Kommentare - Tag der Diversität: Wie vielfältig ist der Bundestag?

18. Mai 2021 - 16:17 Uhr

Wenig Frauen, wenig Menschen mit Migrationsgeschichte, wenig Muslime, wenig Menschen mit Behinderung - wie sieht es aus mit der Vielfalt im Bundestag? Darüber sprach Uwe Jahn mit diversen Abgeordneten.

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Kommentare

Das ist auch mit Quote nicht

Das ist auch mit Quote nicht zu ändern.
Wenn keine Frauen, Eingeschränkte ( Behindert klingt abwertend) , Ausländer, etc zur Wahl stehen, kann man sie nicht wählen. Und wenn sie zur Wahl stehen, muss man sie noch lange nicht wählen. Das gibt unser Wahlgesetz nicht her.
Zu viele Alte im BT?
Das liegt vieleicht am Parteiensystem. PassivesWahlrecht mit 21. Aber wo ist man da im Wahlkreis? An Stelle 105? Man wird mit 25 auch nicht gleich CEO.

Im Bundestag herrscht keine Vielfalt

Das liegt daran, dass im Bundestag z. T die Abgeordneten/innen ca 10J. - ca. 20J. im Bundestag weilen.
Ein Großteil der Abgeordneten /innen sind Hinterbänkler/innen, welche nicht sonderlich in Erscheinung treten.
Die Praktiker /innen sind in den einzelnen Fachgebieten kaum zu finden (z. B. Gesundheitswesen, Digitalisierung, Stromtrassen für Windenergie und Sonnenengie).

Dafür gibt es jede Menge Theoretiker /innen in den einzelnen juristischen Bereichen.
Im Hintergrund agieren Nutznießer, Experten /innen ohne Praxis in ihrem Fachbereich, Begünstigte, Lobbyisten, und Selbstbereicherer/innen.

Das Alles und noch viel mehr hat zur völligen Einseitigkeit im Bundestag geführt.

"Ist beispielsweise der

"Ist beispielsweise der Deutsche Bundestag so divers wie die Menschen im Land?"

Muss er das denn sein und wenn ja, warum? Schließlich wird in keiner Institution/Firma die Gesellschaft genau abgebildet. Die Antwort bleibt der Artikel leider schuldig.

wird das nicht etwas übertrieben ?

es ist doch mir egal ob da ne Frau sitzt oder eine Mann (oder ein Gender)
Aber spätestens bei Religion und sexueller Orientierung, ist das nicht Privatsache ?
Klar sollte das Parlament ein Abbild der Gesellschaft sein,
Maurer, Fliesenleger und Gipser, nicht nur Juristen und Lehrer
auch politisch desinteressierte (Nichtwähler) - was ja ein Widerspruch wäre
aber dann bitte auch Rechts und Linksradikale, Terroristen und Kriminellen
wobei Letztere scheinen mir überproportional vertreten

Und Berufe? Was ist mit Status "Beamte"?

Diversität ist im Bundestag schon lange nicht mehr gegeben, wenn das jemals der Fall war.

Wie sollte sich das jemals ändern, wenn der Bundestag für seine eigenen Änderungen sorgen soll? Es funktioniert nicht mal mit der Anzahl der Abgeordneten.

Wie sieht gute Repräsentation aus?

Grundsätzlich ist das Ziel, dass die Bevölkerung möglichst gut im Parlament repräsentiert ist richtig - auch damit sich alle Menschen mitgenommen und in ihren Anliegen angemessen vertreten fühlen.

Einen möglichst großen Erfahrungsschatz durch verschiedene Lebenswege in die parlamentarische Arbeit einzubringen, ist sicherlich ebenfalls nicht verkehrt.

Trotzdem finde ich, dass der Anspruch, dass eine 1:1 Abbildung der Bevölkerung im Bundestag ideal wäre, zu kurz gedacht ist.

Die Annahme, dass z.B Frauen nur von einer weiblichen Abgeordneten angemessen vertreten werden können, kommt mir befremdlich vor - mit dem Direktkandidaten meines Wahlkreises fühle ich mich jedenfalls nicht im Speziellen verbunden. Im Gegenteil: Ich befürworte sogar die Abschaffung der Direktmandate zugunsten eines reinen Verhältniswahlrechts.

Ein hoher Anteil an Jurist*innen macht dagegen Sinn, weil es sich nun einmal um die Legislative handelt.

queere Menschen unterrepräsentiert..?

"Ein Signal ist auch, dass Lehmann offen und erkennbar für queere Menschen eintritt: Er ist schwul und weiß, wovon er spricht. Zwar gibt es noch ein gutes Dutzend mehr queere Menschen im Parlament, aber sie sind deutlich unterrepräsentiert."

Ich kenne mich da - ehrlich gesagt - nicht ganz so gut aus. Aber ein "gutes Dutzend queere Menschen" dürfte doch relativ repräsentativ sein im Vergleich zur Gesamtbevölkerung...

Selbst wenn das in Relation nicht ganz 1:1 wäre - das muss es ja auch nicht. Es gibt auch mehr Männer als Frauen und mehr Ältere als Jüngere. Und für fast alles gibt es auch gute Gründe.

Der Azubi ist der Junge und der erfahrene Chef der Alte. So macht es Sinn und ergibt sich in der Regel von alleine..

Der Frauenanteil im deutschen

Der Frauenanteil im deutschen Bundestag liegt gegenwärtig bei 31 Prozent. fordert Parität, also Halbe-Halbe. Ungefähr so wie im richtigen Leben.
-
was versteht Kiziltepe unter dem normalen Leben ?
Frauenanteil bewegt sich bei den Mitgliedern der GRÜNEN bis zur AfD
von 41 % bis 18 %
Wird halt schwierig in Parteien wenn weniger Frauen dort sind als zu vergebende Mandate

Wer kann sich einen Wahlkampf leisten?

Das Grundproblem besteht darin, dass es dem Durchschnittsbürger von der Straße an Geld und Zeit fehlt, um Wahlkampf zu betreiben. Er benötigt die Unterstützung einer Partei und die wollen nun mal nicht jeden.

16:41 von mispel

Muss er das denn sein und wenn ja, warum?
.
genau um das dreht es sich
so langsam wird es pathologisch
Machen wir es wie in Belgien ?
wenn der Bürgermeister Flame ist muß sein Stellvertreter Walone sein und umgekehrt
bzw. auf unsere Verhältnisse Schwaben, Bayern .... Berliner vor allem aber Ost und West nicht vergessen

@ mispel, um 16:41

An so etwas Ähnlichem wie Sie schreiben grübelte ich auch herum.

Wenn der Artikel überzeugend darlegen könnte, dass durch mehr Diversität die Qualität der Arbeit des Bundestages verbessert oder ein vorhandener Nachteil der unterrepräsentierten Diversitäten behoben oder gemindert werden würde, wäre ich sofort dabei.

Geht es aber nur um zeitgemäße Vielfalt, die außer eben dieser nichts bewerkstelligt, kann man sich die Diskussion womöglich schenken.

@16:41 von mispel

"Muss er das denn sein und wenn ja, warum? Schließlich wird in keiner Institution/Firma die Gesellschaft genau abgebildet. Die Antwort bleibt der Artikel leider schuldig."

Das kann man sich ja wünschen. Doch liegt die Antwort nicht im rumdoktoren an den Symptomen per Quote. Wenn man sich dem Thema wirklich stellen will muss man darüber reden was "diverse" davon abhält eine politische Karriere anzustreben, besonders bei Frauen offensichtlich.
Das ist aber viel zu kompliziert/anstrengend und die Antworten könnten einem nicht gefallen.

16:31 von Bender Rodriguez

genau daran erkennt man was für Sorgen einige in unserem Land so umtreibt

Wenn man zugrunde legt, dass

Wenn man zugrunde legt, dass wir Beauftragte für Schwerbehinderte und Frauenbeauftragte (werden mittlerweile nur anders genannt) haben, kann man daraus schließen, dass das Bewusstsein um Benachteiligungen im gesellschaftlichen Leben und entsprechende Gegenmaßnahmen durchaus vorhanden sind. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass Muslime noch mehr benachteiligt und Ressentiments ausgesetzt sind, als zB eine Frau. Dennoch haben wir keinen adäquaten Beauftragten für diese Gruppe. Auch dieser Umstand hat einen Erklärungscharakter und lässt Raum für Interpretationen zu.

Da wird es

mehrere Gründe geben, erstens müssen sich solche Personen zur Wahl stellen, dürfte für einige schwierig sein, dann muss man auch noch Lust auf Politik und Partei haben.
Und die Wähler müssen auch noch dafür sein.
Zweitens ist ein nicht geringer Teil, schon immer drin, denn seit Jahren fallen einem ja die selben Nahmen auf.
Liegt auch an unserem System, weil es keine Begrenzung der Zeiten gibt, weder für Kanzler noch für Abgeordnete, und so lange das so ist, halten sich ein Großteil ihr Leben dort auf.
Änderung für die Zeit auf 2 mal 4 Jahre, für Beide Dinge, und Aufhebung des Koalitionszwanges bei Abstimmungen, der Abgeordnete ist ja seinem Wähler verpflichtet, währen eine denkbare Option.

Da würde sich einiges ändern.

Vielfalt

Vielfalt an sich ist kein Wert. Ich würde einen Menschen in den Bundestag wählen der meine Interessen vertritt. Unabhängig von allen anderen Umständen. Die besten Ideen sollten gewinnen.

Der Bundestag soll die Gesellschaft abbilden

Gehen wir durch unsere Gesellschaft, dann sehen wir schnell offensichtliche Minderheiten: Frauen. Die Gründe sind vielschichtig, dass sie nicht kandidieren. Kinderstube und Familie sind eine Tatsache, die fordert. Manche Familienministerin musste sehen, dass Ferienzeiten, Mutterschutz usw. in der Bundestagswelt nicht gilt. Minister wie Abgeordnete werden stets gebraucht. Als Abgeordnete in Berlin Zwischenwohnung haben, trennt von Familie. Da kommt viel zusammen. Kann man ja auch bis in die eigene politische Gemeinde sehen, wieviele Frauen da sind. Und auch die Vertreter aus Berufsschichten sind nicht austariert, wie es schön wäre. Handwerker, Selbständige sind eher selten dabei. Die braucht ihr Betrieb. Viele sind auch aus unserem Völkchen auch garnicht willig mitzumachen. Der letzte Sozialhilfempfänger sagte mir: er habe nicht Geld und Outfit, sich in der Politik zu engagieren. Auch da fangen Probleme an, die die meisten unter uns nicht auf dem Schirm haben.

Viele Abgeordnete wünschen sich mehr davon.

Wenig Frauen, wenig Menschen mit Migrationsgeschichte, wenig Muslime, wenig Menschen mit Behinderung - wie sieht es aus mit der Vielfalt im Bundestag?
.
... und was wünscht sich der Bürger sprich Wähler ?

und Abgeordnete mit Migrationshintergrund
bei der Linken 19 % den Grünen 15 % der SPD 10 %
bei der CDU 3 % der FDP 6,3 %
und man höre und staune der AfD bei 8 %

...ttestEineMeinung: #Kleine Anekdote

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich mal einen CDU-Lokalpolitiker fragte, was er von der Quotenregelung im Bundeskabinett halte.

Er konnte mir sehr eloquent und nachvollziehbar erklären dass es ja nicht auf das Geschlecht ankomme, sondern auf die Eignung für die Ministerposten.

Als ich ihn darauf hinwies, dass ich eigentlich nicht die Frauenquote meinte, sondern den Regionalproporz, also die Verteilung von Posten je nach Stärke der Landesverbände, liess seine Eloquenz etwas nach.

Ernst beiseite:

Ich freue mich auf eine Zeit in der es egal ist wie man aussieht oder mit wem man kuscheln möchte und nur noch wichtig wie man handelt.

Nicht weil die Angst vor dem Fremden in uns verschwände, sondern weil wir durch genaueres Hinschauen sehen können dass die Unterschiede marginal sind.

Nur jene, die immer wen brauchen auf den sie herabschauen können, die nationalistisch, gläubig oder heterosexuell sind, weil sie sonst Nichts sind, werden sich auch da wieder selbst ausschliessen!

16:41 von mispel

"Muss er das denn sein und wenn ja, warum? Schließlich wird in keiner Institution/Firma die Gesellschaft genau abgebildet. Die Antwort bleibt der Artikel leider schuldig."

Der Bundestag ist keine Firma, die Waren und Dienstleistungen anbietet. Die Abgeordneten werden gewählt, damit sie die Interessen der Bevölkerung repräsentativ vertreten.

Auf Kommentar antworten...

Am 18. Mai 2021 um 16:31 von 0_Panik

Im Bundestag herrscht keine Vielfalt
Das liegt daran, dass im Bundestag z. T die Abgeordneten/innen ca 10J. - ca. 20J. im Bundestag weilen.

###

Nun ja. Wer einmal ein Mandat im Bundestag bekommen hat, wird wohl auch nur ungern nach nur vier Jahren darauf verzichten wollen. Er wird versuchen sein Wahlbezirk dann auch bei der nächsten Wahl zu gewinnen...
Es ist übrigens nicht einfach überhaupt in seiner Partei einen guten Listenplatz zu ergattern wenn man sich als einfaches Parteimittglied aufstellen lassen möchte. Es ist nun einmal so, das man dafür eine gute Lobby und Verbindungen braucht. Und da haben nun einmal Akademiker oder Beamte klare Vorteile gegenüber ein/e Arbeiter/in ...

Demokratie lebt vom Mitmachen

Nie war es so einfach, sich mit einem Wunsch oder einem Anliegen Gehör zu verschaffen: Alle Abgeordneten des Bundestages haben zumindest über ihre Büros Kontaktmöglichkeiten: Social Media, E-Mail, Telefon oder klassisch per Brief. Man kann auch eine Petition starten und wird bei genug Unterstützung vom Petitionsausschuss des Bundestages angehört usw.

Motiviert eine diverse Repräsentation Menschen dazu, sich an ihre Abgeordneten zu werden und stärkt dies das Vertrauen in die Demokratie? Ich denke ja.

Dennoch bleibt bei allen Anliegen die Werte des Abgeordneten die entscheidende Gemeinsamkeit, auf die man wirklich achten sollte. Sie lassen sich aus politischen Positionen und Parteizugehörigkeit relativ gut ableiten.

Politisch stehe ich beispielsweise einer anderen Partei nahe, als der Direktkandidat meines Wahlkreises. Insofern sind meine Anliegen bei meinem Direktkandidaten weniger gut aufgehoben als bei "fremden" Abgeordneten "meiner" Partei.

Alte sind viele im Parlament

Liegt aber auch an vielen einfachen Dingen: berufstätig sein und unten im politischen Ehrenamt beginnen, um die Karriere nach oben zu machen, gelingt den Jungen selten. Die meisten Älteren sind verrentet, pensioniert oder in einem Alter und Lebensumfeld, das ehrenamtliches Arbeiten zulässt. Wer in den Beruf Politiker gegen Entlohnung wechselt, hat schon eine lange Zeit unten gearbeitet. Oft können sich nur jene beurlauben lassen, die im Betrieb Rückhalt haben oder eine Kanzlei besitzen (viele Juristen haben wir). Freistellung ist eben auch nur ein unsicheres Ziel, wenn man jung ist und nicht als Politiker auf Lebenszeit enden will. Es gibt viele Studien und Untersuchungen, warum wir einen Bundestag haben, wie er ist. Auch Politik und ihr Image tragen Teil daran, wie man aufgestellt ist. Da machen unser Völkchen und viele Neider das Leben auch nicht einfacher. Immer zu pendeln vom Wohnort zum Parlament hat auch nicht für jeden Anreiz. Also, viele Ansichten eines Parlaments.

Auf politische Korrektheit achten.

Die Qualifikation der Abgeordneten darf künftig keine Rolle mehr spielen. Alles andere wäre politisch inkorrekt.

Wie vielfältig ist der Bundestag?

In vielen Punkten sind sich alle *** einig.
Diäten und keine Steuersenkungen für Bürger und Rentner.

Also ist dann eigentlich für uns egal wer regiert.

@mispel, 16:41

"Ist beispielsweise der Deutsche Bundestag so divers wie die Menschen im Land?"
Muss er das denn sein und wenn ja, warum? Schließlich wird in keiner Institution/Firma die Gesellschaft genau abgebildet. Die Antwort bleibt der Artikel leider schuldig

In der Fußballnationamannschaft ist auch nicht der Bevölkerungsquerschnitt abgebildet. In einer KiTa übrigens auch nicht, und auch nicht in einem Seniorenheim.
Dort werden die Mitglieder allerdings auch nicht gewählt. Und schon gar nicht sollen sie die Interessen der Bürger vertreten. Parlamente sind keine Firmen, wussten Sie das nicht?
Sie hätten kein Problem damit, wenn der Bundestag aus lauter Maskenherstellern oder aus 100% Imfgegnern bestehen würde?

Was ist eigentlich Diversität?

Wenn eine Gruppe möglichst vielfältig zusammengesetzt ist?
Also, dann ist der Bundestag eindeutig zu homogen.
Wie viele SauerländerInnen sitzen denn dort?
Ich kenne nur einen.
(F. M.)
Wie viele SiegerländerInnen?
Und die VegetarierInnen, sind die auch vertreten?
Wieviele Junggesellen?
Und wieviele Junggesellinnen?
Was ist mit den chronisch Kranken? Oder sind alle gesund?
Und die Verrückten?
Ich hoffe, die sind auch mit im Boot.
Apropos Boot: wieviele Kapitäne sitzen dort.
Wie viele Kapitäninnen?
So viele Fragen...

Hier hilft zum Glück ein Blick in das Grundgesetz.
Und auch wenn man die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts berücksichtigt (was man muss), gibt es zum Glück keine Pflicht, das Parlament nach dem Muster zusammensetzen, das man gerade so im Kopf hat.
So ist das in der Demokratie. Zum Glück.

Ich kritisiere ja ...

... ja eher, daß hauptsächlich Berufspolitker im Bundestag sitzen, statt ganz normale Arbeitnehmer, Klein- und Großunternehmer, Arbeitslose und und und.
Viele Mandatsträger leben aufgrund ihres lang anhaltenden Mandats in einer Art Filterblase und bekommen von den realen Nöten und Problemen gar nichts mit bzw. gehen darüber hinweg. Oder nutzen diese gar zur persönlichen Bereicherung aus.
Nicht nur die Amtszeit eines BK sollte begrenzt werden, auch die Amtszeit der Abgeordneten sollte auf max. 2 Legislatúrperioden beschränkt werden.
Damit würde sich auch viel von der im Artikel angesprochenen Problematik in Luft auflösen. Und Korruption, Vetternwirtchaft, krumme Geschäfte etc. kann dadurch, zwar nicht verhindert, aber wesentlich eingeschränkt werden.

Am 18. Mai 2021 um 16:41 von mispel

"Ist beispielsweise der Deutsche Bundestag so divers wie die Menschen im Land?"

Zitat: Muss er das denn sein und wenn ja, warum? Schließlich wird in keiner Institution/Firma die Gesellschaft genau abgebildet. Die Antwort bleibt der Artikel leider schuldig.

Eine Firma ist ja auch kein gesellschaftliches Repräsentativorgan.

Jetzt geht bestimmt ein Aufschrei durch das Forum

aber teilweise liegt das mangelnde Interesse vieler möglicherweise geeigneteren und kompetenteren Personen auch an den, im Vergleich zur Wirtschaft, eben nicht sehr guten Einkommen. Wer natürlich einmal Minister ist oder war, ist damit nicht gemeint, wohl aber die Politiker der 2. u. 3. Reihe. Man wird ja nicht als Minister in den Bundestag gehievt, sondern hat zumeist einige Jahre "niedere Dienste" versehen, die auch, je nach Wahlausgang, keineswegs immer sicher sind.
Wer wirklich kompetente Menschen, die fit und zeitgemäss im Thema z.B. Digitalisierung sind, muss Anreize setzen. Da reicht die Aussicht auf eine super Pension in 30 Jahren kaum aus. Wer sintzt denn vorwiegend dort ? RA'e, Lehrer in der Hauptsache.
Ich habe, das ist jetzt allerdings schon ca. 3-5 Jahre her, einmal gelesen, dass die Kosten unserer parlamentarischen Demokratie bei 35 ct./Monat/Bürger liegen und damit weit unter denen von in etwa vergleichbarer Staaten. Die Pensionen sind allerdings überdurchschn. üppig.

keiner Institution/Firma die Gesellschaft genau abgebildet.

von mispel @
Guter Beitrag. Sehe ich auch so. Egal ob Hebammen, Kindergärtner oder Feuerwehrmann die * Qute stimmt nicht.
Nur bei diesen Berufen akzeptiert man die selbstgewählten entscheidungen von Menschen.

Das was leider den meisten Mitgliedern im BT fehlt ist dass Sie noch nie durch persönliche Leistung oder eigne Arbeit Ihren Lebensunterhalt am "Markt" verdienen mussten.

Alimentiert von Bürger in der Kita, Schule Studium direkt über die Parteien Finanzierung zum Bundestagsabgeordneter.

um 16:56 von Sisyphos3

"Wird halt schwierig in Parteien wenn weniger Frauen dort sind als zu vergebende Mandate."

Du verstehst es immer noch nicht, oder?
Frauen haben genausoviel Interesse an Politik wie Männer. Der Grund, warum sie in den Parteien dennoch mit weniger als 50% vertreten sind, ist, dass sie dort aktiv rausgeekelt werden.

Das muss aufhören.

In praktisch jedem Bereich des Lebens, in dem wir 60%, 70%, 80% Männer haben, werden schlechter qualifizierte Personen gepuscht. Nur so kommt es zum überhöhten Männeranteil:
weil gut geeignete Männer sehr gut geeigneten Frauen vorgezogen werden.
_

@Sisyphos3:

"... aber dann bitte auch Rechts und Linksradikale, Terroristen und Kriminellen
wobei Letztere scheinen mir überproportional vertreten" - mit den "Letzteren" haben Sie wohl recht; offiziell jedoch auch Radikalinskis zuzulassen, läßt sich wohl mit dem Eid auf das GG nicht vereinbaren. - Die politischen Parteien sind gefragt; die Listen aus ihren Kreisen mit Männerdominanz sind von rechtsaußen bis linksaußen recht deutlich unterschiedlich und damit aussagekräftig. -

Minderheiten / sir taki

„Gehen wir durch unsere Gesellschaft, dann sehen wir schnell offensichtliche Minderheiten: Frauen“

In Deutschland gibt es mehr Männer als Frauen

Am 18. Mai 2021 um 17:01 von harry_up

Geht es aber nur um zeitgemäße Vielfalt, die außer eben dieser nichts bewerkstelligt, kann man sich die Diskussion womöglich schenken.
__
D'accord. Mir geht diese ständige Gleichmacherei um jeden Preis, ob sinnvoll oder nicht, total auf den Nerv. Noch nerviger ist nur das ewige Politik-bashing. Am liebsten noch von Leuten, die nicht einmal z.B. Landes- und Bundespolitik unterscheiden können, sondern einfach immer nur einfordern, kritisieren, urteilen und austeilen. Wenn man denen aber den Vorschlag macht, sich selbst einmal zu bemühen oder auch nur die Beschwerde beim zuständigen Bürger-, Partei oder Stadtteilbüro vorzutragen, haben sie keine Lust. Meckern aber von morgens bis abends, auch über Dinge, die Politik manchmal garnicht ändern KANN.
Die Corona-Pandemie hat mal wieder die übelsten Charaktereigenschaften in (fast) allen von uns sichtbar gemacht.
Besserung ist leider nicht in Sicht.

Ich denke, hier hat …

… Bender Rodriguez (den ich ja oft kritisiere) um 16:31 alles auf den Punkt gebracht. Vor allem a) die Personen müssen zur Verfügung stehen und sie müssen b) auch gewählt werden (das ist das ‚Ärgerliche‘ an der Demokratie:-)). Sonst bleibt als Alternative nur eine Art Ständeparlament, wobei die Demokratie m.E. auf der Strecke bliebe.
Im Artikel heißt es am Anfang: „ …wie sieht es aus mit der Vielfalt im Bundestag?“ Das möchte ich aufgreifen und dahingehend umformulieren:
Schön wäre Vielfalt, aber am Wichtigsten ist doch, dass keine Einfalt herrscht.

Ein Blick in den Libanon mag helfen

Diversität und Quoten allein sind kein Allheilmittel oder Selbstzweck. In Maßen erlauben sie eine faire Repräsentation und garantierten, dass sich alle Bevölkerungsgruppen angemessen repräsentiert fühlen.

Im Extrem können sie aber auch schädlich sein. Ein gutes Beispiel dafür ist der Libanon, der seit dem Abkommen von Taif die Regierungsbeteiligung der verschiedenen Religionsgruppen gemäß Proporz festgeschrieben hat.

Auf dem Papier ist eine solche Konkordanzdemokratie auch wirklich sehr fortschrittlich und fair, in der Realität schlittert der Staat bekanntlich von Regierungskrise zu Regierungskrise und wird von so viel Stillstand gelähmt, dass sogar gefährlicher Dünger monatelang im Hafen herumliegt für den sich niemand zuständig fühlt.

Tag der Diversität: Wie vielfältig ist der Bundestag ?

Ja, wie steht´s mit der Diversität ? Prozentual wird man im Bundestag sicher mehr gehobene und höhere Beamte finden, als draußen im Bevölkerungsdurchschnitt. Und auch der Verdienstdurchschnitt bevor die Tätigkeit als Abgeordneter aufgenommen wird höher sein, als bei dem Bevölkerungsdurchschnitt.

Und ganz bestimmt wird man auf Feldern und in Hallen in Gewerbegebieten, mehr Menschen mit Migrationshintergrund finden als im Bundestag.

In Bayern gibts sogar so ne Art "Fake-Doktor"/ Finanzierung.

Historisch gesehen die Doktorfabrik des Strauß-Freundes Prof. Bossle (Würzburg), später Dr. in Tschechien, oft Österreich oder à la Guttenberg. vgl. auch Vroni-Plag.

Aber Schuld sind schon ein wenig die Wähler, die halt solche Typen häufiger wählen.
Besonders wichtig wäre dann die Aufklärung über die Hintergründe der Wahlkampffinanzierung.
An diesem entscheidenden Punkt haben bisher sowohl CSU als auch CDU immer gemauert.

Die Hälfte sollten Frauen sein

Ich fände es gut, wenn im Wahlgesetz festgeschrieben wäre, dass die Listenplätze abwechselnd mit Männern und Frauen besetzt sein müssen.

Verfielfaeltigte Einfalt?

Politiker sollten nicht divers sein im Sinne der Gruppenvielfalt, sondern univeral im Sinne der Bildung. Also objektiv bei breiter Wissensbasis. Als Mitglied einer Randgruppe hat man hoechstwahrscheinlich schlichtweg nur andere Scheuklappen als die Anderen. Oder dennoch kein besseres sozialen Sinnesorgan - wie Schäuble. Ganz ehrlich: Lieber eine Riege weiser alter Maenner an der Macht als eine prozentuale Spiegelung der Bevoelkerungsteile. Tatsaechlich graut mir dann eher. *Uebertreibung macht anschaulich.*

@17:03 von wenigfahrer

"Änderung für die Zeit auf 2 mal 4 Jahr"

Prinzipiell habe ich keine Probleme mit einer unbegrenzten Amtszeit. Denn wenn man zum Beispiel jemanden hat, der seinen Job wirklich gut macht, dann wäre es doch Schade, wenn er irgendwann gehen müsste. Da halte ich es für sinnvoller den Bundestag zu verkleinern. Vielleicht könnte man auch die Entlohnung reduzieren, damit der finanzielle Anreiz geringer ist und somit eher idealistische Persönlichkeiten vertreten sind, die wirklich dem Volk dienen wollen.

Wer Parität möchte

Wer Parität möchte, hat die Möglichkeit diese durch das Wählen mehr weiblicher Kandidaten zu erreichen. Und wenn so viele Kandidatinnen gewählt werden, dass sogar die Mehrheit der Abgeordneten Frauen sind, ist das natürlich auch völlig in Ordnung.
Besser wenn viele von ihnen politische Positionen wie z.B. die von Alice Weidel oder Joana Cotar vertreten.

Der Frauenanteil im deutschen Bundestag liegt gegenwärtig bei 31 Prozent. Kiziltepe fordert Parität, also Halbe-Halbe. Ungefähr so wie im richtigen Leben.

Ich habe gerade mal nachgeforscht, Kiziltepe (SPD) möchte diese "Halbe-Halbe" über einen Eingriff in das passive Wahlrecht erreichen. Das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun. Die SPD hat jedes Recht Parität für die Kandidatenaufstellung der eigenen Partei zu beschließen. In einer Demokratie hat jedoch keine Partei zu entscheiden, wie andere Parteien ihre Kandidaten aufstellen.

Im Prinzip stimme ich dem zu

nur - wo sollen zukünftig die Auswahlkriterien für Abgeordnete, für die Regierungsmitglieder liegen?
Jetzt geht es nach Parteibuch. Später dann nach Parteibuch, danach nach Geschlecht, nach Religion,......
Qualifikation und Eignung spielen dann später keine Rolle mehr. Dann stehen die Quoten über Qualität, über Eignung über ERfahrung und Wissen.
Soll das unsere Zukunft sein? Schon jetzt scheinen viele Abgeordnete eher ungeeignet zu sein, wenn man beispielsweise die Maskenaffären nimmt.
Wass kommt dann? Wieviel Blonde oder rohaarige müssen in der Regierung vertreten sein, wieviel Menschen über 1,85 m oder unter 1,65 m?
Es sollten die fähigsten, klügsten Köpfe in der Regierung sein und als Abgeordnete tätig sein, egal ob männlich, weiblich, divers, jung, alt, groß, klein, mit oder ohne Migrationshintergrund, egal ob Muslime, Katholik, Protestant, Atheist oder welcher Relegion auch immer jemand angehört.
Die gegenwärtige Diskussion geht an der Realität wieder völlig vorbei.

Am 18. Mai 2021 um 17:06 von Bobinho

Vielfalt an sich ist kein Wert. Ich würde einen Menschen in den Bundestag wählen der meine Interessen vertritt. Unabhängig von allen anderen Umständen.
__
Das ist eben das Problem. Wie soll es möglich sein, dass für jeden Bürger jemand im BT sitzt, der gewählt wurde, weil er das Partikularinteresse "seines" Bürgers vertritt ?
Wenn man aber eine max. Zeit für die Verweildauer im BT anstrebt, wird es noch viel schwieriger gute Politiker im BT zu haben, weil für 4-8 Jahre pausiert man nicht mal eben so und geht dann in seinen Beruf zurück. Meist ist der Zug dann abgefahren.
Es sei denn, das Mandat ist reiner Nebenerwerb, aber das ist ja auch nicht gewollt.

um 16:31 von 0_Panik

Ich wähle eine Person in den Bundestag, von dieser Person verlange ich die Interessen meines Wahlkreis zu vertreten.
Das mache ich nicht abhängig von Geschlecht, Religion oder sexueller Ausrichtung.
Es ist eigentlich ganz einfach.

jede Quote diskriminiert

Sei es Frauen- oder Religionszugehörigkeitsquoten, sie diskriminiert diejenigen, die aufgrund von demokratischen Wahlen ohne Vorgaben gewählt worden wären.

Ich möchte den geeignetsten Kandidaten wählen und keinen vorgegebenen, weil eine bestimmt Quote zu erfüllen ist. Das hat doch mit demokratischen Wahlen nichts mehr gemein.

@17:20 von frosthorn

"Parlamente sind keine Firmen, wussten Sie das nicht?"

Doch selbstverständlich. Ich habe auch nirgendwo behauptet, dass dem so sei. Es ging mir dabei auch nur um andere Strukturen neben dem Bundestag, wo Quoten gefordert werden, die aber ebensowenig begründet werden, wie z.B. eben Firmen. Ich dachte dies sei evident, da habe ich mich wohl geirrt, wenn sich manche daran stören.

@ 17:31 von MartinBlank

Frauen haben genausoviel Interesse an Politik wie Männer. Der Grund, warum sie in den Parteien dennoch mit weniger als 50% vertreten sind, ist, dass sie dort aktiv rausgeekelt werden.

Nichts hindert sie daran eine eigene Partei zu gründen, um diesen Zuständen zu entkommen.

Das muss aufhören.

Diese Partei könnte eine Liste mit 100% weiblichen Kandidaten aufstellen. Das ist in einer Demokratie ihr gutes Recht. Ob dann tatsächlich weniger Frauen rausgeekelt werden, steht auf einem anderen Blatt.

Am 18. Mai 2021 um 17:11 von BILD.DirEinDuHä...

Nur jene, die immer wen brauchen auf den sie herabschauen können, die nationalistisch, gläubig oder heterosexuell sind, weil sie sonst Nichts sind, werden sich auch da wieder selbst ausschliessen!
__
Könnten Sie bitte diesen Satz mal erklären ?
Ich bin z.B. sowohl gläubig, als auch heterosexuell. Nationalistisch, eher nicht.
Was bedeutet denn "ich bin sonst nichts ?"
Und inwiefern schliesse ich mich jetzt (von was eigentlich ?) selbst wieder aus ?
Sehr rätselhaft Ihr Beitrag.

Quoten jeglicher Art sind

Quoten jeglicher Art sind grundsätzlich undemokratisch!

um 17:01 von harry_up

@ mispel, um 16:41
An so etwas Ähnlichem wie Sie schreiben grübelte ich auch herum.

Wenn der Artikel überzeugend darlegen könnte, dass durch mehr Diversität die Qualität der Arbeit des Bundestages verbessert oder ein vorhandener Nachteil der unterrepräsentierten Diversitäten behoben oder gemindert werden würde, wäre ich sofort dabei.

Geht es aber nur um zeitgemäße Vielfalt, die außer eben dieser nichts bewerkstelligt, kann man sich die Diskussion womöglich schenken.
---------------
Genau so ist das.

@Sparpaket

"Hier hilft zum Glück ein Blick in das Grundgesetz.
Und auch wenn man die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts berücksichtigt (was man muss), gibt es zum Glück keine Pflicht, das Parlament nach dem Muster zusammensetzen, das man gerade so im Kopf hat.
So ist das in der Demokratie. Zum Glück."

Kann Ihnen nur zustimmen.
Hier geht es auch nicht wirklich um ein tatsächliches Abbild der Gesellschaft im Bundestag sondern darum eine Ideologie durchzusetzen die eine völlig andere Gesellschaftsform propagiert die der Bevölkerung und auch letztendlich dem Parlament aufgezwungen werden soll .
Man kann diese Bestrebungen momentan in vielen Bereichen in Deutschland verstärkt wahrnehmen , die wirklichen Probleme und Herausforderungen sind aber für Bürger und Parlament ganz andere .

Wieso? War doch erst in der Presse

um 17:26 von werner1955

"
Das was leider den meisten Mitgliedern im BT fehlt ist dass Sie noch nie durch persönliche Leistung oder eigne Arbeit Ihren Lebensunterhalt am "Markt" verdienen mussten.

Alimentiert von Bürger in der Kita, Schule Studium direkt über die Parteien Finanzierung zum Bundestagsabgeordneter.
"

Das stimmt so nicht.
Die "Alimentierung vom Bürger" soll eine Aufwandsentschädigung dafür sein, dass die Person sich um die Belange des Volkes kümmert & demnach keine Zeit hat sich den Lebensunterhalt am "Markt" zu verdienen.

Das Problem in der dt. Politik ist:
Politiker sein ist einfach für zu viele Politiker ein Nebenberuf bzw. ein Tätigungsfeld des (meist gleich mehrfach) Hauptberufes (in Selbstständigkeit).
und damit
super am Markt erfolgreich - gerne als Rechtsanwalt oder Vermittlungs- / Beratungstätigkeiten

Mit den passenden Telefonbüchern & dem Zugang zu Steuergeld (als Politiker) verdient man so als Unternehmer die besten Stundensätze - zum Schaden des Volkes

Am 18. Mai 2021 um 17:18 von zöpfchen

Auf politische Korrektheit achten.

Die Qualifikation der Abgeordneten darf künftig keine Rolle mehr spielen. Alles andere wäre politisch inkorrekt.
___
Ich Hätte gedacht, dass eine gewisse Qualifikation wünschenswert ist. Ich lese zum beispielsweise dauernd, wie schlecht der Bundesgesundheitsminister, Herr Spahn, seine Arbeit macht, was ja auch kein Wunder wäre, sei er doch Banker und kein Mediziner.
Ja, was denn nun ?

Am 18. Mai 2021 um 16:31 von Bender Rodriguez

Zitat: PassivesWahlrecht mit 21. Aber wo ist man da im Wahlkreis? An Stelle 105?

Entweder man ist an erster Stelle im Wahlkreis oder gar nicht.

"mir doch egal, wer da sitzt"

schreiben hier die meisten. Und, Diversität pur, die meisten regen sich in jeder Legislaturperiode auf, welche Stümper im Parlament sind und wie sie sich weigern, ihre "eigentliche" Arbeit zu machen, stattdessen angeblich nur auf persönlichen Vorteil und Bereicherung aus sind.

Das kommt halt davon, wenn es einem egal ist, wer da sitzt.

Is this all real?

Is this all real?Is this all necessary? Or is this a joke?
Alice Cooper, Luney Tune

Merkwürdig...
irgendwie erinnert mich die Diskussion an den Film "Das Leben des Brian", insb. an "Loretta" und das geforderte "prinzipielle Recht", Kinder zu bekommen. (judäische Volksfront oder Volksfront von Judäa- wie war das noch gleich...?)
Ach ja, hin und wieder fällt mir auch die Szene mit der Steinigung ein: "Er hat Jehowa gesagt! Steinigt ihn!"

Wenig Diversität.

Stimmt.

Auch sehr wenige Hartz-Vier-Empfänger kamen bisher in den Bundestag (meines Wissens keiner).

Auch Obdachlose waren bisher nicht vertreten.

Das ist nicht divers und spiegelt die Gesellschaft in keinster Weise wider.

@Vielfalt, 17:44

Ich habe gerade mal nachgeforscht, Kiziltepe (SPD) möchte diese "Halbe-Halbe" über einen Eingriff in das passive Wahlrecht erreichen. Das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun. Die SPD hat jedes Recht Parität für die Kandidatenaufstellung der eigenen Partei zu beschließen. In einer Demokratie hat jedoch keine Partei zu entscheiden, wie andere Parteien ihre Kandidaten aufstellen.

Interessant nur, dass die Dame auch gar nicht gefordert hat, dass eine Partei entscheidet, wie die anderen ihre Kandidaten aufstellen. Wenn überhaupt, soll der Gesetzgeber das entscheiden, für alle.
Es kommt ja auch kein Gesetz dadurch zustande, dass eine Partei entscheiden kann, ob die andere dafür oder dagegen zu stimmen hat. Aber wenn es verabschiedet ist, haben sich alle daran zu halten, auch die, die dagegen gestimmt haben.
Ihr Beispiel ist an den Haaren herbei gezogen.

Am 18. Mai 2021 um 17:41 von schwer gestört

Die Hälfte sollten Frauen sein

Ich fände es gut, wenn im Wahlgesetz festgeschrieben wäre, dass die Listenplätze abwechselnd mit Männern und Frauen besetzt sein müssen.
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Sorry, aber ich als Frau, finde das hirnrissig.
Quote um jeden Preis macht keinen Sinn.
Was, wenn nicht genügend Frauen interessiert sind ? Platz verfällt ? Dass auch Frauen JEDES Amt erlangen können, sieht man wohl am allerbesten an Frau Merkel selbst.
Wenn Frau Ziele hat, muss Frau darum kämpfen, sonst wird sie insgeheim immer die "Quotenfrau" sein und bleiben.

@17:44 von Vielfalt

"Ich habe gerade mal nachgeforscht, Kiziltepe (SPD) möchte diese "Halbe-Halbe" über einen Eingriff in das passive Wahlrecht erreichen. Das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun. Die SPD hat jedes Recht Parität für die Kandidatenaufstellung der eigenen Partei zu beschließen. In einer Demokratie hat jedoch keine Partei zu entscheiden, wie andere Parteien ihre Kandidaten aufstellen."

Naja, sie will das ja per Gesetz erreichen. Doch dürfte so ein Gesetz verfassungswidrig sein weil Quoten genau dem Gleichbehandlungsgrundsatz widersprechen. Das Individuum steht im Mittelpunkt, nicht Geschlecht oder vielleicht noch Hautfarbe. Besonders wenn von so einem Gesetz sogar noch demokratisch zu legitimierende Kandidaten in der Politik betroffen sind.

Am 18. Mai 2021 um 17:42 von das ding

Politiker sollten nicht divers sein im Sinne der Gruppenvielfalt, sondern univeral im Sinne der Bildung. Also objektiv bei breiter Wissensbasis. Als Mitglied einer Randgruppe hat man hoechstwahrscheinlich schlichtweg nur andere Scheuklappen als die Anderen. Oder dennoch kein besseres sozialen Sinnesorgan - wie Schäuble. Ganz ehrlich: Lieber eine Riege weiser alter Maenner an der Macht als eine prozentuale Spiegelung der Bevoelkerungsteile. Tatsaechlich graut mir dann eher. *Uebertreibung macht anschaulich.*
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Ein perfekter Beitrag, den ich vollumfänglich unterschreiben würde.

Entweder, oder.

Wir müssen uns schon entscheiden: Entweder durchquotiert und als möglichst exaktes Abbild der Gesellschaft, oder im freien Wettbewerb.

Ich kann mit beidem leben.

Wogegen ich mich entschieden wende, sind Bevorzugung einzelner Gruppen und Quotenlobbyismus, nach dem Motto "die einen dürfen, die anderen nicht".

Gilt nicht nur für den Bundestag.

Den Lebensunterhalt am Markt verdienen?

@ werner1955:
Das was leider den meisten Mitgliedern im BT fehlt ist dass Sie noch nie durch persönliche Leistung oder eigne Arbeit Ihren Lebensunterhalt am "Markt" verdienen mussten.

Eine Freundin meiner Mutter hat eine Zeitlang Obst und Blumen auf dem Markt verkauft.

Wenn mehr Minderheit und Exclusivität vertreten wird,

... dann wird es ungleich.
Diese Gesellschaft driftet jedoch zusehends in Ungleichheit ab, so wie es Sahra Wagenknecht z.Bsp. beschreibt.
Ich sehe das auch so. Immer mehr und immer kleinere Minderheiten fordern die Macht(hoheit) über das gesamte Volk.

rer Truman Welt

Interessant ist, daß bei der Diversität die Repräsentation der verschiedensten Berufsgruppen scheinbar keine Rolle zu spielen scheinen. Bei allem Respekt vor Diversität, aber alles muß finanziert und deshalb auch erwirtschaftet werden, weshalb die Vertretung sämtlicher Glieder dieser Wertschöpfungskette in erster Linie so gut als möglich abgebildet sein sollten. 80% Beamte und Rechtsanwälte haut nicht hin, egal ob homosexuell, PoC, beeinträchtigt oder divers, religiös oder nicht, groß oder klein, dick oder dünn, blau- oder grünäugig, kurze oder lange Haare, Rad- oder Autofahrer, geimpft oder ungeimpft oder was weiß ich noch was es an relevanten Unterschieden geben kann. Die Berufsgruppen haben bei der Diversität für mich höchste Priorität, weil mir persönlich viel zu viele Beamte und Rechtsanwälte im Bundestag vertreten sind. Sollte vielleicht einmal darüber nachgedacht werden, daß auch Abgeordnete maximale 2 oder 3 Legislaturperioden im Bundestag verbleiben dürfen?

Am 18. Mai 2021 um 18:16 von Olivia59

@17:44 von Vielfalt "Ich habe gerade mal nachgeforscht, Kiziltepe (SPD) möchte diese "Halbe-Halbe" über einen Eingriff in das passive Wahlrecht erreichen. Das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun. Die SPD hat jedes Recht Parität für die Kandidatenaufstellung der eigenen Partei zu beschließen. In einer Demokratie hat jedoch keine Partei zu entscheiden, wie andere Parteien ihre Kandidaten aufstellen."

Zitat: aja, sie will das ja per Gesetz erreichen. Doch dürfte so ein Gesetz verfassungswidrig sein weil Quoten genau dem Gleichbehandlungsgrundsatz widersprechen.

Sie sind der Falschbehauptung von "Vielfalt" aufgesessen.

Frau Kiziltepe hat angesichts der Tatsache und in dem Bewusstsein, dass das Thüringer Verfassungsgericht das dortige Paritätsgesetz für nichtig erklärt hatte, andere Vorschläge gemacht (über die ich mir allerdings noch keine abschließende Meinung gebildet habe).

Vielfalt der Berufsgruppen

Wie wäre es denn mal mit einer Begrenzung von geisteswissenschaftlichen Berufen im Bundestag?
Es fehlen Organisatoren, Logistiker, Naturwissenschaftler.
Stattdessen ein Überhang von Juristen, Politologen und Journalisten.

Klein und schlecht bezahlt

@ mispel:
Da halte ich es für sinnvoller den Bundestag zu verkleinern. Vielleicht könnte man auch die Entlohnung reduzieren, damit der finanzielle Anreiz ...

... höher ist, noch was hinzu zu verdienen?

@18:16 von frosthorn

Interessant nur, dass die Dame auch gar nicht gefordert hat, dass eine Partei entscheidet, wie die anderen ihre Kandidaten aufstellen.

Habe ich auch nicht behauptet. Sondern, dass keine Partei das zu entscheiden hat. Auch nicht in der Rolle des Gesetzgebers. Es wäre eine Aushöhlung des passiven Wahlrechts und keine übliche Gesetzgebung.

Ihr Beispiel ist an den Haaren herbei gezogen.

Ganz im Gegenteil wie man sieht.

@schwer gestört 18:16

Frau Merkel ist gewiss keine Experimentalphysikerin sondern reine Theoretikerin. Oskar Lafontaine hingegen schon, der hat sich mal mit Bariumtitanat befasst.

Am 18. Mai 2021 um 18:16 von weingasi1

Zitat: Was, wenn nicht genügend Frauen interessiert sind ? Platz verfällt ? Dass auch Frauen JEDES Amt erlangen können, sieht man wohl am allerbesten an Frau Merkel selbst.

Ich kann mich nicht erinnern, gelesen zu haben, dass das bei den GRÜNEN jemals geschehen sei.

Übrigens: Statt "hirnrissig" kann man auch "abwegig" schreiben.

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