Kommentare

Alternative Möglichkeiten finden.

"Der Verein sucht nun Studentinnen oder Studenten, die gegen die Überwachungspraxis rechtlich vorgehen wollen."
Da werden sich sicherlich mehr als genug Studenten finden.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es Alternativen zur Online-Überwachung gibt.
Zum Beispiel gibt es schließlich reichlich Sporthallen, in denen etliche Studenten hätten coronakonforme Prüfungsbedingungen geschaffen bekommen können. Für Flüchtlinge konnte man ja auch Platz schaffen.

Profi-Spicker

Wir Dozenten sind uns bei den Online-Klausuren leider andererseits auch regelrecht verarscht vorgekommen, denn die Studenten haben sich während der Klausur rege per Handy ausgetauscht und wir hatten dann reihenweise identische (und teilweise falsche) Rechenwege.

Sanftere Lösungen

Z.B. bei Rechenaufgaben: jedeR bekommt andere Zahlen und eine Zufallsauswahl aus 5 ähnlichen aber nicht identischen Aufgabenstellungen.

Klar können sie sich noch immer gegenseitig "helfen", oder X setzt sich vor den Rechner von Y und macht ihm oder ihr die Klausur. Ich kenn ja die Gesichter von den Leuten nicht, das könnte ich ja nicht einmal live kontrollieren (es sei denn, mit Personalausweis).

Mir kommt es aber so vor, als seien diese im Beitrag genannten Lösungen vor allem dazu da, den Studis Angst einzujagen à la big brother is watching you. Interessant, dass die Unis da offenbar die gleichen Ansätze verfolgen wie übereifrige Geheimdienste.

Aulen, Turnhallen ... mit Security-Unternehmen

Na gut, wenn die Datenschützer keine Datenüberwachung wollen, dann geht es eben nicht online. Man kann ja sowieso neben seinem Home-Rechner ein Zweitgerät mit anonymer Sim-Karte nutzen und dort recherchieren.

Vielleicht könnte man es den Studierenden selbst überlassen, ob sie sich ausspioniert fühlen und deshalb nicht online schreiben wollen.

Viele Studierende wollen die Klausuren auch online schreiben. Aber wenn sich die Aufsicht bei Klausuren aus Datenschutzgründen nicht regeln lässt, könnte man ja wahlweise Räume in der Uni bereitstellen: In großen Hörsälen, Sporthallen, in der vorlesungsfreien Zeit auch in den Entrees und auf überdachten Indoor-Verkehrswegen lässt sich genug Platz schaffen. Und dann unter Zuhilfenahme von Security-Unternehmen die Klausuren im Schichtbetrieb schreiben. Security-Mitarbeiter haben Routine im Filzen und gucken (hoffentlich) genau hin. Geht doch ...

Re : draufguckerin !

Es ist immer die Frage, wie weit gehe ich bei dieser Überwachung ??? Da sollten grundsätzlich bestimmte Regelungen bestehen, die zwar überwachen, aber die Rechte der Studierenden nicht verletzen.
Es wird immer jemand nie ganz zufrieden sein, aber dass keine einheitliche Linie herrscht, ist eben nicht in Ordnung, und sollte von der Politik klar definiert werden. Nur da fehlt anscheinend ein gewisses Verständnis, und auch ein Plan, dass wenn wie jetzt in der Pandemie, das Ganze wie gehandhabt wird.
Das mit den Securitiy- Mitarbeitern mag ja eine gute Idee sein, nur wer bezahlt die, wenn grundsätzlich für die Bildung eh immer zu wenig Geld zur Verfügung steht ???

Krass. Das sind wohl kaum so

Krass. Das sind wohl kaum so und so viele "Live-Beobachter", sondern es hört sich danach an, dass die Mimik per KI kontrolliert wird. Und die ganzen Fehlschlüsse? Und für Toilette muss man dann "live" in einen Becher.... machen?

Blatt Papier

Eine Lösung des Problems wäre folgende: Die Studenten schalten ihre Videokamera am Laptop ein, während sie - ganz klassisch - die Klausuraufgaben auf einem Blatt Papier lösen. Die Dozenten (oder auch Hiwis) kontrollieren stichprobenhaft live, was die Studenten tun. Die Blätter werden nach dem Klausurende eingescannt. Eine einfache und pragmatische Lösung.

Grüße, Kurt

Die Plage Datenschutz:

Seit Jahren hilft der Datenschutz anscheinend - vielleicht - ungewollt mehr Betrügern und Kriminellen als der breiten Öffentlichkeit.
Zudem ist bei mir der Eindruck entstanden, daß sich Datenschützer mit ihren ausufernden und die Bürokratie fördernden Forderungen, ihre Existenzberechtigung schaffen und sichern wollen.
Wo sind die Beschwerden von betroffenen Studenten? Wo wurden Daten tatsächlich missbräuchlich verwendet?
Ich sehe nicht einen einzigen Anhaltspunkt in dem Bericht. Dafür viel üblicher Schaumschlägerei.
Datenschutz ja - mit gesundem Menschenverstand!
Und den vermisse ich und auch sonst, viel zu häufig.

Gelegenheit

Man sollte sich vielleicht auch einmal vor Augen führen, dass es sich bei diesen Klausuren nicht um Grundschuldiktate handelt, sondern um sehr relevante Leistungskontrollen.
.
Natürlich liegt es da nahe, dass die Studenten die Gelegenheit nutzen, gegen eine Kontrolle und Überwachung ihrer Klausurtätigkeiten rechtlich aufzubegehren.
.
Als Lösung fällt mir spontan die freiwillige Zustimmung zur Kontrolle ein, und wer das nicht möchte, der muss mit seinen Klausuren eben warten, bis die Corona-Lage wieder eine Präsenz im Hörsaal erlaubt.
.
Alles andere wäre ungerecht gegenüber denjenigen, die ihren Abschluss anwesend und unter der umfassenden Kontrolle durch Dozenten und Assistenten gemacht haben. So wie ich und Millionen andere Absolventen.

Das ich nicht lache.

Die Personen die sich jetzt beschweren haben, bezüglich Corona, ihre Anschrift, Telefonnummer und E-Mail Adresse Wildfremden Menschen in den Restaurants, Cafe‘s etc. in die Hand gedrückt.
Im blinden Glauben, dass diese Fremden schon kein Unfug damit treiben werden. Darum habt ihr nie wieder das Recht euch zu beschweren wenn es um Datenschutz geht.

Zumindest an der TU Darmstadt...

Zumindest an der TU Darmstadt kann ich mir vorstellen, dass sich die Studenten nicht allzu ausspioniert vorgekommen sein dürften. Meine alte Uni war damals schon derart IT-lastig, und heute sicher noch viel mehr, dass sich für sowas sowohl Problematik als auch Lösungen rumgesprochen haben dürften. Stichworte: Linux mit Account nur für die Prüfung, virtuelle Maschinen...

@ Ken Jepson, 12.52 Uhr:

"Wir Dozenten sind uns bei den Online-Klausuren leider andererseits auch regelrecht verarscht vorgekommen, denn die Studenten haben sich während der Klausur rege per Handy ausgetauscht und wir hatten dann reihenweise identische (und teilweise falsche) Rechenwege."

Das alte Problem beim Abschreiben, egal ob analog oder digital...

12:52 von Ken Jepson

"Profi-Spicker

Wir Dozenten sind uns bei den Online-Klausuren leider andererseits auch regelrecht verarscht vorgekommen, denn die Studenten haben sich während der Klausur rege per Handy ausgetauscht und wir hatten dann reihenweise identische (und teilweise falsche) Rechenwege."

.-.-.

Welchletzteres in Gymnasien - allerdings seinerzeit bei Präsenz-Klausuren - dann zu der Benotung "6" führte.

Das macht ein Schüler einmal, und dann nie wieder.

Open Book Klausuren

War ja nur eine Frage der Zeit, bis das gekippt wird.

Wenn dir Klausuren richtig gestellt sind, ist es auch möglich den Studierenden beliebige Hilfsmittel inkl. Internet zu erlauben.

Wir haben bei unseren Online Klausuren auch sehr gute Erfahrungen mit zufälliger Generierung der Klausuren aus verschiedenen Fragenpools gemacht.
Auch Zahlenwerte für Rechenaufgaben lassen sich mit Tools wie Moodle einfach zufällig generieren.

Das ist einmalig ein größerer Aufwand bei der Erstellung der Fragen. Dafür spart man dann aber einiges an Zeit durch die Teilautomatisierte Auswertung.

Corona und der Datenschutz?

Corona und der Datenschutz?

Es gibt m.E. nur 2 Möglichkeiten:

1. Alle Klausuren werden auf unbestimmte Zeit verschoben und die Semester sind halt verloren.

2. Die Datenschützer und ihre Anhänger kommen endlich von ihrem hohen Ross runter und akzeptieren die aktuelle Vorgehensweise!

Klausuren heißen nicht umsonst "Klausuren"!

14:24 von Salazar

"Das ich nicht lache.
Die Personen die sich jetzt beschweren haben, bezüglich Corona, ihre Anschrift, Telefonnummer und E-Mail Adresse Wildfremden Menschen in den Restaurants, Cafe‘s etc. in die Hand gedrückt."

,.,.,

Offenbar haben Sie die von Ihnen erwähnten User alle bei Ihren Tätigkeiten kontrolliert, sodass Sie genau wissen, wer von uns welche Daten wo abgegeben hat.

Dass manche überhaupt solche Daten nicht abgeben, macht offensichtlich, dass Sie die Falschen kontrolliert haben. :-)

Auch wenn Sie Folgendes sagen:

"Im blinden Glauben, dass diese Fremden schon kein Unfug damit treiben werden. Darum habt ihr nie wieder das Recht euch zu beschweren wenn es um Datenschutz geht."

,.,.,

Sie beschimpfen Strohmänner.

Sonderfall Corona

Ja, während der Pandemie gab es jetzt Ausnahmen, bei den meisten Unis werden die Klausuren jetzt eh wieder in Präsenz geschrieben. Aber klar sollten sich neue Prüfungsverfahren etablieren - mindestens drüber nachdenken musste man jetzt. Dass etliches schief lief ist der Situation geschuldet, jetzt muss man das besser machen und klar gehört da auch die Kritik aus verschiedenen Sichten mit dazu. Wozu die Aufregung, ran ans Werk und gemeinsam konstruktiv Neues gestalten. Ist doch spannend, so etwas.

@ Traumfahrer um 13.54 Uhr, Unis haben Pflichten

"Das mit den Securitiy- Mitarbeitern mag ja eine gute Idee sein, nur wer bezahlt die, wenn grundsätzlich für die Bildung eh immer zu wenig Geld zur Verfügung steht ???"
Selbstverständlich bezahlt das die jeweilige Uni. Das Lehrpersonal wird ja bezahlt ( und zwar recht üppig), da wird ja wohl die Beaufsichtigung der Klausuren drin sein.
Übrigens: Der Hochschullehrer meines Kindes ( ich sag jetzt mal nicht die Uni und andere Details) lebt jetzt schon seit einem Jahr in Spanien. So ganz ok finde ich das nicht. Ab und zu könnte man schon mal eine echte Sprechstunde abhalten, gerade für Leute, die im Examen stehen.

Die Unis wollen weitgehend autonom sein, können sie meinetwegen auch, aber ein Mindestmaß an Pflichten sollte doch erfüllt werden. Immer nur die Hand aufhalten und im Zweifelsfall nach "der Politik" rufen, - so geht's nicht.

Open Book Klausuren

War ja nur eine Frage der Zeit, bis das gekippt wird.

Wenn dir Klausuren richtig gestellt sind, ist es auch möglich den Studierenden beliebige Hilfsmittel inkl. Internet zu erlauben.

Wir haben bei unseren Online Klausuren auch sehr gute Erfahrungen mit zufälliger Generierung der Klausuren aus verschiedenen Fragenpools gemacht.
Auch Zahlenwerte für Rechenaufgaben lassen sich mit Tools wie Moodle einfach zufällig generieren.

Das ist einmalig ein größerer Aufwand bei der Erstellung der Fragen. Dafür spart man dann aber einiges an Zeit durch die Teilautomatisierte Auswertung.

@ Kurt Meier um 14.17 Uhr, Guter Vorschlag, so geht's

"Die Studenten schalten ihre Videokamera am Laptop ein, während sie - ganz klassisch - die Klausuraufgaben auf einem Blatt Papier lösen. Die Dozenten (oder auch Hiwis) kontrollieren stichprobenhaft live, was die Studenten tun. Die Blätter werden nach dem Klausurende eingescannt. Eine einfache und pragmatische Lösung. "
So wird das im Schulunterricht auch gemacht. Wenn man vor der Klasse steht, sollte man wissen, was auf den Rechnern passiert: ob fachbezogen gearbeitet wird oder ob irgendwelche Daddel-Seiten angeguckt werden.

Die Videokamera braucht man im Präsenzunterricht nicht, man sieht die SchülerInnen ja "in echt" vor sich.
Und selbstverständlich kann man sich die Historie und die Arbeitsergebnisse zwischenspeichern um zu schauen, ob die SchülerInnen auch wirklich ihre Seiten abgeben und nicht die von anderen.

Ich war immer zu ängstlich zum Schummeln, fand es blamabel, erwischt zu werden. Aber es gab auch immer Schulkameraden, die ihren ganzen Ehrgeiz ins Schummeln gesetzt habe

Re : draufguckerin !

Es mag ja gerade so noch einigermaßen in Ordnung sein, dass die werten Herren der Unis recht üppig bezahlt werden, aber dann scheint halt kein Geld mehr für das "Wachpersonal" vorhanden sein.
Und ich denke, dass ein Professor, der Klausuren schreiben lässt, seine Studenten kennen müsste, so dass eine Videoschalte mit auf alle Fälle ausgeschaltetem Smartphone sehr wohl möglich wäre, um ein "Fehlverhalten" aus zu schließen.
Wenn nun ein Prof. sich schon lange die Sonne Spaniens auf den Bauch scheinen lässt, dann hat er echt gut vorgesorgt, durch üppige Zuwendungen und vielleicht noch anderen Tricks, wie es bei vielen Wohlhabenden heute ja üblich ist !

@ grummelgurke

Wir haben bei unseren Online Klausuren auch sehr gute Erfahrungen mit zufälliger Generierung der Klausuren aus verschiedenen Fragenpools gemacht.
Auch Zahlenwerte für Rechenaufgaben lassen sich mit Tools wie Moodle einfach zufällig generieren.

Ja. Viele Schulen haben in der Lockdown-Phase (und danach) mit bettermarks gearbeitet. Das ist ein Startup aus Berlin. Damit kann man für Schüler Mathe-Klassenarbeiten am Rechner schreiben lassen und legt das Zeitfenster fest und jeder bekommt zufällig generierte Aufgaben und Fragen.

Wenn dann aber der Papa oder die große Schwester über die Schulter guckt und hilft, ist es unfair.

Re : Gassi !

Ja, es läuft schon seit vielen Jahren etliches schief, das sieht man nicht nur an Corona, sondern auch in Sachen Klimaschutz, Bildung, Ausbildung, Gesundheitsversorgung, Digitalisierung, um nur einige zu nennen.
Auch jetzt bei den fürchterlichen Überschwemmungen ist einiges daneben gegangen, wie zu lesen war.
Und leider ist es in vielen Fällen der fehlende politische Willen, das Geld wird an den falschen Stellen eingesetzt, die Kompetenzen sind nicht kompatibel und und und !
Es wird Zeit, dass sich neue und kreative Kräfte ans Werk machen, die endlich die Menschen wieder an die erste Stelle setzen, und nicht zuerst die Gewinnmaximierung von Konzernen und Aktionären, egal in welcher Branche !!!
Wenn ich so manchen Politiker sehe, der sich nun wieder werbewirksam versucht zu profilieren, stellen sich mir meine wenigen Haare zu Berge !!!

@ draufguckerin

Der Hochschullehrer meines Kindes ( ich sag jetzt mal nicht die Uni und andere Details) lebt jetzt schon seit einem Jahr in Spanien.

Genau, da gibt es riesen Unterschiede. Einige Profs sind engagiert und kümmern sich um ihre Student*innen. Andere sind aber quasi abgetaucht, man kann sie nicht mit Problemen bei der Bachelor-Arbeit erreichen. In der Schule läuft das anders, denn da sagt die Schulleiterin oder der Schulleiter "Stop, so nicht".

Komischer Artikel

Man kann doch auf einem Rechner eine Spähsoftware installieren. Wenn jemand betrügen möchte hat er einen 2. Laptop oder ein Handy bzw. Kommilitonen an der Hand. DEshalb: Was ist denn das für ein Schmarrn mit Online-Klausuren. Wir haben damals auch unsere Klausuren an der Uni versetzt geschrieben und es war neben uns links und rechts der Platz frei. Also genügend Abstand. Und wer erwischt wurde, ist rausgeflogen. Fertig. So schreibt man Klausuren und nicht anders und das geht auch während Corona. Wird jetzt die gesamte Welt verrückt? Wo bleibt der gesunde Menschenverstand?

Die Bezahlung differiert schon sehr.

@14:49 von draufguckerin
Und zwar zwischen auf Lebenszeit verbeamteten Professoren und z.B. dem akademischen Mittelbau, der oft die Arbeit macht.
Auch die Aufsicht bei Prüfungen ist nicht gerade üppig bezahlt.
Das Problem sind eher die Profs, die - wie ich in meiner Studienzeit mitbekommen musste - wohl aus politischen Gründen ihre Stelle bekamen. Nach Ende der Bewerbungsfrist, in einem Fall offensichtlich als Jagdfreund des bayr. MP.

@ Nordwind59

Die Plage Datenschutz: Seit Jahren hilft der Datenschutz anscheinend - vielleicht - ungewollt mehr Betrügern und Kriminellen als der breiten Öffentlichkeit.

Darüber, wie die informationelle Selbstbestimmung auf den Grundrechten aufbaut, kann man gute Hintergrundartikel finden, die auch für Nicht-Juristen verständlich sind. Ich finde es schade, den Datenschutz einfach so oberflächlich abzutun.

Am 17. Juli 2021 um 14:21 von Nordwind59

Datenschutz ja - mit gesundem Menschenverstand!
Und den vermisse ich und auch sonst, viel zu häufig.
__
Da bin ich absolut Ihrer Meinung. Wenn ich mir überlege, was schon alles auf dem Altar dieser heiligen Kuh geschlachtet wurde.
Insbesondere auch im Zusammenhang mit der Pandemie, um die es hier ja letztlich auch geht. Es ist wegen des Gesundheitsschutzes einige Grundrechte zumindest zeitweise eingeschränkt worden mit dem Hinweis, dass Gesundheitsschutz vor Grundrecht steht. Das kann ich in diesem Falle nachvollziehen. Dass aber der Datenschutz dann den Gesundheitsschutz aushebelt, das verstehe ich nun überhaupt nicht und das ist m.M. ein Skandal, den man eigentlich nicht tolerieren kann.

15:05 von Traumfahrer

"Und ich denke, dass ein Professor, der Klausuren schreiben lässt, seine Studenten kennen müsste, so dass eine Videoschalte mit auf alle Fälle ausgeschaltetem Smartphone sehr wohl möglich wäre, um ein "Fehlverhalten" aus zu schließen.
Wenn nun ein Prof. sich schon lange die Sonne Spaniens auf den Bauch scheinen lässt, dann hat er echt gut vorgesorgt, durch üppige Zuwendungen und vielleicht noch anderen Tricks, wie es bei vielen Wohlhabenden heute ja üblich ist !"

,.,

Sie scheinen in Ihren "Träumen" im Moment ja KOMPLETT gegen die Wand zu fahren.

Sie meinen - zum 1. - , die Profs besuchen die Studenten regelmäßig bei Kaffee und Wein, sodass sie deren moralisches Innenleben gut kennen?

Und zum 2. unterstellen Sie allen "Wohlhabenden" etwas, von dem Sie sich ausgedacht haben, dass das "heute ja üblich" ist?

Wann genau fängt das "heute" an?

Seit wann also haben Sie Ihr umfangreiches Material - auf Mallorca oder so - gesammelt und ausgewertet?

Datenschützer kritisiert Spähsoftware an Hochschulen...

Wer hätte das denn gedacht ? Die Gesellschaft für Freiheitsrechte kritisiert, daß um an einer Prüfung teilnehmen zu können, die Bedingung gestellt wurde, daß eine Software auf die Rechner aufgespielt wird, mit der festgestellt werden kann, ob sich Hilfsmittel auf den Rechnern befinden. Und wer die Aufspielung dieser Software ablehnt, darf nicht an der Prüfung teilnehmen ? Das ist die Freiheit....

Datenschutz irrelevant?

"Bei der raschen Digitalisierung des Prüfungswesens [...] ein Maß an Überwachung implementiert, das bei Präsenzprüfungen undenkbar wäre",..."

So hilfreich die digitalen Möglichkeiten während einer Pandemie auch sind – hier wurde m.E. krass über das Ziel hinaus geschossen. Mir erschließt sich zudem nicht, warum die Prüfungen nicht in Präsenz organisiert werden konnten.

Im Grunde hätte jede/r Studierende ein Extragerät nur für die Prüfung gestellt bekommen müssen, damit keine persönlichen Daten abgegriffen werden können.

M.E. müsste gegen die Hochschulen vorgegangen werden unabhängig von Klagen seitens der Studierenden.

Eine Angabe der Daten wie Name, Telefon und Adresse in einem Lokal sehe ich als nicht vergleichbar mit dem Zutritt gewähren zum persönlichen Rechner bzw. zum beobachtet werden per Kamera inklusive Analyse der Mimik (!) während einer Prüfung inklusive Speicherung dieser Bilder.

Wieso war dies trotz Datenschutzrichtlinien überhaupt möglich?

Open Book bzw. Kofferklausuren zur Norm!

>Open Book Klausuren
>Wenn dir Klausuren richtig gestellt sind, ist
>es auch möglich den Studierenden
>beliebige Hilfsmittel inkl. Internet zu erlauben.
Nicht nur das...
Ich finde generell das die "Open Book" bzw. wie wir es damals noch genannt haben "Kofferklausuren" da wo es nur irgendwie geht die Norm sein sollten. Egal ob On- oder Offline.
Es ist viel näher an der späteren Realität, egal ob man später im privatwirtschaftliche, behördlichen oder universitären Bereich landet und prüft viel intensiver das worauf es wirklich ankommt:
Die Problemlösungskompetenz im jeweiligen Fachgebiet.
Es mag Klausurthemen geben wo nicht oder nur sehr schwer sinnvoll Umsetzbar ist (Übersetzung irgendwelcher alten Keilschriften?) wobei man selbst da mit Interpretation und Einordnung in den Gesamtgesellschaftlichen damaligen Kontext einiges machen könnte.

Und wer meint das man in einer gut gestellte Kofferklausur ohne intensive Fachkenntnis weit kommt, der hat noch nie eine solche geschrieben!

@draufguckerin / Kurt Meier

"@ Kurt Meier um 14.17 Uhr, Guter Vorschlag, so geht's
"Die Studenten schalten ihre Videokamera am Laptop ein, während sie - ganz klassisch - die Klausuraufgaben auf einem Blatt Papier lösen" Am 17. Juli 2021 um 15:03 von draufguckerin

*

Das ist nichts.

Bei mir hat in der Zeit ein Student über Kleinanzeigen was gekauft und wir kamen ins Gespräch.

Die Studenten haben für die Klausuren richtige Arbeitsgruppen gebildet und saßen zusammen zu viert am Küchentisch. Selbst bei eingeschalteter Kamera würde man nicht sehen, was untereinander weitergegeben wird.

Aber der Student fand, das sei ausgleichende Gerechtigkeit für das Semester unter Corona, weil das normale Lernen nicht möglich war.

Da bin ich sehr froh, dass

Da bin ich sehr froh, dass sich meine Hochschule nicht für so eine invasive Lösung entschieden hat, sonst wäre ich da auch Sturm gegen angelaufen.

Es sollen ja auch nicht nur blind irgendwelche Vorschriften eingehalten werden, sondern man muss sich klar sein dass solche Spionagesoftware vollautomatisierte Sicherheitslücken sind. Solche Software wird mit höchsten Rechten installiert. Wer glaubt, das an solche Systeme kein unbefugter rankommt überschätzt die Qualität solcher Software und IT-Sicherheit im allgemeinen.

Der ganze Drang nach Überwachungssoftware rührt auch stark daher alte Methoden auf neue Gegebenheiten anwenden zu wollen. Die Realität ist durch das Internet bereits OpenBook. Fakten auswendig lernen hat kaum noch einen Mehrwert.

Letztlich ist noch zu bezweifeln das solche Software mit jedermans System kompatibel sein wird. Kein Windows-Rechner? Problem! Kein Geld für was anderes als den alten Windows 7 Laptop? Raus! Entwicklersoftware installiert? Betrugsversuch!

Sorry, aber da muss ich mit ...

.. meinen 65 Lenzen doch schmunzeln.
Seit Einführung von Prüfungen versuchen die Prüflinge zu schummeln ... meistens mit weniger- als mehr Erfolg. Es gibt so viele althergebrachte Methoden als das der Platz hier reichen würde.
Und was früher das Zettelchen in jeder Form und die Notiz auf dem Unterarm ec. war, ist heute das Handy oder ein anderes zugelassenes technisches Hilfsmittel.
Aber: Nichts hat den Lauf der Welt verändert, eine Wirtschaft ruiniert oder den Blinddarm mit einem Innenohr verwechseln lassen.
Und das alles wird so bleiben, auch wenn Lehrer, Admins oder Datenschützer Sturm laufen. Es gibt immer einen "Schlauen" der dem ganzen noch einen draufsetzt.
Man möchte rufen "es lebe der Datenschutz" ... wenn es nicht längst Praxis wäre. :D

Man sollte grundsätzlich umdenken!

In meinem Studium waren bei manchen Klausuren ein handgeschriebener Spickzettel erlaubt und ich bin auch froh, wenn sich meine Schüler einen Spickzettel schreiben. Das zeigt, dass ihnen die Bedeutung der Prüfung bewusst ist und sie sich mit dem Thema befasst haben.

Grundsätzlich sehe ich Tests und Klausuren aber als ungeeignet an, um die Fähigkeiten eines Schülers oder Studenten abzufragen. Im Normalfall wird nämlich nur für die Prüfung gelernt. Das Wissen ist kurz verfügbar und dann wieder weg. Bei manchen kommt Prüfungsangst hinzu, was sich negativ auf die Note auswirkt.

Meiner Meinung nach sollte man mehr mit Praktika arbeiten. Wer im realen beruflichen Kontext Aufgaben lösen kann, ist kompetenter als jemand, der sehr gut im Auswendiglernen ist.

@ Am 17. Juli 2021 um 14:42

@ Am 17. Juli 2021 um 14:42 von Hansi2012
…..
„2. Die Datenschützer und ihre Anhänger kommen endlich von ihrem hohen Ross runter und akzeptieren die aktuelle Vorgehensweise!

Klausuren heißen nicht umsonst "Klausuren"!“

Äh… mir war bisher nicht bewusst, daß Klausuren von klauen kommt…

@ 14:21 von Nordwind59

Völlig richtig. Bei Corona hat sich gezeigt, dass wir uns notfalls zu Tode datenschützen. Datenschutz, der sicherlich in einem gewissen Umfang unbedingt wichtig ist, wird in Deutschland aber mit einer hartnäckigen, peniblen Akribie betrieben, dass man hier wirklich das Kind mit dem Bade ausschüttet. Im Zweifel, und das war bei Corona definitiv der Fall, geht Datenschutz vor Menschenleben. Das ist teilweise nur als paranoid zu bezeichnen. Ich erinnere mich sehr gut an die absurden Ängste, die bei der ursprünglich für 1981 geplanten Volkszählung von 1987 geschürt wurden. Das war wohl die Geburtsstunde des deutschen Datenschutzwahns. Ich bin nicht naiv, was die Risiken der IT angeht, ich bin Mathematiker, ich war zeitweise Datenschutzbeauftragter eines Unternehmens. Aber die wirklichen Risiken bekämpfen wir nicht (jetzt z.B. Ransomware), aber wir machen jedem das Leben schwer, derzeit besonders Schüler, denen man vernünftigen Online-Unterricht verwehrt.

Nichts von dem...

...was da jetzt (meiner Meinung nach durchaus zurecht) als Überwachung kritisiert wird, ist etwas anderes als das, was zumindest praktisch alle jungen Menschen seit Jahren tagtäglich stundenlang mit sich machen lassen. Und im Zusammenhang mit Corona wurde das teilweise sogar noch als notwendig angepriesen.
Jetzt zu versuchen, das Rad der Zeit zurückzudrehen, mag zwar angesichts der verlorenenen Freiheiten verständlich sein, aber ich glaube, ich habe bessere Chancen, aus einem Beutel Paniermehl ein Brötchen zusammenzusetzen.

Pluralitaet

Wir wollten das proctering, denn sonst ist die Kontrolle einer Klausur nicht möglich und entspricht nicht dem Landesprüfunsgrecht. Denn bei open book klausuren passiert genau das- abschreiben und 1:1 identische Lösungen, selbst bei offenen Fragen.
Das Proctering ist in den Niederlanden, die so liberal sind- ganz üblich - da beschwert sich niemand, da auch nicht aufgezeichnet wird.

Unserer Hochschule waren Turnhallen und Stadthallen sowie Aufsichten zu teuer und es war auch wegen Versammlunsgverbot gar nicht erlaubt.

Also bei Massenklausuren bleibt dann nur noch ausfallen lassen oder proctering.
Bei kleinen Kursen kann man semesterbegleitende Prüfungen abhalten, das haben wir getan.
In diesem Sinne - Datenschutz ok, Videoaufzeichungen finde ich zuviel des Guten, aber PROCTERING an sich funktioniert, siehe Niederlande.

Unfassbar.

Zustände wie bei Orwell.

Ich selbst arbeite als akademisch Lehrender zum Glück in einem Bereich, in dem diese Auswüchse bis dato verhindert werden konnten.

Versuche gab es schon. Diese konnten aber glücklicherweise in den Ansätzen gelöscht werden.

@ 15:05 von Traumfahrer

Auf einen Mathematikprofessor kommen im ersten Semester, wo besonders hart gesiebt wird, vielleicht 300-500 Studenten. Die soll er alle kennen? Egal wie man Mahtematik-Aufgaben im 1. Semester stellt, ein Student im älteren Semester am Handy löst die Aufgaben in Minuten. Und das sind vermutlich alles Studenten, die mit IT ggf. noch besser umgehen können, als der Professor und seine Assistenten. Da geht es nur mit harten Regeln. Datenschutz soll den Menschen schützen, der nichts zu verbergen hat, dass Persönliches aber Legales veröffentlicht wird, nicht aber denjenigen, der die IT nutzt, um Illegales zu tun. In Deutschland machen wir es genau anders herum ...

Tagesschau berichtet viel zu spät darüber!

Wie kann es nach fast 1 1/2 Jahren dieser Praxis sein, dass die Tagesschau jetzt erst darüber berichtet?

Durchsuchung des Laptops und Co. sind ein absoluter Skandal.

Leider weiß ich auch meiner eigenen Studienzeit, dass Studierende sich oft alles gefallen lassen. Aus Angst vor Nachteilen. Dieses Selbstverständnis muss sich ändern! Ich wünsche mir mehr Rebellentum an den Unis! So wie früher.

Gute Erfahrung

Bei uns an der Hochschule wurden die Online Prüfung mit Kontrolle des Studierendenausweis (Vergleich Bild mit Realer Person im Meeting) begonnen. Dann wurde die Prüfung online gestellt und je nach Format als PDF oder auf Papier bearbeitet. Dabei wurdebzur kontrolle stichprobenhaft die Kamera eingeschalten. Am ende wieder hochladen fertig. Letztes Semester gab es dann zusätzlich eine eidesstattliche Erklärung dass man alles selbstständig und ohne hilfe bearbeitet hat. Wurde dieses semester getauscht gegen ein Hochschulinterne Selbstständigkeitserklärung.
Muss sagen bin mit dem Verfahren ziemlich zufrieden. Und wenn ein Prof. uns trotzdem nicht vertraut hat gabs halt ne open book klausur und die war daher einfach schwerer :)

Oh man…

Zusammengefasst:

Es wird wieder auf den Datenschutz geschoben, weil Beamte unfähig/unwillig sind, den Klausurmodus anzupassen . Typisch.

Wenn irgendwas verändert werden muss, dann sind die Beamten die Ersten die Jammern!

Ich sehe es selbst an der Hochschule in der ich eingeschrieben bin und über Freunde an anderen Hochschulen:
Immer der gleiche Prüfmodus. Bloß nichts neues testen. Vorlesungen quasi wie in den 80ern. Bloß keine neuen Lehrmethoden anwenden und besonders viele Studierende quälen, weil dann steigt der Ego, weil die Klausuren besonders schwer war.
Achja und frühestens eine Woche vorher sagen, wie die Klausur abläuft, weil vorher macht der Dozent sich keine Gedanken. Typisch .

Wenn man als Fachschaft Vorschläge macht oder sogar selbst mithelfen würde , dann heißt es
a) kostet zu viel.
b) Datenschutz (was meistens nicht stimmt).

Mich kotzt dieses Beamtentum an!

Dieses Beispiel kann man auf jede Behörde übertragen. Die Mehrheit der Profs/Beamte ist leider so…

Zum Thema Datenschutz:

Das Softwarehaus für das ich kommunale Eigenbetriebe berate hatte vorletztes Jahr mit dem Landesdatenschutzbeauftragten von Rheinland-Pfalz Probleme bekommen. Wir drucken die Ablesepostkarten für die Wasserzählerendstandsermittlung, um am Jahresende die Jahresendabrechnung durchführen zu können.
Diese Ablesepostkarten werden in Form eines Anschreibens versandt und die Ablesepostkarte KANN der Bürger abtrennen und kostenfrei an die Werke zurückschicken. Er kann auch telefonisch, per Fax, online oder persönlich seinen Zählerendstand übermitteln.
Auf der Rücksendepostkarte, die dann nicht kuvertiert zurückgesandt wird, stand die Objektadresse.
Die drucken wir jetzt nicht mehr auf.
Dürfen wir nicht mehr.
Sein Vorschlag:
Rücksendekuvert mit ins Anschreiben kuvertieren.
Kosten für uns: ca. 100.000€ für eine neue Kuvertiermaschine. Die Kosten müssten wir dann an die Werke weitergeben.
Kosten für die Werke: Porto würde steigen.
Die Gebühren würden dann für jeden Bürger folglich auch steigen.

Endlich - es wurde Zeit

Die Dreistigkeit der Unis wurde bei dieser Praktik immer höher und menschenunwürdiger. Bei einigen Privatunis ist das Vorgehen nahezu verpflichtend und wird auch noch als Fortschritt verkauft. Denkt eigentlich überhaupt mal irgendwer mit, was passiert, wenn die Spähsoftware Lücken hat? Die Liveüberwachung wurde teilweise 1:1 mit indischen 'Fachkräften' durchgeführt, darüber hinaus alles aufgezeichnet. Eine Software muss installiert werden, die Vollzugriff auf den Rechner hat und auf die fremde Personen, ggf. auch von der Uni, kompletten Einblick in alle Daten dort haben. Einen Rechner vorab von allen privaten Spuren zu befreien, ist heute nahezu unmöglich. Somit wird der Student zum offenen Buch. Wohnsituation, Urlaubsfotos, ggf. Chatlogs und Browserverlauf mit Autocomplete-Daten und Kennwörter werden offen gelegt. Glaubt man kaum, dass Unis das machen, aber es gibt sogar YouTube-Ablaufvideos dazu. Sogar Toilettengänge werden untersagt, was gegen Menschenwürde verstößt.

Primär liegt es am Bildungswesen …

Ich bin der Meinung, dass es Primär an den Hochschulen und deren Dozenten liegt.
Sie verwenden den Datenschutz, um bloß nichts verändern zu müssen.
Es gibt verschiedene Prüfungsformate, aber die meisten Profs fangen eine Woche vorher an die Klausuren zu erstellen. Die Vorlesungen werden, wie seit den 80ern gehalten. Modernere Lehrmethoden einmal testen? Fehlanzeige.

In den meisten Fällen sind folgende Ausreden vorhanden:
1. Kein Geld.
2. Zu aufwendig/zu einfach für die Prüflinge.
3. Datenschutz.

Meiner Meinung nach haben die meisten Professoren keine Lust sich darum zu kümmern oder sind unfähig neue Methoden zu probieren. Daneben gibt es noch Professoren die Studierende besonders quälen möchten, um damit zu prahlen.
Das hat alles aber nichts mit gerechten Prüfungen zu tun, sondern mit dem Ego der Dozenten und dem Unwillen neues zu testen. Das ist meiner Meinung nach im Bildungswesen das Hauptproblem.
Und was macht das Rektorat? Antwort: Wenden sie sich an die Dozenten….

Am 17. Juli 2021 um 15:51 von Bernd Kevesligeti

Zitat: Datenschützer kritisiert Spähsoftware an Hochschulen...
Wer hätte das denn gedacht ? Die Gesellschaft für Freiheitsrechte kritisiert, daß um an einer Prüfung teilnehmen zu können, die Bedingung gestellt wurde, daß eine Software auf die Rechner aufgespielt wird, mit der festgestellt werden kann, ob sich Hilfsmittel auf den Rechnern befinden. Und wer die Aufspielung dieser Software ablehnt, darf nicht an der Prüfung teilnehmen ? Das ist die Freiheit....

Ich glaube nicht, dass jemand behauptet, dass das ein Zeichen von Freiheit sei.

Fraglich ist, ob das eine zulässige Einschränkung ist.

Bei mir müssen Sie Ihren Personalausweis vorzeigen, sonst gibt es meine Dienstleistung nicht. Das ist eine gesetzlich geregelte Einschränkung.

besser, und das nicht nur an den Hochschulen.

Es geht hier schließlich immer noch darum, dass die Studenten am Ende des Studiums tatsächlich das notwendige Wissen über Grundlagen und Methodik haben, das sie befähigt, ihren angestrebten Beruf in der Praxis eigenständig(!) und verantwortlich erfolgreich auszuüben.

15:51 von Bernd Kevesligeti

"Wer hätte das denn gedacht ? Die Gesellschaft für Freiheitsrechte kritisiert, daß um an einer Prüfung teilnehmen zu können, die Bedingung gestellt wurde, daß eine Software auf die Rechner aufgespielt wird, mit der festgestellt werden kann, ob sich Hilfsmittel auf den Rechnern befinden. Und wer die Aufspielung dieser Software ablehnt, darf nicht an der Prüfung teilnehmen ? Das ist die Freiheit...."

,.,.,

Wie man sieht, haben ja auch Sie die Freiheit, alles misszuverstehen bzw. bewusst zu verdrehen.

Die von Ihnen erfundene "Gesellschaft für Freiheitsrechte" kommt solchen Mogeleien aber rasch auf die Spur ;-)

16:53 von rossundreiter

"Unfassbar.

Zustände wie bei Orwell."

,.,.,

Orwell scheinen Sie nicht zu kennen.

16:33 von Nachfragerin

"In meinem Studium waren bei manchen Klausuren ein handgeschriebener Spickzettel erlaubt und ich bin auch froh, wenn sich meine Schüler einen Spickzettel schreiben. Das zeigt, dass ihnen die Bedeutung der Prüfung bewusst ist und sie sich mit dem Thema befasst haben."

,.,.,

Da musste ich jetzt lachen.

Der Spickzettel weist nach, dass die Schüler zumindest das Lesen in der Grundschule gelernt haben?

Damit sie dann die Antworten auf die Fragen der Klausuren gut ablesen können?

Keine Online Klausuren

Machen wir uns nichts vor, eine online Klausur kann auch mit invasiver Software nicht wirklich überprüft werden. Niemand kann es Studierenden verwehren, die Aufgabe laut vorzulesen, so dass das Hilfsteam es hört und in Kürze eine Lösung liefert. Da helfen auch keine Fragen in zufälliger Reihenfolge, auch keine OpenBook Formate. Solange es einen Anteil an Studierenden gibt, die sich mit Schummeln einen Vorteil verschaffen wollen, werde ich solch ein Format nicht nutzen. In meinem Auslandssemester konnte die Aufsicht aus dem Raum gehen und es blieb absolut still! Leider hatte die andere Einstellung hier dann zur Konsequenz, dass im Corona Semester eigentlich unnötige Anreisen notwendig wurden. Ich jedenfalls bin froh wenn ich nicht länger jeden Tag alleine im Hörsaal stehe um meine Vorlesungen aufzuzeichnen. Das haben nämlich die allermeisten meiner Kollegen auch so und nicht von Spanien aus gemacht! Wissenschaft braucht halt Kommunikation in personam.

Auch rückwirkend!!

Man sei in "guten Gesprächen" mit dem Wissenschaftsministerium in Stuttgart und den Hochschulen, "damit künftig die Rechte der Studierenden bei Online-Prüfungen überall gewahrt werden".

Es geht hier nicht (nur) darum, für die Zukunft irgendwelche legalen Möglichkeiten zu eröffnen.

Es geht vor allem darum, diejenigen, die gegen Datenschutzgesetze verstoßen haben, zur Rechenschaft zu ziehen.

Wie das in einem Rechtsstaat eben der Normalfall ist.

Man darf gespannt sein.

von falso demonstratio 17:51

Was für eine Dienstleistung ist das denn, die Sie anbieten ?
Und die zwei Sätze von Ihnen, die offenbaren einerseits eine Distanzierung von der Maßnahme, andererseits ein vorsichtiges "vielleicht ist das zulässig".

Am 17. Juli 2021 um 17:02 von Erich Kästner

Zitat: Leider weiß ich auch meiner eigenen Studienzeit, dass Studierende sich oft alles gefallen lassen. Aus Angst vor Nachteilen. Dieses Selbstverständnis muss sich ändern! Ich wünsche mir mehr Rebellentum an den Unis! So wie früher.

Irgendwie, finde ich, haben Sie Recht.

Man hätte einfach keine Prüfungen durchführen sollen, bis sich die Lage so entspannt hat, dass wieder normale Klausuren möglich sind.

Onlineklausuren ohne Kontrolle sind Wettbewerbsverzerrungen gegenüber den Jahrgängen, denen das Schummeln nicht so einfach gemacht wurde.

von Sausewind 17:57

Wieso "missverstehen oder bewusst verdrehen", wenn nur die Gesellschaft für Freiheitsrechte zitiert wird ?
Oder ist es so, daß die Beschreibung nicht gefällt ?

17:31 von larusso

M.E. ist das von Ihnen geschilderte Datenschutzproblem nicht im mindesten mit dem im Artikel aufgezeigten vergleichbar.

Oh man

Es ist einfach auf der Professorenschaft herum zu hacken. Sie haben recht, eigentlich sollte es keinen Bedarf für Klausuren oder jegliche andere Prüfungsform geben. Schließlich ist jeder Studierende freiwillig an der Universität und will von sich aus alles lernen, was ihm angeboten wird. Aber leider sieht die Realität anders aus. Schon zu Beginn des Semesters werde ich gefragt, welche Teile des Skripts für die Prüfungen relevant sind. Die Kolleginnen und Kollegen, die ich kenne versuchen nach Bestem, ihre Kenntnisse zu vermitteln. Es muss aber auch der Will da sein diese aufnehmen zu wollen.

17:48 von Shuzushi

Bei aller Kritik, die man sicherlich an einzelne Dozenten und Dozentinnen richten kann - jemand der/die diese pauschal verunglimpft, empfinde ich als wenig glaubwürdig. Ich habe an der Uni sehr andere Erfahrungen gemacht und bin überzeugt allein die Pandemiesituation kann das nicht um 180 Grad verändert haben.

18:30 von Bernd Kevesligeti

"von Sausewind 17:57

Wieso "missverstehen oder bewusst verdrehen", wenn nur die Gesellschaft für Freiheitsrechte zitiert wird ?
Oder ist es so, daß die Beschreibung nicht gefällt ?"

,.,.,

Sie haben sie ja nicht zitiert.
Sondern - sie verhöhnend - in eigenen und, wie mir schien, bewusst verfälschenden Worten wiedergegeben.

Leider muss ich jetzt weg.
Wenn der Thread später noch offen ist, werde ich dazu noch etwas schreiben.

Falls ich Sie missverstanden haben sollte und das erst nach geschlossenem Thread entdecke, bitte ich jetzt schon mal (für alle Fälle) um Entschuldigung. Lieber ein Mal zu viel. ;-)

@ 17:56 von Nettie

Kultur des Vertrauens statt der Überwachung? Ich bin Mathematiker, wirklich praxisrelevant lernen wir an der Uni nur analytisch denken. Wie bringt man Menschen dazu, denken zu lernen? Nur dadurch, dass man sie zwingt, Aufgaben zu lösen, die man nur durch analytisches Denken lösen kann. Die haben aber nichts mit dem späteren Beruf zu tun, Mathematik, das sind reine Gedankenspiele. Wie prüft man, ob jemand analytisches Denken beherrscht? Indem man ihm Aufgaben gibt, die man nur lösen kann, wenn man sich jahrelang analytisch mit solchen Fragen beschäftigt hat. In einem Mathe-Diplom wird kein Wissen abgefragt, sondern analytische Einsicht in komplexe Zusammenhänge. Das kann man nur über Prüfungen erreichen. Wer einen Mathematiker einstellt, muss wissen, dass dieser auch komplexe Probleme lösen kann, die weit über das Vermögen des Chefs hinausgehen, so dass der die Fähigkeit gar nicht beurteilen kann. Das gilt genauso für Elektriker wie für Wirtschaftsprüfer. Ohne Prüfung geht nichts.

Re: Primär liegt es am Bildungswesen …

Ich werde im kommenden Semester meinen Studierenden auftragen, die aufgezeichnete Vorlesung vom letzten Jahr vor dem Vorlesungstermin an zu sehen. In der Vorlesung selber werde ich dann den Stoff aufarbeiten und das Verständnis vertiefen. Treffen wir uns Ende Februar hier im Chat wieder, um zu sehen ob das Experiment klappt, oder ob die Präsenz in der zweiten Woche schon bei Null Prozent liegt.

von Sausewind 18:50

Aber wieso kommen Sie auf "verhöhnend oder verfälschend" ?
Die Gesellschaft ist hier in dem Artikel benannt worden. Darauf bezog sich der Kommentar.

"Gesellschaft für Freiheitsrechte" - Berlin

@17:57 von Sausevind
"Bei der raschen Digitalisierung des Prüfungswesens haben zahlreiche Universitäten im vergangenen Jahr ein Maß an Überwachung implementiert, das bei Präsenzprüfungen undenkbar wäre", sagte der Anwalt David Werdermann von der Gesellschaft für Freiheitsrechte. "Die Grundrechte der Studierenden sind dabei unter die Räder geraten."

Keine Erfindung. Steht so im Artikel.

@Autograf, 18:52

„Ohne Prüfung geht nichts“

Wenn Sie meinen Kommentar so aufgefasst haben sollten, dass ich das in Frage stellen wollte, haben Sie mich gründlich missverstanden. Natürlich muss man während und am Ende der Ausbildung zeigen was man kann, bevor man einen allgemein anerkannten Befähigungsnachweis erhält. Auch war das, was ich da geschrieben habe „allgemein“ gemeint, also nicht auf eine bestimmte Wissenschaft oder einen bestimmten Beruf bezogen. Ich wollte eigentlich nur herausstellen, dass die „Prüflinge“ selbst das größte Interesse haben, ordnungsgemäß zu arbeiten.

Schummeln ist immer möglich

@Ken Jepsen, @kristallo
Schummeln ist wahrscheinlich immer möglich. Es ist nur eine Frage des Aufwandes.
Auch in Präsenz kann ich einen Kommilitonen der ähnlich aussieht die Klausur für mich schreiben lassen.

@So-Nie Dem kann ich nur zustimmen. Die Prüfung sollte darauf abzielen das Lernziel und die zu vermittelten Kompetenzen zu überprüfen. In der Praxis hat man später sowieso alle möglichen Hilfsmittel verfügbar und arbeitet häufig im Team.

Aber klar, Open Book ist nicht für die klassische kompetitive Aussiebklausuren geeignet. Dort geht es eher darum zu überprüfen ob Studierende fähig sind sich mehrere Wochen am Stück zum Lernen hinzusetzten um dann wie bei einem sportlichen Wettkampf in 90min eine Bestleistung abzulegen.

@Autograf

Mathematiker sind Sie also!

Da Demographie lediglich einfach nur angewandte Mathematik ist, bin ich persönlich sogar der einzige behördlich anerkannte Verschwörungsmathematiker!

Ich persönlich kam im Jahre 2015 halt zu etwas abweichenden mathematischen Ergebnissen, und wurde aufgrund angeblicher demographisch- mathematischer, also verschwörungsmathematischer Tendenzen deshalb auch umgehend in den vorzeitigen Ruhestand versetzt!

Daher mein Fazit aus eigener Erfahrung :

Nur wenn heutzutage mathematische Ergebnisse gleichzeitig auch politisch korrekt sind, ist dieses mathematische Ergebnis auch korrekt!

Ansonsten ist das Ganze heutzutage halt Verschwörungsmathematik!

Und das geht heutzutage ja ganz und gar nicht!

Was viele Mathematik Studenten überhaupt nicht wissen!

Verschiedene mathematische Ereignisse, wie zum Beispiel chronischer Enkelmangel verschiedener alteuropäischer Völkerschaften und Ersatzenkelstampeden zumeist nichteuropäischer Ersatzenkel sind erwiesenermaßen sogar dermaßen clever, die besuchen sich neuerdings sogar gegenseitig!

Sind halt erwiesenermaßen halt ziemlich clever, diese mathematischen Ereignisse!

Und dazu auch noch äußerst pünktlich!

Sachen gibts...

...Da kann man nur noch auf den Kalender schauen, um zu sehen
ob heute schon der 1. April ist.

---

Klar, natürlich sollten die Prüfungen ohne schummeln geschrieben werden.
Es gibt aber auch Grenzen.
-
Und die scheinen hier wirklich überschritten worden zu sein.

@ Larusso "Zum Thema Datenschutz"

Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie Datenschutz ad absurdum geführt wird.

Diese "Datenschützer" haben den Sinn ihres Auftrags einfach nicht verstanden.

Und das sage ich, wo ich selbst als Informatiker für den Datenschutz in einem Unternehmen verantwortlich bin.

20:06 von Frank von Bröckel

Da Demographie lediglich einfach nur angewandte Mathematik ist, bin ich persönlich sogar der einzige behördlich anerkannte Verschwörungsmathematiker!
Ich persönlich kam im Jahre 2015 halt zu etwas abweichenden mathematischen Ergebnissen, und wurde aufgrund angeblicher demographisch- mathematischer, also verschwörungsmathematischer Tendenzen deshalb auch umgehend in den vorzeitigen Ruhestand versetzt!
Daher mein Fazit aus eigener Erfahrung :
Nur wenn heutzutage mathematische Ergebnisse gleichzeitig auch politisch korrekt sind, ist dieses mathematische Ergebnis auch korrekt!
Ansonsten ist das Ganze heutzutage halt Verschwörungsmathematik!
Und das geht heutzutage ja ganz und gar nicht!

Ich habe selten solch ein verschwurbeltes Zeug gelesen. Das mit dem vorzeitigen Ruhestand wundert mich kein bisschen.

Reiner Service...

Dass es während corona überhaupt Klausuren gab war ein reiner Service für die Studierenden, denn die studienfortschrittskontrolle ist seit über 1 Jahr ausgesetzt und tritt erst wieder im Wintersemester in Kraft. Jetzt auf die Universitäten einzuprügeln, die übrigens null Unterstützung von Land oder Bund erhalten haben, weil sie die digitalisierung im rekordtempo selbst in die Hand genommen haben, ist nicht in Ordnung. Es wurden einfach die Tools genutzt, die verfügbar und funktional waren. Natürlich fast alles amerikanische Lösungen, deren datenschutzprobleme man ja kennt. Alternativen gab es aber keine. Hätten die Unis das nicht so gemacht, hätten alle Studierenden 3 Semester verloren. Trotzdem darf man daraus natürlich lernen.

Verklagen, echt jetzt?

Darauf aufmerksam machen und hinweisen, dass die ganzen alternativlosen Tools der Digitalisierung Datenschutzprobleme mit sich bringen, von mir aus. Aber jetzt noch am besten die Dozenten verklagen, die in Doppel- und Nachtschichten mit teilweise wahnsinnigenm Aufwand ihre Lehrveranstaltungen in onlineformate umgewandelt haben, ist nicht akzeptabel. Denn angerechnet wurde dieser Mehraufwand niemandem. Und mal ganz nebenbei: das war alles freiwillig, man hätte auch einfach sagen können: sorry, Lehre fällt aus! Denn für die Studierenden waren die letzten drei Semester auch freiwillig.

@So-Nie

"
Am 17. Juli 2021 um 16:05 von So-Nie
Open Book bzw. Kofferklausuren zur Norm!

>Open Book Klausuren
>Wenn dir Klausuren richtig gestellt sind, ist
>es auch möglich den Studierenden
>beliebige Hilfsmittel inkl. Internet zu erlauben.
Nicht nur das...
Ich finde generell das die "Open Book" bzw. wie wir es damals noch genannt haben "Kofferklausuren" da wo es nur irgendwie geht die Norm sein sollten. Egal ob On- oder Offline.
[...]"

Völlig richtig, was Sie schreiben. Alle meine Abschlußprüfungen bei meinem Fachabitur Wirtschaft (1981) waren "open book". Und wer glaubt, er könne eine solche Klausur mal eben ohne Vorbereitung bestehen, der irrt tatsächlich. Daß das nicht der Fall ist, dafür sorgt schon die Zeitbegrenzung.

Nachgucken kostet Zeit. Je besser ich vorbereitet bin, je mehr Wissen ich abgespeichert habe und nicht nachsehen muß, desto mehr Zeit habe ich für die Problemlösung.

Auch (oder gerade) eine Übersetzung von Keilschrifttexten ginge hervorragend open book.

"Man wollte an der Mimik erkennen, ob jemand betrügt" (…) "Das halten wir für Hokuspokus. Das sind massive Eingriffe in die Freiheit der Studentinnen und Studenten."

Das sind nicht nur massive Eingriffe in die Freiheit der Studentinnen und Studenten, das ist Machtmissbrauch par excellence.

18:59 von Bernd Kevesligeti

"von Sausewind 18:50

Aber wieso kommen Sie auf "verhöhnend oder verfälschend" ?
Die Gesellschaft ist hier in dem Artikel benannt worden. Darauf bezog sich der Kommentar."

.-.-

Ja, das ist das eine:
ich hatte den Begriff "Gesellschaft für Freiheitsrechte" nicht abgespeichert.

Das andere:
ich verstand Ihren Kommentar in seiner Aussage nicht.
Ich hab den Kommentar jetzt noch zweimal gelesen, verstehe die Aussage noch immer nicht.

In Kombination mit der von mir vergessenen Begrifflichkeit habe ich Ihre Aussage als Verspottung oder gar Verhöhnung empfunden, was diese Gesellschaft gemacht haben soll.

Jetzt aber weiß ich zumindest, dass diese Bedingung wirklich ausgesprochen wurde und die Gesellschaft dagegen war.

Ich selber bin schon sehr dagegen, dass man bei einer Prüfung mogeln kann.
Und dementsprechend dafür, dass man gegen diese Mogelei Maßnahmen ergreift.

Allerdings ist das, was die Gesellschaft für Freiheitsrechte an Vorwurf äußert, weitergehend:
es reicht ins Private ein.

@17:31 von larusso

Sein Vorschlag:
Rücksendekuvert mit ins Anschreiben kuvertieren.
Kosten für uns: ca. 100.000€ für eine neue Kuvertiermaschine.

Zugegeben, auf Null würde man die Mehrkosten sicherlich nicht gedrückt bekommen, aber Sie sollten sich 'mal mit einem Druckdienstleister unterhalten. Deren Druckstraßen können Zusteuerbeilagen - notfalls auch kleine Tütchen Gummibärchen alias "3-D-Beilagen".

Weil alle ehrlich sind.

In einer normalen Prüfungssituation im Hörsaal sind genügend Assistenten anwesend die darauf achten, dass keiner mogelt und man keine Informationen untereinander austauscht. Dort herrscht sozusagen die absolute Überwachung. Wenn diese Prüfung nun in das Homeoffice verlegt wird, muss man natürlich darauf achten dass die Prüfungsvoraussetzungen für alle gleich sind. Dass niemand betrügt und unehrlich ist. Ich sehe keine Möglichkeit das zu gewährleisten ohne ein Mindestmaß an Überwachung. Alternative ist die Prüfung wieder im Hörsaal abzulegen und eben nicht im Homeoffice.

@Sausevind - Ein Spickzettel ist mehr als Ablesen können.

18:07 von Sausevind:
"Der Spickzettel weist nach, dass die Schüler zumindest das Lesen in der Grundschule gelernt haben?"

Haben Sie nie einen Spick- oder Lernzettel geschrieben? Man muss dafür seine Aufzeichnungen, das Vorlesungsscript oder Buch mindestens überfliegen, sich entscheiden, welche Inhalte prüfungsrelevant sind, und diese dann abschreiben. Man liest, denkt nach und schreibt. Man setzt sich mit den Inhalten auf verschiedenen Wegen auseinander. Kurz: Man lernt.

21:32 von Nettie

<< "Man wollte an der Mimik erkennen, ob jemand betrügt" (…) "Das halten wir für Hokuspokus. Das sind massive Eingriffe in die Freiheit der Studentinnen und Studenten."

Das sind nicht nur massive Eingriffe in die Freiheit der Studentinnen und Studenten, das ist Machtmissbrauch par excellence. <<

.-.-.

Falls das stimmt, wäre das in der Tat eine Ungeheuerlichkeit.

Ich bezweifele aber, dass das stimmt.
Herr Brink hat das zwar offenbar so gedeutet, aber das kann auch auf das Konto seiner persönlichen Phantasie gehen.

von Sausewind 21:40

Aber wie positionieren Sie sich denn jetzt ? Ist das richtig, daß so eine Software zur Bedingung für eine Prüfungsteilnahme gemacht wird ? Hat
die Firma Proctorio recht ?

Der Götze Datenschutz

In der Corona-Zeit hat es gravierenste Grundrechtseinschränkungen aller Art gegeben. Der Datenschutz wurde dagegen nicht angetastet. Die Corona-Warn-App wurde dadurch praktisch wirkungslos. Es wurden weder direkt die Testergebnisse eingespielt noch erlaubt sie eine Kontaktnachverfolgung, da z.B. Ort und Zeit des Kontaktes nicht gespeichert werden. Die Abstandsmessung der Warn-App könnte viel zuverlässiger sein und z.B. erkennen, ob jemand zwei Meter weg vom Kontakt im selben Raum war oder ob eine Wand dazwischen war, usw. Eine Pflicht zur Installation wird von Datenschützern abgelehnt, lieber akzeptiert man ein monatelanges Kontakt- und Reiseverbot - sogar, dass z.B. Eltern ihre (erwachsenen) Kinder nicht mehr treffen durften. Der Gipfel ist jetzt, dass ein dubioser Verein zu Klagen gegen Hochschullehrer aufruft, die einfach versucht haben, in der Ausnahmesituation die Dinge am laufen zu halten.

21:43 von Nachfragerin

"@Sausevind - Ein Spickzettel ist mehr als Ablesen können.

Haben Sie nie einen Spick- oder Lernzettel geschrieben?"

.-.

Nein; das gab es zu meiner Zeit nicht.

Aber ein Nachhilfeschüler von mir hat das gedurft und mir seinen Zettel gezeigt.

x

"Man muss dafür seine Aufzeichnungen, das Vorlesungsscript oder Buch mindestens überfliegen, sich entscheiden, welche Inhalte prüfungsrelevant sind, und diese dann abschreiben. Man liest, denkt nach und schreibt. Man setzt sich mit den Inhalten auf verschiedenen Wegen auseinander. Kurz: Man lernt."

.-.

Dann kennen Sie die Schüler schlecht.
Dieser erwähnte Schüler hatte alles imitiert, aber nichts von dem Stoff KAPIERT.

Das war allerdings im Bereich Literatur.
Das zu lesende Buch zu lesen hielt er für überflüssig, weil, das stand ja alles bei Wikipedia.

Ich musste ihn vor die Wahl stellen:
entweder er liest das Buch, oder er muss ich einen neuen Nachhilfelehrer suchen.

Er las das Buch dann - und erst dann konnten wir das Werk ergründen.

20:34 von Thomas D.

"Ich habe selten solch ein verschwurbeltes Zeug gelesen."

.-.-.

Dann sind Sie vielleicht noch nicht so lange da.
Mein Tipp:
einfach zurücklehnen und genießen.
Ich denke, der User meint es nicht böse, er ist einfach so.

@ ekm64

Der Götze Datenschutz. In der Corona-Zeit hat es gravierenste Grundrechtseinschränkungen aller Art gegeben.

Ja? Welche denn?
Das Recht auf Datenschutz ist ein echtes Grundrecht. Ich finde es doof, sich darüber lustig zu machen.

Es ist erstaunlich, wieviele hier nichts von Datenschutz halten.

Nachgedacht wird dabei auch nicht. Es gäbe durchaus Möglichkeiten einerseits Betrug zu verhindern und andererseits Datenschutz zu betreiben. Das beginnt zum Bbeispiel bei USB-Sticks, die eine speziell zum Durchführen von Prüfungen vorgesehene Linuxdistribution enthalten, die ausschließlich prüfungsrelevante Software bereitstellt - wenn die einzige aufrufbare Website die Prüfungssite an der Uni ist, dann ist es nichts mit parallel im Internet nachsehen. Dazu eine Übertragung des Webcambildes zwecks live Überwachung, aber ohne dauerhafte Aufzeichnung. Lokale Datenträger werden erst gar nicht gemountet und weder Studenten noch Dozenten haben die Möglichkeit, das zu ändern. Damit dürfte sowohl ausreichende Sicherheit als auch dem Datenschutz genüge getan sein. Wem das nicht reicht, kann man für die Prüfung gegen eine kleine Gebühr ein billiges Notebook mit entsprechender Software bereitstellen.

Es geht auch ohne massive Datenschutzverstöße - man muss eben nur wollen.

21:51 von Bernd Kevesligeti

"von Sausewind 21:40

Aber wie positionieren Sie sich denn jetzt ? Ist das richtig, daß so eine Software zur Bedingung für eine Prüfungsteilnahme gemacht wird ? Hat
die Firma Proctorio recht ?"

.-.-.

Mir fehlen entscheidende Fakten.

Falls es richtig ist, dass diese Software auch private Infos abspeichert, die zur Überprüfung der Schummelbereitschaft nicht notwendig sind, dann ist diese Software mit Sicherheit unzulässig.

Könnte man diesen privaten Bereich ausklammern, bleiben mir aber immer noch Bauchschmerzen.

Weil man so eine Software vielleicht doch nie ganz durchschaut.
Und weil ich es letztlich - wie einige User hier auch - so sehe, dass man Klausuren nur in herkömmlicher Form halten soll und solange warten soll, bis das wieder geht. Oder es corona-angemessen gestalten kann.

Einhalt gebieten?

Sehr gut.
Ich bin auch dafür das wider nur in der Uni und nur von geimpften geschrieben werden darf.

Fähigkeiten

Nachfragerin@

Sehe ich auch so. Der Ober- Artzt der mich noch einem schwern Unfall behandelt hat war auch so einer.

Erst ein Praktiker konnte mir dann noch Helfen.

@sausevind, 21:48

„Falls das stimmt, wäre das in der Tat eine Ungeheuerlichkeit.

Ich bezweifele aber, dass das stimmt.
Herr Brink hat das zwar offenbar so gedeutet, aber das kann auch auf das Konto seiner persönlichen Phantasie gehen“

Ich halte das genauso wie Sie (und wahrscheinlich noch viele andere auch) für eine Ungeheuerlichkeit. Aber im Gegensatz zu Ihnen kann ich mir ohne Weiteres vorstellen, dass das stimmt. Schon deshalb, weil ich seit Jahrzehnten die „ganz normalen“ täglichen Nachrichten in völlig unterschiedlichen, aber allesamt den allgemein als seriös bekannten und daher dem sogenannten „Mainstream“ zugerechneten (und deshalb aller Wahrscheinlichkeit bzw. vernunftbasierten Annahme nach glaubwürdigen), national wie international bekannten Medien verfolge.

@ Frank von Bröckel

Sie werden es vielleicht nicht glauben, aber es ist für die meisten Leser nicht so schwer, Verschwörungsmythen zu durchschauen.

Altmodische Sichtweisen hier

Ich als Student sehe hier in den Kommentaren zwei problematische Positionen.

Die erste ist die Forderung, zu warten, bis Präsenz wieder möglich ist. "Früher ging das ja auch." Nur fordert das von den Studenten, mal eben ohne Grund zwei Jahre ihres Lebens wegzuwerfen. Der Preis ist zu hoch.

Die zweite ist die Forderung, doch beim Datenschutz zu sparen. Ich kann nachvollziehen, dass in manchen Situationen der Datenschutz etwas zu eng gesehen wird, aber dies ist keine davon. Ich installiere mir doch keine Spionagesoftware auf dem Privatgerät, nur um die Paranoia des Dozenten zu befriedigen. Die Abwägung muss hier schon in Richtung Datenschutz ausfallen.

Es ist aber leicht, sichere Online-Klausuren zu schreiben. Wir durften auch schon in Präsenz-Klausuren Spickzettel mitnehmen, weil Verständnis und nicht stupides Auswendiglernen abgefragt wurde. Das geht online genauso. Man braucht nur etwas Fantasie. Für einen Mangel daran die Studenten zu bestrafen, ist in keinem Fall gerechtfertigt.

von Sausewind 22:23

Das ist mal eine Erklärung.

Im übrigen ist es beeindruckend wie viele hier leidenschaftlich Position für Datenschutz und gegen Spähsoftware beziehen. Oder doch eher nicht ?

Keine Vorlesung ohne Impfung

Meine Tochter studiert in Köln. Im Wintersemester darf dort niemand in ein Seminar, der nicht geimpft oder nachweislich genesen ist.
Impfgegner in der Studierendenschaft müssen also warten, bis sie sich anstecken.
Meine Tochter wurde letzte Woche an der Uni geimpft.

@ grummelgurke

Die Prüfung sollte darauf abzielen das Lernziel und die zu vermittelten Kompetenzen zu überprüfen. In der Praxis hat man später sowieso alle möglichen Hilfsmittel verfügbar und arbeitet häufig im Team.

Wer die Basics nicht kapiert hat, der wird auch durch Hilfsmittel nicht besser und der bereichert auch kein Team.

@Hansi2012

"
Am 17. Juli 2021 um 20:23 von Hansi2012
@ Larusso "Zum Thema Datenschutz"

Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie Datenschutz ad absurdum geführt wird.

Diese "Datenschützer" haben den Sinn ihres Auftrags einfach nicht verstanden.

Und das sage ich, wo ich selbst als Informatiker für den Datenschutz in einem Unternehmen verantwortlich bin."

"Der Hund hat seinen Auftrag, den Hühnerstall zu beschützen nicht richtig verstanden.", sagte der Fuchs zu seinen Mitfüchsen.

Doch. Die Datenschützer haben den Sinn ihres Auftrags sehr wohl verstanden. Die Frage ist: haben Sie den Sinn ihres Auftrags als Datenschützer in einem Unternehmen verstanden?

Die Frage stellt sich mir regelmäßig, da ich auch regelmäßig IT-Publikationen lese.

20:06 von Frank von Bröckel

«Da Demographie lediglich einfach nur angewandte Mathematik ist,
bin ich persönlich sogar der einzige behördlich anerkannte Verschwörungsmathematiker!»

Na das ist doch toll. Alleinstellungsmerkmal.
Und dann noch mit Behördensiegel zertifiziert.

«… und wurde aufgrund angeblicher demographisch- mathematischer, also verschwörungsmathematischer Tendenzen deshalb auch umgehend in den vorzeitigen Ruhestand versetzt!»

Auch nicht so übel.
Haben Sie nun mehr Zeit für Mathe.

«Nur wenn heutzutage mathematische Ergebnisse gleichzeitig auch politisch korrekt sind, ist dieses mathematische Ergebnis auch korrekt!»

Entweder ist ein Ergebnis bei Mathe korrekt, oder es ist inkorrekt.
Was anderes gibt es bei Mathe nicht.

«Und das geht heutzutage ja ganz und gar nicht!»

Das ging noch nie solange es Mathe schon gibt.
Und es gibt auch keine Spezialgebiete wie Joghurt- oder Bärenmathe.

Ganz egal, ob mit Stift auf Papier, oder elektronisch mit Software.

@Schabernack

"[...] Entweder ist ein Ergebnis bei Mathe korrekt, oder es ist inkorrekt.
Was anderes gibt es bei Mathe nicht.[...]"

Es sei denn es handelt sich um Mathematik in der Quantenphysik. Dann könnte es ein "sowohl als auch" geben - oder auch nicht. :-)

Schrödingers Katze halt.

Darstellung: