Öffnungszeiten-Debatte: Sonntags einkaufen bis Weihnachten?

Kommentare

Gleich gehen die „Kirchen“

Gleich gehen die „Kirchen“ auf die Barrikaden. Wenn sich Mitarbeiter freiwillig zum Sonntagseinsatz bereit erklären-warum nicht?

Mehr Flexibilität bei den Gehaltshöhen

Das ist doch nur ein Versuch der Arbeitgeber, die sowieso schon schlechten Arbeitszeiten für Verkaufspersonal noch weiter zu verschlimmern.
Ausgerechnet arbeitgebernahe Organisationen wie DIW und HDE haben über Jahrzehnte verpennt, die Wirtschaft auf den Fortschritt beim Onlineverkauf vorzubereiten und entsprechend zu beraten, aber nun sollen die Arbeitnehmer wieder mal flexibel sein.
Warum nicht die Arbeitgeber?
Etwas Flexibilität bei der Bezahlung des Personals in Form einer 100% - tigen Gratifikation, analog zum Weihnachtsgeld, für jeden Monat des laufenden Jahres, würde die Angestellten erfreuen und sicher auch zu der einen oder anderen Überstunde motivieren.
Und falls das für kleinere Geschäftsinhaber nicht möglich ist, könnte ja ein gemeinsamer Topf der Arbeitgeber für einen Ausgleich bei den Kosten sorgen.
Etwas Ähnliches müssten sowieso alle Arbeitgeber einrichten, um bei der nächsten Pandemie nicht auf Staatshilfen angewiesen zu sein, um einen längeren Lockdown zu überstehen.

Der Online-Handel boomt auch deswegen...

... Da es den Eltern / Berufstätigen viel Zeit spart von zu Hause aus per Internet einzukaufen. Das betrifft insbesondere Massenware, aber eben nicht nur.

Und Leute, die Home-Office machen , kaufen besonders gerne während der Arbeitszeit ein, besonders dann wenn die Arbeitgeber nicht über die Überwachungsmöglichkeiten verfügen, um diesem Treiben ein Ende zu bereiten.

Da ist die Forderung nach flexiblen Ladenöffnungszeiten am Sonntag und Feiertag völlig verfehlt.
Das bringt gar nichts.

Was..

Soll das bringen ? Viele stöhnen unter gestiegenen Lebensmittelpreisen, auch könnte ich mir vorstellen, das die Auswirkungen der Kurzarbeit den Konsum eingeschränkt hat, und wirklich nur die Sachen eingekauft werden, die benötigt werden, also Kleidung und Schuhe für Kinder..

Da werden dann die nächsten

Da werden dann die nächsten ausgequetscht: alle, die in den Geschäften arbeiten, darunter auch die, die im Lebensmittelbereich etc. unter erschwerten Bedingungen die Gesellschaft über Wasser gehalten haben.
Ich hoffe, dass eine konzertierte Aktion aus Parteien, Gewerkschaften, Sozialverbänden und Kirchen diesen Unsinn einen Riegel vorschiebt.
Die Euros, die man (noch) hat, lassen sich auch Montag bis Samstag ausgeben.

@ 6:49 von Plattkopp

„ Wenn sich Mitarbeiter freiwillig zum Sonntagseinsatz bereit erklären-warum nicht?“

Sehen Sie, mir geht es so, dass ich lang genug einkaufen. Allerdings nerven mich die Öffnungszeiten von z.B. Banken und Behörden. Also die dann bitte auch 24/7 öffnen. Endlich keine Schlange bei der Autozulassung.

Auch so mancher Industriebetrieb würde bei guter Auftragslage gerne seine teuren Maschinen besser auslasten.

Schaffen wir doch einfach die Sonntage als arbeitsfreie Tage (sind sie für viele sowieso nicht) ganz ab. Dann trifft es alle und ich bin gespannt, wie viele dann noch dafür sind.

Von mir aus gerne „freiwillig“

Sonntags einkaufen

Das Geld dafür ist schon lange nicht mehr da. Außerdem hilft es dem Handel nicht,denn man kann sein Geld nur einmal ausgeben.
Das ist eher eine Seifenblase ohne mehr Umsatz nur mit weiterer Verteilung und natürlich mehr Kosten für den Handel.

Das Geld liegt doch auf der Straße und nicht am Sonntag

Während Pflege- und Betreuungsdienste wegen chronischer Überlastung schon lange keine neuen Kunden mehr aufnehmen können für Einkaufshilfe und Fahrtendienste, glänzt hingegen der Einzelhandel als Servicewüste Deutschland, anstatt sich mit dem monatlichen 125 Euro Entlastungsbetrag der AOK-Pflegekasse ein 2. Standbein zu schaffen zur Grundversorgung all der bisher im Stich gelassenen Pflegefälle und Behinderten mit Pflegegrad.

Damit werden kleine Boutiquen gleich aufgeben müssen

Wie soll denn das dem kleinen Einzelhandel helfen? Gerade kleine Fachgeschäfte und Boutiquen, die jetzt ganz besonders gelitten haben stehen dann gleich ganz vor dem Aus. Dort wo der Ladenbesitzer den Kunden fachlich perfekt berät. Da gab es kein Kurzarbeiter Geld und jetzt soll der noch 7 Tage aufmachen?Für die großen Ketten werden halt noch ein paar Zusatzkräfte angeheuert. Beraten wird man dort eh nicht. Da bleib ich dann doch gleich bei Amazon.

Sonntagsöffnungen

Ich bin da voll dafür, da der Experte Herr Fratzscher bestimmt alles durchkalkuliert hat, und auch dafür sorgen wird das die Arbeitskräfte anständig nach Tarif und Sonntagszuschlägen bezahlt werden. Schließlich ist er doch gutbezahlter Ökonom der die Sorgen und Nöte der einfachen Menschen kennt. Und unsere großen Onlineunternehmen die sehr bedacht sind, das die Aktionäre anständig ihre Dividende bekommen, wissen wohl das der Einzelhandel durch seine Verluste mit der so genannten Amazonhilfe bedacht werden muss. In diesem Sinne ein Hoch auf die perfekte soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft. MfG

der falsche Weg

In Deutschland wird viel über Nachhaltigkeit, über Umweltschutz, über Klimarettung geredet - aber nur geredet.
Einerseits wird gerade die ärmere Bevölkerung mit der CO2-Besteuerung stark zur Kasse gebeten, alles im Interesse des Klimas.
Andererseits will die Regierung mehr Kaufanreize setzen, damit die Bevölkerung noch mehr unsinnige Waren einkauft, zum Wohle des Einzelhandels.
Es werden ständig Kaufanreize gesetzt - fürs Auto beispielsweise und durch immer liberalere Öffnungszeiten noch mehr Menschen in die Warenhäuser und Geschäfte gelockt. Was ist das für ein Irrsinn! Die Menschen sollen bei der Heizung und beim Autofahren sparen, aber viel Geld für Kleidung, für Möbel, für neue (E)-Autos, Unterhaltungselektronik usw. ausgeben - kaufen, kaufen kaufen kaufen...
Auch dafür wird Energie verwendet, wird das Klima und die Umwelt nachhaltig geschädigt.
Aber das spielt keine Rolle, Kaufen sichert Arbeitsplätze und das Steueraufkommen. Wie verlogen ist das denn alles!

Am 19. Juni 2021 um 16:49 von Plattkopp

Zitat: Wenn sich Mitarbeiter freiwillig zum Sonntagseinsatz bereit erklären-warum nicht?

Was ist in diesem Zusammenhang schon "freiwillig"?

Sandter Druck des Kaufmanns genügt. In kleineren Läden gibt es nicht einmal Kündigungsschutz.

Sonntagsöffnungen

Voll dafür,ist fast auf der ganzen Welt so.

Ich arbeite schon Jahrzente am Wochenende ganz normal fuer mich.

Schlechte Idee

damit geht mehr Marktanteil von den kleinen, die sich den Mehraufwand nicht leisten können, an die Großen über.
Der Mechanismus ist bekannt.

Sonntags einkaufen? Aber ...was?

Die Idee an Sonntagen die regionalen Fußweg- Geschäfte zu öffnen... sind eigentlich eine super Idee. Zum Einen: nach den Schließungen wegen Pandemie... ist vor der nächsten Schließung wegen Pandemie! Zum Anderen: Einkaufsbummel soll man nutzen solange es sowas noch gibt!- Doch die Kehrseite davon stimmt verdrießlich. Die Warenprodukte sind meist ... gelinde gesagt einfach nur individualitätsfeindlich! Alles da: in grau, braun, schwarz, weiß und ganz mutig auch in gemischter Farbqualität davon. Schreck! Das meiste Geschirr in den farblichen Angeboten mitsamt Handtüchern sieht neuerdings düsterer aus, als es die spekulierte Zukunft garantieren lässt. Ob Nagellack, Kleidung, bis zu Möbeln. Überteuert zu Vorjahren! Und ärger noch. Rosa Nagellack.. des Sommers wegen? Bieten wir nicht an? Blau, Schwarz, Rot geht nur. Sofas in Rot? Nöö.. grau gibt’s oder schwarz. Nö!!!!! Grüne Schrankwände??? Nein: weiße! XXXL- Kleidung, gar in bunt? Da müssen Sie woanders hin! Faule Ware!
Frau D. Brauer

Nicht mein Ding

Ich glaube nicht, dass ich mir den Sonntag durch Einkaufen vermiesen lasse. Da habe ich andere Sachen - sprich Erholung - vor.

Andererseits habe ich aber auch noch nie bei Amazon eingekauft und das wird auch so bleiben.

Nachsatz zum Freiwilligeneinsatz: In früheren Zeiten haben auch Kinder "freiwillig" in Bergwerken und Kaminen gearbeitet. Wir gehen also glorreichen Zeiten entgegen.

Der Online Handel

hat zu Corona Zeiten stark zugelegt.Deshalb wäre es ratsam die Geschäfte auch Sonntags zu öffnen. Auch kann man dann in Ruhe einen Einkaufsbummel machen. Es ist doch etwas anderes sich die Waren vor Ort anzusehen als im PC.

Sonntag

Wir können unser Geld nur ein mal ausgeben. Warum sollte ich mehr kaufen, bloß weil es am Sonntag möglich ist. Ich kaufe das, was ich tatsächlich brauche. Dazu habe ich 6 Tage pro Woche Zeit.
Sonntagsöffnung werden sich gerade die Kleinen nicht leisten können, allein schon wegen der Personalkosten. Die Inhaber würde man am allerwenigsten dort sonntags antreffen.
Die großen Ladenketten wären die einzigen, die vielleicht etwas davon hätten, wenn überhaupt, dann genau auf Kosten derer, die sich Sonntsgsöffnung nicht leisten können: denen würde das Sonntagsgeschäft der Großen dann zusätzlich Kunden wegnehmen.
Und grundsätzlich: die, die nicht arbeiten müssten können leicht dafür sein.

Die Amerikanisierung ...

des Einzelhandels ... es ist schlicht unglaublich.

Gut, dass mir Menschen die im Einzelhandel in den USA arbeiten dann ebenso sagen, dass es nicht bringt!

Ein Euro kann nur einmal ausgegeben werden. Da helfen auch keine 24/7 Öffnungszeiten.

Hier muss ein klares NEIN erfolgen!

@ 0_Panik Re: Und Leute, die Home-Office machen ,

Und Leute, die Home-Office machen , kaufen besonders gerne während der Arbeitszeit ein, besonders dann wenn die Arbeitgeber nicht über die Überwachungsmöglichkeiten verfügen, um diesem Treiben ein Ende zu bereiten. Schließen hier von sich auf andere oder ist das nur wieder Neid, weil sie kein HO machen können? WAS sollen solche Beiträge? Was allerdings praktisch ist, ist das man zu Hause ist wenn die Lieferung kommt. Das erledigt man dann in der Zeit in der SIE eine ihrer unzähligen Zigaretten- und Kaffeepausen einlegen und mit den Kollegen quatschen.

@ weltoffen Re: Sonntagsöffnungen

Nur weil Sie schon seit Jahrzehnten so arbeiten, müssen das andere noch lange nicht. Es gibt Menschen die haben Freunde und Familie und da bleibt meißtens nur das WE und sich zu treffen oder gemeinsam etwas zu unternehmen. Ich glaube kaum, dass ein verkaufsoffener Sonntag Vorteile für den Einzelhandel bringt (mehr Leerlauf in der Wo und mehr Kosten zusätzlich am WE) Und nebenbei, mich pers. würde es NICHT in den Laden Locken, der wöchentliche Einkauf wird Freitags erledigt damit ich das WE Ruhe habe und alles andere gibt es im I-Net.

Öffnungszeiten Sonntags

Meines Erachtens ist es eine politische Neoliberale Wunschblase . Sonntags zu öffnen werden die Verluste des Einzelhandels, durch die politischen Fehlentscheidungen nicht wettmachen. Ich bezweifle auch stark , das viele Einzelhändler nicht mit machen, weil es sich schlichtweg nicht rechnet zu öffnen.

@18:10 von Klabautermann

Nee. Man muss sich nur mal mit den Leuten unterhalten, die Home-Office machen.

Dann wird sehr schnell deutlich, dass während der Arbeitszeit Online-Shopping betrieben wird.

Das trifft nicht auf alle Arbeitnehmer /innen zu, aber dennoch sehr häufig.

Es gibt auch etliche Arbeitnehmer/innen, da trifft das aber ganz und gar nicht zu, ist aber die Minderheit.

Sonntagsöffnungen

Die Gewerkschaft ver.di mahnt - die FDP unterstützt den Vorstoß des HDE bereits als geeignete Konjunkturhilfe für den Einzelhandel. - Das erinnert mich doch sehr an die Mövenpick-Entscheidung in der Vergangenheit. - Wer Familien nicht mehr gönnt, einen Tag in der Woche zu haben, um miteinander zu sein, der hat ein hohes Interesse daran, eine Gesellschaft zu spalten; denn - oh Wunder - im Einzelhandel träfe es mal wieder zuvorderst die Frauen wie in der Pflege (und mit ihnen die Kinder): systemrelevant und ausgebeutet - und die FDP unterstützt dies. - Da frage ich doch den Konsumenten und die Konsumentin: Kaufst Du noch oder denkst Du schon? -

Dafür

Zitat von dr. bashir (17:21 Uhr) "Dann trifft es alle und ich bin gespannt, wie viele dann noch dafür sind."
Ich wäre dafür. Solange meine Wochenarbeitszeit unverändert bleibt, ist es mir gleich, an welchen Tagen ich meine Arbeitsleistung erbringe.

Schon der "lange Donnerstag" hat,

als er eingeführt wurde, die Kosten für die Geschäfte erhöht : Mehr Heizung / Licht.

Dann Abends bis 21, teilweise 22 Uhr => Mehr Heizung / Licht

Mitarbeiter wurden meist nicht mehr eingestellt, sondern in größeren Läden mit mehr Personal wurde dieses "entzerrt".

Also Morgens nur 2 statt 3, Abends dann der Eine, der Morgens nicht brauchte.

Dieses wird an einem Sonntag ebenso sein.

Zahlen wird das nur einer . Der Kunde !!!

Service ( wenn man da im EH überhaupt noch von sprechen kann... ) wird zurückgefahren, die höheren Energiekosten auf die Preise umgelegt.

Einen Euro kann man auch nur einmal ausgeben.

Und hier sind komischerweise viele Ältere diejenigen, die Abends 5 Minuten vor Ultimo noch "eben schnell" einkaufen wollen.

An die Mitarbeiter denkt von denen keiner.

Ich weiß wovon ich rede, viele meiner Familie sind im EH beschäftigt.

Wie konnte wir "früher" bloß überleben, als um 18:00 und Samstags um 14:00 Uhr die Läden dicht waren ???

@ schiebaer45

Braucht es dafür wirklich einen Sonntag?
Wenn ich mir in einem Geschäft zum Beispiel ein größeres Haushaltsgerät zeigen lassen möchte und dazu eine fachlich fundierte Beratung wünsche, werde ich diese sonntags wohl eher nicht bekommen mangels nicht beliebig vorhandener Fachkräfte. Mehr Fachkräfte=höhere Kosten=noch höhere Preisnachteile gegenüber Amazon u. Co.
Höhere Gewinne durch Sonntagsöffnung?
Eher zweifelhaft.

Auf und zu

Ein Gegenpol zum boomenden Internetshopping? Der boomt uebrigens schon lange, mehr ist faktisch gar nicht mehr relevant.

Wenn absurd, dann aber richtig, daher: Sonntags die Ladengeschaefte aufmachen und das Internet abschalten.

Immer wieder Sonntags.

(Moeglicher Doppelpost weil im falschen Faden gepostet?)

Warum sollte offener Sonntag helfen?

Erstens:
Kirchen sind schon Sonntags offen und wie man sieht hilft das nicht. ;-)

Zweitens:
Das Geld kann man tatsächlich nur ein Mal ausgeben. Ich habe es oft genug geprüft. Auch am Sonntag ist es nicht anders - am Sonntag kann man jetzt schon das Geld in Kinos, Theatern, Restaurants, Eisdielen, Zoos, Schwimmbädern und Freizeitparks loswerden.

Drittens:
Und wenn ein offener Sonntag nicht hilft, dann führt man eine 8- Tage- Woche ein, damit die Menschen einen zusätzlichen Tag fürs Einkaufen bekommen?

18:54 von haggis63

Wenn ich mir in einem Geschäft zum Beispiel ein größeres Haushaltsgerät zeigen lassen möchte und dazu eine fachlich fundierte Beratung wünsche, werde ich diese sonntags wohl eher nicht bekommen mangels nicht beliebig vorhandener Fachkräfte. Mehr Fachkräfte=höhere Kosten=noch höhere Preisnachteile gegenüber Amazon u. Co.
#
Für dieses Beispiel ist es dann wohl besser in der Woche sich fachlich beraten zulassen.

Der Einzelhandel in den Einkaufszonen...

... Wird bei Weitem nicht mehr zu retten sein.

Da hilft auch kein Sonntag zum Einkaufen.

Die Mieten in den Einkaufszonen sind zu hoch.
Schon das ist ein Grund den Einzelhandel anderswo zu betreiben.

Die max miserable Ground Zero Corona-Politik hat viel Einzelhändler /innen kurz vor den Ruin gebracht.
Es wird genügend Einzelhändler /innen geben, welche die Corona-Hilfen mit nehmen, und dann den Laden in der teuren Einkaufszone dicht und zu machen.

Bestenfalls wird das Ladenlokal an einem anderen Ort mit günstigen Ladenmieten wieder aufgemacht.

Was soll da das Einkaufen am Sonntag bringen?

Ob Sonntagsöffnung mehr Reingewinn bringt,

Wage ich zu bezweifeln. Die Menschheit hat nur einen Betrag x, den sie im Monat ausgeben kann. Viel Bestellung ist in Pandemiezeiten auch über Internet gelaufen - vielleicht könnte man den Einzelhandel dahingehend mit einem Projekt unterstützen, dass diese „ganz einfach“ durch online-Umsätze punkten können so wie manch grosse Versandhändler auch.

@ 0_Panik Re: @18:10 von Klabautermann

Ach wirklich? Und was glauben Sie wie viele Leute im Büro Onlineshopping machen? Meinen Sie da steht der Vorgesetzte den ganzen Tg hinter einem? Ach nee, der kauft ja selber ein und fragt den Kollegen, ob er lieber das oder ein anderes Teil nehmen soll. Wachen Sie auf und glauben nicht alles. Uns selbst wenn, Hauptsache die Arbeit wird pünktlich und vernünftig erledigt, auf der anderen Seite fallen nämlich auch die oben schon erwähnten Pausen flach, da wird der Kaffee am PC getrunken OHNE mit Kollegen über die letzten Fußballergebnisse zu diskutieren.

Umgekehrt macht es Sinn.

Erweiterte Ladenöffnungszeiten helfen nur den großen Läden und Ketten, die es sich leisten können, Verkäufer in mehreren Schichten zu beschäftigen. Kleine Läden ohne viel angestelltes Personal können da ohnehin nicht mitmachen und geraten ins Hintertreffen. Nicht zuletzt deshalb verödeten unsere Innenstädte schon lange vor Corona.

Ich hätte da ja einen zukunftsweisenden, modernen Vorschlag zur Unterstützung des kleinen Einzelhandels:
Ladenschluss um 18:30. Und Samstags nur bis 14 Uhr.

Nun ja

Herr Söder sagte heute Delta wird in 4 Wochen dominant sein. 8x ansteckender, der Auftakt zum Lockdown. Nix mit Sonntag offen

Immer diese Veränderungen

Es wird über kurz und lange keine "Läden" mehr geben. Die Verbraucher haben längst bemerkt das man den Mist bei Alibaba direkt steuerfei bestellen kann und sich die MWST spart. Oder bei Kick, Pocco und 1 Cent läden.
Corona hat das nur beschleunigt.

Es werden nur Läden für die ganz Reichen bleiben, die dann nachts die Fenster zunageln werden

Früher musste man noch welche

Senfköniginnen Ballonweitflug Sonntage erfinden um die allgemeine Sonntagsruhe zu unterlaufen, heute reicht Corona. Aber was soll ich sagen, selbst jahrelang so dämlich gewesen Sonntags MeßGeräte zu reparieren weil ich den Termindruck über die Woche nicht ausgehalten habe...

Flexibilität bis zum Jahresende gefordert

//Der Ökonom stellte sich damit an die Seite des Handelsverbands HDE. Der hatte vorgeschlagen, die Geschäfte zumindest bis Jahresende auch sonntags öffnen zu lassen..... Auch darüber hinaus sollte es verlässlichere Regeln für eine rechtssichere gelegentliche Sonntagsöffnung geben.//

Ja Nachtigall, ik hör dir trapsen. Möglichst geräuschlos übergehen zur Sonntagsöffnung. Und wenn das "rechtssicher" geschehen soll, ist die Freiwilligkeit natürlich perdu.

Ziemlicher Unfug

Die Leute gehen doch nicht mehr in die Läden.
Gut - ich kann nur für meine Frau und mich sprechen, aber betreuter Einkauf mit Sabberlatz und Schlange stehen vor der Tür ist am Sonntag ebenso indiskutabel wie an jedem anderen Tag.
Die Alternative - entspannt mit dem Tablet von der Terrasse aus einzukaufen ist doch sehr viel angenehmer.
Sinnlose Gängelung kommt halt nicht gut an.

@16:49 von Plattkopp

//Wenn sich Mitarbeiter freiwillig zum Sonntagseinsatz bereit erklären-warum nicht?//

Das wird nicht funktionieren. Wenn ich festlege, dass mein Laden am kommenden Sonntag geöffnet ist, muss ich auch bei Freiwilligen mit krankheitsbedingtem Ausfall rechnen. Dann brauche ich Leute die einspringen.

Es war wohl zu erwarten….

….das unsere neoliberale Regierung und ihre Geldgeber mal wieder Liberalisierungsorgien anstreben.

Wehret den Anfängen….

Ich für meinen Teil bin froh, wenn ich an einem Sonntag nicht über einen Biergartenbesuch hinaus komme.

Wird nichts bringen

außer mehr Kosten für den Handel, und mehr Belastung für die Mitarbeiter.
Geld kann man nur einmal ausgeben, und dafür benötigen die Meisten den Sonntag nicht.
Jetzt in den Sommermonaten und noch dazu bei der Wärme sind die Läden nur wenig voll, viele haben Urlaub, und sich schon vorher eingedeckt mit dem was sie benötigen.
Mehr Essen kann ich auch nicht.
Vielleicht bin ja alleine mit der Meinung, aber ich werde Sonntags nicht einkaufen gehen.
Die Idee wird nicht das bringen was erhofft wird.

@17:18 von SinnUndVerstand

//Da werden dann die nächsten ausgequetscht: alle, die in den Geschäften arbeiten, darunter auch die, die im Lebensmittelbereich etc. unter erschwerten Bedingungen die Gesellschaft über Wasser gehalten haben.
Ich hoffe, dass eine konzertierte Aktion aus Parteien, Gewerkschaften, Sozialverbänden und Kirchen diesen Unsinn einen Riegel vorschiebt.//

Da hoffe ich mit Ihnen. Ein Aspekt kommt mir hier auch noch zu kurz: Das Familienleben. Es sind nun mal die Feiertage, an denen die Familie zusammen sein kann oder an denen man Oma und Opa besucht, gemeinsame Ausflüge plant u.s.w..

Es reicht, dass diesbezüglich schon die vielen Menschen mit Schichtarbeit Probleme haben.

Konsum um des Konsums Willen als Konjunkturhilfe?

„Das [die Geschäfte zumindest bis Jahresende auch sonntags öffnen zu lassen] gebe den Händlern die Chance, wenigstens einen Teil des während der Lockdowns verlorenen Umsatzes nachzuholen...“

Also darum, „verlorenes“ Geld wieder „reinzuholen“, indem man die Leute motiviert, mehr zu konsumieren, als sie eigentlich brauchen. Egal welche Kosten dabei entstehen (durch überflüssigen Ressourcenverbrauch vor allem für Klima und Umwelt). Denn es kann wohl niemand ernsthaft behaupten, dass die Verbraucher nicht auch ohne diese „Wirtschaftsankurbelungsmaßnahme“ in der Lage wären, ihren Bedarf an allem, was sie brauchen vollauf zu decken.

„...und wäre auch ein Signal an die Menschen, dass die Innenstädte wieder offen seien“

Damit die das merken, dürften die übrigen sechs Wochentage und sonntags die geöffneten gastronomischen und kulturellen Angebote vollauf reichen. Das „Problem“ ist also, dass viele Menschen ein (leider sehr reales) Problem bekommen, wenn nicht um jeden Preis konsumiert wird.

@ Gerd Hansen

Wie konnte wir "früher" bloß überleben, als um 18:00 und Samstags um 14:00 Uhr die Läden dicht waren ??? DAS frag ich mich auch immer. Entspannter ist es heute schon, aber wahrscheinlich auch dadurch, das sich MEINE Arbeitszeiten zum Positiven verschoben haben und ich jetzt früher Feierabend mache als früher (15:00Uhr statt 17:00Uhr und Freitags 12:00Uhr). Ich war letztens ausnahmsweise mal mal mitten in der Wo und nach 19:00Uhr im EDEKA. Mal abgesehen davon, dass da fast tote Hose war, war die Reaktion: Was machen sie den hier, Sie kommen doch sonst nur Freitags und viel früher ;-) .

@17:28 von Björn H.

//Während Pflege- und Betreuungsdienste wegen chronischer Überlastung schon lange keine neuen Kunden mehr aufnehmen können für Einkaufshilfe und Fahrtendienste, glänzt hingegen der Einzelhandel als Servicewüste//

Der Einzelhandel ist Service-Wüste, weil er am Sonntag nicht geöffnet hat? Wie das? Verstehe ich nicht. Das habe ich noch nicht mal so gesehen, als ich noch selbst von Schichtdienst und Feiertagsarbeit betroffen war.

Es wird Zeit für mehr Freiheiten bei den Öffnungszeiten

Wenn ich in andere Länder fahre, sehe ich viel größere Freiheiten bei den Ladenöffnungszeiten.
Am Sonntag hätte ich Zeit, mal durch die Altstadt zu gehen oder mir die eine oder andere Kunst oder Luxusware anzuschauen.
Mehr als ein Jahr lang haben die Menschen kein Geld ausgeben können. Manche Branchen werden gerade von Kunden überrannt, weil genügend Geld über ist.
Unterschätzen Sie unsere Selbstständigen nicht: Wenn es sich rentiert, dann steht auch der Inhaber am Sonntag in der kleinen Boutique. Dann macht man halt am Montag und Dienstag zu, wo es sowieso ruhiger ist.
Es wird Zeit, die Verkrustungen in Deutschland abzubauen. Die FDP scheint momentan die einzige Partei zu sein, die da einigermaßen mit klarem Verstand und wirtschaftlichem Wissen gute Vorschläge macht.

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