Kommentare - USA und Russland vereinbaren Rückkehr ihrer Botschafter

16. Juni 2021 - 19:19 Uhr

Drei Stunden und 21 Minuten - so lange dauerte das erste Treffen zwischen Russland Präsident Putin und seinem US-Amtskollegen Biden. Kürzer als erwartet. Wichtigstes Ergebnis: Die Rückkehr der Botschafter.

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Kommentare

***Doch "die Tatsache, dass

***Doch "die Tatsache, dass die beiden Präsidenten zugestimmt haben, sich zu treffen und endlich offen über die Probleme zu sprechen, ist jedoch bereits ein Erfolg".***

Genau.

Im Vorgängerthread war ja von Glaubensgemeinschaften die Rede. Ich gründe hiermit eine Hoffnungsgemeinschaft. Macht jemand mit?

Putin versteht nur eine Sprache

Erst wendet Putin Gewalt an bzw. erobert Nachbargebiete, erhält leichte Sanktionen und irgendwann nähert man sich an und hat sich wieder lieb.

Nein, so darf man Aggressoren nicht belohnen!
Putin und Russland als Ganzes in seiner Geschichte versteht nur eine Sprache, Härte und klare Kante: Man muss es selber unter Druck halten und jeden Anflug von Aggression sofort hart und mit Schärfe unterbinden.

Über mehr als 300 Jahre konnte Rußland kleinere Völker und Staaten erobern und einverleiben. Deshalb wurde Rußland der größte Staat der Erde. Die Einverleibungen laufen bis heute. Merkt das denn keiner?

@ Anna-Elisabeth 19:37

"Ich gründe hiermit eine Hoffnungsgemeinschaft. Macht jemand mit?"

Gerne. Sollte sich jedoch die Hoffnungsgemeinschaft zum Debattierclub erweisen, welche politische Meinung die einzig richtige ist, dann kündige ich meine Mitgliedschaft fristlos...

19:00 von Nachfragerin / aus: "… Handschlag …"

«Die glaubt schließlich an den Besitz der einzig wahren Wahrheit und die Schuld Russlands.»

Das meint niemand mit Verstand.

Aber interessanter wäre es schon, von der Russischen Führung auch nur ein einziges Mal zum Thema Frage Beliebig was anderes zu hören als:

Weiß ich nix von, habe ich noch nie was von gehört, war ich nicht, den Mann kenne ich nicht, der ist gar kein Russe, muss irgendwer anders gewesen sein, der sein Doppelgänger ist, das haben wir nicht nötig, das war ein Spion, so was gibt es in Russland gar nicht.»

Noch langweiliger, und noch mehr unglaubwürdig ist nicht mal theoretisch möglich, aber dennoch sehr beliebtes Schwadronieren aus dem Kreml.

Da war nie was wie immer zu Thema gar nix.
Kann man auch gleich wie im Comic das Schild immer mit sich tragen, auf dem ganz groß und fett geschrieben steht: "NEIN". Die Antwort schon vor jeder Fragestellung.

Bleibt nur … Fragen mit Verneinung in sich zu stellen. So was wie:

"Soll ich dich nicht verprügeln?"- DOCH !

persönliche Diplomatie überbewertet

Kürzer als erwartet Wichtigstes Ergebnis: Die Rückkehr der Botschafter.

Die persönliche Diplomatie wird massiv überbewertet, vor allem in der heutigen Zeigt.
Den Dialog, sofern er überhaupt was bringt, kann auch über Gespräche im Internet aufrechterhalten werden.
Schließlich geht es um Macht und Interessen. Die Positionen dank Informationsflut inzwischen so gut bekannt, dass gefährliche Fehleinschätzungen faktisch ausgeschlossen sind.

Auf der Agenda des Gesprächs hatten darüber hinaus auch die Rüstungskontrolle,

Rüstungskontrolle ist eine reine ökonomische Überlegung.
Mit einer Volkswirtschaft kleiner als die von Texas, sicherlich für Russland ein wichtiges Thema.

19:37 von Anna-Elisabeth

«Im Vorgängerthread war ja von Glaubensgemeinschaften die Rede. Ich gründe hiermit eine Hoffnungsgemeinschaft. Macht jemand mit?»

Die Hoffnungsgemeinschaft ist der Glaubensgemeinschft immer überlegen.

Die Glaubensgemeinschaft schließt in der Vereinssatzung Wissen aus. Sonst müsste man ja nicht glauben, und könnte die Wissensgemeinschaft ins Leben rufen.

Die Hoffnungsgemeinschaft hat auch nicht zwangsläufig Wissen. Aber sie weist Wissen nicht reflexartig ab, noch bevor das Wissen überhaupt erst an der Türe angeklopft hätte mit der Bitte um Einlass.

Absurd

Wenn man bedenkt, dass Russland nur wegen seiner Rohstoffe und der verrückten Hochrüstung eine Bedeutung hat, sind die USA mit Herrn Putin sehr geduldig. Man stelle sich vor, die USA greifen in die russischen Wahlen ein. Da wäre etwas los.

@schabernack - Schuldzuweisungen

«Die glaubt schließlich an den Besitz der einzig wahren Wahrheit und die Schuld Russlands.»

19:44 von schabernack:
"Das meint niemand mit Verstand."
> Es ist nun mal so, dass mit Halbwahrheiten und Lügen gearbeitet wird, wenn es den nationalen Interessen dient. Dahinter stecken definitiv Menschen mit Verstand. Wie es bei den Menschen aussieht, die darauf hineinfallen, weiß ich nicht.

"Aber interessanter wäre es schon, von der Russischen Führung auch nur ein einziges Mal zum Thema Frage Beliebig was anderes zu hören als: Weiß ich nix von, habe ich noch nie was von gehört, [...]"
> Was erwarten Sie denn?
Keine Regierung gibt offen zu, dass sie irgendetwas Verbotenes getan hat. Sie wird daher falsche Anschuldigungen genauso zurückweisen wie die berechtigten.

Auf unserer westlichen Seite wird praktisch nur Russland beschuldigt und damit zu der von Ihnen kritisierten Reaktion gezwungen. Die Alternative wäre Schweigen. Aber das wäre ja dann auch ein Schuldeingeständnis.

re nachfragerin (Threadübertrag): Zweifel

>>Die andere Glaubensgemeinschaft wird sich davon natürlich nicht überzeugen lassen. Die glaubt schließlich an den Besitz der einzig wahren Wahrheit und die Schuld Russlands. Keine noch so lächerliche Behauptung wird anzweifeln, sondern als absoluter Beweis für die Rechtmäßigkeit des eigenen Glaubens herangezogen. Was stört, ist die Realität. Aber die lässt sich ja selektiv wahrnehmen oder gänzlich ignorieren.<<

Zunächst: Ich halte - zumindest im politischen Raum - überhaupt nichts von „Glaubensgemeinschaften“.
Man muss meine Einschätzung der zitierten GG nicht teilen. Aber die reflexartige Reaktion, mich dann einer anderen „GG“ zuzuordnen, spricht genau für meine Einschätzung.

In einer Demokratie herrscht keine Glaubensgemeinschaft, sondern die Vielfalt einer komplexen und in sich wertvollen Gesellschaft. Das ist mehr als „Glaube“, dass ist Einsicht in die Vielfalt des Ganzen und den Wert jedes Einzelnen.

Für mich ist das „leben“ und nicht „glauben“. Und daran glaube ich!

Aversionen

Wenn man die Einschätzung des Treffens gerade in den ARD gehört hat, wird deutlich warum es bei uns so viele Aversionen gegenüber Russland gibt. Weil unter der Maxime "es muss doch etwas negatives über Russland und Putin zu berichten geben" kommentiert wird, bis hin zu einer Unwahrheit was die Minsker Vereinbarungen betrifft. Aber wen überrascht das noch?

Biden - Putin

Ich würde sagen schön das sie miteinander geredet haben.

Beide haben aus der Sicht des Anderen Dreck am ......

Sollten sich darauf konzentrieren das die Wellt friedlich bleit, alles was positiv darüber hinaus zustande kommt ist ein Geschenk für alle.

19:39 von AbseitsDesMains...

… Über mehr als 300 Jahre konnte Rußland kleinere Völker und Staaten erobern und einverleiben. Deshalb wurde Rußland der größte Staat der Erde. Die Einverleibungen laufen bis heute. Merkt das denn keiner?

Nein, tatsächlich sind sie der einzige Mensch, der das merkt. Glückwunsch!

Unglaubwürdig

Putin ist für meine Begriffe völlig unglaubwürdig. Ein autoritärer Machthaber ohne demokratische Legitimation.

Manipulation

Die Einmischungen in die US-Wahl zu Gunsten Trumps sind ja aktenkundig.

Q19:39 von AbseitsDesMains...

… Über mehr als 300 Jahre konnte Rußland kleinere Völker und Staaten erobern und einverleiben. Deshalb wurde Rußland der größte Staat der Erde. Die Einverleibungen laufen bis heute. Merkt das denn keiner?

vor 400 Jahren gehörten die USA noch den Indianern!!!!

Nennt mir eine Nation die keinen Dreck am ... hat.

@19:53 von schabernack 19:37 von Anna-Elisabeth

//Die Hoffnungsgemeinschaft hat auch nicht zwangsläufig Wissen. Aber sie weist Wissen nicht reflexartig ab, noch bevor das Wissen überhaupt erst an der Türe angeklopft hätte mit der Bitte um Einlass.//

Stimmt.

Die Hoffnungsgemeinschaft, an die ich hier denke, hat nur ein Motto: "Und Friede auf Erden". (Ich habe da gerade das Weihnachtsoratorium im Ohr)

Opa Klaus muss sich da auch keine Sorgen machen, dass es ein Debattierclub wird, wenn alle das gleiche wollen. Auf den Weg zu diesem Ziel haben wir in diesem Fall ja eh kaum Einfluss.

Am 16. Juni 2021 um 20:04 von Nachfragerin

Auf unserer westlichen Seite wird praktisch nur Russland beschuldigt und damit zu der von Ihnen kritisierten Reaktion gezwungen. Die Alternative wäre Schweigen. Aber das wäre ja dann auch ein Schuldeingeständnis.

Ihren Kommentaren zu folgen, ist das aber gerade bei Ihnen umgekehrt,praktisch beschuldigen Sie nur den Westen,das ist doch schon mal ein gleichgewicht.

Wen das so einseitig ist wie Sie das hier laufend verkaufen,waere Joe nicht zum Treffen gekommen.

20:07 von der.andere

dieser aussage schliesse ich mich vollumfänglich lan. leider war mir eine ähnliche aussage hier nicht möglich, weil ich das nicht in so schöne und klare worten kleiden kann

Am 16. Juni 2021 um 20:11 von

Am 16. Juni 2021 um 20:11 von Thomas D.
19:39 von AbseitsDesMains… … Über mehr als 300 Jahre konnte Rußland kleinere Völker und Staaten erobern und einverleiben. Deshalb wurde Rußland der größte Staat der Erde. Die Einverleibungen laufen bis heute. Merkt das denn keiner?

Aber aber,das macht doch nur der Westen.

20:11 von Emil67

Sollten sich darauf konzentrieren das die Wellt friedlich bleit, alles was positiv darüber hinaus zustande kommt ist ein Geschenk für alle.

Sehr weise Worte, meine Hochachtung.

20:11 von Thomas D. 19:39 von AbseitsDesMains...

Die Einverleibungen laufen bis heute. Merkt das denn keiner?

Nein, tatsächlich sind sie der einzige Mensch, der das merkt. Glückwunsch!
--
Zu einem Vielvölkerstaat wurde Russland erstmals nach der Eroberung der tatarischen Khanate Kasan und Astrachan in den Jahren 1552 und 1556. Eroberung Sibiriens, wo nach dem Fall des Khanats Sibir die russischen Kosaken immer weiter östlich vordrangen, Forts gründeten
Wie die USA "Eroberung des Westens"
Ende des 17. Jahrhunderts wurde mit China der Vertrag von Nertschinsk geschlossen, der die Grenzen der Einflussgebiete zweier Staaten am Amur festlegte. Im 18. Jahrhundert brachte Russland ganz Sibirien bis zur Beringstraße unter Kontrolle, begann mit der Ausdehnung auf Alaska, Fort Ross .
1864 wurden Dschambul (heute Taras), Jassy und Tschimkent (heute Schymkent) erobert. 1867 wurden die neu gewonnenen Gebiete als "Oblast Turkestan"

Wie war das mit dem Osten Polens ,mit dem Hitler Stalin Pakt

ganz so unrecht hat @AbseitsDesMains nicht

@19:39 von AbseitsDesMains

>> erobert Nachbargebiete

Dabei wird IMMER WIEDER gerne vergessen, daß Russland ein viertel Jahr vorher die Miete für 10(!!!) Jahre für die Krim bezahlt hatte und sich dann die Ukraine bockig stellte. Also weder Nutzungsrecht noch Geld zurück! oO

Ich versteh auch nicht, daß Russland DAS nicht so toll fand. Aber vielleicht können Sie mir das ja erklären. -.-

Der zerbrechliche Frieden

Schade, gerne hätte man was gehört über das Thema Abrüstung zumindest jedoch über mögliche Einschränkungen der weiteren Aufrüstung. Ebenso hätte man gerne was vernommen über Rüstungseinschränkungen im All. Ebenso über die ständige Aufrüstung der atomaren Waffen mit Hypersonic weapons. Vorwarnzeiten gibt es keine mehr. Dazu auch über das Wiederaufleben von Chemische und Biologische Waffen. Und wir haben zur Kenntnis nehmen müssen wie abhängig wir sind. Und über allem, sämtliche Waffenarten der A.I. die stillschweigend in unsere Zivilisation eindringen.
Denn das ist doch was unser Frieden in den letzten Jahren so total zerbrechlich gemacht hat und wir sowenig zur Kenntnis nehmen.

20:14 von Ex-Linker

die Ausnahme oder der Regelfall auf der Welt ?

@20:14 von Ex-Linker

"Putin ist für meine Begriffe völlig unglaubwürdig. Ein autoritärer Machthaber ohne demokratische Legitimation."

Behauptet das der Trump über den Biden nicht auch?!

Keine roten Linien

Biden wollte Putin rote Linien aufzeigen…das hat wohl nicht ganz geklappt.
Hab ich ja vorher gesagt!
Putin hat eben was auf dem Kasten…

re 20:07 der.andere: Unwahrheiten

>>Weil unter der Maxime "es muss doch etwas negatives über Russland und Putin zu berichten geben" kommentiert wird, bis hin zu einer Unwahrheit was die Minsker Vereinbarungen betrifft.<<

Ich habe die Pressekonferenz von Herrn Putin verfolgt und ich gewann den festen Eindruck, dass er - wohlgemerkt als russischer und nicht als ukrainischer Präsident - sich als den Einzigen betrachtet, der die „Minsker Vereinbarungen“ verstanden hätte.

Und Sie scheinen ihm das zu glauben...

Biden sollte Putin fragen,

ob er nicht besser wieder das dem kapitalistischen System konträre System einführen will? Es hat eindeutig besser funktioniert, auch international.

Hoffnungsgemeinschaft

@19:42 von Opa Klaus, 19:42 von weltoffen, 20:22 von Barbarossa 2

Ich fühle mich in guter Gesellschaft.

@schabernack, 19:44

Wissen Sie was? Der Großinquisitor hat seinerzeit die Schuld des Delinquenten dadurch als erwiesen angesehen, dass dieser nicht gestanden hat. Denn daran konnte ja "jeder mit Verstand" erkennen, dass er lügen muss.
Ich bin ein begeisterter Anhänger von Zirkelschlüssen, ich kann gar nicht genug davon bekommen, weil sie so einfach sind, dass sogar ich sie verstehe. Bitte mehr davon!

Tempora mutantur

Nos et mutamur in illis (Ovid): „Die Zeiten ändern sich und wir in ihnen“.

Ich kann mich noch gut erinnern, wann die Berichterstattung über Russland zunehmend begann antirussisch zu werden.

Die Zäsur (aus meiner Sicht) war die Verhaftung des Milliardärs Chodorkowski. Dieser wurde im Westen als Opfer einer Willkürjustiz präsentiert. Nach der Herkunft seines Vermögens wurde nicht gefragt. Die Verhaftung Chodorkowskis markierte das Ende einer Ära, in der über Russland positiv - wenn auch mit herablassendem Ton - berichtet wurde. Damals waren die „reichen Russen“ noch die Lieblinge des Boulevards.

Da ist mir die jetzige Berichterstattung über Russland sogar lieber.

20:37 von WM-Kasparov-Fan

«Biden sollte Putin fragen, ob er nicht besser wieder das dem kapitalistischen System konträre System einführen will? Es hat eindeutig besser funktioniert, auch international.»

Aha … aber muss ja so gewesen sein.

Darum sind in den 1990-ern die USA und die NATO kollabiert, und die UdSSR und den Warschauer Pakt gibt es 2021 immer noch. Nun versteht man das erst so richtig gut.

Wenn Putin nur unglaubwürdig wäre

@ 16. Juni 2021 um 20:14 von Ex-Linker
„Putin ist für meine Begriffe völlig unglaubwürdig. Ein autoritärer Machthaber ohne demokratische Legitimation.“

Ach wenn es nur das wäre… nein: Putin ist für mich ein kaltblütiger Mörder.
Biden soll zu ihm schon vor Jahrzehnten zu ihm gesagt haben: „you have no soul“ . Darauf Putin. „you unterstand me“

re 20:35 skydiver-sr: Kasten

>>Biden wollte Putin rote Linien aufzeigen…das hat wohl nicht ganz geklappt.<<

Woran glauben Sie das fest machen zu können?

>>Putin hat eben was auf dem Kasten…<<

Na dann... und dann noch Ihre Einschätzung Putins als Mann, >>der seine Ziele rigoros durchsetzt<< (Vorgängerthread)...

So langsam verstehe ich Ihre Bewunderung - und kann sie umso weniger teilen.

@ der.andere

Wenn man die Einschätzung des Treffens gerade in den ARD gehört hat, wird deutlich warum es bei uns so viele Aversionen gegenüber Russland gibt. Weil unter der Maxime "es muss doch etwas negatives über Russland und Putin zu berichten geben"

Ja, leider. Mord im kleinen Tiergarten, Vergiftung vob Skripal, Vergiftung von Nawalny, ...
Mit Gewalt macht man sich keine Freunde.

um 20:15 von Ex-Linker

Zitat:
"Die Einmischungen in die US-Wahl zu Gunsten Trumps sind ja aktenkundig."

Koennen Sie die Akten benennen? Denn der Mueller Bericht kann es nicht sein. Denn wenn da Beweise drin waeren, haette es viele Urteile deswegen gegeben.
PS: Urteile gab es zwar, aber wegen anderer Vergehen bis hin zur Wirtschaftskriminalitaet.
Ich glaube, es war fuer die Betroffenen ganz schoen bitter wegen einer Sache, bei der sie wohl unschuldig sind, in den Fokus der Ermittler zu kommen, um dann wegen anderer - m.E. schwerwiegendere Delikte dingfest gemacht zu werden. Das hat m.E. auch erklaert, warum die Betroffenen so wenig kooperativ waren, wie sich Herr Mueller zurecht beschwert.

20:35 von skydiver-sr

Hab ich ja vorher gesagt!
Putin hat eben was auf dem Kasten…

Ja und nein. Wenn man überlegt, dass Texas inzwischen eine größere Wirtschaftsmacht als die Russische Föderation ist.

@ WM-Kasparov-Fan

... ob er nicht besser wieder das dem kapitalistischen System konträre System einführen will?

Sie sprechen in Rätseln.

@weltoffen - Solche Treffen dienen auch der Selbstdarstellung

20:22 von weltoffen:
"Ihren Kommentaren zu folgen, ist das aber gerade bei Ihnen umgekehrt,praktisch beschuldigen Sie nur den Westen,das ist doch schon mal ein gleichgewicht."
> Das ist völlig richtig. Ich liefere die Sichtweise, die ich in der Berichterstattung vermisse.

"Wen das so einseitig ist wie Sie das hier laufend verkaufen,waere Joe nicht zum Treffen gekommen."
> Und Putin ebenfalls nicht. Die Kunst besteht darin, es öffentlich so darzustellen als hätte die Gegenseite den Konflikt verursacht. Dazu zählt auch, sich kompromissbereit zu zeigen, obwohl man es gar nicht ist.

Leidenschaft

Biden ist ein Mann mit Leidenschaft, der ehrlich und offen alles daran setzt, seinem Volk zu dienen. Putin ist das schiere Gegenteil, berechnet und eiskalt.

re 20:53 Möbius: Zäsur

>>Ich kann mich noch gut erinnern, wann die Berichterstattung über Russland zunehmend begann antirussisch zu werden.

Die Zäsur (aus meiner Sicht) war die Verhaftung des Milliardärs Chodorkowski. Dieser wurde im Westen als Opfer einer Willkürjustiz präsentiert. Nach der Herkunft seines Vermögens wurde nicht gefragt. Die Verhaftung Chodorkowskis markierte das Ende einer Ära, in der über Russland positiv - wenn auch mit herablassendem Ton - berichtet wurde. Damals waren die „reichen Russen“ noch die Lieblinge des Boulevards.

Da ist mir die jetzige Berichterstattung über Russland sogar lieber.<<

Tatsächlich - ich teile Ihre Beobachtung! Inklusive Ihrer Beurteilung des „Boulevards“.

Der ist allerdings immer noch auf der Suche nach den „Superreichen“ und ist damit das Einzige, was sich nicht geändert hat.

Im - politischen - Russland hat sich dagegen seitdem fast alles geändert. Wie Biden heute genau analysiert hat: Hin zu einer regierungszentrierten Zentralmacht!

Ist es nicht vor allem auch

Ist es nicht vor allem auch in Europas Interesse, wenn es zu einer zaghaften Annäherung zwischen den USA und Russland kommen sollte? Ist ziemlich unangenehm zwischen zwei Streithähnen zu sitzen. Irgendetwas bekommt man immer ab, egal, ob man sich auf eine Seite schlägt oder neutral bleibt.

Wenn man wirklich Frieden will

Dann sollte man mal versuchen, die russische Sichtweise zu verstehen.

Russland hat 2008 in Südossetien mit regulären Truppen interveniert. Hätte es dies nicht - so die russische Überzeugung - hätten die Georgier ein Blutbad unter der Zivilbevölkerung angerichtet.

Mit derselben Motivation hat Moskau mit verschiedenen Maßnahmen unterhalb der Schwelle einer Invasion des Nachbarlands 2014 in den Ukraine Konflikt eingegriffen. Laut UN flohen zeitweise ca. 2 Millionen Menschen nach Russland - über die im Westen aber nicht berichtet wurde. Ein weiteres Tabuthema waren die umfangreichen Überläufer. Ganze Battailione sind zu Beginn des Konflikts zu den Separatisten oder nach Russland (bzw der Krim) übergelaufen. Gleichzeitig haben tausende Juden die Ukraine verlassen nachdem in Kiew Nationalisten die Regierung übernahmen.

Diese Seite des Konflikts möchte man im Westen nicht sehen. Und solange man das nicht tut, sehe ich wenig Chancen auf eine Versöhnung mit Russland.

@ Jürgen

"Die Einmischungen in die US-Wahl zu Gunsten Trumps sind ja aktenkundig."
Koennen Sie die Akten benennen?

Es wurden mehrere Mitarbeiter Trumps dafür rechtskräftig verurteilt. Dass sie in Trumps letzten Tagen an der Macht begnadigt wurden, macht sie ja nicht unschuldig.

@ Nachfragerin

Das ist völlig richtig. Ich liefere die Sichtweise, die ich in der Berichterstattung vermisse.

Es sieht manchmal so aus, als stünden Sie auf der Seite Putins, eines autoritären Machthabers.

@21:06 von teachers voice

"Im - politischen - Russland hat sich dagegen seitdem fast alles geändert. Wie Biden heute genau analysiert hat: Hin zu einer regierungszentrierten Zentralmacht!"

Und das ist aus meiner Sicht genauso gefährlich wie die Dezentralisierte Macht der USA, mit CIA, NSA, usw. Die USA morden mit Drohnen und da ist es auch egal wenn es meist die Falschen trifft, Russland macht das Persönlicher mit weniger Kollateralschäden.

Und ich verurteile beides.

Der Unterschied beider lieg in der Berichterstattung.

20:19 von Emil67

vor 400 Jahren gehörten die USA noch den Indianern!!!!
..
und wo war die Ostgrenze von Polen
mal unter Hitler-Stalin-Pakt googeln
die Eroberungen waren schon enorm

@20:57 von Ex-Linker

>> Ja, leider. Mord im kleinen Tiergarten,
>> Vergiftung vob Skripal, Vergiftung von
>> Nawalny,

Ähh, wenn Sie die Namen z.B. durch Fidel Castro oder Patrice Lumumba ersetzen, wäre das ein schlechtes Quartal für die CIA gewesen. oO

Am 16. Juni 2021 um 21:00 von Nachfragerin

Biden-"Nobody wants a Cold War again",wenn das jetzt Ihr Kumpel Putin auch noch sagt ,gehts doch in die richtige richtung.
Dann brauchen Sie nicht mehr Ihre einseitige Sichtweise Berichten,quasi Retirement fuer Sie

Gruessle

Warum dürfen wir nicht kritisch sein?

@ Möbius:
Dann sollte man mal versuchen, die russische Sichtweise zu verstehen.

Sollen wir auch Oppositionspolitiker mit fingierten Steuervergehen verhaften?

20:50 von frosthorn / @schabernack

«Wissen Sie was? Der Großinquisitor hat seinerzeit die Schuld des Delinquenten dadurch als erwiesen angesehen, dass dieser nicht gestanden hat. Denn daran konnte ja "jeder mit Verstand" erkennen, dass er lügen muss.
Ich bin ein begeisterter Anhänger von Zirkelschlüssen, ich kann gar nicht genug davon bekommen, weil sie so einfach sind, dass sogar ich sie verstehe. Bitte mehr davon!»

So es überhaupt einen Zirkelschluss geben sollte. Dann ist es der vom Ewigen Großen Nein, das über das Nein hinaus gehend gar nix kann.

Ich schließe gar nix anderes bei so was immer als:
Vielleicht war wer was alles.
Eventuell war wer was aber auch gar nix.
Aus dem Nein der Ewigkeit lässt sich auch nichts anderes schließen.

20:53, Möbius

>>Die Zäsur (aus meiner Sicht) war die Verhaftung des Milliardärs Chodorkowski. Dieser wurde im Westen als Opfer einer Willkürjustiz präsentiert. Nach der Herkunft seines Vermögens wurde nicht gefragt.<<

Das Vermögen Chodorkowskis kam genau da her, wo auch die Vermögen der anderen sogenannten Oligarchen herkamen, nämlich aus der Konkursmasse der Sowjetunion. Unter Putin wurden diejenigen dieser Zerfallsgewinnler nicht belangt, die brav waren und ihn unterstützten. Andere gingen ins Ausland, manche wurden ermordet.

Am 16. Juni 2021 um 21:17 von

Am 16. Juni 2021 um 21:17 von Die Linke Ost
@ Nachfragerin
Es sieht manchmal so aus, als stünden Sie auf der Seite Putins, eines autoritären Machthabers.

Nein nein,Sie macht das nur aus Nächstenliebe

Das Putin-System ist nicht fair

@ Möbius:
Dann sollte man mal versuchen, die russische Sichtweise zu verstehen.

Sollen wir auch den einzigen aussichtsreichen Konkurrenten unserer Regierung vergiften und dann wegen verpasste Meldefristen ins Zuchthaus stecken?

Biden: "Niemand will einen neuen kalten Krieg"

Es kommt darauf an, was subjektiv die vielen Millionen und Milliarden Bürger darunter verstehen!
Ich jedenfalls, sehe den damaligen kalten Krieg als ungefährlicher, als die jetzigen hinterlistigen und gehässigen Kriege zwischen den Staaten. Und dieses Mal sind es ausschließlich Staaten mit Marktwirtschaft, also Kapitalismus.

re 21:00 Nachfragerin: Sichtweisen

>>20:22 von weltoffen:
"Ihren Kommentaren zu folgen, ist das aber gerade bei Ihnen umgekehrt,praktisch beschuldigen Sie nur den Westen,das ist doch schon mal ein gleichgewicht."
> Das ist völlig richtig. Ich liefere die Sichtweise, die ich in der Berichterstattung vermisse.<<

Ja, das merkt man!
Die Rolle kann man einnehmen - die Rolle nimmt einen aber auch selbst ein!

Das muss man wissen, und dann kann man auch anfangen, wirklich „nachzufragen“.

Wenn ich Sie persönlich fragen darf: Halten Sie die russische Föderation und ihre Regierung wirklich für so unbedarft, ihre Meinung nicht selber verbreiten zu können?

Und ich gebe Ihnen auch etwas „Persönliches“ zurück: Ich „glaube“ nicht, auf der „richtigen“ Seite zu stehen - ich zweifle daran! Permanent - und deshalb schreibe ich hier und denke und frage und - warte! Und ich bin stolz auf jeden Tag, an dem ich eine Seite wechseln kann.

Heute hat mich der vermeintliche „Tattergreis“ (Trump) tatsächlich regelrecht beschämt! Bravo!

19:37, Anna-Elisabeth

>>Im Vorgängerthread war ja von Glaubensgemeinschaften die Rede. Ich gründe hiermit eine Hoffnungsgemeinschaft. Macht jemand mit?<<

Auch ich bin dabei.

Am 16. Juni 2021 um 21:00 von Nachfragerin

Am 16. Juni 2021 um 21:00 von Nachfragerin
@weltoffen - Solche Treffen dienen auch der Selbstdarstellung

Das ist völlig richtig. Ich liefere die Sichtweise, die ich in der Berichterstattung vermisse.

Vorschlag, umschulen und fuer die ARD arbeiten.

Als Ausgleichs-Berichtserstatterin

PS niche market

20:57 von Ex-Linker

Mord im kleinen Tiergarten, Vergiftung vob Skripal, Vergiftung von Nawalny, ...
---
mutmaßlich müsste da stehen
bei Bin Laden oder General Soleimani ist es Fakt mit den Tätern

@teachers voice - andere Sichtweisen

20:05 von teachers voice:
"Zunächst: Ich halte - zumindest im politischen Raum - überhaupt nichts von ,Glaubensgemeinschaften'."
> Das freut mich zu lesen.

"Man muss meine Einschätzung der zitierten GG nicht teilen. Aber die reflexartige Reaktion, mich dann einer anderen ,GG' zuzuordnen, spricht genau für meine Einschätzung."
> Ich habe lediglich den Gegenpart der von Ihnen erwähnten "Glaubensgemeinschaft" beschrieben. Sie brauchen sich also nicht angesprochen fühlen.

"In einer Demokratie herrscht keine Glaubensgemeinschaft, sondern die Vielfalt einer komplexen und in sich wertvollen Gesellschaft."
> Eben. Deshalb sehe ich es kritisch, wenn eine einheitliche Meinung verbreitet wird.

21:14 von Die Linke Ost

Das muss mir entgangen sein. Koennen Sie mir bitte Beispiele nennen und den Verurteilungsgrund benennen?

Ich habe nur Urteile in Erinnerung, bei denen es um Falschaussagen und/oder Wirtschaftskriminalitaet ging, aber kein einziges Urteil, wo Jemand wegen nachgewiesener Wahlmanipulation oder -sversuchen (mit oder ohne russischer Beteiligung) verurteilt wurde.

@schabernack um 20:53 Uhr

"Aha … aber muss ja so gewesen sein.
Darum sind in den 1990-ern die USA und die NATO kollabiert, und die UdSSR und den Warschauer Pakt gibt es 2021 immer noch. Nun versteht man das erst so richtig gut."

Ein Gedankenspiel . . . und lenken Sie bitte nicht mit der Realität ab, denn es gibt ja Trillionen Varianten von Zukunft, je nach eintretenden Ereignissen.

Falls es wirklich so gekommen wäre, wie Sie schreiben, wäre unsere Gegenwart dann tatsächlich schlechter, als sie jetzt ist? Bitte stellen Sie sich diese Frage.

21:21 von Die Linke Ost

Sollen wir auch Oppositionspolitiker mit fingierten Steuervergehen verhaften?
--
oder unter Vergewaltigungsvorwurf, weil sie keinen Kondom benutzten ?

re 21:19 Emil67: Unterschiede

>>@21:06 von teachers voice
"Im - politischen - Russland hat sich dagegen seitdem fast alles geändert. Wie Biden heute genau analysiert hat: Hin zu einer regierungszentrierten Zentralmacht!"

Und das ist aus meiner Sicht genauso gefährlich wie die Dezentralisierte Macht der USA, mit CIA, NSA, usw. Die USA morden mit Drohnen und da ist es auch egal wenn es meist die Falschen trifft, Russland macht das Persönlicher mit weniger Kollateralschäden.

Und ich verurteile beides.

Der Unterschied beider liegt in der Berichterstattung.<<

Nein - im politischen System! Oder genauer - in den unterschiedlichen Systemen!
Das eine KANN aus seinen Fehlern lernen - und das Andere MUSS auf seine Erfolge plattreiten, bis schließlich auch der Letzte durchgucken kann.

So vergleichbar - und doch so fundamental anders!

@20:15 von Ex-Linker

>> Die Einmischungen in die US-Wahl zu
>> Gunsten Trumps sind ja aktenkundig.

Die Einmischungen seinerzeit in die Russland-Wahl zu Gunsten Jelzins sind ja aktenkundig.

Der Osten von Polen

Ist heute ein Teil von Belarus.
Nur mal so nebenbei.

@ Möbius

Laut UN flohen zeitweise ca. 2 Millionen Menschen nach Russland - über die im Westen aber nicht berichtet wurde.

Von der UN aber in Wirklichkeit auch nicht. Jedenfalls habe ich keine so lautende Äußerung der UN gefunden. Berichtet wurde das nur in Russland. Dämmerts?

@weltoffen - Biden kann viel erzählen.

21:21 von weltoffen:
"Biden-'Nobody wants a Cold War again',wenn das jetzt Ihr Kumpel Putin auch noch sagt ,gehts doch in die richtige richtung."

Es hatte auch niemand die Absicht, eine Mauer zu bauen. Solche Worte sind nichts wert, wenn keine entsprechenden Taten folgen.

Das direkte Gespräch zwischen Biden und Putin werte ich aber als ein gutes Zeichen. Vielleicht wird ja noch mehr daraus.

PS: Ich habe keine "Kumpel" in der Politik.

@21:23 von Die Linke Ost

>> vergiften

Sie meinen mit einem Gift, das jeder 11.-Klässler (der ein bisschen im Chemieunterricht aufpaßt) aus Haushaltschemikalien zusammenpanschen kann? oO

@ WM-Kasparov-Fan

... als die jetzigen hinterlistigen und gehässigen Kriege zwischen den Staaten. Und dieses Mal sind es ausschließlich Staaten mit Marktwirtschaft, also Kapitalismus.

Marktwirtschaft ist ja nicht gleich Kapitalismus. Kapitalismus lehne ich ab, die Marktwirtschaft ist aber im Grunde die freieste und fairste Form des Wirtschaftens.

@zöpfchen um 20:55

„Putin ist für meine Begriffe völlig unglaubwürdig. Ein autoritärer Machthaber ohne demokratische Legitimation.“

"Ach wenn es nur das wäre… nein: Putin ist für mich ein kaltblütiger Mörder."

Und was ist der Drohnen-Killer Obama oder der größte Kriegsverbrecher der letzten Jahrzehnte, George Warlord Bush, der auf seine Ranch in Dallas unbehelligt lebt, für Sie?

21:27 von fathaland slim

Auch ich bin dabei.

da lob ich mir die USA
die haben Jo Biden, Stevie Wonder, Bob Hope und Jonny Cash
und wir vertrauen nur auf "Hoffnung"

@Die Linke Ost - Seitenwechsel

21:17 von Die Linke Ost:
"Es sieht manchmal so aus, als stünden Sie auf der Seite Putins, eines autoritären Machthabers."

Das ist mir bewusst. Sobald hier die russische Sichtweise unkritisch verbreitet und die USA mit unbegründeten Anschuldigungen konfrontiert werden, wird es so aussehen, als stünde ich an der Seite Bidens.

Darstellung: