Kommentare - Streamingdienste machen Musikbranche zu schaffen

Kommentare

traurige Entwicklung

Absahnen tun leider die Falschen, die Streamingdienste. Die eigentlichen kreativen Köpfe und Künstler gehen fast leer aus, dass ist eine schlechte Entwicklung.

Ein Teufelskreis den es zu durchbrechen gilt. Bleibt zu hoffen, dass sich hier Alternativen gründen. Wenige Spitzenstars suggerieren das Bild der Supereichen, gut, dass hier auf die Schieflage aufmerksam gemacht wird.

Für mich

zum Musik und Videos gibt es nur You Tube.Damit bin ich bestens bedient.

ehrlich?? alle paar

ehrlich??

alle paar Jahrzehnte dieselbe Laier bei jeder neuen technischen Erfindung

ob es das Radio, die Schallplatte, die Kasette, die CD war - immer waren die KÜnstler die leidtragenden

sorry - das hat rein gar nix mit einer technischen Innovation zu tun - sondern mit dem Modell der wirtschaftlichen Organisation im Musikgeschäft -> dem Kapitalismus und dessen Vermarktung/Handel von Urheber-Rechten
das kann man sogar schon im 19. Jahrhundert bei der klassischen Musik eines List, Schuhmann oder Verdi beobachten
und
das setzt sich bis heute in verschiedensten Variationen fort

aber wie schon vor Tagen bei einem anderen Thema festgestellt wurde...
..die Mehrheit der Wähler ist mit der Fahrtrichtung des Zugs zufrieden
ergo wird sich am wirtschaftlichen Modell nix ändern - den Rest verbucht man unter "Kollateralschäden"
*sorry für meinen Sarkasmus*

Geld machen mit dem, was

Geld machen mit dem, was andere können und leisten - das ist doch das Prinzip, das es längst nicht nur in der Musikindustrie gibt.

CDs

CDs verkaufe ich so gut wie ausschließlich bei Konzerten. Das heißt, seit über einem Jahr keine mehr.

@Für mich 9:42 von schiebaer46

"zum Musik und Videos gibt es nur You Tube.Damit bin ich bestens bedient."

Ich,ich ich, Ja, trauriges Lied.
Und zwei,drei Oligopolbosse telefonieren miteinander
und machen die 'Marktpreise' nur für sich, nicht für dich.

Und in der Politik reicht ja auch nur ein Bestimmer für dich ;-)
Für die vielen 'ich' jedenfalls.
Oder warum haben Lukaschenko, Erdo & Co. so leichtes Spiel?

Sie sagen wo's lang geht für alle.
Bequem und leicht zu lenken, das Denken.

Als

Musikhörer im schon etwas fortgeschrittenen Alter habe ich das Streamen erst vor kurzem für mich entdeckt,
Es hat mich total „gepackt“, aufgrund der Vorteile, nach Titeln suchen zu können (auch nach sehr alten), und nicht wegen eines Liedes eine ganze CD kaufen zu müssen, und Playlists zusammenstellen zu können.
Bei meinen letzten CD-Käufen bin ich enttäuscht worden, da die jeweiligen Künstler*innen sich offenbar außer für den Aufhänger-Song keine besondere Mühe gegeben hatten und die übrigen Titel mehr oder weniger undifferenziert und langweilig waren.
Da müssen sich die Künstler*innen auch mal an die eigene Nase fassen, und Lied-Material produzieren, das durchgehend hohe Qualität hat und abwechslungsreich ist. Solche CDs würde ich dann auch wieder kaufen, um sie in einem Rutsch durchhören zu können.

Künstler

Meine Kinder sagen immer, dass ich wahrscheinlich der letzte Mensch bin, der noch CDs kauft. Inzwischen höre ich auch spotify, weil mir die Vorschläge zu dem, was ich sonst höre, gefallen. Und von den neuen Lieblingsbands kaufe ich dann wieder CDs.

Was wären wir Menschen denn ohne Kunst? Egal, welche Musik jemand hört, welches Buch jemand liest, zu welchem Theaterstück man geht .... vorher hat jemand all das erfunden, was unser Herz bewegt und das ist mMn viel mehr wert als Geld. Künstler verursachen gute Gefühle, die Möglichkeit von Diskussionen um das Verständnis der Kunst. Es ist toll! Und deshalb sollten Künstler auch gut bezahlt werden - für die Gabe, die sie mit uns teilen, weil wir es eben nicht können.

>>Die Portale bedienen den

>>Die Portale bedienen den Massengeschmack. Für viele Sub-Genres wie beispielsweise Adult-Pop/Rock oder Jazz gebe es kaum Aufmerksamkeit.<<

Diese Klage ist schon putzig: Etwa so, als würde sich jemand ernsthaft darüber aufregen, dass Produzent X die Unverschämtheit besitzt, vorwiegend jene Produkte herzustellen oder zu vertreiben, die am meisten nachgefragt werden.
Vielleicht sollte man sich einfach klarmachen, dass eine Firma nicht nur Gewinn machen will, sondern letztlich auch Gewinn machen muss. Und eben nicht die Caritas ist und auch keine Erziehungseinrichtung für das leider irgendwie als dumm empfundene Massenpublikum.

Eine Frage der Nutzung

Ja, es stimmt, die Streaming-Dienste behandeln ihre Künstler, vor allem die Unbekannteren ziemlich stiefmütterlich. Da muß sich was ändern, keine Frage.

Aber was die "Bubble" angeht: klarer Widerspruch. Ich nutze einen Streamingdienst gerne und habe dabei noch nie auf "Weil Sie gerade XY hörten, mögen Sie auch... YZ" gedrückt. Ich höre Musik aus sehr vielen Genres.
Den Streamingdienst nutze ich, um gezielt nach neuen Bands und Gruppen zu suchen. Zur Zeit ist es Internationaler Folk und Medivial/Pagan Folk (Crossovers von Rock und Folk, bzw. Rock und Mittelalter-Musik) und stoße dabei immer wieder auf Unbekanntes und Überraschendes.

Wer kennt schon The Hu aus der Mongolei, die traditionelle mongolische Musik und Instrumente mit Rock verbinden? Wer kennt schon Hamlet Gonashvili, dem Meister der georgischen Volksmusik? Oder A Filetta, die Virtuosen der korsischen Folksmusik? Oder wer kennt schon Corvus Corax, Dunkelschön oder Garmarna? Mein Streamingdienst kennt sie alle.

Das ist doch kein Musiker

Dieser Dennis Ebbe scheint mir für Musik was der Trabant für die Automobilbranche war.
Autotune, schlechte Texte und ein komplett generischer Beat im Hintergrund ohne die geringste Melodie. Einen Streamingdienst der so etwas listet und dann mit einer Millionen Stunden Musik Werbung macht sollte man meiden.
Aber wenigstens hat die Tagesschau unter dem Deckmantel der Aufklärung kostenlose Werbung gemacht. Ob Dennis Ebbe mit einem der Redakteure verwandt ist?

ZItat: "Da müssen sich die

ZItat:
"Da müssen sich die Künstler*innen auch mal an die eigene Nase fassen, und Lied-Material produzieren, das durchgehend hohe Qualität hat und abwechslungsreich ist. Solche CDs würde ich dann auch wieder kaufen, um sie in einem Rutsch durchhören zu können."

ist letztlich eine einfache Aufwand Kosten-Nutzen-Rechnung...
..da ein Studio für Musikaufnahmen zu mieten auch eine Menge Geld kostet - neben dem menschlichen "Mixer" den man dazu meistens auch braucht

wenn aber von vorn herein statt wie früher 1 Mio heute nur noch max. 50.000 CD für den Verkauf geplant werden (können) - dann reicht der Erlös nur noch für die Produktionskosten für den Titelsong und nicht mehr für die restlichen

ist halt simpler Kapitalismus
*sarkasmus*

10:08 Sparer

"Bei meinen letzten CD-Käufen bin ich enttäuscht worden, da die jeweiligen Künstler*innen sich offenbar außer für den Aufhänger-Song keine besondere Mühe gegeben hatten und die übrigen Titel mehr oder weniger undifferenziert und langweilig waren.
Da müssen sich die Künstler*innen auch mal an die eigene Nase fassen, und Lied-Material produzieren, das durchgehend hohe Qualität hat und abwechslungsreich ist. Solche CDs würde ich dann auch wieder kaufen, um sie in einem Rutsch durchhören zu können."

Können Sie sich vorstellen, dass die Künstler ihren eigenen Ideen folgen um ein Album zusammenzustellen? Dass dieses Album zuerst den Künstler reflektieren muss und seine Aussagen? Dass die Geschmäcker so verschieden sind, dass die Lieder, die Sie nicht mögen, die sind, die andere Hörer am besten finden? Dennoch versucht der Künstler seinen Weg und den seiner Hörer zu verbinden, so dass für alle ein Genuss daraus wird. Schwierig und unterstützenswert.

@fathaland slim

Am 31. Mai 2021 um 10:05 von fathaland slim
CDs

"CDs verkaufe ich so gut wie ausschließlich bei Konzerten. Das heißt, seit über einem Jahr keine mehr."

Und Dank meines Streamingdienstes bin ich trotzdem in der Lage, Ihre Musik zu hören. Wie hätte ich sonst an eine Ihrer CD's kommen können? Alle Ihre Aufnahmen sind in meiner Playlist. Ich weiß, es wird Ihnen ein schwacher Trost sein, denn die Bezahlung durch die Streamingdienste ist tatsächlich grottenschlecht. Da muß sich was ändern. Hier wäre mal die GEMA gefragt, etwas für ihre Künstler zu tun.
Ich hatte noch nie die Gelegenheit, mit einem Künstler, den ich gerne höre, auf (fast) direktem Wege regelmäßig zu kommunizieren und möchte daher die Gelegenheit nutzen, Danke zu sagen. Danke für Ihre tolle Musik.

Streamingdienste

Müssen den Künstlern mehr zahlen!
Ist doch lächerlich was die Künstler von den Streamingdiensten bekommen!

Ich kaufe auch schon lange keine CDs mehr, meistens gefallen mir von diversen Künstlern u Alben nur einige Lieder, da mag ich natürlich nicht das gesamte Album (CD) im Regal haben.
Wozu auch, das wäre eine unüberschaubare Anzahl an Tonträgern. Bin auch gerne bereit höhere Stereaminggebühren zu zahlen, damit die Künstler besser bezahlt werden. Aber CD Käufe.....Nee habe meine eigene "Sammlung" aufgelöst, weil mich die vielen nicht mehr gehörten CDs einfach nur noch gestört haben, waren Staubfänger!

Was ist denn eine "CD"?

Ahh hier hab ich's in der Geschichtsabteilung bei Wikipedia gefunden: 1984 war das total "in". Entschuldigung, aber ich finde die Diskussion ist ein Anachronismus. Die GEMA holt sich das Geld für's Streamen bei den jeweiligen Diensten. Dass die GEMA an sich allerdings eine Fehlkonstruktion ist, das steht meiner Meinung nach außer Frage.

10:07 von artist22 @Für mich 9:42 von schiebaer46

Und in der Politik reicht ja auch nur ein Bestimmer für dich ;-)
Für die vielen 'ich' jedenfalls.
Oder warum haben Lukaschenko, Erdo & Co. so leichtes Spiel?

Sie sagen wo's lang geht für alle.
Bequem und leicht zu lenken, das Denken.
#
Ich denke ganz so wie Sie es beschreiben ist es nicht .Vielleicht habe ich Ihren Sinn des Kommentars nicht verstanden.Sorry

10:26 von Carina F

Ich kaufe auch schon lange keine CDs mehr, meistens gefallen mir von diversen Künstlern u Alben nur einige Lieder, da mag ich natürlich nicht das gesamte Album (CD) im Regal haben.
Wozu auch, das wäre eine unüberschaubare Anzahl an Tonträgern. Bin auch gerne bereit höhere Stereaminggebühren zu zahlen, damit die Künstler besser bezahlt werden. Aber CD Käufe.....Nee habe meine eigene "Sammlung" aufgelöst, weil mich die vielen nicht mehr gehörten CDs einfach nur noch gestört haben, waren Staubfänger!
#
Genau so mache ich es auch.Habe meine Sammlung auch entsorgt.

10:16 Anderes 1961

"Wer kennt schon The Hu aus der Mongolei, die traditionelle mongolische Musik und Instrumente mit Rock verbinden? Wer kennt schon Hamlet Gonashvili, dem Meister der georgischen Volksmusik? Oder A Filetta, die Virtuosen der korsischen Folksmusik? Oder wer kennt schon Corvus Corax, Dunkelschön oder Garmarna? Mein Streamingdienst kennt sie alle."

Ich kenne viele davon - und genau dafür nutze auch ich den Streamingdienst, wenn auch in eine etwas andere Richtung.
Und dann kaufe ich - wie gesagt - CDs der Künstler.

Zitat: "Was wären wir

Zitat:
"Was wären wir Menschen denn ohne Kunst? Egal, welche Musik jemand hört, welches Buch jemand liest, zu welchem Theaterstück man geht .... vorher hat jemand all das erfunden, was unser Herz bewegt und das ist mMn viel mehr wert als Geld. Künstler verursachen gute Gefühle, die Möglichkeit von Diskussionen um das Verständnis der Kunst. Es ist toll!"

da Kunst eine Ware ist - muss man sie sich als "Konsument" auch leisten können...
..fragen sie mal Menschen mit ALG2, Niedriglohn bzw. Niedrigrente wann diese das letzte mal im Konzert waren oder sich z.B. einen Tonträger gekauft haben
ich z.B. vor mehr als 15 Jahren - da ich immer Kunst gegen Nahrung rechnen musste - quasi Bauch gegen Kopf
-
oki - da "Heidnische Dorf" auf dem WGT in Leipzig vor 5 Jahren läuft hier ausserhalb der Wertung

Warum werden die Labels nicht erwähnt?

Ich bin erstaunt, dass dieser Artikel die Rolle der drei großen Musiklabels (Universal, Sony Music, Warner) ganz außen vor lässt. Musiker sind bei den Labels angestellt und kriegen ihr Geld von den Labels (und NICHT direkt von Spotify & co). Es sind also die Labels die entscheiden wie viel kleine Künstler von ihrem eigenen Kuchen bekommen und in der Regel behalten diese weit mehr als 50% der Einnahmen für sich.
Ein Bericht der diese relativ undurchsichtigen Strukturen genauer beleuchtet wäre sehr interessant!

Man wird den Fortschritt

Man wird den Fortschritt nicht aufhalten können. CD‘s werden entsprechend was für Sammler sein, wie Schallplatten (und Kassetten).
Für den Endverbraucher sind Streamingdienste ein riesen Vorteil. Habe ich doch so Zugriff auf Millionen Songs an jedem Ort der Welt.
Entsprechend ist die Musikbranche gefordert, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Künstler überleben können.
Wer den Weg des Fortschritts nicht mitgeht, wird wohl in der Fußgängerzone auf seinen CD‘s sitzen bleiben.
Elektrofachgeschäfte, die am Röhren-TV und um VHS-Rekorder hängen geblieben sind, werden auch keine guten Verkaufszahlen haben.

10:23, Anderes1961 @fathaland slim

>>@fathaland slim
Am 31. Mai 2021 um 10:05 von fathaland slim
CDs

"CDs verkaufe ich so gut wie ausschließlich bei Konzerten. Das heißt, seit über einem Jahr keine mehr."

Und Dank meines Streamingdienstes bin ich trotzdem in der Lage, Ihre Musik zu hören. Wie hätte ich sonst an eine Ihrer CD's kommen können?<<

Ja, auch bei Youtube finden sich meine CDs. Es steigert auf jeden Fall den Bekanntheitsgrad.

Im Prinzip hat sich wenig geändert, zumindest über längere Zeiträume betrachtet. Früher wurden zwar ordentlich Platten verkauft, aber beim Künstler kam oft wenig an. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit dem Sänger und Altsaxophonisten Eddie "Cleanhead" Vinson. Der hatte in den 40ern und 50ern einige große Hits. Kidney Stew, Cleanhead Blues, Cherry Red und noch ein paar. Ich fragte ihn, ob er dafür Geld gesehen hätte. Nee, sagte er, aber die Hits hätten ihm viele Auftritte verschafft.

Nothing changed but the date...

Gruß,

CR

@10:04 vin fathaland slim

„CDs verkaufe ich so gut wie ausschließlich bei Konzerten. Das heißt, seit über einem Jahr keine mehr.“

Das ist sehr bedauerlich! Auf den - leider aus Zeitgründen - nur wenigen Konzerten, die ich besuchen kann, kaufe ich ganz häufig auch die dort angebotenen CDs, aber ansonsten sind mir CDs doch technisch etwas antiquiert, und ich habe die Musik dann lieber gleich auf dem Handy, um sie jederzeit hören zu können - auch ohne Netzzugang. Deshalb kaufe ich auch gern die MP3 von diversen Händlern, z.B. Amazon. Wie sieht der Verkauf denn bei solchen Händlern aus? Ist die Gewinnspanne bei diesen Händlern (also nicht bei den Streamingdiensten) für die Künstler denn höher? Würde mein Verbrauchsverhalten zugunsten der Künstler ganz ernsthaft (!) gern anpassen.

10:23, Anderes1961

>> Ich weiß, es wird Ihnen ein schwacher Trost sein, denn die Bezahlung durch die Streamingdienste ist tatsächlich grottenschlecht. Da muß sich was ändern. Hier wäre mal die GEMA gefragt, etwas für ihre Künstler zu tun.<<

Die GEMA quält lieber kleine Veranstalter und verfährt bei der Ausschüttung nach dem Prinzip: Der Teufel sch... immer auf den größten Haufen.

Streamingdienste sparen CO2

Mein Streamingdienst ermöglicht es mir Musik von Künstlern zu hören, von denen ich früher nicht mal die CD's hätte kaufen können, weil sie in Deutschland schlichtweg nicht zu haben waren.

1999 haben meine Freundin und ich sogar unsere Urlaubsplanung dahingehend abgestimmt, weil ich unbedingt "Omega" von Enrique Morente haben wollte. Die gab es nur in Spanien. Der leider schon verstorbene Enrique Morente war neben Camaròn de la Isla der Flamencosänger schlechthin. Und ich habe dann natürlich auch einige Aufnahmen seines weiblichen Pendants, Carmen Linares dort gekauft. Diese Platten gab es in Deutschland gar nicht.

Dank meines Streamingdienstes und der Suchfunktion kann ich all diese Musik heute hören, ohne erst mit dem Flieger nach Spanien zu müssen. Spart eine Menge CO2.

@10:21 von Huhn

Was Sie schreiben, mag aus Ansicht des Künstlers/der Künstlerin alles richtig sein.
Nur wenn auf einer CD ein Song wie der nächste klingt, bringt mich auch die Erkenntnis, dass sich der Künstler/die Künstlerin eben verwirklichen wollte, nicht dazu, (nochmal) eine CD von ihr/ihm zu kaufen.
Da langt es mir eben, den einen Song, der mir gefällt, im Streaming zu hören.
Natürlich sind die Geschmäcker verschieden; ich kann mir aber nicht vorstellen, dass nicht jeder Musikbegeisterte in jedem Song/Stück etwas neues für sich entdecken möchte. Kann ja auch der Text sein.

das Gleiche in grün

Als Musiker kann ich Ihnen sagen,
dass YouTube und Spotify
sich für einen Musiker nicht unterscheiden..
jedenfalls wenn es um die Auszahlung geht !

10:23 von Anderes1961

"Brotlose Kunst"- so hieß es seit je her.
Nur in den fetten Siebzigern, vielleicht noch Achzigern konnte auch in diesem Bereich locker "schönes Geld" verdient werden und natürlich im "real existierenden Sozialismus". Künstler wurden deshalb auch immer Menschen, "die nicht anders konnten", getrieben waren, diese Seite ihrer Existenz auszuleben, egal ob es Geld brachte oder nicht und viele der heute allseits bewunderten Künstler der Vergangenheit starben bitterarm. Erst nach dem Tod verdienten andere kräftig an deren Schaffen.
In unserem Land werden Künstlet vielfältig gefördert, das muß auch einmal gesagt werden.

@andreas1111

"
Am 31. Mai 2021 um 10:36 von andreas1111
Warum werden die Labels nicht erwähnt?

Ich bin erstaunt, dass dieser Artikel die Rolle der drei großen Musiklabels (Universal, Sony Music, Warner) ganz außen vor lässt. Musiker sind bei den Labels angestellt und kriegen ihr Geld von den Labels (und NICHT direkt von Spotify & co). Es sind also die Labels die entscheiden wie viel kleine Künstler von ihrem eigenen Kuchen bekommen und in der Regel behalten diese weit mehr als 50% der Einnahmen für sich.
Ein Bericht der diese relativ undurchsichtigen Strukturen genauer beleuchtet wäre sehr interessant!"

Sie kennen ganz offensichtlich das Musikbusiness nicht wirklich. Von ihren Labels "angestellt" sind keine. Sie haben Verträge mit den Labels und bekommen von denen ihren Anteil, wenn überhaupt, denn das bekommen nur die großen Nummern. Viele unbekannte Künstler müssen sogar dafür zahlen, daß ein Label so gnädig ist, sie in ihr Programm aufzunehmen und zu vertreiben.

10:36, andreas1111

>>Warum werden die Labels nicht erwähnt?
Ich bin erstaunt, dass dieser Artikel die Rolle der drei großen Musiklabels (Universal, Sony Music, Warner) ganz außen vor lässt. Musiker sind bei den Labels angestellt und kriegen ihr Geld von den Labels (und NICHT direkt von Spotify & co). Es sind also die Labels die entscheiden wie viel kleine Künstler von ihrem eigenen Kuchen bekommen und in der Regel behalten diese weit mehr als 50% der Einnahmen für sich.
Ein Bericht der diese relativ undurchsichtigen Strukturen genauer beleuchtet wäre sehr interessant!<<

Ich bin bei keinem Label angestellt, sondern mache Verträge mit einer Plattenfirma, die dann zu den ausgehandelten Konditionen meine Aufnahmen veröffentlicht.

Auch "große" Künstler sind keine Angestellten eines Labels.

Geld bekommt man pro verkauftem Tonträger, und zwar sowohl vom Label als auch von der GEMA.

Spotify und Co. rechnen ebenfalls mit der GEMA ab.

So ganz furchtbar undurchsichtig sind diese Strukturen nicht.

10:46, Papa Pig

>das Gleiche in grün
Als Musiker kann ich Ihnen sagen,
dass YouTube und Spotify
sich für einen Musiker nicht unterscheiden..
jedenfalls wenn es um die Auszahlung geht !<<

Das ist richtig.

nur eine Sichtweise und leider nicht objektiv....

Für mich bedeutet Streamen hauptsächlich auf YouTube so lange herumzuklicken, bis ich einen Song finde, der mir gefällt.
Dann erst suche ich von der Band bzw. dem Künstler mehr Songs. Und jene Songs, die mir gefallen kaufe ich dann auch (bzw. das ganze Album, wenn die einzelnen Songs schließlich teurer kommen würden).
Aber eben nur DIESE Songs und nicht pauschal ganze Alben/CDs, bei denen mir meistens 50-90% nicht zusagen!
Und schon gar keine CDs, bei denen haufenweise „Zwischendienstleister“ mit abkassieren.
Aber natürlich ist ein CD-Verkauf für Künstler lukrativer, denn hier ist immer der volle Preis zu zahlen (selbst wenn man 90% davon nicht haben will), während bei Streams nach Aufrufen bezahlt wird. Somit müsste man sich um mehr Qualität bemühen um diese Aufrufe zu pushen und kann sich nicht auf einer großen Einmalzahlung ausruhen.

@bolligru

"
Am 31. Mai 2021 um 10:52 von bolligru
10:23 von Anderes1961

"Brotlose Kunst"- so hieß es seit je her.
Nur in den fetten Siebzigern, vielleicht noch Achzigern konnte auch in diesem Bereich locker "schönes Geld" verdient werden und natürlich im "real existierenden Sozialismus". Künstler wurden deshalb auch immer Menschen, "die nicht anders konnten", getrieben waren, diese Seite ihrer Existenz auszuleben, egal ob es Geld brachte oder nicht und viele der heute allseits bewunderten Künstler der Vergangenheit starben bitterarm. Erst nach dem Tod verdienten andere kräftig an deren Schaffen.
In unserem Land werden Künstlet vielfältig gefördert, das muß auch einmal gesagt werden."

Was wäre die Welt ohne Künstler? Das mag ich mir gar nicht vorstellen. Und ja, ich stimme Ihnen zu, mit Ausnahme des letzten Satzes. Wie es um die Künstlerförderung in Deutschland bestellt ist, zeigt aktuell die Corona-Pandemie.

Ich habe Sie verkauft @10:33 von schiebaer45

>>>Genau so mache ich es auch.Habe meine Sammlung auch entsorgt.>>>

Ich hatte um die 250 CDs aus dem Wave & Gothic Bereich, teilweise recht unbekannte Künstler, Bootlegs, teilweise mit Autogramm usw. In 20 Jahren leidenschaftlich zusammengetragenen.
Bekommen habe ich dafür gnädige 50,-
tat schon weh, aber ich hörte die CDs einfach nicht mehr und die Gothicszene war auch nicht mehr meins.

@fathaland slim

"
Am 31. Mai 2021 um 10:42 von fathaland slim
10:23, Anderes1961

>> Ich weiß, es wird Ihnen ein schwacher Trost sein, denn die Bezahlung durch die Streamingdienste ist tatsächlich grottenschlecht. Da muß sich was ändern. Hier wäre mal die GEMA gefragt, etwas für ihre Künstler zu tun.<<

Die GEMA quält lieber kleine Veranstalter und verfährt bei der Ausschüttung nach dem Prinzip: Der Teufel sch... immer auf den größten Haufen."

Ja, das Problem mit der GEMA ist mir durchaus bekannt. Wie ich Ihnen ja schon mal geschrieben hatte, bin ich selber Hobbymusiker auf durchaus ordentlichem Niveau und war Posaunist in einer halbprofessionellen Bigband, wir haben unter anderem häufiger Bill Ramsey begleitet und ich kenne das pro cedere mit GEMA-Listen etc auch nur zu gut.

Da bleibt "uns" Musikern nur, das mit Humor zu nehmen und der ist bissig, wie Sie wissen. Da hätte ich einen für Sie: Fan: "Ich habe auch ihre CD gekauft." Musiker: "Ach Sie waren das." Aber den kennen Sie bestimmt. :-)

@Vielleicht habe ich Ihren Sinn 10:29 von schiebaer45

"des Kommentars nicht verstanden"
zu @@10:07

Ich wollte nur rhetorisch und faktisch darauf hinweisen,
wohin das 'ichichich'-Denken geführt hat.
Nicht persönlich gemeint.

Es haben sich nur die 'Kanäle' geändert,
weiterhin sahnen die Einen ab, und die Andern gucken in die Röhre.

Meist auch noch in eine reduzierte, manipulierte Röhren-Auswahl.
Der Michel merkts halt nicht.

10:34 Miauzi

"da Kunst eine Ware ist - muss man sie sich als "Konsument" auch leisten können...
..fragen sie mal Menschen mit ALG2, Niedriglohn bzw. Niedrigrente wann diese das letzte mal im Konzert waren oder sich z.B. einen Tonträger gekauft haben
ich z.B. vor mehr als 15 Jahren - da ich immer Kunst gegen Nahrung rechnen musste - quasi Bauch gegen Kopf"

Da haben Sie absolut recht. Ich bin seit 9 Monaten arbeitslos und muss mich auch sehr einschränken - ändert nichts an meiner Einstellung zu Kunst und deren Bezahlung. Deshalb kann ich das Streamen durchaus verstehen.

Musik entdecken

Ich bin da altmodisch, weil ich schon ziemlich alt bin und keine Illusionen habe, dass sich am Musikmarkt und am allgemeinen Nutzerverhalten von selbst etwas in die Richtung einer besseren Wertschätzung für die Arbeit der Musikerinnen und Musiker tut.
Ich zahle gern einen gerechten Preis für die Musik und kaufe mir auch gern CDs oder auch Schallplatten. Wichtig ist mir dabei die Möglichkeit der Entdeckung auch aus einer vielleicht nach Jahren oder Jahrzehnten geänderten Sicht. Gerade die Nicht-Hits auf den Scheiben haben oft dieses Potential. Hier verwirklichen sich Künstler oft mehr als in den vordergründig einnahmeträchtigen Werken. Das Hörerlebnis ist da jedoch fast immer faszinierend (Man höre nur den absoluten Un-Hit Takla Makan von Touch Yello). Streaming fesselt einen da eher in einer Blase. Die Empfehlungen der KI in der Plattformsoftware machen aus der Erdkugel eine eng begrenzte Scheibe und aus dem momentanen Musikgeschmack den Mittelpunkt der Welt.

Ek

@fathaland slim

"[...] Die GEMA quält lieber kleine Veranstalter und verfährt bei der Ausschüttung nach dem Prinzip: Der Teufel sch... immer auf den größten Haufen."

Als Journalist bin ich Wahrnehmungsberechtigter der VG Wort. Glauben Sie da läuft es besser? Manchmal packt mich die Wut und denke: GEMA und VG-Wort in einen Sack packen und... naja, Sie wissen schon. Aber das würde ja auch nicht helfen. Bei GEMA und VG-Wort liegt sehr vieles im Argen. Die sind beide eigentlich nicht mehr zu reformieren. Am besten den Haufen auflösen und mit fairen Bedingungen für alle Seiten neu gründen.

10:52, bolligru

>>In unserem Land werden Künstler vielfältig gefördert, das muß auch einmal gesagt werden.<<

Ich nicht. Ich war immer auf mich allein gestellt. Bin aber über vierzig Jahre lang durchgekommen.

10:59, Gambit

>>Aber natürlich ist ein CD-Verkauf für Künstler lukrativer, denn hier ist immer der volle Preis zu zahlen (selbst wenn man 90% davon nicht haben will), während bei Streams nach Aufrufen bezahlt wird. Somit müsste man sich um mehr Qualität bemühen um diese Aufrufe zu pushen und kann sich nicht auf einer großen Einmalzahlung ausruhen.<<

Ich ruhe und ruhe. Auf all meinen großen Einmalzahlungen....

Toll, was man hier manchmal lesen darf.

@schiebaer45

"
Am 31. Mai 2021 um 10:33 von schiebaer45
10:26 von Carina F

Ich kaufe auch schon lange keine CDs mehr, meistens gefallen mir von diversen Künstlern u Alben nur einige Lieder, da mag ich natürlich nicht das gesamte Album (CD) im Regal haben.
Wozu auch, das wäre eine unüberschaubare Anzahl an Tonträgern. Bin auch gerne bereit höhere Stereaminggebühren zu zahlen, damit die Künstler besser bezahlt werden. Aber CD Käufe.....Nee habe meine eigene "Sammlung" aufgelöst, weil mich die vielen nicht mehr gehörten CDs einfach nur noch gestört haben, waren Staubfänger!
#
Genau so mache ich es auch.Habe meine Sammlung auch entsorgt."

Ich auch. Bis auf Ausnahmen. Von Künstlern, deren Konzerte ich besuche, kaufe ich auch CD's. Bei uns im Ort sind mal "Canadian Brass" aufgetreten. Ein weltberühmtes Blechbläser-Ensemble mit einem Ruf wie Donnerhall. Da habe ich auch eine CD gekauft, schon wegen der Autogramme. Meine Playlist im Streamingdienst hätten sie nur schwer unterschreiben können.

Was alle mal verstehen sollten...

...die Nachteile der Künstler sind ja nicht das einzige Problem, auch wenn für diese existenziell.
Dazu kommt ja noch, dass die Anbieter volle Kontrolle über die Inhalte haben und diese jederzeit sperren können. Selbst wenn man diese "gekauft" hat, kann es passieren, dass man plötzlich keinen Zugriff darauf mehr hat.
Es gibt längst Dutzende Serien, Hunderte Filme und Tausende Alben, die man einfach nicht bekommt. Oder nur zensiert - siehe Disney.
Man stelle sich vor, dort lägen die Rechte für Shakespeare. Um trotzdem in China präsent sein zu dürfen, müssten die Hälfte alle Stücke komplett und vom Rest große Teile des Inhalts gelöscht werden.

@Carina F

"
Am 31. Mai 2021 um 11:01 von Carina F
Ich habe Sie verkauft @10:33 von schiebaer45

>>>Genau so mache ich es auch.Habe meine Sammlung auch entsorgt.>>>

Ich hatte um die 250 CDs aus dem Wave & Gothic Bereich, teilweise recht unbekannte Künstler, Bootlegs, teilweise mit Autogramm usw. In 20 Jahren leidenschaftlich zusammengetragenen.
Bekommen habe ich dafür gnädige 50,-
tat schon weh, aber ich hörte die CDs einfach nicht mehr und die Gothicszene war auch nicht mehr meins."

Bei mir ist es umgekehrt. :-) Die Gothic Scene habe ich erst im Alter entdeckt und finde die Musik großartig.

Die Stimme aus dem Gestern meint:

der Artikel ist vollkommen richtig, aber "Würstchen mit Salat" von Bully Buhlan und andere Hits von Gestern gibt es nicht auf CD, sondern nur noch auf YouTube.
Hier in der niedersächsischen Vollprovinz ist es schwer im Buchladen Musik-CDs zu bekommen, auch von Gegenwartskünstlern.

Da gibt es nix zu kaufen.
Früher gab es in Braunschweig bei Graff noch "2001", die hatten tolle CDs, Blues, Rock, Klassik, Jazz.
Vorbei...
Bis 2019 oft auf Konzerten gewesen, da konnte man auch CDs der Gruppen kaufen. Mit Autogramm.
Auch vorbei...

Voll Zustimmung

"In den Streamingdiensten würden viele Nutzer gar nicht mehr bemerken, wessen Musik sie gerade hören."

Das kann ich nur unterschreiben. Viele Songs die ich höre, kenne ich meist gar nicht und habe sie auch kurze Zeit später schon wieder vergessen. Ich komme also gar nicht mehr auf die Idee, mich mit Künstler und Song zu befassen und Interesse zu entwickeln. Streaming macht es möglich.

Eines sollte man aber noch ergänzen! Ich habe den Eindruck, dass Musik inzwischen so zur Massenware verkommen ist, dass viele Sänger von heute schon morgen wieder verschwunden sind. Und dazu kommen noch schnell zusammengeschriebene Texte, viel "Geplärre" im Hintergrund und grauenhafte Melodien aus dem Computer. Vielfach ist das in meinen Augen nur noch die schnelle Kasse. Mit Kunst hat das manchmal schon gar nichts mehr zu tun. Auch die "Talentjagd" a la Superstar etc. ist nur noch ein Verheizen von manchmal auch nur halbtalentierten Menschen. Auch das ist eine Begleiterscheinung der MusikINDUSTRIE!

@Musik entdecken 11:09 von EkP

"Die Empfehlungen der KI in der Plattformsoftware machen
aus der Erdkugel eine eng begrenzte Scheibe und aus dem momentanen
Musikgeschmack den Mittelpunkt der Welt."

Aber sowas von.
Wenn sich Microsoft gewagt hätte zu Zeiten von Umstieg Windows 7 zu 10
eine solchen 'Softwareschwachsinn' wie das Netflix-Menu zu bringen,
wären sie in existenzielle Nöte gekommen.

Das wird heute mit 'Oligopolpower' einfach durchgedrückt.

viele Künstler,

müssen jetzt auch mit den Folgen der Globalisierung und dem Fortschritt klarkommen.
So wie Rentner, Schüler oder Steuerzahler auch.

In den 70zigern

hatte ich mir ein Tonbandgerät gekauft und dann alle Musik die mir gefallen hat vom Rundfunkgerät aufgenommen.Etliche Bandspulen sind da zusammen gekommen. Aber das war ein großer Aufwand da alles über das Mikrofon nur ging.

11:29, Anderes1961

>>Bei mir ist es umgekehrt. :-) Die Gothic Scene habe ich erst im Alter entdeckt und finde die Musik großartig.<<

Sie kommen mir vor wie ein echter Musikfan, was ja von Fanatiker kommt. Sie scheinen so viel wie es nur irgend geht von der unübersehbaren Fülle an Musik, die unsere Welt zu bieten hat, für sich erschließen zu wollen.

Klasse.

Wertschätzung keine Frage des Vertriebsweges

Was die Wertschätzung der Leistung angeht, das hat überhaupt nichts mit Streaming oder CD zu tun. Die Klagen über mangelnde Wertschätzung gibt es schon, seit der Mensch Musik macht. Es ist eine Frage des Konsumenten, nicht des Angebots, ob ich die Leistung eines Künstlers schätze oder nicht. Musiker untereinander sind da gelegentlich auch nicht zimperlich, wie ein (alter) Musikerwitz deutlich macht;

Die drei Musikerlügen:
1. Lüge: Tolles Solo gespielt.
2. Lüge: Die Gage überweise ich dir.
3. Lüge: Ich ruf dich an.

Auch vorbei...

von Sparpaket @

Es gibt für alle Menschen immer Veränderungen. Auch die müssen wir akzeptieren und uns auf neues Konsumverhalten, Gesetzte und Regeln einstellen.
Rauchen, Autofahren, Fleisch essen usw. Alles unterliegt Veränderung End die ich nicht wollte.

Kurzes OT @11:29 von Anderes1961

>>>Bei mir ist es umgekehrt. :-) Die Gothic Scene habe ich erst im Alter entdeckt und finde die Musik großartig.>>>

OT aber, Walls have ears, mit "Flandern in Not...." könnte Ihnen gefallen.
Waren leider wenig bekannt und gibt es leider schon nicht mehr!
Danielle Dax u Gitane Demone... ect.

OT Ende.

Nicht jeder, der sich zum

Nicht jeder, der sich zum Künstler berufen fühlt, ist auch ein solcher. Am Ende müssen die Menschen entscheiden, was ihnen gefällt und wie viel zu zahlen sie bereit sind. Das ist seit je her so. Mein persönlicher Musikgeschmack ist in den Sechzigern geprägt und deshalb kann ich auch mit der heutigen Musik nichts anfangen. (auch das gilt seit Generationen und je her: daran merkt man, daß man alt wird)
Deshalb sehe ich auch nur bedingt die Notwendigkeit, das System, das nun einmal heute so ist wie es ist, zu ändern und ggf. stärker finanziell zu fördern, unabhängig von einer tatsächlichen Begabung. Statt dessen: Freiraum schaffen!

Oft denke ich heute: (Zitate von Wilhelm Busch)

"Musik wird oft nicht schön gefunden,
weil sie stets mit Geräusch verbunden."

"Musik ist angenehm zu hören,
doch ewig braucht sie nicht zu währen."

"Es ist die Länge der Gesänge
zu lang für meines Ohres Länge."

@ 10:05 von fathaland slim

Kann man Ihre CD's denn direkt bei Ihnen erwerben? Das wäre ja eine konkrete Form, die Streamingdienste zu umgehen.

@ 10:33 von schiebaer45

Weder CDs noch Bücher sind Staubfänger. Sie sind Kult(ur) und gehören einfach in mein Regal. Schwerer war's da schon mit meinen alten LP's: Da musste ich mich schweren Herzens mal trennen von manchem lieben Jazz-Schellack-Schätzchen.

@DB_EMD

"
Am 31. Mai 2021 um 11:41 von DB_EMD
Voll Zustimmung

"In den Streamingdiensten würden viele Nutzer gar nicht mehr bemerken, wessen Musik sie gerade hören."

Das kann ich nur unterschreiben. Viele Songs die ich höre, kenne ich meist gar nicht und habe sie auch kurze Zeit später schon wieder vergessen. Ich komme also gar nicht mehr auf die Idee, mich mit Künstler und Song zu befassen und Interesse zu entwickeln. Streaming macht es möglich.[...]"

Sorry, das einfach alles auf die Streamingdienste zu schieben, da machen Sie sich einen schlanken Stiefel. Das hängt einzig und allein von Ihrem eigenen Konsumverhalten ab. Aber es ist ja viel einfacher, für alles und jeden Sündenböcke zu suchen, statt das eigene Verhalten mal zu hinterfragen.

11:15, Anderes1961

>> Bei GEMA und VG-Wort liegt sehr vieles im Argen. Die sind beide eigentlich nicht mehr zu reformieren. Am besten den Haufen auflösen und mit fairen Bedingungen für alle Seiten neu gründen.<<

Wenn das mal so einfach wäre.

Sowohl GEMA als auch VG Wort sind dem Patentrecht unterworfen. Eigentlich sind es Werkzeuge des Patentamtes, wenn man so will.

Mit Auflösung und Neugründung ist es da wohl nicht getan.

Ach so die

Ach so die streamingdienste?
Was ist mit Radio? Da findet absolut keine neue Musik statt. Nur Einheitsbrei. Das treibt die Hörer die kein nasal-gesang oder Klassik, bzw Schlager wollen, natürlich zu den Diensten. ÖRR ist da ganz schlecht aufgestellt. Alles was nicht Schlager Klassik oder rnb ist, wird ja nicht bedient.
Da würden die Musiker ja wenigstens gema bekommen.
Und etablierte Musiker könnten es sich leisten, nicht bei streaning gelistet zu sein. Die machen es doch freiwillig.
Ich hatte die ganze Leier selbst durchgemacht als Gitarrist in einer Rockcombo: "Leider nicht senderkompatibel"

@ 11:58 von bolligru

Ich halte es da mehr mit Theodor Fontane:

"Mehr in der Töne Schwellen
Neigt sich die Seele dir;
Höher schlagen die Wellen,
Fluten die Pulse mir..."

@bolligru

"Nicht jeder, der sich zum

Nicht jeder, der sich zum Künstler berufen fühlt, ist auch ein solcher. Am Ende müssen die Menschen entscheiden, was ihnen gefällt und wie viel zu zahlen sie bereit sind. Das ist seit je her so. Mein persönlicher Musikgeschmack ist in den Sechzigern geprägt und deshalb kann ich auch mit der heutigen Musik nichts anfangen. (auch das gilt seit Generationen und je her: daran merkt man, daß man alt wird) [...]"

Diese pauschale Aussage stimmt so nicht. Das liegt an einem selbst. Ich bin seit jeher offen für Neues, auch was die Musik betrifft. Und je älter ich wurde, desto mehr. Im Alter habe ich für mich Rap, Gothic und viele andere Stile entdeckt, die mich in meinen späten Jugendjahren nicht die Bohne interessiert hat. Ich halte es da eher mit Konrad Adenauer: "Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern. Nichts hindert mich daran, klüger zu werden."

Altmodisch

Eine Zeitlang habe ich sehr viel Musik bei youtube gehört bzw. angeschaut, da ich mir nicht jede CD kaufen wollte, und CD-Singles sind rar, falls es diese überhaupt noch gibt. Youtube bietet darüber hinaus Videos bzw. Livemitschnitte, das kann eine CD nun mal nicht visuell transportieren. Einen Streamingdienst wie Spotify habe ich noch nie benutzt – dazu bin ich wohl zu altmodisch. Konnte mich bisher weder von LPs noch CDs trennen.

Ein besonders nettes CD-Kauf-Erlebnis hatte ich vor einigen Jahren, als ich in der Musikabteilung einer größeren Elektronikkette stöberte und mich spontan in einen Song, der gerade lief, „verliebte“. Habe kurzentschlossen die CD gekauft, anschließend noch Konzertkarten, nachdem ich erfahren habe, dass die Band (Boy, ein Frauenduo) meine Stadt für ein Konzert besucht. Es war ein wunderschönes, kleines Konzert mit einem sehr „intimen“ Feeling, sogar ausverkauft. Mittlerweile sind die zwei etwas bekannter und ich warte auf eine neue „Platte“

11:58, SinnUndVerstand

>>@ 10:05 von fathaland slim
Kann man Ihre CD's denn direkt bei Ihnen erwerben? Das wäre ja eine konkrete Form, die Streamingdienste zu umgehen.<<

Ich verkaufe sie bei meinen Auftritten, und "meine" Plattenfirma Acoustic Music betreibt einen Mailorder. Betrieben wird sie von Peter Finger, einem akustischen Gitarristen, der weltweit ganz vorne angesiedelt ist. Bei dem bin ich in guten Händen:=)

Carina F

"
Am 31. Mai 2021 um 11:50 von Carina F
Kurzes OT @11:29 von Anderes1961

>>>Bei mir ist es umgekehrt. :-) Die Gothic Scene habe ich erst im Alter entdeckt und finde die Musik großartig.>>>

OT aber, Walls have ears, mit "Flandern in Not...." könnte Ihnen gefallen.
Waren leider wenig bekannt und gibt es leider schon nicht mehr!
Danielle Dax u Gitane Demone... ect.

OT Ende."

Ui, da freue ich mich aber. Ganz herzlichen Dank für Ihre Tipps, werde Sie mir nachher mal zu Gemüte führen.

11:58 von bolligru

Nicht jeder, der sich zum Künstler berufen fühlt, ist auch ein solcher. Am Ende müssen die Menschen entscheiden, was ihnen gefällt und wie viel zu zahlen sie bereit sind. Das ist seit je her so. Mein persönlicher Musikgeschmack ist in den Sechzigern geprägt und deshalb kann ich auch mit der heutigen Musik nichts anfangen. (auch das gilt seit Generationen und je her: daran merkt man, daß man alt wird.
#
Da stimme ich Ihnen zu. Auch ich höre gerne die Musik der 60ziger Jahre,kann mit vielen heutigen Musikstücken nichts anfangen.

Der Abwärtstrend begann mit der Etablierung ...

.. der Tonbandkassette in den Siebzigern. Das Medium war kompakt, preiswert und aufgrund seiner Größe vielseitig einsetzbar.
MP 3 war später in Verbindung mit dem www der "Nagel zum Sarg".
Dieses Rad dreht in einer globalisierten Welt keiner rückwärts.

11:43, werner1955

>>viele Künstler,
müssen jetzt auch mit den Folgen der Globalisierung und dem Fortschritt klarkommen.
So wie Rentner, Schüler oder Steuerzahler auch.<<

Ohne Globalisierung gäbe es keine Beatles und keine Rolling Stones.

Und ich wäre kein Bluespianist.

Dezentrale Streamer

Schade, das den Kreativen so wenig bleibt.
Alternative Dezentrale Streamingdienste wie audius music etc. Sind für diese bestimmt sehr interessant/lukrativ
Und potentielles Gegengewicht gg. die bestehenden Strukturen

@fathaland slim

"
Am 31. Mai 2021 um 11:44 von fathaland slim
11:29, Anderes1961

>>Bei mir ist es umgekehrt. :-) Die Gothic Scene habe ich erst im Alter entdeckt und finde die Musik großartig.<<

Sie kommen mir vor wie ein echter Musikfan, was ja von Fanatiker kommt. Sie scheinen so viel wie es nur irgend geht von der unübersehbaren Fülle an Musik, die unsere Welt zu bieten hat, für sich erschließen zu wollen.

Klasse."

Danke für Ihr Lob. Ihre Worte berühren mich sehr. Ja so ist es, die Fülle an Musik weltweit ist unglaublich und es gibt viel zu entdecken. Dank des Internets und der Streamingdienste nur einen kleinen Klick entfernt, statt mit einem Flieger rund um die Welt zu jetten. Ich finde es eigentlich traurig, daß sich so viele Menschen hauptsächlich auf die Mainstream-Pop-Klassik-Musik stürzen, die irgendwie alle gleich klingt. Langweilig und vorhersehbar.

Die meisten wissen gar nicht, was ihnen an wundervoller Musik entgeht. Zum Beispiel auch David Hudson, einem Meister des Didgeridoo.

Zitat: "Ich habe den

Zitat:
"Ich habe den Eindruck, dass Musik inzwischen so zur Massenware verkommen ist, dass viele Sänger von heute schon morgen wieder verschwunden sind. Und dazu kommen noch schnell zusammengeschriebene Texte, viel "Geplärre" im Hintergrund und grauenhafte Melodien aus dem Computer. Vielfach ist das in meinen Augen nur noch die schnelle Kasse. Mit Kunst hat das manchmal schon gar nichts mehr zu tun. Auch die "Talentjagd" a la Superstar etc. ist nur noch ein Verheizen von manchmal auch nur halbtalentierten Menschen. Auch das ist eine Begleiterscheinung der MusikINDUSTRIE!"

was ist denn daran wirklich neu??
na nix - das hat es schon immer in den letzten 150 Jahren gegeben - immer angepasst an die aktuellen technischen Mittel
selbst "klassische" Musik hatte zu ihrer Zeit die gleich-klingende "Dutzendware" - nur hören wir die heute nicht mehr
auf einen begabten/bekannten Künstler kommen mehrere tausend normale von denen schon zu ihrer Zeit kaum jemand Notiz nahm.
ich sage da nur -> NDW

Als Bob Dylan ca 1977 in

Als Bob Dylan ca 1977 in Deutschland auftrat (oder war es nur seine Band?), beliebte der WDR zu berichten, dass dieser Bob Dylan das ganz große Geld nicht mit seiner Musik verdient hat, sondern mit Aktien von Rüstungsfirmen, die er von seinen ersten Gagen und Tantiemen kaufte.
Die hatten während des Vietnamkrieges nämlich eine große Konjunktur und stiegen ins Unermessliche.
Vielleicht sollten sich auch die restlichen Musiker dieser Welt nach anderen Einkommensquellen umsehen.
Oder einen Nebenjob annehmen.
Das tun Politiker schließlich auch.

12:16, schiebaer45

>> Auch ich höre gerne die Musik der 60ziger Jahre,kann mit vielen heutigen Musikstücken nichts anfangen.<<

Ich konnte immer schon mit vielen heutigen Musikstücken nichts anfangen. Das war vor 45 Jahren nicht anders als heute.

Man erkennt oft erst im Rückblick, was eine Eintagsfliege war und was bleibenden Wert hat.

12:06 von SinnUndVerstand

...ich dachte in meinem Beitrag vor allem an die heutige "Musik", besonders die mit deutschsprachigen Texten.

"Ich ging die Straße entlang und sah eine Fliege- das machte mich traurig. Dann sah ich noch eine Fliege und ich mußte weinen. Dann sah ich einen Hund und mußte lachen."
Texte auf Teletubbieniveau....

gäbe es keine

von fathaland slim @
Und warum "hat das große Nachteile - nicht nur finanziell. "

Kein Künstler wir gezwungen diese System zu nutzen. Es bleibt jedem die möglichkeit etwas eignes finaziell besser zu machen.

Darstellung: