Ihre Meinung zu: Afghanistan: "Hoffnungslosigkeit wäre nicht gut"

7. Juli 2021 - 8:21 Uhr

Die amerikanischen Truppen haben Afghanistan noch nicht verlassen, da wird in den USA diskutiert, ob der Rückzug eine gute Idee war. Republikaner sehen eine Chance, Präsident Biden herauszufordern. Von Franziska Hoppen.

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Kommentare

Man hat in Afghanistan genau

Man hat in Afghanistan genau das hinterlassen was man immer hinterlässt, Chaos, Zerstörung und Elend. Wann werden die Menschen endlich begreifen das man mit Gewalt keine Probleme lösen kann. Hätte man die Abermilliarden in den wirtschaftlichen Aufbau Afghanistans gesteckt anstatt in den Krieg würde es dort vermutlich heute anders aussehen. Wir glauben immer noch das wir mit Bomben Menschen überzeugen können. Das einzige was wir damit erreichen ist Hass und Gewalt.

die Zeit ist reif

Der Abzug der USA aus Afghanistan ist richtig und möglicherweise längst überfällig.
20 Jahren haben die USA und der Westen dieses Land unterstützt und beschützt. Scheinbar ohne bleibende Wirkung. Wenn die Afghanen sich nicht gegen die Taliban zur Wehr setzen, kann eine der Erklärungen dafür sein, dass die Mehrheit des Volkes die westlichen Werte nicht für erstrebenswert hält. Es gehört auch zur Demokratie dies zu akzeptieren.
PS. Ich weiß, ein Teil der Taliban sind auch Afghanen.

Russland hat dort versagt.

Russland hat dort versagt. Und die Nato auch. Vollkommen logisch, das die Taliban wieder an die Macht kommen. Man hat den Menschen dort in 20 Jahren keinerlei wirtschaftliche Verbesserung bringen können. Die jubeln, wenn ein Taliban ihnen mal wieder was verspricht.

rer Truman Welt

Dann ist das wohl von den bisherigen westlichen Besatzungsmächten die Hoffnung darauf, daß es keine Hoffnungslosigkeit bei den Afghanen gibt.
Hoffnung ist jedoch nichts anderes als die Verdrängung der Hoffnungslosigkeit. Man tut nichts, sondern hofft nur.
Wenn etwas dafür getan wird, daß etwas eintritt, ist man Zuversichtlich. Eben weil ich diese Zuversicht nicht haben kann, weil ich nichts dafür tue eben weil ich nicht daran glaube, bin ich hoffnungslos, damit etwas erreichen zu können, weshalb ich ich nur hoffe, daß vielleicht doch der gewünschte Zustand eintritt und das ist das Hoffen in Hoffnungslosigkeit, somit eine Verdrängung- Makulatur!

hoffentlich lässt sich Biden nicht beirren

Der Abzug war längst überfällig und es gibt mehr als genügend Argumente dafür, hoffentlich lässt sich Biden hier nicht beirren.

Grundsätzlich sollte man nicht jedes andere Problem zu seinem eigenen Problem machen.

"noch mehr afghanische Sicherheitskräfte den Taliban anschließen. "
U.a. solche Aussagen lassen mich schlussfolgern, dass die innere Bereitschaft und der Wille zur Veränderung bei Afghanistan fehlt.

Was geht mich mein Geschwätz von Gestern an?

Diesen Eindruck gewinne ich, wenn ich die Reaktion der Republikaner mitbekomme. War es nicht eine republikanische Regierung, die den Truppenabzug in die Wege geleitet hat?

@09:02 von Schaefer

"Wenn die Afghanen sich nicht gegen die Taliban zur Wehr setzen, kann eine der Erklärungen dafür sein, dass die Mehrheit des Volkes die westlichen Werte nicht für erstrebenswert hält"

Urteilen Sie nicht zu hart über "die Afghanen". Die sind, wie überall auf der Welt, vermutlich in ihrer Mehrheit nicht zum Kämpfer geboren. So schafft es eine radikale Gruppe ein ganzes Volk zu knechten.

Sie können auch unterstellen, alle Deutschen wären nach 1933 Nazis gewesen, weil sie nichts gegen Hitler und seine Schergen unternommen haben oder in der DDR wären die Menschen über 40 Jahre lang überzeugte freudige Sozialisten gewesen, weil sie erst 1989 aufbegehrt haben.

Es wird sein wie überall, wenn niemand den Widerstand organisiert ducken sich die Meisten zur Sicherheit weg. Würden wir alle auch so machen.

An ein paar Ausnahmen wie Sophie Scholl oder Stauffenberg erinnert man sich später.

Wann beherzigen die USA das endlich?

Wie sich die Bilder gleichen:

Wie sich die Bilder gleichen: Bei Trumps Truppenabzug kritisierten die Demokraten, bei Bidens Truppenabzug die Republikaner. Der Kritik der Republikaner mangelt es allerdings an Schlüssigkeit: Warum ist plötzlich das falsch, was unter Trump noch richtig war, zumal Biden nicht den 'Hals-über-Kopf-Rückzug Trumps verfolgt? Die Republikaner hatten kein politisches Konzept beim Einmarsch und hatten keines beim Abzug. Biden sagt zumindest offen, dass man in einen unlösbaren Konflikt nicht weiter militärische Ressourcen stecken wolle.
Eine vom US-Kongress eingesetzte 'Studiengruppe Afghanistan' hat im Februar 4 Szenarien entwickelt, die auch das umstrittene unter Trump mit gewohnt heißer diplomatisch stümperhafter Nadel gestrickte Doha-Abkommen auf den Prüfstand stellten. Fazit: Es gibt nur die Wahl zwischen schlechten Alternativen, die alle ihre Risiken haben, vor allem weil der militärische Rückzug ein Machtvakuum hinterlässt, in das die Taliban stoßen können. Das bekommt Biden zu spüren.

Wenn ich.....

meine Meinung schreiben darf, was nachgewiesenermaßen sehr selten der Fall ist, dann ist jede Einmischung in jeder Hinsicht fragwürdig! Nicht nur hinsichtlich der Opfer und Kosten, sondern auch hinsichtlich der angeblichen moralischen Begründung. Politische, wirtschaftliche und mediale Interessen vermischen sich zu einem Einheitsbrei. Ich würde mir nur wünschen, wenn diverse NGO selbst aktiv werden und nicht nur beim Scheitern medialen Druck aufbauen würden! Mit Moral hat das nämlich nichts zu tun, wenn letztlich doch immer wieder nach dem Eingreifen eines bestimmten Staates gerufen wird.

Re: heribix

Man hat auch unglaublich viel Geld in die Infrastruktur und den wirtschaftlichen Aufbau des Landes investiert, beispielsweise viele tausend Kilometer moderne asphaltierte Straßen gebaut oder eine Bewässerung der Felder ermöglicht.

De facto hat man aber viel zu wenig Anstrengungen unternommen und viel zu wenig Militär entsandt, um im Land wirklich die Kontrolle erlangen zu können.

Tagsüber kamen die Entwicklungshelfer und haben den Bauern versprochen, sie könnten doch ihre Mohnfelder durch Rosen ersetzen, weil Rosenöl für Kosmetika eine vergleichbare Gewinnmarge hat und damit wirtschaftlich genauso attraktiv ist.

Nachts kamen die Taliban oder andere Banden, die mit dem Opiumhandel ihre Waffen und Kämpfer finanzieren, haben die neue Destille im Dorf zerstört und all jene Bauern bedroht, gefoltert oder umgebracht, die es wagten, auf die Produktion von Rosenöl umzustellen. Es braucht dort sehr viel Mut, um mit dem Westen zu kooperieren.

@09:11 von Juergen

"War es nicht eine republikanische Regierung, die den Truppenabzug in die Wege geleitet hat?"

Na klar - das war Trumps Idee und der hat auch mit dem Abzug angefangen und ein "tolles" Abkommen mit den Taliban ausgehandelt. Vermutlich haben die ihm versprochen, ganz brav zu sein, wenn die USA weg sind. Und weil Trump so ein toller Dealmaker ist, wird das auch funktionieren. Oder nicht?

Aber das ist im politischen Alltag ja egal. Die Trump-Fans haben das längst vergessen und glauben, dass es unter Trump besser gelaufen wäre, ohne dass das je bewiesen werden müsste.

@09:02 von Schaefer

Sie verkennen die Situation: Die Mehrheit der Bevölkerung begrüßt Bildung, ungeteilte Menschenrechte, kulturelle Vielfalt. Aber dass nicht alle der skrupellosen Gewalt der Taliban etwas entgegenzusetzen haben, ist nachvollziehbar. Mit einer demokratischen Mehrheitsbildung in einer freien sicheren Gesellschaft hat das nichts zu tun.

Afghanistan

Die dreißig Jahre Hilfestellung von anderen Staaten haben gezeigt, wie zäh und eigentlich unüberwindlich die inneren Unsicherheiten, kulturellen und stammesrechtlichen Diskrepanzen in dem Land sind. Fremde sollen helfen und werden von Untergrundtruppen bekämpft und abgelehnt. Vielleicht wäre auch hier eine Zwei-Staaten-Lösung für das Land besser. Sollen die Taliban ein Gebiet verwalten und hier ihre uns unverständlichen, rückwärtsgewandten Traditionen und archaischen Vorstellungen ausleben. Und soll Kabul und seine Region ein liberaler Staat werden, der modern und reformiert stabilisiert wird. Taliban werden immer ein Hemmklotz mit Explosionsgefahr bleiben. Ohne sie wird ein abgekoppelter Teil der Region mehr Frieden finden als mit ihnen auf seinem Staatsgebiet. Doch das kann niemand von außen entscheiden, das muss unter UN-Mandat erfolgen.

"Hoffnungslosigkeit wäre nicht gut"

Einem Land wie Afghanistan "westliche Werte" oder gar "Demokratie" verordnen zu wollen, war und ist ein sinnloses Unterfangen.
Wie dreckig das Geschäft der Politik ist, zeigt die aktuelle Lage in den USA:
Der Republikaner Trump befiehlt den Rückzug der Truppen und dem Demokraten Biden will man daraus jetzt einen Strick drehen.

@09:02 von Schaefer

>> die westlichen Werte

Würde mir bitte mal endlich jemand erklären, was diese "westlichen Werte" eigentlich sein sollen? oO

Sind es etwa die Werte des Kapitalismus? Also Gier, Neid, Maßlosigkeit, Eitelkeit, Zorn, Wollust und Trägheit? oO

Hoffnungslosigkeit- Frage des Blickwinkels

Die Taliban wollen keine Ausländer dauerhaft im Land. Besser gesagt in ihrem Einflussbereich, der deutlich über ihre angestammten Besiedlungsgebiete hinaus reicht. Und die Afghanen mit einem überwiegend liberal ausgerichtetem Weltbild wollen keine Talibanknechtschaft und blutige Unterdrückung, die jahrelang in einem pseudohaften "Gottesstaat" ausgebübt wurde. Taliban und Islam sind eine Verknüpfung willkürlicher Herrschaftsinstrumente, die all das verkörpern, was junge Gesellschaften ablehnen. Glaube und Macht, angelehnt an Iran und Saudi-Arabien, stehen hier für Stammesdenken und archaische Strukturen, die ausblenden und unterdrücken wollen, was Freiheiten und Rechte (auch für Bildung, Frauen und selbstentscheidendes Leben) einstampft. Woher da Hoffnung kommen soll und welche Hoffnungsträger (Taliban vs. liberale Bevölkerungsschichten) hier gemeint sind, erschließt sich nicht, wenn man nur die USA, Nato oder andere Bündnisse als Lösung sieht. Daher ist der Titel falsch.

Afghanistan: "Hoffnungslosigkeit wäre nicht gut"

Das muss man sich mal vorstellen, was für ein Verhalten gegenüber Verbündeten: Mitten in der Nacht, ohne Ankündigung den Luftwaffenstützpunkt Bagram geräumt. Die afghanische Seite erfuhr erst Stunden später von der Bevölkerung davon.

Aber düpiert von dem Abzug der USA aus dem Land ist auch sicher die deutsche Regierung und die Grünen. Wenn es nach denen gegangen wäre.......

@ 09:05 von Bender Rodriguez

"Die" jubeln, wenn ein Taliban ihnen mal wieder was verspricht? Wer soll das sein: "die"? Die Mädchen und Frauen, die sehrwohl profitieren von Bildung, Achtung ihrer Rechte und Öffnung der Gesellschaft in vielen Bereichen? Eine Studie der 'Asia Foundation' zeigte schon vor Jahren, dass die Haltung der Bevölkerung zur Gleichstellung der Geschlechter insgesamt durchaus und für manche vielleicht überraschend aufgeschlossen ist. Und neben dem militärischen Engagement gab es durchaus andere Initiativen wie die der GIZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit): Mehr als 20.000 Unternehmen und Kleinbauern haben von Unterstützung und Trainingsmaßnahmen profitiert.
All "die" jubeln sicher nicht, wenn ein Taliban ihnen 'was verspricht'.

@9:25 von dr.bashir

Eine sehr schlüssige Erläuterung der speziellen Situation in Afghanistan und solcher Situationen ganz allgemein. Vielen Dank!

09:31 von SinnUndVerstand

Sie verkennen die Situation: Die Mehrheit der Bevölkerung begrüßt Bildung, ungeteilte Menschenrechte, kulturelle Vielfalt.
-----
... sie haben die Menschen dort gefragt
was sie favorisieren ?

@ dr.bashir 9:25 Uhr

Ihre Argumente sind schlüssig und ich denke sie entsprechen in vielen Punkten der Realität.
Jetzt mein ABER.
Auch in unserem Kulturkreis ist die heutige Demokratie erkämpft worden. Denken wir nur an die französische Revolution, denken wir an die Zeit nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland. Die Freiheit des Bürgers ist der Machtverlust des Herrschers. Demokratie kann kommen und gehen. Deutschland ist ein Beispiel dafür. Demokratie kann man nicht einem Land bringen und dann ist alles gut.

um 09:30 von mlz

Man hat auch unglaublich viel Geld in die Infrastruktur und den wirtschaftlichen Aufbau des Landes investiert, beispielsweise viele tausend Kilometer moderne asphaltierte Straßen gebaut oder eine Bewässerung der Felder ermöglicht.
---

und sie glauben das hat sich ein Bauer gewünscht
ne Straße ?
wozu der kam vorher aus seinem Weiler nicht raus
was interessiert den was in der nächsten Provinz abgeht

wobei die Bewässerung vielleicht, wobei Strom was ist wenn die Pumpe ausfällt

@ Tagesschau

Wie gehen die USA oder auch andere Staaten, die in diesen Krieg verwickelt sind, mit ihren afghanischen Helfern um?
Haben alle ausländischen Armeen ihre afghanischen Helfer im Stich gelassen und damit den Taliban zur Ermordung ausgeliefert?
Oder tut das nur die Bundeswehr?
Warum werden zu diesen traurigen Tatsachen keine öffentlichen Interviews mit den Kanzlerkandidaten geführt?

Besatzung hat noch nie etwas

Besatzung hat noch nie etwas gebracht. Die Franzosen reden kein italienisch und wir kein Englisch. Und Frieden beibomben hat genau ein mal funktioniert.

Und weil das hier so toll funktioniert hat, machen die Amis das immer wieder.
Und wenn man dann auf Länder trifft, in denen man nichts zerbomben kann, wie Irak, Afghanistan oder Vietnam, geht diese hau drauf taktik in die Hose

An den Tatsachen ist nicht

An den Tatsachen ist nicht mehr zu rütteln. Alle Welt wird Zeuge, wie USA ihre Einsätze wieder plötzlich einstellt und davon rennt, dabei Verbündete zurück und Völker unter fadenscheinigen Gründen in‘s Elend stürzen läßt. Alles wohl bekannt Syrien,Iran,Irak aber auch Korea, Vietnam. Die Folgen aus all dem, sind immer die selben und wir können sie, falls wir schon in der Schule keine Lust hatten Geschichte zu lernen und so Zusammenhänge zu verstehen und durchblicken, auch noch heute jederzeit in Geschichtsbüchern (noch sind sie nicht total umgeschrieben), oder in Teilwahrheiten von Internetseiten uns kurz erarbeiten. Leider haben unsere Führungspolitiker diesem Thema zu wenig Interesse geschenkt, so dass blinde Engagements der Amis mit gemacht wurden. Dabei haben sie uns eine neue Schuld aufgeladen! Machbar war das, weil man uns immer wieder mit unserer unbestrittenen Schuld zu schüttet, um uns abzulenken, auch damit sich keine Stimme gegen solche Einsätze erheben. Tolle Moral!

USA kündigten Bagram-Abzug nicht

Diese geheimgehaltene Nacht und Nebel Aktion zeigt den Afghanen wie vertrauenswürdig ihre Befreier sind.

Der Totalabzug der US-Armee aus der größten Militärbasis in Afghanistan, Bagram, soll in der Nacht und ohne Informierung der afghanischen Armee passiert sein. Das sagte der nunmehrige Kommandant der riesigen Militärbasis, der afghanische General Asadullah Kohistani, gegenüber der BBC.

https://orf.at/stories/3220076/

Nunfreuen sich die Taliban über die Waffen die sie jetzt erhalten.
Die sind ja schon im Land.
Zu Muhadschedins Zeiten haben die USA nur das Geld geliefert zum Kauf der Waffen um die Russen zu vertreiben, jetzt werden diese modernen Waffen und Einrichtungen im Land zu Verfügung der Taliban gelassen.
Eine Super Idee.

um 09:29 von karlheinzfaltermeier

,, Ich würde mir nur wünschen, wenn diverse NGO selbst aktiv werden und nicht nur beim Scheitern medialen Druck aufbauen würden! Mit Moral hat das nämlich nichts zu tun, wenn letztlich doch immer wieder nach dem Eingreifen eines bestimmten Staates gerufen wird."

Während Sie reklamieren, daß die Moderation Ihren Beitrag zur Verbesserung oder Aburteilung der Welt nicht veröffentlicht, haben die eine oder andere NGO wieder eine Niederlage im Kampf gegen Korruption, Machtmissbrauch, Lügen, Gewalt und Terror erlitten, nachdem sie unter Opfern von Geld, Zeit, Gesundheit und manchmal dem Leben wieder eine Nacht um die Ohren geschlagen haben für ein Ziel, das nur mit ein paar % Wahrscheinlichkeit zu erreichen war, aber die Rettung von tapferen und um ihr Leben kämpfenden Menschen bedeutet. Evtl. gibt es auch NGO, welche sich um die Freischaltung von Forenkommentaren kümmern.

Die Taliban

sitzen nicht in der Regierung,deshalb können sie der Bevölkerung auch alles Schöne versprechen und damit große Teile der Menschen dort mit beeindrucken. Ganz anders sieht es aus wenn die Taliban auch an den Schalthebeln der Macht sitzen.Dann gibt es ein böses Erwachen.

Ein unvollendetes Projekt!

Woran sich andere bereits die Zähne ausgebissen haben, folgt jetzt der Westen,
der zwar viele viele Jahre dort verbracht hat,
alles umgekrempelt und die demokratischen Verhältnisse, wie in den eigenen Staaten, installiert hat, aber mit welchem Erfolg? Hier gibt es keine Teleranz zum Schönreden, denn dieser Staat ist selber grundsätzlich viel zu schwach, allein zu laufen! Der radikale Islamismus wartet und plant in den Bergen. Die sich phanmtastisch anhördenden Argumente aller unserer Politiker sind schlicht gesagt, unrealistisch! Zwei Mächte schmunzeln nur über das Ergebnis! Russland, was gescheitert war in der UdSSR, und China, welches seine Chance sieht!

Zitat: "Tagsüber kamen die

Zitat:
"Tagsüber kamen die Entwicklungshelfer und haben den Bauern versprochen, sie könnten doch ihre Mohnfelder durch Rosen ersetzen, weil Rosenöl für Kosmetika eine vergleichbare Gewinnmarge hat und damit wirtschaftlich genauso attraktiv ist.

Nachts kamen die Taliban oder andere Banden, die mit dem Opiumhandel ihre Waffen und Kämpfer finanzieren, haben die neue Destille im Dorf zerstört und all jene Bauern bedroht, gefoltert oder umgebracht, die es wagten, auf die Produktion von Rosenöl umzustellen. Es braucht dort sehr viel Mut, um mit dem Westen zu kooperieren."
..und wenn sie nicht gestorben sind erzählen sie heute noch diese Märchen
Sorry - aber was für ein "Käse"!
Die BW-Soldaten durften keine Mohnfelder abbrennen weil diese dem örtlichen Warlord gehörten der ein VERBÜNDETER der US-geführten Militär-Bündnisses war - dazu gab es hier auf der ARD mehr als 1 Bericht!
Der Mohnabbau ist nicht wegen der Taliban sondern wegen der westlichen Besatzung explodiert.

@ 09:02 von Schaefer

>>Wenn die Afghanen sich nicht gegen die Taliban zur Wehr setzen, kann eine der Erklärungen dafür sein, dass die Mehrheit des Volkes die westlichen Werte nicht für erstrebenswert hält.<<

Die aller größte Teil der Afghanen sind Zivilisten, die irgendwie ihren Lebensunterhalt zu bestreiten versuchen. Und dann sind da die Taliban, sehr erfahrene und teilweise fanatisierte Soldaten.

Eine andere Erklärung könnte sein, dass es den zivilen Afghanen an Todesmut und Ressourcen zur Kriegsführung fehlt.

Sehr vernünftige Worte!

Realstisch, was Sie berichten, aber hinter dem Problem steht auch die Waffenindustrie, die Gewinne machen muß!

Der Anfang

wurde schon in den 20ern des vorigen Jahrhunderts gemacht. Da besiegte ein Herr Amanullah (ja, der, der auch in Deutschland bekannt wurde, weil besuchsweise da) im afghanisch-britischen Krieg die Engländer und wollte tatsächlich Modernität einziehen lassen. Das nahmen ihm aber die vielen Stammesfürsten (insbesondere die sunnitischen Paschtunen) übel. Er ging ins Ausland und die Afghanen versuchten es immer wieder mit eher sozialistisch klingenden Leuten das Land irgendwie zu einen.
Die Letzten aus dieser Garde wie Karmal versuchten dann, die Truppen der bei bestimmten Interessenten beliebten Mujaeddins mit Hilfe der UdSSR im Zaum zu halten. Das ging schief wie man weiß und nun haben es die damaligen "Interessenten" wieder mit der altertümlichen aber offenbar sehr stabilen Geisteshaltung eben nicht nur der jeweiligen Anführer zu tun.
Auch die vielleicht siegreichen Taliban werden merken, dass die Welt etwa größer ist als Afghanistan und China und Russland näher sind als USA...

Es hat sich nichts geändert!

20 Jahre Kriegseinsatz in Afghanistan. Unzählige Tote und Verletzte auf beiden Seiten! Und was hats gebracht? NICHTS!
Die Taliban sind nach wie vor stark, trotz geballter militärischer Kampfkraft der USA und seiner Alliierten. Wie ist das zu verstehen? Wie finanzieren die Taliban ihren Krieg? Durch Opiumverkauf! Während in Europa unsere Bauer per Satellit überwacht werden, was sie wo und wann anbauen dürfen, scheint die Überwachung des Opiumanbaus in Afghanistan per Satellit anscheinend nicht möglich. Wer´s glaubt wird selig! Afghanistan ist weltgrößter Opiumproduzent. Wer sind die Abnehmer? Wer profitiert davon? Der Westen und die Taliban! Den legalen und illegalen Opiumanbau in Afghanistan hätte man mit allen Mitteln unterbinden müssen, um so den Taliban das Kaufen von Waffen nicht mehr zu ermöglichen! Das neue Taliban-Afghanistan wird uns noch viele Probleme und Bauchschmerzen bereiten. 20 Jahre Kriegseinsatz nichts hat sich geändert, dass ist unverantwortlich und beschämend!

um 09:31 von SinnUndVerstand @ schaefer, Zustimmung

„Die Mehrheit der Bevölkerung begrüßt Bildung, ungeteilte Menschenrechte, kulturelle Vielfalt. Aber dass nicht alle der skrupellosen Gewalt der Taliban etwas entgegenzusetzen haben, ist nachvollziehbar. Mit einer demokratischen Mehrheitsbildung in einer freien sicheren Gesellschaft hat das nichts zu tun.“

Das ist auch das, was ich von meinen afghanischen Freunden höre. Sie leben inzwischen seit fast 40 Jahren in Europa, sie sehen zu Hause einfach keine Chance auf ein Leben in Freiheit, keine Chance auf Bildung für ihre Kinder. Deshalb leben, ebenso wie viele Iraner, ausgewanderte Menschen aus Afghanistan weltweit verstreut. Die Taliban bringen die Intelligenz und tatkräftige Bevölkerung des Landes lieber um, als ihnen Freiraum zur Entfaltung von Wissenschaft, Handel, von unabhängiger Wirtschaft und Prosperität zuzugestehen.

Die Herrschaft der Taliban, der Terror, die Frauenverachtung, das Morden, sind eine humanitäre Katastrophe.

Nicht nur (aber ganz besonders) für die afghanische Bevölkerung. Die „Auswirkungen“ der von der Zivilbevölkerung (nicht ohne Grund) als auswegslos empfundenen Lage in Afghanistan auf das gesamte globale Politikgeschehen müssten jedem, der in der Lage ist, über den nationalen Tellerrand hinauszublicken inzwischen bekannt sein.

„Denn Bidens Kritiker fürchten, dass die Taliban wieder die Macht ergreifen und die Regierung von Präsident Ghani stürzen könnten“

Das Motiv hinter den Befürchtungen von Bidens Kritikern sollte zweitrangig sein. Wichtig und maßgeblich bzw. entscheidend sollte hier aus o.g. Gründen allein sein, dass diese Befürchtung absolut realistisch ist. Also die Interessen (nicht nur) der afghanischen Zivilbevölkerung. Und die braucht Unterstützung, nicht solche zynischen, die (politisch geschaffene) Realität komplett ausblendenden Statements:
"Es ist an der Zeit, diesen Krieg zu beenden. Und es ist für die afghanische Regierung an der Zeit, (...) sich selbst zu verteidigen"

10:21, rimitino

>>Woran sich andere bereits die Zähne ausgebissen haben, folgt jetzt der Westen,
der zwar viele viele Jahre dort verbracht hat,
alles umgekrempelt und die demokratischen Verhältnisse, wie in den eigenen Staaten, installiert hat, aber mit welchem Erfolg?<<

Entschuldigen Sie bitte, aber „der Westen“ hat alles andere getan als in Afghanistan demokratische Verhältnisse zu installieren. Beschäftigen Sie sich doch bitte einmal mit Operation Cyclone. Nennen Sie das Demokratieförderung?

Ohne die Bemühungen der CIA wären die Islamisten nie zur bestimmenden Kraft in Afghanistan geworden.

Wäre mal interessant, ….

…zu erfahren, wie viel Material die BW in Afghanistan zurücklässt. Kann mir doch keiner erzählen, dass all die Fahrzeuge und der andere Krempel in den wenigen Tagen, in denen jetzt auf die Schnelle abgezogen wurde, mit zurück gebracht wurde. Da fehlt es ja alleine schon mal an den Transportkapazitäten.

Spende an die Afghanen?

10:06 von Kambrium2

"Alle Welt wird Zeuge, wie USA ihre Einsätze wieder plötzlich einstellt und davon rennt, dabei Verbündete zurück und Völker unter fadenscheinigen Gründen in‘s Elend stürzen läßt. Alles wohl bekannt Syrien,Iran,Irak aber auch Korea, Vietnam."

Was für ein heilloses Durcheinander Sie da in Ihrem Post anrichten. Während ich das las, wurde mir ganz schwindlig.

Im Detail: Syrien verdankt sein Elend dem obersten Folterkellerchef Assad, dem seine russischen Freunde nur mit Bomben helfen können. Die USA waren zwar mit dem Schah befreundet, sind aber nicht für das Mullah-Regime verantwortlich. Der Irak-Krieg war in der Tat ein Fehler von Anfang an. In Vietnam haben die USA zu Recht einen barbarischen Krieg verloren, und Korea gehört überhaupt nicht hierher.

Zur Ihrer Argumentation passt fast nichts davon. Um Ihr Märchen von den bösen Amerikanern hinzubekommen, müssen Sie ganz schön viel Gewalt anwenden.

10:22, Miauzi

>>Die BW-Soldaten durften keine Mohnfelder abbrennen weil diese dem örtlichen Warlord gehörten der ein VERBÜNDETER der US-geführten Militär-Bündnisses war - dazu gab es hier auf der ARD mehr als 1 Bericht!
Der Mohnabbau ist nicht wegen der Taliban sondern wegen der westlichen Besatzung explodiert.<<

Die Erzählung über die Taliban als selbstlose Kämpfer gegen die Seuche Opium ist eine Propagandaerzählung.

Sicherlich haben die Taliban Mohnfelder zerstört, um gegnerischen Warlords die Mittel zu entziehen. Kaum hatten sie aber gegnerische Gebiete erobert, wurde der Mohnanbau wieder hochgefahren. Denn auch die Taliban brauchen ja Geld.

Der Mohnanbau hat in Afghanistan außerdem seit vielen Jahrhunderten Tradition. Mohn ist eine ausgesprochen vielseitige Nutzpflanze. Ihnen ist wohl geläufig, daß es sich bei den schwarzen Streuseln auf den Mohnbrötchen um genau diese Pflanze handelt. Weswegen cleanen Opiatabhängigen von deren Verzehr abgeraten wird. Sie enthalten durchaus Opiatreste.

10:06, Kambrium2

>>Machbar war das, weil man uns immer wieder mit unserer unbestrittenen Schuld zu schüttet, um uns abzulenken, auch damit sich keine Stimme gegen solche Einsätze erheben. Tolle Moral!<<

Ich weiß nicht genau, von wem Sie reden, wenn Sie „uns“ sagen.

Ich zum Beispiel habe keine Schuld. Weswegen man mich damit auch nicht zuschütten kann, um mich abzulenken.

@ 09:51 Sisyphos3

Im Unterschied zu Ihnen scheine ich einige Erhebungen, Umfragen und Studien zu kennen. Und - falls Ihre Frage tatsächlich ernst gemeint war: Nein, ich habe "die Menschen dort" nicht selbst befragt.

09:40, Bernd Kevesligeti

>>Aber düpiert von dem Abzug der USA aus dem Land ist auch sicher die deutsche Regierung und die Grünen. Wenn es nach denen gegangen wäre.......<<

Was wäre denn dann gewesen?

Sie wissen schon, daß amerikanische Truppen nach wie vor im Land sind, im Gegensatz zu deutschen?

Das steht übrigens auch im Artikel.

@melancholeriker um 10:09Uhr

Hoffentlich bewahren Sie sich Ihre ositiven (naiven?) Ansichten auf allen Ebenen! Ich habe diesen Glauben verloren, soqohl hinsichtlich mancher NGO, als auch der angeblichen Meinungsfreiheit, die mit Verweis auf selbst entworfene Vorschriften unterlaufen wird, weil nicht der Tendenz bzw. der Deutungshoheit entsprechend. Nennen Sie doxh Beispiele dafür, wo NGO nicht nach der Hilfe eines bestimmten Staates oder der sogenannten Völkergemeinschaft gerufen haben!

Dass nach

vollständigem Abzug der ausländischen Truppen relativ zeitnah wieder die Taliban alle Macht im Land an sich reißen werden, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Das wussten auch alle Beteiligten schon vorher, mit der Entscheidung zum Abzug.
Trotzdem finde ich den Abzug der BW gut. Auch bei einem Verbleiben im Land wäre langfristig die erneute Machtergreifung durch die Taliban nicht zu verhindern gewesen, und die Risiken für unsere Soldaten wären immer größer geworden.

09:06 von Meinung zu unse... rer Truman Welt

"Hoffnung ist jedoch nichts anderes als die Verdrängung der Hoffnungslosigkeit."

,.,.,

Umgekehrt:

Hoffnungslosigkeist ist nichts anderes als die Verdrängung der Hoffnung.

Denn ohne die Fähigkeit zur Hoffnung wäre die Menschheit längst ausgestorben.

09:09 von Giselbert

"Grundsätzlich sollte man nicht jedes andere Problem zu seinem eigenen Problem machen."

,.,.,

"Grundsätzlich" ist das ja auch menschenunmöglich.

Aber wohl dem, dem die Gabe der Unterscheidungsfähigkeit gegeben ist.
Sodass er unterscheiden kann, wo es AUCH das eigene Problem ist und wo nicht.

Irgendwelche allgemeine Sprichwörter oder Gebote erfinden, helfen da keinen Schritt.

Trumps Folgen seiner mißlungenen Außenpolitik

Es ist und war Trumps falsche Entscheidung die Truppen aus Afghanistan abzuziehen! Zu glauben, einen Deal mit den Taliban diesbezüglich zu vereinbaren, ist gelinde gesagt, naiv und verantwortungslos! Was ist mit den durchaus berechtigten Grund in diesem Land dem Islamfaschismus zu entgegnen und dort den Islam-Terrorismus zu beenden? Es ist davon auszugehen, dass die Taliban die demokratisch gewählte afghanische Regierung absetzen und wieder ein islamfaschistischen Gottesstaat etablieren wird. Was ist mit unseren Werten und unseren Kriegszielen das Land endlich zu befrieden und allen Menschen ein Leben in Würde und Freiheit zu ermöglichen? Galt dieser Krieg nur um die Taschen einiger skrupelloser Personen zu füllen? Sollen wir dort Frauen und Kinder diesen bestialischen mittelalterlichen Islamisten wirklich überlassen? Wir brauchen uns nicht zu wundern, wenn wir in Zukunft weiterhin mit islamfaschistischen Terror zu tun haben werden. So oder so, Trump ist hier in Verantwortung zu ziehen

Re: Sisyphos3

"und sie glauben das hat sich ein Bauer gewünscht
ne Straße ?"
--------------------

Klar, so rückständig wie Sie vielleicht glauben, ist es da gar nicht. Auch aus den Provinzen sind Leute zum Studieren oder Einkaufen nach Kabul gereist.

Natürlich war es ursprünglich die Bundeswehr, die z.B. die Straße von Kunduz nach Faizabad gebraucht hat, um militärische Versorungsgüter heranzuschaffen und Truppen zu verlegen.

Aber solange die Straße nicht in der Hand der Taliban war, sind über sie auch viele Waren erstmals nach Faizabad gelangt, sowohl kommerzielle wie auch Medikamente und Material für das örtliche Krankenhaus.

Bauern, die eine reine Subsistenzwirtschaft betreiben, brauchen natürlich keine Straße. Aber sobald auch nur rudimentäre Formen des Handels stattfinden sollen, sind Straßen immens wichtig. Import-Güter werden dann erschwinglicher und neue Absatzmärkte erschlossen - Warenströme sind integraler Bestandteil einer wie auch immer gearteten wirtschaftlichen Entwicklung.

09:37 von pemiku

"Einem Land wie Afghanistan "westliche Werte" oder gar "Demokratie" verordnen zu wollen, war und ist ein sinnloses Unterfangen.

.,.,.,

Der jungen Bundesrepublik sind diese Werte und die Demokratie ebenfalls verordnet worden.

Dann aber erkannte man, dass Respekt gegenüber dem anderen ein Wert ist, der dem Menschen angemessen ist - während die Werte des Nazideutschland NICHT dem Menschen angemessen waren.

Das gleiche gilt für die Demokratie, die sich allerdings durchaus noch weiterentwickeln wird.

Der hier häufig behauptete Irrglaube, freiwillig würde ein Mensch nie den Wert des Respektes weltweit für sinnvoll halten, scheint ein Überbleibsel unserer beiden Diktaturen.

@ rimitimo

"Woran sich andere bereits die Zähne ausgebissen haben, folgt jetzt der Westen,
der zwar viele viele Jahre dort verbracht hat,"

Der Westen folgt nicht, er war schon lange dort.
Sie mögen die Anglo-Afghanischen Kriege zwischen 1839 und 1919 vergessen haben, die Afghanen haben das nicht vergessen.

Schwanz einziehen, Abstand schaffen, Schweigen.

"Weiter unklar ist auch, wie sich die USA genau nach dem Abzug der Truppen einbringen können und wollen."

Afghanistan ist ein Land, an dem die westliche Politik nichts mehr gewinnen kann. Das Projekt ist gescheitert, die Mittel werden abgezogen. Als Nächstes kommt ein Mantel des Schweigens über die Sache und dann war es das.

Und die Republikaner sollten sich ja mal fragen, was der von Bush junior begonnene Krieg gebracht hat.

10:22 von Miauzi

was will man
Ärger wenn man seinen "Verbündeten" die Mohnfelder abfackelt ?
und Verbündete können die unterschiedlichsten Gruppen sein
Clanchefs, Warlords, CIA Leute denen man Gefälligkeiten schuldet
von der Freiheit Mädchen in die Schule zu schicken, über das "freie" Arbeiten von Entwicklungshelfern bis keine Anschläge auf (Bundeswehr)Soldaten verüben

Machtspielchen

>>...geht in Washington die Diskussion über richtig oder falsch gerade nochmal los. Denn Bidens Kritiker fürchten, dass die Taliban wieder die Macht ergreifen...<<

Fast alle Einmischungen der USA in den Nahen oder Fernen Osten waren Falsch und haben im Endeffekt der Bevölkerung nichts gebracht.
Der here Wunsch nach 'Befreiung' klingt da sehr hohl da zumeist die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund standen.
Und ja, die Taliban werden mit Unterstützung aus Pakistan (und vielleicht sogar aus dem Iran) wieder die Macht übernehmen. Das Zwischenspiel das die USA mit Unterstützung von Deutschland (und anderen) ist vor dem Hintergrund der aktuellen Lage einfach ein Desaster.

Afghanistan hatte 20 Jahre

Afghanistan hatte 20 Jahre Zeit eine eigene Armee, Demokratie und Zivilgesellschaft aufzubauen. Irgendwann ist ausländische Unterstützung mal zu Ende. Die BW Übersetzer können z.B. in die Armee eintreten.

@rimitimo - 10:21

"Die sich phanmtastisch anhördenden Argumente aller unserer Politiker sind schlicht gesagt, unrealistisch!"

Nun, journalistisch müsste man die befürwortenden Parteien dieses Einsatzes darüber befragen, ob das "Verteidigen unserer Freiheit am Hindukusch" nun abgeschlossen ist, so dass sich darüber der Abzug erklärt.

Ebenso müsste weiter gefragt werden, wie sich das mit den Reisewarnungen in dieses Land verhält, wogegen es bei Abschiebungen partiell noch als "sicheres Herkunftsland" beschrieben wurde.

Nur - so etwas fragt keiner, weil sich die Argumentationslinie für solche Antworten ziemlich "tricky" darstellt. Und darüber hinaus als Thema im anlaufenden Wahlkampf höchst unwillkommen sein dürfte.

von fathaland slim 12:27

Danke für den Hinweis. Aber das die hiesigen Großtuer (Kramp-Karrenbauer oder die Grünen) doch gerne geblieben wären, daß wissen Sie doch auch ?

Afghanistan

schon die Intervention war falsch, man hätte vom Scheitern Russlands lernen können, der gleiche Fehler wird gerade on Mali wiederholt. Demokratie muss vom Volk gewollt oder erkämpft werden. Die Afghanen die sich dafür eignen könnten sind geflüchtet. Ausländische Kräfte werden niemals etwas ändern. Die vom Westen installierte Regierung hat keine Chance nicht gegen die Taliban noch gegen die regionalen Fürsten.

@11:59 von fathaland slim

„Entschuldigen Sie bitte, aber „der Westen“ hat alles andere getan als in Afghanistan demokratische Verhältnisse zu installieren. Beschäftigen Sie sich doch bitte einmal mit Operation Cyclone. Nennen Sie das Demokratieförderung?“

Das ist sicherlich ganz richtig so, aber die Operation Cyclone fand doch zwischen 1979 und 1992 statt (als US-Reaktion auf den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan), und ich hatte rimitino so verstanden, dass er von der gegenwärtigen Situation in Afghanistan schrieb, also die Zeit ab 2001.
Wenngleich man die heutige Situation natürlich nicht von der Zeit davor trennen kann, da haben Sie ja (wie fast immer) völlig Recht.

09:40 von Bernd Kevesligeti

«Aber düpiert von dem Abzug der USA aus dem Land ist auch sicher die deutsche Regierung und die Grünen. Wenn es nach denen gegangen wäre …»

… dann wäre längst die halbe Bundeswehr in Afghanistan, und in Kabul dürften noch noch E-Mobile fahren. Aber auch nur solche in den Farbtönen von grellgrün bis froschgrün.

Sausewind

"Der jungen Bundesrepublik sind diese Werte und die Demokratie ebenfalls verordnet worden."
Sehe ich anders. Diese Werte waren schon vorhanden. Wurden dann aber gewaltsam unterdrückt. Diese Werte trafen also auf Leute, die schon davon gehört hatten.

Und auch im freien Westen gibt es noch rückschrittliche Typen, die Frauen gerne am Herd sähen und Kinder mit der Hand erziehen.

Das ist jetzt also kein Alleinstellungsmerkmal derer, außerhalb des freien Westens.

Am 07. Juli 2021 um 09:38 von saschamaus75

Würde mir bitte mal endlich jemand erklären, was diese "westlichen Werte" eigentlich sein sollen? oO

Sind es etwa die Werte des Kapitalismus? Also Gier, Neid, Maßlosigkeit, Eitelkeit, Zorn, Wollust und Trägheit? oO
__
Also ich würde da z.B. Bildung, Rechtsstaatlichkeit, Wahlrecht, soziale Errungenschaften, die Sie offenbar negieren,
Gleichberechtigung uvm auch die EU propagiert ja eine Werteunion. Wenn Sie die Vorteile dieser Werte nicht sehen oder sehen wollen, dann müssen Sie es lassen.
Vllt möchten Sie aber mal ein Beispiel nennen, wo es, wenigstens Ihrer Meinung nach besser läuft.
Ich wette, die absolute Mehrheit der Bürger der Welt, würde sich alle 10 Finger nach einem Zustand, wie er bei uns herrscht, lecken. Mit recht. Offenbar gibt es aber immer Menschen, die grundsätzlich ein Haar in jeder Suppe suchen und finden.

13:11 von Nachfragerin

Afghanistan ist ein Land, an dem die westliche Politik nichts mehr gewinnen kann

---- die Erkenntnis hat sich hierzulande auch noch nicht durchgesetzt

Bashir

"Wäre mal interessant, ….
…zu erfahren, wie viel Material die BW in Afghanistan zurücklässt. Kann mir doch"

Auch wenn man sich das nicht vorstellen kann, Fahrzeuge gehen in dem feinen Staub ein.
Die zurück zu bringen, zu reinigen etc etc kostet mehr, als das Zeug zu verschenken. Da muss es sich schon um wirklich teures und exklusives Material handeln. Wie leo2 Panzer. MARS-Werfer, Feldhaubitzen, ....Ups, hatten wir gar nicht dabei.

Was für eine Verschwendung!

Zitat: "Nach fast 20 Jahren Präsenz in Afghanistan haben NATO- und US-Truppen ihren größten Militärstützpunkt Bagram geräumt. Das deutet darauf hin, dass der vollständige Abzug aus dem Land unmittelbar bevorsteht."

Was für eine Verschwendung an Zeit, Geld, Leben, Infrastruktur und Geduld, um ein Land aufzubauen, Infrastruktur und eine Rechtsordnung zu schaffen.

Und mit welchem Ergebnis? Dass dies Land in die gleiche Phase an Rückständigkeit, Gewalt und Terror zurückfällt, die eine bestimmte Rückständigkeit es zuvor hingebracht hat.

Den Ausgang dieser Militärexpedition in Afghanistan hatte ich schon vor 10 Jahren prognostiziert. Man muss dazu nicht einmal ein blitzgescheiter Rechtspopulist sein wie ich. Man darf eben nur nicht die Augen vor der Realität der kulturellen Unterschiede verschließen und Fakten zur Kenntnis nehmen.

Aber einen Realitätsbezug haben die "gut"menschlichen Entscheidungsträger seit Jahren nicht.

09:55 von Sisyphos3

«und sie glauben das hat sich ein Bauer gewünscht
ne Straße ?
wozu der kam vorher aus seinem Weiler nicht raus
was interessiert den was in der nächsten Provinz abgeht.»

Auf den nächst gelegenen Markt wird der Bauer seine Erzeugnisse wohl kaum beamen. Ohne Straße muss er weiterhin das Flugzeug oder den Helikopter nehmen … und das ist beides sehr teuer.

Aber sonst verlässt der Afghanische Bauer seinen Weiler nie im Leben.
Da ist er sehr eigen und störrisch … der Afghane.

von schabernack 14:07

Nein, aber wenn es nach hiesiger Politik gegangen wäre, dann wäre die Bundeswehr geblieben.
Aber in der Realität der Welt sind deren Arme wohl zu kurz.....

@ 11:55 von draufguckerin

Das deckt sich mit dem, was mehrere Erhebungen und Untersuchungen zeigen. Um so unverständlicher ist es, dass manchmal exakt diejenigen, die aus Afghanistan geflüchtete Menschen am liebsten umgehend zurückschicken würden, auch diejenigen sind, die den Unsinn verbreiten, die Bevölkerung 'wolle es ja so, dass Frauen- und Bildungsrecht nichts zählen' und habe mit 'unseren westlichen Werten' nichts am Hut. De facto ist es so, das diese Stimmen deutlich machen, dass diejenigen das Land und die Menschen "am Hindukusch" nicht kennen, es sie auch nicht im geringsten interessiert, und der einzige Motivfaden der ist: 'Hauptsache diese Menschen sind nicht bei uns.'

Es ist aber bei uns nur eine klare Minderheit. Das tröstet mich ein wenig.

@ 14:17 von Blitzgesch...

Wer Gewalt gegen Frauen und Kinder und die Aberkennung von Menschenrechten und insbesondere Frauenrechten in Afghanistan auf "kulturelle Unterschiede" zurückführt, kann so blitzgescheit nun auch wieder nicht sein.
Aber das ist für die meisten Leserinnen und Leser hier ja nichts wirklich neues, dass hinter 'blitzgescheit' oft mehr effekthascherisches 'Blitzgeschrei' steckt oder auch die unaufgearbeitete Kränkung, politisch mit blau-braunen Sprüchen eher 'blitzgescheitert' zu sein.

@14:10 von weingasi1

>> Also ich würde da z.B. Bildung,
>> Rechtsstaatlichkeit, Wahlrecht, soziale
>> Errungenschaften,
Ähh, da haben Sie tatsächlich Recht. ABER wo sehen Sie das? Afghanistan, Syrien, Libyen, Mali??? oO

>> die Sie offenbar negieren,
Wie kann ich etwas "negieren", das in der Realität nicht(!) existiert? -.-

P.S.:
>> Gleichberechtigung [...] propagiert ja eine
>> Werteunion
Also, die einzige "Werteunion", die ich kenne, "propagiert" definitiv keine "Gleichberechtigung". oO

@ 14:01 von Bernd Kevesligeti

Die Grünen sehen den Afghanistan-Einsatz, so wie er in der Vergangenheit vollzogen wurde, insgesamt kritisch und haben seit langem die fehlenden Zukunfts- und Abzugsperspektiven kritisiert. Aber die Grünen sind eben genau und differenziert und haben realitätsbezogen auch im Blick, dass die afghanische Zivilgesellschaft, die in den vergangenen Jahren gegen etliche Widerstände Befreiuungs- und zaghafte Konsolidierungsprozesse erlebte, einen Rückfall des Landes in eine höchst gewalttätige Herrschaft der Taliban fürchtet, die mit einem ungeordneten Abzug der internationalen Truppen verbundenen sein könnte.

Man kann sich dieser schwierigen und nahezu dilemmahaften Polarität stellen, so wie es die Grünen tun, oder man nimmt das Thema für billiges Grünen-Bashing her, so wie es manche Kommentatoren hier tun.

@weingasi1, 14:10 (re 09:38 von saschamaus75)

"Würde mir bitte mal endlich jemand erklären, was diese "westlichen Werte" eigentlich sein sollen? oO

Sind es etwa die Werte des Kapitalismus? Also Gier, Neid, Maßlosigkeit, Eitelkeit, Zorn, Wollust und Trägheit? oO"
__

"Also ich würde da z.B. Bildung, Rechtsstaatlichkeit, Wahlrecht,
>> soziale Errungenschaften, die Sie offenbar negieren, (...)"

Ich halte das für eine unverschämte Unterstellung. Und mit "Beschwörungen" kommen wir (die Weltgemeinschaft) nicht weiter.

Hoffnungslosigkeit

Hoffnungslos ist für uns im Westen nur die Sachlage in Afghanistan. Mit Geld bekommt man vielleicht den einen oder anderen dort überredet, an den Verhandlungstisch zu wechseln. Wenn es um politische und wirtschaftliche Strukturen geht, ist das Denken der Taliban denkbar einfach: Alles bleibt beim Alten und wir lassen uns nichts aufdrücken. Frauen werden gegängelt und existieren nicht. Schule und Arbeit ist nur was für Männer. Und der Glaube ist das Dach- aber nur in der Machart eines Taliban. Der Gegner im Land ist aber nicht die ausländische Hilfe, sondern die Regierung, die ohne Macht und Unterstützung vor sich hin dümpelt. Ehrlich gesagt: Afghanistan ist verlorener Posten für Demokratie, Stabilität und einen Staat mit Zukunft. Wenn die Leute nicht in der Mehrheit mitmachen, bleibt es beim bekannten Fiasko. Tote Soldaten aus anderen Nationen sind ein zu hoher Preis. Jedenfalls habe ich das Land abgeschrieben.

11:55, draufguckerin

Vielen, vielen Dank für Ihren Kommentar, der die Diskussion von der ideologischen auf die menschliche Ebene, dort wo sie hingehört, zurückholt.

Ja, es gibt eine riesige afghanische Diaspora. Weltweit. Wer irgend kann, der flüchtet aus diesem Land der Hoffnungslosigkeit.

Nochmals danke für Ihre Worte.

von SinnUndVerstand 14:43

Wenn Leute seit 1999 für Militäreinsätze eintreten und auch nach einem Papier der Böll-Stiftung, notfalls ohne UN-Mandat. Und wenn sie auch noch für Drohnenbewaffnung sind, ja dann wird es Zeit für ein Bashing....

@ 14:53 von Bernd Kevesligeti

Wenn Sie nicht differenzieren wollen oder können, dann ist das Ihre Sache. Ich werde deshalb nicht in ein 'Bashing' Ihnen gegenüber verfallen.

12:29, karlheinzfaltermeier

>>@melancholeriker um 10:09Uhr
Hoffentlich bewahren Sie sich Ihre ositiven (naiven?) Ansichten auf allen Ebenen! Ich habe diesen Glauben verloren, soqohl hinsichtlich mancher NGO, als auch der angeblichen Meinungsfreiheit, die mit Verweis auf selbst entworfene Vorschriften unterlaufen wird, weil nicht der Tendenz bzw. der Deutungshoheit entsprechend. Nennen Sie doxh Beispiele dafür, wo NGO nicht nach der Hilfe eines bestimmten Staates oder der sogenannten Völkergemeinschaft gerufen haben!<<

Was für eine zutiefst pessimistische, resignierte Weltsicht.

Bitte tun Sie sich nichts an.

Das meine ich ernst.

14:53, Bernd Kevesligeti

>>von SinnUndVerstand 14:43
Wenn Leute seit 1999 für Militäreinsätze eintreten und auch nach einem Papier der Böll-Stiftung, notfalls ohne UN-Mandat. Und wenn sie auch noch für Drohnenbewaffnung sind, ja dann wird es Zeit für ein Bashing....<<

In Afghanistan bin sogar ich für einen international koordinierten Militäreinsatz und weiß mich da mit den Forderungen der großen Pazifistin Bertha von Suttner, die sie in ihrer Friedensnobelpreisrede 1905 aufgestellt hat, in Übereinstimmung. Pazifismus bedeutet nicht, Mörderbanden das Feld zu überlassen. Leider haben das viele Linke nicht kapiert. Und die isolationistischen Rechten sowieso nicht.

Sie dürfen mich jetzt gerne bashen.

Hindukusch

Unsere Freiheit wird nicht am Hindukusch verteidigt, wenn wir dort Hilfe und Unterstützung einer Regierung anbieten, die so schwach ist, dass sie ohne Geldhahn und Personal nicht überleben kann. Wer vor Ort mitmachte und die Helfer unterstützte, hat nun eine andere bittere Lektion erhalten: er bleibt nach Abzug zurück und ist den Racheakten der Taliban und ihrer Schergen ausgeliefert. Was kann man da machen, wenn die ausländischen Truppen abgezogen sind? Alle mitnehmen? Das würde das Land ausbluten. Das Freiheitslied wird aber nicht im Ausland gesungen, sondern in Afghanistan. Und darunter verstehen beide Seiten- Taliban wie Kabuler Führung zwei ganz unterschiedliche Versionen. Das müssen sie klären. Und ein Bürgerkrieg wird dabei nicht auszuschließen sein. Da sollte sich das Ausland weitgehend raushalten. Vermitteln wäre möglich. Aber mit den Taliban wird die Zukunft schwarz und blutig sein, wenn ausländische Kräfte wieder ins Land wollen. Das ist die Lehre aus der ganzen Zeit.

von SinnUndVerstand 14:59

Wenn "differenzieren" bedeutet, Realitäten (Bellizismus) nicht zu sehen und zu benennen, dann haben Sie recht....

@14:49 von fathaland slim

>> Wer irgend kann, der flüchtet aus diesem
>> Land der Hoffnungslosigkeit.

Ähh, ich kenne da 2 Afghanen, die sind vor ca. 1½ Jahren aus Dtl. zurück nach Afghanistan(!) geflohen. Beides ausgebildete (und gute) Köche.

ABER nachdem sie 8(!) Jahre lang keine Arbeitserlaubnis bekommen haben, mußten sie lernen, was danach (als sie endlich die Arbeitserlaubnis bekamen) der Begriff 'Langzeitarbeitsloser' bedeutet. -.-

Jepp, das nennt sich Realität! oO

P.S.: Welches ist jetzt das "Land der Hoffnungslosigkeit"? oO

Am 07. Juli 2021 um 14:44 von Nettie

Sind es etwa die Werte des Kapitalismus? Also Gier, Neid, Maßlosigkeit, Eitelkeit, Zorn, Wollust und Trägheit? oO"
---
Ich halte das für eine unverschämte Unterstellung. Und mit "Beschwörungen" kommen wir (die Weltgemeinschaft) nicht weiter.
___
Und ich halte es für eine Unverschämtheit, "dem Westen" sämtliche Todsünden zuzuschreiben. Vermutlich sind die Taliban im Vergleich wahre Menschenfreunde und Chorknaben.
Was mit "Beschwörungen" gemeint ist, hat sich mir nicht erschlossen. Ich habe nichts und niemanden "beschworen"

14:09 von Bender Rodriguez

<< Sausewind

"Der jungen Bundesrepublik sind diese Werte und die Demokratie ebenfalls verordnet worden."
Sehe ich anders. Diese Werte waren schon vorhanden. Wurden dann aber gewaltsam unterdrückt. Diese Werte trafen also auf Leute, die schon davon gehört hatten.

Und auch im freien Westen gibt es noch rückschrittliche Typen, die Frauen gerne am Herd sähen und Kinder mit der Hand erziehen.

Das ist jetzt also kein Alleinstellungsmerkmal derer, außerhalb des freien Westens.<<

.-.-.

Ich glaube, ich kann Ihnen in allem Recht geben, was Sie oben geschrieben haben.

Ich wollte, glaube ich, darauf hinaus:

dass die Werte der Humanität etc. keine sind, die nur für uns gelten und für andere Menschen sozusagen ungültig seien, weil diese eben eine Menschensorte seien, die sich - als Gesamtvolk - wohler fühlen, wenn die Unmenschlichkeit als höchster Wert betrachtet würden.

14:43, SinnUndVerstand

>>Man kann sich dieser schwierigen und nahezu dilemmahaften Polarität stellen, so wie es die Grünen tun, oder man nimmt das Thema für billiges Grünen-Bashing her, so wie es manche Kommentatoren hier tun.<<

Ja, so ist es.

Mich nervt diese ungeheuer verbohrt-eindimensionale Weltsicht, die aus der Sehnsucht nach Eindeutigkeit, richtig und falsch, gut und böse, schwarz und weiß geboren ist. Und schuld an allem sind sowieso die Amis.

Es gibt einfach Situationen, in denen jede mögliche Entscheidung eine falsche ist. Das ist schwer zu ertragen, weswegen sich manche in die rettende vorgebliche Eindeutigkeit flüchten. In eine Sackgasse.

Am 07. Juli 2021 um 14:34 von saschamaus75

@14:10 von weingasi1

>> Also ich würde da z.B. Bildung,
>> Rechtsstaatlichkeit, Wahlrecht, soziale
>> Errungenschaften,
Ähh, da haben Sie tatsächlich Recht. ABER wo sehen Sie das? Afghanistan, Syrien, Libyen, Mali??? oO
__
Diese Werte sind sehrwohl im Westen vorhanden, während Sie unter den Werten des Westens nur die 7 Todsünden aufzählten, wogegen ich mich gewehrt habe.
Ich habe nicht behauptet, dass es diese Errungenschaften in den von Ihnen aufgeführten Ländern gibt, sondern eben im "Westen".
Was das Propagieren der Gleichberechtigung in der EU, von der ja immer behauptet wird, si esei eine Werteunion, kann man ja durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Ich finde, dass dort die Gleichberechtigung in grossen Teilen funktioniert. Dass das in 2 Ländern nicht so der Fall, dagegen geht man ja im Rahmen der Möglichkeiten vor.
Wir haben eben konträre Meinungen, was ja durchaus legitim ist.

@ 15:06 von fathaland slim

Danke für Ihren Bezug zu Bertha von Suttner, eine wahrlich tiefsinnige und weitblickende Frau. Ihre Kritik einer zu blauäugigen totalen Ablehnung militärischer Einsätze zur Verhinderung von Völkermord, ethnischen Morden oder auch brutaler Gewalt gegen Frauen oder bestimmte Minderheiten teile ich; da hat die Linke in weiten Teilen noch einen Prozess vor sich, den die Grünen bis zur Zerreissprobe erlebt haben, und der immer wieder das politische Ringen mitprägen muss.
Man muss Joschka Fischer nicht mögen, aber seine klare Positionierung "Auschwitz ist unvergleichbar. Aber ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen." beim außerordentlichen Parteitag der Grünen im Mai 1999 in Bielefeld rechne ich ihm bis heute hoch an.
Der Fundamentalopposition gegen Grün wird man es nicht recht machen können: Entweder klagen sie über weltfremde Gesinnungsethik oder über Zustimmung zu Militäreinsatz.

15:08 von weingasi1

Vermutlich sind die Taliban im Vergleich wahre Menschenfreunde und Chorknaben.
---
wer behauptet das ?
aber wer schickt den ein Killerkommando in ein fremdes Land um politische Gegner zu liquidieren
oder benutze dazu ne Drohne ?

von fathaland slim 15:06

Es geht in dem Artikel um den Abzug aus dem Land. Dabei kommen auch Verhaltensweisen zum Ausdruck, keine Informationen für die afghanische Seite etc. Es geht auch darum, daß die Macht hiesiger Politik offenbar nicht ausreicht. Denn die wären ja geblieben.

Bertha von Suttner sollten Sie nicht vereinnahmen.
Und natürlich "Linke" sind nur gut, wenn Sie für die Militäreinsätze sind. Sind die meisten aber nicht.......

15:08, saschamaus75

>>@14:49 von fathaland slim
>> Wer irgend kann, der flüchtet aus diesem
>> Land der Hoffnungslosigkeit.

Ähh, ich kenne da 2 Afghanen, die sind vor ca. 1½ Jahren aus Dtl. zurück nach Afghanistan(!) geflohen. Beides ausgebildete (und gute) Köche.

ABER nachdem sie 8(!) Jahre lang keine Arbeitserlaubnis bekommen haben, mußten sie lernen, was danach (als sie endlich die Arbeitserlaubnis bekamen) der Begriff 'Langzeitarbeitsloser' bedeutet. -.-

Jepp, das nennt sich Realität! oO<<

So etwas nennt man in den Fluss springen, um dem Regen zu entkommen. Ein exemplarisches Beispiel ist das Verhalten vieler Menschen 1938, als Hitler und Stalin Osteuropa unter sich aufgeteilt hatten. Die flüchteten auf die jeweils andere Seite, weil sie der Meinung waren, schlimmer als auf der, auf der sie waren, könne es dort auch nicht sein.

Haben Sie noch Kontakt zu Ihren Bekannten?

>>P.S.: Welches ist jetzt das "Land der Hoffnungslosigkeit"? oO<<

Was für eine Frage. Eindeutig Afghanistan.

12:23 von SinnUndVerstand

Im Unterschied zu Ihnen scheine ich einige Erhebungen, Umfragen und Studien zu kennen
.
Papier ist Geduldig
und trau keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast
Im Gegensatz zu ihnen scheine ich etwas in der Welt rumgekommen zu sein
zumindest so weit um zu wissen dass man nicht überall tickt wie wir im Westen

@ 15:08 von Bernd Kevesligeti

Falls Sie mit diesem kurzen Kommentar den Grünen 'Bellizismus', also Kriegsverherrlichung, vorwerfen wollen, scheiden Sie für mich als ernstzunehmender Gesprächspartner so langsam aber sicher aus; dann zeigen Sie nämlich, dass Ihnen tatsächlich an verleumderischem Bashing jenseits der Realitäten liegt. Und darauf lasse ich mich nicht ein, da ist mir meine Zeit zu schade - und da bringt auch argumentatives Ringen nichts mehr.

15:08, Bernd Kevesligeti

>>von SinnUndVerstand 14:59
Wenn "differenzieren" bedeutet, Realitäten (Bellizismus) nicht zu sehen und zu benennen, dann haben Sie recht....<<

Schlagworte ersetzen keine ernsthafte Beschäftigung mit der grausamen Problematik und helfen deswegen nicht weiter.

Die Diffamierung der Grünen als Bellizisten durch manche Linke erweckt bei mir manchmal den Eindruck, daß man sich insgeheim Armin Laschet, das Friedenstäubchen, als Bundeskanzler wünscht.

15:08 von saschamaus75

«Ähh, ich kenne da 2 Afghanen, die sind vor ca. 1½ Jahren aus Dtl. zurück nach Afghanistan(!) geflohen. Beides ausgebildete (und gute) Köche. ABER nachdem sie 8(!) Jahre lang keine Arbeitserlaubnis bekommen haben, mußten sie lernen, was danach (als sie endlich die Arbeitserlaubnis bekamen) der Begriff 'Langzeitarbeitsloser' bedeutet. -.-»

Leider zwei Beispiele fürchterlich dummer Integrationspolitik.
Ist längst überreif, dass dies endlich mal besser und klüger wird.

«P.S.: Welches ist jetzt das "Land der Hoffnungslosigkeit"? oO»

Im Vergleich zu Afghanistan ist natürlich Deutschland das Land der Hoffnungslosigkeit. Ganz sicher schmeckt das, was die beiden Köche kochen können, in Afghanisten auch mind. 3x so gut wie in Deutschland.
Bei gleichen Zutaten, und bei gleicher Zubereitungsweise.

@ 15:20 von Bernd Kevesligeti

Fathaland slim hat Bertha von Suttner nicht vereinnahmt sondern zitiert. Und er hat mitnichten gesagt, die Linke sei nur gut, wenn sie für die Militäreinsätze sind. Ihr Hang zum Bashing sollte doch trotzdem ermöglichen, User-Beiträge nicht zu verdrehen.

@ 15:23 von Sisyphos3

Wenn Sie tatsächlich außer den Allgemeinplatz-Sprüchlein "Papier ist Geduldig
und trau keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast" nichts zu bieten haben, ist das doch arg ärmlich.
Und die Frage, wer von uns wieviel "in der Welt rumgekommen" ist, hat mit der Frage, wie man Prozesse, Entwicklungen und Kenntnisse erwirbt und zuordnet, nicht viel zu tun. Ich erspare Ihnen eine Liste derer, die schon viel in der Welt rumgekommen sind und dennoch den größten Unfug verzapfen oder gefährliche Thesen und Programme vertreten.

@weingasi1, 15:08

"Und ich halte es für eine Unverschämtheit, "dem Westen" sämtliche Todsünden zuzuschreiben"

Ich auch. Weshalb ich es auch nicht tue. Wie kommen Sie überhaupt darauf?

von SinnUndVerstand 15:24

Große Worte, verleumderischer Beitrag, Bashing. Aber warum, wenn nur Realitäten benannt werden ?

Es ist doch ganz einfach: Man soll es sein lassen, mit den "Einsätzen" und Drohnenbewaffnung. Und schon gibt es kein "Bashing".

15:26 von fathaland slim

das Friedenstäubchen
.
Friedenstäubchen oder nicht
es war eine mit den GRÜNEN beteiligte Regierung
die den ersten Bundeswehrauslandeinsatz befahl

und sie können mich anschauen wie sie wollen
aber das verzeihe ich nie

von fathaland slim 15:26

Die Linken in diesem Land sind in der großen Mehrheit (nicht manche) gegen die Militäreinsätze und gegen die Aufrüstung.
Und eine Diffamierung ist es nicht, wenn man die Politik einer Partei eins zu eins beschreibt.

@ 15:23 Sisyphos

In ein albernes Ranking, wer wieviel "rumgekommen ist auf der Welt", steige ich nicht ein, aber Sie können mir glauben oder auch nicht, dass ich in mehr als 50 Ländern dieser Erde auf den verschiedenen Kontinenten beruflich wie privat unterwegs war. Meine Erkenntnisse daraus press ich allerdings nicht in einen weiteren Allgemeinplatz wie "dass man nicht überall tickt wie wir im Westen", allein schon deshalb nicht, weil "wir im Westen" nicht gleich ticken, wie man unschwer an den Kommentierungen hier erkennen kann.

15:06 von fathaland slim

"In Afghanistan bin sogar ich für einen international koordinierten Militäreinsatz und weiß mich da mit den Forderungen der großen Pazifistin Bertha von Suttner, die sie in ihrer Friedensnobelpreisrede 1905 aufgestellt hat, in Übereinstimmung. Pazifismus bedeutet nicht, Mörderbanden das Feld zu überlassen. Leider haben das viele Linke nicht kapiert. Und die isolationistischen Rechten sowieso nicht."

.-.-.

Danke für diese klaren und sehr deutlich differenzierenden Worte.

15:14 von fathaland slim

"Es gibt einfach Situationen, in denen jede mögliche Entscheidung eine falsche ist. Das ist schwer zu ertragen"

.-.-.

Ja.

Und im schlimmsten Falle fühlt man sich dennoch schuldig - obwohl man weiß, dass man sich in jedem Falle schuldig gemacht hätte.

Es bleibt nichts weiter übrig, als dies auf sich zu nehmen.

Re : dr.bashir !

Das ist so genau richtig beschrieben. Es sind die Extremisten, die leider mit aller brutaler Gewalt ihre Ideologie durch drücken wollen. Dies sind, mit all den ausländischen Kriegern, vielleicht 15 000 Mann, die aber sich über die Jahre selbst zu erfahrenen Kämpfern entwickelten.
Leider haben die NATO Truppen es versäumt, den Taliban die Beschaffung von Waffen und Munition deutlich zu erschweren, und auch den Handel mit Opium zu senken. Eher haben sie ihn forciert, und möglicherweise mit verdient.
Dafür müssen nun die Afghanen ihre eigenen Wege finden, um gegen die Taliban zu bestehen. Immerhin bilden sich schon Bürgerwehren, die sich bewaffnen. Da sollte von außen unterstützt werden. Sonst geht das Land unter !

von SinUndVerstand 15:33

Das hat keinen Sinn. Sie und der andere
betreiben Bashing und zwar gegen die Gegner der Militäreinsätze.
Sie sind sauer, daß die Macht Berlins eben nicht weiter reicht.

Am besten, es würde eine Einheit gebildet, von denen, die solche "Einsätze" unbedingt wollen. Sich freiwillig melden....

@15:18 von weingasi1

>> nur die 7 Todsünden aufzählten
Ähh, DAS sind nunmal die Werte des so hochgelobten Kapitalismus? oO

>> sondern eben im "Westen".
Ähh, und wo genau? Erzählen Sie DAS bitte mal einem HartzIV-Empfänger oder Jemand, der an der Tafel seine Lebensmittel holt. oO

15:23 von Sisyphos3

@SinnUndVerstand

«Im Unterschied zu Ihnen scheine ich einige Erhebungen, Umfragen und Studien zu kennen.»

«Papier ist Geduldig,
und trau keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast.»

Oh Grauen lass nach !

Man ist lieber beim Zahnarzt zum Weisheitszähne-Ziehen.
Als auf der Kirmes an der Losbude mit den Glückskeksen mit immer nur Plattitüden drin.

Der Hauptgewinn ist: "Nachts ist es kälter als im Zoo".
Der Preis ist eine Flunder aus Plüsch.

«Im Gegensatz zu ihnen scheine ich etwas in der Welt rumgekommen zu sein
zumindest so weit um zu wissen dass man nicht überall tickt wie wir im Westen.»

In der Welt Rumkommen hat nun was mit Studien, Statistiken & Co. zu tun?
Oder reisen Sie regelmäßig zu Statistk-Seminaren ins Ausland?
Ganz schön grottig langweilig … aber wer so was mag. Warum nicht.

15:06 von fathaland slim

In Afghanistan bin sogar ich für einen international koordinierten Militäreinsatz
.
und in Somalia, im Jemen
wie sieht das im Sudan aus und in Syrien
und einem Dutzend anderer Staaten Afrikas
warum hat man in Ruanda nichts getan
(1 Mill Tote)
in China bei den vielen Toten damals,
auf dem Platz des himmlischen Frieden

15:20, Bernd Kevesligeti

>>Bertha von Suttner sollten Sie nicht vereinnahmen.<<

Ich bin Mitglied in dem Verein, den sie gegründet hat. Der Deutschen Friedensgesellschaft, DFG-VK. Und zwar seit fast fünfzig Jahren. Sie sollten vielleicht ab und an mal unsere Zeitschrift, die „Zivilcourage“, lesen. Es könnten sich Ihnen neue Horizonte der Diskussion auftun.

>>Und natürlich "Linke" sind nur gut, wenn Sie für die Militäreinsätze sind. Sind die meisten aber nicht....<<

Das Thema ist zu ernst für solche Platitüden.

15:23 von Sisyphos3

"12:23 von SinnUndVerstand

Im Gegensatz zu ihnen scheine ich etwas in der Welt rumgekommen zu sein
zumindest so weit um zu wissen dass man nicht überall tickt wie wir im Westen"

,.,.,

Und trotzdem können Sie nicht erfassen, dass selbst wir beide nicht "wir" sind, die Sie für Ihre platten Aussagen vereinnahmen können.

Ich ticke überhaupt nicht so wie Sie - und ich fürchte, dass die wenigsten so ticken wie Sie, hier bei "uns" in Deutschland.

Kein Grund also, einem sehr differenziert argumentierenden User sich überlegen zu fühlen.

@15:21 von fathaland slim

>> Haben Sie noch Kontakt zu Ihren
>> Bekannten?
Vor ca. 1½ Jahren hatten wir noch einen(!) Telefonanruf, seither ist jeglicher Kontakt abgebrochen. (Die komplette Kneipe macht sich Sorgen). oO

>> Was für eine Frage. Eindeutig Afghanistan
Für einen Afghanen oder einen Deutschen? -.-

15:48, Sausevind

>>15:14 von fathaland slim
"Es gibt einfach Situationen, in denen jede mögliche Entscheidung eine falsche ist. Das ist schwer zu ertragen"

.-.-.

Ja.

Und im schlimmsten Falle fühlt man sich dennoch schuldig - obwohl man weiß, dass man sich in jedem Falle schuldig gemacht hätte.

Es bleibt nichts weiter übrig, als dies auf sich zu nehmen.<<

Eine schwer zu ertragende Situation.

@15:28 von schabernack

>> Leider zwei Beispiele fürchterlich dummer
>> Integrationspolitik.
>> Ist längst überreif, dass dies endlich mal
>> besser und klüger wird.

Sie schreiben mir aus dem Herzen!

15:41, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 15:26
Die Linken in diesem Land sind in der großen Mehrheit (nicht manche) gegen die Militäreinsätze und gegen die Aufrüstung.
Und eine Diffamierung ist es nicht, wenn man die Politik einer Partei eins zu eins beschreibt.<<

Solche heilsgewissen Plattheiten sind schwer erträglich und werden der Realität nicht ansatzweise gerecht. Manchmal frage ich mich, ob Sie überhaupt mal gelegentlich vor die Tür gehen. Ihre Weltsicht hat jedenfalls mit der Wirklichkeit herzlich wenig zu tun. Ihre felsenfeste ideologische Überzeugung hilft da auch nicht weiter.

Bitte beschäftigen Sie sich mit den Schicksalen realer und nicht nur theoretischer Menschen. Ich bitte Sie inständig.

07. Juli 2021 um 12:23 von SinnUndVerstand

>> @ 09:51 Sisyphos3

Im Unterschied zu Ihnen scheine ich einige Erhebungen, Umfragen und Studien zu kennen. Und - falls Ihre Frage tatsächlich ernst gemeint war: Nein, ich habe "die Menschen dort" nicht selbst befragt. <<
.
.
Was Sie so alles kennen, ohne Quellenangaben? Vielleicht sollten Sie ein "Un" vor Ihren Nick setzen?

15:52 von schabernack

könnte man vielleicht Beiträge etwas weniger verletzend formulieren
beleidige ich sie ... dann lassen sie es doch auch bitte bei mir sein

@15:36 von Nettie

>> @weingasi1, 15:08
>> Weshalb ich es auch nicht tue. Wie
>> kommen Sie überhaupt darauf?

Ähh, daß war eine Antwort auf mich. Und ja, die Grundwerte des Kapitalismus sind nunmal die 7 Todsünden und nichts(!) anderes. -.-

15:41, Sisyphos3

>>15:26 von fathaland slim
das Friedenstäubchen
.
Friedenstäubchen oder nicht
es war eine mit den GRÜNEN beteiligte Regierung
die den ersten Bundeswehrauslandeinsatz befahl

und sie können mich anschauen wie sie wollen
aber das verzeihe ich nie<<

Ich beneide Sie um Ihr klares, einfaches Weltbild. Beim zweiten Hinsehen dann allerdings doch nicht.

Soweit ich mich erinnere, haben damals übrigens sämtliche im Bundestag vertretene Parteien für diesen Bundeswehreinsatz gestimmt. An Proteste von Union und FDP erinnere ich mich jedenfalls nicht. Weswegen die Grünen auch gar nicht in der Gänze ihrer Abgeordneten ja sagen mussten und das auch nicht taten.

Näheres hier:

„https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/208787/bundeswehr-in-bosnien-und-herzegowina„

von fathaland slim 15:56

Die DFG-VK ist aber nicht für Militäreinsätze. Demnächst macht sie übrigens in Büchel eine Demonstration.
Ihre Positionen sollen neue Horizonte sein ? Sie verteidigen händeringend olivgrüne ?

15:57, saschamaus75

>>@15:21 von fathaland slim
>> Haben Sie noch Kontakt zu Ihren
>> Bekannten?
Vor ca. 1½ Jahren hatten wir noch einen(!) Telefonanruf, seither ist jeglicher Kontakt abgebrochen. (Die komplette Kneipe macht sich Sorgen). oO<<

Da würde ich mir auch ganz, ganz große Sorgen machen.

>> Was für eine Frage. Eindeutig Afghanistan
Für einen Afghanen oder einen Deutschen? -.-<<

Für beide. Auch wenn die Situation, die Sie beschreiben, in der sich Ihre beiden Bekannten in Deutschland befanden, natürlich himmelschreiend ist. Aber in Afghanistan ist sie für sie wohl noch himmelschreiender.

Es gibt Menschen, mit denen ich wirklich nicht tauschen möchte. Was für eine Gnade, in Deutschland geboren zu sein.

@15:50 von Traumfahrer

>> Leider haben die NATO Truppen es
>> versäumt, den Taliban [...] den Handel mit
>> Opium zu senken.

OMG! Nur zur Erinnerung:
Die Taliban waren die, die die Mohnfelder VERNICHTET(!!!) haben. -.-
Erst seit dem Einmarsch der USA floriert die Opiumproduktion wieder!

Versuchen Sie da gerade eine Täter-Opfer-Umkehr? Also, ich bin jetzt auch kein Fan der Taliban, aber da ist historisch gesehen die Situation doch absolut eindeutig. -.-

12:53 von Apollo1995

>>Was ist mit den durchaus berechtigten Grund in diesem Land dem Islamfaschismus zu entgegnen und dort den Islam-Terrorismus zu beenden?<<

Nun, das ist eine Frage die ein Historiker sehr sicher mit Blich auf Ronald Reagan, George W.Bush und den CIA beantworten kann.
Die Gründe für diesen entsetzlichen Krieg liegen viel tiefer und sind im globalen Machtanspruch der westlichen Welt begründet, nicht nur bei den Amerikanern.
Große Schuld hat die Kolonialpolitik Europas und die Willkürliche Aufteilung der betroffenen Länder durch die Kolonial- oder "Siegermächte'. EINEN Schuldigen auszudeuten ist da nicht mehr möglich.

15:56 von Sausevind

Ich ticke überhaupt nicht so wie Sie - und ich fürchte, dass die wenigsten so ticken wie Sie, hier bei "uns" in Deutschland.
.
warum überlegen fühlen ?
nur weil ich hier die Meinung vertrete, jeder hat ein Recht auf seine Meinung

und wenn sie akzeptieren dass Menschen unterschiedlich "ticken" dann sind wir ja schon einer Meinung
ohne gleich diffamiert zu werden ?

und wie tickt die Mehrheit in der Republik
schauen sie sich nur mal Sachsen Anhalt an
sind die repräsentativ zum Publikum hier oder umgekehrt
26 % eher links, 67 % konservativ / eher rechts

15:54, Sisyphos3

>>15:06 von fathaland slim
In Afghanistan bin sogar ich für einen international koordinierten Militäreinsatz
.
und in Somalia, im Jemen
wie sieht das im Sudan aus und in Syrien
und einem Dutzend anderer Staaten Afrikas
warum hat man in Ruanda nichts getan
(1 Mill Tote)
in China bei den vielen Toten damals,
auf dem Platz des himmlischen Frieden<<

Beschäftigen Sie sich doch einfach mal mit der Friedensnobelpreisrede Bertha von Suttners. Das würde Ihnen solcherart Fragen ersparen. Geht ganz leicht im Netz.

Frau von Suttner plädierte für so etwas wie eine, natürlich bewaffnete, Weltfriedenspolizei, von sämtlichen Nationen der Erde gestellt, die überall dort eingreift, wo es sich anbahnt, daß Konflikte mit Waffengewalt ausgetragen werden.

Alles weitere bitte selbst recherchieren.

15:54 von Sisyphos3

@fathaland slim

«In Afghanistan bin sogar ich für einen international koordinierten Militäreinsatz.»

«Und … wie sieht das … in China [aus] bei den vielen Toten damals,
auf dem Platz des himmlischen Frieden …»

Was hätte man denn damals in CHN tun sollen, als die Situation sich innerhalb einiger Woche zuspitzte, und bis zum Massaker entwickelte?
In Peking einmarschieren … und wenn ja … wer?

«… und in Somalia, im Jemen
wie sieht das im Sudan aus und in Syrien …»

Dort überall sind Bürgerkriege, oder Stellvertreterkriege in akutem Feuergefecht. Wer soll denn im Namen der Weltgemeinschaft in Syrien militärisch engreifen, um das Treiben Russlands als Militärische Lebensversicherung für Mr. Assad zu unterbinden, und zu beenden?
Illusion im Phantasialand.

«… warum hat man in Ruanda nichts getan.»

Das einzige Beispiel mit Sinnzusammenhang.
War ganz schlecht + fahrlässing in Ruanda 1994.
RUA leidet weiter unter den Ereignissen.
63% Frauen im Parlament steuern das Besser.

von fathaland slim 16:04

Was soll dieses psychologisieren ? Auf Realitäten gehen Sie nicht ein. Wer hat denn 2001 für diesen und auch für alle anderen Einsätze gestimmt ? Ein realer Mensch in diesem Zusammenhang ist übrigens der Oberst Klein, heute Brigadegeneral.....

16:05, Sisyphos3

>>15:52 von schabernack
könnte man vielleicht Beiträge etwas weniger verletzend formulieren
beleidige ich sie ... dann lassen sie es doch auch bitte bei mir sein<<

Ihre bräsig-selbstgerechten Kommentare lassen sich leider sehr oft nur mit sehr viel Humor ertragen. Sorry, aber ist so. Wenn mir denn diese deutlichen Worte hier erlaubt werden.

Ich kann in den Kommentaren des Foristen jedenfalls nichts beleidigendes entdecken.

16:12 von fathaland slim

1. kamen die GRÜNEN aus der Ecke der Friedensbewegung
womit ich dann schon so meine Glaubwürdigkeitsproblem habe
2. dann aus persönlichen Gründen als Kriegsdienstverweigerer

16:04, Kein Einstein

>>07. Juli 2021 um 12:23 von SinnUndVerstand
>> @ 09:51 Sisyphos3

Im Unterschied zu Ihnen scheine ich einige Erhebungen, Umfragen und Studien zu kennen. Und - falls Ihre Frage tatsächlich ernst gemeint war: Nein, ich habe "die Menschen dort" nicht selbst befragt. <<
.
.
Was Sie so alles kennen, ohne Quellenangaben? Vielleicht sollten Sie ein "Un" vor Ihren Nick setzen?<<

Nein, das sollte der geschätzte Mitforist nicht tun.

Ein meta.tagesschau.de-Kommentar ist keine Doktorarbeit.

von fathaland slim 16:04

Es fällt auf, daß Sie gegen jeden anrempeln, der diese Einsätze ablehnt.
Ihre Weltsicht, daß ist die Weltsicht von olivgrünen. Wobei es "schwer erträglich" ist, sie so zu nennen.

Q

um 15:06 von fathaland slim:
"
In Afghanistan bin sogar ich für einen international koordinierten Militäreinsatz und weiß mich da mit den Forderungen der großen Pazifistin Bertha von Suttner, die sie in ihrer Friedensnobelpreisrede 1905 aufgestellt hat, in Übereinstimmung.
"

->
"""
Auch Nobel will Kriege verhindern, aber er glaubt, das sicherste Mittel dazu sei, eine Waffe zu erfinden, so furchtbar, dass niemand mehr einen Krieg wagen würde.
Bertha von Suttner dagegen setzt auf Verträge und internationale Schiedsgerichte, auf Recht statt Gewalt und die Ächtung des Kriegs als Mittel der Politik.
"""
Quelle:
https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kalenderblatt/1012-bertha-von-...

Übereinstimmung?
Von wegen.
Anmaßung !
*Mic Drop*

dt. Zusammenfassung aus ÖR-Quelle reicht - Original-Quelle zu zitieren + ins dt. zu übersetzen wäre "too much" & durch Zeichenbegrenzung unmöglich

16:18 von fathaland slim

Was für eine Gnade, in Deutschland geboren zu sein.
---
nur ne Frage

was macht die Zustände in einem Land aus
liegts am Wetter, dem Klima, Bodenschätze
an dem Umgang der Menschen miteinander

hätten sie mir da ne Antwort
an was es denn so liegen könnte

16:05 von Sisyphos3 / @schabernack

«könnte man vielleicht Beiträge etwas weniger verletzend formulieren
beleidige ich sie ... dann lassen sie es doch auch bitte bei mir sein.»

Kann man anders formilieren. Tue ich aber nicht.

Wer die Geschütze der Plattitüden in Serie ins Feld führt. Der darf und muss mit gar nichts anderem rechnen, dass in Erwiderung mit ironischen Plattitüden gefeuert wird.

Man zettele solche sinnfreien Gefechte erst gar nicht an. Dann muss man sich hinterher auch nicht beklagen. Ist ja immer so was wie das Echo am Berg, oder wie der Schall aus dem Wald.

Beleidigen ist nie meine Art von Reden oder Schreiben.

@ 15:51 von Bernd Kevesligeti

Befürchtet hab ich's ja schon, jetzt stellen Sie es nochmal unter Beweis: Sie verwechseln m.E. in der Tat 'Bashing' mit 'differenzierter Argumentation'. Dagegen ist kein Kraut gewachsen, weder in Deutschland noch in Afghanistan. Aber ich schreibe es Ihnen gerne nochmal: Ich betreibe kein Bashing gegen die Gegner von Militäreinsätzen. Ich komme aus der Friedensbewegung und fühle mich ihr immer noch zugehörig. Ich bin auch gegen das de facto Aufrüstung signalisierende sog. 2%-Ziel der Nato. Und für mich ist es skandalös, dass Deutschland nach wie vor zu den größten Waffenexporteuren gehört. Aber ich bin auch kein Naivling, der glaubt, jede Waffe vor (völker)mordenden Truppen und Gruppen strecken zu müssen.
Ihren letzten Satz erkennen Sie selbst wahrscheinlich als unangemessen. Das ist das gleiche Niveau, wie wenn man von den Unterstützern einer humanen Asylpolitik fordert, doch selbst aufzunehmen und zu zahlen.

16:26 von fathaland slim

ja die Gräfin Kinsky Frau von Suttner
eine sehr ehrgeizige und bemerkenswerte Frau

16:14, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 15:56
Die DFG-VK ist aber nicht für Militäreinsätze. Demnächst macht sie übrigens in Büchel eine Demonstration.<<

Ja, Demos machen wir öfters mal.

>>Ihre Positionen sollen neue Horizonte sein ? Sie verteidigen händeringend olivgrüne ?<<

Platteste, inhaltsleere Agitprop-Platitüden.

Inhaltlich tragen Sie aber leider nichts zur Diskussion bei.

16:30 von fathaland slim

schreibe ich auch so
dann müsste ich echt in mich gehen

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Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

16:31, Sisyphos3

>>16:12 von fathaland slim
1. kamen die GRÜNEN aus der Ecke der Friedensbewegung
womit ich dann schon so meine Glaubwürdigkeitsproblem habe
2. dann aus persönlichen Gründen als Kriegsdienstverweigerer<<

Auch ich bin Kriegsdienstverweigerer und bin aber trotzdem nicht dafür, die afghanische Bevölkerung den Taliban zum Fraß vorzuwerfen. Das hat mit Pazifismus absolut nichts zu tun.

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