sich dort gerade in Lebensgefahr. Dort sind Brücken nicht mehr statisch einwandfrei, Straßen unterspült, Häuser drohen einzustürzen und von Strom und Gas gehen große Gefahren aus. Wenn man dort einen Balken hochhebt oder einen Baumstamm oder einen Haufen wegschiebt, weiß man nie, was einen darunter erwartet und wie man dann mit der Situation umgehen soll. Es gibt dort keine Koordination, die sind einfach nur auf sich alleine gestellt. Das bedeutet wenn unter den Trümmern eine Leiche gefunden wird, dann wissen sie auch nicht was sie tun sollten. Die Leiche dort liegen lassen? Rausnehmen und versuchen zu identifizieren? Soll man die Leiche begraben?

Am 19. Juli 2021 um 09:37 von Taeler

" Dort mussten wir aber auch alles einzeln angeben, was versichert sein soll. Natürlich ist mir auch bekannt, dass in manchen gebieten man sich nicht gegen Hochwasser versichern kann da es den Versicherungen ein zu großes Risiko ist. "

Ja das ist so, bei ersten mal, falls man Hochwasser drin hat, zahlt die Versicherung nach langem hin und her, da gibt es eine neu Police, meist in 4 Gruppen, nach Nähe zum Bachlauf oder Fluss.
Die direkt am Bach sind, bekommen keine mehr, weil bei kleinen Bachläufen, das immer wieder mal passiert.
Einen ganz großen Teil müssen Bewohner selber tragen, also nichts mit Allgemeinheit, einzig der Staat gibt sehr günstige Kredite als Hilfe.
Was der Großmutter die das Haus verloren hat, auch nichts nützt, es wird ganz viele dramatische Schicksale geben, und ich weiß von was ich schreibe.
Ich hab einige schwere Hochwasser mitgemacht.

@Louis2013

" Am Anfang der "zahlenden Kette" stehen zwar die Versicherungen, die betroffenen Bundesländer NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern, die Kommunen und der Bund. Sie alle aber werden sich ihre Ausgaben vom Beitrags- bzw. Steuerzahler früher oder später wieder finanzieren lassen. Nach dem Motto: Den Letzten beißen die Hunde."

Die Bewältigung dieser Katastrophe ist eine nationale Aufgabe deshalb ist es eigentlich selbstverständlich dass der Steuerzahler und die Beitragszahler mit dafür aufkommen . Die Menschen sind ja nicht schuld an ihrer Not .
Ich weiß auch nicht warum man jetzt darüber eine Diskussion führen sollte .
Völlig unnötig .

@ Möbius

Für manche der aktuell Betroffenen erstmal Glück, insofern die Gerichte nicht zugunsten der Versicherer entscheiden. Was in Deutschland leider oft so ist.

Sollen Gerichte nach Partikularinteressen entscheiden?
Gerichte entscheiden in der Bundesrepublik unabhängig nach Recht und Gesetz.
Gesetze werden per Mehrheitsbeschluss von frei gewählten Vertretern der Bevölkerung beschlossen.

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