Kommentare - Afghanistan-Abzug: NATO-Truppen verlassen Haupt-Militärstützpunkt

02. Juli 2021 - 09:05 Uhr

Nach fast 20 Jahren Präsenz in Afghanistan haben NATO- und US-Truppen ihren größten Militärstützpunkt Bagram geräumt. Das deutet darauf hin, dass der vollständige Abzug aus dem Land unmittelbar bevorsteht.

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Kommentare

NATO-Truppen verlassen Haupt-Militärstützpunkt

Wie schnell das gehen kann

Eine jahrelange Diskussion hierzulande hat nicht dazu geführt
auch nicht die Toten und die entstandenen Kosten dort
die Sinnlosigkeit des Einsatzes ohnehin nicht
Eine Entscheidung des Großen Bruders aus den USA,
schon war die Sache geklärt
Immerhin jetzt weiß man wer unsere Politik mitbestimmt

Schade um das soziale Engagement

Leider, so befürchte ich, werden die humanitären und sozialen Unterstützungsleistungen, die die Allianz ja auch erbracht hat - ich nenne nur mal die Rechte für Mädchen, die Schule zu besuchen - nicht von Erfolg gekrönt sein, wenn die Taliban wieder die Macht vollständig erlangen sollten. Und sowas nennt sich „Gotteskrieger“ … es ist zum Heulen! Aber Afghanistan ist leider auch nicht das einzige Land auf dieser Erde, das mit unseren Werten, die auf die Aufklärung beruhen (Kant), wenig gemein hat. Ich habe halt einen anderen „Background“ (besser Erziehung), muss aber zur Kenntnis nehmen, dass es in anderen Teilen unserer Erde ganz andere Werte gibt - muss ich wohl tolerieren, bleibt nichts anderes übrig.
Dass das militärische Engagement beendet ist, begrüße ich - damit erreicht man nichts, außer noch mehr Widerstand. Wohin Afghanistan jetzt wohl hindriftet? Man wird’s sehen …

Afghanistan-Abzug: NATO-Truppen verlassen Haupt-Militärstützpunk

Nach fast 20 Jahren verlässt die Bundeswehr das Land. Aber das nicht aufgrund von Entscheidungen und des Willens bundesdeutscher Politik. Wäre es nach der gegangen, dann hätte es ein weiter so gegeben.
Nur weil die US-Armee abzieht, zieht auch die Bundeswehr ab.

@Sisyphos3

Es geht hier nicht um "wer Politik mitbestimmt", sondern um die Nato. Als Nato Mitglied tun wir hier sowieso viel zu wenig.

Den Sinn des Einsatzes kann man durchaus hinterfragen. Die Russen haben sich die Zähne ausgebissen und auch die USA und die Nato.

Warten wir auf den neuen Flüchtingsstrom aus Afghanistan...

Afghanistan hatte 20 Jahre

Afghanistan hatte 20 Jahre Zeit eine eigene Armee, Zivilgesellschaft und demokratische Strukturen aufzubauen. Die Zeit wurde schlecht genutzt, kann aber kein Grund sein für " ewige " Präsenz ausländischer Truppen und dauerhafte finanzielle Unterstützung.

Unkoordinierter Abzug hat Sicherheitslage verschärft

Dass der Einsatz der NATO-Truppenallianz kritikwürdig war, ist allen Kennern der Lage bekannt.

Das anmaßende "Nationbuilding", das von rechtskonservativen US-NeoCons wie Cheney u. dem vorgestern verstorbenen Rumsfeld propagiert wurde, war ein massiver Fehler aber man brauchte eben noch etwas ideologisches "Beiwerk", um dort Krieg zu führen.

Der Abzug war fällig aber wie er vom MAGA-Dilettanten Trump angestoßen wurde 2020, nämlich völlig unkoordiniert mit den Allianzpartnern, hat faktisch die Sicherheit der Einheimischen und auch der deutschen Truppen gefährdet.

Von Trump zu Wahlkampfzwecken herausposaunt, fanden das hiesige Rechtsforisten natürlich toll ohne auch nur einen Schimmer zu haben, wie ein Abzug sicher (!) organisiert werden muss.

Das gleicht dem Verrat der Kurden in Nordsyrien durch Trump in 2019, die an Erdoğan ausgeliefert wurden. So sieht rechtsnationale Außenpolitik aus. Fail.

Biden hat das Chaos übernommen und zumindest in geordnete Bahnen gebracht.

"Präsenz in Afghanistan"

Guttenberg war der erste Politiker, der das Wort auszusprechen wagte: Krieg
Immernoch traut sich kaum jemand, dieses Wort in den Mund zu nehmen oder zu aufzuschreiben.
„lethal defensive weapons" (tödliche Verteidigungswaffen) sprach Obama in 2015 und beschönigte damit, worum es geht: Um das Töten von Menschen, darunter leider auch Zivilisten, was dann "Kollateralschäden" genannt wird.
Es heißt auch nicht "Angriff ", sondern "Vorwärtsverteidigung". Militärische Unterstützung heißt dann "Krisenpraevention".
Seit je her versuchen die Mächtigen der Welt, die Sprache zu beherrschen, Wortbedeutungen festzulegen und damit die Menschen zu manipulieren und zu beherrschen.
In Orwells Roman heißt das "Neusprech". „Die Schokoladenration wird von 80 g pro Woche auf 60 g erhöht.“ "Krieg ist Frieden"
Uns allen sollte klar sein: Deutschland ist seit 20 Jahren im Krieg! Deutschland war Teil einer Besatzungsmacht und deutsche Soldaten keine Brunnenbauer! Nicht jeder Getötete war automatisch Taliban!

Am 02. Juli 2021 um 09:41 von Bernd Kevesligeti

" Afghanistan-Abzug: NATO-Truppen verlassen Haupt-Militärstützpunk

Nach fast 20 Jahren verlässt die Bundeswehr das Land. Aber das nicht aufgrund von Entscheidungen und des Willens bundesdeutscher Politik. Wäre es nach der gegangen, dann hätte es ein weiter so gegeben.
Nur weil die US-Armee abzieht, zieht auch die Bundeswehr ab. "

Genauso ist das, und ist auch bei allen anderen Einsätzen so, und genau dort liegt unser Problem.
Die Bundeswehr war auch nie dafür gedacht, wenn ich mich richtig erinnere.
Und am Ende ist dann im Land wie vor 20 Jahren, alle haben sich dort die Zähne aus gebissen.
Leben und Lebensart, lassen sich nicht gut von außen ändern.

@Jim456

Auch wenn viele meinen, wir würden als NATO-MITGLIED zu wenig tun (ich persönlich kann es nicht beurteilen), haben wir absolut nichts weder in Mali noch in Afghanistan zu suchen.
NATO-Mitglied zu sein bedeutet, daß man ein anderes NATO-Mitglied militärisch unterstützt, wenn es angegriffen wird und nicht, daß man weltweit militärisch unterwegs ist.
Und ansonsten ist die deutsche Bundeswehr eine reine Verteidigungsarmee.

Afghanistan: Ein Fazit des

Afghanistan: Ein Fazit des Einsatzes ist nicht einfach zu ziehen. Das Land und seine Bevölkerung erlitten insgesamt mehr als 40 Jahre Krieg; hunderttausende Afghanen wurden getötet, unendlich viele mussten flüchten.
Insgesamt war es in den letzten Jahren eine Art Abnutzungskrieg, den die NATO nicht gewinnen konnte. Wenn man aber sieht, was Bildung für Mädchen, Frauenrechte u.a. in den letzten Jahren für eine vorsichtig positive Entwicklung genommen haben, und dass die Lebenserwartung von 45 Jahren im Jahr 2000 auf 60 Jahre in 2018 gestiegen ist, kann man auch nicht einfach von einem Scheitern sprechen. Vielleicht wurde schon vor Jahren verpasst, statt NATO-Truppen UN Blauhelm-Soldaten in Afghanistan zu stationieren.

Krieg stabilisiert keine Gesellschaft, das ist leider auch Teil des Fazits am Ende des Afghanistankrieges: politisch eine gefährliche Leerstelle.

Und die Fürsorgepflicht für ihre afghanischen Zivilangestellten bleibt ein drängendes Thema der nächsten Zeit.

@09:17 von Sisyphos3

"Eine Entscheidung des Großen Bruders aus den USA,
schon war die Sache geklärt
Immerhin jetzt weiß man wer unsere Politik mitbestimmt"

Das stimmt genau, denn eigentlich hat die BW einen Auftrag des deutschen Bundestages bis zum 31.12.21. Warum wird der nicht erfüllt?

@Tagesschau

Wie sieht denn nun das Konzept der afghanischen Regierung aus, den Staat wieder auf die Beine zu bringen.
Wenn jetzt alle Besatzer abziehen, muß es doch einen Plan geben.
Oder warten die jetzt in aller Ruhe darauf, dass die Taliban alles regeln werden?
Müßten jetzt nicht auch sämtliche Afghanen ausgeflogen werden, die die aktuelle „Regierung“ unterstützt haben?
Sonst wird Afghanistan doch ein Schlachthaus.
Oder ging es während der letzten 20 Jahre nur darum, einigen Politikern zu ein paar Millionen Dollar zu verhelfen?
Denn irgendetwas brauchbares ist durch Unterstützungsgelder der Besatzer nicht aufgebaut worden. Oder?

Bis Weihnachten werden die

Bis Weihnachten werden die Taliban die Regentschaft wieder inne haben und die ganzen "westlichen Errungenschaften" wieder entfernen.
Die haben sich 20 Jahre überlegt, wie es weitergeht. Die Nato offebar nicht

um 9:51 von Jim456

>Warten wir auf den neuen Flüchtingsstrom aus Afghanistan...<
- Darauf wird man nicht lange warten müssen. Geheimdienstliche Quellen warnten im Gespräch mit der „Washington Post” Ende Juni, dass die afghanische Regierung in nur sechs Monaten nach dem Abzug des US-Militärs zu Fall kommen könnte. Eigentlich hatte Biden angekündigt , die Truppen bis zum 11. Sept. aus Afghanistan abzuziehen. Später gab es Medienberichte, nach denen der Abzug bereits früher abgeschlossen werden könnte. Erstaunlich, wie hurtig die Kämpfer für Recht und Freiheit, nach 20 Jahren Chaos, ihr "Wirkungsfeld" verlassen.

Zwar

bin ich gegen diese Bundeswehr-Auslandseinsätze, bei denen unsere Soldaten getötet oder verletzt werden, und sich im Grundsatz nicht einmal richtig verteidigen dürfen und auch nicht effektiv können (zB wegen der fehlenden bewaffneten Drohnen).
Aber mir tun die noch nicht ins Ausland geflohenen afghanischen Bürger leid, die nun praktisch vollkommen schutzlos den Aggressionen der Taliban ausgeliefert sind. Ein Friedensschluss mit diesen ist leider nicht möglich, da sie sich an keinerlei Vereinbarungen halten, und um jedem Preis die Macht im Land (zurück)gewinnen wollen.

NATO-Truppen verlassen Afghanistan

Die NATO-Truppen verlassen nicht nur Afghanistan, sondern sie hinterlassen ein Desaster. Der Abschied aus Afghanistan ist auch das Eingeständnis einer Niederlage, ähnlich wie USA in Vietnam. Die dramatischen Folgen werden wir z.Tl noch in diesem Jahr sehen.
Ist die NATO noch ein Verteidigungsbündnis?
(siehe hierzu auch China) Und muß Deutschland sich klar abgrenzen von diesen militärischen Abenteuern? Bezug auf die verteidigungspolt. Richtlinie von 2002: wer verteidigt jetzt die Sicherheit der BRD am Hindukusch?

Heidemarie

"Und ansonsten ist die deutsche Bundeswehr eine reine Verteidigungsarmee."

Seit Nethajahu wissen wir aber, das man sich auch präventiv verteidigen kann.

Wer weiß, was Mali sonst mit uns gemacht hätte?

10:30 von nie wieder spd

>>Denn irgendetwas brauchbares ist durch Unterstützungsgelder der Besatzer nicht aufgebaut worden. Oder?<<

Bildung für Mädchen/Frauen ist für Sie nichts Brauchbares?

Ich kenne Leute, die in Afghanistan "gedient" haben

Die Situation dort war schon lange verfahren und man wäre so nicht weiter gekommen. Entweder man schafft es die Menschen in der Breite gut zu bilden, so dass den Taliban irgendwann der "Nachschub" wegbleibt. Oder aber man hat eine dauerhafte Patt-Situation.

Offenbar hat man sich entschieden das Land wieder sich selber zu überlassen. Ob das eine gute Idee war wird sich zeigen. Ich denke eher nicht.

Wir müssen aber auch anerkennen, dass große Teile der Bevölkerung dort anders ticken wie wir Europäer und es vermutlich noch mehrere Generationen braucht um in der "Moderne" anzukommen...

Die Taliban werden zudem alles dafür tun das zu verhindern...

Mal sehen, ob es weiter geheime Operationen dort geben wird...

"Auf dem Gelände befindet

"Auf dem Gelände befindet sich außerdem ein Gefängnis, in dem Taliban-Kämpfer, islamistische Extremisten und Terrorverdächtige festgehalten wurden."

->
Auf dem Gelände befindet sich außerdem ein Gefängnis, in dem Taliban-Kämpfer, islamistische Extremisten, Terrorverdächtige und unschuldige Zivilisten ohne anwaltlichen Beistand festgehalten, misshandelt und gefoltert wurden.

Siehe dazu Berichte von AI, BBC, Süddeutsche, Spiegel, uvm.

Gilt als Allgemeinwissen und ist u.a. auch bei Wikipedia zu finden.

Bagram. Eine jener Orte, in denen die "westliche Werte-Gemeinschaft" der örtlichen Bevölkerung "westliche Werte" vermittelt hatte.
So wie in Abu Ghraib.

Wäre dem nicht so, wäre ja nicht so von der "westlichen Wertegemeinschaft" dort so agiert worden.

09:41 von Bernd Kevesligeti

«Nach fast 20 Jahren verlässt die Bundeswehr das Land. Aber das nicht aufgrund von Entscheidungen und des Willens bundesdeutscher Politik. Wäre es nach der gegangen, dann hätte es ein weiter so gegeben.
Nur weil die US-Armee abzieht, zieht auch die Bundeswehr ab.»

Die Strategie der UN-Truppen, die 2001 nach AFG kamen, war von Anfang an so, dass die USA das Hauptkontingent stellen, und für die Luftwaffe zuständig sind.

Warum auch immer man militärisch eingreift, ohne Luftwaffe geht es schon längst nicht mehr nirgendwo. Nicht ohne die, und nicht ohne Schweres Gerät wie Panzer und Geschosse.

Das alles hat die BW nie nach AFG geschafft, das war auch nie Teil der Strategie. Wäre aber was zu hören gewesen von Ihnen, hätte die BW einen autark auf eigene Kräfte gestützen Einsatz in AFG durchführen wollen. Zu so was ist die BW nicht gerüstet. Das muss sie nicht, und das ist auch gut so.

Es konnte kein anderes Vorgehen der BW in AFG geben.
Andere Annahmen sind militärstrategischer Unfug.

um 9:51 von Jim456

>Warten wir auf den neuen Flüchtingsstrom aus Afghanistan...<
- Darauf wird man nicht lange warten müssen. Geheimdienstliche Quellen warnten im Gespräch mit der „Washington Post” Ende Juni, dass die afghanische Regierung in nur sechs Monaten nach dem Abzug des US-Militärs zu Fall kommen könnte. Eigentlich hatte Biden angekündigt , die Truppen bis zum 11. Sept. aus Afghanistan abzuziehen. Später gab es Medienberichte, nach denen der Abzug bereits früher abgeschlossen werden könnte. Erstaunlich, wie hurtig die Kämpfer für Recht und Freiheit, nach 20 Jahren Chaos, ihr "Wirkungsfeld" verlassen.

@ 10:53 von vriegel

Auch ich kenne Leute, die in Afghanistan im Einsatz waren. Die meisten sagen klar, dass militärische Präsenz und Operationen politische Verhandlungen und Perspektiven nicht ersetzen können.
Und einige fragten ganz offen: Warum sind wir nach 9-11 in Afghanistan rein? Die meisten Attentäter kamen aus Saudi-Arabien...

Warum

ist das Schicksal der afghanischen Menschen, die für die NATO-Staaten gearbeitet haben, nicht endgültig geklärt? Eine Schande, sie einfach der Rache der Taliban zu überlassen; schäm dich, NATO.

@schabernack, Zitat: "Warum

@schabernack,
Zitat:
"Warum auch immer man militärisch eingreift, ohne Luftwaffe geht es schon längst nicht mehr nirgendwo. Nicht ohne die, und nicht ohne Schweres Gerät wie Panzer und Geschosse."

Panzer in Afghanistan?
Schon die Sowjetarmee hatte damit letztlich keinen Erfolg - die Panzerwarcks sind übers ganze Land verteilt
Schwere Artillerie?
Es gibt keine Frontlinien - keine "Bunker" u.ä. was man damit beschiessen könnte

all das hätte der BW auch nicht weiter geholfen

Kampfhubschrauber?
aber nicht ohne vorher Aufklärungsdrohnen hinzusenden damit man das Gelände frei von Kämpfern mit tragbarer Raketen-Flak weiss...
..genau das "Zeug" was den Sowjets letztlich ihre militärische Niederlage gebacht hatte -> "Stinger"

all dieser Kram hätte auch nicht die Niederlage verhindern können - denn eine Niederlage ist es dann wenn der militärisch unterlegene Gegner nicht verliert
und
die Taliban konnten nie verlieren - vorallem solange Pakistan hinter ihnen steht -> Koranschulen

10:57 von derkleineBürger

"Bagram. Eine jener Orte, in denen die 'westliche Werte-Gemeinschaft' der örtlichen Bevölkerung 'westliche Werte' vermittelt hatte.
So wie in Abu Ghraib. "

Es ist gar keine Frage, dass westliches Militär in Afghanistan Unrecht begangen hat, und es ist auch keine Frage, dass der Irak-Krieg insgesamt eine militärische Unternehmung unter falscher Begründung war.

Aber einzelne Verbrechen, die in diesen Kriegen begangen wurden, sind - wenn auch längst nicht komplett - aufgearbeitet; dass der zweite Irak-Krieg niemals hätte stattfinden dürfen, hat sich allgemein herumgesprochen, und auch Sie scheinen davon gehört zu haben.

Schon deshalb ist es demagogisch, dass Sie den Westen schlechthin mit Abu Ghraib und sonstwas gleichsetzen. Wenn Sie schließlich das Schlagwort "Werte-Westen" so ins Spiel bringen, als wäre damit irgendetwas gesagt, machen Sie sich selbst unglaubwürdig.

von schabernack 11:03

Geht es jetzt um die Luftwaffe ? Die hat man doch gehabt. Zwar keine deutsche,
aber der Oberst Klein forderte eben die US-Luftwaffe an.

Und was hier deutlich wird: Ohne die Entscheidung von Präsident Biden, wäre die Bundeswehr dort geblieben.

@9:17 von Sisyphos3

„Eine jahrelange Diskussion hierzulande hat nicht dazu geführt
auch nicht die Toten und die entstandenen Kosten dort
die Sinnlosigkeit des Einsatzes ohnehin nicht
Eine Entscheidung des Großen Bruders aus den USA,
schon war die Sache geklärt
Immerhin jetzt weiß man wer unsere Politik mitbestimmt“

Ihre Schlussfolgerung ist schlichtweg falsch: Soldaten, die in Afghanistan eingesetzt waren und mit denen ich befreundet bin, haben mir ausnahmslos berichtet, dass ihr einziger Schutz gegen Angriffe der Taliban durch die US-Truppen erfolgte. Ebenso Rettungsaktionen. Die deutschen Soldaten waren mangels geeigneter Ausrüstung (und vermutlich auch mangels politischem Willen) dazu selbst nicht in der Lage.
M.a.W.: Sie könnten ohne die Amerikaner gewiss noch dort bleiben, wären dann aber innerhalb kürzester Zeit tot.
Nix mit Befehl aus den USA - auch wenn‘s nicht ins Weltbild passt.

Zitat: "Und einige fragten

Zitat:
"Und einige fragten ganz offen: Warum sind wir nach 9-11 in Afghanistan rein? Die meisten Attentäter kamen aus Saudi-Arabien..."
ja die Geschichte "Der Liste" - denn genau das heisst "al kaida" letztlich

3 Länder waren daran beteilgt:
1. Ägypten - die wollten die radikalsten Anhänger der Muslimbrüder loswerden - diese selbst hatten die Absicht eine militärische Ausbildung zu bekommen
2. SaudiArabien - die gaben das Geld für Sold, Ausbildung, Waffen usw. - man war interessiert die Sowjets aus Afghanistan zu bekommen und dort den extremen Islam wieder "einzusetzen"
3. USA - als Organsiator - allen voran die CIA die den pakistanischen Staat nebst dessen Geheimdienst einband
und
als die Sowjets weg waren blieben die "Araber" vor Ort - in ihren Heimatländern waren sie inzwischen gesuchte Radikale
und
begannen nach einer eigenen Agenda zu arbeiten
Nur wer hat sie da hauptsächlich finanziert?
Bestimmt nicht die Taliban - denen die "al kaida" selbst ein Dorn im Auge war -> Ausländer

11:29 von Bernd Kevesligeti

«Und was hier deutlich wird: Ohne die Entscheidung von Präsident Biden, wäre die Bundeswehr dort geblieben.»

Ohne den Abzug der US-Truppen wäre der gesamte Einsatz nun auch nicht beendet worden. Dann wäre auch die BW und Soldaten aus anderen Ländern geblieben, die auch Truppen stellen.

«Geht es jetzt um die Luftwaffe ? Die hat man doch gehabt. Zwar keine deutsche, aber der Oberst Klein forderte eben die US-Luftwaffe an.»

Es geht nicht um die Lutwaffe alleine, sondern um die allgemeine Frage von Strategie, was man denn in Afghanistan will.

„Die radikalislamischen Taliban, die seit Beginn des NATO-Rückzugs wieder auf dem Vormarsch sind, begrüßten den Rückzug. Die Miliz "unterstütze" den Schritt, sagte Taliban-Sprecher Mudschahid“

Die schmählich im Stich gelassene Bevölkerung Afghanistans – ganz besonders Frauen und Mädchen, die jetzt diesem ihnen drohenden Schicksal überlassen werden: zdf.de/politik/auslandsjournal/210630-die-letzten-tage-der-freiheit-100.html
NICHT.

„US- und NATO-Soldaten haben (...) weiter alle Fähigkeiten und Befugnisse (...), um die Truppe zu schützen“

Nur die „eigenen“ Leute zählen. Die Menschen des Landes, in dem diverse Staatsführungen jahrzehntelang ihre Stellvertreterkriege ausgetragen haben dürfen jetzt allein zusehen, wie sie mit den Folgen klarkommen.

„Mit dem Truppenabzug hat jedoch auch die Gewalt in Afghanistan stark zugenommen. Die Friedensgespräche zwischen Taliban und Regierung kommen nicht voran"

Mit Verbrechern für man keine „Friedensgespräche“. Man schützt die Menschen vor ihnen.

11:35 von Egleichhmalf

"Eine Entscheidung des Großen Bruders aus den USA"
Auch Sie werden zustimmen, daß es die USA unter Bush jr. waren, die den "war on terror" nach Afghanistan gebracht haben und es war nicht etwa Afghanistan, das die USA angegriffen haben, sondern die dort verortete Terrororganisation "Al Qaida" unter Bin Laden. Nein, es war nicht die Taliban oder sonst eine Organisation dort, obwohl sie große Sympathie für Bin Laden zeigten.
Deutsche Soldaten waren auch nicht etwa, wie es gemeinhin genannt wird "im Einsatz", sondern als Beatzungstruppen im Krieg, dessen Anfang, Verlauf und Ende durch die USA bestimmt war, allein schon durch deren Militärmacht.
In diesem Krieg starben zahllose Menschen, meistens Zivilisten und darunter Kinder. Die Bevölkerung, besonders auf dem Lande, sieht bis an die Zähne bewaffnete Fremde, die ihre Interessen auch mit Gewalt durchsetzen. Besatzung heißt das. "Mädchenschulen" werden auch deshalb keine Zukunft haben, weil die Besatzer diese erzwungen haben.

Für ExilafghanInnen eine Katastrophe

Seit 40 Jahren herrscht in Afghanistan Krieg. Seither leben viele Menschen aus Afghanistan verstreut in aller Welt. Viele von Ihnen haben sich danach gesehnt, in ihre Heimat zurückkehren zu können, ihre Nachkommen wünschen sich sehr, die Heimat ihrer Familie kennenzulernen.
Unter russischer Herrschaft war das nicht möglich. Die zuletzt stationierten NATO-Kräfte konnten kaum die Bevölkerung geschweige denn Reisende schützen. Taliban, Warlords, rivalisierende Clans samt Milizen haben immer um die Vorherrschaft gekämpft und stellen eine Gefahr für Reisende dar.

Undogmatische Bildung, Mädchenbildung sowieso, war über die Jahre schwierig. Aufgrund dessen leidet das Land seit Jahrzehnten unter der Abwanderung des Humankapitals. Was jetzt kommt, wird eine humanitäre Katastrophe sein: Zugunsten des Ziels zu dominieren, werden rivalisierende Gruppen die Menschen terrorisieren und töten.

Meine afghanischen Freunde haben die Hoffnung, in ihr Land zurückkehren zu können, aufgegeben.

11:26 von Miauzi / @schabernack

«Panzer in Afghanistan?
Schon die Sowjetarmee hatte damit letztlich keinen Erfolg - die Panzerwarcks sind übers ganze Land verteilt
Schwere Artillerie?
Es gibt keine Frontlinien - keine "Bunker" u.ä. was man damit beschiessen könnte.»

Der Einsatz hat 20 Jahre lang angedauert, und er war im Verlauf der Zeit meilenweit davon entfert, immer unter den gleichen militärischen Rahmenbedingungen stattzufinden.

Selbstredend ist es Nonsens, in engen Tälern im Hochgebirge mit Panzern umher zu fahren. Kabul liegt aber nicht im Hochgebirge. Und die Taliban kommen da auch nicht hin, wenn sie immer nur in ihren Verstecken bleiben. Beamen können sie ja nicht.

«… all das hätte der BW auch nicht weiter geholfen.»

Ja was schrieb ich denn wohl?
Ist die BW nicht für gerüstet muss sie nicht, ist auch gut so.

Afghanistan ist das Land der unkontollierbaren Topographie. War es für die Rote Armee der UdSSR, war es für die NATO. Und genau so wird es auch für die Afghanische Armee auf ewig bleiben.

verlassen Haupt-Militärstützpunkt

Gut so.
Damit wir der schwere un dsehr teuere Fehler von SPD-Schröder und grünem Fischer entlich korriegiert.

Nicht beendet wir das Leid der Bürger dort die seit fast 50 Jahren seit dem Einmarach von Russland überfallen worden sind.

Hoffentlich schaffen es jetzt China und Indien dort Ihren guten positven Einfluss durchzusetzen.

11:56 von schabernack

"Es geht nicht um die Lutwaffe alleine, sondern um die allgemeine Frage von Strategie, was man denn in Afghanistan will."
Man kann auch schlicht und doch pathetisch formulieren:
Es geht um Krieg und Frieden!
Es geht um Leben und Tod!

Gewiss, für die deutsche Bevölkerung ist der Krieg weit weg. Das qualvolle Sterben und die entsetzlichen Verstümmelungen als Kriegsfolgen werden uns nicht gezeigt. Hin und wieder hört der Zuschauer im Fernsehsessel, daß einige deutsche Soldaten dem "islamistischen Terror" zum Opfer gefallen sind, was er auch schnell wieder vergißt. Wo sind eigentlich die "Friedensbewegten" geblieben?

Zitat: "Die schmählich im

Zitat:
"Die schmählich im Stich gelassene Bevölkerung Afghanistans – ganz besonders Frauen und Mädchen, die jetzt diesem ihnen drohenden Schicksal überlassen werden: zdf.de/politik/auslandsjournal/210630-die-letzten-tage-der-freiheit-100.html
NICHT."

20 Jahre militärische Besetzung hat in dieser Sache NIX bewirkt - vorallem wenn im NATO-Kontingent Staaten vertreten sind deren konservative Regierungen die Rechte der Frauen nicht besonders "priorisieren"
(mal diplomatisch ausgedrückt)
und solange man Staaten wie SaudiArabien zu engen politischen und wirtschaftlichen Verbpndeten zählt - sehen die Menschen in Afgahnistan das es lediglich Worthülsen sind
Ja - die Rechte von Frauen in Afghanistan sind lediglich Worthülsen - da man an die Hintermänner der Islamischen "Bewegung" nicht heran will - allen voran der pakistanische Geheimdienst (Thema "Koranschulen") und SaudiArabien (Thema "Finanzen" und "Wahabismus")

11:35 von Egleichhmalf @9:17 von Sisyphos3

Danke für Ihre Klarstellung.

Plumper Antiamerikanismus auf Rechtsaußen kommt immer in diesem Forum. Das schlichte Weltbild Gut-Böse, Herr&Diener. Wundert es, dass dann AfD gewählt wird?

Rechtsnationalistischen Forenschreibern komplexe Sachfragen zu erläutern ist ein mühseliges Geschäft. Es lohnt sich aber, um deren anmaßende Selbsterhöhung (und deren fälschliche Annahme sie könnten Diskurse bestimmen) einzudampfen auf das,
was sie sind: Beiträge vom sicheren warmen Ofen aus unter Ausnutzung der auch ihnen zustehenden freien Meinungsäußerung, die ihnen nur in liberalen westlichen Rechtsstaaten garantiert ist.

In Afghanistan sind bei aller Fragwürdigkeit des Einsatzes als solchem vielen Frauen und jungen Mädchen die Chancen einer viel besseren Ausbildung eröffnet worden seit 2002.

Dass solche, nicht nur kleine Erfolgsstories bei frauenfeindlichen, homophoben deutschen Rechtsradikalen nichts Wert sind, ist bekannt.

Und da schließt sich der Kreis: Fundamentalisten dort & hier.

Eine Schande, sie

von Grayhawk @
In jeden verlorenen Krieg werden die Kollaborateure oder Unterstützer der Besatzungstruppen zur Verantwortung gezogen. Sie hätten aus der Geschichte des zweiten Weltkriegs erkennen können was passieren kann.

Noch nie haben westlich Truppen in andern Ländern dauerhafte Erfolge erzielt das müsste auch jedem dort klar gewesen sein.

Von Korea, Vietnam über Irak, oder dem Arabischen Frühling.

von schabernack 11:56

Und was ist jetzt ? Eine Niederlage für diejenigen, die sich wohl zu große Schuhe anziehen. Und jetzt abziehen mussten....

12:15 von bolligru

«Gewiss, für die deutsche Bevölkerung ist der Krieg weit weg. Das qualvolle Sterben und die entsetzlichen Verstümmelungen als Kriegsfolgen werden uns nicht gezeigt. Hin und wieder hört der Zuschauer im Fernsehsessel, daß einige deutsche Soldaten dem "islamistischen Terror" zum Opfer gefallen sind, was er auch schnell wieder vergißt. Wo sind eigentlich die "Friedensbewegten" geblieben?»

Die Anzahl von Afghanen, die durch Bombenattentate, durch Suizidgranaten, durch alle möglichen anderen Arten von Überfällen und Terror durch die Taliban starben und sterben, ist um ein hohes Vielfaches höher, als alle Soldaten aus allen NATO-Ländern zusammen genommen.

12:13 von werner1955

«Hoffentlich schaffen es jetzt China und Indien dort Ihren guten positven Einfluss durchzusetzen.»

Die Taliban mögen atheistischen Einfluss aus China, oder hinduistischen aus Indien nicht für einen Tropfen mehr als den der westlichen Staaten aus den NATO-Ländern.

Mit Terroristen und Barbaren kann man nicht verhandeln.
Sie werden niemals verlässliche Partner sein.

12:00 von Nettie

Die schmählich im Stich gelassene Bevölkerung Afghanistans – ganz besonders Frauen und Mädchen,
.
ist das nicht ne Nummer zu theatralisch
die werden leben wie sie es gewohnt sind
und wenn sie unzufrieden sind
werden sie das ändern ...

Denke

Das wir uns daran gewöhnen müssen das nicht überall in allen Ländern dieser Welt die Demokratie vorhanden sein wird.
Kann mich noch daran erinnern das eine Frau weniger Wert ist als ein Hund, denke das es auch so wieder sein wird.
Man braucht ja nur in das Nachbarland Pakistan schauen die die Taliban zu 100% unterstützen.

Der Sprecher der Taliban

Sabihullah Mudschahid sagte:
Der Anzug würde dazu führen,dass die Afghanen wieder selbst über ihre Zukunft bestimmen werden.
Was er damit meinte:
War wohl,jetzt können bald die Taliban wieder über die Zukunft der Afghanen bestimmen.

Vor 1979

War Afghanistan ein Land,irgendwo am Ende der Welt.
Wahrscheinlich wussten viele gar nicht so genau,wo sie überhaupt schauen müssen,wenn sie es auf der Landkarte suchen müssten.
Angefangen hat das ganze 1979 mit dem Einmarsch der Sowjets und seitdem ist es ein Problem ohne Ende.
Eigentlich wurde hier nur geostrategischer Mist gebaut.
Leidtragende sind immer die Menschen vor Ort.

Das Ganze hat etwas von Saigon 1975

Damals, mit der „Operation Frequent Wind“ flüchteten die Amerikaner mehr oder weniger überstürzt aus Saigon, kurz vor Einnahme der Stadt durch den Vietkong.

Diesmal ist der Rückzug etwas geordneter. Doch die Situation hat viele Parallelen.

Für Russland war der Afghanistan Krieg traumatisch

Auch für den Westen dürfte Afghanistan als Unruheherd erhalten bleiben.

Die Aussage der Bundesregierung „man habe durch den Einsatz 20 Jahre lang eine Wiederholung eines Anschlags wie am 11. September verhindert“ klingt ein wenig wie das Pfeifen im Wald.

Eine gescheiterte Mission wie die in Mali!

Was war das Ziel der Mission in Afghanistan? Den islamischen Terrorismus wird man nicht militärisch bekämpfen können.
Ich sehe nicht ein, warum wir das Leben und Gesundheit deutscher Soldaten - von den Kosten ganz zu schweigen - in einem 'failed state' wie Afghanistan oder Mali riskieren und opfern sollen.

Dass das Ziel der Mission der Friedenssicherung in Afghanistan genauso gescheitert ist, wie diese Mission in Mali scheitern wird, ist vorgezeichnet und hängt auch damit zusammen, dass man in naiv-gutmenschlicher Sicht der Dinge die Fakten der kulturellen Vorprägung und Sozialisation (Islam) der Menschen in diesen Ländern mal wieder nicht zur Kenntnis nehmen möchte.

Das ist aber der Dreh- und Angelpunkt und ist die Ursache dafür, dass die Afghanistan-Mission im Großen und Ganzen gescheitert ist!

10:22 von Heidemarie Bayer

>>>@Jim456
Auch wenn viele meinen, wir würden als NATO-MITGLIED zu wenig tun (ich persönlich kann es nicht beurteilen), haben wir absolut nichts weder in Mali noch in Afghanistan zu suchen.
NATO-Mitglied zu sein bedeutet, daß man ein anderes NATO-Mitglied militärisch unterstützt, wenn es angegriffen wird und nicht, daß man weltweit militärisch unterwegs ist.
Und ansonsten ist die deutsche Bundeswehr eine reine Verteidigungsarmee.<<<

Die BW ist in Mali im Rahmen einer UN-Mission und nicht als NATO-Truppe.

Steuergelder

Einfach nur Geldverschwendung das Ganze. Zum Glück wird die Mission endlich beendet.

@SinnUndVerstand um 11:09

Sie fragen „Und einige fragten ganz offen: Warum sind wir nach 9-11 in Afghanistan rein? Die meisten Attentäter kamen aus Saudi-Arabien...“

Wo sucht und bekämpft man denn die Attentäter, selbst wenn sie aus Saudi-Arabien stammen? Dort, wo sie Unterschlupf finden - und das war in Afghanistan (und Pakistan). Ist die Frage beantwortet?

10:53 von Bender Rodriguez

>>>Heidemarie

"Und ansonsten ist die deutsche Bundeswehr eine reine Verteidigungsarmee."

Seit Nethajahu wissen wir aber, das man sich auch präventiv verteidigen kann.

Wer weiß, was Mali sonst mit uns gemacht hätte?<<<

Bender, denken Sie bitte nach bevor Sie schreiben. Das könnte nicht schaden.

@ SinnundVerstand

"Die meisten Attentäter kamen aus Saudi-Arabien..."

... und versteckten sich in Pakistan. Da ist es doch total sinnvoll und verständlich, dass man Afghanistan angreift.

um 11:09 von SinnUndVerstand

> Und einige fragten ganz offen: Warum sind wir nach 9-11 in Afghanistan rein? Die meisten Attentäter kamen aus Saudi-Arabien...<
- Ich denke, weil Saudi-Arabien als Staat stark genug war, mit dem Terrornest selbst fertig zu werden. Bin Laden hat sich nach Afghanistan abgesetzt, Talibans, vom internationalen Terrorismus finanziell und militärisch unterstützt, wurden immer stärker; das Land mit vielen Bergen bietet reichlich Schutz und Möglichkeiten, sich und die Waffen zu verstecken und von da aus zu agieren.

/// Am 02. Juli 2021 um 12:00

///
Am 02. Juli 2021 um 12:00 von Nettie
Die Politik lässt Menschen feige und verantwortungslos im Stich
.....
Die schmählich im Stich gelassene Bevölkerung Afghanistans.....///
.
Das sehe ich nicht so. Afghanistan genoß 20 Jahre lang militärische und finanzielle Protektion. Da hätte die Regierung viel daraus machen können, z.B. eine eigene schlagkräftige Armee aufzubauen. Stattdessen werden jetzt Zivilisten bewaffnet....

@ um 10:53 von Tremiro

„Bildung für Mädchen/Frauen ist für Sie nichts Brauchbares?“
Doch, selbstverständlich.
Aber nach 20 Jahren Bildung für Mädchen, die wahrscheinlich auch in Afghanistan die besser Schüler sind, als Jungen, ist über besonders hervorzuhebende, gebildete Mädchen/Frauen aus Afghanistan noch nichts bekannt geworden. Keine Nobelpreisträgerin zB.
Möglicherweise wäre auf diesem Sektor noch sehr viel zu tun.
Das aber wird nun nicht mehr stattfinden, da die Taliban bekanntlich andere Pläne für Mädchen haben und diese bald auch umsetzen werden.
Mit wesentlich weniger Geld und wesentlich weniger Todesopfern hätte Afghanistan wahrscheinlich den Zustand, der Ende des Jahres herrschen wird, auch schon vor 20 oder gar 40 Jahren erreicht haben können.
Außer Spesen, unzähligen Toten, ein völlig ruiniertes und kaputtgeschlagenes Land und ein paar mehr Millionäre unter den Politikern, ist also nichts gewesen. Das Rauschgiftgeschäft soll allerdings besser laufen, als vor dem Krieg.
Alle Achtung.

um 11:27 von Poliós " Aber

um 11:27 von Poliós
"
Aber einzelne Verbrechen, die in diesen Kriegen begangen wurden[...]

Schon deshalb ist es demagogisch, dass Sie den Westen schlechthin mit Abu Ghraib und sonstwas gleichsetzen. Wenn Sie schließlich das Schlagwort "Werte-Westen" so ins Spiel bringen, als wäre damit irgendetwas gesagt, machen Sie sich selbst unglaubwürdig.
"
Demagogie ist, was Sie hier betreiben.
1. Von" Werte-Gemeinschaft" und "Werte", die man nach Afghanistan gebracht hätte, ist nicht meine Wortwahl, sondern von denen, die z. B. in Bagram misshandelt und gefoltert haben.

2. Wir sprechen nicht über einzelne Verbrechen von Individuen, die für solche Taten von der "Werte-Gemeinschaft" bestraft werden, sondern von Verbrechen, die systematisch im kollektiv staatlich angeordnet wurden. Und die Verantwortlichen wurden & werden noch heute geschützt. Von dieser "Werte-Gemeinschaft".
3.
Wo treten gelebte Werte besonders zu Tage?
Beim "Namen-Tanzen"? Nö. Beim Umgang mit (vermeintlichen) Gegnern.

12:28 von Bernd Kevesligeti

«Und was ist jetzt ? Eine Niederlage für diejenigen, die sich wohl zu große Schuhe anziehen. Und jetzt abziehen mussten....»

Nun ist erst mal "Machtvakuum" in Aghanistan. Die Taliban wittern Morgenluft, und das ist schon seit lägerem so, seit der Abzugstermin 11.09.2021 bekannt war.

Die Taliban werden noch weiger verlässlich in Verhandlugen, obwohl weniger als gar nichts eigentlich unmöglich ist. Deren Militäraktionen gegen die Regierung werden mehr, und der Terror gegen die Zivilbevölkerung wird nicht weniger. Very bad times for Afghanistan to come.

Vor allem für die Frauen im Land. Selbst die kleinsten der kleinen Fortschritte stehen auf dem Spiel. Mädchen und Frauen, die Marathon laufen, Fußball spielen, oder Skateboard fahren. Skateboard-Altmeister und Guru "Titus Dittmann" aus DEU war seit Jahren regelmäßig in AFG.

Völlig unklar, was wird. Maybe faded and gone. Who knows.

Dies und anders Ähnliches sind Fragen von Wichtigkeit.
Und nicht Gejammer Anti-Bundeswehreinsatz !

12:24 von esgehtauchanders

Das schlichte Weltbild Gut-Böse, Herr&Diener.
.
genau das glaube ich in ihren Beiträgen zu erkennen !

auch durch die ansich recht armselige Bemerkung " dass dann AfD gewählt wird?"

Leider sehe ich

nach dem Abzug aller Ausländische Soldaten ein wieder erstarken der Taliban.Dann geht es wieder zurück ins Mittelalter.Zu bedauern sind die Frauen die dann keine Rechte mehr haben.

Alle Anzeichen von verlorenen Krieg beisammen

Nun sind unsere Soldaten alle wieder zu Hause und die Helfershelfer samt ihren Familien kommen über kurz oder lang hinterher. Ich bin etwas älter, erinnere mich wie der Westen in den 80'zigern Waffen an die Taliban lieferte. Niemanden interessierte das in dieser Zeit Mädchen zur Schule gehen konnten. Es waren Stinger Raketen die dem
sowjetischen Militär große Verluste bereiteten. Rambo bekam auch eine Folge im gemeinsamen Kampf mit den Taliban. Warum schreibe ich das? Es zeigt die Heuchelei unserer Politik, mancher meinte Deutschland wird am Hindukusch verteidigt. Gott hab ihn selig. Jetzt ziehen wir ab, hatten auf allen Seiten Opfer, zerstörte Leben, traumatisierte Soldaten und enorme Kosten. Ich denke wir lernen leider nichts daraus. Mit der jetzigen Regierung wären wir wahrscheinlich auch noch im Irak. Überall geht es den Leuten nach unserer Hilfe schlechter.

@Naturfreund 064 Zitat: "Was

@Naturfreund 064
Zitat:
"Was er damit meinte:
War wohl,jetzt können bald die Taliban wieder über die Zukunft der Afghanen bestimmen."

was Menschen wie Sie immer ignorieren:
Im Gegensatz zu "al kaida" - deren Kämpfer/Anhänger im weitesten Sinnen -> Araber sind - kommen die Taliban aus -> Afghanistan
ja - es sind alles Afghanen - die wohnen in den Provinzen in denen sie kämpfen

was auf einem ganz anderen Blatt steht -> sie sind radikale Moslems

nur das waren auch die "Stammeskrieger" die gegen die Sowjetarmee in den 80er gekämpft haben - vielleicht nicht ganz so extrem wie die heutigen Taliban oder damals die von der CIA ausgebildeten "Araber" von "al kaida"

die Afghanen nennen die Leute von "al kaida" zwar -> Araber
in der Mehrzahl waren/sind es jedoch Ägypter - die radikalsten Anhänger des Moslembrüder

auf jeden Fall sind sie Ausländer die nicht in Afghanistan verwurzelt sind

Das war eine teure Fehlentscheidung.

Der Afghanistan Einsatz war eine richtig teure Fehlentscheidung.
Statt nach dem 11. September in Ruhe zu überlegen, wie man am besten auf dieses Attentat reagiert, wurde kurzerhand einem Land der Krieg erklärt, bzw. dieses Land überfallen.
Da frage ich mich, ob die Politik nichts aus dem 1. Weltkrieg gelernt hat. Auch damals wurde wegen eines Attentats ein Krieg begonnen. Wie es für diejenigen ausging, die den Krieg begannen ist bekannt.

Wozu haben die Länder eigentlich Geheimdienste? Das wäre doch im Falle des 9. 11. eine Aufgabe des CIA gewesen, die Hintermänner aufzuspüren und festzusetzen.

um 12:38 von Sisyphos3

>>>12:00 von Nettie
Die schmählich im Stich gelassene Bevölkerung Afghanistans – ganz besonders Frauen und Mädchen,
.
ist das nicht ne Nummer zu theatralisch
die werden leben wie sie es gewohnt sind
und wenn sie unzufrieden sind
werden sie das ändern ...<<<

Wenn Ihnen etwas stinkt, haben Sie immerhin die Chance, uns hier mit Ihren geistreichen Beiträgen zu erfreuen. Welche Chancen und Möglichkeiten messen Sie aber den Frauen und Mädchen in Afghanistan bei, an ihrer Lebenssituation etwas zu ändern. Wo können die dann ihre berechtigten Sorgen und Nöte zu Gehör bringen ? Welche konstruktiven Vorschlägen, neben den üblichen Plattitüden, haben Sie in petto?

12:38 von Sisyphos3

"12:00 von Nettie

Die schmählich im Stich gelassene Bevölkerung Afghanistans – ganz besonders Frauen und Mädchen,
.
ist das nicht ne Nummer zu theatralisch
die werden leben wie sie es gewohnt sind
und wenn sie unzufrieden sind
werden sie das ändern ..."

.,.,.,

Menschenfeindlicher kann man nicht antworten.

Das ist absolut das Widerlichste, was ich je in diesem Forum gelesen habe.

12:38 von Sisyphos3

"Die schmählich im Stich gelassene Bevölkerung Afghanistans – ganz besonders Frauen und Mädchen,
.
ist das nicht ne Nummer zu theatralisch
die werden leben wie sie es gewohnt sind
und wenn sie unzufrieden sind
werden sie das ändern ..."

Das ist eine Äußerung von der - bei allem Respekt - niederträchtigsten Sorte. Einem Menschen, der so etwas schreibt, mag ich ziemlich altmodisch erscheinen; aber ich erlaube mir, etwas auf Mitgefühl und Menschenrechte zu halten. Es wäre schon viel gewonnen, wenn niemand mehr dieses Forum missbrauchen würde, um solche Sätze in die Welt zu posaunen.

Bleibt die Minimalhoffnung, dass ganz schnell vergessen wird, was Sie da abgesondert haben.

12:38 von Michael O

"Denke

Das wir uns daran gewöhnen müssen das nicht überall in allen Ländern dieser Welt die Demokratie vorhanden sein wird."

,.,.,

Wieso wollen Sie sich denn daran gewöhnen?
Wer zwingt Sie dazu?

Unsere gesamte Historie ist ein Beweis und Beleg dafür, dass alles Schändliche, das man Menschen angetan hat und heute NICHT mehr antut:

Ergebnis davon ist, dass Bürger sich NICHT daran gewöhnt haben, sondern es abgeschafft haben.

Eigentlich sind Sie doch lebendiger Zeuge davon, dass auch in Deutschland gewisse Greueltaten nicht mehr erlaubt sind, auch nicht mehr vertuscht werden dürfen.

13:59 von Miauzi

«Im Gegensatz zu "al kaida" - deren Kämpfer/Anhänger im weitesten Sinnen -> Araber sind - kommen die Taliban aus -> Afghanistan
ja - es sind alles Afghanen - die wohnen in den Provinzen in denen sie kämpfen.»

Und es ist so was von Mumpe, welche Nationalität Terroristen und Barbaren haben !

Vielleicht freuen sich die Afghanen auf die Taliban?

@ 02. Juli 2021 um 13:56 von schiebaer45
„Leider sehe ich
nach dem Abzug aller Ausländische Soldaten ein wieder erstarken der Taliban.Dann geht es wieder zurück ins Mittelalter.Zu bedauern sind die Frauen die dann keine Rechte mehr haben.“

Völlig klar, die Taliban werden die Macht übernehmen . Aber die Afghanen hatten zwanzig Jahre Zeit sich auf die Seite der westlichen Truppen zu stellen. Das haben sie in ihrer großen Mehrheit nicht gemacht. Insofern bleibt die Frage erlaubt, warum wir nicht schon viel eher abgezogen sind und ob die Mehrheit der Afghanen ein solches Regime vielleicht als ganz positiv findet.

Zwei einfache Fragen

Zitat: Die Anschläge von 9/11 waren der Auslöser der US-Militärinvasion.

Wieviel Afghanen waren an den Anschlägen von 9/11 beteiligt?

Wieviel Afghanen sind durch den Militäreinsatz der NATO getötet worden?

Was mir in Erinnerung bleiben wird

Vom deutschen Einsatz ist der von Deutschen angeforderte, von den USA ausgeführte erschütternde verheerende Angriff auf einen geplünderten Benzintanklaster der zahllose Opfer unter der Zivilbevölkerung forderte, darunter viele Kinder.

13:57 von Jürgen M

"Ich bin etwas älter, erinnere mich wie der Westen in den 80'zigern Waffen an die Taliban lieferte."

Da war das ganze Älterwerden umsonst. In den 80er Jahren gab es keine Taliban.

"Niemanden interessierte das in dieser Zeit Mädchen zur Schule gehen konnten."

Ohne Gleichberechtigung und Bildung hätte in Afghanistan ein "Aufbau des Sozialismus" natürlich nicht stattfinden können. Dieses Projekt ging aber nicht nur wegen der Stinger-Raketen in die Hose. Die haben allerdings die sowjetische Niederlage deutlich beschleunigt.

"Es zeigt die Heuchelei unserer Politik. "

Sie bemühen sich anscheinend, Ihren Unmut darüber zum Ausdruck zu bringen, dass westliches Militär Kräfte bekämpfte, die es vorher selbst genährt hatte. Gewiss - da liegt ein großes Problem. Aber was das mit "Heuchelei" zu tun haben soll, dürfte Ihr Geheimnis bleiben.

um 13:54 von

um 13:54 von schabernack:
"
Nun ist erst mal "Machtvakuum" in Aghanistan.
"

-> Wenn Besatzer aufhören gewaltsam Macht auszuüben & wegen Kosten-Nutzen-Rechnung abziehen, kommt das durchaus mal vor. Sowas ist nicht das 1. Mal.

"Deren Militäraktionen gegen die Regierung werden mehr, und der Terror gegen die Zivilbevölkerung wird nicht weniger.
"

Also aktuell ist es so, dass die Taliban gewaltfrei ganze Distrikte einnehmen.
Zu tausenden legen afgh. Soldaten die Waffen nieder.
Warum?
Werden die Taliban vor Ort weniger als Gegner gesehen, als hier?
Soldaten haben die Wahl:
Entweder überlaufen, oder nach Hause zur Familie gehen (Zivilist sein). Die bringen die nicht in (Folter-)Gefängnisse.

& die schiitische Minderheit darf auch unter Talibankontrolle nach eigenen Regeln leben. (Frage ist, ob das in Zukunft so bleibt)

Hochzeitsgesellschaften haben die Taliban auch noch nicht "weggedrohnt". Dafür laden die sich selbst als Gäste ein & der Gastgeber als Leidtragender hat aufzutischen

Ursache und Folgen?

Zitat: "Die Anschläge von 9/11 waren der Auslöser der US-Militärinvasion."

Die Mehrzahl der Attentäter von 9/11 kamen aus Saudi-Arabien, kein einziger aus Afghanistan.

Warum gab es keinen Militäreinsatz der NATO in Saudi-Arabien?

Darstellung: