Ihre Meinung zu: Großhandelspreise steigen wie seit 1981 nicht mehr

12. Juli 2021 - 11:26 Uhr

Noch hält sich die Teuerungsrate der Verbraucherpreise in Grenzen. Doch der Anstieg der Großhandelspreise im Juni um über zehn Prozent deutet darauf hin, dass sich die Preisspirale beschleunigen wird.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.5
Durchschnitt: 3.5 (4 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Da das alles an der Börse

Da das alles an der Börse gehandelt wird, lässt sich die plötzliche Teuerung ganz einfach auf Spekulanten zurückführen.
Warum wird zb Öl immer wieder mal teurer?
Dann wird halt alles teurer. Wir können es nicht ändern. Und die, die es könnten, wollen es gar nicht.
That's life

Basiseffekt hervorheben

Ja, die Preise steigen. Die Preissteigerung aber in Relation mit den Krisenmonaten in 2020 zu setzen verzerrt das Bild.
Sinnvoller wäre ein Vergleich der Preise von 2019. Und da sieht es nicht mehr so gruselig aus.

Großhandelspreise steigen wie seit 1981 nicht mehr...

Wenn sich das auf die allgemeine Inflationsrate auswirkt, dann reicht die bisherige zurückhaltende Tarifpolitik wohl nicht mehr aus.
Dann wird bei der laufenden Tarifrunde der Handelsverband Nordrhein-Westfalen nicht mehr damit durch kommen überhaupt kein Angebot vorzulegen (Null Prozent, Mai 2021).

Schöne Märchengeschichte

""Ich bin mir sicher, dass wir keine übermäßig hohe Inflation erleben werden", sagte EZB-Direktorin Isabel Schnabel "

Also werden die Preise danach wieder fallen? Mit welcher Logik oder Erklärung? Die Inflation ist jetzt schon da und dementsprechend müssten die Löhne steigen oder die Steuern deutlich reduziert werden und zwar in der Geschwindigkeit in der die Preise steigen zum Ausgleich. Wird das denn auch passieren? Werden die Renten steigen? Werden die Beiträge für Krankenkassen günstiger? Natürlich nicht.

Haben wir denn auch Reserven? Nein auch nicht, weil viele Menschen bereits schon verschuldet sind und sogar von Tag zu Tag leben. Die kommende Inflation wird viele Klein- und Mittelunternehmen ruinieren. Wir sind aber auf diese Unternehmen als Mensch und Gesellschaft angewiesen. Als Beispiel- Zahnarztpraxen, Arztpraxen und Krankenhäuser, Bioläden, Apotheken. Wie will man ohne sie noch gesund leben?

"Vorübergehender Effekt"?

Wers glaubt..... Ich habe es z. B. noch nie erlebt, dass beim Bäcker die Waren wegen fallender Getreidepreise billiger wurden. Immer nur umgekehrt.

Rhetorisch brilliant...

"Ich bin mir sicher, dass wir keine übermäßig hohe Inflation erleben werden",

Mit diesem Satz macht man nun so gar nichts verkehrt.

Es gibt Leute, die sprechen in Zeiten von Minuszinsen schon bei 5% von einer übermäßig hohen Inflation. Aber da muss die Dame ja nicht zwingend dazugehören.

Und wie man auf die Idee kommen kann, dass sich signifikant gestiegene Großhandelspreise eventuell auf die Preise im Einzelhandel auswirken könnten. erschließt sich mir ganz und gar nicht.

höhere Energiepreise, Lieferkettengesetz

Natürlich beschleunigt sich die Preisspirale.
Das neue Lieferkettengesetz, das ausbeuterische und menschenverachtende Produktion bekämpfen soll, ist ein Faktor.

Auch der Zuwachs an Kaufkraft in anderen Ländern, z.B. China, und die gestiegene Konsumfreude dort, bringt eine Verknappung mit sich.

Nicht zuletzt gab es in den vergangenen Monaten auch eine künstliche Verknappung an einigen Dingen (Elektronic), mit der Deutschland unter Druck gesetzt werden sollte - was ja auch geklappt hat.

Die höhere Energiebepreisung ist ein weiterer Faktor: Die Preise für pflanzliche Lebensmittel, die energieintensiv produziert werden, steigen natürlich.
Intensive Tierzucht im Stall mit Billigfutter und ohne Auslauf ist zwar immer noch billiger als Freilandhaltung, aber ich hoffe, dass sich das irgendwann dreht.

Die höhere Energiebepreisung schlägt sich auch in massiv gestiegenen Transport und Lagerkosten nieder. Da werden wir uns noch wundern, wenn die Grünen einen Fuß in die Tür bekommen.

@ 11:49 von Sebastian15

Viele lassen es zu bzw. finden offensichtlich nichts dabei, dass auf fallende oder steigende Getreidepreise gezockt wird und nennen das 'Teil des Finanzmarktes', belassen es - wie ein Kommentar hier - bei "that's life" und hauen lieber auf den Bäcker ums Eck ein.
Sachen gibt's...

in immer schnellerem Tempo die Daseinsvorsorge und die Existenzgrundlage der gesamten Menschheit und der jüngeren und zukünftigen Generationen. Das jetzige System, in dem einige wenige Großkonzerne und Oligarchen de facto die Macht haben, Preise "exklusiv" festzulegen - die dann über unzählige sie verteuernde Produktions-, Handels- und Lieferketten nach unten an die Verbraucher „weitergereicht“ werden - muss durch ein flächendeckendes, demokratisches (also gleichermaßen transparentes wie allgemein zugängliches) System unzähliger voneinander unabhängiger und frei untereinander interagierender lokaler Versorgungs-Netzwerke für die globale Wirtschaft bzw. das öffentliche Gemeinwesen überall auf der Welt abgelöst werden.

Trugschluß von EZB & Großhandel

Irgendwann muß sich ja mal die jahrelange
Geldmarktschwemmung der EZB mit monatlich 80 Milliarden Neudruck-Euros auswirken. Nur ist von all dem Geld bisher noch nichts beim Volke angekommen, weil damit kein Bedingungsloses Grundeinkommen finanziert und realisiert wurde.

Da freuen sich die Mieter l

Da freuen sich die Mieter, die sich kaum noch ihre Wohnung leisten können. Noch höhere Lebenshaltungskosten.

steigen wie seit 1981 nicht mehr ?

Das wir den Finazminister ob höhere einnahmen sehr freuen.

Dann können wir uns ja als Bürger sehr gut ausrechen was durch die neuen noch höheren Steueren, Gebüren usw. auf die Steuerzahler und Rentner zu kommt.

Also nachdenken beim Kreuz machen.

...dafür wurden Computer & Co. billiger...

Computer, Handys, Fernseher etc. werden immer "billiger", auch wenn man genau das gleiche für sie bezahlt.

Wenn ein Basis-Modell-Computer seit 10 Jahren immer 500 € gekostet hätte wäre er laut der deutschen Statistik dennoch jedes Jahr billiger geworden. Denn unser statistisches Bundsamt argumentiert (vor allem bei Elektrogeräten und dergleichen), weil die Geräte ja immer leistungsfähiger würden sind sie ja eigentlich billiger geworden.

Da der Verbraucher aber meist keinen Computer, Fernseher, Handy etc. mit Leistungsdaten von vor 10 Jahren am Markt kaufen kann sind die Preise nur theoretisch kleiner geworden.

Das ist ein klassisches Instrument, die Inflation kleiner zu rechnen als sie tatsächlich ist.
Ohne diese fragwürdigen Tricks (und davon gibt es noch mehr) käme man auf eine "echtes-Leben-Inflation", die wäre dann deutlich höher als uns vorgerechnet wird.

@Sebastian15 um 11:49

Sie schreiben „Wer’s glaubt..... Ich habe es z. B. noch nie erlebt, dass beim Bäcker die Waren wegen fallender Getreidepreise billiger wurden. Immer nur umgekehrt.“
Die Bäcker (oder auch Metzger) verdienen sich sicherlich keine goldene Nase. Die Material- und Energiekosten müssen sie natürlich an den Verbraucher durchreichen.
Und: Ist Ihr Gehalt - wenn Sie denn eins als Festangestellter bekommen - auch schon mal gesunken? Ich meine nicht im Gegenrechnen mit der Inflation. Ich hatte in der Zeit, in der ich arbeitete, immer nur Lohnerhöhungen, oder auch mal eine Nullrunde, aber nie Lohnkürzungen.
Die Preise z. B. bei den Technik-/Technologieprodukten (TV, Telefonie, Internet, etc.) sind kontinuierlich gefallen - wenn man nicht immer gleich das absolut neueste Produkt haben möchte.

Noch mehr Verwerfungen in der Statistik

Bei vielen Elektrogeräten ist es ja so, dass man ein neues Gerät kauft, sobald das alte kaputt geht. Man strebt also eine durchgehende Versorgung mit dieser Technik an.
Die relevanten Kosten eines solchen Gerätes sind also: Wie viel kostet monatliche Bereitstellung?
Wenn also ein Kühlschrank immer das gleiche gekostet hat, aber ein heutigeer Kühlschrank im Schnitt nach 10 Jahren kaputt ist und Kühlschränke früher 20 Jahre gehalten haben - dann haben sich die Kosten für einen Kühlschrank für den Verbraucher verdoppelt.

Das wird in der Inflationsberechnung überhaupt nicht berücksichtigt.
Das statistische Bundesamt rechnet den Preis für den Fernseher gerne herunter mit dem Argument, seine Auflösung sei besser geworden. Dass er nur noch halb so lange hält und und man deshalb im echten Leben das doppelte dafür zahlen muss, immer einen Fernseher zu haben lässt man unter den Tisch fallen.

Die abweichende Lebenswirklichkeit wird dann als "gefühlte Inflation" verunglimpft.

Diverse Faktoren

Beim Öl, wo der Preiszusammenbruch an den Rohstoffmärkten nicht in Preissenkung nach unten durchgereicht wurde, wird der Wiederanstieg, der immer noch nicht vor-kriesennivau erreichte, natürlich voll geltend gemacht.
Das hat nichts mit irgendwelchen Gesetzen und Abgaben zu tun sondern ist einfach eine 30% Gewinnsteigerung.
Man kann nur auf einen schnellen Umstieg auf EEs hoffen um von diesen Leuten unabhängig zu werden.
Der Anstieg bei Nahrung und Futtermitteln hat zum Teil etwas mit der Lockdown-politik gegenüber Saisonarbeitskräften zu tun; denn die Armen die diese Arbeit weltweit erledigen wurden in der Krise besonders schäbig behandelt, was zu Produktionsrückgang führte.
Und natürlich die einsetzenden Massiven Problem durch die Klimakriese.
Was verdorrt und verbrennt ist halt hinterher nicht mehr Marktverfügbar.

Das wird Teurer als jede EEG je werden hätte können.

@12:31 von werner1955

Richtig: "nachdenken beim Kreuz machen" und Parteien wählen, die Steuergerechtigkeit auch als sozialpolitische Ordnungsfrage verstehen und dafür sorgen, dass "der kleine Steuerzahler und Rentner" entlastet wird, während Bestverdiener endlich den adäquaten Anteil an der Finanzierung der Solidargemeinschaft aller hier lebenden Menschen beitragen.

Preis-Lohn-Spirale

Während vor einem Jahr Deflation beklagt wurde, also Verbilligung, wird jetzt mit dem letzten Jahr verglichen und siehe da: Man sieht eine Teuerung. Besser wäre der Vergleich mit 2019.

Außerdem: Insbesondere Holz hat mit seiner exorbitanten Preissteigerung in die Großhandelspreise reingehauen. Wer jetzt nicht gerade einen neuen Dachstuhl braucht, muss hölzerne Waren ja nicht gerade jetzt kaufen. Dann sinken die aktuellen Spekulantenpreise in diesem Segment auch mal wieder.

Und wenn alles nichts hilft, die Verbraucherpreise anziehen und die Politik eine Preis-Lohn-Spirale wie in den 70ern vermeiden will: Einfach auf den nächsten künstlichen, selbst gemachten Inflationsschub verzichten und die CO2-Steuer nicht weiter anheben.

Weitere Dämpfung des Preisanstiegs wäre möglich, wenn man die CO2-Steuer wieder abschafft.

@12:24 von Nettie

„… muss durch ein flächendeckendes, demokratisches (also gleichermaßen transparentes wie allgemein zugängliches) System unzähliger voneinander unabhängiger und frei untereinander interagierender lokaler Versorgungs-Netzwerke für die globale Wirtschaft bzw. das öffentliche Gemeinwesen überall auf der Welt abgelöst werden.“

Interessante und völlig neue Definition von „demokratisch“.
Hört sich für mich eher an wie die unglaublich demokratische „Diktatur des Proletariats“.
Ist doch alles zur Genüge ausprobiert worden - und ebenso oft gescheitert.
Aber was interessiert das Ideologen …

@draufguckerin - 12:23

"Die höhere Energiebepreisung schlägt sich auch in massiv gestiegenen Transport und Lagerkosten nieder. Da werden wir uns noch wundern, wenn die Grünen einen Fuß in die Tür bekommen."

Oder ergänzend: Die Linke - nicht wahr?

Denn mit allen anderen Parteien wird die Zukunft für uns alle rosig und billiger.
Solch "schlagende Argumente" bestimmen zur Zeit ja auch das Trendbarometer.
Der Glauben an die Zukunft liegt im hoffnungsvollen "Weiter so".

Ich bin beeindruckt.

oder, um bei einem aktuellen Beispiel zu bleiben, die Grafikkarten um 66% billiger.
- wegen temp. Restriktionen Chinas bzgl. Mining
- bleiben Lagerhallen voll Bestellungen leer

Diesen 'Vorteil' gibt es allerdings nur im Hunderter-Pack und selbst abzuholen.
Wie man es dreht und wendet:
Nichts kann den 'tendenziellen Fall der Profitrate' aufhalten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_des_tendenziellen_Falls_der_Profitrate
kurz: https://is.gd/8JF2z6

Seit Jahrzehnten versucht das die kapitalistische Oligarchie durch Raubbau an der Natur.
Dummerweise gibts nur eine Erde würde da nicht nur Charly M. sagen.

Zu 12:32 von spetzki -absurde Inflationsrechnung-

@spetzki, sie haben es treffsicher beschrieben.
Wie soll man das noch beschreiben,
als Frechheit, Volksverdummung oder was.

Diese veröffentlichen Inflationszahlen sind unbrauchbar und haben mit der Wirklichkeit der Betroffenen nichts mehr zu tun.

Es gibt aufgrund der EZB-Geldschemmenpolitik eine Explosion der Vermögenspreise (Immobilien, Grundstückspreise, Aktien). Man kann das auch Blasenbildung nennen.
Schuldenmacher werden gefördert und sind die Helden. Sparer, Eigenvorsorger und jeder Bürger ist indirekt betroffen.
Sozialversicherungsbeiträge gehen zunehmend an die EZB als Negativzins. Steuergelder, die Kommunen anlegen dto. usw. usf.
Das alles treibt die wahre Inflation und Steuern, Abgaben, Gebühren, Beiträge weiter.
Es braucht wohl erst den Crash bevor sich etwas ändert.
Wer begleicht die gemachte €-EZB-Rettungsschirm-Zeche?
Diese Politik mit einer verdeckten Inflation ist ein untauglicher Versuch.
Nicht die erste Mogelei, die schief ging. Das hat keine Zukunft.

Re : draufguckerin !

Ich denke, es gibt eine Vielzahl von Gründen, die die Inflationsrate steigen lässt. Da ist nicht nur das Lieferkettengesetz, die höhere Energie- Bepreisung, um nur zwei zu nennen, sondern auch die unendliche Gier von vielen Menschen, die Verknappung der Ressourcen, der teilweise Konsumrausch.
Ich denke, wir Menschen haben es auch ein Stück weit in der Hand, wenn wir bewusster einkaufen, weniger weg werfen, und nach dem Motto leben, weniger ist mehr.
Es kann und darf so nicht weiter gehen, mit der unendlichen Verschwendung, mit der sinnfreien Lebensweise, denn die Erde gibt es nur einmal. Und davon wurde schon sehr viel zerstört, und total falsch behandelt. Nun kommen langsam die Auswirkungen durch höhere Kosten, die für viele dann kaum mehr zu tragen sind !

... und da der Bürger durch die zurückliegenden ...

.. Einschränkungen einiges an Geld nicht ausgeben konnte, ist es jetzt, wo Lockerungen zu greifen beginnen, die beste Gelegenheit diese "Überschüsse ab zu schöpfen. Wenn es etwas zu holen gibt, weckt es Begehrlichkeiten ... und wer die Dachlatte braucht, der muss sie kaufen ... Holzpreis hin oder her.
Ich z. B. hab mir im Mai'21 ein neues TV-Gerät für 899,- Euro gekauft. Am Samstag habe ich das Gerät im gleichen Geschäft als Sonderangebot für 1022,- Euro gesehen.

Ich glaube nicht an den Basiseffekt der EZB

nach dem die Inflation wieder sinken soll. Grund für meine Skepsis sind die Billionen,
die für die Konjunkturanregung und grüne Umstrukturierung ausgegeben werden sollen.

@SinnUndVerstand 13:02

Steuergerechtigkeit ist ein großes Thema, welches angepackt werden muss.
Leider arbeiten die von Ihnen favorisierten Parteien mit uralten Feindbildern. Gut gegen Böse, Arm gegen Reich.

Wirkliche Gerechtigkeit gibt es erst, wenn Leistung belohnt und vernünftig bezahlt wird. Und da fällt der Mittelstand hinten über. Genau dieser Mittelstand wird mit Steuern undi der Inflation überproportional belastet.
Aber solange sich die Parteien und deren Wähler in Grabenkämpfen festgesetzt haben, passiert genau das, was alle verhindern wollen: Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer. Der Mittelstand schrumpft.

@ wanderfalke um 13.05 Uhr, bessere Alternativen entwickeln

Sie zu beeindrucken, das war der Sinn meines Postings.
Nein, aber mal im Ernst: Ich meine, einfach nur die Energiepreise zu erhöhen und den Menschen die Lebenshaltung durch Preiserhöhungen zu versalzen, das kann's auch nicht sein.
Wenn man Dinge ändern will, muss man Alternativen schaffen und anbieten.
Das heißt z.B. mehr Produktion im eigenen Land, weniger Importe aus Billig-Energie-Ländern.

Das gleiche gilt für's Heizen. Einfach nur Strom-, Gas- und Öl hoch bepreisen reicht nicht. Wenn die Menschen statt dessen Holz und Pellets aus osteuropäischen Urwäldern verheizen, bringt das auch nichts.
Und ebenso ist es mit Warentransport und privater Personenbeförderung: Solange es keine Alternative gibt (damit meine ich nicht E-Kfz mit Akkus), werden die wenigsten Menschen ihr Kfz abschaffen.
Schiene und Wasserwege ausbauen, ÖPNV attraktiver machen. Attraktive Durchmischung von Gewerbe und Wohnen, d.h. kurze Wege - weniger Verkehr.

Preisschraube bis zum Anschlag drehen ist unsozial.

Zeit für´s Bedingungslose Grundeinkommen

Steigende Großhandelspreise machen keinen Sinn bei seit Jahren herrschendem Kaufkraftschwund. Da bleibt also der Großhandel drauf sitzen. Sonst hätten ja auch die Lebensmitteldiscounter Aldi, Lidl, Netto usw. längst das ganze minderwertige
Billigfleisch aus ihren Läden verbannen können. Doch auch das funktioniert nicht, weil bei der Mehrzahl der Konsumenten kein Geld für eine gesunde Ernährung vorhanden ist und deshalb all diese Läden nur noch eine Vorstufe zur Tafel darstellen.

@Traumfahrer um 13.20 Uhr, Zustimmung

"Es kann und darf so nicht weiter gehen, mit der unendlichen Verschwendung, mit der sinnfreien Lebensweise, denn die Erde gibt es nur einmal. Und davon wurde schon sehr viel zerstört, und total falsch behandelt. Nun kommen langsam die Auswirkungen durch höhere Kosten, die für viele dann kaum mehr zu tragen sind !"
Ich stimme Ihnen voll zu. Und ich habe auch gar nichts dagegen, dass z.B. durch das Lieferkettengesetz der irrsinnige Import von Krempel, der teils in Zwangsarbeit und von Kindern produziert wird, endlich eingeschränkt wird. Wenn die Sachen teurer werden, wird hoffentlich weniger gekauft und weniger weggeworfen.
Dass man mit viel weniger auskommt, hat man ja im letzten Jahr (wg Corona) erfahren.

13:24 von Sigrun_1954

wie wahr wie wahr
vor allem Zitat :
" wenn Leistung belohnt und vernünftig bezahlt wird"
haben sie schön formuliert
an der vernünftigen Bezahlung hapert es gelegentlich
ebenso am Interesse Leistung zu zeigen

Das ist echt schlau!

Es wurde behauptet, dass Corona zum Nachdenken zwingen würde, und tatsächlich sind die Schlaufüchse darauf gekommen, dass man mit Verweis auf Corona die Preise erhöhen kann. Ist mir schon Aufgefallen: Vollkornsandwich vorher 79 Cent, jetzt 99 Cent. Flasche Gin vorher 5,69 Euro, jetzt 5,99 Euro etc.. Beim Sandwich sind das mal eben schlappe 25% mehr, beim Gin "nur" 5%.

Sinn und verstand

"Viele lassen es zu bzw. finden offensichtlich nichts dabei, dass auf fallende oder steigende Getreidepreise gezockt wird und nennen das 'Teil des Finanzmarktes', belassen es - wie ein Kommentar hier - bei "that's life" und hauen lieber auf den Bäcker ums Eck ein."

Dann erklär mir mal , wie man gegen künstliche Verknappung und Verteuerung vorgehen sollte? Bei der Konkurrenz kaufen?
Als hätten die billigere Brötchen.

Es ist eben so. Das werden Du und ich nicht ändern können.

Und eingehauen hab ich auf niemanden.

@13:43 von Björn H.

>>… weil bei der Mehrzahl der Konsumenten kein Geld für eine gesunde Ernährung vorhanden ist <<
Richtig. Weil offenbar viele das Geld dringender für Party, Urlaub und Genussmittel brauchen.
Ich denke, die allermeisten Konsumenten hätten das Geld für eine gesunde Ernährung (Sie beziehen sich hier offenbar rein auf Bioprodukte; gesund ernähren kann man sich aber auch anderweitig, und viele könnten sich mE auch mengenmäßig reduzieren, indem man zB weniger wegwirft) schon, es ist ihnen aber nicht so wichtig.

@ Björn H.

Zitat: "Zeit für's Bedingungslose Grundeinkommen"
#
Die Sozialausgaben des Staates steigen und steigen, jedes Jahr schneller. Da muss die Frage erlaubt sein, wer das letztendlich alles bezahlen soll. Steuereinnahmen sind endlich und es ist unsinnig Arbeit so weit zu besteuern, dass sie an ihren Sinn verliert.
Und das Märchen "nehmt den Reichen" ist auch nicht stimmig: nehmen kann man, so die Habenden das abwarten, nur einmal, damit ein kleines Loch stopfen. Und dann? Die Reichen ziehen längst, und machen es weiter, ihr Kapital aus D, der EU ab. Kapitalflucht nennt man das in Neu-Finanzhochdeutsch.

Am 12. Juli 2021 um 13:22 von sikgrueblerxyz

Ich glaube nicht an den Basiseffekt der EZB

nach dem die Inflation wieder sinken soll. Grund für meine Skepsis sind die Billionen,
die für die Konjunkturanregung und grüne Umstrukturierung ausgegeben werden sollen.
__
Ich teile Ihre Skepsis durchaus und je nach dem, wie gross der grüne Fuss in der Tür nach der BTW ist, werden da noch andere Begehrlichkeiten geweckt werden. Und dass der Bürger Ausgleichszahlungen für die höhere Bepreisung erhält, hört sich zwar gut an, wird aber bestimmt entweder garnicht, nicht ausreichend oder derart kompliziert gemacht werden, dass es kaum jemand blickt und demzufolge auch kaum jemand erhält.
Der finanzschwache Bürger wird am meisten darunter leiden, während es die anderen kaum jucken wird. Finanzschwache Bürger sind mitnichten das Klientel der Grünen.

@Egleichhmalf, 13:04

Interessante und völlig neue Definition von „demokratisch“.
Hört sich für mich eher an wie die unglaublich demokratische „Diktatur des Proletariats“.

Meine Definition von "demokratisch": Ausnahmslos alle Menschen einbeziehend, ungeachtet ihres ethnischen/kulturellen und gesellschaftlichen/sozialen bzw. "finanziellen" oder sonstigen Hintergrunds. Wären Sie also einverstanden, wenn ich Sie als Mitglied des "Proletariats" (was immer das sein soll) bezeichnen würde?

13:43 von Björn H. ich kann gönnen

also würde ich Ihnen ja ein bedingungsloses
Grundeinkommen zubilligen. Aber ich fürchte,
die Zeit ist noch nicht reif für soviel kostenfreie Werteschöpfung, dass Sie damit zufrieden leben könnten. Das heißt nicht, dass mit einer Verbilligung des Wertschöpfungsprozesses in der Zukunft ein Überschuss entsteht, der irgendwann ein bedingungsloses auskömmliches Grundeinkommen möglich machen wird.

Ich werde das nächste Mal

Ich werde das nächste Mal die Linke wählen.
Alle anderen waren jetzt mal dran und gaben alle nur für die Oberen 1000 politik betrieben.
Links fordert mehr Geld bei weniger Stunden. Das ist ein richtiger Ansatz.
Wir werden überhaupt nicht an unserer immer besseren Effizienz beteiligt.
Das geht immer nur nach oben.

"Das ist ein klassisches

"Das ist ein klassisches Instrument, die Inflation kleiner zu rechnen als sie tatsächlich ist."

In diesem Warenkorb befindet sich auch ein Auto. Das ist selber so teuer, das der Rest nicht ins Gewicht fällt.

Nur wer kauft sich wöchentlich ein Auto?

Experten sagen: „alles nur temporär“

Das war vor 6 Wochen !!

Inzwischen dürfte klar sein, dass das mal wieder so eine Meinung ist, die schon nach kurzer Zeit von der Realität kassiert wird.

Der Preisauftrieb geschieht nicht nur international, sondern auf breiter Front. Während Energiepreise auch mal wieder sinken können, Rohstoffpreise an Spotmärkten auch wieder nach unten gehen können und die Lieferengpässe für Mikrochips tatsächlich temporär sind, werden ständig irreversibel höhere Preise aufgerufen.

Mieten oder Handwerkerstunden werden ja nicht plötzlich preiswerter, nur weil die Materialpreise mal zurückgehen. Außerdem saugt die boomende Volkswirtschaft Chinas alles auf, was nicht niet- und nagelfest ist, neben fossilen Rohstoffen und Computerchips vor allem Baustoffe wie Holz, Zement und Sand, sowie Stahl und Aluminium, dazu zahlreiche Nahrungsmittel, zB Milch.

Experten haben sich eben mal wieder geirrt. Wär sonst auch zu einfach für Börsenspekulanten, wenn alle Recht hätten. Mein Guess: Inflation 7% in 2022!

Auf die Tarifabschlüsse 2022 bin ich schon gespannt

Denn die gefühlte Inflation beim Endverbraucher liegt eher so bei 20%. Was daran liegt, dass alles was man so kauft und braucht (Dienstleistungen!) massiv teurer geworden ist. Die Mieten werden ganz sicher bald nachziehen.

Aber die Löhne vielerorts eben auch. Dies wird, nicht anders als in den 1970ern zu einer Lohn-Preis-Spirale führen.

Damals allerdings bekam Lieschen Müller noch 8% Zinsen auf ihr Erspartes. Heute kann sie froh sein, wenn die Bank nicht jedes Jahr ein halbes Prozent einbehält...

Das Beste kommt noch:

Die EZB hat bekanntlich verkündet, dass sie ein Inflationsziel von 2% (inzwischen darf’s auch scho’ a bisserl mehr sein) anstrebt.

Bis dieses Ziel erreicht ist, gegen die Anleihekäufe zur Finanzierung der Südländer der EU ungebremst weiter.

Nach dieser Logik müssten die Anleihekäufe im nächsten Jahr eingestellt werden. Wetten das nicht?

Weil die Südländer sich gerade wegen Corona exorbitant verschuldet haben.

Nun muss man kein promovierter Volkswirtschaftler sein um zu ahnen was dann passieren wird...

Hat jemand gerade Gold zu verkaufen?

Zahle Höchstpreise ! In Euro, versteht sich. ;-)

Der Run aufs Gold ab 2022 wird sogar die Bitcoins erblassen lassen, da bin ich mir sicher.

@draufguckerin - 13:40

Ach, wissen Sie @draufguckerin, im Moment dominiert über die Angelegenheiten unserer näheren Zukunft ein merkwürdiger Diskurs. Da gibt es z.B. Konzepte von den Grünen, die aber wegen "nicht bezahlbar" in Bausch und Bogen abzulehnen sind.

Da die von Ihnen aufgeführten Aufgaben aber alle dort benannt sind, müsste dies dann von der nächsten Regierung umgesetzt werden.
Dem Trend nach liegt das in den Händen der Union, deren Auffassung uns zu dieser Thematik durch die bisherige Regierungsarbeit bekannt sein dürfte. Und - das ist wegen der beklagten Kosten so wichtig - uns ebenfalls einen Kostenrahmen für die Aufgabenbewältigung nennen müsste.

Leider wird der Kassensturz von denen erst nach der Wahl vollzogen, womit die Kostenfrage - der Ablehnungsgrund bei den Grünen - das Vertrauen in die Union festigt, obwohl das Kostenargument hier völlig in den Sternen steht.

Dieses Vertrauen in die Zukunft finde ich wirklich so beeindruckend.

>>"Ich bin mir sicher, dass

>>"Ich bin mir sicher, dass wir keine übermäßig hohe Inflation erleben werden", sagte EZB-Direktorin Isabel Schnabel der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Ob sich der Preisanstieg verstetige, hänge wesentlich davon ab, ob auch die Löhne steigen und die Teuerung dadurch verstärkten, so Schnabel. "Bislang sehen wir davon wenig - auch in Deutschland", so die EZB-Direktorin.<<

Also, wird hier klar zum Ausdruck gebracht, worum es in nächster Zeit geht. Preise dürfen steigen, landen auf gewissen Konten, Löhne und Gehälter sollen bitte schön weiterhin ausgebremst werden, sonst - und nur dann - drohe angeblich Inflation.
Diese Betrachtung ist nicht neu, ist Standard seit vielen, vielen Jahrzehnten, ist weltberühmt, kriegen in einigen Fächern Studenten gelehrt, die Gewerkschaften mit erhobenem Zeigefinger zu hören, damit gut is für ne Weile. Ist gar nicht so dumm, finde ich - aber auch nicht sonderlich herausfordernd, dahingehend nachzuschauen, was dahinter steckt. Na?

Endlich

wird die dem Euro schon vor dessen Start vorhergesagte hohe Inflationsrate Realität.
Dafür hat es zweier Krisen und einer EZB bedurft, die diese dankend als Vorwand verwendet hat und verwenden wird, um vor allem die Euro-Staaten mit hohem Schuldenstand mit billigem Geld zu fluten, sodass diese keine Reformen anstoßen müssen.
Büßen müssen das die Sparer, Sozialabgaben- und Steuerzahler in allen Euro-Staaten.

rer Truman Welt

Also das kommt jetzt aber sehr überraschend. Das konnte niemand voraussehen. Ich meine, wie sollen Billionen von Euro, die seit Jahren in den Markt gepumpt werden, etwas mit einer Inflation zu tun haben? Also nicht für unsere Experten der EZB. Die träumen weiter von allenfalls einem kurzfristigen Anstieg der Inflationsrate. Wieso das? Das kann zwar niemand von denen erklären, aber es wird nun einfach einmal angenommen und geglaubt, oder will es Glauben machen.
Weshalb denn ?
Nun, die EZB kann nicht nur nicht wirklich die Zinsen erhöhen, sondern nicht einmal den Euroregen beenden. Daß wäre wie das Abdrehen der Sauerstoffzufuhr am Beatmungsgerät, an dem die Eurowährung bereits seit Jahren auf der Intensivstation liegend hängt.
Jetzt bin ich auf die neuesten Märchen aus Kreisen der Währungshüter gespannt, womit sie jetzt um die Ecke kommen.
Vorschlag-> das Messen der Inflation total verändern oder gleich abschaffen, weil es nicht wirklich etwas mit der Realität zu tun hat!
Prima Idee!

Heilmittel ohne Ende

Bedingungsloses Einkommen, Verstaatlichung und Enteignungen. Wir werden sowieso nun viele sozialistische Lösungsansätze von unseren Politikern in Zukunft hören. Die werden mit Sicherheit kommen und es noch verschlimmern.
Die Kunst des staatlichen Managements wäre aber eigentlich gewesen es gar nicht so weit kommen zu lassen. Die Krise haben wir diesen Menschen zu verdanken. Dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer wurden. Komisch dass es so viele linke Parteien in Deutschland gibt und die arm/reich Schere in Deutschland umso größer ist als in anderen Ländern.
Wenn sie einmal ihr Reichtum haben, werden sie immer mehr Möglichkeiten haben. Bis die Enteignungen kommen, haben sie ihr Vermögen schon im Ausland gesichert.
Die Politik und der "Staat" haben schon längst versagt. Es gibt nichts mehr zu retten.

@an der vernünftigen Bezahlung 13:50 von Sisyphos3

"hapert es gelegentlich
ebenso am Interesse Leistung zu zeigen"

An diesem ihrem Satz, dem wohl jeder mit aufrechtem Gang
eine gewisse Logik abgewinnen kann, scheiden sich aber die Geister.

Denn der eine oder andere sieht da durchaus einen Zusammenhang.
Und zwar hiesse der Nebensatz genauer:
'und deswegen auch am Interesse Leistung zu zeigen'

So wird ein Mokassin draus pflegte Manitou zu sagen.

@ 12:24 von Nettie

"""muss durch ein flächendeckendes, demokratisches (also gleichermaßen transparentes wie allgemein zugängliches) System unzähliger voneinander unabhängiger und frei untereinander interagierender lokaler Versorgungs-Netzwerke für die globale Wirtschaft bzw. das öffentliche Gemeinwesen überall auf der Welt abgelöst werden."""

Klingt nach Planwirtschaft. War nie erfolgreich.
Bringt Massemarmut, Unfreiheit und Elend. Nur die herrschende rote Obrigkeit genießt Wohlstand und Freiheit.
Nein danke.

15:42 von artist22

das Leben wenn man 65 ist zeigte sich Rückblickend eben gelegentlich komplizierter
Eine (Vollzeit) Arbeit muss eine Familie ernähren können, das meine ich
andererseits, wie gesagt meine Erfahrung, ich habe Leute erlebt die hätten nicht mal 5 Euro/Stunde verdient

Wie ist da vorzugehen ?

@Orfee

"Komisch dass es so viele linke Parteien in Deutschland gibt und die arm/reich Schere in Deutschland umso größer ist als in anderen Ländern."

Im Bundestag gibt es genau eine Partei, die halbwegs das Prädikat links verdient. Dann gibt es mittig die Grünen, alle anderen Parteien sind wirtschafts- und sozialpolitisch am extrem rechten Rand. Ja, auch die SPD. Zumindest deren Vertreter im Reichstag - in der Basis div. Parteien siehts durchaus anders aus.

Ich finde es amüsant, wie Sie und andere ihrer Gesinnungskameraden sich über die Folgen des Kapitalismus beschweren und versuchen, die Schuld auf irgendein nirgends existierenden Sozialismus zu schieben.

Aber da ihre wahrscheinliche Liebligsgazette ( E. Times) ja diesen Unsinn tagtäglich verbreitet, wundert mich diese verquere Argumentation keinesfalls.

re 15:31 Meinung zu unse...: Sündenbock EZB

>>Das konnte niemand voraussehen. Ich meine, wie sollen Billionen von Euro, die seit Jahren in den Markt gepumpt werden, etwas mit einer Inflation zu tun haben? Also nicht für unsere Experten der EZB.<<

Sie sind ja nicht der einzige hier, der sich anläßlich steigender Großhandelspreise in seiner grundsätzlichen Ablehnung der EU samt EZB „endlich“ bestätigt fühlt.

Es ist ja auch sehr auffällig, dass die Teuerungsrate im EU-Raum seit Jahren, besonders im Vergleich zu anderen, sich immer besonders „souverän“ fühlenden Staaten, bemerkenswert niedrig war und immer noch ist.

Offensichtlich kann für manche etwas nicht sein, was nicht sein darf...

Konkret: Es gibt eine Reihe von Gründen, warum wir mit weiteren Preissteigerungen rechnen müssen. Aber die EZB und - wie es hier heisst - „Schuldenpolitik“ der EU gehört am wenigsten dazu.

Dafür hat diese sehr viel mehr mit dem Auffangen der wirtschaftlichen Coronafolgen (nicht: Coronapolitikfolgen!) zu tun.

Lustiger Beitrag

"keine übermäßig hohe Inflation"...
Nun das liegt dann allein an der Statistik, wie man sich die Inflation schön rechnet. Die Preise sind rückläufig bei Computern usw. Na das ist doch gut, kommt also ein Computer pro Jahr in den Warenkorb, dazu alle zwei Jahre ein Auto, e-Auto natürlich, dass mit rausgerechneter staatlicher Subvention super billig ist.
Da können die Mieten und die Lebenshaltungskosten ins Utopische steigen - die Inflation bleibt schön artig bei 2%. Ich denke mir die Welt, so wie ich sie haben will und verkaufe das denn als die Realität.
Das der Warenkorb, der der Inflationsberechnung zugrunde liegt, eine Milchmädchenrechnung ist und nur die oberen Gehalts- und Besoldungsklassen widerspiegelt, wird nicht beachtet. Geringverdiener, Alleinerziehende, Rentner, Bezieher von Sozialleistungen zahlen ihr gesamtes Einkommen für Miete und Lebenshaltung. Für diese Gruppe beträgt die Inflation 10 % und mehr. Aber diese Gruppe hat keine Lobby, also ist sie unwichtig.

13:12 von gman

dem ist nix hinzuzufügen. unsere aufrechten expertinnen sehen das natürlich durch eine ganz andere brille, sie sind ja die guten!

@ werner1955, um 12:31

Aber die Preise werden doch nicht von der Regierung gemacht.
Und wieso sollen durch steigende Großhandelspreise Ihre Gebühren usw. steigen?
Die MwSt liegt fest, auch Sie ist an die Preise der Erzeugnisse gekoppelt.

Ich fürchte, ein Kreuz an keiner Stelle des Wahlscheins wird daran etwas ändern.

@Vielfalt., 15:56

"Klingt nach Planwirtschaft."

Für Sie vielleicht. Gemeint ist aber das genaue Gegenteil: Freier Austausch von Wissen und Erfahrungen statt starrer "Planungsvorgaben" durch irgendwen. Also die individuelle Freiheit und Flexibilität, ohne die wirklicher gesellschaftlicher Fortschritt nicht möglich ist. Und der ist gerade überlebensnotwendiger denn je.

@ Bender Rodriguez

Tatsächlich stellt sich die Frage, wie viel % der Bevölkerung mit dem "Manfred-Mustermann-Warenkorb" auch nur halbwegs zutreffend abgebildet werden.

Eigentlich müsste man verschiedene Warenkörbe für verschiedene Einkommensklassen errechnen und privaten und unternehmerischen Konsum trennen, wollte man untersuchen wie stark sich Inflation auf reale Menschen auswirkt. Dazu ist unsere Inflationsberechnung nur sehr eingeschränkt geeignet.

Autos sind ein gutes Beispiel, denn die werden in Deutschland zu einem großen Teil von Firmen gekauft oder geleast. Sie machen einen nicht unerheblichen Teil des Warenkorbes aus, obwohl Autos, vor allem Neuwagen, für Menschen in der unteren Hälfte der Einkommensverteilung von untergeordneter Bedeutung sind.

Pandemie-bedingter-Effekt

Wer gedacht hatte, dass solche gigantischen Verwerfungen und das noch global ohne Auswirkungen bleiben würden... aber gut... Politiker haben noch nie weit in die Zukunft gehandelt.

Die Märkte sind gestört und das wird auch noch eine Weile so bleiben. Angebot und Nachfrage. Es ist eigentlich ganz einfach. Dazu kommen ja noch die gigantischen Konjunkturprogramme mit vielen hundert Milliarden, die in anderen Ländern bereits anspringen.

Was viele nicht wissen ist, dass in viele US-Bundesstaaten die Pandemie bereits seit geraumer Zeit beendet wurde, also keine Maßnahmen, keine Masken und auch kene Restriktionen. Auch eine Impfpflicht gibt es nicht.

Daher läuft dort die Wirtschaft wieder auf Hochtouren, im Gegensatz zu uns hier. Insbesondere Deutschland kämpft noch mit den Auswirkungen der Merkelschen Pandemie-Maßnahmen und den dadurch verursachten Kollateralschäden.

wow

jetzt habe ich wieder was gelernt. das wort "liengsgrüen" führt hier offenbar schon automatisch zu rot!

@16:01 von Wolfes74

Sie sprechen mir aus der Seele. Vielen Dank für Ihre kluge scharfe Analyse.

14:25 von weingasi1 Ausgleichszahlungen sehr schön

Auf diese Erfindung sind die Grünen mächtig stolz. Aber ich war bisher nicht in der Lage,
den Mechanismus zu begreifen. Vielleicht mangelt es mir an Informationen. Immerhin habe ich ein paar Schlagworte aufgeschnappt.
Lenkungswirkung: Durch die Co2 Zertifikate wird der Energieverbrauch des Bürgers so gelenkt, dass er weniger CO2 verbraucht. Andererseits Ausgleichsmechanismus: Durch dieses Instrument wird die Belastung der armen Menschen durch Erstattung wieder reduziert (ausgeglichen?) ( sogar mit Umverteilung von Reich zu Arm). Wenn ich meinen Lenkungsverlust wieder ausgeglichen bekomme, wodurch werde ich dann gelenkt? Weil ich als Armer die Reichen geschröpft habe?
Vielleicht kann mich ein kundiger Grüner mal aufklären?

Erstaunliche Theorien sehe ich hier...

der Anstieg der Großhandelspreise hat was mit Knappheit zu tun. Und die ist entstanden, da durch die Corona-Maßnahmen viele Verwerfungen entstanden sind. Fast überall auf der Welt läuft das Leben wieder habwegs normal, aber die Unternehmen können nicht einach einen Schalter umlegen und dann läuft alles rund.

Dazu sind teilweise monatelange Vorbereitungen notwendig und es werden auch Vorfertigungen und Materialien aus anderen Ländern benötigt usw.

Während wir hier noch vermuten, dass es mit der Pandemie noch nicht ganz zu Ende sein könnte, hat man anderswo auf der Welt längst erkannt, dass Corona weit weniger gefährlich ist als anfangs vermutet. Daher läuft die Wirtschaft anderswo heiß und der Weltmarkt wird leer gekauft...

Deutschlands Politik schaut wie immer eher teilnahmlos zu oder verschlimmert die Situation sogar noch. Vermutlich ist das Problem noch gar nicht ganz oben angekommen...

Das Gute ist es wird sich von alleine regulieren, wenn die Politik die Daumenschrauben löst..

@Nettie um 14:28

Sie schreiben „Meine Definition von "demokratisch": Ausnahmslos alle Menschen einbeziehend, ungeachtet ihres ethnischen/kulturellen und gesellschaftlichen/sozialen bzw. "finanziellen" oder sonstigen Hintergrunds“.
Das gibt es doch in D z. B. bei Wahlen für alle, die die deutsche Staatsbürgerschaft haben und wahlberechtigt sind. Die diese nicht haben, dürfen natürlich auch nicht wählen. Da aber ca. 30% gar nicht wählen gehen, scheint es die gar nicht zu interessieren.
Was Sie in Ihren meisten Posts schreiben, ist echt unrealistisch, sozusagen „Friede, Freude, Eierkuchen“ - hat’s noch nie in der Menschheit gegeben, dazu ist sie viel zu vielfältig mit unterschiedlichsten Interessen.

@Vielfalt - 15:56

Sie an @Nettie:
"Klingt nach Planwirtschaft. War nie erfolgreich.
Bringt Massemarmut, Unfreiheit und Elend. Nur die herrschende rote Obrigkeit genießt Wohlstand und Freiheit.
Nein danke."

Netter Versuch ein Zukunftsthema in ein rotes Desaster zu kleiden.

Der Ansatz von @Nettie deckt sich mit dem, was Wolfgang Schäuble in einem Gastbeitrag der FAZ zur Nach-Corona-Zeit empfohlen hat:

"Europa sollte Schäubles Meinung nach zudem Lehren aus der Corona-Pandemie ziehen und seine globalen Abhängigkeiten reduzieren. "Wir haben jetzt die Gelegenheit, unser gesamtes Wirtschaftsmodell kritisch zu überprüfen und die Exzesse der Globalisierung da zu korrigieren, wo sie zu den dramatischen Auswirkungen der Pandemie beigetragen haben", schrieb er.
*Quelle: TS-Artikel vom 05.07.2020 "Die Chance nicht wieder verpassen"*

Und Schäuble dürfte damit wohl nicht der Weg in die Planwirtschaft vorgeschwebt haben.

@16:39 von Nettie

""Freier Austausch von Wissen und Erfahrungen statt starrer "Planungsvorgaben" durch irgendwen. Also die individuelle Freiheit und Flexibilität, ohne die wirklicher gesellschaftlicher Fortschritt nicht möglich ist. Und der ist gerade überlebensnotwendiger denn je.""

Wenn der Austausch auf Freiwilligkeit und nicht auf Zwang basiert, dann erfüllt die freie Marktwirtschaft sämtliche Erfordernisse. Und ja, die ist gerade notwendiger denn je.

12:24 von Nettie

>>Das jetzige System, in dem einige wenige Großkonzerne und Oligarchen de facto die Macht haben, Preise "exklusiv" festzulegen (...) muss durch ein flächendeckendes, demokratisches (also gleichermaßen transparentes wie allgemein zugängliches) System unzähliger voneinander unabhängiger und frei untereinander interagierender lokaler Versorgungs-Netzwerke für die globale Wirtschaft bzw. das öffentliche Gemeinwesen überall auf der Welt abgelöst werden.<<

- Der Kapitalismus ist per se demokratisch.
- In freien Märkten geht es transparenter zu, als in so manch demokratische politische Institution.
- Die heutige Wirtschaft hat sich im Laufe der Zeit " aus voneinander unabhängiger und frei untereinander interagierender lokaler Versorgungs-Netzwerke" entwickelt. Wie von selbst. Möchten Sie diesen Prozess noch einmal starten? Was führt Sie zu der Annahme, dass Demokratie beim Erreichen des Levels, den Sie fordern, dann "konserviert"?

@covid-Strategie 16:37 Uhr: die Verluste wieder hereinholen

Darum geht es. Natürlich haben Sie recht, dass der Preisauftrieb Pandemie bedingt ist.

Es gibt unzählige Selbständige und Gewerbetreibende die in Deutschland jetzt einfach mal so einen zweistelligen Preisaufschlag (zB 20%) auf ihre Waren und Dienstleistungen verlangen.

Viele hatte 1 1/2 Jahre mit Einkommenseinbussen zu kämpfen. Dazu kamen erhöhte Investitionen in Tests und Corona Schutzmaßnahmen. Das Geld muss ja irgendwie wieder reinkommen.

Die gestiegenen Lebensmittelpreise kann man zT auch so erklären (auch die Erzeuger sind Unternehmer).

Dabei ist die Teuerungsrate noch moderat. Denn die Mieterhöhungen der Vermieter haben sich in der Statistik erst kaum niedergeschlagen.

Die Pandemie hat zudem zu einem Anstieg der Immobilienpreise geführt. Nicht, weil jetzt so viele das Häuschen im Grünen fürs Home-Office anstreben, sondern weil Spekulanten die Baupreise massiv in die Höhe getrieben haben (weil die Industrie schwächelte).

Deshalb der Corona-Boom an Bau (und Börse).

@ 16:46 von covid-strategie

Jetzt fasse ich mal zusammen, was Ihr Kommentar bietet: '... wenn es die Politik nicht gäbe, regulierte sich alles von allein.'
Grausame Vorstellung, für wen sich die Dinge dann "von allein" regeln...

@Vielfalt., 16:58

"Wenn der Austausch auf Freiwilligkeit und nicht auf Zwang basiert, dann erfüllt die freie Marktwirtschaft sämtliche Erfordernisse"

Entschiedener Widerspruch. Das tut sie (die "freie Marktwirtschaft" bzw. deren Protagonisten) ganz und gar nicht. Sie verteidigt vielmehr die Interessen einzelner "Big Player" und anderer "finanzkräftiger" Akteure regelmäßig mithilfe von Datenschutzregeln und sonstigen mit der freundlichen Unterstützung ihrer zahlreichen Lobbyisten "gesetzlich verankerter" Geheimhaltungspflichten mit aller Macht vor denen der Allgemeinheit, statt Transparenz und den freien Austausch von Wissen zuzulassen.

@16:58 Wanderfalke -Schäuvle vs "Nettie"

"Der Ansatz von @Nettie deckt sich mit dem, was Wolfgang Schäuble in einem Gastbeitrag der FAZ zur Nach-Corona-Zeit empfohlen hat:

"Europa sollte Schäubles Meinung nach zudem Lehren aus der Corona-Pandemie ziehen und seine globalen Abhängigkeiten reduzieren. "Wir haben jetzt die Gelegenheit, unser gesamtes Wirtschaftsmodell kritisch zu überprüfen und die Exzesse der Globalisierung da zu korrigieren, wo sie zu den dramatischen Auswirkungen der Pandemie beigetragen haben", schrieb er.
*Quelle: TS-Artikel vom 05.07.2020 "Die Chance nicht wieder verpassen"*

Und Schäuble dürfte damit wohl nicht der Weg in die Planwirtschaft vorgeschwebt haben."

ehrlich gesagt kann ich da gar keine Gemeinsamkeit in der Aussage von "Nettie" und dem, was Schäuble geäußert hat, finden...

Die "Spirale" von der Nettie schreibt, die dreht sich immer. Die Frage ist nur wo steht man und wie kommt man selber noch mit. Je weiter man weg ist, desto "schlimmer" kommt einem vermutlich so etwas vor.

@16:40 von Karl Maria Jose...

Karl Maria Wilhelm Napf und sein/ihr/div. Don-Quichotte-Kampf gegen die Zensurbehörde der ARD: eine never ending Story, an der wir teilhaben dürfen/müssen, ob wir wollen oder nicht.

Großhandelspreise steigen wie seit 1981 nicht mehr....

Laut Statistischem Bundesamt um 10,7 Prozent.
Wenn die Verbraucherpreise auch nur annährend so steigen werden, wird daß
zu mehr Armut und auch zur Verelendung von Menschen, selbst wenn sie sich in Lohnarbeit befinden, führen.
Es sei denn, es werden dann auch mal Tarifforderungen gestellt, die dem Rechnung tragen (Konfliktbereitschaft).......

@ 13:24 von Sigrun_1954

Wir sind uns wahrscheinlich einig, dass Steuergerechtigkeit ein großes Thema ist.
Wahrscheinlich vertun Sie sich oder verwechseln mich allerdings bei der Zuordnung zu meinen favorisierten Parteien; die arbeiten nicht mit "uralten Feindbildern". Ich favorisiere nämlich weder die fdp (uraltes Feindbild: "Gerechtigkeit ist nur Neiddebatte") noch die Union ("Schreckgespenster von Sozialismus und 'Häuschen wegnehmen', wenn's um soziale Gerechtigkeit geht ") und erst recht nicht die afd (die ist ein Schreckgespenst für alle, die nach deren enger Definition 'nicht-deutsch' sind).
Mit Grünen, SPD und der Linken stehen Ihnen drei Parteien zur Verfügung, die auf sowas verzichten.

@16:04 teachers voice

>> Konkret: Es gibt eine Reihe von Gründen, warum wir mit weiteren Preissteigerungen rechnen müssen. Aber die EZB und - wie es hier heisst - „Schuldenpolitik“ der EU gehört am wenigsten dazu.<<

Da liegen Sie leider ziemlich daneben,
Die Niedrigzins- und Geldschwemmenpolitik der EZB trägt schon seit Jahren kräftig dazu bei, dass Vermögenswerte wie zB Immobilien (und damit auch Mieten) preismässig explodieren.
Nur sind diese Preissteigerungen bisher nicht in der offiziellen Inflationsraten-Berechnung enthalten gewesen.
Um eine für viele relevante Preissteigerung handelt es sich trotzdem.
Was nun passiert, sind Preissteigerungen bei den Verbraucherpreisen, aber auch die haben sehr stark mit der EZB-Politik zu tun. Höhere Zinsen können diese Entwicklung nämlich dämpfen.

16:40 von Karl Maria Jose...

«wow … jetzt habe ich wieder was gelernt. das wort "liengsgrüen" führt hier offenbar schon automatisch zu rot!»

Fremdworte wie "liengsgrüen" aus quasi unbekannten Fremdsprachen wären wohl doch besser in Deutscher Übersetzung niedergeschrieben.

@ 17:12 von Nettie

"" Das tut sie (die "freie Marktwirtschaft" bzw. deren Protagonisten) ganz und gar nicht. Sie verteidigt vielmehr die Interessen einzelner "Big Player" und anderer "finanzkräftiger" Akteure regelmäßig mithilfe von Datenschutzregeln und sonstigen mit der freundlichen Unterstützung ihrer zahlreichen Lobbyisten "gesetzlich verankerter" Geheimhaltungspflichten mit aller Macht vor denen der Allgemeinheit, statt Transparenz und den freien Austausch von Wissen zuzulassen."""

Sie verwechseln die freie Marktwirtschaft mit Staatskapitalismus. Letzteres entsteht, wenn der Staat viel Macht hat, was großen Firmen ermöglicht Lobbyarbeit zulasten kleinerer Firmen zu betreiben. Dabei ist der Lobbyismus nicht Ursache, sondern Wirkung. Wirkung eines zu mächtigen Staatsapparats.

Das alles teurer geworden

Das alles teurer geworden ist, merke ich mittlerweile bei jedem Einkauf. Wo man vor Corona für 30€ eingekauft hat, zahlt man jetzt locker 40-50€ und das ist schon seit einigen Monaten so, aber wird zur Zeit immer mehr. Ein Beispiel: Dose Katzenfutter vor Corona 35 Cent, letztes Jahr (glaub ich 32 Cent) und jetzt 39 Cent. Da sieht man, das die höheren Preise nicht nur durch wegfallen der niedrigeren Mehrwertsteuer gestiegen sind, sondern das auch noch schön was draufgerechnet wurde.

@Wolfes74 um 16:01

Sie schreiben u. a. „Im Bundestag gibt es genau eine Partei, die halbwegs das Prädikat links verdient. Dann gibt es mittig die Grünen, alle anderen Parteien sind wirtschafts- und sozialpolitisch am extrem rechten Rand. Ja, auch die SPD. Zumindest deren Vertreter im Reichstag - in der Basis div. Parteien siehts durchaus anders aus.“
Das ist wirklich lächerlich - was bedeutet denn für Sie „extrem rechts“? Sie werfen da die FDP, SPD und CDU/CSU in einen Haufen mit der AfD - meinen Sie das im Ernst?
Zur Klarstellung: mir persönlich ist eine „rechte“ CDU deutlich lieber als eine „gemäßigte linke“ Linke; was „links“ bringt, hat man in der DDR gesehen - NEIN DANKE!

Am 12. Juli 2021 um 17:21 von Bernd Kevesligeti

Zitat: Großhandelspreise steigen wie seit 1981 nicht mehr.... Laut Statistischem Bundesamt um 10,7 Prozent. Wenn die Verbraucherpreise auch nur annährend so steigen werden, wird daß zu mehr Armut und auch zur Verelendung von Menschen, selbst wenn sie sich in Lohnarbeit befinden, führen. Es sei denn, es werden dann auch mal Tarifforderungen gestellt, die dem Rechnung tragen (Konfliktbereitschaft).......

Würden die gestiegenen Personalkosten nicht auf die Preise umgelegt?

Es liegt an uns Käufern, sich gegen

die Preiserhöhungen zu wehren. Man kauft da, wo es am billigsten ist. Wenn dann
die Hersteller merken, dass der Umsatz schwindet, verringern die die Preise ziemlich schnell wieder. Der Kunde ist König und hat die Macht, den Markt zu korrigieren. Die Auswahl ist riesig, der Preiskampf war und bleibt hart. Gut für uns.

@covid-strategie - 17:13

"ehrlich gesagt kann ich da gar keine Gemeinsamkeit in der Aussage von "Nettie" und dem, was Schäuble geäußert hat, finden..."

Wundert mich auch nicht.

Für Sie befindet sich Deutschland ja noch im Tiefschlaf während überall auf der Welt die Harmlosigkeit von Corona erkannt wurde und die Wirtschaft anderswo heiß läuft >16:46).

Wirtschaftsmodelle zu hinterfragen kann man sich dann schenken - läuft doch prima.
Nur hier nicht - abgehängt wegen den Merkelschen Kollateralschäden.

Am 12. Juli 2021 um 16:43 von sikgrueblerxyz

Zitat: Lenkungswirkung: Durch die Co2 Zertifikate wird der Energieverbrauch des Bürgers so gelenkt, dass er weniger CO2 verbraucht. Andererseits Ausgleichsmechanismus: Durch dieses Instrument wird die Belastung der armen Menschen durch Erstattung wieder reduziert (ausgeglichen?) ( sogar mit Umverteilung von Reich zu Arm). Wenn ich meinen Lenkungsverlust wieder ausgeglichen bekomme, wodurch werde ich dann gelenkt? Weil ich als Armer die Reichen geschröpft habe?
Vielleicht kann mich ein kundiger Grüner mal aufklären?

Ich bin zwar kein "kundiger Grüner" aber ein kundiger Suchmaschienenbenutzer.

Es war nicht so schwer zu finden: "https://www.gruene.de/artikel/fragen-und-antworten-zum-co2-preis"

Die wollen halt die Corona bedingten finanziellen Verluste..

.. wieder ausgleichen!

Da finanzielle Verluste sich in den eigenen Bilanzen halt nicht besonders gut machen, holt man sich nach der Beendigung der Krise das verlorene Geld mit entsprechenden Preissteigerungen halt wieder zurück!

Wie es auch niemals anders zu erwarten war!

Wenn die Bürger nicht bereit

Wenn die Bürger nicht bereit sind, maßlos zu konsumieren, verlieren sie eben Kaufkratf und Geld über Niedrig- oder Negativzinsen vom Privatkonto. Und wenn sie endlich bereit sind, mehr Waren und Leistungen zu kaufen, die Preise anziehen, die Zentralbanken aber nicht reagieren, dann kriegen sie es erst recht, zusätzlich über den Preisanstieg, los.
Die EZB hat in jüngster Zeit beteuert, nichts gegen die steigenden Preisen unternehmen zu wollen, etwa in dem sie mit den Leitzinsen wieder nach oben geht. Ganz im Gegenteil, zuletzt wurden die Inflationsziele leicht angehoben. Die Enteignung vieler Menschen hat inzwischen unglaublich hohe Dimensionen angenommen. Wo geht das Geld aus Einkommen und Sparvermögen hin? Sie gibt es Unternehmen (z.B. mittels Anleihekäufe) und Staaten. Die Staaten wiederum haben gewisse Prioritäten bei ihrer Steuer- und Subventionspolitik. Ergebnis insgesamt: ist jedem, den es betrifft bekannt.

@covid-strategie, 17:13

"Die "Spirale" von der Nettie schreibt, die dreht sich immer. Die Frage ist nur wo steht man und wie kommt man selber noch mit.
>> Je weiter man weg ist, desto "schlimmer" kommt einem vermutlich so etwas vor"

Glaube ich nicht. Im Gegenteil: Wer gerade mitten "drinsitzt" - Dürre, Hungersnot, Wassermangel, Überschwemmung, Angriff von Mückenschwärmen, 50 Grad Hitze, Raubüberfall, Kugelhagel, dem "Einsatz" von "Sicherheitskräften", im Gefangenenlager oder Foltergefängnis, oder wer gerade liebe Menschen verloren hat und was dergleichen "Misslichkeiten" mehr sind, dem kommt das alles vermutlich noch schlimmer vor als außenstehenden Beobachtern.

@SinnUndVerstand um 17:28

„Wir sind uns wahrscheinlich einig, dass Steuergerechtigkeit ein großes Thema ist.“
Ja, das ist ein großes Thema, und deshalb brauche ich dazu weder die Linke, noch die Grünen oder SPD!
Bei den „uralten Feindbildern“ sollten Sie zu aller erst mal an die Linke denken - das ist genau die Partei, die dafür steht!

Am 12. Juli 2021 um 17:58 von Frank von Bröckel

Zitat: Da finanzielle Verluste sich in den eigenen Bilanzen halt nicht besonders gut machen, holt man sich nach der Beendigung der Krise das verlorene Geld mit entsprechenden Preissteigerungen halt wieder zurück!

Finanzielle Verluste führen bei vielen zur Vernchtung der wirtschaftlichen Existenz und damit zum privaten Ruin, wenn es nicht gelubt, diese auszugleichen.

von falso demonstratio 17:40

Wie soll sich denn Ihrer Ansicht nach verhalten werden ? Die erheblichen Preissteigerungen, wenn sie denn kommen, hinnehmen ohne entsprechende Tarifforderungen zu stellen ?

Wer könnte sich das leisten ?

@Wolf1905, 16:54

"Das gibt es doch in D z. B. bei Wahlen für alle, die die deutsche Staatsbürgerschaft haben und wahlberechtigt sind. Die diese nicht haben, dürfen natürlich auch nicht wählen"

Wieso "natürlich"? Und brauchen wir in der vollständig vernetzten Welt des 21. Jahrhunderts wirklich unbedingt immer noch deren Aufteilung in "Staaten" nebst Staatsangehörigkeiten, bürokratischer Formalitäten, Grenzstreitigkeiten und womöglich Kriegen um Naturressourcen, und müssen wir wirklich immer noch auf unabsehbare Zeit einzelne(!) Personen auf unabsehbare Zeit mit der Wahrnehmung unserer Interessen "beauftragen", statt uns mithilfe jederzeit freien Zugangs zu fachlicher Expertise selbst untereinander abzustimmen bzw. Vorhaben zu koordinieren? Solche "abwegigen" Fragen nicht nur zu stellen, sondern auch zu diskutieren sollte jedenfalls möglich sein und nicht von vornherein als Hirngespinst abgetan werden.

@17:41 von Old Lästervogel

>> Der Kunde ist König und hat die Macht, den Markt zu korrigieren. Die Auswahl ist riesig, der Preiskampf war und bleibt hart. Gut für uns.<<
Das funktuoniert aber nur in einer intakten Marktwirtschaft (die einige in diesem Forum so gerne abgeschafft sähen).
In anderen Wirtschaftsformen werden die Preise entweder staatlich gelenkt (zu) niedrig oder (zu) hoch gehalten, oder das betreffende Produkt gibt es überhaupt nicht
käuflich zu erwerben (außer für die Handvoll Privilegierter).

17:36 von schabernack

dann hätte es wieder rot gegeben. meine antwort an gman war der 4. versuch. und dann kam der hiesige hofschreiber.

17:28 von SinnUndVerstand

selten grösseren unsinn gelesen. wer hat denn die steuerbefreiung für wohnungsunternehmen "reits" eingeführt? hans w eichel war das, und der ist vom linksgrünen flügel, fall ich diese offene antwort hier erlaubt bekomme!

17:54 von falsa demonstratio Danke für den Link

Ich werde mich mit dem Thema dort beschäftigen, um das Funktionieren der
grünen Ausgleichszahlungen verstehen zu können, wenn es dort ausreichend erklärt wird.

von falso demonstratio

von falso demonstratio 17:40

Zitat: Wie soll sich denn Ihrer Ansicht nach verhalten werden ? Die erheblichen Preissteigerungen, wenn sie denn kommen, hinnehmen ohne entsprechende Tarifforderungen zu stellen ? Wer könnte sich das leisten ?

Ich habe durchaus Verständnis für Tarifforderungen.

Ich als Kleingewerbetreibender oder Mini-Kapitalist, wie Sie wohl sagen würden, wäre bei Preissteigerungen aufgrund höherer Personalkosten allerdings der Gelackmeierte, ebenso wie Rentner, Sozialhilfeempfänger, Studenten, Arbeiter in nicht tarifgebundenen Unternehmen und andere, die nicht am Tarifgefüge partizipieren.

@ Wanderfalke um 15.25 Uhr, die Reihenfolge stört mich

"Ach, wissen Sie @draufguckerin, im Moment dominiert über die Angelegenheiten unserer näheren Zukunft ein merkwürdiger Diskurs. Da gibt es z.B. Konzepte von den Grünen, die aber wegen "nicht bezahlbar" in Bausch und Bogen abzulehnen sind."
So sehe ich das nicht. Mit "nicht bezahlbar" hat meine Ablehnung nichts zu tun. Ich finde bei den Grünen die Reihenfolge falsch:
Mobilität: Erstmal Sprit verteuern. Erstmal Straßen sperren und umwidmen, alle im Stau stehen lassen. Danach überlegen, was man für ÖPNV-Angebote, Radwege ... man machen könnte.
Das müsste doch umgekehrt sein: Attraktive Alternativen anbieten, damit die Menschen umsteigen.

Auf dem Energiesektor ist es genauso: Erst Kraftwerke abstellen, fossile Energiegewinnung verbieten, alles verteuern, bis keiner mehr die Kosten tragen kann.
Von Wasserstoff /Windenergie/ Solar faseln und schöne Prospekte drucken - davon springt meine Heizung im Winter nicht an. Da muss noch mehr kommen - Konkretes vor allem. Dann bin ich dabei.

Monatsvergleiche zum

Monatsvergleiche zum jeweiligen Vorjahresmonat sind nicht sehr aussagekräftig. Besser ist eine Kurve mit einem Mehrjahrestrend. Im übrigen wird die EZB noch lange die Zinsen niedrig belassen.

18:14 von Nettie

"... uns mithilfe jederzeit freien Zugangs zu fachlicher Expertise selbst untereinander abzustimmen bzw. Vorhaben zu koordinieren? Solche "abwegigen" Fragen nicht nur zu stellen, sondern auch zu diskutieren sollte jedenfalls möglich sein und nicht von vornherein als Hirngespinst abgetan werden.<<

Sind keine abwegigen Fragen, ich z.B. habe sie auch auf Lager und für den Zeitpunkt geparkt, da wir (alle) leistungsfähige allwissende Mensch-Maschine-Systeme geworden sind und unsere vernetzte Kommunikation und Interaktion ein Pappenstiel ist. Das dauert noch, denn, wenn ich mir anschaue, zu wieviel Missverständnissen und Meinungsverschiedenheiten und auch Desinteresse es allein hier mit den wenigen Leuten wieder kommt, dann sehe ich mich stark bestätigt. Prinzip Hoffnung steht über der Eingangspforte.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert.

Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen.

Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Darstellung: