Kommentare - Wie glücklich macht das Shoppen wirklich?

13. Juni 2021 - 10:39 Uhr

Die Geschäfte sind wieder auf. Für viele Menschen war der Lockdown wie Entzug, denn Shoppen kann Glücksgefühle auslösen wie Drogen. Aber ist weniger vielleicht mehr - und macht es sogar glücklicher? Von I. Mec und S. Scheuring.

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Kommentare

15:30 von Sausevind

will jeder Arbeit die auf Kreativität aufgebaut sind ?
also 35 Jahre lang arbeitete in der Produktionsplanung
da war für manche Mitarbeiter schon ne Zumutung
wenn die die Außenspiegel auf dem Parallelband montieren sollten

Ja, da kommt Freude auf

vor allem bei den 15 - 20% Armen in Deutschland. Die Rentner bekommen keinen Cent mehr an Rente im Westen, im Osten ein paar Cent. Gleichzeitig steigen alles Preise enorm an, liegt die offizielle Inflation schon bei 3 %. Bei Geringverdienern und Rentern bedeutet dies eine Inflation von ca. 10 %, da ihre wahren Bedürfnisse beim allgemeinen Warenkorb keine Berücksichtigung finden, der zugrunde gelegt wird für die Inflationsberechnung. Wer von 1000 € im Monat leben muss, wohnen muss, heizen muss, hat eine viel höhere Inflationsrate als jemand, der 3000 € zur Verfügung hat. Der Rentner kauft sich nämlich nicht alle 3 Jahre ein neues Auto, einen billiger werdenen Flat-TV, eine neue Musikanlage, keinen neuen Hochleistungs-PC für Computerspiele.
Shoppen gehen - für diese Bevölkerungsgruppe bedeutet dies, zum Discounter zu gehen und nach Schnäppchen zu suchen, den Rest bei der Tafel zu holen. So sieht Shoppen für bis zu 20 % der Bevölkerung aus, Tendenz steigend.

14:49 von Wolf1905

"Es strebt der Mensch solang er lebt…

Wie ich in meiner Betreffzeile schon Goethe (bzw. Dr. Faust) zitiert habe: es gibt Menschen, deren Lebensinhalt ist es, Wissen (Erkenntnisse, etc.) zu erlangen, und da arbeiten sie intensiv daran; anderen ist es egal, die leben halt gerne in den Tag hinein. Übersetzt uns Materielle: Manche streben nach einem Porsche (von mir aus auch E-Porsche!), andere sind mit einem Fiat 500 oder mit einem Fahrrad zufrieden."

,.,.,

Das Faust-Zitat haben Sie sowohl in den Worten als auch in der Aussage komplett verfälscht.

Es sind die Engel, die singen:
"Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen".

Damit ist gemeint, dass der Mensch, auch wenn er seine Bemühungen, ein positiver Mensch zu sein, nicht voll erreicht, am Ende 'erlöst' werden wird.

Hat mit Ihrem Porsche oder Fahrrad rein gar nichts zu tun.

um 15:30 von Sausevind

>>
Aber die menschenunwürdige Arbeit wird geringer.

Und die Anzahl der Arbeitenden kann meiner Logik nach dann nicht gleich bleiben.
<<

Das ist dünnes Eis mit der Menschenwürde in diesem Zusammenhang.

Relevanter scheint mir zu sein, dass mit der industriellen Revolution die Möglichkeit entstanden ist, bestimmte, gleichförmige Güter in großer Masse herzustellen. Erst weil diese Möglichkeit da war, hat man sich dann daran gemacht, das Bedürfnis nach solchen Gütern künstlich in die Höhe zu treiben (Werbung, Prägung). Dass das besonders gut über die Aktivierung des Unterbewusstseins funktioniert, ist klar.

@ Klärungsbedarf. 15:34

" Sie denken in den real existierenden Strukturen. Lösen Sie sich zunächst einmal vom Gedanken an ein Finanzsystem und reduzieren auf das Elementare: Es geht um die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen unter Rahmenbedingungen (Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Zusammenhalt etc.). Unser Konsumverhalten wird uns antrainiert, wie auch unsere Zucker- und Salzabhängigkeit"

Natürlich denke ich in real existierenden Strukturen. Unser Sozialsystem fußt auf dem Prinzip des Solidaritätsprinzips. Wenn jeder, der in der Lage ist, seinen Obulus entrichtet, partizipieren alle Mitbürger davon, auch die Schwachen. Und das ist gut so. Werden weniger Beiträge entrichtet, können Leistungen im gewohnten Umfang nicht mehr gewährt werden. Es sei denn, man zapft andere Geldtöpfe an.

Shoppen?

Es geht um nachhaltig leben und Wiederverwertung und wirklichen Umweltschutz(nicht den der Grünen)
Was am schoppen jetzt glücklich machen soll erschließt sich mir nicht-ohne hin haben die wenigsten das Geld dafür

um 15:45 von Sausevind

>>
Es sind die Engel, die singen:
"Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen".

Damit ist gemeint, dass der Mensch, auch wenn er seine Bemühungen, ein positiver Mensch zu sein, nicht voll erreicht, am Ende 'erlöst' werden wird.
<<

Das ist damit gemeint, ja. Vielleicht wäre es aber sinnvoller gewesen, ihn vom ewigen Streben zu erlösen. Nur dann findet man gelegentlich zu sich selbst.

Geld ausgeben macht nicht

Geld ausgeben macht nicht glücklich. Haben ist das Ziel. Irgendwas Neues halt. Wer Spass an Geld verteilen hat, darf sich bei mir melden. Auf meinem Konto ist noch Platz.

@Am 13. Juni 2021 um 13:21 von weingasi1

„Ach, und Sie maßen sich an, das Interesse "der Menschen" zu kennen ...“

Das maße ich mir keinesfalls an.Ich maße mir nur an zu erkennen, welcher Richtung eine Argumentation folgt: 'Konsum ist die Voraussetzung dafür, dass unsere Wirtschaft läuft. Verzichten alle auf Konsum, wäre das eine Katastrophe.' Der erste Satz ist zweifellos richtig. Hier geht es aber um die These, dass der Mensch vielleicht viel glücklicher ist, wenn er weniger konsumiert. Die Wirtschaft spielt dabei gar keine Rolle. Konsumverzicht ist nur für die Wirtschaft eine Katastrophe, längst nicht notwendigerweise auch für den Menschen. Der zweite Satz ist also nur Richtig, wenn ich vom Standpunkt der Wirtschaft aus argumentiere, nicht aber vom Standpunkt des Menschen. Nichts anderes habe ich gesagt.

15:37 von Sisyphos3

"15:30 von Sausevind

will jeder Arbeit die auf Kreativität aufgebaut sind ?"

,.,.,

Wieder eine ihrer vielen Fragen, die ich meist als rhetorische Frage verstehe und deren Antwort Sie bereits eingebaut haben:

nööö, nicht jeder wolle das.

Vorausgesetzt, dass Sie auch hier keine echte Frage gestellt haben:

Meiner Meinung nach kann kein Mensch geistig oder seelisch überleben, wenn er nicht ausreichend kreativ im Job - oder außerhalb des Jobs - sein krank.

Selbst die Tauben vor meinem Fenster erfinden immer wieder neue gurr-gurr-Formen, obwohl man ihre normalen schon auf der Flöte nachblasen kann.

Sie selber halten sich ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr daran.

um 15:50 von Opa Klaus

>>
Unser Sozialsystem fußt auf dem Prinzip des Solidaritätsprinzips. Wenn jeder, der in der Lage ist, seinen Obulus entrichtet, partizipieren alle Mitbürger davon, auch die Schwachen. Und das ist gut so.
<<

Sie gehen immer von Bedingungen aus, die überhaupt nicht zwangsläufig sind. Das Solidaritätsprinzip, nachdem es einen Ausgleich zwischen Starken und Schwachen geben soll, haben wir bei KV, AV und RV ausgeblendet. Es besteht im gewissen Maße im Einkommensteuerrecht. Es ist ja auch so, dass bei Betrachtung aller Steuern, insbesondere auch Verbrauchssteuern, Arme einen höheren Steuersatz haben als Reiche.

@LifeGoesOn.. 10:59 Uhr..

Ich halte es ähnlich wie Sie aber mit dem Unterschied, dass wir möglichst wenig online kaufen..

Wir kaufen in den letzten verbliebenen Fachgeschäften in unserer Altstadt, um diese lebendig zu erhalten..

Zudem:
Wenn man den Hype um die sogenannten Outletcenter bedenkt, ist dort manches billiger aber man muss die in unserem Fall 100 km Anfahrt mit einrechnen..

Und über die niedrigen Löhne und Gehälter der Logistikbeschäftigten brauchen wir nicht zu reden..

Zitat: "Vielleicht machen

Zitat:
"Vielleicht machen diese Arbeiter dann eine Schulung und entwickeln für die Zukunft Roboter, das kann ja sein.
Aber die menschenunwürdige Arbeit wird geringer. "

die in der Industrie vielleicht - nur war die oft recht gut entlohnt

was arbeiten die frei gesetzten Menschen heute?
sie sind "Dienstleister" z.B. als Paket-Boten
so wie da Arbeitszeiten, Entlohnung und massiver Druck sind -> ist es wesentlich entwürdigender als der letzte "Drecksjob" in der Industrie

wenn "ordentliche Arbeit" nur etwas mit Produzieren zu tun hat...
..entwertet man die viele geleistete Arbeit in Lehre (Schule) oder Pflege (Krankenhaus, Psychatrie, Altenheime)

für mich persönlich leistet eine Stationsschwester im KH eine wesentlich wertvoller Arbeit als ein Arbeiter in der Auto-Industrie

15:45 von Klärungsbedarf

"um 15:30 von Sausevind
>>
Aber die menschenunwürdige Arbeit wird geringer.

Und die Anzahl der Arbeitenden kann meiner Logik nach dann nicht gleich bleiben.
<<

Das ist dünnes Eis mit der Menschenwürde in diesem Zusammenhang."

,.,.,.,

Sie haben ja auch ganz meinen Grundgedanken weggelassen, den ich ausführlich erläutert habe.

Da ist kein dünnes Eis, sondern die Bemühung der Menschen in den letzten Jahrhunderten, menschenunwürdige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen.

Was Sie sonst in Ihrem Text schreiben - vor allem der Versuch der Beeinflussung des Unterbewussten - , sehe ich genauso.

@ Nico Walter. 16:00

"Die Wirtschaft spielt dabei gar keine Rolle. Konsumverzicht ist nur für die Wirtschaft eine Katastrophe, längst nicht notwendigerweise auch für den Menschen."

Ich denke man muss differenzieren. Konsum und "die Wirtschaft" sind eng mit der Lebensqualität der Menschen verknüpft. Steuereinnahmen für "den Staat", also uns alle, bilden die Grundlage einer intakten Infrastruktur (Schulen, Kindergarten, ÖpnV), und sind somit m. E. nicht zu trennen. Hier besteht eine Abhängigkeit per se.

@Am 13. Juni 2021 um 13:17 von mispel

„Das Problem ist, dass das eben nicht auf alle Jobs anwendbar ist. Wir brauchen z.B. Polizei, Feuerwehr, Ärzte rund um die Uhr. Und weniger Arbeit bedeutet nun mal auch weniger Steuereinnahmen, die unser Gesundheits- und Rentensystem finanzieren.“

Beides ist richtig aber kein grundsätzlicher Widerspruch. Es heißt ja nicht, dass alle anderen Variablem im Wirtschaftsleben konstant bleiben müssen. Wenn wir weniger produzieren brauchen wir auch weniger Personal in der Produktion, was heißt, dass wir mehr Personal zur Verfügung haben für andere Bereiche. (Natürlich müssen die Leute ausgebildet werde, aber Konsumverzicht wird sich ja auch nicht von jetzt auf gleich durchsetzen lassen.) Gleiches gilt für die Steuer. Arbeiten wir heute einen Tag für die Steuer und vier für uns, so arbeiten wir dann eben nur noch einen für uns und immer noch einen für die Steuer. Das Steueraufkommen bliebe konstant. (Der Steuersatz natürlich nicht.)

@IBELIN 14:20 Uhr

"Online shopping ist fuer manches was man fuehlen, sehen, riechen muss und wozu man Fragen hat, unpassend."

Zum Beispiel Schuhe und Kleidung kaufe ich nie online,die muss ich ausprobieren können..

Einkäufe des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel sollte man nicht online bestellen sondern die Märkte vor Ort unterstützen..durchaus auch Dorfläden, Wochenmarkt oder Altstadtladen wie bei uns..

Das Minimalismus teuer sein muss…

… halte ich für ein gerücht und eher für völlig unwahr… es geht nicht um dem Preis sondern schlicht und einfach um Reduktion all der Dinge die man um sich hat… dazu ist der vom kapitalismus konsumgetriebene Mensch selten in der Lage…

Ich find shopping nur

Ich find shopping nur nervig.
Meist gibt es zwar was, aber nicht in der passenden Größe. Falls es dann mal was gutes gab und man es nochmal will, ist wieder alles umgestellt oder ausverkauft.
Kundenkarten gibt es dann auch noch wie Sand am Meer, aber hat man dann die passende dabei, oder steht der erwartete Einkauf bereit?

15:30 von Sausevind

«Und das wiederum erfordert Arbeitsformen, die menschenwürdig sind, sprich: auf Kreativität aufgebaut sind.»

Es gab und wird immer Arbeitsformen geben, die Kreativität nur wenig bis gar keinen Raum geben. Besonders kreativ kann es nicht sein, wenn die Jungs und Mädels "bei uns" Metallteile zur Bearbeitung den CNC-Maschinen übergeben, damit die Maschinen nach einprogrammierten Verfahrensschritten bspw. Zahnräder oder Gehäusedeckel machen.

So was Maschinen gab es "bei uns" vor 10 J. noch nicht, die so viel konnten. Damals war noch mehr Handarbeit, weniger Programmierung. Damals mehr Ausschuss, heute nicht mehr Kreativität. Selbst wenn ich den Kram dann hinterher (technisch) fotografiere für Anleitungen & Co. Kreativ ist das auch nicht.

«Auf jeden Fall sehe ich einen Zusammenhang zwischen Kaufrausch und innerem Unbefriedigtsein.»

Ist wohl häufig so. Kommt drauf an, was man meint zu brauchen zum Zufriedensein. Zeit mit Kindern verbringen ist immer Jungbrunnen für Kreativität.

für mich was anderes als einkaufen

11:24 von weingasi1

"Ich sehe jetzt schon die Kommentare, die das (neudeutsch) shoppen, was ja nichts anderes als "einkaufen" bedeutet, nun verteufeln, als unnötigen Konsum, der nicht glücklich macht ...".

Mein Sprachempfinden ist da anders. Wenn ich zum Bäcker gehe und anschließend zum Supermarkt, würde ich nicht sagen: Ich gehe jetzt shoppen. Mit "shoppen" ist für mich der Vergnügungsfaktor verbunden, evtl. dies und das und vielleicht noch jenes zu kaufen, wovon man meist vorher noch gar nicht wusste, dass man es "braucht". Supershopper sind für mich die, die dazu noch für einen Tag ins Ausland jetten.

15:56 von Klärungsbedarf

<<< um 15:45 von Sausevind
>>
Es sind die Engel, die singen:
"Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen".

Damit ist gemeint, dass der Mensch, auch wenn er seine Bemühungen, ein positiver Mensch zu sein, nicht voll erreicht, am Ende 'erlöst' werden wird.
<<

Das ist damit gemeint, ja. Vielleicht wäre es aber sinnvoller gewesen, ihn vom ewigen Streben zu erlösen. Nur dann findet man gelegentlich zu sich selbst. <<<

.-.-.

Sie meinen, der Mensch hätte gar nicht erst entstehen sollen?
Die ganze Natur hätte auf der Stelle treten sollen?

Affe bleibt Affe, Fisch bleibt Fisch, ungares Gehirn bleibt ungares Gehirn? Doofer Schüler bleibt doofer Schüler?

Goethe hat verstanden, dass wir immer "Werdende" sind.

Und Ihr letzter Satz drückt dasselbe aus. "Sich selber finden" ist ein Vorgang, eine Entwicklung, ein Streben.

Am 13. Juni 2021 um 15:27 von atratos

Wie das Bild zeigt und wie der Gang durch unsere Städte ebenso, liegt der Schwerpunkt des "Shoppens" bei unseren Damen. Ginge es nach den Männern, wären die Innenstädte voller Baumärkte.
#
Ginge es nach den Männern,
#
da ist sicherlich einiges Wahres dran.Würde mir sicherlich auch ergehen nur mal eben reinschauen.

um 16:13 von Sausevind

>>
Da ist kein dünnes Eis, sondern die Bemühung der Menschen in den letzten Jahrhunderten, menschenunwürdige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen.
<<

Glauben Sie das wirklich, dass das der Grund für die Industrialisierung war ? Henry Ford hat das Fließband eingeführt, um sein Modell T1 in größerer Stückzahl, insbesondere aber preiswerter produzieren zu können. Die Robotertechnik wurde eingeführt, damit man die Produktionsstraßen bei Modellwechsel nicht aufwendig umrüsten muss. Tatsächlich war fast immer die Möglichkeit der günstigeren Produktion da und man hat dann erst den Bedarf für die größeren Stückzahlen geschaffen. Als sich die PC-Entwicklung abzeichnete hat IBM den weltweiten Bedarf für PC auf 5 Stück geschätzt. Und von Ford stammt der Satz zu seinen Werbekosten: Die Hälfte davon ist rausgeschmissenes Geld, ich weiß nur nicht, welche Hälfte. Das beschreibt den Kampf ums Unterbewusstsein.

15:37 @ Sisyphos3

Um Ihre Beiträge,
ohne Punkt und Komma, möglicherweise Wörter vergessen,
zu verstehen,
bedarf es auf alle Fälle Kreativität.
.

"will jeder Arbeit die auf Kreativität aufgebaut sind ? ..."

Vielleicht nicht jeder, doch viele. Nichts ist im Arbeitleben unbefriedigender und ermüdender als die täglich gleiche, teils stumpfsinnige Arbeit (am Fließband).
.

"... für manche Mitarbeiter schon ne Zumutung
wenn die die Außenspiegel auf dem Parallelband montieren sollten "

Da ist wohl auch nichts mit Kreativität für die Arbeiter, sondern nur das Stupide an einem anderen Band. Es wird wohl vielmehr als Enttäuschung statt als Zumutung empfunden worden sein.

Schließlich kann man die Arbeiter auch in einen größeren Zyklus an verschiedenen Arbeitsschritten einbinden.

Ihre Produktionsplanung war wohl nicht sehr kreativ?

Zitat: "Da ist kein dünnes

Zitat:
"Da ist kein dünnes Eis, sondern die Bemühung der Menschen in den letzten Jahrhunderten, menschenunwürdige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen."

ich weiss nicht welche Menschen Sie meinen die sich bemüht hätten unwürdige Arbeit zu ersetzen
ich weiss nur von Menschen die solche Erfindungen - wie z.B. die Baumwoll-Entkernungs-Maschine - dazu nutzten die Ausbeutung auszubauen bzw. zu verschärfen
bei meinem Beispiel führte das sogar zu einer Ausweitung der Sklaverei in den Südstaaten der USA
aus das Fließband eines Herny Ford hat nicht die Arbeit der Arbeiter erleichtert - er hat lediglich deren Produktivität massiv gesteigert
aber es führte NICHT zu einer Verkürzung der Arbeitszeiten - dieses mussten sich die Arbeiter selbst (durch Streiks) erkämpfen - oft sahen sie sich bewaffenten Polizisten gegenüber die ihre Waffen auch eingesetzt haben

@ Sausevind 16:23

@ Klärungsbedarf: "Und Ihr letzter Satz drückt dasselbe aus. "Sich selber finden" ist ein Vorgang, eine Entwicklung, ein Streben."

Ein Thema, über welches ich stundenlang diskutieren könnte. Im positiven Sinn. Vielleicht ergibt es sich ja einmal thematisch hier. Würde mich freuen.

um 16:23 von Sausevind

>>
Goethe hat verstanden, dass wir immer "Werdende" sind.

Und Ihr letzter Satz drückt dasselbe aus. "Sich selber finden" ist ein Vorgang, eine Entwicklung, ein Streben.
<<

Ich korrigiere mich insofern, als ich den Begriff "Streben" einseitig negativ ausgelegt habe. Es ist richtig, dass man nicht nur nach immer mehr, sondern auch nach Weniger streben kann.

Faust hilft das aber nicht. Wer im Streben nach Erkenntnis über Leichen geht (Valentin), findet bei mir keine Rechtfertigung. Dann doch besser ein Leben mit dem Defizit.

Shoppen = notwendiges Übel

Ich bevorzuge es, Kleidung vor Ort zu kaufen. Zum einen "sehe" ich was ich kaufe und werde nicht von einem (ggfs. nichtssagenden) "generischen" Produktbild verführt, zum anderen kann ich Sachen bei Nichtgefallen einfach nicht kaufen.

Auch technische Produkte kaufe ich (zumindest beim ersten Mal) am liebsten vor Ort, damit ich das Produkt einschätzen kann, ob ich es verwenden kann, es ggfs. zu anderen Einrichtungen oder Gegenständen paßt usw. .
Aber ich schaue auch im Internet, ob es zu dem Produkt vergleichende Preise und / oder negative Erfahrungsberichte gibt.

Ansonsten gehe ich nur "shoppen", wenn es sein muß - in Geschäften Zeit totschlagen und gucken, ob es *vielleicht* etwas gibt, was ich *eventuell* brauche, ist mir meine Zeit zu schade.
Ein "Jagderfolg"-Gefühl stellt sich bei mir auch nicht ein, wenn ich mit vollen Taschen heimkomme.

Power-Shopping ist nicht die Erfüllung

Ich kann nicht sagen, dass ich nur das Nötigste kaufe. Ab und zu muss man sich auch mal belohnen und etwas anschaffen, was man nicht unbedingt braucht, aber gern hätte und Freude daran hat. Wenn man es nicht übertreibt, ist das meiner Meinung nach in Ordnung.
"Shoppen" als Hobby finde ich allerdings etwas seltsam.
Weder Power-Shopping noch Askese sind angebracht. Wenn wir mit gesundem Menschenverstand ein gewisses Optimum erreichen, dann ist schon viel gewonnen, sowohl für den Geldbeutel, als auch für die Umwelt.
Die Volkswirtschaft wird davon nicht unter gehen, höchstens auf ein vertretbares Mass zurechtgestutzt.

16:05 von Sausevind

Meiner Meinung nach kann kein Mensch geistig oder seelisch überleben, wenn er nicht ausreichend kreativ im Job - oder außerhalb des Jobs - sein krank.
.
ich brachte hier meine Erfahrungen in 35 Jahren Produktionsplanung ein
Da war es für viele Leute am Band ein Greuel wenn sie nicht jeden Tag ihre geregelte Arbeit hatten
und für viele wurde es als Streß empfunden wenn sie heute Türschlösser
und morgen die Abdeckungen für Türschlösser montieren mussten
Wie die Menschen das in ihrer Freizeit kompensieren, wenn sie es kompensieren, entzieht sich meiner Kenntnis

16:32 von Opa Klaus

«Sich selber finden" ist ein Vorgang, eine Entwicklung, ein Streben.»

«Ein Thema, über welches ich stundenlang diskutieren könnte. Im positiven Sinn. Vielleicht ergibt es sich ja einmal thematisch hier. Würde mich freuen.»

Und Ihr Innerer Buddhist sagt: "Omm" dazu.
Gut hat er reden, so einiges sehr Kluges hat er zu sagen.

"... Kaufen ist wunderschön ... "

Das ca. 20 Jahre alte Lied
"Kaufen" von Herbert Grönemeyer passt immer noch wie die Faust auf's Auge.
Text findet man im Netz.

Mein Kaufverhalten hat sich in den vergangenen 2 Jahrzehnten stark geändert, und das hatte verschiedene Ursachen oder Gründe, auch finanzielle.

Online ist die Vorfreude und das Glücksgefühl oft kurz, wenn ich etwas nicht zwingend brauche. Glücklich meist, weil es schnell geht, schneller als mehrere Stunden im "Gewühl".

"Gewühl" heißt aber auch unter Menschen sein, beobachten, hören,
evtl. riechen, kosten, ...

Oft bin ich enttäuscht, weil ich nicht das bekomme, was ich mir vorgestellt habe und mit einer Alternative hadere.

Stundenlange Tour,
evtl. erfolglos,
da folgt manchmal, selten, der Impuls- oder Frustkauf.

In Erlebnisse wie Reisen oder Konzerte investiere ich lieber, da bleiben die Glücksgefühle länger.

Shoppen ist kulturell bedingt

In der DDR war shoppen kein Erlebnis. Da hat man seine Befriedigung deshalb anderweitig gesucht.

Übrigens bin ich kein Anhänger der Wegwerfgesellschaft und gehöre nicht zu denen die alle drei Jahre ein neues Auto oder einen neuen Fernseher brauchen.

Der Ansatz der GRÜNEN findet auch nicht unbedingt meine Zustimmung: man möchte die Kosten von nicht-ökologischen Lebensweisen nur drastisch erhöhen. Entweder ganz oder garnicht. Bald werden gewisse Dinge zu Luxusgütern. Dann doch besser gleich verbieten für alle.

Es gibt schon so viele Dinge die ich in meiner Kindheit und Jugend noch durfte und die heute aus den unterschiedlichsten Gründen verboten sind. Vieles kann man auch garnicht mehr kaufen, weil es gesetzlich verboten wurde, oder weil der Zeitgeist Produkte hoher Qualität durch inhaltsleere ersetzt hat.

Die Filme, Hörspiele, Bücher meiner Kindheit sind zB vielfach durch oberflächliche, vermeintlich „pädagogisch“ wertvolle, ersetzt oder verballhornt.

Schön zu sehen ...

... angesichts der Kommentare, dass in der Gesellschaft Selbstreflektion und Selbstkritik hinsichtlich Konsum und Nachhaltigkeit stattfindet und sich verbreitet.
Dass man ab und an etwas Schönes möchte, ist eine Sache und ganz natürlich. Sich das um jeden Preis und ohne Rücksicht auf Verluste zu beschaffen, nötigenfalls den Schaden schönreden oder Wegsehen, gehört in die Vergangenheit.
Auf jeden Fall ist die Thematik es wert, sich eingehend damit, insbesondere den vielschichtigen Hintergründen, zu befassen. Nicht nur während des Lesens solcher Artikel, sondern bei jeder einzelnen Kaufentscheidung.

16:38 von Klärungsbedarf

"Ich korrigiere mich insofern, als ich den Begriff "Streben" einseitig negativ ausgelegt habe. Es ist richtig, dass man nicht nur nach immer mehr, sondern auch nach Weniger streben kann.

Faust hilft das aber nicht. Wer im Streben nach Erkenntnis über Leichen geht (Valentin), findet bei mir keine Rechtfertigung. Dann doch besser ein Leben mit dem Defizit."

.-.-.

"Faust" ist eine Art Entwicklungsroman in Versen.
Faust macht jede Menge Fehler. Die Valentin-Szene ist relativ am Anfang, "erlöst" wird der verstorbene Faust am Ende des Faust II, nach einem sehr hohen Alter.

Außerdem ist Gretchen an der "Erlösung" mitbeteiligt.

Der "Rache"gott kommt bei Goethe nicht vor.

Das, was hier im Thread das Thema ist, käme mit Rache ebenfalls nicht voran.

Wir können keine neue Ordnung schaffen, wenn wir permanent über Vergangenes hasserfüllt lästern.

17:03 von Möbius

In der DDR war shoppen kein Erlebnis.
.
wie auch ?
wenn es nichts gibt !

Zitat : "und gehöre nicht zu denen die alle drei Jahre ein neues Auto oder einen neuen Fernseher brauchen."
ich musste mein 12 Jahre altes Auto verschrotten lassen, obgleich Scheckheftgepflegt
nur weil es nach Ansicht einiger zu viel NOx produzierte
von CO2 oder Russ sprach keiner, bei dem es sich mit jedem Benziner messen konnte

Zitat: "ich brachte hier

Zitat:
"ich brachte hier meine Erfahrungen in 35 Jahren Produktionsplanung ein
Da war es für viele Leute am Band ein Greuel wenn sie nicht jeden Tag ihre geregelte Arbeit hatten
und für viele wurde es als Streß empfunden wenn sie heute Türschlösser
und morgen die Abdeckungen für Türschlösser montieren mussten
Wie die Menschen das in ihrer Freizeit kompensieren, wenn sie es kompensieren, entzieht sich meiner Kenntnis"

tja - mir ist schon klar warum Sie das nicht mal ansatzweise verstehen können

ich versuche es mal:
für diese Menschen war die Arbeit dort am Band ein notwendiges tägliches ÜBEL - ohne das sie nicht die nötigen Mittel zu Leben gehabt hätten
und so wollten sie so wenig wie möglich körperliche und mentale Ressourcen dafür (aus ihrer Sicht) verschwenden
jedes Umsetzen bedeutet aber sich neu einarbeiten - ein zusätzlicher Aufwand an Kraft - für das sie aus ihrer Sicht keinerlei extra Entlohnung bekommen
für diese Menschen gilt -> das Leben beginnt NACH der Schicht

14:49 @ Wolf1905

" Es strebt der Mensch solang er lebt… "
Goethe?

Sie meinen wohl aus dem
> Prolog im Himmel <
Herr:
"... Es irrt der Mensch,
so lang er strebt. ..."

"... es gibt Menschen, deren Lebensinhalt ist es, Wissen (Erkenntnisse, etc.) zu erlangen, und da arbeiten sie intensiv daran; anderen ist es egal, die leben halt gerne in den Tag hinein.  ..."

Da stimme ich zu,
ohne dieses Streben, der Neugier nach Wissen würden wir wohl noch in Höhlen leben.

Über das soziale Ungleichgewicht und dessen Ursachen bzw. die im weniger oder mehr arbeiten allein zu suchen, so zu begründen, ist m.E. sehr einseitig .

unbezweckte Nutzung

Man kann aber sehr wohl "Konsumpaläste" zur Steigerung des Wohlbefinden nutzen. So geht es mir manchmal. Dort spazieren gehen und sich darüber freuen, was man alles zum Glück nicht braucht.

Bemerkenswerte Erkenntnisse ...

Zitat: "Birgit Blättel-Mink ist Professorin für Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt und forscht unter anderem zu Konsum-Themen. Statt Konsumverzicht gebe es oft einfach nur eine Konsumverschiebung, glaubt sie: "Wenn jemand sagt, ich verzichte auf Kleidung, ich brauche eigentlich nicht so viel - dann beobachten wir oft so etwas wie einen sogenannten Rebound-Effekt. Also ich spare hier. Dafür kann ich mir an einer anderen Seite mehr leisten."

Zu welch banalen "Erkenntnisse" Soziologen doch immer kommen.

Wozu brauch man diese "Wissenschaft"?
Für mich ist das höchstens ein bisschen durchdachteres Stammtisch-Gerede.

Und wieso haben die meisten "Soziologinnen" einen Doppelnamen?

Verschiebung

das, was wir hier sehen können ist ein ganz normaler Trend, nur durch Corona beschleunigt. "Früher" gab es den kleinen Laden um die Ecke. Dann kamen Discounter und Konsumtempel. Die sind jetzt am absterben und der digitale Onlinehandel folgt. Lediglich manche Güter, die eben nicht verschickt werden können oder individuell angepasst sind, haben noch eine Chance im Laden.
Man kann natürlich heulen über die schöne alte Zeit- jedoch drehen wir kräftig an dieser Schraube. Wir schaffen Anlagen um den Mensch zu ersetzen und die Ware preisgünstiger zu machen... die Ersetzen haben die Mittel nicht.. und benötigen günstige Waren... und die gibt es nur, wenn ohne Personalaufwand von der grünen Wiese verkauft wird.
Wer meint, dass sich dies nun zurückdrehen lässt... der sol man schön weiter träumen und sich nicht ärgern, wenn er von der Zukunft überfahren wird.

17:12 von Miauzi

tja - mir ist schon klar warum Sie das nicht mal ansatzweise verstehen können
.
verstehen ?
ich habe meine Erfahrungen aus 35 Jahren Arbeitsleben beschrieben
nicht mehr nicht weniger
ohne Wertung, ohne Kritik .... einfach beschrieben

Früher waren die Dinge haltbarer und nachhaltiger

Es war noch vor wenigen Jahrzehnten Usus, Gardinen u. Möbel nicht aus Kunststoff herzustellen.

Früher war Einkaufen auch ein Stück gelebter Freiheit!

Elektrogeräte, Mobiltelefone o. PKW haben deutlich länger gehalten.

Ich bin zB noch auf einem Fahrrad gefahren, dass schon meine Mutter benutzt hatte.

Viele Dinge bekommt auch einfach nicht mehr.

Heute ist es schon schwierig, einen Pippi Langstrumpf Film zu erwerben. Bei „Karlsson auf dem Dach“ wurden erst Szenen herausgeschnitten. Heute ist das praktisch nur noch antiquarisch erhältlich. Der Grund: d. Übermacht computergenerierter weichgespülter Kinderfilme mit harmlosen Inhalt u. der moralisierende Zeitgeist, der keine Persiflage des Jugendamts duldet.

Sehr schade! Der nachwachsenden Generation entgeht ein Stück Lebensqualität.

St Martinslaternen nur noch mit Batterie, Bleigießen und Feuerwerk verboten. Strandburgen an der Nordsee bauen - verboten! Untensilien für Chemieexperimente zu Hause zu erwerben - verboten!

17:03 von Möbius

«Es gibt schon so viele Dinge die ich in meiner Kindheit und Jugend noch durfte und die heute aus den unterschiedlichsten Gründen verboten sind.»

Aha … was denn das?

Autowaschen mit Onkel am Gulli mit Wasserkran vor der Garagenzeile durfte man früher noch, als ich ein Kind war. Nun ist der Wasserkran weg, der Onkel verstorben, und das altölige Gewasche verboten. Täte der Onkel noch leben, machte man das besser trotzdem nicht mehr.

Den hochgiftigen Fotokram mit Silber-Halogenid im Film kann man noch kaufen. Braucht man aber nicht mehr. Digital mit Smartphone machen sich Fotos ohne Giftgefahr. Ist zwar auch eine Seuche, aber keine für die Umwelt.

Sehr vieles bekommt man noch zu kaufen in der Version unkaputtbar, sofern man es nicht selbst versemmelt. Meine geniale Schreibtischlampe 360 Grad Radius ohne Kabel außen war schweineteuer. Hält bis für 3 weitere Generationen.

"Bücher der Kindheit" muss man nur ersetzen, wenn man sie wegschmiss.
Bei Pippi ist auch heute Plutimikation.

um 17:07 von Sausevind

>>
Wir können keine neue Ordnung schaffen, wenn wir permanent über Vergangenes hasserfüllt lästern.
<<

Ich hoffe mal, dass Sie nicht mich damit meinen ... weder beim hasserfüllt, noch beim Lästern - und schon gar nicht in Permanenz.
Allerdings scheint mir die Gestaltung der Zukunft bei Kenntnis und Würdigung der Vergangenheit durchaus vielversprechender.

@Blitzgescheit, 17:21

"Zu welch banalen "Erkenntnisse" Soziologen doch immer kommen.

Wozu brauch man diese "Wissenschaft"?
Für mich ist das höchstens ein bisschen durchdachteres Stammtisch-Gerede.

Und wieso haben die meisten "Soziologinnen" einen Doppelnamen?" -

Und was bitte ist jetzt hier ihr Sachargument?

Wenn man die meisten

Kommentare hier liest und vor allem an das damit ausgedrückte glaubt, müssten eigentlich die Geschäfte leer sein und die Leute vorwiegend in Sack und Asche durch die Gegend laufen.
Glücklicherweise ist weder das eine noch das andere der Fall und wenn die hier als so erstrebenswert angepriesenen Lebensformen nur hier oder in anderen Foren theoretisch sind und bleiben, kann ich damit leben.
Ansonsten werde ich eine der letzten sein, die am Althergebrachten festhält, weil mir das hier postulierte alles andere als erstrebenswert erscheint.
Und morgen gibts neue Schuhe. So.

@Früher waren die Dinge haltbarer 17:26 von Möbius

"und nachhaltiger"

Tja, im Moment gibt gerade unsere Einbau-Spülmaschine ihren Geist auf.
Nach 26 Jahren (!)
Davon kann man doch heute im Zeitalter der 'geplanten Obsoleszenz' nur träumen.

Mit 10 Jahren hat man heute schon einen Exoten.
Und nach der von mir gefundenen ;-) Koinzidenztheorie fängt gleich auch die Cappucino-Kaffeemaschine an zu spinnen. - nach 3 Jahren
Igerndein interner Zähler hat wohl ein Limit überschritten
- kennen wir ja von den Druckern
und gaukelt 'End of Service' vor.

Schöne neue Maschinenwelt.

Der Mensch braucht Ablenkung

Manche fahren weit weg in Urlaub, andere machen Sport, wieder andere suchen das Einkaufserlebnis. Früher waren die Menschen schon glücklich nach Feierabend ihr Bierchen zu trinken und am Samstagabend mit der Familie „Einer wird gewinnen“ zu schauen.

Doch die Arbeitswelt ist zumindest für abhängig Beschäftigte sehr stressig und kurzlebig geworden. In den größeren Firmen jagt ein mehr oder weniger sinnvolles Projekt das andere, man wird in immer kürzeren Zeitabständen genötigt sich umzustellen, sich fortzubilden, seine Arbeitsprozesse zu ändern. Auch ein Effekt der Digitalisierung.

Das erzeugt einen enormen Stress, der nach Kompensation verlangt.

Die Wirtschaft versucht, den gestressten Menschen Erfolgserlebnisse zu verschaffen durch Konsum. Was nach meiner Empfindung immer weniger gelingt.

um 17:56 von Möbius

>>
Doch die Arbeitswelt ist zumindest für abhängig Beschäftigte sehr stressig und kurzlebig geworden.
<<

Klar, so wird es sein. Wo früher doch noch Hunderttausende ganz entspannt im Bergbau mit Presslufthämmern unterwegs waren. Wo Säcke in den Häfen einzeln aus den Schiffen geschleppt wurden, wo heute diese anstrengenden Kranführerjobs gefragt sind. Oder wo beim Straßenbau die Arbeiter mit der Schaufel arbeiten durften, wo heute die Asphaltmaschine fährt. Und wenn man erst an die Landwirtschaft denkt, wo man früher 14 Stunden am Tag an der frischen Luft sein konnte, um ganz entspannt mit der Sense das Korn einzuholen - nein, den Halm, danach konnte man sich ja noch beim Dreschen weiter entspannen.

Die

Mindestanforderung der Deutschen an die Mittel zum Glücklichsein sind heutzutage Urlaubsreisen (möglichst ins Ausland, gerne ins ferne) , Kaffee statt daheim auf einer Café-Terrasse trinken, Party machen wann immer es geht, und ausgiebig shoppen also auch.
Alles Dinge, die meine ü60-Generation nie gebraucht hat und zumindest in jungen Jahren auch nicht hatte (und auch nicht vermisst hat).
Insofern sind die Ansprüche der jüngeren Generationen an die vom Staat zur Verfügung gestellte Lebensqualität in den letzten Jahrzehnten rasant gestiegen, und nicht gerade in umweltfreundlicher Weise. Grün WÄHLEN allein reicht nicht !

um 17:53 von weingasi1

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Und morgen gibts neue Schuhe. So.
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Vom Schuhmacher Ihrer Wahl ? Perfekt angepasst an den Fuß ? Haltbar bis an das Lebensende (bei gelegentlichen Besohlen beim Schuhmacher).

Ich muss zugeben, dass ich Schuhe auch "von der Stange" kaufe. Aber vielleicht gäbe es schon eine Nachfrage, wenn es ein Angebot geben würde.

17:55 von artist22

Früher waren die Dinge haltbarer 17:26 vn Möbius
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Dem kann ich nur zustimmen: Meine Tiefkühltruhe ist von 1976 und läuft noch einwandfrei,ebenso der Kühlschrank von 1968.Sicherlich sind die nicht so sparsam im Stromverbrauch, aber von den neuen Dinger hätte ich in der Zeit wohl 3 gebraucht.In sofern hat sich das für mich gerechnet.

@Am 13. Juni 2021 um 17:49 von JorisNL

Zitat: ""Zu welch banalen "Erkenntnisse" Soziologen doch immer kommen.

Wozu brauch man diese "Wissenschaft"?
Für mich ist das höchstens ein bisschen durchdachteres Stammtisch-Gerede.

Und wieso haben die meisten "Soziologinnen" einen Doppelnamen?" -

Und was bitte ist jetzt hier ihr Sachargument?"

Wird das jetzt ein billiges Whataboutism?

Kein schlüssiges Argument gegen Glaubwürdigkeit

um 17:53 von weingasi1

"Wenn man die meisten Kommentare hier liest und vor allem an das damit ausgedrückte glaubt, müssten eigentlich die Geschäfte leer sein ... ."

Ihre Ungläubigkeit in allen Ehren. Man kann es auch anders herum sehen: Gäbe es noch mehr Leute, die am Shopping an und für sich Gefallen fänden, wären die Geschäfte (noch) voller.

17:36 von Klärungsbedarf

"Allerdings scheint mir die Gestaltung der Zukunft bei Kenntnis und Würdigung der Vergangenheit durchaus vielversprechender."

.-.-.

Ich bezog mich auf diesen Ihren Satz:

"Wer im Streben nach Erkenntnis über Leichen geht (Valentin), findet bei mir keine Rechtfertigung."

Zum einen tötet Faust den Valentin nicht "im Streben nach Erkenntnis", zum anderen ist Verzeihenkönnen eines der wesentlichsten Voraussetzungen für einen Neuanfang.

Weder Sie noch ich sind berufen und in der Lage, einen anderen NICHT zu "rechtfertigen", wie Sie das nennen.

Das eben klingt nach dem Rachegott des Alten Testamentes.

Bestandsaufnahme ja, Verurteilen nein.

um 18:15 von Sausevind

>>
Ich bezog mich auf diesen Ihren Satz:

"Wer im Streben nach Erkenntnis über Leichen geht (Valentin), findet bei mir keine Rechtfertigung."

Zum einen tötet Faust den Valentin nicht "im Streben nach Erkenntnis", zum anderen ist Verzeihenkönnen eines der wesentlichsten Voraussetzungen für einen Neuanfang.
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Die Kausalität ist eindeutig: Faust lässt sich mit Mephisto ein, weil er nach (absoluter) Erkenntnis strebt. Ohne dieses Bündnis kein Tod Valentins und kein Wahnsinn Gretchen.

Von Rache und Rachegott habe ich übrigens kein Wort geschrieben.

Unterm Strich muss auch das Erkenntnisstreben Grenzen unterworfen sein. Aber langsam kommen wir wirklich vom Thema etwas ab.

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