Ihre Meinung zu: Hochwasser: Aufräumen im Westen, Entspannung im Süden

19. Juli 2021 - 8:37 Uhr

Im Westen geht das Aufräumen weiter, heute besucht Innenminister Seehofer besonders betroffene Gebiete. In Bayern hat sich die Lage vielerorts entspannt. Entwarnung gibt es auch an der Steinbachtalsperre.

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Kommentare

Wenigstens ein Lichtblick in diesem ganzen Alptraum:

„Aus ganz Europa werden Geld und Sachspenden in die Eifel geschickt, Hotels in der Region lassen die Hochwasseropfer kostenlos übernachten, freiwillige Helfer in Gummistiefeln kommen mit Schubkarren und Schaufeln in die zerstörten Dörfer, packen dort an, wo Hilfe gebraucht wird. Zum Beispiel im Haus und Garten von Manuela Göken. Die erzählt, dass am Wochenende plötzlich wildfremde junge Menschen neben ihr gestanden und gefragt hätten: "Was können wir tun?" Während sie das erzählt, bricht ihre Stimme. Sie könne nicht fassen, dass Menschen, deren Namen sie noch nicht einmal kenne, ihr so selbstlos unter die Arme greifen“ (aus der Reportage-Meldung „Zwick mich und lass mich wach werden“, tagesschau.de/inland/aufraeumen-ahrtal-insul-101.html)

Den Letzten beißen die Hunde

Heute Morgen lese ich an anderer Stelle: "Wer zahlt für den Wiederaufbau?" Was für eine Frage. Wir alle natürlich. Am Anfang der "zahlenden Kette" stehen zwar die Versicherungen, die betroffenen Bundesländer NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern, die Kommunen und der Bund. Sie alle aber werden sich ihre Ausgaben vom Beitrags- bzw. Steuerzahler früher oder später wieder finanzieren lassen. Nach dem Motto: Den Letzten beißen die Hunde.

Der Katastrophentourismus der

Der Katastrophentourismus der Politiker scheint nicht enden zu wollen.
Hat Herr Seehofer nicht genug damit zu tun, die Meldekette zur Vorwarnung vor solchen Ereignissen instandzusetzen?
Und wenn man dann ich an den lächerlichen … sorry, lachenden Herrn Laschet denkt: Der schien in seiner gestrigen TV - Ansprache mehr verwundert über die kolossale Hilsbereitschaft hunderter Menschen zu sein, als über die Auswirkungen der Katastrophe an sich.
Echte Hilfsbereitschaft erscheint für solche Politiker immer wieder wie ein Wunder.
Das verwundert.

Mal sehen,...

...wie der Enthusiasmus für präventive Maßnahmen sich entwickelt, wenn der erste Schock vorbei ist. Natürlich werden Brücken, Straßen und Häuser wieder aufgebaut. Aber was dann passieren kann, sieht man exemplarisch an der Diskussion um Flutpolder in Bayern. Für so etwas braucht man Flächen, die jetzt natürlich irgendwem gehören und anderweitig genutzt werden. Und natürlich ist jeder, den man fragt für Hochwasserschutz, aber nicht unbedingt bei sich selbst. Ein Flutpolder verbraucht Fläche am Oberlauf eines Flusses und schützt Menschen weiter unten. Da gibt es Widerstand.

Auch wenn die Häufigkeit von solchen Ereignissen zunimmt, so trifft es doch immer andere Regionen. Und das führt dann, wie man bei uns in Bayern sieht, zu lokalen Diskussionen und Widerstand.

Ich hoffe, dass die Menschen doch mal dazu kommen, auch mal über den eigenen Acker hinauszudenken, auch wenn die akute "Betroffenheit" durch die TV-Bilder vorbei ist.

@09:10 von Louis2013

"Nach dem Motto: Den Letzten beißen die Hunde"

Man nennt das Solidarität. So funktionieren übrigens auch Versicherungen. Die, die keinen Schaden haben, vielleicht ihr Leben lang nicht, bezahlen mit ihren Beiträgen die Schäden jener, die es getroffen hat. Es zahlt nicht "die Versicherung", sondern alle Kunden. Und mit Schäden, die aus Steuergeldern bezahlt werden, ist es genauso. Und wenn es Sie oder mich mal trifft, dann funktioniert das hoffentlich auch.

@Louis2013: Den Letzten beißen die Hunde.

So ist das nun mal bei eine Versicherung, ganz viele Menschen zahlen einen gringen Beitrag ein, damit die, denen ein Unglück geschieht, mit größeren Summen geholfen werden kann.

Wer eine Versicherung unter Kosten-Nutzen betrachtet, hat das Prinzip nicht verstanden. Wer meint, dass er endlich mal einen Schaden anzeigen muss, weil er ja schon viele hundert Euro in seine Haftplichtversicherung eingezahlt hat und jetzt auch mal etwas bekommen möchte, treibt nur die Prämien in die Höhe.

Versicherungen sind eine Solidargemeinschaft. Ein Wort, dass in der heutigen Gesellschaft bei einigen wohl nichts mehr zählt.

Wie es die große Hilfsbereitschaft zur Zeit zeigt, gibt es aber immer noch genug Menschen, die bereit sind sich für andere einzusetzen.

Abgehobene Kaste

Die Auftritte der diversen Politiker*innen waren eine Schande. Wohlfeile Worte und Bilder für den Wahlkampf.

Sympathisch wäre es gewesen, wenn mal eine/einer die Ärmel hochgekrempelt und sich eingereiht hätte in die Mitte der Helfer*innen und einen Tag mitgeschafft hätte. Aber das kann man von dieser abgehobenen und volksfernen Kaste nicht erwarten.

Re : nie wieder spd !

Ja Ja, die Politiker, egal ob Kreis-, Landes-, oder Bundespolitiker sind jetzt auf Tour, denn es steht ja die BT Wahl an. Da muss Präsenz gezeigt werden. Statt dessen wäre es sinnvoller, sie würden, zumindest die "kleinen" Politiker auch mal eine Schaufel in die Hand nehmen, und es denn freiwilligen Helfern gleich tun, und helfen.
Große Reden schwingen, viel versprechen, und dann wenig halten. Es wird sehr wahrscheinlich wieder so enden wie bei der Pandemie, wo monatelang die Zahlungen nicht getätigt wurden.
Und ein lachenden Laschet das ist schon Extra- Klasse ! (Ironie aus )

Im Sinne der Betroffenen....

....ist zu hoffen, dass nun die Hilfe ähnlich schnell und umfangreich geleistet wird, wie damals beim Oderhochwasser!

Ein europäisches Warnsystem

Ein europäisches Warnsystem soll frühzeitig die Fluten vorhergesagt haben. Die Bundesregierung soll über die genauen Orte informiert gewesen sein.
Vier Tage vor den Fluten warnte das Europäische Hochwasser-Warnsystem (Efas) die Regierungen der Bundesrepublik und Belgiens vor Hochwasser an Rhein und Meuse.
24 Stunden vorher wurde den deutschen Stellen nahezu präzise vorhergesagt, welche Distrikte von Hochwasser betroffen sein würden, darunter Gebiete an der Ahr, wo später mehr als 93 Menschen starben. Das sagte Hannah Cloke, Professorin für Hydrologie an der britischen Universität Reading
Der Deutsche Wetterdienst gibt Medien die Schuld
Man habe Gemeinde-genau mit genug zeitlichem Vorlauf vor Regenmengen von bis zu 200 Litern pro Quadratmeter gewarnt. Vielerorts habe die höchste Warnstufe gegolten. Der DWD-Sprecher verweist aber auch darauf, dass die Warnmeldungen nicht von allen Medien verbreitet worden seien.
-
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/other/wissenschaftlerin-wirft-...

Re : dr.bashir !

Dies ist nicht nur beim Hochwasserschutz so, sondern auch bei anderen Gründen, natürlich sehen viele bestimmte Maßnahmen ein, aber nicht im eigenen Garten, nicht vor der eigenen Tür, und am Besten Meilenweit weg. Es darf kein Land kosten, es darf keinen Lärm machen, es darf die Sicht nicht versperren, oder die Landschaft verschandeln.
Auch bei der neuen Trasse für die Nord- Süd Güterlinie sind sehr viele dagegen, irgend welche angebliche Fachleute sind mal wieder schlauer als das Huhn, oder bei dem Ausbau der Rheintalbahn soll am Besten alles unter die Erde, kosten darf es auch nichts, und ja keinen Lärm veranstalten.
Das ist der pure und mehr als reine Egoismus von leider zu vielen Menschen.

09:10 von Louis2013 Den

09:10 von Louis2013
Den Letzten beißen die Hunde
Heute Morgen lese ich an anderer Stelle: "Wer zahlt für den Wiederaufbau?" Was für eine Frage. Wir alle natürlich.
Diese Antwort ist in soweit richtig, was die Infrastruktur angeht. Den Schaden an den Häusern aber, müssen die Besitzer selbst tragen, außer Sie haben eine Elementarversicherung in der auch Hochwasser explizit aufgeführt ist. Dies war früher in B-W gesetzlich vorgeschrieben. Da wurden die Hausbesitzer von den Bewohnern anderer Bundesländer ausgelacht. Heute sind wir in B-W auch freiwillig versichert, wir z. B. bei der SV-Versicherung. Dort mussten wir aber auch alles einzeln angeben, was versichert sein soll. Natürlich ist mir auch bekannt, dass in manchen gebieten man sich nicht gegen Hochwasser versichern kann da es den Versicherungen ein zu großes Risiko ist.

Steinbachtalsperre: wie

Steinbachtalsperre: wie bitte, der Damm ist nach wie vor gefährdet, weil das Ablassen bis zur Höhe von einem Drittel bisher nicht geklappt hat? Der Auslaß am Grund der Talsperre ist durch Schlamm und Geröll verstopft gewesen (seit wann?). (Ironie ON) Wer hätte gedacht, dass so etwas passieren kann? (Ironie OFF) Vielleicht lässt sich Herr Seehofer mal informieren, wieso nichts, aber auch garnichts von den konstruktiven Maßnahmen funktioniert hat, die heutzutage die Gefahr eines Dammbruches an Talsperren vermeiden (sollen)?Kein Entnahmeturm? Keine Hochwasserentlastung (Bypass), die Talsperre lief einfach unter Mitnahme der oberen Schicht des Dammes über? Kein Auslass mit Tosbecken? Kein Entnahmeturm, bei dem das Wasser nicht am tiefsten, verstopften Punkt entnommen wird? Wieso wurde die marode Talsperre nicht überwacht, modernisiert oder neu gebaut wie andere - die Konstruktion der Steinbachtalsperre ist genau 100 Jahre alt, ihr Bau wurde 1935 vollendet!

Wo ist der empirische Beweis ?

Das es anekdotisch als „gesichert“ gilt das Starkregenereignisse häufiger sind als früher, ist psychologisch verständlich.

Allein schon verdächtig finde ich, dass immer wieder von „Hochwasser“ die Rede ist. Ich weiß was Hochwasser ist: die Pegel steigen allmählich, man hat Zeit, sich selbst und sein Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Es gibt auch Schlamm und vollgelaufene Keller, ein paar abgesoffene PKW.

Was man aber bei einem Starkregenereignis hat, ist die Kombination aus einer in sehr kurzer Zeit fallenden enormen Niederschlagsmenge und der Gefällelage im Mittelgebirge.

Das Wasser erreicht so eine enorme kinetische Energie. Abgesehen von der Menge wird die Strömung so stark, dass Mauern brechen. Dies ist beim Hochwasser nicht der Fall.

So war das im Ahrtal vor 217 Jahren zuletzt.

Hochwasserereignisse sind viel häufiger, erreichen zum Teil noch höhere Wasserstände, sind aber weit weniger zerstörerisch.

09:10 von Louis2013

«Heute Morgen lese ich an anderer Stelle: "Wer zahlt für den Wiederaufbau?" Was für eine Frage. Wir alle natürlich … Sie alle aber werden sich ihre Ausgaben vom Beitrags- bzw. Steuerzahler früher oder später wieder finanzieren lassen. Nach dem Motto: Den Letzten beißen die Hunde.»

Es ist gar nicht anders möglich, dass die Gesamtgesellschaft Kosten für Schäden nach Naturkatastrophen übernimmt. Jeder ist Teil dieser Gesellschaft, also zahlt auch jeder. Es geht nicht anders, und es ist richtig so.

Als Unbetroffener können Sie sehr zufrieden sein, dass Sie nur der finanzielle Hund beißt, und nicht noch dazu Ihr Haus überflutet oder weggeschwemmt wurde.

Es ist kein angenehmer und wünschenswerter Danpfhammer, mit dem nun offenbar wird, wie teuer Klimaveränderungen sind. Die Schäden sind für Betroffene zu dramatisch für den Spruch: "Wer nicht hören will, muss fühlen".

Sie können jedenfalls schon mal vorsorglich Geld beiseite legen für das, was Sie zukünftig noch alles zahlen müssen.

Wer hat Schuld?

Diese Frage wird gern gestellt, so als ob es irgendeinen Urheber, Verursacher oder Versager geben muss, der nun alle Schuld ud Haftung tragen soll. Das ist einfach und falsch. Die betroffenen Geschädigten, ob durch Hochwasser, Erdrutsch oder gebrochene Dämme, in einem wasserführenden Gebiet wie in Niederungen leben nicht in der Wirklichkeit. Wer am Wasser baut, wohnt riskant. Wer am Steilhang wohnt, riskiert Natureinfluss. Das wäre eine Ursache, hier doppelt zu überlegen, wo das Häuschen und der Betrieb stehen. Wo Wasser gebunkert und gestaut wird, drohen wieder, teils dann wirklich menschengemachte Gefahren. Nun zu hören, dass Politiker große Gelder locker machen, da wieder aufzubauen, wo die Achillesferse der Stadtentwicklung ist- ist doch Utopie. Wer schießt sich zweimal in die Achillesferse? Landschaft und Stadtentwicklung haben die wenigsten begriffen. Man will schick wohnen, Idylle haben. Naja, Natur passiert. Wie man immer wieder sehen kann.

09:10, Louis2013

>>Heute Morgen lese ich an anderer Stelle: "Wer zahlt für den Wiederaufbau?" Was für eine Frage. Wir alle natürlich.<<

Wer denn sonst? Machen Sie mal einen Vorschlag.

>> Am Anfang der "zahlenden Kette" stehen zwar die Versicherungen, die betroffenen Bundesländer NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern, die Kommunen und der Bund. Sie alle aber werden sich ihre Ausgaben vom Beitrags- bzw. Steuerzahler früher oder später wieder finanzieren lassen. Nach dem Motto: Den Letzten beißen die Hunde.<<

Sämtliche Ausgaben von Versicherungen werden vom Beitragszahler und sämtliche Ausgaben der öffentlichen Hand werden vom Steuerzahler bezahlt.

Von wem auch sonst?

@ 09:24 von dr.bashir

Das Problem ist ja, dass die meisten Leute gar nicht gegen Elementarschäden (Starkregen, Überflutung) versichert sind. Früher gab es in einigen Bundesländern eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden, die von öffentlich-rechtlichen Versicherern durchgeführt wurde - der Beitrag wurde vom Fiskus zusammen mit Grundsteuer eingezogen. Das war spottbillig, da jeder sich versichern musste, zum gleichen Beitrag, egal ob er am Moselufer oder auf dem Berg wohnte. Aber einklagbare Hilfe war im Notfall da. Das wurde abgeschafft, weil die Briten im Gegenzug zur Zustimmung zur Wiedervereinigung u.a. eine europaweite Freigabe des Versicherungsmarktes gefordert hatten, da waren Pflichtversicherungen nicht mehr drin. Der Markt sollte es, so die Briten, regeln. Die Briten hofften mit ihren vermeintlich hoch-attraktiven Produkten den EU-Markt aufmischen zu können. Da hatten sie sich aber getäuscht - die Märkte blieben lokal. Nur wir sind die wirklich gute Pflichtversicherung los ...

Gehört sich so! @ 09:27 von Dr.Hans

>>> Die Auftritte der diversen Politiker*innen waren eine Schande. Wohlfeile Worte und Bilder für den Wahlkampf. >>>

Das gehört sich einfach so! Nach jeder wirklich jeder Katastrophe, haben die Regierenden vor Ort zu sein!
Das ist so nicht nur in Deutschland!

Komisch dass Ihnen dieses Wissen entfallen ist?

>>> Sympathisch wäre es gewesen, wenn mal eine/einer die Ärmel hochgekrempelt und sich eingereiht hätte in die Mitte der Helfer*innen und einen Tag mitgeschafft hätte. Aber das kann man von dieser abgehobenen und volksfernen Kaste nicht erwarten. >>>

Schaufelnde PolitikerInnen, wäre ein Schauspiel, welches Niemand braucht!
Das wäre dann das Quentchen zu viel.

Aber Hauptsache man kann allgemeines Politikerbashing aus der Sache rausholen was?
Über Hr Laschetes unnötiges Gekicher kann man durchaus empört sein! Alles andere ist nur Bashing!

@09:27 von Dr.Hans: Ärmel hochgekrempelt

"Sympathisch wäre es gewesen, wenn mal eine/einer die Ärmel hochgekrempelt und sich eingereiht hätte in die Mitte der Helfer*innen und einen Tag mitgeschafft hätte. Aber das kann man von dieser abgehobenen und volksfernen Kaste nicht erwarten."

Was soll das denn bringen, wenn Herr Laschet sich mit der Schaufel hinstellt und Schlamm schaufelt?

Wesentlich sinnvoller ist es, wenn sich die Politiker ein Bild der Lage machen und sich dann darum kümmern, dass

1. professionelle Hilfe (z.B. die Bundeswehr) dahin kommt, wo sie gebraucht wird.
2. Gelder organisert werden, um den Betroffenen schnell zu helfen.

Die nicht so "volksfernen" Politiker nutzen die Situation übrigens, um den Klimawandel zu leugnen und den Windrädern die Schuld an der Katastrophe zu geben.

Aber das ist ein anderes Thema.

Tatsächlich wird künftig mehr Schutz in der Fläche ...

... notwendig sein, denn derartige Ereignisse wird es definitiv künftig sehr viel häufiger geben. Natürlich kann man sich dann nur vor den Wassermengen besser schützen, jedoch kaum vor starkem Sturm (Tornados, u.Ä.).

Die Kritik am Warnsystem verstehe ich ehrlich gesagt nicht, denn wer das Entstehen derartiger Situationen mal eine Weile in der letzten Zeit beobachtet hat, wird feststellen, dass es tatsächlich sehr schwierig ist, festzulegen, wo die Situation wirklich "eskaliert". Derartige Wettersituationen entstehen derzeit oft in wenigen Minuten aus dem Nichts.

Und über das Geschrei, wenn zu viel geschützt und gewarnt werden soll, brauchen wir nicht reden. Wie das läuft, sehen wir derzeit bei Corona ...

09:27 von Dr.Hans

wurde das nicht schon ausdiskutiert ?
Besser der Typ macht seinen Job für den er bezahlt wird
Die ganze Sache organisieren, Geld beschaffen, für Solidarität werben
also Dinge die nicht "jeder" machen kann

In der Pandemie hat man ja erlebt das die Versicherer plötzlich zur Haarspalterei neigen: schließlich steht in den Policen nichts von „Covid 19“!

„Hochwasser“ ist meist ein Problem im Flachland/Tallage.

„Starkregenereignisse“ sind besonders im Mittelgebirge zerstörerisch.

Wir wohnen zB am Hang. Die Versicherer kategorisieren die Hochwassergefahr entsprechend als niedrig = niedriger Tarif.

Jetzt wird das wohl geändert werden.

Für manche der aktuell Betroffenen erstmal Glück, insofern die Gerichte nicht zugunsten der Versicherer entscheiden. Was in Deutschland leider oft so ist.

Re : GeMe !

Die Versicherungen schicken ja eigene Gutachter in die betroffenen Gebiete. Und dann werden die ach so "großzügigen" Versicherungen schon einige Punkte finden, um Zahlungen zu kürzen, streichen, niedriger bewerten, verzögern, und und und. Und es liegt dann an den Menschen, gegen die Versicherungen zu klagen, nur sitzen die am längeren Hebel, immer.
Es ist doch bekannt, dass Versicherungen nie wirklich das bezahlen, was tatsächlich notwendig wäre, weil diese Solidargemeinschaft Versicherung in der Regel eine AG ist, wo nur die Rendite zählt. Je höher umso besser. Immer wieder sieht man dies in Berichten, wie da getrickst wird, nur um nicht die volle Summe bezahlen zu müssen. Das ist die pure Schande !
Dagegen ist die Hilfsbereitschaft der Menschen für all die Betroffenen natürlich ein Segen und zeigt es gibt noch die soziale Verantwortung. Diese sollte noch mehr greifen, und noch viel mehr Menschen einbinden !

@nie wieder spd & Dr. Hans

Heute kann man als Politiker in einer solchen Situation nur verlieren. Wir haben nicht mehr 1962, als die Menschen in eine Naturkatastrophe noch zusammenstanden und ein Bürgermeister sich mit der Organisation von Hilfe Respekt erwerben konnte.
Heute geht es vor allem um schockierende Bilder, Likes und natürlich um Schuldzuweisungen. Dass Politiker, die in einer solchen Atmosphäre Karriere gemacht haben, dann auch nach diesem Prinzip arbeiten, kann man auch als natürliches Ergebnis politischer Evolution betrachten.
Womit schlussendlich die Schuld bei uns als Wahlvolk liegt.

Hochwasser , und das Aufräumen

Da können wir alle , uns ganz besonders die Betroffenen ,hoffen ,dass die die coolen Sprüche der Politik ausbleiben ! Denn immer wenn es hieß : Wir müssen schnell und unbürokratisch finanzielle Hilfen bieten dann ist meist n i c h t s angekommen ! Das war bei allen Überflutungen und selbst bei Corona so.
Solche Dinge sollten ernsthafter abgehandelt werden ! Diäten werden besser gehandhabt und wurden auf Automatik umgestellt ..... also sind Ideen ja da wenn es w i c h t ig ist.....

@SirTaki

"Wer hat Schuld? Diese Frage wird gern gestellt, so als ob es irgendeinen Urheber, Verursacher oder Versager geben muss" Am 19. Juli 2021 um 09:39 von SirTaki

*

Bei so vielen Todesopfer steht es außer Frage, dass irgendetwas falsch gelaufen ist.
Es ist richtig das zu klären. Es wird sicher nicht der letzte Katastrophenfall sein und das nächste Mal sollte man es besser machen.

Angeblich ist Sachsen deshalb weniger betroffen, weil es aus den letzten drei Überflutungen gelernt hatte und passende Baumaßnahmen durchführen ließ.
Ich stecke nicht in der Materie drin, aber das ist sicher einen Blick wert, wenn es helfen kann.

Die zerstörten Gebiete müssen sowieso neu aufgebaut werden, also kann man paar Baumaßnahmen zum Schutz gleich umsetzen, inklusive Warnsysteme.

Am 19. Juli 2021 um 09:10 von Louis2013

Heute Morgen lese ich an anderer Stelle: "Wer zahlt für den Wiederaufbau?" Was für eine Frage. Wir alle natürlich. Am Anfang der "zahlenden Kette" stehen zwar die Versicherungen, die betroffenen Bundesländer NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern, die Kommunen und der Bund. Sie alle aber werden sich ihre Ausgaben vom Beitrags- bzw. Steuerzahler früher oder später wieder finanzieren lassen. Nach dem Motto: Den Letzten beißen die Hunde.
___
Und deshalb hätten Sie, welche Lösung vorgeschlagen ? Soll halt jeder sehen, wie er klarkommt, oder wie ?

09:39 von schabernack

Jeder ist Teil dieser Gesellschaft, also zahlt auch jeder.
Es geht nicht anders, und es ist richtig so.
.
seid wann zahlt jeder ?
spätestens seit das BGE diskutiert wird
steht diese Einstellung zur Disposition

09:38 von Möbius

Um so schlimmer das anschreiende die Warnung vier Tage vor dem Starkregen nicht ernst genommen wurden.

Der Sachschaden wäre grösstenteils nicht zu verhindern gewesen. Die Zahl der Todesopfer und eingeschlossenen Personen hätte durch rechtzeitiges handeln und Warnen verringert werden können.

@ nie wieder spd

Der Katastrophentourismus der Politiker scheint nicht enden zu wollen.

Sind die Politiker vor Ort, kritteln Sie. Sind Sie nicht vor Ort, bemängeln andere die scheinbare Gleichgültigkeit. Politiker können bei so undifferenzierter Sichtweise der Kritiker nichts recht machen.
Vielleicht mal drüber nachdenken.

Am 19. Juli 2021 um 09:20 von dr.bashir

Ich hoffe, dass die Menschen doch mal dazu kommen, auch mal über den eigenen Acker hinauszudenken, auch wenn die akute "Betroffenheit" durch die TV-Bilder vorbei ist.
___
Das wird wohl schwierig. Derjenige, dem der Acker gehört, wird das ganz anders sehen. Es sei denn, er wird in angemessener Form entschädigt. Wie das genau aussehen kann/soll kann ich mir noch nicht vorstellen. Hinzu kommt ja auch, dass die Bürger, die alles verloren haben, ja auch irgendwo hin müssen bzw. auch wieder (neuen) Raum brauchen. Es sind ausnehmslos dicht besiedelte Gebiete. Wie soll man da jetzt aus dem Stegreif neues Bauland erschliessen ?

Wie in der Pandemie bei den Gastronomen,

werden die Versicherungen das Kleingedruckte bemühen und sich treu bleiben, Prämien ja, Leistungen nein, alles legal.
In der Politik wird spätestens nach der Wahl "die Zeit der Einmütigkeit" vorbei sein und die Betroffenen vor Formularen sitzend sich selbst überlassen sein.

Am 19. Juli 2021 um 09:39 von SirTaki

Wer hat Schuld?
Diese Frage wird gern gestellt, so als ob es irgendeinen Urheber, Verursacher oder Versager geben muss, der nun alle Schuld ud Haftung tragen soll. Das ist einfach und falsch.
#
#
Natürlich muss die Frage gestellt werden "wer hat Schuld".
Wer die Weitergabe von wichtigen Informationen nicht macht oder verhindert trägt eine Mitschuld.

nie wieder spd / Dr.Hans / Traumfahrer

Bevor der erste Politiker vor Ort war gab es Kommentare, die bemängelten, dass sie nicht kommen.

Sind die Politiker vor Ort gewesen, dann bemängeln Sie, dass sie "Tourismus" betreiben.

Eine Vorbeikommen ist nun mal Pflicht in solcher Stunde und die Politiker sollen sich auch um politische Maßnahmen wie Geldhilfen kümmern und nicht schaufeln.

Es gibt Leute, die besser schaufeln können (man bedenke, dass Merkel auch ihre gesundheitlichen Probleme hat und man sieht sie nun öfter sitzen als früher - jammern tut sie aber nicht).

@ Der Hans

Abgehobene Kaste. Die Auftritte der diversen Politiker*innen waren eine Schande.

Nein, die Präsenz vor Ort war richtig. Aber ungerechte Kritik und Miesmacherei können eine Schande sein. Politiker sind keine Kaste, das sind ganz gewöhnliche Menschen wie wir und sie sind frei und auf Zeit gewählt.

Bundesinnenminister Horst Seehofer, CSU, besucht

die betroffenen Gebiete - der Bundespräsident, die Bundeskanzlerin, zwei Ministerpräsidenten, eine Ministerpräsidentin, zwei Kanzlerkandidaten taten das auch schon, recht pressewirksam (samt Lacher), die Kanzlerkandidatin hat sich auch informiert, aber ohne Presse (gut so). - Aber: seit Jahren gehen die bundesweiten Katastrophenalarme in die Hose; selbst wenn alarmiert wird, weiß die Bevölkerung nicht, was sie machen soll - kein Training dafür; das ist die eigentliche Bankrotterklärung, die so viele mit Hab und Gut, aber auch mit dem Leben bezahlten. - Darüber nachzudenken, macht mich wütend. -

Am 19. Juli 2021 um 09:28 von Traumfahrer

Da muss Präsenz gezeigt werden. Statt dessen wäre es sinnvoller, sie würden, zumindest die "kleinen" Politiker auch mal eine Schaufel in die Hand nehmen, und es denn freiwilligen Helfern gleich tun, und helfen.
__
Ich dachte, das Thema "Politiker mit Schaufeln und Schubkarren" hätten wir gestern schon ausreiichend erörtert und als Schwachsinn ad absurdum geführt. Aber Ihnen scheint wohl mehr daran zu liegen, Politik zu diskreditieren, ob berechtigt oder nicht. Warum fahren Sie nicht mit Hacke und Schaufel dorthin ? Haben Sie schon eine Spende getätigt ? Oder gehen Sie davon aus, dass Politik-Schelte den Menschen dort weiterhilft. Sie reklamieren doch sonst den "Sozial"-Staat. Hier können Sie sich mal unkompliziert einbringen !
Kopfschüttel...

Klimaveränderungen, 09:39 von schabernack

"Als Unbetroffener können Sie sehr zufrieden sein, dass (...) nicht noch dazu Ihr Haus überflutet oder weggeschwemmt wurde.
(...) offenbar wird, wie teuer Klimaveränderungen sind".
Pardon, das ist anders zu sehen. Auf https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1983/hjb1983.25.htm sind in einem heimatkundlichen Artikel von 1410 bis 1965 einundachtzig katastrophale Flutwellen im Ahrtal aufgelistet. Der Ort Schuld ist ein Beispiel dafür. Stellen Sie sich eine Ameise vor, die gerade in der engsten Stelle eines Trichters herumkrabbelt und oben gießt jemand Wasser in den Trichter. Der Artikel beschreibt die Vorgänge in den engen Flußtälern des Ahrkreises, und mit dem Klimawandel haben die Ereignisse nichts zu tun. Bedauerlicherweise hat Annalena Baerbock keine 12 Stunden gebraucht, um das Unglück der Menschen als Argument für das Wahlkampfthema ihrer Partei heranzuziehen und Laschet konnte nicht schnell genug, noch am gleichen Tag, dieses Thema in seinen Äußerungen mit in Anspruch nehmen.

09:33 von tagesschlau2012

«Ein europäisches Warnsystem soll frühzeitig die Fluten vorhergesagt haben. Die Bundesregierung soll über die genauen Orte informiert gewesen sein … Der DWD-Sprecher verweist aber auch darauf, dass die Warnmeldungen nicht von allen Medien verbreitet worden seien.»

Eigentlich erfreulich, war Deutschland bisher so was wie Abwesenheitsland für schwere Naturkatastrophen. Für das, was sich so gut wie nie ereignet, sind auch Warnsysteme mangelhaft.

Wer hätte bspw. eigene Radioprogramme oder Internet-Portale mit Kosten permant eingerichtet gesehen haben wollen, wenn nur alle "Jubeljahre" was geschieht. Von eigenen staatl. TV-Sendern für so was gar nicht zu reden.

In welchen Ländern in Europa es so was überhaupt gibt … keine Ahnung. In NL & Belgien hat man auf Warnungen hin auch nicht großräumig evakuiert. Dort war weniger Schaden, da es keine Mittelgebirgstäler gibt.

In Japan lernen Kinder ab Klasse 1, welches die Warnsender sind.
Das ÖR-TV unterbricht jede Sendung für Warnhinweise.

@ Möbius

Allein schon verdächtig finde ich, dass immer wieder von „Hochwasser“ die Rede ist. Ich weiß was Hochwasser ist:

Das möchte ich bezweifeln.


... die Pegel steigen allmählich, man hat Zeit, sich selbst und sein Hab und Gut in Sicherheit zu bringen.

... oder es geht ganz schnell und man hat keine Zeit.

@Dr.Hans

"
Am 19. Juli 2021 um 09:27 von Dr.Hans
Abgehobene Kaste

Die Auftritte der diversen Politiker*innen waren eine Schande. Wohlfeile Worte und Bilder für den Wahlkampf.

Sympathisch wäre es gewesen, wenn mal eine/einer die Ärmel hochgekrempelt und sich eingereiht hätte in die Mitte der Helfer*innen und einen Tag mitgeschafft hätte. Aber das kann man von dieser abgehobenen und volksfernen Kaste nicht erwarten."

Wer sollte das denn Ihrer Meinung nach tun? Alice Weidel? Gauland? Oder vielleicht Meuthen? Oder lieber Frau von Storch?

09:39 von schabernack: Finanzierung der Schäden

Es ist in unserem System so, dass die "Solidargemeinschaft" die Schäden zahlt.
Umso ärgerlicher ist es, wenn ich z. B. Laschet reden höre, dass er seine Politik nicht ändern will.
Wenn also die Union das "weiter-so" praktizieren will, es Menschen gibt, die das gut finden u. diese Partei/en wählen, dann werde ich ärgerlich - ärgerlich gegenüber solchen Menschen, die diese "weiter-so-Partei" weiterhin wählen.

Denn ich erwarte, dass man ENDLICH etwas tut.
16 Jahre lang wurde nichts getan - im Gegenteil:
siehe z.B. Großspende in 2013 der BMW-Anteilseigner von 690.000 € an die CDU u. deren Folgen = Verhinderung der Senkung der Abgaswerte in der EU.

Wieso gibt es immer noch keinen länderübergreifenden Katastrophenschutz, der im Falle von angekündigtem Unwetter wie diesem dann die Befugnis hat, Räumungen und Evakuierungen dort anzuordnen, wo es nötig ist?
Immerhin wurde 4 Tage zuvor vom Wetterdienst gewarnt. Es wurde angekündigt, dass die Regenmengen 200 Liter/Qm betragen ...

@SirTaki 09:39 Uhr: das ist doch Wunschdenken!

Man hat ja von Seiten der Behörden ganz bewusst - leider und immer wieder - Hochwassergefährdete Gebiete als Bauland ausgewiesen.

Im dichtbesiedelten Deutschland baut man da, wo es preiswert ist.

In einer oder zwei Generationen ist die Katastrophe vergessen und das Ahrtal zB noch dichter besiedelt als je zuvor.

Wenn die Infrastruktur (Geleise, Straßen, Brücken, Bahnhöfe) jetzt wieder aufgebaut wird, hoffe ich wenigsten das man etwas robuster baut, evtl gegen Erdrutsche und Gerölllawinen sichert oder gezielt Abflüsse für das Wasser schafft.

Das die Menschen unzureichend gewarnt worden sind, ist m.E. ein Skandal. Was nützt die „KatWarn“ SMS um 03:00 Uhr morgens auf dem Handy ?

re 09:38 Möbius: Psychologische Beweise

>>Wo ist der empirische Beweis ?<<

Schlagen Sie einfach mal bei meteorologischen Instituten nach oder gucken Sie einfach mal Nachrichten mit Interview von Klimaforschern oder lesen Sie hierzu seriöse Tages- und Wochenzeitungen oder wissenschaftliche Veröffentlichungen von Umweltverbänden und -instituten. An Quellen wird es Ihnen doch wohl nicht mangeln.

>>Das es anekdotisch als „gesichert“ gilt das Starkregenereignisse häufiger sind als früher, ist psychologisch verständlich.<<

Für mich ist allenfalls „psychologisch“ verständlich, warum man sich aus dem Interview eines Meteorologen die EINE Aussage von dem letzten Starkregen an der Ahr von 1804 rauspickt.

Als wenn er oder jemand den globalen Klimawandel mit der Regenhäufigkeit an der Ahr erklären wollte...

09:39 von SirTaki

"Wer am Wasser baut, wohnt riskant. (...) doppelt zu überlegen, wo das Häuschen und der Betrieb stehen (...) Man will schick wohnen, Idylle haben".
Wie recht Sie haben, aber nicht mit dem letzten Halbsatz. Die Eifel war seit historischen Zeiten die ärmste Landschaft Deutschlands. Hier gab es keine Firma Krupp, die die Menschen beschäftigt und Siedlungen für sie gebaut hat, und keinen Hafen wie Köln oder gar Duisburg, der den Handel antrieb.
Wer in der Eifel nicht verhungern wollte, musste zum großen Teil da siedeln, wo alle durchmussten - zum Beispiel im Ahrtal. Das trifft heute auch für den Fremdenverkehr zu. Wer fährt schon zum Kaffeetrinken auf die nächste Hochebene. Natürlich sind die Restaurants und Cafes am Fluss gebaut. Ebenfalls mussten vor der Einführung der Dampfkraft und Elektrizität die energieintensiven Betriebe am Fluss gebaut werden, sprich Mühlen. Die Greener Mühle wurde zwischen 1410 und 1804 achtmal durch Flutwellen vernichtet. Wo sollte sie sonst hin?

Selbsteinsatz

Es ist dort so, dass zur Zeit circa 50 Bauern dort versuchen, diesen kriegsähnlichen Zustand, den man dort vorfindet, irgendwie in den Griff zu kriegen. Diese Bauern werden dabei unterstützt von niemandem. Es gibt dort keine Feuerwehr, kein THW, kein Militär und nicht einmal einen offiziellen Ansprechpartner. Die Bauern bringen sich dort gerade in Lebensgefahr. Dort sind Brücken nicht mehr statisch einwandfrei, Straßen unterspült, Häuser drohen einzustürzen und von Strom und Gas gehen große Gefahren aus. Wenn man dort einen Balken hochhebt oder einen Baumstamm oder einen Haufen wegschiebt, weiß man nie, was einen darunter erwartet und wie man dann mit der Situation umgehen soll. Es gibt dort keine Koordination, die sind einfach nur auf sich alleine gestellt. Das bedeutet wenn unter den Trümmern eine Leiche gefunden wird, dann wissen sie auch nicht was sie tun sollten. Die Leiche dort liegen lassen? Rausnehmen und versuchen zu identifizieren? Soll man die Leiche begraben?

Am 19. Juli 2021 um 09:37 von Taeler

" Dort mussten wir aber auch alles einzeln angeben, was versichert sein soll. Natürlich ist mir auch bekannt, dass in manchen gebieten man sich nicht gegen Hochwasser versichern kann da es den Versicherungen ein zu großes Risiko ist. "

Ja das ist so, bei ersten mal, falls man Hochwasser drin hat, zahlt die Versicherung nach langem hin und her, da gibt es eine neu Police, meist in 4 Gruppen, nach Nähe zum Bachlauf oder Fluss.
Die direkt am Bach sind, bekommen keine mehr, weil bei kleinen Bachläufen, das immer wieder mal passiert.
Einen ganz großen Teil müssen Bewohner selber tragen, also nichts mit Allgemeinheit, einzig der Staat gibt sehr günstige Kredite als Hilfe.
Was der Großmutter die das Haus verloren hat, auch nichts nützt, es wird ganz viele dramatische Schicksale geben, und ich weiß von was ich schreibe.
Ich hab einige schwere Hochwasser mitgemacht.

@Louis2013

" Am Anfang der "zahlenden Kette" stehen zwar die Versicherungen, die betroffenen Bundesländer NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern, die Kommunen und der Bund. Sie alle aber werden sich ihre Ausgaben vom Beitrags- bzw. Steuerzahler früher oder später wieder finanzieren lassen. Nach dem Motto: Den Letzten beißen die Hunde."

Die Bewältigung dieser Katastrophe ist eine nationale Aufgabe deshalb ist es eigentlich selbstverständlich dass der Steuerzahler und die Beitragszahler mit dafür aufkommen . Die Menschen sind ja nicht schuld an ihrer Not .
Ich weiß auch nicht warum man jetzt darüber eine Diskussion führen sollte .
Völlig unnötig .

@ Möbius

Für manche der aktuell Betroffenen erstmal Glück, insofern die Gerichte nicht zugunsten der Versicherer entscheiden. Was in Deutschland leider oft so ist.

Sollen Gerichte nach Partikularinteressen entscheiden?
Gerichte entscheiden in der Bundesrepublik unabhängig nach Recht und Gesetz.
Gesetze werden per Mehrheitsbeschluss von frei gewählten Vertretern der Bevölkerung beschlossen.

Es gibt keine Verantwortlichkeit mehr

Das hat sich jetzt in den letzten Jahrzehnten immer mehr manifestiert:

Egal was passiert, „niemand“ ist Schuld, schon garnicht die Politiker, Behörden und Beamten.

Früher gab es Rücktritte, personelle Konsequenzen, Strafversetzungen bei Versagen im Amt. Heute gibts die Strafversetzung oder den vorgezogenen Ruhestand eher wenn man so unvorsichtig ist auf einen Missstand hinzuweisen und das dann auch noch an die Öffentlichkeit kommt.

„Risiko-Avers“ nennt man dieses Verhaltensmuster von Führungskräften. Wobei nicht das Risiko der anderen gemeint ist, sondern das Risiko für die eigene Karriere.

Ämter in Deutschland sind inzwischen schon geübt im „Schwarze-Peter Spiel“. Jeder schiebt die Verantwortung woanders hin. Hauptsache der eigene Laden bleibt sauber.

Das war in der Pandemie so und jetzt auch wieder beim Thema Katastrophenschutz.

Das ist Fakt …

… die letzten 39 Jahre gab es in der Politik ein „Weiter so“, trotz der Warnungen, trotz der bekannten Missstände, keine der Parteien ist davon ausgeschlossen, das ist jetzt die allerletzte Chance die gefühlte Komfortzone zu verlassen für einen Paradigmenwechsel.

Am 19. Juli 2021 um 09:49 von LifeGoesOn

Derartige Wettersituationen entstehen derzeit oft in wenigen Minuten aus dem Nichts.
#
#
In diesem Fall wurde diese Wettersituation schon 4 Tage vorher gesagt.
Auch wenn ein Klavierspieler das vor wenigen Tagen vehement bestritten hat, das man das Wetter sehr genau voraussagen kann.

09:39 von SirTaki: Wiederaufbau ist riskant

Ich sehe es auch so:
Wenn ich am Wasser baue, riskiere ich Hochwasserschäden.
Wenn ich nun höre, dass die Politiker Gelder für den Wiederaufbau an Ort und Stelle locker machen, frage ich mich auch:
Ist das sinnvoll? Wenn das nächste Unwetter kommt, passiert vermutlich dasselbe erneut.

Wieso kann man die Menschen nicht umsiedeln?
Auch wenn Deutschland schon dicht besiedelt ist, sollte ein Wiederaufbau in solchen Gebieten vermieden werden.

Dass der Klimawandel mit Unwettern "zuschlagen" wird, war schon sehr lange bekannt. Man hat diese Zeit leider nicht genutzt, weil die "weiter-so-Partei" immer wieder Umwelt- und Klimaschutz verhinderte.
Jedem war aber bewußt, dass es umso teurer wird, wenn man nicht frühzeitig etwas tut:
Und ist genau das eingetreten. Es wird nun extrem teuer.

@ Peter Kock

Da können wir alle , uns ganz besonders die Betroffenen ,hoffen ,dass die die coolen Sprüche der Politik ausbleiben !

Man kann sich hier des Eindrucks nicht erwehren, dass die nervigsten Sprüche nicht unbedingt von Politikern kommen.

Ah ja?

>>> Die Zahl der Todesopfer und eingeschlossenen Personen hätte durch rechtzeitiges handeln und Warnen verringert werden können. >>>

Beispiel: Erftstadt, ländliches Gebiet, Erft ein kleines Flüsschen und ein noch kleinerer Bach. Niemand rein Niemand (nicht mal der DWD!) rechnete mit plötzlich donnernden Flutwellen aus diesen Gewässern! Die Warnungen kamen kurz vor den donnernden Flutwellen aus Erft und dem Bächlein...

Mitten in der Nacht eine verschlafene Kleinstadt sehr verstreut ländlich komplett in fast Minuten evakuieren?

Das gleiche gilt für die Eifel..... verschlafene, ländliche kleine Städtchen mit bisher total unauffälligen kleinen Fließgewässern!

Also Bitte.....

PS. Der DWD warnte vor extrem hohen Regenmengen pro qm. Nicht vor Flutwellen!

Hochwasser: Aufräumen im Westen, Anspannung im Süden...

In der Überschrift zu dem Artikel ist schon ein Ausblick auf die Zukunft angerissen. Hochwasser, Stürme oder Hitzewellen, sie stehen in der Zukunft an. In der Eifel wird aufgeräumt, die materiellen Schäden vielleicht nach ein paar Monaten behoben. Aber wenn der Klimawandel weitergeht, wenn die CO2-Belastung nicht verringert wird ? Aber manche Politiker lachen.....

um 10:00 von weingasi1

>>
Es sind ausnehmslos dicht besiedelte Gebiete. Wie soll man da jetzt aus dem Stegreif neues Bauland erschliessen ?
<<

Das ist ja mal eine gute Frage. Ich erweitere sie: Bei den gesehenen Bilder und der gestiegenen Wahrscheinlichkeit für eine Häufung derartiger Ereignisse, muss man sich fragen, ob Wiederaufbau in allen Fällen überhaupt angezeigt ist. An manchen Stellen wird man der Natur weichen müssen. Hohe Wasserstand ist das Eine, aber unterspülte Fundamente sind schon eine andere Kategorie.

Warnung der Menschen

Ist inzwischen eigentlich die unrühmliche Rolle des WDR bei der Warnung der Menschen im Katastrophengebiet ein Thema? Ich meine nicht allgemeine Beiträge zum Klima, ich meine das Programm und die Meldungen des WDR, Radio und Fernsehen.

Re : Tada !

Ich bemängle, dass Herr Laschet im Grunde jeden Tag auf der Matte stand, seinen Senf zum Besten gab, statt nach dem ersten Besuch sich an die Arbeit macht, und die finanziellen Hilfen organisiert.
Klar wird eine Frau Merkel keine Schaufel in die Hand nehmen, und Frau Dreyer hat anscheinend auch Probleme beim Gehen, aber es gibt genügend kleine Lokalpolitiker, die nur im Weg rumstehen, statt gleich irgend wie zu helfen, ohne große Ansagen !
Zum Einen tut dies den betroffenen Menschen gut, zum Anderen ist dies eine Werbung in eigener Sache, die sicher sehr gut ankommt. Das wäre ei Zeichen für Solidarität !!!

09:54 von Tada

>>Bei so vielen Todesopfer steht es außer Frage, dass irgendetwas falsch gelaufen ist.
Es ist richtig das zu klären. Es wird sicher nicht der letzte Katastrophenfall sein und das nächste Mal sollte man es besser machen.<<

Ich sehe das so wie sie.

Wirft man ein Blick auf die Liste von Hochwassern, kann jeder feststellen, dass dies nichts Neues ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Hochwasser-Ereignissen

Es hat immer Hochwasser gegeben, und es wird immer wieder Hochwasser geben.

Ob der Mensch daraus lernt?

Vielleicht nicht zu nah am Wasser bauen, oder auf Hängen, oder, oder, oder.

Leider werden Genehmigungen an Stellen erteilt, die zum Bauen ungeeignet sind.

Hier setzt die Intelligenz aus und die Gier nach Einnahmen ein. (Könnte ein Motiv sein)

Nach dem Schaden beginnt das jammern.

Wann werden wir eine Erklärung/Ursache über dieses Hochwasser bekommen?

Bestimmt nicht vor der Bundestagswahl.

Es könnte für bestimmte Parteien unangenehm sein.

09:50 von Tinkotis

«Wir haben nicht mehr 1962, als die Menschen in eine Naturkatastrophe noch zusammenstanden und ein Bürgermeister sich mit der Organisation von Hilfe Respekt erwerben konnte.»

Nicht für 1 Promille anders als 1962 ist heutzutage das Zusammenstehen der Menschen nach Naturkatastrophen.

Das war bei der Flut an der Oder von 2002 der Fall, und ist nun 2021 in den betroffenen Regionen nicht für 0,5 Promille ein Unterschied zu 1962. Der Unterschied ist, dass man so was mit heutigen Mitteln von Kommunikation schneller und besser koordinieren kann.

«Heute geht es vor allem um schockierende Bilder, Likes und natürlich um Schuldzuweisungen.»

Heute geht es um Hilfe, aber man kann das: "Früher-War-Alles-Besser" immer als klebrige Soße über alles drüber kippen. Macht es oberflächlich einfacher, und mindert die Notwendigkeit zum eigenen Nachdenken.

«Womit schlussendlich die Schuld bei uns als Wahlvolk liegt.»

Au weia.
Woher weiß ich denn, was Politiker (x) bei Flutkatastrophen macht …

@ Louis2013

Heute Morgen lese ich an anderer Stelle: "Wer zahlt für den Wiederaufbau?" Was für eine Frage. Wir alle natürlich.

Ich kann das Gemäkel nicht nachvollziehen. Solidarität sollte doch eine Selbstverständlichkeit sein. Und bei der Steuer gilt das Prinzip starke Schultern tragen mehr.

Re : Mene mene tekel.......... !

Da könnte D sehr viel und effektiv von Israel lernen, da weiß die Bevölkerung sehr genau, was zu tun ist, wenn die Sirene heult !!!
Nur leider ist in D nur eines am meisten wichtig, die Globalisierung und Gewinnmaximierung, bei so ziemlich allen, die eine Möglichkeit dazu haben oder finden. Der Rest geht unter, und wird vergessen, in jeder Hinsicht !!

09:16 von nie wieder spd

"Der Katastrophentourismus der Politiker scheint nicht enden zu wollen."
+
Das ist kein Katastrophentourismus. Wer politische Verantwortung trägt, muss sich vor Ort ein Bild machen. TV-Bilder genügen da nicht.

@ Dr.Hans um 09:27

Von den Politikern von denen wir hier reden kommt keiner aus einer Politiker Familie

Kaste ist als Begriff einfach unpassend.

Re : Peter Kock !

Jetzt müssen erst wieder die richtigen Formulare hergestellt werden, in vierfacher Ausfertigung, damit die Menschen was zum Ausfüllen haben.....................................................
und dann kommt die berühmt- berüchtigte deutsche Bürokratie !!!
Und bekannt malen all diese Mühlen sehr langsam................................................................ wenn sie denn mal laufen !!

@ um 09:49 von Sisyphos3

„Besser der Typ macht seinen Job für den er bezahlt wird Die ganze Sache organisieren, Geld beschaffen, für Solidarität werben
also Dinge die nicht "jeder" machen kann“
Da haben Sie vollkommen recht.
Zumindest was das Beschaffen von Geld angeht, dass in die eigene Tasche wandert, sind einige Politiker mit Nebenbeschäftigungen ja ganz besonders weit vorne.
Das können sie zweifellos. Bis zur Perfektion.
Als Nebenbeschäftigung ein paar Tage an der Schüppe stehen ist dagegen eher etwas, dass so ein Minister gerne den Lokalpolitikern überlässt, die sicher alle kurz vorm Herzinfarkt stehen, weil sie sowieso schon gar nicht mehr wissen, wo sie anfangen sollen.

Am 19. Juli 2021 um 09:44 von Carina F

Gehört sich so! @ 09:27 von Dr.Hans

>>> Die Auftritte der diversen Politiker*innen waren eine Schande. Wohlfeile Worte und Bilder für den Wahlkampf. >>>

Das gehört sich einfach so! Nach jeder wirklich jeder Katastrophe, haben die Regierenden vor Ort zu sein!
Das ist so nicht nur in Deutschland!

Komisch dass Ihnen dieses Wissen entfallen ist?

>>> Sympathisch wäre es gewesen, wenn mal eine/einer die Ärmel hochgekrempelt und sich eingereiht hätte in die Mitte der Helfer*innen und einen Tag mitgeschafft hätte. Aber das kann man von dieser abgehobenen und volksfernen Kaste nicht erwarten. >>>

Schaufelnde PolitikerInnen, wäre ein Schauspiel, welches Niemand braucht!
Das wäre dann das Quentchen zu viel.

Aber Hauptsache man kann allgemeines Politikerbashing aus der Sache rausholen was?
Über Hr Laschetes unnötiges Gekicher kann man durchaus empört sein! Alles andere ist nur Bashing!

Ich danke Ihnen für diesen Kommentar

Den sollten sich auch andere Foristen zu Herzen neh

@Mene mene tekel...

" zwei Kanzlerkandidaten taten das auch schon, recht pressewirksam (samt Lacher)," Am 19. Juli 2021 um 10:06 von Mene mene tekel...

*

Ich finde es bitter, dass manche selbst angesichts solcher Tragödie vor Ort aus einem Lachen ein Skandal fabrizieren - wohl wissen, dass sie selbst auch Mal in angespannten Situationen lachen - und so von der Tragödie ablenken, um sich in den Medien in den Vordergrund zu drängeln.

Lachen hat viele Funktionen. Das wissen die Menschen.
Lachen ist das einzige, das einen in den schwersten Situationen vor dem Wahnsinn bewahrt.

Laschet hat sich auch umgehend dafür entschuldigt.

09:33 von tagesschlau2012: ... Frühwarnung schlug fehl!

Weshalb diese Warnung des europ. Hochwasser-Warnsystems nicht beachtet wurde, sollte bei der Suche nach Schuldigen genau geprüft werden.
Wenn ein System 4 Tage vor einem Unwetter warnt, dabei 200 l Regenwasser pro Qm vorhersagt und dennoch keinerlei Evakuierungen etc. erfolgen, es richtig, dass man die Schuldigen findet.

Kann es sein, dass es an den Zuständigkeiten liegt, d. h. jede Gemeinde, jeder Landkreis etc. zuständig ist und es keine übergeordnete Stelle gibt, die bei angekündigten Katastrophen (200 l pro Qm kündigen eine Katastrophe an) die Befugnis hat, Evakuierungen anzuordnen?

Wenn es eine solche Stelle nicht gibt (wie ich es stark vermute), dann liegt hier ein Versagen der Politik vor:
Denn man weiß schon sehr lange, dass der Klimawandel mit Unwettern "zuschlagen" wird.
Wenn man weiter denkt, kommt man automatisch darauf, dass es dann zentrale Zuständigkeiten geben muss auf Bundesebene oder zumindest auf Länderebene.
Ebenso muss der Katastrophenschutz ausgebaut werden etc.

09:33, tagesschlau2012

Immer wenn so etwas passiert, gibt es hinterher viele, die alles schon vorher gewusst haben.

Wer sich aber ein wenig mit Meteorologie beschäftigt, der weiß, daß sich solche Starkregenereignisse und die Folgen davon nicht punktgenau vorhersagen lassen. Sehr viel spielt sich da im sogenannten Nowcastbereich ab.

Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes gab es.

Ich wundere mich, daß der eigentlich seriöse Tagesspiegel solche bildzeitungswürdigen Artikel veröffentlicht.

Jede Medaille hat ZWEI seiten

" seit Jahren gehen die bundesweiten Katastrophenalarme in die Hose; selbst wenn alarmiert wird, weiß die Bevölkerung nicht, was sie machen soll - kein Training dafür;" @Mene mene tekel...
.
Ein Staat kann nur funktionieren, wenn ALLE gleichermaßen die Ballance zwischen Rechten UND Pflichten einhalten.
.
Es wurde in den Nachrichten u.a. auch davon berichtet, dass einige Bewohner sich geweigert haben, die Wohnung/das Haus zu verlassen bzw. nach Entfernung wieder zurückgekehrt sind. - Siehe auch die Handy-Fotografen bei Unfällen oder die körperlichen Angriffe auf Rettungspersonal etc..

09:27 von Dr.Hans

«Abgehobene Kaste.
Die Auftritte der diversen Politiker*innen waren eine Schande.
Wohlfeile Worte und Bilder für den Wahlkampf.»

Kasten gibbet in Indien. Da simma aber nicht.
Sinnfreies Geschwafel fürs Forum ohne Wahlkampf.

Am 19. Juli 2021 um 09:39 von SirTaki

Die betroffenen Geschädigten, ob durch Hochwasser, Erdrutsch oder gebrochene Dämme, in einem wasserführenden Gebiet wie in Niederungen leben nicht in der Wirklichkeit. Wer am Wasser baut, wohnt riskant. Wer am Steilhang wohnt, riskiert Natureinfluss.
___
In den Berichten waren ja etliche Trümmer und betroffene Häuser(reste) zu sehen. Das schienen mir eher keine Neubaugebiete zu sein, sondern eher alte/ältere Häuser, wo vllt zuvor die Eltern schon gewohnt haben. Es war auch nicht das bekannte "Hochwasserszenario". Das kennen die Leute schon und leben damit. Wenn man von den Eltern z.B. ein Häuschen erbt, dann treibt einen bestimmt nicht als erstes die Frage um, wie es mit einem Starkregenereignis aussieht. Menschen haben seit Jahrhunderten immer an Flüssen gelebt. Es waren die ersten Siedlungen, die entstanden sind.

@ Mene mene tekel... um 10:06

>selbst wenn alarmiert wird, weiß die Bevölkerung nicht, was sie machen soll - kein Training dafür<

Wenn an der Nordsee eine Sturmflut angekündigt wird wissen die Leute was aufsieht zu kommt und handeln entsprechend.
Sogar Orkan-Warnungen im Flachland werden mit einer gewissen Routine ernst genommen.

Und das ist der Punkt: eine Warnung die nicht ernst genommen wird hilft niemandem, auch training hilft nur etwas wenn dann entsprechend gehandelt wird.
Im Prinzip verhalten sich alle wie die Touristen im Alpenraum die trotz Lawinenwarnungen in die Lawienenschutzgebiete gehen, oder bei Aufziehenden Sturm ins Watt wandern...

Natürlich kann man den Einzelnen nicht wirklich dafür verantwortlich machen.
Damit die Leute das ernst nehmen müsste man ihnen sagen das es ernst ist; ganz ofiziell.
Aber mit der dauernden Abwiegelei bezüglich des Klimawandels und seiner Folgen wird das nichts.
Es ist halt ein dauerndes "Lasst doch die Panikmache" statt Vorbereitung.

10:05 von dumm aber deutsch

"Politiker sind keine Kaste, das sind ganz gewöhnliche Menschen..."
+
Danke, dass Sie das hier mal erwähnt haben.
Der Besuch von Frau Dreyer zusammen mit Frau Merkel hat mich schwer beeindruckt. Das Bild, in dem die Beiden Hand in Hand gehen (was womöglich der Erkrankung von Frau Dreyer geschuldet ist), hat mich ganz schön bewegt. Diesen Menschen Instrumentalisierung vorzuwerfen - wie es hier im Forum mal wieder nachzulesen ist - , ist einfach nur unanständig.

Was tun?

Den Soli wieder aktivieren…10 Euro pro Monat, diesmal für den Aufbau West.
Uns im Osten wurde auch geholfen bei Katastrophen.
Also…

Katastrophen Warnungen

Ich habe die App NINA auf meinem Smartphone. Diese warnt sehr zuverlässig, wenn z.B. Starkregen droht.

Hier im Raum Stolberg gab NINA zeitweise alle 15 bis 30 Minuten ein Update zur Lage. Wenn man sich dann zusätzlich über das Internet informiert, sollte man gut genug informiert sein, um die Lage zu beurteilen.

Die Behörden können aber nicht jedes Haus im Auge behalten. Das muss man schon selbst und zusammen mit den Nachbarn machen.

Heute früh schilderte ein Arzt auf WDR5 wie er gerade noch mit dem Leben davon gekommen ist.

Er war mit einem Architekten in seiner Praxis, in der das Wasser wenige Zentimeter auf dem Parkett stand. Der Architekt wollte Bautrockner beschaffen, um die Praxis, wenn das Wasser aus dem Haus ist, zu trocknen.

Die Frau es Arztes bemerkte dann Risse in der Wand und fragte ob die "normal" wären. Der Architekt sah die Risse und forderte daraufhin die Leute auf, sofort das Haus zu verlassen. 15 Minuten später lag alles in Trümmern.

Es ist manchmal absurd

Stellen Sie sich, Sie seien Betroffener:

Das Haus samt Untergrund weggeschwemmt, die Topographie der Landschaft geändert. Der Eintrag des Baugebiets und ihres Grundstücks beim Katasteramt Makulatur.

Selbst wenn die Versicherung Ihnen einen Neubau bezahlte, wo ist Ihr Grundstück geblieben?

Da ist wohl mal der Staat gefordert, für Überlebende der Katastrophe alternatives Bauland auszuweisen (evtl höhergelegen) und kostenlos zur Verfügung zu stellen (inkl Erschließung).

Oft ist auch Kanalisation, Gas, Wasser, Strom, Telefon -alles futsch ! So als wenn ihr schönes Grundstück jetzt am Grunde eines Sees läge !

Und schon wieder...

...auf "die da oben" draufzudreschen, ist erbärmlich. Was das Kichern/Lachen von Laschet anbelangt: Das wird nichts mit Verhöhnen oder ähnlichem zu tun gehabt haben. Und Lachen kann das Grauen
einen Moment lang erträglicher machen. Wer kennt das nicht, das befreiende oder entschärfende Kichern während eines Horrorstreifens an Stellen, wo es eigentlich so gar nicht angebracht ist?

Ich bin kein wirklicher Freund von Laschet. Das hängt aber mit seiner eher laschen Haltung in der Coronakrise zusammen. Auch beim zukünftigen Klimaschutz sehe ich eher dunkel. Aber das jetzige Draufhacken hat er (und andere) nicht verdient.

"Man" ist "verwöhnt" @10:06 von Mene mene tekel

>>> Aber: seit Jahren gehen die bundesweiten Katastrophenalarme in die Hose; >>>

Ja und da hätte schon lange nachgebessert werden müssen.

>>> selbst wenn alarmiert wird, weiß die Bevölkerung nicht, was sie machen soll - kein Training dafür >>>

1. Viele würden es für einen Fehl oder Probealarm halten. 2. Wieder Viele wären zu bequem und ließen "Es" drauf ankommen. 3. Und nochmals viele Leute, wären zu bequem zum Training zu gehen. Und nun?

Der Verhalten

von Herrn Laschet bei der Rede von Herrn Steinmeier in NRW war eine Schande, die versuchte Entschuldigung sehr peinlich.
Nix verstanden, Herr Laschet -
im Gegensatz zur Anteilnahme von Frau Merkel und Frau Dreyer.

@ Zuschauer49 um 10:08

Natürlich gab es immer schon Dürren, Flutkatastrophen starkregen etc.

Der Klimawandel macht sie aber wahrscheinlicher und schwerwiegender.
Drei "Jahrhundertereignisse" in einem Jahrzehnt stellen deutlich klar worauf man sich vorbereiten muss, oder besser hätte bereits vorbereitet sein sollen, oder noch besser was man vermeiden sollte noch weiter zu verschlimmern, denn da geht noch mehr...viel mehr.

10:08 von Zuschauer49 Sie

10:08 von Zuschauer49

Sie sollten einfach mal die Wetterberichte sehen und hören !
Da wurde lang und breit und in sehr verständlichen Worten auf die Lage hingewiesen.
Es geht in diesem Fall um den " Jetstream ", der sich verlangsamt hat und dadurch die Tiefdruckgebiete nicht nach Norden ziehen
( meine Worte ). Und das hat sehr wohl was mit dem Klimawandel zu tun.
Die exponierte Lage in den Tälern, auf Bergbaugebieten usw. kommt dann noch erschwerend dazu - wie auch die Bebauung usw.

@dumm aber deutsch:

Diese "gewöhnlichen Menschen" als Politiker wurden seit drei Jahrzehnten vor solchen Szenarien von kompetenten Menschen gewarnt; sie haben noch Greta Thunberg und FFF nicht ernst genommen und Vereinbarungen immer wieder verwässert; Armin Laschet, CDU, MP in NRW und Kanzlerkandidat, hat Klimaschutz immer noch heruntergeredet. Nach der Katastrophe, vor seinen Augen auch in dem von ihm regierten Land passiert und auch dort von Menschen mit dem Verlust von Hab und Gut und dem Leben bezahlt, meint auch er, für Klimaschutz zu sein. - Solche Politiker kann ich nicht noch in Schutz nehmen. -

Bürger Helfen, Politiker fordern.

Zunächst einmal: Ihr alle, die Ihr spendet und Anpackt: Ihr seid Toll! Ihr seid das Deutschland, das ich mir wünsche!

Dann aber sehe ich: Politiker aller Parteien fordern. Klimaschutz, Kohleausstieg, Städteumbau (wie das? Häuser enteignen und abreißen, Frau Baerbock? Damit "Flüsse mehr Raum haben"?).
Mich ekelt es, wenn jetzt Schuldige gesucht werden und politische Ziele damit gerechtfertigt. Auch die Aussage "das wird in Zukunft viel häufiger vorkommen", hat eher etwas Glaskugelhaftes.

Ich denke mir: Spenden sammeln, Schäden reparieren, (hoffentlich) überschüssige Spenden fürs nächste Mal aufheben.
Dann: Manöverkritik: Was brauchen wir für Einsatzkräfte und für Fähigkeiten? Müssen wir neue Geräte entwickeln? Panzer sind tolle Bergegeräte, aber speziell für Friedenszeiten gebaute Geräte wären noch besser.

Umweltschutz, ja, bitte. Aus vielen Gründen. Klima ist nur einer davon. Aber so zu tun, als würden noch mehr Verbote zu weniger Starkregen führen, ist heuchlerisch.

@Zuschauer49 - 10:08

"Der Ort Schuld ist ein Beispiel dafür. Stellen Sie sich eine Ameise vor, die gerade in der engsten Stelle eines Trichters herumkrabbelt und oben gießt jemand Wasser in den Trichter. Der Artikel beschreibt die Vorgänge in den engen Flußtälern des Ahrkreises, und mit dem Klimawandel haben die Ereignisse nichts zu tun."

Haben Sie jetzt noch so ein paar tolle Erklärungen für die anderen überfluteten Regionen?
Wäre schon deshalb interessant, weil die Ereignisse nach Ihrer Ansicht ja nichts mit dem Klimawandel zu tun haben.

Diskusion: Finanzierung durch Gemeinschaft.

Es haben doch auch alle beim Befeuern des Klimawandels mitgemacht
Da wird dann auch die Zeche geteilt.

10:11 von Anderes1961 // Wer

10:11 von Anderes1961

// Wer sollte das denn Ihrer Meinung nach tun? Alice Weidel? Gauland? Oder vielleicht Meuthen? Oder lieber Frau von Storch?//

Das hätte sogar ich gerne gesehen.
;-)))

Hat eigentlich der User Dr.Hans selber mal geholfen, die Schaufel in die Hand genommen oder was auch immer ? Ich glaube nein. Wie bei den anderen Meckerern auch nicht.

@ 09:10 von Louis2013

Was Sie "Den Letzten beißen die Hunde" nennen, bezeichnen andere schlicht und ergreifend als "Solidarität".

09:10 von Louis2013

"Den Letzten beißen die Hunde"?? Nee, echt, jetzt?
Das ist eine der ältesten Methoden, um zu überleben. Zusammenhalt! So hat die Menschheit die schlimmsten Zeiten überstanden!
Ich sitze hier im Sonnenschein vor meinem Haus, parliere gepflegt mit meiner Familie und 150km weiter weg sterben meine Mitbürger, andere stehen vor dem NICHTS! Und dann soll ich mich beschweren, daß ich denen etwas abgeben soll? Was sind Sie für ein Mensch!?
Ich denke, wenn jeder, der abbezahltes Wohneigentum hat, so wie ich, und jeder, der eine abbezahlte Wohnung vermietet 100 Euro spendet. Jetzt und hier. Dann haben wir die Mitbürger ganz schnell aus ihrer Not befreit!
Lassen wir die Politiker Reden halten. Bis die sich ausgekaspert haben, wer "schuld" hat und wer der größte, beste, schönste ist, haben wir Bürger das Ding durch. Ich gebe meine 100 Euro Beitrag einer Hilfsorganisation, die das kann.
SO funktioniert eine Kultur, die diese Bezeichnung verdient!

10:27, tagesschlau2012

>>Am 19. Juli 2021 um 09:49 von LifeGoesOn
Derartige Wettersituationen entstehen derzeit oft in wenigen Minuten aus dem Nichts.
#
#
In diesem Fall wurde diese Wettersituation schon 4 Tage vorher gesagt.
Auch wenn ein Klavierspieler das vor wenigen Tagen vehement bestritten hat, das man das Wetter sehr genau voraussagen kann.<<

Jeder, der Wettervorhersagen verfolgt, kennt ihre Ungenauigkeit.

Die von keinem Meteorologen bestritten wird.

Was seit vier Tagen vorhergesagt wurde, war die Möglichkeit von Unwettern. Wo genau, das wurde nicht vorhergesagt. Das geht nämlich nicht.

Warnung Flutwelle? @10:27 von tagesschlau2012

>>> In diesem Fall wurde diese Wettersituation schon 4 Tage vorher gesagt.
Auch wenn ein Klavierspieler das vor wenigen Tagen vehement bestritten hat, das man das Wetter sehr genau voraussagen kann. >>>

Ich habe am Mi die App des DWD oft genug genutzt, es wurde vor sehr hohen Regenmengen gewarnt in höchster Stufe in einem dunkelrot eingefärbten Gebiet!
Vor einer drohenden Flutwelle wurde jedoch nicht gewarnt.

Erftstadt 10:32 von Carina F

"Erftstadt, ländliches Gebiet, Erft ein kleines Flüsschen und ein noch kleinerer Bach. Niemand rein Niemand (nicht mal der DWD!) rechnete mit plötzlich donnernden Flutwellen aus diesen Gewässern".
Gut, aber der Ortsteil Blessem ist, wie sich im Nachhinein (!) für jeden ersichtlich darstellt, das Musterbeispiel für eine perfekte Vernichtungsstrategie. Wohnbauten auf mindestens 10mtr. dicken Sandschichten, wie auf den Bildern zu sehen und in der Presse miterwähnt, die Erft als manchmal durchaus nicht "kleines Flüsschen", sondern ein Haupt-Abfluss aus der Eifel in nördlicher Richtung, und dann noch ein maroder Staudamm 20km oberhalb von Erftstadt, der schon zur Zeit seiner Planung (vor genau 100 Jahren) als Spar-Modell angelegt war, man lese in Wikipedia über die Steinbachtalsperre nach ("Durch die Sparbauweise des Dammes konnte seine Erosionsstabilität nie richtig nachgewiesen werden. Bis zu 4 Meter tiefe Einbrüche auf der Dammkrone in den Jahren 1981 und 1982").

@ 09:27 von Dr.Hans

Der eine schimpft, dass Politiker überhaupt in die Krisengebiete fahren, dem anderen reicht das nicht, weil sie keine Schüppe in die Hand genommen haben.
Für mich ist klar, dass Politiker vor Ort sein müssen, ich bin aber froh, wenn sie dort nichts blockieren durch vermeintliches Hand-anlegen.
Ein bisschen Sinn und Verstand bei der Beurteilung der Rolle von Politikern schadet nicht.

10:35 von Traumfahrer // Ich

10:35 von Traumfahrer

// Ich bemängle, dass Herr Laschet im Grunde jeden Tag auf der Matte stand, //

Hätte er " seine Besucher " allein losschicken sollen ?

// Klar wird eine Frau Merkel keine Schaufel in die Hand nehmen, und Frau Dreyer hat anscheinend auch Probleme beim Gehen, aber es gibt genügend kleine Lokalpolitiker, die nur im Weg rumstehen, statt gleich irgend wie zu helfen, ohne große Ansagen !//

Es sollte auch außerhalb von RP bekannt sein ( bei mir hier in Nds. ist es das ), das Frau Dreyer an MS leidet. U.a. darum wurde sie von Frau Merkel und anderen untergehakt.

10:08 von Zuschauer49

«(...) offenbar wird, wie teuer Klimaveränderungen sind.»

«Pardon, das ist anders zu sehen. Auf https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1983/hjb1983.25.htm sind in einem heimatkundlichen Artikel von 1410 bis 1965 einundachtzig katastrophale Flutwellen im Ahrtal aufgelistet.»

Das ist nicht anders zu sehen.

Ersftstadt liegt nicht im Ahrtal, und auch in keinem anderen Tal.
Es gibt keine Chroniken aus den vergangenen Jahrhunderten, in denen der Mini-Fluss Erft als Ungeheuer durch die Flachlandpampa walzte, und Städte platt gemacht hat.

Als Hobby-Paddler kenne ich die meisten kleineren Flüsse in der näheren + etwas weiteren Umgebung von Köln, und bin im Lauf der Jahre mind. einmal selbst dort gepaddelt. Ich weiß um die Schönheit und die Enge in den Flusstälern in den Mittelgebirgen, und in der Eifel.

Man kann die Täler "entsiedeln", oder weiter dort wohnen bleiben. Flächen für Polder gibt es keine. An der Erft ist Flachland drumrum, wie es noch flacher gar nicht sein könnte.

10:35, morgentau19

>>Wann werden wir eine Erklärung/Ursache über dieses Hochwasser bekommen?

Bestimmt nicht vor der Bundestagswahl.

Es könnte für bestimmte Parteien unangenehm sein.<<

Die kann ich Ihnen jetzt geben:

Es hat über 100 Liter auf den Quadratmeter geregnet. Über engen Mittelgebirgstälern. Auf wassergesättigten Boden.

Für welche Parteien sollte das unangenehm sein?

10:50 von fathaland slim: Unwetterwarnungen

< Wer sich aber ein wenig mit Meteorologie beschäftigt, der weiß, daß sich solche Starkregenereignisse und die Folgen davon nicht punktgenau vorhersagen lassen.
...
Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes gab es.
Ich wundere mich, daß der eigentlich seriöse Tagesspiegel solche bildzeitungswürdigen Artikel veröffentlicht >

Nach allem, was man dazu in den Medien findet, hatten die Unwetterwarnungen "Hand und Fuß".
200 l/qm und die Angabe der Region wurden offenbar ziemlich präzise vorher gesagt.
Bei 200 l/qm MUSS man m. E. sein Haus räumen, wenn es dazu noch in der Nähe eines Baches oder Flusses oder einem Steilhang liegt.
Und selbst wenn man einmal zu oft das Haus geräumt hat, sollte dies einem nicht grämen.

@Tada - 10:47

"Ich finde es bitter, dass manche selbst angesichts solcher Tragödie vor Ort aus einem Lachen ein Skandal fabrizieren - wohl wissen, dass sie selbst auch Mal in angespannten Situationen lachen - und so von der Tragödie ablenken"

Zu Ihren Sorgen um Armin Laschet kann ich nur feststellen, dass sich die geschädigten Menschen und nicht der Lachende in der schwersten Situation befinden - und denen ist bestimmt nicht zum Scherzen zumute.

Als Ministerpräsident und Kanzlerkandidat sollte man wissen, ob man sich bei einer Karnevalsgesellschaft oder in einem Katastrophengebiet befindet.
Wer sich für das höchste politische Amt im Land bewirbt kann nicht erwarten, dass er wegen seinem Benehmen kritikfrei zu stellen ist, auch wenn seine Fans sich das gerne wünschen.

keine Warnungen der ör Sender

Hier meine Informationen zur Tätigkeit des WDR: In der Nacht des Hochwassers lief Musik vom Band. Es gab keine aktuellen Warnungen, keine Durchsagen an die Bevölkerung. Nur ein kleiner Privatsender hat dringliche aktuelle Warnungen gesendet. Der WDR hat 4500 MitarbeiterInnen. Schlaft weiter.

Widerlich

Ich finde es geradezu widerwärtig, wie hier auf allen möglichen und unmöglichen Schuldigen, Politikern, Verantwortlichen oder auch nicht, Bürgern Landräten usw. rumgehackt wird. Dieses "hätte, hätte Fahrradkette" nutzt niemandem. Am allerwenigsten den Menschen, die es so furchtbar getroffen hat. Hier und jetzt Schuldige zu suchen, die man eh nicht findet, weil es eben mehr als eine Ursache gab, ist so überheblich, schlimmer geht es garnicht. Auch mit dem Slogan "so was kommt von sowas" ist keinem gedient. Vllt können sich die ewig besserwissenden, schon immer gewarnt- und gewussthaber wenigstens so lange mit ihrer Besserwisserei und ihrem "war ja klar, dass das passieren würde " mal wenigstens solange zurückhalten bis die Toten beerdigt, die Vermissten gefunden und die überlebenden Opfer wieder (irgendein) Dach über dem Kopf haben. Soviel Anstand sollte bei jedem, der sich sonst dem "Politik-bashing-Hobby verschrieben hat, vorhanden sein.

10:35 von morgentau19

«Es hat immer Hochwasser gegeben, und es wird immer wieder Hochwasser geben. Ob der Mensch daraus lernt?
Vielleicht nicht zu nah am Wasser bauen, oder auf Hängen, oder, oder, oder.»

Vielleicht nur an der Erft bauen, wo es keine Hänge gibt.
Dort ist aber das Sandland aus dem Urstromtal vom Rhein.

Sand fließt wie Wasser, wenn die Böden zu sehr durchnässt sind.
Kann man auch dort nicht bauen, und muss auf ewig im Campingmobil wohnen. Damit man schnell vor dem Wasser wegfahren kann.
Wenn es zu viel regnet, oder, oder, oder.

«Wann werden wir eine Erklärung/Ursache über dieses Hochwasser bekommen?
Bestimmt nicht vor der Bundestagswahl.
Es könnte für bestimmte Parteien unangenehm sein.»

Brauchen Sie gar nicht bis zur Bundestagswahl warten auf Erklärungen.
Die Ursache war zu viel Regen direkt hintereinander.

Für welche Partei das unangenehm sein könnte.
Das können Sie schon vor der Wahl selbst auskniffeln.
Oder mit Murmeln, oder an der Dartsscheibe mit Pfeilewerfen ermitteln.

09:10 von Louis2013

"Sie alle aber werden sich ihre Ausgaben vom Beitrags- bzw. Steuerzahler früher oder später wieder finanzieren lassen. Nach dem Motto: Den Letzten beißen die Hunde."
* Dass sich ein Staat selbst finanziert, also über seine Bevölkerung ist eine Binsenwahrheit!
Ihr Kommentar:
"Den Letzten beißen die Hunde!"
ist jedoch nicht zutreffend!
Denn die unteren Einkommen und die vom Staat, weil sie über zu wenig Einkommen verfügen, aufgepäppelt werden, zahlen zwar MwSt., doch kaum, bzw. keine Einkommenssteuer!
Ihren Futterneid gegen Leute, die sich ein ausreichendes Einkommen verdienen und eine Menge Steuern zahlen, sollten Sie sich sparen!

@Carina F um 11:57

>Ich habe am Mi die App des DWD oft genug genutzt, es wurde vor sehr hohen Regenmengen gewarnt in höchster Stufe in einem dunkelrot eingefärbten Gebiet!
Vor einer drohenden Flutwelle wurde jedoch nicht gewarnt.<

Ja nun. Ein bisschen mitdenken ist schon erforderlich.
Als FlachlandSstadtbewohner denke ich mir dann ja auch das ein Regenschirm wohl nicht ausreicht und ich eher nicht die U-Bahn als Transportmittel einplane, sowie Wege mit Unterführungen meide.
Und Hänge.

Das Regen auf Hänge Sturzfluten bedeutet sollte dort wo solche vermehrt auftreten (Hänge) als bekannt vorausgesetzt werden können.

@ Tinkotis - unglaubliche Solidarität

Heute kann man als Politiker in einer solchen Situation nur verlieren.

... oder gewinnen.


... Wir haben nicht mehr 1962, als die Menschen in eine Naturkatastrophe noch zusammenstanden ...

Die Menschen stehen heute noch genau so zusammen. Die Solidarität und gegenseitige Hilfe ist überwältigend. Man muss nur die Augen öffnen.


... und ein Bürgermeister sich mit der Organisation von Hilfe Respekt erwerben konnte.

Viele gestandene Männer und Frauen haben sich Respekt erworben, vom Landrat über den Bürgermeister bis zum einfachen Feuerwehrmann und bis zum helfenden Nachbarn.

Energie

kann nicht "erzeugt" oder "erneuert" werden. Energie kann immer nur umgewandelt werden! Sonnenlicht und Wind wird in in Strom umgewandelt, zum betreiben von Wasch-, Spül-, Kaffee- Maschinen, Wasserkochern, Elektroheizungen. Erdwärme direkt zum heizen von Wohnungen und Häuser, usw. usw. letzteendlich aber wird bei allen Umwandlungs- und Nutzungs- vorgängen eine enorme Menge Wärme (in der Gesammtheit) erzeugt, die in der Umwelt (Abwasser, Meer, Luft) landet. Ich denke auch das trägt einen sehr erhebliche Teil zur Erderwärmung bei. Durch Windparks wird sicher die Luftströmungen gestört, durch Solarplatten eine Unmenge an Energie auf die Erde geholt, die sonst (als Licht) einfach von der Erdoberfläche reflektiert werden würde. Jetzt werden auch noch die wenigen seltenen Materiealien für fette Akkus in E-Autos verplempert.....man kann es drehen und wenden wie man will: wir müssen massivst Energie einsparen, Luxus runterfahren, neue Energiequellen oder Elektromobilität machen es nicht besser

@ draufguckerin

keine Warnungen der ör Sender. Hier meine Informationen zur Tätigkeit des WDR: In der Nacht des Hochwassers lief Musik vom Band.

Live-Musik ist heute eben relativ selten. Sie kommt aber nicht vom Band, sondern von anderen Datenträgern.

Der WDR hat immer und immer wieder vor der Wetterlage gewarnt und im Rahmen des meteorologisch möglichen den Starkregen vorhergesagt. Kleinliche Vorwürfe von denen, die es im Nachhinein "besser wissen" sollte man sich wirklich sparen.
Danke.

13:36 von draufguckerin

«keine Warnungen der ör Sender
Hier meine Informationen zur Tätigkeit des WDR: In der Nacht des Hochwassers lief Musik vom Band. Es gab keine aktuellen Warnungen, keine Durchsagen an die Bevölkerung. Nur ein kleiner Privatsender hat dringliche aktuelle Warnungen gesendet. Der WDR hat 4500 MitarbeiterInnen. Schlaft weiter.»

Solange das nicht institutionalisiert ist mit dem Warnsystem über ÖR-Sender, trifft die Sender auch kein Versagen, besondere Warnungen nicht zu senden.

Das könnte man nur dann regelmäßig aktuell auch in der Nacht senden, ist für solche Fälle auch immer wer im Studio anwesend, der solche Warnungen auch vermelden kann.

Bisher war Deutschland kein Land von häufigen Naturkatastrophen.
Daher gibt es besonders umfangreiche Warnsysteme für so was auch nicht.

um 12:11 von Margitt.

Zitat :"Bei 200 l/qm MUSS man m. E. sein Haus räumen, "

Sie haben kein Haus, oder? Seit Generationen in Familienbesitz befindliche Güter? Nicht wahr?

"MUSS sein Haus räumen!" hihihi...

Ich kenne Starkregen aus meiner Kindheit. Ist gut 45Jahre her. Da hieß es: Fertigmachen zur Wasserabwehr! Keller leerschöpfen, dann zum Nachbarn, dem beim Schöpfen helfen.

Einfach so "mal woanders hingehen" liegt uns nicht so im Blute.
Was schlimm ist, ist, daß die Mitbürger die Chance nicht hatten, sich vorzubereiten. Und eben auch die Flucht dann rechtzeitig ergreifen zu können.
Aber ohne akute Gefahr harren die meisten in ihrem Heim aus, solange es geht.

Als Kyrill angesagt war, da sind alle Häusleinhaber nach Haus gefahren, von der Arbeit weg. Um ihr Haus zu schützen solange es geht, nicht um feige abzuhauen und dann dem Staat auf der Tasche zu liegen. Ich hatte auch Plan A und Plan b mit der Familie besprochen. Es war klar, wer im Notfall wo unterkommt. "Muss räumen"... LOL.

@Dr.Hans

"Am 19. Juli 2021 um 09:27 von Dr.Hans
Abgehobene Kaste

Die Auftritte der diversen Politiker*innen waren eine Schande. Wohlfeile Worte und Bilder für den Wahlkampf."

[...]"

Sie meinen, man solle es so machen wie z.B. der AfD-MdL Andreas Winhart, er schreibt am 16. Juli 2021 auf Facebook: „Künftig mit E-Autos in die Flutkatastrophe? Funken, Kurzschluss, Feierabend! Folgen wir dem grünen Wahn der Altparteien, werden wir bei Hochwasser und Stromausfall in Zukunft keine einsatzfähigen Verbrenner mehr haben!“

Um 2 Tage später zu posten: „Missbrauchen Fridays for Future (FFF) und die Grünen die Flutkatastrophe zu ihrem eigenen Vorteil?“

Mal abgesehen von dem technischen Schwachfug, ein Diesel läuft auch unter Wasser nicht und tanken unter Wasser an der Tankstelle ist auch nicht so prickelnd.

Am 19. Juli 2021 um 11:57 von Carina F

Ich habe am Mi die App des DWD oft genug genutzt, es wurde vor sehr hohen Regenmengen gewarnt in höchster Stufe in einem dunkelrot eingefärbten Gebiet!
Vor einer drohenden Flutwelle wurde jedoch nicht gewarnt.
#
#
Und genau das war der Fehler.
Die Warnung aus England wurde in Deutschland ignoriert. Es kann nicht kommen was nicht kommen darf.

Simbach 2016

Simbach war im Juni 2016. 6 Jahr später ähneln sich die Bilder fatal.
Simbach zeigt aber auch, wie mühsam es nach dem Wasser ist Schutzmaßnahmen umzusetzen. Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung, die an den benötigten Flächen zu scheitern drohten.

09:16 von nie wieder spd

"Der Katastrophentourismus der Politiker scheint nicht enden zu wollen."
*
Verantwortliche Politiker machen sich an Ort und Stelle von Katastrophen ein persönliches Bild über das Ausmaß und die Auswirkungen, damit sie sinnvolle Maßnahmen mit Geld und anderen Mitteln bereitstellen können!
Eine Selbstverständlichkeit, die nichts mit Katastrophentourismus,
der sich am Leid der Betroffenen labt, zu tun hat!
Dass Sie Herr Laschet wegen seiner
(immer wieder auftretenden) fehlenden Empathie kritisieren finde ich allerdings richtig! Obwohl ich kein Fan der Union bin, hätte ich mir eher Herrn Söder als Kanzler vorstellen können! Ich wähle Grün!

@ Traumfahrer

Ich bemängle, dass Herr Laschet im Grunde jeden Tag auf der Matte stand

Er hat stets Flagge gezeigt, das finde ich gut. Und er hat sich alles in echt angesehen und sich vor Ort informiert, das finde ich absolut wichtig.

Der Energiehunger

der Menschheit ist und bleibt das Problem.
Was in den letzten ca. 200 Jahren an "Erungenschaften" uns das Leben "bequemer" gemacht hat holt uns nun lawinenartig ein.
Egal in welche Bereiche man schaut, Mobilität, Kohleabbau, Polyester, Plastik aller Art, Verbrennungsantriebe, Ennergieumwandlung,
Plantagenwirtschaft, Massentierhaltung, usw, usw. Genaugenommen sogar die Medizin, der Mensch wird älter, und immer mehr Menschen leben auf diesem Planeten. Was wir damit in schlappen 200 Jahren kapput gemacht haben, hat die Menscheit in den 10.000den Jahren davor nicht geschafft. Ein wenig mehr zurück auf "die Bäume" wäre kein Witz, sondern langfristig Überlebenswichtig. Wir müssen zumindest unseren blinden Technikdrank (Mähroboter)runterfahren, und alle was Strom (auch nur wenig) braucht, massiv hinterfragen und abschalten, bzw. erst gar nicht produzieren. ebenso Plastik in allen Formen der Verpackung, Polyester in Kleidung, "Funktionswear", bei jedem Wassen wird mikroplastik ausgespült.

Zitat: "Für welche Partei das

Zitat:
"Für welche Partei das unangenehm sein könnte."

es gibt nur eine Partei die im Bundestag ist und massiv den von menschen angeheizten Klimawandel leugnet...
..und von der man bisher überhaupt nix sieht oder hört - ausser ihren "ehrenamtlichen" Pressesprechern
*sarkasmus*

@ Tada

Angeblich ist Sachsen deshalb weniger betroffen, weil es aus den letzten drei Überflutungen gelernt hatte und passende Baumaßnahmen durchführen ließ.

Nein, Sachsen hat nur einfach nicht diesen heftigen Starkregen abbekommen. Übrigens genauso wie die Pfalz. In Kaiserslautern oder Alzey gab es keine Schäden.

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