G20-Staaten unterstützen globale Mindeststeuer

10. Juli 2021 - 16:38 Uhr

"Wir haben es geschafft", verkündete Finanzminister Scholz beim Treffen der G20-Finanzminister in Venedig. Nach langem Ringen steht die Einigung auf eine globale Mindeststeuer für Großkonzerne.

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Kommentare

Gute Idee, gute Umsetzung?

Die Idee einer Mindeststeuer klingt sehr gut. Die Frage ist nur, ob nicht wieder irgendwelche Schlupflöcher eingebaut werden.

längst überfällig ...

Naja, sich für etwas auf die Schulter zu klopfen, was schon lange überfällig ist ...

Aber trotzdem gut, dass sich da überhaupt was tut.

"so schnell wie möglich umgesetzt werden. .... Ziel ist, dass die Vereinbarung 2023 in Kraft tritt"

Aha, so geht also schnell in den Regierungskreisen, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass es hier monatlich um etliche Millionen geht, die hier ständig verloren gehen.

Hinzu kommt, dass man zum Zieldatum in der Regel noch ein paar Jahre draufrechenen kann (wie schon zu oft erlebt).

@Nachfragerin:

Wie wäre es mit abwarten - und zwischenzeitlich Tee trinken? - Erst einmal ist diese Entscheidung das Ergebnis langer, langer, langer Überzeugungsarbeit bei dem globalen Kampf gegen die Windmühlenflügel der Steuerungerechtigkeiten. Da ist noch viel zu tun - aber dieser Etappensieg ist nicht zu unterschätzen. -

Schöne Schlagzeile!

Und wo entrichten diese die Mindeststeuer?
In den Ländern wo sie die Gewinne machen?
Ich würde lieber lesen "Gewinne werden dort versteuert wo sie erwirtschaftet werden", alles andere führt nur zu neuen Tricksereien.

Scholz: G20-Staaten unterstützen globale Mindeststeuer....

Und die Unternehmensberatungskanzlei Deloitte sprach davon, daß diese Regelung nicht mehr als 700 Millionen Euro in den Bundeshaushalt spülen würde. Das Netzwerk Attac fordert eine Konzernbesteuerung von 25 Prozent. Die vereinbarten 15 Prozent ärgern höchstens die irische Finanzpolitik (12,5 Prozent Unternehmensbesteuerung). Leider stand da nichts von Schlupflöchern. Aber vor einiger Zeit hieß es noch, daß nur dann eine Besteuerung von 15 Prozent greift, wenn der Umsatz mindestens bei 750 Millionen Euro liegt. Und die Umsatzrendite bei 10 Prozent....

Hmm....

"Der G20 gehören alle Mitglieder der Gruppe der sieben wichtigsten Industriestaaten (G7) an: USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada. Hinzu kommen Russland und China sowie die großen Schwellenländer Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika; außerdem Argentinien, Australien, Indonesien, Saudi-Arabien, Südkorea, die Türkei und die Europäische Union."

G20? und das wo Irland, Ungarn und Estland dagegen sind...? Da wird dann wohl die EU bei der Unterschrift fehlen....

globale Mindeststeuer ?

Und jetzt werden alle Produkte für Kunden teurer. Und gerade die kleinen Einkommen leiden daruter am meißten.

Danke. So geht Schröders Soziale Politik in Fortsetzung der 2010.

Nationalität von Unternehmen

Ich muss zugeben, den Kompromiss noch nicht wirklich zu verstehen. Was heißt denn"deutsche Unternehmen" die im Ausland weniger Steuern zahlen. Ab wann ist denn ein Unternehmen deutsch? Ist zum Beispiel Amazon Bermuda nun ein amerikanisches Unternehmen und zahlt in den Staaten die Differenz des geringen Steuersatzes auf Bermuda zu den 15%? Was hindert VW daran chinesisch zu werden? Da muss es doch sicher Regeln zu geben, denn sonst bringt uns diese Vereinbarung ja mal überhaupt nichts. Oder doch?

wow

deutschland würde, wenn, ca 5 mrd mehr einnehmen.

Mindeststeuer klingt sehr gut

von Nachfragerin @
Für die Kunden sicherlich nicht.

Der Gewinn den die Finazminister sich erhoffen wird von Ihnen finaziert. Und glauben Sie das dafür ander Abgaben für die Bürger gesenkt werden oder weniger schnell steigen?

habe ich in den letzten 20 jahren leider nicht erlebt. die Einnahmen des Staates sind immer weiter gestiegen ohen das wir Stuerzahler oder Rentner einen spürbaren vorteil oder Entlasstung bekommen haben. Was immer gestiegen sind sind die Subventionen, Alimntierungen und Nettozahlungen an die EU.

Wer gegen Kartellbildung ist,

würde sich hier eine Art WTO-Kartellamt wünschen. Dies ist eine Form von Kartellbildung, faktisch ein Besteuerungskartell. Gegen den Versuch habe ich eigentlich nichts. Auch das Bundeskartellamt ist meines Erachtens eine komplett überflüssige Behörde.
Das beste Mittel gegen jede Form von Kartellbildung ist nämlich nicht eine Behörde, sondern Wettbewerb. Ich wünsche den kleinen nicht-steuergeldgierigen Ländern alles Gute im Wettbewerb gegen die großen mächtigen Länder!

@Mene mene tekel... - Wie lange wollen wir warten?

17:00 von Mene mene tekel...:
"Wie wäre es mit abwarten - und zwischenzeitlich Tee trinken?"
> Tun wir das nicht schon seit Jahrzehnten? Die Steuervermeidung von internationalen Konzernen ist ja nicht erst seit gestern bekannt.

"Da ist noch viel zu tun - aber dieser Etappensieg ist nicht zu unterschätzen."
> Ich verbuche diesen "Etappensieg" als eine von vielen Absichtserklärungen. Die Umsetzung wird noch lange auf sich warten lassen.

16:47 von Nachfragerin

Die Idee einer Mindeststeuer klingt sehr gut. Die Frage ist nur, ob nicht wieder irgendwelche Schlupflöcher eingebaut werden.

Es war auch unwahrscheinlich, dass eine/r der üblichen Haare-in-der-Suppe-Finder nicht Bedenken geäußert hätte.

Da kommt eine durchaus gute Nachricht und sofort wird reagiert mit „Ja, aber …“ … eine Lebenseinstellung, mit der ich persönlich gar nichts anfangen kann. Das ist wie das genaue Untersuchen des Geburtstagsgeschenkes auf etwaige Schönheitsfehler oder Defekte.

Sehr verehrte Nachfragerin, natürlich wird es Schlupflöcher geben. Das liegt in der Natur der Sache, unabhängig davon, ob sie nun eingebaut wurden oder nicht. Dazu ist das Konstrukt zu komplex. Es ist der Job hochbezahlter Spezialisten, diese Schlupflöcher zu finden.

Das ändert aber gar nichts an der Tatsache, dass hier mal ein guter Anfang gemacht wurde.

Das Haar? Das dürfen Sie behalten.

Gute Sache

Gute Sache, vor allem der Plan, dass Gewinne, die in Steueroasen niedriger versteuert werden, im Land des Unternehmenssitzes nachversteuert werden sollen. Und dass Steuer da anfällt, wo die Gewinne erwirtschaftet werden, statt am Sitz der Briefkastenfirma-Holding in einer Steueroase. So klappt's auch, wenn nicht alle Länder mitmachen.

Bin mal auf die Umsetzung gespannt.

Abwarten und Tee trinken

Nein J. Yellen kennt die Großkonzerne auch im eigenen Land! Microsoft ist da ein Beispiel mit
immer neuen Ideen die alt sind ,aber in anderer Verpackung! Nein, ich glaube diese Mindeststeuer kommt vor den Wahlen in Deutschland in Ländern ,im Bund und auch in Frankreich nächstes Jahr! Herr Macron kann auch ein wenig Ablenkung gut gebrauchen!
Diese Meetings bringen seit über 30 Jahren
herzlich wenig! Im Frühjahr steht in GB die
nächste Krise an. Jeder der den Terminkalender und die Finanzplanung kennt
weiß was da ,,für Züge entgleisen werden"!
Die großen Wirtschaftskanzleien wissen das!
Man hat maßgeblich dazu bei getragen!
Ich bin mal gespannt für was dann Corona
für alles herhalten muss! Der soziale Sprengstoff der in den Gesellschaften in Europa schon davor vorhanden war wird zur Zeit noch verdrängt! Von den Politikern!
Die Menschen wissen längst Bescheid!
Die Geschichte wiederholt sich leider, nur mit anderen Schwerpunkten!
Schaulaufen, Nothing else!

die Hindus in der Wüste

geloben, keinen Fisch zu essen, sagte schon Goethe. Jetzt müssen die Unternehmen, die in Deutschland keine Steuern abführen, nichts + 15% von nichts berappen. Da fliegt mir das Blech weg. Ey, wir werden reich sein!

Auch Scholz weiß, dass nicht einmal alle EU-Staaten mitmachen, von denen sind ja auch kaum welche Mitglied in der G20. Nur das sagt er lieber nicht so laut. In den Steueroasen lacht man sich ebenso schlapp wie in den Vorstandsetagen der Unternehmen, die genau dort ansässig sind. Die haben an diesem Abkommen nichts mitbeschlossen und sind auch nicht daran gebunden.

@M.Höfling

"Gute Sache, vor allem der Plan, dass Gewinne, die in Steueroasen niedriger versteuert werden, im Land des Unternehmenssitzes nachversteuert werden sollen. "

Lässt sich ein Unternehmenssitz nicht ganz einfach verlagern? Zum Beispiel in ein Land mit minimaler Steuer? Ich verstehe es noch nicht wirklich, aber zum Glück muss ich es ja auch nicht.

17:23 von werner1955

Was immer gestiegen sind sind die Subventionen, Alimntierungen und Nettozahlungen an die EU.
--
nicht nur an die EU
vielleicht sollte man mal generell überlegen
was in unserem Staat subventioniert werden sollte und was alimentiert
Möglichkeiten gäbe es genug, aber wer will das ?

@17:26 von Thomas D. 16:47 von Nachfragerin

//Da kommt eine durchaus gute Nachricht und sofort wird reagiert mit „Ja, aber …“ … eine Lebenseinstellung, mit der ich persönlich gar nichts anfangen kann. Das ist wie das genaue Untersuchen des Geburtstagsgeschenkes auf etwaige Schönheitsfehler oder Defekte.//

Ja, es ist sehr positiv, dass man sich wenigstens auf diese doch sehr niedrige Mindeststeuer einigen konnte. Jedenfalls besser als nichts. Aber mit einem Geburtstagsgeschenk würde ich das nun nicht vergleichen wollen.

@ werner1955, um 17:15

Wäre ja auch gelacht, wenn Sie nicht wieder was daran rumzumäkeln hätten. Geht doch nix über eine gesunde negative Grundeinstellung.

Wie Sie darauf kommen, dass alle Produkte teurer werden bleibt Ihr Geheimnis.
Aber vielleicht wollten Sie nur Schröder mal wieder unterbringen, auch wenn der hier überhaupt nicht zumThema passt...

17:05 von Bernd Kevesligeti

«Und die Unternehmensberatungskanzlei Deloitte sprach davon, daß diese Regelung nicht mehr als 700 Millionen Euro in den Bundeshaushalt spülen würde.»

Die Bundesrepublik ist ja auch nicht das einzige Land auf dieser Erde.
Und die Übereinkunft nicht dazu getroffen worden, um in erster Linie den Bundesfinazminister, und Deutsche Steuerbürger glücklich zu machen.

«Das Netzwerk Attac fordert eine Konzernbesteuerung von 25 Prozent.»

Ob diese 25% realistisch durchsetzbar gewesen wären … weiß ich nicht.
Internationale Politik in so komplexen Zusammenhängen wie mit Weltwirtschaft und Besteuerung ist immer das Erreichen von Möglichem. Bisher gab es keinen Einheitlichen Mindessteuersatz, nun ist einer vereinbart.

Welches Abkommen genau daraus folgt.
Das wird mit Details erst mal noch was dauern.
Immerhin gibt es diese Vereinbarung.
Und die gab es bisher eben nicht.

Was ist das nun? Eher ein Schritt in die richtige Richtung?
Oder ein weiterer Handgriff zum Mäkeln:
"Kann alles nix" …

G20-Staaten unterstützen globale Mindeststeuer

wenigstens mal ein Einstieg
und besser "nur" 15 % als wie bisher nichts

Ein ganz anderes Thema aber das ist wohl zu naiv gefragt
warum kann man nicht Steuern verlangen wo die Umsätze gemacht werden

Was zahlen denn die übrige Unternehmen ?

Der globale Mindeststeuer kann eine gute Sache sein. Erfreulich das es scheinbar hier zu eine Einigung gekommen ist. Entscheidend das die Superstaaten daran teilnehmen, das es nicht zu viele Ausnahmen gibt, das es wasserdichte Kontrollen gibt ( Auch innerhalb der EU)und das notfalls entsprechende Strafmaßnahmen durchgeführt werden können.
Was mich wundert sind die mögliche steuerliche Maßnahmen für die übrige Unternehmen. Haben die denn auch ein Mindeststeuersatz oder gar einen Höchststeuersatz?

Es läuft für Olaf Scholz

Zu diesem Ergebnis kommt die Süddeutsche Zeitung. Olaf Scholz hat über Jahre die Idee der Mindestbesteuerung vorangetrieben und nun auch mit zum Erfolg gebracht.

Sieht so aus, als hätten wir da einen starken Kanzlerkandidaten.

Böses Omen?

Wir haben es geschafft: genau diese Worte sagte der frühere Vorsitzende der spd, Gerhard Schröder, bei der Rettung von Philip Holzmann!

Einige Zeit später musste das Großunternehmen Insolvenz anmelden.

Ob die Damen und Herren auf EU-Ebene es wirklich geschafft haben, eine globale Mindeststeuer einzuführen, wird sich noch zeigen.

Noch gibt es Steuerschlupfoasen......

Bisher wurde hier die "Axt" nicht angelegt.

Vielleicht sind die heutigen Bemühungen morgen bereits zum scheitern verurteilt.

PS. Immerhin hat Finanzminister Scholz bei bei den Zollfahndern Hunderte Millionen eingespart.

Globale Besteuerung von .... Mindest...!

Die nächsten politischen Wahlen stehen in der Weltgeschichte an. Da macht es so kurz davor bedenklich, dass allseits zwar die globalen Gemeinsam- Entscheidungen politisch angedeutet werden jedoch abschließend ...aufs "wollen" jener Vorhaben zurückgerudert wird! Notariell und somit korrekt verbriefend beglaubigt: wurde wie meist letztlich: ...nichts! Schade, aber nicht erstmals. Rückzüge bis nach den politischen Wahlen vermutlich. Und nach den politisch anstehenden Wahlen... geht es andererseits um abermalige Neuorientierungen?
Die Megakonzerne sind gewiss immer zu stets konstruktiven Verhandlungen mit der globalen "gemeinsam Politik" über Steuer- Besteuerungen bereit! Zumindest solange auch weiterhin - derartige Politikharmonie zwar konstruktiv aber wegen anstehend nächsten politischen Wahlen Ergebnisoffen
verbleiben. Wen tröstet es schon in der Welt das rapide Preissteigerungen für Kraftstoffe Miete und Nahrungsmittel "nie" in solche Umsetzungs- Warteschleifen geraten.
Frau D. Brauer

18:08 von V.Scho

Sieht so aus, als hätten wir da einen starken Kanzlerkandidaten.
.
so sehe ich das auch ....
aber ne extrem schwache Partei
die kaum das Kanzleramt für sich beanspruchen kann

von schabernack 18:01

Was ist das nun ? Das ist die Frage. Leider steht in dem Artikel nichts zu Schlupflöchern und Sonderregelungen, von denen im Vorfeld die Rede war: Besteuerung mit 15 Prozent erst ab 750 Millionen Euro Umsatz. Und erst ab einer Umsatzrendite von mehr als 10 Prozent....

eine gesunde negative Grundeinstellung.

von harry_up @
Ich nenen es erlebte und gelebte Realität seit 30 Jahren in unserer Gesellschaft.

Aber ich freue mich für Sie das sie noch so eine Einstellung haben. Behalten Sie sie wenn sie es könne.

Nach "2010", Besteuerung meiner Rente, ÖKO, GEZ, Soli und EEG Abgaben kann ich es nicht mehr.

@17:15 von werner1955

"globale Mindeststeuer ?
Und jetzt werden alle Produkte für Kunden teurer. Und gerade die kleinen Einkommen leiden daruNter am meiSten.

Danke. So geht Schröders Soziale Politik in Fortsetzung der 2010."

Dann ist es doch auch besser wir zahlen alle keine Steuern mehr......

Aber womit wird dann die ganze Infrastruktur finanzier, Straßen, Ämter, Schulen.......

Und ob dadurch die Preise signifikant steigen bezweifle ich.
Allerdings durch diese Steuervermeidungstricks werden nur wenige nimmer reicher und könne damit die Politik zu sehr beeinflussen.

@werner1955, 17:15 Uhr - Größe zeigen

Sie wollten also allen Ernstes darauf beharren, dass Großkonzerne keine angemessenen Steuerleistungen erbringen, wohlwissend dass der Bundeshaushalt mit über 50% für Sozialleistungen belegt ist...? Es ist höchste Zeit, dass die Unternehmen, die bislang erfolgreich Schlupflöcher gefunden haben, nun endlich ihren Obulus entrichten müssen. Man sollte im übrigen auch als AFD-Wähler in diesem Fall Größe zeigen und dem Bundes-Finanzminister zu diesem großartigen Ergebnis gratulieren. Entscheidend ist, was unserem Land dient, nicht womit sich Parteien zu profilieren suchen.

18:23 von morgentau19

PS. Immerhin hat Finanzminister Scholz bei bei den Zollfahndern Hunderte Millionen eingespart.
---
wie heißt es so schön
Sparen, koste es was es wolle

@18:28 von V.Scho Es läuft für Olaf Scholz

//Sieht so aus, als hätten wir da einen starken Kanzlerkandidaten.//

Die Auswahl ist bescheiden, aber von denen, die zur Verfügung stehen, scheint mir Scholz der geeignetste - vor allem im Hinblick auf die Außenpolitik. Und Herrn Heil würde ich auch gern weiterhin als Arbeitsminister behalten.

Aber ich weiß schon, was da wieder kommt...

@ 17:26 von Thomas D.

"16:47 von Nachfragerin
Die Frage ist nur, ob nicht wieder irgendwelche Schlupflöcher eingebaut werden."

Die Frage von Nachfragerin ist aufgrund vergangener negativer Erfahrungen absolut berechtigt.

"Das ist wie das genaue Untersuchen des Geburtstagsgeschenkes auf etwaige Schönheitsfehler oder Defekte."
Unpassender Vergleich ...
Die Regierung wird dafür bezahlt, dass sie einen guten Job macht.

"Sehr verehrte Nachfragerin, natürlich wird es Schlupflöcher geben..... Es ist der Job hochbezahlter Spezialisten, diese Schlupflöcher zu finden."

Eben "hochbezahlter Spezialisten", die sollten sie die größten Schlupflöcher im Vorfeld finden. Mit der Pflicht auf Nachbesserung, falls sich noch was auftut.

"Das ändert aber gar nichts an der Tatsache, dass hier mal ein guter Anfang gemacht wurde."

Dies ändert aber gar nichts an der Tatsache, dass dies schon längst überfällig ist!

@18:26 von Bernd Kevesligeti von schabernack 18:01

//Was ist das nun ?//

Ein Anfang.

Wenn lange Trockenheit herrschte, die Natur leidet und es schließlich mal für ein paar Stunden regnet, sagen Sie dann auch: "Was ist das nun? Viel zu wenig, brauch ich nicht."?

Mindest

Ich möchte auch 15% auf mein Einkommen zahlen. Was ist mit Irland und anderen europäischen Staaten, die schon lange als Steuerparadis firmiert sollte sich nicht schon lange sanktioniert sein.
Nei Danke für ein solches Europa

Thomas D. - Widerspruch aus Prinzip?

17:26 von Thomas D.:
"Es war auch unwahrscheinlich, dass eine/r der üblichen Haare-in-der-Suppe-Finder nicht Bedenken geäußert hätte."
> Ich bin allgemein sehr kritisch und glaube vieles erst, wenn ich es sehe. Andere glauben, dass sich Probleme mit Absichtserklärungen und Applaus lösen lassen. Und wieder andere entdecken Ihre Kritikfähigkeit nur beim Lesen meiner Kommentare.

"Sehr verehrte Nachfragerin, natürlich wird es Schlupflöcher geben."
> An der Art Ihrer Zustimmung müssen Sie noch arbeiten.

@Sisyphos3 @V.Scho

"Sieht so aus, als hätten wir da einen starken Kanzlerkandidaten."
"so sehe ich das auch ....
aber ne extrem schwache Partei
die kaum das Kanzleramt für sich beanspruchen kann"

So sieht es wohl leider aus. Ich kann aber den Gedanken nicht ganz ignorieren, dass die Partei vielleicht nur so schwach aussieht, weil sie als Juniorpartner in der GroKo in den letzten Jahren die Erfolge Ihrer Regierungsarbeit an die CDU abtreten musste und alles doofe auf sie abgewälzt wurde. Ich würde die Partei gerne mal wieder ohne die BremsklotzCDU an der Regierung sehen. Nur bitte kein Amt für diese Esken.

18:24 von Frau Brauer 1 S...

Wen tröstet es schon in der Welt das rapide Preissteigerungen für Kraftstoffe ...
----

höre ich Kritik ?

es ist doch für nen guten Zweck
dem Weltklima, wenn sie nicht weiter unnütz rumfahren
:-)

Und die 150 Milliarden Euro pro Jahr an Steuerhinterziehungen?

Die Blödzeitung schreibt, dass mit diesen 15% etwa 300 Millionen Euro an Steuermehreinnahmen zu erwarten sind.
Wenn man berücksichtigt, dass den EU - Staaten pro Jahr ca 850 Milliarden Euro durch Steuervermeidung abhanden kommen und sich der von mir ganz willkürlich geschätzte Anteil der BRD daran vielleicht auf 100 Milliarden Euro beläuft, dann hat es Herr Scholz tatsächlich geschafft, ca lächerliche 0,3 Prozent der fehlenden Summen einzufordern.
Potztausend …
Will jemand applaudieren?
Um die 150 Milliarden Euro, die uns mittels tatsächlich strafbarer Steuerhinterziehungen gestohlen werden, hat Herr Scholz allerdings in keinster Weise bemüht.

Genau das

Ich stimme Ihren Kommentar vorbehaltlos zu!
Schroeder und seine Finanzpolitik!

Ich schätze die Süddeutsche Zeitung sehr, und lese gerne die Kommentare von Dr. Dr. Heribert Prantl jemand der von Staatsrecht auch etwas versteht! Wer den Kommentar
verfasst hat muss was O. Scholz angeht zumindest desorientiert sein! Welche Ämter
hat der Seeheimer aus Osnabrück innegehabt!
Nichts was einen ehemaligen SPD Wähler hinter dem Ofen hervorlocken würde!
Es ist in der Politik in den letzten 30 Jahren
zu viel gelogen worden! Das bringt die Demokratie hier wieder ins Wanken!
Siehe Art.21 GG Vielen Dank

@Anna-Elisabeth - Geschenke

17:59 von Anna-Elisabeth:
"Ja, es ist sehr positiv, dass man sich wenigstens auf diese doch sehr niedrige Mindeststeuer einigen konnte."
> Sehr positiv ist es, wenn diese Mindeststeuer tatsächlich erhoben wird.

"Aber mit einem Geburtstagsgeschenk würde ich das nun nicht vergleichen wollen."
> Es war ja auch kein Geschenk, sondern lediglich die frohe Nachricht, dass man sich auf ein Geschenk geeinigt hat, welches es in ein paar Jahren geben soll.

Steuer Kartell

Das Steuer Kartell hat zugeschlagen. Es darf keine Steuer-Konkurrenz geben…

18:23 von morgentau19

"Böses Omen?
Wir haben es geschafft: genau diese Worte sagte der frühere Vorsitzende der spd, Gerhard Schröder, bei der Rettung von Philip Holzmann!

Einige Zeit später musste das Großunternehmen Insolvenz anmelden."

,.,.,

O je. Wird dieses "böse Omen" jetzt grundsätzlich jeden SPD-ler ereilen, der die Worte "Wir haben es geschafft" sagt?

Ihm wird immer alles grundsätzlich zusammenbrechen?

globale Mindeststeuer

Es wird nicht funktionieren.
Dafür sorgen kluge Steuerberater so wie ich.

Es gibt über 100 Doppelbesteuerungsabkommen, die regeln, dass dort versteuert wird, wo der Gewinn anfällt (Prinzip der Betriebsstätte). Was also soll jetzt anders werden? Diese Abkommen müssten alle geändert werden und die Änderungen verhandelt auschließich die Vertragspartner, nicht die OECD, nicht Herr Scholz und kein anderes Gremium.

Die Verschiebung wird durch die Mindeststeuer nicht verhindert. 15% von NULL sind eben NULL.

Ich bin gespannt
Michael

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