Ihre Meinung zu: Nicaragua: U-Haft gegen Oppositionelle verhängt

15. Juni 2021 - 7:41 Uhr

Vor der Wahl im November geht Nicaraguas Präsident Ortega weiter hart gegen Oppositionelle vor: Nach weiteren Festnahmen am Wochenende ist gegen zwei führende Mitglieder der Partei Unamos Untersuchungshaft angeordnet worden.

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Kommentare

Nicaragua: Haft gegen Oppositionelle.....

Nach einer Meinungsumfrage von M & R Consultationes kann Ortega mit 68,9 Prozent der Stimmen rechnen. Die CN-Nationale Koalition und die Bürgerallianz-AC wollen die Sandinisten im November besiegen, was vermutlich illusorisch ist.
Die Opposition fordert daher von den USA Sanktionen gegen das Land um dem Regime Change nahe zu kommen ( Artikel "Ein Herz für Putschisten", von Volker Hermsdorf).

Ich bin immer wieder

Ich bin immer wieder überrascht, das wir in dieser Zeit immer mehr Staaten haben, die von Despoten übelster Natur beherrscht werden. Egal ob Ortega, Bolsenario, Kim, Putin, Erdowahn, Trump und wie die sonst noch heißen, ich frage mich, wie lange wollen es wir uns es noch leisten und diesen betroffenen Völkern zumuten, dass da einer mit seinen kriminellen Banden mit Faustrecht die Gesundheit, die Zukunft, das Recht auf ein freies Leben und den Frieden nicht anerkennt und mit Mord und Totschlag seiner ungezügelten, kranken Willkür folgend alles unterdrückt? Warum bildet sich dagegen kein Protest? Warum werden solche Sadomeister nicht schon längst von internationalen Schutztruppen gleich eingefangen, bevor noch mehr passiert? Sind die, die sonst sofort auf der Demo für Recht und Freiheit hier den starken Willen zum Neuanfang führen, da nicht mehr interessiert? Oder sind die doch nur Maulhelden um Wahlen in bestimmte Richtungen zu forcieren und es ist alles nur Theater?

09:24, Bernd Kevesligeti

>>Nicaragua: Haft gegen Oppositionelle.....
Nach einer Meinungsumfrage von M & R Consultationes kann Ortega mit 68,9 Prozent der Stimmen rechnen. Die CN-Nationale Koalition und die Bürgerallianz-AC wollen die Sandinisten im November besiegen, was vermutlich illusorisch ist.
Die Opposition fordert daher von den USA Sanktionen gegen das Land um dem Regime Change nahe zu kommen ( Artikel "Ein Herz für Putschisten", von Volker Hermsdorf).<<

Sie finden es also völlig in Ordnung, wie Herr Ortega das Land zur Diktatur umbaut. Schließlich hat er ja gute Umfragewerte bei M & R Consultationes, was immer das sein mag. Und ja, sicher, wieder mal müssen Putsch und Regime Change abgewehrt werden, da muss man natürlich zu etwas robusteren Methoden greifen.

Es wird immer schlimmer. Es

Es wird immer schlimmer. Es gibt immer mehr solcher n Möchtegernkings, die ihr komplexbeladenes Ich auf Kosten wehrloser Menschen, als Supermensch aufspielen wollen. Um ihre Lächerlichkeit zu verdecken, und endlich Beachtung zu finden, müssen die schwächesten in krankhafter Unterdrückung Mord und Totschlag erleiden. Wie lange will die angeblich ja so sehr nach Frieden und Gerechtigkeit strebende Weltgemeinschaft dabei noch zu schauen, ja teils sogar selbst solche Wahnwizigen in Regierungsgewalt bringen und bei deren Vernichtungszenarien sogar noch unterstützen und schützen? Wann wird mit Tätern und deren Helfern endlich abgerechnet und ein Ende gemacht? Man hat es satt, immer wieder auf‘s Neue die selben Nachrichten über solche Vorkommnisse zu lesen und nichts passiert, dass es endlich aufhört.

09:42, Margareta K.

>>In dieser Region der Welt ...
... kenne ich mich nicht aus. Was Politik betrifft schon gar nicht. Aber, ist es gänzlich unwahrscheinlich, was die Regierung Nicaraguas da “unterstellt“?

“Die Regierung von Ortega unterstellte derweil einer Reihe von festgenommenen Oppositionellen Putschpläne. Das einzige, das sie gemein hätten, sei ihre Loyalität gegenüber der US-Regierung, und dass sie Millionen Dollar bekommen hätten, um die gewählte Regierung Ortegas zu stürzen, hieß es.“<<

Meinen Sie nicht, daß ein solcher Vorwurf wohlfeil ist?

Plädieren Sie dafür, vor der Bundestagswahl führende AfD-Mitglieder in Untersuchungshaft zu nehmen, weil sie loyal gegenüber Putin sind und bestimmt Geld aus Moskau bekommen haben?

09:24 von Bernd Kevesligeti

"Nach einer Meinungsumfrage von M & R Consultationes kann Ortega mit 68,9 Prozent der Stimmen rechnen. Die CN-Nationale Koalition und die Bürgerallianz-AC wollen die Sandinisten im November besiegen, was vermutlich illusorisch ist."

Ich will ja gern glauben, dass es diese Umfrage mit diesem Ergebnis gibt. Aber die Internetsuche nach "M & R Consultationes", auch die nach "M & R Consultations" führt ins Leere, und die nach "M & R Consulting" zu einer medizinischen Beratungsfirma. Ihre Angabe ist ohne genauere Quellenangabe nicht nachprüfbar und so lange für mich null und nichtig.

"Die Opposition fordert daher von den USA Sanktionen gegen das Land um dem Regime Change nahe zu kommen ( Artikel "Ein Herz für Putschisten", von Volker Hermsdorf)."

Dieser Artikel entstammt der "Jungen Welt". Dagegen ist soweit nichts zu sagen, aber man muss sich klar machen: Wenn's nur gegen den Westen geht, heißt die Devise, wie hier: "Ein Herz für Despoten".

von fathaland slim 09:50

Zunächst mal bezeichnen Sie sich ja als links. Die Linken in Nicaragua halten aber nichts von USAID, dem CN-Nationale Koalition oder der AC-Bürgerallianz. Was ist deren Gebaren ?
Nach Washington fahren und um Sanktionen bitten (robustere Methoden) ?
Dazu "USA gegen Ortega", von Volker Hermsdorf.

Es gibt da gewaltige Unterschiede!

In Argentinien gab es mal einen sozialistischen Präsidenten Allende. Der wurde nach einemPutsch (mit US-Hilfe) im Präsidentenpalast erschossen und Pinochet übernahm die Macht. Es störte die USA nicht, dass dieser Pinochet Zigtausende aus Hubschraubern über dem Meer abwerfen ließ und auch massenhaft Zivilisten folterte.
.
In Nicaragua MUSS es sich zwangsläufig um einen Sozialisten handeln, wenn die Amerikaner auf seine Absetzung hinwirken.
.
In Persien wurde der sozialistische Präsident Mossadeq ebenfalls weggeputscht, und der "wunderbare" Schah konnte massenhaft Menschen wegsperren etc., der war ja in den USA aufgewachsen.

von Polios 10:01

Aber trägt der Umgang mit dem Land nicht despotische Züge ? Wer hat da ein Herz für Despoten oder solche die es werden wollen ?

Re : fathaland slim !

Also da werden Äpfel mit Birnen verglichen, denn das Eine hat mit dem Anderen absolut nichts zu tun.
Aber es ist schon auffallend, dass es immer wieder Personen gibt, die sich mit aller Macht, Gewalt und Repressionen versuchen an der Macht zu halten.
Wenn Herr Ortega wirklich für sein Land das Beste will, sollte er auch so fair sein, auf die Menschen zu hören, und tatsächliche Beweise vorlegen, damit die Menschen sich ein eigenes Bild machen können.
Nur ist es für mich auffallend, dass andere Diktatoren die gleichen Methoden anwenden, Menschen wegen angeblichen Plänen, die nie bewiesen wurden, außer mit Lügen und Betrügen, ins Gefängnis werfen ließen. Siehe Belarus, Russland, Myanmar, Hongkong, verschiedene Staaten in Afrika, überall das gleiche Bild und Vorgehen.
Allen geht es nur um eines, um Macht und Geld, die Menschen sind diesen Typen doch vollkommen egal !

10:03 von Bernd Kevesligeti

"Zunächst mal bezeichnen Sie sich ja als links. Die Linken in Nicaragua halten aber nichts von USAID, dem CN-Nationale Koalition oder der AC-Bürgerallianz. Was ist deren Gebaren?"

Es ist allerdings völlig überflüssig, diese Bemerkung zu kommentieren. Das wird fathaland slim schon selbst in passender Weise tun.

Trotzdem: Was Sie da schreiben, ärgert mich sehr. Was soll diese Bemerkung über "die Linken in Nicaragua"? Hat ein Linker hier blind zu übernehmen, was die Linken dort tun? Soll jeder gefälligst das eigene Urteilsvermögen an der Garderobe abliefern, bevor er sich hier oder sonstwo zu Wort meldet? Ist das die Devise, nach der Sie handeln? Auf die richtige Propaganda kommt es an, nicht auf das eigene kritische Denken? Wirklich - Sie müssen einige Jahrzehnte Nachkriegszeit im Tiefschlaf zugebracht haben.

09:50 von fathaland slim

was immer das sein mag.
.
eben was immer das sein mag !

Der Trump kriegte auch 47 % der Stimmen, obgleich wir beide da fassungslos sind
Der Orban wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt, kaum anders in Polen
und um mal etwas weiter weg zu gehen bei diesem Sultan in Ankara
und können sie die Politik der Sozialdemokraten in Dänemark verstehen ?

und zum hundertsten mal
müssen alle Länder dieser Welt ihre politische Meinung und ihr Wahlverhalten mit uns abstimmen ?

10:03, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 09:50
Zunächst mal bezeichnen Sie sich ja als links. Die Linken in Nicaragua halten aber nichts von USAID, dem CN-Nationale Koalition oder der AC-Bürgerallianz. Was ist deren Gebaren ?
Nach Washington fahren und um Sanktionen bitten (robustere Methoden) ?
Dazu "USA gegen Ortega", von Volker Hermsdorf.<<

Sie wissen aber schon, daß sich ein Großteil der Sandinisten der ersten Stunde von Ortega abgewandt hat und ihm vorwirft, das Land als Familienbesitz zu betrachten?

Antiamerikanismus allein reicht nicht, um sich zum Linken zu qualifizieren. Es gibt da durchaus noch ein paar andere und wichtigere Merkmale.

von Polios 10:19

Aber hier scheint es doch so zu sein, daß kritisches Denken und eigenes Urteilsvermögen zurückgestellt werden. Wenn es nur um einen Regime Change geht. Mit Hilfe einer völlig zerstrittenen atomisierten Opposition. Warum wird nicht gefragt, was haben die zu bieten ? Warum nehmen sie Geld aus dem Norden an ?

10:10, DeHahn

>>In Nicaragua MUSS es sich zwangsläufig um einen Sozialisten handeln, wenn die Amerikaner auf seine Absetzung hinwirken.<<

Das ist ja mal eine interessante Theorie. Antiamerikanismus ist also mit Sozialismus gleichzusetzen.

Meine Güte, was ist dieser Begriff beliebig geworden.

Außerdem wirken "die Amerikaner" nicht auf eine Absetzung Ortegas hin. Das war allerdings mal so, unter Ronald Reagan. Vor vierzig Jahren.

10:11 von Bernd Kevesligeti

"Aber trägt der Umgang mit dem Land nicht despotische Züge ? Wer hat da ein Herz für Despoten oder solche die es werden wollen?"

Es ist ganz einfach. Die Frage lautet, ob Bedrohungen von außen, welche auch immer und egal ob wirkliche oder propagandistisch aufgebauschte, ein immer undemokratischeres Regime mit diktatorischen Zügen wie das von Daniel Ortega rechtfertigen können. Ich sage dazu "nein", Sie hingegen "ja".

Und noch etwas: Ein Kritiker der Ortega-Regierung ist nicht automatisch ein Unterstützer US-amerikanischer Interessenpolitik in Mittelamerika.

Aber das ist eine Einsicht, die angesichts Ihres starren Block- und Lagerdenkens kaum bei Ihnen ankommen wird.

10:28, Bernd Kevesligeti

>>von Polios 10:19
Aber hier scheint es doch so zu sein, daß kritisches Denken und eigenes Urteilsvermögen zurückgestellt werden. Wenn es nur um einen Regime Change geht. Mit Hilfe einer völlig zerstrittenen atomisierten Opposition. Warum wird nicht gefragt, was haben die zu bieten ? Warum nehmen sie Geld aus dem Norden an ?<<

Sie finden es also in Ordnung, wenn Oppositionelle eingesperrt werden. Aber warum denn eigentlich, wenn die doch völlig zerstritten und atomisiert sind? Dann hat der Neoliberale Ortega doch gar nichts zu befürchten, oder?

von fathaland slim 10:27

Die Frage ist doch jetzt aber: Wie würden Sie sich verhalten, wenn Sie dort leben würden ? Würden Sie sich auf die Seite der Linken stellen oder ihrer Gegner ? Dazu steht auch ein Artikel auf amerika21 unter dem Titel: "Nicaragua: USAID und die Chamorro-Stiftung".

0:10 von DeHahn

In Argentinien gab es mal einen sozialistischen Präsidenten Allende.
.
in Chile mein lieber DeHahn, in Chile !

das entsprechende Gegenstück in Argentinien hieß Videla oder so ähnlich

von Polios 10:33

Aber "starres Block-und Lagerdenken, daß kommt doch gerade hier zum tragen. Es geht nicht um "Kritiker der Ortega-Regierung".
Und sollte man "ja" sagen zu Gruppierungen, die undemokratisch, ja korrupt agieren, dazu noch fremd finanziert ?

10:28 von Bernd Kevesligeti

"Wenn es nur um einen Regime Change geht."

Dieses Regime Change-Gerede hängt mir zu den Ohren heraus. Selbstverständlich ist ein Regimewechsel höchst erstrebenswert, wenn undemokratische Bedingungen vorherrschen. Und leider gibt es nur allzuviele Gegenden auf der Welt, denen ich einen "Regime Change" wünsche.

"Warum wird nicht gefragt, was haben die zu bieten?"

Eine völlig legitime Frage. Aber Sie scheinen sagen zu wollen: Lieber ein Despot, der es mit den Bürgerrechten nicht so genau nimmt, als eine Opposition, die ich nicht mag, weil sie USA-freundlich ist. Ich erlaube mir, diese Meinung für indiskutabel zu halten.

Am 15. Juni 2021 um 10:03 von Bernd Kevesligeti

@ von fathaland slim 09:50:

Zitat: Zunächst mal bezeichnen Sie sich ja als links. Die Linken in Nicaragua halten aber nichts von USAID, dem CN-Nationale Koalition oder der AC-Bürgerallianz.

Links zu sein bedeutet nicht, bedingungslos jeden auf der Welt zu unterstützen, der sich selbst als links bezeichnet oder den die "Junge Welt" dazu ernennt.

Fathaland Slim dürfte, genau wie ich, früher viel Sympathie für die Sandinsten gehabt haben. Die Solidaritätsaktionen hierzulande waren vielfältig. Ich erinnere mich noch an den furchtbaren Kaffee, den ich aus Solidarität getrunken habe (*Scherz*).

Links sein bedeutet aber nicht, dass man aus Solidarität jede Fehlentwicklung (Vetternwirtschaft, Korruption, Unterdrückung dfer Opposition) mitträgt.

Wenn sich eine linke Bewegung leer läuft, muss man von ihr Abstand nehmen. Ich erinnere an Mugabe, den Revolutoinsheld meiner Jugend, der sich zum furchtbaren Diktator entwickelte.

von fathaland slim 10:36

Ein korruptives Verhalten und Geldwäsche finden Sie in Ordnung ?
Und wenn Ortega so neoliberal ist, warum wird er dann vom Norden so abgelehnt ? Dann müsste er ja in diesem Forum auch etliche Freunde haben.

10:42, Bernd Kevesligeti

>>Und sollte man "ja" sagen zu Gruppierungen, die undemokratisch, ja korrupt agieren, dazu noch fremd finanziert ?<<

Ich weiß nicht, ob Herr Ortega fremd oder bekannt finanziert wird, aber undemokratisch und korrupt ist er auf jeden Fall.

10:37, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 10:27
Die Frage ist doch jetzt aber: Wie würden Sie sich verhalten, wenn Sie dort leben würden ? Würden Sie sich auf die Seite der Linken stellen oder ihrer Gegner ? Dazu steht auch ein Artikel auf amerika21 unter dem Titel: "Nicaragua: USAID und die Chamorro-Stiftung".<<

Ich würde mich auf die Seite der Linken stellen, wie überall. Und das ist nicht die Seite Ortegas. Das sie war früher mal. Bevor Ortega sich zum Neoliberalen gewandelt hatte.

Am 15. Juni 2021 um 10:41 von Sisyphos3

Zitat: in Chile mein lieber DeHahn, in Chile ! das entsprechende Gegenstück in Argentinien hieß Videla oder so ähnlich

Salvator Allende war in der Tat Präsident von Chile - gewählt und ermordet.

Jorge Rafael Videla war ein argentinischer General und Diktator Argentiniens von 1976 bis 1981.

Ein Vergleich zwischen beiden ist hahnebüchen.

Eher wäre Videla in Chile mit Pinochet in Argentinien vergleichbar.

10:47, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 10:36
Ein korruptives Verhalten und Geldwäsche finden Sie in Ordnung ?
Und wenn Ortega so neoliberal ist, warum wird er dann vom Norden so abgelehnt ? Dann müsste er ja in diesem Forum auch etliche Freunde haben.<<

Ortega wird von den USA nicht mehr abgelehnt. Wir schreiben das Jahr 2021, nicht 1981.

von fathaland slim 10:47

Da denken die Menschen in dem Land offensichtlich mehrheitlich anders als Sie. Das wird man im November sehen können.

Die Kunst der Rhetorik

Man kann eben beliebige Sachverhalte zusammenzwirbeln, genau wie ein Schamhaar, ein Bursthaar und ein Haupthaar und dann sagen, dass der Träger derselben einen perversen Haarwuchs hat!
.
"Das ist ja mal eine interessante Theorie. Antiamerikanismus ist also mit Sozialismus gleichzusetzen." @fatherland slim
.
Das Vorgehen Amerikas gegen den Sozialismus wird einfach umgezwirbelt in: "Antiamerikanismus ist Sozialismus". So weit kann Vasallentreue gehen! Brav verinnerlicht!

von fathaland slim 10:50

Gut, aber jetzt verraten Sie dem geneigten Leser doch mal, wen Sie in dem Land in den heutigen Auseinandersetzungen nun als links ansehen ? Die FSLN oder die KP Nicaraguas oder wen ?

10:45, falsa demonstratio

>>Fathaland Slim dürfte, genau wie ich, früher viel Sympathie für die Sandinsten gehabt haben.<<

So ist es.

>>Die Solidaritätsaktionen hierzulande waren vielfältig.<<

Ich habe in einigen mitgearbeitet, allerdings war ich nie, wie Freunde von mir, in Nicaragua, um die Sache der Sandinistas zu unterstützen. Im Geiste war ich aber mit ihnen.

>>Ich erinnere mich noch an den furchtbaren Kaffee, den ich aus Solidarität getrunken habe (*Scherz*).<<

Nein, das ist kein Scherz. Der Kaffee war wirklich nahezu untrinkbar. Aber was tat man nicht alles für die gute Sache.

von fathaland slim 10:52

Richtig, wir schreiben das Jahr 2021. Und die USA haben Sanktionen verhängt und unterstützen die "Opposition".

10:42 von Bernd Kevesligeti

"Es geht nicht um 'Kritiker der Ortega-Regierung'."

Ach nein? Worum denn? Hier sollten Sie unbedingt klärend eingreifen.

"Und sollte man 'ja' sagen zu Gruppierungen, die undemokratisch, ja korrupt agieren, dazu noch fremd finanziert?"

Zu undemokratischen und korrupten Gruppierungen, über die ich hier aber gar nicht rede, sollte man auf keinen Fall "ja" sagen. Aber das bedeutet doch wohl kaum, dass Ortega (dem ebenfalls Korruption und sonst noch einiges nachgesagt werden, aber das nur am Rande) Carte blanche für beliebige Maßnahmen zur Unterdrückung der Opposition haben sollte.

Wie gesagt: Dass ich das eine ablehnen kann, ohne das andere zu unterstützen - das liegt anscheinen weit jenseits Ihrer politischen Vorstellungskraft.

10:55, DeHahn

>>"Das ist ja mal eine interessante Theorie. Antiamerikanismus ist also mit Sozialismus gleichzusetzen." @fatherland slim
.
Das Vorgehen Amerikas gegen den Sozialismus wird einfach umgezwirbelt in: "Antiamerikanismus ist Sozialismus". So weit kann Vasallentreue gehen! Brav verinnerlicht!<<

Wem genau werfen Sie jetzt Vasallentreue und brave Verinnerlichung vor?

Links oder links?

Hier geht es nicht um links gegen rechts. Linke Oppositionelle leiden genauso an Repressionen. Ortega baut seit über 10 Jahren die Macht seiner Familie aus und versteckt sich unter dem sandinistischen Deckmantel der Revolution. Es gibt einen guten Grund, warum sich so viele seine ehemaligen Weggefährten von ihm angewandt haben. Demokratisch ist dort schon lange nichts mehr.

10:59, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 10:52
Richtig, wir schreiben das Jahr 2021. Und die USA haben Sanktionen verhängt und unterstützen die "Opposition".<<

Sanktionen gegen Ortega und seine Familie.

Die ich für kontraproduktiv halte, da sie Ortegas Feinderzählung stützen, seine Opferpose.

Am 15. Juni 2021 um 10:33 von Poliós

Zitat:
"...Und noch etwas: Ein Kritiker der Ortega-Regierung ist nicht automatisch ein Unterstützer US-amerikanischer Interessenpolitik in Mittelamerika.

Aber das ist eine Einsicht, die angesichts Ihres starren Block- und Lagerdenkens kaum bei Ihnen ankommen wird..."

...und wie ist ihr starres Block- und Lagerdenken?

>Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?<

10:57, Bernd Kevesligeti

Herrn Ortega gewiss nicht. Wie schon der leider verstorbene Ernesto Cardenal sehr deutlich gemacht hat. Der war nun wirklich ein Linker.

Vielleicht interessiert Sie eine Stellungnahme der Linken? Allerdings fast drei Jahre alt:

"https://www.die-linke.de/themen/international/ausgewaehlte-beschluesse-des-parteivorstandes/situation-in-nicaragua/"

Am 15. Juni 2021 um 10:53 von Bernd Kevesligeti

von fathaland slim 10:47

Zitat: Da denken die Menschen in dem Land offensichtlich mehrheitlich anders als Sie. Das wird man im November sehen können.

Das Volk von Nicaragiua kann machen, was es will.

Hauptsache, die Wahlen sind allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim.

Bei eingeknasteter Opposition könnte man Zweifel haben.

Am 15. Juni 2021 um 10:59 von Bernd Kevesligeti

Zitat: Richtig, wir schreiben das Jahr 2021. Und die USA haben Sanktionen verhängt und unterstützen die "Opposition".

Die Sanktionen richten sich nicht gegen den Staat Nicaragua, sondern gezielt gegen Eizelpersonen: "Es handelt sich um Camila Ortega, eine Tochter und Beraterin des Staatschefs, seine Ehefrau und Vizepräsidentin Rosario Murillo, den Präsidenten der Zentralbank Nicaraguas, einen Brigadegeneral der Armee und einen Parlamentsabgeordneten. Etwaiger Besitz dieser Personen in den USA wird damit eingefroren, Amerikanern sind Geschäfte mit ihnen untersagt" (berichtet der Spiegel).

Mein Mitleid mit Genossinnen und Genosssen, die Besitz in den USA haben, hält sich in Grenzen.

10:11 von Bernd Kevesligeti

«Aber trägt der Umgang mit dem Land nicht despotische Züge ? Wer hat da ein Herz für Despoten oder solche die es werden wollen ?»

Los Sandinistas y el Señor Ortega waren einst eine "Revolutionstruppe" in bester lateinamerikanischer Tradition.

Inzw. nach den Jahrzehnten seit Machtübernahme ist es La Famiglia Ortega. Verstrickt, versunken, gefangen im selbst gesponnenen Netz aus Intrigen, Korruption, Vetternwirtschaft.

Rückhalt in der Bevölkerung ist auch deswegen trotz der Züge von Despotie von La Familgia immer noch recht hoch, weil Einparteien-Alleinherschaft über Jahrzehnte auch Günstlingswirtschaft & Begünstigte schuf. Deren Lebensverhältnisse sind gar nicht so übel. Ganz sicher viel besser als im nicht weit entfernten Honduras & El Salvador.

La Famiglia ist dennoch der Clan in NIC, der das Land zu seinen Gunsten ausbeutet. Wie La Famiglia Fujimori in Peru die mit Abstand einflussreichste La Famiglia in NIC.

La Vida Latino-Americana in soooo vielen Ländern in der Region …

Eines hat sich anscheinend herumgesprochen

Wenn die Opposition bei Wahlen gefährlich werden kann,dann findet man erstmal einen schadenfeinigen Grund und steckt diese Leute erstmal ins Gefängnis.
Macht ja nicht nur Ortega so,das hat er anscheinend wo anders abgeschaut.
Musste dabei auch öfter mal an Trump denken ,der hat das anscheinend versäumt,oder konnte sich das doch noch nicht so erlauben.

von falsa demonstratio 11:19

Aber welche "Genossen" haben denn Besitz in den USA ?
Mehr zu den Sanktionen und der Opposition unter "USA gegen Ortega", Artikel von Volker Hermsdorf.

von fathaland slim 11:11

Die Frage war aber, wen Sie denn in dem Land für links halten ? Die FSLN oder die KP oder wen auch immer ?

11:36, Bernd Kevesligeti

>>von falsa demonstratio 11:19
Aber welche "Genossen" haben denn Besitz in den USA ?<<

Wenn sie keinen haben, dann sind die Sanktionen gegen sie ja wirkungslos, oder?

>>Mehr zu den Sanktionen und der Opposition unter "USA gegen Ortega", Artikel von Volker Hermsdorf.<<

Andere Quellen als Herrn Hermsdorf von der "Jungen Welt" haben Sie nicht zu Nicaragua?

Für einen Linken, den ich auf etwa mein Alter schätze, ist das allerdings erstaunlich. Ich jedenfalls beschäftige mich seit über vierzig Jahren mit der sandinistischen Revolution und ihrer Degeneration zu einem Familienclan.

von schabernack 11:26

Und schon wieder Schlagworte von "Einparteienherrschaft" und "Despotie".
Sollte man nicht machen, in einem Land mit zig Parteien. Von 1979 bis 1990 regierte die FSLN. Dann wurde sie abgewählt. Von 1990 bis 2006 rechte, neoliberale Regierungen. Die wurden 2006 abgewählt. Warum wohl ?

10:57 von fathaland slim

«>>Die Solidaritätsaktionen [für die Sandinisten] hierzulande waren vielfältig.<<

«Ich habe in einigen mitgearbeitet, allerdings war ich nie, wie Freunde von mir, in Nicaragua, um die Sache der Sandinistas zu unterstützen. Im Geiste war ich aber mit ihnen.»

Wären Sie mal besser auch hin geflogen …

Gar nicht in erster Linie wegen Las Saninistas.
Mehr wegen der Regionalkenntnis.

Zu Lateinamerika ist es besonders gut, wenn man aus eigenem Erleben weiß, wie die Luft schmeckt, wie die Natur klingt, und unter welchen Bedingungen die Menschen dort leben. Eine der schönsten Regionen auf dieser Erde.

Mi corazon … mi amor.

Nicaragua ist schön, und der Nicaragua-See ist einzigartig.
Einfache Gegend, einfache Menschen, einfaches Leben.
Schwieriges und entbehrungsreiches Leben, wenn man nicht als Tourist dort ist. Freundliche Menschen, interessierte Menschen, interessante Menschen.

NIC ist anders als die Länder drumherum.
Schon gar anders als Costa Rica.
NIC ist "spröder & karger" …

von Polios 11:00

Zu der Lage im Land und der Opposition gibt es einen Artikel des "Informationsbüros Nicaragua".

@ falsa demonstratio um 10:45

>>Links sein bedeutet aber nicht, dass man aus Solidarität jede Fehlentwicklung (Vetternwirtschaft, Korruption, Unterdrückung dfer Opposition) mitträgt.<<

Dafür haben mittlerweile die Rechten ihr Herz für die alten National-Revolutionären entdeckt. Gerade dort wo sich herausstellte das sie mit den Idealen der Linken eigentlich selber nichts am Hut haben es nur eine strukturbedingte Korrelation in der Aufstiegsphase gab.

von fathaland slim 11:41

Zu Quellen über das Land wären noch Artikel auf der Plattform "amerika21" zu nennen.

11:48 von Bernd Kevesligeti

"Zu der Lage im Land und der Opposition gibt es einen Artikel des "Informationsbüros Nicaragua".

Versuchen Sie damit etwas Bestimmtes zum Ausdruck zu bringen? Ist das vielleicht Ihrer Ansicht nach ein Beleg für Ihre Behauptung, es ginge nicht um Ortega-Kritiker? Ich glaube, Sie machen es sich in jeder Hinsicht ziemlich bequem.

11:44 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

«Und schon wieder Schlagworte von "Einparteienherrschaft" und "Despotie".
Sollte man nicht machen, in einem Land mit zig Parteien. Von 1979 bis 1990 regierte die FSLN. Dann wurde sie abgewählt. Von 1990 bis 2006 rechte, neoliberale Regierungen. Die wurden 2006 abgewählt. Warum wohl ?»

Wer Lateinamerka … in diesem Fall Mittelamerika … kennt, weiß, dass es Las Famiglias sind, die Geschicke von Ländern bestimmen. Die eine einzige große Ausnahme ist Costa Rica mit Jahrzehnten von Tradition an Demokratie. Wenig La Famiglia ist auch in Belize. Aber das Land ist mit ± 350.000 Einwohnern auch sehr klein.

Entscheidend ist, wer Strippen zieht. In NiC ist es seit Jahrzehnten La Famiglia Ortega. Auch zu den Zeiten, wo nominell auf dem geduldigen Papier wer anderes regierte. Das Netzwerk zählt. Das ist bei Los Ortegas seit langem geknüpft mit den Maschen des eigenen Vorteils zum Machterhalt.

Nennt man Dinge beim Namen.
Sind das keine "Schlagwörter".
Muss man so und gar nicht anders machen !

11:40, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 11:11
Die Frage war aber, wen Sie denn in dem Land für links halten ? Die FSLN oder die KP oder wen auch immer ?<<

Die Linke in Nicaragua ist, wie überall auf der Welt, nicht einheitlich organisiert. Ich könnte mir schon vorstellen, daß in der FSLN nach wie vor überzeugte Linke aktiv sind, auch wenn die allermeisten dieser Partei wohl den Rücken gekehrt haben. Über die KP braucht man wohl, wie in Deutschland, nicht zu reden.

Ich empfehle diesen Artikel hier:

"https://www.marx21.de/nicaragua-vom-sandinismus-zur-diktatur/"

Marx21 ist eine internationale trotzkistische Organisation, die ich als links bezeichnen würde.

11:51 von Bernd Kevesligeti

«Zu Quellen über das Land wären noch Artikel auf der Plattform "amerika21" zu nennen.»

Zu Lateinamerika ist "amerika21" die beste und am meisten umfangreiche Quelle, die es in Deutscher Sprache gibt.

Am 15. Juni 2021 um 11:36 von Bernd Kevesligeti

Zitat: Aber welche "Genossen" haben denn Besitz in den USA ? Mehr zu den Sanktionen und der Opposition unter "USA gegen Ortega", Artikel von Volker Hermsdorf.

Wenn es keinen Besitz in den USA gibt, laufen die Sanktionen ins Leere (genau so wie Ihre permanente Werbung für die "Junge Welt"?).

Laut Spiegel treffen die Sanktionen "Camila Ortega, eine Tochter und Beraterin des Staatschefs, seine Ehefrau und Vizepräsidentin Rosario Murillo, den Präsidenten der Zentralbank Nicaraguas, einen Brigadegeneral der Armee und einen Parlamentsabgeordneten. Etwaiger Besitz dieser Personen in den USA wird damit eingefroren, Amerikanern sind Geschäfte mit ihnen untersagt."

von schabernack 12:10

Richtig, Zustimmung. Und amerika21 veröffentlichte auch am 8. Juni einen etwas längeren Artikel zu USAID, der Opposition und der Chamorro-Stiftung.........

Immer das gleiche Muster

Ein Despot lässt Oppositionelle in den Knast werfen, angeblich weil sie von den Amis gekauft sind, und eine Rechts-Links-Allianz hier im Forum klatscht Beifall.

Es gibt Linke, die merken wirklich nichts.

12:17 von falsa demonstratio

«Wenn es keinen Besitz in den USA gibt, laufen die Sanktionen ins Leere (genau so wie Ihre permanente Werbung für die "Junge Welt"?).»

Es hat noch nie und nirgendwo den Horizont erweitert, oder zu irgendetwas Verständigen geführt, ist die Quelle der Information immer nur die eine einzige gleiche selbige.

Sehr gerne esse ich die Ravioli aus der Dose.
Aber doch nicht 3x pro Tag 7 Tage die Woche …

12:20, Bernd Kevesligeti

>>von schabernack 12:10
Richtig, Zustimmung. Und amerika21 veröffentlichte auch am 8. Juni einen etwas längeren Artikel zu USAID, der Opposition und der Chamorro-Stiftung.........<<

Ganz gewiss ein sehr kenntnisreicher, differenzierter Artikel, der völlig ohne plumpe Zuweisungen und holzschnittartige Darstellungen auskommt und auch ganz gewiss nicht der Inhaftierung von Oppositionellen das Wort redet. Das weiß ich, ohne ihn gelesen zu haben. Vielleicht könnten Sie ihn freundlicherweise verlinken?

09:24 von Bernd Kevesligeti

>>Nicaragua: Haft gegen Oppositionelle.....

Nach einer Meinungsumfrage von M & R Consultationes kann Ortega mit 68,9 Prozent der Stimmen rechnen. Die CN-Nationale Koalition und die Bürgerallianz-AC wollen die Sandinisten im November besiegen, was vermutlich illusorisch ist.
Die Opposition fordert daher von den USA Sanktionen gegen das Land um dem Regime Change nahe zu kommen ( Artikel "Ein Herz für Putschisten", von Volker Hermsdorf).<<

Indirekt unterstellen Sie Ortega damit mangelnde geistige Frische.

Wenn er tatsächlich mit gut 2/3 der Stimmen vorne liegen sollte, wäre es ein Zeichen mangelnder geistiger Frische, wenn er die Opposition drangsaliert und einsperren lässt um deren angebliche Forderung nach US-Sanktionen damit argumentativ zu unterstützen.

... aber ich vermute eher, dass irgendetwas an Ihren Argumenten nicht "ganz frisch" ist.

von fathaland slim 12:27

Sie haben nach dem Artikel gefragt:
"Nicaragua: USAID und die Chamorro-Stiftung", von Ben Norton.
Er erschien am 8. Juni d.J.

@ fathaland slim

"Ein Despot lässt Oppositionelle in den Knast werfen, angeblich weil sie von den Amis gekauft sind, und eine Rechts-Links-Allianz hier im Forum klatscht Beifall."

Oh nein, da wird es wohl mal wieder Zeit für einen CIA-Putsch in Nicaragua, damit das Land wieder richtig demokratisch wird.
Das hat beim letzten mal doch auch super funktioniert.

@ fathaland slim

Sie finden es also völlig in Ordnung, wenn die CIA unliebsame Regierungen in Mittel- und Südamerika wegputscht?

Oder halten Sie CIA-Putsche für eine antiamerikanische Verschwörungsthoerie?

12:27 von fathaland slim

«Ganz gewiss ein sehr kenntnisreicher, differenzierter Artikel … Vielleicht könnten Sie ihn freundlicherweise verlinken?»

Rufen Sie die Seite: "www.amerika21.de" auf. Weit oben in der Artikel-Übersicht finden Sie neben anderen Beiträgen zu Nicaragua:

«Nicaragua: Ausschaltung aussichstreicher Kandidat:innen für Präsidentschaftswahl?» (vom 13.06.2021)

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12:44, Shuusui

>>@ fathaland slim
"Ein Despot lässt Oppositionelle in den Knast werfen, angeblich weil sie von den Amis gekauft sind, und eine Rechts-Links-Allianz hier im Forum klatscht Beifall."

Oh nein, da wird es wohl mal wieder Zeit für einen CIA-Putsch in Nicaragua, damit das Land wieder richtig demokratisch wird.
Das hat beim letzten mal doch auch super funktioniert.<<

Was hat das, was Sie schreiben, mit dem zu tun, was ich schrieb?

Kann es sein, daß Sie sich ertappt fühlen?

@ Kambrium2

"dass da einer mit seinen kriminellen Banden mit Faustrecht die Gesundheit, die Zukunft, das Recht auf ein freies Leben und den Frieden nicht anerkennt und mit Mord und Totschlag seiner ungezügelten, kranken Willkür folgend alles unterdrückt?"

Da haben Sie das Wirken der USA in Mittel- und Südamerika sehr treffend beschrieben.
Ihre kindlichen Hoffnungen auf "internationale Schutztruppen" beziehen sich hoffentlich nicht auf die selbsternannte Weltpolizei, die nach Belieben demokratische Regierungen wegputscht, um rechte, marktradikale Despoten einzusetzen?

12:47, Shuusui

>>@ fathaland slim
Sie finden es also völlig in Ordnung, wenn die CIA unliebsame Regierungen in Mittel- und Südamerika wegputscht?<<

Wie kommen Sie auf diese seltsame Idee?

>>Oder halten Sie CIA-Putsche für eine antiamerikanische Verschwörungsthoerie?<<

Was verleitet Sie zu der Annahme, ich täte das?

@Immer das gleiche Muster 12:23 von fathaland slim

"Es gibt Linke, die merken wirklich nichts."

Wie sollten sie? Aber nicht nur Linke bzw. Ex-Linke.
Man könnte Fallada umkehren:
'Wer einmal aus dem Reichentrog frisst..
der frisst später meist auch seine Kinder'

Oder war das etwa noch früher (frz. Revolution)
Mao liess zur Vorbeugung solcher Fehlentwicklung, die Kader auf die Felder schicken.
Nur hat's das Problem auch nicht gelöst, eher verschlimmert.
Man sieht: 'Macht korrumpiert,
absolute Macht korrumpiert absolut.'

Auch wieder nicht von mir ;-)

Auch hier gilt wohl dieser Spruch:

Die Rebellen von heute sind die Diktatoren von morgen.

Oder auf den Fall hier angepasst:

Die Diktatoren von heute sind die Rebellen von Gestern.

12:47, Shuusui

>>@ fathaland slim
Sie finden es also völlig in Ordnung, wenn die CIA unliebsame Regierungen in Mittel- und Südamerika wegputscht?<<

Wie kommen Sie auf diese seltsame Idee?

>>Oder halten Sie CIA-Putsche für eine antiamerikanische Verschwörungsthoerie?<<

Was verleitet Sie zu der Annahme, ich täte das?

--------------------------------------------

Den Fragen von "Fathaland Slim" schließe ich mich an.

Auch rhetorische Fragen können eine perfinde Unterstellung darstellen.

Am 15. Juni 2021 um 13:02 von Shuusui

Zitat: um rechte, marktradikale Despoten einzusetzen?

Despoten sind Despoten. Da möchte ich ungern zwischen guten (linken) und bösen (rechten) unterscheiden.

13:02 von Shuusui

«… beziehen sich hoffentlich nicht auf die selbsternannte Weltpolizei, die nach Belieben demokratische Regierungen wegputscht, um rechte, marktradikale Despoten einzusetzen?»

Despoten, die mit dem selbst ernannten Linken Mäntelchen umgehängt durch die Lande schleichen, tun der Bevölkerung genau so wenig Gutes.

13:13, Juergen

>>Auch hier gilt wohl dieser Spruch:
Die Rebellen von heute sind die Diktatoren von morgen.

Oder auf den Fall hier angepasst:

Die Diktatoren von heute sind die Rebellen von Gestern.<<

Leider ist das ganz oft der Fall.

Trotzdem ist Rebellion oft unerlässlich, um Despoten zu stürzen.

Gelegentlich auch die Despoten, die sich zu solchen entwickelt haben, nachdem sie sich durch den Sturz von Diktatoren große Verdienste erworben hatten.

Ein Mitforist erwähnte das Beispiel Robert Mugabe. Ein gutes Beispiel. Auch wenn er nicht gestürzt wurde, leider. Es hätte Zimbabwe viel Leid erspart.

13:27 von schabernack

Zitat:
"Despoten, die mit dem selbst ernannten Linken Mäntelchen umgehängt durch die Lande schleichen, tun der Bevölkerung genau so wenig Gutes."

Also wenn ich China mit Indien vergleiche oder Libyen unter Gaddafi mit dem Zustand jetzt - da bezweifle ich die Allgemeingueltigkeit ihrer These.

11:03 von falsa demonstratio

Ein Vergleich zwischen beiden ist hahnebüchen.

Eher wäre Videla in Chile mit Pinochet in Argentinien vergleichbar.
.
so war es auch gemeint !
wobei Videla sein Unwesen in Argentinien trieb
Pinochet in Chile

13:37 von Juergen / @schabernack

«Zitat:
"Despoten, die mit dem selbst ernannten Linken Mäntelchen umgehängt durch die Lande schleichen, tun der Bevölkerung genau so wenig Gutes."»

«Also wenn ich China mit Indien vergleiche oder Libyen unter Gaddafi mit dem Zustand jetzt - da bezweifle ich die Allgemeingueltigkeit ihrer These.»

"Der Bevölkerung was Gutes tun” ist natürlich auch, für möglichst viele ein finanziell möglichst gutes Auskommen zu sichern. Das ist alles andere als unwichtig, aber eben auch nicht alles.

Daneben sind "Die Bürgerlichen Freiheiten". Werden diejenigen eher weniger vermissen, wenn sie auf der Linie der Machthaber wandeln, und auch eher profitieren können vom Wohlstand im Land. Ganz mies sieht es aus für die Armen, die dem Despot nicht folgen und huldigen wollen.

China und Indien sind die 2 Bevölkerungs-Giganten auf dieser Erde.
2 x 1,4 Mrd. Menschen kann man sich eh nicht so recht vorstellen, wie das ist. 1.001x verschieden.

Gaddafi - Libyen - Terror State - Failed State - Öl-Exot …

Ortega ist ein Despot, der

Ortega ist ein Despot, der das Land als Familienbesitz betrachtet. Je eher er und seine Frau verschwinden, um so besser für die Bevölkerung.

@Also wenn ich China mit Indien vergleiche oder 13:37 Juergen

"Libyen unter Gaddafi"
zu @@13:27 Schabernack

Prompt die falschen Beispiele herausgegriffen.
Libyen war sehr klein - Minibevölkerung,
da war es nicht schwer beim dem Ölreichtum die Bevölkerung zu 'befriedigen',
wenn man als Despot noch etwas 'Restsolidarität' hatte.

Und China hat zwar unbestritten die breite Masse zeitweilig bessergestellt,
allerdings nur für die Han-Chinesen und unter dem Aufbau
einer 2284-Überwachunsgsdiktatur.

Der Mittelstand ist jetzt schon, kaum dass er entstand, wieder auf dem absteigenden Ast.
Turbokapitalismus ist eben alles andere als sozial.

Indien ist leider ein demokratisches Trauerspiel, fast so wie die USA.
- Traditionen werden nicht infragegestellt mit allen bösen Folgen

13:46, Bernd Kevesligeti

>>von schabernack 13:27
Oder Leute, die sich früher linke Mäntelchen umgehängt haben. Und heute für Regime Change oder Militäreinsätze eintreten, die tun der Bevölkerung wenig Gutes.<<

Warum eigentlich immer der Begriff "Regime Change"?

Früher nannte man so etwas Umsturz.

Und ja, ich bin sehr für Umstürze, wenn es um Diktaturen geht. Auch wenn diese Diktaturen sich antiamerikanisch darstellen.

"Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll."

Georg Christoph Lichtenberg

von schabernack 13:27

Ja, daß mit dem Linken Mäntelchen. Legten sich manche um, die heute für Militäreinsätze und manches Ungute für die Bevölkerung sind....

14:08 von artist22

Und China hat zwar unbestritten die breite Masse zeitweilig bessergestellt,
allerdings nur für die Han-Chinesen und unter dem Aufbau
einer 2284-Überwachunsgsdiktatur.
--
Han machen ja auch 92 % der Bevölkerung aus

und wenn man sich das Land so in den 50ern/60ern anschaut
es hat sich einiges getan
genug zum Essen, Schulen, Perspektiven .... keine Demokratie
in Afrika, was gibt es da ?
Hunger Elend und auch keine Demokratie (wie wir sie definieren)

Nicaragua: U-Haft gegen Oppositionelle.....

Das Muster gleicht ja auch anderen Ländern: Es geht um Regime-Change. Man beruft sich dabei "auf die Bevölkerung" oder "Menschenrechte".
Merkwürdigerweise auch immer "Freiheit" in Endlosschleife.

Und wenn sie damit durch kommen damit, dann ist nichts mehr zu hören, von dem Land und der Bevölkerung.....

@Shuusui Leider gibt es bei

@Shuusui
Leider gibt es bei diesem Thema immer wieder Meinungen, wo nur sehr einseitig gegen die genannten Zustände vorgegangen werden soll. Doch alles nur und gleich einer Seite anlasten zu wollen hilft nicht, weil hier alle Seiten Täter sind. Die US-Geschichte mit den Bananenrepublikgründungen ist unbestritten. Doch was geschah zur selben Zeit in Osteuropa? Mir geht es darum, dass alle, wirklich ALLE, von West bis Ost auf die Finger bekommen, wenn sie alle mit ihren Stellvertreterdespotismus und -kriegen immer wieder neues Grauen verursachen. Ich hätte keine Probleme alle, sowohl Amis, wie Russen, Chinesen weg zu schließ. Ich bin es müde, seit meiner Kindheit immer wieder menschenvernichtende Allmachtsübungen zu beobachten und dabei noch froh sein zu müssen, dass es uns hier nicht auch noch selber so trifft. Das kann nicht das Leben im 21.Jahrhundert sein! Keiner tut was und unsere progressiveren Polit- und Meinungsavantgarte predigt uns lieber die Fahrradkultur? Verantwortungslos!

@fathaland slim & @falsa demonstratio: Kaffee

Ich habe persönlich geholfen, den Kaffee zu ernten, den Ihr getrunken habt. Ich hatte sogar einen Vorteil davon: meine ersten Spanischkenntnisse.
Ich wollte unbedingt und konnte zum Glück auch die Sandinisten unterstützen. Wink mit dem Zaunpfahl der Geschichte: man konnte nur von Ost-Berlin aus nach Managua fliegen.
Ja, und mich schmerzt und ärgert ebenso wie Euch, was aus dem Land geworden ist, und mit welchem Unverstand bestimmte Foristen hier dorthin schauen. Als hätte es keine Entwicklungen in den letzten 40 Jahren gegeben. Jemanden anzuklagen, wie er sich als Linken bezeichnen könne und dennoch Ortega die Unterstüzung verweigern, ist schon eine Provokation. Denn die spießbürgerliche Überzeugung, wer Nixon doof findet, muss Ulbricht lieben, ist und bleibt was für die Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Furchtbar, solche "Kampfgenossen".

@fathaland slim re @DeHahn

Ich verstehe nicht, wie Sie das gradezu ins Auge stechende Wasserzeichen der Ironie im Post von DeHahn übersehen konnten. Ortega muss ja ein Sozialist sein, wenn er von den USA so gehasst wird: ich habe den Tenor dieser Aussage auf Anhieb verstanden. Und wenn nicht, hätte ich bei einem Foristen wie dem von mir sehr geschätzten @DeHahn lieber zwei mal gelesen, bevor ich ihm Plattheiten unterstelle. Das ist nämlich durchaus nicht seine Art.

14:16 von Bernd Kevesligeti / @schabernack, 13:27

«Ja, daß mit dem Linken Mäntelchen. Legten sich manche um, die heute für Militäreinsätze und manches Ungute für die Bevölkerung sind....»

Und diese manchen Welchen sollen neben den ominösen Manchen nun genauer welche Solchen sein …?

14:22 von Bernd Kevesligeti

«Das Muster gleicht ja auch anderen Ländern: Es geht um Regime-Change.»

Man könnte auch mal in einer anderen Kiste mit Worten drin rumkramen, anstelle von nur immer aus der Regime-Change-Kanone das ewig gleiche Schrot in den Wald zu ballern, nur weil man mal aus der Gerüchteküche hörte, dort im Wald sei ein Wilder Bär drin.

14:18, Sisyphos3

>>in Afrika, was gibt es da ?
Hunger Elend und auch keine Demokratie (wie wir sie definieren)<<

Ich weise Sie noch einmal darauf hin, daß Afrika ein Kontinent und kein Land ist. Ein sehr großer, sehr vielseitiger Kontinent. Nach Asien der zweitgrößte dieser Erde. Es gibt dort 55 Staaten, darunter auch demokratische. Ein Großteil dieser Staaten auch frei von Hunger und Elend.

Für einen weitgereisten Mann ist Ihr Weltbild erstaunlich undifferenziert.

14:28, frosthorn

>>@fathaland slim & @falsa demonstratio: Kaffee
Ich habe persönlich geholfen, den Kaffee zu ernten, den Ihr getrunken habt. <<

Wissen Sie was? Das überrascht mich jetzt gar nicht.

Soldarische Grüße,

Christian

14:34, frosthorn

>>@fathaland slim re @DeHahn
Ich verstehe nicht, wie Sie das gradezu ins Auge stechende Wasserzeichen der Ironie im Post von DeHahn übersehen konnten. Ortega muss ja ein Sozialist sein, wenn er von den USA so gehasst wird: ich habe den Tenor dieser Aussage auf Anhieb verstanden. Und wenn nicht, hätte ich bei einem Foristen wie dem von mir sehr geschätzten @DeHahn lieber zwei mal gelesen, bevor ich ihm Plattheiten unterstelle. Das ist nämlich durchaus nicht seine Art.<<

Ich habe den Post mehrmals gelesen und wurde allein sprachlich nicht schlau aus ihm. Deswegen meine Fragen, die nicht als Unterstellung, sondern ehrlich gemeint waren.

von schabernack 14:34

Und solche ominöse gibt es in manchem Land. Hier hatten sie am Wochenende einen Parteitag....

14:50 von fathaland slim

Zitat:
"Es gibt dort 55 Staaten, darunter auch demokratische. Ein Großteil dieser Staaten auch frei von Hunger und Elend."

Wie waere es, wenn man solch eine pauschale Aussage mit eindeutigen Beispielen verstaerkt: Selbst auf das Risiko hin, dass die genannten Beispiele von Anderen als genau die "falschen Beispiele" abgetan werden.

14:22, Bernd Kevesligeti

>>Das Muster gleicht ja auch anderen Ländern: Es geht um Regime-Change.<<

Natürlich. Das tolle Reizwort aus dem Satzbausteinkasten. Ich bevorzuge, wie gesagt, den Begriff "Umsturz". Und um den geht es in Nicaragua gar nicht, sondern um eine Wahl. Oppositionspolitiker werden im Vorfeld eingesperrt, so wie das in Autokratien generell üblich ist.

Mal eine Frage:

Warum macht Ortega das, wenn er, wie ich Ihren Angaben entnehmen darf, im Land unschlagbar populär ist? Da könnte es ihm doch herzlich egal sein, wenn Kandidaten Geld vom erzbösen Feind im Norden bekommen, wie er behauptet, oder?

Sie wissen ja, wie viel Geld die DKP in der alten Bundesrepublik aus Moskau bekam. Dummerweise stellte sich ja nach der Wende heraus, daß Löwenthal Recht hatte. Mich ärgerte das sehr. Aber hat denn dieses Geld vom Systemgegner sich in irgendeiner Weise in Wahlergebnissen für diese Partei niedergeschlagen?

Inwieweit sollten Zahlungen der USA an politische Parteien in Nicaragua irgend etwas bewirken?

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