Ihre Meinung zu: Kinderrechte nicht im Grundgesetz: Viele Vorwürfe

8. Juni 2021 - 17:54 Uhr

Seit Jahren wird darüber diskutiert, auch während der Pandemie: Man solle die Kinderrechte im Grundgesetz verankern. Nun ist das Vorhaben wieder gescheitert - und es hagelt Schuldzuweisungen. Von Kai Küstner. 

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Kommentare

rer Truman Welt

DS Traurigste daran ist doch, daß das überhaupt notwendig zu sein scheint!

Wegen "noch mehr Möglichkeiten "?

"Auf eine entsprechende Passage, die ins Grundgesetz hätte eingefügt werden sollen, hatte sich die Koalition geeinigt. Doch Grüne und Linke wollten noch stärkere Formulierungen, noch mehr Möglichkeiten für Kinder, mitzuentscheiden. Die Union war dagegen, sie befürchtete eine Schwächung der Familien zugunsten des Staates."

*

Was stimmt nun wirklich?

Wenn der Vormund nur von den Eltern zum Staat wechselt, dann können Kinder immer noch nicht mehr Entscheiden, als vorher.

Wobei sollten Kinder denn
eigentlich mehr mitentscheiden können?

Und warum reichen die bisherigen Gesetze nicht aus? (Dass der Staat mit deren Durchsetzung zeitweise überfordert ist, ist bekannt.)

In der Tat ein Armutszeugnis

Die Groko sollte auf den Kinderschutzbund hören, stattdessen erleben wir gegenseitige Anschuldigungen und Schuldzuweisungen.
Wie bei der Maskenaffäre.
Diese Koalition ist am Ende.

Gebrochenes Versprechen

"Seit Jahren wird darüber diskutiert, auch während der Pandemie kochte das Thema hoch: Man solle die Kinderrechte im Grundgesetz verankern"

Dass das Thema während der Pandemie hochkochte, dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass die Notwendigkeit der Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz noch nie so deutlich wurde.

"Der Koalitionsvertrag von Union und SPD beinhaltete ein Versprechen: "Wir werden Kinderrechte im Grundgesetz ausdrücklich verankern." So steht es auf Seite 21 des im Frühjahr 2018 beschlossenen Programms der Großen Koalition. Jetzt ist klar: Dieses Versprechen haben die Regierungsparteien nicht halten können"

Nicht halten "können"? Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Dass dieser Wille offensichtlich nicht stark genug ist, um den Kindern den Weg zu bahnen dürfte damit zu tun haben, dass Kinder keine Wähler sind.

Wozu müssen „Kinderrechte“ im

Wozu müssen „Kinderrechte“ im Grundgesetz verankert werden? Das einzige was für die dazu kommt ist doch, dass sie ihre Ansprüche gegen die Eltern und den Staat durchsetzen können. Steht aber so für alle Menschen im Grundgesetz. Vielleicht sollten lieber die Eltern mehr in die Pflicht genommen werden, ihre Kinder zu schützen. Und insbesondere sollten endlich Angriffe gegen Kinder entsprechend hart bestraft werden. Was nützen noch mehr Grundrechte wenn sie keiner durchsetzt?

Geht es am Ende um mehr Staat

Geht es am Ende um mehr Staat in den Familien? So nach dem Motto, ich schütte euch mit allen möglichen Annehmlichkeiten zu, dafür kann ich mich leichter einmischen. Aber zum Glück fehlen dazu die Leute.
Dann könnte mein Kind mich dann verklagen, wenn es im Haushalt helfen soll und nicht will. Tolle Vorstellung!

"Kinderrechte"?

Warum "Kinderrechte"?

Wir haben Grundrechte. Die gelten auch für Kinder.

Oder besser gesagt, galten früher auch für Kinder.

Und wenn sich (wie dies nun Gepflogenheit ist) keiner an die Grundrechte hält, brauchen wir erst recht keine Kinderrechte.

Denn an die hält sich dann auch keiner.

Kinderrechte oder Rechte des Staates?

Maßnahmen, die Kinder vor Missbrauch und Gewalt schützen, sind richtig.

Da jedoch kein anderer westlicher Staat sich bereits derart in die Erziehung der Kinder einmischt wie die Bundesrepublik Deutschland, wird klar, dass dieser Entwurf zur Änderung des Grundgesetzes für Kinder nichts verbessern aber vieles verschlechtern könnte. In Wahrheit will man (noch) mehr Macht für den Staat.

Familienschutz aufweichen vs. Kinderrechte fordern

Die AfD hat Recht, wenn sie die Kinderrechte nicht explizit im Grundgesetz aufgeführt wissen möchte. Kinder sind nämlich auch Menschen und sind daher wie Erwachsene geschützt.

Familien und die Ehe standen übrigens unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes. Gerade aber für diesen Kleinstverbund der Gesellschaft wurde der Schutz im GG in den letzten Jahren zu Gunsten andere Interessengruppen verwässert. Hier redet der Zeitgeist also mit gespaltener Zunge.

Und dann ändert sich etwas?

Kinder sind Menschen und wir haben ein Grundgesetz, das für alle Menschen gilt.
Im übrigen gibt es zahlreiche Gesetze, die auch Kinderangelegenheiten regeln.

Wenn nun im Grundgesetz auch noch Kinderrechte stünden (welche wären das?), wird sich dann etwas verändern oder verbessern?
Ich habe da meine Zweifel.

Die Regelungswut der Deutschen scheint immer neue Betätigungsfelder zu suchen.
Fragt sich nur, ob das etwas nutzt?

18:21 von Desinteresse 21: Einmischung in die Erziehung ?

Wenn diese Kinderrechte dann dazu führen, dass der Staat ganz die Erziehung vorgibt und sich bei jeder Kleinigkeit einmischen kann, könnte dies dazu führen, dass sich manches Elternpaar gegen Kinder entscheidet.
Denn sich mit Behörden ggf. rumzuärgern, weil der Nachbar glaubt, dass die Eltern diese Kinderrechte mißachten, mag sicher nicht jeder.
Man sollte zwar Kinder vor der Gewalt der Eltern schützen, wenn es erkennbar diese Gewalt gibt, aber das dürfte mit den bisher geltenden Gesetzen doch auch bereits möglich sein.
Und ansonsten sollte man den Eltern auch zutrauen, dass sie ihr Kind so erziehen, dass es später auch "lebensfähig" ist.

Kinderfeindliches Land

Eine Bankrotterklärung des Staates an seine Kinder und damit die Zukunft, anders kann man es nicht bezeichnen!
Bis Anfang der achtziger Jahres waren Kinder allen Ernstes gesetzlich noch "in der Gewalt der Eltern". Davon scheinen sich Unionskreise wohl nicht verabschieden und mit einer gewaltfreie Erziehung nicht anfreunden wollen, nicht zuletzt auf Geheiß reaktionärer Kirchenkreise.
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, haben ungleich mehr Bedürfnisse, müssen allzu oft Fehler der Erwachsenen ausbaden. So etwa beim Klima und Hartz 4.
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr - eine Binsenweisheit, die aber zeigt, worin das Problem besteht.
Kinder haben selbst kein Wahlrecht, sind schon deshalb darauf angewiesen, dass letztlich der Staat ihren Schutz ihnen zubilligt.
In Deutschland haben Tierschutzverbände, Auto- und andere Lobbyorganisationen mehr Mitglieder als der Kinderschutzbund. Das sagt leider eine ganze Menge über das Land und seine Kinderfeindlichkeit aus!

Nee ...

... des braucht's nun eh nicht.

Ist nur Aktionismus.

@desinteresse, 18:21

Aber zum Glück fehlen dazu die Leute.

Oh ja. Die Begrenzheit der Mittel des Staates ist die einzige Rettung für den Bürger. Wie die gerne würden, wenn sie könnten...

Dann könnte mein Kind mich dann verklagen, wenn es im Haushalt helfen soll und nicht will.

Die Idee wiederum finde ich charmant. Kinder sind keine Arbeitstiere.

Problematisch sind eher andere Bereiche der Einmischung (im Moment etwa drohende "Impfpflichten"...).

Ich habe bei dieser "Kinderrechte"-Diskussion eher das Gefühl, es soll gesondert festgestellt werden, dass Kinder NICHT die gleichen Rechte haben wie Erwachsene... also KEINE vollen Grundrechte... anders ist diese Debatte nicht zu verstehen...

Was ist ein Kinderrecht, das

Was ist ein Kinderrecht, das nicht per GG abgedeckt ist? Da steht dich eigentlich alles drin.
Man könnte es nun sein lassen, wie geschehen, oder doppelt koppeln und es nochmal reinschreiben.
Ich verstehe das Getue nicht.

Kinderschutz.. jetzt nur noch ...ohne Staatsbürgeranrecht?

Was geht politisch bloß alles hinüber zu Fragezeichen? Es fragt sich scheinbar keiner mehr.. welche umgedrehten Schutzfaktoren jede einzelne politisch erwerbstätige Person selbst verwehrt bekommen möchte? Die Lütten sind ja nicht nur die Wähler von später ..ah ja.... da sind dann ja derzeitige Politiker wahrscheinlich längst im Ruhestand. Besteht deswegen keine politische Begeisterung für den Kinderschutz? Oder... dreht es sich simpel nur um Gleichgültigkeiten? Etwa in dem Ausmaß wie man SUV- Vehikel einparkend auf Mutter- Kind reservierten Geländeparkplätzen bei Einkaufszentren ertragen muss: aus denen dann grinsend wegen des fast leeren Parkumfeldes... ein rüstiger Senior, mit Blick auf die gebotene Park- Beschilderung, steigt um seine Bekanntschaften zu treffen und einkaufen zu gehen. Alle scheinen sich des Begriffes "Kinderschutz" zu bedienen solange die ...Kurzmenschlein... nicht auftauchen und ihn doch tatsächlich Erleben wollen! Stimmt in Politik dass Leben nicht?
Frau D. Brauer

18:43 von Margitt

Das ist doch mein reden. Die bestehenden Gesetze reichen, nur müssen sie auch konsequent angewendet werden.

@ Tada

Volle Zustimmung.
Wir brauchen einfach keine "Sonderregelungen" für einzelne Teile der Gesellschaft im GG.
Das GG ist für alle da; tlw. beschränkt auf alle Deutschen.
Das reicht völlig aus!

Rene

Ich bin wohl sehr einfach gestrickt, mir erschließt sich einfach nicht worin das Problem liegen soll. Wenn sich die 3 einig waren dieses Vorhaben in einen Vertrag mit aufzunehmen wieso gibt es dann Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Vorhabens? Unabhängig davon das es für eine "Möchtegern Vorzeigedemokratie" blamabel sein dürfte erst nach Jahrzehnten auf die Idee mit der Umsetzung zu kommen.

18:10 von Sparpaket

>>Diese Koalition ist am Ende.<<

Das haben Sie richtig erkannt. Schließlich sind in 3 Monaten Wahlen.

18:43 von Margitt

>>Man sollte zwar Kinder vor der Gewalt der Eltern schützen, wenn es erkennbar diese Gewalt gibt,<<

Und wenn es diese Gewalt gibt aber nicht erkennbar ist, ist das kein Problem?

Am 08. Juni 2021 um 18:48 von rossundreiter

Zitat: Ich habe bei dieser "Kinderrechte"-Diskussion eher das Gefühl, es soll gesondert festgestellt werden, dass Kinder NICHT die gleichen Rechte haben wie Erwachsene... also KEINE vollen Grundrechte... anders ist diese Debatte nicht zu verstehen...

Sie haben Recht.

Ihr Verdacht wird ja schon durch die Formulierung im Entwurf genährt:

"Die verfassungsmäßigen Rechte der Kinder einschließlich ihres Rechts auf Entwicklung zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten sind zu achten und zu schützen. Das Wohl des Kindes ist angemessen zu berücksichtigen. Der verfassungsrechtliche Anspruch von Kindern auf rechtliches Gehör ist zu wahren. Die Erstverantwortung der Eltern bleibt unberührt"

Das zielt eindeutig darauf ab, die Rechte der Kinder zu schmälern.

@18:06 von Tada

//Wobei sollten Kinder denn
eigentlich mehr mitentscheiden können?//

Vielleicht könnte ihre Stimme mehr Gewicht haben, wenn es darum geht, bei wem (Vater oder Mutter) das Kind nach einer Scheidung leben soll.
Ist nur so eine Idee.

Am 08. Juni 2021 um 18:52 von rene dri

Zitat: Ich bin wohl sehr einfach gestrickt, mir erschließt sich einfach nicht worin das Problem liegen soll. Wenn sich die 3 einig waren dieses Vorhaben in einen Vertrag mit aufzunehmen wieso gibt es dann Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Vorhabens?

Art. 79 II GG:

(2) Ein solches Gesetz [ Anm.: zur Änderung des Grundgesetzes] bedarf der Zustimmung von zwei Dritteln der Mitglieder des Bundestages und zwei Dritteln der Stimmen des Bundesrates.

Rechnen Sie einmal dioe Mehrheitsverhältnisse nach.

Sind Kinder keine Menschen?

Sind Kinder keine Menschen? Warum sollte man speziell wieder das Grundgesetz ändern, zu mal bestimmt so wieder noch ganz andere Äanderungen so nebenbei gelaufen wären. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Also nächste Änderungen, aber bestimmt nicht zum Kinderschutz, dann vielleicht wieder am Abend des Endspiels der Fussball-Europameisterschaft, wenn alle schön abgelenkt sind?

Zur Wahrheit gehört eben auch, dass viele CDU-

Abgeordnete mit nein stimmten, weil das vorbereitete Gesetz es vorsah, Elternrechte zu minimieren und Familienrechte zu schmälern, ganz so, wie ein Staat es gern hätte, ginge es nach einigen SPDlern, die die Lufthoheit über den Kinderbetten gern einnehmen würden, alle ( schon die Allerkleinsten) in staatliche Obhut im Sinne von Krabbelkita und bis hin zu langtägigen Aufbewahrungsorten wie Ganztagsschulen mit angeschlossenem Hort, haben wollen.
Die Eltern sollen so wenig wie möglich auf die Kinder einwirken und entscheiden, weil der Staat gern ideologisieren möchte, zumindest, wenn es um das linke Klientel geht.
Tatsächlich sind vor dem Gesetz alle gleich. Da braucht es keine gesonderten Kinderrechte, sondern nur Familienschutz und die garantierte Freiheit auch für die Kleinsten ohne Indoktrination durch den Staat. Deshalb wäre es wichtig, den Schulen endlich zu verbieten, die Neutralitätspflicht zu untergraben, bzw. Ideologien zu verbreiten und zu unterstützen.

Die Diskussion wird nicht verschwinden

Wir haben dieses Thema mit unseren Klassen (Jahrgang 7) sehr intensiv besprochen und an Fallbeispielen diskutiert. Da gibt es ja sehr viel Material.

Unsere SuS erkennen die Notwendigkeit der Verankerung ihrer Rechte im GG glasklar. Und sie sind in diesem Punkt geistig sehr viel weiter als einige Kommentatoren im Forum.

Was den Verdacht nährt, dass Einige die Jugend fürchten. Die Diskussion bleibt und das ist gut so.

Am 08. Juni 2021 um 19:13 von yolo

Zitat: Zur Wahrheit gehört eben auch, dass viele CDU- Abgeordnete mit nein stimmten,

Von welcher Abstimmung reden Sie?

@Anna-Elisabeth

"Vielleicht könnte ihre Stimme mehr Gewicht haben, wenn es darum geht, bei wem (Vater oder Mutter) das Kind nach einer Scheidung leben soll. Ist nur so eine Idee." Am 08. Juni 2021 um 19:03 von Anna-Elisabeth

*

Dann tragen die Kinder die Last böse zu sein, weil sie sich gegen ein Elternteil entscheiden müssen.

Derzeit wird das bei Streitigkeiten geprüft, nicht gewürfelt, von daher ist es eine gute Lösung.

@18:38 von Margitt.

//Kinder sind Menschen und wir haben ein Grundgesetz, das für alle Menschen gilt.
Im übrigen gibt es zahlreiche Gesetze, die auch Kinderangelegenheiten regeln.//

Ich habe auf die Schnelle versucht, mich eine wenig schlauer zu machen. Man findet viele Artikel dazu, muss aber lange suchen, bis man etwas findet, was diese Kinderrechte genauer beschreibt. Gefunden habe ich u.a.
dies hier (vom Deutschen Kinderhilfswerk):

***Der Pilotstudie "Kinderrechte-Index" liegt ein breiter kinderrechtlicher Forschungsansatz zugrunde, der basierend auf der UN-Kinderrechtskonvention gemeinsam mit einem interdisziplinär zusammengesetzten Wissenschaftlichen Beirat entwickelt wurde. Dabei wurden fünf Kinderrechte in den Mittelpunkt gestellt: das Recht auf Beteiligung, das Recht auf Gesundheit, das Recht auf angemessenen Lebensstandard, das Recht auf Bildung, und das Recht auf Ruhe und Freizeit, Spiel und Erholung.***

19:19 von A-H

Na dann lassen Sie uns doch mal teilhaben an den Argumenten. Vielleicht verstehen wir dann auch die Notwendigkeit von kinderrechten im Grundgesetz.

Augenwischerei

Kinderrechte sind eine prima Sache.

Leider befürchte ich, mit der guten Idee wird Augenwischerei betrieben. Anstatt die Lebensqualität der Kinder zu verbessern, werden unter dem Deckmantel der Kinderrechte ( Beispiel: Recht auf Bildung)
durch die Hintertür politische Weltbilder durchgesetzt: Kindergartenpflicht und Bildungspflicht für 3 Jährige -usw.
Nicht umsonst sind ist das linke Parteispektrum hier besonders interessiert.
Unmenschlich auch Ganztagsschulen für 7jährige, danach am besten noch Hausaufgaben.
Damit sollen Eltern noch weniger bestimmen dürfen, der Staat mehr - das politische Weltbild muß halt stimmen.

@AbseitsDesMains... , 18:37

„Die AfD hat Recht, wenn sie die Kinderrechte nicht explizit im Grundgesetz aufgeführt wissen möchte. Kinder sind nämlich auch Menschen und sind daher wie Erwachsene geschützt. [...]“

Kinder sind allerdings keine kleinen Erwachsenen und brauchen daher einen anderen Schutz und andere Unterstützung. Insofern wäre manche Anpassung schon angebracht und wünschenswert - und würde vielleicht den Kindern mehr helfen als ein Schutz der angeblich so heilen ‚Familie‘.
Sagt Ihnen ein diplomierter Erziehungswissenschaftler mit einigen Jahren konkreter Erfahrungen im Bereich Jugendhilfe.

@um 19:19 von A-H / keine Indoktrination an Schulen

Unsere SuS erkennen die Notwendigkeit der Verankerung ihrer Rechte im GG glasklar.
---
Vermutlich hat man ihnen nicht den gesamten Entwurf mit ALLEN Konsequenzen aufgezeigt. In der Schule erlebe ich immer wieder, dass auf die Schüler stark manipulativ eingewirkt wird. Das ist auch ein Leichtes, weil diese noch so flexibel formbar sind und daher die Linken es all zu gern sehen würden, wenn man sie von Familie und alten Kulturvorstellungen endlich trennen könnte, mehr noch als bisher schon geschehen.
Dabei ist die Neutralitätspflicht in Schulen gar nicht aufgehoben und dennoch manipulieren Lehrer/innen immer munter weiter. So ist z.B. in den Erörterungen im Deutschunterricht nicht mehr die Frage wichtig von Pro und Contra, sondern NUR noch die Darstellung der eigenen Meinung gefragt. Wie irre und wie entlarvend. Das Schulbuch würde ich am liebsten in den Ofen werfen, weil es Kinder indoktriniert und in eine Richtung leitet, die dem grün-linken Klientel dienen soll ( Friday f. f., etc)

@ Anna-Elisabeth

"das Recht auf Beteiligung, das Recht auf Gesundheit, das Recht auf angemessenen Lebensstandard, das Recht auf Bildung, und das Recht auf Ruhe und Freizeit, Spiel und Erholung" Am 08. Juni 2021 um 19:26 von Anna-Elisabeth

*

Wie man nun am Ende der Pandemie sieht: diese ganzen Rechte zählen nicht, wenn die Umstände (musst ja nicht Pandemie sein) "es verlangen".

Am 08. Juni 2021 um 19:00 von Tremiro

18:43 von Margitt

>>Man sollte zwar Kinder vor der Gewalt der Eltern schützen, wenn es erkennbar diese Gewalt gibt,<<

Und wenn es diese Gewalt gibt aber nicht erkennbar ist, ist das kein Problem?
__
Wie soll denn überhaupt mit irgendetwas umgegangen werden, was nicht zu erkennen ist ?
So nach Gefühl ? Intuition ? Aus dem Bauch heraus ?
Na, das gibt ein Spass ....
Wie dieser Beitrag zu werten und zu verstehen ist, bleibt mir verborgen.

Am 08. Juni 2021 um 19:25 von Tada

@Anna-Elisabeth: "Vielleicht könnte ihre Stimme mehr Gewicht haben, wenn es darum geht, bei wem (Vater oder Mutter) das Kind nach einer Scheidung leben soll. Ist nur so eine Idee." Am 08. Juni 2021 um 19:03 von Anna-Elisabeth

Zitat: Dann tragen die Kinder die Last böse zu sein, weil sie sich gegen ein Elternteil entscheiden müssen. Derzeit wird das bei Streitigkeiten geprüft, nicht gewürfelt, von daher ist es eine gute Lösung.

§ 159 FamFG

(1) Das Gericht hat das Kind persönlich anzuhören, wenn es das 14. Lebensjahr vollendet hat. [.....]

(2) Hat das Kind das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet, ist es persönlich anzuhören, wenn die Neigungen, Bindungen oder der Wille des Kindes für die Entscheidung von Bedeutung sind oder wenn eine persönliche Anhörung aus sonstigen Gründen angezeigt ist.

19:10 von Kambrium2

Also nächste Änderungen, aber bestimmt nicht zum Kinderschutz, dann vielleicht wieder am Abend des Endspiels der Fussball-Europameisterschaft, wenn alle schön abgelenkt sind?///

Das funktioniert nur, wenn D ins Endspiel kommt. Glauben Sie daran? Ich nicht.

Lebenssituation von Kindern verbessern

Wichtiger als Kinderrechte wäre es, die Lebenssituation der Kinder zu verbessern.

Statt hitzefrei wie damals, gibts nun Ganztagsgrundschulen und Ferienbetreuung.

Mag sein, das man früher für eine Frechheit eine Backpfeife kassiert hat, aber die Gesellschaft von 1970 hat Kinder geachtet und nicht ganztägig unter Beobachtung gestellt beziehungsweise als Lernmaschinen definiert, denen Lehrer nicht müde werden vorzutragen, wie schlimm es um die Umwelt bestellt ist und das wir alle mehr Verzicht üben müssen.

Wichtigstes Kinderrecht wäre somit, den
Helikopterstaat zu stutzen, und den Heranwachsenden mehr Freiraum, mehr Familie, mehr Entfaltung zu bieten und weniger Verantwortung für Erwachsenenprobleme aufzuladen.

Das genau meinen die Kinderrechtsvertreter aber nicht, eher das Gegenteil.

@um 19:31 von YinYangFish

Sagt Ihnen ein diplomierter Erziehungswissenschaftler mit einigen Jahren konkreter Erfahrungen im Bereich Jugendhilfe.
...
Dann wissen Sie ja am allerbesten, dass es schon längst mehr als aberzählige Programme für Kinder und Jugendliche gibt, wenn Familien versagen oder zumindest angeblich versagen.
Das Jugendamt ist wohl eine der Behörden, die so ziemlich ohne nennenswerte Kontrolle über sich habend, die weitgehend autark und unkritisch in Familien- und Kinderstrukturen eingreifen können.
Sie tun ja so, als ob der Staat hier bisher keine Handlungsspielräume hätte. Das ist absolut falsch und irreführend.
Es gibt eben auch zu viel staatliche Kontrolle. Schaut man in die sozialistischen Länder der Historie und der Gegenwart, dann muss man dem Staat und seinen Einrichtungen all zu oft Versagen attestieren. Die Jugendlichen werden dann mit 18 einfach fallengelassen und man wendet sich den neuen Bedürftigen zu.
Siehe DDR, Rumänien, das heutige Berlin, Kinderheime, ob staatlich od. privat.

@18:38 von Margitt.

//Wenn nun im Grundgesetz auch noch Kinderrechte stünden (welche wären das?), wird sich dann etwas verändern oder verbessern?//

Nachtrag zu dem, was ich da eben kopiert habe:

zum Beispiel das hier: >>das Recht auf angemessenen Lebensstandard<<

Was ist denn da angemessen? Hängt der Lebensstandard der Kinder nicht von dem der Eltern ab?
Was ist mit Rentnern an der Tafel, mit Obdachlosen?

Oder:
>>das Recht auf Bildung<<
Wir haben die Schulpflicht. Was darf es denn sonst noch sein?

Wie gesagt, nur oberflächlich gegoogelt, aber bei allem, was ich gelesen habe, kann ich nur den Kopf schütteln.

Bei Tage betrachtet

... geht es eigentlich darum,
die Rechte zwischen den Eltern und dem Staat neu zu verteilen.

Ein Zweijähriger muß eh nehmen, was kommt.

@19:32 von Tada @ Anna-Elisabeth

//"das Recht auf Beteiligung, das Recht auf Gesundheit, das Recht auf angemessenen Lebensstandard, das Recht auf Bildung, und das Recht auf Ruhe und Freizeit, Spiel und Erholung"

*

Wie man nun am Ende der Pandemie sieht: diese ganzen Rechte zählen nicht, wenn die Umstände (musst ja nicht Pandemie sein) "es verlangen".//

Daran musste ich auch denken, als ich das gelesen hatte. Betrifft allerdings die gesamte Gesellschaft und nicht nur Kinder.

@yolo, 19:32

Und als nächstes erklären Sie hier, dass Sie über das Thema völlig neutral und unideologisch nachdenken und sprechen?

Im Ernst: eigene Einschätzungen und Meinungen hat jede_r. Was wir hier im Land haben (sollten/können), ist Pluralität.
Ich lebe mit Ihrer Position, die ich nicht teile und auch nicht teilen muss, und Sie und andere mit meiner.

Wer mag, lässt sich auf Debatten ein, tauscht Argumente aus, hört auch zu.
Andere lassen auch das bleiben.

In der Schule sollte das Argumentieren, Zuhören und auch die unterschiedlichen Meinungen aber möglich sein, von konservativ über liberal bis progressiv, von wirtschaftsfreundlich bis zu F4F.
Das zuzulassen (auch einem selbst unbequeme Positionen) und zu fördern ist etwas anderes als Indoktrination.

Meines Erachtens braucht es

Meines Erachtens braucht es keine gesonderten Kinderrechte.

Die Rechte hat jeder Mensch im Land, ob große oder kleine Menschen!

Ich fände es viel besser, wenn Eltern mehr Zeit mit ihren KIndern verbringen könnten.

Aber da steht oft das Geld verdienen im Weg, weil der Staat zu viele Steuern und Beiträge erhebt, und viele Milliarden in die Welt.......anstatt....aber das führt zu einem anderen Thema.

Hausunterricht

Würde ich aus vielen Gründen nur sehr ungern machen und nur im Ausnahmefall in Erwägung ziehen, jedoch ist es für eine pluralistische Demokratie wichtig, dass diese Möglichkeit besteht.

Und besteht die Möglichkeit, bestehen wiederum auch weniger Gründe es überhaupt in Erwägung zu ziehen.

In der Bundesrepublik ist Hausunterricht (homeschooling) faktisch verboten, weil die Staatsmacht die Kinder von jung auf in ihrem Sinne bilden und erziehen will.
Daher kein Wunder, dass die Bundesrepublik Deutschland, unter allen westlichen Staaten, der politisch am wenigsten pluralistisch ist. Mit dieser Änderung des Grundgesetzes, würde sich die Lage noch weiter verschlechtern.

@19:31 von YinYangFish

//Kinder sind allerdings keine kleinen Erwachsenen und brauchen daher einen anderen Schutz und andere Unterstützung. Insofern wäre manche Anpassung schon angebracht und wünschenswert -...//

Könnten Sie bitte erläutern wie dieser "andere Schutz" konkret aussehen könnte? Wie schon weiter oben geschrieben, mangelt es mir da an Vorstellungsvermögen.

Vorstellen könnte ich mir aber, dass zum Beispiel Kindern aus problematischen Verhältnissen z.B. hinsichtlich der Bildung mit einer intensiven Ganztagsbetreuung mehr geholfen wäre als mit neuen Gesetzen. Das hieße u.a.: mehr Lehrer, mehr Sozialarbeiter oder auch Psychologen.

@yolo um 19:32 Uhr

"Wie irre und wie entlarvend."

Da gebe ich Ihnen recht. Das sind Ihre Ausführungen.

Es hat nichts mit Indoktrination zu tun, Kinder über ihre Rechte aufzuklären. Wenn Sie sich auch nur ansatzweise mit den Kerncurricula auseinandersetzen würden, wüssten Sie das.

Und dann sind wir auch schon beim nächsten Thema: Natürlich sollen Kinder lernen, ihre Meinung darzustellen. Zwischen Meinung erörtern, darstellen und diskutieren gibt es aber riesige Unterschiede. Das sind nämlich anerkannte Operatoren.

Möglicherweise sollten Sie die Schulbücher nicht ins Feuer werfen (wann gab es das zum letzten Mal?), sondern LESEN.

@Desinteresse 21

Sie sind des Lesens mächtig, informieren Sie sich. Es sei denn, Ihr Forenname ist Programm.

@yolo, 19:40

„[...] Dann wissen Sie ja am allerbesten, dass es schon längst mehr als aberzählige Programme für Kinder und Jugendliche gibt, wenn Familien versagen oder zumindest angeblich versagen.
Das Jugendamt ist wohl eine der Behörden, die so ziemlich ohne nennenswerte Kontrolle über sich habend, die weitgehend autark und unkritisch in Familien- und Kinderstrukturen eingreifen können. [...]“

Ich weiß, dass Eingriffe in Elternrechte dauerhaft nur mit der Zustimmung eines Gerichts möglich sind, wo Richter_innen oft unzureichend qualifiziert für den Umgang mit Kindern und Eltern aus belastenden Situationen sind.

Jugendhilfe will & soll Kindern helfen, wo es nötig ist, am besten zusammen mit den Eltern - und sucht die Kooperation. Schwierig wird es da, wo diese Bedarfe nicht sehen (können/wollen) und auch ihre Kinder nicht gut sehen in dem, wie es ihnen (nicht gut) geht. Die sehen den Fehler dann gerne auch mal ausschließlich bei anderen und kein Stück bei sich.

Oft zu komplex für 1000 Zeichen!

@ um 19:51 von YinYangFish

Argumentieren ist richtig, demokratisch und fördert die Denkprozesse, hinterfragt Positionen und Perspektiven, sucht nach Lösungen.
Was aber meinen Kindern in den Schulen erfahren ist etwas ganz anderes:
Es ist das Lesen von ausgefertigten Meinungen, manipulativen Texten und eine einseitige Betrachtung eines einzigen Themenfeldes. Es gibt eben keine Erörterung mehr, kein Pro und Contra und keine Abwägungen mehr, die gefordert oder gefördert wären, sondern nur noch die Hinlenkung zu einer gewünschten Meinung, die gefälligst in den Lösungen der Arbeit zu formulieren ist, weil es ansonsten die schlechte Note gibt und/oder mit schlechter mündlicher Beteiligung argumentiert wird, was völliger Unsinn ist.
Schulbücher sind selbst in den Textaufgaben der Mathematik indoktrinierend, wenn es um Umweltsünder und Rettungsboote geht, um Menschenleben zu retten, etc.
Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie mal die jüngsten Lehrbücher für S-H!

Nun also doch nicht. Es wäre

Nun also doch nicht. Es wäre aber auch mehr als seltsam und quasi Hohn gewesen, wenn ausgerechnet Deutschland und ausgerechnet diese Regierung Kinderrechte ins Grundgesetz gebracht hätte.
Ein Land, dem Religion wichtiger ist als kindliche Entwicklung; einer Art Regierung, die vor allem die Großeltern-Generation im Blick hat und Kinder quasi stellvertretend für Corona bekämpft hat; eine Regierung, deren Pseudo-Klimaschutzgesetz gerade wegen der Lasten für die junge Generation vom Verfassungsgericht gekippt worden ist; eine SPD, die mal wieder eins ihrer Versprechen nicht gehalten hat.
Deutschland ist wohl noch sehr lange nicht soweit, Kinderrechte wirklich zu wollen. Dann lieber weiter Alibi-Aktionen (die Lambrecht mittlerweile gut kann) und Stammtisch-Befriedigung.
Ist ja auch was.

@weingasi1, 19:33

„[...] Und wenn es diese Gewalt gibt aber nicht erkennbar ist, ist das kein Problem?
__
Wie soll denn überhaupt mit irgendetwas umgegangen werden, was nicht zu erkennen ist ?
So nach Gefühl ? Intuition ? Aus dem Bauch heraus ?
Na, das gibt ein Spass .... [...]“

Professioneller Kinderschutz (durch auch dafür qualifizierte Fachkräfte!) sichtet die Lage: Risiken und Ressourcen - Dinge, die Kinder schützen und unterstützen, aber auch Hinweise auf Dinge, die belasten und schaden.
Wo es ernsthafte Hinweise auf eine nennenswerte Gefahr gibt (nicht nur: zuviel Süßkram in der Brotdose), soll das mit Eltern und unter angemessener Beteiligung der Kinder besprochen werden, ggf. Unterstützung angeboten werden.
So lässt sich (z.B. in Kitas und Schulen) manches klären, verbessern, ausräumen oder eben auch erhärten.

Erst wenn das nichts bringt, kommt nach Gesetzeslage das Jugendamt mit ins Spiel.
Es geht also um Aufmerksamkeit, Gespräche, Hilfe und erst am Ende auch Kontrolle.

Am 08. Juni 2021 um 19:13 von yolo

Die Eltern sollen so wenig wie möglich auf die Kinder einwirken und entscheiden, weil der Staat gern ideologisieren möchte, zumindest, wenn es um das linke Klientel geht.
Tatsächlich sind vor dem Gesetz alle gleich. Da braucht es keine gesonderten Kinderrechte, sondern nur Familienschutz und die garantierte Freiheit auch für die Kleinsten ohne Indoktrination durch den Staat. Deshalb wäre es wichtig, den Schulen endlich zu verbieten, die Neutralitätspflicht zu untergraben, bzw. Ideologien zu verbreiten und zu unterstützen.
___
Ich stehe nun wirklich nicht unter dem Verdacht, mit "linken" Ideen zu sympathisieren. Was Sie hier allerdings vermuten, scheint mir seeeehr weit hergeholt. Für meine Begriffe nonsense.
Wie kommen Sie auf derart abenteuerliche Vermutungen ? Gibt es da irgend etwas, was Ihre These erhärtet, oder werfen Sie das nur mal so in den Ring ?

@Anna-Elisabeth, 19:55

„[...] Das hieße u.a.: mehr Lehrer, mehr Sozialarbeiter oder auch Psychologen.“

Das wäre eine Richtung. Vielleicht auch einfach kleinere Klassen, die für mehr Ruhe sorgen, die gerade z.B. manche jüngeren Schulkinder noch viel mehr brauchen.

Weniger Funktionieren-Müssen, z.B. wenn es gerade Konflikte gab und Kinder noch viel mehr Schwierigkeiten haben, ihre Gefühle zu sortieren, die sie vielleicht noch nicht mal vernünftig benennen können, und Unterstützung brauchen, um sich wieder zu beruhigen - die eine einzelne Lehrkraft nicht geben kann, wenn sie sich um 20+ andere Kinder kümmern muss.

Unterstützung für Eltern, denen es schwer fällt, sich vorzustellen, wie es im Inneren ihres Kindes aussehen könnte und die es dann auch nicht gut unterstützen können.

Ausreichende psychologische Versorgung für die, die sich wirklich brauchen, statt langer Wartelisten, wo Situationen sich mit Pech so sehr verschlechtern, dass es dann Klinik statt ambulanter Therapie braucht.

Spontane Beispiele...

um 19:59 von YinYangFish

Auch Sozialarbeiter und Jugendhilfe-Mitarbeiter sind keine göttlichen Wesen und nicht fehlerfrei. Sie sind ebenso fehlerhaft wie Eltern und andere Menschen, wie Lehrer und weiß wer noch wie erdachte Erzieher.
Da macht die Fehlerquote eines Amtes aber leider keine öffentliche Sache draus. Das wird unter den Tisch geschoben und man hofft, dass es keiner rausfindet.
Selten ist das Zusammenarbeiten mit Eltern das erklärte erste Ziel, weil Außenstehende sich oft einig sind, dass es anders laufen müsste. Wie oft habe ich es schon erfahren, dass in der DDR Kinder in die Staatsobhut mussten, weil die Eltern nicht konform mit dem Staat gingen. Das hatte dann nichts mit einem elterlichen Versagen zu tun. Man tat den Kindern das größte Unrecht dieser Welt an, nämlich ihnen die Eltern zu nehmen und damit die Familie. Der Staat darf niemals wieder diese Rechte erhalten, nicht die Rechte, die sich schon Hitler und Honecker einverleibten, um über Kinderseelen zu entscheiden.
Niemals wieder!

Was denn noch?

Sollen neben den Menschenrechten nun auch noch Kinderrechte, Frauenrechte, Männerrechte, Homosexuellenrechte, Lesbenrechte, Rechte für hell- und dunkelhäutige/-haarige Menschen usw. einzeln im GG festgelegt werden?

Was soll dieser Unfug?

Die Menschenrechte gelten für alle Menschen, also auch für Kinder.

Was Kinder brauchen, sind Eltern, die sich um sie kümmern, nicht irgendwelche Erklärungen auf Papier gedruckt und am Ende nicht einmal das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. Was Kinder brauchen, sind gute Schulen und genügend qualifizierte Lehrer in der Breite, und nicht ein kaputtgespartes Schulsystem mit privat finanzierten Eliteschulen für wenige.

Da hilft weder ein Grund- noch sonst ein Gesetz, da helfen nur gute Ideen, gut in die Praxis umgesetzt, von Eltern und Lehrern gleichermaßen. Und ganz am Ende darf sich dann auch die Politik mal leise und bescheiden zu Wort melden. Aber vorher bitte nicht und schon gar nicht mit lauten Misstönen durch Änderungen des GG.

19:55 von Vielfalt.

Würde ich aus vielen Gründen nur sehr ungern machen und nur im Ausnahmefall in Erwägung ziehen, jedoch ist es für eine pluralistische Demokratie wichtig, dass diese Möglichkeit besteht.

Nein, ist es nicht. Der feuchte Traum der Rechten, die Kinder endlich der `Indoktrinierungsmaschinerie´ Schule zu entziehen, wird hierzulande sicher nicht so bald Realität werden.
Kreationisten und Flat-Earther, Rassisten und Misanthropen, Gender- und Homofeinde, Klimaschutz- und Sozialgegner würden sicher nur zu gerne ihre Kinder selbst und völlig unkontrolliert `erziehen´, aber der Pluralismus ist auch so nicht gefährdet. Im Gegenteil, nur so ist er möglich. Zu Hause die Freaks, in der Schule und dem Umgang mit anderen die Realität. Das ist dann Pluralismus.

Pech gehabt

Liebe Kinder, jetzt wisst ihr wenigstens, was ihr von unseren Volksvertretern erwarten dürft.
Aber da sind ja noch ein paar andere Versprechen der GroKo, aus denen wohl auch (wieder 'mal) nichts wird.

@ um 20:11 von weingasi1

Allerdings.
Schon im Jahr 2018/2019 wurde durch das Kultusministerium Kiel eine Progammförderung unterstützt, die die Kinder über die Kinderrechte aufklären ließ, und so in den Broschüren tat, als ob dieses besage Gesetz schon längst Realität wäre. Ein ganzer Schultag wurde in den 4. Klassen der Grundschule Schönkirchen indoktriniert. Ich telefonierte damals mit der Zuständigkeit des Kinderschutzbundes Kiel, die diese Aktion ausführte. Als ich frage, was das Ziel der Aktion sei, erhielt ich die Antwort, dass man Kinder für ihre Kinderrechte sensibilisieren wolle und wolle, dass die Kinder zuhause Übungen machen sollten ( Essenswünsche diktieren, sich verrückt anziehen sollten, um sich gegen die Eltern durchzusetzen, sich spaßeshalber einen Namen geben lassen, der dem anderen Geschlecht angehört, etc.).Es ging also um Aufruhr gegen die Eltern, um sich die Kinderrechte zu "sichern". Hinterher sollten sie ihre Erfahrungen verschriftlichen und abgeben.
Versuchslabor Schule!

@Anna-Elisabeth, 19:55

Konkreter könnte es sich lohnen, die Kinderrechtskonvention anzusehen.

Da geht es ja auch darum, dass Kinder wirklich beachtet werden (siehe z.B. in D bei den Auswirkungen mancher Corona-Maßnahmen), ihre Bildung unterstützt wird und weniger stark von der Bildung und dem Geldbeutel der Eltern abhängt.

Auch Schutz von Kindern bleibt wichtig. Was tun, wenn Eltern nicht hinschauen und 11-jährige sich überfordernde Gewaltpornos per WhatsApp schicken? Klären wir als Gesellschaft über so etwas gut genug auf? Sind z.B. Schulen gut genug aufgestellt, um das zu leisten?

Wie sieht es mit Gewalt dort aus? Schon alltägliche Beschämungen, durch Kinder oder auch solche Lehrkräfte, die eben nicht für den guten Draht zu den Kindern bekannt sind, reichen auf Dauer, um am Selbstwertgefühl zu nagen & Bildung zu erschweren. Gleichzeitig kommen Schulleitungen schwer dagegen an, selbst wenn bekannt ist, was manche Lehrkräfte sich leisten.
Und wer glaubt den Kindern? Wer hat auch Zeit, zuzuhören?

@ ravioli

"Liebe Kinder, jetzt wisst ihr wenigstens, was ihr von unseren Volksvertretern erwarten dürft" Am 08. Juni 2021 um 20:20 von ravioli

*

Bevor Sie solchen Unsinn schreiben sollten Sie sich Mal überlegen, in wie vielen Ländern der Welt Kindergeld gezahlt wird.
In vielen Ländern ist noch nicht einmal die medizinische Versorgung für Kinder umsonst, geschweige denn Schulbildung.

Gerade habe ich zufällig (wegen einem gewissen Neugeborenen mit 2 Vornamen in den USA) auf Kosten für die Geburt im Krankenhaus gestoßen und habe mehrere Länder in dem Bereich verglichen.
In den USA zahlen die Eltern teilweise Jahrelang die Geburt ab.

Am 08. Juni 2021 um 20:20 von ravioli

Zitat: Liebe Kinder, jetzt wisst ihr wenigstens, was ihr von unseren Volksvertretern erwarten dürft. Aber da sind ja noch ein paar andere Versprechen der GroKo, aus denen wohl auch (wieder 'mal) nichts wird.

Da ich weder der CDU/CSU noch der SPD nahe stehe, häjt sich meine Begeisterung für die GrKo in Grenzen.

Wenn sie aber keine Mehrheit für eine Grundgesetzänderung hat, kann sie eben nichts machen.

Kinder haften für ihre Eltern

Wieder einmal werden Kinder von der Politik im Stich gelassen und haften für ihre Eltern, baden die Fehler der Erwachsenen aus.
Gleichzeitig wird der Druck auf unwillige Politiker, hartnäckigen Verweigerern von Kinderrechten zunehmen. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Kinder und ihre Rechte Verfassungsrang erhalten, vielleicht auch kraft entsprechender Gerichtsurteile (wie etwa das in Bezug auf Beschneidung oder das Karlsruher Urteil zum Klimaschutz).

Am 08. Juni 2021 um 20:33 von Tada

@ ravioli: "Liebe Kinder, jetzt wisst ihr wenigstens, was ihr von unseren Volksvertretern erwarten dürft" Am 08. Juni 2021 um 20:20 von ravioli

*

Zitat: Bevor Sie solchen Unsinn schreiben sollten Sie sich Mal überlegen, in wie vielen Ländern der Welt Kindergeld gezahlt wird.

Ich lese immer nur Geld, Geld, Geld.

@yolo um 20:02 Uhr

Ich kenne die Lehrbücher für S-H! Da gibt es absolut nichts, was manipulativ wäre. "Manipulativ", so wie Sie es interpretieren, ist alles, was nicht in Ihr Weltbild passt. Und Ihr Weltbild ist ziemlich abgesteckt, Sie können es kaschieren, wie Sie wollen.

Einem kompletten System zu unterstellen, Kinder zu manipulieren und zu indoktrinieren, das hat dieselbe "Windrichtung" wie die "Bill-Gates-Nanoteilchen-Verschwörung". Sie sind denn für Sachdiskussionen auch nicht mehr erreichbar.

Und ich weiß nicht, was daran falsch sein soll, auf Umweltsünden hinzuweisen oder unsere menschliche Verantwortung. Es sei denn, Sie zweifeln den Klimawandel an und glauben an den kirchlichen Ablasshandel.

@20:19 von Silverfuxx

Nein, ist es nicht. Der feuchte Traum der Rechten, die Kinder endlich der `Indoktrinierungsmaschinerie´ Schule zu entziehen, wird hierzulande sicher nicht so bald Realität werden.

Es ging nie gut aus, als Deutschland, statt sich an den Demokratien zu orientieren, sich für einen Sonderweg des Massendenkens entschied.
Bereits ohne die Grundgesetzänderung hat sich die Bundesrepublik meilenweit von den etablierten Demokratien entfernt. Aber auch das reicht den Staatshörigen nicht. Die heutige Bildungspolitik in der Bundesrepublik hat wenig aus der Geschichte gelernt.

@um 20:32 von YinYangFish

Wer hat auch Zeit, zuzuhören?
---
In der Regel Eltern, wenn man sie nicht zum Arbeiten zwingen würde. Wenn ein einziger Lohn ausreichen würde, um eine Familie gut zu ernähren, dann hätten wir auch wieder Kinder, die Eltern daheim hätten, die sich dann um sie kümmern könnten und nicht den Schlüssel um den Hals bekämen oder aber in eine staatliche Abgabestelle abgeschoben werden würden.
Wo spielen heute denn noch Kinder frei und ungezwungen in den Höfen, auf Spielplätzen und auf Wiesen? Fast nie. Warum? Weil sie alle verplant sind: Erst Kita, dann Hort, dann spät am Nachmittag zuhause und die Eltern haben Hausarbeit und Kind gleichzeitig um die Ohren. Dann Abendbrot, zu Bett gehen! Wie elendig unfrei, zwanghaft und wenig selbstbestimmt das die Kinder werden lässt. Sie sind eingeplankt und haben keine freie Entwicklung mehr zu wählen. DAS macht krank und depressiv: Eltern und Kinder!

@yolo, 20:18

Gute Kinderschützer_innen wissen aber auch um die Fehleranfälligkeit dieser Aufgabe. (Ich verweise da mal beispielhaft auf den Autor Kay Biesel.)
Oder denke an einen Film ‚Der Fall Bruckner‘, der so einen Kinderschutzfall fiktiv darstellt.

Sie haben sicher recht. Auch in diesem Feld läuft nicht alles ideal & perfekt, allerdings oft auch mangels Personal, Zeit, Fortbildung.

Eltern sind wichtig für ihre Kinder, selbst wenn sie ihnen weh tun. Deswegen ist es ja auch gut, dass vieles da nicht im Handstreich geht.
Ich habe nur schon auch erlebt, wie z.B. ein anfangs Grundschulkind mehrfach bei der Polizei und in Obhut des Jugendamts war, bis es nach Jahren den Mut gefunden hat zu sagen, dass es weg von zu Hause will, weil es von der Familie samt Eltern quasi gemobbt & auch körperlich misshandelt wurde.

Wenn hier zu lange nichts passiert, ist das auch ein Fehler, der dann nichts mit Hitler und Honecker zu tun hat, aber eine Kinderseele schwer verletzt & dessen Lebensperspektive belastet.

@20:17 von YinYangFish @Anna-Elisabeth, 19:55

Vielen Dank für Ihre Antwort. Alles was Sie schreiben, würde vermutlich eine Mehrheit unterstützen. Aber dann müssten die Gesetze auch konkreter formuliert werden, z.B. Mindestausstattung der Schulen und allen anderen Einrichtungen für Kinderbetreuung mit dem nötigen Fachpersonal. Aber das kostet natürlich viel Geld. Und da diese Art der Umsetzung der Kinderrechte teuer wäre, bleibt man lieber im Ungefähren. Stattdessen werden Büchereien, Jugendtreffs, Schwimmbäder geschlossen, Spielplätze vergammeln, weil die Kommunen kein Geld haben.
Was nutzen Rechte, wenn man sie nicht durchsetzen kann?

@ falsa demonstratio

"Ich lese immer nur Geld, Geld, Geld" Am 08. Juni 2021 um 20:38 von falsa demonstratio

*

Mit nur Luft und Liebe kann man ein Kind jedenfalls nicht groß kriegen.

PS. Arbeiten Sie umsonst? Bekommen Sie Lebensmittel für ein Lächeln?
Geld ist deshalb etwas gutes, weil man nicht mit einem Sack Kartoffeln auf dem Rücken herumlaufen muss, um sie gegen andere Sachen zu tauschen.

@um 20:46 von YinYangFish

Einzelfälle sind immer tragisch. Das darf aber nicht die Rechte der Eltern per se in Frage stellen. Für Einzelfälle ist das Jugendamt mit sämtlichen Rechtsmitteln ausgestattet und kann handeln, sofort, unbürokratisch und unter Schutz des Gerichts, auch wenn es noch gar keinen Gerichtsbeschluss gibt. Das wissen Sie auch.
Ich bin für die Freiheit von Kindern und nicht für eine Versklavung von Kindern unter anderer Hand, die es nämlich per se nicht besser macht, eben nur den größten Schaden abwenden kann.
Aber auch das ist nicht zu leugnen, dass es der Staat, wenn er erst einmal die gesetzlichen Mittel in der Hand hält, über die Stränge schlägt und selbst missachtet, missbraucht und misshandelt. Zahlreiche Fälle wären da bekannt, auch in der Neuzeit.
Die Schmälerung der Elternrechte ist nicht hinnehmbar, weshalb ich gegen diese Rechte bin, weil Kinder per se einen eigenen Wert darstellen, der den Erwachsenen ebenbürtig ist. Das ist im GG der Fall und damit hat ein Kind alle Rechte u Freih

@yolo, 20:43

„Wer hat auch Zeit, zuzuhören?
---
In der Regel Eltern, wenn man sie nicht zum Arbeiten zwingen würde. Wenn ein einziger Lohn ausreichen würde, um eine Familie gut zu ernähren, dann hätten wir auch wieder Kinder, die Eltern daheim hätten, die sich dann um sie kümmern könnten und nicht den Schlüssel um den Hals bekämen oder aber in eine staatliche Abgabestelle abgeschoben werden würden.
[...] DAS macht krank und depressiv: Eltern und Kinder!“

An dem, was Sie schreiben, ist Wahres dran.
Allerdings würde ich etwas differenzieren wollen. Nicht alle Eltern können oder wollen alles hören, was wichtig wäre.
Und nicht alle 'staatliche[n] Abgabestelle[n]' verplanen nur und zwängen ein.
Wo es dort allerdings vor allem auf Aufbewahrung raus läuft (manchmal ja auch, weil der Politik vor Ort anderes zu teuer ist - Räume, Personal...), läuft es jedoch tatsächlich Gefahr, unangemessen oder auch ungesund zu werden.

Könnten gute Kinderrechte nicht auch ein Hebel sein, hier etwas zu erreichen?

20:41 von Vielfalt.

… Die heutige Bildungspolitik in der Bundesrepublik hat wenig aus der Geschichte gelernt.

Das wäre ja dann etwas, das sie mit der von Ihnen bevorzugten blaubraunen Gruppierung gemeinsam hat.

@20:32 von YinYangFish @Anna-Elisabeth, 19:55

Ich teile uneingeschränkt Ihre Ansicht, allerdings habe ich immer noch das Problem, dass ich mir keinen Gesetzestext vorstellen kann, der wirklich hilft. Eine Idee dazu hatte ich eben beschrieben. Ist natürlich durch und durch eine Laien-Idee.

Am 08. Juni 2021 um 20:20 von ravioli

„Pech gehabt
Liebe Kinder, jetzt wisst ihr wenigstens, was ihr von unseren Volksvertretern erwarten dürft.
Aber da sind ja noch ein paar andere Versprechen der GroKo, aus denen wohl auch (wieder 'mal) nichts wird.“

Die Kinder haben sich heute schon für Politik interessiert und sind daher gut informiert,

dass

Herr Bartsch heute im TV erklärt hat:

„Nach Ansicht der Fraktion die Linke
reicht die gesetzliche Umsetzung der zentralen Forderungen der Konvention nicht aus,
weshalb die Kinderrechte entsprechend den beiden Entwürfen ins Grundgesetz aufgenommen werden sollten.

Und darum hat die Linke
„das Versprechen der GroKo“ abgelehnt.

20:43 von yolo

Wo spielen heute denn noch Kinder frei und ungezwungen in den Höfen, auf Spielplätzen und auf Wiesen?

Sehe ich in einer Großstadt sowohl auf verkehrsberuhigten Straßen, auf Grünflächen als auch auf Spielplätzen. Aber insgesamt gibt es zu wenig Raum und zu wenig Sicherheit auf den Straßen. Tempo 30 in Orten wird schon vieles verbessern gerade für Kinder!

Fast nie. Warum? Weil sie alle verplant sind: Erst Kita, dann Hort, dann spät am Nachmittag zuhause und die Eltern haben Hausarbeit und Kind gleichzeitig um die Ohren. Dann Abendbrot, zu Bett gehen! Wie elendig unfrei, zwanghaft und wenig selbstbestimmt das die Kinder werden lässt

Komisch, ich erlebe immer wieder sehr aufgeweckte, selbstbewusste, gleichzeitig höfliche wie auch neugierige und aktive Kinder. Eltern, die unzufrieden und gestresst zuhause sind, gehen ihren Kindern auch auf die Nerven. Und selbstbestimmt ist vllt, wenn Kind auch mal allein zu hause sein kann. Ab einem bestimmten Alter natürlich.

Eine Partei ist wählbar

Die ganze Diskussion zeigt wieder einmal, wie wichtig es wäre, die Grünen zu wählen.

Unwissenheit, Heuchelei?

Die Medien berichten durchaus über krasse Fälle von Machtmißbrauch bei Jugendämtern.
Auch z.B. ARD, meist vorbildlich im Einzelfall.
An Berichte, die mitunter liederliche "Begründungen" beim Entzug von Kindern
als oft systembedingt (keine Fachkontrolle seit 1945) darstellten, erinnere ich mich nicht so recht. - Verdient um Kinder (und Eltern) machte sich die wohl einzige weisungs-ungebundene Institution der BRD,
nämlich das Bundesverfassungsgericht. In einer beachtlichen Serie von Entscheidungen hat es sich gegen die jahrzentelange Mißachtung von Freiheitsrechten v.a. durch J.-Ämter und willfahrende "Familiengerichte" gewandt. (ca.2013/2014) Diese Entscheidungen werden von vielen Oberlandesgerichten beachtet (vor Mollath nicht ohne Weiteres vorstellbar). -PS: Ungesetzliche Handlungen
/Schadenersatzforderungen wegen Verbrechen gegen die Freiheit verjähren in dreißig Jahren.
Fazit: es schien mir bei der Diskussion in
Wesentlichen um den (Wieder-)Ausbau der
Jugendamtsmacht zu gehen.

///Kinderrechte nicht im

///Kinderrechte nicht im Grundgesetz///
.
Da Kinder Menschen sind und Menschenrechte im Grundgesetz verankert sind ist dieses Vorhaben überflüssig.

Kinderrechte nicht im Grundgesetz?

Vieleicht sollten wir dann mal damit beginnen Kinder den Rechte ihr persönliches Recht auf Leben zu ermöglichen.
Mehr als 100.00-mal wir das in unserem Land Ihnen jedes Jahr verwehrt.

Alternativvorschlag

"Kinderrechte" klingen für den Durschnittsintellekt erstmal ganz sympatisch. Aber statt Kinderrechte einzuführen die durch die Hintertür Eltern entrechten hätte ich einen Alternativvorschlag: Wie wäre es wenn der Staat mal wieder anfängt gesunde Familien zu fördern anstatt Vorraussetzungen zu schaffen die Familien zerstören?! z.B. durch Regenbogenpolitik

ist das nicht zum Schmunzeln

wie viele sich hier vehement dagegen aussprechen, dass Rechte für einzelne gesetzlich garantiert werden? Ich frage mich, wovor die solche Angst haben.
Das Sahnehäubchen ist ja noch, dass sogar so argumentiert wird, dass es den Interessen der Kinder diametral zuwider laufe, wenn sie jetzt auch noch Rechte bekommen.
Es erinnert mich fatal an die Debatte, die darum geführt wurde, ob Vergewaltigung in der Ehe ein Straftatbestand werden soll. Auch damals gaben die Gegner vor, die Familie (nee, hieß damals "das Schlafzimmer") vor dem Staat beschützen zu müssen.
Hätte ich als Kind verfassungsgemäße Rechte gehabt, wäre mir vielleicht viel psychische und physische Gewalt, Vernachlässigung, Hunger, Asbeutung, Vorenthaltung von Bildung etc. erspart geblieben. Genau deswegen wären vermutlich auch meine Eltern gegen eine solche Initiative ebenso empört auf die Barrikaden gegangen wie heute einige Foristen. Die hatten eben auch ihre eigenen Pläne mit mir.

@21:02 von Thomas D.

Das wäre ja dann etwas, das sie mit der von Ihnen bevorzugten blaubraunen Gruppierung gemeinsam hat.

So eine Gruppierung ist mir heute nicht bekannt.
Aber gut, dass Sie wenigsten die historischen Parallelen der heutigen Bildungspolitik erkennen.
Die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben es gut gemeint, haben aber leider eine Schönwetter-Verfassung geschrieben. Bereits ohne diese geplante Grundgesetzänderung ist das Grundgesetz nicht in der Lage weitere Machtkonzentrationen zu verhindern.

Ich denke die Idee hinter diesem Gesetzestext ist u.a. eine gute Basis zu schaffen um Kindern in vielerlei Bereichen Verbesserungen einräumen zu müssen. (Bildung, sozialer Status bzw. Hilfe gegen Kinderarmut, Schutz vor Gewalt usw.)

Der Gesetzestext an sich ist zwar unkonkret, aber ich halte es für sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft mehr Gewicht bekommen und ernst genommen werden; zudem wenigstens auf regionaler Ebene Mitsprache und Mitgestaltungsmöglichkeiten bekommen.

(seit gestern weiß ich, dass es in Deutschland mittlerweile Bürgerräte gibt und halte das auch für eine sehr gute Sache gegen Demokratieverdrossenheit, falls ich das OT hinzufügen darf)

Was nützen noch mehr Grundrechte ,

von Desinteresse 21 @
danke das sehe ich auch so.

Wenn ich die aktuellen Urteile unserer Justiz und Ermittlungen beim Kindesmissbrauch sehe habe ich da persönlich große Zweifel. Egal ob es Kirchenvertreter oder Fußballer betrifft.

@yolo, 20:57

Ich habe jetzt einen Einzelfall herausgegriffen, um etwas zu veranschaulichen.

Schutz (!) von Kindern, ggf. eben nicht nur vor Gleichaltrigen, sondern auch vor Erwachsenen oder sogar vermeintlichen ‚Respektspersonen‘ mit Rang und Namen, aber eben Leuten mit unguten Absichten braucht es an verschiedenen Stellen. Dafür könnten Kinderrechte in meinen Augen ein Weg sein, weil sie dann vom Kind aus schauen.

Ob die Rechtslage da reicht, dass z.B. die Jugendämter wirklich ausreichend wirksam handeln können, mag ich alleine nicht beurteilen. Dafür gibt es z.B. Fachtagungen und -verbände, wo das wahrscheinlich fundierter beurteilt werden kann als von mir alleine.
Gleiches gilt für den Weg, das rechtlich wirklich zielführend umzusetzen.

Für mich ginge das jedenfalls nicht per se gegen Elternrechte. Allerdings habe ich durchaus in Fachkreisen schon gehört, dass in D Elternrechte im Vergleich sehr stark wären und das Schutz z.T. erschwere.
Vielleicht braucht es eine veränderte Balance?

Am 08. Juni 2021 um 21:14 von Corona Obermayer

„Die ganze Diskussion zeigt wieder einmal, wie wichtig es wäre, die Grünen zu wählen.“

Na ja, wie die Oppositionsparteien so sind.

„Die Redner und Rednerinnen der Koalitionsfraktionen schlugen vor, die Ergebnisse der Arbeitsgruppe abzuwarten und luden die Fraktionen

von Linken und Bündnis 90/Die Grünen ein,
gemeinsam einen übergreifenden Entwurf zu erarbeiten.“

Wurde aber von beiden Fraktionen abgelehnt.

Artikel 6 garantiert ja bereits den besonderen Schutz im Rahmen der Familie.

Also Oppositionsspielchen.

21:31 von Werner1955

„Am 08. Juni 2021 um 21:31 von werner1955
Was nützen noch mehr Grundrechte ,
von Desinteresse 21 @
danke das sehe ich auch so.

Wenn ich die aktuellen Urteile unserer Justiz und Ermittlungen beim Kindesmissbrauch sehe habe ich da persönlich große Zweifel. Egal ob es Kirchenvertreter oder Fußballer betrifft.“
Das liegt vielleicht an unserer zu laschen Justiz. Vielleicht sollte nicht erst nach einer eventuell schweren Kindheit der Täter gesucht werden, sondern unsere Gesetze richtig angewendet. Die kann und darf keine Gewalt gegen Kinder rechtfertigen. Dann braucht es keiner extrarechte.

@yolo, 21:34

„[...] Die Schmälerung der Elternrechte ist nicht hinnehmbar, weshalb ich gegen diese Rechte bin, weil Kinder per se einen eigenen Wert darstellen, der den Erwachsenen ebenbürtig ist. [...]“

Noch ein poetisch bestückter Nachtrag dazu:

„Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

Sie sind die Söhne und die Töchter der Sehnsucht

des Lebens nach sich selber.

Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,

Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht. [...]

Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder

als lebende Pfeile ausgeschickt werden.

Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,

und er spannt euch mit seiner Macht,

damit seine Pfeile schnell und weit fliegen. [...]“

Das stimmt von Khalil Gibran und lässt mich zumindest nachdenken, ob Ihre Idee von der völligen Ebenbürtigkeit von Kinder- und Elternrechten stimmig ist.
Sind wir, die Erwachsenen, nicht am Ende für die Kind und eben nicht diese für uns? Oder lässt sich das in Rechtsform einfach nicht gut regeln

als Kind verfassungsgemäße Rechte gehabt

von frosthorn @
Schade das Sie so eine grausame Kindheit hatten.

Sie haben als Mensch und Kind die gleichen Rechte und auch Pflichten wie jeder andere Bürger in diesem Land. Das Grundgesetzte macht bei diesen Paragrafen keine unterscheide.

Sie wissen das Gesetzt nie Straftaten verhindert haben, sondern Sie sind dafür da die Grenzen festzulegen und Verbrecher die man ermittelt hat anklagt werden können und wenn Richter das wollen auch zu bestrafen.

@gully, 21:26

„'Kinderrechte' klingen für den Durschnittsintellekt erstmal ganz sympatisch. Aber statt Kinderrechte einzuführen die durch die Hintertür Eltern entrechten hätte ich einen Alternativvorschlag: Wie wäre es wenn der Staat mal wieder anfängt gesunde Familien zu fördern anstatt Vorraussetzungen zu schaffen die Familien zerstören?! z.B. durch Regenbogenpolitik“

Und wie zerstört die Unterstützung einer Regenbogenfamilie irgend eine andere Familie?
Man kann doch alle Familien fördern, in denen Kinder leben, damit es möglichst vielen von ihnen und auch ihren Eltern gut geht. Sage ich mal mit meinem mutmaßlichen Durchschnittsintellekt. ;)

Schräg bis daneben finde ich, dass Sie von gesunden Familien reden und Regenbogenmenschen und -familien damit indirekt als krank klassifizieren.

@Anna-Elisabeth

Vielleicht ist ja dieser Artikel interessant:
https://www.kinderrechte.de/kinderrechte/kinderrechte-ins-grundgesetz/

Da findet man z.B. unter der Überschrift 'Warum sollten Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden?' die Links zu zwei Gutachten.

Ein Beispiel wäre eine Art von 'Kinder haben ein Recht auf Gesundheit'. Daraus lassen sich dann konkrete, wenn auch trotzdem indirekte Themen ableiten: Immissionen, Verkehr, Ernährung(sindustrie).
Andere Themen wären Schulrecht, Baurecht, Partizipation

@21:30 von Kaneel 21:04 von Anna-Elisabeth

//..., aber ich halte es für sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft mehr Gewicht bekommen und ernst genommen werden; zudem wenigstens auf regionaler Ebene Mitsprache und Mitgestaltungsmöglichkeiten bekommen.//

Da bin ich sofort dabei.

@21:47 von Silverfuxx @Anna-Elisabeth

//Vielleicht ist ja dieser Artikel interessant:
https://www.kinderrechte.de/kinderrechte/kinderrechte-ins-grundgesetz/

Da findet man z.B. unter der Überschrift 'Warum sollten Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden?' die Links zu zwei Gutachten.

Ein Beispiel wäre eine Art von 'Kinder haben ein Recht auf Gesundheit'. Daraus lassen sich dann konkrete, wenn auch trotzdem indirekte Themen ableiten: Immissionen, Verkehr, Ernährung(sindustrie).
Andere Themen wären Schulrecht, Baurecht, Partizipation//

Ganz herzlichen Dank! Das werde ich heute Nacht 'studieren'.

21:26 von gully

Wie wäre es wenn der Staat mal wieder anfängt gesunde Familien zu fördern anstatt Vorraussetzungen zu schaffen die Familien zerstören?! z.B. durch Regenbogenpolitik

In meiner Stadt ist 2019 ein Säugling vom Vater zu Tode geschüttelt worden. Keine Regenbogenfamilie. Aber auch kein fürsorglicher Vater. Nur, weil auch homosexuelle Paare Familie mit Kindern leben, macht das nicht eine einzige andere Familie kaputt. Es sei denn Sie meinen, der eine Teil hat vorher in einer heterosexuellen Beziehung gelebt und diese Familie verlassen. Dass Paare sich trennen kommt natürlich sonst nie vor.

M.E. ist es das Wichtigste, dass Kinder Liebe und Geborgenheit von ihren Eltern bekommen und das können durchaus zwei Frauen oder zwei Männer sein.

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@21:30 von Kaneel 21:04 von Anna-Elisabeth

//...wichtig, dass Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft mehr Gewicht bekommen und ernst genommen werden; zudem wenigstens auf regionaler Ebene Mitsprache und Mitgestaltungsmöglichkeiten bekommen.//

Wenn ich Kommunalpolitikerin wäre, würde ich die Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen sogar begrüßen. Die denken noch nicht in so festen Bahnen wie die meisten Erwachsenen und haben oft unkonventionelle Ideen, auf die niemand sonst gekommen wäre.
Außerdem regt es ja zusätzlich das Denken der Kinder an, wenn sie direkt gefragt werden, wie und warum sie etwas so oder anders machen würden. Ja, klingt richtig gut.

@yolo - 20:02

"Was aber meinen Kindern in den Schulen erfahren ist etwas ganz anderes:
Es ist das Lesen von ausgefertigten Meinungen, manipulativen Texten und eine einseitige Betrachtung eines einzigen Themenfeldes. Es gibt eben keine Erörterung mehr, kein Pro und Contra und keine Abwägungen mehr, die gefordert oder gefördert wären, sondern nur noch die Hinlenkung zu einer gewünschten Meinung, die gefälligst in den Lösungen der Arbeit zu formulieren ist, weil es ansonsten die schlechte Note gibt und/oder mit schlechter mündlicher Beteiligung argumentiert wird, was völliger Unsinn ist.
Schulbücher sind selbst in den Textaufgaben der Mathematik indoktrinierend, wenn es um Umweltsünder und Rettungsboote geht, um Menschenleben zu retten, etc."

Und wir wundern uns, warum die Kinder so vermurkst sind. Die Schule ist schuld!

Führen Ihre Kinder jetzt wieder ein normales Leben?

Oder falls die weiter in der Schule sind - wie gehen Sie gegen diese indoktrinierenden Unterrichtsmethoden vor?

Antwort erbeten

@21:28 von frosthorn

//ist das nicht zum Schmunzeln
wie viele sich hier vehement dagegen aussprechen, dass Rechte für einzelne gesetzlich garantiert werden? Ich frage mich, wovor die solche Angst haben.
Das Sahnehäubchen ist ja noch, dass sogar so argumentiert wird, dass es den Interessen der Kinder diametral zuwider laufe, wenn sie jetzt auch noch Rechte bekommen.//

Ich habe nicht den Eindruck, dass das hier bei allen so böse gemeint ist, sondern eher so, dass man (wie ich z.B.) keine so rechte Vorstellung hatte, wie diese Gesetze aussehen könnten, damit sie auch etwas bewirken. Und ich habe hier ja sehr hilfreiche Antworten bekommen. Bei anderen wiederum kann ich auch die Befürchtung , dass man den Jugendämtern zuviel Macht einräumen will, verstehen. Diese Befürchtung rührt wahrscheinlich ebenfalls daher, dass man sich noch nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt hat

@21:26 von gully

//Wie wäre es wenn der Staat mal wieder anfängt gesunde Familien zu fördern anstatt Vorraussetzungen zu schaffen die Familien zerstören?! z.B. durch Regenbogenpolitik//

Könnten Sie evtl. erläutern inwiefern ein gleichgeschlechtliches Paar mit Kindern andere Familien zerstören könnte.

Wenn Sie Schwierigkeiten mit dem Thema haben, helfen Fragen dieser Art ungemein.

Unter Familie verstehe ich vor allem: Liebe, füreinander da sein, gemeinsam durch dick und dünn. Hat alles nichts mit dem Geschlecht zutun.

Wenn ich Kommunalpolitikerin wäre, würde ich die Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen sogar begrüßen. Die denken noch nicht in so festen Bahnen wie die meisten Erwachsenen und haben oft unkonventionelle Ideen, auf die niemand sonst gekommen wäre.

Der Artikel "Kinderrechte im Grundgesetz: Hört! Uns! Zu!"
umfasst die Thematik ganz gut, finde ich:

„https://www.zeit.de/2021/17/kinderrechte-grundgesetz-gesetzesentwurf-kinderschutz-rechtsschutz-familie/komplettansicht“

23:31 von Anna-Elisabeth @21:28 von frosthorn

Bei anderen wiederum kann ich auch die Befürchtung , dass man den Jugendämtern zuviel Macht einräumen will, verstehen. Diese Befürchtung rührt wahrscheinlich ebenfalls daher, dass man sich noch nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt hat

Diese Sorge kann ich irgendwie nicht so ganz nachvollziehen - warum sollte sich das Jugendamt in Familien einmischen, in denen es gut läuft, abgesehen von den üblichen Problemen und Konflikten, die es gibt.

@23:56 von Kaneel 23:18 von Anna-Elisabeth

//Der Artikel "Kinderrechte im Grundgesetz: Hört! Uns! Zu!"
umfasst die Thematik ganz gut, finde ich:

„https://www.zeit.de/2021/17/kinderrechte-grundgesetz-gesetzesentwurf-kinderschutz-rechtsschutz-familie/komplettansicht“//

Auch für diesen Hinweis ein herzliches Dankeschön.

Ebenso an die Moderation.

Und allen eine Gute Nacht!

00:07 von Anna-Elisabeth

Auch für diesen Hinweis ein herzliches Dankeschön.

Gerne.

Ebenso an die Moderation.
Und allen eine Gute Nacht!

Dem schließe ich mich an.

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