Bundesregierung einigt sich auf Änderungen bei Pflegereform

Kommentare

Guter Abschluss

Wenn man vor der Neuwahl eine neutrale Bilanz zieht, was die große Koalition sinnvolles bewirkt hat, dann sollte die Reform der Pflege dort als Pluspunkt erscheinen. Und dass jetzt alles abgerundet und vorläufig abgeschlossen wird, ist eine gute Sache. Eine neue Regierung kann gut daran anknüpfen.

Es wird sich nicht viel ändern

Dann fehlt nur noch eine Gewerkschaft, die angemessene Tarifverträge durchsetzt.
Mit Verdi wird das nicht funktionieren, da sie eher die Arbeitgeberseite vertritt und die Pflegegewerkschaft „Bochumerbund“ ist anscheinend noch lange nicht so weit, irgendetwas durchzusetzen.
Also werden tatsächliche Verbesserungen für das Pflegepersonal noch sehr lange auf sich warten lassen.

Tariflohn in der Pflege

Diese Reform war überfällig. Und sie kann nur der erste Schritt sein.
Wenn Menschen, die 40 Jahre in der Pflege gearbeitet haben, Renten im Bereich der Grundsicherung bekommen, stimmt etwas nicht.
Wenn wir in der Pandemie nicht gelernt haben, was Gesundheit wert ist, dann werden wir es nie lernen.
Bildung, Sicherheit und Gesundheit sind Kernaufgaben unseres Staates.
Sie haben nichts am Aktienmarkt zu suchen und gehören wieder schwerpunktmäßig in die Öffentliche Hand.
Warum müssen wir mit Geldern aus dem Gesundheitswesen Renditen bedienen?
Überschüsse müssen reinvestiert werden, um die Qualität zu verbessern, und den dort Tätigen ein angemessenes Einkommen zu zahlen.

Pflegereform

Sie wurden beklatscht und als Held(inn)en gefeiert.
Und das ist jetzt alles?
Wenn nicht auch die Tariflöhne deutlich angehoben und die Arbeitsbedingungen verbessert werden, vergrößert sich der Pflegenotstand in D weiter. Schon jetzt haben wir zu viele ausländische Pflegekräfte mit teilweise unzureichenden Deutschkenntnissen.
Die Pflegereform ist deshalb eine halbherzige Maßnahme, die diesen Beruf ganz sicher nicht attraktiver macht.

Echte Pflegereform oder doch nur Wahlkampfmanöver?

Die Erfahrungen mit dem Cum-Ex-Skandal, dem Abgasskandal, dem "Tierschutz" in der Massentierhaltung und den Zuständen im Gesundheits- und Pflegesektor lassen mir keinen Zweifel, dass die Gesetze von der jeweiligen Lobby (mit)geschrieben werden.

Mir fehlt daher der Glaube, dass die nun geplante Pflegereform an dem Prinzip der Gewinnmaximierung auf Kosten von Personal und Patienten wirklich etwas ändern soll. Selbst wenn sich die Gesetzeslage bessert, bedarf es auch konsequenter und vor allem unangekündigter(!) Kontrollen durch die zuständigen Behörden.

Die Schlupflöcher sind sicherlich schon eingeplant...

Bundesregierung einigt sich auf Änderungen bei

Die Privatisierungen der letzten 30 Jahre haben bewirkt, daß nur noch 5 Prozent des Altenpflegepersonals bei öffentlichen Trägern arbeitet. Folge: Die
dominierenden Dienstleister in der Pflege arbeiten zu 58 Prozent im Niedriglohnbereich, in Ostdeutschland sind es 78, 5 Prozent.
Außerdem tut eine offensivere Tarifpolitik der Gewerkschaften not.

Für Verbesserungen in der Pflege sollten aber nicht die Beitragszahler in die Pflicht genommen werden. Sondern die profitablen Pflegeunternehmen (siehe Dividenden).

Mir ( und wohl auch vielen

Mir ( und wohl auch vielen anderen ) war gar nicht mehr bewusst, das schon vor Corona Änderungen zumindest geplant aber zum Teil auch schon angestoßen waren, die dann
- wegen Corona - leider warten mussten.

09:51 von Dr. Sibel Yilmaz
Volle Zustimmung !

09:59 von Dr.Volker Bork
// Bildung, Sicherheit und Gesundheit sind Kernaufgaben unseres Staates.
Sie haben nichts am Aktienmarkt zu suchen und gehören wieder schwerpunktmäßig in die Öffentliche Hand.
Warum müssen wir mit Geldern aus dem Gesundheitswesen Renditen bedienen?
Überschüsse müssen reinvestiert werden, um die Qualität zu verbessern, und den dort Tätigen ein angemessenes Einkommen zu zahlen.//

Das war auch - von Anfang an - meine Meinung.

Nach dem Reförmchen

soll jetzt als eine Reform kommen, in der es um eine bessere, wenn in meinen Augen auch noch nicht angemessene Bezahlung geht. Zulassung nur, wenn mindestens Tariflohn gezahlt wird.
Aber die Hälfte der betroffenen Pflegekräfte arbeitet ja in bereits bestehenden Einrichtungen, bei deren Betreibern die Meinung vorherrscht, Beifall reicht aus, um die Mitarbeiter glücklich und zufrieden zu stellen. Müssen diese dann auch eine neue Zulassung beantragen?
Ist eine Überprüfung der Arbeitszeiten und Personalschlüssel ohne vorherige Ankündigung vorgesehen?
Sonst ist unsauberen bis kriminellen Machenschaften wie letztens bei dem italienischen "Pflegeheimhedgefond" weiterhin Tür und Tor geöffnet.

Denn Pflegekräfte brauchen vor allem bessere Arbeitsbedingungen. Die es ihnen ermöglichen, ihrem Berufsethos bzw. ihren eigenen Ansprüchen an ihre Arbeit bzw. eine gute Pflege und einen menschenwürdigen Umgang mit den Pflegebedürftigen gerecht werden zu können. Das heißt vor allem: Weniger (Zeit-) Druck wegen zuwenig Arbeitskollegen und zuviel Bürokratie bzw. „Dokumentationspflichten“ (die offenbar weniger der Sicherstellung der Qualität ihrer Arbeit - Stichworte „Berufsethos“ und eigenverantwortliches Handeln - als der Kontrolle der Abrechnungen dienen).

Und wichtigste Voraussetzung dafür, dass auf dem Arbeitsmarkt überhaupt wieder mehr Pflegekräfte zu finden sind ist wiederum nicht nur, dass die Voraussetzungen für die o.g. Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen geschaffen werden, sondern natürlich auch, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird. Was sich nicht zuletzt in einer angemessenen Entlohnung ausdrückt.

ähmm, ich weiß nicht

Nicht tarifgebundene Pflegeeinrichtungen erhalten einen Anreiz, Tarifverträge anzuwenden, die über dem regional üblichen Niveau liegen, indem die Pflegekassen den durchschnittlichen Tariflohn der Region plus zehn Prozent erstatten.

Hört sich für mich so an, als würden die Pflegeeinrichtungen, die nicht nach Tarif bezahlen, sogar noch bessere Geschäfte machen, wenn sie auch künftig unter Tarif bleiben. Oder verstehe ich da etwas nicht?

09:59 von Dr.Volker Bork

Wenn Menschen, die 40 Jahre in der Pflege gearbeitet haben, Renten im Bereich der Grundsicherung bekommen, stimmt etwas nicht.
.
wenn einer in der Pflege arbeitet kriegt er so um die 4.000 Euro
dazu noch möglicherweise Nachtzuschläge sollte er schichten
Also nach 40 Jahren, gibt das mehr als Grundsicherung

Ein richtiger Schritt

Zur Stärkung unseres Gesundheitssystems. Zwar haben wir eines der teuersten Systeme weltweit, aber es ist wenig effizient.

Während die meisten Länder in Europa mit oft deutlich weniger Intensivbetten in der Pandemie ohne die strikten Maßnahmen wie in Deutschland ausgekommen sind, hat man hier einen Dauerlockdown verhängt.

„Doch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich wiederholt ungehalten, weil ihr die Ministerpräsidenten nicht einfach folgten, sondern eine eigene Meinung vertraten. Ende März drohte sie ihnen offen mit dem Machtentzug durch ein Bundesgesetz. Mit der ganzen ihr verbliebenen Autorität als scheidende Kanzlerin vermochte sie schliesslich Mitte April eine Anpassung des Infektionsschutzgesetzes zu erwirken. Dies führte unter anderem dazu, dass bundesweit nächtliche Ausgangssperren durchgesetzt werden konnten – just zu dem Zeitpunkt, als die Infektionszahlen zu sinken begannen und die Zahl der Covid-19-Todesfälle abnahm.“

Peter Rásonyi, NZZ

Das wird einige Pflegebedürftige

hart treffen. Kürzungen der Leistungen werden die Folge sein.
Solange das meiste Geld nicht bei den Pflegenden ankommt wird nichts verbessert.
Die zentralen Strukturen mit überbordender personalintensiver Bürokratie machen alles zunichte.

Gerechte Bezahlung für Pflegekräfte

Für ein gerechte Bezahlung im Gesundheitssystem fehlt schon immer der Mut und der Einsatz unserer Gesundheitspolitiker und auch der Medien , bei den unsinnigen Erhöhungen der Kosten für Rüstung und Militär gibt es immer Einigkeit in der großen Politik

Die

homöopathische Erhöhung des PV-Beitrags um 0,1 %, und das auch nur für Kinderlose, wird nicht (lange) reichen, selbst wenn der Bund kräftig zuschiesst (ich frage mich allerdings, wie das gegenfinanziert werden soll, vermutlich mit neuen Schulden ). Ich erwarte mittelfristig eine kräftige Erhöhung des Beitragssatzes, vielleicht nur für „Reiche“ (so ca. ab 60.000 Euro Jahreseinkommen).

was der staat regelt wird teurer, nicht besser

So wie bei Masken und Tests, werden immer mehr Mittel aufgewendet und die Leistung fur die pflegebedürftigen wird immer schlechter. Und was soll die Erhöhung fur kinderlose? Leisten die nicht einen erheblichen Teil zum Klimaschutz indem sie die Weltbevölkerung nicht weiter erhöhen?

Noch mehr Abgaben der

Noch mehr Abgaben der arbeitenden Bevölkerung. Und wenn es nur eine Steigerung um 0,1 Prozent ist. Diese Politik ist der blanke Wahnsinn nein der blanke Horror!

@Dr.Volker Bork:

Sie sprechen die Grundaufgaben eines Staates an, für die einmal abgemacht wurde, Steuern zu bezahlen. Was daraus gemacht wurde, ist leider eine Farce innerhalb einer Demokratie; Bildung und Sicherheit wurden magersüchtig über den schlanken Staat, die Gesundheit ist verhandelbar über Rendite. - Ohne das Corona-Virus hätten alle Verzögerer der Reform für die Pflegekräfte auch heute noch kein schlechtes Gewissen für die schamlose Ausbeutung aus der Vergangenheit. - Leider wird eine nächste Regierung immer noch am Ball bleiben müssen. -

Beiträge gesetzliche <=> private Pflegeversicherung

Bei der gesetzlichen Pflegeversicherung werden die Beiträge mit 0,1 % nur geringfügig angehoben.

Ich habe als Beamtin eine private Pflegeversicherung, bei der ich 30 % versichern muss., weil mein Beihilfesatz bei 70 % liegt.
Von dieser privaten Pflegeversicherung bekam ich für diese 30 % Versicherunganteil eine Erhöhung zum 1. Juli 2021 um > 42 % auf rd. 45 €. Damit liege ich auf jeden Fall deutlich über den 3,05 %, die ein gesetzlich Versicherter für die Pflegeversicherung aufwenden muss. - anteilig auf 30 % gerechnet.
Die Beiträge bei dieser Pflegeversicherung sind in den letzten Jahren wiederholt um 10 bis 30 % pro Jahr angehoben worden.

Die Leistungen, die ich im Pflegefall mit dieser Pflegeversicherung bekomme, sind genauso hoch, als wenn ich eine gesetzliche Pflegeversicherung hätte.
Aber auch die Beiträge der priv. Krankenversicherung wurden zuletzt sehr stark ( rd 20 %) angehoben.

Ich warne davor, sich privat zu versichern.
Es rechnet sich nicht.

Wie bitte ?

Kinderlose sollen mehr Beitrag in die Pflegeversicherung zahlen ? Na geht es noch ? Schon schlimm das ich keine Kinder habe, nun soll ich auch noch dafür bestraft werden ?
Wie weit kann Diskriminierung gehen ?

wäre es in dieser Diskussion nicht hilfreich

wenn die Redaktion mal Zahlen veröffentlichen würde
die Aussagen in welchem Bereich sich die Löhne und Gehälter,
in dieser Berufsgruppe, sich überhaupt so bewegen !

In früheren Zeiten..

.. war die Unterbringung von Senioren in einem Pflegeheim sehr selten. Heute scheint es eher zur Regel zu werden. Als ich aus beruflichen Gründen vor mehr als 45 Jahren in diese ländliche Gegend umsiedelte, gab es weit und breit keine Seniorenheime - heute sind es sieben (und ein weiteres ist im Bau). Meiner Ansicht nach ist dies eine groteske Fehlentwicklung. Die Einführung der "Pflegeversicherung" hat der Entsorgung alter Familienmitglieder leider zusätzlichen Auftrieb verliehen. Wie soll das weitergehen? Es gibt sicherlich zahlreiche Gründe und Entschuldigungen für diese neue Mode, doch von geeigneten Maßnahmen , diese Entwicklung zu bremsen oder sogar umzukehren , habe ich bisher nichts gehört oder gelesen. Also laßt uns ein Volk von Altenpflegern werden !

Grundsätzlich richtig, aber

warum sollen hier wieder einmal die kinderlosen zur Kasse gebeten werden? Wir zahlen ohnehin schon die meisten Abgaben. Wenn schon eine Erhöhung der Beiträge dann bitte fair und für alle Beitragszahler

@ um 10:28 von Sisyphos3

Wenn jemand in der Pflege arbeitet, bekommt er nur in Ausnahmefällen 4000€ brutto im Monat. Nur bei wenigen Arbeitgebern im Pflegebereich wird ein solches Gehalt gezahlt und dann auch nur noch als Bestandsschutz für wenige ältere Arbeitnehmer, die es tatsächlich geschafft haben, lange genug in diesem Job durchzuhalten. Ansonsten wurden die Tarifverträge schon vor 10 - 15 Jahren für Neueinstellungen um mehrere Hundert € gesenkt und die Anwartschaftszeiten zur nächsthöheren Lohngruppe verlängert.
Und selbst wenn man tatsächlich dieses Gehalt bekommt erreicht man damit vielleicht eine Rente, die ein paar Euro höher ist, als die Grundsicherung.
Der Durchschnittsverdiener wird als Rentner in Zukunft eine Rente bekommen, die in etwa so niedrig ist, dass noch keine Ansprüche auf Unterstützung entstehen.
Zum Leben zu wenig, zum sterben zu viel.
Und immer ganz knapp an der Armut vorbei.
Dieses Problem besteht auch für Pflegekräfte.

Ihr Zitat:
Doch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich wiederholt ungehalten, weil ihr die Ministerpräsidenten nicht einfach folgten, sondern eine eigene Meinung vertraten.
----
Was in den Konferrenzen mit den Ministerpräsidenten diskutiert wurde, wird nicht immer veröffentlicht.
Dass Merkel sicher nicht immer die besten Ideen hat und dabei nur schlecht beraten wird (z. B. Altmaier, z. B. Spahn, etc.), ist aber schon aufgefallen, nicht erst in Zeiten dieser Pandemie sondern auch in den 16 Jahren zuvor.
Es ließe sich vieles besser machen in der "Politik" Merkels, wenn man das häufige "Aussitzen" von Problemen als Politik bezeichnen will.
Was ich mich aber immer frage, wenn es um Fr. Merkel geht ist, wieso nur wurde sie fortlaufend gewählt? Merken diejenigen, die sie wählen, denn gar nichts mehr?
Denn die Union bekommt sicher auch Stimmen von Wählern, die keine Vorteile der Politik der Union für sich haben, also von Menschen mit niedrigerem Einkommen/Vermögen.
<= Unfassbar für mich

um 10:18 von Bernd Kevesligeti

Bundesregierung einigt sich auf Änderungen bei
Die Privatisierungen der letzten 30 Jahre haben bewirkt, daß nur noch 5 Prozent des Altenpflegepersonals bei öffentlichen Trägern arbeitet. Folge: Die
dominierenden Dienstleister in der Pflege arbeiten zu 58 Prozent im Niedriglohnbereich, in Ostdeutschland sind es 78, 5 Prozent.
Außerdem tut eine offensivere Tarifpolitik der Gewerkschaften not.

Für Verbesserungen in der Pflege sollten aber nicht die Beitragszahler in die Pflicht genommen werden. Sondern die profitablen Pflegeunternehmen (siehe Dividenden).
-------------------------
Pflegekräfte sollten sich gewerkschaftlich organisieren und Betriebsräte wählen. Nur eines von zehn privaten Pflegeheimen hat einen Betriebsrat. Dabei gibt es viel, für das es sich zu kämpfen lohnt: weniger Zeitdruck, mehr Gehalt und selbstbestimmtere Arbeitszeiten.

Differenzierung tut not

@Sisyphos3 um 10:28

>>09:59 von Dr.Volker Bork
Wenn Menschen, die 40 Jahre in der Pflege gearbeitet haben, Renten im Bereich der Grundsicherung bekommen, stimmt etwas nicht.<<
.
„wenn einer in der Pflege arbeitet kriegt er so um die 4.000 Euro
dazu noch möglicherweise Nachtzuschläge sollte er schichten

Also nach 40 Jahren, gibt das mehr als Grundsicherung“
.
Das stimmt nur dann wenn es sich um eine ausgebildete Pflegekraft handelt. Es gibt aber tatsächlich viele, insbesondere Frauen, die nur Hilfstätigkeiten ausführen. Z.B. Einkaufshilfe, Spaziergänge, Spiele uns. Das sind Menschen I.d.Regel aus Ausbildung. Und die bekommen natürlich deutlich weniger als 4000 Euro.

10:59 von Quakbüdel Was

10:59 von Quakbüdel

Was wollen Sie denn ? Einsam und alleine zu Hause vor sich hin vegetieren ?
Sie können doch wohl nicht - wie noch vor 50 Jahren üblich - erwarten, das Ihre Kinder sich um Sie kümmern. Neben dem Beruf, der eigenen Kinder, der Krankheiten ( die kommen wenn man älter wird - auch für die " Kinder " ) usw. .

// Also laßt uns ein Volk von Altenpflegern werden ! //

Das scheint mir Ihr anliegen zu sein, denn die Zukunft Ihrer Kinder haben Sie nicht
" auf dem Schirm". Siehe oben.

um 10:59 von Sisyphos3

wäre es in dieser Diskussion nicht hilfreich
wenn die Redaktion mal Zahlen veröffentlichen würde
die Aussagen in welchem Bereich sich die Löhne und Gehälter,
in dieser Berufsgruppe, sich überhaupt so bewegen
--------------
Monatliches Bruttoentgelt im öffentlichen Dienst
Pflegehelfer verdienen hier zwischen 1.700 – 2.600 Euro, Pflegefachkräfte mit Berufsausbildung 2.150 – 3.100 Euro, Pflegefachkräfte mit Bachelorstudium 2.600 – 4.900 Euro und Masterabsolventen 3.500 – 5.900 Euro.

Das Gehalt hängt zum einen von der Qualifikation ab, zum anderen von der Berufserfahrung. Weiterbildung durch ein Studium zahlt sich finanziell also aus, wenn man das Glück hat, eine Anstellung im öffentlichen Dienst zu haben. Mit den Entwicklungsstufen gibt es außerdem mehr Geld mit dem Anstieg der Jahre an Berufserfahrung.egen !

um 10:28 von Sisyphos3 09:59 von Dr.Volker Bork

[,,Wenn Menschen, die 40 Jahre in der Pflege gearbeitet haben, Renten im Bereich der Grundsicherung bekommen, stimmt etwas nicht."]

,, .
wenn einer in der Pflege arbeitet kriegt er so um die 4.000 Euro
dazu noch möglicherweise Nachtzuschläge sollte er schichten
Also nach 40 Jahren, gibt das mehr als Grundsicherung"

Die wenigsten AN in der Pflege haben einen Master oder Bachelor und sie sind in der Mehrzahl keine PdL und verdienen meist nicht mal die Hälfte Ihres Phantasielohns.

Aber genau da wollten Sie ja hin. ,,Hätten ja bessere Ausbildung machen sollen und jeder ist seines..."

Es kann jede(n) treffen zu jeder Zeit. Ich kenne einen Menschen, der plötzlich auf der anderen Seite war und der 'zu Pflegende'. Er hat sich jahrelang kaputt geschuftet für Hungerlohn und er weiß genau, welche Art Menschenbild hinter der Verachtung steht, die der Beruf zusätzlich durch die geringe Entlohnung in diesem Land erfährt. Ihre Geringschätzung passt da leider gut hinein.

Informieren Sie sich.

@ Sisyphos3

Krankenpflege und Altenpflege sollte man hier nicht durcheinander werfen.

Die Niedriglohnsektor sollte im wesentlichen eine Eigenschaft der Altenpflege sein.
Durchschnittsgehalt dort ist 2700 Brutto.

Nix da 4000

Pflegereform ist in Wirklichkeit ein Pflegereförmchen

Ggf 300€/Monat brutto mehr...

Und das in der Zukunft ab September 2022...

Und es werden Anreize geschaffen, dass mittels Freiwilligkeit in etwa Tariflohn gezahlt wird.

Bedeutet :
Es ist ein Inflationsausgleich in der Bezahlung geschaffen worden.

Mit dem Konzept können ggf. Pflegekräfte aus Osteuropa abgeworben werden.
Und hier ist das Potential weitgehend abgegrasst.

Wenn der Bundesgesundheitsminister den Pflegenotstand - nicht nur in Alten u. Pflegeeinrichtungen etc sondern auch auf den Intensivstationen - endlich beenden will , dann muss mehr her.

Die Top Kräfte arbeiten in z. B in der Schweiz oder in Schweden, und da wird ganz was anderes geboten...
Hier muss jetzt schnell der Bundesgesundheitsminister mal hingucken damit er weiß wo es lang gehen muss.

ich könnte schon wieder ...

aber ich verkneife es mir. Die allfällige Empörung der Beitragszahler darüber, dass die Sätze der Pflegeversicherung erhöht werden sollen, ist ja wirklich entlarvend. Das ist nichts anderes, als zu verlangen, dass sich in der Bezahlung in der Pflege gar nichts verändern soll. Man könnte sogar so arguemtnieren, dass die Beitragssätze sinken könnten, wenn die Mitarbeiter dort noch schlechter bezahlt würden.
Ich bin ebenfalls kinderlos, und für mich erhöhen sich die Beiträge zur PV auch. Aber ich kann diesen unverschämten Egoismus nicht nachvollziehen.

@Boscoe - Generationenvertrag

11:00 von Boscoe:
"Grundsätzlich richtig, aber warum sollen hier wieder einmal die kinderlosen zur Kasse gebeten werden?"

Es werden alle zur Kasse gebeten. Die Beitragszahler mit Kindern werden allerdings etwas entlastet, weil diese mehr als genug Geld für ihre Kinder ausgeben. (Laut dem statistischen Bundesamt kostet ein Kind bis zum 18. Lebensjahr 148.000 Euro.)

Ohne Kinder gäbe es auch keine Altenpflege.

@11:00 von Boscoe

"Grundsätzlich richtig, aber
warum sollen hier wieder einmal die kinderlosen zur Kasse gebeten werden?"

Bei alten Menschen mit Kindern übernehmen in vielen Fällen die Kinder die Pflege, solange sie sich in der Lage sehen, das leisten zu können. Diese Menschen kommen im Schnitt später in Pflegeheime als kinderlose.

Daher halte ich es durchaus für fair - sage ich als kinderloser.

Auf Kommentar antworten...

Am 30. Mai 2021 um 09:59 von Dr.Volker Bork

Bildung, Sicherheit und Gesundheit sind Kernaufgaben unseres Staates.

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Denn kann ich Ihnen voll und ganz zustimmen. Privatunternehmen sind darauf bedacht Gewinne zu erzielen und dabei auch Einzusparen was möglich ist. Das war vorrauszusehen! Man sieht ja was durch Kürzungen in Gesundheitswesen, in der Bildung oder zb. im öffendlichen Dienst geworden ist... Was jetzt geplant ist, wird nicht mehr sein als eine weitere Flickschusterei !

Größe Erwartungen

"Zumindest Löhne in Höhe eines Pflege-Tarifvertrages"-
"in Höhe"- wie dicht dran ist das denn?

@Zeit-los um 10:58 Uhr

"Wie bitte ?
Kinderlose sollen mehr Beitrag in die Pflegeversicherung zahlen ? Na geht es noch ? Schon schlimm das ich keine Kinder habe, nun soll ich auch noch dafür bestraft werden ?
Wie weit kann Diskriminierung gehen ?"

Volle Zustimmung! Das ist Diskriminierung, wie sie kaum inhumaner und asozialer sein könnte. Obwohl ich ebenfalls Betroffener bin, allerdings, weil ich mich schämen würde, jetzt Kinder zu zeugen, mit dem Wissen, dass sie später auf Erden qualvoll leiden müssen, da wir Alten die Lebensgrundlagen auf der Planetenoberfläche vollkommen zerstört haben werden... was heisst werden, der unumkehrbare Kipppunkt der Naturvernichtung ist schon überschritten.

Am 30. Mai 2021 um 10:59 von Quakbüdel

In früheren Zeiten..
.. war die Unterbringung von Senioren in einem Pflegeheim sehr selten.
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In früheren Zeiten reicht eine Arbeit und ein Lohn um eine Familie zu ernähren. Ein Pflegebedürftiges Familienmitglied wurde in der Familie versorgt.
Das geht jetzt nicht mehr.

@ pemiku

Sie wurden beklatscht und als Held(inn)en gefeiert.
Und das ist jetzt alles?

Was denn noch?
Es kann nicht jeder bezahlt werden wie ein Ingenieur.

10:32 von covid-strategie

Wieder einmal völlig am Thema vorbei.
Sie mögen Frau Merkel nicht. Das ist Ihre Meinung. Aber es ist unglaubwürdig eine rechte ausländische Zeitung zu zitieren, die gar nichts zum Titelthema schreibt.

@ Quakbüdel

In früheren Zeiten..
.. war die Unterbringung von Senioren in einem Pflegeheim sehr selten.

In früheren Zeiten war ja auch eine medizinische Versorgung sehr selten.
Und viele andere Dinge werden vom idyllischen Nolstalgie-Narrativ ebenso gern ausgeblendet.

Auf Kommentar antworten...

Am 30. Mai 2021 um 10:50 von born-in-1964

Und was soll die Erhöhung fur kinderlose? Leisten die nicht einen erheblichen Teil zum Klimaschutz indem sie die Weltbevölkerung nicht weiter erhöhen?

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Nein, tun sie nicht...
Aber was hat Kinderlosigkeit in Deutschland mit Klimaschutz und einen Anstieg der Weltbevölkerung zu tun ?

Auf Kommentar antworten...

Am 30. Mai 2021 um 11:29 von Nachfragerin

(Laut dem statistischen Bundesamt kostet ein Kind bis zum 18. Lebensjahr 148.000 Euro.)

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Ohne Kinder gäbe es auch keine Altenpflege.
Den Generationenvertrag gut erklärt...

Höhere Belastung für Kinderlose

Warum bitte werden kinderlose mal wieder mit einer höheren Belastung konfrontiert? Dann bereits mit 3,4 Prozent des Bruttolohns allein für die Pflegeversicherung(!!!), so wichtig und richtig eine Reform und Erhöhung der Vergütung auch ist. Worauf basiert diese Ungleichbehandlung, die weder rechts- noch verfassungskonform sein sollte? Das Gleichheitsprinzip mal eben über den Haufen geworfen, für etwas, wofür viele nicht mal etwas können. Unsäglich. Diese Dikriminierung ist vom Bundesverfassungsgericht zu prüfen.

@ tagesschlau2012

In früheren Zeiten reicht eine Arbeit und ein Lohn um eine Familie zu ernähren.

In früheren Zeiten gab es jedoch auch Hungersnöte. Und da reichte es eben nicht zur Ernährung. Vielleicht wurde es sich lohnen, sich mal über die "früheren Zeiten" zu informieren.


Ein Pflegebedürftiges Familienmitglied wurde in der Familie versorgt.
Das geht jetzt nicht mehr.

Das geht jetzt auch noch und Sie wären erstaunt, wenn Sie sich informieren würden, wie oft das vorkommt.

Allgemeine Lohnsteigerungen für die unteren 50% der Einkommen

Das Problem ist, dass viele Löhne viel zu niedrig sind in D: wenig Lohn, wenig Geld für Gesundheit und Pflege. Die Niedriglohnpolitik der letzten 30 Jahre hat die Kommunen verschuldet, die Renten abstürzen lassen und gefährdet immer stärker die sozialen Sicherungssysteme. Es geht auch anders, wie Schweiz und Schweden zeigen. Also: Gute Pflege und Gesundheit in einer auch wirtschaftlich gesunden Gesellschaft. Dahin müssen wir die BRD weiterentwickeln.

@ um 11:21 von hesta15

Zu Ihren Zahlen muß berücksichtigt werden, dass Pflegefachkräfte mit Studium u/o Masterabschluss nur in den allerseltensten Fällen tatsächlich in der Pflege arbeiten.
Die sind eher in administrativen Positionen beschäftigt und nicht direkt am Kunden.
Das ist eben auch ein Problem des Fachkräftemangels. In anderen europäischen Ländern hat eine Pflegekraft ebenso ein abgeschlossenes Studium wie es auch Kiga - Personal haben muß.
Für studierte Fachkräfte, die direkt am Menschen arbeiten, ist nicht nur die Bezahlung zu lächerlich für diese Arbeit, sondern auch die Arbeitszeiten.

@ WM-Kasparov-Fan

Na geht es noch ? Schon schlimm das ich keine Kinder habe, nun soll ich auch noch dafür bestraft werden ?

Warum sehen Sie gleich überall eine Strafe? Es geht doch offensichtlich um praktische Solidarität. Sie zahlen jetzt mehr und können im Alter auf die Solidarität der nächsten Generation bauen, deren Pausenbrote Sie selbst nicht schmieren mussten.

@ Coachcoach

Das Problem ist, dass viele Löhne viel zu niedrig sind in D: wenig Lohn, wenig Geld für Gesundheit und Pflege. Die Niedriglohnpolitik der letzten 30 Jahre hat...

Solche Sprüche kann ich nicht nachvollziehen. Ok, jeder hätte gern mehr Geld. Aber zeigen Sie mir mal Länder in Europa, wo die Löhne höher sind. Da gibt's außer den Steuersparländern Schweiz und Luxemburg nicht viel.

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