Kommentare - Mehr als 22 Jahre Haft für Chauvin: "Das sollte die Norm sein"

26. Juni 2021 - 08:26 Uhr

Nun steht das Strafmaß fest: Der Ex-Polizist Chauvin muss wegen der Tötung von George Floyd für mehr als 22 Jahre in Gefängnis. Der Anwalt der Familie des Opfers sprach von einem möglichen Wendepunkt. Von Torsten Teichmann.

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Kommentare

Eine harte Bestrafung

War zu erwarten.
Insbesondere auch um große Teile der öffentlichen Meinung zufrieden zu stellen.

Ich persönlich hatte jedoch nicht den Eindruck, das Vorsatz vorlag.
Sondern eher sehr grobe Fahrlässigkeit.

Aber sei’s drum.
Das Urteil ist nun da und der Täter muss Jahrzehnte n der Hölle amerikanischer Zuchthäuser verbringen.

Das er ein ehemaliger Polizist ist, wird ihm die Sache dort noch schwerer machen.

Es wird interessant sein zu sehen, wie die noch verbleibenden Polizisten reagieren.

Wäre ich US Polizist würde ich mich bei jedem Einsatz fragen, ob man einen schwarzen Straftäter nicht eher laufen lässt.
Um nicht zu schnell am Pranger oder gar im Knast zu landen.

Ich persönlich nehme stark an, das sich die Sicherheitslage in ärmeren Vierteln amerikanischer Städte bald akut verschlimmern wird.

Mal abwarten, was man sich dann einfallen lässt in den USA.

Das Dilemma

Wäre ich Polizist in den USA, würde ich mir einen anderen Job suchen. Denn es ist ein Dilemma: Auf frischer Tat erwischt, kann ein Rechtsbrecher in vielen Fällen nur durch Gewaltanwendung gestoppt werden. Handelt es sich allerdings um einen Schwarzen, steht der (weiße) Polizist mit einem Bein im Gefängnis.

Ein angemessenes Urteil.

Angesichts der bekannten Videoaufnahmen und der zahlreichen direkten Beobachter, die Zeugen des widerlichen Vorgangs waren, hat Richter Cahill aus meiner Sicht ein angemessenes Urteil gesprochen.

G. Floyd macht das zwar nicht wieder lebendig, doch wird es dazu beitragen, dass sich seine Angehörigen etwas besser mit seinem Tod abfinden können.

Die Frage, was Chauvin eigentlich dabei gedacht hat, während er G. Floyd trotz seiner Bitte, ihm Luft zum atmen zu lassen, weiterhin das Knie auf den Hals drückte, hat er wohl nicht beantwortet.

Aber was sollte er auch sagen?

rer Truman Welt

Ich halte das Urteil für sehr angemessen, wenn es auch so umgesetzt wird. Ich halte die Wahrscheinlichkeit für nicht gering, daß Chauvin vielleicht schon nach dem Verbüssen weniger Jahre begnadigt wird. Dann wäre die Strafe nämlich sehr unangemessen. Mich würde nicht wundern, wenn Trump sich nicht dieser Absicht bedienen würde, anzukündigen, diese Ungerechtigkeit sofort durch eine Begnadigung zu korrigieren, wenn er wieder Präsident ist.
Wetten daß?

@ Autochon, um 08:44

Bemerkenswert, Ihr verbrämtes Unverständnis über das Urteil.

Wäre ich Polizist, und hätte mit 2 weiteren Kollegen einen mutmaßlichen Betrüger, der beim Bezahlen mit einem möglicherweise gefälschten 20 Dollar Schein erwischt wurde, auf dem Boden liegen, hätte ich ihm Handschellen angelegt und, wenn nötig, zu dritt abgeführt.

Ganz gewiss hätte ich keine minutenlange Schowveranstaltung nach der erfolgten Festnahme gemacht, wie das der Polizist getan hat.

Dass Sie, lieber User Louis2013, den Polizisten fast bedauern, wundert mich überhaupt nicht, die Verdrehung von Täter zu Opfer kennt man hier ja hinlänglich.

Unglaublich! @ 08:58 von Louis2013

>>>...Auf frischer Tat erwischt, kann ein Rechtsbrecher in vielen Fällen nur durch Gewaltanwendung gestoppt werden. Handelt es sich allerdings um einen Schwarzen, steht der (weiße) Polizist mit einem Bein im Gefängnis.>>>

Sie kennen wohl das Video nicht, der verstorbene Mann, flehte verzweifelt um sein Leben, er wehrte sich nicht weiter!

Und egal welche Hautfarbe der Verstorbene hatte, der Polizist quälte u drangsalierte den Mann mit Absicht bis in den Tod!
Ohne das schreckliche Video, wäre der Polizist wohl davongekommen.

„Wäre ich US Polizist würde

„Wäre ich US Polizist würde ich mich bei jedem Einsatz fragen, ob man einen schwarzen Straftäter nicht eher laufen lässt.
Um nicht zu schnell am Pranger oder gar im Knast zu landen.“

Als Polizist ist man immer auf der sicheren Seite, wenn man zu jeder Zeit verhältnismäßig handelt.
Und wenn ich Personen verhafte, bin ich sehr gewissenhaft für ihn zuständig.
Der lagebedingte Erstickungstod ist jedem Polizeibeamten von der Ausbildung her bekannt. Und in diesem Fall hätte es völlig ausgereicht, dem Herrn Floyd Handschellen anzulegen und ihn mit dem Rücken an den Streifenwagen zu setzen. Genug Man-Power seitens der Polizei war vor Ort, um der Situation verhältnismäßiger gerecht zu werden

Am 26. Juni 2021 um 08:58 von Louis2013

Die Anwendung staatlicher Gewalt und das, was dort passiert ist, sind wohl zwei Paar Schuhe.

Auch Polizisten müssen angemessen handeln.

Wenn das zuviel verlangt ist, dann muss man eben Fensterputzer werden.

Der Preis...

"Am 26. Juni 2021 um 08:58 von Louis2013
Das Dilemma
Wäre ich Polizist in den USA, würde ich mir einen anderen Job suchen. Denn es ist ein Dilemma: Auf frischer Tat erwischt, kann ein Rechtsbrecher in vielen Fällen nur durch Gewaltanwendung gestoppt werden. Handelt es sich allerdings um einen Schwarzen, steht der (weiße) Polizist mit einem Bein im Gefängnis."

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...für den schlechtesten Versuch einen Totschlag/ Mord zu verharmlosen und die Realität gegenteilig darzustellen, geht an Louis2013.

Ich bin ja immer froh, wenn die Versuche von rechtsaußen, das Gift ihrer Ideologie zu versprühen, so unheimlich schlecht dargestellt werden wie es bei Ihnen hier der Fall ist.

Verurteilung

Also der ehemalige Polizist wurde in einem Strafverfahren zu 22,5 Jahren Haft verurteilt. Wozu waren nochmal die riots mit den vielen Toten gut? Hätte es das gebraucht?

Grüße

08:44 von Autochon

"Ich persönlich hatte jedoch nicht den Eindruck, das Vorsatz vorlag.
Sondern eher sehr grobe Fahrlässigkeit."

,.,.,

Sie meinen, dass der Polizist gar nicht gemerkt hat, dass er aus Versehen sein Knie am Hals des Mannes hatte, und das sehr lange?

Und dass er aus Versehen auch schwerhörig war und nicht hörte, dass der Mann sagte, er könne nicht atmen?

Schon befremdliche Rechtfertigung eines Mordes.

Ganz knapp...

...hinter Louis2013 reiht sich auch schon "Autochen" ein.

Ich war lange Polizist auf der Straße und das nicht hinterm Mond.

Wäre ich US Polizist, würde ich mich das, was Sie sich fragen würden, bei keinem Einsatz fragen. Ich würde aber auch niemandem minutenlang mein Knie auf den Hals drücken. Es mag sein, dass wir bei diesen beiden Dingen unterschiedlich denken. Ich hoffe für Sie und die Gesellschaft, dass das nicht tatsächlich der Fall ist und Sie einfach nur provozieren möchten.

Das sollte die Norm sein"

Leider nicht bei uns.
Selbst schwerste Verbrecher werden oft schon noch 15 Jahren freigelassen oder werden wegen Alkohol oder Drogenkonsum viel mielder bestraft.

Ich mache mir jetzt viel sorgen um die Sicherheitskräfte. Viele werden nicht mehr intensiv gegen Verbrecher vorgehen, weil Sie jetzt Angst haben. Kein gutes Urteil.

09:17 von Carina F

„ Und egal welche Hautfarbe der Verstorbene hatte, der Polizist quälte u drangsalierte den Mann mit Absicht bis in den Tod!“

Das hat nichtmal das Gericht festgestellt. Das ist ihre Meinung.

"Ferguson"-Effekt als Folge dieses Urteils?

Dass Mr. Chauvin falsch gehandelt hatte, auch wenn der sog. "Neck-Hold" eine zulässige Polizeipraxis im Staat Minnesota ist, dafür gibt es Anhaltspunkte.

Dennoch halte ich mittel-/langfristige Folgen dieses Urteils für bedenkenswert.

Wenn Polizisten, die unsere Ordnung und Sicherheit jeden Tag mit ihrem Leben verteidigen, bei ähnlichen Fällen mit derartigen Verfahren rechnen müssen, wird dazu führen, dass Polizisten gerade in von Minderheiten bewohnten Vierteln mit viel Kriminalität, tendentiell sich von Konfrontationen mit Kriminellen zurückziehen und damit Kriminelle Aufwind erlangen und mehr Straftaten verübt werden.

Dies ist ein Effekt, der bereits "Ferguson"-Effekt genannt wird und nach dem Prozess um den getöteten Schwarzen Michael Brown 2014 bereits empirisch nachgewiesen wurde, und auch nach den "glorreichen" Justizrefomen aus dem rot-rot-grünen Berlin zu erwarten sind.

Dilemma

26. Juni 2021 um 08:58 von Louis2013

"Denn es ist ein Dilemma: Auf frischer Tat erwischt, kann ein Rechtsbrecher in vielen Fällen nur durch Gewaltanwendung gestoppt werden." - Ja, das ist wirklich ein schlimmes Dilemma. Da hat man zusammen mit zwei Kollegen einen unbewaffneten mutmaßlichen Straftäter auf den Boden niedergedrückt, und weiß minutenlang gar nicht so recht, was man nun tun soll. Finaler Rettungsschuß? Oder doch lieber Ersticken? Dass man als weißer Polizist mit einem Bein im Gefängnis ist, wenn man einen Schwarzen tötet, ist auch klar. Ständig hört man, wie weiße Polizisten in's Gefängnis kommen, weil Sie wieder einmal einem Schwarzen in den Rücken geschossen haben. Mein lieber Louis2013, das einzig Vernünftige an ihrem Beitrag ist, dass Sie sich einen anderen Job suchen sollten, wenn Sie Polizist (egal wo) wären!

@ Autochon 08:44 & Louis2013 08:58

"Richter Peter Cahill erklärte, das Strafmaß werde nicht auf Basis von Emotionen oder Sympathien festgesetzt." heißt es im Bericht. Sie beide tun so, als werde ein Polizist verurteilt, der lediglich seinen Job gemacht hätte.
'I can't breathe' über mehr als 8 Minuten.
4 Polizisten waren zugehen.
Floyd wurde nicht nach einem Kapitalverbrechen auf frischer Tat ertappt, es ging um die Frage, ob er möglicherweise mit einem falschen Dollarschein gezahlt hat.
Floyd hatte bereits Handschellen, saß bereits im Polizeiwagen und wurde dann von den Polizisten wieder herausgezerrt.

Und Sie beide halten es angesichts des Urteils für angemessen zu schreiben, Sie würden sich nun "bei jedem Einsatz fragen, ob man einen schwarzen Straftäter nicht eher laufen lässt.
Um nicht zu schnell am Pranger oder gar im Knast zu landen."
bzw.
"Handelt es sich allerdings um einen Schwarzen, steht der (weiße) Polizist mit einem Bein im Gefängnis."
Das verkennt die Tat und kommt einer Viktimisierung des Täters nahe.

Gut so.

Im Großen und Ganzen ein meiner Ansicht nach angemessenes und gerechtes Urteil.

Auch ich sehe allerdings die Gefahr, dass es möglicherweise ein "Einzelurteil" bleibt und in anderen Fällen weniger genau hingeguckt wird (wie die Debatte derzeit läuft, mittelfristig vor allem in Fällen, in denen nichtschwarze oder als nichtschwarz empfundene "Ethnien" als Opfer betroffen sind).

Außerdem zeigt der Fall (auch für Deutschland):

Wann immer die Staatsmacht auftaucht: Filmen, filmen, filmen!!

Ohne die Beweisvideos vom Tatort wäre der Täter ein freier Mann, davon bin ich überzeugt.

@autochon, 08:44

Wäre ich US Polizist würde ich mich bei jedem Einsatz fragen, ob man einen schwarzen Straftäter nicht eher laufen lässt.

Sehr eigentümliche Sichtweise.

Zwischen "laufenlassen" und "erwürgen" gibt es ja doch noch die eine oder andere Nuance...

Die Norm sollten gut

ausgebildete, gut bezahlte Politisten sein, die solche Taten erst gar nicht verüben. Weder in den USA noch sonstwo auf der Welt ( Hallo Frankfurt am Main)
Das Urteil ist wahrscheinlich angemessen, die Form des Bericht darüber eher nicht.

09:19 von berelsbub

<< „Wäre ich US Polizist würde ich mich bei jedem Einsatz fragen, ob man einen schwarzen Straftäter nicht eher laufen lässt.
Um nicht zu schnell am Pranger oder gar im Knast zu landen.“

Als Polizist ist man immer auf der sicheren Seite, wenn man zu jeder Zeit verhältnismäßig handelt.
Und wenn ich Personen verhafte, bin ich sehr gewissenhaft für ihn zuständig.
Der lagebedingte Erstickungstod ist jedem Polizeibeamten von der Ausbildung her bekannt. Und in diesem Fall hätte es völlig ausgereicht, dem Herrn Floyd Handschellen anzulegen und ihn mit dem Rücken an den Streifenwagen zu setzen. Genug Man-Power seitens der Polizei war vor Ort, um der Situation verhältnismäßiger gerecht zu werden<<

.-

Sehr gute, sachliche und vor allem unparteiische Antwort.

Sie lassen sich gar nicht erst auf Ihre Vorredner ein, die bei dem Urteil Rassismus unterstellen.

Und dabei vergessen, dass - falls Rassismus das Strafmaß beeinträchtigt hätte -, der Polizist eine viele geringere Strafe erhalten hätte.

Urteil nur in Teilen nachvollziehbar

Zitat: "Der ehemalige US-Polizist Chauvin muss wegen der Tötung von George Floyd 22,5 Jahre ins Gefängnis"

Es ist nur in Teilen das schuldhafte Handeln von Chauvin nachzuvollziehen.
Chauvin hatte eine zulässige Polizeipraxis angewandt, um die Festnahme eines mit Drogen vollgepumpten, Widerstand leistenden Floyd vorzunehmen. Der sog. "Neck-hold" ist eine Polizeipraxis in den USA, die ansonsten unzählige Male ohne Folgen für die Gesundheit einer festzunehmenden Person vollzogen wird.

Die Folgen, die im Falle von Widerstand bei einer Festnahme entstehen, gehören zum "Berufsrisiko" eines Kriminellen.

Chauvin muss man ab dem Zeitpunkt, ab dem er objektiv hätte wissen müssen, dass Floyds Gesundheitszustand maßgeblich negativ beeinträchtigt wird, ein schuldhaftes Handeln unterstellen. Genau ab diesem Punkt hätte er diese Maßnahme einstellen müssen.

Was ist mit den anderen 7.406 getöteten Schwarzen?

In den USA wurden im Jahr 2019 7.407 Schwarze ermordet - 90 % davon von Schwarzen.

Was gedenkt man dieser Schwarzen zu tun?
"Mattern" diese für Gruppen die "Black Lives Matter" nicht? Thematisieren die Leute von "Black Lives Matter" nur die sehr wenigen Einzelfälle exzessiver Polizeigewalt?

Quelle: The Myth of Systemic Police Racism,
By Heather Mac Donald
June 2, 2020
Wall Street Journal

"https://www.wsj.com/articles/the-myth-of-systemic-police-racism-1159111…"

Gespiegelt, da Bezahlschranke:

"http://archive.is/OXbjA#selection-2485.325-2485.331

Dieser Prozess zeigt einmal mehr, ...

.. dass solche Verurteilungen erst nach extremen Druck der Öffentlichkeit zustande kommen. Aussagekraft dürfte das in keinster Weise erlangen.
Die nächsten Prozesse, so es jeweils überhaupt dazu kommt, dürften auch bei ähnlicher Sachlage ganz anders ausgehen.
Ich halte die USA nicht für fähig, eine nötige, wirksame Polizeireform durchzuführen.

09:17 von Carina F

"...quälte u drangsalierte den Mann mit Absicht bis in den Tod!"
Sie haben Recht, aber man sollte sich immer die Frage stellen, was Menschen dazu bringt, derart unverständliche Grausamkeiten zu begehen. Nein, das ist keine Rechtfertgung für Gewalt sondern die Frage nach der Ursache. Wo fängt die persönliche Entscheidungsfreiheit an und wo hört sie auf? War George Floyd wirklich frei in seinen Entscheidungen, war es Chauvin?
Chauvin war gedrillt wie ein Soldat, führte gnadenlos aus, wie er es gelernt hat, mit den bekannten Folgen. Die stressige, gewaltgeladene Situation und der Wille, diese souverän zu meistern ließ ihn ein erlerntes Repertoire abspulen. George Floyd, der muskelbepackte Zweimetermann, überforderte seine Selbsteinschätzung und er wollte gegenüber den Kollegen keine Unterlegenheit zeigen. Die Folgen sind bekannt.
Hin und wieder erscheint alles wie in einer griechischen Tragödie: Man weiß von vornherein, daß es sehr übel ausgeht.

Nur in Teilen nachzuvollziehen

Zitat: "Der ehemalige US-Polizist Chauvin muss wegen der Tötung von George Floyd 22,5 Jahre ins Gefängnis"

Das Urteil ist nur in Teilen nachzuvollziehen.

Dies macht ich an folg. Punkten fest:

1. Hr. Floyd hatte lt. Autopsiebericht eine 2,5-fache tödliche Dosis Fetanyl im Blut zum Zeitpunkt des Vorfalles. Seine Lungen waren auf das zweifache Volumen aufgebläht. --> Wie kann das keine Auswirkung auf die Sauerstoffzufuhr für Hrn. Floyd gehabt haben?

2. Der sog. "Nackengriff" ist eine von der Polizei in Minneapolis vorgegebene Methode, um Verdächtigte, die Widerstand leisten, wie dies Hr. Floyd gemacht hat, festzusetzen. Wie erklärt sich, dass diese Polizeitechnik 1000 Mal ohne tödliche Folge angewendet wird und hier nicht?

Auf welche Evidenz beruft sich die Jury bei Ihrer Urteil, dass der "Nackengriff" und nicht der exzessive Drogenkonsum Floyds zu dessen Tod geführt hat? Ab welchen Punkt ist die zulässige Polizeipraxis "Neck-hold" als schuldhaftes Handlung Chauvins zu werten?

Naja..........

Es ist eher ein Urteil um den Mob zu beruhigen. Was geschehen ist, ist bedauerlich und auch sehr fahrlässig,- Mord und Vorsatz bezweifle ich. Und wenn ich mir die Berichte und das Foto so betrachte, sind einige durch den Tot von G.F. sehr reich geworden, das sollte man auch bedenken.

Richtig meine Meinung! @09:31 von Bobinho

>>>Das hat nichtmal das Gericht festgestellt. Das ist ihre Meinung.>>>

Sie aufmerksamer Fuchs Sie...
Ich schrieb ja auch NICHT das Gericht stellte, fest der Verstorbene wurde zu Tode gequält....

Das ist meine Meinung, durch Kenntnis des Gesamtvideos!

09:30 von werner1955

"Ich mache mir jetzt viel sorgen um die Sicherheitskräfte. Viele werden nicht mehr intensiv gegen Verbrecher vorgehen, weil Sie jetzt Angst haben. Kein gutes Urteil."

,.,.,

Klingt ja fast so, als ob Ihrer Meinung nach die Sicherheitskräfte Angst hätten, kleine Verbrecher - die ohnehin schon gefesselt sind - nicht mehr an Ort und Stelle töten zu dürfen.

Auch in Deutschland ist es nicht erlaubt, Verbrecher, die schon gefesselt sind, umzubringen.

09:31 von Bobinho

„ Und egal welche Hautfarbe der Verstorbene hatte, der Polizist quälte u drangsalierte den Mann mit Absicht bis in den Tod!“

>>Das hat nichtmal das Gericht festgestellt. Das ist ihre Meinung.<<

Doch, exakt das HAT das Gericht festgestellt. Da gibt es nichts zu relativieren.

"Zur Freiheitsstrafe von 150 Monaten kommen 10 Jahre hinzu, weil sie ihre Position missbraucht haben und besondere Grausamkeit gegenüber George Floyd gezeigt haben."

@09:26 von Bobinho

Die riots gab es, weil Trump u.a. die Tötung Floyds und anderer Schwarzer durch Polizeigewalt herunterspielte, Rassismus leugnete und verharmloste.
Die Gewalt bei diesen Unruhen ist selbstredend zu verurteilen.
Aber die Tötung eines bereits durch Handschellen fixierten Tatverdächtigen durch einen Polizisten mit 3 Kollegen an seiner Seite durch den Verweis auf spätere Unruhen in den Hintergrund zu drängen und die initiale Bedeutung Trumpscher Eskakation für diese Unruhen durch Verharmlosung zu übergehen, ist unredlich.

Ich nehmen an, all diejenigen, die hier genau wissen...

... wie sich der Polizist hätte verhalten sollen sich bereits freiwillig zum Polizeidienst gemeldet haben.

Ich habe mir bei Wikipedia den Verlauf der Verhaftung angesehen und sehe mich nicht im Stande hier einen Urteil darüber abzugeben.

Die Polizisten mussten mit 4 Mann anrücken, um den unter Drogen stehenden, irrational handelnden Floyd, der sich geweigert hatte sich einfach in den Polizeiwagen zu setzen, unter Kontrolle zu bekommen.
Sie haben einen Krankenwagen gerufen, als Floyd über Atemnot geklagt hatte.
Wäre der nur paar Minuten früher eingetroffen...

Die Methode der Fixierung mit dem Knien auf dem Hals ist zweifelhaft, aber dort üblich. So wird es den Polizisten beigebracht.

Ich gehe davon aus, dass es zu Berufung kommt.

*

Auch hier werden zugedrönte Personen erstmal in Gewahrsam genommen, damit sie zumindest in die Ausnüchterungszelle kommen.

Wird das Urteil etwas ändern?

Am grassierenden Rassismus ganz sicher nicht.
Es ist zumindest ein Zeichen, dass Gewalt auch gegen Minderheiten bestraft wird.
Aber was passiert in den vielen Fällen, in denen die Polizeigewalt eben nicht gefilmt wird?
Dann erfolgt in den meisten Fällen eben keine Verurteilung.
Die Mängel des Polizeisystems (z.T. mangelnde Ausbildung, eine extreme Dezentralisierung der Behörden uvm.) der USA werden weiterhin bleiben. In Verbindung mit dem Rassismus bei eingen Polizisten ergibt das eine explosive Mischung, die die ohnehin tief gespaltetene Geselschaft noch weiter spaltet.
Von daher wird es weiterhin etliche derartige Fälle geben.
Es stellt sich nur die Frage, wann, und welche Folgen sie haben werden...

Mittel- und langfristige Folgen dieses Urteils

NmE ist Chauvin genau ab dem Zeitpunkt ein schuldhaftes Handeln zu unterstellen, wo ihm objektiv hätte bewusst sein müssen, dass die zulässige Polizeipraxis "Neck-hold" zu einer wesentlichen Gesundheitsbeeinträchtigung oder gar Tode Floyds führen würde.

Ansonsten sind einem Kriminellen, der noch dazu bei der Festnahme Widerstand leistet, die Folgen einer solchen Polizeipraxis zuzuschreiben. Sie gehören zum "Berufsrisiko" eines Kriminellen.

Die Folgen dieses Urteils werden mittel- / langfristig verheerend sein:

Polizisten werden tendenziell

1. Viertel mit hoher Kriminalität meiden

2. ggü. Kriminellen Samthandschuhe anziehen

3. Kriminell im Zweifelsfall laufen lassen

4. Kriminalität wird zunehmen

Wer soll denn das Risiko für Handlungen, die aus der Interaktion zwischen Polizei und Kriminellen, entstehen, übernehmen?

Politiker, die jetzt salbungsvolle Reden halten? Wohl nicht!

@09:15 von harry_up

"Bemerkenswert, Ihr verbrämtes Unverständnis über das Urteil" - schreiben Sie dem User Autochon, um dann mit "wäre, hätte, wenn nötig und Showveranstaltung" zu antworten. Ich bitte Sie ! Sie waren nicht dabei und wissen nichts über die Dinge vorher. Floyd hat dem Polizisten sicher nicht die Hände hingestreckt, um Handschellen anlegen zu können. An der Stelle geht der Streß los.
Der Vorfall ist emotional medial global aufgebauscht worden. Mir ist dabei nicht wohl.
Anm.: Ich bin kein Polizist, aber Motorradfahrer und muß auf diese Leute achten. ;-)

@Das verkennt die Tat und kommt einer 9:35 vonSinnundVerstand

"Viktimisierung des Täters nahe."
zu @@8:44 u.a.
Sie haben sehr gut bei den 'üblichen Verdächtigen' hier mitgelesen.

Das ist nämlich kein 'Ferguson-Effekt', sondern ganz banaler 'Bluebrowning-Effekt'.

@ 09:40 von vweh

Was bitte soll denn Ihrer Ansicht nach an der Form des Berichts unangemessen sein?

09:40 von Sausevind

„ Und dabei vergessen, dass - falls Rassismus das Strafmaß beeinträchtigt hätte -, der Polizist eine viele geringere Strafe erhalten hätte.“
Das verstehe ich nicht. Sie deuten an, dass wenn der cop aus rassistischen Gründen gehandelt hätte die Strafe geringer ausgefallen wäre…? Das Gegenteil ist in den USA der Fall!

09:47 von Robert Klammer

"Naja.........."

Es ist eher ein Urteil um den Mob zu beruhigen.

,.,.,

Mit "Mob" meinen Sie jetzt die Schwarzen, die sich gegen Rassismus wehren?

09:45 von Blitzgescheit - Von Evidenzen und Verharmlosungen

"Auf welche Evidenz beruft sich die Jury bei Ihrer Urteil, dass der "Nackengriff" und nicht der exzessive Drogenkonsum Floyds zu dessen Tod geführt hat? "

Ärztliche Gutachten.

Der Pneumologe Martin Tobin [...] sagte vor Gericht aus, auch ein „gesunder Mensch, der erlebt hätte, was Floyd erlebt hat, wäre in Folge dessen gestorben.“

...

Der Bote ist natürlich bei dem Thema in Höchstform. Mit seinen üblichen Copy+Paste Kommentaren, die entweder den Rassismus in den USA abstreiten oder irgendwelche Statisktiken (die ihn meisten widerlegen) beinhalten.Logikfehler, Falschaussagen und Irreführungen inklusive.

Kommentare, die schon dutzendfach beantwortet und die Antworten dann in der Regel ignoriert werden.
Oder einige andere User, welche irgendwelche Schreckensszenarien an die Wand malen a la "Kein Polizist wird seinen Dienst mehr tun können nach diesem Urteil".
All das ist leicht zu durchschauen und wird sich auch in Zukunft (wie das Rassismus/Polizeigewalt-Problem der USA) nicht ändern...

Verkehrte Welt

Tragisch? Ja.
Gewollt oder mit Absicht ein Tötungsdelikt? Nein.
Da wird durch die Medien, der Öffentlichkeit aus einem Kleinkriminellen plötzlich ein Heiliger gemacht.
Man kann nur hoffen, dass die Gerichte auf der westlichen Welt Verbrechen nicht nach der Hautfarbe abstrafen.

Es bleibt dabei: keine Belege für eine "rassist. Polizeigewalt"

Dass die Polizei in den USA robuster zu Werke geht, das ist bekannt.

Polizeiwillkür und Rassismus lässt sich aus den Zahlen nicht herauslesen:

1. die Polizei führten 2019 357 Mio. Kontrollen durch

2. 2019 wurden 1.004 Personen in Auseinandersetzungen mit der Polizei erschossen, 235 davon, also ca. 25 %, waren Schwarze.

3. dieser Anteil ist geringer als die Kriminalitätsraten von Schwarzen: Schwarze (Bev.Anteil: 13 %) verüben 53% aller Morde und 60% aller Raubüberfälle in den USA.

4. in "nur" 35 Fällen kamen hierbei "unbewaffnete" Personen zu Tode: 9 Schwarze; 19 Weiße

Die Anzahl der durch die Polizei getöteten Menschen ist eine Funktion der Anzahl der gewalttätigen Auseinandersetzungen und stark abhängig vom individuellen Verhalten eines Verdächtigen, nicht seiner Hautfarbe.

Entscheidend ist der Anteil der Schwarzen an Gewaltdelikten, nicht an der US-Bevölkerung alleine.

Quelle: The Myth of Systemic Police Racism,
By Heather Mac Donald
June 2, 2020
Wall Street Journal

"Polizeigewalt"

Ich finde es ein wenig bemerkenswert, dass unreflektiert von "rassistischer Polizeigewalt" gesprochen wird, ohne einen Beleg zu liefern.

Polizeigewalt ist erst einmal ein völlig objektiver Begriff: selbstverständlich übt die Polizei "Gewalt" aus. Sie MUSS Gewalt ausüben, um die Einhaltung von Gesetzen zu überwachen und Kriminelle festzunehmen.

"Rassistisch" ist die Polizeigewalt dann, wenn die Hautfarbe von Verdächtigen eine Rolle spielt. Statistiken zeigen, dass Schwarze überporportional oft bei Auseinandersetzungen mit der Polizei zu Tode kommen, was aber noch in keiner Weise belegt, dass die Hautfarbe der entscheidende Faktor ist. Der vielmehr entscheidende Faktor scheint zu sein, dass Schwarz massiv überproportional in gewaltträchtige Interaktionen mit der Polizei geraten, was nicht zuletzt damit zu tun hat, dass Schwarze massiv überproportional die Täter bei gewalttätigen Überfällen, Mord etc. stellen, wie dies die FBI-Statistiken jedes Jahr aufs Neue dokumentieren.

Whataboutism

"In den USA wurden im Jahr 2019 7.407 Schwarze ermordet - 90 % davon von Schwarzen. Was gedenkt man dieser Schwarzen zu tun?" - Genau. Und was ist mit den Bürgerkriegen in Afrika, wann werden da die Schwarzen zur Rechenschaft gezogen? Da macht doch ein Polizist der einen einzigen Schwarzen tötet wirklich keinen Unterschied - wollen Sie das damit ausdrücken?

@Louis2013, 8:58

„ Wäre ich Polizist in den USA, würde ich mir einen anderen Job suchen. Denn es ist ein Dilemma: Auf frischer Tat erwischt, kann ein Rechtsbrecher in vielen Fällen nur durch Gewaltanwendung gestoppt werden. Handelt es sich allerdings um einen Schwarzen, steht der (weiße) Polizist mit einem Bein im Gefängnis.“

Wenn ich den Fall Floyd richtig in Erinnerung habe, dürfte die Gefahr, die von ihm ausgegangen ist, gering gewesen sein. Dass er zu Tode gekommen ist, lag auch einem unverhältnismäßigen Vorgehen.
Einem Polizisten in Deutschland ist es nach meiner Kenntnis der Berichterstattung dagegen gestern gelungen, in Würzburg einen extrem gefährlichen Angreifer durch einen gezielten Schuss ins Bein zu bremsen, ohne ihn zu töten.
Insofern würde ich sagen, dass Gewaltanwendung ja wohl dosierbar zu sein scheint, wenn die Polizeibeamten dazu wirklich willens und fähig sind.

Ein sehr hartes Urteil,

aber m.E. berechtigt, nachdem was ich ueber den Tatverlauf weis.

Das einzige was sein kann, dass der Polizist einen "Blackout" hatte. Das wird er aber nicht beweisen koennen.

Vielleicht lernen nun mehr Polizisten in den USA, dass sie nicht gleichzeitig Polizist, Richter und Scharfrichter sind.

@McColla

Danke für Ihre beiden Statements!

@harryup

Mit Vorhaltungen ist man hier schnell zugange.

Ich sprach von Fahrlässigkeit.
in der Richtung ist ja auch geurteilt worden :

https://www.dw.com/de/gut-22-jahre-haft-für-tötung-von-george-floyd/a-5…

Wie bereits gesagt :
Ich frage mich, wie die verbleibenden Polizisten reagieren werden.

Die Sicherheitslage in ärmeren Vierteln amerikanischer Städte ist mit nichts vergleichbar, was wir in D haben.

Die Möglichkeit, sich zu bewaffnen und die pure soziale Not dort schaffen ein Klima, dem die Polizei kaum ohne Gewalt begegnen kann.

Es gibt eigentlich nur ein Mittel, diese Zeitbombe zu entschärfen :
Die Umwandlung der USA in einen Sozialstaat, der für Eine Entspannung des Klimas sorgt.

Damit Bürger in armen Vierteln nicht gezwungen sind, kriminell zu werden und statt dessen Entwicklungschancen Wahrnehmen.

wirklich relevante sozialstaatliche Reformen wird es in den USA nicht geben.
Die Zeiten FD Roosevelts kehren nicht zurück.

Wer zum teufel ist Louis2013 ?
Ich bin es nicht.

@Autochon, 08:44

„Eine harte Bestrafung
War zu erwarten.
Insbesondere auch um große Teile der öffentlichen Meinung zufrieden zu stellen“

Nein, nicht um irgendjemanden „zufrieden zu stellen“, sondern weil sie hier angebracht war, wenn gleiches Recht für alle gelten soll. Also aus Gerechtigkeitsgründen.

@ Autochron

"Ich persönlich hatte jedoch nicht den Eindruck, das Vorsatz vorlag.
Sondern eher sehr grobe Fahrlässigkeit."

Hatte das Gericht auch nicht. Mord 2. Grades entspricht unserem Totschlag im schweren Fall, wie dem Artikel zu entnehmen ist. Totschlag setzt eben keine beabsichtigte Tötung voraus, wohl aber, dass man die Möglichkeit des Todes billigend in Kauf nimmt.

Wenn man Minutenlang jemanden mit dem Knie auf die Kehle drückt und man mehrfach ein geröcheltes "ich bekomme keine Luft mehr" hört, dies aber ignoriert, nimmt man schon Tod durch ersticken in Kauf.

Das Traurige ist, dass Floyd wahrscheinlich noch leben würde, wenn er weiß gewesen wäre, weil man mit einem weißen in der selben Situation so brutal wohl nicht umgegangen wäre seitens der Polizei.

Wenn ich Polizist in den USA wäre, würde ich mir über überlegen, ob ich bei unterschiedlichen Hautfarben tatsächlich unterschiedlich reagiere und was meine angemessenen Mittel sind.

@ Blitzgescheit, um 09:34

Wieder eine AfD-gerechte messerscharfe Analyse.

Was meinen Sie eigentlich mit “ähnlichen Fällen“?
Sollten Sie meinen: Wenn ein Polizist (oder auch irgendjemand anderes) einem wehrlosen Menschen die Luft abdreht, so dass dieser stirbt?

Dann hoffe ich doch sehr auf ein ähnliches Verfahren mit ähnlichem Urteil.

Ihre Vermutung, dass sich die Polizei als Folge des Urteils in derartigen Vierteln zurückzieht aus Angst, dass sie wieder unangemessen reagieren könnte, wäre ein erbärmliches Verhalten.

Schauen Sie sich das Video nochmal an und Fragen Sie sich lieber, was während dieser 9 Minuten schief gelaufen ist.

Und kommen Sie nicht mit den üblichen “Beweisen“, die völlig an dem Problem vorbeigehen.

09:48 von Carina F

„Sie aufmerksamer Fuchs Sie...“
Danke. Ich habe auch nichts anderes behauptet. Sie haben ihre Meinung und die dürfen sie gerne äußern. Ich stellte nur heraus, dass es ihre Meinung ist und nicht durch das Gericht festgestellt wurde. Grüße

Selbsterklärende Behauptungen

Ziemlich blöd, wenn man meint, etwas relativieren zu müssen, was einfach nicht zu relativieren ist!

Wenn man sich die Wahlpartei der hiesigen Relativierer und Ablenker anguckt, dann schätzt man sich als „Mainstreammitglied“ so was von glücklich, dass der „Mainstream“ einen 88:12 Vorsprung behauptet.

Als Beispiel herausgegriffen:
>>Auf welche Evidenz beruft sich die Jury bei Ihrer Urteil, dass der "Nackengriff" und nicht der exzessive Drogenkonsum Floyds zu dessen Tod geführt hat? <<

Da wird „unschuldig“ nach Beweisen gefragt, als ob hier ein Willkürurteil ohne Verhandlung und Beweisführung und Beweisgewichtung geführt worden wäre nach dem Motto „ Man wird ja hier wohl noch fragen dürfen“.

Und dann wird eine neue These hervorgezaubert nach dem Motto „Man wird hier ja wohl noch was sagen dürfen“.

Sehr guter Anschauungsunterricht für den Politikunterricht! Vor allem absolut selbsterklärend.

@Am 26. Juni 2021 um 08:58 von Louis2013

Zitat: "Wäre ich Polizist in den USA, würde ich mir einen anderen Job suchen. Denn es ist ein Dilemma: Auf frischer Tat erwischt, kann ein Rechtsbrecher in vielen Fällen nur durch Gewaltanwendung gestoppt werden. Handelt es sich allerdings um einen Schwarzen, steht der (weiße) Polizist mit einem Bein im Gefängnis."

Genau das ist das Dilemma.

Wenn man zugrundelegt, dass Schwarze (Bev.Anteil ca. 13 %) massiv überproportional oft Gewaltdelikte verüben (ca. 54 % aller Morde, 53 $ aller gewalttätigen Überfälle - "aggravated assaults"), bei Interaktionen mit der Polizei, die sich beim Verüben von Verbrechen naturgemäß öfter und mit einem höheren Gewaltrisiko stattfinden, dann kann man statiistisch korrekt sagen, dass Schwarze unterproportional oft bei Interaktionen mit der Polizei zu Tode kommen (ca. 24 % der Fälle).

D.h. die Polizei trägt bereits Samthandschuhe, wenn es um die Festnahme schwarzer Verdächtiger geht.

@Blitzgescheit, 9:40

Berufsrisiko eines Kriminellen?

Wollen Sie suggerieren, Floyds Gegenwehr könnte diesen Einsatz in seinem Umfang gerechtfertigt haben? Insbesondere wenn zutrifft, wie hier in einem Kommentar geschrieben wurde, dass er bereits im Fahrzeug gesessen hatte?

Ich finde nicht das Urteil, sondern ihre Äußerungen bestenfalls in Teilen nachvollziehbar.

Das Risiko mag es geben, sollte aber nur für Menschen bestehen, die z.B. durch ihre Bewaffnung oder die Art der Gegenwehr wirklich eine Gefahr für andere darstellen.
Ansonsten ist Verhältnismäßigkeit auch für die Polizeiarbeit geboten, auch im Rahmen zulässiger Praxen.

09:26, Bobinho

>>Also der ehemalige Polizist wurde in einem Strafverfahren zu 22,5 Jahren Haft verurteilt. Wozu waren nochmal die riots mit den vielen Toten gut? Hätte es das gebraucht?<<

Riots, also Unruhen und Plünderungen, sind immer die Folge von etwas und nie für etwas gut.

Heile Welt der Träumer

Das hier ein Mensch sein Leben lassen musste ist traurig. Jedoch, hier scheinen viele "Möchtegern" Polizisten zu kommentieren, die entweder ihr Leben hinter einer hohen Mauer, gespickt mit Stacheldraht und endlosen Kameras, verbringen, oder es sind Träumer, die in einer Art von heilen Fantasiewelt leben.
Geht einmal auf eine Polizeiwache in einer Stadt und lasst euch erklären wie der tägliche Dienst auf der Straße abläuft.
Beleidigungen, Spuckattacken, körperliche Gewalt, mit Flaschen und gefährlichen Gegenständen werden die Beamten attackiert.
Polizistinnen haben es noch schwerer. Hier kommt noch die Diskriminierung dazu, allein nur weil es sich bei der Person um eine Frau handelt.
Es rechtfertigt keinen Toten, aber man sollte nicht nach diesem Vorfall jeden Polizisten als potenziellen "Mörder" abstempeln. Jedoch solltet euch einmal vor Augen halten, für uns halten diese Menschen ihren Kopf hin.
Wollen wir wirklich Anarchie auf den Straßen?

@Am 26. Juni 2021 um 09:58 von hans_im_glueck

Zitat: "Der Pneumologe Martin Tobin [...] sagte vor Gericht aus, auch ein „gesunder Mensch, der erlebt hätte, was Floyd erlebt hat, wäre in Folge dessen gestorben.“"

Ein gesunder Mensch würde an der 2,5-fachen tödlichen Dosis Fentanyl sterben?

Davon ist auszugehen!
Sage ich doch!

09:51 von SinnUndVerstand

„ Aber die Tötung eines bereits durch Handschellen fixierten Tatverdächtigen durch einen Polizisten mit 3 Kollegen an seiner Seite durch den Verweis auf spätere Unruhen in den Hintergrund zu drängen und die initiale Bedeutung Trumpscher Eskakation für diese Unruhen durch Verharmlosung zu übergehen, ist unredlich“
Es sind ca. 40 Menschen gestorben. Die meisten davon farbige. Auch Kinder wurden getötet. Ich stelle lediglich die Frage für was. Der Polizist wurde in einem Strafverfahren verurteilt. Der Tod dieser Menschen war völlig umsonst. Und sie wollen das hier verharmlosen. Das ist unredlich!

09:43 von H. Hummel

"Dieser Prozess zeigt einmal mehr, ...
.. dass solche Verurteilungen erst nach extremen Druck der Öffentlichkeit zustande kommen."

,.,.,

Wo sollte sich das denn gezeigt haben?

Klingt eher nach Unterstellung.
Andere User hier unterstellen genau dasselbe.

Offenbar haben alle eine Quelle, von der sie abschreiben.

Unter dem Knie @09:59 von Scani

>>>Gewollt oder mit Absicht ein Tötungsdelikt? Nein.
Da wird durch die Medien, der Öffentlichkeit aus einem Kleinkriminellen plötzlich ein Heiliger gemacht.>>>

Unter dem Knie des Polizisten starb qualvoll und flehend ein MENSCH !
Vor laufender Kamera, Jede/r kann sich dieses Video ansehen!

Ist Tötung an Menschen nicht (mehr) zu bestrafen? Egal welche Hautfarbe... ?

22 Jahre Gefängnis

das muß man sich mal vorstellen .... hierzulande

Da stoßen Gefängnisstrafen von mehr als 5 Jahren schon auf Unverständnis

@ Blitzgescheit, um 09:59

Sie können es nicht lassen.

Dass AfD-Angehörige üblicherweise den Täter zum Opfer und umgekehrt zu machen pflegen, kann man ja täglich hören und lesen.

Das Problem mit “schwarzer Kriminalität“ wurde kurz nach den Geschehnissen letztes Jahr an dieser Stelle bei TS ausgiebig diskutiert.
Und bereits damals wurde die Argumentation von “Ihrer Seite“ genau so geführt, nämlich ohne auf die Ursachen der überproportionalen Beteiligung Schwarzer an kriminellen Delikten überhaupt einzugehen.

Apropos “gewalttätige Überfälle, Mord etc.“:

Lloyd hatte angeblich mit einer gefälschten 20 Dollar Banknote bezahlen wollen.

Ordnen Sie das unter Gewaltdelikt ein?
0der könnten Sie das bei Ihrem unpassenden Rundumschlag vielleicht berücksichtigen?

09:43 von H. Hummel

Dieser Prozess zeigt einmal mehr, ...
.. dass solche Verurteilungen erst nach extremen Druck der Öffentlichkeit zustande kommen.
.
und schon alleine die Tatsache halte ich für bedenklich
Die Justiz hat unabhängig zu sein und nicht auf den Druck der Straße reagieren
in die eine wie in die andere Richtung

@nettie

Sie werden doch wohl kaum in Abrede stellen können, das bezüglich des Urteils eine klare Erwartungshaltung da war….

Um ehrlich zu sein wundert es mich, das das Urteil so gering ausgefallen ist.

In deutschen Qualitätsmedien wurden 40 Jahre in den Raum gestellt.
Bzw das 40 Jahre Möglich wären.

Ist aber nicht passiert….

22 Jahre? Sauber! Ich könnte

22 Jahre? Sauber! Ich könnte mir aber gut vorstellen, Chauvin versteht die Welt nicht mehr, weil er ja nur gemacht hat, was unter den Teilen der weißen amerikanischen Gesellschaft und vor allem der Polizei fast alltäglich ist, Schwarzen mißhandeln und nun wird er plötzlich bestraft, weil diese Gesellschaft sich in und von der ganzen Welt erwischt sieht und sich so schnellstens reinwäscht, in dem sie uns allen jetzt so etwas wie Gleichheit vor dem Gesetz in dem prächtigsten aller Länder vorspielen will? Danke, für ein wahrlich tolles Theater.

09:58, Mister_X

>>Der Bote ist natürlich bei dem Thema in Höchstform. Mit seinen üblichen Copy+Paste Kommentaren, die entweder den Rassismus in den USA abstreiten oder irgendwelche Statisktiken (die ihn meisten widerlegen) beinhalten.Logikfehler, Falschaussagen und Irreführungen inklusive.<<

Und immer wieder die Kronzeugin Heather MacDonald. Die sollte man mal nachschlagen.

Es ist kontraproduktiv, darauf einzugehen.

09:59, Scani

>>Da wird durch die Medien, der Öffentlichkeit aus einem Kleinkriminellen plötzlich ein Heiliger gemacht.<<

Natürlich nicht.

09:56 von Bobinho

<< 09:40 von Sausevind

„ Und dabei vergessen, dass - falls Rassismus das Strafmaß beeinträchtigt hätte -, der Polizist eine viele geringere Strafe erhalten hätte.“
Das verstehe ich nicht. Sie deuten an, dass wenn der cop aus rassistischen Gründen gehandelt hätte die Strafe geringer ausgefallen wäre…? Das Gegenteil ist in den USA der Fall!"

.-.-.

Ich meinte Folgendes:

Das Strafmaß wurde ja vom Gericht verhängt.

Wenn das Gericht aus Rassismus das Strafmaß verhängt hätte, hätte der Polizist keine so hohe Strafe bekommen.

@Blitzgescheit, 10:14

Bezug nehmend auf den Beitrag von @teachers voice stelle ich fest, dass Sie wieder einmal dabei sind, eine Diskussion zu kapern.
Sie posten einen meinungsstarken Kommentar nach dem anderen und nutzen das hier als Plattform für Ihre Aussagen, aber nicht für einen wirklichen inhaltlichen Austausch.

Mit den Vorgaben der Moderation scheint das noch kompatibel zu sein - sonst würden Ihre Beiträge hier nicht stehen.
Die emotionale Kälte Ihrer Beiträge, wie Sie hier vermeintlich harmlos Ihre Fragen stellen und Statistiken anbieten - ich finde das schwer zu ertragen und fast schon perfide angesichts der emotionalen Gleichgültigkeit, mit der Sie hier vorgehen.

@ Am 26. Juni 2021 um 10:15 von YinYangFish

Zitat: „ Am 26. Juni 2021 um 10:15 von YinYangFish
@Blitzgescheit, 9:40
Berufsrisiko eines Kriminellen?

Wollen Sie suggerieren, Floyds Gegenwehr könnte diesen Einsatz in seinem Umfang gerechtfertigt haben? Insbesondere wenn zutrifft, wie hier in einem Kommentar geschrieben wurde, dass er bereits im Fahrzeug gesessen hatte?“

Ja, nach 30 Minuten höflichen Bittens hat sich Floyd ins Auto gesetzt, um kurz daraufhin wieder auszusteigen.

Was hätten Sie getan? Ihn laufen gelassen?

Neutralität

""Aber die Strafe sollte nicht die Ausnahme sein, wenn ein schwarzer Amerikaner durch Polizeigewalt getötete wird. Das sollte die Norm sein", sagte der Anwalt."

*

Das hört sich an, als ob ein Schwarzer immer nur ein Opfer, niemals Täter sein könnte.
Auch nicht gut, es auf diese Weise zu sehen.
Soweit ich weiß wird jeder tödlicher Ausgang bei Festnahmen sowieso untersucht und das ist auch gut so.

Von den 4 bei Floyds Verhaftung anwesenden Polizisten sind zwei Weiße, einer Asiatischstämmig und einer Afroamerikaner.
Chauvin und Floyd hatten früher als Sicherheitsleute für denselben Nachtclub gearbeitet.

10:14, Blitzgescheit

>>Wenn man zugrundelegt, dass Schwarze (Bev.Anteil ca. 13 %) massiv überproportional oft Gewaltdelikte verüben (ca. 54 % aller Morde, 53 $ aller gewalttätigen Überfälle - "aggravated assaults"), bei Interaktionen mit der Polizei, die sich beim Verüben von Verbrechen naturgemäß öfter und mit einem höheren Gewaltrisiko stattfinden, dann kann man statiistisch korrekt sagen, dass Schwarze unterproportional oft bei Interaktionen mit der Polizei zu Tode kommen (ca. 24 % der Fälle).<<

Woran liegt denn diese Disproportionalität Ihrer Ansicht nach?

Hat das genetische Gründe? Das schwarze Verbrechergen?

Heraus mit der Sprache!

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