Kommentare - Frankreich: Wer kann Le Pen stoppen?

30. Mai 2021 - 17:32 Uhr

In knapp vier Wochen stehen in Frankreich Regionalwahlen an, der Wahlkampf gibt einen Vorgeschmack auf die Präsidentschaftswahl 2022. Wieder dreht sich alles um die richtige Strategie gegen Rechtspopulistin Le Pen. Von Sabine Wachs.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

@Vielfalt, 19:19 Uhr

Sie plakatieren den Begriff "etablierte freiheitliche Demokratien", ohne zu definieren, wie dessen Inhalt ist. Wenn Sie Deutschland unter diesem Begriff subsumieren wollten, würde ich Ihnen zustimmen: Eine erfolgreiche Wirtschaft, eine gefestigte Demokratie und ein funktionierender Rechtsstaat, gesellschaftliche Geschlossenheit und ein tradiertes Wertesystem, soziales Verantwortungsbewusstsein, dazu eine hohe internationale Akzeptanz... Ja, auch eine Portion Weltoffenheit zeichnet unser Land aus. Die Zuwanderung, die nicht nur Deutschland, sondern die ganze westliche Welt betrifft, ist deutlich zurückgegangen. Firmen - - wie etwa Biontech - werden oft von Unternehmerpersönlichkeiten mit Migrationshintergrund geleitet. Hoffen wir, dass all dies so bleibt. Weidel und Le Penn stehen für einen kruden Nationalismus, völkisches Gehabe und wirtschaftliches Chaos.

@17:57 von Pax Domino

"Ich hoffe ,

das es diesmal einen eminenten Rechtsruck geben wird und somit der Weg für 2022 geebnet ist !"

Ich glaube sie haben sich verschrieben und meinten 1933.

@19:26 von fathaland slim 18:49, Barbarossa 2

//Das ist meine Realität, die sich offensichtlich von der Ihrigen gewaltig unterscheidet.//

Das ist jetzt aber nicht verwunderlich. Dass es nur eine Realität gäbe, wäre mit neu.

@18.19 Uhr von Biocreature

Der Mensch ist von Natur aus dumm
...
und leicht manipulierbar.
Wenn man so konsequent Bildung vernachlässigt, wie wir es in Europa tun, insbesondere politische Bildung, dann muss man sich nicht mehr wundern.

Auf Kommentar antworten...

Am 30. Mai 2021 um 18:04 von IBELIN

Ich denke

die anderen Parteien koennten die Nationalisten stoppen, wenn man die Themen, die die Leute zu den Nationalisten treiben aufnehmen wuerde.
Man muss den Waehler auch ernst nehmen.

###

Sehe ich auch so. Beim Thema Klimaschutz überbieten sich hier ja auch die verschiedensten Parteien um Wähler von den Grünen abzuwerben...
Wie sie schon Schreiben. Der Wähler muß Ernst genommen werden !

18:17 von fathaland slim

Da haben Sie mich missverstanden.

Ich meine , dass man natuerlich NICHT die Positionen uebernimmt, die Themen schon.

Wenn man sich bei Marianne Normalfranzoesin umhoehrt, dann bekommt man den Eindruck als ob Frau Pen einfach die Themen schonungslos aufnimmt.

Eines davon ist die Migration von Menschen in die franzoesische Gesellschaft, die sich par tout nicht integrieren wollen.

Nur wenn man das Problem annimmt kann man auch Loesungen anbieten, die nicht auslaenderfeindlich oder rechtspopulistisch sind.

@19:33 von Quakbüdel

Nomen est omen, Quakbüdel?

Die rechtsextreme Truppe zeigt ja jetzt schon wie unfähig sie ist, zumindest hier z.B. in Berlin Reinickendorf.

Nein, danke.

@18.26 Uhr von morgentau19

„Der Rechtsruck in Frankreich konnte nur entstehen, weil linke Politik bestimmte Themen, die den Bürgern unter den Nägeln brennt, nicht lösten oder versuchten, unter den Teppich zu kehren.“

Welche Themen sind das und was ist dann rechte Politik?
Und welche Lösungen böte diese rechte Politik.
Ich verstehe, dass Politik in Europa in den letzten Jahren gerade in der sozialen Frage versagt hat und Menschen, die sich zurückgelassen fühlen, gerne die einfache „Lösung“ annehmen, und wenn es der braune Strohhalm ist.

@susi60

"30. Mai 2021 um 18:28 von Susi1960

Kümmert euch lieber um die Probleme

der Menschen, statt "die Rechten zu stoppen"!

Die Rechten sind ein großes Problem für die Menschen!

@Quakbüdel, 19:33 Uhr

Der frühere AFD-Sprecher hat die Strategie bzw. Denkweise der AFD doch klar beschrieben: Es muss Deutschland schlecht gehen, damit es der AFD gut geht. Und man hat auch stets den Eindruck, dass diese Partei Deutschland immer wieder - und ganz bewusst -
schlecht redet. Patriotismus sieht anders aus. Dazu gehört auch die astruse Vorstellung, dass es sich bei Corona um eine grippeähnliche Erscheinung handelt und Schutzmaßnahmen wie der Mund-Nasen-Schutz überflüssig seien. Eine Partei, die nach dieser Maxime verfährt, darf keine politische Verantwortung übernehmen, ganz abgesehen von der zunehmenden Radikalisierung.

an WM-Kasparov-Fan um 19:40

"Ja richtig. Aber das erklärt nicht, warum nun gerade die Populisten und rechten Parteien gewählt werden, die noch mehr Individualität, Wirtschaftswachstum um jeden Preis, noch härteren Konkurrenzkampf, noch viel mehr Egoismus des Einzelnen und andauernde Angst in dieses kaputte System bringen wollen."

Das ist so nicht ganz richtig. Richtig ist, dass es aus unsere Sicht zu Widersprüchen kommt, die die einmal in den Netzen der Populisten gefangen sind, nicht wahrnehmen. Deshalb sind die, die soweit gekommem sind, nicht oder nur sehr schwer ansprechbar und können sich nur sehr schwer aus ihrer Blase lösen. Es gibt Möglichkeiten, die z.B. von Spezialisten, die sich mit Sektenbekämpfung auskennen, beschrieben werden.
Bei meiner Argumentation geht es mehr um eine effektive Vorbeugung.

@ 19:42 von vriegel

Ach so geht das: Ich soll die afd wählen, damit sie stärker wird, und dadurch verhindere ich die besonders braunen in dieser Rechtsaußenpartei, wie z.B. B.Höcke. Ich soll also Alice Weidel wählen, die Sätze loslässt wie "Diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten der Siegermächte des 2. Weltkrieges und haben die Aufgabe, das deutsche Volk klein zu halten indem molekulare Bürgerkriege in den Ballungszentren durch Überfremdung induziert werden sollen." und "Der Grund, warum wir von kulturfremden Völkern wie Arabern, Sinti und Roma etc überschwemt werden, ist die systematische Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft als mögliches Gegengewicht von Verfassungsfeinden, von denen wir regiert werden." (tinyurl.com/pmsp6f9d), um Höcke zu verhindern?
Dafür gibt's einen altbekannten Spruch: Den Teufel mit Beelzebub austreiben.
Funktioniert nicht.
Weder in Frankreich noch bei uns noch anderswo.

19:44, IchMeinJaNur

>>@19:28 von fathaland slim
Mutig von Ihnen sich so den Rechtsextremen hier zu "präsentieren".

Würde ich mich nicht trauen aber ich habe auch noch ein "schönes Andenken" der "Wiking-Jugend" im Gesicht.

Das erinnert mich jeden Morgen daran wie gefährlich diese Leute sind.<<

Wissen Sie, ich bin 65 Jahre alt und habe keine Kinder.

Außerdem habe ich mich noch nie in meinem Leben versteckt und bisher immer Glück gehabt.

Als einigermaßen öffentliche Person (Sie finden mich bei Wikipedia) betrachte ich es auch als meine Pflicht, Farbe zu bekennen.

@GeMe um 18.33 Uhr

„Wenn sich im Laufe der Legislaturperiode zeigt, dass die Rechtsextremisten in Frankreich, so wie überall auf der Welt, nichts auf die Reihe bekommen, dann kommen für alle Franzosen harte Zeiten, auch für die LePen Wähler wird es ein Erwachen geben.“

Dass die Rechten politisch nichts auf die Reihe bekommen, da gehe ich auch von aus.
Was mir Angst macht, ist, dass evtl. eine Legislaturperiode reicht und die Bevölkerung kann ihren Irrtum nicht mehr bei einer nächsten Wahl korrigieren. Nach Abbau von Gewaltenteilung sehe ich für Polen und Ungarn auf lange Sicht schwarz / braun.
Und die USA sind ja nur haarscharf an der Katastrophe vorbeigeschrammt.

Seit Kurt Westergaard und

Seit Kurt Westergaard und Salman Rushdie würde sich mir als Franzose die Frage wer mein Stimme bekommt gar nicht stellen .

@ 19:45 Adeo60/ Deutschland nach Merkel

„ Eine erfolgreiche Wirtschaft, eine gefestigte Demokratie und ein funktionierender Rechtsstaat, gesellschaftliche Geschlossenheit und ein tradiertes Wertesystem, soziales Verantwortungsbewusstsein, dazu eine hohe internationale Akzeptanz... Ja, auch eine Portion Weltoffenheit zeichnet unser Land aus. Die Zuwanderung, die nicht nur Deutschland, sondern die ganze westliche Welt betrifft, ist deutlich zurückgegangen.“

Beschreiben Sie hier Deutschland für die Zeit nach Merkel..?!

Also für den Fall, dass Merz und Laschet zusammen mit den Liberalen die nächsten 10 Jahre die Regierung bilden.

Aktuell sind wir von dem Geschriebenen nämlich noch ziemlich weit weg...

In Frankreich haben wir, wie

In Frankreich haben wir, wie in vielen anderen EU-Staaten, das selbe Problem mit den Rechten. Wie könnte man dieses lösen, um endlich wieder an die Zeiten anzuknüpfen, wo es diese Rechten noch nicht gab? Vielleicht in dem man doch einmal versucht, statt mit dauerndem Theater, den Wähler nicht ständig zu vermitteln, wie machtlos er den Entscheidungen, die dazu oft gegen die Interessen vieler Staatsbürger laufen, gegenüber ist und damit den verärgerten Wähler so geradezu in die rechten Ecken treibt, weil man ihm dort versprochen wird, sich um genau seine Probleme zu kümmern und abzuschaffen? Keine Neuigkeit, aber leider haben die Linken und die Mitte vergessen, was davon kommt, wenn man seine eigenen Leute vernachlässigt, um nur noch Traumzielen nachzuhängen und ungerecht wird. Folge, Zitterpartien bei den Etablierten in Wahlzeiten. Das hatten wir doch jetzt schon so oft und trotzdem stehen die Regierungsparteien jedes mal wieder da und bangen um ihre Zukunft? Dann stimmt da was nicht!

@ 19:42 von vriegel

"Das ist wie mit der AfD hier. Die wird von allen „Konkurrenten“ in die rechte Ecke geschoben. "

Physik 6. Klasse. Man kann nichts dorthin verschieben, wo es sich schon längst befindet.

Wer Rechtsextreme akzeptiert bekommt Weimarer Verhältnisse am Ende der Demokratie.

19:48, IBELIN

>>Wenn man sich bei Marianne Normalfranzoesin umhoehrt, dann bekommt man den Eindruck als ob Frau Pen einfach die Themen schonungslos aufnimmt.

Eines davon ist die Migration von Menschen in die franzoesische Gesellschaft, die sich par tout nicht integrieren wollen.<<

Diese Menschen leben am unteren Ende der sozialen Skala in den so genannten Banlieues. Sie kamen vor Jahrzehnten aus den ehemaligen französischen Kolonien und wurden nicht freundlich aufgenommen.

Zur Integration gehören immer zwei Seiten.

Viele haben es übrigens trotzdem geschafft. Aber eben nicht alle. Und das oft schon in der dritten Generation.

@19:44 von heathersfan

""Übernimmt (Übernehmt) die Positionen der Rechtsextremen und schon gibt es keine Rechtsextreme mehr."
und
"wenn man die Themen, die die Leute zu den Nationalisten treiben aufnehmen wuerde"

sind zwei völlig verschiedene Aussagen."

Kurz und bündig: Nein! Das ist die Kernaussage der rechtsextremen AfD seit Jahren.

@Barbarossa2, 18:12 Uhr

Der Kaugummi "Einwanderungspolitik" ist doch längst gekaut. Im übrigen kann man dieses Politikfeld ja durchaus kritisch hinterfragen. Aber Hass und Hetze, Gewalt, verbale Verrohung, ein z.T. offenes Bekenntnis zum Nazitum, rassistische Denkweise, der Versuch der gesellschaftlichen Spaltung und vieles mehr entsprechen nicht den Grundsätzen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Folgerichtig führen die rechtsextremistischen Parteien ein Eigenleben am Rande des Parteienspektrums. Ich würde mir wirklich wünschen, dass die AFD zurückfindet in einen gesellschaftlichen Grundkonsens. Unter Führung von Herrn Lucke war ein solcher zumindest in Ansätzen erkennbar.

Wer kann Le Pen stoppen...

Deren Wählerpotenzial ist im Vergleich zur Präsidentschaftswahl 2017 um rund fünf Prozentpunkte auf 38 Prozent gestiegen, das zeigt eine aktuelle Umfrage...

###

Ich denke die Partei, die auch die Sorgen der Bevölkerung erkennt und darauf dann auch reagiert und handelt.

an Adeo60 um 19:45

Bei den "etablierte freiheitliche Demokratien" handelt es sich um die Staaten, die auch als "Liberale Demokratien" bezeichnet werden.
Ihnen gemeinsam ist ein extrem individualistiches Menschenbild, das auf Egoismus, Konkurrenz und einem verzerrten Leistungsbegriff beruht. Ein System, dass nur bei Wachstum eine zeitlang existieren kann. Bevor sie protestieren, orientieren sie sich bitte über die herrschende Wirtschaftstheorie und sich daraus für die Gesellschaft ergebenden Folgen.

Wer kann Le Pen stoppen?

Warum sollte man?
Die demokratischen wähler wissen sehr gut was sie möchten. Da brauchen sie keine Bevormundung .

Das

gestiegene konservative Wählerpotential in Frankreich lässt darauf schließen, dass immer mehr Wähler dort genug haben von Überfremdung, Abhängigkeit von Entscheidungen der EU und offenen Grenzen. Ich kann bei dieser Haltung beim besten Willen nichts „Bekämpfenswertes“ erkennen.
Andererseits würde ich Bemühungen der Franzosen um einen „Frexit“ begrüßen, denn Frankreich als EU-Land wird Deutschland noch jede Menge Milliarden Euro kosten.

Warum haben die Rechten

denn so einen Zulauf? Was machen denn die Linken falsch? Frage ich mich.

Protektionistische Ambitionen von Madame Le Pen gefallen nicht

Auch wenn ich der Meinung bin, dass Le Pen ein grundvernünftige Migrationspolitik vertritt, halte ich nichts von den protektionistischen Ambitionen von Madame Le Pen, die sich sowohl für die Franzosen mit ihren traditionell zentralistisch-staatlich organisierten Großkonzern als auch für den Rest für Europa als eine Milchmädchen herausstellen wird. Wie immer bei protektionistischen Maßnahmen, die immer dazu führt, dass man sich mittel- und langfristig immer einen größeren Schaden herbeiführt, wenn man sich vom globalen Wettbewerb ausschließen möchte.

Ganz im Gegenteil, Madame Le Pen, Frankreich und Europa werden erst im stetigen Wettbewerb mit anderen europäischen und außereuropäischen Ländern stark.

Ansonsten: bon courage, Madame Le Pen! Allez-y! On va gagner!

@19:44 von Vaddern

Also von welchen „Mitte-Rechts Regierungen“ in welchen „modernsten, freiheitlichsten und erfolgreichsten Demokratien“ schreiben Sie da?

In erster Linie Australien, auch Kanada (vor allem als es noch Mitte-Rechts regiert wurde) und auch die USA bis 2019.
Für europäische Verhältnisse, sind die Schweiz und das neuerdings inhaltlich mitte-rechts geprägte Dänemark ziemlich modern und freiheitlich.

Das ist ziemlich kruder Unsinn.

Wenn ausreichend viele Franzosen zwischen Sinn und Unsinn unterscheiden können, und erkennen dass es Staaten gibt, die freiheitliche Demokratie, höchst-erfolgreiche Wirtschaft und vernünftige kontrollierte Zuwanderungspolitik alles gut vereinbaren können, werden die Ergebnisse für Marine Le Pens Partei und für Frankreich immer besser.

19:27 von John Koenig

dieser aussage stimme ich vollumfänglich zu. leider kann Ich das nicht in so schöne und treffende worte kleiden!

Wieso "dreht sich alles um die richtige

Strategie gegen" eine der zur Wahl stehenden Parteien?
Es geht darum, dass der Wählerwille zum Ausdruck gebracht wird. Punkt. Es geht nicht darum, dass sich die französischen Wähler gefälligst "gegen" eine Partei entscheiden, weil die der TS oder sonst wem nicht genehm ist. Wer die richtige Partei ist, entscheidet der Wähler. Sonst niemand.
Sonderbares Demokratieverständnis, das mittlerweile in der ARD vorherrscht.

@19:44 von IchMeinJaNur: Würde ich mich nicht trauen

"@19:28 von fathaland slim

Mutig von Ihnen sich so den Rechtsextremen hier zu "präsentieren".

Würde ich mich nicht trauen aber ich habe auch noch ein "schönes Andenken" der "Wiking-Jugend" im Gesicht."

Auf facebook bin ich mit Klarnamen unterwegs und schreibe dort genauso gegen Rechts wie ich das hier mache. Allerdings wird auf facebook nicht moderiert, daher bekommt an dort andere "Argumente" als hier um die Ohren gehauen.

Ich wurde zur Zeit von Frau Dr. Petry (einige erinnern sich sicher noch an sie) auch schon mal von einem AfD Anhänger, mit dem ich mich angelegt hatte, bedroht. Da hieß es, man hätte auf facebook meinen Wohnort gesehen und ich solle an meine Familie denken.

Ich bin seit fast 12 Jahren hier im Forum und habe erst zweimal meinen vollständigen Namen genannt.

Aller guten Dinge sind drei und wenn es gegen Rechts geht, muss man sich zu seiner Meinung bekennen.

Viele Grüße
Gert Meyer

@naiver Positivdenker um 19.44 Uhr

Ihre Positionen (weniger Globalisierung, im eigenen Land sollten die ansässigen Lebensweisen Geltung haben und geachtet werden) sind ja auch nicht per se rechtsradikal.
Die können auch grün sein, weniger Globalisierung bedeutet z.B. wieder verstärkt auf Regionales zu achten.
Und dass man möchte, dass Gäste oder Zuwanderer die ansässigen Lebensweisen achten sollen, sollte selbstverständlich sein.
Rechtsradikal wäre, den Zuzug zu verbieten, weil man den Einwanderungswilligen von vornherein anheimstellt, sie würden fremde Kultur einschleppen.
Ausnahmen gäbe es nur, wenn die Einwanderer ein Bankkonto von mind. 5 Mio. € hätten.

@Am 30. Mai 2021 um 17:46 von SinnUndVerstand

ZItat: "Rechtspopulistinnen lassen sich stoppen, indem man ihre i.d.R. plumpen Strategien gnadenlos offenlegt: "

Nur zu!

Ich bin ganz Ohr!

Müsste doch um so einfacher sein, wenn deren Strategien doch angeblich so "plump" seien.

Zitat: "Die Kombination von Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit, das gestörte Verhältnis zu kritisch unabhängigem Journalismus und Rechtsstaatlichkeit"

Nicht die üblichen plumpen Phrasen und Framingworte bitte, sondern mal ein intelligentes SACHargument. Ist das denn wirklich zu viel verlangt?

die einfache „Lösung“

von Vaddern @
Also wenn die links/grüne Lösung jahrelang nichts gebracht hat als weiter Ausbeutung und Bevvormundung ist es für mich logisch das man jetzt etwas anders wählen muss.

@Am 30. Mai 2021 um 18:04 von IBELIN

Zitat: "Ich denke
die anderen Parteien koennten die Nationalisten stoppen, wenn man die Themen, die die Leute zu den Nationalisten treiben aufnehmen wuerde."

Stimmt.
Richtig!

Wenn die Grünen_r_s_in_* die blitzgescheiten Positionen der AfD vertreten würden und auch - zur Abwechslung - mal ein intelligentes Sachargument anführen könnten, würde ich die Grünen_r_s_in_* wählen.

Versprochen!

Ehrenwort!

Auf Kommentar antworten...

Am 30. Mai 2021 um 18:46 von Anna-Elisabeth

Wenn die Nationalisten derart an Zustimmung gewinnen, müssen die anderen Parteien etwas falsch machen.

###

Das sehe ich auch so. Die Regierung muß etwas falsch gemacht haben und geben den Rechten somit ungewollt eine Steilvorlage. Es bringt nichts die Rechten bei jeder Gelegenheit zu bekämpfen oder zu boykottieren. Man muß auch ein Gespür für die Sorgen und Nöte der Bevölkerung haben und diese ernst nehmen. Das ist in Frankreich nicht anders als in Ostdeutschland...

@19:27 von John Koenig

Sehen Sie: Eigentlich liegt der Schlüssel zum Verstehen schon auf dem Tisch, nämlich der Unterschied, wie man die Themen rund um Migration und Integration aufgreift: Das tun in Frankreich wie bei uns alle ernstzunehmenden Parteien. Die Rechtsaußen/Rechtspopulisten hier dort tun genau das nicht, sondern betreiben Hass und Hetze (Weidel: „Kopftuchmädchen, alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse“), statt Probleme zu lösen wird Hass und Hetze betrieben: und das sollte man dann auch so klar benennen. QED

an landart um 19:40

Es geht um die Existenz der liberalen Demokratien und damit auch um ein Gutteil um den Erfolg des Demokratiegedanken.
Damit geht ihre Argumentation am Problem vorbei. Es geht darum, wie der Gedanke der Demokratie sich durchsetzen kann. Das wird nicht gehen, wenn die "liberalen Demokratien" ihr Grundproblem nicht lösen.
Sie liegen falsch, wenn das, was sie eine "Binse" nennen in den liberalen Demokratien realisiert ist. Die Antropologie dieser Staaten ist abolut einseitig individualisch.

@Positivdenker, 19:44 Uhr

Ich fände es gut, wenn unser Land nicht immer von bestimmten Gruppen schlecht geredet würde, die offensichtlich in Deutschland keine "Heimat" sehen. Ich fände es gut, wenn diese Gruppen für gesellschaftliche Geschlossenheit werben und nicht versuchen würden, "ihr" Land durch tumbe Parolen zu spalten. Ihr Zitat "Und wer damit nicht klar kommt, der kann doch gehen oder gar nicht erst kommen" schafft eine Spaltung, die unser Land nicht verdient hat. Im übrigen wird niemand als "Rechtsradikaler" eingestuft, der eine andere Meinung vertritt. Ein Staat kann es aber nicht akzeptieren, dass "Reichsbürger" sich eine eigene Staatsform schaffen und der bestehenden zuwider handeln. Schließlich leben wir in einer globalisierten Welt, die einen wesentlichen Teil unseres Wohlstandes und internationalen Akzeptanz generiert. Es gibt nun mal keine autonomen gallischen Dörfer, wie sie in Asterix-Heften beschrieben werden.

Gerade heute lief eine Doku

Gerade heute lief eine Doku über die Entfremdung der Menschen zu ihren Politischen Vertretern.

Viele Menschen haben den Eindruck das Politik nur noch für Besserverdiener und Industrie gemacht wird.
Das kam übrigens auch als Tenor der Doku, quasi als Fazit.

Von daher ist es wenig verwunderlich wenn die Bevölkerung nach Auswegen sucht.

Der Rechtsruck hat ja schließlich seine Gründe.
Zudem werden unliebsame Meinungen gerne auch ausgeblendet.

Frankreich hat massive Probleme

insbesondere mit der seit Jahrzehnten weitgehend scheiternden Integration von Menschen mit vor allem nordafrikanischem Hintergrund, die in den Vorstädten von Städten wie Paris, Marseilles etc. Parallelgesellschaften gebildet haben, in die keine Politik mehr vordringen kann. Dort werden inzwischen auch Bürger drangsaliert, weil sie sich nicht (echten oder falschen) muslimischen Regeln beugen wollen. Außerdem hat Frankreich regelmäßig widerwärtige Bluttaten - man denke an den geköpften Lehrer -, die islamistisch motiviert sind. Wen sollte es da wundern, dass der Wähler Parteien sucht, die zugeben, dass unendlich viel schiefgelaufen ist und man endlich anfangen muss, dagegen etwas zu tun. Das als "rechtspopulistisch" zu marginalisieren zeugt von völliger Unkenntnis der französischen Realität.

@fathaland slim um 18:32

„Es entsteht hier der Eindruck, daß die Stärke der Rechten in Frankreich ein neues Phänomen sei. Dem ist aber nicht so, wie jeder weiß, der die französische Politik der letzten Jahrzehnte verfolgt hat. Schon Jean Marie Le Pen, der Vater von Marine, kam 2002 bei der Präsidentschaftswahl in die Stichwahl gegen Jacques Chirac. Die dieser dann aber gewann. Und im Süden Frankreichs stellen die Rechten traditionell in vielen Städten den Bürgermeister.“
-> Genauso ist es; diese Partei hat Tradition in Frankreich, viele Wähler*innen können sie für sich gewinnen. Das hat sicherlich mit der mit der in Frankreich gescheiterten Migrationspolitik zu tun.
Hier erfolgt mit der AfD (leider) eine ähnliche Entwicklung, obwohl unsere Migrationspolitik erfolgreicher ist als die in Frankreich.
Vielleicht muss man auch akzeptieren, dass rechtsnationales Gedankengut in jeder Gesellschaft verankert ist.

@vriegel, 19:42

"Das ist wie mit der AfD hier. Die wird von allen „Konkurrenten“ in die rechte Ecke geschoben." -

Wird sie nicht. Da hat sie sich ganz alleine, von sich aus, hinbegeben.

"Würde man die AfD hoffähig machen, dann stärkt man die Gemäßigten dort..." -

Welche Gemäßigten sind denn bitteschön noch in der AfD?

19:16 von IchMeinJaNur

"Jetzt brennen die Themen umso mehr......"

>>Nein aber bald Häuser mit Menschen darinnen, falls diese Leute an die Macht kommen.

Mölln, Rostock-Lichtenhagen, Solingen...<<

Waren Anfang der 90er Jahre Rechte an der Regierung, die dies befürworteten?

Oder wollen sie hier hetzen?

19:01 von GeMe

Auch dort habe ich vorgeschlagen eines der Ostbundesländer sprichwörtlich der AfD zu opfern, um zu zeigen, dass diese Partei ausser Hass, Hetze und Polemik nichts kann, am allerwenigsten ein Land regieren.///

Allein wird die AfD wohl nicht regieren können. Also fällt Erfolg oder Versagen auf den oder die Koalitionspartner zurück. Wie in allen anderen Bundesländern auch.

@Am 30. Mai 2021 um 17:50 von Werner40

Zitat: "38% für Le Pen ? Sind die Franzosen noch zu retten ?"

Hoffentlich noch.

Zitat: " Oder müssen sie erstmal die Folgen einer Rechtspopulistenpolitik spüren ?"

Ja. Bspw. wie in Dänemark.

Merkwürdigerweise gehört die dänische Rechtspopulistin der dänischen SPD an (weiß kein Mensch wieso!).

Blitzgescheite und attraktive tolle Frau! Hurra!

Schwierige Wahlen.

Die Regionalwahlen in Frankreich sind mit Sorge zu sehen. Macron ist bislang nicht in der Lage gewesen in seiner bisherigen Regierungsperiode das Land neu zu gestalten, neue Impulse zu schaffen, die EU neu zu formen. Viele Franzosen, rechts und links von der Mitte sind enttäuscht. Das Problem Le Pen hat Macron nicht lösen können, er ist für viele Wähler rechts von der Mitte nicht die Alternative geworden. Falls Macron nicht einigermaßen ordentlich abschneidet sieht es schlecht aus bei den Nationale Wahlen.

@Am 30. Mai 2021 um 18:17 von fathaland slim

Zitat: ">>Ich denke
die anderen Parteien koennten die Nationalisten stoppen, wenn man die Themen, die die Leute zu den Nationalisten treiben aufnehmen wuerde.<<

Ja klar. Man die Rechten stoppen, wenn die anderen Parteien einfach ihre Positionen übernehmen. Dann werden die Rechten überflüssig.

Das höre ich, seit ich denken kann.

Es stimmt aber nicht. Siehe Weimar. "

Völligen Blödsinn, den Sie da mal wieder erzählen.

Schauen Sie nach Dänemark. Da sorgt die gleichsam blitzgescheite und attraktive Mette Frederiksen für. Und die Dame gehört der dänischen SPD an.

Da würde sogar ein Ober-Rechtspopulist, Liberaler etc. wie ich diese tolle Frau Frederiksen wählen, selbst wenn sie der SPD angehört. Hajah, nobody's perfect!

19:10 von SinnUndVerstand

Schon 2019 titelte die DW: "Die Parteien von Nigel Farage, Marine Le Pen, Matteo Salvini, Jarosław Kaczyński, Jörg Meuthen und Viktor Orbán machen ähnliche Schlagzeilen - in vielen EU-Ländern geraten Rechtspopulisten durch Finanzskandale in Erklärungsnot." (tinyurl.com/2bdb9865)///

Bin ich froh, dass nur Rechtspopulisten Finanzskandale haben.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert.

Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen.

Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Darstellung: