Kinderrechte nicht im Grundgesetz: Viele Vorwürfe

Kommentare

rer Truman Welt

DS Traurigste daran ist doch, daß das überhaupt notwendig zu sein scheint!

Wegen "noch mehr Möglichkeiten "?

"Auf eine entsprechende Passage, die ins Grundgesetz hätte eingefügt werden sollen, hatte sich die Koalition geeinigt. Doch Grüne und Linke wollten noch stärkere Formulierungen, noch mehr Möglichkeiten für Kinder, mitzuentscheiden. Die Union war dagegen, sie befürchtete eine Schwächung der Familien zugunsten des Staates."

*

Was stimmt nun wirklich?

Wenn der Vormund nur von den Eltern zum Staat wechselt, dann können Kinder immer noch nicht mehr Entscheiden, als vorher.

Wobei sollten Kinder denn
eigentlich mehr mitentscheiden können?

Und warum reichen die bisherigen Gesetze nicht aus? (Dass der Staat mit deren Durchsetzung zeitweise überfordert ist, ist bekannt.)

In der Tat ein Armutszeugnis

Die Groko sollte auf den Kinderschutzbund hören, stattdessen erleben wir gegenseitige Anschuldigungen und Schuldzuweisungen.
Wie bei der Maskenaffäre.
Diese Koalition ist am Ende.

Gebrochenes Versprechen

"Seit Jahren wird darüber diskutiert, auch während der Pandemie kochte das Thema hoch: Man solle die Kinderrechte im Grundgesetz verankern"

Dass das Thema während der Pandemie hochkochte, dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass die Notwendigkeit der Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz noch nie so deutlich wurde.

"Der Koalitionsvertrag von Union und SPD beinhaltete ein Versprechen: "Wir werden Kinderrechte im Grundgesetz ausdrücklich verankern." So steht es auf Seite 21 des im Frühjahr 2018 beschlossenen Programms der Großen Koalition. Jetzt ist klar: Dieses Versprechen haben die Regierungsparteien nicht halten können"

Nicht halten "können"? Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Dass dieser Wille offensichtlich nicht stark genug ist, um den Kindern den Weg zu bahnen dürfte damit zu tun haben, dass Kinder keine Wähler sind.

"Kinderrechte"?

Warum "Kinderrechte"?

Wir haben Grundrechte. Die gelten auch für Kinder.

Oder besser gesagt, galten früher auch für Kinder.

Und wenn sich (wie dies nun Gepflogenheit ist) keiner an die Grundrechte hält, brauchen wir erst recht keine Kinderrechte.

Denn an die hält sich dann auch keiner.

Kinderrechte oder Rechte des Staates?

Maßnahmen, die Kinder vor Missbrauch und Gewalt schützen, sind richtig.

Da jedoch kein anderer westlicher Staat sich bereits derart in die Erziehung der Kinder einmischt wie die Bundesrepublik Deutschland, wird klar, dass dieser Entwurf zur Änderung des Grundgesetzes für Kinder nichts verbessern aber vieles verschlechtern könnte. In Wahrheit will man (noch) mehr Macht für den Staat.

Familienschutz aufweichen vs. Kinderrechte fordern

Die AfD hat Recht, wenn sie die Kinderrechte nicht explizit im Grundgesetz aufgeführt wissen möchte. Kinder sind nämlich auch Menschen und sind daher wie Erwachsene geschützt.

Familien und die Ehe standen übrigens unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes. Gerade aber für diesen Kleinstverbund der Gesellschaft wurde der Schutz im GG in den letzten Jahren zu Gunsten andere Interessengruppen verwässert. Hier redet der Zeitgeist also mit gespaltener Zunge.

Und dann ändert sich etwas?

Kinder sind Menschen und wir haben ein Grundgesetz, das für alle Menschen gilt.
Im übrigen gibt es zahlreiche Gesetze, die auch Kinderangelegenheiten regeln.

Wenn nun im Grundgesetz auch noch Kinderrechte stünden (welche wären das?), wird sich dann etwas verändern oder verbessern?
Ich habe da meine Zweifel.

Die Regelungswut der Deutschen scheint immer neue Betätigungsfelder zu suchen.
Fragt sich nur, ob das etwas nutzt?

Kinderfeindliches Land

Eine Bankrotterklärung des Staates an seine Kinder und damit die Zukunft, anders kann man es nicht bezeichnen!
Bis Anfang der achtziger Jahres waren Kinder allen Ernstes gesetzlich noch "in der Gewalt der Eltern". Davon scheinen sich Unionskreise wohl nicht verabschieden und mit einer gewaltfreie Erziehung nicht anfreunden wollen, nicht zuletzt auf Geheiß reaktionärer Kirchenkreise.
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, haben ungleich mehr Bedürfnisse, müssen allzu oft Fehler der Erwachsenen ausbaden. So etwa beim Klima und Hartz 4.
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr - eine Binsenweisheit, die aber zeigt, worin das Problem besteht.
Kinder haben selbst kein Wahlrecht, sind schon deshalb darauf angewiesen, dass letztlich der Staat ihren Schutz ihnen zubilligt.
In Deutschland haben Tierschutzverbände, Auto- und andere Lobbyorganisationen mehr Mitglieder als der Kinderschutzbund. Das sagt leider eine ganze Menge über das Land und seine Kinderfeindlichkeit aus!

Nee ...

... des braucht's nun eh nicht.

Ist nur Aktionismus.

@desinteresse, 18:21

Aber zum Glück fehlen dazu die Leute.

Oh ja. Die Begrenzheit der Mittel des Staates ist die einzige Rettung für den Bürger. Wie die gerne würden, wenn sie könnten...

Dann könnte mein Kind mich dann verklagen, wenn es im Haushalt helfen soll und nicht will.

Die Idee wiederum finde ich charmant. Kinder sind keine Arbeitstiere.

Problematisch sind eher andere Bereiche der Einmischung (im Moment etwa drohende "Impfpflichten"...).

Ich habe bei dieser "Kinderrechte"-Diskussion eher das Gefühl, es soll gesondert festgestellt werden, dass Kinder NICHT die gleichen Rechte haben wie Erwachsene... also KEINE vollen Grundrechte... anders ist diese Debatte nicht zu verstehen...

Was ist ein Kinderrecht, das

Was ist ein Kinderrecht, das nicht per GG abgedeckt ist? Da steht dich eigentlich alles drin.
Man könnte es nun sein lassen, wie geschehen, oder doppelt koppeln und es nochmal reinschreiben.
Ich verstehe das Getue nicht.

Kinderschutz.. jetzt nur noch ...ohne Staatsbürgeranrecht?

Was geht politisch bloß alles hinüber zu Fragezeichen? Es fragt sich scheinbar keiner mehr.. welche umgedrehten Schutzfaktoren jede einzelne politisch erwerbstätige Person selbst verwehrt bekommen möchte? Die Lütten sind ja nicht nur die Wähler von später ..ah ja.... da sind dann ja derzeitige Politiker wahrscheinlich längst im Ruhestand. Besteht deswegen keine politische Begeisterung für den Kinderschutz? Oder... dreht es sich simpel nur um Gleichgültigkeiten? Etwa in dem Ausmaß wie man SUV- Vehikel einparkend auf Mutter- Kind reservierten Geländeparkplätzen bei Einkaufszentren ertragen muss: aus denen dann grinsend wegen des fast leeren Parkumfeldes... ein rüstiger Senior, mit Blick auf die gebotene Park- Beschilderung, steigt um seine Bekanntschaften zu treffen und einkaufen zu gehen. Alle scheinen sich des Begriffes "Kinderschutz" zu bedienen solange die ...Kurzmenschlein... nicht auftauchen und ihn doch tatsächlich Erleben wollen! Stimmt in Politik dass Leben nicht?
Frau D. Brauer

@ Tada

Volle Zustimmung.
Wir brauchen einfach keine "Sonderregelungen" für einzelne Teile der Gesellschaft im GG.
Das GG ist für alle da; tlw. beschränkt auf alle Deutschen.
Das reicht völlig aus!

Rene

Ich bin wohl sehr einfach gestrickt, mir erschließt sich einfach nicht worin das Problem liegen soll. Wenn sich die 3 einig waren dieses Vorhaben in einen Vertrag mit aufzunehmen wieso gibt es dann Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Vorhabens? Unabhängig davon das es für eine "Möchtegern Vorzeigedemokratie" blamabel sein dürfte erst nach Jahrzehnten auf die Idee mit der Umsetzung zu kommen.

18:10 von Sparpaket

>>Diese Koalition ist am Ende.<<

Das haben Sie richtig erkannt. Schließlich sind in 3 Monaten Wahlen.

Am 08. Juni 2021 um 18:48 von rossundreiter

Zitat: Ich habe bei dieser "Kinderrechte"-Diskussion eher das Gefühl, es soll gesondert festgestellt werden, dass Kinder NICHT die gleichen Rechte haben wie Erwachsene... also KEINE vollen Grundrechte... anders ist diese Debatte nicht zu verstehen...

Sie haben Recht.

Ihr Verdacht wird ja schon durch die Formulierung im Entwurf genährt:

"Die verfassungsmäßigen Rechte der Kinder einschließlich ihres Rechts auf Entwicklung zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten sind zu achten und zu schützen. Das Wohl des Kindes ist angemessen zu berücksichtigen. Der verfassungsrechtliche Anspruch von Kindern auf rechtliches Gehör ist zu wahren. Die Erstverantwortung der Eltern bleibt unberührt"

Das zielt eindeutig darauf ab, die Rechte der Kinder zu schmälern.

@18:06 von Tada

//Wobei sollten Kinder denn
eigentlich mehr mitentscheiden können?//

Vielleicht könnte ihre Stimme mehr Gewicht haben, wenn es darum geht, bei wem (Vater oder Mutter) das Kind nach einer Scheidung leben soll.
Ist nur so eine Idee.

Am 08. Juni 2021 um 18:52 von rene dri

Zitat: Ich bin wohl sehr einfach gestrickt, mir erschließt sich einfach nicht worin das Problem liegen soll. Wenn sich die 3 einig waren dieses Vorhaben in einen Vertrag mit aufzunehmen wieso gibt es dann Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Vorhabens?

Art. 79 II GG:

(2) Ein solches Gesetz [ Anm.: zur Änderung des Grundgesetzes] bedarf der Zustimmung von zwei Dritteln der Mitglieder des Bundestages und zwei Dritteln der Stimmen des Bundesrates.

Rechnen Sie einmal dioe Mehrheitsverhältnisse nach.

Sind Kinder keine Menschen?

Sind Kinder keine Menschen? Warum sollte man speziell wieder das Grundgesetz ändern, zu mal bestimmt so wieder noch ganz andere Äanderungen so nebenbei gelaufen wären. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Also nächste Änderungen, aber bestimmt nicht zum Kinderschutz, dann vielleicht wieder am Abend des Endspiels der Fussball-Europameisterschaft, wenn alle schön abgelenkt sind?

Zur Wahrheit gehört eben auch, dass viele CDU-

Abgeordnete mit nein stimmten, weil das vorbereitete Gesetz es vorsah, Elternrechte zu minimieren und Familienrechte zu schmälern, ganz so, wie ein Staat es gern hätte, ginge es nach einigen SPDlern, die die Lufthoheit über den Kinderbetten gern einnehmen würden, alle ( schon die Allerkleinsten) in staatliche Obhut im Sinne von Krabbelkita und bis hin zu langtägigen Aufbewahrungsorten wie Ganztagsschulen mit angeschlossenem Hort, haben wollen.
Die Eltern sollen so wenig wie möglich auf die Kinder einwirken und entscheiden, weil der Staat gern ideologisieren möchte, zumindest, wenn es um das linke Klientel geht.
Tatsächlich sind vor dem Gesetz alle gleich. Da braucht es keine gesonderten Kinderrechte, sondern nur Familienschutz und die garantierte Freiheit auch für die Kleinsten ohne Indoktrination durch den Staat. Deshalb wäre es wichtig, den Schulen endlich zu verbieten, die Neutralitätspflicht zu untergraben, bzw. Ideologien zu verbreiten und zu unterstützen.

Die Diskussion wird nicht verschwinden

Wir haben dieses Thema mit unseren Klassen (Jahrgang 7) sehr intensiv besprochen und an Fallbeispielen diskutiert. Da gibt es ja sehr viel Material.

Unsere SuS erkennen die Notwendigkeit der Verankerung ihrer Rechte im GG glasklar. Und sie sind in diesem Punkt geistig sehr viel weiter als einige Kommentatoren im Forum.

Was den Verdacht nährt, dass Einige die Jugend fürchten. Die Diskussion bleibt und das ist gut so.

Am 08. Juni 2021 um 19:13 von yolo

Zitat: Zur Wahrheit gehört eben auch, dass viele CDU- Abgeordnete mit nein stimmten,

Von welcher Abstimmung reden Sie?

@Anna-Elisabeth

"Vielleicht könnte ihre Stimme mehr Gewicht haben, wenn es darum geht, bei wem (Vater oder Mutter) das Kind nach einer Scheidung leben soll. Ist nur so eine Idee." Am 08. Juni 2021 um 19:03 von Anna-Elisabeth

*

Dann tragen die Kinder die Last böse zu sein, weil sie sich gegen ein Elternteil entscheiden müssen.

Derzeit wird das bei Streitigkeiten geprüft, nicht gewürfelt, von daher ist es eine gute Lösung.

@18:38 von Margitt.

//Kinder sind Menschen und wir haben ein Grundgesetz, das für alle Menschen gilt.
Im übrigen gibt es zahlreiche Gesetze, die auch Kinderangelegenheiten regeln.//

Ich habe auf die Schnelle versucht, mich eine wenig schlauer zu machen. Man findet viele Artikel dazu, muss aber lange suchen, bis man etwas findet, was diese Kinderrechte genauer beschreibt. Gefunden habe ich u.a.
dies hier (vom Deutschen Kinderhilfswerk):

***Der Pilotstudie "Kinderrechte-Index" liegt ein breiter kinderrechtlicher Forschungsansatz zugrunde, der basierend auf der UN-Kinderrechtskonvention gemeinsam mit einem interdisziplinär zusammengesetzten Wissenschaftlichen Beirat entwickelt wurde. Dabei wurden fünf Kinderrechte in den Mittelpunkt gestellt: das Recht auf Beteiligung, das Recht auf Gesundheit, das Recht auf angemessenen Lebensstandard, das Recht auf Bildung, und das Recht auf Ruhe und Freizeit, Spiel und Erholung.***

Augenwischerei

Kinderrechte sind eine prima Sache.

Leider befürchte ich, mit der guten Idee wird Augenwischerei betrieben. Anstatt die Lebensqualität der Kinder zu verbessern, werden unter dem Deckmantel der Kinderrechte ( Beispiel: Recht auf Bildung)
durch die Hintertür politische Weltbilder durchgesetzt: Kindergartenpflicht und Bildungspflicht für 3 Jährige -usw.
Nicht umsonst sind ist das linke Parteispektrum hier besonders interessiert.
Unmenschlich auch Ganztagsschulen für 7jährige, danach am besten noch Hausaufgaben.
Damit sollen Eltern noch weniger bestimmen dürfen, der Staat mehr - das politische Weltbild muß halt stimmen.

@AbseitsDesMains... , 18:37

„Die AfD hat Recht, wenn sie die Kinderrechte nicht explizit im Grundgesetz aufgeführt wissen möchte. Kinder sind nämlich auch Menschen und sind daher wie Erwachsene geschützt. [...]“

Kinder sind allerdings keine kleinen Erwachsenen und brauchen daher einen anderen Schutz und andere Unterstützung. Insofern wäre manche Anpassung schon angebracht und wünschenswert - und würde vielleicht den Kindern mehr helfen als ein Schutz der angeblich so heilen ‚Familie‘.
Sagt Ihnen ein diplomierter Erziehungswissenschaftler mit einigen Jahren konkreter Erfahrungen im Bereich Jugendhilfe.

@um 19:19 von A-H / keine Indoktrination an Schulen

Unsere SuS erkennen die Notwendigkeit der Verankerung ihrer Rechte im GG glasklar.
---
Vermutlich hat man ihnen nicht den gesamten Entwurf mit ALLEN Konsequenzen aufgezeigt. In der Schule erlebe ich immer wieder, dass auf die Schüler stark manipulativ eingewirkt wird. Das ist auch ein Leichtes, weil diese noch so flexibel formbar sind und daher die Linken es all zu gern sehen würden, wenn man sie von Familie und alten Kulturvorstellungen endlich trennen könnte, mehr noch als bisher schon geschehen.
Dabei ist die Neutralitätspflicht in Schulen gar nicht aufgehoben und dennoch manipulieren Lehrer/innen immer munter weiter. So ist z.B. in den Erörterungen im Deutschunterricht nicht mehr die Frage wichtig von Pro und Contra, sondern NUR noch die Darstellung der eigenen Meinung gefragt. Wie irre und wie entlarvend. Das Schulbuch würde ich am liebsten in den Ofen werfen, weil es Kinder indoktriniert und in eine Richtung leitet, die dem grün-linken Klientel dienen soll ( Friday f. f., etc)

@ Anna-Elisabeth

"das Recht auf Beteiligung, das Recht auf Gesundheit, das Recht auf angemessenen Lebensstandard, das Recht auf Bildung, und das Recht auf Ruhe und Freizeit, Spiel und Erholung" Am 08. Juni 2021 um 19:26 von Anna-Elisabeth

*

Wie man nun am Ende der Pandemie sieht: diese ganzen Rechte zählen nicht, wenn die Umstände (musst ja nicht Pandemie sein) "es verlangen".

Am 08. Juni 2021 um 19:25 von Tada

@Anna-Elisabeth: "Vielleicht könnte ihre Stimme mehr Gewicht haben, wenn es darum geht, bei wem (Vater oder Mutter) das Kind nach einer Scheidung leben soll. Ist nur so eine Idee." Am 08. Juni 2021 um 19:03 von Anna-Elisabeth

Zitat: Dann tragen die Kinder die Last böse zu sein, weil sie sich gegen ein Elternteil entscheiden müssen. Derzeit wird das bei Streitigkeiten geprüft, nicht gewürfelt, von daher ist es eine gute Lösung.

§ 159 FamFG

(1) Das Gericht hat das Kind persönlich anzuhören, wenn es das 14. Lebensjahr vollendet hat. [.....]

(2) Hat das Kind das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet, ist es persönlich anzuhören, wenn die Neigungen, Bindungen oder der Wille des Kindes für die Entscheidung von Bedeutung sind oder wenn eine persönliche Anhörung aus sonstigen Gründen angezeigt ist.

19:10 von Kambrium2

Also nächste Änderungen, aber bestimmt nicht zum Kinderschutz, dann vielleicht wieder am Abend des Endspiels der Fussball-Europameisterschaft, wenn alle schön abgelenkt sind?///

Das funktioniert nur, wenn D ins Endspiel kommt. Glauben Sie daran? Ich nicht.

Lebenssituation von Kindern verbessern

Wichtiger als Kinderrechte wäre es, die Lebenssituation der Kinder zu verbessern.

Statt hitzefrei wie damals, gibts nun Ganztagsgrundschulen und Ferienbetreuung.

Mag sein, das man früher für eine Frechheit eine Backpfeife kassiert hat, aber die Gesellschaft von 1970 hat Kinder geachtet und nicht ganztägig unter Beobachtung gestellt beziehungsweise als Lernmaschinen definiert, denen Lehrer nicht müde werden vorzutragen, wie schlimm es um die Umwelt bestellt ist und das wir alle mehr Verzicht üben müssen.

Wichtigstes Kinderrecht wäre somit, den
Helikopterstaat zu stutzen, und den Heranwachsenden mehr Freiraum, mehr Familie, mehr Entfaltung zu bieten und weniger Verantwortung für Erwachsenenprobleme aufzuladen.

Das genau meinen die Kinderrechtsvertreter aber nicht, eher das Gegenteil.

@um 19:31 von YinYangFish

Sagt Ihnen ein diplomierter Erziehungswissenschaftler mit einigen Jahren konkreter Erfahrungen im Bereich Jugendhilfe.
...
Dann wissen Sie ja am allerbesten, dass es schon längst mehr als aberzählige Programme für Kinder und Jugendliche gibt, wenn Familien versagen oder zumindest angeblich versagen.
Das Jugendamt ist wohl eine der Behörden, die so ziemlich ohne nennenswerte Kontrolle über sich habend, die weitgehend autark und unkritisch in Familien- und Kinderstrukturen eingreifen können.
Sie tun ja so, als ob der Staat hier bisher keine Handlungsspielräume hätte. Das ist absolut falsch und irreführend.
Es gibt eben auch zu viel staatliche Kontrolle. Schaut man in die sozialistischen Länder der Historie und der Gegenwart, dann muss man dem Staat und seinen Einrichtungen all zu oft Versagen attestieren. Die Jugendlichen werden dann mit 18 einfach fallengelassen und man wendet sich den neuen Bedürftigen zu.
Siehe DDR, Rumänien, das heutige Berlin, Kinderheime, ob staatlich od. privat.

@18:38 von Margitt.

//Wenn nun im Grundgesetz auch noch Kinderrechte stünden (welche wären das?), wird sich dann etwas verändern oder verbessern?//

Nachtrag zu dem, was ich da eben kopiert habe:

zum Beispiel das hier: >>das Recht auf angemessenen Lebensstandard<<

Was ist denn da angemessen? Hängt der Lebensstandard der Kinder nicht von dem der Eltern ab?
Was ist mit Rentnern an der Tafel, mit Obdachlosen?

Oder:
>>das Recht auf Bildung<<
Wir haben die Schulpflicht. Was darf es denn sonst noch sein?

Wie gesagt, nur oberflächlich gegoogelt, aber bei allem, was ich gelesen habe, kann ich nur den Kopf schütteln.

Bei Tage betrachtet

... geht es eigentlich darum,
die Rechte zwischen den Eltern und dem Staat neu zu verteilen.

Ein Zweijähriger muß eh nehmen, was kommt.

@19:32 von Tada @ Anna-Elisabeth

//"das Recht auf Beteiligung, das Recht auf Gesundheit, das Recht auf angemessenen Lebensstandard, das Recht auf Bildung, und das Recht auf Ruhe und Freizeit, Spiel und Erholung"

*

Wie man nun am Ende der Pandemie sieht: diese ganzen Rechte zählen nicht, wenn die Umstände (musst ja nicht Pandemie sein) "es verlangen".//

Daran musste ich auch denken, als ich das gelesen hatte. Betrifft allerdings die gesamte Gesellschaft und nicht nur Kinder.

@yolo, 19:32

Und als nächstes erklären Sie hier, dass Sie über das Thema völlig neutral und unideologisch nachdenken und sprechen?

Im Ernst: eigene Einschätzungen und Meinungen hat jede_r. Was wir hier im Land haben (sollten/können), ist Pluralität.
Ich lebe mit Ihrer Position, die ich nicht teile und auch nicht teilen muss, und Sie und andere mit meiner.

Wer mag, lässt sich auf Debatten ein, tauscht Argumente aus, hört auch zu.
Andere lassen auch das bleiben.

In der Schule sollte das Argumentieren, Zuhören und auch die unterschiedlichen Meinungen aber möglich sein, von konservativ über liberal bis progressiv, von wirtschaftsfreundlich bis zu F4F.
Das zuzulassen (auch einem selbst unbequeme Positionen) und zu fördern ist etwas anderes als Indoktrination.

Meines Erachtens braucht es

Meines Erachtens braucht es keine gesonderten Kinderrechte.

Die Rechte hat jeder Mensch im Land, ob große oder kleine Menschen!

Ich fände es viel besser, wenn Eltern mehr Zeit mit ihren KIndern verbringen könnten.

Aber da steht oft das Geld verdienen im Weg, weil der Staat zu viele Steuern und Beiträge erhebt, und viele Milliarden in die Welt.......anstatt....aber das führt zu einem anderen Thema.

Hausunterricht

Würde ich aus vielen Gründen nur sehr ungern machen und nur im Ausnahmefall in Erwägung ziehen, jedoch ist es für eine pluralistische Demokratie wichtig, dass diese Möglichkeit besteht.

Und besteht die Möglichkeit, bestehen wiederum auch weniger Gründe es überhaupt in Erwägung zu ziehen.

In der Bundesrepublik ist Hausunterricht (homeschooling) faktisch verboten, weil die Staatsmacht die Kinder von jung auf in ihrem Sinne bilden und erziehen will.
Daher kein Wunder, dass die Bundesrepublik Deutschland, unter allen westlichen Staaten, der politisch am wenigsten pluralistisch ist. Mit dieser Änderung des Grundgesetzes, würde sich die Lage noch weiter verschlechtern.

@19:31 von YinYangFish

//Kinder sind allerdings keine kleinen Erwachsenen und brauchen daher einen anderen Schutz und andere Unterstützung. Insofern wäre manche Anpassung schon angebracht und wünschenswert -...//

Könnten Sie bitte erläutern wie dieser "andere Schutz" konkret aussehen könnte? Wie schon weiter oben geschrieben, mangelt es mir da an Vorstellungsvermögen.

Vorstellen könnte ich mir aber, dass zum Beispiel Kindern aus problematischen Verhältnissen z.B. hinsichtlich der Bildung mit einer intensiven Ganztagsbetreuung mehr geholfen wäre als mit neuen Gesetzen. Das hieße u.a.: mehr Lehrer, mehr Sozialarbeiter oder auch Psychologen.

@yolo um 19:32 Uhr

"Wie irre und wie entlarvend."

Da gebe ich Ihnen recht. Das sind Ihre Ausführungen.

Es hat nichts mit Indoktrination zu tun, Kinder über ihre Rechte aufzuklären. Wenn Sie sich auch nur ansatzweise mit den Kerncurricula auseinandersetzen würden, wüssten Sie das.

Und dann sind wir auch schon beim nächsten Thema: Natürlich sollen Kinder lernen, ihre Meinung darzustellen. Zwischen Meinung erörtern, darstellen und diskutieren gibt es aber riesige Unterschiede. Das sind nämlich anerkannte Operatoren.

Möglicherweise sollten Sie die Schulbücher nicht ins Feuer werfen (wann gab es das zum letzten Mal?), sondern LESEN.

@yolo, 19:40

„[...] Dann wissen Sie ja am allerbesten, dass es schon längst mehr als aberzählige Programme für Kinder und Jugendliche gibt, wenn Familien versagen oder zumindest angeblich versagen.
Das Jugendamt ist wohl eine der Behörden, die so ziemlich ohne nennenswerte Kontrolle über sich habend, die weitgehend autark und unkritisch in Familien- und Kinderstrukturen eingreifen können. [...]“

Ich weiß, dass Eingriffe in Elternrechte dauerhaft nur mit der Zustimmung eines Gerichts möglich sind, wo Richter_innen oft unzureichend qualifiziert für den Umgang mit Kindern und Eltern aus belastenden Situationen sind.

Jugendhilfe will & soll Kindern helfen, wo es nötig ist, am besten zusammen mit den Eltern - und sucht die Kooperation. Schwierig wird es da, wo diese Bedarfe nicht sehen (können/wollen) und auch ihre Kinder nicht gut sehen in dem, wie es ihnen (nicht gut) geht. Die sehen den Fehler dann gerne auch mal ausschließlich bei anderen und kein Stück bei sich.

Oft zu komplex für 1000 Zeichen!

@ um 19:51 von YinYangFish

Argumentieren ist richtig, demokratisch und fördert die Denkprozesse, hinterfragt Positionen und Perspektiven, sucht nach Lösungen.
Was aber meinen Kindern in den Schulen erfahren ist etwas ganz anderes:
Es ist das Lesen von ausgefertigten Meinungen, manipulativen Texten und eine einseitige Betrachtung eines einzigen Themenfeldes. Es gibt eben keine Erörterung mehr, kein Pro und Contra und keine Abwägungen mehr, die gefordert oder gefördert wären, sondern nur noch die Hinlenkung zu einer gewünschten Meinung, die gefälligst in den Lösungen der Arbeit zu formulieren ist, weil es ansonsten die schlechte Note gibt und/oder mit schlechter mündlicher Beteiligung argumentiert wird, was völliger Unsinn ist.
Schulbücher sind selbst in den Textaufgaben der Mathematik indoktrinierend, wenn es um Umweltsünder und Rettungsboote geht, um Menschenleben zu retten, etc.
Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie mal die jüngsten Lehrbücher für S-H!

Nun also doch nicht. Es wäre

Nun also doch nicht. Es wäre aber auch mehr als seltsam und quasi Hohn gewesen, wenn ausgerechnet Deutschland und ausgerechnet diese Regierung Kinderrechte ins Grundgesetz gebracht hätte.
Ein Land, dem Religion wichtiger ist als kindliche Entwicklung; einer Art Regierung, die vor allem die Großeltern-Generation im Blick hat und Kinder quasi stellvertretend für Corona bekämpft hat; eine Regierung, deren Pseudo-Klimaschutzgesetz gerade wegen der Lasten für die junge Generation vom Verfassungsgericht gekippt worden ist; eine SPD, die mal wieder eins ihrer Versprechen nicht gehalten hat.
Deutschland ist wohl noch sehr lange nicht soweit, Kinderrechte wirklich zu wollen. Dann lieber weiter Alibi-Aktionen (die Lambrecht mittlerweile gut kann) und Stammtisch-Befriedigung.
Ist ja auch was.

Am 08. Juni 2021 um 19:13 von yolo

Die Eltern sollen so wenig wie möglich auf die Kinder einwirken und entscheiden, weil der Staat gern ideologisieren möchte, zumindest, wenn es um das linke Klientel geht.
Tatsächlich sind vor dem Gesetz alle gleich. Da braucht es keine gesonderten Kinderrechte, sondern nur Familienschutz und die garantierte Freiheit auch für die Kleinsten ohne Indoktrination durch den Staat. Deshalb wäre es wichtig, den Schulen endlich zu verbieten, die Neutralitätspflicht zu untergraben, bzw. Ideologien zu verbreiten und zu unterstützen.
___
Ich stehe nun wirklich nicht unter dem Verdacht, mit "linken" Ideen zu sympathisieren. Was Sie hier allerdings vermuten, scheint mir seeeehr weit hergeholt. Für meine Begriffe nonsense.
Wie kommen Sie auf derart abenteuerliche Vermutungen ? Gibt es da irgend etwas, was Ihre These erhärtet, oder werfen Sie das nur mal so in den Ring ?

@Anna-Elisabeth, 19:55

„[...] Das hieße u.a.: mehr Lehrer, mehr Sozialarbeiter oder auch Psychologen.“

Das wäre eine Richtung. Vielleicht auch einfach kleinere Klassen, die für mehr Ruhe sorgen, die gerade z.B. manche jüngeren Schulkinder noch viel mehr brauchen.

Weniger Funktionieren-Müssen, z.B. wenn es gerade Konflikte gab und Kinder noch viel mehr Schwierigkeiten haben, ihre Gefühle zu sortieren, die sie vielleicht noch nicht mal vernünftig benennen können, und Unterstützung brauchen, um sich wieder zu beruhigen - die eine einzelne Lehrkraft nicht geben kann, wenn sie sich um 20+ andere Kinder kümmern muss.

Unterstützung für Eltern, denen es schwer fällt, sich vorzustellen, wie es im Inneren ihres Kindes aussehen könnte und die es dann auch nicht gut unterstützen können.

Ausreichende psychologische Versorgung für die, die sich wirklich brauchen, statt langer Wartelisten, wo Situationen sich mit Pech so sehr verschlechtern, dass es dann Klinik statt ambulanter Therapie braucht.

Spontane Beispiele...

um 19:59 von YinYangFish

Auch Sozialarbeiter und Jugendhilfe-Mitarbeiter sind keine göttlichen Wesen und nicht fehlerfrei. Sie sind ebenso fehlerhaft wie Eltern und andere Menschen, wie Lehrer und weiß wer noch wie erdachte Erzieher.
Da macht die Fehlerquote eines Amtes aber leider keine öffentliche Sache draus. Das wird unter den Tisch geschoben und man hofft, dass es keiner rausfindet.
Selten ist das Zusammenarbeiten mit Eltern das erklärte erste Ziel, weil Außenstehende sich oft einig sind, dass es anders laufen müsste. Wie oft habe ich es schon erfahren, dass in der DDR Kinder in die Staatsobhut mussten, weil die Eltern nicht konform mit dem Staat gingen. Das hatte dann nichts mit einem elterlichen Versagen zu tun. Man tat den Kindern das größte Unrecht dieser Welt an, nämlich ihnen die Eltern zu nehmen und damit die Familie. Der Staat darf niemals wieder diese Rechte erhalten, nicht die Rechte, die sich schon Hitler und Honecker einverleibten, um über Kinderseelen zu entscheiden.
Niemals wieder!

Was denn noch?

Sollen neben den Menschenrechten nun auch noch Kinderrechte, Frauenrechte, Männerrechte, Homosexuellenrechte, Lesbenrechte, Rechte für hell- und dunkelhäutige/-haarige Menschen usw. einzeln im GG festgelegt werden?

Was soll dieser Unfug?

Die Menschenrechte gelten für alle Menschen, also auch für Kinder.

Was Kinder brauchen, sind Eltern, die sich um sie kümmern, nicht irgendwelche Erklärungen auf Papier gedruckt und am Ende nicht einmal das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. Was Kinder brauchen, sind gute Schulen und genügend qualifizierte Lehrer in der Breite, und nicht ein kaputtgespartes Schulsystem mit privat finanzierten Eliteschulen für wenige.

Da hilft weder ein Grund- noch sonst ein Gesetz, da helfen nur gute Ideen, gut in die Praxis umgesetzt, von Eltern und Lehrern gleichermaßen. Und ganz am Ende darf sich dann auch die Politik mal leise und bescheiden zu Wort melden. Aber vorher bitte nicht und schon gar nicht mit lauten Misstönen durch Änderungen des GG.

19:55 von Vielfalt.

Würde ich aus vielen Gründen nur sehr ungern machen und nur im Ausnahmefall in Erwägung ziehen, jedoch ist es für eine pluralistische Demokratie wichtig, dass diese Möglichkeit besteht.

Nein, ist es nicht. Der feuchte Traum der Rechten, die Kinder endlich der `Indoktrinierungsmaschinerie´ Schule zu entziehen, wird hierzulande sicher nicht so bald Realität werden.
Kreationisten und Flat-Earther, Rassisten und Misanthropen, Gender- und Homofeinde, Klimaschutz- und Sozialgegner würden sicher nur zu gerne ihre Kinder selbst und völlig unkontrolliert `erziehen´, aber der Pluralismus ist auch so nicht gefährdet. Im Gegenteil, nur so ist er möglich. Zu Hause die Freaks, in der Schule und dem Umgang mit anderen die Realität. Das ist dann Pluralismus.

Pech gehabt

Liebe Kinder, jetzt wisst ihr wenigstens, was ihr von unseren Volksvertretern erwarten dürft.
Aber da sind ja noch ein paar andere Versprechen der GroKo, aus denen wohl auch (wieder 'mal) nichts wird.

Darstellung: