Ihre Meinung zu: Hilfsorganisationen kritisieren G7-Pläne für Impfstoffe

13. Juni 2021 - 10:22 Uhr

2,3 Milliarden Impfdosen wollen die G7 an ärmere Länder verteilen - für Hilfsorganisationen nicht genug. Sie sehen in den Plänen ein Ablenkungsmanöver und fordern eine Aufhebung des Patentschutzes.

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Kommentare

Hilfsorganisationen kritisieren G7-Pläne für Impfstoffe....

Ohne eine umfassende Impfung, auch in den ärmeren Ländern wird es nichts mit einer effektiven Corona-Bekämpfung.
Und tatsächlich fordern Hilfsorganisationen (Oxfam, medico international, Misereor) aber auch viele 3.Welt-Länder die Aussetzung des Patentschutzes. Auch vor dem Hintergrund, daß die Pharmaunternehmen wohl kaum mit genügender Produktion von Impfstoffen für den globalen Süden hinterher kommen.
Eine Bremserin ist, wie in dem Artikel steht, die Bundeskanzlerin. Das ist auch Gegenstand der Protestaktionen der Klima-und Umweltbewegung in Cornwall.

** In allen Regionen der Welt

** In allen Regionen der Welt müsse die Produktion von Impfstoffen aufgebaut werden, um die strukturellen Ursachen für die ungerechte Verteilung zu beseitigen. **

Das wird wohl fast jeder ( ich ganz besonders ) mit tragen können, aber eben nicht durch Patentfreigabe.
Die internationale Produktion funktioniert auch ohne diese, in dem Fabriken aufgebaut oder übernommen werden, Mitarbeiter geschult werden usw.
Dazu ist eine Patentfreigabe nicht nötig.
Ich habe einen Bericht von " tagesschau " gefunden, der die Suche nach Partnern beschreibt.
"https://www.tagesschau.de/wirtschaft/die-neuen-impfstoff-partnerschaften-101.html"

Und auch hier wird berichtet:
"https://praxistipps.chip.de/impfstoffe-gegen-corona-biontech-moderna-astrazeneca-co-im-check_126159"

Außerdem sollten die Organisationen nicht vergessen, das bereits Hilfen gewährt wurden und immer noch werden.Auch das die Rohstoffe ( nicht nur für die Impfungen sonder nicht im Überfluss vorhanden sind sollte auf deren Agenda stehen.

fordern eine Aufhebung des Patentschutzes

ob dann noch Impfstoff entwickelt wird
wenn das Geldverdienen nicht möglich ist.
mehr noch man auf seinen Investitionen sitzenbleibt

Wo steht eigentlich geschrieben in wie weit man für was alles Verantwortlich gemacht werden kann ?

Hilfsorganisationen fordern

… im Ergebnis Sozialismus, also die Aufhebung des Eigentums an Produktionsmitteln, hier von Patenten. Hat noch nie und nirgends funktioniert. Ich wüsste auch nicht, dass irgendeine der Hilfsorganisationen schon impfdosen gespendet hätte (im Gegensatz zu den G7).
Eine schnelle weltweite Impfung nützt allen. Und deshalb müssen die Kosten dafür auch von den reichen Ländern übernommen werden. Aber gerade Corona hat gezeigt, dass es private Unternehmen sind, die in Lichtgeschwindigkeit sichere Impfstoffe entwickeln und testen können.

um 10:51 von Bernd Kevesligeti

Ohne eine umfassende Impfung, auch in den ärmeren Ländern wird es nichts mit einer effektiven Corona-Bekämpfung.
Und tatsächlich fordern Hilfsorganisationen (Oxfam, medico international, Misereor) aber auch viele 3.Welt-Länder die Aussetzung des Patentschutzes. Auch vor dem Hintergrund, daß die Pharmaunternehmen wohl kaum mit genügender Produktion von Impfstoffen für den globalen Süden hinterher kommen.
Eine Bremserin ist, wie in dem Artikel steht, die Bundeskanzlerin. Das ist auch Gegenstand der Protestaktionen der Klima-und Umweltbewegung in Cornwall.
---------------------------
Aussetzung von Patentschutz ist Enteignung.
Da zu gibt es eine klare Rechtslage.

Das ist keine Frage von

Das ist keine Frage von Patentschutz sondern Produktionskapazitäten. Reiche Öl-Länder wie z.B. Nigeria oder Angola sollten solche aufbauen.

10:51 von Bernd Kevesligeti

«Und tatsächlich fordern Hilfsorganisationen (Oxfam, medico international, Misereor) aber auch viele 3.Welt-Länder die Aussetzung des Patentschutzes. Auch vor dem Hintergrund, daß die Pharmaunternehmen wohl kaum mit genügender Produktion von Impfstoffen für den globalen Süden hinterher kommen.»

Sollen sie es fordern, und sie werden es auch nicht drangeben. Nonsens bleibt es dennoch, und besser wird mit weiterhin fordern auch gar nichts.

Sogar High-Tech-Countries wie Japan kann man die Patente schenken, und vor mind. noch 6 Monaten können sie dort dennoch keine Produktion beginnen, weil es keine Produktionsstätten, und keine Produktionsanlagen gibt.

Sollen die Internationalen Forderer mal besser was Energie und Gehirnschmalz investieren, wie es möglichst gut, schnell, und kostengünstig-zuverlässig werden kann, dass Produktionsstätten für Lizenzherstellung entstehen in mehreren Ländern.

Kommt man viel klüger, schneller, und weiter voran als mit Gefordere bis dann der Arzt kommt.

Produktionsausbau vorantreiben

Genau wie die Versorgung mit Nahrungsmitteln wird die Versorgung mit Impfstoff zu einer grundlegenden. (Einigermaßen) funktionierende Staaten werden vom Virus bedroht. Damit diese Staaten wettbewerbsfähig bleiben, müssen wir sie mit Impfstoff versorgen. Ein Ausbau der Produktionskapazitäten vor Ort wäre auch ein spannendes Förderprogramm für Innovationen. Die Freigabe der Patente kann hilfreich sein und falls die Qualitätsstandards sowieso nicht erreicht werden, dann wird zumindest in der westlichen Welt ja auch kein Impfstoff mit dieser schlechten Qualität produziert werden. Ich bin sehr verwundert, dass liberale Denker hier die Einmaligkeit des Ereignisses nicht sehen und ernsthaft glauben, dass der Markt wegen einem Jahrhundertereignis bei Innovationen auf einmal ganz anders forscht.

@Hilfsorganisationen fordern 11:12 von zöpfchen

" im Ergebnis Sozialismus, also die Aufhebung des Eigentums an Produktionsmitteln, "

Das ewige neoliberale Mantra wird jeden Tag durch Wiederholung unwahrer, denn:

die Erde bzw. das, wovon sie lebt, sind KEINE Produktionsmittel,
können also letztlich nicht privatisiert werden.
Tut man es dennoch, sozialisiert man nur schlechte Atemluft und dreckiges Wasser.

Die neoliberalen Vordenker hoffen dann wohl nur,
sich rechtzeitig aus dem Staub in den Staub machen zu können..

von hesta15 11:17

Also erst mal zur Enteignung: Vielfach wurde Impfstoff mit öffentlichen Mitteln entwickelt. Öffnet man das nicht für die Welt, wird es auf absehbare Zeit nicht genügend Impfstoff, auch für ärmere Länder geben.
Auch ist zu bemerken, daß sich hier die Kommentare also gegen die 3.Welt-Länder und die Hilfsorganisationen stellen....

Wieso Patentschutz aufheben...

... Wenn die Unternehmen Geld verdienen können, und zwar damit, dass sie Corona-Impfstoff herstellen, dann werden auch die Produktionskapazitäten dort aufgebaut, wo Corona-Impfen stattfinden soll.

Und die Produktionskapazitäten können eh nicht in Entwicklungsländern von heute auf morgen aufgebaut werden (sehen wir derzeit in D).

Im Westen nichts Neues.

"Die G7 wollten davon ablenken, dass sie gegen eine Freigabe des Patentschutzes seien, sagte Uellendahl."

Das Sagt nicht nur Frau Uellendahl. Das sagen alle, die sich die Frage stellen, welche Gründe eigentlich gegen eine Freigabe der Patente sprechen.

Wirtschaftliche Interessen stehen über der Gesundheit der Bevölkerung.

Zitat: "Das wird wohl fast

Zitat:
"Das wird wohl fast jeder ( ich ganz besonders ) mit tragen können, aber eben nicht durch Patentfreigabe."

aha - da war es wieder das Wörtschen "aber"

damit ist durch die zweite Aussage im Satz die erste ENTWERTET!

ach übrigens - die Steuerzahler haben das Geld für die Forschung bereit gestellt - strenggenommen gehört damit dem Volk das daraus hervor gegangene Patent (welches der Staat verwaltet)

Vor den Karren gespannt

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das in Afrika neue Werke gebaut werden? Die Hersteller in China und Indien sagen danke, beginnen mit der Massenproduktion, danach werden unsere Werke über den (subventionierten) Preis aus dem Markt gedrängt. Dann gibt es die nächste Pandemie und den passenden Impfstoff gegen Übereignung von Land und den Erstgeborenen. Lieber den Impfstoff gegen eine Lizenzgebühr von 1€ an neue Werke in Afrika usw. hergeben. Dann kann man auch die Qualität sicherstellen, das hilft auch uns bei illegalen Importen.

von schabernack 11:21

Ja, es scheint aber so zu sein, daß "gut, schnell und kostengünstig-zuverlässig" nicht für die ganze Welt funktioniert.
"Viel klüger, schneller und weiter voran" auch nicht.
Und offenbar sitzen die Blockierer im globalen Norden....

11:12 von zöpfchen off topic - aber um es am Rande..

1. Es gibt keine Ergebnisse irgend eines "Sozialismusses" die nicht vornehmlich im Lichte eines auf Konkurrenz-beseitigung geübten Kapitalismusses betrachtet werden - das ergibt aber keinen per se sinnvollen Standpunkt.
2. Ob die Impfstoffe Chinas/ Russlands ausschließlich von und nach Marktwirtschaftlichen Erwägungen entwickelt wurden - keine Ahnung, aber das ist auch völlig unwichtig. Das es hier anders ist, beruht auf einer Wertentscheidung (Primat des Marktes) und nicht darauf, das es nicht auch anders möglich wäre - der Rest ist eine ideologische Nebelfahne. .
3. Wer von der Globalisierung profitiert, der darf auch für deren Folgen zahlen, das ist zwar kein Gesetz aber eben sinnvoll.

@ich1961 - Ausreden & Profitgier

10:54 von ich1961:
"Das wird wohl fast jeder ( ich ganz besonders ) mit tragen können, aber eben nicht durch Patentfreigabe."
> Was spricht denn gegen die Patentfreigabe?

"Die internationale Produktion funktioniert auch ohne diese, in dem Fabriken aufgebaut oder übernommen werden, Mitarbeiter geschult werden usw."
> Sie befürworten es, wenn westliche Pharmakonzerne in Entwicklungsländern eine Produktion aufbauen, um noch mehr Impfdosen herzustellen und gewinnbringend verkaufen zu können. Aber sie lehnen es ab, dass diese Entwicklungsländern ihre Impfstoffe kostengünstig selbst produzieren.

"Ich habe einen Bericht von ' tagesschau ' gefunden, der die Suche nach Partnern beschreibt."
> Es braucht keine profitorientierten Partner, sondern das nötige Wissen, um Impfstoffe zu produzieren. Die Impfforschung von Biontech wurde mit unseren Steuergeldern subventioniert. Was spricht dagegen, dieses Wissen zu spenden?

11:32 von Miauzi

die Steuerzahler haben das Geld für die Forschung bereit gestellt - strenggenommen gehört damit dem Volk
.
ein Teil der Forschung
und wenn es dem Volk gehört also auch mir
werde ich doch ein gewisses Mitspracherecht haben, was damit gemacht wird

@Sisyphos3 - Geldverdienen

11:00 von Sisyphos3:
"ob dann noch Impfstoff entwickelt wird wenn das Geldverdienen nicht möglich ist."

Biontech hat 375 Millionen Euro Forschungsgelder vom Staat erhalten. Allein das Werk in Marburg wird bis Ende des Jahres 750 Millionen Impfdosen hergestellt haben, die zum Stückpreis von etwa 20 Euro verkauft werden. Das ergibt einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Ich weiß nicht, ab wie vielen Milliarden bei Ihnen das Geldverdienen anfängt, aber ich würde auch für sehr viel weniger Geld Impfstoffe entwickeln.

Die „Rechnung“ der Politik kann gar nicht aufgehen

Für niemanden. Weder bei der Bewältigung der Pandemie noch beim Stoppen des Klimawandels, des Artenvielfaltverlusts und der Umweltzerstörung. Weil sie auf absurden Zahlenspielen, leeren Versprechungen und Milliarden von Unbekannten beruht. Es wird so getan, als müsse das Geld für die Bewältigung der o.g., die Existenzgrundlage der gesamten Weltbevölkerung akut bedrohenden Probleme erst mittels weiterer Umweltzerstörung und Klimawandelbefeuerung „verdient“ werden, während die „unterprivilegierte“ Bevölkerung vor allem armer Länder (nach finanziellen Kriterien) oft gar keine andere Wahl hat, als die, mit den Folgen irgendwie umzugehen, um überleben zu können. Mit solchen „Plänen“ ist die Chance auf Erhaltung und Gestaltung eines allen Menschen in Zukunft ein menschenwürdiges Leben ermöglichenden ökologischen Lebensraums selbst dann nicht gegeben, wenn die Zusagen auf denen sie beruhen eingehalten würden. Vom Status quo „profitieren“ offensichtlich nur Viren, Mücken und andere Schädlinge.

@zöpfchen um 11:12

>Hilfsorganisationen fordern
… im Ergebnis Sozialismus, also die Aufhebung des Eigentums an Produktionsmitteln, hier von Patenten. Hat noch nie und nirgends funktioniert.<

Das ist nicht ganz richtig.
Fast jedes Westeuropäische Land hat nach WK 2 Schlüsselindustrien Verstaatlicht.
Das hat Gut funktioniert und funktioniert teilweise noch immer.
Das man mit der EU die Auflösung dieser Gebietsmonopole anstrebte hatte nicht nur mit Marktradikalismus zu tun sondern sollte auch das gegeneinander Abschotten der EU-Märkte aufweichen. Mit den Massiven Kaufprogrammen der EZB befinden wir uns wieder auf dem Weg der Staatsbeteiligungen an als systemrelevant zu betrachtenden Wirtschaftszweigen. Ich hoffe bei der nächsten Rettung, die kommen wird, werden die Weichen auch auf stärkere staatliche Mitsprache gestellt; das der Größte Aktionär keine Stimmrecht hat ist lächerlich.

Der Aufbau einer EU-Wirtschaftsholding die gerade auch Kriesenpuffer sein muss ist dringend geboten

11:32 von Miauzi Also - mir

11:32 von Miauzi

Also - mir gehört da gar nichts (0,00 ). Ich habe da nämlich absolut n i c h t s zum Erfolg beigetragen - wenn Sie das anders sehen - ok.
Ich sehe das nun mal nicht so, genau wie ich keinen Anteil an irgendwelchen anderen, mit Steuergeldern finanzierten Produkten oder Firmen habe.

// aha - da war es wieder das Wörtschen "aber" //

Ist das Ihr Lieblingssatz ? Ich habe den oder ähnliches schon öfter von Ihnen gelesen.

11:12, zöpfchen

>>Ich wüsste auch nicht, dass irgendeine der Hilfsorganisationen schon impfdosen gespendet hätte (im Gegensatz zu den G7).<<

Man kann nur spenden, worüber man verfügt.

um 11:30 von Bernd Kevesligeti

Also erst mal zur Enteignung: Vielfach wurde Impfstoff mit öffentlichen Mitteln entwickelt. Öffnet man das nicht für die Welt, wird es auf absehbare Zeit nicht genügend Impfstoff, auch für ärmere Länder geben.
Auch ist zu bemerken, daß sich hier die Kommentare also gegen die 3.Welt-Länder und die Hilfsorganisationen stellen....
------------------
Ein Patent schützt kein Geld, sondern geistiges Eigentum.
Die G7 Staaten stellen 2,3 Milliarden Impfdosen für die Entwicklungsstaaten bereit, es ist immer leicht Forderungen zu stellen, besonders dann wenn man über die Mittel anderer verfügen möchte.

Patentfreigabe

Die Organisationen, die das fordern,
wissen sehr wohl, dass man Produktionsstätten
für Impfstoffe nicht von heute auf morgen
aus dem Boden stampfen kann.
So blöd sind die nicht.

Nur was nützt eine Produktionsstätte,
wenn man sich die Lizenzen für die Produktion nicht leisten kann.
Das ist der Grund für die Forderung der Patentfreigabe.
Die Patente für 1-2 Jahre auszusetzen,
also auf die Lizenz zu verzichten, wird die Entwickler und Hersteller in dieser Zeit
nicht verarmen lassen.

@hesta15 - "Trips Waiver"

11:17 von hesta15:
"Aussetzung von Patentschutz ist Enteignung. Da zu gibt es eine klare Rechtslage."

Die monatelangen Lockdowns haben uns allen sehr deutlich vor Augen geführt, dass bestehende Rechte zum Schutz der Gesundheit eingeschränkt werden können.

Über 100 Nationen haben für die Dauer der Pandemie eine Aufhebung des Patentschutzes auf Corona-Impfstoffe gefordert, um die Pandemie schnellstmöglich bekämpfen zu können. Stichwort: "Trips Waiver".

Details gibt's hier:
https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/faq/1927

@ 11:00 von Sisyphos3

"fordern eine Aufhebung des Patentschutzes
ob dann noch Impfstoff entwickelt wird
wenn das Geldverdienen nicht möglich ist.
mehr noch man auf seinen Investitionen sitzenbleibt"

Sehe ich auch als das größte Problem! Vor allem deshalb, weil dies kein KnowHow ist, was man gerade eben mal verstaatlichen kann. Die Forschung der Pharmaindustrie wird sich auf lukrativere Geschäftsfelder verlagern.

Die existierende Situation ist es doch halbwegs i.O., es gibt mehrere Impfstoffhersteller mit denen man verhandeln kann und somit zumindest ein rudimentärer Wettbewerb da ist.

Kritik an den zugesagten ..

.. 2,3 Milliarden Impfdosen ist völlig unangebracht ! Die Weltbevölkerung zählt etwa 8 Milliarden - davon sind sicherlich mehr als die Hälfte Kinder, die nicht einmal bei uns routinemäßig geimpft werden sollen. Und die Frau Uellendahl, die speziell für diese Altersklasse zuständig ist - fordert 11 MIlliarden von den Industrieländern, die bis heute nicht ihre eigenen Impfprogramme erfolgreich beenden konnten.

Ich werde nie verstehen...

...warum mensch am meisten auf den Menschen rumhackt, die "nicht weit genug gehen".
Statt zu sagen, dass dieser Plan schon mal einen Teil der Probleme lösen kann, und sachlich darüber zu sprechen, wie es weitergehen kann, wird vor allem... gemeckert.

Leider kommt dann oftmals dabei raus, dass statt viel zu erreichen oder zumindest etwas, gar nichts passiert. Die meisten Menschen lassen eben lieber 100.000 Leute leiden, als dass sie es jemand anderem gönnen, zumindest 50.000 zu helfen.

Aufhebung Patentschutz ist Unsinn

@ 13. Juni 2021 um 11:27 von artist22
@Hilfsorganisationen fordern 11:12 von zöpfchen

Aufhebung von Patentschutz ist…
" im Ergebnis Sozialismus, also die Aufhebung des Eigentums an Produktionsmitteln, " .. und hat noch nie funktioniert.

« Das ewige neoliberale Mantra wird jeden Tag durch Wiederholung unwahrer, denn: die Erde bzw. das, wovon sie lebt, sind KEINE Produktionsmittel,
können also letztlich nicht privatisiert werden.
Tut man es dennoch, sozialisiert man nur schlechte Atemluft und dreckiges Wasser. »

Schlechte Luft und dreckiges Wasser gibt es deshalb, WEIL dessen Benutzung sozialisiert ist. Deshalb ist z B die CO2 Abgabe auch der sinnvollste Weg die Klimaerwärmung zu bremsen.

Sie sehen: Rezepte die seit hundert Jahren nur zu Not, Unterdrückung und elend geführt haben, funktionieren auch in Zukunft nicht.

@11:00 von Sisyphos3

"ob dann noch Impfstoff entwickelt wird
wenn das Geldverdienen nicht möglich ist.
mehr noch man auf seinen Investitionen sitzenbleibt"
Wie viele Milliarden haben den USA, EU, GB und Andere in die Entwicklung dieser Impfstoffe gesteckt?

Werden diese von den Gewinnen zurückgezahlt?
Wenn nicht gibt es auch nichts zu meckern.

Immer diese Scheinheiligkeit und die die darauf reinfallen.

Patentfreigabe = Technologietransfer

Das BIONTECH-Vakzin ist faktisch ein Nebenergebnis ca. 20-jähriger Forschung zur Entwicklung von Krebsmedikamenten. Die Firma hat bis zur Impfstoffbereitstellung noch nie Geld verdient. Das Ehepaar SAHIN hat seinen Altruismus bekräftigt und will die Erträge in die weitere Forschung investieren.
Vielleicht könnte Biotechnologie ein wichtiger Teil der bundesdeutschen wirtschaftlichen Zukunft werden und das Wegbrechen der klassischen Industriezweige kompensieren.

Jetzt kommen die Weltenretter und verlangen, daß das alles kaputt gemacht wird.
Wobei dies gar nicht notwendig ist. Wenn man überlegt, wie lange es gedauert hat, bis bestehende Pharmawerke auf die Impfstoffproduktion umgerüstet waren, kann man abschätzen, wie lange man braucht, um so etwas völlig neu zu beginnen. Bis dahin können die existierenden und absehbar hinzukommenden Produktionskapazitäten die gesamte Weltbevölkerung locker versorgen.

von hesta15 12:03

Geistiges Eigentum, erreicht auch mit öffentlichen Fördermitteln (Mittel anderer).
Aber bei Ihrer Argumentation, die im Gegensatz zur Mehrheit der Länder steht, wird es keine wirksame globale Bekämpfung der Pandemie geben können.

11:41, Duzfreund

>>3. Wer von der Globalisierung profitiert, der darf auch für deren Folgen zahlen, das ist zwar kein Gesetz aber eben sinnvoll.<<

Und hat auch was mit Gerechtigkeit zu tun.

Re : zöpfchen !

Ja, private Unternehmen haben echt schnell die Impfstoffe entwickelt, aber teils mit sehr vielem Geld von Staaten, also Steuergelder. Auch D hat bei Biontech einige Millionen rein gesteckt.
Und von wegen die Hilfsorganisationen haben keinen Impfstoff gespendet. Welchen hätten sie denn spenden sollen, wenn sie schon keinen haben ???? Es sollte grundsätzlich im Interesse aller Staaten, vor allem der reichen, dass möglichst viele Menschen auf der Erde geimpft werden.
Tja, Russland und China haben das schon etliches in die Wege geleitet, nur geht es denen nur um eine in meinen Augen scheinheilige und hinterhältige Strategie, wie auch die chinesische Seidenstraße, um möglichst viel Einfluss und noch mehr Macht zu erlangen.
Und ich finde es auch nicht gut, dass da Impfstoff "verschenkt" wird, bevor eine weltweite Zulassung vorhanden ist.

@schabernack - Was ist besser: Herstellen oder Warten?

11:21 von schabernack:
"Sogar High-Tech-Countries wie Japan kann man die Patente schenken, und vor mind. noch 6 Monaten können sie dort dennoch keine Produktion beginnen, weil es keine Produktionsstätten, und keine Produktionsanlagen gibt."

Was halten Sie für besser:
A) In 6 Monaten eine eigene Produktion aufbauen, um selbst impfen zu können oder
B) die nächsten 18 Monate auf die von den G7 versprochenen Impfdosen warten, obwohl deren Anzahl nur ein Bruchteil der benötigten Menge ist?

@Tinkotis um 12:47

>...warum mensch am meisten auf den Menschen rumhackt, die "nicht weit genug gehen".
Statt zu sagen, dass dieser Plan schon mal einen Teil der Probleme lösen kann, und sachlich darüber zu sprechen, wie es weitergehen kann, wird vor allem... gemeckert<

Das Problem ist das der Pan eben das Problem nicht löst, auch nicht in Teilen.
In dem Tempo brauchen wir über 5 Jahre; eine Zeit in der die Mutationen so weit fortschreiten das man von vorne anfangen kann, denen die man am Anfang gespritzt hat also letztlich sich nicht geholfen ist.

Was es bräuchte wäre eine massive Produktionskapazitätserhöhung.
Die kann, wie die Impfzentren, aber garnicht Wirtschaftlich sein, sondern ist nach Ende der Krise "Überkapazität" die entweder direkt abgebaut wird oder im Internationalen Preiskampf steht.
Ich denke das Problem sollte klar sein:
Das machen entweder die Staaten, und tragen die Kosten stammt Abriss.
Oder es wird nicht geschehen.

11:43, Nachfragerin @10:54, ich1961

>>"Die internationale Produktion funktioniert auch ohne diese, in dem Fabriken aufgebaut oder übernommen werden, Mitarbeiter geschult werden usw."
> Sie befürworten es, wenn westliche Pharmakonzerne in Entwicklungsländern eine Produktion aufbauen, um noch mehr Impfdosen herzustellen und gewinnbringend verkaufen zu können. Aber sie lehnen es ab, dass diese Entwicklungsländern ihre Impfstoffe kostengünstig selbst produzieren.<<

Die Lizenzabgabe ist wohl bei dem von der Foristin beschriebenen Vorgehen der geringste Kostenfaktor.

12:15 von Leipzigerin59

«Nur was nützt eine Produktionsstätte,
wenn man sich die Lizenzen für die Produktion nicht leisten kann.
Das ist der Grund für die Forderung der Patentfreigabe.
Die Patente für 1-2 Jahre auszusetzen,
also auf die Lizenz zu verzichten, wird die Entwickler und Hersteller in dieser Zeit nicht verarmen lassen.»

Man kann Lizenzgebühren auch sehr niedrig ansetzen.
Genau wie Impfstoffe selbst können Lizenzen über COVAX oder andere Initiativen gefördert, und wenn nötig in weitem Maß bezahlt werden.

Die Patentdebatte führt zu nichts anderem als vermehrt zu ideologisierter Schuldzuweisung. Um die Sache von gutem Fortschritt mit Impfstoffen geht es dann gar nicht mehr.

Schon erst recht mal gar nicht darum, dass auch die Hersteller in RUS und CHN ihre Patente nicht freigeben. Ist aber nie Kritikpunkt, auch nicht bei Organisationen wie OXFAM. Und noch viel weniger bei den Patent-Freigabe-Forderern mit der ganz simplen Weltsicht.

Nichts anderes als bildlich Gorillas im Nebel.
Groß & laut …

Der Oxford Impfstoff ist patentkostenfrei

Die Lizenzproduzenten müssen ihn nur ihrerseits auch zu Selbstkostenpreis vermarkten.

Das scheint nicht so beliebt zu sein.

@Codierknecht - Lieber Impfstoff verkaufen als Pandemie beenden?

11:33 von Codierknecht:
"Die Hersteller in China und Indien sagen danke, beginnen mit der Massenproduktion, danach werden unsere Werke über den (subventionierten) Preis aus dem Markt gedrängt."

Aus Sicht der G7 muss das eine wirklich schreckliche Vorstellung sein, wenn der Goldrausch nur anderthalb Jahre anhält und die Pandemie dann plötzlich vorbei ist, weil sich auch die ärmsten Länder dieser Erde eine Impfung leisten konnten.

PS: Finden Sie mal heraus, wo Aspirin & Co hergestellt werden und welchen Preis so eine Pille hätte, wenn der Patentschutz noch bestehen würde.

Ohne Aufhebung des Patentschutzes

und die damit verbundene Ausweitung der Produktion von Impfstoff werden wir die Pandemie leider nicht in den Griff bekommen.
Die Politiker der G7-Staaten verdrängen das, weil sie die Interessen der heimischen Pharmakonzerne als wichtiger erachten.
Traurig.

Ein schon oft diskutiertes Thema!

War schon des Öfteren Thema dieser Tagesschau, dass Hilfsorganisationen die Patentfreigabe fordern; ist schon sehr umfassend diskutiert worden. Mit einer Patentfreigabe (für die ich nicht bin, habe auch schon Argumente hierfür geliefert) ist es ja nicht getan: die qualitativ hochwertige Produktion mit entsprechenden Facharbeitern muss ja auch aufgebaut werden!
Für diese Pandemie sehe ich es als einfacher und zielführender an, produzierten Impfstoff in die Regionen dieser Erde zu liefern, als Produktionstätten aufzubauen. Sicherlich kann man für eine künftige Strategie auch die Fertigung von Arzneimitteln in Afrika etc. ins Auge fassen - ohne Hilfe der großen Industrienationen (erweiterte G7 Staaten) funktioniert dies sowieso nicht.
Die im Bericht genannten Hilfsorganisationen sollten nicht immer zu jedem Angebot mit „ist zu wenig…“ anfangen, sondern auch mal die Anstrengungen loben! Oder ist das schon zu viel verlangt?

13:20 von Nachfragerin / @schabernack

«Was halten Sie für besser:
A) In 6 Monaten eine eigene Produktion aufbauen, um selbst impfen zu können oder
B) die nächsten 18 Monate auf die von den G7 versprochenen Impfdosen warten, obwohl deren Anzahl nur ein Bruchteil der benötigten Menge ist?»

Selbstverständlich besser, die eigene Produktion aufbauen. Japan wird das auch tun. Wenn nicht in 6, dann in 9 Monaten … oder so. Geldmangelland ist Japan nicht, und auch nicht den Moment zimperlich oder zögerlich, von Seiten des Staates dafür auch weitere Kredite aufzunehmen, wenn es nicht anders möglich ist.

Mit der Freigabe der Patente hat das nichts zu tun. Man verhandelt mit Biontech längst über die Produktionslizenz, und wird sie auch bekommen ohne Zweifel.

Aber Japan ist G7 No. 3 Industrienation der Welt. Gut organisiert im Staat, aber was lahm wegen der Bürokratie des Immer-Groß-Penibel mit Vorsicht. Ganz anders in so vielen anderen Ländern der Erde, deren Impfquoten bisher genau so gering sind wie die inzw. ± 4% in Japan.

13:27 @ schabernack

"... dass auch die Hersteller in RUS und CHN ihre Patente nicht freigeben. ..."

Auf den Covid-Impfstoffen aus Oxford, Russland und China, ggf. weiteren liegen keine Patente.
Die Verfahren sind nicht neu.

Am 13. Juni 2021 um 13:42 von Wolf1905

Zitat: War schon des Öfteren Thema dieser Tagesschau, dass Hilfsorganisationen die Patentfreigabe fordern; ist schon sehr umfassend diskutiert worden. Mit einer Patentfreigabe (für die ich nicht bin, habe auch schon Argumente hierfür geliefert) ist es ja nicht getan: die qualitativ hochwertige Produktion mit entsprechenden Facharbeitern muss ja auch aufgebaut werden!

Sie verkennen die Idee, die bei manchen Foristen dahinter steht.

Die bösen Kapitalisten entwickeln die Impfsoffe. Wenn dann die Patente freigegeben sind, produzieren die Chinesen und Russen vor Ort (und verkaufen).

Es würde mich nicht wundern, wenn dort die Vorbereitungen schon ziemlich weit gediehen sind, nachdem die Erstellung von Prodiktionsstätten viele Monate braucht.

@Sparpaket um 13:35

Ihrem Kommentar
„Ohne Aufhebung des Patentschutzes
und die damit verbundene Ausweitung der Produktion von Impfstoff werden wir die Pandemie leider nicht in den Griff bekommen. Die Politiker der G7-Staaten verdrängen das, weil sie die Interessen der heimischen Pharmakonzerne als wichtiger erachten.
Traurig. „Ohne Aufhebung des Patentschutzes und die damit verbundene Ausweitung der Produktion von Impfstoff werden wir die Pandemie leider nicht in den Griff bekommen. Die Politiker der G7-Staaten verdrängen das, weil sie die Interessen der heimischen Pharmakonzerne als wichtiger erachten. Traurig.“
möchte ich widersprechen: die Fertigung von Impfstoff ist auch in Lizenz möglich, wenn die technisch hochwertigen Produktionsstätten aufgebaut werden! Warum Patentfreigabe? Nein, ich bin für Patentschutz! Sie sehen doch selbst, wenn Länder, v. a. China, anfangen zu kopieren und sich nicht an den Patentschutz halten (jetzt nicht nur auf Medikamente bezogen) - unsere Firmen gehen zugrunde - Nein!!!

Klar, es muss zu hilfreichen

Klar, es muss zu hilfreichen Lösungen in der Impfstoffverteilung kommen. Und sicher wird es da auch bald eine einigermaßen humane Lösungen geben. Aber ich finde es immer wieder erstaunlich zu sehen, mit welcher Leichtfertigkeit unsere Menschheitsretter mit anderer Leute Geld umgehen wollen und da frage ich mich schon, ob, hätten sie sich in irgendeiner Weise bei der Impfstoffentwicklung finanziell mit engagiert, dann jetzt nur annähernd so großzügig wären und gleich das so entstandene Patent unter allen Völkern der Welt verteilt hätten? Momentan wird so der Eindruck erweckt, als sei schon alleine die Ausnahme, dass so schnell eine völlig neue Impftechnik überhaupt erfunden werden konnte, überhaupt nichts besonderes mehr und manche neigen schon allzu leichtsinnig zu werden, weil man ja gleich modifizieren kann. Was aber, wenn das plötzlich nicht reichen sollte, wer bringt die nächsten hunderte Millionen Entwicklungskosten zusammen? Vielleicht die Deutschen, dafür sind die ja da,oder wie

11:48, Sisyphos3

>>11:32 von Miauzi
„die Steuerzahler haben das Geld für die Forschung bereit gestellt - strenggenommen gehört damit dem Volk“
.
ein Teil der Forschung
und wenn es dem Volk gehört also auch mir
werde ich doch ein gewisses Mitspracherecht haben, was damit gemacht wird<<

Haben Sie.

So wie jeder andere Steuerzahler in Deutschland auch.

Weswegen es hier Wahlen gibt.

Ganz gerecht ist die Sache allerdings nicht, denn auch Ausländer und Minderjährige zahlen hier Steuern. Und wenn es „nur“ Verbrauchssteuern sind. Die ja etwa die Hälfte des deutschen Steueraufkommens stellen.

@Nachfragerin um 13:29

„PS: Finden Sie mal heraus, wo Aspirin & Co hergestellt werden und welchen Preis so eine Pille hätte, wenn der Patentschutz noch bestehen würde.“
Was glauben Sie denn, wie viele Jahre ein Pharmaunternehmen forschen, testen und entwickeln muss, bis solch ein Medikament letztendlich die Freigabe enthält? Wissen Sie, wie viel das den Firmen kostet? Und es muss einkalkuliert werden, dass nach Jahren der Tests ein Medikament nicht zugelassen wird!
Ich bin heilfroh, dass die Pharmafirmen gut verdienen und Geld erwirtschaften, das für die hohen Kosten der Forschung investiert werden kann. Das kommt letztendlich uns allen zu Gute! Darüber sollten Sie auch mal nachdenken, anstatt nur „Profitgier“ zu sehen.

@Quakbüdel - 2,3 Mrd. Impfdosen beenden keine Pandemie

12:42 von Quakbüdel:
"Kritik an den zugesagten 2,3 Milliarden Impfdosen ist völlig unangebracht !"

Die Kritik richtet sich auch nicht gegen die Spendenbereitschaft, sondern gegen die Weigerungshaltung, die Patente freizugeben.

Die Spenden sind gut, aber ungenügend, um diese Pandemie zu beenden.

konkreter Anlass?

Welche Firma scheitert denn am Patentschutz? Gibt es konkrete Anfragen?

Sobald jemand in der Lage sein sollte mRNA-Impfstoff anzufertigen wird er die nötigen Lizenzen bekommen; ggfs auch geschenkt oder staatlich gefördert. Das ist ja auch gar nicht das Problem dabei.

Was viele vor lauter Geschrei ("Patente = Massenmord") vergessen ist wie anspruchsvoll die Herstellung ist. Das ist durchaus komplizierter als eine Hühnersuppe.

*Das* ist der Grund warum der Stoff knapp ist.

Kaum angedacht

...ist auch die Frage an welcher Stelle z.b. Afrikas man eine Pharmaindustriepark mit internationaler Hilfe errichten möchte.
Das ist nicht ganz trivial, da es dabei auch um Sicherheitsinteressen geht. Mit diesen Produktionsstätten lässt sich einiges mehr anfangen als nur Gutes zu tun.
Politische Stabilität Heist hier leider oft blutige Diktatur, ist also spätestens bei Generationswechsel nicht mehr stabil.
Die Interressensphären verschiedenster Couleur müssen berücksichtigt werden.
Erinnert sich jemand an Desertteck? Solarenergie aus der Wüste. Wurde aufgegeben nachdem sich Wahhabitische(sprich saudisch unterstützte) Djihadies in der Zielgegend breit machten.
Also muss man erst einmal alle Interessierten Parteien zufrieden stellen um eine destabilisierende Intervention zu verhindern.
Schwierig in einem Kontinent in dem selbst EU-Staaten gerne mal auf unterschiedlichen Konflicktseiten involviert sind.

@13:35 von Sparpaket

"Die Politiker der G7-Staaten verdrängen das, weil sie die Interessen der heimischen Pharmakonzerne als wichtiger erachten.
Traurig."

Aber gewählt.
Der Bürger wählt.
Die Lobby zahlt.
Was hat wohl mehr Gewicht?

@Wolf1905 - Ablenkungsmanöver

13:42 von Wolf1905:
" [...] die qualitativ hochwertige Produktion mit entsprechenden Facharbeitern muss ja auch aufgebaut werden!"
> Falls Sie glauben, dass ausschließlich die G7 in der Lage wären, so etwas aufzubauen, dann sollten Sie sich mal informieren, wo die meisten Arzneimittel herkommen. (Kleiner Tipp: Es ist kein G7-Staat.)

"Die im Bericht genannten Hilfsorganisationen sollten nicht immer zu jedem Angebot mit ,ist zu wenig…' anfangen, sondern auch mal die Anstrengungen loben! Oder ist das schon zu viel verlangt?"
> In der 3. Welt brennt es und die G7 wissen, wie man das Feuer mit den vorhandenen Mitteln schnell und effizient bekämpft. Was tun die G7? Sie veranstalten eine medienwirksame Spendengala und versprechen mehrere Eimer Wasser, die in den nächsten Monanten stückweise übergeben werden sollen.

So ein Ablenkungsmanöver verdient kein Lob.

@fathaland slim - Markenproduke sind teurer als "no name"

13:21 von fathaland slim:
"Die Lizenzabgabe ist wohl bei dem von der Foristin beschriebenen Vorgehen der geringste Kostenfaktor."

Ein unter Lizenz gefertigtes Produkt trägt den Markennamen und ist damit deutlich teurer, als ein No-Name-Produkt mit derselben Wirkung. Wenn man Milliarden Impfdosen benötigt, wird jeder einzelne Cent zu einem millionenschweren Problem.

Ich verweise abermals auf die Ärzte ohne Grenzen:
https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/faq/1927

13:42, Wolf1905

>>Die im Bericht genannten Hilfsorganisationen sollten nicht immer zu jedem Angebot mit „ist zu wenig…“ anfangen, sondern auch mal die Anstrengungen loben! Oder ist das schon zu viel verlangt?<<

Hifsorganisationen sollten keine Claqueure für Regierungen und Großindustrie sein. Ihre Aufgabe ist es, zu helfen und Hilfe zu fordern.

Wenn das Angebot zu wenig ist, dann ist das eben so. Dann sollte keine Hilfsorganisation laut jubeln, daß es wenigstens ein kleines bisschen gibt. Das machen Regierungen und Großindustrie schon selber und brauchen bei der Selbstbeweihräucherung keinerlei Hilfe.

@Leipzigerin59 um 13:49

>Auf den Covid-Impfstoffen aus Oxford, Russland und China, ggf. weiteren liegen keine Patente.
Die Verfahren sind nicht neu.<

Natürlich verlangen die Russischen und Chinesischen Firmen Lizenzgebühren.

Oxford als Universität kenn es sich leisten auf
solche zu verzichten aber bei den anderen
handelt es sich um Wirtschaftsunternehmen die davon Leben ihre Produkte zu vermarkten.
Mit diesem Geld bezahlen sie ihre Angestellten und Anteilseigner .
Nur weil sie auch China und Russland kommen ändert sich daran gar nichts.

um 13:35 von Sparpaket

"Ohne Aufhebung des Patentschutzes und die damit verbundene Ausweitung der Produktion von Impfstoff werden wir die Pandemie leider nicht in den Griff bekommen."
Ohne dass Investoren und Forscher für die jahrelange Arbeit keinen entsprechenden Ertrag erhalten, werden sie in Zukunft keine Impfstoffe entwickeln.
Dann müsste der Staat einspringen. Glauben Sie wirklich, dass der Staat 20 Jahre ohne erkennbaren Anwendungsnutzen forscht, er beschafft ja nicht einmal die notwendige Maskenversorgung, weil er nicht in unsichere Zukunft investieren will und der Rechnungshof ihm im Genick sitzt. Unternehmer riskieren eine Forschung in unsichere Zukunft, sie haben dafür Lohn verdient.
Übrigens, noch alle technischen Fortschritte haben sich im Zeitablauf über die Erde verbreitet, schon weil die Patentinhaber ja daran interessiert sind, dass möglichst viele Menschen ihr Produkt erwerben.

Kaum vorstellbar

...für mich, dass eine solch aufwendige und technologisch herausfordernde Produktionsstätte in 6 Monaten betriebsbereit wäre.
Die Maschinen und technischen Anlagen müssen wohl auch irgendwo herkommen, qualifiziertes Personal muss zur Verfügung stehen. Auch die Glasfläschchen, Spritzen und Kanülen müssen produziert werden...
Rohstoffe?

13:29 von Nachfragerin

«PS: Finden Sie mal heraus, wo Aspirin & Co hergestellt werden und welchen Preis so eine Pille hätte, wenn der Patentschutz noch bestehen würde.»

Aspirin ist ein Uralt-Medikament von so was Anfang des 20. Jahrhunderts.
So lange ist Patentschutz oder Urheberrecht nie.

@Nachfragerin um 14:15

Natürlich weiß ich, dass Indien und China die meisten Medikamente produzieren; ich hoffe nur, dass die EU (oder Europa mit UK und CH und NOR …) mit den Erfahrungen aus der Pandemie beginnen, gewisse Produktionen wieder in Europa aufzubauen - so wurde es ja letztes Jahr auch schon artikuliert; das kommt uns zu Gute, und bei der solidarischen Einstellung der Europäer (ja, das meine ich ernst!) kommt es auch z. B. Ländern in Afrika zu Gute!
Dass man in infrastrukturstärkeren Gebieten in Afrika Produktionsstätten für Medikamente aufbauen könnte, wäre vielleicht schon möglich, aber das geht nicht von heute auf morgen! Wer das meint, träumt!
Ich bin seit etlichen Jahren Spender von Ärzte ohne Grenzen, weil ich diese Organisation absolut gut und wichtig finde; und ja, etwas beruhige ich auch mein Gewissen damit! Nur kann ich das, weil ich die Mittel dazu habe; die Mittel, die mir unser Wirtschaftssystem ermöglicht - nur deshalb kann ich (finanziell) helfen!

Ehrlich jetzt?

Es lebe der Kapitalismus, es leben die Großaktionäre. Nieder mit den Kindern der Ärmsten. Wir von der Bourgeoisie verkehren in ganz anderen Kreisen als das Protelariat. Sollen die doch ruhig ungeimpft bleiben.

So oder so ähnlich lese ich manche Kommentare hier mit einem inneren Kopfschütteln.

@ sikgrueblerxyz um 14:52

>Glauben Sie wirklich, dass der Staat 20 Jahre ohne erkennbaren Anwendungsnutzen forscht<

Das nennt sich Grundlagenforschung und ist z.b. die große Stärke der deutschen Universitäten (Also des Staates der diese Finanziert) und der mit diesen assoziierten Forschungsinstitute.

Sprich: ja, genau das tut er
Ich glaube das nicht nur, sondern habe gute, sprich evidenzbasierende, Gründe diese Annahme als intersubjektiv überprüfbar zu betrachten.

Geht es überhaupt um die Bereitstellung von Impfstoffen?

BioNTech kann derzeit sehr viel Geld verdienen, in dem Umfang, wie es kurzfristig Impfdosen bereitstellen kann - in einem Jahr ist das möglicherweise anders. Also ist BioNTech motiviert, sein Know-How, das weit über den tatsächlichen Patentinhalt hinaus geht, vor allem nämlich Produktions-Know-How, an möglichst viele Lizenznehmer weiterzugeben. Das maximiert die Produktionsgeschwindigkeit. Die Freigabe der Patente bringt erst einmal keine einzige Impfdosis mehr. Sie erspart anderen Ländern, z.B. Russland und China, viele Jahre der Forschung nach alternativen Methoden, um diese dann (gegen politisches Wohlverhalten) zu vermarkten. Denn beide Staaten beteiligen sich nicht an der Initiative, ärmeren Ländern bedingungslos Impfstoffe bereit zu stellen. Brasilien muss gerade lernen, was es heißt, auf China angewiesen zu sein (wenn man die Impfstoffbestellung aus Hochmut verpasst). Die mRNA-Impfstoffe sind ohnehin äußerst heikel, kein Vergleich mit herkömmlichen, wie sie Indien produziert.

@11:12 von zöpfchen

>> Hilfsorganisationen fordern
>> … im Ergebnis Sozialismus,
Ja und?

>> Hat noch nie und nirgends funktioniert.
Weil es immer(!) am weltweiten Handelsembargo der USA scheitert? oO

@11:17 von hesta15

>> Aussetzung von Patentschutz ist
>> Enteignung.
>> Da zu gibt es eine klare Rechtslage.

Richtig, Art. 15 GG. -.-

14:00 von fathaland slim

Ganz gerecht ist die Sache allerdings nicht, denn auch Ausländer und Minderjährige zahlen hier Steuern
.
was ist schon gerecht ?
wenn ich ne Städtetour nach Paris mache oder Amsterdam
verlange ich ja auch kein Wahlrecht dort
wobei die Tatsache dass man als Ausländer in Holland kein Hasch kaufen darf
diese Ungleichbehandlung für den einen oder anderen schwerer wiegt :-)

15:02 von schabernack

So lange ist Patentschutz oder Urheberrecht nie.
.
gelegentlich noch kürzer
das Patent von Aspirin wurde von den USA 1918 enteignet

Am 13. Juni 2021 um 15:02 von schabernack

13:29 von Nachfragerin: «PS: Finden Sie mal heraus, wo Aspirin & Co hergestellt werden und welchen Preis so eine Pille hätte, wenn der Patentschutz noch bestehen würde.»

Zitat: Aspirin ist ein Uralt-Medikament von so was Anfang des 20. Jahrhunderts. So lange ist Patentschutz oder Urheberrecht nie.

In Deutschland ist nur der Markenname "Aspirin" geschützt.

Ein Patent auf den Wirkstoff "Acetylsalicylsäure" gibt es dagegn bei uns nicht, wohl aber in den USA und GB.

Welche Auswirkungen das international hat, vermag ich nicht zu beurteilen.

@sikgrueblerxyz um 14:52 pS

Sowohl Biontech als auch Curevac sind Ausgründenden aus dem Universitäts-forschungsbetrieb.
Inernational die normale Methode: der Staat sorgt für die Grundlagen und Finanzierung und wenn es etwas Marktfähiges git versucht jemand damit sein Glück.
Es ist auch damit zu rechnen das beide früher oder später ein Übernahmeangebot eines der Großen bekommen das sie spätestens wenn die Gründer den Ruhestand anstreben auch annehmen werden.
Dann landen ihre Patente bei Bayer, Pfizer oder Sanofi oder sonstigen, die dann weitere Ausbau-produkte der jetzt noch neuen Technologie die nächsten 50 Jahre vermarkten werden
Aber die Grundlage: die wurde vom Staat gelegt, nicht von Investoren oder mutigen Gründern(ohne deren Rolle negieren zu wollen, Aber sie ist eben eine andere).

>> z.B. Nigeria oder

>> z.B. Nigeria oder Angola

Knapp daneben, Südafrika ist die 'Apotheke von Afrika'. -.-

Merkels Worte sind nicht....

zu akzeptieren, auf keinen Fall! Ihr Verhalten ist einfach gesagt, "unakademisch" im Sinne des Wortes! Beschämend für einen Staat, wie die BRD!

15:21 @ saschamaus75

"... Richtig, Art. 15 GG. -.- "

Ergänzung
IfSG, § 5, (2), 5.

Zum Patentschutz bzw. dessen Aufhebung durch das BMG.

14:15 von Nachfragerin

«In der 3. Welt brennt es und die G7 wissen, wie man das Feuer mit den vorhandenen Mitteln schnell und effizient bekämpft. Was tun die G7? Sie veranstalten eine medienwirksame Spendengala und versprechen mehrere Eimer Wasser, die in den nächsten Monanten stückweise übergeben werden sollen.»

Niemand hat einen großen See voll gefüllt mit Corona-Impfstoff, aus dem man in beliebig kurzem Zeitraum beliebig große Mengen beliebig irgendwo hin pumpen könnte.

Was ist daran denn nur in 3 Teufels Namen so schwer zu begreifen …

Wo leben Sie?
Sie meinen so kurz war er noch nie und wird es nicht mehr werden,
bei der jetzigen 'Wirtschaftsform'

Kleine Gedächtnisauffrischung:
https://urheber.info/diskurs/2018-05-22-musik-verlaengerung-der-schutzda...
kurz: https://is.gd/yiKKIB

150 Jahre.
Da können locker 4 Generationen ihren Mammon weitervererben.
Thema: Leistungsloses Grundvermögen ;-)

Am 13. Juni 2021 um 15:25 von Sisyphos3

Zitat: das Patent von Aspirin wurde von den USA 1918 enteignet

Ist es nicht so, dass das Patent schlicht ausgelaufen ist?

@11:43 von Nachfragerin

>> Was spricht dagegen, dieses Wissen zu
>> spenden?

Die biblische Totsünde Habgier. -.-

15:31 von falsa demonstratio

«Ein Patent auf den Wirkstoff "Acetylsalicylsäure" gibt es dagegn bei uns nicht, wohl aber in den USA und GB.
Welche Auswirkungen das international hat, vermag ich nicht zu beurteilen.»

In Costa Rica oder Belize konnten wir uns jedenfalls für in etwa den Preis von einer 50-er Packung in Deutschland in etwa einen Eimer voll mit Aspirin mit Markennamen und Original-Logo kaufen.

@Wolf1905 - 1,5 Jahre Abwarten ist keine Strategie.

15:06 von Wolf1905:
"Dass man in infrastrukturstärkeren Gebieten in Afrika Produktionsstätten für Medikamente aufbauen könnte, wäre vielleicht schon möglich, aber das geht nicht von heute auf morgen!"

Und weil das 6 Monate dauern könnte, sollen die ärmsten Länder lieber 18 Monate auf die von den G7 versprochenen Impfdosen warten, mit denen sich gerade einmal 20% der Bevölkerung impfen lassen?!

Wer diese Pandemie beenden will, muss alle Möglichkeiten nutzen - auch die, die keinen Profit abwerfen.

15:21, Sisyphos3

>>14:00 von fathaland slim
„Ganz gerecht ist die Sache allerdings nicht, denn auch Ausländer und Minderjährige zahlen hier Steuern“
.
was ist schon gerecht ?
wenn ich ne Städtetour nach Paris mache oder Amsterdam
verlange ich ja auch kein Wahlrecht dort<<

Es gibt zahlreiche Ausländer, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben. Und Steuern zahlen.

>>wobei die Tatsache dass man als Ausländer in Holland kein Hasch kaufen darf
diese Ungleichbehandlung für den einen oder anderen schwerer wiegt :-)<<

Ach, wissen Sie, wenn man niederländische Freunde hat...

Hilfsorganisationen kritisieren G7-Pläne zu Impfstoffen....

Die G7-Länder positionieren sich also faktisch gegen die 3.Welt, für Impfegoismus und die Pharmabranche des Nordens.
Aber vermutlich wird es so etwas wie eine Zeitenwende geben. Und zwar dann, wenn die Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerikas Bilanz machen und feststellen, von wem sie mit Impfstoffen versorgt worden sind und von wem eher nicht.
Ob der Folgen davon, werden sich Vertreter des globalen Nordens höchst echauffiert zeigen.........

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