China erschwert Börsengänge einheimischer Firmen im Ausland

10. Juli 2021 - 13:15 Uhr

Um Kapital zu bekommen, sind viele chinesische Start-ups in den USA an die Börse gegangen. Nun hat China Regeln erlassen, die Börsengänge im Ausland deutlich erschweren. Die größten Volkswirtschaften entkoppeln sich damit weiter. Von Steffen Wurzel. 

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Ob das der richtige Weg ist?

Aus dem Artikel: „…Schon seit mehreren Monaten geht die in China regierende Kommunistische Partei vehement vor gegen die großen privaten Internet-Konzerne des Landes; konkret beschränkt sie deren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einfluss. So wurde der Börsengang des größten Finanztech-Konzerns der Welt Ant Group abgesagt. Firmengründer Ma Yun alias Jack Ma wurde de facto gezwungen, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Gleichzeitig hat die chinesische Führung die Rolle der staatlichen Konzerne gestärkt.“
Wahrscheinlich möchte die chinesische Führung vermeiden, dass zu viele (v. a. amerikanische) Investoren zu großen Einfluss bei den chinesischen Start-ups und Internetfirmen erlangen; kann ich bei der derzeitigen weltpolitischen Situation, v. a. aber dem amerikanisch-chinesischen Wirtschaftskrieg, nachvollziehen. Nur: der wichtige USA Markt bleibt den chinesischen Firmen auch verschlossen. Ob das auf Dauer gut ist? Die KP Chinas geht nun mal in allen Bereichen rigoros vor.

China erschwert Börsengänge einheimischer Firmen im Ausland...

Es geht dabei vermutlich auch um grenzüberschreitenden Datenfluss. Offenbar fürchtet die Regierung, daß im Ausland notierte chinesische Unternehmen gezwungen werden eine wachsende Datenmenge zur Verfügung zu stellen.

Außerdem geht es der chinesischen Wertpapieraufsicht darum Schlupflöcher auf den Cayman Islands und den Virgin Island für Konzerne und Teilgesellschaften zu schließen......

Es geht natürlich immer um den "Schutz"

"Offiziell geht es den Behörden der Volksrepublik um Datensicherheit."

Wenn es nicht die Datensicherheit ist, ist es die Terrorgefahr. Der Staat findet immer einen Grund, um alles und jeden noch besser kontrollieren zu können. Eine Demokratie mit eigenen Meinungen ist nicht im Interesse der Politik.

An sich sollten die chinesischen Startups aber auch im eigenen Land genug Geld und Investoren auftreiben können. Die Frage ist nur, zu welchen Bedingungen...

Re : Bernd Kevesligeti !

Anscheinend hat die chinesische KP Angst davor, dass andere Länder die gleichen Praktiken anwenden, wie sie selbst, den großen Daten- und Wissenschaftstransfer, wodurch es chinesischen Firmen möglich war und ist, viele Produkte zu kopieren und fälschen.
Irgend wie hinterlistig und mehr als falsch und verlogen, wie dieser Haufen der Funktionäre nun mal sind.
Und es soll wahrscheinlich verhindert werden, dass zu viel Geld in Steueroasen abfließt, so dass die KP ihre Armee und all die Geheimdienstler nicht mehr bezahlen kann.
Ach du Schreck, die Macht scheint zu bröckeln !

@ Faktenfinder

Hier wäre ein Vergleich der Datenschutzgesetze der USA, China und der BRD angebracht und hilfreich.
Anscheinend ist der Datenschutz in China wesentlich höher bewertet, als uns von den Medien immer wieder eingeredet wird.
Vor allem auch unter dem Aspekt, dass sich sogar einige US -Firmen ausdrücklich positiv über die deutschen bzw. europäischen Datenschutz geäußert haben.
Das erscheint mir verdächtig genug, diesen Datenschutz auf seine mögliche Unzulänglichkeit zu überprüfen.

In China läuft es eben anders...

...als z.B. in Deutschland oder den USA. Letzteren geht der wirtschaftliche Erfolg über alles, im Zweifel auch demokratischen Prinzipien.
China hingegen opfert dem wirtschaftlichen Erfolg alles, außer dem Führungsanspruch der KP.

Was geht das den Staat an?

Was hat der chinesische Staat damit zu tun, ob eine Firma im Ausland an die Börse geht? Da hat der Staat doch eigentlich seine Finger raus zu lassen.

@ Bernd Kevesligeti

Offenbar fürchtet die Regierung, daß im Ausland notierte chinesische Unternehmen gezwungen werden eine wachsende Datenmenge zur Verfügung zu stellen.

Und was geht das die chinesische Regierung an?

System öffnen

China wird sein politisches System auch für andere politische Parteien öffnen müssen und dann wird es notwendig, dass die KP Kompromisse und Koalitionen eingeht.

von born in stasi-land 14:16

Es geht wohl um den befürchteten Abfluss von Unternehmensdaten.

Schlecht für alle:

„Nun hat China Regeln erlassen, die Börsengänge im Ausland deutlich erschweren. Die größten Volkswirtschaften entkoppeln sich damit weiter“

Im Interesse seiner Macht (bzw. derer, die die haben und „verteidigen“ zu müssen glauben, im vorliegenden Fall also der „Kommunistischen“ Partei Chinas) und der damit einhergehenden „Kontrollbedürfnisse“ der Machthaber. Und zum Schaden des gesamten öffentlichen Gemeinwesens bzw. der Weltwirtschaft (womit die in ihrer Gesamtheit gemeint ist, und nicht etwa irgendwelche sich darin in irgendeiner Form wirtschaftlich betätigenden Unternehmen im Speziellen).

Daten preisgeben

Wenn eine Firma an die Börse geht, muss sie ihre kompletten Wirtschaftsdaten für die Anleger transparent machen. Das ist nur fair, denn Anleger brauchen Informationen.

Es ist doch völlig unverständlich, dass die chinesische Regierung diese Offenlegung von Daten nicht gestatten will.

@ 14:07 von Traumfahrer

Zu verhindern, dass zuviel Geld in Steueroasen abfließt, sollte eigentlich die Aufgabe jeder Regierung sein. Und den Einfluss privater Internetkonzerne wie Facebook und Google auf das politische und gesellschaftliche Leben zu beschneiden, ebenso.

@ Bernd Kevesligeti

Es geht wohl um den befürchteten Abfluss von Unternehmensdaten.

Abfluss? Wohin fließt das denn ab? In den Börsenprospekt?

von Traumfahrer 14:07

Ihre doch sehr hefigen Formulierungen drücken aber eine beträchtliche Unzufriedenheit aus.
Wer sich vor Datenabfluss und Steueroasen schützt ist "falsch und verlogen" ?

von born in stasi-land 14:34

Vielleicht Daten an die Staaten an deren Börsen die Unternehmen notiert sind.

@ Bernd Kevesligeti

Es macht ja durchaus Sinn für chinesische Unternehmen, sich an ausländischen Börsen Liquidität zu besorgen. Aber dann muss man eben dort auch die Karten auf den Tisch legen. Kein Anleger kauft die Katze im Sack.

@ Bernburger49

Welches Recht sollte ein Staat haben, den Internetkonzernen Amazon, Google, ... rein zu reden? Und wozu soll das gut sein?

@14:45 von born in stasi-land

Dann finden Sie es also in Ordnung, wenn solche Internetkonzerne unsere Gesellschaft manipulieren können ?

@Traumfahrer - Die USA legten vor, China zieht nach.

14:07 von Traumfahrer:
"Anscheinend hat die chinesische KP Angst davor, dass andere Länder die gleichen Praktiken anwenden, wie sie selbst, [...]"

Sie irren. Die Vorlage dazu kam nämlich aus den USA:
"Biden unterzeichnete eine Verfügung, wonach Amerikanern der Handel mit Wertpapieren von zunächst 59 chinesischen Firmen ab dem 2. August verboten wird." (TS am 04.06.)

Ansonsten sollten Sie wissen, dass sich mit einem Börsengang keine Produkte kopieren lassen und dass die Armee nicht von Börsengewinnen bezahlt wird.

"Ach du Schreck, die Macht scheint zu bröckeln !"
> Sie sollten etwas weniger traumfahren.

von born in stasi-land 14:45

Die Antwort ist wirklich gut: Warum sollte ein Staat Amazon reinreden ? Amazon so toll menschlich für die Beschäftigten und vor allem für die Steuerbehörden....

@Außerdem geht es der chinesischen 13:46 Bernd Kevesligeti

"Wertpapieraufsicht darum Schlupflöcher auf den Cayman Islands
und den Virgin Island für Konzerne und Teilgesellschaften zu schließen......"

Darum wohl am allerwenigsten.
Ich amüsiere mich täglich mehr über ihren 'ideogischen' Blick.
Schliesslich könnten dann die Apparatschiks samt ihren Strohmännern nicht die US$
so schön intransparent ins 'Währungsausland' verschieben.
Ganz zu schweigen von der Möglichkeit ggf. 'US-Sanktionen' zu unterlaufen.
Thema: Nordkorea, Iran

Wenn die versammelten Staatenlenker wirklich 'Schwarzgeld' eindämmen wollten,
hatten sie dazu mehr als 70 Jahre Zeit.

13:46 von Bernd Kevesligeti

«Es geht dabei vermutlich auch um grenzüberschreitenden Datenfluss. Offenbar fürchtet die Regierung, daß im Ausland notierte chinesische Unternehmen gezwungen werden eine wachsende Datenmenge zur Verfügung zu stellen.»

Internationaler Handel ohne grenzüberschreitenden Datenfluss ist unmöglich. Will die Führung in Peking nicht, dass Chinesische Unternehmen international Handel treiben, dann sollen sie halt in China bleiben, und nur noch dort im Land rumhandeln.

Letztlich ist dies ein weiterer Schritt mehr, Chinesische Privatunternehmen zu gängeln, und stattdessen die Staatsunternehmen zu begünstigen.

1 Mio. Nutzer oder Kunden in China bei einer App, oder einem Unternehmen, entspricht auf Deutschland zur Bevölkerung umgerechnet ± 60 Nutzer oder Kunden. Sechzig … doch so viel … sieh an. Mega gefährlich.

Als Ausländisches Unternehmen in China war man ja schon immer vor "Prouktpiraterie" und Datenabfluss sicher wie nirgendwo sonst auf der Welt. Dafür war China schon immer legendär.

@born in stasi-land - staatliche Einmischung

14:14 von born in stasi-land:
"Was hat der chinesische Staat damit zu tun, ob eine Firma im Ausland an die Börse geht? Da hat der Staat doch eigentlich seine Finger raus zu lassen."

Das sollte man eigentlich meinen.

Allerdings musste die deutsche Börse vor drei Jahren den Handel mit Cannabis-Aktien einstellen. Und ab dem 02. August wird es US-Amerikanern verboten sein, mit den Wertpapieren von 59 chinesischen Firmen zu handeln.

Der Staat mischt also kräftig mit - nicht nur in China.

@Bernd Kevesligeti

Es sind zu Deutschland verglichen nicht 60, sondern 60.000.
Das ändert aber nichts am Prinzip.

Staatsgelenkte Wirtschaft weltweit nur nach eigenem Gusto.
Aber der Weltwirtschafts Hero sein wollen. Grauenhaft.

Wunsch nach Kapitalkontrolle

Während große Teile der Mittelschicht in China immer noch glauben, die Regierung wollte nur ihr bestes, misstrauen viele der Reichen der KP China zutiefst. Es gibt daher eine erhebliche Kapitalflucht.
Ein Börsengang in den USA erlaubt sowohl Anlegern als auch den vormaligen Eigentümern unzählige Möglichkeiten zum Transfer von Kapital ins Ausland.

@ nie wieder ...

Anscheinend ist der Datenschutz in China wesentlich höher bewertet, als uns von den Medien immer wieder eingeredet wird.

Welches Bild von unseren Medien haben Sie denn?

14:45 von born in stasi-land

«Welches Recht sollte ein Staat haben, den Internetkonzernen Amazon, Google, ... rein zu reden? Und wozu soll das gut sein?»

Das wäre dazu gut, um zu verhindern, dass sich mit der Währung Gold der Neuzeit = Daten neben Staatlichen Institutionen solche Giganten wie Amazon und Google entwickeln. Die dann meinen, für sie gelten eigene Gesetze, und wir machen, was wir wollen.

Google hat vor einigen Jahren schon erkannt, dass es wohl klüger sei, nur noch als Tochterunternehmen unter dem Dach des noch größeren Konzers: "Alphabet" aufzutreten. Klüger, um Monopolverdacht vom Tisch zu wischen, was aber auch nur Augenwischerei ist.

China begeht den Weg in die andere Richtung.
Privatwirtschaft gängeln, den Rest konzentrieren unter Aufsicht der KP.
Die KP bestimmt, was gemacht wird.
So wird in China Machtkonzentration immer größer.

Allerdings nicht wie bei Amazon / Google in Privathand, sondern unter staatl. Bestimmung. Für die KP ist das dann gut, aber so was wie in den USA taugt gar nix.

Rene

Kann ja sein das ich mich im absoluten falschen Film befinde aber könnte es nicht auch noch andere Möglichkeiten geben? Irgendwo, irgendwann sah ich mal eine Reportage über Chinas lange Geschichte und wirtschaftliche Entwicklung. Wenn ich mich richtig erinnere gab es schon mal eine Phase in der Vergangenheit, wo es in China ein starkes Interesse gab sich mit dem Rest der Welt auszutauschen. Aber auch damals hielt diese Phase nicht allzulange an und das Kaiserreich begann sich wieder von der Weltbühne zu verabschieden. Der Handelsstreit mit den USA, die Neuausrichtung der Doktrin der NATO könnten ein willkommener Anlass sein sich wieder zurück zu ziehen. Was wenn die kommunistische Partei beschlossen hat einen ähnlichen Weg wie das damalige Kaiserreich einzuschlagen. Schließlich ist eine Nation mit 1,xx Mrd. Menschen nicht notwendiger Weise auf andere Märkte angewiessen. Kann das im gegenseitigem Interesse sein?

von schabernack 15:07

Bei den Maßnahmen geht es sowohl um private Unternehmen, wie auch gemischte mit staatlichem Anteil.
Aber offensichtlich ist es so, daß viele hier in Wallung geraten. Dem Datenanbieter Refinitiv zufolge wurde seit Jahresbeginn bei insgesamt 34 Emissionen die Rekordsumme von 12.5 Milliarden Dollar eingesammelt.

Aber merkwürdig ist doch, daß Gegner Chinas immer vor den Erfolgen von dessen Unternehmen warnen...

@schabernack, Zitat: "Als

@schabernack,
Zitat:
"Als Ausländisches Unternehmen in China war man ja schon immer vor "Prouktpiraterie" und Datenabfluss sicher wie nirgendwo sonst auf der Welt. Dafür war China schon immer legendär."

nun - zumindest in den 50er bis 70er Jahren waren die Japaner die Raubkopierer der Welt
also bitte mal den Ball schön flach halten!
*danke*

re 13:58 Nachfragerin: Politik

>>Wenn es nicht die Datensicherheit ist, ist es die Terrorgefahr. Der Staat findet immer einen Grund, um alles und jeden noch besser kontrollieren zu können. Eine Demokratie mit eigenen Meinungen ist nicht im Interesse der Politik.<<

Von welchem „Staat“ sprechen Sie hier? Oder sind für Sie alle Staaten gleich?
Von welcher „Politik“ sprechen Sie hier? Oder sind für Sie alle „Politiken“ gleich?

Einen Sinn machte Ihre Aussage nur, wenn Sie „Staat“ durch „autoritären Staat“ und „Politik“ durch ein „autoritäres Regime“ ersetzen würden.

Einen „Staat“ gibt es nämlich auch in einer „Demokratie“ und dort stehen tatsächlich die „eigenen Meinungen“ aller im Vordergrund der „Politik“.

Das dabei auch manche - BürgerInnen wie PolitikerInnen - der Meinung sind, die Meinung der Anderen müsste unterdrückt und kontrolliert werden, stimmt wohl. Aber genau deshalb wurde ja die Demokratie als eines unserer höchsten Kulturgüter erschaffen. Weil es eben auch die „Anderen“ gibt...

von schabernack 15:16

Der Weltwirtschafts Hero sein wollen.
Aber es darf bloß nicht der "Falsche" sein, sonst ist es grauenhaft.

15:01 von Bernd Kevesligeti

«Die Antwort ist wirklich gut: Warum sollte ein Staat Amazon reinreden ? Amazon so toll menschlich für die Beschäftigten und vor allem für die Steuerbehörden …»

Das mit der Steuer von Amazon ist in den USA was für den hohlen Zah im Vergleich zur Machtkonzetration neben dem Staat durch Datenwissen. Das ist die Herausforderung, vor der Staaten stehen, nachdem niemand bisher reale Schritte unternahm, das zu begrenzen, in mehr regulierte Bahnen zu lenken.

Es hat sich so entwickelt, weil man Gefahren der Fine New Internet World Order neben all den Vorteilen nur wenig Aufmerksamkeit widmete. Nun isset so, wie es ist. Einfacher wird es nicht, wen wieder zu beschränken, ist der erst mal so richtig fett + mächtig. Steuer hohler Zahn.

US-Behörden werden auch nicht eingreifen.
Um Amazon bessere Arbeitsbedingungen vorzuschreiben.

In den USA ist Ihnen das alles mies. In China ist es aber der Brüller.
Wenn der Kaiser alles in seinen Hände konzentrieren will.

Two Worlds Maßstab-Ideologie.

Zitat: "Aber auch damals

Zitat:
"Aber auch damals hielt diese Phase nicht allzulange an und das Kaiserreich begann sich wieder von der Weltbühne zu verabschieden. "

Sie meinen sicherlich die Phase in dem China riesige Flotten ausschickte und auf der Ost-Afrikanischen Seite bis zur Südspitze vorstiess.
Die inneren Problem - vorallem die gewaltigen Überschwemmungen - zwangen den Kaiser seine Gelder in den Deichbau zu stecken.
Im 18. Jahrhundert war China - gemessen am Silberstandard - das reichste Land der Welt.
Dann kam Anfang des 19. Jahrhunderts England und stellte fest das deren BILLIG-Produkte in China keinen Absatz fanden!
Man stieg auf Opium um und erzwang mit Waffengewalt den Import und Handel
Am Ende des 19. Jahrhunderts war China pleite und England das reichste Land der Erde.
Ist also "Öffnung" immer was gutes für China gewesen??

re 16:04 rene dri: interessen

>>Was wenn die kommunistische Partei beschlossen hat einen ähnlichen Weg wie das damalige Kaiserreich einzuschlagen. Schließlich ist eine Nation mit 1,xx Mrd. Menschen nicht notwendiger Weise auf andere Märkte angewiessen. Kann das im gegenseitigem Interesse sein?<<

Interessante Parallele: Aber diese deutet eher auf ein sehr einseitigesInteresse der amtierenden Machthaber hin. Man brauchte die Privatwirtschaft, um die wirtschaftliche Stärke zu erlangen, „Machthaber“ zu sein. Ohne wirtschaftliche Macht geht nämlich auch die weltliche Macht schnell vorbei.

Dann aber - wenn man genug Mittel hat um „mitspielen“ zu können, verlieren diese Machthaber sehr schnell den Reiz am „Spiel“. Weil man dieses Spiel nämlich nur zu leicht verlieren könnte und weil es ganz allgemein viel zu anstrengend ist.

Chinas Machtclique geht es ausschließlich um die eigene Macht. Und dazu glaubt sie nun auf die „Privatwirtschaft“ verzichten zu können.

Wenn Sie sich dabei mal nicht „verspielt“ haben.

16:04 von rene dri

«Was wenn die kommunistische Partei beschlossen hat einen ähnlichen Weg wie das damalige Kaiserreich einzuschlagen [”Rückzug auf sich selbst"].

Das Projekt "Silk Road 2.0 / 2050" mag auf alles mögliche hindeuten.

Ganz sicher aber nicht auf einen Rückzug Chinas von prominenter Stellung in Weltpolitik und Welthandel.

re 15:10 Nachfragerin: Mitmischen

>>Der Staat mischt also kräftig mit - nicht nur in China.<<

Welche Erkenntnis!

Die Frage wäre aber, ob die Staaten hier oder dort genauso „mitmischen“ wie der Staat in China.

Dann wäre endlich mal wieder alles überall gleich!

Am 10. Juli 2021 um 14:07 von Traumfahrer

"...Ach du Schreck, die Macht scheint zu bröckeln !..."

Wenn ich mir mal die Entwicklung der Weltwirtschaft und deren Wachstum so verinnerliche, haben Sie hier etwas mit China verwechselt, denn die Führungsmacht des freien Westens verliert an Einflusssphären. Nur noch Drohgebärden, wie bei einem vom Tode gekennzeichneten Tier.

14:09 von nie wieder spd

«@ Faktenfinder
Vergleich der Datenschutzgesetze der USA / CHN / BRD … angebracht und hilfreich. Anscheinend ist der Datenschutz in CHN wesentlich höher bewertet, als uns von den Medien immer wieder eingeredet wird.»

Der Datenschutz in China ist das "Social Credit System".
In wohler klingenden Worten das Synonym für Null Datenschutz.

Es ist nicht lange her, da schrieb ich ausdrücklich Ihnen antwortend schon mal was mehr dazu. Was 1.000 Zeichen halt so zu schreiben möglich machen.

Zwei Artikel aus Wikipedia nannte ich Ihnen.
Interessiert man sich dafür, dann liest man so was.
Weiter gehend kann man sich von Wiki ausgehend immer informieren.

Man kann das aber auch sein lassen, und auf ewig + 3 Tage lang rumvermuten, Deutsche Medien wollten einem "was einreden". Wenn man nicht auch mal aus eigener Initiative was recherchiert.

Dann bringt einem das Wissen nicht Amazon aus den USA, nicht Alibaba auch China, und auch nicht @Tagesschau Faktenfinder mundgerecht an die Haustür.

Mein letzter Kommentar

Ich verstehe es nicht, müssen wir immer alles mit dem vernebelten Blick der westlichen Demokratie sehen? Ich habe in der letzten Zeit nicht einen objektiven Bericht von Herrn Wurzel und Frau Kirchner gelesen, aber ich verstehe es " Altes Sprichwort: Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich sing!" Anstelle die Anderen in Frieden ihren Weg gehen zu lassen, muss man sie bekämpfen um zu verhindern das sie unseren ach so menschenfreundlichen neoliberalen Kapitalismus in Frage stellen. Ich kann das nicht mehr lesen und hören und verabschiede mich jetzt endgültig von der Tagesschau und allen anderen, wenn ihr wirklich glaubt der westliche Weg ist der einzige Wahre, kann ich euch nur bedauern.
Adieu

Am 10. Juli 2021 um 14:14 von born in stasi-land

Zitat:
"...Was hat der chinesische Staat damit zu tun, ob eine Firma im Ausland an die Börse geht? Da hat der Staat doch eigentlich seine Finger raus zu lassen..."

Bevor Sie auf China los dreschen, beantworten Sie doch bitte mal die Frage, welche MdB sitzen in den Aufsichtsräten von Aktiengesellschaften? was lt. Art. 66 GG zulässig ist.
Ich glaube, es gibt keinen Staat auf dieser Erde, welcher keinen Einfluss auf das Finanzwesen hat, oder?

Quelle:
Finanzen | bpb
https://www.bpb.de › izpb › finanzen

@teachers voice - unerreichtes Ideal

16:11 von teachers voice:
"Von welchem ,Staat' sprechen Sie hier?"
> Ich sprach von allen Staaten, die Vorwände erfinden, um Freiheiten einzuschränken und Überwachs- und Kontrollmaßnahmen durchzusetzen.

"Oder sind für Sie alle Staaten gleich?"
> Nein.

"Von welcher ,Politik' sprechen Sie hier?"
> Von einer Politik, die Vorwände erfindet, um Freiheiten einzuschränken und Überwachs- und Kontrollmaßnahmen durchzusetzen.

"Oder sind für Sie alle ,Politiken' gleich?"
> Nein.

"Einen Sinn machte Ihre Aussage nur, wenn Sie ,Staat' durch ,autoritären Staat' und ,Politik' durch ein ,autoritäres Regime' ersetzen würden."
> Ab welchem Überwachungs- und Beeinflussungslevel bezeichnen Sie ein Regime als autoritär?

"Einen ,Staat' gibt es nämlich auch in einer ,Demokratie' und dort stehen tatsächlich die ,eigenen Meinungen' aller im Vordergrund der ,Politik'."
> Sie beschreiben ein erstrebenswertes, aber bisher unerreichtes Ideal.

16:12 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

«Der Weltwirtschafts Hero sein wollen.
Aber es darf bloß nicht der "Falsche" sein, sonst ist es grauenhaft.»

Ganz selbstverständlich würde es ganz grauenhaft, würde die Despotie China mit Absolutistischem Kaiser der Weltbestimmer. Was der Kaiser so sehr gerne gerne wäre. Er geht auch nicht ungeschickt, und sehr planvoll auf dem Weg zu diesem Ziel voran.

Mittelalter ist vorbei, aber Sie mögen das ja.
Wenn der Master das Sagen hat.

@teachers voice - Handelskrieg mit 2 Teilnehmern

16:36 von teachers voice:
"Die Frage wäre aber, ob die Staaten hier oder dort genauso ,mitmischen' wie der Staat in China."

Ich verweise abermals auf die Meldung, nach der es US-Amerikanern ab dem 2. August verboten sein wird, mit Wertpapieren von zunächst 59 chinesischen Firmen zu handeln.

Dieses Verbot scheint über die von China geplante Einschränkung hinauszugehen, da es nach meinem Verständnis für alle Börsen gilt und nicht nur für die US-amerikanischen.

(Google: "Schwarze Liste des US-Präsidenten")

"Dann wäre endlich mal wieder alles überall gleich!"
> Wann war denn jemals alles überall gleich? Das muss lange vor der Entstehung des Lebens gewesen sein...

@born in stasi-land um 14:16

>Und was geht das die chinesische Regierung an?<
.
Wissen Sie, welche Staaten Wirtschaftssanktionen gegen andere Länder verhängen und diese auch überwachen?.
.
Denken Sie bei den Sanktionen auch daran, daß Finanzaktionen dazu gehören und verstöße auch im Souverenitätsgebiet anderen Ländern verfolgt werden.
.
Nein, ich finde diese chinesischen Einschränkungen auch nicht gut, aber China macht halt nach, was andere vormachen.

von schabernack 17:02

Mittelalter, aber daß wollen doch einige hier. Immer mit der Erwartung, die oder daß Land hat sich unterzuordnen....
Passiert aber immer weniger. Die Erde ist nun mal keine Scheibe, sondern eine Kugel, die sich dreht. Und auch ein Francis Fukuyama hatte offensichtlich nicht recht, mit dem Ende der Geschichte(90er)....

Rene

"..Dann würden wir dies schon erkennen, davon ist nichts zu sehen. Es ist davon auszugehen, dass die stark gewachsenen.."
Wirklich, ist das so? Ich wandle nun schon mehr als 2 Tage auf diesem Planeten. Aber mein Eindruck ist ein anderer, bisher rennen wir als Menschheit, als der Westen, als Europäer, als... immer den Krisen hinterher vollkommen gleichgültig ob jetzt wirtschaftlicher, militärischer oder politischer Art. Bei der Bewältigung der verschiedenen Krisen kommt noch erschwerend hinzu das wir schnell die "Lust" verlieren uns um die Lösung zu kümmern bzw. uns geht die Luft aus.

Machtanspruch

Im Gegensatz zu den meisten Staaten, einschließlich D und EU, ist China Macht- und Wirtschaftspolitisch in der Lage auf US-amerikanische Entscheidungen 1.1 zu reagieren. Nichts anderes wird der Hintergrund dieser Verordnungen sein. Die USA haben diese Politik eingeleitet um ihren Machtanspruch zu festigen, d.h. China zu schwächen. Doch die Zeit dafür dürfte darüber längst hinausgegangen sein, sodass diese Politik letztendlich, für die USA, ihr eigener Schaden sein wird. In diesem Zusammenhang muss man auch die neueren amerikanischen Freundschaftsbekundungen gegenüber D einordnen, einzig und allein darum, einen Partner für ihre Politik zu gewinnen. Durch die Vasallentreue D ist ihnen das leider gelungen und so wird auch D in den kommenden Jahren, z.B. auf dem Arbeitsmarkt, die negativen Auswirkungen dieser Politik zu spüren bekommen.

Darstellung: